StartKreis BorkenDer Kreis Borken in der Statistik: Zahlen und Fakten zur Kreisentwicklung

Der Kreis Borken in der Statistik: Zahlen und Fakten zur Kreisentwicklung

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Handwerksunternehmen erwirtschafteten im Kreis Borken den dritthöchsten Umsatz unter allen Kreisen.

Kreis Borken. Die Statistikstelle der Kreisverwaltung erstellt regelmäßig kompakte statistische Informationen zum Kreis Borken. Dies bietet Interessierten einen klaren Überblick über die Struktur und Entwicklung des Kreises.

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Diese Informationen werden in unregelmäßigen Abständen von der Kreispressestelle veröffentlicht. Kreisstatistiker Markus Wydera präsentierte im Folgenden einige Daten aus verschiedenen Themenbereichen, die kürzlich vom Statistischen Landesamt (IT.NRW) veröffentlicht wurden.

Diese Daten umfassen nicht nur grundlegende Informationen zur Einwohnerzahl und Bevölkerungsbewegung, sondern auch statistische Angaben zu Personen mit russischer Staatsangehörigkeit, Wohngeld, Unterstützung für Blinde und Gehörlose sowie zu Handwerksunternehmen im Kreis Borken.

Einwohnerzahl – Höchster Wert

Am Stichtag 30.06.2023 lebten im Kreis Borken laut amtlicher Statistik von IT.NRW 380.112 Menschen (darunter 190.000 weiblich und 190.112 männlich). Das sind 1.042 Personen und 0,3 Prozent mehr als Ende 2022. Damit erreichte die Einwohnerzahl erneut den höchsten Wert seit der Bildung des neuen Kreises Borken im Zuge der NRW-Kommunalreform.

Bevölkerungsbewegung

Laut den vorläufigen monatlichen Meldungen von IT.NRW zur natürlichen und räumlichen Bevölkerungsbewegung sind im Kreis Borken in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 1.790 Kinder geboren worden und 2.269 Personen gestorben. Der Sterbefallüberschuss von Januar bis Juni 2023 lag damit bei 479 Personen.

Zu- und Wegzug

In diesem Zeitraum sind 9.582 Personen sind in den Kommunen im Kreis Borken zugezogen und 8.068 sind fortgezogen. Der sogenannte Wanderungssaldo lag in diesem Zeitraum also bei +1.514 zugezogenen Personen.

Israelis

Von den Ende 2022 in NRW lebenden 2.050 Personen mit israelischer Staatsangehörigkeit wohnten 15 Personen im Kreis Borken. Das waren 0,03 Prozent aller Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit (NRW-weit 0,07 Prozent). Seit 2012 ist die Anzahl der Israelis im Kreis um 25 Prozent gesunken und NRW-weit um 11,5 Prozent gestiegen. Hierbei handelt es sich um Daten aus dem Ausländerzentralregister. Es wurden nur Personen erfasst, die ausschließlich eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen und sich mindestens drei Monate in Deutschland aufgehalten haben. Die Daten sind aus Gründen der statistischen Geheimhaltung auf ein Vielfaches von 5 gerundet.

Wohngeld

Ende 2022 bezogen 3.430 Haushalte im Kreis Borken Wohngeld; das waren 8,7 Prozent mehr als 2021. In ganz NRW waren es 9,2 Prozent mehr. 91,1 Prozent der berechtigten Haushalte erhielten das Wohngeld in Form eines Mietzuschusses, 8,9 Prozent erhielten einen Lastenzuschuss, also einen Zuschuss für selbstgenutztes Wohneigentum – in NRW durchschnittlich entsprechend 94,2 Prozent und 5,8 Prozent.

Der durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch lag Ende 2022 bei 195 Euro (NRW: 206 Euro) und war damit um 2 Euro niedriger als 2021. Der Durchschnittsbetrag für den Mietzuschuss lag bei 191 Euro (+1 Euro), für den Lastenzuschuss bei 234 Euro (-35 Euro; in NRW lagen sie entsprechend bei 203 Euro und 260 Euro). Diese Statistik umfasst nur die reinen Wohngeldempfängerhaushalte und nicht die sogenannten Mischhaushalte.

Handwerksunternehmen

Am 31.12.2021 waren in 3.225 Handwerksunternehmen im Kreis Borken insgesamt 45.646 Personen tätig. Die Anzahl der Unternehmen ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozent und die Zahl der dort tätigen Personen um 1,9 Prozent gestiegen (in NRW ist die Zahl der Unternehmen um 1,2 Prozent gestiegen und der tätigen Personen um 0,3 Prozent gesunken).

Kreis Borken belegt den 7. Platz in NRW

Nach der Anzahl der Handwerksunternehmen belegte der Kreis Borken den 7. Platz in NRW – nach Köln, dem Rhein-Sieg-Kreis, Düsseldorf, der Städteregion Aachen und den Kreisen Recklinghausen sowie Mettmann. Bezogen auf die Zahl der tätigen Personen landete der Kreis Borken nach Köln sogar auf dem 2. Rang.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte

Unter den tätigen Personen gab es 36.746 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (80,5 Prozent aller tätigen Personen, NRW: 75,3 Prozent) und 5.578 geringfügig entlohnte Beschäftigte (12,2 Prozent, NRW: 14,7 Prozent). Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist zum Vorjahr um 2,6 Prozent gestiegen, in ganz NRW durchschnittlich um 0,4 Prozent.

Die Zahl der geringfügig entlohnten Beschäftigten ist um 2,2 Prozent gesunken, NRW-weit um 4,8 Prozent.

Kreisansässige Handwerksunternehmen

Mit 7.627 Mio. Euro (+7,7 Prozent, NRW: +1,4 Prozent) Jahresumsatz erzielten die kreisansässigen Handwerksunternehmen den dritthöchsten Umsatz unter allen Kreisen und kreisfreien Städten in NRW und erwirtschafteten damit 5,5 Prozent des gesamten Landesumsatzes. Berücksichtigt werden bei dieser Statistik Handwerksunternehmen mit steuerbarem Umsatz (der Umsatzsteuer unterliegend) und/oder mit sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.

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