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Pfarrer Fabian Tilling möchte möglichst alle Altersgruppen berücksichtigen

Entscheidungen nicht im Alleingang treffen – Seit einigen Jahren bietet das Bistum Münster die zweijährige Qualifikation „Gemeinsam Führen und Leiten“ für verschiedene Berufsgruppen aus der Seelsorge an.

Zum ersten Mal wurde die Fortbildung in gemeinsamer Teilnahme von Bistumspriestern, Priestern aus der Weltkirche sowie Pastoralreferentinnen und -referenten durchgeführt. Fabian Tilling, der Pfarrer der Pfarrei St. Martin in Raesfeld, schätzte diese Zusammenstellung sehr. Er berichtet, dass das Angebot genau zur richtigen Zeit kam, kurz nach seiner Pfarreinführung. In den letzten beiden Jahren hat er sich berufsbegleitend mit verschiedenen Aspekten des „Gemeinsamen Führens und Leitens“ auseinandergesetzt.

Regionaler Austausch

„Ich habe die Fortbildung als eine gute Chance für meine Arbeit in der Gemeinde erlebt. Auch die Zusammensetzung der Teilnehmenden habe ich sehr geschätzt“, blickt der 40-Jährige auf die vergangenen zwei Jahre zurück. Zwischen den sieben mehrtägigen Modulen zu unterschiedlichen Themen traf sich Tilling mit anderen Seelsorgenden des Kurses regelmäßig zum regionalen Austausch. „Wir sind sowohl digital als auch vor Ort ins Gespräch gekommen. Das waren wertvolle Treffen“, bewertet der promovierte Theologe die Zusammenkünfte. 

Arbeit vor Ort

Ein wichtiger Aspekt sei der Transfer in die Arbeit vor Ort gewesen. Deshalb habe für alle ein Praxisprojekt zum Programm gehört. „Wir hatten in unserer Pfarrei überlegt, Kirchenbänke in den Seitenschiffen zu entfernen, um Raum beispielsweise für Ausstellungen zu schaffen“, erläutert Tilling.

Ausgehend von der Frage, was ohne großen Aufwand und kostengünstig gemacht werden könne, habe er gemeinsam mit dem Pfarreirat, dem Ortsausschuss und dem Kirchenvorstand überlegt. „Dann sind wir mit den Gemeindemitgliedern und weiteren Ideengebern in die Kommunikation gegangen“, berichtet der Pfarrer von dem Findungsprozess. Wichtig sei es den Beteiligten gewesen, alle Altersgruppen zu berücksichtigen.

Idee der Kinderecke

„In der Nachbarschaft gibt es beispielsweise einen Kindergarten und eine Tagespflege, die auch die Kirche nutzen. So haben wir die Idee einer Kinderecke entwickelt und für die Senioren einige Reihen mit bequemen Stühlen aufgestellt“, erklärt er. Veränderungen seien mitunter angstbesetzt. Deshalb habe das Team den Menschen Anknüpfungspunkte gegeben, um die Veränderung attraktiver zu machen. Es sei geglückt, viele mit auf den Weg zu nehmen. 

Die Grünen Raesfeld wählen neuen Vorstand

Am 25. Oktober 2023 versammelten sich Mitglieder des Ortsverbandes Raesfeld-Erle der Grünen in der Dorfkneipe „Zum Dorfwirt bei Anton“ zur Jahreshauptversammlung.

Ein besonderer Moment, da der langjährige 1. Vorsitzende Norbert Brömmel nach mehr als 25 Jahren ankündigte, kürzer zutreten und somit die Notwendigkeit bestand, neue Gesichter in den Vorstand zu wählen.

Norbert Brömmel begann die Versammlung mit einem Rückblick auf das vergangene Jahr und erzählte von den Anfängen der Grünen sowie ihrer damaligen Ratsarbeit. Dabei betonte er, dass die Grünen mittlerweile eine feste Größe in der politischen Raesfelder Landschaft seien. An dieser Stelle drückten die Anwesenden ihren herzlichen Dank für sein langjähriges und unermüdliches Engagement sowie seine jahrelange Ratsarbeit aus.

Im anschließendem Wahlgang wurden einstimmig gewählt:

1.Vorsitzender: Boris Hudournik,
2. Vorsitzender: Henry Tünte
Kassenprüfer: Holger Lordieck

Nach den herzlichen Glückwünschen an die ausgewählten Vorstandsmitglieder entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über verschiedene Themen, darunter Gewässerschutz, Artenschutz, der Umgang mit dem Erstarken der AFD und die Gewinnung neuer Mitstreiter. Die regelmäßigen „Grünen-Stammtische“ sollen auf der Homepage des Ortsverbandes Raesfeld – BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OV RAESFELD (gruene-raesfeld.de) veröffentlicht werden. Alle Interessierten sind hierzu herzlich eingeladen.

Firmenjubiläum führt zu großzügiger Spende für die Kinderkrebshilfe

Anlässlich ihres Firmenjubiläums der Raesfelder Firma AGROTEC im September, hat nun das Unternehmen eine Spende an die Horizont-Kinderkrebshilfe Weseke e.V. übergeben.

Die Frage der Mitarbeiter, was das passende Geschenk für die Geschäftsführung sei, mündete in der Entscheidung, ein Geschenk in Form einer Spende zu überreichen. Bei der Spendenübergabe zeigten sich die Geschäftsführer Markus Sümpelmann und Werner Haselhoff nicht nur erfreut über die Geste, sondern waren auch bereit, die Summe aufzurunden.

In dieser Woche konnte ein Teil des Teams mit den Geschäftsführern einen Scheck über 1.000 Euro an Burkhard Mudrack als stellvertretenden Vertreter des Vereins Horizont-Kinderkrebshilfe Weseke e. V. überreichen. Das Unternehmen drückt seine Freude darüber aus, mit dieser Geste eine Freude für die kleinen Menschen in der Region zu schaffen und bedankt sich bei allen, die an der Spendenaktion teilgenommen haben.

Stellungnahme des CDU Gemeindeverbandes Raesfeld-Erle-Homer zum Erler Jugendhaus

Der Ratsbeschluss, der auf Vorschlag der Gemeindeverwaltung am vergangenen Montag erging, besagt im Jugendhaus Erle Platz für zunächst ca. 30 Flüchtlinge vorzuhalten.

Dies traf verständlicherweise auf wenig Gegenliebe der Erler Bürgerinnen und Bürger. Ein wichtiger sozialer Treffpunkt für die Jugend des Ortes muss nun auf Räumlichkeiten in der Sporthalle ausweichen.
Dies ist um so ärgerlicher, als der große Unmut unter den in der besagten Ratssitzung Anwesenden die Falschen trifft!

Im Gegensatz zur Forderung der CDU, die Zuwanderung zu ordnen und die Integration zu fördern und diese auch zu fordern, zwingt die derzeitige Migrationspolitik der Berliner Ampel alle Gemeinden in Deutschland schlussendlich zu solchen Schritten, da eine Aufnahmepflicht für Flüchtlinge seitens der Kommunen besteht. So ist auch unsere Gemeinde verpflichtet zügig zu handeln, um Flüchtlinge unterbringen zu können.

Es muss aber auch eines an dieser Stelle sehr deutlich gemacht werden:
Unsere Ratsvertreter sind gewählte Volksvertreter. Sie üben ihr Amt im Ehrenamt aus und opfern ihre freie Zeit dafür , sich für uns alle  im Rahmen demokratischer Grundsätze bestmöglich zu engagieren. Das selbstverständlich auch bei unangenehmen Themen. Nicht akzeptabel ist es daher, wenn einzelne Bürgerinnen und Bürger sich nicht an diese demokratischen Grundsätze halten wollen und Ratsmitglieder, teils heftigst verbal und z.T. beleidigend, angehen.

Klartext

Der CDU Gemeindeverband Raesfeld-Erle-Homer wird daher in naher Zukunft im Rahmen unserer „Klartext“ Veranstaltungsreihe ein Gespräch mit den Bürgern anbieten, bei dem einmal die Grundzüge der Verwaltungsarbeit in einer Gemeinde, mit Schwerpunkt auf der Umsetzung der verbindlichen Gesetzgebung, transparent dargestellt werden.

Der Kreis Borken in der Statistik: Zahlen und Fakten zur Kreisentwicklung

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Handwerksunternehmen erwirtschafteten im Kreis Borken den dritthöchsten Umsatz unter allen Kreisen.

Kreis Borken. Die Statistikstelle der Kreisverwaltung erstellt regelmäßig kompakte statistische Informationen zum Kreis Borken. Dies bietet Interessierten einen klaren Überblick über die Struktur und Entwicklung des Kreises.

Diese Informationen werden in unregelmäßigen Abständen von der Kreispressestelle veröffentlicht. Kreisstatistiker Markus Wydera präsentierte im Folgenden einige Daten aus verschiedenen Themenbereichen, die kürzlich vom Statistischen Landesamt (IT.NRW) veröffentlicht wurden.

Diese Daten umfassen nicht nur grundlegende Informationen zur Einwohnerzahl und Bevölkerungsbewegung, sondern auch statistische Angaben zu Personen mit russischer Staatsangehörigkeit, Wohngeld, Unterstützung für Blinde und Gehörlose sowie zu Handwerksunternehmen im Kreis Borken.

Einwohnerzahl – Höchster Wert

Am Stichtag 30.06.2023 lebten im Kreis Borken laut amtlicher Statistik von IT.NRW 380.112 Menschen (darunter 190.000 weiblich und 190.112 männlich). Das sind 1.042 Personen und 0,3 Prozent mehr als Ende 2022. Damit erreichte die Einwohnerzahl erneut den höchsten Wert seit der Bildung des neuen Kreises Borken im Zuge der NRW-Kommunalreform.

Bevölkerungsbewegung

Laut den vorläufigen monatlichen Meldungen von IT.NRW zur natürlichen und räumlichen Bevölkerungsbewegung sind im Kreis Borken in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 1.790 Kinder geboren worden und 2.269 Personen gestorben. Der Sterbefallüberschuss von Januar bis Juni 2023 lag damit bei 479 Personen.

Zu- und Wegzug

In diesem Zeitraum sind 9.582 Personen sind in den Kommunen im Kreis Borken zugezogen und 8.068 sind fortgezogen. Der sogenannte Wanderungssaldo lag in diesem Zeitraum also bei +1.514 zugezogenen Personen.

Israelis

Von den Ende 2022 in NRW lebenden 2.050 Personen mit israelischer Staatsangehörigkeit wohnten 15 Personen im Kreis Borken. Das waren 0,03 Prozent aller Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit (NRW-weit 0,07 Prozent). Seit 2012 ist die Anzahl der Israelis im Kreis um 25 Prozent gesunken und NRW-weit um 11,5 Prozent gestiegen. Hierbei handelt es sich um Daten aus dem Ausländerzentralregister. Es wurden nur Personen erfasst, die ausschließlich eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen und sich mindestens drei Monate in Deutschland aufgehalten haben. Die Daten sind aus Gründen der statistischen Geheimhaltung auf ein Vielfaches von 5 gerundet.

Wohngeld

Ende 2022 bezogen 3.430 Haushalte im Kreis Borken Wohngeld; das waren 8,7 Prozent mehr als 2021. In ganz NRW waren es 9,2 Prozent mehr. 91,1 Prozent der berechtigten Haushalte erhielten das Wohngeld in Form eines Mietzuschusses, 8,9 Prozent erhielten einen Lastenzuschuss, also einen Zuschuss für selbstgenutztes Wohneigentum – in NRW durchschnittlich entsprechend 94,2 Prozent und 5,8 Prozent.

Der durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch lag Ende 2022 bei 195 Euro (NRW: 206 Euro) und war damit um 2 Euro niedriger als 2021. Der Durchschnittsbetrag für den Mietzuschuss lag bei 191 Euro (+1 Euro), für den Lastenzuschuss bei 234 Euro (-35 Euro; in NRW lagen sie entsprechend bei 203 Euro und 260 Euro). Diese Statistik umfasst nur die reinen Wohngeldempfängerhaushalte und nicht die sogenannten Mischhaushalte.

Handwerksunternehmen

Am 31.12.2021 waren in 3.225 Handwerksunternehmen im Kreis Borken insgesamt 45.646 Personen tätig. Die Anzahl der Unternehmen ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozent und die Zahl der dort tätigen Personen um 1,9 Prozent gestiegen (in NRW ist die Zahl der Unternehmen um 1,2 Prozent gestiegen und der tätigen Personen um 0,3 Prozent gesunken).

Kreis Borken belegt den 7. Platz in NRW

Nach der Anzahl der Handwerksunternehmen belegte der Kreis Borken den 7. Platz in NRW – nach Köln, dem Rhein-Sieg-Kreis, Düsseldorf, der Städteregion Aachen und den Kreisen Recklinghausen sowie Mettmann. Bezogen auf die Zahl der tätigen Personen landete der Kreis Borken nach Köln sogar auf dem 2. Rang.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte

Unter den tätigen Personen gab es 36.746 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (80,5 Prozent aller tätigen Personen, NRW: 75,3 Prozent) und 5.578 geringfügig entlohnte Beschäftigte (12,2 Prozent, NRW: 14,7 Prozent). Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist zum Vorjahr um 2,6 Prozent gestiegen, in ganz NRW durchschnittlich um 0,4 Prozent.

Die Zahl der geringfügig entlohnten Beschäftigten ist um 2,2 Prozent gesunken, NRW-weit um 4,8 Prozent.

Kreisansässige Handwerksunternehmen

Mit 7.627 Mio. Euro (+7,7 Prozent, NRW: +1,4 Prozent) Jahresumsatz erzielten die kreisansässigen Handwerksunternehmen den dritthöchsten Umsatz unter allen Kreisen und kreisfreien Städten in NRW und erwirtschafteten damit 5,5 Prozent des gesamten Landesumsatzes. Berücksichtigt werden bei dieser Statistik Handwerksunternehmen mit steuerbarem Umsatz (der Umsatzsteuer unterliegend) und/oder mit sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.

Kreis Borken: 1.200 Tonnen Trockensalz und 37.000 Liter Feuchtsalz vorrätig

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„Winterdienst“ des Kreises Borken ist auf die kalte Jahreszeit vorbereitet

Kreis Borken. Der erste Schnee ist derzeit noch nicht in Sicht, doch der „Winterdienst“ des Kreises Borken zeigt sich bereits gerüstet. Ralf Jürgens, Leiter des Interkommunalen Bauhofes des Kreises Borken und der Stadt Gescher, sieht sich und sein 26-köpfiges Team gut aufgestellt für einen möglichen Wintereinbruch.

Viel Altbestand

Schon deswegen, weil die vergangene kalte Jahreszeit vergleichsweise mild verlief: „Nur“ 600 Tonnen Salz wurden seinerzeit gestreut. Daher lagert noch viel Altbestand am Interkommunalen Bauhof des Kreises Borken in Gescher und in zwei Hallen in Borken-Gemen, der direkt als Vorrat für diesen Winter dient. Insgesamt 1.200 Tonnen Trockensalz und 37.000 Liter des selbst produzierten Feuchtsalzes stehen dem Team zur Verfügung.

So läuft der Winterdienst dann ab:

Basierend auf verschiedenen Wetterberichten wird recht kurzfristig, rund 24 Stunden vorher, festgelegt, ob für die Nacht eine Bereitschaft eingerichtet und ein Schichtplan benötigt wird. Die Bereitschaft beginnt dann nachts um drei Uhr. Um diese Zeit entscheidet der verantwortliche Mitarbeiter des Bereitschaftsdienstes, ob in dieser Nacht der Winterdienst auf die Straßen geschickt werden muss. Ist dies der Fall, benachrichtigt er umgehend alle Mitarbeiter, die Dienst haben. Halb vier in der Früh am Bauhof geht’s dann los: Dort müssen die Fahrzeuge – acht Großfahrzeuge sowie zwei für die Radwege und eins für die Außenbereiche der kreiseigenen Gebäude – befüllt und die Routen abgesprochen werden. Die großen LKW werden mit zwei bis vier Tonnen beladen, die kleineren mit rund 500 Kilo Salz. Wenn alles „normal“ läuft, dann sind bis sieben Uhr alle Straßen und Radwege im Zuständigkeitsbereich sowie die Flächen an den kreiseigenen Gebäuden gestreut.

460 Kilometern Kreisstraßen

Länger dauert es, wenn es mal über einen größeren Zeitraum schneit. Auf insgesamt 460 Kilometern Kreisstraßen, 100 Kilometern Radwegen, dazu Flächen an eigenen Gebäuden sorgt dann das elfköpfige Team des Winterdienstes für freie Straßen.
Trotz gestreuter bzw. geräumter Kreisstraßen richtet Ralf Jürgens immer wieder folgenden Appell an die Verkehrsteilnehmer: „Bitte machen Sie frühzeitig Ihr Auto wintertauglich und fahren Sie immer den Gegebenheiten entsprechend vorsichtig!“

Jugendarbeit in Erle bleibt, trotz Umzug in die Sporthalle, bestehen


Das Jugendhaus Erle wird vorübergehend zur Flüchtlingsunterkunft, jedoch bleibt die Jugendarbeit unverändert bestehen.

Die Jugendarbeit in Erle wird in einem anderen Raum fortgeführt, der sich direkt neben der Sporthalle befinden. Dieses betonten am Donnerstag in der Pressekonferenz die Vertreter der Gemeinde Bürgermeister Martin Tesing, der Erste Beigeordnete Markus Büsken, Ordnungsamtleiter Norbert Altrogge und Jörg Heselhaus, Leiter des Jugendwerks.

Jugendraum Sporthalle

Um die Jugendarbeit in Erle aufrechtzuerhalten, wird derzeit ein Raum von etwa 65 Quadratmetern in der Sporthalle vorbereitet. Neben diesem Raum, der zeitweise in den letzten Monaten von zwei Sportgruppen genutzt wurde, steht auch ein Abstellraum zur Verfügung. Zudem kann die große Küche im Erdgeschoss der Sporthalle in der Woche genutzt werden. Ebenfalls wird demnächst der Raum auch mit einer Teeküche ausgestattet und erhält einen Internetanschluss.

Küche Sporthalle Erle
Küche in der Sporthalle kann genutzt werden. Foto: Petra Bosse

Damit wird die Jugendarbeit in Erle in den neuen Bereichen nahtlos fortgeführt, mit dem gleichen Personal. Einige Möbel, darunter ein Billardtisch, Sessel und ein Kickertisch, PC-Gaming-Plätze und Chill-Ecke, wurden bereits aus dem Jugendhaus rüber getragen.

Container auch ohne Beschluss aufgestellt

Markus Büsken verstehe die Unmut und die Diskussion in Erle und kann einige Bedenken nachvollziehen. Bereits vor dem Beschluss des Rates am Montag (13. November), das Jugendhaus in eine Flüchtlingsunterkunft umzuwandeln, wurde ein Container vor dem Jugendhaus aufgestellt. „Das war sicherlich ein unglückliches Symbol für Außenstehende“, so Büsken. „Wir hätten den Container jedoch unabhängig vom Beschluss aufgestellt“, fügte Bürgermeister Martin Tesing hinzu.

Die Entscheidung, das Jugendhaus als Flüchtlingsunterkunft in Betracht zu ziehen, basiere auch auf der Erkenntnis, dass nur ein Drittel der Fläche im Jugendhaus für die effektive Arbeit mit Jugendlichen genutzt wurde. Die restlichen Räumlichkeiten, wie der Saal im rechten Teil des Gebäudes sowie das Obergeschoss, wurden seit längerer Zeit ausschließlich als Lager- oder Abstellräume verwendet.

Aktuelle Flüchtlingssituation in Raesfeld
Die aktuelle Flüchtlingssituation in der Gemeinde Raesfeld. Balu-Zuweisungen, orange Nachzug von Familien. Grafik: Gemeinde Raesfeld

Sprunghafte Zuweisungen von Flüchtlingen

Angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation und des Vergleichs mit den Flüchtlingsunterkünften in der Gemeinde, in denen mittlerweile Zimmer mit vier Betten belegt sind, wurde die Nutzung des ungenutzten Raums im Jugendhaus als notwendig und schnellste Lösung erachtet. Die Verwaltung steht vor einer großen Herausforderung aufgrund der sprunghaften Zuweisung von Flüchtlingen und dem Zeitdruck. Norbert Altrogge, Leiter des Sozialamtes, betonte, dass die Situation keine Zeit für eine Bürgerversammlung ließ und das Zeitfenster für solche Planungen bereits geschlossen war.

Rückzugmöglichkeiten für Familien

Unabhängig von der getroffenen Entscheidung, einschließlich der Option der Nutzung der Turnhalle der Silvesterschule, wäre es zu Konflikten gekommen. Ein wichtiger Aspekt sei auch, dass im Vergleich zur Turnhalle im Jugendhaus fünf separate Rückzugsmöglichkeiten/Zimmer für Familien vorhanden sind. „Das Leben in abgetrennten Räumen durch Planen ist menschenunwürdig und stellt lediglich eine absolute Notlösung und Verwahrung dar, die niemand länger als eine Woche ertragen möchte“, erklärte Norbert Altrogge. Bezüglich der Zuweisung von Familien in der Gemeinde Raesfeld betonte er, dass die Verwaltung keinen Einfluss darauf habe. „Das Einzige, was wir wissen, ist der Name, das Alter und den Herkunftsort der Familien“, fügte Altrogge hinzu.

Kirchengemeinde hat Unterstützung zugesagt

Die Katholische Kirchengemeinde hat ebenfalls am 16.11. ihre Unterstützung angeboten und wird das St. Silvester-Haus für Jugendveranstaltungen nach Terminabsprache zur Verfügung stellen. „Und für den offenen Heiligabend auch könnte er ein Treffpunkt sein“, so Büsken.

Falls noch weitere Räume für besondere Aktionen benötigt werden, etwa im Rahmen des jährlichen Ferienprogramms, kann zusätzlich in Räume der gegenüberliegenden Silvesterschule ausgewichen werden. Die Nutzung des Jugendhauses als Flüchtlingsunterkunft ist vorübergehend geplant, aber die genaue Dauer steht noch nicht fest.

Container in nächster Zeit möglich

Mit Blick auf Container – Lösungen betonten alle Anwesenden, dass diese sicherlich nicht für die Gemeinde ausgeschlossen werden könne. „Allerdings, was die Lieferzeiten von Containern in der Kürze anbelangt, liegt diese bei rund drei bis vier Monate“, so Tesing. Er machte auch deutlich, dass es „natürlich nicht am Geld liegt“.

Jugendarbeit

Ein neuer Faktor wurde ebenfalls angesprochen. So hat die Coronazeit die Jugendarbeit in den letzten Jahren erschwert. Nun biete sich jedoch auch die Möglichkeit für eine Neukonzeption der Jugendarbeit und eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem Jugendhaus Raesfeld.

Bürgermeister Tesing unterstrich, dass das Ende der Herausforderungen im Zusammenhang mit der Flüchtlingssituation noch nicht absehbar ist. Die Verwaltung ist derzeit in Gesprächen über weitere Immobilien in Raesfeld, um die steigende Zahl der Flüchtlinge unterzubringen.

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Erler Kinder gewinnen beim Kinder- und Jugendwettbewerb „Plattdeutsch – find‘ ich gut!“

Beim neu ins Leben gerufene Kreativwettbewerb geht der 1. Platz an Marie Brunsbach und Fine Honvehlmann (Raesfeld-Erle) mit Treseken und Mathilde up den Marktplatz Platz belegten Antonia Vinken, Helene und Josefine Grotendorst (Raesfeld-Erle) mit „De Nahölpe-Stunde“. Unterstützung gab es vom Heimatverein Erle.

Preisverleihung des Kinder- und Jugendwettbewerbs „Plattdeutsch – find‘ ich gut!“ 2023 der Kreisheimatpflege Borken fand jetzt im Heimathaus in Wessum statt Landrat Dr. Kai Zwicker ehrte die Gewinner.

Kreis Borken/Wessum(pd). Zum mittlerweile 22. Mal wurde der plattdeutsche Wettbewerb für Kinder und Jugendliche in den vergangenen Monaten mit großer Resonanz durchgeführt. Insgesamt 23 Beiträge gingen bei der den Wettbewerb ausrichtenden Kreisheimatpflege Borken ein.

Digitale Wettbewerbskonzept

Die Preisverleihung dazu fand jetzt im Heimathaus Wessum in Ahaus statt. Gastgeber war der dortige Heimatverein Wessum. Die Preise an die Gewinner überreichte Landrat Dr. Kai Zwicker.

„Das völlig neue, ausschließlich digitale Wettbewerbskonzept hält das Platt am Puls der Zeit und in der Öffentlichkeit präsent“, erklärte Kreisheimatpflegerin Christel Höink, die die Gäste zu Beginn kurzerhand auf Plattdeutsch begrüßte. So wurden alle Beiträge des Lesewettbewerbs dieses Mal ausschließlich als Videos eingereicht. Hier gab es zwölf Einsendungen.

Kreativwettbewerb

Auch der neu ins Leben gerufene Kreativwettbewerb eröffnete den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, sich via Film kreativ mit dem Thema Plattdeutsch in Form von Sketchen und Geschichten auseinanderzusetzen. Die einzige Vorgabe bestand dabei darin, auf Plattdeutsch zu sprechen.

Diese Kriterien wurden von den Schülerinnen und Schülern auf unterschiedlichste Weise umgesetzt. Elf Beiträge verzeichnete die Jury hier. Für die Mitglieder sei es daher keine leichte Aufgabe gewesen, die Sieger zu ermitteln, betonte Höink.

Herausragenden Leistungen

Elisabeth Büning, Fachbereichsleiterin Bildung, Schule, Kultur, Sport des Kreis Borken, führte dann durch den Abend und zeigte sich ebenfalls begeistert von dem Erfolg des Wettbewerbs und den herausragenden Leistungen der Schülerinnen und Schüler.
Landrat Dr. Kai Zwicker übernahm als Schirmherr die Ehrung der Gewinner.

In beiden Wettbewerbskategorien wurden für den ersten Platz jeweils 200 Euro Preisgeld vergeben, die zweiten Plätze erhielten jeweils 100 Euro und die dritten Plätze 75 Euro Preisgeld. Alle Teilnehmer bekamen darüber hinaus eine Anerkennung für ihr Engagement.

Sieger des Lesewettbewerbs waren:

1. Platz: Karlotta Mies (Vreden) – „Dat rosa Täschken“
2. Platz: Lene Liesbrock (Ottenstein) – „Görtnerlatin“
3. Platz: Kira Kappenhagen (Marbeck) – „Dat Hundeläben“

Beim Kreativwettbewerb gewannen:

1. Platz: Marie Brunsbach & Fine Honvehlmann (Raesfeld-Erle) – Treseken und Mathilde up den Marktplatz

2. Platz: Antonia Vinken, Helene und Josefine Grotendorst (Raesfeld-Erle) – „De Nahölpe-Stunde“

2. Platz: Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank Realschule Ahaus/ Klasse 7a – „War sollt‘ we bloß met düsse Klasse doan“

3. Platz: Henri Gosling; Lutz Thesing, Theresa Rickert, Hannah und Marie Wenning (Ottenstein) – „Dr. Quacksalber“

Besondere Unterstützung erhielten die Kinder und Jugendlichen bei der Erstellung ihrer Beiträge für den plattdeutschen Wettbewerb in diesem Jahr unter anderem von den Heimatvereinen Erle, Legden, Marbeck und Ottenstein sowie von der Anne-Frank-Realschule Ahaus, der Grundschule Ahaus-Ottenstein, vom Gymnasium der Marianhiller Missionare Reken-Maria Veen und von der Sekundarschule Vreden.

Die Bereitstellung der Preisgelder übernahm erneut die Sparkasse Westmünsterland, vertreten durch Michael Buß, Leiter des Beratungscenters in Wessum.

Vorverkauf Stutenkerl-Gutscheine für den Nikolausumzug Raesfeld

„Vorfreude auf eine schöne Tradition: Nikolausumzug und Der Adventsmarkt 2023 am Schloss Raesfeld“. Am Donnerstag, den 07. Dezember 2023 startet der Nikolausumzug um 17:00 Uhr am Rathausplatz.

Es ist wieder soweit! Die Herzen der Kinder erstrahlen vor Vorfreude, denn der Adventsmarkt 2023 am Schloss Raesfeld steht vor der Tür. Am Donnerstag, den 07. Dezember 2023, wird der festliche Nikolausumzug um 17:00 Uhr am Rathausplatz starten.

Die Wegstrecke

Von dort aus ziehen Nikolaus und Knecht Ruprecht mit ihrem Gefolge über die „Weseler Straße“ bis hin zum Adventsmarkt am Schloss, auf dem alle Wegbegleiter und Marktbesucher empfangen werden. An der Bühne auf dem Schlossinnenhof erfolgt dann die Ausgabe der Stutenkerle.

Gutscheine

Gutscheine für die Stutenkerle erhält man ab sofort bis zum 01. Dezember 2023 bei den Sparkassen und Volksbanken in Raesfeld und Erle sowie bei den Apotheken für 2,50 €.

Land NRW leitet Abschuss von Problemwölfin Gloria ein

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Westmünsterland/Kreis Wesel: Nachweise der Wolfsfähe GW954f im Bereich des Dämmerwalds (Schermbeck). Das Land Nordrhein-Westfalen hat nun erste Schritte zur Einleitung des Abschusses der als Problemwölfin bekannten Gloria eingeleitet, nachdem diese am Niederrhein wiederholt hohe Zäune überwunden und Nutztiere gerissen hat.

Die Entscheidung zur Einleitung des Abschusses der Problemwölfin Gloria erfolgte aufgrund wiederholter Vorfälle von Nutztierrissen am Niederrhein, darunter auch der jüngsten Vorfälle in Kirchhellen. Das wäre der erste Fall, wo ein Wolf zum Abschuss in NRW freigegeben werden könnte.

Sechs Nutztierrisse

Von Ende September bis Ende Oktober 2023 wurde die Wolfsfähe GW954f laut Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) insgesamt sechsmal in Verbindung mit Nutztierrissen nördlich der Lippe im Bereich des Dämmerwalds nachgewiesen. Dies stelle den ersten sicheren Nachweise dieses Tieres in diesem Gebiet dar.

Verantwortung für den Riss am 20. Oktober 2023 in Kirchhellen

Besonders auffällig war der Vorfall am 20. Oktober 2023 in Kirchhellen. Hier wurden drei Schafe getötet und ein weiteres verletzt. In diesem Fall hat die Wölfin Glorias erneut Herdenschutzmaßnahmen überwunden. Laut dem Senckenberg Institut kann dieser Riss eindeutig Wölfin Gloria HW02, GW954f zugeschrieben werden.

Wolfsriss Schermbeck 24. Oktober 2023 trotz vorgeschriebener Wolfsschutz
Vorgeschriebener Herdenschutz reichte in Schermbeck nicht aus. Foto. BFG Wolf

Bisherige Verbreitung von GW954f und aktuelle Unsicherheiten

Seit der ersten Sichtung im Jahr 2018 wurden genetische Nachweise von GW954f nur südlich des Wesel-Datteln-Kanals und nördlich der Autobahn A2 erbracht. Zuletzt wurde sie am 02. September 2023 in Bottrop-Kirchhellen bestätigt. Es sei noch nicht gesichert, ob die Wölfin ihr Streifgebiet nach Norden erweitert hat oder aus bislang ungeklärten Gründen das Territorium „Schermbeck“ verlassen musste und sich nun dauerhaft im Bereich des Dämmerwalds aufhält. Seit Mitte 2022 beansprucht der Rüde GW2889m das Territorium „Dämmerwald-Üfter Mark.“

Siehe neuster Risse: Pony in Drevenack gerissen

Vorgeschriebener Herdenschutz reichte nicht aus

Lichtblicke – Adventsausstellung 2023 in der St. Silvesterkirche

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Adventsausstellung in der Zeit vom 02.12. – 03.02.2024 in der St. Silvesterkirche in Kooperation mit der Julia-Koppers Gesamtschule. Gezeigt werden 14 ausgewählte Bilder.
Vom 02. Dezember bis 03. Februar 2024 präsentiert die St. Silvesterkirche in Zusammenarbeit mit der Julia-Koppers Gesamtschule eine bemerkenswerte Adventsausstellung. Im Mittelpunkt stehen 14 sorgfältig ausgewählte Kunstwerke.

Fest der Familie, der Liebe und der Besinnlichkeit

Die Feier der Geburt Jesu hat sich längst über ihre ursprüngliche christliche Bedeutung hinausentwickelt und strahlt heute weit über die Kirche hinaus. Was Weihnachten verbindet, einschließt und gemeinsam erlebbar macht, hat sich verselbstständigt. Viele Menschen feiern Weihnachten heute nicht nur aus theologischer und religiöser Sicht, sondern vor allem als Fest der Familie, der Liebe und der Besinnlichkeit. Diese Faszination erstreckt sich sogar auf nicht praktizierende Christen und Andersgläubige.

Ausstellung St. Silvester Kirche

Angesichts der bunten und vielfältigen Schülerschaft der Julia-Koppers-Gesamtschule wurde schnell klar, dass eine von den Schülern gestaltete Kunstausstellung zum Thema Weihnachten Raum für verschiedene Perspektiven bieten muss. Unter der Leitung der Lehrer Ulrike Heidermann und Ben Wietek entstand das Kunstprojekt „Lichtblicke“ für die Schüler.

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit folgenden Fragen auseinander:

  • Was bedeuten für mich persönlich Lichtblicke?
  • Wo schöpfe ich Hoffnung?
  • Wie kann ich selbst ein Lichtblick für andere sein?

Im Verlauf des Projekts entstanden beeindruckende Kunstwerke in verschiedenen Techniken und Stilrichtungen, die von Schülern der Jahrgänge 5-10 gestaltet wurden. Dabei führten die Diskussionen und Gedanken der Schülerinnen und Schüler zu tiefgründigen Gesprächen über das Thema.

Ausgewählten Symbole

Die Schülerinnen und Schüler nähern sich dem Thema anhand von Symbolen, die sowohl für Weihnachten als auch für die ursprüngliche Sehnsucht der Menschen nach Liebe, Frieden und Glück stehen. Die ausgewählten Symbole umfassen die Krippe, den Engel, den Stern, die Kerze und das Kreuz.

In der Adventsausstellung in der St. Silvesterkirche werden nun 14 ausgewählte Bilder aus diesem Projekt präsentiert. Die übrigen entstandenen Kunstwerke werden in der Schule ausgestellt.

Die feierliche Eröffnung der Adventsausstellung „Kunst und Kirche“ findet im Rahmen des Gottesdienstes zum Thema am Samstag, den 02. Dezember 2023, um 18:30 Uhr statt.

Haushaltsentwurf Raesfeld – Kämmerer Thomas Greving erwartet ein Minus für 2024

Einbringung des Haushaltsplans 2024 der Gemeinde Raesfeld – Ein deutliches Haushalts-Minus im Jahr 2024.

Die Gemeinde Raesfeld steht vor einer finanziellen Herausforderung, wie sie in den letzten sieben Jahren nicht erlebt hat. Laut Thomas Greving, dem neuen Kämmerer der Gemeinde, wird der Haushaltsplan für 2024 voraussichtlich ein Minus von 1.712.500 Euro aufweisen, was schnell einer Verdoppelung des Jahresfehlbetrags entspricht. Dennoch gibt es einige positive Aspekte, wie die unveränderte Gewerbesteuer und Zuwendungen aus der Städtebauförderung. Doch die steigenden Aufwendungen, insbesondere Personalkosten und Flüchtlingskosten, belasten den Haushalt erheblich. Zusammengefasst bedeutet das für den neuen Kämmerer Thomas Greving ein deutliches Haushalts-Minus im Jahr 2024.

Prognose

Die Gemeinde Raesfeld verzeichnete im Vergleich zum Haushaltsplan 2023 laut Prognose ein Minus von 1.712.500 Euro, fast eine Verdoppelung des Jahresfehlbetrages. Das sei, so Thomas Greving, der am Montag im Rat als neuer Kämmerer die vorläufigen Zahlen den Haushalt 2024 vorstellte, das höchste Minus seit sieben Jahren.

Stabile Gewerbesteuer und Steuererhöhungen

Positiv zu verzeichnen ist, dass die Gewerbesteuer auch im kommenden Jahr unverändert bei 416 Punkten bleibt. Der Hebesatz für die Grundsteuer A hat sich um 5 Prozentpunkte und der Hebesatz für die Grundsteuer B um 8 Prozentpunkte erhöht. Der Hebesatz für die Grundsteuer A enthält bereits die zusätzlichen 60 Prozentpunkte für die Sanierung der Wirtschaftswege.

Steigende Gebühren und Müllabfuhrkosten

Nach ersten Berechnungen werden die Gebühren für die Schmutzwasserbeseitigung von derzeit 1,75 €/m³ auf 1,82 €/m³ steigen und für die Regenwasserbeseitigung von derzeit 0,40 €/m² auf 0,50 €/m². Steigen werden auch die Gebühren für die Müllabfuhr, voraussichtlich im Schnitt um ca. 30 Prozent. Für einen Musterhaushalt mit 120 Liter Restmüll- und Biotonne bedeutet das eine Erhöhung von 46,20 Euro im Jahr.

Ausgleichsrücklage und Haushaltssicherungskonzept

Weiter erfreulich ist, dass, auch wenn der Haushaltsplan für 2024 einen Fehlbetrag von 1,7 Mio. Euro ausweist, dieser dennoch als fiktiv ausgeglichen gilt, „da wir noch über eine ausreichend hohe Ausgleichsrücklage verfügen“, so Greving. Zum 31.12.2022 beläuft sich die Ausgleichsrücklage auf rd. 16,8 Mio. Euro. Damit können auch noch die in der mittelfristigen Finanzplanung dargestellten Fehlbeträge ausgeglichen werden, womit erst einmal die Aufstellung eines Haushaltssicherungskonzeptes vom Tisch ist.

Ertrag und Steuermindereinnahmen

Positiv auf den Haushalt schlagen sich die Zuwendungen, insbesondere die Förderzusagen aus der Städtebauförderung und der Dorferneuerung positiv nieder und bei den öffentlich-rechtlichen Leistungsentgelten Mehreinnahmen aufgrund höherer Gebühren. Insgesamt drohen die Kommunen Steuermindereinnahmen in Milliardenhöhe.

Steigende Aufwendungen und Flüchtlingskosten

Zu Buche werden die Änderungen der Vereinbarungen schlagen. Diese werden 2024 um 900.000 Euro auf insgesamt 27.994.500 Euro steigen. Hier machen sich insbesondere die steigenden Personalkosten (+ 248.600 Euro auf jetzt 4.405.600 Euro) infolge der inflationsbedingt hohen Tarifabschlüsse, sowie die deutlich steigende Kreis- und Jugendamtsumlage (+ 815.000 Euro auf dann 9.267.000 Euro) bemerkbar. Nicht nur das, denn auch die weiterhin mit hoher Zahl zugewiesenen Flüchtlinge belasteten den Haushalt der Gemeinde durch zusätzliche Kosten für Unterbringung und Versorgung.

Die größten im nächsten Haushaltsjahr geplanten Investitionen:

  • Umbau/Erweiterung FW-Gerätehaus Erle 460.000 €
  • Errichtung Flüchtlingsunterkunft 2.000.000 €
  • Umbau Jugendhaus Raesfeld 650.000 €
  • Erneuerung Hauptturm Schloss Raesfeld 473.000 €
  • 4 Photovoltaikanlagen 382.000 €
  • Neubau Kanäle / Regenbecken 820.000 €
  • Umbau Parkplatz Rathaus 510.000 €
  • Umbau Froschbrunnenplatz 450.000 €
  • Ausgestaltung von 2 Mobilstationen 660.000 €
  • Herstellung von Baustraßen 375.000 €

Ausblick und Finanzmittelfehlbetrag

Im nächsten Jahr sollen viele Stellen im Ort in erheblichem Umfang investiert werden. Dies wird sich mit einem Fehlbetrag von 3.081.600 Euro niederschlagen. Hinzu kommen die Einzahlungen und Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit. Diese weisen ebenfalls einen Fehlbetrag von 1.603.100 Euro aus, was bilanziert einen Finanzmittelfehlbetrag von 4.663.900 Euro bei der Gemeinde zu Buche fällt. Bereits der Haushaltsplan 2023 weist an dieser Stelle einen Fehlbetrag von 7.656.900 Euro aus. Da jedoch nicht alle geplanten Investitionen auch tatsächlich durchgeführt werden, zeichnet sich zum jetzigen Zeitpunkt ab, dass der Finanzmittelfehlbetrag etwas niedriger als geplant ausfallen wird.

Herausforderungen und Einschränkungen

Für die gesamte Haushaltslage bedeutet das, dass sich diese im Gegensatz zur Vergangenheit auch in Raesfeld künftig deutlich angespannter darstellen wird. Dies bedeutet, dass beispielsweise größere Investitionen – wie zuletzt der Bürgerpark oder der Erwerb von Schloss Raesfeld – in den nächsten Jahren wahrscheinlich nicht mehr so ​​einfach durchgeführt werden können.

Haushaltsrede von Bürgermeister Tesing

Zusammenfassung der Haushaltsrede vom Bürgermeister Martin Tesing:

Am 13. November 2023 wurde der Haushalt 2024 der Gemeinde Raesfeld eingebracht. Bürgermeister Tesing begann seine Rede mit einem Rückblick auf seine 10 Jahre als Kämmerer der Gemeinde, geprägt von einer gesunden wirtschaftlichen Entwicklung und steigender Ausgleichsrücklage von 16,8 Mio. Euro.
Er betont jedoch auch die zunehmenden Einschränkungen der kommunalen Selbstverwaltung durch Gesetze, Verordnungen und Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene. Besonders die steigenden Transferleistungen, darunter die Kreis- und Jugendamtsumlage, belasteten den Haushalt.

Der Bürgermeister machte auf die drohenden Mindereinnahmen durch geplante Steuerentlastungen für Unternehmen aufmerksam. Diese könnten die geplanten Einnahmen der Gemeinde beeinflussen.

Des Weiteren sprach er über die Herausforderungen im Umgang mit Flüchtlingen, die weiterhin ankommen, und die Notwendigkeit, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Er erwähnte auch geplante Dorfentwicklungsprojekte und Investitionen in den Klimaschutz.

Einbringung des Haushalts 2024 der Gemeinde Raesfeld – Haushaltsrede vom Bürgermeister Martin Tesing (es gilt das gesprochene Wort).

Nachdem unser neuer Kämmerer Thomas Greving mich heute dankenswerterweise in meiner Doppelfunktion abgelöst und Ihnen das neue Zahlenwerk für das
Haushaltsjahr 2024 vorgestellt hat, bleibt mir eigentlich nicht mehr viel Raum, Ihnen den Haushaltsentwurf näher zu bringen.

Rückblick auf zehn Jahre als Kämmerer der Gemeinde

 Deshalb habe ich mich bei meiner Vorbereitung zunächst gefragt: Wo fange ich überhaupt an? Mit einem kurzen Rückblick auf meine 10 Jahre als Kämmerer der Gemeinde. Sie waren einerseits geprägt von einer insgesamt gesunden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die auch an der Gemeinde Raesfeld nicht spurlos vorbeigegangen ist und im Ergebnis dazu geführt hat, dass wir heute auf eine Ausgleichsrücklage, also den Sparstrumpf der Gemeinde, in Höhe von 16,8 Mio. Euro zurückgreifen können.

Geprägt von Entwicklungen in Europa

Auf der anderen Seite war diese Zeit aber auch geprägt von Entwicklungen in Europa, in Deutschland oder auch nur in NRW, die dazu geführt haben, dass die Kommunen in ihrem grundgesetzlich garantierten Recht auf Selbstverwaltung immer weiter eingeschränkt wurden. Zum einen durch eine Flut von Gesetzen, Verordnungen und Erlassen, zum anderen durch die Auflage unzähliger Förderprogramme.

Einschränkung unseres Selbstverwaltungsrechtes

Insbesondere diese Förderprogramme haben im Ergebnis dazu geführt, dass wir bei vielen Maßnahmen auch im kommenden Jahr nicht mehr frei entscheiden können, „ob“ „wann“ und „wie“ wir welche Maßnahmen durchführen wollen. Ein weiterer Indikator für die Einschränkung unseres Selbstverwaltungsrechtes ist aber auch die von Herrn Greving soeben angesprochene Entwicklung der sogenannten Transferleistungen, also insbesondere der Kreis- und Jugendamtsumlage, die allein im kommenden Jahr um insgesamt rund 895 T€ steigen werden.

Zahlungen an den Kreis Borken

Damit zahlen wir inzwischen fast jeden 2. Euro unserer Gesamtausgaben direkt an den Kreis. Konkret bedeutet dies, dass wir das Geld zwar vereinnahmen dürfen, aber im Prinzip keinen Einfluss darauf haben, wie der Kreis Borken und der Landschaftsverband diese Mittel verwenden.

Steuerentlastungen für Unternehmen und Gewerbetreibende

Ein vierter, vielleicht nicht so bekannter Aspekt, der uns immer wieder beschäftigt und Ihnen zeigen soll, wie unser Haushalt durch Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene beeinflusst wird, ist der Steuerverbund. So laufen derzeit auf Bundesebene mehrere Gesetzgebungsverfahren, die erhebliche Steuerentlastungen für Unternehmen und Gewerbetreibende versprechen. Spiegelbildlich ist deshalb auch aus diesem Grund mit erheblichen Mindereinnahmen bei den kommunalen Steueranteilen zu rechnen.

Einnahmeausfälle

Einnahmeausfälle drohen den Kommunen beispielsweise durch das so genannte Wachstumschancengesetz und das Zukunftsinvestitionsgesetz. Mit dem Wachstumschancengesetz soll nach Angaben der Bundesregierung die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland gestärkt werden. Als zentrales Vorhaben wird die Einführung einer Investitionszulage zur Förderung des Umbaus der Wirtschaft genannt. Mit dem Zukunftsinvestitionsgesetz wird es Start-ups und Wachstumsunternehmen künftig leichter gemacht, privates Kapital für Investitionen zu mobilisieren und innovative Entwicklungen voranzutreiben.

Diese Entlastungen führen bei Bund, Land und wegen des Steuerverbundes bei den Kommunen zu Mindereinnahmen. Sie belaufen sich nach dem Regierungsentwurf in den Jahren 2024 bis einschließlich 2027 voraussichtlich auf rund 9,3 Milliarden Euro.

Steueraufkommen Gemeinde in Milliarden
Grafik: Städte-Gemeindebund NRW

Mindereinnahmen in Höhe von rund 0,9 Mrd. Euro

Im Jahr 2028 kommen voraussichtlich noch einmal Mindereinnahmen in Höhe von rund 0,9 Mrd. Euro hinzu. Grafik: Städte-Gemeindebund NRW Schnellbrief: Die Auswirkungen dieser Veränderungen lassen sich in etwa aus der Grafik des Städte- und Gemeindebundes ablesen. Zu den direkten Rückgängen bei den Kommunen kommen die entsprechenden Rückgänge beim Land, die in den obigen Zahlen noch nicht enthalten sind. Denn soweit kommunale Zuweisungen – wie im Falle des Steuerverbundes für den kommunalen Finanzausgleich – an das Volumen der Landeseinnahmen gekoppelt sind, trifft deren Rückgang die kommunale Familie zusätzlich indirekt.

Steuerentlastungen ist eine kommunale Doppelbelast

Insofern führen bundesgesetzliche Steuerentlastungen regelmäßig für unsere Gemeinde zu einer kommunalen „Doppelbelastung“. Darüber hinaus hat der Bundesfinanzminister ausdrücklich auch die Grunderwerbsteuer angesprochen und den Ländern ein Angebot zur Belebung der schlechten Baukonjunktur unterbreitet, die u.a. auch durch Entlastungen bei der Grunderwerbsteuer erreicht werden könnte. Auch hier bleibt die weitere Entwicklung abzuwarten.

Ich möchte aber schon jetzt daran erinnern, dass die Kommunen in NRW über den kommunalen Finanzausgleich mit 4/7 des Landesaufkommens an der Grunderwerbsteuer beteiligt sind und daher auch Steuererleichterungen unmittelbar negativ zu spüren bekämen. Um es an dieser Stelle kurz zu machen: Alle diese derzeit diskutierten Steuerentlastungen für Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger können sich im nächsten Jahr noch dazu führen, dass unsere Einnahmen nicht in der Höhe eintreten, wie wir sie geplant haben.

Diese potentiellen Mindereinnahmen sind noch nicht berücksichtigt, weil wir heute noch nicht wissen, ob sie überhaupt beschlossen werden, geschweige denn in welcher Höhe.

Ergebnissen des sogenannten Bund-LänderGipfels zur Migrationspolitik

Und vielleicht ist es an dieser Stelle einmal an der Zeit, den Bogen von der großen Europa-, Bundes- und Landespolitik nach Raesfeld, Erle und Homer zu spannen. Und deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen, ein Wort zu den Ergebnissen des sogenannten Bund-LänderGipfels zur Migrationspolitik in der vergangenen Woche zu sagen.

Sie alle werden es aus den Medien erfahren haben. Wir, und damit meine ich die 17 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Kreises Borken, hatten bereits im Vorfeld dieses Migrationsgipfels parteiübergreifend und einstimmig Position bezogen und konkrete Maßnahmen benannt. Ohne auf die einzelnen Forderungen im Detail einzugehen, muss ich an dieser Stelle feststellen, dass die Ergebnisse des Gipfels weit hinter unseren Forderungen zurückgeblieben sind. Und damit meine ich nicht nur die Beteiligung an der Finanzierung der Unterbringung und Integration von Flüchtlingen.

Begrenzung und Steuerung der Flüchtlingsströme vor Ort

Viel wichtiger ist für uns hier vor Ort die Begrenzung und Steuerung der Flüchtlingsströme. Hier sehen wir auch nach dem Gipfel überhaupt kein Ende der Fahnenstange. Wie soll es in dieser Frage eigentlich weitergehen? Die Beschlüsse zur Begrenzung greifen, wenn überhaupt, erst in Monaten.

Wie viele Flüchtlinge können wir eigentlich unter dem Gesichtspunkt der Unterbringung und Integration aufnehmen? Ist es uns bisher mit Hilfe vieler Bürgerinnen und Bürger noch gelungen, eine dezentrale Unterbringung zu ermöglichen, so werden wir, wenn diese Entwicklung unbegrenzt anhält, öffentliche Gebäude nutzen oder auch Containersiedlungen hier im Ort errichten müssen.

Epping Geländer Raesfeld
Epping-Gelände: ©Gemeinde Raesfeld

Wohnraum für geplante Projekte der Dorfentwicklung schaffen

Aber nicht nur wegen der wöchentlich ankommenden Flüchtlinge werden wir hier im Ort zusätzlichen Wohnraum schaffen müssen. Perspektivisch werden wir auch deshalb neuen Wohnraum schaffen müssen, um weitere geplante Projekte der Dorfentwicklung wie den Bau des Drogeriemarktes Rossmann oder die Umgestaltung des Erler Femeichengeländes im kommenden Jahr realisieren zu können.

Abriss bestehender Gebäude

Beide Projekte erfordern zunächst den Abriss bestehender Gebäude, nämlich des ehemaligen Hotels Epping sowie des ehemaligen Pastoratsgebäudes. Beide Gebäude werden derzeit noch als Flüchtlingsunterkünfte genutzt. Die Errichtung der geplanten Unterkunft auf dem Gelände des ehemaligen Braems-Hofes, für die wir übrigens 2 Mio. € im Haushalt veranschlagt haben, wird allein bei weitem nicht ausreichen, um den Bedarf an Unterkünften zu decken.

Planung für 2024 mit Unsicherheit behaftet

Zusätzliche Mittel für den Bau weiterer Containerunterkünfte haben wir im Haushalt 2024 bisher allerdings nicht vorgesehen. Angesichts der bereits erwähnten ernüchternden Ergebnisse des BundLänder-Gipfels zur Migration ist unsere Planung an dieser Stelle also mit einer weiteren Unsicherheit behaftet.

Thema Flüchtlinge

 Im Ergebnis wird das Thema Flüchtlinge auf jeden Fall einen breiteren Raum in unserer anstehenden kommunalpolitischen Diskussion einnehmen müssen, als dies in den vergangenen Jahren der Fall war. Wir sind hier, ich wiederhole mich, inzwischen bei der Wohnraumversorgung, bei der Integration, bei den Finanzen und auch beim Betreuungspersonal an Grenzen gestoßen, die wir wahrscheinlich überschreiten müssen.

Dorfentwicklung

Neben dieser aus meiner Sicht schwierigsten Aufgabe für das kommende Jahr wollen wir natürlich die Dorfentwicklung bis 2024 nicht ruhen lassen. So liegt es mit Blick auf den Terminkalender nahe, über die Entwicklung auf dem Epping-Gelände zu berichten. Noch vor Weihnachten soll nach dem mit Ihnen abgestimmten Zeitplan eine Entscheidung über die inzwischen vorliegenden fünf Architekturentwürfe fallen.

Epping Gelände und Femeichengelände

Diese maßstabsgetreue Modellierung des Dorfkerns ist ein Vorbote. Wie man sieht, klafft hier eine Lücke, die es zunächst mit einem Architekturmodell zu füllen gilt. Im Frühsommer soll dann das alte Hotel abgerissen werden. Unmittelbar danach soll mit dem Bau begonnen werden. Das zweite sehr wichtige Projekt ist die Umgestaltung des Femeichengeländes in Erle.

Femeichengelände ©Petra Bosse

Fördermittel und geplante Ausgaben

Nachdem uns hierfür in den letzten Wochen Fördermittel in Höhe von 250 T Euro zugesagt wurden, haben wir hier Ausgaben in Höhe von 670 T € eingeplant. Besondere Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit wird sicherlich auch die Neueindeckung des Hauptturmes des Schlosses finden. Hierfür haben wir 473 Tausend Euro veranschlagt und Fördermittel in Höhe von 236 Tausend Euro erhalten. Darüber hinaus beabsichtigen wir, die Abstellsituation für Fahrräder am Schloss deutlich zu verbessern. Hierfür haben wir Ausgaben in Höhe von ca. 110 Tausend Euro eingeplant und dafür eine Förderung in Höhe von 71 Tausend Euro erhalten. Diese Investition zur Unterstützung der Nahmobilität ist auch im Zusammenhang mit unserem Klimaschutzkonzept zu sehen, für das wir in diesem Jahr die notwendigen Vorarbeiten geleistet haben und das im kommenden Jahr durch ein externes Fachbüro fertiggestellt werden soll.

Große Investition zur Klimaanpassung

Eine weitere sehr große Investition zur Klimaanpassung wird die Schaffung einer Regenrückhaltefläche im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Rathausparkplatzes sein. Hierfür haben wir eine Summe von 510 Tausend Euro eingeplant und rund 230 Tausend Euro Fördermittel dafür bewilligt bekommen.

Kommunalen Wärmeplanung

Eine weitere wichtige Maßnahme wird die Erstellung der kommunalen Wärmeplanung sein, die bis Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein soll. Bereits in der nächsten Ratssitzung möchten wir Ihnen eine Auftragsvergabe vorschlagen. Wenn alles nach Plan läuft, werden wir wohl die erste Kommune im westlichen Münsterland sein, die ihren Bürgerinnen und Bürger Auskunft darüber geben kann, wie sie sich in Zukunft mit Energie versorgen will. Das ist zugegebenermaßen ein sehr ehrgeiziges Ziel. Vor allem, wenn man bedenkt, dass das Gesetz bis heute noch nicht verabschiedet ist.

Klimaschutzkonzept

Diese kommunale Wärmeplanung wird ein ganz wesentliches Kapitel unseres Klimaschutzkonzeptes sein müssen. Wie Sie an dieser kurzen Darstellung sehen, wird sich also auch im Jahr 2024 in der Gemeinde einiges bewegen, zumal diese Aufzählung bei weitem nicht abschließend ist. Insgesamt schlagen wir Investitionen in Höhe von knapp 11 Millionen Euro vor. Das ist doppelt so viel wie im langjährigen Durchschnitt.

Planungskosten

Abschließend möchte ich Sie aber noch auf drei Positionen im Haushalt hinweisen, die für sich betrachtet zunächst nicht die Dimensionen erkennen lassen, die sich dahinter verbergen.

Planungskosten Steinstraße – 30 Tausend Euro

Mit der Einstellung der Planungskosten tragen wir dem dringenden Sanierungsbedarf der Steinstraße in Erle Rechnung. So hatte auch der Arbeitskreis „Grünflächenpflege“ in seiner letzten Sitzung im Rahmen eines „Ortstermins“ diesen Bedarf festgestellt. Die Sanierungsbedürftigkeit der Steinstraße ist aber nur ein Beispiel von vielen in unserer Gemeinde. Unsere KAGSatzung sieht für solche Fälle bisher eine Beteiligung der Anlieger an der Straßensanierung vor.

Gerade die Notwendigkeit dieser Beteiligung wird seit Jahren landesweit öffentlich kontrovers diskutiert und hat uns dazu veranlasst, Sanierungsmaßnahmen bis zur Klärung dieser Frage zurückzustellen. Nunmehr liegt dem Landtag NRW ein sogenanntes KommunalabgabenÄnderungsgesetz vor, wonach das Land NordrheinWestfalen ab 2024 den Kommunen diese eigentlich von den Anliegern zu zahlenden Beiträge erstatten will. Das ist der Zeitpunkt, auf den wir hier in Raesfeld seit einigen Jahren gewartet und immer wieder politisch diskutiert haben. Das ist einerseits eine gute Nachricht für die Anlieger, andererseits eine kostenintensive Aufgabe für die Gemeinde. Denn es gibt einen Sanierungsstau, den es in den nächsten Jahren abzubauen gilt und der noch zu vielen Diskussionen hier im Rat führen wird.

2. Planungskosten Schloss

Neugestaltung Rittersaal von rund 70 Tausend Euro Wir haben das Schloss zum 1.1.2022 erworben und damit auch die Verpflichtung, notwendige Investitionen zu übernehmen. So fehlt z.B. im Rittersaal eine dringend notwendige Be- und Entlüftung. Diese Investition sollte im Hinblick auf das Erscheinungsbild des Saales zum Anlass genommen werden, den Saal insgesamt zu renovieren. Diese Maßnahme sollte im Zusammenhang mit weiteren Sanierungsmaßnahmen gesehen werden, die in den nächsten Jahren im Schloss notwendig werden. Insofern stehen wir mit diesem Ansatz „Planungskosten Neugestaltung Rittersaal“ auch vor einer kommunalpolitischen Diskussion über die Ausrichtung des Schlossbetriebes.

3. Planungskosten Erweiterung Klärwerk Raesfeld – 80 Tausend Euro

Steigende Anforderungen an die Abwasserentsorgung und steigende Einwohnerzahlen erfordern nach Gesprächen mit den Wasserbehörden eine Erweiterung der Kläranlage Raesfeld. Gleiches hat der Lippeverband bereits für unsere Kläranlage in Erle veranlasst. Auch diese Planungskosten werden zu Investitionskosten von mindestens 4 Mio. Euro führen.

Kommunalpolitische Reise in den nächsten Jahren

Mit diesen letzten drei Beispielen, und es sind nur Beispiele, möchte ich Ihnen abschließend aufzeigen, wohin die kommunalpolitische Reise in den nächsten Jahren gehen wird. Dabei habe ich insbesondere die Auswirkungen des Klimaschutzes auf unsere Finanzwirtschaft ausdrücklich nicht berücksichtigt. Vor allem auch deshalb nicht, weil diese nicht annähernd seriös kalkulierbar sind.

Gemeinde Raesfeld bleibt schuldenfrei

Trotz dieser beunruhigenden Informationen möchte ich Ihnen zum Abschluss meiner Ausführungen versichern, dass die Gemeinde Raesfeld auch im 31. Jahr in Folge schuldenfrei bleiben wird und unsere finanzwirtschaftlichen Kennzahlen im interkommunalen Vergleich nach wie vor hervorragend sind.

Dies war nur möglich, weil Sie in der Vergangenheit stets eine besonnene und von Augenmaß geprägte Kommunalpolitik betrieben haben. Dafür danke ich Ihnen, denn das wird und muss sich in den kommenden schwierigen Haushaltsjahren auszahlen.

Abschließend möchte ich mich an dieser Stelle bei unserem Kämmerer Thomas Greving und dem gesamten Team der Finanzabteilung für die geleistete Arbeit in den letzten Wochen bedanken. Mein Dank gilt auch den Fachbereichsleitungen sowie allen weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung, im Bauhof, im Klärwerk, in der Haustechnik und in den Schulsekretariaten. Sie alle haben trotz der vielfältigen Herausforderungen wieder hervorragende Arbeit geleistet. Auch Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren des Gemeinderates, danke ich für Ihr ehrenamtliches Engagement und die konstruktive Zusammenarbeit.

Spendenscheckübergabe an die Jugendfeuerwehr Raesfeld

Am Dienstag vergangene erhielt die Jugendfeuerwehr Raesfeld Besuch von Dagmar Vogt, der Vorsitzenden des Froschkönigs. In ihrem „Gepäck“ führte sie einen großzügigen Scheck für die Jugendfeuerwehr Raesfeld mit sich.

An drei Tagen in der Woche engagierte sich ein Team von engagierten Ehrenamtlichen im Froschkönig, um gespendete Kleidung zu einem günstigen Preis zu verkaufen. Dort findet man eine große Auswahl an Damen-, Herren- und Kinderbekleidung, Schuhen, gelegentlich sogar Kinderwagen und Spielzeug. Die Jugendfeuerwehr Raesfeld freut sich nun über den beeindruckenden Scheck in Höhe von 1000€.

Wofür wird diese großzügige Spende genutzt?

Gemeindejugendfeuerwehrwart Wolfgang Schwiederowski habe, so der Leiter der Feuerwehr André Szczesny, über die Verwendung sofort eine klare Vorstellung gehabt. Die Mannschaftszelte, die von der Jugendfeuerwehr seit 25 Jahren genutzt werden, sollen mithilfe dieser Spende erneuert werden. Auf diese Weise können die Mitglieder der Jugendfeuerwehr bei ihren Freizeiten in einer modernen und komfortablen Wohlfühl-Oase übernachten.

Die Jugendfeuerwehr möchte sich herzlich bei allen Verantwortlichen des Froschkönigs, bei Pfarrer Dr. Fabian Tilling und bei allen Spendern der Kleiderbörse bedanken.

Leserbrief: Maßnahme trägt nicht zur Hilfsbereitschaft und Integration bei

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Flüchtlingsunterkunft Jugendhaus Erle. Leserbrief von Beate Krahne an Bürgermeister Martin Tesing und Nicole Höbing, Integrationsbeauftragte der Gemeinde Raesfeld.

Mir wurde mitgeteilt, dass es endgültig feststeht, dass das Jugendhaus in Erle geschlossen wird, damit dort Flüchtlinge untergebracht werden können.

Ich halte das für sehr ungeschickt, weil die Gemeinde damit suggeriert, dass eine kostengünstige Unterbringung wichtiger ist als die Betreuung der Erler Kinder und Jugendlichen. Meine Kinder haben durch die Betreuung im Jugendhaus immer eine Anlaufstelle gehabt, auch wenn es Zuhause mal nicht so gut gelaufen ist.

Ukrainische Flüchtlinge sind ja in der Steenbrede 8 in Raesfeld im Bürotrakt untergebracht, dort steht die komplette Halle leer. Wären vielleicht ein paar Umbauten mehr, aber eine für alle Seiten befriedigendere Lösung. Haben Sie diese Möglichkeit schon geprüft? Oder wird die Halle schon genutzt? Auf Wunsch kann ich hier gerne ein Nutzungskonzept erstellen bzw. einen Vorentwurf zum Umbau zeichnen.

Das Jugendhaus ist besonders wichtig für die Integration der Kinder, die ja auch in dem neuen Flüchtlingsheim untergebracht werden. Die Erler sind ziemlich aufgebracht, leider trägt diese Maßnahme nicht zur Hilfsbereitschaft und Integration bei. Und das ist in meinen Augen die Voraussetzung dafür, dass die schwierige Situation gemeistert werden kann.

Dieser Leserbrief spiegelt die persönliche Meinung des Verfassers wider und nicht notwendigerweise die Ansichten, Positionen oder Meinungen der Heimatmedien GmbH oder ihrer Redaktion. Der Verfasser ist allein verantwortlich für den Inhalt und die Aussagen in diesem Leserbrief.

Unterhaltsamer Abend im Brömmel-Wilms Saal: Likörspezialitäten und Kneipenquiz

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Am Freitagabend fand eine unterhaltsame Veranstaltung im Saal von Brömmel-Wilms statt, die weit entfernt von einer wissenschaftlichen Schulung war.

Nach dem beeindruckenden Erfolg von „Herrencreme trifft Kneipenquiz“ im März gab es eine Neuauflage unter dem Motto: „Likörspezialitäten treffen auf Kneipenquiz“. Das Team von KneipenKwizz führte etwa 100 Teilnehmer durch den Abend, der aus vier Quizrunden und einer Musikrunde bestand.

Foto: Petra Bosse

Die gestellten Fragen waren nicht immer einfach zu beantworten. Die Teilnehmer grübelten darüber, wer der Architekt von Schloss Raesfeld war. Eine leichtere Frage war, welche Zutat im Lied „Backe, backe Kuchen“ am teuersten ist.

Bester Hauslikör

Nach jeder Runde stellt sich der Besucher dann der Herausforderung, den besten Hauslikör in Raesfeld zu ermitteln. Es wurden Liköre von den Gastronomen Lieb&Wert, Anton’s Dorfkneipe, Johannes Stegerhoff, Gasthof Brömmel Wilms Erle und Vennekenhof Raesfeld vorgestellt. Der neu geschaffene Brombeer-Likör von der Freiheit 24 konnte sich als Sieger durchsetzen.

Das Team der „Erler Freigrafen“ ging als Gewinner des Abends hervor, sie setzte sich gegen insgesamt 15 Teams durch.

Die Veranstaltung wurde vom Ortsmarketingverein Raesfeld organisiert.

14 Betriebe bei Nacht der Ausbildung in Raesfeld 2023

Diese Woche ist es soweit: am Donnerstag findet die Nacht der Ausbildung statt!

Am 16. November 2023 von 17 bis 20 Uhr ist es soweit! Schülerinnen und Schüler, Eltern und alle Interessierte haben die Möglichkeit in Unternehmen im gesamten Kreisgebiet reinzuschnuppern.

Welcher Beruf passt zu mir? Welche Ausbildung bietet mir Chancen und macht auch noch Spaß? Beim Blick hinter die Kulissen der teilnehmenden Betriebe können diese und weitere Fragen beantwortet werden. Auch Familien und Freunde sind herzlich Willkommen!

14 Betriebe in Raesfeld

Allein in Raesfeld sind 14 Betriebe dabei! „Wer neugierig ist und vorab schauen möchte, welche Unternehmen dabei sind und welche Ausbildungsberufe angeboten werden, kann sich unter nda.kreis-borken.de informieren! Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich“, so Katharina Zeptner vom Ortsmarketing Raesfeld e.V.

Neben vielen Beschreibungen zu Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen hat jeder Interessierte hier die Möglichkeit, sich eine individuelle Merkliste mit zu besuchenden Unternehmen für den Abend zusammenzustellen. Firmenadressen und die individuelle Route zu den relevanten Ausbildungsbetrieben sind so gleich auch im Mailpostfach oder per WhatsApp auf dem Smartphone für den Abend zur Hand.

Es ist beeindruckend wie viele Ausbildungsbetriebe und –berufe es im Kreis Borken gibt! Das Ortsmarketing Raesfeld sowie die Wirtschaftsförderer der einzelnen Kommunen und die WFG freuen sich auf einen spannenden Abend mit vielen interessierten Azubis der Zukunft!

Erler Jugendhaus wird Flüchtlingsunterkunft

Die Gerüchte in Erle haben sich bewahrheitet. Das Jugendhaus Erle soll kurzfristig als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt werden. Dieser Beschluss wurde am Montagabend vom Gemeinderat gefasst, gegen die Stimmen der SPD und der UWG.  

Ursprünglich war die Entscheidung in einer nichtöffentlichen Sitzung geplant, doch wurde sie später in einer öffentlichen Sitzung verschoben, um die Bevölkerung zeitnah und bei dieser angespannten Stimmung auf Seiten der Besucher über die Pläne zu informieren.

Beschlussfassung

Die Anzeichen für diesen Beschluss waren bereits in der letzten Woche erkennbar, als ein Müllcontainer vor dem Jugendhaus in Erle aufgestellt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch noch keine endgültige Entscheidung gefallen, da diese erst heute in der nichtöffentlichen Sitzung beraten und getroffen werden sollte. Beschlossen werden sollte eine der drei Optionen: das Jugendhaus Erle, die Turnhalle der St. Silvestergrundschule oder der Aufbau von Containern auf dem Schützenfestplatz.

Was sich jedoch bereits im Vorfeld im Ratssaal abspielte, war schon außergewöhnlich. Etwa 50 Bürger waren anwesend, um endlich Gewissheit darüber zu erhalten, ob das Jugendhaus tatsächlich zur Flüchtlingsunterkunft umgewandelt wird.

Aufgeladene Stimmung

Die aufgeladene Stimmung einiger der Bürger gegenüber der Politik und der Verwaltung führten dazu, dass die Beschlussfassung aus dem nichtöffentlichen Teil in den öffentlichen Teil verschoben wurde. Dies stellte sich jedoch als schwierig heraus, da es auch um Grundstücksangelegenheiten und Finanzierungen ging, die normalerweise nicht in öffentlichen Sitzungen behandelt werden.

Bürgermeister Martin Tesing betonte erneut, dass die Gemeinde Raesfeld dringend Wohnraum für Flüchtlinge benötige, und zwar sofort. Dies habe die Politik dazu gezwungen, kurzfristig zu überlegen, welche gemeindliche Räumlichkeiten für diese Zwecke in Frage kommen könnten.

Müllcontainer

Im Vorfeld erklärte der Erste Beigeordnete Markus Büsken, dass es nicht sehr klug gewesen sei, den Müllcontainer bereits vor einer Entscheidung vor dem Jugendhaus aufzustellen. Dieser Schritt sei nach einer Begehung des Jugendhauses notwendig gewesen, bei der festgestellt wurde, dass einige Räume, darunter auch Räume mit alten Möbeln, stark zugestellt waren. Dies sei der Anlass für die Bestellung des Containers gewesen, um die Räume zu `’entrümpeln‘ so Büsken.

Jugendhaus bietet Platz für rund 30 Flüchtlinge

Markus Büsken erklärte weiterhin, dass das Jugendhaus in der engeren Wahl für die Flüchtlingsunterbringung sei, da es derzeit nur wenig genutzt werde. Ein möglicher Grund dafür sei der Wechsel der Besucher, der im Sommer stattgefunden habe. Aktuell werde nur noch der linke Teil des Jugendhauses für den offenen Treff genutzt, während die restlichen Räume mit Gegenständen gefüllt seien, die dort bereits seit geraumer Zeit gelagert würden. Büsken schätzt, dass das Jugendhaus Platz für 30 Personen bieten könnte, zusätzlich könnten weitere 30 Personen in einem Container im hinteren Bereich des Außengeländes untergebracht werden.

Unsicherheit über die Zukunft

Markus Büsken betonte auch, dass die Nutzung jeder gemeindlichen Räumlichkeiten für Flüchtlinge in Erle wahrscheinlich zu Diskussionen führen würde. Er äußerte seine Unsicherheit über die Zukunft und die mögliche Anzahl von Flüchtlingen im Jahr 2024: „20, 50 oder 100 Flüchtlinge. Das ist für uns ein Blick in die Glaskugel“, so Büsken. Daher blieben nur die Alternativen Jugendhaus, Turnhalle oder Container. Er wies darauf hin, dass es auch nicht einfach sei, kurzfristig Container zu beschaffen.

Zum Nachteil für Erler Kinder

Elke Rybarczyk brachte eine andere Perspektive ein und betonte, dass sie nach ihrem unangemeldeten Besuch am 2. November keine Anzeichen von Müll entdeckt habe. Ihrer Meinung nach grenzte die Aussage an „Rufmord“, wofür sie Applaus von den Bürgern erhielt.

Sie äußerte auch Bedenken hinsichtlich der Unterbringung von Flüchtlingen im Jugendhaus, insbesondere bei 30 Personen im Haus und weiteren 30 Personen im Container. Rybarczyk bemerkte, dass die Aufenthaltsqualität dort recht unbequem wäre und dass sogar Obstbäume im hinteren Bereich gefällt werden müssten. Dies wäre auch nachteilig für die Erler Kinder. Gleichzeitig betonte sie jedoch, dass sie der Verwaltung für ihre Entscheidung nicht beneide.

Dringlichkeit der Situation

Hans-Dieter Strothmann von der CDU verurteilte die Aussage von Rybarczyk und warf ihr vor, sie sei darauf ausgerichtet, Applaus zu bekommen. Er zeigte sich überrascht über ihren plötzlichen Wandel in der Meinung. Er betont jedoch die Dringlichkeit der Situation und dass die Verwaltung eine Lösung benötigt.

Karl-Heinz Tünte unterstrich, dass die Containerlösung die teuerste Option sei und dass die Gemeinde vor finanziellen Herausforderungen stehe. Dies ist auf das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage zurückzuführen, welche die Marktpreise bestimmen. Die Möglichkeit einer Ausschreibung sei aufgrund dieser Situation nicht mehr gegeben.

Öffentlich oder nichtöffentlich?

Es wurde auch betont, dass Fragen zur Unterkunft, die den nichtöffentlichen Teil betreffen, nicht gestellt und beantwortet werden können. Volker van Wasen von der UWG und Christoph Stephan von der FDP plädierten jedoch dafür, den Bürgern mehr Informationen zur Verfügung zu stellen.

Karl-Heinz Tünte von der CDU wies auf die Geschäftsordnung hin und machte deutlich, dass bestimmte Kommentare von Bürgern im Rat nicht angemessen seien, wie beispielsweise die Aussage „Wir zahlen eure Gehälter“.

Zukunft der Ferienfreizeit

Volker van Wasen erkundigte sich nach der Zukunft der Ferienfreizeit und ob es bereits Alternativen in Erle dafür gebe. Nach einer Stunde Diskussion gab es Überlegungen, ob die Entscheidung in der öffentlichen oder nichtöffentlichen Sitzung bekannt gegeben werden sollte.

Karl-Heinz Tünte lehnte es ab, im öffentlichen Teil abzustimmen, und betonte, dass die Verwaltung nicht vor der Frage stehe, welche Wünsche es gibt, sondern welche Lösung möglich ist. Auch er sah die gewählte Lösung nicht als optimal an. Dennoch habe die Gemeinde bisher eine dezentrale Lösung gefunden, und dies habe sich bewährt, da nie über ein Sicherheitskonzept nachgedacht werden musste. Er fühle sich genauso betroffen wie die anderen Anwesenden. Insgesamt gibt es 40 Unterkünfte in der Gemeinde, davon zwei in Erle und zwei in Homer.

Beleidigungen gegenüber Ratsmitgliedern

Der Ton seitens der Bürger gegenüber den Ratsmitgliedern wurde schärfer, und Beleidigungen wurden lauter. Dr. Sarah Gößling von der CDU betonte, dass es nicht in Ordnung sei, so angefeindet zu werden, da sie und ihre Kollegen nur ihre Aufgaben erfüllen würden. Sie erinnerte daran, dass es jedem Anwesenden frei steht, sich bei den Kommunalwahlen im Jahr 2025 einzubringen.

Bernhard Bölker wies auf die aktuelle Flüchtlingssituation und die hohen Flüchtlingszahlen im Kreis Borken hin. Er betonte auch die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten und dass dies möglicherweise dazu führen könnte, dass weitere Sporthallen in Anspruch genommen werden müssen. Er machte jedoch deutlich, dass die Verwaltung und die Gemeinde nicht die Hauptverantwortlichen für diese Situation seien, sondern dass diese Angelegenheiten in Berlin geregelt werden müssten. Es sei unrealistisch zu erwarten, dass alle Flüchtlinge vor Ort aufgenommen werden könnten.

Beschluss

Nach einer halbstündigen Beratungspause wurde schließlich der Beschluss gefasst, das Jugendhaus Erle für die Unterbringung von Flüchtlingen, gegen die Stimmen von SPD und UWG, herzurichten.

Der Beschluss endete damit, dass eine junge Erlerin gegenüber einer Ratsfrau fast handgreiflich wurde und lautstark ihren Unmut im Ratssaal äußerte. Daraufhin verwies Bürgermeister Tesing die Frau des Saales und drohte ihr mit einem Betretungsverbot, falls sie ihr Verhalten nicht ändert.

Kommentar: Familie Koepke

Sehr schade das es das Jugendhaus bald nicht mehr gibt. Meine Kinder sind seit frühester Jugend dort hin. Bis jetzt. Leider haben die Kinder jetzt keinen anlaufpunkt mehr. Nächster in Raesfeld! Im Winter viel zu weit. Und der Weg dort hin unbeleuchtet. Fragen an die Gemeinde werden nicht beantwortet. Oder man wird aus dem Gebäude verwiesen
Die Kinder sollen jetzt einen Raum in der Turnhalle bekommen. Leider nicht akzeptabel! Sehr sehr schade.

AWO Raesfeld zieht nach einem Jahr positive Bilanz

Ein Jahr voller Engagement und Gemeinschaft – AWO Raesfeld zieht positive Bilanz

Ein Jahr nach seiner Gründung blickt der AWO-Ortsverein Raesfeld auf eine erfolgreiche Entwicklung zurück. Anlässlich der ersten Jahreshauptversammlung am 19. Oktober 2023 in der Gaststätte Freiheit 24 wurde nach einem Rückblick auf das vergangene Jahr der Vorstand um neue, ehrenamtliche Vorstandsmitglieder ergänzt.

Der erweiterte Vorstand der AWO-Raesfeld

Den Vorstand unterstützen neu Wolfgang Kilian als Schatzmeister, Elisabeth Lindenhahn als Schriftführerin. Stefanie Wurzbacher und Monika Lipinski als Beisitzerinnen. Peter Lipinski wird künftig das Team der Revisoren ergänzen.

Engagiertes Vorstandsteam und vielfältiges Programm

Unter der Leitung der Vorsitzenden Sonja Köhler, den Stellvertretern Andreas Erzkamp und Nadine Heselhaus (MdB) und einem engagierten Vorstandsteam, hat der Ortsverein ein beeindruckendes Programm für Mitglieder und alle Interessierten aus der Gemeinde aufgestellt.

Vielfältige Aktivitäten für alle Altersgruppen

Regelmäßige Aktivitäten wie Spieleabende, Singkreise, Spaziergänge und der sehr beliebte Kaffeeklatsch bieten vor allem Senioren, aber auch allen anderen Altersgruppen, eine Plattform des Zusammenkommens, und dies mit steigender Besucherzahl. Die Veranstaltungen des AWO-Ortsvereins Raesfeld sind für ihre Vielfalt und Inklusion bekannt. Sie reichen von geselligen Sing- über Spielveranstaltungen bis hin zu Tagesausflügen.

Ausblick und Bedarf an Begegnungsstätte

„Das Team ist motiviert, die Palette der Angebote im nächsten Jahr weiter zu vergrößern, die Präsenz in der Gemeinde Raesfeld sowie in Erle zu stärken und das Ehrenamt aufzubauen“, so Sonja Köhler (Vorsitzende).

Finanziert einzig durch Mitgliedsbeiträge und Spenden fehle es aktuell noch an einer eigenen Einrichtung in Form einer Begegnungsstätte, heißt es. Dennoch habe es der Verein geschafft, sich durch Flexibilität und die Unterstützung der Gemeindeverwaltung, die barrierefreie Zugänge kostenfrei zur Verfügung stellt, sehr erfolgreich zu etablieren.

Inklusion und Gemeinschaft

Die AWO-Raesfeld lege großen Wert darauf, dass alle Interessierten, einschließlich Rollstuhlfahrer und Menschen mit Bewegungseinschränkungen, teilnehmen können und somit kein Ausschluss aufgrund von Barrieren stattfindet. Die Offenheit der Veranstaltungen für alle ermögliche es auch Nichtmitgliedern, Teil der AWO-Familie zu werden und die harmonische Gemeinschaft zu erleben.

Unterstützung durch Mitgliedschaft und Ehrenamt

Über eine Mitgliedschaft, welche mit einem Beitrag von 2,50 € monatlich für Einteilung und 4 € für Familien angesetzt ist, können Interessierte zusätzlich zahlreiche soziale Projekte sowohl auf lokaler als auch internationaler Ebene unterstützen. Wer sich gerne mit uns ehrenamtlich engagieren möchte, ist natürlich jederzeit herzlich willkommen.

Für weitere Informationen, Rückfragen oder zur Vereinbarung von Gesprächen steht die Vorsitzende, Sonja Köhler, unter der Handynummer 0170/1968262, per E-Mail an [email protected] oder über die Facebook-Seite AWO Raesfeld zur Verfügung.

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