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Abschiedsparty und Neubeginn: Brömmel-Wilms feiert den Wandel

Vom letzten Fass zur ersten digitalen Bestellung: Brömmel-Wilms schreibt Geschichte. Abschied und Neubeginn im Gasthof Brömmel-Wilms

Am Montag, dem 30. Dezember 2024, ging im Gasthof Brömmel-Wilms in Erle eine Ära zu Ende. Mit einer großen Abschiedsfeier verabschiedete sich der langjährige Wirt Arno Brömmel von seinen Gästen, Freunden und Mitarbeitern. Der Saal war voll – ein Beweis für die enge Verbindung zwischen Brömmel-Wilms und der Erler Gemeinschaft. Doch der Abend war nicht nur ein Abschied, sondern auch der Beginn eines neuen Kapitels. Ab dem 1. Januar 2025 übernimmt Christian Lipfert die Leitung des Traditionsgasthauses – und bringt spannende Neuerungen mit sich.

Party zum Abschied für Gastwirt Arno Brömmel

„Ich bin dann mal weg, aber bleibe in Erle“

Arno Brömmel, der doch wohl sichtlich bewegt war, begann seine letzte Rede als Gastwirt mit einem Augenzwinkern: „Ich wurde vor ein paar Wochen gefragt, was ich am letzten Tag machen werde. Ich habe gesagt: Ich mache die Kneipe auf. Und dann hieß es: Mach auch den Saal auf. Das war ein guter Tipp!“

Er fügte hinzu: „Heute trinken wir alles weg, was noch da ist!“ Doch zwischen all dem Humor schwankt auch Dankbarkeit mit. „Ohne euch hätte es den Gasthof in dieser Form nicht gegeben. Ihr wart immer eine große Stütze“, sagte er mit Blick auf sein Team.

Besondere Anerkennung sprach er dem Koch Franz Stenkamp aus, der „wie ein Engel ins Haus kam“. Dies war auch der letzte Arbeitstag für Koch Franz, der gemeinsam mit Arno Brömmel nun in den wohlverdienten Ruhestand geht.

Vielen Dank an langjährige Mitarbeiter

Auch die treuen Mitarbeiterinnen Mathilde Schwane und Martina Brune, die mehr als 25 Jahre im Haus arbeiten und auch erstmal noch weiter bei Christian Lipfert im Team mitarbeiten, erwähnte Brömmel. Ebenso die jüngeren Teammitglieder und langjährigen Unterstützer wie die Throngemeinschaft, Kaiser Manfred Gerbersmann oder die Schützen wurden nicht vergessen: „Ihr alle haben dazu beigetragen, dass der Gasthof das bleibt, was er ist – ein Ort, an dem man sich zu Hause fühlt.“

Zum Schluss sagte er dann fröhlich: „So, und jetzt wollen wir nicht mehr lange reden. Ich danke euch, dass ihr alle so zahlreich gekommen seid. Es kann jedoch sein, dass heute in den 150 Jahren das erste Mal der Bierkeller leer gefegt wird, aber das ist auch egal. Dann ist er eben leer!“

Andreas Witte, Christian Lipfert und Arno Brömmel
Zum Wohl auf eine neue Zeit: Andreas Witte (Veltins Brauerei), Christian Lipfert und Arno Brömmel.

Ein Abend voller Erinnerungen und Emotionen

Die Abschiedsfeier war geprägt von einer einzigartigen Mischung aus Melancholie, Dankbarkeit und Vorfreude. Detlef Czymontek und Hans-Günter Zutz sorgen für musikalische Highlights, während Gäste auf den scheidenden Wirt anstießen. Geschichten und Anekdoten machten die Runde – eine Hommage an die vielen Jahre, die Arno Brömmel und sein Gasthof das Dorfleben geprägt haben.

Christian Lipfert übernimmt: Ein Blick in die Zukunft

Mit Christian Lipfert steht der Nachfolger mit Küchenchef Simon Ende bereits in den Startlöchern. Im Interview sprach Lipfert über seine Pläne, den Übergang und erste Neuerungen.

Zukünftiger Wirt Christian Lipfert und Arno Brömmel
Ein Bierchen vor der Theke vom neuen Pächter Christian Lipfert. Foto: Petra Bosse

So unterstrich Lipfert zu später Stunde, dass er auf seine neue Aufgabe gut vorbereitet sei: „Es geht hier nicht dem Ende hinzu, sondern Arno hat seinen letzten Tag heute. Das wird groß gefeiert. Allerdings freuen wir uns jetzt auch, wenn der Tag heute vorbei ist, und wir morgen gemeinsam die Roh-Inventur angehen können.“

Der Wechsel soll, bis zur Fertigstellung des neuen Dorfgemeinschaftshauses HUB Erle an der Schermbecker Straße, fließend verlaufen, wie Lipfert erklärte: „Das bestehende Team wird mit meinem Team zusammengeführt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.“

Neuerungen und Digitalisierung

Auf die Frage nach anstehenden Veränderungen erklärte Lipfert: „Beim Speise- und Getränkeangebot bleibt zunächst alles wie gehabt. Wir werden die Speisekarte schrittweise erweitern und anpassen.“ Eine bedeutende Neuerung ist die Einführung eines digitalen Systems. Gäste können künftig über QR-Codes am Tisch ihre Bestellungen digital aufgeben, die Speisekarte aufrufen oder Reservierungen vornehmen. Zusätzlich zu dieser digitalen Option bleibt eine klassisch gedruckte Getränkekarte verfügbar.

Party zum Abschied für Gastwirt Arno Brömmel

Öffnungszeiten und Ausblick

Bis zur Fertigstellung des „Hub Erle“ bleibt Brömmel-Wilms für die Gäste täglich geöffnet: „Ab dem 1. Januar haben wir sieben Tage die Woche von 9 Uhr morgens bis mindestens 23 Uhr auf“, so Lipfert.

Reservierungen können entweder über die Website www.broemmel-wilms.de, die Plattform des „Hub Erle“ unter www.hub-erle.de oder telefonisch über die gewohnte Nummer vorgenommen werden.

Damit endete zwar eine Ära, doch die Stimmung des Abends machte eines klar: Die Tradition von Brömmel-Wilms lebt weiter – mit Christian Lipfert und der Gemeinschaft, die diesen besonderen Ort ausmacht.

Hinweis: Aftershow-Party

Am Samstag, den 4. Januar 2025, wird die St.-Silvester-Kirche in Erle zur Bühne für ein besonderes Erlebnis: „Sounds of Erle“ kehrt mit einem Benefizkonzert zurück, das garantierte Gänsehaut-Momente bescheren wird. Anschließend geht es mit einer Aftershow Party bei Brömmel weiter.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Gesetzliche Neuregelungen ab Januar 2025 – Alles auf einen Blick

Ab Januar 2025 treten zahlreiche gesetzliche Änderungen in Kraft, die verschiedene Lebensbereiche betreffen.

Der Mindestlohn steigt, Familien und Rentner erhalten Entlastungen, und digitale Innovationen wie die elektronische Patientenakte werden eingeführt. Gleichzeitig werden Umwelt- und Verbraucherschutz gestärkt. Ein Überblick zeigt die wichtigsten Neuerungen.

Arbeit

Mindestlohn steigt – und damit auch Grenzen für Mini- und Midijob

Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2025 auf 12,82 Euro brutto in der Stunde. Damit wird die unterste Lohngrenze um 41 Cent höher liegen als im Jahr 2024. Gleichzeitig erhöht sich die Minijob-Grenze: von 538 Euro auf 556 Euro brutto. Die unterste Midijob-Grenze liegt im kommenden Jahr bei 556,01 Euro. Die oberste Grenze im sogenannten Übergangsbereich bleibt bei 2.000 Euro brutto im Monat. Bis zu diesem Einkommen zahlen Beschäftigte geringere Beiträge in die Sozialversicherungen.

Weitere Informationen zum Mindestlohn

Bezugszeit für Kurzarbeitergeld verdoppelt

Die Bundesregierung verlängert die maximale Bezugsdauer für Kurzarbeitergeld auf 24 Monate. Die Maßnahme tritt zum 1. Januar in Kraft und ist befristet bis Ende 2025. Anschließend gilt wieder die reguläre Bezugsdauer von maximal zwölf Monaten. Ohne die Verlängerung wäre davon auszugehen, dass es in den kommenden Monaten zu einem erheblichen Personalabbau in bereits von Kurzarbeit betroffenen Betrieben käme.

Weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld

Soziales

Künstlersozialabgabe-Verordnung 2025

Im Jahr 2025 bleibt der Abgabesatz zur Künstlersozialversicherung stabil bei 5,0 Prozent.

Weitere Informationen zur Künstlersozialabgabe-Verordnung 2025

Das Wohngeld steigt 

Anfang 2025 wird das Wohngeld an die allgemeine Preis- und Mietenentwicklung angepasst: es steigt um durchschnittlich 15 Prozent oder etwa 30 Euro pro Monat. Davon profitieren rund zwei Millionen Haushalte – vor allem Alleinerziehende, Familien, Rentnerinnen und Rentner. Haushalte, die bereits Wohngeld erhalten, bekommen das erhöhte Wohngeld Plus für die Zeit ab dem 1. Januar 2025 automatisch.

Weitere Informationen zum Wohngeld

Beitragsbemessungsgrenzen steigen

Die Beitragsbemessungsgrenzen in der Gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung steigen. Grund dafür ist die positive Einkommensentwicklung. 2023 betrug die Lohnzuwachsrate 6,44 Prozent.

Weitere Informationen zur Beitragsbemessungsgrenze

Nullrunde für Regelsätze im Jahr 2025 

Die Höhe des Bürgergeldes und der Sozialhilfe bleiben 2025 unverändert. Alleinstehende erhalten weiterhin 563 Euro im Monat. Die Besitzschutzregelung gilt nicht für Asylbewerber, die in den ersten 36 Monaten in Deutschland Geldleistungen erhalten. Dementsprechend sinken diese Leistungen in 2025. 

Weitere Informationen zum Bürgergeld

Altersvorsorge auf einen Blick

Wie steht es um die Absicherung im Alter? Die Digitale Rentenübersicht gibt seit Mitte 2023 einen Überblick über die Ansprüche aus gesetzlicher, privater und betrieblicher Vorsorge. Zum 1. Januar 2025 müssen Vorsorgeeinrichtungen an das Online-Portal der Deutschen Rentenversicherung angebunden sein. Die Nutzung des Online-Portals ist freiwillig, kostenlos und von jedem gängigen Internetbrowser aus möglich.

Weitere Informationen zur Altersvorsorge

Erwerbsminderungsrente: Hinzuverdienstgrenzen steigen 

Wer eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit bezieht, kann ab Januar 2025 mehr hinzuverdienen. Bei voller Erwerbsminderung ergibt sich eine jährliche Hinzuverdienst-Grenze von rund 19.661 Euro. Bei Renten wegen teilweiser Erwerbsminderung beträgt die Mindesthinzuverdienst-Grenze rund 39.322 Euro.

Weitere Informationen zur Erwerbsminderungsrente

Altersgrenze für Renteneintritt steigt auf 66 Jahre und vier Monate

Seit 2012 wird das Renteneintrittsalter schrittweise angehoben („Rente mit 67“) – bis 2031 auf das 67. Lebensjahr. Aktuell erreicht der Jahrgang 1960 seine reguläre Altersgrenze mit 66 Jahren und vier Monaten. Für Menschen, die später geboren wurden, erhöht sich das Renteneintrittsalter in Zwei-Monats-Schritten weiter. Ab dem Geburtsjahrgang 1964 gilt das 67. Lebensjahr als Altersgrenze.

Bei der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte (ursprünglich „Rente mit 63“) steigt die Altersgrenze schrittweise vom 63. auf das 65. Lebensjahr. 1961 Geborene können diese Altersrente ab einem Alter von 64 Jahre und sechs Monaten erhalten. Für später Geborene erhöht sich die Altersgrenze pro Jahrgang um zwei Monate. Ab dem Geburtsjahrgang 1964 gilt einheitlich das 65. Lebensjahr als Altersgrenze. 

Weitere Informationen zur Altersgrenze für Renteneintritt

Mehr Qualität in der Kinderbetreuung

Mit vier Milliarden Euro unterstützt der Bund die Länder in den nächsten beiden Jahren erneut dabei, die Qualität in der Kindertagesbetreuung weiter zu verbessern. Mit finanziellen Mitteln aus dem Kita-Qualitätsgesetz sollen unter anderem mehr Fachkräfte gewonnen werden. 

Weitere Informationen zum Kita-Qualitätsgesetz

Gesundheit 

Die elektronische Patientenakte ePA

Ab dem 15. Januar müssen die Krankenkassen allen gesetzlich Versicherten die elektronische Patientenakte (ePA) zur Verfügung stellen. Sie wird dann in einem gestuften Verfahren eingeführt: Zunächst wird sie in Modellregionen erprobt und getestet, bevor sie bundesweit zum Einsatz kommt. 

Weitere Informationen zur elektronischen Patientenakte

Krankenhausreform: Gute stationäre Behandlung für alle

Weniger ökonomischer Druck für Kliniken, bessere Versorgungsqualität – das bezweckt die Krankenhausreform. Das bisherige Vergütungssystem der Fallpauschalen wird angepasst. Damit werden Kliniken von dem finanziellen Druck befreit, immer mehr Fälle zu erbringen. Künftig sollen sie einen Großteil der Vergütung für das Vorhalten von Leistungen bekommen. Kliniken sollen auch Qualitätskriterien erfüllen, um einer sogenannten Leistungsgruppe zugewiesen zu werden. Diese Kriterien sollen bundesweit einheitlich definiert sein – damit Leistungen nur dort erbracht werden, wo das Personal die Erfahrung hat und die geeignete technische Ausstattung vorhanden ist.

Weitere Informationen zur Krankenhausreform

Pflege

Höhere Leistungen für Pflegebedürftige

Die Leistungsbeträge der Pflegeversicherung steigen zum 1. Januar 2025 um 4,5 Prozent – auch die Leistungen bei stationärer Pflege. Dies entlastet Pflegebedürftige bei pflegebedingten Ausgaben, die sie selber tragen müssen. Die Anpassung der Leistungsbeträge hat ein Gesamtvolumen von 1,8 Milliarden Euro.

Weitere Informationen zu Leistungen in der Pflege

Höhere Beitragssätze für die Pflege ab 2025

Der Beitragssatz zur sozialen Pflegeversicherung steigt um 0,2 Prozentpunkte. Der Schritt ist notwendig, um die Zahlungsfähigkeit der sozialen Pflegeversicherung sicherzustellen. Die Regelung muss noch im Bundesgesetzblatt verkündet werden.

Weitere Informationen zur Erhöhung der Pflegebeiträge

Finanzen und Steuern

Grundfreibetrag und Kinderfreibetrag steigen

Der steuerliche Grundfreibetrag – also das Einkommen, bis zu dem keine Einkommensteuer gezahlt werden muss – steigt 2025 auf 12.096 Euro und 2026 auf 12.348 Euro. Dieser Betrag bleibt steuerfrei, weil er das Existenzminimum einer erwachsenen Person sichert. Gleichzeitig wird auch der steuerliche Kinderfreibetrag angehoben – auf 9.600 Euro im Jahr 2025 und auf 9.756 Euro im Jahr 2026. Darüber hinaus wird das Kindergeld ab Januar um fünf Euro erhöht – genauso wie der Kindersofortzuschlag für Familien, die ein geringes Einkommen haben. Die Regelung muss noch im Bundesgesetzblatt verkündet werden.

Weitere Informationen zu steuerlichen Entlastungen

Entlastung für Familien und Vermieter 

Künftig sind 80 Prozent der Kinderbetreuungskosten steuerlich absetzbar. Vermieter werden steuerlich entlastet, wenn sie dauerhaft vergünstigten Wohnraum zur Verfügung stellen. Diese und weitere steuerliche Verbesserungen sind im Jahressteuergesetz 2024 geregelt.

Weitere Informationen zum Jahressteuergesetz

Post muss pünktlich sein – Briefporto steigt

Standardbriefe in der Grundversorgung müssen zu 99 Prozent am vierten Werktag den Empfänger erreichen. Ab dem 1. Januar 2025 steigt der Preis für einen Standardbrief von 0,85 Euro auf 0,95 Euro und eine Postkarte kostet dann 0,95 Euro. Wichtig bleibt jedoch: Die Post-Grundversorgung muss gesichert und finanzierbar sein.

Weitere Informationen zum Postgesetz

Wachstumschancengesetz: Besteuerungsanteil der Renten steigt langsamer

Der zu versteuernde Anteil der Rente steigt langsamer als ursprünglich geplant. Durch das Wachstumschancengesetz steigt der Anteil nicht mehr in Ein-Prozent-Schritten, sondern seit 2023 nur noch in 0,5-Prozent-Schritten. Ab Januar 2025 liegt der Anteil der zu besteuernden Rente bei 83,5 Prozent. 

Weitere Informationen zum Wachstumschancengesetz

Ermäßigter Steuersatz für Kunsthandel

Für die Lieferung und den innergemeinschaftlichen Erwerb von Kunstgegenständen gilt wieder der ermäßigte Steuersatz von sieben Prozent anstelle von 19 Prozent. So werden wichtige Präsentations- und Vermarktungsmöglichkeiten für Künstlerinnen und Künstler gesichert.

Weitere Informationen zu Steuern im Kunsthandel

Justiz

Bürokratie abbauen 

Das Vierte Bürokratieentlastungsgesetz und eine Entlastungsverordnung treten im Januar in Kraft. Zum Beispiel müssen deutsche Staatsbürger im Hotel keinen Meldeschein mehr ausfüllen. Die Aufbewahrungsfristen für Buchungsbelege werden verkürzt und Arbeitsverträge können vollständig digital geschlossen werden. Über 1,3 Milliarden Euro beträgt die jährliche Entlastung.

Weitere Informationen zum Bürokratieabbau

Verkehr

Führerschein-Umtausch für den Jahrgang 1971

Bis zum 19. Januar 2025 müssen die Führerscheine für den Jahrgang 1971 umgetauscht werden. Sie sollen in der Europäischen Union einheitlich sein – und damit fälschungssicherer. Deshalb wird der neue Führerschein auch zeitlich befristet, damit eine regelmäßige Aktualisierung von Passfoto und Personendaten erfolgen kann. Die Fahrerlaubnis selbst bleibt dabei unverändert bestehen.  

Weitere Informationen zum Führerscheinumtausch

Weiterfahren mit dem Deutschlandticket – Preis jetzt 58 Euro

Der Preis für das Deutschlandticket steigt ab Januar auf 58 Euro. Aber es geht weiter mit dem Deutschlandticket. Ein Baustein für die Finanzierung des Deutschlandtickets sind Mittel, die im Einführungsjahr 2023 nicht verbraucht wurden. Eine Änderung des Regionalisierungsgesetzes ermöglicht es, dass dieses Geld nun eingesetzt werden kann. Die Regelung muss noch im Bundesgesetzblatt verkündet werden.

Weitere Informationen zum Deutschlandticket

Digitales

Angenehmeres Surfen im Internet

Weniger Cookie-Banner: Beim Internet-Surfen kann künftig darauf verzichtet werden, immer wieder in die Verwendung von Cookies einzuwilligen. Stattdessen kann die Zustimmung oder Ablehnung dauerhaft hinterlegt werden. Die Regelung muss noch im Bundesgesetzblatt verkündet werden.

Weitere Informationen zur Cookie-Verordnung

Landwirtschaft

Schutz für Lieferanten und Käufer in der Lebensmittellieferkette ausgeweitet

Größere Lieferanten bestimmter Produktgruppen, wie Milch, Obst und Gemüse werden künftig dauerhaft geschützt. Bisher war dieser Schutz befristet. Damit haben Molkereien und große Erzeugerorganisationen gegenüber dem Lebensmittelhandel eine bessere Position. Außerdem gilt ein Umgehungsverbot für verbotene – sogenannte schwarze – Praktiken. 

Weitere Informationen zur Lebensmittellieferkette

EU-Agrarförderung wird praxisgerechter 

Die EU-Agrarförderung wird weiter vereinfacht und passgenauer für die landwirtschaftlichen Betriebe. Das schafft Planungssicherheit und eine verlässliche sowie zukunftsfähige Förderung. Zugleich werden die Umweltleistungen der Landwirtinnen und Landwirte honoriert. Beispielsweise wird der regelmäßige Fruchtwechsel auf Anbauflächen vereinfacht. Er trägt dazu bei, die Bodenqualität zu bewahren und zu verbessern. Abweichungen von der vorgeschriebenen Mindestbreite bei Blühstreifen und -flächen sind unschädlich, solange eine vorgeschriebene Länge überwiegend eingehalten wird. Die handels- und steuerrechtlichen Aufbewahrungsfristen für Buchungsbelege wie zum Beispiel Rechnungskopien und Lohn- und Gehaltslisten werden von zehn auf acht Jahre verkürzt. 

Weitere Informationen zur EU-Agrarförderung

Grundsteuerwert bei Vererbung von Höfen

Zum Jahreswechsel tritt die Novelle der Höfeordnung in Kraft. Zur Ermittlung der Hofeigenschaft und der Abfindungshöhe der weichenden Erben wird auf den Grundsteuerwert des land- oder forstwirtschaftlichen Betriebes abgestellt und nicht mehr auf den Einheitswert. Ein Hof im Sinne der Höfeordnung liegt dann ab einem Grundsteuerwert von 54.000 Euro vor. Die Abfindung errechnet sich aus dem Hofeswert, der das 0,6-fache des Grundsteuerwertes beträgt. Der Abzug von Verbindlichkeiten kann den Hofeswert bis zu 80 Prozent mindern.

Weitere Informationen zum Grundsteuerwert

Verbraucherschutz

Hersteller von Einwegkunststoffprodukten müssen sich bis 31.12.2024 registrieren

Hersteller von Produkten aus Einwegplastik wie Zigarettenfilter, Getränkebecher und Folienverpackungen müssen sich seit 2024 an den Kosten der Abfallbeseitigung in Parks und Straßen beteiligen. Sie zahlen eine jährliche Abgabe in einen Fonds ein. Aus dem Fonds können Kommunen Gelder erhalten, die ihre Kosten für Abfallbewirtschaftung und Sensibilisierungsmaßnahmen decken. Hersteller, die ihre Tätigkeit bereits vor dem 1. Januar 2024 aufgenommen haben, müssen sich bis zum 31. Dezember 2024 auf der Online-Plattform DIVID registrieren. Andernfalls drohen den Firmen Geldbußen und zukünftig ein Vertriebsverbot in Deutschland.

Weitere Informationen zur Registratur von Einwegplastik-Herstellern

Keine Amalgam-Füllungen mehr beim Zahnarzt 

Ab dem 1. Januar 2025 dürfen EU-weit Zahnarztpraxen kein Amalgam mehr für neue Zahnfüllungen verwenden. Damit wird das umweltschädliche Quecksilber reduziert. Als Ersatz dienen zahnfarbene Kunststofffüllungen. Für Kinder unter 15 Jahren, schwangere und stillende Frauen sowie alle gesetzlich Versicherten sind sie bei Füllungen im Frontzahnbereich bereits seit 2018 Kassenleistung. Das Quecksilberverbot bezieht sich nur auf künftige Füllungen. 

Weitere Informationen zu Amalgam-Füllungen 

Recyclingpflicht für Altkleider 

Für Altkleider gelten ab dem 1. Januar 2025 EU-weit neue Regeln. Alte Textilien müssen dann im Altkleidercontainer entsorgt werden – auch, wenn sie kaputt oder verschlissen sind. Auch Bettwäsche, Handtücher und andere Textilien sind im Sammelcontainer zu entsorgen. Ziel ist, die Müllmengen nach und nach zu reduzieren und Textilien besser zu recyceln.

Neue Grenzwerte für Kaminöfen

Kamine, Kaminöfen und Öfen, die zwischen Januar 1995 und dem 21. März 2010 installiert wurden, müssen ab 1. Januar 2025 die in der Bundesimmissionsschutzverordnung festgelegten Werte für Feinstaub und Kohlenmonoxid einhalten. Die Filter müssen nachgerüstet beziehungsweise ausgetauscht werden. Konkret heißt das: Sie dürfen pro Kubikmeter Abgas nicht mehr als vier Gramm Kohlenmonoxid und 0,15 Gramm Staub ausstoßen. Ob die Feuerstätte die neuen Grenzwerte einhält, kann beim Bezirksschornsteinfeger erfragt werden. Er kann auch über Ausnahmen von der Sanierungspflicht informieren.

Weitere Informationen zur Verordnung für Feuerungsanlagen

Strengere Vorgaben für den Verkauf von biozidhaltigen Produkten

Verkäufer von bestimmten Produkten, die Biozide enthalten, benötigen ab Januar 2025 eine spezielle Sachkunde und müssen sogenannte Abgabegespräche mit ihren Kunden führen. Dies gilt auch für den Onlinehandel. Im Fall des Online- oder Versand-Verkaufs muss das Abgabegespräch zuvor telefonisch oder per Videoübertragung nachweisbar erfolgen.

Weitere Informationen zur Abgabe von Biozid-Produkten

Minderungsrecht im Mobilfunk 

Wenn der Internetanschluss nicht die vertraglich vereinbarte Bandbreite liefert, kann die Rechnung für den Internetzugang gekürzt oder der Vertrag außerordentlich gekündigt werden. Für das Festnetz-Internet hat die Bundesnetzagentur bereits konkrete Vorgaben und ein offizielles Mess-Tool erstellt, um eine zu langsame Internetleistung nachzuweisen. 

Weitere Informationen zum Minderungsrecht im Mobilfunk

Euro-Überweisungen innerhalb von zehn Sekunden

Ab 9. Januar wird die Echtzeitüberweisung in Europa flächendeckend eingeführt. Eine Sofortüberweisung soll unabhängig von Tag und Stunde ausgeführt werden und das Geld innerhalb von zehn Sekunden auf dem Konto des Empfängers eingehen. Es gibt also kein Warten mehr auf den nächsten Bankarbeitstag. Auf der anderen Seite soll der Auftraggeber ebenfalls innerhalb von zehn Sekunden darüber informiert werden, ob der überwiesene Betrag dem Empfänger zur Verfügung gestellt wurde oder nicht.

Weitere Informationen zu Euro-Überweisungen

Strengere Regeln für Restschuldversicherungen 

Ab Januar 2025 dürfen Verträge für Restschuldversicherungen frühestens eine Woche nach Abschluss eines Darlehensvertrages abgeschlossen werden. Verbraucherinnen und Verbraucher sollen damit vor übereilten und überteuerten Abschlüssen geschützt werden. Wird dagegen verstoßen, ist der Versicherungsvertrag nichtig.

Weitere Informationen zur Finanzenversicherung

Recht auf intelligente Strommesser und dynamische Stromtarife 

Private Haushalte können sich ab Januar 2025 ein intelligentes Messsystem – einen sogenannten Smart Meter – einbauen lassen. Für Haushalte mit einem Jahresstromverbrauch von über 6.000 Kilowattstunden oder einer Photovoltaik-Anlage mit mehr als sieben Kilowatt installierter Leistung ist der Einbau ab dem kommenden Jahr sogar verpflichtend. Die intelligenten Stromzähler erfassen nicht nur wieviel, sondern auch wann Strom verbraucht wird. Zusätzlich versenden sie die Daten automatisch. 

Ab 1. Januar 2025 sollen alle Verbraucherinnen und Verbraucher, die Smart Meter nutzen, auch von dynamischen Tarifen profitieren: Sie können dann Strom beziehen, wenn er in kostengünstigeren Zeiten mit hoher Erneuerbare-Energien-Erzeugung zur Verfügung steht. Alle Stromanbieter müssen ihrer Kundschaft mit intelligentem Messsystem dann einen dynamischen Tarif anbieten. 

Weitere Informationen zur digitalen Energiewende

Fazit

Die Gesetzesänderungen 2025 bringen zahlreiche Verbesserungen, insbesondere im sozialen Bereich, der Pflege und Digitalisierung. Familien, Rentner und Umwelt profitieren gleichermaßen, während der Bürokratieabbau fortgesetzt wird.

Rekord-Spende vom Weihnachtsmann: 11.898 Euro für die Kinderklinik Datteln!

Der Weihnachtsmann Kalle Zeh aus Raesfeld hat der Vestischen Kinder- und Jugendklinik in Datteln eine großzügige Spende überreicht. Am 27. Dezember kam er persönlich in die Klinik und übergab beeindruckende 11.898 Euro.

Seit 2017 hat sich der Raesfelder Weihnachtsmann als echter Botschafter der Nächstenliebe etabliert. Immer pünktlich zum Raesfelder Adventsmarkt begeistert er die Besucher mit seinem unermüdlichen Einsatz und dem Verteilen von Süßigkeiten und Schokolade, sammelt beachtliche Summen für wohltätige Zwecke und unterstützt damit Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen. So auch in diesem Jahr.

„Hanna Barley und Katja Schöpe, zwei liebenswerte Frauen, haben in meiner Gegenwart gezählt und hatten Mühe mit dem vielen Geld – so viele Geldscheine und Münzen!“, erzählt der Weihnachtsmann schmunzelnd.

Übergabe Spende in der Kinderklinik Datteln durch Kalle Zeh
Hanna Barley (l.) und Katja Schöpe nahmen das Geld von Weihnachtsmann Kalle Zeh aus Raesfeld entgegen. Foto: Privat

Spendenrekord: Mehr als doppelt so viel wie 2023

Mit dieser Rekordsumme hat Kalle den Vorjahresbetrag von 4.960 Euro mehr als verdoppelt. Zwei großzügige Einzelspenden trugen diesmal maßgeblich zu dem Erfolg bei. Doch trotz des finanziellen Erfolgs bleibt Kalle bescheiden: „Mir geht es nicht darum, dass es jedes Jahr mehr wird. Das Wichtigste für mich sind die strahlenden Kinderaugen, wenn ich ihnen Schokolade und Süßigkeiten überreich bin.“

Für den Weihnachtsmann zähle in erster Linie die Freude der Kinder auf dem Adventsmarkt. Sein Ziel bleibe es, ein Lächeln auf die Gesichter der Kleinen zu zaubern – die Rekordsummen seien für ihn ein schöner, aber zweitrangiger Nebeneffekt. „Ein großer Dank gilt allen Spendern, die zu dieser Summe beigetragen haben!“

Transparenz in der Klinik: Wofür die Spende genutzt wird

Doch wofür genau wird das gespendete Geld eingesetzt? Katja Schöpe, Pflegedirektorin der Kinderklinik, gibt Einblicke. Mit der Spende soll ein Film erstellt werden, der im Wartebereich der Klinik auf einem Monitor gezeigt wird. Dieser Film soll Eltern und Kindern verständlich erklären, wie die Behandlung nach dem Schweregrad der Erkrankungen priorisiert wird. „Es kommt bei uns immer wieder zu Wartezeiten. Mit dem Film möchten wir transparent machen, wie wir die Reihenfolge der Behandlungen festlegen“, so Schöpe. Dies sei vor allem für Eltern wichtig, die sich oft fragen, warum ihr Kind warten muss.

Fünf Dringlichkeitsstufen im Fokus

In der Kinderklinik werden Behandlungen nach festgelegten Kriterien priorisiert. Dabei gibt es fünf Dringlichkeitsstufen:

  1. Lebensbedrohliche Notfälle
  2. Schwerwiegende Erkrankungen
  3. Mittelschwere Beschwerden
  4. Leichte Beschwerden
  5. Infekte oder kleine Verletzungen

Auch das Alter des Kindes spielt eine wichtige Rolle. Der geplante Film soll diese Abläufe anschaulich erklären und so Verständnis schaffen. „Für uns ist es wichtig, dass Eltern wissen, wie wir die Reihenfolge der Behandlungen festlegen“, betont Schöpe.

Danke an Weihnachtsmann Kalle und die Spender

Zum Abschluss richtete Schöpe einen besonderen Dank an alle Spender, die die Kinderklinik seit Jahren unterstützen. „Wir sind sehr dankbar für die Kontinuität, die Kalle Zeh uns zeigt. Seine Unterstützung ist ein Segen für die Kinderklinik und die Familien, die zu uns kommen.“

Die diesjährige Spende beweist, dass ein großer Gemeinschaftsgeist hinter Kalles Engagement steht. Mit Aktionen wie diese bringt der Weihnachtsmann nicht nur Kinderaugen zum Leuchten, sondern unterstützt auch Projekte, die langfristig einen Unterschied machen.

Jahresrückblick 2024 – Jahr voller Gemeinschaft, Tradition und Fortschritt

Das Jahr 2024 hatte für die Gemeinde Raesfeld alles zu bieten: besondere Momente, große Entscheidungen und ein bisschen Trubel.

Von Kinderprotesten auf Trampeltreckern über beeindruckende Jubiläen wie die 100-Jahr-Feier der Burgmusikanten bis hin zu zukunftsweisenden Bauprojekten wie dem Spatenstich für das HUB Erle – Raesfeld bewies auch in diesem Jahr, dass hier Engagement, Gemeinschaft und Tradition großgeschrieben werden.

Trotz einer schwierigen weltweiten Lage, geprägt von politischen Spannungen und Konflikten, fand die Dorfgemeinschaft immer wieder zusammen, um lokale Herausforderungen zu meistern und positive Impulse zu setzen. Ob bewegende Abschiede, spannende politische Entwicklungen oder beeindruckende kulturelle Highlights – 2024 hielt für jeden etwas bereit. Dieser Rückblick zeigt, wie unsere Gemeinde zusammenhält, Herausforderungen meistert und dabei immer wieder Großes erreicht.

Januar: Landwirtschaft im Fokus und ein musikalischer Start

Das Jahr 2024 begann in Raesfeld mit einem musikalischen Highlight: Unter dem Motto „Kirche rockt HUB Erle“ verwandelte sich die St. Silvesterkirche in eine stimmungsvolle Konzertbühne. Lokale Musiker und Bands bieten eine beeindruckende Mischung aus klassischen und modernen Klängen, die das Publikum begeistert. Die besondere Atmosphäre und die mitreißenden Darbietungen machen das Konzert zu einem Erlebnis, das den Zusammenhalt und die Kreativität der Gemeinde unterstreicht.

Rockkonzert Silvesterkirche Erle Kirche rockt HUB Erle 2024

Auch gesellschaftlich zeigte sich der Januar bewegt mit einem außergewöhnlichen Protest für die Landwirtschaft. Trotz eisiger Temperaturen und beständigem Regen machten 120 Kinder mit Trampeltreckern, Bobbycars und Kettcars auf die Herausforderungen der Landwirte aufmerksam. Begleitet wurden sie von 47 Traktoren und einem Lkw, die aus Raesfeld in einer bundesweiten Protestwoche starteten. Mit rund 1.080 Teilnehmern setzten die Landwirtschaft ein deutliches Zeichen für ihr Anliegen.

Schloss-Raesfeld-Nachbau-aus-Lego-von-Philip-Honvehlmann

Doch nicht nur Proteste bestimmte den Januar: Der erste dokumentierte Wolfsriss sorgt bei Schäfern und Tierhaltern für Beunruhigung. Hoffnungsvoll stimmte dagegen der Beginn der Bauarbeiten für die neue Flüchtlingsunterkunft in Erle auf der ehemaligen Hofstelle Braems. Ein kulturelles Highlight war die Enthüllung eines beeindruckenden Lego-Modells des Schlosses Raesfeld. Philipp Honvehlmann schuf dieses Kunstwerk in zwei Jahren mühevoller Detailarbeit mit über 70.000 Steinen.

Februar: Farbenfroher Karneval und klare Botschaften

Im Februar brachte die Karnevalsmesse in der St. Martin-Kirche Tradition und Moderne zusammen. Die Kirche verwandelte sich in einen Raum der Fröhlichkeit, während bekannte Karnevalslieder wie „Wir kommen alle, alle in den Himmel“ durch die heiligen Hallen schallten. Weihnachtsmann Kalle Zeh wurde für seinen unermüdlichen Einsatz mit der Meritenmedaille ausgezeichnet – ein Dankeschön für seine Arbeit, die weit über das Übliche hinausgeht.

Karnevalsmesse Raesfeld 2024 St. Martin

Ein wichtiger politischer Moment war die gemeinsame Erklärung von 31 Bürgermeistern aus dem Münsterland gegen Extremismus. Die Bürgermeisterin, darunter auch Raesfelds Vertreter, setzt mit ihrer Botschaft für Vielfalt und Toleranz ein starkes Zeichen.

Gleichzeitig fand in Erle der Spatenstich für die neue Flüchtlingsunterkunft statt – ein Projekt, das Hoffnung und Raum für Integration schaffen soll.

März: Engagement für Umwelt und Tradition

260 freiwillige Helfer versammelten sich zur 36. Aktion „Saubere Landschaft“. Familien, Schulen und Vereine sammeln unermüdlich Müll und trugen damit aktiv zum Umweltschutz bei. Die neue Leiterin der Akademie des Handwerks, Dr.-Ing. Christiane Bucher, begann ihre Tätigkeit. Ihre Rückkehr zu den Wurzeln als gelernte Schreinerin sorgte für Begeisterung und hohe Erwartungen.

Ein bewegender Moment prägte die Generalversammlung des Bürgerschützenvereins Erle: Nach vielen Jahren im Amt verabschiedete sich Arno Brömmel als Präsident. In einer feierlichen Zeremonie übergab er die Präsidentenkette, die seit 1977 als Symbol für Verantwortung und Tradition dient, an seinen Nachfolger Andreas Pass . Brömmel wurde für sein langjähriges Engagement und seine Verdienste um den Verein herzlich geehrt. Der neue Präsident betonte die Bedeutung des Amtes und versprach, die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers fortzuführen.

Arno-Brömmel-und-Andreas-Pass

April: Jubiläum und Abschiede

Das Fanfarencorps Raesfeld feierte seinen 65. Geburtstag mit einer Festveranstaltung auf Hecheltjens Hof. Die Feier war ein Rückblick auf die musikalische Erfolgsgeschichte des Vereins und gleichzeitig ein Ausblick auf kommende Projekte. An der Sebastianschule wurde mit „Rosis letzter Tour“ eine langjährige Mitarbeiterin verabschiedet. 15 Jahre lang sorgte sie für Ordnung und Hinterließ dabei bei Schülern und Lehrern bleibende Eindrücke.

Auch der Frühling zeigte sich traditionsbewusst: Am 30. April wurde in Erle der Maikranz feierlich am Ständebaum aufgezogen – ein Symbol für die Lebensfreude und den Zusammenhalt im Dorf.

Maikranz 2024 Erle

Mai: Gemeinschaft und Erfolge

Der Schützenkönig von Erle, Robert Glombik, setzte sich in einem spannenden Wettkampf gegen seine Mitbewerber durch. Seine Königin Eva Reidenbach ergänzte das königliche Paar perfekt. Doch nicht nur beim Schützenfest zeigte die Dorfgemeinschaft ihre Stärke: Beim Schützenfest-Wochenende wurden über 142.000 Euro gesammelt, um die neue Dorfgastronomie in Erle zu finanzieren.

Ein besonderer Neuzugang in Raesfeld war ein Storch, der sich am Rabodoweg niederließ. Obwohl die Familienplanung im ersten Anlauf noch nicht gelungen ist, hoffen die Raesfelder, dass der Storch im nächsten Jahr einen neuen Versuch startet und wiederkommt.

Erster Storch in Raesfeld

Juni: Zukunft gestalten

Mit der feierlichen Grundsteinlegung des Martinus-Gemeinschaftshauses startete eines der ambitioniertesten Bauprojekte des Jahres. Die Zeitkapsel, die für kommende Generationen eingemauert wurde, symbolisiert Hoffnung und Weitblick. Parallel beschloss der Gemeinderat über eine Investition von drei Millionen Euro in den Ausbau der St. Sebastian- und Silvesterschulen – ein starkes Bekenntnis zur Bildung.

125-jähriges Bestehen des Gasthofs Brömmel-Wilms. Mit einer festlichen Veranstaltung wurde das Jubiläum des Gasthofs gefeiert. Der traditionsreiche Betrieb blickt auf mehr als ein Jahrhundert Gastfreundschaft zurück und bleibt ein wichtiger Anlaufpunkt für die Dorfgemeinschaft.

Jubiläumsfeier Gasthof Brömmel-Wilms Erle

Eine wichtige Entscheidung für die Dorfgemeinschaft stand an: Der Bürgerentscheid zum Jugendhaus Erle. Hintergrund war das Bürgerbegehren des sogenannten Bürgerforums, das forderte, die im Jugendhaus untergebrachten Flüchtlinge ausziehen zu lassen, damit das Gebäude wieder ausschließlich für die Jugendarbeit genutzt werden kann.

In einer demokratischen Abstimmung sprach sich jedoch die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger gegen das Anliegen des Bürgerforums aus. Mit diesem Ergebnis bleibt das Jugendhaus vorerst weiterhin ein Zuhause für die Geflüchteten, die dort untergebracht sind. Gleichzeitig wird die Jugendarbeit in Übergangsräumen bis Ende 2025 fortgeführt.

Außerdem verabschiedete sich Johannes Böckenhoff nach Jahrzehnten im Ehrenamt aus dem Aufsichtsrat der Volksbank Raesfeld und Erle. Seine Verdienste wurden gebührend gewürdigt.

Generalversammlung Bürgergenossenschaft HUB Erle

Juli: Entscheidungen und Tradition

Der Juli brachte eine historische Entscheidung: Die Bürgergenossenschaft Erle stimmte mit überwältigender Mehrheit für den Bau des neuen Gemeinschaftshauses HUB Erle, ein

Beim Schützenfest in Raesfeld wurde Meinolf Rosenberger nach einem spannenden Wettkampf zum neuen Schützenkönig gekrönt. Mit seiner Königin repräsentierte er die Werte und Traditionen der Dorfgemeinschaft in einem festlichen Rahmen, der alle Generationen vereinte.

Konzert Ernst Hutter und die Egerländer begeister Publikum in Raesfeld

August: Sommerliches Raesfeld

Der traditionelle Büchermarkt am Wasserschloss lockte auch in diesem Jahr zahlreiche Besucher an. Die Kombination aus historischer Kulisse und einer reichen Auswahl an Büchern schuf eine unvergleichliche Atmosphäre, die erneut Bücherliebhaber aus der ganzen Region anzog.

Ein weiterer Höhepunkt war das Konzert der Egerländer Musikanten im Rahmen der Musiklandschaft Westfalen. Die begeisterten Musiker mit ihrer Virtuosität und sorgten für unvergessliche Momente. Neben kulturellen Veranstaltungen begann auch die Umgestaltung des Femeichenparks, ein Projekt, das die Attraktivität und Nachhaltigkeit der Grünfläche verbessern soll.

100 Jahre Burgmusikanten Raesfeld Jubiläum

September: Feste und Abschiede

Die 100-Jahr-Feier der Burgmusikanten war ein beeindruckendes Ereignis, bei dem rund 500 Musikerinnen und Musiker aus verschiedenen Vereinen zusammenkamen. Die Parade und die musikalischen Beiträge an mehreren Standorten verdeutlichten die lebendige Kultur und den Zusammenhalt in Raesfeld. Ein Wechsel fand beim Adelheid Spargelhaus statt: Nach 16 Jahren übergaben Annika und Arno Rüb ihre Pacht. Die Junggesellenschützen von Raesfeld feiern ebenfalls ein wichtiges Ereignis: Nick Nattefort wurde nach einem spannenden Wettkampf zum neuen König der Junggesellenschützen gekrönt.

Komet 2024

Oktober: Naturphänomene und Baufortschritte

Im Oktober bot der seltene Komet C/2023 A3 Tsuchinshan-ATLAS ein faszinierendes Naturschauspiel. Viele Raesfelder nutzen die Gelegenheit, das Himmelsereignis mit bloßem Auge zu beobachten – ein Erlebnis, das nur alle paar Jahrzehnte möglich ist.

Einen weiteren Meilenstein erreichte das Martinus-Gemeinschaftshaus, das mit einem feierlichen Richtfest geehrt wurde. Dieses Projekt ist ein Symbol für Fortschritt und Gemeinschaft in Raesfeld.

Leider gab es auch bedrückende Ereignisse: Ein bewaffneter Überfall auf den Edeka-Markt in Erle schockierte die Gemeinde.

Monika Strothmann vom Adventsbasar Herzblut Raesfeld

November: Politische Entscheidungen und Ehrenamt

Im November gab Bürgermeister Martin Tesing bekannt, dass er bei der kommenden Kommunalwahl nicht mehr antreten wird. Während die CDU Dirk Kuhmann als Bürgermeisterkandidaten nominierte, stellte die UWG Raesfeld-Erle Johannes Ostermann als eigenen Kandidaten vor. Diese Entwicklungen läuteten einen spannenden politischen Wechsel ein.

Das DRK zog in neue Räume im Haus der Vereine ein, wodurch die ehrenamtliche Arbeit weiter gestärkt werden konnte. Der Adventsbasar Herzblut erreichte ein Rekordergebnis: Über 10.000 Euro wurden durch den Verkauf liebevoll gefertigter Handarbeiten gesammelt – ein beeindruckendes Beispiel für das Engagement der Raesfelder.

So schön war der Raesfelder Adventsmarkt am Schloss Raesfeld 2024

Dezember: Ein festlicher Jahresabschluss

Der stimmungsvolle Adventsmarkt am Schloss Raesfeld lockte auch 2024 zahlreiche Besucher aus der ganzen Region an. Die Kombination aus traditioneller Handwerkskunst, kulinarischen Spezialitäten und weihnachtlicher Atmosphäre machte die Veranstaltung zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Im Jugendhaus Erle brachte Anna Löbbecke frischen Wind in ihre neue Rolle als Jugendhausleiterin. Mit ihrer Erfahrung und vielen Ideen möchte sie die Jugendarbeit weiterentwickeln und die Übergangsräume in der Sporthalle gemeinsam mit den neuen Kindern und Jugendlichen gestalten.

Musikalisch endete das Jahr mit einem beeindruckenden Konzert des Blasorchesters Erler Jäger und des Martinus-Chors in der St. Silvester Kirche. Den krönenden Abschluss des Jahres bildete der feierliche Spatenstich für das HUB Erle , ein zukunftsweisendes Gemeinschaftsprojekt, das einen neuen Treffpunkt und kulinarische Erlebnisse für die Dorfgemeinschaft schaffen wird.

Spatenstich beim weltweit einzigartigen Projekt der Bürgergenossenschaft Erle
Foto: Petra Bosse

Ein Jahr für die Geschichtsbücher

Das Jahr 2024 in Raesfeld war geprägt von gelebter Gemeinschaft, bewegenden Momenten und mutigen Entscheidungen. Ob traditionelles Brauchtum, kulturelle Höhepunkte oder innovative Projekte – die Menschen in Raesfeld haben einmal mehr bewiesen, wie viel durch Zusammenhalt und Engagement erreicht werden kann.

Silvester-Service: Sicher unterwegs mit den RVM-NachtBussen

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Die Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM) bietet auch in diesem Jahr einen besonderen Service für Silvesterfeiernde an.

Tagsüber verkehren die Linien nach dem Samstagsfahrplan. In Zusammenarbeit mit der Westfälischen Provinzial Versicherung stellt die RVM in der Silvesternacht einen erweiterten NachtBus-Service bereit.

Die NachtBus-Linie N14 fährt nach dem regulären Samstagsfahrplan. Die Linien N6, N7/N17 sowie N20/N51 verkehren hingegen nach einem eingeschränkten Fahrplan. Dieses Angebot ermöglicht eine sichere und bequeme Heimfahrt, besonders für diejenigen, die ihr Auto stehen lassen möchten.

Aktuelle Informationen und Fahrpläne

Die RVM empfiehlt, vor der Abfahrt die BuBiM-App zu nutzen, um sich über die Fahrzeiten der NachtBusse in der Silvesternacht zu informieren.

Am Neujahrstag fahren die RVM-Busse nach dem Sonntagsfahrplan. Die Linien R76/R77 starten gegen 9 Uhr, die Linie S70 etwa eine Stunde später um 10 Uhr.

Service-Hotlines und Online-Informationen

Für kostenlose Fahrplanauskünfte steht rund um die Uhr die Schlauen Nummer NRW unter 0800 6 / 50 40 30 zur Verfügung. Zusätzliche Informationen sind ebenfalls bei der elektronischen Fahrplanauskunft unter 0800 3 / 50 40 30 oder auf der Website www.rvm-online.de abrufbar.

Die RVM wünscht allen Fahrgästen eine angenehme Adventszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

2025: Mit 13 Urlaubstagen ganze 39 freie Tage genießen

Urlaub clever planen: 2025 bietet Arbeitnehmern mehr als 2024. Besonders Weihnachten 2025 lässt die Herzen höherschlagen: Mit drei Urlaubstagen können Sie sich entspannt in einer ganzen Weihnachtswoche verabschieden – ideal, um Plätzchen zu essen, Geschenke auszupacken und endlich wieder „Sissi“ zu schauen.

Das Jahr 2025 ist für Arbeitnehmer in NRW besonders vorteilhaft. Im Vergleich zu 2024 bietet es deutlich mehr Feiertage, die günstig für Brückentage liegen, und damit mehr Möglichkeiten, längere Auszeiten mit weniger Urlaubstagen zu schaffen.

Mit geschickter Planung können Sie im Jahr 2025 mit nur 13 eingesetzten Urlaubstagen insgesamt 39 freie Tage genießen – das sind 6 zusätzliche freie Tage mehr als 2024! Wer die Chancen nutzt, kann mit minimalem Urlaubseinsatz das Maximum an Erholung herausholen.

Urlaubsoptionen im Detail: 2025 optimal nutzen

1. Ostern: 4 Urlaubstage → 10 freie Tage

  • Feiertage : Karfreitag (18. April) und Ostermontag (21. April).
  • Urlaubszeitraum : 14.–17. April (Montag bis Donnerstag).
  • Freie Tage : 12.–21. April.

Starten Sie mit einer verlängerten Pause im Frühjahr und genießen Sie zehn freie Tage am Stück, während Sie nur vier Urlaubstage investieren!

2. Tag der Arbeit: 1 Urlaubstag → 4 freie Tage

  • Feiertag : Donnerstag, 1. Mai.
  • Urlaubszeitraum : 2. Mai (Freitag).
  • Freie Tage : 1.–4. Mai.

Ein einzelner Urlaubstag sorgt für ein langes Wochenende – ideal für einen Kurztrip oder eine kurze Erholung.

3. Christi Himmelfahrt: 1 Urlaubstag → 4 freie Tage

  • Feiertag : Donnerstag, 29. Mai.
  • Urlaubszeitraum : 30. Mai (Freitag).
  • Freie Tage : 29. Mai–1. Juni.

Auch hier sorgt ein einzelner Urlaubstag für ein verlängertes Wochenende – perfekt, um den Frühsommer zu genießen.

4. Pfingsten: 4 Urlaubstage → 9 freie Tage

  • Feiertage : Pfingstmontag, 9. Juni.
  • Urlaubszeitraum : 3.–6. Juni (Dienstag bis Freitag).
  • Freie Tage : 31. Mai–9. Juni.

Mit nur vier Urlaubstagen genießen Sie neun Tage am Stück – ein idealer Zeitpunkt für eine größere Reise.

5. Tag der Deutschen Einheit: Kein Urlaubstag nötig → 3 freie Tage

  • Feiertag : Freitag, 3. Oktober.
  • Freie Tage : 3.–5. Oktober.

Ein verlängertes Wochenende ohne zusätzlichen Urlaubstag – ein Bonus, den Sie einfach genießen können.

6. Allerheiligen: Kein Urlaubstag nötig → Keine zusätzlichen freien Tage

Auch Allerheiligen, am 1. November 2025 (Samstag), ist ein gesetzlicher Feiertag in NRW. Da der Feiertag jedoch auf einen Samstag fällt, bietet er in diesem Jahr leider keine Möglichkeit für zusätzliche Brückentage.

7. Weihnachten: 3 Urlaubstage → 9 freie Tage

  • Feiertage : Donnerstag, 25. Dezember, und Freitag, 26. Dezember.
  • Urlaubszeitraum : 22.–24. Dezember (Montag bis Mittwoch).
  • Freie Tage : 20.–28. Dezember.

Mit drei Urlaubstagen entspannen Sie sich im Jahresende und genießen eine ausgedehnte Weihnachtszeit.

Fazit: Frühzeitig planen lohnt sich

Mit nur 13 Urlaubstagen können Sie im Jahr 2025 insgesamt 39 freie Tage genießen – das sind 6 Tage mehr als 2024.

Hinweis: Karneval 2025 – Auch schon planen!

Für alle Karnevalsfans lohnt sich auch ein Blick auf die närrischen Tage im Jahr 2025. Die Höhepunkte des Karnevals fallen auf folgende Daten:

  • Weiberfastnacht : Donnerstag, 27. Februar 2025
  • Rosenmontag : Montag, 3. März 2025
  • Aschermittwoch : Mittwoch, 5. März 2025

Mit einem geschickt platzierten Urlaubstag am Rosenmontag können Sie ein langes Wochenende genießen und sich in das bunte Treiben stürzen.

*In anderen Bundesländern kann die Regelung abweichen. Feiertage wie Fronleichnam und Allerheiligen sind beispielsweise nicht bundesweit gültig. Bitte beachten Sie diese Unterschiede bei der Planung von geschäftlichen oder privaten Aktivitäten.

Sicherer Umgang mit Silvesterfeuerwerk: Kreis Borken warnt vor Risiken

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Der Kreis Borken und die Bezirksregierung Münster warnen vor den Gefahren unsachgemäßen Umgangs mit Silvesterfeuerwerk.

Besonders wichtig sei es, ausschließlich legales Feuerwerk zu verwenden und die Sicherheitshinweise genau zu beachten. Umfangreiche Kontrollen sollen sicherstellen, dass Händler die Bestimmungen einhalten und Verbraucher geschützt sind.

Verkauf und Nutzung von Silvesterfeuerwerk

Zwischen dem 28. und 31. Dezember 2024 dürfen Feuerwerkskörper der Kategorie F2 verkauft werden, jedoch nur innerhalb von Verkaufsräumen. Das Abbrennen ist ausschließlich am 31. Dezember 2024 und 1. Januar 2025 gestattet. Artikel der Kategorie F1, wie Knallerbsen oder Tischfeuerwerk, sind hingegen das ganze Jahr über erlaubt, wenn Käufer mindestens 12 Jahre alt sind.

Wichtig sei, beim Kauf auf die CE-Kennzeichnung mit Registriernummer zu achten. Diese bestätigt, dass das Feuerwerk geprüft und zugelassen ist. Produkte ohne diese Kennzeichnung, wie sie oft auf Flohmärkten oder „schwarz“ auf der Straße angeboten werden, seien illegal und können rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Strenge Kontrollen durch die Bezirksregierung Münster

Um die Sicherheit der Verbraucherinnen und Verbraucher zu gewährleisten, führt die Bezirksregierung Münster zwischen Weihnachten und Silvester umfangreiche Kontrollen durch. Acht Teams überprüfen dabei die Einhaltung der Vorschriften in Verkaufsstellen. Geprüft werden unter anderem:

  • Ordnungsgemäße Kennzeichnung der Pyrotechnik
  • Brandschutzmaßnahmen und sichere Lagerung
  • Flucht- und Rettungswege

Ziel dieser Maßnahmen sei es, Gefahren durch unsachgemäße Lagerung oder den Verkauf illegaler Produkte zu minimieren.

Sicherheitstipps für den Umgang mit Feuerwerk

Die Bezirksregierung Münster weist zudem auf folgende Vorsichtsmaßnahmen hin, um Verletzungen und Brände zu vermeiden:

  1. Sicherheitshinweise lesen: Vor dem Abbrennen die Anweisungen des Herstellers beachten.
  2. Schnell entfernen: Nach dem Zünden einen sicheren Abstand einnehmen.
  3. Geeignete Abschussrampen verwenden: Raketen sollten aus stabilen Flaschen, z. B. in einem Flaschenkasten, gestartet werden.
  4. Freie Umgebung wählen: Feuerwerk niemals unter Bäumen oder in der Nähe von Laternen zünden.
  5. Blindgänger entsorgen: Nicht gezündete Feuerwerkskörper mit Wasser unschädlich machen, niemals erneut anzünden.
  6. Fenster und Türen schließen: Um Funkenflug und Rauchentwicklung in Gebäuden zu vermeiden.
  7. Keine Experimente: Eigenständige Veränderungen an Feuerwerkskörpern können schwerwiegende Unfälle verursachen.
  8. Warnung vor der Weitergabe an Jugendliche
  9. Besonders kritisch ist die Weitergabe von Feuerwerkskörpern der Kategorie F2 an Kinder und Jugendliche. Der Verkauf und die Übergabe an Personen unter 18 Jahren sind strikt verboten. Auch Eltern dürfen diese Artikel nicht an ihre minderjährigen Kinder weitergeben.

Weihnachtsmann Kalle wird Genosse – mit einem Augenzwinkern für den guten Zweck

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Nicht nur Geschenke und gute Laune hatte Weihnachtsmann Kalle im Gepäck, sondern jetzt auch einen Anteil an der Bürgergenossenschaft Erle eG. Natürlich geht das nicht ohne ein paar Absprachen und einen klaren Plan.

In enger Zusammenarbeit mit Christian Lipfert und dem Ortsmarketing Raesfeld wurde ein humorvoller, aber durchaus ernstgemeinter Deal eingefädelt: Der Weihnachtsmann wird Genosse, und das HUB Erle öffnet im Gegenzug die Spendierhosen.

Abkommen mit Herz und Verstand

Beim letzten Treffen des Ortmarketings wurde beschlossen, dass Weihnachtsmann Kalle einen Anteil der Bürgergenossenschaft erwirbt. Doch dabei bleibt es nicht. Als Teil des Deals spendet das HUB Erle 300 Euro an die Kinderklinik Datteln. „Eine Win-win-Situation“, wie Christian Lipfert mit einem Augenzwinkern betonte. „Der Weihnachtsmann bekommt seine Anteile, wir zeigen Herz für die Kleinsten, und ganz nebenbei stärken wir unsere Gemeinschaft in Erle.“

Abkommen HUB Erle und Weihnachtsmann Kalle aus Raesfeld
Christian Lipfert und Weihnachtsmann Kalle Zeh haben ein Abkommen. Foto: Privat

Ein Weihnachtsmann mit Weitblick

Warum der Weihnachtsmann jetzt auch Genosse ist? Ganz klar: Mit diesem Schritt zeigt er, dass Weihnachten nicht nur in den Wunschzetteln der Kinder steckt, sondern auch in tatkräftiger Unterstützung vor Ort. Die Kinderklinik Datteln, bekannt für ihre hervorragende Arbeit, darf sich über eine finanzielle Zuwendung freuen, die direkt kleinen Patientinnen und Patienten zugutekommt.

Landrat Dr. Kai Zwicker dankt Einsatzkräften: Besuch in Leitstellen an Heiligabend

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Dank und Anerkennung gehen an alle Kräfte, die auch über die Feiertage zum Wohle der Menschen Dienst tun

Landrat Dr. Kai Zwicker besuchte an Heiligabend die Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst im Kreishaus Borken sowie die Leitstelle der Polizei und die Polizeiwache

Kreis Borken. Landrat Dr. Kai Zwicker hat an Heiligabend die Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst im Kreishaus Borken sowie die Leitstelle der Polizei und die Polizeiwache Borken besucht. Er sprach den dort tätigen Kräften stellvertretend für alle Beschäftigten, die über die Feiertage – auch in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, bei den Feuerwehren und Hilfsorganisationen, in der Energieversorgung und an vielen anderen Stellen – zum Wohle der Menschen Dienst tun, Dank und Anerkennung für ihre engagierte Arbeit aus. Gleichzeitig wünschte er ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2025.

Ein Jahr geht zu Ende – Bürgermeister Martin Tesing im Gespräch

Bürgermeister Martin Tesing hat angekündigt, bei der Kommunalwahl 2025 nicht erneut zu kandidieren. Während die Gemeinde Raesfeld über die Nachfolge spekuliert, blickt Tesing entspannt auf seine gut vierjährige Amtszeit zurück.

In diesem Interview reflektiert er über persönliche Highlights, Herausforderungen der Gemeinde und gibt Einblicke in die Zukunft.

Persönlicher Rückblick

Was war für Sie persönlich der schönste Moment als Bürgermeister in diesem Jahr?

Es waren gleich mehrere Momente. Angefangen mit dem ersten Spatenstich für das Martinus-Gemeinschaftshaus, über die Förderzusage für die Schlosssanierung, die fast abgeschlossene Umgestaltung des Femeichengeländes, den nun bevorstehenden Abriss des Hauses und den anstehenden Neubau des lang ersehnten Drogeriemarktes bis hin zum noch bevorstehenden ersten Spatenstich für den Bau der Genossenschaftsgaststätte in Erle, um nur einige zu nennen.

Wichtig war mir aber auch, dass das Klimaschutzprojekt beschlossen wurde und wir nun an der Umsetzung arbeiten können. Dazu gehört auch der kommunale Wärmeplan, den wir gleichzeitig als erste Kommune hier in der Region beschlossen haben. Das schafft auch Planungssicherheit für Betriebe und Private.

Gibt es Entscheidungen oder Projekte, die Sie rückblickend anders angehen würden?

Entscheidungen sind nicht immer leicht zu treffen, da sie oft nicht alle Seiten zu 100 % zufrieden stellen. Trotzdem mussten Entscheidungen getroffen werden. Eine dieser wirklich schwierigen Entscheidungen war zum Beispiel die Unterbringung von Flüchtlingen im Erler Jugendhaus.

Welche Ziele setzen Sie sich für das kommende Jahr, beruflich als auch privat?

Ich werde weiterhin mit vollem Einsatz die laufenden Projekte abschließen, bevor ich das Amt im November 2025 übergebe. Gemeinde zu übergeben. Da ich noch bis zum 1. November 2025 voll in diese Tätigkeit eingebunden bin, habe ich mir über die Zeit danach noch keine konkreten Gedanken gemacht.

Gemeindeentwicklung

Welche Projekte konnten 2024 in Raesfeld erfolgreich abgeschlossen werden?

Für Erle und Raesfeld konnten wichtige Bebauungsplanbeschlüsse gefasst werden, so dass wir bereits die ersten preisgünstigen Baugrundstücke vergeben konnten. Gleiches gilt für unsere Gewerbegebiete. So ist die Firma IBO Stalltechnik im Bau und die Firma Nießing Stahlbau steht vor der Erweiterung. Damit werden weitere Arbeitsplätze geschaffen.

Gab es unerwartete Herausforderungen bei der Umsetzung von Bau- oder Infrastrukturprojekten?

Ja, die Coronapandemie, der Krieg in der Ukraine und die Energiekrise haben die Gemeinde vor unerwartete Herausforderungen gestellt, wie die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen, steigende Baupreise und Lieferschwierigkeiten.

Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung der Gemeinde in den letzten 12 Monaten?

Vor dem Hintergrund dieser vielfältigen Herausforderungen freue ich mich, dass es uns erneut gelungen ist, einen schuldenfreien Haushalt für das kommende Jahr aufzustellen.

Soziales und Gemeinschaft

Welche Initiativen oder Veranstaltungen haben das Gemeindeleben besonders geprägt?

Ein Höhepunkt für unser Gemeindeleben war sicherlich die 100-Jahr-Feier unserer Raesfelder Burgmusikanten mit dem angeschlossenen „Tag der Vereine“. Sie hat das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt.

Aber auch der einstimmige Beschluss der über 2.000 Mitglieder zum Bau der Genossenschaftsgaststätte in Erle hat mir gezeigt, dass das Gemeinschaftsleben hier funktioniert.

Politik und Verwaltung

Wie hat sich die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat gestaltet?

Insgesamt war es nicht immer einfach. Aufgrund der Vielzahl und der Komplexität der Themen mussten oft in kürzester Zeit richtungsweisende Entscheidungen für die Gemeinde getroffen werden. Ich denke da zum

Beispiel an das Thema Windkraft oder den Bau der Flüchtlingsunterkunft. Bei diesen schwierigen Entscheidungen, die uns letztlich vom Bund und vom Land NRW abverlangt wurden, konnten nicht immer alle Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen mitgenommen werden. Das hat teilweise zu Unmut geführt und die Zusammenarbeit erschwert.

Gab es besondere Erfolge oder Herausforderungen in der Kommunikation mit Bürgern?

Das zu Ende gehende Jahr war auch das Jahr der Bürgerversammlungen. So haben wir insgesamt acht Bürgerversammlungen zu den unterschiedlichsten Themen wie Klimaschutzkonzept, Nahwärmeplanung, Wirtschaftswegekonzept sowie Ortskerngestaltung durchgeführt. Das ist wohl ein Rekord in der Geschichte der Gemeinde.

Gleiches gilt für den Bürgerentscheid zur Zwischennutzung des Jugendhauses Erle.

Welche Themen haben die Verwaltung in diesem Jahr am meisten beschäftigt?

Neben den vielen alltäglichen Aufgaben, von denen die Öffentlichkeit wenig mit bekommt, waren das die Ortskerngestaltung und die Windkraft.

Umwelt und Nachhaltigkeit

Welche Fortschritte konnten in Bezug auf Umwelt- und Klimaschutz erzielt werden?

Parallel zur Verabschiedung des Klimaschutzkonzeptes haben wir in den vergangenen Jahren immer wieder konkrete Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen ergriffen. So konnten wir in diesem Jahr mit der Umgestaltung des Rathausparkplatzes unterhalb des Platzes eine Regenrückhaltung zum Schutz vor Überflutungen bei den immer häufiger auftretenden Starkregenereignissen fristgemäß fertigstellen. Die Maßnahme dient auch der immer wichtiger werdenden Grundwasserneubildung. Jetzt stehen noch Baumpflanzungen an, um einen Schutz vor Überhitzung zu schaffen.

Außerdem haben wir jetzt mit der Verbraucherschutzzentrale NRW ein Angebot zur kostenlosen Energieberatung für Hauseigentümer geschaffen. Davon versprechen wir uns einen Schub bei der energetischen Sanierung älterer Häuser, die bekanntermaßen schlechte Wärmekennwerte haben.

Gesellschaftliche Polarisierung

Ist eine Spaltung der Gesellschaft in Raesfeld spürbar, und wie kann die Gemeinde dem entgegenwirken?

Ja, eine gewisse Spaltung, die vielfach auch durch die sozialen Medien befördert wird, ist auch in Raesfeld spürbar. Die Ursachen und Motive hierfür sind vielfältig. Entsprechend schwierig ist es für die Gemeinde, dieser gesamtgesellschaftlichen Entwicklung entgegenzuwirken. Wichtige Gegenmaßnahmen sind die Transparenz von Entscheidungen und die Kraft des guten Arguments.

Angesichts der Vielzahl, der Fremdbestimmtheit und der Kurzfristigkeit von Entscheidungen, die wir in den letzten Jahren treffen mussten, sind diese Gegenmaßnahmen in der Gemeinde in der Vergangenheit an der einen oder anderen Stelle schon aus personellen Gründen zu kurz gekommen.

Schuldenfreie Gemeinde – Erfolgsrezept?

Wie gelingt es Raesfeld, seit 32 Jahren schuldenfrei zu bleiben?

Das ist wirklich eine bundesweit beeindruckende Zahl! Sie steht auch dafür, dass die Gemeinde ihre Entscheidungen immer auch mit Blick auf unsere nachfolgenden Generationen getroffen hat, um ihnen keine Schulden zu hinterlassen. Das kann man auch als gelebte Nachhaltigkeit bezeichnen.

Vor diesem Hintergrund freut es mich, dass wir diese Schuldenfreiheit auch in den letzten Jahren halten konnten, in denen wir die höchsten Investitionen in der Geschichte der Gemeinde getätigt haben.

Der Schlüssel dazu lag darin, dass der Rat in der Vergangenheit trotz unterschiedlicher Auffassungen in der Sache immer das gemeinsame Ziel, das Wohl der Gemeinde, im Auge hatte und vor diesem Hintergrund die eine oder andere Entscheidung auch mal zähneknirschend mitgetragen hat.

Kommunalwahl 2025

Warum kandidieren Sie nicht erneut?

Wir haben in diesem und werden im kommenden Jahr eine Vielzahl von Projekten erfolgreich abschließen. Darüber hinaus steht der Regionalplan als wichtigstes Planungsinstrument der Gemeinde im kommenden Jahr vor der Verabschiedung. Das sind wichtige Schnittstellen für die Zukunft der Gemeinde. Vor diesem Hintergrund ist es ein guter Zeitpunkt, das Bürgermeisteramt in jüngere Hände zu legen.

Wie blicken Sie auf Ihre Amtszeit zurück?

Neben der Sicherung des Schulstandortes mit der Neuausrichtung der Julia-Koppers-Gesamtschule und den Gewerbegebietserweiterungen in Erle und Raesfeld um insgesamt fast 40% wurden wichtige Infrastrukturmaßnahmen für die Zukunft der Gemeinde umgesetzt.

Darüber hinaus bieten der Erwerb des Schlosses, der Bau des Bürgerparks und des Femeichengeländes sowie der Eigentümerwechsel im Tiergarten enorme Entwicklungschancen für die Zukunft der Gemeinde. Mit der kommenden Ansiedlung eines Drogeriemarktes konnten wir unser den Bürgerinnen und Bürgern gegebenen Versprechen einlösen. Für das Zusammenleben in der Dorfgemeinschaft sind die Errichtung des Gemeinschaftshauses Martinus, des Vereinshauses und der Genossenschaftsgaststätte in Erle sowie die beschlossenen Platzgestaltungen von nachhaltiger Bedeutung.

Welche Herausforderungen sehen Sie für Ihre Nachfolger?

Mein Nachfolger wird sicher nicht arbeitslos sein. Viele künftige Herausforderungen hängen auch mit den Maßnahmen der letzten Jahre zusammen. Empfehlungen möchte ich nicht aussprechen, da jede Führungspersönlichkeit eigene Prioritäten setzen wird.

Die skurrilsten Weihnachts- und Neujahrstraditionen weltweit

Von Gurken im Baum und rollenden Koffern: Ein humorvoller Blick auf die Weihnachts- und Neujahrstraditionen der Welt.

Weihnachten und der Jahreswechsel sind die perfekte Zeit, um die wahre Magie der Menschheit zu feiern: Wir machen alle zusammen die verrücktesten Dinge und nennen es „Tradition“. Lasst uns einen humorvollen Blick darauf werfen, wie unterschiedlich (oder skurril) diese Feierlichkeiten rund um den Globus ausfallen.

Weihnachten: Ein Fest voller… Gurken?

Beginnen wir mit einem Klassiker: dem Weihnachtsbaum. Kaum steht die Tanne, mutiert sie zum Fashion-Model – mit Kugeln, Lichtern und Lametta.
Aber halt! In einigen deutschen und US-amerikanischen Haushalten kommt noch eine Gurke als Weihnachtsschmuck in den Baum. Nein, das ist kein Hinweis auf eine besonders ambitionierte Detox-Diät. Angeblich bringt diejenige Person, die die Gurke zuerst findet, besonders viel Glück. Klingt plausibel, oder? Wer Gurken mag, kann sich direkt doppelt freuen. Diese Tradition ist eher in den USA verbreitet, obwohl sie oft als „deutsch“ bezeichnet wird. Es gibt jedoch keine klare historische Quelle, die belegt, dass sie tatsächlich aus Deutschland stammt – es könnte auch eine Erfindung des 19. Jahrhunderts sein, um handgefertigte deutsche Glasornamente zu vermarkten.

Essen Weihnachten Japan
Angesagt in Japan: Schnellimbiss. Symbolfoto: Pixabay

In Japan wiederum haben sie das Weihnachtsessen perfektioniert – und zwar in Form von… Kentucky Fried Chicken! Ja, richtig gelesen. Während andere Familien tagelang Truthähne füllen, gehen die Japaner einfach zum nächsten KFC. Ein Marketing-Geniestreich aus den 70er Jahren hat es geschafft, dass „Fried Chicken“ als traditionelles Weihnachtsgericht gilt. Wer sagt, dass man Glück nicht frittieren kann?

Und in Caracas, Venezuela, macht man an Weihnachten nicht nur einen Spaziergang zur Kirche – man rollt. Mit Rollschuhen! Warum? Gute Frage. Vielleicht, weil es schneller geht, die Geschenke auszupacken. Oder vielleicht wollten sie einfach den Weihnachtsmann beeindrucken, der ja bekanntermaßen auf einem Schlitten durch die Gegend saust.

Neujahr: Wo die Party beginnt… und Teller enden

Der Jahreswechsel ist der Moment, in dem alle kurz innehalten, um sich zu fragen: „Was kann ich tun, um das neue Jahr besser zu machen?“ Die Antwort lautet: Rote Unterwäsche. Zumindest in Italien. Denn wer rote Unterwäsche trägt, hat angeblich Glück im kommenden Jahr. Für diejenigen, die eher Pechsträhnen hatten, gibt es nur einen Tipp: Doppelt unterziehen.

In Spanien hingegen wird man um Mitternacht beim Weintrauben-Schlucken beobachtet. Zwölf Glockenschläge, zwölf Trauben – eine für jeden Monat. Klingt nach einem harmlosen Snack? Nicht ganz! Wenn man sich an der siebten Traube verschluckt, könnte man im Februar schon das Glück verpassen. Es ist quasi ein Extremsport für die Feiertage.

In Lateinamerika wird es besonders abenteuerlich: Dort ziehen Menschen mit Koffern um den Block. Die Nachbarn denken wahrscheinlich: „Oh, schön, die Familie geht spazieren.“ Tatsächlich will man sich dadurch eine Reise im kommenden Jahr sichern. Wer große Pläne hat, sollte besser den XL-Koffer nehmen.

Tradition in der Ukraine – Spinnweben statt Lametta

Neben dem klassischen Lametta, den strahlenden Lichterketten und glitzernden Kugeln findet man in der Ukraine oft etwas Ungewöhnliches am Weihnachtsbaum: eine künstliche Spinne und ein kunstvoll gefertigtes Netz.

Diese Tradition geht auf eine alte Legende zurück. In der Geschichte konnte sich eine arme Frau keinen Weihnachtsschmuck leisten. Doch als sie am Weihnachtsmorgen aufwachte, hatte eine freundliche Spinne den Baum mit einem wunderschönen, funkelnden Netz dekoriert. Das Netz gilt seither als Symbol für Glück – und nein, es ist definitiv kein Hinweis auf vernachlässigte Hausarbeit!

Tradition Neujahr aus aller Welt
Fast wie bei einem Polterabend

Ein Feuerwerk aus Chaos und Freude

In Dänemark geht es richtig zur Sache: Dort werden an Silvester alte Teller und Gläser zerschlagen – und zwar an den Haustüren von Freunden und Familie. Je mehr Scherben, desto mehr Glück im neuen Jahr. Aber Vorsicht! Wenn der beste Freund das ganze Service aus der Hochzeit mitbringt, sollte man ihn besser anrufen und fragen, ob es auch „symbolisch“ geht. (Quelle: Copenhagen Post)

Und in Ecuador? Dort wird zum Jahreswechsel das alte Jahr buchstäblich verbrannt. Gigantische Puppen, die das vergangene Jahr repräsentieren, gehen in Flammen auf. Klingt nach einer super Möglichkeit, mit Stress und schlechten Erinnerungen abzuschließen – solange man nicht aus Versehen den Gartenschuppen abfackelt.

Fazit: Tradition verbindet… und sorgt für viele Lacher

Ob es die rollenden Rollschuh-Weihnachtsfans in Venezuela sind, die Trauben-Liebhaber in Spanien oder die Teller-Zertrümmerer in Dänemark – eines ist sicher: Die Feiertage sind die Zeit, in der wir alle gemeinsam verrückt sein dürfen. Und genau das macht Weihnachten und Neujahr so besonders.

In diesem Sinne: Holt die Gurken, die roten Unterhosen und den Koffer heraus – und möge das nächste Jahr genauso schräg und wundervoll werden wie die Traditionen, die wir feiern! 🎄✨

Verschiedene Weihnachtsrituale weltweit
Symbolfoto

Die Tradition des Weihnachtsbaumschmückens

Die Tradition, einen Weihnachtsbaum zu schmücken, hat ihre Wurzeln in vorchristlichen Bräuchen. Schon in der Antike wurden immergrüne Pflanzen im Winter als Symbol für Leben und Hoffnung genutzt. Im Mittelalter entstanden sogenannte „Paradiesbäume“, die mit Äpfeln geschmückt wurden und auf die biblische Geschichte von Adam und Eva verwiesen.

Ursprünge und Entwicklung

Die Tradition, immergrüne Pflanzen in der Winterzeit zu schmücken, geht auf heidnische Bräuche zurück. In vorchristlicher Zeit wurden Zweige von Tannen oder anderen immergrünen Bäumen in Häusern aufgehängt, um böse Geister abzuwehren und den Frühling willkommen zu heißen. Diese Sitte wurde vor allem in germanischen und keltischen Kulturen praktiziert.

Mit der Christianisierung Europas verbanden sich diese Bräuche mit der christlichen Symbolik. Im Mittelalter begann man, sogenannte „Paradiesbäume“ zu schmücken – mit Äpfeln behangene Tannenbäume, die bei Darstellungen der biblischen Geschichte von Adam und Eva genutzt wurden. Diese Praxis entwickelte sich im 16. Jahrhundert in Deutschland zum Schmücken von Weihnachtsbäumen, wie wir es heute kennen.

Verbreitung des Weihnachtsbaums

Die Lichter symbolisierten das Licht Christi, das in die Welt kam. Der Brauch verbreitete sich zunächst in protestantischen Gebieten Deutschlands und fand im 19. Jahrhundert seinen Weg in andere europäische Länder sowie nach Amerika.

Mit der Popularisierung durch das britische Königshaus im 19. Jahrhundert – insbesondere durch Königin Victoria und ihren deutschstämmigen Ehemann Prinz Albert – wurde der Weihnachtsbaum zu einem weltweiten Symbol für das Weihnachtsfest.

Symbolfoto: Pixabay

2025 – Diesmal klappt es mit den guten Vorsätzen

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Wenn die letzten Silvesterraketen verglüht sind und das neue Jahr anbricht, beginnt für viele Menschen nicht nur kalendarisch ein neuer Abschnitt. Der Jahreswechsel markiert seit jeher einen symbolischen Neuanfang – die perfekte Gelegenheit, um positive Veränderungen im eigenen Leben anzustoßen.

Diese Tradition reicht bis in die Antike zurück, als die alten Babylonier ihren Göttern zum Jahresanfang gelobten, Schulden zu begleichen und geliehene Gegenstände zurückzugeben. Auch die Römer kannten ähnliche Bräuche bereits vor unserer Zeitrechnung. Heute ist diese Tradition weniger religiös geprägt, aber nicht minder bedeutsam. Der Jahreswechsel bietet eine willkommene Zäsur, um Bilanz zu ziehen und neue Ziele ins Auge zu fassen.

Auch wenn sich die Zeiten ändern, halten sich die häufigsten Vorsätze seit vielen Jahren überraschend konstant. Der absolute Klassiker bleibt das Streben nach einem gesünderen Lebensstil. Ob Fitnessstudio-Anmeldung, regelmäßiges Joggen oder der Wunsch, endlich die überflüssigen Pfunde loszuwerden – die eigene Gesundheit steht für viele an erster Stelle. Zunehmend wichtig wird auch der Vorsatz, umweltbewusster zu leben. Von Plastikvermeidung über regionale Einkäufe bis hin zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel – das Klimabewusstsein prägt die Vorsätze von immer mehr Menschen.

Neu hinzugekommen ist der Wunsch nach digitaler Balance. Viele Menschen spüren das Bedürfnis, ihre Online-Zeit zu begrenzen und mehr im „echten Leben“ präsent zu sein. Unter dem Stichwort „Digital Detox“ legen einige Smartphones und Tablet sogar längere Zeit aus der Hand. In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten nehmen sich andere außerdem vor, ihre Finanzen besser zu organisieren, regelmäßig zu sparen oder sich in Finanzthemen einzulesen. Das komplette Spektrum guter Vorsätze lässt sich auf individueller Basis nahezu beliebig erweitern, von zusätzlicher Zeit, die man sich für die Familie nehmen möchte, bis zur Übernahme von ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Der Weg zum Erfolg

So weit, so gut, doch so erstrebenswert die selbstgesteckten Ziele auch sein mögen, die Realität ist ernüchternd. Etwa 80 Prozent aller Neujahrsvorsätze werden bereits im Februar wieder aufgegeben. Die Gründe dafür sind vielfältig. Oft sind die Ziele zu hochgesteckt oder zu vage formuliert, konkrete Handlungsstrategien fehlen und die notwendige Willenskraft wird unterschätzt. Doch es gibt Wege zum Erfolg. Experten raten, konkrete, messbare Ziele, statt vager Absichten zu formulieren. Statt „mehr Sport“ sollte man beispielsweise „zweimal pro Woche 30 Minuten joggen“ festlegen. Auch kleine Anfänge können zu großen Veränderungen führen.

Der Schlüssel liegt darin, sich Zwischenziele zu setzen und kleine Erfolge zu feiern. Besonders hilfreich ist zudem Unterstützung – ob Trainingspartner, Ernährungsberater oder Finanzcoach. Wer seine Fortschritte dokumentiert, beispielsweise in einem Erfolgstagebuch oder mithilfe einer App, bleibt meist besser motiviert. Die Umsetzung eines guten Vorsatzes wird durch den leichten Druck, der durch Apps oder Gleichgesinnte entsteht, aus der Beliebigkeit geholt. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man so lange durchhält, bis man sich nicht mehr überwinden muss, an seinem Ziel zu arbeiten, sondern die Änderungen im Lebensstil ganz selbstverständlich zum Alltag gehören.

Trauerbeflaggung am Kreishaus in Borken

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Landrat Dr. Kai Zwicker: „Das schreckliche Geschehen in Magdeburg macht auch uns im Westmünsterland sehr betroffen

Kreis Borken. Aus Anlass der Gewalttat in Magdeburg am 20. Dezember 2024 war für das Wochenende landesweit Trauerbeflaggung an allen öffentlichen Gebäuden angeordnet worden.

So wehten auch am Borkener Kreishaus die Fahnen auf halbmast. Landrat Dr. Kai Zwicker erklärte dazu: „Das schreckliche Geschehen macht auch uns im Westmünsterland sehr betroffen. Wir trauern mit den Familien der Toten und sind in unseren Gedanken bei den Verletzten, denen ich eine baldige Genesung wünsche, sowie ihren Angehörigen!“
Am Freitagabend war ein Attentäter mit einem Auto in die Menschenmenge eines Weihnachtsmarktes gerast und hat fünf Menschen getötet und zahlreiche weitere zum Teil schwer verletzt. 

Weihnachtsmann-Besuch bei TK Maschinenbau: 1000-Euro-Spende für die Kinderklinik

1000 Euro für den Raesfelder Weihnachtsmann Kalle für die Kinderklinik in Datteln

Tu Gutes, besonders für einen guten Zweck in der Weihnachtszeit – genau das hat die Firma TK Maschinenbau mit einer großzügigen Spende umgesetzt.

Weihnachtszauber bei TK Maschinenbau

Wie bekommt man eigentlich Kontakt zum Weihnachtsmann? Die Antwort ist ganz einfach: Man ruft den Heimatreport an! Denn manchmal braucht auch der Weihnachtsmann Amtshilfe – und so konnte die Firma TK Maschinenbau über diesen Weg den direkten Draht zum Weihnachtsmann herstellen.

1000 Euro für Weihnachtsmann Kalle
Foto: TK Maschinenbau

Ein besonderer Besuch am 20. Dezember

Am 20. Dezember machte sich der Weihnachtsmann, alias Kalle Zeh, auf den Weg zur Firma TK Maschinenbau nach Velen-Ramsdorf. Dort bereitete er den fleißigen Mitarbeitern eine festliche Überraschung. Begrüßt wurde er von der gesamten Belegschaft, die spontan ein stimmungsvolles „O Tannenbaum“ anstimmte. Ein Moment, der nicht nur den Weihnachtsmann erfreute, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl unter den Kolleginnen und Kollegen gestärkt habe, teilt die Firma mit.

Ehrungen und Geschenke für die Belegschaft

Während seines Besuchs verteilte der Weihnachtsmann kleine Geschenke an die Mitarbeiter. Besonders die Jubilare, die bereits seit zehn Jahren Teil der TK-Familie sind, wurden geehrt und erhielten ein besonderes Präsent.

Weihnachtsmann beeindruckt von der Produktion

Neben der festlichen Atmosphäre nutzte der Weihnachtsmann die Gelegenheit, die Produktionsstätte zu besichtigen. Er zeigte sich beeindruckt von der engagierten Arbeit der Teams und dem hohen Einsatz der Belegschaft.

Spende für die Vestische Kinder- und Jugendklinik

Zum Höhepunkt des Besuchs überreichte die Belegschaft dem Weihnachtsmann einen Spendengutschein über 1000 Euro. Die Spende geht an die Vestische Kinder- und Jugendklinik in Datteln und unterstützt damit die Sammelaktion von Kalle Zeh. Diese großzügige Geste unterstreicht den Geist der Weihnachtszeit – eine Zeit der Nächstenliebe und des Miteinanders.

Weltweit einzigartig: Spatenstich für das zukunftsweisende Hub Erle

Symbolischer Spatenstich für HUB Erle: Gemeinschaftsprojekt kurz vor Weihnachten gefeiert

Am Samstagvormittag versammelten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in Erle, um den symbolischen Spatenstich für das Gemeinschaftsprojekt HUB Erle zu feiern – obwohl die Baugrube bereits ausgehoben war. Mit musikalischer Begleitung durch das Blasorchester der Erler Jäger wurde das Ereignis zu einem besonderen Moment für die Dorfgemeinschaft.

Spatenstich für die Dorfgastronomie: Zeichen der Gemeinschaft

Großer Bahnhof am Samstag in Erle: Mit einem feierlichen Spatenstich begannen die Bauarbeiten für die neue Dorfgastronomie der Bürgergenossenschaft HUB Erle. Zahlreiche Mitglieder der Genossenschaft, Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie zahlreiche Gäste feierten dieses außergewöhnliche Gemeinschaftsprojekt in der Dorfmitte vor dem Gasthaus Brömmel-Wilms.

Spatenstich Erle der Bürgergenossenschaft
Andreas Grotendorst: „Wir in Erle. Wir schaffen das, und wir haben es geschafft“. Foto: Petra Bosse

Eine Gemeinschaft schreibt Geschichte

Andreas Grotendorst, Vorstandsvorsitzender der Bürgergenossenschaft, begrüßte die Gäste herzlich und sprach von einem Meilenstein, der ohne das Engagement der vielen Genosseninnen und Genossen nicht denkbar gewesen wäre. „Wir in Erle. Wir schaffen das, und wir haben es geschafft“, sagte er stolz und verwies auf die jahrelangen Vorbereitungen, die das Projekt zu einer gemeinsamen Erfolgsgeschichte machten. „Wir haben es heute sogar um 9 Uhr in die internationalen Nachrichten von 1Live geschafft. Was wir hier machen, ist quasi Weltpolitik“, merkte Grotendorst an und lachte.

Das Projekt, getragen von der Bürgergenossenschaft, stehe nicht nur für ein neues gastronomisches Angebot im Herzen von Erle, sondern auch für den Zusammenhalt und die außergewöhnliche Solidarität der Gemeinde. „Es zeigt, was möglich ist, wenn Menschen gemeinsam für eine Vision arbeiten“, betonte Andreas Grotendorst.

Andreas Grotendorst Vorstand Bürgergenossenschaft Erle
Andreas Grotendorst. Foto: Petra Bosse

Einzigartigkeit des Projekts: Würdigung des Engagements

Arno Brömmel vom Aufsichtsrat hob in seiner Rede die Einzigartigkeit des Projekts hervor, das deutschlandweit seinesgleichen suche. Er würdigte das Engagement auf kommunaler und politischer Ebene und betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit. Unter den Ehrengästen befinden sich die Bundestagsabgeordnete der CDU Kreis Borken Anne König, der Landtagsabgeordnete Willi Korth, die stellvertretende Landrätin des Kreises Borken Silke Sommer sowie der Bürgermeister Martin Tesing. Auch Mitglieder des Rates wurden herzlich begrüßt.

Arno Brömmel beim Spatenstich der Bürgergenossenschaft HUB Erle
Arno Brömmel: „Eine gute, tolle, starke Gemeinschaft, die das Projekt trägt und baut. Und darauf können wir stolz sein“. Foto: Petra Bosse

Feierlicher Spatenstich: Projekt Hub Erle Akteure vereint

Neben Mitgliedern der Bürgergenossenschaft konnte Brömmel auch Vertreter aus Architektur, Bauwesen, Politik, Kirche und regionalen Organisationen willkommen heißen. Zu den Ehrengästen zählen Bernie Lammersmann, Architekt vom Architekturbüro Thieken aus Dorsten und ein echter „Erler Junge“, sowie Tobias Göbel vom Büro-Team. Der zukünftige Pächter Christian Lipfert, der an diesem Tag auch für die Tontechnik verantwortlich war, und Simon Ende, der neue Küchenchef des HUB Erle, waren ebenfalls anwesend.

Für den geistlichen Beistand sorgt Pfarrer Dr. Fabian Tillig, der ebenfalls herzlich begrüßt wurde. Auch Maria Kowalski vom Ortsmarketing Raesfeld, die von der Kappeskönigin Melanie I. und Prinzessin Birgitt Grotendorst begleitet wurde, nahm an der Veranstaltung teil. Der westfälische Genossenschaftsverband war durch Dr. Möllers vertreten, während Bauunternehmer Alfons Klein-Ridder und sein Team von der Firma KR-Bau ebenfalls ihre Unterstützung zeigten. Vertreter der Volksbank Raesfeld und Erle, wie Michael Weddeling (Vorstand), sowie Andreas Witte von der Veltins-Brauerei, wurden ebenfalls herzlich empfangen.

Michael Weddeling, Johannes Böckenhoff, Alexandra Böckenhoff und Architekt Bernfried Lammersmann
Michael Weddeling (Vorstand Volksbank RuE), Johannes Böckenhoff, Alexandra Böckenhoff und Architekt Bernfried Lammersmann vom Architekturbüro Thieken Dorsten. Foto: Petra Bosse

Hub Erle: Ein langer Weg mit starkem Zusammenhalt

Der Weg zum Hub Erle, einem gemeinschaftlich getragenen Bauprojekt, war lang und herausfordernd. Arno Brömmel schilderte, dass die Idee zur Bürgergenossenschaft vor etwa vier bis fünf Jahren entstanden sei. „Es hat sich hingezogen. Wir waren alle so euphorisch, dass wir ein gemeinschaftliches Haus bauen. Nach 125 Jahren war das alte Gebäude in die Jahre gekommen. Doch dann wurden wir durch Corona und den Ukraine-Krieg ausgebremst. Jetzt hat es ganze vier Jahre gedauert, aber nichtsdestotrotz bin ich froh, dass wir heute zusammengekommen sind, um den Spatenstich zu setzen.“

Obwohl der Bagger bereits zuvor in Aktion getreten war, sei dies ein weiterer wichtiger Meilenstein. Brömmel betonte: „Meine lieben Freunde, das alles ist nur möglich, weil eine starke Gemeinschaft dahintersteht. Eine gute, tolle, starke Gemeinschaft, die das Projekt trägt und baut. Und darauf können wir stolz sein.“

Stellvertretende Landrätin Silke Sommer und Andreas Grotendorst beim Spatenstich in Erle 2024
Die stellvertretende Landrätin Silke Sommer und Andreas Grotendorst beim symbolischen Spatenstich in Erle 2024. Foto: Petra Bosse

Ein beeindruckendes Projekt, das seinesgleichen sucht

„Es ist wirklich eine tolle Sache, die Sie hier auf die Beine gestellt haben – etwas, das seinesgleichen sucht“, eröffnete Silke Sommer, stellvertretende Landrätin des Kreises Borken, ihre Rede. Sie erinnerte daran, dass die ersten Vorgespräche für das Projekt bereits vor sechs Jahren stattgefunden hatten. „Das zeigt, wie lange solche Vorhaben manchmal dauern. Und dann kam auch noch die Corona-Pandemie dazu, die Ihnen weitere Herausforderungen gestellt hat.“

Dirk Böckenhoff und Johannes Böckenhoff beim symbolischen Spatenstich in Erle
Dirk Böckenhoff und Johannes Böckenhoff vom Aufsichtsrat der Bürgergenossenschaft eG beim symbolischen Spatenstich in Erle. Foto: Petra Bosse

Ehrenamtliches Engagement als tragende Säule

Die stellvertretende Landrätin Kreis Borken Silke Sommer hob besonders das ehrenamtliche Engagement hervor, das die Realisierung des Projekts ermöglicht habe. „Ohne Sie wäre das heute nicht möglich gewesen. Ihr Einsatz zeigt, was Ehrenamt leisten kann. Und ganz ehrlich, ohne ehrenamtliches Engagement wäre Deutschland, der Kreis Borken, die Gemeinde Raesfeld und Raesfeld-Erde deutlich ärmer.“

Sie riefen dazu auf, das Ehrenamt weiterhin zu fördern und zu unterstützen, da es eine wesentliche Säule der Gesellschaft darstelle. „Der Erfolg zeigt sich auch in beeindruckenden Zahlen: Über 2.101 Genossen und Genossen haben dieses Projekt mit mehr als zwei Millionen Euro unterstützt. Das sucht wirklich seinesgleichen.“

Stellv. Landrätin Silke Sommer Kreis Borken
Stellv. Landrätin Silke Sommer Kreis Borken: Und ganz ehrlich, ohne ehrenamtliches Engagement wäre Deutschland, der Kreis Borken, die Gemeinde Raesfeld und Raesfeld-Erde deutlich ärmer. Foto: Petra Bosse

Aufmerksamkeit über die Region hinaus

Und dass heute Funk und Presse anwesend sei und das Projekt sogar auf Eins Live erwähnt wurde, unterstreiche seine Bedeutung. „Zweifellos haben Sie mit Ihrem Engagement auch überregionale Aufmerksamkeit erregt – das ist mehr als verdient.“

Ein Ort, um Gemeinschaft zu feiern

Mit Blick auf die Zukunft wünschte Sommer dem Projekt Hub Erle viel Erfolg und betonte dessen Potenzial als Treffpunkt für die Gemeinschaft: „Ich wünsche Ihnen, dass Ihr Haus schnell wächst und ein Ort wird, an dem bis zu 200 Personen gemeinsam feiern können. Feiern Sie das Leben, sich selbst, Ihr Engagement, Raesfeld-Erle und den Kreis Borken.“

Ein Appell an die Gemeinschaft

Zum Abschluss rief Sommer dazu auf, den eingeschlagenen Weg des Engagements weiterzugehen: „Bleiben Sie dieser großartigen Gemeinschaft treu, bleiben Sie engagiert – der Kreis Borken braucht Menschen wie Sie.“

Bürgermeister von Raesfeld Martin Tesing
Bürgermeister von Raesfeld Martin Tesing: „Mit dem heutigen Tag setzen wir ein weiteres Beispiel dafür, was Erle erreichen kann, wenn wir zusammenstehen. Und ich bin mir sicher, dass auch dieses Projekt ein voller Erfolg wird.“ Foto: Petra Bosse

Bürgermeister Tesing: Ein bedeutender Tag für Erle und ein starkes Wir-Gefühl

„Herzlich willkommen zu einem ganz bedeutenden Tag für Erle – für eine Dorfgemeinschaft, die ihrengleichen sucht“, begann Bürgermeister Martin Tesing seine Rede. Mit über 2.101 Genossinnen und Genossen, die sich dem Projekt angeschlossen haben, sei ein starkes Signal des Zusammenhalts gesetzt worden. „Wir haben hier in Erle ein echtes Wir-Gefühl, das ich nicht oft genug betonen kann. Es spiegelte sich sogar in unserer Internetadresse ‚Wir-in-Erle‘ wider und zeigt bundesweit, was Solidarität und Gemeinschaft bedeuten.“

Anne König MdB, Willi Korth, CDU und Silke Sommer
Anne König MdB, Wilhelm Korth MdL und Silke Sommer. Foto Petra Bosse

Rückblick auf 30 Jahre Gemeinschaft

Tesing erinnerte an eine frühere Herausforderung vor rund 30 Jahren, als der Kirchturm neu erbaut werden musste. „Damals kam ebenfalls eine beeindruckende Summe zusammen – etwa 400.000 DM. Schon damals hat Erle gezeigt, wozu wir in der Lage sind.“ Dieses Beispiel habe die Gemeinde auch vor sechs Jahren inspiriert, als die ersten Gespräche über das aktuelle Projekt begonnen haben. „Es zeigt, dass wir auch scheinbar Unmögliches schaffen können. Und heute stehen wir hier und feiern genau das.“

Luftaufnahme Grundstück HUB Erle der Bürgergenossenschaft Wir in Erle
Luftaufnahme: Daniel Bosse

Der Grundstein: Der Böckenhoff-Platz

Der Bürgermeister würdigte den Einsatz von Johannes Böckenhoff , der bereit war, das Grundstück an die Gemeinde zu verkaufen. „Den Böckenhoff-Platz zu erwerben war ein entscheidender Schritt für das Projekt. Darauf wird sich künftig alles hier in Erle konzentrieren.“

Und weiter: „Arno, du hast die vielen Mitstreiter, die in den letzten sechs Jahren am Projekt gearbeitet haben, bereits erwähnt. Ich möchte diesen Dank noch einmal bekräftigen. Es ist wirklich phänomenal, was hier geleistet wurde“, erklärte Tesing. Er räumte ein, dass die Liste der Unterstützer so lang sei, dass sie kaum vollständig genannt werden könne, und sprach allen seinen Dank aus.

Bürgermeister Martin Tesing und Arno Brömmel beim Spatenstich in Erle 2024
Ran an die Spaten, auch wenn es nur symbolisch war: Bürgermeister Tesing und Arno Brömmel. Foto: Petra Bosse

Blick in die Zukunft

Zum Abschluss sprach Tesing über die zukünftige Bedeutung des Projekts. Besonders hervorzuheben sei, dass Christian Lipfert als Betreiber der Gemeinschaftskneipe gewonnen werden konnte. „Das ist ein wichtiger Schritt, aber noch wichtiger ist, dass wir das Projekt auch in der Zukunft gemeinsam mit Leben füllen. Ich bin überzeugt, dass sich die Erler Bürgerinnen und Bürger hier regelmäßig treffen werden, wenn der Betrieb einmal angelaufen ist.“

Der Bürgermeister zeigte sich optimistisch: „Mit dem heutigen Tag setzen wir ein weiteres Beispiel dafür, was Erle erreichen kann, wenn wir zusammenstehen. Und ich bin mir sicher, dass auch dieses Projekt ein voller Erfolg wird.“

Zahlreiche Busucher beim Spatenstich in Raesfeld-Erle 2024

Christian Lipfert: Der zukünftige Betreiber von Hub Erle im Gespräch

„Ich freue mich einfach sehr. Natürlich ist da eine gewisse Anspannung, aber vor allem freue ich mich einfach nur“, erklärte Christian Lipfert, der zukünftige Betreiber des Hub Erle, auf die Frage, ob er aufgeregt oder nervös sei.

Der heutige Spatenstich markiere nicht nur den offiziellen Beginn des Bauprojekts, sondern auch den Startschuss für die Umsetzung der Ideen und Pläne, die Lipfert und sein Team entwickelt haben. „Es ist ein großer Moment für uns alle, und ich bin voller Vorfreude, dieses Projekt gemeinsam mit dem Team und der Gemeinschaft zum Leben zu erwecken“, betonte er.

Team HUB Erle mit Simon Ende, Christian Lipfert und Marco Jackisch. Serviceleiter Hub Erle. mit Weihnachtsmann Kalle
Team HUB Erle mit Chefkoch Simon Ende, Christian Lipfert (r.) und zukünftigen Serviceleiter Marco Jackisch Hub Erle (l.) sowie Weihnachtsmann Kalle. Foto: Petra Bosse

Motivation und Zuversicht

Mit einer Mischung aus Vorfreude und Engagement blickt Christian Lipfert auf die neue Eröffnung und die Herausforderungen, die das Projekt mit sich bringt. „Das Projekt Hub Erle bietet so viele Möglichkeiten, und ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam etwas Einzigartiges schaffen werden“, sagte er mit Überzeugung.

Vorbereitungen für den Start am 1. Januar

Lipfert erklärte, dass Hub Erle schon ab dem 1. Januar aktiv sein wird – zunächst in den Übergangsräumen bei Brömmel-Wilms . „Unser Team ist bereits vor Ort und fängt an, sich einzuarbeiten. Wir möchten pünktlich und gut vorbereitet starten“, erläutert er. Die Mitarbeiterschulungen seine in Planung und würden in Kürze umgesetzt.

Offizieller Auftakt am 4. Januar

„Der erste offizielle Abendbetrieb bei Brömmel-Wilms findet am 4. Januar statt – dann stehen wir erstmals offiziell an der Theke“, kündigte Lipfert an.

Mit viel Enthusiasmus und einem engagierten Team bereitete sich Hub Erle darauf vor, den Betrieb in den Übergangsräumlichkeiten aufzunehmen, bevor das endgültige Gebäude nach Fertigstellung bezogen wird. „Es ist ein spannender Weg, und wir freuen uns darauf, ihn gemeinsam mit der Gemeinschaft von Erle zu gehen“, so Lipfert abschließend.



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Tagung der Landräte: Finanzielle Herausforderungen im Fokus

Die Landräte des Regierungsbezirks Münster kamen in Ahaus zu ihrer turnusmäßigen Konferenz zusammen, um aktuelle Herausforderungen wie die finanzielle Lage der öffentlichen Haushalte und die Landschaftsumlage zu diskutieren. Besonders kontrovers war die geplante Kürzung der Zuschüsse für den „Münsterland e. V.“ und die Kreisumlage.

Münsterland/Kreis Borken. Die Landräte des Regierungsbezirks Münster – Dr. Olaf Gericke (Kreis Warendorf), Bodo Klimpel (Kreis Recklinghausen), Dr. Christian Schulze Pellengahr (Kreis Coesfeld), Dr. Martin Sommer (Kreis Steinfurt) und Dr. Kai Zwicker (Kreis Borken) – trafen sich mit Regierungspräsident Andreas Bothe, dem Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Dr. Georg Lunemann, dem Münsteraner Oberbürgermeister Markus Lewe und dem Hauptgeschäftsführer des Landkreistages NRW, Dr. Martin Klein, in der Berufsbildungsstätte Westmünsterland (BBS) Ahaus. Bürgermeisterin Karola Voß und BBS-Geschäftsführer Jörg Olthues begrüßten die Teilnehmer zu Beginn der Konferenz.

Herausforderungen für öffentliche Haushalte

Ein zentrales Thema der Tagesordnung war die angespannte finanzielle Lage der öffentlichen Haushalte. Die Konferenzteilnehmer betonen die Bedeutung des Zusammenhalts der kommunalen Familie in der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Situation. Besonders im Fokus stehen die Landschaftsumlage, mit der die 27 Kreise und kreisfreien Städte in Westfalen-Lippe den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) finanzieren. Die Umlage stellt eine der größten Ausgabenpositionen in vielen Kreis- und Stadthaushalten dar.

Für die Jahre 2025 und 2026 plant der LWL einen Doppelhaushalt, der Entlastungen für die kommunale Ebene vorsieht: Rund 35 Millionen Euro im Jahr 2025 und 20 Millionen Euro im Jahr 2026 sollen eingespart werden. Gleichzeitig setzt der LWL seinen Konsolidierungskurs fort.

Kritik an Kürzungen für den „Münsterland e. V.“

Die Landräte kritisierten scharf den Antrag von Grünen, SPD, Volt und FDP im Münsteraner Stadtrat, den städtischen Zuschuss für den „Münsterland e. V.“ ab 2026 zu halbieren. Sie betont, dass die regionale Marketinginitiative zentrale Aufgaben in den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Kultur und Regionalagentur bündelt und damit eine Schlüsselrolle im Wettbewerb mit anderen Regionen einnimmt – insbesondere bei der Gewinnung von Fachkräften.

Die geplante Kürzung gefährde außerdem wichtige ökologische Projekte wie die „Öko-Modellregion“ und die regionale Produktvermarktung. Eine Schwächung der Kooperation im Münsterland und der überregionalen Außenwirkung seien die Folge.

Fazit der Tagung

Die Tagung der Landräte verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen die Kommunen im Regierungsbezirk Münster stehen. Sie zeigten jedoch auch Wege auf, wie die kommunale Zusammenarbeit gestärkt und finanzielle Entlastungen erreicht werden können, um die Region zukunftsfähig zu gestalten.

Unfallflucht in Raesfeld: Polizei sucht Zeugen

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Wie die Polizei Borken mitteilt, habe sich am Mittwoch, den 18. Dezember 2024, auf dem Parkplatz einer Fahrschule an der Dorstener Straße in Raesfeld eine Unfallflucht ergeben.

Der Vorfall fand in der Zeit zwischen 07:55 Uhr und 14:30 Uhr statt. Ein bisher unbekannter Fahrzeugführer sei mit einem schwarzen Peugeot Kombi kollidiert und habe diesen beschädigt. Statt seinen gesetzlichen Pflichten nachzukommen, hat der Verursacher den Unfallort verlassen.

Polizei bittet um Hinweise

Das Verkehrskommissariat in Borken bittet um Hilfe der Bevölkerung. Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder Hinweise zum Unfallverursacher geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (02861) 9000 zu melden.

Weihnachtsfeier im Jugendhaus Erle: Geschenke, Spiele und jede Menge Spaß

Im Jugendhaus Erle herrschte am Mittwochnachmittag eine fröhliche, weihnachtliche Stimmung: Die diesjährige Weihnachtsfeier, organisiert von Jugendhausleiterin Anna Löbbecke, sei, wie sie erzählt, ein voller Erfolg gewesen.

Weihnachtsfeier unter neuer Leitung von Anna Löbbecke im Jugendhaus Erle
Fotos: Anna Löbbecke

Kinder und Jugendliche hatten mit großer Begeisterung an den verschiedenen Aktivitäten teilgenommen. Spiele wie „Reise nach Jerusalem“ und Stopptanzen sorgten dabei für jede Menge Spaß und Gelächter. Doch der eigentliche Höhepunkt des Nachmittags sei das gemeinsame Auspacken der Geschenke gewesen. Dank der großzügigen Unterstützung der Gemeinde konnten viele Wünsche erfüllt werden, was für leuchtende Augen und strahlende Gesichter bei den jungen Gästen sorgte.

Viel Spaß bei der Weihnachtsfeier in Erle

„Die Kinder und Jugendlichen waren mit großer Freude dabei“, berichtet Anna Löbbecke sichtlich zufrieden. „Es war einfach schön zu sehen, wie sie sich über die Geschenke gefreut haben.“ Bereits im Vorfeld hatten die Kinder in persönlichen Gesprächen ihre Wünsche geäußert. Umso schöner sei es gewesen, dass diese Wünsche nun teilweise Wirklichkeit wurden und die Kinder an diesem besonderen Tag überraschten.

Weihnachtsfeier 2024 Erle

Stimmen der Kinder und Jugendlichen

Die Kinder und Jugendlichen selbst berichteten in einem kleinen Interview von ihrem Eindrücken:

Nele, 12 Jahre, fand den Tag „sehr cool“ und freute sich besonders über die tollen Geschenke. Auch Marie-Sophie, ebenfalls 12 Jahre alt, lobte die Feier als „richtig gut“ und hob das leckere Essen sowie die Geschenke wie eine Musikbox und Bastelsachen hervor. Taki, 14 Jahre, bewertete die Feier mit einem glatten „Zehn von Zehn“, während die 9-jährige Zoe alle Geschenke einfach „toll“ fand.

Viel Spaß im Jugendhaus Erle bei der Weihnachtsfeier

Mila, ebenfalls 9 Jahre, schwärmte von der gesamten Feier, insbesondere von Fifa und Bastelsachen für Armbänder. Leni, 12 Jahre, freute sich über die Bastelmaterialien und die Möglichkeit, kreativ zu sein, und Neo, 11 Jahre, fand die Geschenke „ziemlich cool“ und die Weihnachtsfeier insgesamt gelungen. Für Marie, 9 Jahre, war der Besuch im Jugendhaus eine Premiere, und sie fand es dort „richtig cool“.

Jugendhaus Erle Weihnachtsfeier

Kreisliga-Meister 2024: Erfolgreiche Saison der JSG Lembeck/Rhade/Deuten C2

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Toller Saisonabschluss 2024 für die Fußballer der JSG Lembeck/Rhade/Deuten C2 vom SSV Rhade.

Die Fußballer der JSG Lembeck/Rhade/Deuten C2 haben nicht nur sportlich Großes erreicht, sondern auch einen Neuanfang gemeistert: Seit dem 19. Juni 2023 trainieren sie beim SSV Rhade, wo sie eine neue sportliche Heimat gefunden haben. Der Umzug brachte frischen Wind ins Team, das in seiner zweiten Saison am neuen Standort mit dem Trainerteam um Jürgen Pütz-Bosse, Michael Oesterbeck und Irek Bieganski den Titel des Kreisliga-Meisters 2024 erringen konnte.

Kreisliga-Meister 2024 JSG Lembeck Rhade Deuten


Leider konnte Jürgen dieses großartige Ergebnis nicht mehr miterleben, da er viel zu früh verstarb. Sein Engagement und sein Einsatz in der Aufbauarbeit des Teams bleiben jedoch unvergessen und prägen den Erfolg der Mannschaft bis heute.

Spielbericht von Michael Oesterbeck

Erfolgsrezept: Teamgeist und stetige Weiterentwicklung

Der Schlüssel zum Erfolg lag in einer guten Vorbereitung: Die Testspiele und Trainingseinheiten halfen den Spielern, sich kontinuierlich zu verbessern. Besonders hervorzuheben ist der Teamgeist, mit dem die Mannschaft in den Ligabetrieb startete. Auch die Spieler, die aus der D-Jugend aufgestiegen sind, trugen maßgeblich zum Erfolg bei und fügten sich nahtlos ins Team ein.

Wir als Trainerteam sind unglaublich stolz auf diese Truppe. Die Jungs haben bewiesen, was mit Einsatz und Zusammenhalt möglich ist.

Abschlussfeier der Fußballer JSG Lembeck-Rhade-Deuten 2024
Ein Geschenk gab es auch zum Abschluss der Saison für die Trainer Michael Oesterbeck und Irek Bieganski

Dankbarkeit und Wertschätzung

Zum Abschluss der Saison bedankten sich die Jungs bei uns Trainern mit einem Geschenk, das von Herzen kam. Diese Geste zeigt einmal mehr, wie großartig der Zusammenhalt und die gegenseitige Wertschätzung innerhalb der Mannschaft sind.

In Erinnerung an Jürgen Pütz-Bosse

Den ersten Platz widmete die Mannschaft Jürgen Pütz-Bosse, der viel zu früh verstorben ist. 🕊️❤️ Ohne seine Unterstützung in den letzten Jahren wäre die Mannschaft nicht da, wo sie heute steht. Jürgen hätte diesen Moment geliebt. Bei der Siegesfeier in Erle, zu der uns Martina und Stefan Grotendorst eingeladen hatten, wurde sein Andenken besonders gewürdigt.

JSG Lembeck-Rhade-Deuten sind Kreisliga-Meister 2024

Jürgens Enkeltochter Tisa brachte mit ihrem Glitzerröckchen Glanz in die Feierlichkeiten – ein Moment, der sicher auch Jürgen im Himmel ein Lächeln entlockt hätte und vielleicht sogar eine himmlische Jubelwelle ausgelöst hat.

Wir Trainer bedanken uns auch bei allen Eltern, die uns in dieser Saison erneut kräftig unterstützt und begleitet haben!

Ausblick: Pause und neue Herausforderungen

Nach dieser erfolgreichen Saison gönnt sich die Mannschaft eine kurze Pause, bevor es am 6. Januar 2025 mit der Vorbereitung auf die nächsten Herausforderungen weitergeht. Bereits am 12. Januar steht das erste Hallenturnier in Schermbeck an, gefolgt von einem Testspiel gegen Barkenberg am 18. Januar in Wulfen. Am 1. Februar 2025 wird die Mannschaft endlich bei den Hallenstadtmeisterschaften in Wulfen antreten.

Saisonabschluss JSG Lembeck-Rhade-Deuten 2024

Mit dem Rückenwind dieser starken Saison blickt die JSG Lembeck/Rhade/Deuten C2 voller Vorfreude auf die kommenden Aufgaben – bereit, erneut ihr Können unter Beweis zu stellen.

Kreisliga-Meister JSG Lembeck-Rhade-Deuten 2024

Die Mannschaft ist:

  • David Legowik
  • Jonas Brand
  • Hennes Kuhmann
  • Jan Olbing
  • Eric Kötting
  • Jesse Bieganski
  • Nils Ebbing
  • Wojciech Sawicki
  • Max Heiming
  • Luc Hudournik
  • Marlon Koch
  • Leander Lammersmann
  • Ayden Raad Abdullha
  • Lukas Kowohl
  • Quentin Quade
  • Collin Schwalvenberg
  • Jonas Grotendorst
  • Finn Ritterbach
Kreisliga-Meister 2024 Lembeck-Rhade-Deuten

Baubeginn für Deutschlands einzigartige Genossenschafts-Kneipe in Raesfeld-Erle

Am 21. Dezember 2024 soll in Raesfeld-Erle der symbolische Spatenstich für eine neue Dorfgaststätte erfolgen. Initiiert von der Bürgergenossenschaft Erle eG, wird ein deutschlandweit einzigartiges Projekt realisiert: Eine Kneipe, von der Dorfgemeinschaft finanziert und getragen. Über 2.000 Mitglieder haben bislang Kapital eingebracht, um das Projekt auf den Weg zu bringen.

Symbolischer Baubeginn am 21. Dezember

Der lang erwartete Baubeginn für die neue Dorfgaststätte in Raesfeld-Erle werde am Samstag, 21. Dezember 2024, offiziell mit einem Spatenstich gefeiert.

Zwar seien die Erdarbeiten bereits weit fortgeschritten, doch der Spatenstich gelte als symbolischer Meilenstein für das Projekt, das deutschlandweit Aufmerksamkeit erregt habe.

Bürgergenossenschaft mit über 2.000 Mitgliedern

Die Initiative geht auf die Bürgergenossenschaft Erle eG zurück, die im November 2020 gegründet worden sei. Ziel sei es gewesen, den drohenden Verlust der letzten Gastwirtschaft im Ort, der traditionsreichen Brömmel-Wilms, abzuwenden. Mittlerweile zähle die Genossenschaft 2.101 Mitglieder. Diese hätten gemeinsam ein Eigenkapital von 2,045 Millionen Euro aufgebracht. Ergänzt werde die Finanzierung durch Fremdmittel.

Gastronomie mit Saal und Brennereistübchen

Geplant sei ein moderner Neubau mit rund 800 Quadratmetern Nutzfläche über zwei Etagen. Das Konzept umfasse eine Gaststätte mit einem sogenannten „Brennereistübchen“ sowie einen großen Saal für Veranstaltungen. Die spätere Bewirtschaftung übernehme Pächter Christian Lipfert, der den Betrieb eigenverantwortlich führe.

Stimmen aus dem Vorstand

Andreas Grotendorst, Vorstandsvorsitzender der Bürgergenossenschaft, habe sich erfreut über den bevorstehenden Bau geäußert: Man sei froh, dass sich alle Mitglieder nun endlich zu diesem Anlass treffen könnten. Vorstandskollege Peter Stöbel berichtete, er sei täglich mit den Architekten und Baufirmen im Austausch. Immer wieder gebe es Unvorhergesehenes zu klären – das habe man jedoch im Griff.

Feierlicher Rahmen mit Musik und Kulinarik

Der Spatenstich werde im Rahmen eines Festakts auf dem Gelände der ehemaligen Gaststätte Brömmel-Wilms an der Schermbecker Straße begangen. Neben Redebeiträgen, unter anderem von Bürgermeister Martin Tesing, solle auch für das leibliche Wohl gesorgt sein: Arno Brömmel und Christian Lipfert böten Speisen und Getränke an. Das Blasorchester Erler Jäger begleite die Veranstaltung musikalisch.

Kontakt zur Genossenschaft

Fragen können direkt an den Vorstand der Bürgergenossenschaft Erle eG unter der E-Mail-Adresse [email protected] gerichtet werden.

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