Wer in den letzten Tagen in Raesfeld und Umgebung eingekauft hat, wird es bemerkt haben: Der Einkaufskorb ist bei gleicher Anzahl von Waren nicht mehr so gefüllt wie früher
Ob beim Heizen, Tanken, Stromrechnung oder am Gemüsestand – Verbraucher müssen immer tiefer in die Tasche greifen.
Kein Wunder, denn der Verbraucherpreisindex für Nordrhein-Westfalen ist von März 2021 bis März 2022 um 7,6 Prozent gestiegen (Basisjahr 2015 = 100). Alleine im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat (März 2021) wurden im März 2022 insbesondere Kraftstoffe (+49,1 Prozent) und Haushaltsenergien (+39,1 Prozent) teurer angeboten.
Höchste Inflationsrate
Laut Statistisches Landesamt sei das die höchste Inflationsrate seit Ende 1973. Der Preisindex gegenüber dem Vormonat (Februar 2022) stieg erneut um 2,7 Prozent.
Richtig tief in die Tasche greifen müssen Autofahrer. Gegenüber dem Vormonat (Februar 2022) verteuerte sich insbesondere der Preis für Kraftstoffe noch einmal um (+24,7 Prozent).
Haushaltsenergien
Auf höhere Kosten einstellen müssen sich die Verbraucherinnen und Verbraucher auch bei Haushaltsenergien. Diese sind um +14,1 Prozent, darunter Heizöl einschließlich Umlage (+48,8 Prozent), gegenüber März 2021 gestiegen. Billiger angeboten dagegen wurden beispielsweise Brennholz, Holzpellets o. Ä. (−8,7 Prozent).
Gemüse und Co
Supermärkte und Discounter haben auch auf die höheren Energiepreise, Produktions- und Lieferkosten reagiert und die Preisschraube angezogen.
So sind mit Blick auf März 2021 Paprika (+11,5 Prozent), Speisefette und -öle (+19,7 Prozent), Gemüse (+14,2 Prozent), Brot- und Getreideerzeugnisse (+7,1 Prozent), Fleischwaren und Fisch (+5,2 Prozent) Molkereiprodukte und Eier (+9,3 Prozent), Obst (+3,7 Prozent) sowie alkoholfreie Getränke (+4,6 Prozent) überdurchschnittlich im Preis gestiegen.
Günstiger als vor einem Jahr waren u. a. die stationäre (−7,6 Prozent) und ambulante Pflege (−6,8 Prozent). Hintergrund ist eine Pflegereform, die bei Pflegedienstleistungen, seit Anfang 2022 einen sogenannten Leistungszuschlag auf die Pflege- und die Ausbildungskosten vorsehen.
Der Heimatvereine Erle lädt zu einer Führung an der Femeiche und zur Femeichenausstellung ein
Am Sonntag, 3. April 2022, findet an der Femeiche in Erle (Ekhornsloh 17) um 15.00 Uhr eine öffentliche Führung statt.
Freigraf Bernd de Duicker wird in mittelalterlicher Gewandung persönlich über seine Tätigkeit als Vorsitzender des Femegerichts und aus der Geschichte des Tausendjährigen Naturdenkmals erzählen.
Anschließend geht es ins nahegelegene Heimathaus (Silvesterstraße 5) zur Ausstellung über die Femeiche. Hier werden manche Informationen über die Femeiche anschaulich vertieft bzw. abgerundet. Auch die anderen Ausstellungen im Heimathaus ( fränkische Gräberfunde aus dem Frühmittelalter, steinzeitliche Funde und eine historische Schulstube) können natürlich besichtigt werden.
Die Führung dauert ca. 1 – 1,5 Stunden. Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden werden gerne entgegengenommen. Im Heimathaus gilt die 3-G-Regel. Bei Regen findet nur die Führung im Heimathaus statt.
Anmeldungen erwünscht (aber nicht zwingend notwendig) unter [email protected] oder Telefon: 02865 6646 bzw. 02865 8793
Kreiswahlleiter legt Beschwerde gegen die Entscheidung des Kreiswahlausschusses zur Zulassung der Wahlvorschläge der AfD für die Wahlkreise 76 (Borken I) und 77 (Borken II) ein
Grund: Kurzfristig Hinweise des Landeswahlleiters auf klärungsbedürftige Umstände –
Kreis Borken (pd). Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster hat in seiner Funktion als Kreiswahlleiter vorsorglich Beschwerde beim Landeswahlleiter gegen die am Donnerstagabend (24.03.2022) getroffene Entscheidung des Kreiswahlausschusses zur Zulassung der Wahlvorschläge der AfD für die Wahlkreise 76 (Borken I) Andre Ludwig und Helmut Seifen, Gronau 77 (Borken II) eingelegt.
Beschwerdeverfahren beim Land NRW
Unmittelbar vor der Ausschuss-Sitzung und am Tag danach hatte der Landeswahlleiter auf klärungsbedürftige Umstände im Zusammenhang mit der Einreichung dieser Wahlvorschläge hingewiesen. Der Wahlausschuss selbst konnte darauf nicht mehr reagieren. Eine abschließende Prüfung der Sachverhalte erfolgt nun im Rahmen des Beschwerdeverfahrens beim Land NRW.
Bestehende „Ämtersperre“
Der Landeswahlleiter hatte zum einen mitgeteilt, dass die Zeichnungsbefugnis eines Mitgliedes des früheren Landesvorstandes der AfD auf den Wahlvorschlägen aufgrund einer ggf. bestehenden „Ämtersperre“ unklar sei. Sollte sich herausstellen, dass er keine Befugnis dazu hatte, würden für die beiden Wahlkreise keine gültigen AfD-Wahlvorschläge vorliegen.
Zeitpunkt der Einreichung der Wahlvorschläge
Zum anderen hatte der Landeswahlleiter im Nachgang der Borkener Wahlausschuss-Sitzung um Prüfung gebeten, inwieweit zum Zeitpunkt der Einreichung der Wahlvorschläge gültige Unterzeichnungen der Partei-Vorstandsmitglieder vorgelegen haben.
Nach Auffassung des Landeswahlleiters komme es bei der Bewertung auf den Zeitpunkt der Einreichung der Wahlvorschläge an.
Keine Vorstandmitglieder des AfD-Landesverbandes
Im vorliegenden Fall waren nach dem Kenntnisstand der Kreisverwaltung zwei der drei Unterzeichner zwar zum Zeitpunkt ihrer Unterschrift unter die Wahlvorschläge, aber nicht mehr zum Zeitpunkt der tatsächlichen Einreichung der Wahlvorschläge beim Kreis Borken Vorstandmitglieder des AfD-Landesverbandes.
Die jetzt vom Landeswahlleiter vertretene Rechtsauffassung wurde bei der Vorprüfung durch den Kreis nicht zugrunde gelegt. Vor diesem Hintergrund legte Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster in seiner Funktion als Kreiswahlleiter vorsorglich Beschwerde ein. Der Landeswahlausschuss wird hierüber voraussichtlich am 08.04.22 beraten und entscheiden.
Landtagswahl 2022
Der gemeinsame Kreiswahlausschuss für die Wahlkreise 76 (Borken I) und 77 (Borken II) unter dem Vorsitz von Kreiswahlleiter Dr. Ansgar Hörster hat am 24.03.2022 in einer öffentlichen Sitzung alle für den jeweiligen Wahlkreis eingereichten Vorschläge einstimmig zugelassen. Für den Landtagswahlkreis 76 (Borken I: Bocholt, Borken, Isselburg und Rhede) bewerben sich demnach um das Direktmandat:
CDU: Hendrik Wüst, Rhede
SPD: Nina Andrieshen, Bocholt
FDP: Kim-Sophie Hoves, Borken
AfD: Andre Ludwig, Bocholt
GRÜNE: Heinrich Josef Rülfing, Rhede
DIE LINKE: Frank Büning, Bocholt
Die PARTEI: Tobias Finke, Rhede
Für den Landtagswahlkreis 77 (Borken II: Ahaus, Gronau (Westf.), Heek, Legden, Schöppingen, Stadtlohn, Vreden) wurden als Direktkandidaten zugelassen:
CDU: Heike Wermer, Heek
SPD: Norbert Ricking, Gronau
FDP: Sergej Kernebeck, Gronau
AfD: Helmut Seifen, Gronau
GRÜNE: Jens Steiner, Heek
DIE LINKE: Nils Feldhaus, Gronau
Kandidaten für den Wahlkreis 78 (Coesfeld I – Borken III) zugelassen:
Dem kreisübergreifenden Wahlkreis gehören neben den sechs Kommunen Gescher, Heiden, Raesfeld, Reken, Südlohn und Velen aus dem Kreis Borken auch die drei Kommunen Billerbeck, Coesfeld und Rosendahl aus dem Kreis Coesfeld an.
CDU: Wilhelm Korth, Coesfeld
SPD: Jan Kemper, Heiden
FDP: Henning Höne, Coesfeld
AfD: Patrick Mack, Gronau
GRÜNE: Mareike Raack, Coesfeld
DIE LINKE Jonathan Butteweg, Raesfeld
FAMILIE: Marcel Stratmann, Coesfeld
Die Entscheidung darüber, welche Parteien mit einer Landesliste zugelassen werden, trifft der nordrhein-westfälische Landeswahlausschuss. Dieser tagt am 29.03.2022 in Düsseldorf.
Nach elf Jahren in Coesfeld hat sich Pfarrer Johannes Arntz bewusst für die Pfarrstelle in Oldenburg entschieden
Von 1999 bis 2011 war Johannes Arntz in der Pfarrei St. Martin in Raesfeld tätig.
Münster (pd). Nach der Kreuzwoche, die in Coesfeld rund um das Fest Kreuzerhöhung am 14. September stattfindet, wird Pfarrdechant Johannes Arntz die Pfarreien St. Lamberti und St. Johannes der Täufer in Lette verlassen
Er wird Mitte Oktober seine neue Stelle als Pfarrer in St. Willehad in Oldenburg antreten. „Sicherlich wird diese Entscheidung viele überraschen. Aber es ist ein guter Zeitpunkt. Die Kirchenrenovierung in St. Lamberti wird bis zu diesem Zeitpunkt voraussichtlich abgeschlossen sein. Zudem weiß ich mit einem starken Pastoralteam und engagierten Ehrenamtlichen die Pfarrei in guten Händen“, sagt Arntz, der die Aufgaben als Kreisdechant dann ebenso niederlegen wird.
Er sei dankbar für die erfüllten und arbeitsreichen Jahre in Coesfeld, die aber gesundheitlich auch ihre Spuren hinterlassen hätten. „Nach elf Jahren ist es eine gute Zeit zu gehen“, ist der 59-Jährige überzeugt. Bewusst habe er sich für die Pfarrstelle in Oldenburg entschieden. „Es ist eine Kontrasterfahrung zu meinen Stellen in Raesfeld und Coesfeld. Oldenburg ist eine Großstadt, und die Katholiken stellen – anders als im Münsterland – eine Minderheit dar. Zudem freue ich mich darauf, vor allem Pastor sein zu können, da es nur wenige Verwaltungstätigkeiten gibt“, erklärt er.
Zahlreiche Freunde, Gemeindemitglieder, Bannerabordnungen und Vereine kamen im September 2011 in die Sebastianschule, um Pastor Johannes Arntz zu verabschieden. Foto: Petra Bosse (Archiv)
Pfarrstelle in St. Martin in Raesfeld
Der gebürtige Münsteraner wurde am 14. Mai 1989 zum Priester geweiht. Als Kaplan war er in Oelde und Eisenach tätig, bevor er 1996 seine erste Pfarrstelle in Duisburg-Rheinhausen antrat. Drei Jahre später übernahm er die Pfarrstelle in St. Martin in Raesfeld, wurde 2006 Dechant des Dekanats Borken und wechselte 2011 in die Pfarrei St. Lamberti in Coesfeld. Seitdem engagiert er sich auch als Kreisdechant im Kreisdekanat Coesfeld. Nach dem Tod von Pfarrer Stephan Wolf übernahm Arntz im August 2021 zusätzlich die Pfarrverwaltung von St. Johannes der Täufer in Lette.
Auf dem Weg zur neuen Ortsmitte – Bürgerforum am 7. April in der Sebastianschule Raesfeld
Die im Jahr 2018 im integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) „Raesfeld 2030“ herausgearbeiteten Schwerpunkte werden nach und nach konkret.
Raesfeld (pd). Jetzt soll in einem Bürgerforum die Raesfelder Ortsmitte rund um die St. Martin Kirche und das Haus Epping ins Visier genommen werden.
Am Donnerstag, 7. April 2022, 19.00 Uhr werden in einem Bürgerforum in der Sebastianschule, Im Mensing 14, die ersten Planungen vorgestellt und Entwicklungsszenarien erarbeitet.
Arbeitsgruppen
Anschließend werden diese in kleineren Arbeitsgruppen diskutiert und bewertet. Das Stadtplanungsbüro WoltersPartner aus Coesfeld wird den Prozess begleiten. Hier werden auch Vertreter der Raesfelder Politik und weitere örtliche Akteure eingebunden und vertreten sein.
„Wir hoffen, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger engagieren und mit ihren Ideen aktiv am Planungsprozess teilhaben“, lädt Bürgermeister Martin Tesing alle Interessierten zum Bürgerforum am 7. April ein. „Eine moderne attraktive Ortsmitte ist wichtig für uns in Raesfeld. Ich freue mich, dass wir diesen Weg nun gemeinsam gehen können und so die Planung auf eine breite Basis stellen!“, betont der Bürgermeister.
Am kommenden Samstag (2. April) laden die Burgmusikanten zum Frühlingskonzert in der Mehrfachsporthalle Am Michael in Raesfeld ein.
Beginn des Konzertes ist um 19:30 Uhr, Einlass beginnt eine Stunde vorher.
Einlass unterliegt dem 2G+, alle Besucherbenötigen einen offiziellen und aktuellen Schnelltest. Während dem Konzert besteht keine Maskenpflicht. Eintritt ist frei, eine Reservierung wird nicht benötigt.
Skurios Volleys schaffen es nicht gegen starke Niedersachsen den letzten Punkt zur Meisterschaft zu erringen
Nach dem bisherigen Saisonverlauf mit 22 Siegen infolge lag der Durchmarsch Richtung Meisterschaft nahe, doch bereits in der Vorwoche machte ausgerechnet Dingden im Lokalderby den Skurios Volleys einen Strich durch diese Rechnung.
Dass auch gegen Emlichheim der Matchball, ein Punkt für die Tabelle wird immer noch benötigt, nach dem 3:0 (25:22, 25:19, 25:22) nicht verwandelt werden konnte, überraschte die rund 40 mitgereisten Fans am Sonntag dann doch und ließ auch das Trainerteam etwas ratlos zurück.
„Das war heute eindeutig eine Kopfsache“, war sich anschließend Borkens Coach Chang Cheng Liu sicher. Dabei hätte die personelle Ausgangslage beim Rückspiel in der Emlichheimer Vechtetalhalle aus Borkener Sicht eigentlich besser kaum sein können. Neben Mittelblockerin Jana Röwer war Libera Johanna Müller-Scheffsky wieder einsatzfähig und auch Kapitänin Anika Brinkmann konnte nach ihrer Corona-Genesung kurzfristig wieder aufs Feld. Nach den vorangegangenen Trainingseinheiten kehrte also eigentlich Optimismus in Borkener Team zurück, der allerdings in Niedersachsen bereits im ersten Satz einen gehörigen Dämpfer erhielt.
Spektakuläre Szene von Anika Brinkmann gegen Alyssa Andreno – leider verlor Borken das Match
Kurz auf der Überholspur
Die insgesamt 199 Gäste in der Emlichheimer Halle sahen eine druckvoll aufspielende Heimmannschaft, die sich schnell absetzen konnte. Daher stand es bei der ersten Borkener Auszeit nicht unverdient 12:6 für Emlichheim. Nach der 2. Technischen Auszeit waren es dann aber die Gäste, die den Rückstand von sieben auf nur noch zwei Ballpunkte verringern konnten und in dieser Phase deutlich besser ins Spiel kamen. Beim 20:20-Zwischenstand sahen die Gästefans ihre Mannschaft kurz auf der Überholspur, doch konnte Borken durch Eigenfehler und ein abgebrühteres Emlichheimer Spiel diese Crunchtime nicht für sich entscheiden. Mit 25:22 ging dieser Satz daher an die Heimmannschaft.
Fehlende Abstimmung auf dem Feld
Im zweiten Satz vertraute Coach Chang Cheng Liu auf dieselbe Aufstellung, doch die Ereignisse aus dem ersten Satz schienen sich zu wiederholen. Neben Borkener Eigenfehlern im Aufschlag war es die fehlende Abstimmung auf dem Feld, die wichtige Punkte kosteten. Die Gäste wirkten daher zunehmend nervös und konnten auch eine unverhoffte Auszeit durch einen Fehler der Emlichheimer Beschattungsanlage nicht nutzen. Daher liefen die Gäste immer einen Rückstand hinterher, der beim 24:17 satte sieben Ballpunkte betrug. Den dritten Satzball konnte Emlichheim schließlich zum 25:19-Endstand verwandeln.
Aus Borkener Sicht machte vor allem die Annahme einen guten Job, während die eigenen Angriffe häufig am guten Emlichheimer Block scheiterten. In Verbindung mit recht vielen Eigenfehlern und Abstimmungsproblemen vor allem in der Feldabwehr sah Borkens Co-Trainerin Lena Nelke ihre Mannschaft nur bei rund 60 Prozent der sonstigen Leistung: „Damit kannst du natürlich kein Spiel gewinnen.“
Verbissen
Auch die Aufschläge, in vielen der bisherigen Spiele ein Markenzeichen der Borkener, gingen in Emlichheim teilweise weit über das gegnerische Spielfeld hinaus. Nelke: „Die Konsequenz den Aufschlägen und damit die Möglichkeit Angriffe ins Feld zu bringen, fehlte uns heute.“ Zwar war auch Emlichheim nicht überragend gut, doch das Spiel der von Pascall Reiß trainierten Truppe war einfach besser. Hinzu kam, dass die Niedersachsen verbissen um jeden Ball kämpften und nicht nur Zuspielerin Jana Brüning, die später als beste Spielerin ausgezeichnet wurde, einen guten Tag erwischte.
Das zeigte sich auch im dritten Satz. Emlichheim startete wieder besser, aber nach einer Borkener Auszeit beim 5:3 verkürzte sich der Abstand zur 1. Technischen Auszeit auf 8:7. Spannend wurde es noch einmal zum Ende hin – es sollte aber nicht reichen. „Emlichheim hat einfach mehr Konsequenz gezeigt“, konstatierte Lena Nelke zu dieser letzten Crunchtime, die den aktuellen Tabellenvierten nach dem 25:22-Satzgewinn jubeln ließ.
Enttäuschung
Angesichts der bitteren Niederlage kam auch bei der MVP-Verleihung, bei der Borkens Zuspielerin Yina Liu die silberne MVP-Medaille erhielt, nur kurz Freude auf – zu tief saß die Enttäuschung über den aus Emlichheimer Sicht ungefährdeten 3:0-Sieg. Die knapp zweiwöchige Spielpause möchte das Borkener Trainer-Duo jetzt zur intensiven Vorbereitung auf das Spiel gegen den Tabellenzweiten, die BayerVolleys, nutzen, um dann endlich den dritten Matchball zur Meisterschaft zu verwandeln.
Rhede – 52-Jährige durch Schusswaffengebrauch der Polizei am Bein verletzt
Rhede/Borken/Münster (ots) – Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Münster und der Polizei Münster.
Am Sonntagabend (27.03.) ist es in Rhede auf der Neustraße zu einem Schusswaffeneinsatz durch die Polizei gekommen, bei dem eine 52-jährige Frau am Bein verletzt wurde.
Nach dem derzeitigen vorläufigen Ermittlungsstand wurde die Polizei gegen 19:14 Uhr zu einem Wohnhaus an der Neustraße gerufen, um dort einen mutmaßlichen Hausfriedensbruch zu überprüfen.
Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt: „Die Hintergründe des Ereignisses sind noch unklar. Es gibt erste Hinweise darauf, dass die Tatverdächtige psychisch erkrankt sein soll. Unsere Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang.“
Messer in der Hand
Als der Streifenwagen gegen 19:25 Uhr an der Einsatzörtlichkeit eintraf, bemerkten die Beamten beim Aussteigen die 52-jährige Frau. Diese soll von der Rückseite des Wohnhauses her auf die Straße zugelaufen sein, ein Messer in der Hand gehalten und blutende Verletzungen an den Armen aufgewiesen haben.
Sie soll sich auf die Einsatzkräfte zubewegt und diese mit dem Messer bedroht haben. Der wiederholten Aufforderung der Polizisten, das Messer niederzulegen, soll sie nicht nachgekommen sein. Stattdessen habe sie eine 69-jährige Bewohnerin im Eingangsbereich des Wohnhauses ebenfalls mit dem Messer bedroht.
Gezielter Schuss ins Bein
Die Beamten sollen die 52-Jährige erneut mehrfach aufgefordert haben, das Messer auf den Boden zu legen. Sie sollen den Gebrauch der Schusswaffe angedroht und einen Warnschuss abgegeben haben. Dessen ungeachtet habe sich die Tatverdächtige mit dem Messer wieder auf die Polizisten zubewegt. Daraufhin sollen die Einsatzkräfte sie durch einen gezielten Schuss ins Bein gestoppt haben.
Die Beamten leisteten umgehend erste Hilfe, die Tatverdächtige wurde durch Rettungskräfte versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr besteht nicht. Weitere Personen wurden nach bisherigem Kenntnisstand nicht verletzt.
Aus Neutralitätsgründen übernimmt das Polizeipräsidium Münster die Ermittlungen.
Am gestrigen Abend gegen 21.30 Uhr hat ein Polizeieinsatz in Erle für Aufsehen gesorgt
Ein Polizeihubschrauber kreiste gegen 21.30 Uhr für längere Zeit über Erle.
Laut Mitteilung der Polizeipressestelle Borken hatte eine Person in Erle einen Suizid angekündigt. Die gesuchte Person sei jedoch am gleichen Abend wieder gesund zuhause eingetroffen.
Am 01. April 2022 wiederholt sich zum 10. Mal in Raesfeld die Aktion der SPD „Impfen statt Schimpfen“. Mit Plakaten und Kerzen in der Pandemie ein Zeichen setzen
Raesfeld (pd). Mit großer Ausdauer, jeder Witterung trotzend und immer mit Selbstgebackenem und auch etwas Glühwein und Kaffee in der kalten Zeit haben sich sich die Raesfelder Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten jeden Freitag von 17:30 bis 19:00 Uhr vor dem Rathaus in Raesfeld versammelt, um mit Plakaten und Kerzen in der Pandemie ein Zeichen für das notwendige Impfen und die Trauer um die Toten der Infektion zu setzen.
Selbstverständlich war es aber auch ein Zeichen gegen die von einigen Teilen der Gesellschaft im Spaziergang inszenierte Verweigerung der gebotenen Schutzmaßnahmen wie das Tragen von Masken oder auch die Impfung.
Pandemie ist kein Spaziergang
Die SPD Raesfeld-Erle-Homer machte und macht immer noch mit ihrer Aktion deutlich, dass gerade in Zeiten einer pandemischen Bedrohung das Solidarische von hohem Wert ist. Denn die Pandemie ist eben kein Spaziergang, wie einige meinen. Sie belastet unser aller Leben nun im dritten Jahr und noch nie waren die Zahlen der Neuinfektionen so hoch wie in der aktuellen Zeit. „Wir können froh sein, dass bundesweit wenigstens dreiviertel der Menschen grundimmunisiert und zudem knapp 60 % schon geboostert sind“, erklärt Thorsten Hansen, Vorsitzender der SPD in der Gemeinde Raesfeld.
Dennoch ärgert es Hansen, wenn immer wieder Menschen die Seuche auf die leichte Schulter nehmen, weil sie ihr eigenes Interesse über das der gesamten Gesellschaft stellen und die nach wie vor erforderlichen Schutzmaßnahmen ins Reich der persönlichen Freiheitsbeschränkung rücken. „Ein merkwürdiges Verständnis von nur eigener Freiheit, das auf der anderen Seite viele andere Menschen belastet und vulnerable Gruppen sogar gefährdet“, kritisiert Hansen die spazierenden Verweigerer.
Auch am kommenden Freitag trifft sich die SPD in gewohnter Weise unter dem Motto „Impfen statt Schimpfen“ am Rathaus und lädt dazu recht herzlich auch andere Bürgerinnen und Bürger ein, die Aktion zu besuchen. Dieses Treffen sei, so Hansen, kein Aprilscherz.
Die Raesfelder FDP – Fraktion beantragt die Einrichtung einer Tempo 30 Beschilderung im Bereich der neuen Kita Stockbreede in beiden Richtungen
Verkehrsberuhigung an der Kita Stockbreede.
In der Beschlussvorlage der FDP-Fraktion heißt es, dass die bisher vorhandenen Pflanzkübel in der Straße abräumt wurden. Daher sei die Straße nunmehr frei befahrbar.
Ein dieser Stelle könnte temporär eine 30ziger Zone eingerichtet werden. Symbolfoto FDP Raesfeld
Um die potentielle Gefahrenlage, insbesondere für die Kinder welche die Kita besuchen, bis zur endgültigen Fertigstellung der Straße zu minimieren, soll eine Tempo 30 Beschilderung vorgenommen. Sofern der spätere Endausbau der Straße eine anderweitige Verkehrsberuhigung zur Folge hat, könne die Beschilderung dann wieder entfernt werden.
Zwei schwere Verkehrsunfälle ereigneten sich am Montagmorgen auf der A 31zwischen Borken und Dorsten
Aufgrund des ersten Unfalls auf der Autobahn 31, fuhr ein Lkw-Fahrer um 6:55 Uhr zwischen Borken und Reken auf das Stauende auf. Er verstarb noch an der Unfallstelle
Ein 27-jähriger Pkw-Fahrer fuhr aus bislang unklarer Ursache am frühen Montagmorgen um 0:03 Uhr auf der Autobahn 31 in Richtung Oberhausen zwischen Borken und Dorsten unter einen Lkw. Dabei wurde er lebensgefährlich verletzt.
Gefahrengut geriet in Brand
Der Lkw hatte Gefahrgut geladen, das aufgrund des Unfalls in Brand geriet. Nachdem der zuvor eingeklemmte Fahrer aus dem Pkw geborgen werden konnte, brannten der Lkw und der Pkw vollständig aus. Der Lkw-Fahrer konnte sein Fahrzeug selbstständig verlassen. Ein Rettungshubschrauber brachte den Verletzten in ein Krankenhaus.
Die Fahrbahn ist für die Bergungs- und Reinigungsarbeiten noch bis zum Nachmittag ab der Anschlussstelle Reken gesperrt.
Foto: Feuerwehr Heiden
LKW-Fahrer verstirbt an der Unfallstelle
Im Stau, der aufgrund des ersten Unfalls auf der Autobahn 31 entstanden war, fuhr ein Lkw-Fahrer um 6:55 Uhr zwischen Borken und Reken auf das Stauende auf. Der Fahrer wurde im Führerhaus eingeklemmt und verstarb noch an der Unfallstelle. Aufgrund dieses Unfalls ist der rechte Fahrstreifen der Autobahn 31 ab dem Kreuz Borken in Richtung Oberhausen noch bis zum Mittag gesperrt. Der Verkehr wird auf dem linken Fahrstreifen bis zur Anschlussstelle Reken an der Unfallstelle vorbeigeführt.
Bei herrlichem Frühlingswetter tummelten sich viele Interessierte auf dem Gelände der Gesamtschule und probierten die verschiedenste Fahrräder aus. Vom Laufrad bis zum Damenrad war alles dabei. Aber nicht nur Fahrräder gab es im Angebot, auch Roller, Inliner, kleine Trampeltrecker, Helme, und vieles mehr.
Zehn Prozent für den Förderverein
Die gebrauchten Fahrräder und alle weiteren Gegenstände wurden von Privatleuten dort zum Verkauf angeboten, wobei der Förderverein 10% von jedem Verkauf erhielt. Von dem Geld werden kleinere und größere Projekte in der Kita finanziert, um die Eltern etwas zu entlasten.
Als nächstes stehe ein Ausflug in den Zoo an, bei dem die Busfahrt von den Einnahmen des Fördervereins bezahlt wird. Da die Fahrradbörse eine der Haupteinnahmequellen des Vereins ist, waren die Veranstalter umso glücklicher, dass es nach zwei Jahren wieder so gut angenommen wurde.
Bereits vor Beginn bildete sich eine lange Schlange vor dem Eingang. Und auch die Menge der abgegebenen Fahrräder sprach für sich: 92 Räder suchten am Samstag einen neuen Besitzer. „Das ist schon sehr ordentlich“, so die Vorsitzende des Fördervereins Jessica Vennhoff.
Zwei Polizeibeamte vor Ort sorgten dafür, dass das Fahrrad ordentlich geprüft und mit einem Code ausgestattet und registriert wurde. Auch ein Fahrradmechaniker war vor Ort, um kleinere Reparaturen vorzunehmen, falls nötig. Angeboten wurden Fahrräder aller Preiskategorien, von guten Markenfahrrädern bis zum etwas älteren „Fetenrad“.
Die abgegebenen Fahrräder kamen aus Borken, Heiden, Schermbeck, Raesfeld und Umgebung. Eine Familie aus Marbeck suchte auf der Fahrradbörse ein günstiges, dennoch gutes Fahrrad für ihre Tochter. „In dem Alter wachsen die so schnell, da wird das Fahrrad eh nur für einen Sommer reichen. Und da ist es eine schöne Alternative gegenüber einem neuen Fahrrad, was ja auch mehr Geld kostet“, erklärte der Vater. Und sie sind fündig geworden: die Tochter kann ab jetzt ein schwarzes 18 Zoll Rad ihr Eigen nennen und den Sommer damit die Gegend erkunden.
Auch wurden an dem Tag Fahrräder für die vier erwarteten Flüchtlinge der Gemeinde Raesfeld gespendet. Alles in allem war die 12. Fahrradbörse des Fördervereins der Kita St. Martin ein voller Erfolg für alle Beteiligten.
Zurzeit stehen im Kreis Borken 3.716 Plätze zur Verfügung (kommunal 1.791 und privat 1.925).
Ukraine-Hilfe im Kreis Borken: Zahl der im Kreis Borken registrierten Kriegsflüchtlinge „konsolidiert“: insgesamt 1.433 Personen mit Stand 25.03.2022 / Hinweis auf Internetportal des Bundes „Germany4Ukraine“
Kreis Borken (pd). Die Liste der im Kreis Borken registrierten Flüchtlinge aus der Ukraine ist jetzt „konsolidiert“ worden. Das teilt die „Koordinierungsstelle Ukraine“ der Kreisverwaltung Borken mit. Konkret bedeutet dies: Dopplungen wurden gelöscht und zwischenzeitlich bekanntgewordene Wegzüge berücksichtigt.
Das führt dazu, dass mit Stand 25. März 2022 nunmehr 1.433 Personen erfasst sind. Am Vortag (24.03.2022) waren für den Kreis Borken noch 1.529 registrierte Kriegsflüchtlinge gemeldet worden.
731 Privatwohnungen
Insgesamt haben mit heutigem Stand 1.856 (Vortag 1.806) Personen im Kreisgebiet eine Bleibe gefunden: 1.125 in Unterkünften der kreisangehörigen Kommunen und 731 in Privatwohnungen. Zurzeit stehen im Kreis Borken 3.716 Plätze zur Verfügung (kommunal 1.791 und privat 1.925). Im Internetangebot des Kreises Borken unter https://kreis-borken.de/ukraine-hilfe befindet sich seit kurzem auch ein Link auf das Portal „Germany4Ukraine“ des Bundesinnenministeriums mit vielen Informationen in ukrainischer, russischer, deutscher und englischer Sprache für Flüchtlinge, aber auch für deren Unterstützer. Dieses Portal wird fortlaufend ausgebaut.
Ukraine-Hilfe im Kreis Borken: Kreisverwaltung stellt aktuell Unterstützungskräfte mit ukrainischen Sprachkenntnissen ein
Im Kreis Borken sind inzwischen 1.529 Flüchtlinge registriert – Gesucht werden Personen mit fließenden deutschen und ukrainischen Sprachkenntnissen.
Kreis Borken (pd). Vor dem Hintergrund der weiter steigenden Flüchtlingszahlen stellt die Kreisverwaltung Borken aktuell Voll- oder Teilzeitkräfte (kein „Minijob“) für Unterstützungsaufgaben im Zusammenhang mit Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine in verschiedenen Aufgabengebieten ein.
Voraussetzung
Gesucht werden dafür Personen mit fließenden deutschen und ukrainischen Sprachkenntnissen. Erwartet werden zudem kommunikative Kompetenz, gute EDV-Kenntnisse, serviceorientiertes und teamfähiges Handeln sowie ausgeprägte Motivation und Belastbarkeit.
Einstellung ist befristet
Eingesetzt werden sollen die Kräfte vor allem bei der Kommunikation mit den Kriegsflüchtlingen, insbesondere bei ihrer Beratung und bei der Erfassung der Daten. Die Einstellung erfolgt befristet bis zum 30. September 2022.
Weitere Angaben dazu gibt es im Internet unter https://www.kreis-borken.de/bewerbung (Stichwort „Unterstützungskräfte mit ukrainischen Sprachkenntnissen“).
3.587 Plätze stehen zur Verfügung
Im Kreis Borken haben sich mit Stand 24. März 1.529 Flüchtlinge aus der Ukraine registrieren lassen. Insgesamt fanden bereits 1.806 Personen im Kreisgebiet eine Bleibe:
1.130 in Unterkünften der kreisangehörigen Kommunen und 676 in Privatwohnungen. Zurzeit stehen im Kreis Borken 3.587 Plätze zur Verfügung (kommunal 1.704 und privat 1.883).
Auf seiner Internetseite zur Ukraine-Hilfe (https://www.kreis-borken.de/ukraine-hilfe) hat der Kreis Borken jetzt direkt zu Begrinn in ukrainischer und deutscher Sprache wichtige Informationen aus den Themenbereichen:
Der TSV Raesfeld lädt im Mai zum 34. Volkslauf ein
„Wir haben da richtig Bock drauf!“, ist sich das Orga-Team einig. Endlich soll es in diesem Jahr wieder etwas werden mit dem größten jährlichen Breitensportevent in Raesfeld, dem mittlerweile 34. Raesfelder Volkslauf.
Raesfeld (pd). Der TSV Raesfeld hofft am letzten Freitag im Mai, dem 27.05.2022 auf viele ebenfalls mit dem Laufvirus infizierte Teilnehmer.
Foto: Archiv TSV
Den Auftakt machen um 16.30 Uhr wie immer die Bambiniläufe für Kinder im Vorschulalter ab 3 Jahre. Neben Urkunde und Medaille für alle teilnehmenden Kinder wird es auch in diesem Jahr wieder einen Wanderpokal für den teilnehmerstärksten Raesfelder Kindergarten geben. Das letzte mal durfte der St. Michael-Kindergarten den Pokal mit nach Hause nehmen. Wir sind gespannt, wer ihn in diesem Jahr überreicht bekommt.
Nach den Kleinsten folgen wie gewohnt die 1000 m- und die 2,3 km- Schülerläufe, gefolgt von dem 5 km- und dem abschließenden 10 km Lauf um 19.30 Uhr als weitere abendliche Höhepunkte.
„Wir sind jetzt auch einfach gespannt, in wieweit die allgemeine Laufbegeisterung, die in den letzten zwei Jahren offensichtlich noch einmal zugenommen hat, sich hier bei uns in Raesfeld fortsetzt. Den Anfängern ganz besonders, aber auch den vielen bereits langjährigen Teilnehmern und den hoffentlich zahlreichen Zuschauern an der Strecke möchten wir wieder zeigen wie besonders und verbindend die Atmosphäre unseres gemeinsamen Laufevents ist. Wir freuen uns auf jeden von euch”, sagt Thomas Fischedick, Leiter des Orga-Teams.
Mobile Hühnerställe sind gerade sehr angesagt und zum Glück gibt es auch in Dorsten einige „Eier-Bauern“, die auf artgerechte Tierhaltung setzen. Auch Andreas Vortmann aus Altendorf-Ulfkotte hat auf seinen Wiesen einige der größten mobilen Hühnerställe Europas stehen. Ich bin heute zu Besuch bei ihm auf einem der ältesten Bauernhöfe in Dorsten.
Der Hofladen von Dorothee und Andreas Vortmann ist gut besucht, fast jeder Kunde kommt mit Eiern heraus. Die Eier-Produzenten konnten sie bereits bei der Anfahrt zum Hof sehen. Die zahlreichen Legehennen haben sich auf der Wiese verteilt und fressen gesundes Grünfutter. Und das wirkt sich natürlich auch auf den Geschmack der Eier aus.
„Ein Huhn braucht gar nicht so viel, um glücklich zu sein“, erklärt der Landwirt. „Frische Luft, Auslauf und gutes Futter, viel mehr benötigen sie nicht. Das alles bieten wir ihnen natürlich, denn wir möchten unseren Tieren ein gutes Leben mit optimalen Lebensbedingungen ermöglichen.“ Auf dem Weg zu einem seiner mobilen Hühnerställe erklärt mir Andreas Vortmann, woran ich die Eier eines gesunden Huhnes erkenne. „Der Dotter hat ein sattes Goldgelb, die Schale ist fest und das Eiweiß hat eine gute Konsistenz.“ Bald darauf stehen wir im Vorraum des Hühnerstalls. Zu sehen ist von den Junghennen noch nichts, aber sie machen sich bereits lautstark bemerkbar. Mir springt sofort die Technik ins Auge. „Hier wird nichts dem Zufall überlassen, wir haben alles im Blick“, zeigt Andreas Vortmann stolz auf die computergesteuerte Anlage.
Der Produktionsbetrieb hier ist der tägliche Arbeitsplatz seines Sohnes Johannes. Der Landwirtschaftsmeister zeigt mir die Möglichkeiten, die die moderne Technik bietet. Luftzufuhr, Lichtstärke und Temperatur sind die Faktoren, die ständig überwacht und eventuell nachgeregelt werden. „Wir erfassen aber viel mehr Werte. So können wir beispielsweise anhand des Verhältnisses von Wasser und Futter, das verbraucht wurde, oder auch anhand des durchschnittlichen Gewichtes der Hennen frühzeitig erkennen, ob die Herde gesund ist. Fressen sie beispielsweise zehn Prozent weniger Futter, trinken aber zehn Prozent mehr, so bahnt sich eventuell eine Krankheit an. Trinken sie weniger, fressen aber die gleiche Menge, dann werden sich die Hühner ihren Durst wohl auf den Wiesenpfützen gestillt haben.“ Johannes‘ Vater ergänzt: „In diesem Fall müssen wir natürlich darauf achten, ob wir Wildgänse sehen, die sich aus derselben Tränke bedienen. Hier ist die Gefahr der Übertragung der Geflügelpest sonst zu hoch.“
Er öffnet die Tür zum eigentlichen Stall. Der Geruch, die Wärme und das Gackern sind erst einmal ungewohnt für meine Ohren, Augen und Nase, aber daran gewöhne ich mich sehr schnell. Die 2500 Junghennen in diesem Stall interessieren sich nicht für uns, haben aber auch keine Angst vor uns. Noch bleiben sie im Stall, denn sie müssen erst lernen, wohin sie ihre Eier legen sollen. Diese fallen direkt hinter dem Huhn von der Legekammer aufs Fließband und werden per Knopfdruck direkt in den Vorraum gefördert. Bevor sich das Huhn umdrehen würde, wäre das Ei also schon weg.
Die Eier werden zur Sortierhalle gefahren, wo sie gewogen, mit den Daten des Hofes „gestempelt“ und abgepackt. Werden. Von hier aus gehen sie dann entweder in den Handel, in den Hofladen oder nach Marbeck, wo sie auch außerhalb der Osterzeit gefärbt werden. Gewaschen werden die Eier nicht, das würde die Schutzschicht der Schale zerstören und die Eier würden schneller altern. „Wir überlegen noch, was wir am sinnvollsten mit dem Ausschuss machen können“, so der Dorstener Landwirt. „Ein warmes Frühstücksei gehört für mich zwar zu einem Sonntagmorgen, aber so viele Eier können wir auch nicht essen, um sie selbst zu verbrauchen.“
Ab der 20. Lebenswoche dürfen die jungen Hennen endlich durch den angebauten Wintergarten, dem sogenannten Scharr-Raum, hinaus auf die Wiese. Hier bleiben sie bis abends, bis sie freiwillig wieder ihre Sitzstangen im Stall aufsuchen. Nach knapp zwei Jahren werden alle Hühner, samt des einzigen Hahnes in der Hühnerschar, ausgetauscht. „Das hat den Vorteil, dass wir nach dem Desinfizieren komplett bei null anfangen und so auch keine Krankheiten eingeschleppt werden. Auch das Versetzen der mobilen Ställe trägt dazu bei, dass die Hühner nicht nur ständig frisches Gras erhalten, der Boden ist somit auch nicht durch Krankheitserreger vorheriger Hühner verschmutzt.“
Auf diese Weise sind ständig sieben Hühnerherden jeden Alters auf dem Hof anzutreffen. Die Freilandhaltung hat natürlich auch einen Nachteil: „Durch die Füchse und den Habicht haben wir etwa dreimal so viel Ausfall wie bei der reinen Stallhaltung“, bedauert Andreas Vortmann. „Dennoch bleiben wir bei dieser Art der Tierhaltung. Zudem überlegen wir auch, die Tiere hier am Hof durch mobile Schlachthöfe selbst zu vermarkten, anstatt sie stundenlang durch die Gegend zu fahren. Dafür haben Johannes und ich kürzlich einen Sachkundenachweis fürs Geflügelschlachten abgelegt. Der erste Kurs in Westfalen-Lippe fand übrigens bei uns auf dem Hof statt.“
Um Tiere artgerecht zu halten, ist nicht nur viel (Hand-) Arbeit nötig. Ich würde mir daher wünschen, wenn viel mehr Verbraucher bereit wären, statt neun Cent für ein Massenhaltungs-Hühnerei aus dem Discounter einen angemessenen fairen Preis zu zahlen.
Wissenswertes um Hühner und Eier
Je frischer das Ei, umso fester die Schale.
Die Farbe der Eier liegt an den Pigmenten der Kalkschale und wird bestimmt durch die Gene der verschiedenen Rassen.
Im Nachholspiel, am 21.03. gegen den Meisterschaftsfavoriten, sahen unsere Jungs in den ersten 20 Minuten gar nicht so schlecht aus.
Nach dem Abpfiff des Schiedsrichters stand es 12:1 für den Gastgeber
Die Umstellung in der Abwehr auf eine Viererkette brachte deutlich mehr Stabilität und Marl hatte sichtlich Probleme, ihre spielerische und athletische Überlegenheit ins letzte Drittel zu transportieren. Bis zu diesem Zeitpunkt kassierte unsere D2 lediglich zwei Tore und zog sich achtbar aus der Affäre. Jetzt ließen aber merklich die Kräfte nach, und der Gastgeber erhöhte das Ergebnis noch bis zur Pause auf 5:1, wobei Leander Lammersmann mit einer schönen Action der Ehrentreffer für sein Team gelang.
Marl brachte nach der Halbzeit vier frische Kräfte aufs Feld und konnte das Spieltempo nochmal steigern. Unsere Wechsel brachten leider keine neu Stabilität ins Defensivspiel, was der FC Marl jetzt gnadenlos für sich ausnutzte.
Nach dem Abpfiff des Schiedsrichters stand es 12:1 für den Gastgeber, wobei wir auch einige Geschenke auf dem Platz gelassen haben. In einer Situation, die hier noch zu schildern ist, hätten unsere Jungs ihre Torquote fast noch um 100% gesteigert.
Luc Hudournik, das große Schlitzohr, erkannte in dieser Szene, dass der gegnerische Torwart mangels Beschäftigung bis zur Mittellinie vorgerückt war. In Ballbesitz packte er kurzer Hand seinen linken Hammer aus, den er bis dato immer vor uns versteckt hatte, und zog mit voller Kraft noch aus der eigenen Hälfte auf das gegnerische Tor. Der Ball war gefühlte 5 Minuten unterwegs, um dann gegen den rechten Torpfosten prallend, alle Erler Torschreie zu ersticken!
Das wars dann aber auch!
Das Trainerteam Malte und Michael Oesterbeck, sowie Jürgen Pütz-Bosse
Lebensmittelpreise in NRW liegen deutlich höher als vor zwei Jahren
Preise für Speisefette und Speiseöle +15,7 Prozent gestiegen
Im Februar 2022 sind die Preise für Nahrungsmittel in NRW um 7,0 Prozent und die für Energie sogar um 24,6 Prozent gestiegen.
Wie das Statistisches Landesamt mitteilt, erhöhten sich in den letzten 24 Monaten die Verbraucherpreise insgesamt um 6,7 Prozent (Basisjahr 2015 = 100).
Im Bereich der Lebensmittel stiegen von Februar 2020 bis Februar 2022 insbesondere die Preise für Speisefette und Speiseöle (+15,7 Prozent). Und auch Gemüse ist um +10,3 Prozent teurer geworden.
Süßigkeiten
Für alle Liebhaber von Süßigkeiten gibt es jedoch eine gute Nachricht, denn die geringsten Preissteigerungen verzeichneten hier Süßwaren wie beispielsweise Zucker, Marmelade und Honig (+2,6 Prozent).
Haushaltsenergien
Einen kräftigen Preisanstieg gab in den letzten zwei Jahren bei den Haushaltsenergien um 21,9 Prozent. Mit einer noch höheren Preissteigerung. Bei Heizöl und Kraftstoffen waren die privaten Verbraucher mit noch höheren Preisanstiegen (+34,1 Prozent) konfrontiert.
Preisanstieg im Einzelnen
Brot kostet dem Verbraucher 5,2 % mehr als noch im letzten Jahr. Das liegt auch an den enorm angestiegen Erzeugerpreise der Industrie für Mehl um 22,6 %. Das bedeutet auch, dass nicht nur für Brot, sondern auch für Teigwaren rund 19 % mehr bezahlt werden müssen.
Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine geht der Preis für Weizen auch weiterhin durch die Decke. Alleine heute liegt der aktuelle Kurs für Weizen je Tonne bei 386,00 Euro (+1,58 %). Das ist fast eine Verdoppelung gegenüber zum Juli 2021 (197,25 Euro).
Was bereits an höheren Preisen schon im Februar zu Buche schlug, war der höhere Preis für Lebensmittel von 5,1 %. Und beim Fleisch lag der Aufschlag bei 4,1 %, bei der Milch bei 6,2 %.