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FDP möchte möchte im Rat von der Digitalisierung profitieren

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Digitalisierung der Ratsarbeit soll ein Punkt der Tagesordnung bei der nächsten Sitzung des Hauptausschusses sein.

In einem Antrag an die Verwaltung Raesfeld beantragt die FDP-Fraktion Raesfeld die Einführung einer möglichst komplett papierlosen Vorlagenverarbeitung.

Dies soll beinhalten, dass jedes Rats- und Ausschussmitglied Zugang zum Ratsinformationssystem habe und somit die dort hinterlegten Dokumente wahlweise mit einem PC, Laptop, Tablet oder Mobiltelefon herunterladen und in den Sitzungen nutzen.

„Im Rahmen der digitalen Transformation sollte der Rat der Gemeinde Raesfeld Vorbild sein und von den Möglichkeiten der Digitalisierung profitieren. Die FDP-Fraktion beantragt der einmaligen Investition in diesem Jahr stehen dabei dauerhafte Einsparungen im Bereich Personal-, Papier-, Toner-, Instandhaltungs- und Porto-Kosten gegenüber“, lautet die Begründung von Christoph Stephan, Fraktionsvorsitzender. Dies führe neben dauerhaften Einsparungen im Prozessablauf der Verwaltung zudem zu einer nachhaltigen Reduktion des Ressourcenverbrauchs, heißt es weiter.

Dabei sei die Beihilfe einer zentralen Bereitstellung vorzuziehen, da hierdurch den Rats- und Ausschussmitgliedern die Möglichkeit bleibt, bei der Wahl des eigenen Gerätes auch Gebrauchtgeräte oder bereits vorhandene Geräte zu verwenden. Unnötiger Ressourcenverbrauch für Zweitgeräte wird vermieden.

Allerdings könne auf Antrag die Verwaltung auf Antrag Dokumente auch weiterhin in Papierform zur Verfügung stellen. Christoph Stephan: „Die Wahlfreiheit, wie Rats- und Ausschussarbeit geleistet wird, bleibt somit weiter für alle gewährleistet“. Die Bereitstellung eines Livestreams der Rats- und Ausschusssitzungen erlaube es allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern auch in der aktuellen, pandemischen Lage weiterhin an der politischen Arbeit teilzuhaben. Dies fördere darüber hinaus auch nach Überwindung der aktuellen Situation die Akzeptanz für politische Entscheidungen durch mehr Transparenz, heißt es weiter.

Dies wird Thema in der kommenden Ausschusssitzung am Montag, 11.01.2021 sein.

Corona: Zur Situation in den Krankenhäusern

Corona: Zur Situation in den Krankenhäusern im Kreisgebiet, die COVID-19-Patienten behandeln, liegen uns heute (08.01.2021) folgende Informationen des Klinikums Westmünsterland für dessen Krankenhaus-Standorte Ahaus, Bocholt, Borken und Stadtlohn vor.

Stationär behandelt werden dort derzeit 56 Patienten, 4 davon befinden sich auf der Intensivstation.

70 Intensivbetten (55 aktuell betriebene Betten plus 15 zuschaltbare Betten im Bereich der Intensivüberwachung) stehen im Bereich des Klinikums Westmünsterland zur Verfügung, 23 können im Notfallszenario noch ergänzt werden.

Im St. Antonius-Hospital Gronau werden derzeit 11 Patienten, 3 davon auf der Intensivstation, behandelt. Insgesamt stehen dort 16 Intensivbetten zur Verfügung, 7 können im Notfallszenario noch ergänzt werden.

Coronavirus-Schutzimpfungen gut angelaufen

Coronavirus-Schutzimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen im Kreis Borken gut angelaufen

Landrat Dr. Kai Zwicker: „Bis zum 6. Januar bereits 2.169 Personen geimpft!“

Kreis Borken. Am Sonntag, 27. Dezember, starteten im Kreis Borken die Coronavirus-Schutzimpfungen in Alten- und Pflegeheimen in Bocholt, Heiden und Vreden. Bewohnerinnen und Bewohner solcher Einrichtungen sind laut den Vorgaben des Bundes mit Vorrang durch mobile, von der Kassenärztlichen Vereinigung zu stellende Einsatzteams zu impfen.

„Mit Stand 6. Januar 2021 beläuft sich die Zahl der geimpften Personen in den Heimen in unserem Kreis schon auf 2.169 Personen“, freut sich Landrat Dr. Kai Zwicker. Damit konnten alle bislang verfügbaren Impfdosen auch verimpft werden. Dr. Volker Schrage, Mediziner aus Legden und bereits selbst im Impfeinsatz in einer Einrichtung im Kreisgebiet tätig geworden, betont zudem als 2. Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), dass sich die Kooperation aller beteiligten Stellen bereits sehr gut eingespielt habe.

Gerade die Einrichtungen hätten sich jeweils organisatorisch bestens auf die Impftermine eingestellt und alle erforderlichen Vorbereitungen getroffen, so dass die Impfungen komplikationslos ablaufen konnten. Ausdrücklich dankt der Landrat dafür.

Akzeptanz ist erfreulich

Nach ersten Rückmeldungen sei die Impfbereitschaft unter der Heimbewohnerschaft sehr hoch, konstatiert er. Wenngleich es noch keine genauen Zahlen gebe, könne man derzeit von deutlich über 90 Prozent ausgehen.

Dass die Akzeptanz so erfreulich sei, hänge sicherlich auch mit dem von der KVWL eingesetzten Ärzte-Teams zusammen: Überwiegend nehmen die in den Heimen bekannten, örtlichen Ärzte die Impfungen vor. Zudem sei auch die Impfbereitschaft bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Einrichtungen im Kreis Borken sehr hoch. Der weitere Impffortschritt in den Heimen ist abhängig von den Zuteilungen der Impfdosen.

Im „Impfzentrum Kreis Borken“ in Velen wird nach den Vorgaben des Landes NRW Anfang Februar 2021 mit den Impfungen begonnen. Anmeldungen für Impftermine sind derzeit aber noch nicht möglich. Sobald dem Kreis Borken dazu Informationen vorliegen, wird darüber berichtet.

Neuer Investor – Aus Landhaus Keller in Raesfeld wird das Hotel Lieb & Wert

Landhaus Keller: Vom Insolvenzhotel zum neuen Komfort-Hotel in Raesfeld

Auf einer Nutzfläche von rund 3.400 Quadratmetern soll ein Komfort-Hotel im mittleren Preissegment entstehen. Geplant sind 30 Zimmer, ein Saalbetrieb, zwei Kegelbahnen, ein Wellnessbereich, eine Außenterrasse sowie ein Spielplatz im Außenbereich.

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Neuer Investor für das ehemalige Landhaus Keller

Am Freitagvormittag stellte Bürgermeister Martin Tesing in einer Pressekonferenz vor Ort den neuen Eigentümer des ehemaligen Landhaus Keller vor: Tobias Brun aus Marbeck. Der 42-Jährige ist in Raesfeld kein Unbekannter. Nach Projekten wie dem „Betreuten Wohnen“ und den neuen Caritas-Wohngruppen in Erle, die sich derzeit im Bau befinden, hat er nun auch diese Immobilie erworben. Geplant ist eine umfassende Renovierung und Restaurierung.

Naturparkhotel Raesfeld
Die Küche ist noch in einem guten Zustand. Foto: Petra Bosse

Umbaupläne und Investitionen

Das neue Komfort-Hotel im mittleren Preissegment soll auf einer Nutzfläche von rund 3.400 Quadratmetern entstehen. Vorgesehen sind 30 Zimmer, ein Saalbetrieb, zwei Kegelbahnen, ein Wellnessbereich, eine Außenterrasse sowie ein Spielplatz im Außenbereich.
„Hier im Haus gibt es noch viel zu tun“, sagte Brun. Die Liste der heimischen Handwerker, mit denen er zusammenarbeitet, werde in den kommenden Monaten lang sein. Das Projekt sei allein aufgrund seiner Größe eine Herausforderung, erklärte er. Die Immobilie habe er schon lange im Blick gehabt und sei bereits seit Monaten mit der Gemeinde Raesfeld im Gespräch gewesen. Unterstützung habe er auch vom Gaststätten- und Hotelverband erhalten.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Bedeutung für die Gemeinde

Bürgermeister Tesing zeigte sich erfreut, dass Restaurant, Saalbetrieb und Kegelbahnen schnell wieder in Betrieb genommen werden können. Er betonte, wie wichtig es sei, den Standort als Hotel zu sichern. Mit dem neuen Projekt werde zudem ein weiterer Baustein im Dorfentwicklungskonzept umgesetzt. „Nach dem erfolgreichen Abschluss der Bürgergenossenschaft in Erle zeigen wir nun, dass nicht nur in Erle etwas passiert“, so Tesing.

Neuer-Invorstor-für-Landhaus-Keller-ist-Tobias-Brun

Zwischenlösung: Pop-up-Gastronomie

Positiv wertete Tesing auch, dass das Gebäude nicht lange leer steht. Derzeit nutzt der Insolvenzverwalter Weidemann Teile des Hauses als Büroräume. Ab Samstag, 9. Januar, eröffnet Catering Wachtmeister eine Pop-up-Gastronomie mit Drive-in-Betrieb.

Pachtinteressenten vorhanden

Laut Tesing gibt es bereits mehrere Interessenten, die das Hotel langfristig pachten möchten. Ein Angebot aus der Fleischindustrie lehnte die Gemeinde jedoch ab. Man habe befürchtet, dass das Gebäude auf Umwegen einer anderen Nutzung zugeführt werden könnte. Mit Brun werde nun genau das umgesetzt, was der Bebauungsplan vorsieht: ein Hotel mit Restaurantbetrieb.

Naturparkhotel soll hier entstehen
Viel Plüsch und Pomp in den alten Hotelzimmern

Start mit 30 Hotelzimmern – Erweiterung möglich

Zunächst soll das neue Hotel im ehemaligen Landhaus Keller mit 30 Zimmern eröffnen. Sollte die Nachfrage steigen, ist eine spätere Erweiterung geplant. Derzeit lagern im Keller noch Gehhilfen, Rollstühle, Möbel, Deko-Artikel und Hotelbetten – Relikte aus einer anderen Zeit, die in den kleinen Zimmern noch fast bezugsfertig wirken

Kegelbahn Naturparkhotel
Zwei Kegelbahnen befinden sich im Keller

Sanierung und technische Erneuerung

Während die Bausubstanz in gutem Zustand ist, steht bei der Technik ein erheblicher Investitionsbedarf an. Erneuert werden müssen die Wasserrohre, die Kälte- und Heizungsanlage sowie die gesamte Gebäudetechnik. Positiv bewertet Investor Tobias Brun den Zustand der großräumigen Edelstahlküche, die weiterhin genutzt werden kann. Das gesamte Inventar soll jedoch ersetzt werden.

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Das alte Gebäude soll abgerissen werden.

Geplanter Anbau für mehr Kapazität

An der Südseite des Gebäudes soll das alte Nebengebäude abgerissen werden. Dort könnte künftig ein Anbau mit zusätzlichen Hotelzimmern entstehen. Über die Gesamtkosten macht Brun keine Angaben, räumt jedoch ein: „Es wird teuer.“ Die Ausstattung und Einrichtung werden derzeit gemeinsam mit Architekten geplant.

Naturparkhotel kommt in Hotel Keller in Raesfeld

Zeitplan für Eröffnung

Mit der Eröffnung des Restaurantbetriebs rechnet Brun frühestens im Herbst 2021. Die Wiedereröffnung des Hotels ist nicht vor 2022 vorgesehen.

Neuer-Invorstor-für-Landhaus-Keller-ist-Tobias-Brun

Rückblick

Ende März 2020 hatte die Geschäftsführung der Keller Dienstleistungen und Sozialimmobilien GmbH & Co. KG in Dorsten bekannt gegeben, ein Insolvenzverfahren einzuleiten. Im September 2020 ersteigerte die Gemeinde Raesfeld das Landhaus Keller für 1,16 Millionen Euro.

TCM: Ernährung in der chinesischen Medizin

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Borken. Wer Körper und Geist gesunderhalten möchte, findet in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ein Fundament. Eine von fünf Säulen der Lebensweise ist dabei die chinesische Ernährung, auch Diätetik genannt.

Der Unterschied zur herkömmlichen Ernährungsberatung liege darin, dass sie sehr individuell und nicht pauschal ist: „Wir schauen uns den Menschen von Kopf bis Fuß an“, betont Anne Göhler des Instituts für Traditionelle Chinesische Medizin in Borken. Sie ist zertifizierte und ärztlich geprüfte Ernährungsberaterin nach chinesischer Lehre.

 TCM betrachtet den Menschen ganzheitlich

So werden neben den Ernährungsgewohnheiten auch die Lebensumstände wie z.B. Bewegung, Stress, soziale Verbindungen angesprochen. 

Die TCM bildet einen wertvollen Baustein für das allgemeine Wohlbefinden und dient der Prävention von Erkrankungen und der Therapie von akuten und chronischen Krankheiten:

„Bei der Traditionellen Chinesischen Medizin spricht man nicht von Krankheiten sondern Disharmonien“, erklärt Vuk Mladzic, Inhaber des Instituts. „Es geht immer darum, dass das Qi, die Lebensenergie, in allen Bereichen fließen kann und im Einklang ist.“

Seit Mai 2018 führt er das Institut für Chinesische Medizin, dass er vom Deutschen Roten Kreuz übernahm. Mladzic nutzt neben der Diätetik auch die anderen vier Säulen der TCM: Akupunktur, Kräuterkunde, Shiatsumassagen und Bewegungen aus dem Qi Gong.

Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern schaut der Heilpraktiker ganzheitlich auf die Patienten, die herkommen. So arbeitet das Team Hand in Hand daran, die Lebensenergie in Einklang zu bringen.

Anne Göhler. „Die Ernährungsberatung hat sich vielfach bewährt“. So habe das Institut schon vielen Menschen unter anderem beim Wunsch zur Gewichtsreduktion helfen können. Sie erfasst den Menschen individuell und ganzheitlich und kann den Behandlungsverlauf effektiv unterstützen.

Die Lehre der Lebensmittel

„Lebensmittel werden traditionell betrachtet wie Medizin angesehen“, erklärt die Expertin. Schon lange spielen Ernährung und Medizin in der TCM ineinander, haben denselben Ursprung: „Das richtige Essen kann krank machende Faktoren zurückschlagen, die Zang Fu (Organe) harmonisieren, den Geist anregen und Qi und Blut stärken“, sagte einst Sun Simiao. Er war Arzt in der Tang Dynastie in China (618 bis 907 nach Christus).

Kennzeichnend für die chinesische Diätetik ist die qualitative Charakterisierung der Lebensmittel im Hinblick auf ihre Wirkung beim Menschen.  

Eine Zitrone, auch wenn sie bei Erkältung heiß getrunken wird, ist laut TCM kalt. „Das ist nicht so positiv, wenn ein Mensch ohnehin schon viel fröstelt“ Hier helfe eher ein Ingwer-Tee, der Hitze und Wärme liefert, um das Qi – den Energiefluss – in Schwung zu bringen: „Jedes Lebensmittel hat eine eigene Wirkung auf die Organe“.

Welche Wirkung welches Lebensmittel auf die Organe hat, verraten die fünf Geschmacksrichtungen: Süß, salzig, scharf, bitter und sauer. Bitter sei für das Herz empfehlenswert. Sauer unterstützt z.B. die Leber: „Es gibt keine strengen Verbote. Es gibt geeignete und weniger geeignete Lebensmittel.

Die Patienten müssen keine komplizierten, asiatischen Gerichte kochen können. Sie müssen auch keine fernöstlichen Pilze essen. Leckere Suppen, Aufläufe oder auch Lieblingsgerichte lassen sich einfach verändern, sodass sie uns gut nähren und nicht belasten. Der Genuss soll nie zu kurz kommen!“, erzählt Anne Göhler lachend.

„Es geht darum, was tut mir persönlich in meiner momentanen Situation gut. Gewusst wie! Die Patienten erhalten daher neben den Empfehlungen auch Rezepte. Kleine Veränderungen wie z. B. ein warmes Frühstück oder die Verwendung von Gewürzen können schon positive Wirkungen haben.  Eine uralte, komplexe und faszinierende Wissenschaft, die uns modernen Menschen heutzutage unkompliziert und effektiv helfen kann!“

Selbstfürsorge kommt an erster Stelle

Sie würde sich wünschen, dass die Menschen mehr ihre Chance erkennen, wie viel sie selbst beeinflussen können. „Viele Menschen pflegen ihr schönes Auto, aber was sie essen, ist ihnen egal.“, überlegt Göhler. „Das Thema Selbstfürsorge verdient doch mindestens genauso viel Aufmerksamkeit. Es ist nicht egal, was der Mensch isst. Ernährung und Bewegung beeinflussen die Lebensenergie positiv.“

Auch die Jahreszeit beeinflusst Körper und Geist: „Es ist Teil der Natur, im Winter alles ruhiger anzugehen und mehr zu schlafen. Doch wir haben verlernt, im Winter mehr zu ruhen.“, erklärt Vuk Mladzic.

Termine können auf Anfrage montags bis donnerstags von 10 bis 13 Uhr ausgemacht werden. Weitere Infos rund um das Angebot der TCM gibt es unter https://www.tcm-borken.de/

Keine Kita-Beiträge für Januar im Kreis Borken

Eingeschränkter Kita-Betrieb: Zahlung der Elternbeiträge für Januar gestoppt

Kreisjugendamt ermöglicht schon vor einer endgültigen Lösung schnelle Entlastung für Familien

Kreis Borken. Seit dem 14.12.2020 gilt der eingeschränkte Pandemie-Betrieb in Kitas und Kindertagespflege. Am Dienstag (05.01.2021) haben Bund und Länder die Verlängerung zunächst bis Ende Januar beschlossen: Die Kinder, bei denen es keine anderen Möglichkeiten der Betreuung gibt, können die Kita und die Kindertagespflege besuchen – es bleibt allerdings der dringende Appell des Landes, die Betreuungsangebote nur in wirklich erforderlichen Fällen zu nutzen.

Systemrelevante berufliche Tätigkeit

Eine systemrelevante berufliche Tätigkeit o.ä. – wie im Frühjahr letzten Jahres – muss nicht nachgewiesen werden. Die Betreuung darf – so wie das schon weit überwiegend in den Einrichtungen praktiziert wird – nur noch in festen Gruppen stattfinden. Um diese Anforderung personell und organisatorisch leisten zu können, kann der Umfang der Betreuung ab der nächsten Woche um jeweils 10 Stunden (wie bereits im Juni und Juli) gekürzt werden. In der häuslichen Kindertagespflege bleibt der vollständige Betreuungsumfang beibehalten.

Massive Einschränkungen

Durch die Corona-Pandemie erleben die Menschen im Kreis Borken in vielen Bereichen massive Einschränkungen und sind häufig auch in ihrer persönlichen Einkommenssituation betroffen. Um die Eltern weiter zu entlasten, hat sich der Kreis Borken entschieden, die Familien in seinem Bezirk schnell und unbürokratisch zu entlasten: Die Abbuchung der Elternbeiträge für Kita und Tagespflege wird für den Monat Januar vorerst gestoppt.

Einzelüberweisung oder Dauerauftrag

Eltern, die bisher per Einzelüberweisung oder Dauerauftrag den monatlichen Elternbeitrag überweisen, können die Zahlung ebenfalls für den Januar aussetzen. Das Kreisjugendamt Borken ist für alle Kommunen im Kreis Borken zuständig, mit Ausnahme der Städte Ahaus, Bocholt, Borken und Gronau, die über ein eigenes Jugendamt verfügen. Die Stadtjugendämter treffen für ihren Zuständigkeitsbereich eigene Entscheidungen.

Das Land hat bereits die Absicht geäußert, die Elternbeiträge für den Monat vollständig zu erlassen. Diese sollen dann jeweils hälftig vom Land und von den Kommunen übernommen werden. Dies muss jeweils von den politischen Gremien noch bestätigt werden – im Falle des Kreisjugendamtes muss der Kreistag darüber beraten. „Wir wollen damit die Familien im Kreisjugendamtsbezirk kurzfristig entlasten, auch wenn eine Reihe von Fragen in der Kürze der Zeit noch nicht geklärt werden können“, so Landrat Dr. Kai Zwicker.

Lohnersatzleistung

Darüber hinaus haben Bund und Länder angekündigt, dass der Anwendungsbereich der sogenannten Kinderkrankentage mit einer Lohnersatzleistung auf die pandemiebedingt fehlende Kindertagesbetreuung ausgeweitet und die Höchstgrenze um 10 Tage angehoben werden soll. Die konkrete gesetzliche Regelung bleibt noch abzuwarten.

Bei weiteren Fragen können sich Eltern an ihre Kontaktpersonen beim Fachbereich Jugend und Familie aus dem letzten Beitragsbescheid wenden.

Über die weitere Entwicklung zur Corona-Pandemie informiert der Kreis Borken laufend über das Internet unter www.kreis-borken.de/coronavirus sowie über Facebook, Twitter und Instagram.

Funke Medical – Aktuelle Stellenangebote

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Wir sind ein mittelständisches, innovatives und international agierendes Unternehmen mit Sitz in Raesfeld, das Therapiesysteme für pflegebedürftige und behinderte Menschen herstellt und vertreibt.

Funke Medical
  • Technischer Konfektionär / Näher (m/w/d)
  • Produktionshelfer / Produktionsassistent (m/w/d)

Wir bieten:

  • Zusammenarbeit und Unterstützung in einem dynamischen Team
  • Modernen Arbeitsplatz
  • Entwicklungsmöglichkeiten in unserem Unternehmen
  • Interessante und vielseitige Projekte

Ihr Profil:

  • Selbstständigkeit
  • Eigeninitiative und Lernbereitschaft
  • Teamfähigkeit
  • Aufmerksamkeit
  • Sorgfalt

Bewerbungen an: [email protected] oder Ährenfeld 10, 46348 Raesfeld. Tel. 02865-2669350

Funke Medical AG
Ährenfeld 10
46348 Raesfeld

Tel.: +49-2865-266 93 50
[email protected]
www.funke-medical.de

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JKG bietet individuelle Beratungstermine zum Schulwechsel

Julia-Koppers-Gesamtschule – Individuelle Beratungstermine zum Schulwechsel

Raesfeld – Die Julia-Koppers-Gesamtschule in Borken und Raesfeld hatte bereits im Dezember im Rahmen eines Online-Informationsabends den Eltern der Viertklässler die Möglichkeit gegeben, sich über das Konzept der Gesamtschule zu informieren. Individuelle Beratungen sind nun an folgenden Terminen möglich:

Dienstag, 12.01.2021 von 14.00 – 17.00 Uhr

Dienstag, 19.01.2021 von 15.00 – 18.00 Uhr

Anmeldungen zu einem Beratungsgespräch sowie weitere Informationen und die Termine für die Schulanmeldung sind über die Homepage der Schule zu finden: jkg.borken.de

Höhere Pauschbeträge für Ehrenamtliche auch im Sport

Die Regierung hat hö­he­re Pau­scha­len für ehrenamt­li­che Tä­tig­kei­ten im Sport ab 2021 festgelegt.

Eine gute Nachricht für alle Ehrenamtliche im Sport: Auf den „letzten Drücker“ sind zum Ende des Jahres 2020 noch einige Erleichterungen für gemeinnützige Vereine beschlossen worden.

Der Gesetzgeber hat mit dem Jahressteuergesetz 2020 zahlreiche Entlastungen für gemeinnützige Vereine beschlossen.

Die Änderungen im Überblick:

  • Anhebung des Übungsleiter-Freibetrages von 2.400 € auf 3.000 €
  • Anhebung des Ehrenamts-Freibetrages von 720 € auf 840 €
  • Anhebung der Besteuerungsgrenze im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb von 35.000 € auf 45.000 €
  • Anhebung der Kleinbetragsspende von 200 € auf 300 €
  • Aufhebung der Pflicht, zufließende Mittel zeitnah verwenden zu müssen, soweit die jährlichen Einnahmen 45.000 € nicht übersteigen

Die Änderungen treten zum 01.01.2021 in Kraft.

Weitere Erleichterungen

Weitere Erleichterungen für gemeinnützige Vereine:

Sie können Mittel teilweise an andere steuerbegünstigte Körperschaften weitergeben. Hierbei besteht für den zuwendenden Verein die Gefahr, dass die Empfängerkörperschaft die Mittel nicht für steuerbegünstigte Zwecke verwendet.

Insofern war bislang nicht eindeutig geregelt, inwiefern der zuwendende Verein die Verwendung zu kontrollieren hat und gegebenenfalls für eine Fehlverwendung haftet. Eine gesetzliche Neuregelung stellt klar, dass der zuwendende Verein Vertrauensschutz genießt, dass die Mittel für steuerbegünstigte Zwecke verwendet werden. Voraussetzung hierfür ist, dass der Verein sich durch Vorlage einer Ausfertigung einer Anlage zum Körperschaftsteuerbescheid oder eines Freistellungsbescheids, die nicht älter als fünf Jahre sein dürfen, oder eines Feststellungsbescheids nach § 60a AO, der nicht älter als drei Jahre sein darf, nachweisen lässt.

Leserbrief zum vermuteten Riss des Ponys durch Wölfe

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Wieder einmal sollen die Schermbecker Wölfe „zugeschlagen“ haben und wieder einmal wird nach Abschuss des „Problemwolfes“ oder der „Problemwölfe“ gerufen. Wieder einmal bestimmen leider nicht Fakten, sondern Mutmaßungen und vorschnelle Schlüsse die Diskussion:

Der Riss des Ponys auf der Weide direkt neben einem Hof ist tragisch und für die Enkelkinder, die das tote Pferd gefunden haben, ein zutiefst traumatisches Ereignis. Allerdings ist auf den Fotos, z. B. auf Schermbeck-Online, unschwer zu erkennen, es war kein wirklich ernst zu nehmender Zaun vorhanden, diese Ponyweide war für fast jedes Tier erreichbar.

Fakt ist, seit mehr als zwei Jahren lebt dort mindestens ein Wolf, inzwischen sind es drei. Seit mehr als zwei Jahren werden in einiger Regelmäßigkeit Haustiere gerissen. Vor wenigen Monaten hat es erstmals ein Shetlandpony erwischt. Warum also gab es in diesem neuen Fall keinen vernünftigen Zaun? Das ist noch weniger vor dem Hintergrund zu verstehen, dass auf demselben Hof offensichtlich bereits Schafe gerissen worden waren. Das Pony war nicht viel größer als ein Schaf (freilich deutlich schwerer), also für den oder die Wölfe eine leichte Beute – nicht allzu wehrhaft, nicht besonders schnell und den Wölfen bereits bekannt.

Blicken wir zurück auf all die anderen Risse und auf die Schlagzeilen, dass der „Problemwolf“ Gloria angeblich hohe Zäune überwindet und jeglichen Herdenschutz umgeht. Von 11 durch das Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz NRW (LANUV) geprüften Rissen im vergangenen Sommer war bei mindestens 9 nachweislich kein hinreichender Schutz gegeben. Zäune waren zu niedrig, lückenhaft, ohne Strom etc. Auch bei dem bekannten Fall, bei dem die Wölfin angeblich 1,9 m übersprungen hat, gab es nachweislich und fotografisch belegt eine Lücke im Zaun.

Wer angesichts der bekannten erforderlichen Schutzmaßnahmen und angesichts der sich seit mehr als zwei Jahren stetig wiederholenden Ereignisse immer noch nicht für einen hinreichenden Schutz seiner Tiere sorgt, handelt fahrlässig und nimmt die Tötung seiner Tiere durch Wölfe billigend in Kauf. Wölfe ernähren sich ebenso wie Greifvögel, Eulen, Füchse etc. von anderen Tieren. Werden ihnen diese auf einer leicht zugänglichen Weide förmlich angeboten, dann ist es ihnen nicht zu verübeln, wenn sie dieses Angebot annehmen.

Ein Wolf ist per Definition dann ein „Problemwolf“, wenn er den üblichen Weidetierschutz mehrfach überwindet. Im Schermbecker Wolfsrevier ist aber der Weidetierschutz zumindest in den weitaus meisten Fällen ganz offensichtlich nicht gewährleistet. Daher bitte ich alle Weidetierhalter im Wolfsgebiet eindringlich, machen Sie es den Wölfen nicht weiter so leicht! Natürlich ist hier auch die Politik gefragt, die Unterstützung der Tierhalter und die Förderung der erforderlichen Schutzmaßnahmen muss schneller und unbürokratischer erfolgen als bisher.

Sollte die Wölfin „Gloria“ tatsächlich getötet werden, würden Hautierrisse evtl. sogar zunehmen. Studien zeigen, dass bei Zerschlagung von Rudeln die Haustierrisse häufiger werden, da die Zusammenarbeit des Rudels bei der Jagd auf Wildtiere nicht mehr funktioniert. Bei allen Haustierrissen sollten wir nicht vergessen, auch die Schermbecker Wölfe ernähren sich weitaus überwiegend von Wildtieren wie Rehen oder Rothirschen.

Statt am Ende zu jubeln, der Wolf ist tot, sollten wir uns über seine Rückkehr in seinen angestammten Lebensraum freuen und nicht wieder die Fehler der Vergangenheit wiederholen.

Leserbrief von Dr. Martin Steverding-Faunistik und Artenschutz

Anmerkung der Red. zum Leserbrief: Die Einsender eines Leserbriefs vertreten ihre eigene Meinung und spiegelt nicht die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen bleiben in jedem Fall vorbehalten. Briefe ohne vollständigen Namen und Adresse werden nicht veröffentlicht.

Neues Programm für das Frühjahr/Sommer 2021 des Bildungswerkes Raesfeld

Raesfeld (pd). Das Bildungswerk Raesfeld teilt mit, dass der Kursbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin mindestens zum 31. Januar 2021 ruht.

Daher wird das neue Programm für das Frühjahr/Sommer 2021 ab Montag, den 11.01.2021 nur in reduziertem Umfang online gestellt, d. h. lediglich mit Kursen/Seminaren im Präsensunterricht, die ab März 2021 geplant sind sowie den digitalen Lernangeboten.

Anmeldungen für ausgeschriebene Folgekurse sind derzeit noch nicht möglich!

In welcher Form und ab welchem Zeitpunkt die Kurse im Bereich Wassergymnastik und Kinderschwimmen wieder stattfinden können, steht zurzeit noch nicht fest. Sobald es hierzu nähere Informationen gibt, wird dieses auf der Homepage des Bildungswerkes unter www.bw-raesfeld.de sowie auf der Facebook Seite (www.facebook/Bildungswerk Raesfeld) veröffentlicht.

Die neuen Programmhefte werden an den bekannten Auslegestellen in Raesfeld, Erle und den umliegenden Gemeinden ausgelegt, wenn die Pandemie-Entwicklung dieses zulässt.

Für Rückfragen steht das Team des Bildungswerkes gerne unter der Tel.-Nr. 02865-10073 oder unter [email protected] zur Verfügung.

Brief einer Weidetierhalterin an Ministerin Heinen-Esser

Eine Weidetierhalterin aus dem Kreis Wesel hat heute einen privaten Brief an die Umfeldministerin Ursula Heinen-Esser geschrieben.

Sehr geehrte Frau Heinen-Esser, wann lassen Sie Ihren Worten von der Bürgersprechstunde mit dem WDR Taten folgen?

Ihre Aussage war damals, dass die Weseler Wölfin entnommen wird, sollte sie nochmal über 1,20 springen. Das hat sie mittlerweile mehrfach getan und viel Leid über die Betroffenen Tierhalter und ihre Tiere gebracht.

Immer wieder stellt dieses Rudel klar, dass Zäune nichts nützen, immer wieder pochen Sie und andere sog. Experten auf wolfabweisende Zäune und Hüteschutz-Hunde (Hsh). Die meisten können oder dürfen keine Hsh. halten, egal wer diese bezahlt.

Höhere Zäune als 1,80 Meter sind z. B. in Düsseldorf genehmigungspflichtig. Außerdem sind Zäune in der Höhe nur für feste Koppeln zu gebrauchen, Schäfer und Schafhalter, die täglich pferchen müssen, können höchstens mit 105-er Netzen arbeiten. Alles andere ist zu schwer, zu windanfällig, bei weichen Böden nicht standfest.

Jetzt treibt sich in Wesel ein Rudel Wölfe rum. Das ganze Rudel überwindet alle Zäune, dafür spricht die Menge des fehlenden Fleisches. Ich möchte nicht wissen, unter welchen Qualen diese armen Weidetiere sterben mussten.

  • Hat es nur eine Viertelstunde gedauert oder vielleicht ein paar Stunden?
  • Wie lässt sich das in irgendeiner Form mit Tierschutz vereinbaren?
  • Wie lässt es sich mit Tierschutz vereinbaren, wenn künftig alle Weidetiere in Ställen gehalten werden?
  • Wie lassen sich Wolf und Hundkämpfe mit dem Tierschutz vereinbaren?
  • Wie lässt es sich mit dem Tierschutz vereinbaren, wenn die Wolfpopulation 10.000 erreicht hat und jedes Jahr 1000-e geschossen werden müssen?

Ich pflege mit meinen Schafen den Düsseldorfer Rheindeich und werde meine Schafhaltung aufgeben müssen, sobald hier Wölfe auftauchen. Hsh sind für mich keine Option, ich darf sie dort nicht halten, ich traue mir diese Hunde nicht zu, ich habe keinen Platz für kranke oder die alten Hunde und mir fehlt das Geld dafür.

Dann gehen meine vom aussterben bedrohten Rassen leider zum Schlachter. So geht es mir nicht alleine. Wenn Sie Interesse am Fortgang der Weidetierhaltung haben, kommen Sie an die Front zu den Betroffenen und reden mit Ihnen, nicht mit sogenannten Wolfexperten, denen jegliches Wissen über Weidetierhaltung fehlt. Vereinbaren Sie ein Meeting, wo Sie sich mit den Betroffenen zusammensetzen und die Problematik erörtern. So kann es nicht weitergehen.

Mit freundlichen Grüßen
Eine Weidetierhalterin

(Name ist der Red. bekannt)

Corona-Maßnahmen verschärft – Kontakte weiter eingeschränkt

Verlängerungen der Corona-Maßnahmen bis zum 31.01.2021. Weiter heißt es: Wir bleiben zu Hause

Am Montag gab Bundeskanzlerin Angela Merkel die Verlängerung und die Verschärfung die geltenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie bekannt. Auf die teilweise auch verschärften Maßnahmen einigten sich sich die Regierungschefs der Länder.

Die neue Verordnung besagt: Kontakte werden auf das absolut notwendige Minimum zu beschränkt. Bund und Länder werden am 25. Januar 2021 über das weitere Vorgehen beraten.

Die bisherigen Beschlüsse für private Zusammenkünfte werden ebenso erweitert: Gestattet werden Kontakte nur im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person.

Bewegungsradius eingeschränkt

Darüber hinaus haben sich Bund und Länder zu einer weiteren möglichen Maßnahme in Landkreisen mit einer Inzidenz von mehr als 200 entschieden, den Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort herum zu beschränken, sofern kein triftiger Grund vorliege.

„Insbesondere haben wir hier im Blick, dass tagestouristische Ausflüge keinen triftigen Grund darstellen , betonte Merkel.

Kanzlerin Merkel betonte, die Maßnahmen seien hart, aber „absolut notwendig“.

Nach den Beratungen betonte die Bundeskanzlerin, dass es Ziel bleibe, die 7-Tage-Inzidenz auf unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner zu senken. So sollen die Gesundheitsämter wieder in die Lage versetzt werden, die Infektionsketten nachzuvollziehen.

Auf Grund der zurückliegenden Feiertage werde es erst ab dem 17. Januar eine klare Datenlage über die wirkliche Inzidenz in Deutschland geben, erklärte Merkel. Darauf habe der Präsidenten des Robert-Koch Instituts bei einer gestrigen Expertenanhörung hingewiesen. Schon jetzt seien die Zahlen sehr hoch und mit der Mutation des Virus, die man nun aus Großbritannien kenne, entstehe noch einmal eine neue, besondere Lage.

Einige Krankenhäuser seien aufgrund des Infektionsgeschehens „sehr stark in Grenzsituationen geraten“, so Merkel. Um eine Überlastung des Gesundheitssystem zu verhindern, habe man deshalb weitreichende Beschlüsse gefasst. Die geltenden Regelungen würden bis zum 31. Januar verlängert und zum Teil verschärft.

„Wir sehen uns zu dieser Maßnahme genötigt, auch wenn wir wissen, dass sie hart ist“, so Merkel.

Darüber hinaus beudet das:

  • Betriebskantinen werden geschlossen wo immer die Arbeitsabläufe es zulassen.
  • Zulässig bleibt die Abgabe von mitnahmefähigen Speisen und Getränken.
  • Ein Verzehr vor Ort ist untersagt. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber werden dringend gebeten, großzügige HomeOffice-Möglichkeiten zu schaffen, um bundesweit den Grundsatz „Wir bleiben zuhause“ umsetzen zu können.
  • In Landkreisen mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern werden die Länder weitere lokale Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz ergreifen, insbesondere zur Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 km um den Wohnort, sofern kein triftiger Grund vorliegt.
  • Tagestouristische Ausflüge stellen explizit keinen triftigen Grund dar.
  • Für Alten- und Pflegeheime sind besondere Schutzmaßnahmen zu treffen. Mindestens bis die Impfungen mit beiden Impfdosen in den Einrichtungen abgeschlossen sind, kommt den Schnelltests beim Betreten der Einrichtungen eine besondere Bedeutung zu.
  • Bis spätestens Mitte Februar wird allen Bewohnerinnen und Bewohnern von stationären Pflegeeinrichtungen ein Impfangebot gemacht werden können.
  • Der Betrieb von Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen hat höchste Bedeutung für die Bildung der Kinder und für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf der Eltern.
  • Der Bund wird gesetzlich regeln, dass das Kinderkrankengeld im Jahr 2021 für 10 zusätzliche Tage pro Elternteil (20 zusätzliche Tage für Alleinerziehende) gewährt wird.
  • Der Anspruch soll auch für die Fälle gelten, in denen eine Betreuung des Kindes zu Hause erforderlich wird, weil die Schule oder der Kindergarten bzw. die Klasse oder Gruppe pandemiebedingt geschlossen ist oder die Präsenzpflicht im Unterricht ausgesetzt wurde.
  • Die Beschränkungsmaßnahmen wurden in allen Bereichen durch umfangreiche finanzielle Hilfsprogrammedes Bundes und der Länder begleitet.
  • Es sollen Abschlagszahlungen möglich gemacht werden. Erste reguläre Auszahlungen im Rahmen der bis Ende Juni 2021 laufenden Überbrückungshilfe III werden im ersten Quartal 2021 erfolgen.
  • Für Einreisen aus Risikogebietennach Deutschland soll zukünftig grundsätzlich neben der bestehenden zehntägigen Quarantänepflicht, die frühestens nach fünf Tagen durch ein negatives Testergebnis verkürzt werden kann, zusätzlich eine Testpflicht bei Einreise eingeführt werden (Zwei-Test-Strategie).

Sinkende Arbeitslosenzahlen im Kreis Borken setzt sich fort

Landrat Dr. Kai Zwicker: „Der positive Trend sinkender Arbeitslosenzahlen setzt sich fort, verliert jedoch an Dynamik“

Aktuell 4.447 SGB-II-Arbeitslose im Kreis

Kreis Borken (pd). Die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen im Kreis Borken ist im Dezember weiter gesunken. Das teilt Landrat Dr. Kai Zwicker mit.

Der lokale Arbeitsmarkt zeige sich trotz pandemiebedingter Risiken erfreulicherweise bislang stabil. Die Auswirkungen des erneuten Lockdowns seit November lassen sich derzeit jedoch noch nicht abschätzen.

Arbeitslosenzahlen Kreis Borken 2021

Das „Jobcenter im Kreis Borken“ weist für den Monat Dezember 4.447 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind. Im Vergleich zum Vormonat November ist die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen damit um 73 Personen gesunken, gegenüber dem Vorjahresmonat allerdings um 255 Personen gestiegen. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen ist im Kreisgebiet gegenüber dem Vormonat von 2,1 Prozent auf 2,0 Prozent zurückgegangen.

Gesamtzahl

Die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist im Dezember 2020 ebenfalls gesunken und liegt derzeit bei 9.508 Personen (-51).

Hierzu gehören auch Männer und Frauen, die aktuell an Eingliederungsmaßnahmen teilnehmen und Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit nicht zur Verfügung stehen.

Personen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen nach dem 2. Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen sind, zählen ebenfalls zu dieser Gruppe. Inklusive deren Kinder unter 15 Jahren und der weiteren nicht erwerbsfähigen Angehörigen haben im Dezember 13.879 Personen (-71) in 6.943 Bedarfsgemeinschaften (-33) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten.

Die aktuellen Arbeitslosenzahlen im SGB II in den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes sind der beigefügten Grafik zu entnehmen.

Die Arbeitslosenquote von 2,0 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen. Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig. Die hilfsweisen Quoten sind der ebenfalls beigefügten Grafik zu entnehmen.

Bürgerforum Wolf richtet sich an Ministerpräsidenten Armin Laschet

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Offener Brief: Wir sind uns bewusst, dass wir mit den Wölfen leben müssen. Die Frage stellt sich aber, wo dies sinnvoll ist?

Das Gahlener BürgerForum Wolf richtet sich nun an den Ministerpräsiden von NRW Armin Laschet

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Laschet,

wir wenden uns heute insbesondere in Ihrer Eigenschaft als Landesvater an Sie. Ihre Ministerin, Frau Heinen-Esser, berichtete bei dem Schermbecker CDU-Neujahrsempfang 2019, dass sie im Jahre 2018 vier Schwerpunktthemen gehabt hätte und davon hätten zwei Schermbeck betroffen: der BP-Ölpelletskandal in der Tongrube der Fa. Nottenkämper und das erste NRW-Wolfsgebiet in Schermbeck.

Beim ersten Thema hat sie gerade noch die Kurve bekommen – nicht ganz ohne Blessuren (aus einer flächendeckend zugesagten Untersuchung der wiederverfüllten Tongrube wurde dann nur die Auswertung der bisherigen Unterlagen, aber auch dabei traten genug Mängel ans Tageslicht).

Beim zweiten Thema wirkt Ihr Umweltministerium aber alles andere als sattelfest. Anscheinend gibt es dort und beim LANUV Strömungen, die ein transparentes und zukunftsweisendes Wolfsmanagement verhindern. In einem Punkt hat die Ministerin recht, wenn sie sagt: Wir haben den Wolf nicht zu uns eingeladen.

Erste Hobbytierhalter haben aufgegeben

Aber dennoch war es die Politik, die die Wiederansiedlung des Wolfes beschlossen hat. Leittragende sind vor allem die Weidetierhalter und ihre Tiere. Die Kulturlandschaft bei uns am Niederrhein hat schon begonnen, sich zu verändern. Erste Hobbytierhalter haben nach Wolfsübergriffen bereits aufgegeben. Immer häufiger finden sich wolfsabweisende Zäune in der freien Natur.

Ställe für nächtliches Aufstallen sollen in den Außenbereichen gebaut werden. Die Fördermittel des Landes zum Schutz vor Wölfen verschlingen mittlerweile Millionen von Euros. Sie reichen bei weitem aber nicht aus.

Wir sind uns bewusst, dass wir mit den Wölfen leben müssen. Die Frage stellt sich aber, wo dies sinnvoll ist: In unseren Ballungsräumen? In Deichnähe? In Landschaften, wo durch Jahrhunderte entwickelte Weidetierhaltung oligotrophe Weiden mit wertvollen Ökosystemen und großer Biodiversität kultiviert worden sind?

Empfohlenen Herdenschutz überwunden

Ein anderes Kapitel ist das Verhalten der Problemwölfin GW 954f, die – mehrmals nachgewiesen – den auch von Ihrem Ministerium empfohlenen Herdenschutz überwunden und insgesamt über hundert Tiere gerissen hat. Hierzu sagte Frau Heinen-Esser bereits im WDR 5-Stadtgespräch im Juni 2019, ein Wolf sei verhaltensauffällig, sofern er einen Stromzaun von 120 Zentimetern überspringe. Passiert ist seitens Ihres Ministeriums seitdem nichts. Stattdessen wurden den Tierhaltern immer weitere Schutzmaßnahmen aufgebürdet.

Es geht nicht mehr darum festzustellen, dass GW954f verhaltensauffällig ist, sondern darum, dass den Tierhaltern jetzt zugemutet werden soll, sich Herdenschutzhunde zuzulegen und Ställe zu bauen, damit sie ihre Weidetiere nachts einstallen können. Wir ersparen Ihnen unsere Gegenargumente.

Es gibt keinen 100%igen Schutz

Gestern wurde wieder ein Shetland-Pony gerissen. Sollen jetzt auch alle Pferde- und dann Rinderwiesen wolfsabweisend eingezäunt werden? Dazu fehlen jegliche Empfehlungen und finanziellen Unterstützungen des Landes. Im Übrigen: Auch das LANUV spricht nie von wolfsschützenden Zäunen, sondern immer nur von wolfsabweisenden Zäunen. Es gibt keinen 100%igen Schutz vor Wölfen.

Andere Bundesländer sind insgesamt bei dem Thema sehr viel weiter. Selbst die EU-Kommission wies bereits 2019 anlässlich eines Treffens am 01.10.2020 mit Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht und Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies aus Niedersachsen darauf hin, dass eine Ausnahmegenehmigung zwar auf ein Individuum beschränkt sein muss, in der Praxis aber sogar ein möglicher Fehlabschluss trotz der erforderlichen Sorgfalt nie ganz ausgeschlossen werden kann. Die Rechtsprechung in Niedersachsen hat mehrmals die Rechtmäßigkeit von Entnahme-genehmigungen bestätigt.

Warum soll dies nicht auch in NRW möglich sein?

Natürlich lösen derartige Entscheidungen emotionale Reaktionen aus. Aber das darf die Politik nur bedingt beeinflussen. Auch hier merken wir, dass sich der Wind gedreht hat. Viele anfängliche Wolfsfreunde sehen mittlerweile auch das Verhalten der Problemwölfin kritisch. NABU und BUND in NRW argumentieren mittlerweile sehr unsachlich, weil ihnen die Argumente ausgegangen sind.

Resolution zur Entnahme von GW 954f

Der Rat der Gemeinde Schermbeck hat im Dezember fast einstimmig eine Resolution zur Entnahme von GW 954f beschlossen. Nur ein Ratsmitglied von DIE PARTEI hat mit der Begründung dagegen gestimmt, dass GW954f halt besonders clever sei.

Es geht nicht darum, dass ein Tier besonders clever ist, sondern darum, dass ein weitestgehend friedliches Miteinander möglich sein muss und (weitere) Schäden vermieden werden müssen. GW954f hatte bereits Nachwuchs und wird wahrscheinlich bald wieder Nachwuchs haben. Sie wird aller Wahrscheinlichkeit ihr erlerntes Jagdverhalten an ihre Welpen weitergeben.

Es ist schon seit längerem ein schnelles, effektives und verantwortungsvolles Handeln gefragt.

Bitte helfen Sie uns, es endlich umzusetzen!

Gahlener BürgerForum, Arbeitsgruppe Wolf:
Jürgen Höchst 
Bernhard Steinmann
Margot Drinkmann

Winterdienst des Kreises Borken ist bereit

1.250 Tonnen Salz und 30.000 Liter Feuchtsalz: Der Winter kann kommen Winterdienst des Kreises Borken ist bereit

Am Wochenende erwartet das Münsterland jede Menge Schnee und Eisregen. Appell: „Bitte fahren Sie immer den Gegebenheiten entsprechend!“

Kreis Borken (pd). 460 Kilometer Kreisstraßen, 70 Kilometer Radwege und dazu Flächen an eigenen Gebäuden – wenn das Telefon zu dieser Jahreszeit nachts um kurz nach 3 Uhr klingelt, sind die Mitarbeiter des Bauhofes sofort hellwach, denn sie wissen: Es hat gefroren, die Straßen, Radwege und Gebäudeflächen im gesamten Kreisgebiet müssen gestreut werden.

1.250 Tonnen Salz

„Der Kreisbetrieb der Kreisverwaltung Borken ist auf den ersten Wintereinbruch bestens vorbereitet“, erklärt dazu Ralf Jürgens, Leiter des Interkommunalen Bauhofes des Kreises Borken und der Stadt Gescher. Bereits vor ein paar Wochen wurden die Vorräte aufgestockt: Insgesamt 1.250 Tonnen Salz und dazu 30.000 Liter Feuchtsalz lagern nun am Bauhof in Gescher und in zwei Hallen in Borken-Gemen. Auch der Fuhrpark des Interkommunalen Bauhofes ist startklar: Elf Fahrzeuge – acht für die Kreisstraßen, zwei für die Radwege und eins für die Außenbereiche der kreiseigenen Gebäude – werden im Winterdienst eingesetzt.

Schichtbeginn nachts um drei Uhr

„Wir erhalten regelmäßig Wetterberichte mit Prognosen zur Temperatur und Straßenglätte“, erläutert Jürgens. Diese funktionieren wie eine Art Ampelsystem. Sinken die Temperaturen auf circa drei Grad, gibt es erhöhte Alarmbereitschaft. „Wir entscheiden unter der Woche 24 Stunden vorher, ob wir eine Bereitschaft für die Nacht einrichten und erstellen dann falls nötig einen Schichtplan. Für die Wochenenden legen wir das jeweils donnerstags fest“, so Jürgens. Zu Schichtbeginn nachts um drei Uhr entscheidet schließlich der verantwortliche Mitarbeiter des Bereitschaftsdienstes, ob in dieser Nacht der Winterdienst auf die Straßen geschickt werden muss. Ist dies der Fall, benachrichtigt er umgehend alle Mitarbeiter, die in der Nacht Dienst haben.

Winterdienst-Kreis-Borken
Der Winterdienst des Kreises Borken ist bereit – Ralf Jürgens, Leiter des Interkommunalen Bauhofes des Kreises Borken und der Stadt Gescher, und sein Team sind bestens vorbereitet auf den ersten Wintereinbruch. Foto: Kreis Borken

Pro qm acht bis zehn Gramm Salz

Halb vier in der Früh, am Bauhof angekommen: Dort müssen die Fahrzeuge befüllt und die Routen abgesprochen werden. Die großen LKW werden mit zwei bis vier Tonnen beladen, die kleineren mit rund 500 Kilo Salz. Danach geht es auch direkt los: Pro Quadratmeter sind circa acht bis zehn Gramm Salz vorgesehen. Der Kreis Borken nutzt dafür die sogenannte „FS30-Streuung“.

Das heißt: 30 Prozent Feuchtsalz gemischt mit 70 Prozent Festsalz. „Wir streuen generell mit Feuchtsalz, denn das haftet besser auf den Straßen und wird durch den Verkehr weniger stark aufgewirbelt“, sagt der Leiter des Interkommunalen Bauhofes. Dadurch sei das Streuen effektiver und man benötige in der Menge weniger Salz. Wenn alles „normal“ läuft, dann sind bis sieben Uhr alle Straßen und Radwege im Zuständigkeitsbereich sowie die Flächen an den kreiseigenen Gebäuden gestreut.

60 Einsätze in Höchstzeiten

Bei der Frage nach einem besonders „harten“ Winter mit überdurchschnittlich vielen Einsätzen muss der Winterdienst-Experte etwas länger überlegen: „Zu Höchstzeiten hatten wir 60 Einsätze pro Winter, im vergangenen Jahr aber zum Beispiel waren es nur insgesamt 20.“ Wenn es mal über einen längeren Zeitraum schneie, dann sei am meisten zu tun, konstatiert Jürgens.

Trotz gestreuter Kreisstraßen lautet Jürgens´ Appell jedoch abschließend: „Bitte machen Sie Ihr Auto wintertauglich und fahren Sie immer den Gegebenheiten entsprechend!“

Schon wieder wurde ein Pony durch einen Wolf gerissen

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Shetlandpony Ella von Wölfen in Hünxe gerissen

In der Nacht vom 3. auf den 4. Januar 2021 wurde das zweite Pony im Schermbecker Wolfsgebiet vom Wolf oder der Wölfin Gloria von Wesel gerissen.

Das siebenjährige und rund 150 kg schwere Shetlandpony Ella stand auf einer Wiese in Hünxe am Hardbergweg.

Wie auch bereits bei dem 28-jährigen Pony Topolino in Kirchhellen, welches Ende Oktober tot auf der Weide gefunden wurde (wir berichteten), wurde das Tier durch einen Kehlbiss getötet und erneut zum Fraß rund acht Meter über die Wiese gezogen.

Wolf in Schermbeck reisst Shetlandpony Pony
Foto: Bürgerforum Gahlen Wolf

Allerdings gibt es hier laut BürgerForum Gahlen Wolf keinen Herdenschutz für Großtiere, sprich keine Vorgaben von LANUV für Großvieh (Pferde, Rinder, Ponys), die vorgeschrieben sind.

„Aufgrund der großen Menge Fraß von etwas 20 kg Fleisch und der Verschleppung des 150 kg schweren Kadavers gehen wir davon aus, dass mehrere Wölfe an dem Riss beteiligt waren“, so Eckhard Vornbrock vom Bürgerforum Gahlen Wolf.

Das Shetlandpony Ella stand auf auf einer Weide, die 20 Meter von der nächsten Wohnbebauung entfernt war.

LANUV war ab 14 Uhr vor Ort und entnahm die Proben für eine DNA-Analyse.

Bei neuen Erkenntnissen zu diesem Vorfall, werden wir weiter berichten.

Heimatmedien 2021 – Rückblick und Ausblick zum Jahreswechsel

„2020 war für mich das Jahr der Veränderungen“, zieht Daniel Bosse sein Resümee.

Der junge Dorstener ist im September nicht nur zum ersten Mal Vater geworden, er wird auch Geschäftsführer der Heimatmedien GmbH. Zusammen mit seinem Bruder David Bosse übernimmt er das Familienunternehmen in 2021.

v. l. Daniel Bosse (Content Marketing Manager) und sein Bruder David Bosse (Diplom-Informatiker)

Sichtbar wurde diese Veränderung bereits im August dieses Jahres. Da zog das Team der Heimatmedien von Raesfeld-Erle in die neuen Geschäftsräume der ehemaligen Zeche Fürst Leopold in Dorsten. Vor zwölf Jahren legte Daniel Bosses Mutter Petra den Grundstein für dieses Unternehmen. Natürlich bleibt Petra Bosse der Heimatmedien GmbH weiterhin als redaktionelle Mitarbeiterin erhalten.

Gründerin Petra Bosse

„Mit ihrer Energie, durch ihre unermüdliche Arbeit und den Glauben an den Erfolg, hat sie die drei Portale groß werden lassen. An den Erfolg der drei Portale Dorsten-Online, Heimatreport und Schermbeck-Online glaubten auch unsere Mitarbeiter. Sie zogen gemeinsam mit uns in die neuen Büroräume und standen stets hinter uns,“ bedankt sich der Geschäftsführer auch öffentlich bei ihnen.

Zeit für Veränderung

Nur an den Erfolg zu glauben, das reicht alleine jedoch nicht aus. Hunderttausende Menschen besuchen die Kanäle des Familienunternehmens. Sie informieren sich, lesen spannende oder interessante Geschichten über Menschen aus ihrer Umgebung.

„Unseren Leserinnen und Lesern gehört daher ebenso unser Dank wie natürlich unseren Kunden und Werbepartnern, die uns auch in dieser schwierigen Zeit die Treue gehalten haben“, bedankt sich auch hier der junge Geschäftsführer.

Die Coronakrise führte dazu, dass die Menschen sich mehr geöffnet und über den Tellerrand hinweg geschaut haben. So wurden alte Strukturen eingerissen und neue Wege gegangen. Beispielsweise im Handel mit dem Hol- und Bringservice. Die eine oder die andere Veränderung wird dabei sicherlich auch beibehalten werden.

Aus Konkurrenten wurden Partner

„Auch wir von den Heimatmedien haben uns anderen Menschen und Medien gegenüber noch mehr geöffnet als bisher“, so Daniel Bosse. Damit spricht er die nun noch engere Zusammenarbeit der Heimatmedien mit der Lokallust Dorsten an. „Wir haben zwei starke Teams, zwei starke Medien noch mehr miteinander verbunden.“

Beide Teams waren zwar anfangs Konkurrenten, aber niemals Kontrahenten, daher ist beiden Seiten die Zusammenarbeit auch leichtgefallen. „Mit Martina Jansen und Christian Sklenak haben wir zwei engagierte und zuverlässige Partner an Bord. Darauf freue ich mich schon sehr“, betont der neue Geschäftsführer.

„Martina wird mit Herzblut nun auch für Dorsten-Online Geschichten über Menschen in Dorsten schreiben. In Christian, dem Kopf der Dorstener Lokallust, sehe ich fast schon einen Mentor, von dem ich noch sehr viel lernen kann. Wir bündeln nun Synergien und werden dadurch stärker.“

Unsere Perspektive

„2021 möchten wir den Vertrieb und die Redaktion stärker ausbauen. Damit schaffen wir mehr Möglichkeiten, Dorstener, Schermbecker und Raesfelder schnell, unparteiisch und vor allem weiterhin kostenlos über das Geschehen in ihrer Stadt zu informieren. Durch das Feedback unserer Leserinnen und Leser wissen wir, dass das Informationsbedürfnis mit interessanten Themen sowie wichtigen Meldungen aus Politik und Stadt sehr groß ist“, fasst Daniel die zahlreichen Reaktionen auf seinen Blogs zusammen.

Diese Resonanz motivierte das Team der Heimatmedien weiterzumachen, gerade in Hinblick auf ein Ende der Pandemie, wenn sie beispielsweise wieder Fotostrecken und Schilderungen von Schützen- oder Stadtfesten einstellen können und ihren Leserinnen und Lesern das Gefühl geben, dabei gewesen zu sein.

„Daher denken wir darüber nach, uns auch in weiteren Gebieten online aufzustellen“,

Hoffnungsvoll blickt Daniel Bosse in die nähere Zukunft des Unternehmens.

Auch wenn die Onlinemedien nicht mehr wegzudenken sind, so hat auch weiterhin die Printausgabe der Dorstener Lokallust ihren berechtigten Stellenwert. Vielleicht auch besonders jetzt, denn in der Zeit des Lockdowns haben sich die Menschen wieder Zeit genommen und sich entschleunigt. Bewusstes Lesen im Gegensatz zum schnellen Informieren gehörte und gehört vielfach dazu. So ist es keine Seltenheit, dass auch längere Geschichten oder Artikel gerne gelesen wurden und sicher auch weiterhin gelesen werden.

Ihr Vorteil als Werbepartner

„Ob Online oder als Printversion, beim Lesen diverser Informationen und Berichte werden natürlich auch Werbeanzeigen beachtet. Dies führt für unsere Kunden zum Erfolg“, weist der Geschäftsführer auf die Werbemöglichkeiten in beiden Medien hin.

„Auch auf diesem Gebiet wollen wir uns noch besser aufstellen. Damit bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, sowohl online, beispielsweise in Facebook als auch im Printmedium zu werben. Als Entscheidungshilfe dienen dabei sicherlich auch fundierte Zahlen wie Reichweiten oder zeitgemäße Content Marketing Strategien.

Heimatmedienby-Bosse
Positiver Start in 2021 mit Daniel (l.), David und Petra Bosse

Das Team wächst – vielleicht demnächst mit dir?

„Ich umgebe mich gerne mit interessanten Menschen, die mich inspirieren und mich motivieren“, betont Daniel Bosse. Er ist zwar „Chef“, dennoch liebt er die Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Daher suchen wir noch neue Mitarbeiter, die zu uns passen.

Du schreibst gerne, hast Lust, aus deiner Stadt oder aus deinem Verein zu berichten? Du bist flexibel und aufgeschlossen? Dann komm zu uns und werde Teil eines innovativen jungen Teams. Du musst keine ausgebildete Redakteurin, kein ausgebildeter Redakteur sein, wichtiger sind uns deine Lust am Schreiben und deine Kreativität.

Standortsuche für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle

Bundesweite Standortsuche für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle

Anmeldung für die Anfang Februar stattfindende digitale „Fachkonferenz Teilgebiete“ bis zum 29. Januar möglich

Kreis Borken (pd). Im Rahmen der deutschlandweiten Standortsuche für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle ist eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen.

Angesichts der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie erfolgt dies u. a. im Rahmen sogenannter „Fachkonferenzen Teilgebiete“.

Nachden Mitte Oktober die erste dieser Konferenzen stattgefunden hat, gibt es vom 5. bis zum 7. Februar 2021 eine weitere Veranstaltung.

Darauf weist bereits jetzt der Kreis Borken hin. Auch diese Konferenz wird mit Stand heute als rein digitales Format mit interaktiven Beteiligungsmöglichkeiten durchgeführt.

Sollten sich hinsichtlich der geltenden Kontaktbeschränkungen Änderungen ergeben, wird geprüft, ob eine begrenzte Vor-Ort-Teilnahme ermöglicht werden kann. Bis zum 29. Januar sind Anmeldungen möglich.

Alle Informationen zur Veranstaltung und zum Anmeldeverfahren gibt es im Internet unter https://www.endlagersuche-infoplattform.de/SharedDocs/Termine/Endlagersuche/DE/2021/02-04_fachkonferenz2.html.

Schwerer Unfall in der Silvesternacht

Schwere Verletzungen hat sich ein 17-Jähriger in der Silvesternacht in Raesfeld zugezogen.

Mitfahrer wurde bei dem Unfall verletzt – Der Fahrer war alkoholisiert

Zu einem schweren Unfall auf dem Wirtschaftsweg Werlo in Raesfeld-Erle kam es in der Silvesternacht. Laut Polizeibericht saß ein 17-jähriger Raesfelder in dem Fahrzeug eines 18-Jährigen aus Borken, als es zu dem Unfall kam.

Der Fahrzeugführer hatte den Wirtschaftsweg Werlo aus Richtung Raesfeld kommend in Richtung Marbeck befahren, als er nach rechts von der Fahrbahn abkam und sich überschlug.

Laut Angabe des 18-Jährigen sei er einem Reh ausgewichen. Das Auto kam auf dem Dach zum Stillstand. Die Fahrzeuginsassen, der Fahrer, ein 17-jähriger Raesfelder und der Verletzte, konnten sich selbständig aus dem stark beschädigten Auto befreien. Den Verdacht auf Alkoholkonsum bei dem Fahrzeugführer bestätigte ein Alkoholtest.

Dieser ergab einen Wert, der auf eine Blutalkoholkonzentration von circa 1,2 Promille schließen lässt. Ein Arzt entnahm dem jungen Autofahrer eine Blutprobe, um den Blutalkoholwert exakt nachweisen zu können. Die Weiterfahrt wurde untersagt, der Führerschein sichergestellt und ein Strafverfahren eingeleitet.

Der Rettungsdienst brachte den Schwerverletzten in ein Krankenhaus. Der Sachschaden wird auf circa 7.000 Euro geschätzt.

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