StartWolfLand NRW leitet Abschuss von Problemwölfin Gloria ein

Land NRW leitet Abschuss von Problemwölfin Gloria ein

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Erstes offizielles Foto von Wölfin Gloria von April 2021 © Sabine Baschke

Westmünsterland/Kreis Wesel: Nachweise der Wolfsfähe GW954f im Bereich des Dämmerwalds (Schermbeck). Das Land Nordrhein-Westfalen hat nun erste Schritte zur Einleitung des Abschusses der als Problemwölfin bekannten Gloria eingeleitet, nachdem diese am Niederrhein wiederholt hohe Zäune überwunden und Nutztiere gerissen hat.

Die Entscheidung zur Einleitung des Abschusses der Problemwölfin Gloria erfolgte aufgrund wiederholter Vorfälle von Nutztierrissen am Niederrhein, darunter auch der jüngsten Vorfälle in Kirchhellen. Das wäre der erste Fall, wo ein Wolf zum Abschuss in NRW freigegeben werden könnte.

Sechs Nutztierrisse

Von Ende September bis Ende Oktober 2023 wurde die Wolfsfähe GW954f laut Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) insgesamt sechsmal in Verbindung mit Nutztierrissen nördlich der Lippe im Bereich des Dämmerwalds nachgewiesen. Dies stelle den ersten sicheren Nachweise dieses Tieres in diesem Gebiet dar.

Verantwortung für den Riss am 20. Oktober 2023 in Kirchhellen

Besonders auffällig war der Vorfall am 20. Oktober 2023 in Kirchhellen. Hier wurden drei Schafe getötet und ein weiteres verletzt. In diesem Fall hat die Wölfin Glorias erneut Herdenschutzmaßnahmen überwunden. Laut dem Senckenberg Institut kann dieser Riss eindeutig Wölfin Gloria HW02, GW954f zugeschrieben werden.

Wolfsriss Schermbeck 24. Oktober 2023 trotz vorgeschriebener Wolfsschutz
Vorgeschriebener Herdenschutz reichte in Schermbeck nicht aus. Foto. BFG Wolf

Bisherige Verbreitung von GW954f und aktuelle Unsicherheiten

Seit der ersten Sichtung im Jahr 2018 wurden genetische Nachweise von GW954f nur südlich des Wesel-Datteln-Kanals und nördlich der Autobahn A2 erbracht. Zuletzt wurde sie am 02. September 2023 in Bottrop-Kirchhellen bestätigt. Es sei noch nicht gesichert, ob die Wölfin ihr Streifgebiet nach Norden erweitert hat oder aus bislang ungeklärten Gründen das Territorium „Schermbeck“ verlassen musste und sich nun dauerhaft im Bereich des Dämmerwalds aufhält. Seit Mitte 2022 beansprucht der Rüde GW2889m das Territorium „Dämmerwald-Üfter Mark.“

Siehe neuster Risse: Pony in Drevenack gerissen

Vorgeschriebener Herdenschutz reichte nicht aus

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