Landhaus Keller gehört der Geschichte an. Ein neuer Investor, Tobias Brun aus Marbeck, hat die Immobilie gekauft.

Entstehen wird hier auf einer 3.4000 qm Nutzfläche ein gutes Komfort-Hotel im mittleren Preissegment mit 30 Zimmer, einem Saalbetrieb, zwei Kegelbahnen, Wellnessbereich, Außenterrasse und einem Spielplatz im Außenbereich.

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Am Freitagvormittag stellte Bürgermeister Martin Tesing in einer Pressekonferenz direkt vor Ort den neuen Investor vom ehemaligen „Landhaus Keller“ vor. Tobias Brun aus Marbeck ist kein Unbekannter in Raesfeld. Nach dem „Betreuten Wohnen“ und die neuen Wohngruppen der Caritas in Erle, die sich derzeit noch im Bau befinden, hat er das Objekt gekauft und wird mit neuen Ideen das Haus komplett renovieren und auch restaurieren.

Eins sei sicher, gesteht der 42 Jährige: „Hier im Haus gibt es noch viel zu tun“. Die Liste der heimischen Handwerker, zu den Brun einen guten Draht habe, werde in den kommenden Monaten lang sein.

Naturparkhotel Raesfeld
Die Küche ist noch in einem guten Zustand. Foto: Petra Bosse

Darüber hinaus sei dieses Projekt von seiner Größe eine Herausforderung, so Brun, der dieses Objekt schon lange im Auge gehabt habe. Im Gespräch mit der Gemeinde Raesfeld sei er schon seit einigen Monaten gewesen, die ihn auch bei seinen anderen Projekten in der Vergangenheit unterstütz habe. Unterstützung für sein Vorgehen habe er auch vom Gaststätten- und Hotelverband bekommen.

Sehr zur Freude von Martin Tesing, dass sowohl das Restaurant, der Saalbetrieb und auch die zwei vorhandenen Kegelbahnen schnellsten und in kurzer Zeit wieder reaktiviert werden können. „Mit Tobias Brun sind wir froh, einen Investor gefunden zu haben, an dem wir relativ früh nach dem Erwerb der Immobilie diese wieder verkaufen konnten“, freut sich Tesing.

Lückenschluss

Für die Gemeinde sei es wichtig gewesen, diesen Standort in Raesfeld als Hotelstandort zu erhalten, und, dass mit einem neuen Hotel nun ein weiterer Lückenschluss im Rahmen des Dorfentwicklungsplankonzeptes geschlossen werden kann. „Nach dem erfolgreichen Abschluss der Bürgergenossenschaft in Erle, zeigen wir nun, dass nicht nur etwas in Erle passiert“, fügt Tesing hinzu.

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Pop Up Gastronomie Wachtmeister

Ein Glück sei für alle auch, dass das Gebäude keinen langen Leerstand habe. Zurzeit hat der Insolvenzverwalter Weidemann hier noch seine Büroräume. Ab Samstag (9. Januar) wird Catering Wachtmeister eine „Pop up Gastronomie“ mit „Drive In“ eröffnen.

Mehrere Interessenten haben laut Tesing bereits ihr Interesse bekundet, dieses Hotel langfristig zu pachten. So auch aus der Fleischindustrie, was die Gemeinde jedoch im Vorfeld ablehnte. „Unsere große Sorge war immer, dass dieses Gebäude wieder auf Umwege einer anderen Nutzung zugeführt wird“. Mit Brun werde nun genau das umgesetzt, was im Bebauungsplan an diesem Standort festgelegt ist: ein Hotel mit Restaurantbetrieb.

Naturparkhotel soll hier entstehen
Viel Plüsch und Pomp in den alten Hotelzimmern

Gestartet soll erst einmal mit 30 Hotelzimmer. Wenn es gut läuft und der Bedarf später da ist, soll die Anzahl der Zimmer aufgestockt werden.

Viel Nostalgie und Plüsch

Noch stapeln sich die Gehhilfen und Rollstühle im Keller. Mengen von alten Möbeln, Deko-Artikel und Hotelbetten mit viel Nostalgie und Plüsch aus längst vergangenen Tag stehen noch, quasi bezugsfertig, in den doch relativ kleinen Hotelzimmern.

Kegelbahn Naturparkhotel
Zwei Kegelbahnen befinden sich im Keller

Während die Grundsubstanz des Gebäudes in Ordnung ist, tut sich ein großer Kostenfaktor auf, was die Erneuerung der Wasserrohre, der Kälte- und Heizungsanlage, sowie die komplette Technik anbelangt. Die großräumige Edelstahl-Küche jedoch sei in einem guten Zustand. Was das Inventar anbelange, soll alles komplett erneut werden.

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Das alte Gebäude soll abgerissen werden.

Abgerissen werden soll auch das alte Gebäude an der Südseite. Hier könne später ein Anbau für weitere Hotelzimmer entstehen. Über die geplanten Gesamtkosten spricht Tobias Brun nicht. Eins jedoch verrät er: „Es wird teuer“.

Naturparkhotel kommt in Hotel Keller in Raesfeld

Die Ausstattung der Zimmer, die Einrichtung und alles Weitere werde nun mit Architekten besprochen. „Wir stehen noch ganz am Anfang. Denken aber, dass wir ab Herbst 2021 vielleicht den Restaurantbetrieb eröffnen können“. Die Wiederöffnung des Hotels jedoch werde nicht vor 2022 erwartet.

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Rückblick

Nachdem die Geschäftsführung von Keller Dienstleistungen und Sozialimmobilien GmbH & Co KG Dorsten Ende März verlauten ließ, dass ein Insolvenzverfahren eingeleitet wurde, ersteigte die Gemeinde Raesfeld im September 2020 Landhaus Keller für 1,16 Millionen Euro. Petra Bosse

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