Der Krammarkt am 11. Mai 2021 fällt coronabedingt aus!
Borken (pd). An jedem 2. Dienstag im Monat verwandelt sich normalerweise die Borkener Innenstadt rund um den Marktplatz von 7.30 bis 13.00 Uhr in einen großen Krammarkt.
Es handelt sich um einen der ältesten und größten Märkte dieser Art in der Region. Ca. 60 bis 80 Marktbeschicker bieten ihre Waren feil. Der Krammarkt am Dienstag, 11. Mai 2021, fällt leider coronabedingt aus! Wir bitten die Besucher*Innen um Verständnis.
Raesfeld. Ein völlig zerstörtes Longboard blieb am Donnerstag in Raesfeld nach einem Unfall zurück.
Eine 13-Jährige führte ihren Hund gegen 09.15 Uhr auf dem Wirtschaftsweg Lange Waater aus. Als sie den Vierbeiner von einem Feld zurückholen wollte, ließ das Mädchen ihr Longboard auf der Fahrbahn zurück.
Ein Autofahrer überfuhr es mit seinem Wagen. Nach einem kurzen Gespräch habe er sich entfernt. Bei seinem Wagen habe es sich vermutlich um einen dunklen VW Golf Plus mit BOR-Kennzeichen gehandelt, am Steuer habe ein circa 45 bis 50 Jahre alter Mann gesessen.
Die Polizei bittet den Fahrer, sich beim Verkehrskommissariat in Borken zu melden: Tel. (02861) 9000.
Abfall in Corona-Zeiten: Mund-Nasen-Schutz-Masken müssen aus hygienischen und abfallrechtlichen Gründen über den Restmüll entsorgt werden
NRW (pd). Umweltministerin Ursula Heinen-Esser hat die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, Corona-Schutzmasken und Schnelltest-Müll ordnungsgemäß zu entsorgen.
„Auf Straßen und Gehwegen und in Grünanlagen liegen immer wieder achtlos entsorgte Masken herum. Gebrauchte Schutzmasken und Test-Kits gehören in den Restmüll“, so die Ministerin. „Halten wir in Corona-Zeiten zusammen und unsere Umwelt sauber.“
Die aktuell verwendeten Mund-Nasen-Schutz-Masken müssen aus hygienischen und abfallrechtlichen Gründen über den Restmüll entsorgt werden. Gleiches gilt auch für die Corona-Schnelltests, die in den privaten Haushalten anfallen. Die Test-Kits, also Stäbchen, Lösung und Testkassette, sind nach Verwendung ebenfalls im Restmüll zu entsorgen. Die Begleitzettel und die Umverpackung aus Papier oder Kunststoff sind hingegen wie gewohnt getrennt in der Papiertonne oder in der Gelben Tonne zu entsorgen.
Aufstockung der Lagerkapazitäten bei Funke Medical sichert Versorgung von Patienten
Raesfeld (pd). Die Funke Medical AG stellt weiterhin und unabhängig von aktuellen Engpässen im internationalen Frachtverkehr ihre optimale Lieferfähigkeit von Dekubitustherapie-Systemen sicher. Hierfür hat sie über die letzten Jahre permanent ihre eigenen Lagerkapazitäten erweitert.
Der Ausbau des Lagers ergänzt als zusätzliche Maßnahme die bereits bestehenden, aufeinander abgestimmten Prozesse, deren Ziel es ist, Ware pünktlich und in gleichbleibend hoher Qualität zu liefern – auch und gerade in der pandemiebedingten Sondersituation. Die zu steuernden Hauptfaktoren sind hierbei der Rohstoffbeschaffung, das Lieferanten und Qualitätsmanagement sowie die Logistik.
Funke Medical AG – Kurze Wege
Die Grundstoffe für ihre Produkte, hochwertige Schäume, bezieht die Funke Medical AG von europäischen Herstellern. Da auch das Zubehör überwiegend aus Deutschland und nur in geringen Teilen aus anderen europäischen Ländern stammt, ist Funke Medical von den akuten Versorgungsengpässen bei FernostImporten insgesamt nicht betroffen.
Zur Firmenphilosophie gehört die vertrauensbasierte und langfristige Zusammenarbeit mit ihren Partnern, wie z. B. den Lieferanten. Neben dem überwiegend nationalen Einkauf zahlt sich dieser Anspruch aktuell besonders aus, wenn es um die Rohstoffverfügbarkeit geht. Kurze Wege erzeugen zudem geringere Kosten und schonen die Umwelt.
„Made in Germany“ aus einer Hand
Von Produktion bis Warenausgang finden sämtliche Prozesse im Hause statt. Hierdurch ist eine gleichbleibend hohe Qualität unter Berücksichtigung aktuellster gesetzlich verpflichtender Richtlinien gewährleistet. Zudem entfallen durch kurze Wege eventuelle Wartezeiten. Die Prozesskette endet mit der termingerechten Lieferung. Sowohl national als auch international ist die Warenausfuhr der Produkte gesichert, was der Zusammenarbeit mit zuverlässigen Logistikunternehmen zuzuschreiben ist. Daher können sich die Kunden der Funke Medical AG auf die Lieferfähigkeit des Unternehmens verlassen.
Nadine Heselhaus und SPD-Parteivorsitzender laden zur virtuellen Diskussion über gerechte Finanzen ein
(pd). Die Bundestagskandidatin der SPD im Wahlkreis 126 – Borken II – lädt wieder Interessierte zu ihrer regelmäßig stattfindenden Online-Veranstaltungsreihe „Hand auf‘s Herz“ ein.
Christi Himmelfahrt, am 13.05.2021 um 19 Uhr, wird Norbert Walter-Borjans – SPD-Parteivorsitzender und ehemaliger NRW-Finanzminister zu Gast sein. Das Thema dieser Folge lautet: „Butter bei die Fische: So sehen gerechte Finanzen aus“. Als Impulsgeber wird Frank Buckenhofer an der Zoom-Konferenz teilnehmen. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei und Vorsitzender für den Bereich Zoll. „Ich freue mich sehr, zu diesem Thema unseren Parteivorsitzenden begrüßen zu können“, sagt Nadine Heselhaus. „Soziale Gerechtigkeit fängt bei den Einnahmen an. Und bevor es um eine gerechte Steuerpolitik geht, müssen zunächst alle zur Kasse gebeten werden, die sich bisher genau darum drücken. Deshalb spreche ich mit meinen Gästen auch darüber, wie wir Geldwäsche, Betrugsdelikten und Steuerhinterziehung im großen Stil, wirksam begegnen können“, so Nadine Heselhaus weiter. Die Videokonferenz ist öffentlich, alle können sich ohne Anmeldung einwählen. Die Zugangsdaten sind auf der Homepage www.nadine-heselhaus.de und auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht.
34. Deutsch-niederländische Grafikbörse abgesagt und coronabedingt auf 2022 verschoben
Borken (pd). Gewünscht hatten sich alle Beteiligten ein Wochenende voller Kunst, Austausch und guter Stimmung. Doch mit Rücksicht auf die geltenden Corona-Schutzbestimmungen steht der Entschluss fest: Die 34. Deutsch-niederländische Grafikbörse wird in diesem Jahr nicht stattfinden, sondern auf den regulären Märztermin 2022 verschoben.
Die Veranstalter, Stadt Borken und Kreis Borken, freuen sich dann wie gewohnt am ersten Märzwochenende des kommenden Jahres viele Grafikenthusiasten in Borken zu begrüßen. Jedes Jahr zu Frühlingsbeginn findet am ersten Märzwochenende die Börse statt und lockt während ihrer dreitägigen Laufzeit stets zahlreiche Kunst- und Grafikfreunde nach Borken.
Die ca. 70 teilnehmenden Künstler, die sich im Vorfeld um die Teilnahme bewerben und von einer Jury ausgewählt werden, zeigen aktuelle künstlerische Druckgrafik und Arbeiten auf Papier in allen Techniken. Weitere Kulturakteure begleiten die Messe durch Ausstellungen und Veranstaltungen. Das erste Märzwochenende ist damit ein feststehender Termin in der Kunstregion Westmünsterland.
Die Hoffnungen der Veranstalter, die Börse in diesem Jahr trotz der Corona-Beschränkungen ausrichten zu können, haben sich nicht erfüllt. Zwar sinken die Fallzahlen, jedoch ist eine Durchführung zum anvisierten Termin Anfang Juni derzeit noch nicht möglich. Nun besteht für alle Terminsicherheit und die Vorplanungen für 2022 können beginnen. Die Ausgabe von 2022 soll eine besondere werden, schließlich haben sowohl Künstler als auch Grafikfreunde dann einiges nachzuholen. Weitere Informationen unter https://www.grafikboerse.eu
Raesfelder Grundschüler bei der Deutschen Meisterschaft
Wegen der Coronavirus-Pandemie mussten die Deutsche Schulschachmeisterschaften 2021 erneut online ausgetragen werden.
Raesfeld (pd). Einerseits schade für das Schachteam der Sebastianschule, denn das Event eines viertägigen DM-Turniers in einem Hotel in Thüringen wäre das Highlight der Schulschachsaison geworden. Andererseits freute sich das Raesfelder Schachquintett mit ihrem Betreuer Manfred Grömping, dass ein Bundesfinale überhaupt ausgetragen werden konnte, eben in Form des Online-Turniers „Schulteam-Cup“. Für die Sebastianschule, die sich als Landesmeister NRWs qualifiziert hatte, bedeutete es bereits die 19. Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft.
Einige Raesfelder Spieler trugen ihre Partien an den Schulcomputern aus, andere spielten am heimischen PC; Eltern und Betreuer konnten die Spiele online mitverfolgen.
Auf den Fotos sind zu sehen v.l.n.r. oben: Luis, Manuel, Anton mit Betreuer Manfred Grömping unten: Jonathan und Sebastian (alle Klasse 4c). Foto: St. Sebastian-Schule
Um den Titel mitgespielt
Probleme mit der Handhabung des Programmes sorgten zunächst für eine unerwartete Auftaktniederlage der Raesfelder, die sich danach mit vier 3:1 Siegen der Tabellenspitze näherten.
„Nach dem Sieg über die Grundschule aus Hannover, dem Deutschen Meister der letzten Präsenz-DM in Thüringen, träumten unsere Schüler vor der vorletzten Runde bereits vom Titel“, weiß Betreuer Manfred Grömping. Doch eine 0:4 Niederlage gegen Hamburg und eine knappe 1,5:2,5 Niederlage in der letzten Runde ließen das Quintett am Ende auf den 10. Platz von 30 Mannschaften abrutschen, mit nur einem Punkt Abstand zum Tabellenvierten. Das selbstgesteckte Ziel – eine Platzierung unter den Top Ten – haben die Sebastianschüler jedoch erreicht.
Dem Raesfelder Schachteam gehörten an: Sebastian Föing, Jonathan Eilhardt, Luis Olbing, Anton Thomas und Manuel Potthoff. Deutscher Meister wurde die Dreieins-Grundschule aus Berlin-Pankow.
120.000 Schnelltests – 350 positive Ergebnisse im Kreis Borken
Auch am Weltrotkreuztag: Große Resonanz an Teststationen. Ein Kompliment ans Ehrenamt und die Bevölkerung: Rotes Kreuz im Kreis Borken zieht Schnelltest-Bilanz
Kreis Borken (drk-press). Das Rote Kreuz im Kreis Borken nutzte den Weltrotkreuztag am Samstag, 8. Mai, um sich für die große Unterstützung der Menschen im Kreis Borken gerade in der schwierigen Pandemiezeit zu bedanken. Präsident Aloys Eiting und Vorstandsmitglied Beatrix Grohn taten dies persönlich bei einer der 16 am Weltrotkreuztag geöffneten Schnellteststationen in Anholt am Rewe-Markt. Dort wurde per Drive-in und im Bus getestet.
350 positive Ergebnisse
Insgesamt bietet die Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation im Kreis Borken 20 Stationen an – mit großem Erfolg. Bis zur ersten Mai-Woche erfolgten allein vom Roten Kreuz im Kreis Borken rund 120.000 Schnelltests. Dabei gab es 350 positive Ergebnisse; allein in der vorigen Woche wurde 22.000 Mal getestet; 20 Personen waren dabei infiziert und mussten sich in häusliche Quarantäne begeben.
„Die Corona-Schnelltests sind eine echt gute Sache“, sagt Dietmar John-Peters, stellvertretender Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Isselburg: „Die Leute kommen, so wie jetzt vor dem Muttertag, oder weil sie die Tests beruflich benötigen. Wir testen laufend in unserem DRK-Haus an der Schneidkuhle – und die Resonanz ist nach wie vor sehr hoch.“
Hoch sei nach wie vor auch der Einsatz der ehrenamtlichen Kräfte, betonten Eiting und Grohn in Anholt. Eiting: „Es sind während der gesamten Pandemiedauer Geld-, Sach-, Blut- und Zeitspenden eingegangen. Das ist ein klares Indiz dafür, dass die Bürger im Kreis Borken hinter uns stehen und uns unterstützen. Dafür möchten wir einfach danke sagen.
Impfkampagne: Bis voraussichtlich im Juni die Priorisierung aufgehoben wird, wird NRW noch einmal „Strecke machen“.
Der Impfstoff der Firma AstraZeneca kann in Arztpraxen grundsätzlich allen Personen unabhängig von Alter und Priorisierung angeboten werden.
NRW(pd). Insgesamt finden in den Impfzentren im Mai rund 750.000 Erst- und 1.250.000 Zweitimpfungen statt.
Außerdem ist in den kommenden Wochen mit einer stetigen Steigerung der Terminkapazitäten bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zu rechnen.
Seit dem 6. Mai 2021 können erste Personengruppen aus der Priorität 3 ein Impfangebot im Impfzentrum erhalten und einen Impftermin vereinbaren. Das Interesse daran ist erwartungsgemäß groß: Die hierfür vorgesehenen Termine sind fast ausgebucht. Damit ist der vom Bund für den Monat Mai zur Verfügung gestellte Impfstoff für Impfzentren vollständig verplant.
Parallel hierzu nehmen die Impfungen in der niedergelassenen Ärzteschaft weiter Fahrt auf. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte impfen im Rahmen der ihnen zur Verfügung stehenden Impfstoffmengen schon jetzt Personen aus der Priorität 3, sofern sie keine weiteren Patientinnen und Patienten der Prioritätsgruppen 1 und 2 mehr haben. Das betrifft insbesondere Personen über 60 Jahre und Personen, die an einer chronischen Erkrankung leiden.
Der Impfstoff der Firma AstraZeneca kann zudem in den Arztpraxen grundsätzlich allen Personen unabhängig von Alter und Priorisierung angeboten werden. Voraussetzung ist eine gewissenhafte ärztliche Aufklärung und die individuelle Risikoakzeptanz der Patientinnen und Patienten.
Wer erstellt zukünftig die Risslisten, wenn nicht LANUV? Einige Fragen von Anwalt Stefan Steinkühler konnten am Verwaltungsgericht am Donnerstag nicht geklärt werden
Wie bereits berichtet, klagte der Schäfer Opriel gegen den Kreis Wesel, der eine Ausnahmegenehmigung zur Entnahme der Problemwölfin ablehnte. Die gleiche Entscheidung hat nun auch das Verwaltungsgericht getroffen. „Gloria darf leben“. Die Klage von Opriel wurde abgelehnt.
„Das muss ich erst einmal sacken lassen“, sagte Schäfer Kurt Opriel aus Hünxe nach dem Gerichtsurteil am Donnerstag. Er ist mit seiner Klage vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf gescheitert. Für die Richter war nach langer Verhandlung klar: Gloria darf weiterleben und muss somit weiterhin im Schermbecker Wolfsgebiet verbleiben. Das Wolfsgebiet Schermbeck ist seit 2018 das Jagdgebiet der Wölfin Gloria. Sie hat in dieser Zeit über 140 Nutztiere gerissen.
Schäfer Kurt Opriel: Das muss ich ersteinmal sacken lassen. Foto: Petra Bosse
Was ist ein zumutbarer Herdenschutz?
Schon vor der Verhandlung, aber auch in der Pause vor der Urteilsverkündung, war die Stimmung aller Beteiligten sehr angespannt.
Besonders was für einen Schäfer „zumutbaren Herdenschutz“ bedeutet, sollte durch den Anwalt Stefan Steinkühler an diesem Tag geklärt werden. Fakt ist, das Opriel seine Tiere einstallen solle, das habe bereits im Vorfeld die Untere Naturschutzbehörde Kreis Wesel empfohlen. Für Opriel hat das in den letzten Monaten zu erheblichen Mehrkosten geführt. Er baute einen Stall für 150.000 Euro und bezahlte diesen aus eigner Tasche. Darüber hinaus hat er seine Tiere seit Monaten nicht mehr auf seinen Weiden, die teilweise in großer Entfernung seines Wohnortes liegen, gelassen. Für Opriel stehe jedoch fest, dass eine dauerhafte Einstallung für Schafe nicht artgerecht sei.
Kein ernster wirtschaftlicher Schaden
Nach Ansicht des Gerichts droht dem Schäfer durch Gloria kein ernster wirtschaftlicher Schaden. Selbst wenn es der Wölfin in Einzelfällen gelungen sein sollte, die zum Herdenschutz errichteten Elektrozäune zu überwinden, gebe es derzeit keine Anhaltspunkte dafür, dass sich das Tier zunehmend auf die Bejagung von Schafen spezialisiert habe und Herdenschutzzäune hiergegen keinen Schutz mehr böten. Im vergangenen Jahr habe es nur noch einen Vorfall gegeben. Die meisten Schafe bei Opriel sind der Wölfin Gloria 2018 und 2019 zum Opfer gefallen.
Das Gericht verwies zudem auf den besonderen Schutzstatus der Wölfe in Deutschland. Grundsätzlich ist die Tötung verboten. Das nationale und europäische Artenschutzrecht lässt eine Tötung nur in Ausnahmefällen zu.
Dr. Matthias Kaiser, Leiter des NRW-Wolfsmonitorings (r.) sowie Schäferin Christian Rittman, anwalt Stefan Steinkühler und Schäfer Kurt Opriel
Fehlerhafte und mangelnde Neutralität
Ein zentrales Thema während der Verhandlung vonseiten des Anwalts Stefan Steinkühler war das Gutachten der „Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf“. Hier hakte Steinkühler nach, da es laut dem Gahlener Bürgerforum Irritationen, was die Richtigkeit anbelangt, gegeben habe. Das Gahlener Bürgerforum (GBF) gelangte zu dieser Auffassung nach Prüfung von Details des Gutachtens und warf dem LANUV fehlerhafte und mangelnde Neutralität vor. Dazu gehörte die erstellte Rissliste bei zwei Rissereignissen, die nicht richtig wiedergegeben worden seien sowie die nicht Anerkennung des empfohlenen Herdenschutzes.
Bei einem Rissereignis beispielsweise vom 11.11. 2020 soll der Zaun Mängel gehabt haben, indem er „durchhing“ und an einer Stelle nur 1,11 Meter hoch war. Damit habe er nicht den geforderten Standard von 1,20 Meter entsprochen. Das fiel ihm bei einer nachträglichen Prüfung der Rissliste im Februar auf, nachdem Christiane Rittmann (Schäferin) ihrerseits ihn auf Fehler in der ursprünglichen Rissliste aufmerksam machte. Er bestätigte ihr per E-Mail, dass zwar ihr Rissereignis den empfohlenen Herdenschutz hatte, aber den vom 11.11. nachträglich nicht hatte.
Auch der Umgang mit den Meldungen der ehrenamtlichen arbeitenden Wolfsberater von Schafsrissen an das LANUV gehörte am Mittwoch zur Auflistung der Vorwürfe fehlerhafter Handlungsweisen des LANUV. Archivfoto : Helmut Scheffler
Mangelhaftes Wolfsmonitoring
Auf mehrfache Nachfrage von Steinkühler, ob es hierfür einen Beweis gebe, legte Dr. Matthias Kaiser, (Leiter des NRW-Wolfsmonitorings) ein Foto vor, welches von einer Mitarbeiterin des LANUV angefertigt worden sei. „Es geht nicht darum, den Zaun schlecht zu machen, aber der Wolf findet auch die kleinste Lücke. Deshalb ist es wichtig, auf die kleinsten Details zu achten“, betonte Kaiser und verwies in diesem Fall auf die sogenannte Schwachstelle im Zaun. Auch diese Aussage überzeugte Steinkühler nicht. Für ihn war die Beweisführung sowie das Wolfsmonitoring weiterhin mangelhaft.
Steinkühler zeigte sich auch darüber überrascht, da bereits seine im Vorfeld persönliche Anfrage des Fotos trotz Einschaltung von Umweltministerin Heinen-Esser unbeantwortet geblieben ist. Für Kaiser vom LANUV sei laut Beweis des Fotos der empfohlene Herdenschutz in diesem Fall nicht gegeben. Stefan Steinkühler bemängelte erneut die falschen Grundlagen des Gutachtens. „Mängel werden falsch aufgeführt. Es wurde einfach unsauber gearbeitet und ich fühle mich in meiner Meinung mehr als bestätigt“, so Steinkühler. Dies sei laut Steinkühler auch bereits dadurch belegt, dass die Rissliste, die dem Gericht übersandt worden sei, welche den Stand 9.2.2021 enthielt, das Gutachten aber bereits am 28.1. 2021 erstellt worden sei. In der Verhandlung legte Kaiser eine Liste mit Stand vom 22.12. vor, die angeblich Bestandteil des Gutachtens von DBBW gewesen sei.
LANUV erstellt keine Risslisten
Kaiser betonte, dass LANUV nur dokumentiere und weder amtliche Rissprotokolle noch Zaunbegutachtungen erstelle. Sie seien nur für das Monitoring zuständig. „Nur, wer dann, wenn nicht Sie?“, fragte Steinkühler verwundert. Er habe nun gelernt, dass LANUV keine amtlichen Rissprotokolle anfertigt, obwohl die Bezirksregierung als Grundlage für die Billigkeitsentschädigung immer ein amtliches Rissprotokoll des Landesamtes LANUV verlangt. Hierauf konnte Dr. Kaiser keine klare Auskunft geben.
Wer will so einen Wolf haben?
Im Verlauf der Verhandlung gab es alternative Fragen zum Abschuss der Wölfin vom leitenden Richter. Unter anderem, ob es denkbar wäre einen Wolf zu fangen, um ihn umzusiedeln. Dazu erklärte Kaiser vom LANUV, dass dieses nicht ganz einfach sei. Wenn, das sei auch schon ausprobiert worden, haben die Wölfe im Gehege Verhaltensauffälligkeiten gezeigt und seien nach gut einem halben Jahr eingegangen. Und auf die Frage einer eventuellen Umsiedlung lag die Antwort bei Kaiser klar auf der Hand und fragte wörtlich: „Wer will so einen Wolf haben?“ Darüber hinaus bedeute für Kaiser eine Entnahme ganz klar immer ein Abschuss.
Entnahme hat keine Auswirkung auf die Wolfspopulation
Eine weitere Frage des Richters war, inwieweit eine Entnahme der Wölfin Auswirkungen auf den bestehenden Rudel-Erhaltungsbestand in Deutschland habe. „Die Entnahme eines Tieres wird an der derzeitigen Population nichts ändern“, so Kaiser.
Mit Blick in die Zukunft verwies Kaiser darauf, dass das Schermbecker Gebiet interessant für weitere Wölfe sei, da es sehr waldreich sei und einen hohen Wildbestand habe. „Wir haben eine weitere Dynamik und ich gehe davon aus, dass weitere Wölfe, nicht unbedingt in diesem Jahr, sich hier dazugesellen werden“.
Keine besonderen Auffälligkeiten
Ein weiterer Richter wollte von Kaiser wissen, ob die Wölfin Gloria für ihn ein auffälliger Wolf wäre? Dieser verneinte. Er habe bei Gloria keine besonderen Auffälligkeiten beobachten können. „Ein auffälliger Wolf ist für mich, wenn dieser unter anderem die Scheu vor Menschen verliert, in Müll nach Nahrung sucht oder immer wieder an gut geschützte Weidetiere geht. Das sehe ich als einen problematischen, auffälligen Wolf an“.
In der Pause zog Schäfer Martin Tiemann eine Zwischenbilanz: „Für uns als Schäfer ist erfreulich zu hören, dass der Erhaltungszustand der Wölfe nicht gefährdet ist, obwohl eine Wölfin eventuell entnommen werden könnte“. Er hoffte zu dieser Zeit noch, dass Kurt Opriel mit seinem Antrag durchkommt. „Damit könnten wir für alle Weidetierhalter ein Zeichen setzen“. Er zeigte sich am Ende jedoch enttäuscht über das Urteil, wie auch der Kläger Kurt Opriel: „Das Urteil muss ich jetzt erst einmal sacken lassen. Wie es weitergeht, kann ich momentan nicht sagen“. (bos)
Kostenlose Webseminare für Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse / Termine und Themen individuell zu vereinbaren
Kreis Borken (pd). „Die Suchtprävention für Kinder und Jugendliche muss auch während der Corona-Pandemie weitergehen“, betont Nina Berger von der Fachstelle für Suchtvorbeugung des Kreises Borken. Aus diesem Grund bietet sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Regina Kasteleiner im Rahmen der Suchtprävention nun digitale Workshops zu suchtspezifischen Themen an, um zum Beispiel über Alkohol, Cannabis oder Nikotin ins Gespräch zu kommen.
Regina Kasteleiner (li.) und Nina Berger von der Fachstelle für Suchtvorbeugung des Kreises Borken bieten nun digitale Präventionsangebote für Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse an.
Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse in Kooperation mit einer Lehrkraft oder der Schulsozialarbeit. In diesem Rahmen wird nicht nur Fachwissen vermittelt, auch eine kritische Auseinandersetzung mit den Gründen, Risiken und Folgen von Suchtmittelkonsum oder exzessiven Verhaltensweisen wird ermöglicht.
Die Themen und Termine der jeweiligen Präventionsworkshops können individuell mit der Fachstelle für Suchtvorbeugung der Kreisverwaltung vereinbart werden. Pro Termin können maximal 16 Schülerinnen und Schüler gleichzeitig teilnehmen. Ein Workshop dauert inklusive Pausenzeiten circa 120 Minuten. Je nach Möglichkeit können die Webseminare entweder mit der Plattform Zoom oder über schulinterne Videokonferenztools durchgeführt werden.
Dabei sind alle E-Learning-Formate möglich. Einzige Voraussetzung ist, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer über ein eigenes Endgerät (vorzugsweise Laptop oder Tablet-PC) mit Bild und Ton verfügen. Die Fachstelle für Suchtvorbeugung bietet darüber hinaus weitere digitale Präventionsangebote an: So steht sie jederzeit für Interessierte – insbesondere Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen – bereit, um gemeinsam neue Ideen und Konzepte zu erarbeiten und bei Bedarf auch für weitere Webseminare für deren Kinder, Jugendliche und Eltern.
Die Präventionsworkshops werden vom Kreis Borken gefördert und sind kostenfrei. Interessierte können sich entweder per E-Mail an [email protected] oder telefonisch bei der Fachstelle für Suchtvorbeugung des Kreises Borken melden. Die Ansprechpartnerinnen sind unter Tel. 02861/681-5855 (Regina Kasteleiner) und unter Tel. 02861/681-6017 (Nina Berger) zu erreichen. Weitere Informationen gibt es auch auf der Internetseite www.kreis-borken.de/suchtvorbeugung.
Wie nehmen die Menschen im Kreis Borken den Klimawandel wahr und wie passen sie sich an seine Folgen an? Ihre Meinung ist gefragt!
Kreis Borken (pd). Der Klimanwandel ist heutzutage in aller Munde. Jeder einzelne kann etwas dazu beitragen, das Klima zu schützen: viele Wege mit dem Rad zurücklegen, wenig Müll produzieren, sein Zuhause gut dämmen und eine Heizung nutzen, die nicht mit fossilen Brennstoffen betrieben wird. Dennoch sind die Folgen des bereits eingetretenen Klimawandels heute schon spürbar – auch im Kreis Borken.
Studierende der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW Münster suchen Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihre Online-Umfrage zum Thema „Klimaschutz und Klimafolgenanpassung in der Region“.
Doch inwieweit sind die daraus resultierenden Probleme in der Bevölkerung bekannt und wie passt sich der ein oder andere vielleicht bereits an die Veränderungen des Klimas an? Im Rahmen eines Studierendenprojektes zum Thema „Klimaschutz und Klimafolgenanpassung in der Region“ suchen zehn Studierende der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW in Münster Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Kreis Borken für eine Umfrage zu dieser Fragestellung. Die Befragung wird in Kooperation mit dem Klimaschutzbeauftragten des Kreises Borken durchgeführt.
Die anonyme Umfrage dauert circa zehn Minuten und findet online statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sie über den folgenden Link abrufen: https://campus.lamapoll.de/Projekt-Klima-1. Eine Teilnahme ist bis Sonntag, 16. Mai 2021, möglich.
„Jeder ausgefüllte Fragebogen hilft, ein umfassendes Stimmungsbild der Bevölkerung im Kreis Borken einzufangen und wichtige Erkenntnisse für das Studierendenprojekt zu gewinnen“, betont Rouven Boland, Klimaschutzbeauftragter des Kreises Borken. Aufgrund des intensiven Austauschs zum Thema „Klimafolgenanpassung“ zwischen dem Kreis Borken und den Nachbarkreisen wird die Befragung auch im Kreis Coesfeld durchgeführt.
SPD-Bundestagsabgeordnete freut sich über Bundesförderung in Millionenhöhe für Ersatzneubau von Borkener Sporthalle
(pd). „Eine gute kommunale Infrastruktur trägt entscheidend zur Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger bei. Ihre Erhaltung und Erneuerung ist jedoch kostspielig und für viele Städte und Gemeinden alleine nicht zu stemmen. Deshalb unterstützt der Bund die Kommunen mit dem erfolgreichen Förderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ bei dringend notwendigen Investitionen. Das ist in diesen Zeiten wichtiger denn je.
Ursula Schulte, SPD
Als Wahlkreisabgeordnete habe ich mich darum bemüht, dass in der aktuellen Förderrunde auch die Stadt Borken berücksichtigt wird, die sich um die Förderung eines Sporthallen-Ersatzneubaus beworben hatte. Es freut mich sehr, dass der Haushaltsausschuss des Bundestages heute Mittel in Höhe von 1.113.750 Euro für das Projekt bewilligt hat, was 45 Prozent der Gesamtkosten entspricht. Das sind gute Nachrichten für den Sport in Borken! Die regionale Wirtschaft wird von den ausgelösten Investitionen ebenfalls profitieren.
Seit September 2020 und verteilt auf drei Tranchen hat die Große Koalition insgesamt 800 Millionen Euro für das kommunale Sanierungsprogramm zur Verfügung gestellt. Als Kommunalpartei war dies der SPD mit Finanzminister Olaf Scholz besonders wichtig, auch als Beitrag, um aus der pandemiebedingten Wirtschaftskrise herauszukommen.“
Borken. Der Raubüberfall auf eine Tankstelle am 1. Mai ist geklärt: Nach Zeugenhinweisen und polizeilichen Ermittlungen geriet laut Polizeimeldung ein 13-jähriger Borkener in dringenden Tatverdacht.
Bei der Wohnungsdurchsuchung wurde eine Softairpistole gefunden und sichergestellt. Der 13-Jährige gab in seiner Anhörung die Tat zu – bei der sichergestellten Softairpistole handelt es sich um die Tatwaffe. Das erbeutete Geld (mehrere hundert Euro), so seine erste Aussage, habe er bereits ausgegeben.
Gegenüber seiner Mutter, die sich bei den Ermittlungen sehr kooperativ gezeigt hatte, räumte der Junge ein, den Großteil der Beute noch zu besitzen und versteckt zu haben. Er gab seiner Mutter das Geld, die dieses ihrerseits der Polizei aushändigte und zudem auch die bereits ausgegebene Summe ersetzte.
Als Motiv gab der Junge an, dass er sich von dem Geld eine Spielekonsole kaufen wollte.
Der strafunmündige 13-Jährige, der in der Vergangenheit lediglich wegen eines Hausfriedensbruchs aufgefallen war, wurde in der Obhut seiner Mutter belassen.
Angebot des Landes zur Beteiligung an Elternbeiträgen: Zahlung für Mai vorsorglich gestoppt – Kreisjugendamt ermöglicht schon vor einer endgültigen Lösung schnelle Entlastung für Familien
Kreis Borken (pd). Der eingeschränkte Regelbetrieb in der Kindertagesbetreuung ist nach den Osterferien weiter verlängert worden und die sogenannte Bundesnotbremse hat in der letzten Woche in vielen Regionen in NRW die Betreuung auf Notfallbedarfe begrenzt.
Aus diesem Anlass hat das Land NRW den Kommunen aktuell angeboten, für zwei weitere Monate die Elternbeiträge zu erlassen und die Hälfte des Ertragsausfalls zu erstatten. Die andere Hälfte müssen die Kommunen finanzieren. „Diese Entlastung wollen wir schnell und unbürokratisch an die Eltern weitergeben“, kündigt Landrat Dr. Kai Zwicker die weitere Unterstützung in der Pandemie an. „Für den Monat Mai ist die Zahlung deshalb vorerst gestoppt.“
Abbuchung im Mai wird ausgesetzt
Die Abbuchung im Mai wird ausgesetzt und Eltern, die selbst den Elternbeitrag überweisen, können diese ebenfalls im Mai aussetzen. Der endgültige Beitragserlass wird dann erst nach Vorlage der Detailregelungen aus Düsseldorf festgelegt. Seit Mitte Dezember gelten aufgrund der Corona-Pandemie zeitliche Einschränkungen in der Kindertagesbetreuung. Für den Monat Januar, als das Land eindringlich an die Eltern appelliert hatte, ihre Kinder nicht in die Kita und Kindertagespflege zu bringen, hatte das Land NRW bereits kurzfristig angekündigt, dass den Eltern wie im vergangenen Frühjahr und Sommer die Elternbeiträge erlassen werden können.
Die Ertragsausfälle will das Land den Kommunen zur Hälfte erstatten. Der Kreis Borken hatte schon im Januar diese Ankündigung direkt an die Eltern weitergegeben, die Zahlung der Elternbeiträge gestoppt und bis zu einer endgültigen Regelung der Landeserstattung und der Beschlussfassung durch Jugendhilfeausschuss und Kreistag gestundet.
Zahlungsstopp und die Stundung verlängert
Da die Einschränkungen auch im Februar fortbestanden haben, hat der Kreis Borken den Zahlungsstopp und die Stundung verlängert. Seit dem 22. Februar können zwar grundsätzlich alle Kinder wieder die Kindertagesbetreuung nutzen, die Betreuung ist aber regelmäßig 10 Wochenstunden geringer als im Betreuungsvertrag vereinbart.
Mit dieser Reduzierung des Angebotes sollen die Kitas unterstützt werden, um die höheren Anforderungen an Hygiene und Infektionsschutz, die Betreuung in festen Gruppen wie auch die Personalausfälle durch die Pandemie auffangen zu können. Das Land hat sich lange nicht zu einer Verlängerung der Erstattungsregelung durchgerungen, sodass der Kreis Borken für März und April wieder zunächst die Elternbeiträge eingezogen hat. Das galt natürlich unter der Zusage, dass nachträgliche Erstattungsregelungen des Landes verrechnet werden.
Neues Angebot vom Kreis
Nun hat das Land ein neues Angebot vorgelegt: Zwei Monate sollen für den Zeitraum Februar bis Juni erstattet werden, um Eltern für die Einschränkungen in der Kita-Betreuung und Kindertagespflege entgegenzukommen. Dies soll nach der Ankündigung des Landes auch noch evtl. ausstehende Zeiträume einer Notbetreuung bis Ende Juni abgelten, wenn der Inzidenzwert von 165 überschritten wird. Die Kommunen erhalten dafür die Hälfte der Ertragsausfälle vom Land erstattet.
Diese Entscheidung des Landes war längst überfällig. Viele Kommunen haben nach Januar bereits weitere Monatsbeiträge nicht eingezogen und bis zu einer Entscheidung des Landes gestundet. Die Kommuen haben das Angebot über ihre Spitzenverbände zwar als unzureichend bewertet, dennoch soll dieses minimale Angebot des Landes zügig den Eltern zu Gute kommen.
Der Kreis Borken hat deshalb die Zahlung des Elternbeitrags für Mai vorläufig gestoppt. Eltern, die einen Dauerauftrag eingerichtet haben oder per Einzelüberweiseung zahlen, können ebenfalls die Mai-Zahlung aussetzen. Der Zahlungsstopp gilt generell für alle beitragspflichtigen Eltern, ohne eine Differenzierung nach der tatsächlichen Nutzung von Betreuungsangeboten.
Die Kommunen werden in den nächsten Wochen über eine weitergehende Erstattung mit dem Land verhandeln. Die Verwaltung prüft nun, wie das Angebot des Landes am besten in einer abschließenden Erlassregelung für den Zeitraum ab Februar umgesetzt werden kann. Im Februar hat bereits der Jugendhilfeausschuss über einen Erlass der Elternbeiträge für Januar entschieden und diesen Erlass auch für weitere Zeiträume ermöglicht, soweit das Land hierfür die gleichen Bedingungen anwendet.
Kreistag hat diesen Beschluss bestätigt
Der Kreistag hat diesen Beschluss in der Sitzung am 11.03.2021 bestätigt. Die Betreuung darf nach wie vor nur in festen Gruppen stattfinden. Um diese Anforderung personell und organisatorisch leisten zu können, kann der Umfang der Betreuung um jeweils 10 Stunden gekürzt werden. In der häuslichen Kindertagespflege bleibt der vollständige Betreuungsumfang beibehalten. Durch die Corona-Pandemie erleben die Menschen im Kreis Borken in vielen Bereichen massive Einschränkungen und sind häufig auch in ihrer persönlichen Einkommenssituation betroffen. Das Kreisjugendamt weist zusätzlich darauf hin, dass Eltern bei Einkommenseinbußen durch die Corona-Pandemie oder andere Ereignisse die Beiträge vorläufig auf das wahrscheinliche Jahreseinkommen herabsetzen lassen können.
Lohnersatzleistung
Darüber hinaus haben Eltern nach wie vor die Möglichkeit, die sogenannten Kinderkrankentage mit einer Lohnersatzleistung zu nutzen. Das Kreisjugendamt Borken ist für alle Kommunen im Kreis Borken zuständig, mit Ausnahme der Städte Ahaus, Bocholt, Borken und Gronau, die über ein eigenes Jugendamt verfügen. Die Stadtjugendämter treffen für ihren Zuständigkeitsbereich eigene Entscheidungen. Bei weiteren Fragen können sich Eltern an ihre Kontaktpersonen beim Fachbereich Jugend und Familie aus dem letzten Beitragsbescheid wenden.
Die Vegetation ist wieder im vollen Gange, genauso wie Land schafft Verbindung – Blühende Demo-Fläche soll an der Stockbreede angelegt werden
Seit einem Jahr besteht der LsV (Land schafft Verbindung) Raesfeld / Marbeck / Erle / Homer, und in dieser Zeit ist viel Öffentlichkeitsarbeit betrieben worden.
In der momentanen Pandemie ruhen einige Sachen, wie unter anderem die letztjährigen Aktionen in den Kindergärten und Grundschulen. Im letzten Jahr sind die Mitglieder von LSV in die einzelnen Einrichtungen gegangen und haben ihren hergestellten Informationsordner über die moderne Landwirtschaft verteilt. Darin konnten sich Lehrpersonen, Erzieherinnen und Kinder über die fachgerechte und praxisorientierte Landwirtschaft informieren. Außerdem sind in diesen Ordnern auch landwirtschaftliche Betriebe aufgelistet, woran sich Schulen oder Kindergärten gerne wenden können, wenn sie einen Betrieb besuchen möchten.
Blumige Überraschung
Das Orga-Team um Anne Schlottbom, Christoph Nagel und Felix Brömmel haben sich mit tatkräftiger Unterstützung der FDP Raesfeld und den Familien Angrick und Schulte Greving eine „blumig und summende“ Überraschung einfallen lassen. Nach dem schönen Trecker Corso Nikolausumzug, der Adventskistenverlosung und dem Weihnachtsmann, steht jetzt wieder Öffentlichkeitsarbeit auf der „To do Liste“.
Artenvielfalt und Biodiversität
Aus diesem Grund möchte der LsV wieder die Artenvielfalt und Biodiversität voran bringen. Wie schon im letzten Jahr, sollen in den Schulen und Kindergärten von Raesfeld, Marbeck und Erle, Blühmischungen angeboten werden, so dass jeder, ob groß oder klein, für Hummel und Co Hilfe leisten kann. Und damit sich jeder Bürger das auch auf einem Feld vorstellen kann, wird in Raesfeld an der Stockbreede eine Demofläche (Besitzer Familie Angrick) eigens dafür angelegt. Außerdem legen wieder viele Landwirte, wie schon immer in den vergangenen Jahren auf ihren Flächen, viele Hektar Blühstreifen für die Artenvielfalt und Biodiversität an. Sei auch Du dabei, unser/euer Dorf zum „blühen“ zu bringen.
Wie viele Möglichkeiten hat der Bankautomat, den Betrag von 80 Euro in Zusammenstellungen von 50 €-, 20€- und 10 €-Scheinen auszugeben?
Raesfeld (pd). Mit dieser und 23 anderen mathematischen Knobeleien haben sich etwa 120 Dritt- und Viertklässler der St.-Sebastian-Schule im März beschäftigt.
Die Teilnehmer am Knobelwettbewerb „Mathe-Känguru“ erhielten in der vergangenen Woche von den Lehrkräften die verdienten Urkunden und Knobelspiele. Sieben Schülerinnen und Schüler, die einen Hauptpreis oder ein Känguru-T-Shirt gewonnen haben, wurden darüber hinaus von Konrektor Manfred Grömping separat im Schulforum geehrt.
Die Gewinner. Nicht dabei auf dem Foto ist Johann Büsken. Foto: St. Sebastian-Schule
Einen 2. Hauptpreis gewannen Johan Büsken (3c) und Amelie (3b). Genügend Punkte für einen 3. Hauptpreis erreichten Laura Mümken (4a), Maja Brinkmann (4c) und Fine Nienhaus (4b). Das begehrte Känguru-T-Shirt für den weitesten „Känguru-Sprung” (d.h. die größte Anzahl von aufeinanderfolgenden richtigen Antworten) gewannen in diesem Schuljahr gleich vier Sebastianschüler: Amelie Tüsfeld, Fine Nienhaus, Klara Stenkamp (4c) und Linus Wietek (4d)
Das Schreiben wird unaufgefordert allen betreffenden Personen zugesandt / Bitte von Anfragen an Hotline absehen
Kreis Borken (pd). Das Land NRW hat am Wochenende mitgeteilt, dass seit Montag (3. Mai 2021) vollständig Geimpfte sowie Genesene mehr Rechte haben. Sie werden mit negativ Getesteten gleichgestellt –
etwa bei „Click&Meet“
im Einzelhandel,
bei Besuchen von Zoos und Botanischen Gärten
oder den zulässigen sogenannten körpernahen Dienstleistungen,
außerdem bei der Testpflicht in Schulen oder der Einreisequarantäne.
In diesen Fällen müssen vollständig Geimpfte und Genesene kein negatives Schnelltest-Ergebnis mehr vorlegen.
Die Immunisierung kann laut dem Land NRW bei Genesenen durch den Nachweis eines positiven Testergebnisses, das auf einer Labordiagnostik beruht (in der Regel: PCR-Test) und mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt, erfolgen. Nähere Vorgaben des Landes zum entsprechenden Nachweis gibt es derzeit nicht.
Quarantäneverfügung
In vielen Fällen haben die Betroffenen noch ihre Quarantäneverfügung, aus der sich der Laborbefund unmittelbar ergibt. Der Kreis Borken wird nun vorsorglich allen betreffenden Personen, die beim Kreisgesundheitsamt in den vergangenen sechs Monaten mit einem positiven PCR-Test erfasst sind, unaufgefordert einen solchen Nachweis zusenden. Diese Schreiben werden derzeit gefertigt und versandt – sie werden folglich in den kommenden Tagen bei den Genesenen eintreffen.
Bis dahin bittet der Kreis Borken um Geduld und auch darum, zunächst von diesbezüglichen Anfragen bei der Telefon-Hotline abzusehen. Sollte in dieser Übergangszeit schon vorher ein Termin anstehen, der mit Bestätigung ohne Test erfolgen könnte, so müssten die Betroffenen ggf. wie bisher einfach einen kostenlosen Bürgertest machen. Alle Schnellteststellen finden sich im Internet unter www.kreis-borken.de/testen.
Die Schreiben gehen nun erstmal für alljene heraus, die bis Anfang April (28 Tage zurückliegend) einen positiven Befund hatten. Für spätere Infektionen ist geplant, die Schreiben dann entsprechend später wöchentlich herauszuschicken. Sollte es bis dahin einheitliche Dokumente des Landes geben, wird das Kreisgesundheitsamt entsprechend damit arbeiten.
Bearbeitung der gutachterlichen Stellungnahme hat fehlerhafte Daten vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) geliefert
Schermbeck.Die gutachterliche Stellungnahme, welche von der „Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf“ (DBBW) am 28. Januar 2021 zum Verhalten der Wölfin GW954f vorgelegt wurde, ist fehlerhaft und nicht neutral. Zu dieser Auffassung ist das Gahlener Bürgerforum (GBF) gelangt, nachdem Details des Gutachtens überprüft wurden.
Es geht schon los mit der Tatsache, dass die am 28. Januar 2021 abgegebene Stellungnahme des DBBW auf Daten basiert, die aus einer Rissliste stammen sollen, welche erst am 9. Februar 2021 erschien. Eine solche Liste gab es zwar wirklich und wurde auch beim Kreis Wesel veröffentlicht, aber erst zwei Wochen nach der Erstellung des Gutachtens.
Eine Nachfrage bei der Landesregierung ergab, dass für die Bearbeitung der gutachterlichen Stellungnahme fehlerhafte Daten vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) geliefert wurden.
Mindestens sieben Fälle
In seiner Stellungnahme vom 8. Januar 2021 hatte das LANUV vier Fälle genannt, in denen bei Wolfsrissen der empfohlene (zumutbare) Herdenschutz überwunden wurde. „Eine staatliche Stelle müsste schon wesentlich genauer arbeiten“, bewertete das GBF in einer Pressekonferenz am Mittwoch die Angaben des LANUV. Es habe mindestens sieben Fälle gegeben. Die Zahl könne sogar noch größer sein, weil einige Fälle seit längerer Zeit noch nicht geklärt worden seien. Wie es zu einer etwa 50-prozentigen Verringerung der Wolfsrisse bei ausreichenden Herdcnschutz kommen konnte, kann man in den Reihen des GBF nicht nachvollziehen. Auf jeden Fall werde dadurch das Auftreten der Wölfin verharmlost. Durch Reduzierung der Fallzahlen könne schlechter eine Bedingung für die Entnahme der Wölfin erfüllt werden.
Die DBBW schrieb als Bedingung: „Sollte die Wölfin GW954f damit beginnen, in zeitlich-räumlich engen Abständen Nutztiere hinter empfohlenen Schutzmaßnahmen zu töten, so dass man von einem verfestigten Verhalten ausgehen kann und nicht von seltenen Ausnahmen bzw. sporadischen Vorfällen, die zwischen vielen Übergriffen auf wenig geschützte Nutztiere erfolgen, ist es für uns allerdings fachlich nachvollziehbar, sich dafür zu entscheiden, eine Entnahme dieses Tieres zu veranlassen.“
Nicht richtig wiedergegeben
Das GBF konnte zudem beweisen, dass das LANUV in einer erstellten Rissliste zwei Rissereignisse vom 26. August 2020 und vom 11. November schlichtweg den empfohlenen Herdenschutz aberkannt hatte. Erst als die Schafhalterin Christiane Rittmann das LANUV darauf aufmerksam gemacht hatte, bestätigte das LANUV in einer Mail vom 23. Februar 2021, dies „nicht richtig wiedergegeben“ zu haben.
Die DBBW legt für einen engen zeitlichen Zusammenhang der Rissereignisse die Defintion „im Regelfall einen Zeitraum von maximal vier Wochen“ zugrunde. Wie oft solche Ereignisse in vier Wochen im Wolfsgebiet Schermbeck erfolgten, blieb in dem Gutachten unklar, weil von der DBBW in der Rissliste ein Rissereignis übersehen wurde, ein weiterer Riss nach einer Feststellung des GBF seitens des LANUV unterschlagen wurde und außerdem der Riss vom 11. November 2020 in Hünxe aberkannt wurde, obwohl keine Beweise vorgelegt wurden, die die nachrichtliche Aberkennung gerechtfertigt hätten. Das GBF hat seinerseits eine eigene Auswertung vorgenommen und drei Zeiträume ausgemacht, die kürzer waren als vier Wochen. „Es ist unverständlich, warum diese engen Zeitabstände verschwiegen wurden“, wurde am Mittwoch vom GBF bedauert.
Bestehendes Misstrauen des GBF gegenüber dem LANUV
Ein seit September 2018 bestehendes Misstrauen des GBF gegenüber dem LANUV hat dazu geführt, dass regelmäßig Screenshots von der Internetseite des LANUV angefertigt werden. Dabei hat das GBF nachträgliche Veränderungen von Protokollen festgestellt. Im Meldeprotokoll für den Riss vom 11. November 2020 beim Hünxer Schafzüchter Opriel fehlten eine Zeitlang Angaben für die Höhe des Zaunes. In einem vier Wochen später veröffentlichten Endprotokoll tauchten plötzlich als Minimalhöhe 111 Zentimeter auf und als Maximalhöhe 139 Zentimeter. Zwei Mitglieder des GBF, die bei der Begehung mit den Wolfsberatern anwesend waren, können sich die Minimalhöhe nicht erklären. Sie stellten ihre sämtlichen Fotos zur Auswertung zur Verfügung, die keinen Rückschluss auf 111 Zentimeter zulassen. Eine entsprechende Rückfrage blieb bislang vom LANUV unbeantwortet.
Bewusste Manipulation
Das GBF bemängelt eine fehlende Neutralität. Zu den gekennzeichneten Mängeln des LANUV, dem das GBF Anzeichen einer bewussten Manipulation nicht absprechen möchte, kommt hinzu, dass zu den Ansprechpartnern in Sachen Wolf beim DBBW Ilka Reinhardt und Gesa Kluth gehören. Beide Frauen haben im Jahre 2003 gemeinsam das Wildbiologische Büro Lupus in Spreewald gegründet. Beide fördern seit Jahren die Wiedereinwanderung der Wölfe nach Deutschland. An der Entwicklung der Wolf-Monotoring-Standards für Deutschland haben beide Frauen im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz beigetragen.
Wer sich aktiv für den Wolf einsetzt, kann nach Auffassung des GBF nicht geeignet sein, ein neutrales Gutachten zu erstellen. Da sich auch das LANUV in seiner Handlungsweise und im öffentlichen Auftreten nach Auffassung des GBF als wolfszugetan erweise, sei in der Harmonie zweier Institute ein völlig einseitiges Gutachten entstanden. H.Scheffler
Wolf: Das Gahlener Bürgerforum bescheinigt dem Landesamt eine fehlende Neutralität
Schermbeck. Fast zweieinhalb Jahre lang hat das Gahlener Bürgerforum (GBF) die Arbeit des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) beobachtet. Eine 30-seitige Bilanz dieser Beobachtung wurde vergangene Woche von fünf Mitgliedern des GBF vorgestellt. Die Dokumentation listet Falschaussagen des LANUV ebenso auf wie Nachweise, dass dem LANUV die gebotene Neutralität fehlt.
Die skeptische Haltung des GBF gegenüber dem LANUV entstand im September 2018. Damals waren schon zahlreiche Wolfsrisse in der Region bekannt geworden, ohne dass das LANUV die Bevölkerung informiert hatte. „Ganz im Gegenteil“, hieß es am Mittwoch in der GBF-Runde, das LANUV habe immer wieder den Wolf als Verursacher von Schafsrissen ausschließen wollen.
Der Wolf ist ein scheues Tier
Im Rahmen einer Veranstaltung in der Gesamtschule Hünxe hatte der LANUV-Mitarbeiter Dr. Matthias Kaiser im November 2018, einen Monat nach der Ausweisung des Wolfsgebietes Schermbeck noch behauptet: „Der Wolf ist ein scheues Tier. Ihn zu Gesicht zu bekommen, gleicht einem Sechser im Lotto.“ „Dann müssten hier in der Region haufenweise Millionäre wohnen“, kommentierte am Mittwoch ein GBF-Mitglied die Falschaussage. Zur Beruhigung der etwa 300 Besucher in Hünxe hatte Dr. Kaiser hinzugefügt: „Der Wolf reißt keine Pferde, keine Rinder.“ Die vom GBF akribisch geführte Riss-Liste belegt an mehreren Stellen diese glatte Falschaussage.
Auch der Umgang mit den Meldungen der ehrenamtlichen arbeitenden Wolfsberater von Schafsrissen an das LANUV gehörte am Mittwoch zur Auflistung der Vorwürfe fehlerhafter Handlungsweisen des LANUV. Archivfoto : Helmut Scheffler
Auch das Verhalten von Wölfen hat das LANUV nach Auffassung des GBF mehrmals völlig falsch beschrieben. „Der Wolf reißt nur so viel, wie er auch fressen kann.“ Auch diese Aussage des LANUV-Pressesprechers Wilhelm Deitermann vom 30. August 2019 wurde am Mittwoch als eine dilettantische Fehleinschätzung bewertet, weil bei zahlreichen Rissen von einem einzigen Wolf gleich mehrere Tiere gerissen wurden.
Keine nachgewiesenen Untergrabungen
Zitiert wurde Dr. Matthias Kaiser mit einer Aussage vom 5. Oktober 2018: „Wölfe versuchen es zunächst unter dem Zaun und könnten zwar springen, würden dies aber lieber vermeiden.“ Es gebe, so das GBF, in der Auflistung des GBF kein einziges Riss-Ereignis, bei dem der Wolf unter einem Zaun in die Weide gelangt sei. Es gebe bis dato zwar Kratzspuren, aber keinerlei vom LANUV nachgewiesene Untergrabungen.
„Untypisch für einen Wolf wären allerdings das Abtrennen und Verschleppen von Körperteilen (hier Vorderlauf) und das Öffnen des Pansens“, schrieb das LANUV in seiner Bewertung zum Wolfsübergriff am 11. November 2019. Das GBF legte gleich für sieben Risse vor, das entweder der Kopf, eine Schulter oder eine Keule fehlte. Zusammenfassend stellte das GBF die Frage: „Wissen es die ´Experten` nicht besser oder sagen sie bewusst die Unwahrheit? Man muss die fachliche Kompetenz des LANUV anzweifeln.
Fehlende Neutralität des LANUV
Neben den fehlerhaften Äußerungen bedauerte das GBF die fehlende Neutralität des LANUV. Hartnäckig hat das LANUV im Sommer 2018 Hunde für den Tod von gerissenen Schafen verantwortlich gemacht. Als fünf Schafe durch einen Kehlbiss starben und zwei verletzt wurden, sicherte LANUV-Mitarbeiterin die Spuren vor Ort. Schon vor einem wissenschaftlichen Nachweis habe die Mitarbeiterin vermutet, dass ein Hund für die Risse verantwortlich sei. „Nach Rückfragen bei den Berufsschäfern hat es in den letzten 20 Jahren nicht einen tödlichen Schafsriss durch Hunde gegeben“, teilte das GBF mit.
Schon vor der Vorlage der offiziellen DNA-Analyse habe dann der LANUV-Pressesprecher Deitermann mitgeteilt, man gehe davon aus, dass ein Hund dafür verantwortlich sei. Solche Aussagen nahm das GBF mit Erstaunen zur Kenntnis, zumal das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Krefeld damals zuvor in einem Gutachten empfohlen hatte, den Riss durch einen Wolf in Erwägung zu ziehen. „Das LANUV vermeidet/verhindert jegliche Rückschlüsse zu Lasten des Wolfes bei der Überwindung von Zäunen mit einer Höhe zwischen 1,50 und 1,90 Meter“, bemängelte das GBF die fehlende Neutralität des LANUV.
Keine Probennahme durch einen qualifizierten Wolfsberater
Als im November 2018 die Schwiegertochter eines Geschädigten bei der Montage des Übersteigschutzes im obersten Draht Haare entdeckte und diese Haare der Wölfin Gloria zugeordnet wurden, hat man diese Haare nicht als Nachweis für einen Wolf anerkannt, weil keine Probennahme durch einen qualifizierten Wolfsberater stattgefunden habe.
Bei einem Fall am 17. September 2020 wurden von Bewohnern ein Wolf gesichtet und außerdem Haare am oberen Stacheldraht festgestellt. Das LANUV wurde per Hotline informiert. Nachdem bis zum späten Nachmittag keine Reaktion seitens des LANUV erfolgt war, wurden die Haare unter Aufsicht des Bürgermeisters Mike Rexforh die Haare gesichert und ihm zur Verwahrung übergeben. „Bis heute wurden die Haare trotz mehrfacher Aufforderung nicht abgeholt“, hieß es am Mittwoch seitens des GBF.
Zudem wurde an einen ähnlichen Fall erinnert. Während einer Rissaufnahme am 2. Dezember 2020 wurden am Zaun eines Damwildgatters Haare gefunden und von einem Wolfsberater gesichert und an das LANUV geschickt. Auch hier fehle bis heute trotz Nachfragen jeglicher Hinweis über das Untersuchungsergebnis.
Das GBF kann dem LANUV auch die Lieferung falscher Daten an die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) zwecks Erstellung eines Gutachtens nachweisen. Über diesen komplexen Sachverhalt berichten wir in einer weiteren Ausgabe. H.Sch.
Info
Am 30. November 2017 trafen sich Gahlener Bürger zu einem ersten Infoabend zur unerlaubten Ablagerung von Ölpellets und anderen gefährlichen Deponiegütern in einer Ablagerung der Firma Nottenkämper. Damals entstand das Gahlener BürgerForum (GBF). Ein Jahr später kam das Thema „Wolfsgebiet Schermbeck“ hinzu.
Zum Gahlener BürgerForum gehören Vertreter des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Gahlen, des CDU – Ortsverbandes Gahlen, der FDP – Gahlen, des Gemeindesportverbandes Schermbeck, des Heimatvereins Gahlens, des MGV Gahlen-Dorf, des Reitervereins Lippe-Bruch Gahlen, der SPD – Gahlen, des TuS Gahlen, des VdK-Ortsverbandes Gahlen sowie Gahlener Bürgerinnen und Bürger. Helmut Scheffler