Elterninfoveranstaltungen an den beiden Raesfelder Grundschulen
(pd).Kurz nach den Herbstferien finden an den beiden Raesfelder Grundschulen die Infoabende für die Eltern der künftigen Schulneulinge statt. An den entsprechenden Abenden wird die Schulleitung Konzepte und Schwerpunkte der Schule sowie Betreuungsangebote und das Anmeldeverfahren vorstellen. Zudem werden wichtige Aspekte im Hinblick auf die Schulfähigkeit erläutert.
Sebastianschule Raesfeld
Aufgrund der Coronapandemie finden mehrere kleinere Informationsveranstaltungen jeweils im Forum statt, so dass Abstände problemlos eingehalten werden können. Es gilt die 3G-Regel. Entsprechende Nachweise sind bitte mitzubringen.
Infoveranstaltungen St.-Sebastian-Schule: Montag 25. Oktober um 18 und 19:15 Uhr. Infoveranstaltungen Silvesterschule Erle: Mittwoch 27. Oktober 2020 um 18 Uhr und 19:15 Uhr. Auch Interessierte sind hierzu nach vorheriger telefonischer Anmeldung (St.-Sebastian-Schule 02865/10390; Silvesterschule Erle 02865/301) herzlich eingeladen.
(pd).Bestimmte Ereignisse kennen keine Herbstferien- und Urlaubszeiten. Über den Lionsclub Borken erhielt Jan Felix Nagel die Information, dass in der vom Hochwasser stark betroffenen Region Erftstadt noch dringend Schulmobiliar benötigt wird. Eine diesbezügliche Anfrage bei der Silvesterschule Erle verlief erfolgreich.
hintere Reihe von links: Thomas Schlüter, Margitta Ubert, Jan Felix Nagel. Vordere Reihe von links: Markus Büsken, Stefan Nagel
Dort „schlummerten“ auf dem Dachboden noch 40 ausrangierte Schülertische und 80 Schülerstühle. „Durch die sukzessive Erneuerung des Schulmobiliars benötigen wir dieses Mobiliar nicht mehr“, erklärte der kommissarische Schulleiter der Silvesterschule Thomas Schlüter. Auch Markus Büsken (Erster Beigeordneter der Gemeinde Raesfeld) stimmte dem Projekt sofort zu: „Eine gute Idee, mit zudem sehr sinnvoller und hilfreicher Verwendung“.
Schnell bereitete der Hausmeister der Silvesterschule Stefan Nagel das Mobiliar verladebereit vor. Erfreulicherweise erklärte sich die Firma Ubert bereit, den Transport des Mobiliars direkt zu seinem Zielort, einer Grundschule in Erftstadt, zu übernehmen. Dort wird es bereits direkt nach den Herbstferien zum Einsatz kommen.
Raesfeld (ots). Unbekannte haben am Wochenende in Raesfeld zwei Werbebanner entwendet. Zu der Tat kam es in der Nacht zum Sonntag in einer Sporthalle an der Straße Zum Michael. Ein Banner trägt die Aufschrift eines Baugeschäfts, das andere trägt den Schriftzug eines Vereins. Die Polizei bittet um Hinweise an die Kripo in Borken: Tel. (02861) 9000.
Mobiles Impfangebot am 28.10.2021 und 25.11.2021 im Raesfelder Rathaus
In den nächsten Wochen sind die mobilen Impfteams in den verschiedenen Städten und Gemeinden des Kreises Borken im Einsatz.
Im Raesfelder Rathaus (Weseler Straße 19) finden am
Donnerstag, 28.10.2021 von 12:00 – 15:00 UhrundDonnerstag, 25.11.2021 von 16:00 – 19:00 Uhr mobile Impfangebote statt.
Geimpft werden können Personen ab 12 Jahren. Eine vorherige Terminbuchung ist nicht erforderlich. Auch erforderliche Zweitimpfungen sind dort möglich. Als Impfstoff stehen jeweils BioNTech und Johnson & Johnson zur Verfügung.
Mitzubringen sind ein Ausweisdokument, Gesundheitskarte und Impfpass (falls vorhanden).
Wichtig bei der Impfung von unter 16-Jährigen:
Es ist die Begleitung einer bzw. eines Sorgeberechtigten sowie die Unterschrift aller Sorgeberechtigten erforderlich. Die Impfunterlagen (inkl. der Einverständniserklärung) können vorab unter https://kreis-borken.de/impfunterlagen heruntergeladen und ausgefüllt werden.
Insgesamt hat der Wolf oder die Wölfe im Schermbecker Wolfsgebiet fünf Pferde/Ponys gerissen
In Hünxe scheint es der Wolf auf Ponys abgesehens zu haben. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde hier im Hünxer Wald binnen von 48 Stunden ein weiteres Pony gerissen und fast komplett aufgefressen. Damit erhöht sich die Zahl der gerissenen Tiere auf fünf Ponys.
Das in der heuigen Nacht gerissene Pony stand auf einer Weide in der Nähe des Flughafens und rund 100 Meter vom Wohnhaus entfernt.
Pferd binnen 48 Stunden auf einer Weide in Hünxe gerissen. Foto: GBF Wolf
Bereits nach dem letzten Pferderiss am Kirchhellen-Wesel-Weg, besuchte der Wolf die Wiese von Mittwoch auf Donnerstag erneut, um ev. hier nach seinem vorherigem Erfolg eine leichte Beute zu machen. Gerissen wurde hier jedoch in dieser Nacht kein weiteres Pferd. Auffällig sei jedoch gewesen, dass die Stute auf der Weide mehrere Verletzungen/Bissverletzungen an den Beinen hatte.
Besonders in dieser Gegend im Hünxer-Wald sind viele Pferdeställe und Pferdekoppeln angesiedelt. Eine ganz eigene Welt, die viele Kinder aus den Städten, besonders in der Ferienzeit Jahr für Jahr anzieht um „Ferien auf dem Reiterhof“ zu machen.
Wie auch auf dem Reiterhof Reßing. „Ich bin froh, dass nun die Ferien vorbei und somit unsere kleinen Gäste alle abgereist sind. Somit ersparen sie sich wohl solch einen grausigen Anblick. Das ist gut so“, sagt Jörg Reßing am Freitagvormittag. Er sei selber sehr erschrocken darüber, dass binnen kurzer Zeit erneut ein Pony in dieser Gegend gerissen wurde.
Der Reiterhof Reßing, aber viele andere Höfe hier in der Umgebung bieten die Möglichkeiten, dass Menschen aus der Umgebung ihre Pferde dort dauerhaft und artgerecht unterstellen oder auch „einstallen“ können.
Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.
Im letzten Jahr kamen erstmals die Wölfe
Seit Anfang des Jahres jedoch geht hier schon die Angst unter den Pferdehaltern, aber auch unter den Einstaller rum, dass die Wölfe sich über die Pferde in den Koppeln hermachen (wir berichteten).
Nun ist es passiert und aus Angst vor einem Wolfsangriff haben, so Reßing, die meisten Pferdehalter ihre Tiere schon, was eigentlich für viele Pferderassen nicht tierschutzgerecht ist, eingestallt. „Auch wir werden unsere Tiere nicht mehr auf die Weide Stelle“, so Jörg Reßing.
Wie kann ich meine Pferde schützen. Diese Frage begleitet Jörg Reßing seit Monaten, oder besser gesagt, seit die Wölfin Gloria von Wesel sich dauerhaft im Wolfsgebiet Schermbeck niedergelassen hat. Am Reiterhof konnten im Januar mehrmals drei Wölfe beobachtet werden. „Die Wölfe sind mittlerweile hier bei uns keine Unbekannten mehr, auch nicht bei unseren Pferdehaltern“, betonte Reßing schon im Januar 2021. Der „Hoher Wardweg“ stand beim Jahreswechsel besonders im Fokus des Wolfes.
Nun sind weitgehends die Schafe eingestallt oder so gut geschützt, dass nun die Wölfe sich leichtere Beute, sprich Kleinpferde oder Ponys auf den Weiden aussuchen.
Raesfeld (pd). Der Skateworkshop fand in dieser Woche, unter Berücksichtigung der Corona-Schutzverordnung- trotz des schlechten Wetters unter dem Abdach am Jugendhaus Raesfeld und in der Veranstaltungshalle statt. Die Teilnehmer*innen lernten den Aufbau des Skateboards und Grundlagen des skatens sowie einige Tricks von den zwei Skate-Coaches Jonas Harlacher und Claas Hundsdörfer.
Alle Teilnehmer*innen bekamen am Ende einen „Skatepferdchen-Anstecker“ der Weseler-Skate-Crew „Monopatin Skateboards“ verliehen, vergleichbar mit dem „Seepferdchen“ im Schwimmunterricht, sowie kostenlosen Skate-Merch von Titus Münster.
Aufgrund des großen Interesses an dem Fotovortrag von Karl-Heinz Tünte mit Bildern von Ignaz Böckenhoff kann die Veranstaltung nicht wie vorgesehen im Ratssaal der Gemeinde stattfinden.
Der Vortrag findet daher am Donnerstag, 28. Oktober 2021 um 19:00 Uhr im Forum der St. Sebastiangrundschule statt. Einlass ist ab 18:30 Uhr.
Impfangebot im 3ECK – Corona-Impfungen ohne Termin im Oktober und Dezember in Borken
Borken (pd). In den vergangenen Wochen sind die mobilen Impfangebote des Kreises Borken auf großes Interesse gestoßen. Das „Impfmobil“ macht Ende Oktober und Anfang Dezember auch wieder Halt in Borken.
Am Freitag, 29. Oktober, von 16 bis 19 Uhr, Samstag, 30. Oktober, von 9 bis 12 Uhr und Samstag, 4. Dezember, von 10 bis 16 Uhr haben Interessierte die Möglichkeit, sich am Marktplatz im 3ECK, Neutor 3, ohne vorherige Terminvereinbarung impfen zu lassen. Das Angebot richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, die noch nicht oder noch nicht vollständig (wenn zeitlich schon möglich) geimpft sind – spontan und ohne großen Aufwand.
Grundsätzlich gilt bei den Impfungen vor Ort: Geimpft werden können Personen ab 12 Jahren. Eine vorherige Terminbuchung ist nicht erforderlich. Auch erforderliche Zweitimpfungen sind dort möglich. Auffrischungsimpfungen erfolgen grundsätzlich über die niedergelassenen Ärzte – bei Schwierigkeiten kann diese aber auch bei mobilen Impfaktionen erfolgen. Mitzubringen sind, falls vorhanden, der Impfpass und die Gesundheitskarte. Wichtig bei der Impfung von unter 16-Jährigen: Es ist die Begleitung einer bzw. eines Sorgeberechtigten sowie die Unterschrift aller Sorgeberechtigten erforderlich.
Die Impfunterlagen (inkl. der Einverständniserklärung) können vorab unter https://kreis-borken.de/impfunterlagen heruntergeladen und ausgefüllt werden. Als Impfstoff stehen jeweils BioNTech und Johnson & Johnson zur Verfügung. Zum Hintergrund: Die „Impfmobile“ des Kreises Borken machen in den nächsten Wochen in allen 17 Städten und Gemeinden des Kreises Halt. Passend zu jedem Ersttermin gibt es am selben Standort auch einen Folgetermin, der im Internet in der Liste unter www.kreis-borken.de/mobileimpfungen zu finden ist.
Verkaufsoffener Sonntag am letzten Oktoberwochenende in der Innenstadt und im Gewerbegebiet Ost
Borken. Am letzten Sonntag im Oktober, am 31. Oktober findet wieder der traditionelle Remigiussonntag in Borken statt.
Bei dem großen Bauernmarkt von 11 bis 18 Uhr auf dem Marktplatz können die Besucherinnen und Besucher durch eine Vielzahl von Ständen schlendern. Das Angebot reicht von einer großen Auswahl an Herbstblumen und Dekoration über verschiedene Kunstgegenstände bis hin zu einem vielfältigen „Bauernhofimbiss“. Von 13 bis 18 Uhr haben die Geschäfte in der Innenstadt und im Gewerbegebiet Ost geöffnet und laden zu einem Einkaufsbummel ein.
Auch für die kleinen Gäste gibt es tolle Highlights: Im Stadtpark tritt der Musiker Nilsen mit einem Mitmachkonzert auf. Zudem lädt ein Zirkuszelt mit Zaubershows und Jonglage zum Verweilen und Staunen ein. In der Otto-Hahn-Straße präsentiert sich der Einzelhandel mit einem bunten und vielfältigen Programm: Dort gibt es verschiedene Attraktionen und Kinderbelustigung mit einer „Geisterbahn“. Gemäß der aktuellen CoronaSchutzVerordnung ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Freien nicht mehr erforderlich. Die Stadt Borken bittet alle Besucherinnen und Besucher des Remigiussonntags, sich dennoch umsichtig zu verhalten und auf Abstand zu achten.
Anzahl der Coronavirus-Schnelltestungen im Kreisgebiet nach Einführung der Kostenpflicht deutlich zurückgegangen
Vorher zu „Hoch-Zeiten“ täglich 10.000 bis 12.000 Tests– nunmehr 2.000 bis 4.000
Kreis Borken (pd). Ab dem 11. Oktober 2021 sind die Corona-Schnelltestungen grundsätzlich kostenpflichtig. Unentgeltlich sind sie seither nur noch für bestimmte „impfunfähige und abgesonderte“ Personen, die in der „Corona-Test-und Quarantäneverordnung NRW“ festgelegt sind.
Diese Änderung hat auch im Kreis Borken zu einem deutlichen Rückgang der Zahl der Testungen geführt. Lag sie zu „Hoch-Zeiten“ der Pandemie bei täglich 10.000 bis 12.000, so gibt es jetzt rund 2.000 bis 4.000 Testungen pro Tag, die entweder kostenpflichtig oder gemäß Ausnahmeregelung der Verordnung kostenfrei sind.
Allerdings war die Zahl der Schnelltestungen auch bereits vor dem 11. Oktober rückläufig und hatte zeitweilig sogar schon unter 4.000 täglich gelegen. Am 8. Oktober stieg sie dann allerdings auf 8.812, am 9. Oktober auf 7.419 und am 10. Oktober auf 9.346. Die Zahl der Schnellteststellen im Kreisgebiet, die in „Spitzenzeiten“ bei rund 150 gelegen hat, beträgt derzeit 107. Eine Übersicht über die Teststellen im Kreis Borken gibt es im Internet unter https://kreis-borken.de/testen.
Binnen kurzer Zeit wurde erneut ein Pony im Wolfsgebiet Schermbeck gerissen. Damit erhöht sich die Zahl auf vier gerissene Pferde/Ponys.
Im Hünxer Wald am Kirchhellen-Wesel-Weg, in der Nähe des ehemaligen Munitionslager Depots, wurde erneut ein Pony gerissen. Hier spricht alles für einen Wolfsangriff. Das Pony wurde durch einen Kehlbiss getötet.
Abgelegen im Wald in Hünxe wurde erneut auf dieser Weide ein Pony gerissen. Foto: GahlenerBürgerForum Wolf
Mitarbeiter vom LANUV waren mit dem Veterinäramt Kreis Wesel vor Ort. Entdeckt wurde das Pony heute um 12.30 Uhr durch eine Spaziergängerin, die dort mit ihrem Hund dort spazieren ging. Sie informierte daraufhin sofort das Gahlener BürgerForum (GBF) .
Zehn Tage ist es gerade mal her, dass in unmittelbarer Nähe auf einer Weide, in der Nacht vom 10. auf den 11. Oktober, in Hünxe das Kleinpferd Rebell gerissen wurde (wir berichteten). Zwei weitere Pferde standen laut Stefan Steinkühler vom GBF mit auf der Weide (1 Großpferd und 1 weiteres Kleinpferd). Sie blieben blieben auf dem ersten Blick unverletzt. Die DNA-Auswertung muss jetzt abgewartet werden.
Weitere Pferderisse
Auch die sieben Jahre alte Shetland Stute wurde nachweisliche am 04. Januar 2021 in Hünxe von einem Wolf getötet. Die genetische Untersuchung von Abstrichproben hat den Haplotyp HW02 nachgewiesen, der bei den territorialen Wölfen im Wolfsgebiet Schermbeck vorkommt.
Ebenso auch im November 2020 in Kirchhellen. Auch hier war eindeutig laut LANUV der Wolf dafür verantwortlich.
Noch Dienstagnacht konnte ein Wolf beobachtet werden, der um ein Wohnhaus schlich. Siehe Bericht unten!
Stellungnahme Gahlener BürgerForum Wolf
Damit ist dies der 4. Riss bei Ponys/Kleinpferden innerhalb eines Jahres.
Das Gahlener BürgerForum versteht aufgrund dieses Rissereignisses nicht, wie NRW-Umweltministerin Frau Heinen-Esser beim letzten Riss die Empfehlung aussprechen konnte, dass – sofern logistisch möglich – nur EINZELNE kleinere Pferde nicht über Nacht auf ungeschützten Weiden gehalten werden sollten – siehe hier: schermbeck-online.de/ueber-die-entnahme-der-woelfin-gloria-soll-neu-nachgedacht-werden/
Anscheinend machen Wölfe auch vor drei Pferden auf einer Wiese, davon ein Großpferd, nicht halt. Es müssen endlich verlässliche und verbindliche Vorgaben her, wie man in NRW seine Pferde schützen kann und wer dafür aufkommt. Auch die Überarbeitung des NRW -Wolfsmanagementplans aus 2016 mit dem Titel „Handlungsempfehlung für das Auftauchen einzelner Wölfe“ muss endlich finalisiert werden www.nrw-wolf.de/umweltministerium-legt-nrw-wolfsmanagementplan-vor
Musik ist Trumpf – Rund 650 Besucher erlebten am Sonntag ein Open-Air-Konzert der Extraklasse im Innenhof von Schloss Raesfeld mit drei Erler Gruppen
Zu einem Open-Air-Konzert in einem neuem Format lud das Blasorchester Erler Jäger unter dem Motto „The greatest Show“ und unter der musikalischen Leitung von Oliver Jahnich ein“. Mit dabei war die Erler Allgemeine Verunsicherung (EAV) und die plattdeutsche Theatergruppe des Heimatvereins.
Finale : Rund 100 Aktive beteiligten sich an dem Konzert „Musik ist Trumpf“
Schon zu Beginn zeigten sich die Besucher begeistert. Sie begrüßten die Akteure mit lautstarkem Beifall und Rufen. Obwohl das Konzert in Raesfeld stattfand, waren es hauptsächlich Erler, die dem Konzert beiwohnten. „Wenn in Raesfeld nichts los ist, dann machen wir was los, auch wenn es aus Erle kommt“, begrüßte Andreas Grotendorst die Zuschauer.
Der ehemalige Bürgermeister schlüpfte, in Vertretung für Rainer Naujoks, in die Rolle des Moderators und sorgte mit seinen Dönnekes im fehlerfreien Plattdeutsch für heitere Stimmung. Begrüßen konnte er seinen Nachfolger, Bürgermeister Martin Tesing sowie die zwei stellvertretenden Bürgermeisterinnen Nicole Ostendorf und Elke Rybarczyk.
Orchesterleiter Oliver Jahnich verstand es erneut, dass Publikum zu begeistern.
Erster großer Auftritt
Für die Musiker der Erler Jäger, das Jugend-, das Vor- und Hauptorchester, den Damen der EAV und den Mitgliedern der plattdeutschen Theatergruppe war es der erste Auftritt nach mehr als zwei Jahren vor so einem großen Publikum. Die Eintrittskarten seien, so Melanie Unnebrink von den Erler Jägern, binnen 14 Tagen ausverkauft gewesen.
Dönnekes von der plattdeutschen Theatergruppe Heimatverein Erle
Musikalisch war das Programm bunt und sehr breit gefächert. Angefangen von „Sternenbanner“ aus „Stars und Stripes“, dem zwölf Minuten langen Stück „Starlight Express“ mit Solos von Saxofon, Trompeten und Tenorhorn oder einen Hit Mix von bekannten Schlagern sowie das bekannte Stück „Vogelwiese“ zum Mitsingen, zeigten die Musiker hier ihr Können und ihre Liebe zur Musik. Das Jugendorchester begeisterte mit „West Side Story“ und „March of the trout“.
Und jetzt alle…. Oliver Jahnich gab den Ton vor.
Menschenfänger Oliver Jahnich
Seit der ersten Minuten in Hochform war der musikalische Leiter Oliver Jahnich. Taktstockschwingend und bestens gelaunt bewies er erneut, dass die Blasmusik seiner Truppe nicht langweilig, sondern zeitgemäß und modern sein kann. Besonders sein Talent, das Publikum zu begeistern, mitzumachen, mit klatschen und gemeinsam zu singen, wurde erneut bei diesem Konzert sichtbar. Ausnahmslos folgten ihm alle, nicht nur seine Musiker. Die Menschen ließen sich bereitwillig von ihm mitreißen und in positive Stimmung versetzten.
Tschüss sagte Werner Brand nach 60 Jahren Erler Jäger
Oldtimer Werner Brand
Werner Brand, der als Gast das Spektakel als Zuschauer verfolgte, wurde an diesem Tag offiziell als aktiver Musiker und Gründungsmitglied nach 60 Jahren verabschiedet. „Ich finde es schon bewundernswert, dass du so lange im Verein aktiv warst“, so Rainer Naujoks. Brand spielte Tenorsaxofon, B-Klarinette, Pauke, die Becken und Trompete. „Werner hat, was viele nicht wissen, eine wunderschöne Stimme. Er ist einer der vielseitigsten Musiker, die ich kenne“. Und für Brand habe alles seine Zeit: „Es ist nun gut gewesen und ich möchte als Oldtimer aufhören“.
Wie jung das Blasorchester aktuell ist, spiegelt sich im Altersdurchschnitt von 28 Jahren wider. Das jüngste Mitglied ist neun Jahre alt.
Die Damen der EAV haben es, trotz Corona-Pause noch voll drauf.
Lokalkolorit und Sketche
Im Lokalkolorit hatte die EAV, neben Tanzeinlagen unter anderem das neue Dorfgemeinschaftshaus und die Coronakrise im Fokus. Die plattdeutsche Theatergruppe klärte darüber auf, wie du als katholischer Christ in Raesfeld größere Privilegien in Form einer Mitgliedskarte in Bronze, Silber oder Gold erwerben kannst. Und auch sonst, gab es neben Musik viele überraschende Momente durch die zwei Erler Gruppen, die dieses neue Format von einem Konzert hervorragend unterstrichen und zu einem besonderen Erlebnis der besonderen Art an diesem kühlen Oktobertag werden ließ.
Vorschlag zum neuen Dorfgemeinschaftshaus in Erle: Rutsche vom Ärztehaus direkt in den Pool
Der neue Pastor Fabian Tilling von St. Martin, der sichtlich sein erstes Bad in der Masse am Schloss genoss, nahm dies schmunzelnd zur Kenntnis. „Die Veranstaltung war wirklich eine tolle Sache“, sagte er am Ende der Show. Ihm gefiel besonders das übergangslose Zusammenspiel der Gruppen und lobte die hohe, musikalische Qualität des Orchesters.
Pastor Fabian Tilling zeigte sich in bester Laune.
Das neue Format, welches der Leiter der Erler Jäger Jahnich gemeinsam mit seinen Musikern und den rund 100 Aktiven für diesen Tag auf die Beine gestellt hat, sprühte vor Lebensfreude.
Wir brauchen Menschen, die andere Menschen zum Lachen bringen
Andreas Grotendorst
Andreas Grotendorst: „Wir brauchen Menschen, die andere Menschen zum Lachen bringen. Und das haben die Erler Jäger, die Akteure der plattdeutschen Theatergruppe und der EAV hervorragend gemeistert. Und dies vor allem dadurch, dass dem Dirigenten eins gelingt: Menschen zu begeistern. In der heutigen Zeit brauchen wir umso mehr Menschen wie Oliver Jahnich, die das Talent haben, dies umzusetzen und zu realisieren“. Foto: Petra Bosse
Andreas Grotendorst mit seinem Nachfolger – Bürgermeister Martin Tesing.
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Fundsammlung in der St. Sebastianschule nach 32 Jahren abgebaut
Raesfeld. In der St. Sebastiangrundschule zeigte der Heimatverein Raesfeld von 1989 bis 2021 eine umfangreiche Fundsammlung über die Geschichte Raesfelds für Schulkinder.
Finanziert wurde die Ausstellung zum damaligen Zeitpunkt von der Gemeinde Raesfeld, die hierfür 68.000 DM bewilligte. Die Einweihung erfolgte am 09. April 1989 im Rahmen der Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen des Heimatvereins.
Entwicklung des Dorfes
In der Ausstellung wurde die Entwicklung des Dorfes von der jungsteinzeitlichen Siedlung über die mittelalterliche Dorfanlage bis zum barocken Residenzschloss Alexander II. von Raesfeld dargestellt.
QR-Codes lieferten zusätzliche Informationen, eine Museumsrallye wurde erstellt. Der Rundgang durch das Museum war eine geschichtliche Zeitreise von der Mittelsteinzeit bis zur Gegenwart.
Im vierten Jahrgang beschäftigen sich die Kinder im Unterricht mit der Ortsgeschichte von Raesfeld. „Alle Klassen machen eine Führung am Schloss. Die Museumsrallye durch unser Heimatmuseum war ein weiterer Bestandteil der Unterrichtsreihe“, so Manfred Grömping von der Sebastianschule.
Umbauarbeiten und Nutzungsänderungen
In 2021 machten Umbauarbeiten und Nutzungsänderungen in der Schule eine erneute Brandschau notwendig, die im April durchgeführt wurde. Dabei wurde im 32. Jahr des Bestehens der Ausstellung erstmals festgestellt, dass zur Reduzierung der Brandlasten im Flur des Lehrerbereichs eine Entfernung des Schul-museums notwendig sei. Die Gemeinde forderte daraufhin den Heimatverein auf, die Ausstellung zu entfernen.
Am 16.10.2021 bauten Hans und Gisela Brune, Christiane Danblon, Fritz Pelikan, Karl-Heinz Tünte, Luca Punsmann sowie Richard und Ruth Beering die Ausstellung ab und lagerten sie für eine mögliche, aber ungewisse spätere Verwendung ein.
In der Nacht von Montag auf Dienstag um 23.30 Uhr konnte ein Wolf in Hünxe am Hardtbergweg dabei beobachtet werden, wie dieser über einen längeren Zeitraum sich in der Nähe eines Wohnhauses aufhielt.
Laut Umweltministerium sollte es eigentlich eher selten sein, dass Wölfe sich einer Wohnbebauung nähern.
In diesem Fall jedoch trifft das nicht zu, denn der Wolf spionierte gezielt das Umfeld auf Beutetiere, sprich Weidetiere aus. Da der Wolf sich längere Zeit am Haus aufhielt, konnte der Filmer mit seinem Auto zurückfahren und den Wolf aus der Nähe mit seiner Handykamera aufnehmen.
Gleichzeitig wurde der Bewohner des Hauses über den Besuch des Wolfes an seinem Wohnhaus informiert. Dieser jedoch erklärte, dass er überhaupt keine Tiere am Haus oder im Stall habe.
Wölfe in der Kulturlandschaft
Wölfe brauchen keine Wildnis und leben mit uns in der Kulturlandschaft. Daher sei eine Wolfs-Sichtung in der Nähe von Siedlungen an sich nichts Ungewöhnliches, sagt NABU. Was jedoch bedeutet das für die Menschen?
Sind Wölfe für Menschen gefährlich?
Von einem wildlebenden Wolf gehe laut der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) „in der Regel“ keine Gefahr für Menschen aus. Wölfe seien von Natur aus vorsichtige Tiere, die normalerweise Begegnungen mit Menschen meiden. Wie vorsichtig die Wölfe im Schermbecker Wolfsgebiet jedoch sind, zeigt sich daran, dass sie einem Wohnhaus, obwohl hier keine Weidetiere vorhanden sind, sichtlich und auf längere Zeit nahe kommen.
Laut Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) könne es aber in Fällen, wenn der Wolf angelockt, oder angefüttert werde, zu Problemen führen. Augenscheinlich jedoch scheint es nun auch Probleme mit den Wölfen zu geben, auch wenn diese nicht angefüttert werden.
Begegnung mit dem Wolf. Was tun?
Wie jedoch sollte sich ein Hausbesitzer verhalten, wenn er plötzlich einen Wolf vor seiner Haustür stehen sieht?
Dazu schreibt LANUV: Wenn Sie im Wolfsgebiet zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, ist eine Begegnung mit Wölfen zwar selten, aber nicht auszuschließen. Begegnungen auf unter 100 m finden in der Regel dann statt, wenn die Wölfe den Menschen z. B. wegen entsprechender Windverhältnisse noch nicht bemerkt haben. Wenn sie den Menschen wahrnehmen, fliehen die Wölfe meist nicht panisch, sondern orientieren sich zunächst einen Augenblick lang und ziehen sich dann zurück. Ein Tipp für Wölfe an der Haustür steht noch aus.
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Am Samstag, 23. Oktober führt die Kolpingsfamilie wieder eine Altkleidersammlung in Raesfeld und Rhedebrügge durch.
Raesfeld (pd). Die verpackten Altkleider sollten bis 9:00 Uhr gut sichtbar an den Straßenrand gestellt werden. In den Außenbezirken befinden sich die Sammelstellen an der ehemaligen Bauerschaftschule und der Schule in Homer.
In Rhedebrügge können die Säcke an der Kirche und am Kindergarten abgegeben werden. Auf dem Brink ist die Sammelstelle, am LUSTIGEN NOORBERECK.
Der Lkw steht an der Zweifachturnhalle Zum Michael. Treffpunkt der Helfer um 8:00 Uhr am Bauhof und um 8:45 Uhr an der Turnhalle. Alle Helfer (auch die Tütenverteiler) sind herzlich zum Frühstück ab 9:30 Uhr im Gemeinschaftsraum der Turnhalle eingeladen.
Ende des Monats beendet Pfarrer Anthony Naladi seinen Dienst im Bistum Münster und damit auch in in der Gemeinde Raesfeld
Wie die Pfarrgemeinde St. Martin mitteilt, wird Pfarrer Naladi in allen Messen am nächsten Samstag, 23.10. und Sonntag, 24.10. wird er noch einmal predigen.
Weiter heißt es zum Abschied: „Viele Gemeindemitglieder haben Pfarrer. Naladi als sensiblen Seelsorger, als nachdenklichen Begleiter in Trauerfällen und als offenen, freundlichen Gesprächspartner erlebt. Er wird uns sicher fehlen“.
Gedankt wird dem Pfarrer vonseiten der Pfarrei für seinen fast sechsjährigen Dienst in der Gemeinde. Mit guten Wünschen für die Zukunft und alles Gute und Gottes Segen wird er Pfarrer zurück in seine Heimat geschickt. Von persönlichen Geschenken bittet Pfarrer Naladi abzusehen und wünscht sich stattdessen finanzielle Unterstützung seines Projekts „Life-Promotion for Better India“.
Es trägt auch den Namen seines verstorbenen Freundes Jens. Bitte helfen Sie ihm auch weiterhin mit Spenden auf das Konto „Jens’ Indien-Projekt“ (JIP) e.V. Volksbank Raesfeld und Erle eG IBAN: DE02 4286 2451 0101 4922 00; SWIFT-BIC: GENODEM1RAE Zweck: „Life-promotion For Better India“. Gesammelt wird auch in den Messen an dem Wochenende für das Projekt von Pfarrer Naladi. (Türkollekte).
Foto: Petra Bosse
Abschiedsworte von Pfarrer Anthony Naladi
Liebe Gemeinde, vor nunmehr fast sechs Jahren, am 4. Januar 2016, bin ich aus meinem Heimatland Indien nach Deutschland gekommen. Fast fünf Jahre habe ich hier in Raesfeld zusammen mit Ihnen gelebt. Ich habe diese Zeit hier mit Ihnen genossen.
Rückblickend gehen mir viele Gedanken durch den Kopf: Wie viele Male bin ich von meiner Wohnung zur Kirche St. Martin gelaufen oder nach Erle und Rhedebrügge gefahren? Wie viele Menschen habe ich hier getroffen, mit ihnen geredet und Zeit mit ihnen verbracht? Wie viele Familien habe ich besucht und begleitet, besonders in traurigen und schwierigen Situationen? Wie oft habe ich mit Ihnen, liebe Schwestern und Brüder, Festtage, Geburtstage und Trauungen gefeiert? Und wie oft habe ich von Ihnen Hilfe für das Indien Hilfsprojekt „LifePromotion For Better India“ bekommen, das maßgeblich von meinem besten Freund Jens Despang initiiert wurde? Die Trauer über seinen frühen Tod verlässt mich nicht.
Alles ist Gottes Wille
Ich bin für die Zeit hier in Deutschland sehr dankbar. Ich habe viele Menschen getroffen, die mich unterstützt haben. Ich habe viel für mich persönlich und für mein zukünftiges Leben als Priester gelernt. Natürlich habe ich auch Höhen und Tiefen auf meinem Lebensweg hier erlebt. Aber alles ist Gottes Wille. Im Sonntagsevangelium weist Jesus seine Jünger darauf hin, dass sie nicht – wie viele Mächtige – ihre Macht über die Menschen missbrauchen dürfen sondern Diener der Menschen sein sollen. Als Diener Jesu Christi nehme ich seinen Willen an, um ihm zu folgen und den Menschen zu dienen und beizustehen, wo auch immer. Ich möchte mich bei Ihnen allen ganz herzlich bedanken für Ihre freundliche Aufnahme und Ihre Unterstützung.
Mein ganz besonderer Dank gilt allen, die mir in irgendeiner Weise Lehrer und Wegweiser (besonders mein Deutschlehrer Jochen Weisgerber waren. Ich werde Sie nie vergessen, so wie ich mich auch immer mit Freude an meine Zeit in Raesfeld erinnern werde. Ich bin Gott und Ihnen dankbar für diese Jahre. Ich werde Sie alle immer in mein Gebet einschließen. Gott segne Sie. Bleiben Sie gesund.
Der junge Walter Huhn wuchs in Schermbeck mit Unimogs auf
Sein Vater, ein Holzhändler und Schädlingsbekämpfer, besaß drei dieser alten Universal-Motorgeräte, kurz Unimog genannt, mit denen Walter Huhn bereits als Zehnjähriger in den angrenzenden Wald fuhr, um Baumstämme zu transportieren. Die Leidenschaft zu Unimogs hat ihn bis heute nicht losgelassen.
Technische Details
Als deutschland-, wenn nicht sogar weltweit anerkannter Experte auf dem Gebiet der Unimog-Reparatur, ist es Walter Huhn gewohnt, Fragen diverser Fernsehteams oder die der schreibenden Zunft zu beantworten.
Und auch mir erklärt er bereitwillig die technischen Details der unverwüstlichen Fahrzeuge, die vor 75 Jahren zum ersten Mal vom Band liefen. So erfahre ich, dass der restaurierte Daimler Truck vor dem ich stehe 5,8 Tonnen schwer ist und Unimogs generell bis 100 Kilometer pro Stunde schnell sein können. Sie werden erst im dritten Gang angefahren, denn die ersten beiden Gänge sind zum Rückwärtsfahren gedacht. Dass sie laut sind, davon kann ich mich selbst überzeugen und auch den Dieselgeruch habe ich noch etwas länger in der Nase, aber diesen Geruch mag Man(n) sicher am Unimog.
Sie wurden früher gerne bei der Feuer- oder Bundeswehr eingesetzt und so sind die orangefarbenen kleinen Lkw des Winterdienstes vielen älteren Mitbürgern sicherlich auch noch in Erinnerung.
Kunden müssen für die Reparatur Zeit mitbringen
Heute sind die Unimogs echte Liebhaberstücke geworden, einfach aus Spaß an der Freude oder für Reisende als umgebauter Camper.
Sie zu reparieren, das lernte Walter Huhn von der Pike auf. 1969 begann er in Borken seine Lehre zum Landmaschinenmechaniker – wie könnte es anders ein – in der Generalvertretung des vielseitig einsetzbaren Nutzfahrzeuges. Einige Jahre später bestand er seinen KFZ-Meister und machte sich am 1. April 1993 mit seiner jetzigen Werkstatt in Schermbeck-Bricht selbstständig.
In der ganzen Welt kauft der „Unimog-Papst“, wie er in Fachkreisen genannt wird, Ersatzteile, aber auch ganze Unimogs auf, um sie detailgetreu wiederherzustellen. Schnell geht hier gar aber nichts, und neben Zeit müssen seine Kunden auch das nötige Kleingeld mitbringen, denn bei der Reparatur kommen schnell mal höhere fünfstellige Summen zusammen.
Manchmal hat der Schermbecker allerdings Glück und muss nicht weit fahren, um einen Unimog abzuholen. So erhielt er vor einiger Zeit einen Anruf, dass in Schalke „so ein altes Teil“ steht, das verschrottet werden soll. Walter Huhn holte den Schrotthaufen ab und nach unzähligen Arbeitsstunden entsteht ein Prachtexemplar, das nicht nur Männerherzen höherschlagen lässt.
Der Ruhestand kann warten
Momentan arbeitet der „Unimogler“ an einem Originalgetriebe aus den 50-er Jahren und hat dazu eine Schaltmuffe 1:1 herstellen lassen. „Für die Reparatur der verschiedenen Unimogs ist ein umfangreiches Wissen über Druckluft, Hydraulik und Elektrik notwendig, das besitzen nicht mehr viele. Und da das Getriebe nun mal das Herzstück des Unimogs ist, ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis die Fahrer zu mir kommen“, ist er sich sicher.
Und so schraubt und tüftelt Walter Huhn und hat bisher immer eine Lösung gefunden, um seinen Kunden zu helfen. Zum einen ist er sehr gut vernetzt und verfügt über Kontakte, die bestimmte Ersatzteile anfertigen können, zum anderen hat er ein riesiges Fachwissen im Kopf sowie alte Fachliteratur, in der er zur Not nachlesen kann. Und wenn alle Stricke reißen, dann weiß sein alter Meister immer noch Rat. „Solange ich noch Spaß daran habe, gehe ich auch nicht in Rente“, betont der agile Handwerker.
Unimog-Liebhaber unter sich
Dass es viele Liebhaber dieser alten Fahrzeuge gibt, zeigt die sehr hohe Mitgliederzahl im Unimog Veteranen Club e. V., einer der beiden Vereine, denen Walter Huhn angehört. „Man kennt sich hier und man kennt mich hier. Ich werde daher oft empfohlen, das freut mich natürlich, aber wenn ich Blödsinn machen oder Mist bauen würde, dann würde sich das sehr schnell rumsprechen.“
Auch privat lässt den 66-Jährigen die Liebe zu Unimogs nicht los. So sammelt er sie in Originalgröße oder als Miniaturausgabe, sammelt alte Fachliteratur, alte Reparaturanleitungen. Er sammelt eigentlich alles, was mit dem alten Gefährt zu tun hat. Selbst in seiner Freizeit ist er mit ihnen unterwegs. Umgebaut mit Anhänger inklusive Bett machen er und seine Partnerin sich regelmäßig auf den Weg zu verschiedenen Treffen der Unimogfahrer. „Wir fahren Campingplätze an, dort gibt es Duschen und Strom, mehr brauchen wir nicht. So bin ich in 15 Jahren bereits 23.000 Kilometer gefahren, wobei ich ganz bequem sitze“, verrät der KFZ-Meister. „Ich habe einen Federsitz, meine Beifahrerin muss sich leider mit einem harten Sitz begnügen“, schmunzelt er.
Zum Glück ist unser Kollege André Elschenbroich wieder fast der „Alte“
Wie wichtig schnelle Hilfe bei einem Schlaganfall ist, zeigte sich bei André Elschenbroich von der Heimatmedien GmbH.
Keine drei Wochen nach seinem Schlaganfall Mitte August sitzen Christian Sklenak und ich mit ihm in seinem Garten in Heiden. Wie durch ein Wunder hat er sich in der kurzen Zeit fast völlig erholt, absolvierte dennoch eine vierwöchige Reha in der VAMED Klinik Hagen-Ambrock.
Fotograf und die „gute Seele von Dorsten-Online“ kann wieder lachen. Foto: Christian Sklenak
„Ich bin nur sehr müde und darf daher kein Auto fahren, aber damit komme ich schon klar“, erzählt André. „Es hätte schließlich auch ganz anders ausgehen können. Meiner Lebensgefährtin sagten die Ärzte, dass ich, wenn ich aufwache, geistig oder körperlich eingeschränkt sein oder sogar im Rollstuhl sitzen könnte“, erinnert er sich mit etwas belegter Stimme.
Nachdem André und Christian, die sich seit mehr als 25 Jahren kennen, in gewohnter Manier miteinander herum flachsten, stellt mein Arbeitskollege erleichtert fest: „Du bist wirklich zum Glück immer noch der alte Elsch.“
Letzte Erinnerung
Zu verdanken hat „Elsch“, wie er genannt wird, seinen jetzigen Zustand der schnellen Hilfe aller Beteiligten. „Ich konnte mich an jenem Tag plötzlich nicht mehr auf dem Bürostuhl halten. Ich sah plötzlich alles doppelt und wollte noch etwas sagen, aber ich bekam die Worte nicht mehr heraus. Ich konnte nur noch 112 lallen. Aber ich weiß noch, wie ich mich wehrte, als mich mein Kollege Paul Köster in die stabile Seitenlage legen wollte“, schildert André das, woran er sich noch erinnern kann.
„Zum Glück erkannte Paul aus eigener Erfahrung sofort, dass es ein Schlaganfall war. So reagierten wir schnell, als André ohne Vorwarnung vom Stuhl kippte und alarmierten den Rettungsdienst. Zehn Minuten später hätte er im Auto gesessen und wäre alleine nach Hause gefahren“, denkt Daniel Bosse, Geschäftsführer der Heimatmedien, an die belastende Situation zurück.
Auch die Notärztin desSt. Elisabeth Krankenhauses Natalie Prison erinnert sich noch gut an diesen Einsatz. „Wir, die Besatzung des Notarzt-Einsatzfahrzeuges, erhielten am 16. August einen Einsatz mit dem Stichwort, bewusstlose Person‘ und nahmen diese Alarmierung natürlich sehr ernst, denn es handelte sich dabei um einen dringenden Notfall. „Zum Glück traf bereits ein Rettungswagen von der Dorstener Feuerwache vor uns ein und gewährleistete eine schnelle Versorgung des Patienten“. Da Hans, unser Kollege von den Heimatmedien, vom Büro aus die Feuerwehr über seine Befürchtung informierte, es handelt sich möglicherweise um einen Schlaganfall, war das Rettungsteam darauf eingestellt, was sie erwarten könnte.
„Als wir in das Büro des Patienten kamen, lag er bereits in Seitenlage, eine sehr umsichtige Maßnahme seiner Kollegen. Da er selbst noch völlig suffizient spontan atmete, wäre eine Rückenlage gefährlich gewesen, denn die Zunge hätte zurückfallen und die Spontan-Atmung blockieren können“, erklärt Natalie Prison. „Meine anwesenden Kollegen hatten Herrn Elschenbroich bereits ‚verkabelt‘, das Monitoring, bestehend aus Blutdruckmessung, Sättigungsableitung und EKG, war also größtenteils bereits angeschlossen“, berichtet die Notärztin weiter. Dass sie anwesend war, das realisierte André noch. „Ich erinnere mich, dass mir die Rettungssanitäter meine Jacke aufschnitten und mich die Notärztin laut ansprach. Ich konnte aber nicht antworten, dann legte sie mich auch schon ins künstliche Koma.“
Tempo! Tempo! Tempo!
„Es war mir wichtig, dass Herr Elschenbroich wusste, dass wir ihn verstehen“, erklärt die Ärztin und fährt fort: „Ich hatte mich schon zu Beginn entschieden, dass wir den Patienten vor Ort in Narkose versetzen müssen, um ihn über einen Beatmungsschlauch kontrolliert zu beatmen. Uns war klar, dass es sich um ein neurologisches Geschehen handelte, deshalb galt ab da nur eines: Tempo! Tempo! Tempo! Parallel kümmerte sich mein Kollege, der an diesem Tag gemeinsam mit mir das Notarzt-Einsatzfahrzeug besetzte, um den Transport per Rettungshubschrauber in eine geeignete Klinik. Die Kollegen dort vor Ort wurden bereits durch die Leitstelle informiert und erwarteten den Patienten.“
Stroke Units sind auf Schlaganfälle spezialisiert
André erinnert sich an seinen ersten Tag im Krankenhaus. „Abends wurde ich in der Stroke Unit in Duisburg, einer auf Schlaganfall spezialisierten Abteilung, aus dem Koma geholt und auf Herz und Nieren geprüft. Zum Glück konnte ich sprechen, mich erinnern und nach kurzer Zeit auch bereits beim ersten Versuch wieder laufen. Erst hier im Krankenhaus habe ich aber begriffen, dass ich einen Schlaganfall hatte.“ Er gesteht sich selbst ein: „Ich bin nie gut mit meinem Körper umgegangen, habe nie auf ihn gehört. Ich hatte bereits ein paar Tage vorher Kopfschmerzen und einen Linksdrall beim Gehen, dachte aber, das würde sich wieder geben. Unser Mischling Pablo spürte wohl, dass ich krank war und wich mir ab da nicht mehr von der Seite.“
André Elschenbroich vor seinem Schlaganfall noch fit im November 2020 im seinem Büro beim Gummi-Twist mit Daniel Bosse (l.) und Personal-Trainer Andreas Schilasky. Foto: Petra Bosse
Gute Wünsche für André Elschenbroich
Acht Tage nach dem Schlaganfall war der 57-Jährige bereits wieder zu Hause und begab sich Mitte September in die Reha. „Ich sehe mich nicht als gesund an, denn meine Motorik ist noch etwas langsam. Ich habe zwar nie geraucht, aber eine gesunde Ernährung sieht komplett anders aus. Jetzt nehme ich Blutverdünner zur Vorbeugung und lebe in Zukunft auch gesünder, denn ich möchte nicht, dass sich mein Leben von jetzt auf gleich schlagartig ändern könnte“, gibt er sich selbst das Versprechen in Zukunft besser auf seinen Körper zu hören.
„Ich bin stolz auf mein Team. Wir haben uns alle in dieser Situation total organisiert verhalten. Wir hoffen, dass André zu alter Stärke zurechtfinden und wieder im Büro arbeiten wird, wenn er sich dazu in der Lage fühlt. Denn wir vermissen ihn hier alle“, lobt Daniel Bosse zum Schluss noch einmal sein Team. Er gibt André von allen Kollegen gute Wünsche mit auf den Weg. „Wir alle hoffen sehr, dass unser Handeln dazu beitragen konnte, dem Patienten eine gute Prognose zu sichern“, betont noch die Notärztin. „Das konnten Sie, liebe Frau Prison“, bedankt sich André Elschenbroich auf diesem Wege noch einmal ganz herzlich bei ihr und allen weiteren Beteiligten für die schnelle Hilfe.
Drei Fragen an Dr. Thorsten Reiprich, Oberarzt der Klinik für Innere Medizin, Fachbereich Medizin im Alter am Dorstener St. Elisabeth-Krankenhaus.
Wie entsteht ein Schlaganfall?
Ein Schlaganfall entsteht durch eine Verstopfung eines Gefäßes, welches das Gehirn versorgt. Die Nervenzellen werden daraufhin nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, was dazu führt, dass diese absterben. Der mit Abstand größte Risikofaktor mit circa 80 Prozent ist die arterielle Hypertonie. Weitere Risikofaktoren sind Lebensalter, Diabetes mellitus und Nikotinabusus. Andere Erkrankungen, die zu einem Schlaganfall führen können, sind: Vorhofflimmern, Herzinfarkte und Erkrankungen der Herzklappe.
Wie erkenne ich einen Schlaganfall?
Die klinischen Zeichen sind dabei sehr unterschiedlich, sie richten sich nach dem zu versorgenden Gefäßstromgebiet. Warnzeichen sind Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Sprachstörungen, Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen sowie einseitige Lähmungen des Gesichts, zum Beispiel der Mundwinkel, des Arms oder des Beins. Die klinischen Zeichen der neurologischen Ausfälle lassen bereits häufig auf das Gefäß schließen, welches betroffen ist.
Wie reagiere ich richtig?
Bei dem Verdacht auf einen Schlaganfall muss sehr schnell reagiert werden. Es sollte sofort die 112 gerufen werden mit dem Hinweis „Verdacht auf Schlaganfall“. Sollte es sich um einen Schlaganfall handeln, zählt jede Minute, denn in diesem Fall ist Zeit gleich Gehirn. Die beste Versorgung kann dann in spezialisierten Zentren durchgeführt werden.
Auf Altmetall abgesehen hatten es Unbekannte am vergangenen Wochenende in Raesfeld. Von einem Hof am Homeraner Schulweg entwendeten die Täter mehrere ausgediente Heizkörper aus Gusseisen, die dort lagen.
Zudem ließen die Diebe auch Kabelreste mitgehen. Zur Tat kam es zwischen Freitag, 17.00 Uhr, und Samstag, 18.30 Uhr. Die Polizei bittet um Hinweise an die Kripo in Borken: Tel. (02861) 9000.
Feuerwehr Raesfeld. Am Samstag, den 16.10.21 führte die Jugendfeuerwehr Raesfeld einen „Berufsfeuerwehrtag“ am Feuerwehrgerätehaus Raesfeld durch.
Der Tag begann für 16 junge Damen und Herren der Jugendfeuerwehr Raesfeld um 8 Uhr. Die Nachwuchskräfte waren voller Erwartungen und sahen ihren Feuerwehrtag positiv entgegen.
Nachdem der Dienstbetrieb aufgenommen war, gab es eine theoretische Ausbildung an den Fahrzeugen, danach ging es zum gemeinschaftlichen Frühstück, damit im Anschluss gestärkt Fahrzeughalle und Fahrzeuge gereinigt und kontrolliert werden konnten.
Der erste Einsatz
Weiter ging es gegen 10 Uhr mit einer Einsatzübung. Die Einsatzkräfte erhielten eine Alarmierung. Im Autohaus Ebbing war ein Mitarbeiter unter einem Fahrzeug eingeklemmt worden. Die jungen Einsatzkräfte gingen mit den Lufthebern vor, stabilisierten das Fahrzeug und nahmen im Anschluss den Spreizer vor, um das Fahrzeug anzuheben und um den Mitarbeiter zu retten.
Autohaus Ebbing Quelle: Jugendfeuerwehr Raesfeld
Die Fahrzeuge am Feuerwehrgerätehaus wurden wieder einsatzbereit gemacht. Da kam eine neue Meldung rein, die besagte, dass es auf dem Parkplatz am Naturparkhaus einen PKW Brand gab. Zum Ablöschen des PKWs wurden zwei Angriffe vom LF20 und MLF vorgenommen. Vorsorglich wurde der Dachmonitor des LF20 in Stellung gebracht, damit sich das Feuer nicht noch weiter ausbreiten konnte.
Danach gab es eine Mittagspause und Mittagessen, wo sich die Einsatzkräfte ausruhen und neue Kraft tanken konnten.
Zwei weitere Einsätze am Nachmittag
Es folgten am Nachmittag noch zwei Einsätze. Bei der Tischlerei Hobelfein kam es zu einem Betriebsunfall, wo drei Mitarbeiter gerettet werden mussten. Dort war es im Werkstattbereich zu einem Gabelstaplerbrand gekommen. Die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr gingen unter „Atemschutz“ in das Gebäude vor, retteten die drei Mitarbeiter und löschten den Brand. Der zweite Einsatz war bei der Firma Metallbau Bleker. Dort gab es eine massive Verrauchung im Betriebsgebäude, wo auch der „Atemschutz“ eingesetzt werden musste. Beide Einsatzstellen wurden erfolgreich abgearbeitet.
Der Tag war noch nicht vorbei und so gab es doch noch einen abschließenden Einsatz. Dieser war ein Brand auf dem Betriebsgelände der Firma GaLa Bau Baumeister. Dort war gelagertes Holz in Brand geraten, was letztendlich gelöscht werden musste.
Der Tag wurde mit einem gemeinschaftlichen Grillen der Nachwuchseinsätze mit ihren Ausbildern, die einen spannenden tag für ihre Mitglieder ihrer Jugendfeuerwehr organisiert hatten, beendet. Dafür bedanken sie sich an die Ausbilder der Jugendfeuerwehr.
Ein Dank gilt ebenfalls den Unternehmen, die ihre Betriebsgebäude und -gelände zur Verfügung gestellt haben: Autohuas Ebbing, Tischlerei Hobelfein, Metallbau Bleker und GaLa Bau Baumeister.