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2024: Alters- und Ehejubiläen im Kreis Borken – 100 Jahre und älter

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Alters- und Ehejubiläen im Kreis Borken – Landrat Dr. Kai Zwicker gratuliert über 100-Jährigen und langjährigen Ehepaaren

Auf ein ganzes Jahrhundert – und teilweise noch mehr Jahre – haben 37 Menschen im Kreis Borken 2024 zurückblicken können. Das dokumentiert die Statistik der Altersjubiläen im Kreis Borken für das nun zu Ende gehende Jahr. Landrat Dr. Kai Zwicker konnte so 14 Bürgerinnen und Bürgern zum 100. Geburtstag gratulieren.

Jubiläen der Altersjubilare

Zudem übersandte der Landrat herzliche Glückwünsche an:

  • 8 Personen zum 101. Geburtstag,
  • 8 Personen zum 102. Geburtstag,
  • 4 Personen zum 103. Geburtstag,
  • 2 Personen zum 104. Geburtstag,
  • und eine Person sogar zum 105. Geburtstag.

Ehejubiläen im Kreis Borken

Allen Grund zu feiern hatten auch viele langjährige Ehepaare. Landrat Dr. Zwicker gratulierte insgesamt 884 Mal zur Goldenen Hochzeit (2023: 907 Mal). Dabei fielen die meisten 50-jährigen Ehejubiläen in die Monate Mai (88) und August (100).

Weitere Jubiläen im Überblick

  • Diamantene Hochzeit (60 Jahre): 425 Paare (2023: 432)
  • Eiserne Hochzeit (65 Jahre): 103 Paare (2023: 112)
  • Gnadenhochzeit (70 Jahre): 10 Paare
  • Kronjuwelen-Hochzeit (75 Jahre): 2 Paare

Meldeverfahren und mögliche Dunkelziffer

Die genannten Zahlen basieren auf den der Kreisverwaltung gemeldeten Jubiläen aus den Städten und Gemeinden. Daher ist es möglich, dass die tatsächliche Zahl der Jubilare im Kreisgebiet im Jahr 2024 noch höher liegt.

Bedeutung der Ehrungen

Mit seinen Glückwünschen würdigte Landrat Dr. Zwicker die Lebensleistungen der Alters- und Ehejubilare. Diese Ehrungen sind ein Zeichen der Wertschätzung für die Jubilare, die mit ihrem langen Leben und ihren Partnerschaften ein Vorbild für viele darstellen.

Für die kommenden Jahre hofft die Kreisverwaltung auf weiterhin zahlreiche Meldungen, um diese besonderen Meilensteine gebührend zu feiern.

Neue Vereinbarung für den Tiergarten Schloss Raesfeld beschlossen

Der Gemeinderat hat einstimmig einer neuen Vereinbarung zwischen dem Kreis Borken, der Gemeinde Raesfeld und dem Trägerverein Tiergarten Schloss Raesfeld e.V. zugestimmt.

Die Zusammenarbeit soll ab dem 1. Januar 2025 zunächst bis zum 31. Dezember 2029 geregelt werden.

Hintergrund: REGIONALE-Projekt und Gründung des Trägervereins

Im Rahmen der REGIONALE 2004 „links und rechts der Ems“ revitalisierten der Kreis Borken und die Gemeinde Raesfeld den historischen Tiergarten und errichteten das Naturparkhaus. Zur Verwaltung und Bewirtschaftung wurde der Trägerverein Tiergarten Schloss Raesfeld e.V. gegründet. Neben dem Kreis und der Gemeinde gehören auch verschiedene Vereine und Verbände dem Verein an.

Finanzierung: Gleichmäßige Unterstützung durch Kreis und Gemeinde

Die bisherige Vereinbarung regelte, dass Kreis und Gemeinde sich zu gleichen Teilen mit einem jährlichen Betrag von maximal 40.000 Euro an den Kosten für die Unterhaltung des Tiergartens und des Naturparkhauses beteiligen. Diese Vereinbarung hatte zunächst eine Laufzeit von 20 Jahren und endete am 31. Dezember 2023. Sie verlängerte sich automatisch um jeweils ein Jahr, sofern keine Kündigung erfolgte.

Veränderungen durch Erwerb des Tiergartens durch die Korte Stiftung

Mit dem Erwerb des Tiergartens durch die Korte Stiftung in Essen im vergangenen Jahr änderten sich die Rahmenbedingungen. Die Stiftung möchte künftig eng mit dem Trägerverein zusammenarbeiten, um die Flächen naturschutzrechtlich weiterzuentwickeln. Der Fokus des Vereins soll sich daher verstärkt auf naturkundliche Bildungsarbeit richten.

Neue Vereinbarung: Laufzeit und Inhalte

Die neue Vereinbarung sieht eine Laufzeit von fünf Jahren vor, vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2029. Sie berücksichtigt die veränderten Aufgaben des Trägervereins und die Zusammenarbeit mit der Korte Stiftung. Einzelheiten sind der Sitzungsvorlage des Kreises Borken und dem Entwurf der Vereinbarung zu entnehmen.

Zustimmung durch Kreistag und politische Gremien der Gemeinde

Der Umweltausschuss des Kreises Borken hat bereits am 14. November einstimmig für die neue Vereinbarung gestimmt. Die endgültige Entscheidung auf Kreisebene wird der Kreistag am 12. Dezember treffen. Parallel dazu sollen in der Gemeinde Raesfeld gleichlautende Beschlüsse der politischen Gremien eingeholt werden.

Empfehlung der Verwaltung

Die Verwaltung der Gemeinde Raesfeld empfahl bereits im Vorfeld, der neuen Vereinbarung zuzustimmen, um die zukünftige Entwicklung und Zusammenarbeit im Tiergarten Schloss Raesfeld nachhaltig zu gestalten.

Abriss des Hauses an der Schermbecker Straße 16 beschlossen

Abriss des alten Hauses an der Schermbecker Straße in Erle beschlossen. Auf dem Grundstück wird als Übergangslösung ein provisorischer Parkplatz entstehen, um den Parkdruck in Erle zu mindern, bis neue Parkplätze für das HUB-Erle an der Silvesterstraße im Jahr 2026 fertiggestellt sind.

„Es mache keinen Sinn mehr, dieses Haus zu erhalten“, betonte Bernd Roters am Montag im Zusammenhang mit dem geplanten Abriss des ehemaligen Lammersmann-Hauses an der Schermbecker Straße. Das Gebäude sei stark verfallen, durchsetzt mit Schimmel, und die Treppe in die erste Etage existiere nicht mehr. Roters‘ Aussage war eine Antwort auf die Nachfrage von Henry Tünte, Vertreter der Grünen, ob ein Abriss wirklich alternativlos sei.

Das Haus sei, so erklärte Bürgermeister Martin Tesing, im Jahr 2022 von der Gemeinde erworben worden, um dort möglicherweise Flüchtlinge unterzubringen. Eine Nutzung zu diesem Zweck habe jedoch nicht stattgefunden, und das Gebäude stehe bis heute leer. Eine alternative Nutzung oder ein Verkauf des Grundstücks sei nicht vorgesehen, da das Areal in der Erler Dorfmitte städtebaulich weiterhin von besonderem Interesse für die Gemeinde sei.

Der Gemeinderat stimmte einstimmig für den Abriss des Gebäudes. Die Bauverwaltung schätzt die Kosten für den Abbruch des Wohnhauses und der angrenzenden Garagen auf rund 40.000 Euro. Die Ausschreibung für die Arbeiten soll zeitnah erfolgen.

Übergangsweise Parkplatz geplant

Als Übergangslösung plane die Gemeinde, auf dem Grundstück einen provisorischen Parkplatz mit Schotterdecke anzulegen. Grund hierfür sei, so Tesing, der durch die Baustelle auf der Hofstelle Böckenhoff entstehende Parkdruck in Erle.

Die neuen Parkplätze für das HUB an der Silvesterstraße werden laut aktueller Planung frühestens Anfang 2026 fertiggestellt.

Frischer Wind im Jugendhaus Erle: Interview mit Leiterin Anna Löbbecke

Anna Löbbecke ist die neue Leiterin des Jugendhauses in Erle und fühlt sich jetzt schon angekommen und pudelwohl. Mit viel Berufserfahrung und neuen Ideen möchte sie die Übergangsräume in der Sporthalle gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen in den nächsten Wochen weiterentwickeln.

Im Interview spricht sie über ihre Herangehensweise, Herausforderungen und die Zukunftspläne.

Ankommen und Zuhören

Nach nur wenigen Tagen im Amt legt Anna Löbbecke den Fokus bewusst auf das Kennenlernen der Kinder und Jugendlichen. „Mir ist es wichtig, nicht einfach Angebote ins Leben zu rufen, die ich toll finde. Stattdessen möchte ich die Bedürfnisse der Kids verstehen und Angebote gemeinsam mit ihnen gestalten“, erklärt sie. Der Austausch und das Miteinander stehen für sie an erster Stelle.

Täglich kommen zwischen 10 und 30 Kinder

Aktuell sei die Besucherstruktur sehr gemischt: „Der Jüngste ist gerade einmal fünf Jahre alt, die Ältesten schon über 20. Das funktioniert erstaunlich gut. Es ist schön zu sehen, wie die Altersgruppen hier miteinander agieren.“ Täglich kommen zwischen 10 und 30 Kinder ins Jugendhaus, je nach Wochentag und Uhrzeit. „Ab 15 Uhr wird es meist richtig voll“, sagt Löbbecke. Bis zu 20 Besucher seien gleichzeitig im Haus, was manchmal schon grenzwertig sei: „Einigen ist es dann zu laut, aber das gehört dazu.“

Ein behutsamer Start: Erst kennenlernen, dann handeln

Anna Löbbecke bringt nicht nur frische Konzepte mit, sondern vor allem eines: Geduld. Ihre ersten Wochen stehen ganz im Zeichen des Kennenlernens. Statt vorschnell neue Angebote auf die Beine zu stellen, will sie die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen in Erle verstehen.

„Zwischen den beiden Jugendhäusern in Raesfeld und Erle gibt es große Unterschiede bei den Besuchern. Deshalb ist es mir besonders wichtig, keine vorgefertigten Programme zu starten, sondern zuerst die Kids und ihre Interessen kennenzulernen“, erklärt sie. Die Altersstruktur im Haus reicht dabei von der jüngsten Besucherin, die gerade fünf Jahre alt ist, bis zu jungen Erwachsenen über 20. Trotz dieser Bandbreite gelingt das Miteinander erstaunlich gut.

„Es ist schön zu sehen, wie die unterschiedlichen Altersgruppen hier zusammen agieren. Die Kleinsten sind dabei, weil sie mit ihren älteren Geschwistern kommen, und auch die Älteren finden ihren Platz“, beschreibt Anna Löbbecke begeistert.

Die Übergangslösung: Herausforderung und Chance

Das Jugendhaus befindet sich derzeit in einer provisorischen Phase – eine Situation, die Löbbecke aber positiv betrachtet. „Natürlich ist das eine Übergangslösung, aber für mich ist es auch eine Chance: Ich kann die Jugendarbeit komplett neu gestalten und den aktuellen Bedürfnissen anpassen.“ Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde lobte sie besonders: „Wir ziehen hier alle an einem Strang. Das ist eine echte Luxussituation.“

Auch in den provisorischen Räumlichkeiten bemühe sich die Gemeinde um bestmögliche Lösungen. Ein Beispiel dafür sei die geplante Küchenzeile: „Das ist etwas, was uns hier noch sehr fehlt. Jörg Heselhaus macht da ordentlich Druck, und erfahrungsgemäß wird die Küche bald stehen.“

Medien als Brücke ins Jugendhaus

Ein besonderes Gesprächsthema: Wie bringt man Kinder und Jugendliche vom PC weg? Anna Löbbecke erklärt: „Medien sind ein super Lockmittel. Sie lieben es, Playstation zu spielen oder am PC zu sitzen. Aber hier im Jugendhaus müssen sie miteinander agieren, sich abwechseln und reden. Das fördert die Kommunikation und das Miteinander“, erklärt sie. Und das sei ein großer Unterschied zum einsamen Spielen zu Hause. Regeln sorgen dafür, dass die Zeit am Bildschirm begrenzt bleibt: „Nach einer Weile wechseln sie von selbst und finden oft Freude an anderen Aktivitäten wie Billard, Kicker oder Basteln.“

Kreativität und Gemeinschaft

Neben den Medienangeboten sorgen kreative Aktivitäten für Abwechslung: „Der Billardtisch und der Kicker sind Dauerbrenner, aber auch Bastelaktionen kommen sehr gut an“, so Löbbecke. Jüngst wurden gemeinsam Bilderrahmen gestaltet und Weihnachtskarten gebastelt.

Ein besonderes Highlight war das Aufhübschen des Nebenraums, der vorher als Abstellkammer diente. „Die Mädchen waren so begeistert, dass sie am nächsten Tag sogar Deko von zu Hause mitgebracht haben, um ihr Mini-Wohnzimmer zu gestalten.“

Streitigkeiten? Ein Lernfeld für die Jugendlichen

Auch wenn es mal zu Konflikten kommt, bleibt die Jugendhausleiterin gelassen. Für sie sind solche Situationen vor allem eine Chance: „Streitigkeiten gibt es natürlich, das gehört dazu. Aber ich greife nur ein, wenn die Jugendlichen keine Lösung finden. Sie sollen lernen, miteinander zu sprechen und ihre eigenen Regeln aufzustellen“, erklärt sie. Oft reichen schon kleine Impulse, um die Jugendlichen zum Nachdenken zu bringen.

Ein besonderer Begleiter: Filou, der Publikumsliebling

Neben den zahlreichen Angeboten gibt es im Jugendhaus noch einen besonderen Star: Filou, der Haus- und Hofhund. „Die Kinder kommen rein und freuen sich als Erstes über Filou. Er gehört einfach dazu und ist für viele der absolute Publikumsliebling“, lächelt Anna Löbbecke.

Jugendhaus Erle unter neuer Leitung mit Anna Löbbecke
Hund Filou gehört einfach dazu. Foto: Petra Bosse

Jugendliche loben die Veränderungen

Auch die Besucher des Jugendhauses nehmen die Veränderungen unter der neuen Leitung positiv wahr. Fin, 17 Jahre und seit er fünf Jahre alt ist, Besucher des Erler Jugendhauses, bemerkt den frischen Wind: „Der Raum wird jetzt komplett anders genutzt, und das macht echt etwas aus. Auch die Dekoration ist viel besser geworden. Man merkt einfach, dass sich was tut.“

Der 13-jährige Joel äußert sich ebenfalls positiv über die neue Leiterin des Jugendhauses und beschreibt die Veränderungen, die bereits spürbar sind. Die neue Leitung bringe frischen Wind, erklärt der Jugendliche. Zwar seien noch nicht viele neue Spiele oder Angebote hinzugekommen, aber er wisse, dass einiges in Planung sei.

Ein Jahr Übergangszeit: kein Problem?

Die derzeitige Notlösung in der Sporthalle ist bis Ende 2025 angedacht und begrenzt . Doch Joel sehe keine Schwierigkeiten: „Dieses eine Jahr, das schaffen wir problemlos.“ Auch die Stimmung unter den Jugendlichen sei gut: „Streitigkeiten habe ich hier noch nicht erlebt.“

Zukunftspläne: Es brodelt vor Ideen

Konkrete Pläne für das kommende Jahr sind bereits in Arbeit. Anna Löbbecke bleibt jedoch vorsichtig: „Ich möchte erst etwas ankündigen, wenn ich sicher bin, dass es umgesetzt wird. Wir arbeiten gerade an einigen Ideen und stellen Förderanträge. Spätestens Anfang des Jahres werde ich mehr erzählen können.“

Für sie steht fest: Das Jugendhaus in Erle ist ein wichtiger Treffpunkt, der gemeinsam mit den Kindern, Jugendlichen und der Gemeinde weiterentwickelt werden kann. „Die Zusammenarbeit funktioniert gut und bietet uns viele Möglichkeiten, das Jugendhaus optimal zu gestalten“, fasst sie zusammen.

Anna Löbbecke Jugendhaus Erle
Kinder haben schon fleißig kreative Weihnachtskarten gebastelt. Foto: Petra Bosse

Der Weihnachtsmann kommt morgen

Die Situation passt natürlich perfekt: Weihnachten steht vor der Tür. Einen Wunschbaum gibt es hier nicht, stattdessen wurden die Wünsche direkt im Gespräch erfasst. „Mir war es wichtig, einfach mit den Kindern zu sprechen und zu schauen, was ihre Wünsche sind“, erklärt Löbbecke. Die Kinder hatten im Vorfeld die Möglichkeit, ihre Wünsche zu äußern, und morgen wird der Weihnachtsmann hoffentlich viele davon erfüllen.

Finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde

Die Finanzierung der Geschenke übernimmt die Gemeinde. „Da dieses Jahr relativ lange nicht viel passiert ist, hatte ich zum Jahresende noch Budget übrig“, freut sich die Jugendhausleiterin. Und dieses Budget wurde nun sinnvoll genutzt, um den Jugendlichen etwas Gutes zu tun. Wünsche im Rahmen – oder auch etwas darüber hinaus

Die meisten Wünsche seien in einem überschaubaren Rahmen von bis zu 30 Euro geblieben. „Einige gingen aber auch etwas darüber hinaus“, fügt sie schmunzelnd hinzu. Besonders beliebt sei FIFA 25. „Da sind wir gespannt, ob es das morgen geben wird.“ Auch ein neuer Playstation-Controller stand auf der Liste: „Die Controller werden hier so viel genutzt, dass einer auch mal schnell kaputt geht.“

Darüber hinaus hat Weihnachten noch weitere Vorteile. „Die Räume sind noch recht leer, daher hatte ich freie Hand, noch einmal ordentlich einzukaufen, damit sich die Kids gut beschäftigen können und Spaß haben“, ergänzt Löbbecke.

Haushaltsreden 2024: Zustimmung, Kritik und Forderungen der Fraktionen in Raesfeld

In den Haushaltsreden 2024 zeigen die Fraktionen im Gemeinderat Raesfeld Zustimmung als auch Kritik am vorgelegten Haushaltsplan.

Letzte Ratssitzung der Gemeinde Raesfeld 2024

Die CDU lobte die solide finanzielle Lage, betonte jedoch die Notwendigkeit von Investitionen in Infrastruktur und Bildung.
Die SPD würdigte soziale Projekte, forderte aber mehr Engagement für bezahlbaren Wohnraum und nachhaltige Mobilität. Die Grünen begrüßten Klimaschutzmaßnahmen wie die Kommunale Wärmeplanung, kritisierten jedoch die schleppende Umsetzung der Verkehrswende und forderten konsequenten Natur- und Artenschutz. Die UWG lobte die Haushaltspolitik, äußerte jedoch Bedenken zur Rücklagenentwicklung und rief zu mehr Bürgernähe auf.

Während CDU und SPD dem Haushalt zustimmten, hat die UWG die Zustimmung zum Haushaltsplanentwurf verweigert. Und auch die FDP stimmte sich dagegen aus. Die Grünen gaben dem Plan nur eine eingeschränkte Zustimmung.

Stellungnahme von Bernhard Bölker, CDU

Haushaltsrede von Bernhard Bölker Fraktionsvorsitzender der CDU Raesfeld
Fraktionsvorsitzender der CDU Bernhard Bölker. Foto: Petra Bosse

„Ein weiteres Jahr ist vergangen, und erneut stehen wir vor der Aufgabe, über den Haushalt der Gemeinde zu entscheiden“, begann Bernhard Bölker, Fraktionsvorsitzender der CDU, seine Rede zur Haushaltsdebatte 2025. Dabei betonte er, wie viel sich in der Gemeinde Raesfeld In den vergangenen zwölf Monaten bewegt habe ich: Nicht alles konnte abgeschlossen werden, aber vieles sei in Arbeit und werde die Fraktion auch im nächsten Jahr beschäftigen.

Erfolge und Projekte des Jahres 2024

Bölker hob die positiven Entwicklungen des laufenden Jahres hervor, darunter:

  • Die baldige Fertigstellung des „Femeichenparks“ in Erle.
  • Der schnell abgeschlossene Umbau des Jugendhauses in Raesfeld, der künftig mehr Platz für Gruppen bietet.
  • Die gelungene Neugestaltung des Parkplatzes hinter dem Rathaus.
  • Die Vergabe der Grundstücke am Levi-Schwarz-Weg.
  • Die Vergabebeschlüsse für die nächste Phase der Wehler Straße.

„Man könnte sich fragen, ob das nicht genug ist“, bemerkte Bölker und antwortete sogleich: „Die CDU-Fraktion sagt dazu klar: Nein. Es ist alles im Fluss, und das motivierte Team im Rathaus leistet herausragendes, auch wenn es oft an der Belastungsgrenze arbeitet.“

Zukünftige Vorhaben

Für das kommende Jahr skizzierte Bölker eine Vielzahl an Projekten, die die Entwicklung der Gemeinde weiter vorantreiben sollen:

  • Der Bau des Dorfgemeinschaftshauses in Erle.
  • Die Renovierung des Schlossturms und des Rittersaals.
  • Die Erweiterung der Grundschulen in Raesfeld und Erle.
  • Die Vorbereitungen zur Erweiterung der Kläranlage.
  • Der Bau eines neuen Kindergartens und eines größeren Parkplatzes in Erle.

Darüber hinaus erinnerte Bölker an einen CDU-Antrag aus dem Jahr 2021: „Wir regen erneut an, im Bewegungspark ein Gradierwerk zu errichten. Damals scheiterte es an der Finanzierung. Die CDU-Fraktion beantragt, die Möglichkeit alternativer Fördermittel zu prüfen.“

Finanzielle Verantwortung

Die geplanten Investitionen waren teuer, räumte Bölker ein, doch sie waren notwendig. „Natürlich müssen wir auch hinterfragen, wie wir das alles finanzieren. Aber wir als CDU-Fraktion sind überzeugt: Diese Projekte sind uns das Geld wert.“ Er verwies darauf, dass die Gemeinde über erhebliche Rücklagen verfügt: „Wir haben in den letzten Jahren gut gewirtschaftet. Dieses Polster gibt uns die Möglichkeit, viele Maßnahmen aus Eigenmitteln zu finanzieren.“

Bölker kritisierte die finanzielle Belastung der Kommunen durch Bund und Land: „Es ist nicht hinnehmbar, dass uns immer mehr Aufgaben ohne angemessene Gegenfinanzierung übertragen werden.“ Die kommunale Familie darf nicht weiter unterfinanziert bleiben.“

Gewerbeentwicklung als Schlüssel

Ein wichtiger Faktor für die finanziellen Spielräume der Gemeinde sind die Ansiedlung neuer Betriebe. „Raesfeld hat in den letzten Jahren 40 Prozent mehr Gewerbefläche geschaffen“, erklärte Bölker. „Das stärkt unsere Einnahmen und schafft Arbeitsplätze vor Ort.“ Dabei betonte er, dass die Gemeinde nicht von wenigen Großbetrieben abhängig sei: „Unsere vielfältige Gewerbestruktur ist ein stabiler Pfeiler für unsere Zukunft.“

Zustimmung zum Haushalt

Die CDU-Fraktion werde dem Haushaltsplan zustimmen, so Bölker: „Unsere Zustimmung erfordert Mut, denn Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von über 5 Millionen Euro binden Mittel über 2025 hinaus. Aber wir stehen hinter diesen Maßnahmen.“

Lediglich für das „Haus Bertold“ beantragte die CDU-Fraktion einen Sperrvermerk, bis eine endgültige Klärung der weiteren Nutzung vorliege.

Zuversicht und Dank

Zum Abschluss der Haushaltsrede blickte Bölker optimistisch in die Zukunft: „2025 wird ein Jahr der Eröffnungen. Vom Martinushaus bis zum Femeichenpark – diese Projekte zeigen, dass Raesfeld und Erle gemeinsam viel erreicht haben.“ Besonders hob er das Jubiläum des 50-jährigen Zusammenschlusses der beiden Orte hervor: „Es ist eine Erfolgsgeschichte, die uns allen Grund zur Zuversicht gibt.“

Stellungnahme von Volker van Wasen, UWG

Rede zum Haushalt Raesfeld von Volker van Wasen UWG
Volker van Wasen, Fraktionsvorsitzender der UWG-Fraktion. Foto: Petra Bosse

Volker van Wasen, Fraktionsvorsitzender der UWG Raesfeld-Erle, eröffnete seine Rede mit einem klaren Appell: Transparenz muss das Fundament demokratischer Prozesse sein. „In Zeiten, in denen das Vertrauen der Bürger in die Politik schwindet, müssen wir als Verantwortliche alles tun, um dieses Vertrauen zu festigen“, betonte er. Fehlende Transparenz und mangelnde Bürgerbeteiligung prägten seine Kritik an der politischen Praxis in Raesfeld. Öffentliche Aufträge seien nicht nur eine Frage der Wirtschaftlichkeit, sondern auch eine Frage der Gerechtigkeit und der Chancengleichheit. „Wenn wir öffentliche Gelder
ausgeben, müssen wir sicherstellen, dass dies auf faire und nachvollziehbare Weise
geschieht“.

Haushaltslage: Ein kritischer Blick

Der Haushaltsplan für 2025 weist ein Defizit von 2,9 Millionen Euro bei Rekordausgaben von über 30 Millionen Euro aus. Van Wasen bleibt jedoch kritisch: Die Lage scheine weniger dramatisch, als vom Bürgermeister dargestellt. Gleichzeitig warnt die UWG vor fehlgeleiteten Investitionen in „unnötige Prestigeprojekte“, die die finanzielle Belastung der Gemeinde unnötig erhöhen würden.

Kritische Infrastrukturprojekte

Drei Projekte standen besonders im Fokus:

  1. Parkplatz Silvesterstraße: „500.000 Euro für einen Parkplatz – das sind 14.000 Euro pro Stellplatz. Ist das wirklich notwendig?“ Van Wasen stellte die Sinnhaftigkeit infrage und forderte günstigere Alternativen wie eine Schotterfläche.
  2. Dorfplatz Erle: Bei den geplanten 700.000 Euro für den Neubau forderte er eine Abwägung: „Stehen die Kosten wirklich im Verhältnis zum Nutzen?“ Auch hier plädiert die UWG für maßvolle Lösungen.
  3. Pfarrsaal St. Martin: Eine massive Kostensteigerung von ursprünglich 250.000 € auf 450.000 € löste Unverständnis aus. „Wie kann es sein, dass die Fehleinschätzungen des Bauherrn (hier die katholische Kirche) dazu führen, dass weitere Steuergelder zur Subventionierung des Pfarrsaal in Höhe von insgesamt jetzt 450.000, – € eingesetzt werden sollen?“, so van Wasen.

Kommunale Wärmeplanung: Eine Chance für Raesfeld

Positiv äußerte sich die UWG zur kommunalen Wärmeplanung: Das Gebiet rund um das Schloss biete großes Potenzial und könnte schnell realisiert werden. Hier sollte zügig gehandelt werden, bevor lokale Wärmelieferanten vom Markt verschwinden. Die UWG betonte, dass Bürgerbeteiligung durch Workshops und Informationsveranstaltungen zentral sei, um Akzeptanz zu schaffen.

Windenergie: Ein vertanes Potenzial

Van Wasen ging auch auf die umstrittene Zahl der neuen Windenergieanlagen ein: „In den nächsten Jahren werden wir einen signifikanten Anstieg der Windkraftnutzung
in unserer Gemeinde erleben. Bis zu 14 Windräder sind oder werden vom Kreis Borken
genehmigt“. Die UWG kritisierte, dass Raesfeld die Gelegenheit verpasst habe, selbst in Windkraft zu investieren. „Damit hätten wir fast den gesamten Strombedarf von
Raesfeld decken können“, bedauerte er.

Grundsteuer und Kreisumlage: Belastung für die Bürger

Die UWG will sicherstellen, dass die Reform der Grundsteuer aufkommensneutral bleibt und fordert eine gerechte Gestaltung. Scharf kritisierte van Wasen die stetig steigende Kreisumlage um 783.000 Euro auf insgesamt 10.050.000 Euro.

„Der Kreis bildet Rücklagen auf Kosten der Kommunen – das ist nicht akzeptabel!“ Ein Antrag der UWG zur finanziellen Entlastung sei jedoch abgelehnt worden.

Soziale Themen und Prioritäten

Enttäuschung äußerte van Wasen über die Ablehnung des UWG-Antrags zur Beitragsbefreiung für Geschwisterkinder bei der Kinderbetreuung: „In einer angespannten Haushaltslage lehnen wir eine finanzielle Entlastung von Familien ab, aber unterstützen teure Infrastrukturprojekte – das kann nicht sein!“

Fazit und Ausblick – Keine Zustimmung zum Haushaltsplan

Volker van Wasen zog ein ernüchterndes Fazit: „In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dürfen wir Steuergelder nicht leichtfertig ausgeben. Die UWG wird dem Haushaltsplan 2025 deshalb nicht zustimmen“. Gleichzeitig kündigte er an, dass sich die UWG auch im kommenden Jahr „engagiert und konstruktiv für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Raesfeld einsetzen wird“.

Stellungnahme von Christoph Stephan, FDP-Fraktion

Haushaltsrede von Fraktionsvorsitzenden der FDP Raesfeld Christoph Stephan
Fraktionsvorsitzender der FDP Christoph Stephan. Foto: Petra Bosse

„Recycling ist im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens durchaus positiv – wenn aber die Haushaltsrede des letzten Jahres nahezu wortgleich wiederholt werden kann, ist das bemerkenswert“, begann Christoph Stephan, Fraktionsvorsitzender der FDP, seine Haushaltsrede. Mit einem kritischen Rückblick stellte er fest, dass die bilanzielle Lage sich kaum verändert habe. „Und jährlich grüßt das Murmeltier muss man das wohl in Anlehnung an den Komödienklassiker resümieren.“

Kritik an der Steuer- und Abgabenlast

Stephan hob hervor, dass das Haushaltsplus der Gemeinde weniger auf tatsächliche wirtschaftliche Erträge als auf gestiegene Steuern zurückzuführen sei. „Die reale Gemengelage für die Mitbürgerinnen und Mitbürger ebenso wir für die ansässigen Unternehmen ist leider keineswegs gleichgeblieben. Die Nettoeinkommen der arbeitenden Bevölkerung gehen aufgrund steigender Belastungen für Steuern und Sozialabgaben weiter abwärts“, erklärte er. Besonders kritisierte er die Rahmenbedingungen auf Bundes- und Europaebene: Eine entfesselte Regelungswut gepaart mit ökologischen Planzielen, die derzeit mehr unseren Nachbarländern als uns selbst dienen, würden die die heimische Wirtschaft strangulieren. Gleichzeitig greife man dilettantisch in die Lebensrealität der Menschen ein – in den Heizungskeller, den Vorgarten und aufs Dach. Er stellte klar, dass die Kommunen mit ihren Entscheidungen zur Grundsteuer und Gewerbesteuer Teil dieses Systems seien.

Rückzahlung nach Entlastung

Angesichts der soliden Haushaltsführung der vergangenen Jahre forderte Stephan, die Ausgleichsrücklage nicht als Selbstzweck zu betrachten, sondern gezielt für Entlastungen einzusetzen: Jetzt sei die Zeit, Abgaben zu senken – sowohl für Bürgerinnen und Bürger als auch für Unternehmen. Das sei nicht nur finanzpolitisch sinnvoll, sondern auch eine Frage der Gerechtigkeit.

Er machte deutlich, dass die FDP-Fraktion eine Senkung der Grundsteuer und der Gewerbesteuer für unerlässlich hält, um die finanzielle Belastung in der Gemeinde zu reduzieren: „Mit der soliden Haushaltsführung der zurückliegenden Jahre haben wir den finanzpolitischen Rahmen geschaffen, der es uns ermöglicht, in schlechteren Zeiten handlungsfähig zu bleiben und für Entlastung zu sorgen. Davon wollen wir auch nicht abweichen! Aber die Ausgleichsrücklage ist kein Selbstzweck!“

Ablehnung des Haushaltsentwurfs

Obwohl Stephan die Ausgabeplanung des Haushaltsentwurfs für 2025 als „schlüssig“ bezeichnete, kündigte die FDP-Fraktion an, diesen nicht mitzutragen: „Wir lehnen den Entwurf ab, da er keine Entlastungen vorsieht. Unsere Aufgabe ist es, jetzt die Bürgerschaft zu entlasten, nicht die Rücklagen weiter aufzustocken.“

Mit einem Appell für eine nachhaltige und bürgernahe Politik schloss Stephan seine Rede: Die Menschen in unserer Gemeinde können verantwortungsvoll mit ihrem Geld umgehen. Lassen wir ihnen so viel davon wie möglich, statt es unnötig zu binden.

Stellungnahme von Henry Tünte – Die Grünen

Haushaltsrede zum Haushalt 2025 Raesfeld von Henry Tünte Die Grünen
Fraktionsvorsitzender der Grünen Henry Tünte. Foto: Petra Bosse

Die Gemeinde stehe finanziell insgesamt gut da, auch wenn sie in diesen unsicheren Zeiten auf Rücklagen zurückgreifen müsse. Ein zentrales Thema war der Umgang mit den Geflüchteten, insbesondere aus der Ukraine. Die zeitweise Umnutzung des Jugendhauses in Erle sei notwendig gewesen, jedoch mahne man an und es werde erwartet, dass das Versprechen der befristeten Nutzung eingehalten werde.

Klimaschutz und Klimafolgenanpassung

Klimaschutz und Klimafolgenanpassung nehmen einen großen Stellenwert in der Rede ein. Tünte begrüßte das erarbeitete Klimaschutzkonzept und die Kommunale Wärmeplanung, forderte aber, es reiche nicht, nur Konzepte zu haben. Diese müssen jetzt umgesetzt und vor allem gelebt werden! Besonders im Bereich Verkehrswende sei noch viel zu tun: Es dürfe nicht sein, dass das Auto für kurze innerörtliche Wege die einzige Option bleibe. Der Ort müsse so gestalten werden, dass Fahrradfahren und Zufußgehen zur angenehmen Wahl werden.

Landschaftswasserhaushalt

Ein weiterer Schwerpunkt war der Landschaftswasserhaushalt . Angesichts der drohenden Dürreperioden und des sogenannten Dampfdruckdefizits (DDD) warnte Tünte: „Wenn die Pflanzen ihre Spaltöffnungen schließen und kein Wachstum mehr möglich ist, stehen wir vor einem Kipppunkt. Wälder könnten hier auf Dauer nicht mehr lebensfähig sein.“ Stattdessen fordern die Grünen eine Neugestaltung der Entwässerungslandschaft zu einer „Schwammlandschaft“. Wasser müsse länger in der Fläche gehalten werden. Über Drainagen zu diskutieren, sei der falsche Weg.

Auch bei der Biodiversität sieht Tünte dringenden Handlungsbedarf. Das Label Naturpark Hohe Mark und die münsterländische Parklandschaft seien schöne Begriffe, doch sie müssten endlich mit Inhalt gefüllt werden. Das heißt: Wegeränder und öffentliche Flächen müssen nachhaltig bewirtschaftet werden.“

Zum Thema Windkraft erklärte die Fraktion ihre klare Position: „Wir bekennen uns ausdrücklich zu einem weiteren Ausbau. Aber wir erwarten, dass die Gemeinde dabei beteiligt wird. Unsere Planungshöhe darf nicht untergraben werden!“ Fehlentwicklungen und Unverständnis in der Bevölkerung müssten vermieden werden.

Eingeschränkte Zustimmung zum Haushaltsplan

Der Haushaltsplan findet aufgrund dieser Punkte nur eine eingeschränkte Zustimmung der Grünen Fraktion. „Wir werben eindringlich für ein beherzteres Vorgehen zum Schutz unserer Lebensgrundlagen“, betonte Tünte abschließend.

Ein besonderer Dank geht an die Ratsmitglieder und sachkundigen Bürger. „Dank geht an unsere Ratsmitglieder sowie sachkundigen Bürger für die zurückliegende Arbeit. Wir werden die Entwicklungen in Raesfeld weiter kritisch begleiten“.

Stellungnahme von Elke Rybarczyk, SPD

Elke Rybarczyk SPD
Foto: Petra Bosse

Die Fraktionsvorsitzende der SPD, Elke Rybarczyk, lobte die solide finanzielle Lage der Gemeinde: „Die Gemeinde bleibt im 31. Jahr schuldenfrei – das ist eine Leistung, die uns viele beneiden.“ Trotz des Defizits von 2,9 Millionen Euro ermögliche die Rücklage die finanzielle Stabilität.

Kritik an der Dorferneuerung

Zur Dorferneuerung äußerte Rybarczyk Bedenken bei unnötigen Ausgaben:
„Eine Mobilstation vor dem Rathaus mit digitaler Anzeige ist reine Geldverschwendung. Ein abgesenkter Bordstein und ein darüber liegender Fahrradständer hätten ausgereicht.“
Auch Detailfragen, wie der Parkplatz auf dem Da-Enzo-Gelände, wurden zu wenig transparent behandelt: „Provisorisch angekündigt und plötzlich fest eingeplant – das ist nicht akzeptabel.“

Bezahlbarer Wohnraum

Besonders kritisierte die SPD die fehlenden Fortschritte beim sozialen Wohnungsbau:
„Bezahlbarer Wohnraum bleibt für viele unerreichbar. Unsere Anträge werden vergeben oder ausgesessen. Hier ist die Gemeinde in der Verantwortung.“

Parkplätze und Femeichengelände

Die Parkplätze am Froschbrunnenplatz bezeichnete Ryybarczyk als „Rolle rückwärts“ in der Dorfwicklung. Zur Umgestaltung des Femeichengeländes sagte sie: „Niemand wollte Kahlschlag. Das Risiko für die Femeiche hat viele Menschen vor Ort tief bewegt.“

Zustimmung zum Haushalt

Trotz der Kritikpunkte kündigte die SPD ihre Zustimmung an: „Der Haushalt ist solide und die Finanzlage stabil. Dennoch erwarten wir mehr Transparenz und bürgernahe Entscheidungen.“

Haushaltreden zum Download in voller Länge

UWG-Fraktion Volker van Wasen

SPD-Fraktion Elke Rybarczyk

FDP-Fraktion Christoph Stephan

CDU – Fraktion Bernhard Bölker

Die Grünen – Henry Tünte

Klimaschutzkonzept der Gemeinde Raesfeld: Energieberatung für Ihr Zuhause

Jetzt schnell anmelden und von kostenloser Beratung profitieren. Die Gemeinde Raesfeld bietet in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale NRW eine individuelle Energieberatung für Ihr Zuhause an. Die ersten 30 Anmeldungen erhalten die Beratung sogar kostenlos, da die Gemeinde das Entgelt von 40 Euro erstattet.

Das Klimaschutzkonzept der Gemeinde Raesfeld trägt erste Früchte. Wie Bürgermeister Martin Tesing am Montag in der Ratssitzung mitteilte, bietet die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale NRW ein neues Beratungsangebot an.

Individuelle Beratung zur Haussanierung

Ein 90-minütiges individuelles Beratungsgespräch zur Haussanierung kann direkt bei den Bürgern zuhause stattfinden. Die Energie-Fachleute der Verbraucherzentrale NRW übernehmen die Beratung. Die Gemeinde Raesfeld unterstützt dieses Angebot: Für die ersten 30 Beratungen wird das Entgelt von 40 Euro nach erfolgter Beratung zurückerstattet.

Anmeldung und Zeitraum

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich für das Beratungsangebot zwischen dem 13. Januar und dem 10. Februar anmelden. Die Anmeldung erfolgt über die Gemeinde Raesfeld unter der Telefonnummer 02865-955 191 oder per E-Mail an k[email protected].

Die Beratungen selbst finden im Zeitraum vom 13. Januar bis zum 31. März 2025 statt.

Hintergrund

Mitte November stimmte der Raesfelder Rat dem Klimakonzept der Gemeinde zu. Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat das Klimaschutzkonzept für die Kommune. Zuvor stellte Philipp Mihajlovic vom Büro Baum Consult den Abschlussbericht vor. Neben den Ergebnissen präsentierte er auch die zentralen Themenfelder, an denen in Zukunft weitergearbeitet werden soll.

Mobilität als Herausforderung

Ein Schwerpunkt sei die Mobilität, die Mihajlovic als „eines der schwierigsten Themen im ländlichen Bereich“ bezeichnete. Es werde entscheidend sein, Klimaschutz über Kommunikation auch in Schulen und Kitas zu bringen. Im Verlauf des Prozesses habe sich gezeigt, wie wichtig eine zentrale Anlaufstelle für Klimafragen sei. Diese Rolle wird zukünftig im Rathaus von Mitarbeiter Daniel Knufmann übernommen. Auch wenn die Gemeinde damit keinen offiziellen Klimaschutzmanager vorweisen kann, sei dies, wie Bürgermeister Martin Tesing seinerzeit betonte, ein entscheidender Schritt.

Das Klimaschutzkonzept der Gemeinde Raesfeld

Die Gemeinde Raesfeld hat im Jahr 2021 beschlossen, die bisher umgesetzten Klimaschutzaktivitäten zu bündeln und in einem strukturierten Konzept zusammenzufassen. In den Jahren 2022 und 2023 wurde daher eine Fokusberatung zum Thema Klimaschutz durchgeführt. Der vorgelegte Abschlussbericht umfasst insgesamt 77 Seiten.

Workshops und Ergebnisse

Im Rahmen des Prozesses fanden drei Workshops statt, bei denen zentrale Klimafragen erörtert wurden. Dabei zeigte sich, dass rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen auf die Bereiche Gewerbe und Industrie, private Haushalte sowie Verkehr entfallen. Eine Modellrechnung zeigt, dass die Gemeinde das Ziel, die Emissionen von 1990 bis zum Jahr 2030 um 65 Prozent zu verringern, erreichen kann.

Ausblick

Mit der Zustimmung zum Klimaschutzkonzept setzt die Gemeinde Raesfeld einen klaren Kurs für die kommenden Jahre. Besonders im Bereich der Mobilität und der Bewusstseinsbildung in Schulen und Kitas sollen konkrete Maßnahmen folgen.

Modell für die Wappen-Schilder des Altkreises Borken in Raesfeld entdeckt

Kreis-Ruheständler Klaus Wasmuth entdeckt Modell für Wappen-Schilder des Altkreises Borken. Entwurf des Raesfelder Künstlers Hermann Kunkler.

Kreis Borken/Raesfeld. Vor 1975 prägten sie die Hauptstraßen des damaligen Landkreises Borken: große, kunstvoll in Metall gefasste Schilder, die das Kreiswappen als Willkommensgruß präsentierten. Gestaltet wurden diese Schilder vom Bildhauer und Goldschmied Hermann Kunkler, der lange in Raesfeld tätig war und 2020 verstarb.

Entdeckung durch Klaus Wasmuth

Kürzlich entdeckte Klaus Wasmuth, ein Ruheständler aus Schermbeck, der bis zu seinem Renteneintritt als Vermessungsingenieur im Katasteramt der Borkener Kreisverwaltung tätig war, das originale Muster dieser Wappenschilder. Gefunden hat er es beim Raesfelder Gold- und Silberschmiedemeister Fritz Rest. Der heute 88-jährige Rest hatte 27 Jahre für Kunkler gearbeitet und das Muster sowie die Schilder nach dessen Entwurf gefertigt.

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Hermann Kunkler an seinem Froschbrunnen in Raesfeld. Foto Archiv: Petra Bosse

„Dazu gehörte es sogar, jedes einzelne Kreiswappen farbig auszumalen“, erinnert sich Fritz Rest schmunzelnd und ergänzt: „Viele Kunstwerke von Hermann Kunkler – vor allem sakraler Kunst – sind so in enger Zusammenarbeit entstanden.“

Eine Erinnerung an alte Zeiten

„Angesichts des bevorstehenden 50. Jahrestages der kommunalen Neugliederung in NRW ist dieses Kunstwerk eine schöne Erinnerung an alte Zeiten“, kommentierte Klaus Wasmuth. Am 1. Januar 1975 wurde der heutige Kreis Borken durch die Zusammenlegung der Altkreise Ahaus und Borken sowie der kreisfreien Stadt Bocholt gegründet. Die Schilder zeigen damals das Wappen des ehemaligen Kreises Borken.

Meisterliche Handwerkskunst in Raesfeld

Fritz Rest, heute 88 Jahre alt, hatte insgesamt 27 Jahre für Hermann Kunkler gearbeitet. Nach dessen Entwurf fertigte er zunächst das Modell des Wappenschildes und später die eigentlichen Schilder. „Dazu gehörte es sogar, jedes einzelne Kreiswappen farbig auszumalen“, erinnert sich Rest mit einem Schmunzeln. Er betont, dass viele der Werke Kunklers, insbesondere sakrale Kunstwerke, in enger Zusammenarbeit entstanden seien. Die Schilder, die an den Grenzen des Landkreises standen, wurden damit zu einem besonderen Aushängeschild der Region.

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Kunstwerk: Der Wächter von Hermann Kunkler. Foto: Archiv

Historischer Kontext und Bedeutung

„Angesichts des bevorstehenden 50. Jahrestages der kommunalen Neugliederung in NRW ist dieses Kunstwerk eine schöne Reminiszenz an alte Zeiten“, erklärte Klaus Wasmuth. Die kommunale Neugliederung, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat, führte zur Bildung des heutigen Kreises Borken aus den Altkreisen Ahaus und Borken sowie der kreisfreien Stadt Bocholt. Die historischen Schilder mit dem Wappen des Altkreises Borken wurden damit zu einem Symbol des Übergangs und des Wandels.

Wappen Raesfeld Borken
An seinen Grenzen stellte der Landkreis Borken vor 1975 an wichtigen Durchgangsstraßen die von Hermann Kunkler gestalteten Schilder auf / Foto: Kreisarchiv Borken

Übergabe an die Kreisverwaltung

Zusammen mit dem früheren stellvertretenden Landrat und heutigen Bundestagsabgeordneten Karlheinz Busen sowie Kevin Schneider aus Isselburg übergab Wasmuth das wertvolle Exponat im Borkener Kreishaus an Landrat Dr. Kai Zwicker. Dieser zeigte sichtlich erfreut über die Übergabe und dankte herzlich: „Es handelt sich um ein besonderes Stück Kreisgeschichte.“ Das Wappenmodell wird nun in die historische Sammlung des kulturhistorischen Zentrums „kult Westmünsterland“ in Vreden aufgenommen, wo es dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Elke Rybarczyk, Fraktionsvorsitzende der SPD Raesfeld, tritt nicht mehr an

Die Fraktionsvorsitzende der SPD Raesfeld, Elke Rybarczyk, hat angekündigt, bei der nächsten Kommunalwahl im September 2025 nicht mehr zu kandidieren.

Diese Nachricht verkündete die Fraktionsvorsitzende am Ende ihrer gut zwanzig minütigen Haushaltsrede am Montag im Rat der Gemeinde Raesfeld. Mit den Worten: „Liebe Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung: Sie können aufatmen, dies ist meine letzte Haushaltsrede, der Sie zuhören dürfen oder müssen“, kündigte Rybarczyk an, bei der nächsten Kommunalwahl nicht mehr zu kandidieren. Und keine Angst, ich gehöre nicht zu den Politikerinnen und Politikern, die, ohne rot zu werden, ihren Rücktritt vom Rücktritt feiern – meist aus fadenscheinigen bis heuchlerischen Gründen“.

Zementierten Mehrheitsverhältnisse

Die letzten vieren Jahre seien für sie persönlich bereichernd gewesen – obwohl ihr das Engagement nicht immer nur Freude bereitet habe. „Unter anderem bedingt durch die nachträglich geschaffenen und damit mal wieder zementierten Mehrheitsverhältnisse, die so manche Meinungsverschiedenheit oder gar Konflikte vorhersehbar machten“, so Rybarczyk.

Persönliche Bilanz und Kritik an den politischen Verhältnissen

In ihrer Rede reflektierte Rybarczyk über ihre Amtszeit. Die letzten vier Jahre seien für sie persönlich bereichernd gewesen, obwohl das politische Engagement nicht immer Freude bereitet habe. Dies führte sie unter anderem auf „nachträglich geschaffene und zementierte Mehrheitsverhältnisse“ zurück, die politische Konflikte und Meinungsverschiedenheiten vorprogrammiert hatten.

Abschiedsworte an Bürgermeister Martin Tesing: Eine persönliche Bilanz

Rybarczyk nutzte die Gelegenheit, um auf das angekündigte Ende der Amtszeit von Bürgermeister Martin Tesing einzugehen. Es sei, so Rybarczyk, traditionell üblich, Lobeshymnen auf den scheidenden Verwaltungschef zu halten. „Großprojekte wie die Dorferneuerung sind in Angriff genommen worden, mit sozialverträglichem Wohnungsbau brauchen Sie sich nun nicht mehr herumärgern und wenn die Rechnungen kommen, wird Sie das in Weseke kaum berühren“.  

Als Fraktionsvorsitzende der SPD und als Stellvertretende Bürgermeisterin wolle sie die Gelegenheit nutzen eine persönliche Bilanz zu ziehen und richtete ihre Worte an den Bürgermeister: „Sie haben in den letzten vier Jahren Ihren eigenen Stil geprägt und es war nicht immer einfach mit Ihnen. Dennoch prägte stets ein Maß an Respekt und Wertschätzung unser politisches Mit- oder auch Gegeneinander“.

Johannes Ostermann: UWG-Kandidat für die Bürgermeisterwahl 2025

Vorstand und Fraktion der UWG Raesfeld-Erle nominieren Johannes Ostermann als eigenen Bürgermeisterkandidaten.

In der letzten Ratssitzung des Jahres 2024 am Montag (16.12.2024) hat die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) Raesfeld ihren Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im September 2025 aufgestellt. Wie Fraktionsvorsitzender Volker van Wasen am Ende seiner Haushaltsrede heute bekannt gab, wird Johannes Ostermann für die UWG ins Rennen um das Bürgermeisteramt gehen.

Johannes Ostermann: Verwurzelt in Raesfeld

Johannes Ostermann ist 35 Jahre alt. Er wurde als erstes von acht Kindern im Dämmerwald geboren. Seit 14 Jahren lebt er mit seiner Frau, zwei Kindern und einigen Geschwistern auf dem Heimathof seiner Mutter an der Weseler Straße.

Beruflich arbeitet der staatlich geprüfte Agrarbetriebswirt auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Raesfeld und ist seit einigen Jahren sachkundiger Bürger für die UWG.

Bürgermeisterwahl 2025 – Zwei Kandidaten stehen fest

Der amtierende Bürgermeister Martin Tesing hatte bereits im letzten Monat angekündigt, bei der nächsten Wahl nicht mehr zu kandidieren. Damit ist in Raesfeld ein spannender Wahlkampf um das höchste Amt in der Gemeinde eröffnet.

Die CDU hatte ihren Kandidaten bekannt gegeben: Dirk Kuhmann wird für die Christdemokraten antreten.
Nun folgt die UWG mit Johannes Ostermann, der politisch noch unbeschrieben ist und somit als frisches Gesicht in den Wahlkampf startet.

Dirk Kuhmann ist neuer Bürgermeisterkandidat für Raesfeld der CDU
Dirk Kuhmann. Foto: Petra Bosse/Archiv

Mit der Ankündigung Ostermanns geht für die Gemeinde Raesfeld ein politisch intensives Jahr zu Ende. Der Wahlkampf dürfte im kommenden Jahr weiter an Dynamik gewinnen, wenn die Parteien um die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger kämpfen.

Kreis Borken lässt Trinkwasser aus Hausbrunnen in Raesfeld kontrollieren

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Untersuchung dient dem Gesundheitsschutz

Kreis Borken/Raesfeld. Der Kreis Borken lässt erneut die Trinkwasserqualität des Hausbrunnens in Raesfeld überprüfen. Diese Untersuchung dient dem Gesundheitsschutz, erläutert Michael Heistermann, Leiter des Fachbereichs Gesundheit des Kreises Borken. Ziel ist es, mögliche bakterielle Verunreinigungen, erhöhte Nitratwerte oder einen zu niedrigen pH-Wert festzustellen. Weitere Informationen stehen unter www.kreis-borken.de/trinkwasser bereit.

Kosten und Ablauf der Untersuchung

Brunnenbetreiber, die dem Kreis Borken einen Dauerauftrag erteilt haben, profitieren von einem kostengünstigen Angebot: Für 48,61 Euro übernimmt das Labor Bio-Diagnostix aus Reken die Probenentnahme und -analyse. Nach Terminvereinbarung entnehmen Sie geschulte Probenehmer vor Ort Wasserproben, die anschließend im Labor analysiert werden. Die Probenehmerinnen und -nehmer können sich durch einen Dienstausweis ausweisen.

Brunnen ohne Dauerauftrag müssen die Untersuchung eigenverantwortlich bei einem anerkannten Institut durchführen lassen.

Konsequenzen bei fehlender Untersuchung

Liegt kein Untersuchungsergebnis vor, ist der Fachbereich Gesundheit gesetzlich verpflichtet, die Kontrolle gebührenpflichtig vor Ort durchzuführen. Die Mitarbeitenden hoffen jedoch auf die freiwillige Mitwirkung und das Verständnis der betroffenen Haushalte. Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass ein Wechsel zu einem Stadtwasseranschluss dem Fachbereich Gesundheit anzeigepflichtig ist.

Kontakt für Fragen

Für Rückfragen zur Trinkwasseruntersuchung steht der Fachbereich Gesundheit unter der Servicenummer 02861/681-5915 zur Verfügung.

HUB Erle: Der Spatenstich, auf den die Welt gewartet hat!

Spatenstich mit Verzögerung: Ein Grund zum Feiern für die Bürgergenossenschaft Erle eG und ihr weltweit einzigartiges Projekt – das Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle.

Die Bürgergenossenschaft „Wir in Erle“ hat allen Grund zur Freude! Mit etwas Verspätung – schließlich ist die Baugrube bereits ausgehoben – wird am Samstag, den 21. Dezember um 11 Uhr der langsehnte symbolische Spatenstich für das neue HUB Erle gefeiert. Doch wie heißt es so schön? Besser spät als nie!

Offizieller Spatenstich für die Bürgergenossenschaft HUB Erle

Ein Spatenstich mit vollem Programm

Das Ereignis wird mit einem feierlichen Programm begonnen, das weit über den symbolischen Akt hinausgeht. Nicht nur ein bisschen Sand wird in die Luft geworfen, sondern die Feier wird kulinarisch untermalt. Die Wirte Arno Brömmel und Christian Lipfert sorgen für das leibliche Wohl: Es gibt Grünkohl, Gulaschsuppe und in der Hütte vor Brömmels Lokal fließen Bier, Glühwein und andere Kaltgetränke. Ein Event, das mehr als nur Baustellenstaub zu bieten hat.

Bau Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle Schermbecker Straße
Foto: Petra Bosse

Rückblick: Der Weg zum Spatenstich

Der symbolische Meilenstein ist das Ergebnis eines langen und nicht immer einfachen Weges. Bereits am 6. Juli 2024 stimmten die Bürgerinnen und Bürger der Genossenschaft mit überwältigender Mehrheit von 265 Ja-Stimmen und nur einer Enthaltung für das Millionenprojekt. Wer hatte damals gedacht, dass in einem Schützenfestzelt in Erle ein Beschluss gefasst würde, eine Kneipe für über 3 Millionen Euro zu bauen? Andreas Grotendorst, Vorstand, brachte es damals auf den Punkt: „Keiner hätte 10 Cent daraufgesetzt.“

Beschlussfassung-Bürgergenossenschaft-Erle-eG-HUB-Erle

Doch bevor der erste Spaten den Boden berührte, begann der Finanzierungs-Marathon. Gesucht musste gefunden und viele Details geplant werden. Schließlich fiel am 31. November 2023 der Startschuss – und die ersten Bauzäune standen bereit.

Das Bautagebuch: Von Baggern und Überraschungen

Der Bau begann spektakulär, und es gab einige Überraschungen. Mit dem ersten Schneefall am 22. November rückten die Bagger an, um die obersten Erdschichten abzutragen. Nur wenige Tage später, am 30. November, wurden die Träger für die Stahleisenwände gesetzt, um den Bürgersteig zu stabilisieren.

Dorfgemeinschaftshaus in Erle der Bürgergenossenschaft eG
Foto: Petra Bosse

Der 10. November brachte eine unerwartete Entdeckung ans Tageslicht: Ein Bagger stieß zufällig auf einen alten, 30.000 Liter fassenden Öltank, der seit mindestens 60 Jahren in der Erde schlummerte. Die Überraschung war groß, denn weder Dirk noch Johannes Böckenhoff hatten eine Ahnung, dass dieses Relikt dort verborgen lag.

Bauarbeiten HUB Erle Bürgergenossenschaft eG
Foto: Dirk Böckenhoff

Einladung an alle Mitglieder

Nun, da die ersten Schritte getan sind, lädt die Bürgergenossenschaft alle Mitglieder herzlich ein, diesen symbolischen Meilenstein gemeinsam zu feiern. Der Spatenstich markiert nicht nur den Beginn eines Bauprojekts, sondern auch das Engagement und die Gemeinschaft, die hinter diesem Vorhaben stehen.

Bauarbeiten für das Dorfgemeinschaftshaus Erle HUB Erle gestartet
Foto: Dirk Böckenhoff
Bürgergenossenschaft Erle im Münsterland Bauarbeiten begonnen
Foto: Gerd Lammers
Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle Bauarbeiten gestartet
Fotos: Gerd Lammers

Rundreise durch Indien – Die Heimat von Pater Johnsun erleben

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Pater Johnsun lädt zu einer besonderen Reise ein: Vom 14. Januar bis 29. Januar 2026 führt eine Rundreise durch Indien, das faszinierende Land der Vielfalt.

Mit dem Flugzeug und klimatisierten Reisebussen werden die Teilnehmer einige der eindrucksvollsten Orte Indiens entdecken.

Besonders an Wochenenden und Feiertagen strömen zahlreiche Familien, Paare und Reisegruppen zum Taj Mahal, um die beeindruckende Schönheit dieses Bauwerks zu erleben. Foto: Petra Bosse/Archiv

Höhepunkte der Reise

Zu den Zielen gehören unter anderem die pulsierenden Metropolen Kalkutta, Jaipur und Delhi. Auf dem Programm steht außerdem ein Besuch des weltberühmten Taj Mahal, das als eines der beeindruckendsten Bauwerke der Welt gilt. Begleitet wird die Reise von einer deutschsprachigen Reiseleitung, die spannende Einblicke in die Geschichte, Kultur und Lebensweise des Landes vermittelt.

Pink City in Jaipur , Rajasthan, Indien
Pink City in Jaipur, Rajasthan, Indien. Im Hintergrund ist eines der ikonischen Tore der Altstadt zu sehen, die für ihre rosa-rote Architektur bekannt ist. Jaipur ist berühmt für seine historischen Stadtmauern, farbenfrohen Basare und kulturellen Traditionen. Freilaufende Kühe auf den Straßen sind typisch für viele Städte in Indien, da Kühe im Hinduismus als heilig gelten. Foto: Petra Bosse/Archiv

Kerala – Natur, Kultur und Begegnungen

Der zweite Teil der Reise führt in den Süden Indiens, in die grüne und landwirtschaftlich geprägte Region Kerala, die auch als „Gottes eigenes Land“ bekannt ist. Hier werden die Teilnehmer die Möglichkeit haben, lokale Projekte zu besuchen und mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Neben dem Besuch von Reis-, Gewürz- und Kokosnussplantagen ist auch eine entspannte Bootsfahrt durch die Backwaters geplant. Dabei können mit etwas Glück Elefanten, Affen und andere wilde Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden.

Pink City in Jaipur , Rajasthan. Foto: Petra Bosse/Archiv

Angenehmes Klima und professionelle Organisation

Im Januar bietet Indien ein mildes und angenehmes Klima , das ideal für Aufklärungen und Besichtigungen ist. Die gesamte Reise wird in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Reiseveranstalter aus Deutschland organisiert, der für eine reibungslose und sichere Durchführung sorgt.

Infoabend im Pfarrsaal

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich bei einem Infoabend am Samstag, den 21. Dezember 2024 , um 19:30 Uhr im Pfarrsaal (Hoher Weg) umfassend über die Reise zu informieren. Neben Pater Johnsun wird auch der Reiseveranstalter vor Ort sein, um Fragen zu beantworten und weitere Details zur Reise zu erläutern.

Ein einzigartiges Erlebnis

Diese Reise ist eine Gelegenheit, die kulturelle und landschaftliche Vielfalt Indiens zu erleben, unvergessliche Erinnerungen zu sammeln und die Heimat von Pater Johnsun hautnah kennenzulernen. Ein Abenteuer, das sowohl spirituell als auch kulturell bereichert!

Neue Weihnachtsbeleuchtung in Raesfeld

Viele Menschen, die in der Adventszeit durch die Gemeinde Raesfeld unterwegs sind, haben sicherlich schon festgestellt: Die Weihnachtsbeleuchtungen und stimmungsvollen Lichtinstallationen zaubern festlichen Glanz in den Ortskern.

Die Adventszeit in Raesfeld erstrahlt in neuem Glanz! Seit Ende November zaubern sechs Straßenüberspannungen mit winterlichen Motiven eine festliche Atmosphäre in den Ortskern. Die stimmungsvollen Illuminationen auf der Borkener, Dorstener und Weseler Straße sowie am Südring wurden vom Ortsmarketing Raesfeld eV installiert und schaffen nicht nur eine einladende Kulisse, sondern wecken auch weihnachtliche Vorfreude bei Bürgern und Besuchern.

Weihnachtsbeleuchtung und Selfie-Point am Wasserschloss Raesfeld
©Ortsmarketing Raesfeld

Highlight: Selfie-Point auf der Bleichinsel

Ein besonderer Blickfang ist der neue Selfie-Point auf der Bleichinsel am Wasserschloss Raesfeld. Das 2,50 Meter hohe Geschenk aus warmweißen Lichtern mit dem Schriftzug „Gemeinde Raesfeld“ wurde pünktlich zum Adventsmarkt aufgestellt. Es erfreut sich großer Beliebtheit und wird von vielen Bürgern und Gästen als einzigartige Kulisse für Erinnerungsfotos genutzt. „Mit dieser neuen Weihnachtsbeleuchtung wollen wir Raesfeld in der Winterzeit noch attraktiver machen und den Gemeinschaftssinn stärken. Es ist schön zu sehen, wie gut die neuen Elemente angenommen werden“, erklärt Maria Kowalsky, Vorsitzende des Ortsmarketing Raesfeld eV.

Weihnachtsbeleuchtung am Schloss Raesfeld und Bürgerpark
©Ortsmarketing Raesfeld

Finanzierung und Zusammenarbeit

Die Weihnachtsbeleuchtung, bestehend aus LED-Straßenüberspannungen und dem Selfie-Point, wurde durch Städtebaufördermittel des Landes NRW mitfinanziert. „Dank dieser Förderung und der unkomplizierten Zusammenarbeit mit den betroffenen Hauseigentümern, deren Fassaden für die Halterungen genutzt werden konnten, konnte das Projekt erfolgreich umgesetzt werden“, ergänzt Kowalsky.

Alle Bürger und Besucher sind herzlich eingeladen, die stimmungsvolle Weihnachtsbeleuchtung zu genießen und sich auf eine besinnliche Weihnachtszeit einzustimmen. Die neuen Lichtelemente sorgen nicht nur für festliche Stimmung, sondern machen die Adventszeit in Raesfeld zu einem Erlebnis.

Willkommensparty im Jugendhaus Erle für Anna Löbbecke

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Das Jugendhaus Erle feierte kürzlich einen besonderen Anlass: Mit einer großen Willkommensparty hieß das Team die neue Leitung und pädagogische Fachkraft, Anna Löbbecke, offiziell willkommen.

Zahlreiche Kinder und Jugendliche nutzen am 12. Dezember (Donnerstag) die Gelegenheit, das Jugendhaus in der Turnhalle zu besuchen und mit den beiden Fachkräften der Jugendhäuser eine ausgelassene Feier zu erleben.

Gelungener Einstieg mit Musik, Tanz und Spielen

Die Stimmung sei, so teilt Jugendhausleiter Philipp Hatkämper mit, bei lauter Musik, Tanz und Spielen für die Kleinen fröhlich und lebendig gewesen. Snacks und Getränke rundeten das Angebot ab. „Es war großartig zu sehen, wie viele Kinder und Jugendliche den Weg ins Jugendhaus gefunden haben“, sagte Anna Löbbecke, die ihre neue Rolle als Leiterin vor kurzem angetreten hat.

Leiterin Jugendhaus Erle Anna Löbbecke
Die neue Leiterin im Jugendhaus Erle Anna Löbbecke. Foto: Presse

Frischer Wind mit neuen Ideen

Mit 32 Jahren bringt Anna Löbbecke zahlreiche neue Ideen in die Arbeit mit den Jugendlichen und Kindern ein. „Zuerst möchte ich mich hier im Jugendhaus einleben, die Kinder und Jugendlichen kennenlernen und ihre Wünsche sowie Bedürfnisse verstehen. Es ist mir wichtig, eine gute Beziehung zu ihnen aufzubauen, um gemeinsam eine positive Atmosphäre zu schaffen“, erklärte sie. Besonders positiv sei die Erweiterung der Öffnungszeiten aufgenommen worden – das Jugendhaus öffnet nun an jedem Wochentag.

Zusammenarbeit und zukünftige Highlights

Anna Löbbecke freue sich nun auf die enge Zusammenarbeit mit dem Raesfelder Jugendhaus und auf die Umsetzung ihrer Pläne im kommenden Jahr. „Ich freue mich darauf, wieder an der Basis zu arbeiten und einen positiven Beitrag zu leisten. Das Jugendhaus Erle ist ein wichtiger Ort für die Kinder und Jugendlichen hier“, betonte sie.

Zu den bevorstehenden Highlights zählt eine Weihnachtsparty, die in den nächsten Tagen stattfinden wird, bevor das neue Jahr mit frischen Projekten und Ideen beginnt.

Blick in die Zukunft

Die Willkommensparty sei ein gelungener Auftakt, auch für die Zusammenarbeit der Jugendhäuser aber vor allem für die Zukunft der offenen Kinder und Jugendarbeit in Erle gewesen, welche nun mit frischer Energie und Ideen in das neue Jahr gestartet ist.

563 Euro – Keine Änderung der Regelbedarfssätze zum 1. Januar 2025

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Gleichbleibende Beträge für Bürgergeld- und Sozialhilfeempfänger – Keine Änderung der Regelbedarfssätze im SGB-II- und SGB-XII-Bereich zum 1. Januar 2025

Kreis Borken. Die Regelbedarfssätze im SGB-II- und SGB-XII-Bereich werden zum 1. Januar 2025 nicht geändert. Auf diese vom Bund bereits bekannt gegebene Festlegung weist der Kreis Borken hin.

Bedeutung der Regelbedarfssätze

Die Regelbedarfssätze dienen dazu, den Lebensunterhalt zu sichern. Das gilt für die Grundsicherung für Arbeitsuchende (das „Bürgergeld“), die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung und für die Hilfe zum Lebensunterhalt (die „Sozialhilfe“).

Leistungen für Unterkunft und Heizung

Darüber hinaus werden wie bereits bisher für die Mehrheit der Betroffenen auch Leistungen für Unterkunft und Heizung bewilligt.

Übersicht der Regelbedarfssätze

  • Alleinstehende, Alleinerziehende und Personen, deren Partnerin oder Partner minderjährig ist, erhalten künftig monatlich 563 Euro.
  • Ehe- oder Lebenspartner, die zusammenleben, bekommen jeweils weiterhin 506 Euro.
  • Sonstige erwerbsfähige Erwachsene, die keinen eigenen Haushalt führen (Kinder im Alter von 18 bis 24 Jahren im SGB II), erhalten weiterhin 451 Euro.
  • Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren bekommen weiterhin 471 Euro.
  • Kinder zwischen sechs und 13 Jahren erhalten weiterhin 390 Euro.
  • Für Kinder bis zum Alter von fünf Jahren bleibt der Regelbedarf weiterhin bei 357 Euro.

Ansprechpartner für Rückfragen

Für Rückfragen zu dem Thema stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den „Jobcentern“ und den Sozialämtern bei den Städten und Gemeinden sowie beim Kreis Borken zur Verfügung.

Ehrenamtliche aus dem Wahlkreis zu Gast im Bundestag

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Bildungsreise nach Berlin bringt „große Politik“ näher

Auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Nadine Heselhaus reisten ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Wahlkreis in der vergangenen Woche nach Berlin. Die Bildungsfahrt, organisiert vom Bundespresseamt ​​des Deutschen Bundestages, ermöglichte den Teilnehmern einen spannenden Einblick in die politische Arbeit und Entscheidungsprozesse „da oben“.

Fragen rund um den Bundestag

Während der Fahrt standen Fragen im Mittelpunkt wie: Was machen die Abgeordneten eigentlich den ganzen Tag? oder Warum sind Plenarsäle manchmal leer? Mitglieder verschiedener Vereine, darunter der FC Vreden, die Nähgruppe Westmünsterland, die Sportschützen Raesfeld und die Initiative „Heiden hilft“, konnten diese Fragen direkt vor Ort klären.

Einblick in den politischen Alltag

Das Programm umfasste unter anderem den Besuch eines Ministeriums, historisch und politisch bedeutender Orte in Berlin sowie des Deutschen Bundestages. Im Parlament fand ein Gespräch mit Nadine Heselhaus statt, die betonte:„Diese Fahrten sind ein wichtiger Bestandteil der politischen Bildung.“ Sie bringen den Menschen nahe, dass ich ihre Interessen im Bundestag vertrete, und fördern Transparenz und Akzeptanz. Die Gespräche sind oft überraschend, was sie für mich besonders spannend macht.“

Zukunft der Bildungsfahrten ungewiss

Derzeit finden die Bundespresseamtsfahrten regelmäßig jährlich statt. Für Februar 2025 sei, so Heselhaus, eine weitere Fahrt geplant. Ob und in welchem ​​Umfang das Programm fortgesetzt wird, entscheidet der neu gewählte Bundestag Ende Februar.

Naturparkhaus über Weihnachten geschlossen

Das Naturparkhaus Tiergarten Schloss Raesfeld und die Tourist-Info der Gemeinde Raesfeld im Naturparkhaus haben vom 21. Dezember 2024 bis einschließlich 12. Januar 2025 geschlossen.

Informationsmaterial, Rad- und Wanderkarten, Souvenirs, Familienkalender oder Raesfeld-Gutscheine können noch bis zum 20. Dezember 2024 abgeholt werden.

Arbeitskreis Inklusion und Teilhabe im Kreis Borken

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Claudia Middendorf, Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung sowie Patientinnen und Patienten, zu Gast im Kreishaus Borken

Rund 60 Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen, Verbänden, Einrichtungen, Institutionen und Kommunen, die sich für die Belange von Menschen mit Behinderungen einsetzen, kamen kürzlich zur jährlichen Plenumssitzung des kreisweiten Arbeitskreises Inklusion und Teilhabe – ehemals Arbeitskreis Behindertenhilfe – im Kreishaus Borken zusammen. Laut einer Mitteilung des Kreises Borken stehen die Veranstaltungen ganz im Zeichen von Inklusion und gesellschaftlicher Teilhabe.

15 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention – Was ist passiert?

Im Mittelpunkt der Sitzung standen ein Fachvortrag und eine anschließende Diskussion zum Thema „15 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention – Was ist passiert?“. Referentin Claudia Middendorf, Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung sowie Patientinnen und Patienten, erläuterte dabei ihre Aufgabe: die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu verbessern und die Rechte von Patientinnen und Patienten zu stärken. Ihr Leitsatz lautet: „Der Mensch steht im Mittelpunkt!“ Dieser Gedanke spiegelt sich auch im Kern der UN-Behindertenrechtskonvention wider, die auf die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen an allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens abzielt.

Austausch im Stehcafé und Rückblick auf das vergangene Jahr

Bereits im Vorfeld der Sitzung nutzten die teilnehmenden ein Stehcafé, um sich über aktuelle Themen auszutauschen. Die Vorsitzende des Arbeitskreises, Stephanie Pohl, eröffnete die Sitzung mit einem Überblick über die Tätigkeiten des Vorstands und der Arbeitsgruppen im vergangenen Jahr. Besonders hervorgehoben wurde das Projekt „Stille Stunde“, bei dem in Geschäften für einen bestimmten Zeitraum Reize wie Licht, Musik und Durchsagen reduziert werden. Ziel ist es, dieses Konzept unter dem Motto „Weniger Reiz, mehr Inklusion – Entspannteres Einkaufen“ im nächsten Jahr auf weitere Geschäfte im Kreisgebiet auszuweiten.

Neuer Name: Arbeitskreis Inklusion und Teilhabe

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Umbenennung des Arbeitskreises. Der einstimmig beschlossene Name „Arbeitskreis Inklusion und Teilhabe“ ersetzte den bisherigen Titel „Arbeitskreis Behindertenhilfe“. „Es ist wichtig, dass wir mit der Zeit gehen und die Begriffe ‚Inklusion und Teilhabe‘ im Namen tragen.“ Denn: Wir sind alle dazu aufgerufen, Strukturen zu schaffen, die jedem Menschen – auch Menschen mit Behinderung – ermöglichen, von Anfang an ein wertvoller Teil der Gesellschaft zu sein“, erklärte Stephanie Pohl.

Weitere Informationen

Der vollständige Bericht des Vorsitzenden kann auf der Internetseite des Kreises Borken unter folgendem Link eingesehen werden:
www.kreis-borken.de /arbeitskreis-inklusion-und-teilhabe.

Wehler besuchen den Adventsmarkt am Wasserschloss

Rund 60 Gäste aus Raesfelds niederländischer Partnergemeinde Wehl folgten der Einladung des Wehler Partnerschaftsvereins „Vrienden van Raesfeld“, um am Samstag den Adventsmarkt am Wasserschloss zu besuchen.

Für viele sei es der erste Besuch in Raesfeld und eine Gelegenheit gewesen, sowohl die Partnergemeinde als auch den Weihnachtsmarkt kennenzulernen.

Offizielle Delegation aus Doetinchem

Neben Vertretern des Partnerschaftsvereins waren auch der Bürgermeister von Doetinchem, Mark Boumans, sowie Verwaltungsmitarbeiter und Ratsmitglieder Teil der Delegation. Die Gäste wurden von Raesfelds Bürgermeister Martin Tesing im Naturparkhaus begrüßt, wo sie bei Kaffee und Kuchen erste Eindrücke sammelten. Passend zur blauen Stunde führte der Weg auf den festlich beleuchteten Adventsmarkt, der mit seinen zahlreichen Ständen zum Schlendern einlud.

Wehler Delegation beim Adventsmarkt in Raesfeld
Foto: Gemeinde Raesfeld

Adventsmarkt als Highlight

Der Adventsmarkt am Wasserschloss, von einer holländischen Zeitung als einer der schönsten Weihnachtsmärkte gelistet, begeisterte die Besucher aus Wehl. Ein Ehepaar zeigte sich beeindruckt: „Das Ambiente im Schlosshof ist wunderschön, und das Angebot ist etwas ganz Besonderes.“ Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, kunsthandwerkliche Weihnachtsgeschenke zu kaufen und kündigten an, im nächsten Jahr wiederzukommen.

Blick vom Sterndeuterturm und karnevalistische Begegnungen

Ein weiteres Highlight war der Aufstieg auf den Sterndeuterturm, der nach zahlreichen Stufen mit einem spektakulären Blick auf den Adventsmarkt und die Umgebung belohnt wurde. Im Adventsstübchen folgte ein Wiedersehen mit den Raesfelder Karnevalisten, bei den ersten Verabredungen für die aktuelle Karnevalssession getroffen wurden. Diese Begegnung unterstrich die enge Verbindung zwischen den Gemeinden.

Nightfever Schlosskapelle Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Stimmungsvolles „Nightfever“ in der Schlosskapelle

Der Tag endete mit einem Besuch des „Nightfever“ in der Schlosskapelle. Im Kerzenschein bot die Kapelle eine besinnliche Atmosphäre, die den Gästen einen ruhigen Moment zum Abschluss ihres Aufenthalts schenkte. Gegen 21 Uhr traten die Wehler die Heimreise an.

Städtepartnerschaft weiter stärken

„Der Austausch mit unseren holländischen Freunden ist immer ein Highlight, und der gemeinsame Besuch des Adventsmarkts war ein voller Erfolg“, resümierte Bürgermeister Martin Tesing. „Es ist ein schönes weiteres Kapitel unserer langjährigen Partnerschaft.“ Während des Treffens wurden bereits Pläne für das 40-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft im Jahr 2026 und den Königsdag am 26. April 2025 geschmiedet. Letzterer wird in Doetinchem gefeiert, wo auch die königliche Familie erwartet wird. Eine Delegation aus Raesfeld wurde bereits von Bürgermeister Boumans dazu eingeladen.

TSV Raesfeld erhält Unterstützung für der Modernisierung des Vereinsheim

Der Antrag des TSV Raesfeld eV auf Bezuschussung des Umbaus seines Vereinsheims auf der Sportplatzanlage an der Straße Zum Michael wurde am 3. Dezember im Ausschuss für Kultur, Sport, Jugend, Senioren und Soziales der Gemeinde Raesfeld einstimmig angenommen.

Damit rückt die geplante Modernisierung des Vereinsheims einen großen Schritt näher.

Zuschuss in Höhe von bis zu 24.625 Euro bewilligt

Der TSV Raesfeld eV hatte am 15. Oktober 2024 einen Antrag gestellt, um finanzielle Unterstützung für die Renovierung seines Vereinsheims zu erhalten. Die Gemeinde hat diesem Antrag zugestimmt und wird 50 % der notwendigen, nachweislichen Kosten übernehmen – maximal jedoch 24.625 Euro. Darüber hinaus übernimmt die Gemeinde die Kosten für die Dachsanierung und die Erneuerung des Bodenbelags im Aufenthaltsbereich. Diese Maßnahmen sind bereits im Haushaltsplan 2025 berücksichtigt.

Vereinsheim soll wieder ein Treffpunkt für Jung und Alt werden

Das Vereinsheim des TSV Raesfeld eV habe, so hieß es im Antrag, in den vergangenen Jahren eine Bedeutung verloren. Mehrfach wechselnde Betreiber und ein damit einhergehender Rückgang der Besucherzahlen haben das Gebäude zunehmend ungenutzt gelassen. Senioren, die früher den Standort für Fahrradtouren nutzten, und Fußballfans, die sich dort zu gemeinsamen Spielübertragungen trafen, blieben aus. Ziel des Vereins sei es nun, das Vereinsheim wieder zu einem lebendigen Treffpunkt für alle Generationen zu machen.

Eine neue Vereinswirtin bringe frischen Wind in das Vorhaben. Sie habe bereits in Eigenleistung neue Tische und Stühle angeschafft und trage so zur Modernisierung bei. Der TSV Raesfeld sieht in ihrer engagierten Mitarbeit eine Chance, das Vereinsheim attraktiver zu gestalten.

Umbau als Lösung für bauliche Herausforderungen

Trotz der bisherigen bleiben die räumlichen Gegebenheiten des Vereinsheims problematisch. Knapp bemessener Lagerraum und ineffiziente Nutzung der vorhandenen Fläche erschweren den Betrieb. Sitzgelegenheiten sind begrenzt, und die Zugänge sind nicht optimal gestaltet, um den Anforderungen eines gut funktionierenden Vereinsheims gerecht zu werden.

Der geplante Umbau sieht daher umfassende Renovierungsmaßnahmen vor. Mit einer Neugestaltung der Räumlichkeiten soll mehr Platz geschaffen werden, um sowohl den Anforderungen der Vereinswirtin als auch den Bedürfnissen der Besucher gerecht zu werden.

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