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Trecker-Flashmob in Raesfeld – Landwirte setzen ein Zeichen

Bauernproteste gehen weiter. Neben Raesfeld gab es am Mittwoch auch in den Niederlanden einen Flashmob.

Trecker Flashmob n Raesfeld

RAESFELD. Mit einem ersten bundesweiten Trecker-Flashmob gegen die aktuelle Politik setzten deutsche Landwirte erneut ein Zeichen und zeigten sich gleichzeitig mit ihren niederländischen Kollegen solidarisch.

Trecker Flashmob n Raesfeld

Bei einem ersten großen Trecker-Flashmob setzten die Landwirte erneut am Mittwochabend in Raesfeld auf der B 70 ein Zeichen gegen die derzeitige Agrarpolitik der Regierung. Sie haben, wie sie wörtlich in in den sozialen Medien sagen „die Schnauze voll“.

Trecker Flashmob n Raesfeld

Laut Agrarheute seien die Probleme der Bauern überall gleich. Anders als jedoch in den Niederlanden spiele die Stickstoffdiskussion beim deutschen Bauernprotest bisher keine so dominierende Rolle. Bei uns haben die Landwirte größere Schwierigkeiten mit dem Agrarpaket, dass die Bundesregierung gegen den Willen vieler Landwirte umsetzen will.

Trecker Flashmob n Raesfeld

So demonstrierten gleichzeitig an diesem Mittwoch auch Raesfelder Landwirte gemeinsam mit den Niederländern. Wie Markus Sümpelmann von der Agrotec, der an diesem Tag schon in aller Frühe nach Holland aufbrach, um sich mit den niederländischen Kollegen solidarisch zeigte.

Fotos: privat

Heimatverein Erle erhält den Heimatpreis 2019

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Würdigung des Heimatvereins Erle – Kreis Borken vergab Heimat-Preise

Erstmals wurden vom Kreis Borken unter dem Motto „Lust auf Heimat?!“ Heimat-Preise für Heimatprojekte vergeben, die in besonderer Weise regionale Identität, Traditionen und generationsübergreifendes Erleben fördern.

ERLE. 32 Vereine und Initiativen hatten sich beworben. Zusammen mit drei anderen Vereinen wurde der Heimatverein Erle dabei für sein ehrenamtliches Engagement bei der Kooperation zwischen Silvesterschule und Heimatverein gewürdigt und erhielt 200 € als Anerkennung.

Heimatpreis an heimatverein Erle 2019
Der Vorsitzende Norbert Sabellek präsentiert im Kreishaus Borken die Auszeichnung mit den Frauen der Plattdeutsch-AG, von links: Ingrid Horstmann, Mia Pass, Hedwig Rentmeister und Doris Grunewald. Foto: Heimatverein Erle

Seit 20 Jahren leiten Frauen des Vereins die Plattdeutsch-AG  der Schule. Die OGS betreut den Bauerngarten am Heimathaus und Grundschüler helfen bei der Pflege der Babywiese mit ihren Obstbäumchen. Weitere Kooperationspartner sind Erler Familien, Firmen und Senioren. Den Kindern wird so in Projekt und Unterricht der heimatliche Natur- und Kulturraum in vielfältiger Weise vermittelt.

Die mit insgesamt 10.000 € dotierten Heimatpreise gingen an folgende Vereine: 1. Preis: Heimatverein Suderwick für sein grenzübergreifendes Projekt mit der Bürgerinitiative Dinxperwick, 2. Preis: Heimatverein Burlo-Borkenwirthe für das Bemühen, Kinder und Jugendliche mit modernen, übertragbaren Formaten für die Heimat zu begeistern, 3. Preis: Förderkreis der Synagoge Epe für den Erhalt der jüdischen Synagoge.      

Bildungswerk Raesfeld stellt neues Kursprogramm für das 1. Semester 2020 vor

Das neue Programmheft für das 1. Semester 2020 ist erschienen und liegt an den bekannten Stellen in Raesfeld und Erle sowie in den umliegenden Gemeinden zur kostenlosen Mitnahme aus.

Außerdem ist das komplette Kursangebot im Internet unter www.bw-raesfeld.de einzusehen und bei Facebook!

Seit mehr als 50 Jahren bietet das Bildungswerk Raesfeld ein breites Weiterbildungsangebot, dass sich im Laufe der Zeit zu einem Kursangebot mit bis zu 7.000 Unterrichtstunden pro Jahr entwickelt hat.

Dem Team des Bildungswerkes ist es erneut gelungen, in Zusammenarbeit mit den Kursleiterinnen und Kursleitern, ein vielfältiges Programm zusammenzustellen.

Herausgekommen ist ein Bildungsangebot mit rund 460 Kursen und Seminaren aus den unterschiedlichen Fachbereichen.

Unter dem Thema: „Neugier kann man nicht erzwingen, aber man kann sie wecken. Neugier ist der Wunsch, nachher schlauer zu sein, als vorher“ möchte das Bildungswerk Raesfeld alle ansprechen – egal ob es sich um spezielle Kurse für Firmen, Sprachangebote oder Kurse für die ganze Familie handelt. In dem neuen Programm findet jeder ein passendes Angebot. Auf Wunsch gibt es auch speziell für eine Gruppe angepasste Kurse.

Im Bereich Kulturelles werden zahlreiche Tages- bzw. Abendveranstaltungen angeboten wie z. B. das Kabarett mit dem Duo „Thekentratsch“: Feste Drücken – das neue Programm, Lesungen: Immer heiter bleiben, plattdeutsche Dämmerstunde, Das Alter zum Dessert des Lebens machen, Besichtigung u.a. der Firmen Claas und Seier, dem LWL Museum Münster und der Pott`s Brauerei. Außerdem ist hier auch eine große Anzahl an verschiedenen Fotoworkshops zu finden, wie z. B. Filmen mit dem Smartphone, Videoschnitt und Fotobucherstellung.

Im Bereich Gesellschaft und Soziales sind zahlreiche Tagesseminare sowie Vorträge geplant wie z. B. Was ist meine Berufung, Ein Oasentag zur inneren Stärkung, Grundlagen der Kommunikation, Moderne Korrespondenz, Familienbudget, Testament/Vorsorgevollmacht für junge Eltern, Der Bauträgervertrag und Alter-Armut-Schulden.

Der Bereich Familie und Kinder bietet pädagogische Fachseminare an und zahlreiche Vorträge wie z. B. Tomatis-Therapie, Elternkurs PRIMA KLIMA, Helikopter-Eltern fahren auch bloß Auto, Kindern Wurzeln und Flügel geben, Stress im Kinderzimmer, Windel ade, Soziale Medien und Familie, Kinder und Trauer. In diesem Fachbereich befindet sich auch ein vielfältiges Angebot von Eltern-Baby-Kursen und Mutter-Vater-Kind Kursen. Des Weiteren gibt es eine große Anzahl an Angeboten für Kinder und Jugendliche, wie z. B. Minigripstreff, Starke Teenies, Selbstbehauptung für Mädchen, Vogel-Exkursion und Geocaching.

Im Bereich Arbeitswelt sind neben den regelmäßig angebotenen Kursen wie Computergrundkurse/Computeraufbaukurse, Smartphone Bedienung, WhatsApp, Tastschreiben für Erwachsene auch neue Seminare geplant wie Buchführung für Anfänger, Crash-Kurse Englisch und Mathematik und Business Knigge.

Beachtenswert ist ebenfalls der Bereich Deutsch und Fremdsprachen mit Deutsch lernen – leicht gemacht, Plattdeutsch, Englisch, Türkisch, Niederländisch, Italienisch, Spanisch, Arabisch und Portugiesisch für die Reise und im Alltag und ganz neu Kroatisch.

Ein zahlreiches Kursangebot bietet die Rubrik Gesundheit und Sport, um sich sportlich fit und gesund zu halten, egal ob Rücken aktiv, Wellness Workout, Wassergymnastik und Neu! Rundum Vital. Seminare zur Entspannung wie z. B. Autogenes Training, Atemtherapie und Yoga sind hier auch zu finden. Vorträge und Seminare zu Gesundheitsthemen stehen ebenfalls zur Auswahl, wie beispielsweise Multiple Sklerose, Mehrfachunverträglichkeiten, Arthrose und Ernährung, Menschen mit Demenz kommunizieren anders und Vegane Ernährung.

Die Bereiche Hauswirtschaft, Kreativität, Kosmetik, Garten und Natur sowie Energie und Umwelt bieten ebenfalls eine große Auswahl an Kursen und Vorträgen an wie verschiedene Kochkurse, Nähkurse und Workshops: Zeitungsspinnerei, Objektflechterei und Naturkosmetik. Im Bereich Natur bieten wir u.a. Mein Garten – naturnah und insektenfreundlich und Kräuter für den tägl. Bedarf an. Einen Informationsabend zur Erdgasleitung „ZEELINK“ sowie Solarstrom und E-Mobilität gehören ebenfalls zum aktuellen Angebot.

Im Bereich Erste Hilfe, Auto und Verkehr sind u. a. Änderungen im Straßenverkehr und div. Erste-Hilfe-Kurse geplant.

Anmeldungen für alle Kurse sind im Sekretariat des Bildungswerkes unter der Tel.-Nr. 02865 10073, im Internet unter www.bw-raesfeld.de oder schriftlich (Bildungswerk Raesfeld, Weseler Str. 32, 46348 Raesfeld) möglich.

Im Nikolauskostüm Erler Geldautomaten geplündert

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„Jackpotting“ in Erle – Im Nikolauskostüm Geldautomaten der Volksbank geplündert

Raesfeld-Erle (ots). Es klingt schon fast wie die Geschichte aus einem Krimi. Jemand macht sich im Nikolauskostüm am Geldautomaten zu schaffen, und der spuckt das ganze Geld aus.

Passiert auch jetzt in Erle. Wie der Polizei erst am späten Montagnachmittag bekannt wurde, ist es am Freitag erneut zu einem Fall von „Jackpotting“ gekommen.

Betroffen war diesmal ein Geldautomat an der Silvesterstraße in Raesfeld-Erle. Eine Videoauswertung zeigt eine Person in einem Nikolauskostüm, die sich in der Zeit von 21:50 Uhr bis 22.10 Uhr an dem Automaten zu schaffen machte.

Der Beuteschaden liegt im fünfstelligen Bereich.

„Jackpotting“-Angriffe sind mittlerweile weltweit ein Problem. Staatsanwaltschaften in ganz Deutschland ermitteln in diesen Fällen.

Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat in Borken entgegen: Tel. (02861) 9000.

Jackpotting Definition

Der Begriff Jackpotting stammt aus den USA und bezeichnet eine Methode, bei der Kriminelle eine Schadsoftware auf Geldautomaten installieren. Sobald die Software installiert wurde, ist es den Tätern möglich, beliebige Summen an Geld aus dem Automaten zu ziehen. Dass die Methode Jackpotting genannt wird, verdankt sie dem Hacker „Barnaby Jack“. Quelle: www.securityszene.de

A 31 – Zwei Schwerletzte nach Unfall

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Bei einem Alleinunfall am Montag um 14.34 Uhr an der Autobahn 31, musste die Ausfahrt Legden für mehr als eine Stunde gesperrt werden.

Bei dem Unfall wurden zwei Personen schwer verletzt.

Nach ersten Ermittlungen war der 79-jährige Fahrer eines BMW in Richtung Emden unterwegs und fuhr an der Anschlussstelle Legden ab.

Unfall Ausfahrt Legden A31
Foto: Polizei Münster

In der Ausfahrt war er zu schnell, kam nach links in den Grünstreifen und überschlug sich. Rettungskräfte brachten den 79-Jährigen und seine Beifahrerin, beide aus dem Kreis Borken, schwerverletzt in ein Krankenhaus. Es entstand Sachschaden von mehreren zehntausend Euro.

Gut besucht war der letzte Weihnachtsmarkt auf Preen’s Hoff

Erle. An diesem Wochenende fand zum allerletzten Mal ein Weihnachtsmarkt auf dem wunderschön illuminierten Preen’s Hoff in Erle statt.

Weihnachtsmarkt Preen's Hoff Erle 2019

Nach 26 Jahren hat sich die Familie Schulte-Kellinghaus entschlossen, diesen nicht mehr weiterzuführen. Trotz der widrigen Wetterumstände am Samstag zog es zahlreiche Besucher aus nah und fern in die Westrich.

Weihnachtsmarkt Preen's Hoff Erle 2019

Wärme ging von den offenen Feuerstellen aus. Verbunden mit einem gemütlichen Bummel durch die Scheuen, hinter jeder Tür erwartete die Besucher eine Überraschung, gab es an zwei Tagen viel zu sehen und erleben.

Weihnachtsmarkt Preen's Hoff Erle 2019

Handwerkskunst, deftige regionale Schlemmerbuden und Musik sorgten für Entschleunigung getreu dem Motto: Bummeln, Staunen und Erleben. Am Sonntag reisten die Gäste bereits am frühen Vormittag an. Wie bestellt schien die Sonne, und der kleine, aber feine Markt präsentierte sich zum Abschied von seiner besten Seite und stimmte alle auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein.

Besinnliche Adventsfeier der Seniorengemeinschaft

RAESFELD. Zu einer besinnlichen Adventsfeier lud am Donnerstagnachmittag die Seniorengemeinschaft Raesfeld ins Pfarrheim ein.

Mit einem bunten Programm verlebten die zahlreichen Besucher den Tag in gemütlicher Runde.

Seniorengemeinschaft Raefeld 2019

Nach der Begrüßung von Reinhard Kipp und den Weihnachtsgeschichten von Pastor Johannes Bengforth e. m., Helga Kipp und Christa Loker sorgte die Veeh-Harfen-Gruppe mit Advents- Weihnachtsliedern für den musikalischen und passenden Rahmen. Begleitet wurden die Veeh-Harfenspieler von Silke Hardt (Gitarre) und Regina Wenz (Keyboard).

Seniorengemeinschaft Raefeld 2019

Marietheres und Franz Droste sorgten mit ihrem Sketch in plattdeutscher Sprache für reichlich Humor im Saal. Im Mittelpunkt standen bei dem Ehepaar nicht nur die tagesaktuellen Nachrichten aus der Zeitung, sondern die Diskussion darüber, ob nun in diesem Jahr ein Weihnachtsbaum angeschafft wird, oder nicht.

Sketch mit Marietheres und Franz Droste

Während sie darauf beharrte, „ich habe schon das Lametta gebügelt“, suchte Ehemann Franz nach Ausreden. „Wenn wir keinen Baum haben, dann kommst du in die Ecke als Armleuchter“, war der kreative Vorschlag seiner Ehefrau.  Zum Ende hin konnten alle Besucher noch einmal kräftig bei dem Weihnachlied „Oh, du Fröhliche“ mit einstimmen, wonach dann der gemütliche Nachmittag für die Raesfelder Seniorinnen und Senioren seinen Ausklang fand.

Seniorengemeinschaft Raefeld 2019

St. Martin – Drei Termine zum Advent und Weihnachten

Die Kolpingfamilie Raesfeld lädt am Donnerstag, 19.12.
zu einem besinnlichen Abend im Advent ins Bauerncafé Vennekenhof ein.

Die Gitarrengruppe des Bildungswerkes gestaltet mit uns den musikalischen Rahmen.

Der Abend beginnt um 18:30 Uhr. Auch Interessenten sind herzlich eingeladen.


Am nächsten Sonntag, 4. Advent, ist ein Adventssingen mit dem Chor Believe. Das Adventssingen beginnt um 17:00 Uhr in der St. Martin Kirche.

Am zweiten Weihnachtstag, 26.12., um 9:45 Uhr wird die
Familienmesse vom Kinderchor LoGo und dem Jugendorchester der Burgmusikanten begleitet.

Das Jugendorchester wird bereits eine Viertelstunde vor
Beginn des Gottesdienstes Weihnachtslieder spielen.
Daher sind Sie herzlich eingeladen, schon ein wenig früher in die Kirche zu kommen.

Foto: RGN

Tochter Zion – Raesfelder Burgmusikanten 2019

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Gänsehautfeeling – Musikalische Adventsstunde in der Kirche St. Martin und den Raesfelder Burgmusikanten am 3. Advent.

Als Zugabe spielte das Orchester mit Dirigent Kristian Palauneck das Lied: Tochter Zion.

Tochter Zion, freue dich!
Jauchze laut, Jerusalem!
Sieh, dein König kommt zu dir!
Ja, er kommt, der Friedensfürst.
Tochter Zion, freue dich!
Jauchze laut, Jerusalem!
Hosianna, Davids Sohn,
sei gesegnet deinem Volk!
Gründe nun dein ew’ges Reich.
Hosianna in der Höh‘.
Hosianna, Davids Sohn,
sei gesegnet deinem Volk!
Hosianna, Davids Sohn,
sei gegrüßet, König mild!
Ewig steht dein Friedensthron,
du, des ew’gen Vaters Kind.
Hosianna, Davids Sohn,
sei gegrüßet, König mild!

7.232 Übernachtungsgäste kamen 2019 nach Raesfeld

Raesfeld verzeichnet laut neuster Statistik IT.NRW einen leichten Rückgang an Gästen von Januar bis September 2019 gegenüber dem gleichen Zeitraum des vergangenes Jahres.

Sechs Betriebe mit insgesamt 170 Betten in Raesfeld beherbergten 2019 insgesamt 7.232 Gäste. Im Jahr 2018 waren es im gleichen Zeitraum 7.503 Gästen, das ist ein Rückgang von -3,6 Prozent.

Erhöht hat sich der Anteil von ausländischen Besuchern gegenüber 2018 (279) auf 329 Gästen. Die Verweildauer betrug im Durchschnitt 1,5 Tag.

6.150 Euro Erlös auf dem Adventsmarkt Raesfeld

Rotary Club Lippe-Issel auf dem Adventsmarkt Raesfeld 2019

Raesfeld. Bereits zum achten Mal war der Rotary Club Lippe-Issel mit einem Stand auf dem Raesfelder Weihnachtsmarkt vertreten.

Raesfeld (pd). Wie in den Vorjahren gab es Schmalz, Schwarzbrot und Weihnachtsplätzchen zu kaufen. Mit dem Erlös von 6.150 EUR wird erneut das größte weltweite rotarische Projekt, der Kampf gegen die Kinderlähmung, unterstützt.

Rotray Club Lippe isse Adventsmarkt Raesfeld
Plätzchen für einen guten Zweck verkaufte auch der Bürgermeister von Hamminkeln Bernd Romanski auf dem Raesfelder Adventsmarkt 2019. Foto: Petra Bosse

Polio Plus, wie das Projekt genannt wird, ist eine Erfolgsgeschichte ohnegleichen. Seit 1985 konnte die Zahl der Länder, in denen Polio auftrat, von 125 auf zwei dank umfassender Impfmaßnahmen reduziert werden. Nur noch in Afghanistan und Pakistan ist die Bevölkerung von Polio-Viren bedroht.

Die angebotenen Produkte werden komplett von den rotarischen Mitgliedern, Helmut Ackmann aus Raesfeld, Bastian Bors aus Hamminkeln und Sven Komp aus Wesel gespendet. Somit können auch alle Einnahmen als Spende weitergeleitet werden.

Rotray Club Lippe isse Adventsmarkt Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Klaus Friedrich, Präsident des Rotary Clubs: „Mein besonderer Dank geht an die drei Sachspender, aber auch an alle Clubmitglieder, die sich engagiert für die gute Sache auf dem Weihnachtsmarkt eingesetzt haben.“

Die Resonanz auf diese rotarische Aktion ist seit Jahren so gut, dass sie auch in den kommenden Jahren fortgeführt wird.

Der Rotary Club Lippe-Issel ist in der Grenzregion von Niederrhein und Westfalen beheimatet. Seine 50 Mitglieder engagieren sich sozial und ehrenamtlich in den Kommunen Hamminkeln, Hünxe, Raesfeld, Schermbeck und Wesel. Seit der Gründung im Jahre 2008 konnten über 250.000 EUR an Spendengeldern verteilt werden.

Kleinkunstbühne Erle mit Ensemble Favorite Voices

Das Ensemble „Favorite Voices“ gastiert am Samstag, 14. Dezember, ab 20 Uhr auf der Erler Kleinkunstbühne in der Gaststätte Brömmel-Wilms.

„Favorite Voices“ präsentiert ein einfühlsames Programm von Pop über Rock und Latin bis hin zu Musical.

Als Weihnachtsspecial gibt es am Ende der Show auch einige Weihnachtslieder zum Mitsingen. Karten gibt es für 18 Euro bei Schreibwaren Brandhorst und in der Gaststätte Brömmel-Wilms.

Letzter Weihnachtsmarkt auf Preen’s Hoff

Zum letzten Mal findet am kommenden Wochenende der Weihnachtsmarkt auf dem Preens Hoff in Erle statt.

Klein, gemütlich, ländlich und bäuerlich lauteten die Adjektive für den Markt, der lange Zeit als Geheimtipp gehandelt wurde. Besucher sahen ihn oftmals als eine kleine Oase zwischen all den großen Weihnachtsmärkten in der Region.

An diesem Wochenende öffnet die Familie Schulte-Kellinghaus jedoch zum letzten Mal für Besucher die Scheunentore. Noch einmal lädt sie am Samstag und Sonntag zu einem gemütlichen Bummel durch die Ställe und den Hof ein.

Letzter Weihnachtsmarkt auf Preens Hoff
Bummeln, erleben und genießen konnten die Besucher am Wochenende auf dem kleinen Weihnachtsmarkt „Preens´Hoff“ in Erle.

Vor 26 Jahren fing alles klein an. Am Wochenende stehen rund 45 Stände auf dem Hof. Mit dabei sind Kunsthandwerker, eine Geschichtenerzählerin auf dem Heuboden und eine Live-Band. Es gibt Feuerstellen und vieles mehr. Karin Schulte-Kellinghaus steht in der Küche und sorgt für das Essen während der zwei Tage. Schwester Veronika Thies kümmert sich um die Auswahl und den Aufbau der Stände sowie um die Außendekorationen. Eine Vollzeitbeschäftigung für alle – und zwar nicht nur für ein Wochenende.

Hinzu komme Personal, das für einen reibungslosen Ablauf sorge, berichtet die Familie. Für diese allein sei das, so Karin Schulte-Kellinghaus, nicht zu stemmen. „Wir haben mittlerweile auch im Winter mit unserem Hauptgeschäft, sprich Feierlichkeiten und Frühstücksbuffet, gut zu tun“, sagt sie. Und weiter: „Die viele Arbeit, die der Weihnachtsmarkt macht, funktioniert nebenbei nicht mehr. Wir sind und bleiben ein Familienbetrieb, es muss alles leistbar sein.“

Geöffnet ist der Markt am Samstag von 11 bis 20 Uhr und am Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Der Eintritt kostet zwei Euro, Kinder zahlen nichts.

Imkerverein erhält Ehrenamtspreis der Gemeinde 2019

Am Montag wurde der Raesfelder Imkerverein mit dem Ehrenamtspreis der Gemeinde Raesfeld ausgezeichnet.

Raesfelder Imkerverein erhält Ehrenamtspreis 2019Sparkasse Westmünsterland unterstützt das Ehrenamt in Raesfeld mit 1.500 Euro

ehrenamtspreis Raesfeld Imkerverein

Unter dem Motto des Vorsitzenden Franz-Josef Löchteken „Wir machen Hobby“, hat der Imkerverein, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert, zahlreiche Veranstaltungen rund um die Biene, Klimaschutz und Umwelt auf die Beine gestellt.

Der Rat der Gemeinde Raesfeld hatte am 11. November 2019 einstimmig beschlossen, den diesjährigen Ehrenamtspreis an den Imkerverein Raesfeld e.V. zu verleihen. Die Sparkasse Westmünsterland stiftet diesen jährlich verliehenen Preis und unterstützt so das Ehrenamt in Raesfeld mit 1.500 Euro.

Am Montag würdigte Bürgermeister Andreas Grotendorst im Rahmen eines Festakts das Tun des Imkervereins, der in diesem Jahr auch sein 100-jähriges Jubiläum begeht: „Die 34 Imker leisten mit ihren 300 Bienenvölkern mit insgesamt rund 15 Millionen Bienen einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität und zum Erhalt der Artenvielfalt in unserem Ort. Zusätzlich engagiert sich der Verein dafür, auch Neulinge für die Imkerei gewinnen und beim Aufbau eines eigenen Bienenvolkes unterstützen.“

Das sei zwei der Gründe, den Imkerverein auszuzeichnen. Vor allem aber das außergewöhnliche Engagement des Vereins, Menschen für den Natur- und Bienenschutz durch verschiedenste Veranstaltungen zu sensibilisieren, sei dem Imkerverein hoch anzurechnen.

Gemeinsam mit dem Leiter der Sparkassenfiliale in Raesfeld, Philipp Holtschlag überreichte Bürgermeister Grotendorst die Urkunde und einen Scheck an den Vorsitzenden des Imkervereins, Franz-Josef Löchteken.

Der Imkerverein hat Informationen zum Bienen- und Insektenschutz zusammengestellt, die im Foyer des Rathauses zu sehen sind.

Haushaltsentwurf Raesfeld für 2020 gebilligt

Kurz zusammengefasst – Haushaltsentwurf für das Jahr 2020 gebilligt – Jahresüberschuss rund 2.562 MIO. Euro

Der Gemeinderat hat mit den Stimmen von CDU, UWG und Grünen den Haushaltsentwurf für das Jahr 2020 gebilligt.

  • Dem Haushaltsentwurf 2020 stimmten die CDU-, Grüne- und die UWG zu. Die SPD stimmte gegen den Haushaltsentwurf. Grund: Zehn der von ihnen gestellten Anträge seien nicht berücksichtigt worden.
  • Holger Lordieck, Fraktionsvorsitzender der Grünen, wird nicht mehr bei der Kommunalwahl 2020 antreten und sich aus der Politik komplett zurückziehen
  • Jahresüberschuss 2.562,655,73 MIO. Euro. Diese werden der Ausgleichsrücklage zugefügt.
Verwaltungsvorstand der Gemeinde Raesfeld 2019
Der Verwaltungsvorstand der Gemeinde Raesfeld 2019 – Einbringen des Haushaltes 2020.

Am Montagabend wurde dem Entwurf der Haushaltssatzung zugestimmt.

Sowohl für Bürgermeister Andreas Grotendorst, als auch für den Fraktionsvorsitzenden der Grünen Holger Lordieck war dies das letzte Mal, dass sie den Haushaltsentwurf der Gemeinde verabschiedeten. Lordieck wird nicht mehr bei der Kommunalwahl 2020 kandidieren. „Nach gut 21 Jahren Politik sei nun mal gut“, betonte der Fraktionschef der Grünen.

Verwaltungsvorstand der Gemeinde Raesfeld 2019

Auszug aus der Haushaltsrede von

Fraktionsvorsitzender Bernhard Bölker CDU

….Keine Erhöhung von Steuern und Gebühren bedeutet für Raesfeld nicht, dass im kommenden Jahr nichts Außergewöhnliches passieren wird oder soll.

Für die CDU-Fraktion kann ich erklären, dass wir dem Haushaltsplanentwurf mit dem Stellenplan so wie er uns vorliegt zustimmen werden.

Fraktionsvorsitzender Bündnis90/Die Grünen Holger Lordieck

Wir haben in Raesfeld eine sehr aktive Bürgerschaft, der ich an dieser Stelle meinen Dank aussprechen möchte. Dankeschön an alle Ehrenamtlichen in den Vereinen, in der Feuerwehr, der Bürgerstiftung, der BI „ Rettet Aelkes“, den „Waldwürmern“ für ihr unermüdliches Engagement, und Danke an die vielen Ehrenamtlichen, die ungenannt im Hintergrund Gutes tun.

Der Haushaltsplan für das Jahr 2020 mit all seinen Anhängen, der uns auf 283 Seiten vorliegt, findet die Zustimmung der grünen Fraktion. Wir werden uns im kommenden Jahr für verstärkte Maßnahmen zum Klimaschutz stark machen und die Entwicklungen in Raesfeld kritisch begleiten.

Fraktionsvorsitzender UWG Wolfgang Warschewski

…. Für uns ist es sehr wichtig, dass bei der künftigen Detailplanung die Bürger mit ins Boot geholt werden, um eine größtmögliche Akzeptanz für beide Projekte zu erreichen. Dies gilt auch insbesondere für das Schulhofprojekt. Es ist uns wichtig, den Schülern, Lehrern und Eltern aber auch den Nachbarn Raum zur Beteiligung am Planungsverfahren gegeben wird. Im aktuellen Haushalt sind größere Beträge eingestellt worden um Verbesserungen in Bezug auf den Umweltschutz zu erreichen. Insbesondere sind dabei die Installationen von Fotovoltaikanlagen auf diversen gemeindlichen Dächern und die Erneuerung ineffektiver Heizungsanlagen wie z.B. ein Blockheizkraftwerk in der Sebastianschule.

Fraktionsvorsitzender SPD Klaus Rybarczyk

Die SPD-Fraktion hat im Jahr 2019 neben Anfragen 10 Anträge gestellt. Nehmen Sie bitte zur Kenntnis: Die SPD-Fraktion wird nicht aufgeben, weiterhin Anträge stellen und sich damit um die Belange der Bürgerinnen und Bürger kümmern.

Uns verwundert die Arroganz, Selbstsicherheit und leider stellenweise auch Respektlosigkeit der Mehrheitsfraktion der CDU an manchen Stellen, die jede Vernunft vermissen lassen.

Es ist klar, dass Konzepte, die Erwartungen und Ziele und Zeitpunkt festlegen, transparent und von jedermann kontrollierbar sind. Aber das ist doch gut für die politische Arbeit. Das schafft doch Vertrauen. Das wollen wir doch eigentlich alle. Sie werden erkannt haben, dass in der Gemeinde Raesfeld eine Menge getan worden ist, aber auch noch viel zu tun ist. Die SPD wird ihren Beitrag dazu leisten im Sinne und zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger.

Haushaltsrede 2020 – Holger Lordieck Bündnis90/Grüne

Fraktion im Rat der Gemeinde Raesfeld – Beitrag zur Haushaltsdebatte 2020

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Beigeordneter Tesing, sehr geehrter Herr Bürgermeister Grotendorst

„Rathaus for Future“- „Mondays for Future“
Greta hat sich entschieden! Greta Nagel, 16 Jahre jung, wohnt im Neubaugebiet Stockbreede und ist die älteste Tochter der Familie Nagel. Sie besucht die Gesamtschule und hat an den letzten Demonstrationen gegen den Klimawandel in Borken teilgenommen.

Sie hat sich entschieden! So geht es nicht weiter! Der verdammte Steinvorgarten, den ihre Eltern angelegt haben, stört sie schon lange. Sieht so öde aus, und keine Insekten!! Beim Imkerverein hat sie doch in einem Vortrag gehört, was auch Privatleute für die Artenvielfalt tun können! Und mit ihren Freunden aus dem Sportverein könnte sie doch in den nächsten Ferien den Vorgarten umkrempeln und schön gestalten.

Ja, sie hat sich entschieden, jetzt was zu tun. Nicht immer nur reden, die Alten kriegen es ja eh nicht hin, sind viel zu träge, Jetzt! Machen! Auch das so wenige Busse nach Borken fahren, und wenn sie fahren, viel zu teuer sind! Und das Mama immer mit dem Auto zum Einkaufen fährt und darüber schimpft, mal wieder keinen Parkplatz gefunden zu haben.

Und das Papa jeden Tag zur Arbeit fährt und sinnlos im Stau steht. Da muss man doch was ändern! Jetzt! Und das ihr 14-jähriger Bruder ständig neue Klamotten haben will und immer ein neues Handy braucht! Das geht so nicht weiter, denkt sie sich. Das geht so nicht weiter!

Meine Damen und Herren,
auch im nächsten Jahr wird der Haushalt strukturell ausgeglichen sein, ein
Überschuss von fast 90.000 € wird erwartet und die nächsten Jahren lassen
ähnlich positive Ergebnisse erwarten. Raesfeld bleibt weiterhin schuldenfrei, das Eigenkapital wird mittelfristig zunehmen.
Die Finanzverwaltung hat vorsichtig gerechnet, die Orientierungsdaten aus
entsprechenden Ministerien sind teilweise eher nach unten angepasst worden.

Es wird noch Einsparpotential gesehen, wenn gemeindliche Gebäudeflächen
abgebaut werden.(Dies sollte auch unbedingt umgesetzt werden). Wir sind
handlungsfähig, und wir handeln: ein riesiges Investitionsprogramm von rd. 11,3 Mio. €

  • Planungen und Maßnahmen im Rahmen des
  • Dorfentwicklungskonzeptes
  • Ankauf von Grundstücken
  • Beschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs
  • Ausweisung neuer Gewerbeflächen
  • Ausgestaltung der Schulen, insbesonders der Gesamtschule

Das ist gut, wird uns aber in den nächsten Jahren über die Abschreibungen und Unterhaltskosten den Haushalt belasten.
Und die Transferaufwendungen machen 45,8 % der Gesamtaufwendungen aus, sind also „fremdbestimmt und unterliegen nicht der direkten Verfügungsgewalt der Gemeinde“(Zitat aus Planentwurf S. 15). Dabei ist die Kreisumlage um mehr als 12 % gestiegen, die Jugendamtsumlage sogar um fast 16 %!! Also zahlen wir 900.00 € mehr an den Kreis!! Wofür, für welche Gegenleistung??

Schlüsselzuweisungen gibt es nicht mehr, hatte nicht die neue Landesregierung was ganz anderes versprochen, zumindest gefordert, als sie noch in der Opposition war??
Aber, brauchen wir diese Unterstützung überhaupt? Und es gibt ja Zuschüsse ananderer Stelle: Digitalpakt NRW, IKEK und ISEK im Rahmen der Dorfentwicklung.
Wir weisen neue Gewerbegebiete aus, wir müssen sie ausweisen, um weiterhin Einnahmen aus der Gewerbesteuer zu erhalten. Und geraten dabei in einen Konkurrenzkampf mit anderen, umliegenden Kommunen. Und setzen die Landwirte durch steigende Pachtpreise unter Druck. Das wird zu einer Verdrängung führen, die wir nicht wollen. Und neue Gewerbeflächen verändern das Erscheinungsbild einer Kommune durch Verbrauch und Versiegelung von Flächen.

Wo die Zerspargelung der Landschaft durch Windräder kritisiert wurde, sind
Industriehallen in der Münsterländer Parklandschaft kein Problem?? Wenn
Gewerbeflächen ausgewiesen werden sollen, gibt es keine erhaltenswerten
Wallhecken mehr?

Sind Kiebitz und Feldlerche nicht mehr vorhanden! Im
Verfahren zur Erweiterung des Gewerbegebietes Erle taucht der Begriff
„Wallhecke“ nicht auf!! Und die Vögel könnten ja ausweichen…..Beim Thema
ökolgischer Ausgleich“ bleiben wir hartnäckig, nicht nur in den Gewerbegebieten.
Viele investive Maßnahmen resultieren aus den Folgen des Klimawandelsins besonders Maßnahmen zur Regenwasserrückhaltung oder der Bau von
Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden. Nun ist plötzlich möglich, was wir Grünen schon vor 15 Jahren angeregt haben!! Ich glaube, dass viele Ausgaben heute nicht in der Höhe nötig wären, wenn Sie vor Jahren schon angefangen hätten, klimarelevanter zu denken. Natürlich sind in den letzten Jahren schon Maßnahmen erfolgt, die eine klimaschützende Wirkung haben.

Eine Übersicht wurde uns dazu ja auch präsentiert. Aber seien Sie ehrlich: Die Motivation zu diesen Aktionen war nicht der Klimaschutz- das ist eher ein Nebeneffekt- sondern doch eher die Möglichkeit, Geld zu sparen, Zuschüsse zu generieren. Beispielsweise die Mittel aus dem Konjunkturpaket 2, eben ein Konjunktur- und kein Klimaschutzprogramm.
Der fortgeführte Energiebericht der Gemeinde zeigt, wieviel die Gemeinde sparen konnte und kann, an Geld und CO2. Machen wir den nächsten Schritt und beziehen nur noch Strom aus regenerativen Kraftwerken, werden also CO2-neutral !!

Ein Blockheizkraftwerk an der Sebastianschule! Super !! Endlich!! Und kommt jetzt auch mal ein BHKW in einem Neubaugebiet? Eher nicht….“Anschlußzwang“ sagen Sie dann, können wir den Leuten nicht zumuten. Ah, denke ich dann: ein Haus mit 35 oder 48 ° Dachneigung bauen zu müssen, 3 mtr von der oder 6 mtr von der Grenze, Satteldach, Einfriedungen nicht höher als 80 cm, Mindestdurchmesser der Bäume, alles kein Zwang, Steinvorgarten per Bebauungsplan auszuschliessen, aber zuviel Zwang, Grünbedachung auf Flachdächern, nicht regelbar….

Wir sehen das anders:
Die Gemeinde bietet Bauwilligen ein Grundstück an- unter bestimmten
Vorraussetzungen, unter Einhaltung eines Plans. Und diese Vorraussetzungen
müssen alle auf ihre Klimarelevanz geprüft sein! Oder einfacher gesagt: unseren Vorstellungen entsprechen- wir setzen die Schwerpunkte! Wir definieren die Ziele der Ortsentwicklung!! (Das machen wir übrigens auch in anderen Bereichen, z,B. Dorfentwicklung).

Wir fordern (und bezahlen) die Ausarbeitung von Bebauungsplänen mit darin formulierten Zielen, die wir vorher klar festgelegt haben. Konkret hier den Erhalt der Wallhecken, den ökolgischen Ausgleich ortsnah, konkret, parzellenscharf, wenn es sein muss, konsequent.
Und mit diesem Angebot gehen wir auf den Bürgerinnen und Bürger zu- und jedeR entscheidet, dieses Angebot anzunehmen oder eben nicht. Wenn man den einschlägigen Befragungen glaubt, ist die große Mehrheit der Bevölkerung bereit, mehr für den Klimaschutz zu tun, ist mit dem völlig unzureichenden
Klimaschutzprogramm der Bundesregierung nicht zufrieden.

Daher bleibt es Ziel der Grünen, dass die Gemeinde Raesfeld einem Klimabündnis beitritt. Dadurch können wir Handlungsempfehlungen übernehmen- müssen das Rad nicht neu erfinden. Wir können von Lösungsansätzen profitieren- wir wissen doch garnicht, auf welche Bereiche der gemeindlichen Planung/ des gemeindlichen Handelns sich ein ganzheitliches Klimaschutzkonzept auswirken kann. Es reicht
nicht, die Aufgaben nur einem einzigen Ausschuss zu übertragen, das greift viel zu kurz!!

Erweitern wir unseren Horizont, blicken wir über den Tellerrand!!
„Wir bekommen den Klimaschutz nicht zum Nulltarif“, sagte eine promovierte
Physikerin aus Berlin.
Damit wir nicht den Vorschlägen des Bundesumweltamtes folgen müssen, Wegfall der Pendlerpauschale, deutlich erhöhte Spritpreise, müssen wir jetzt handeln.

Denn solllte es zu diesen Maßnahmen kommen, wird es mehr als schwierig für
unsere Gemeinde, die auf die auspendelnden Arbeitnehmer angewiesen ist, deren Handwerksbetriebe jeden Tag zu den Kunden im Ruhrgebiet unterwegs sind. Ich möchte mir die Konsequenzen garnicht weiter vorstellen. Daher muss der Fokus allen gemeindlichen Handelns darauf ausgerichtet sein: das Erreichen der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens. Wir dürfen nicht auf andere warten, wir müssen voran gehen und eine Vorbildfunktion übernehmen! Vorreiter sein!

Auch wir können nicht so weiter machen wie bisher. Liebe Greta Nagel, ich lade Sie ein, sich einzubringen in die Raesfelder Politik. Wir brauchen vor allen Dingen junge Leute, die ihre Ideen der „Fridays for Future“-Bewegung in Raesfeld umsetzen wollen.
Dann wird daraus vielleicht ein „Mondays for Future“- ein „Rathaus for Future“. Auch wenn der Gang durch die Parlamente sehr anstrengend sein wird, vielleicht sogar ernüchternd oder sogar demotivierend (Gerade bei den jetzigen Mehrheitsverhältnissen und der Unbeweglichkeit der Mehrheit) bleibt das Ziel erstrebenswert. Damit die Gemeinde auch in den nächsten Jahren noch agieren kann, und wir die Ziele der Zukunft formulieren und erreichen können, damit die Bürgerschaft lebendig bleibt und sich einbringen kann.

Wir haben in Raesfeld eine sehr aktive Bürgerschaft, der ich an dieser Stelle
meinen Dank aussprechen möchte. Dankeschön an alle Ehrenamtlichen in den
Vereinen, in der Feuerwehr, der Bürgerstiftung, der BI „ Rettet Aelkes“, den
„Waldwürmern“ für ihr unermüdliches Engagement, und Danke an die vielen
Ehrenamtlichen, die ungenannt im Hintergrund Gutes tun.

Der Haushaltsplan für das Jahr 2020 mit all seinen Anhängen, der uns auf 283
Seiten vorliegt, findet die Zustimmung der grünen Fraktion. Wir werden uns im
kommenden Jahr für verstärkte Maßnahmen zum Klimaschutz stark machen und die Entwicklungen in Raesfeld kritisch begleiten.

Dazu mein Dank an Norbert und Arno, und die anderen grünen Mitstreiter für eure Unterstützung.
Danke an die Vertreter der Presse für Ihre sachliche Berichterstattung
Danke an die Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Fraktionen für die faire und sachliche Zusammenarbeit an den Themen der Gemeinde Raesfeld. Ich wünsche mir einen genau so fairen Umgang miteinander bei den kommenden Kommunalwahlen.

Danke an die Mitarbeiter im Rathaus für die Geduld und Sachlichkeit, und für Ihre Ausdauer und Hartnäckigkeit bei langwierigen Verhandlungen
Dankeschön an meine Familie, ohne diese Unterstützung ginge es garnicht

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2020. Bleiben Sie gesund!
Meine Damen und Herren, liebe Greta:
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit
(es gilt das gesprochene Wort)

Haushaltsrede 2020 – Klaus Rybarczyk SPD

Haushaltsrede 2020 von Klaus Rybarczyk SPD

Sehr geehrter Herr Ehrenbürgermeister, sehr geehrter Herr Bürgermeister, meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen des Rates, meine Damen und Herren der Verwaltung und der Presse und liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Wir haben verwirrend viele Zahlen gehört. Die möchte ich nicht alle wiederholen.

Ich möchte nur auf vier wichtige Dinge hinweisen.
Erstens: Der Haushalt gilt nach den Worten des Kämmerers strukturell als
ausgeglichen.
Das war er unserer Meinung nach in den letzten 4 Jahren am Ende immer. Zu Beginn des Haushaltsjahres wird tief gestapelt (um vielleicht Forderungen zu unterdrücken) und am Ende des Haushaltsjahres wird hoch gejubelt.

Zweitens: Die Gemeinde ist nicht mehr in der Haushaltssicherung.
Das ist natürlich gut. Dennoch bedeutet das aber auch eine Verminderung der
Fördersätze (auf 50%).

Drittens: Das Investitionsvolumen ist mit über 11 Millionen Euro so hoch wie nie. Das ist zur Verbesserung der Infrastruktur der Gemeinde aber absolut notwendig.

Viertens: Die Steuerhebesätze werden nicht erhöht.
Eine Erhöhung hätte von uns auch keine Zustimmung erhalten, da
Einkommenssteuererträge und Gewerbesteuererträge boomen.

Meine Damen und Herren,
ich möchte ihre Aufmerksamkeit nun auf Themen lenken, die jetzt und in der nahen Zukunft für die Gemeinde relevant sind und werden.

Das erste Thema: Dorfentwicklung
Die Verwirklichung der Dorfentwicklung hat mit den drei Projekten „Neugestaltung der Schlossallee“, „Generationenübergreifendes Freiter Pättken“ und „Öffnung der Gesamtschule zum Quartier – Umgestaltung des Schulhofes“ begonnen (drei aus den vielen Projekten des über 300 Seiten starken Dorfentwicklungskonzeptes).

Diese Vorhaben bewerten wir als äußerst positiv.
Als absolut negativ bewerten wir die Behandlung der Ortsmitte von Raesfeld – das eigentlich wichtigste Projekt – für die Raesfelder. Die Fraktion der CDU hat einen Planungs- und Ideenwettbewerb durchgesetzt. Dadurch werden weitere Steuergelder eingesetzt, damit Architekten Ideen äußern wie der Ortskern gestaltet werden soll.
Warum, so frage ich, haben wir zahlreiche mit Kosten verbundene Veranstaltungen und Befragungen mit den interessierten Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt?
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben sich im Vorfeld beteiligt und gute Ideen geäußert. Diese Vorschläge wünschen u.a. eine Verkehrsberuhigung, eine Bürgerbegegnungsstätte und Ruhezonen. Das ist unserer Meinung nach nur durch ein Gesamtkonzept, wie wir es gefordert haben, zu verwirklichen. Für das Engagement der Bürgerinnen und Bürger bedankt sich die örtliche SPD ganz herzlich, zeigt sich hier doch deutlich, dass die Raesfelder/innen an dem Prozess der Neugestaltung unbedingt mitwirken wollen.

Zum Projekt „Generationenübergreifendes Freiter Pättken“ möchte ich nur eines deutlich machen. Dieses Projekt ersetzt auf keinen Fall unsere Forderung nach einem Mehrgenerationen-Treffpunkt für Raesfeld.
Die Geräte, die dort aufgestellt werden sollen, sind ungeeignet für Kleinkinder,
Menschen mit Handicaps und Senioren.
Leider wurde unser Antrag im zuständigen Ausschuss von der Mehrheit abgelehnt.
Erlauben Sie mir noch eine Bemerkung zum Bau des neuen Pfarrsaals in Raesfeld.
Die Verwaltung hat mit der katholischen Kirche eine Vereinbarung getroffen, dass sich die Gemeinde an den Baukosten des Pfarrsaals beteiligt. Für eine Beteiligung von 250000 € plus 400 € monatlich auf 25 Jahre (also insgesamt ca. 370000 €) gibt die Kirche die Zusage, dass nicht kirchliche Veranstaltungen – nach dem Windhund- Prinzip – erlaubt sind. Allerdings mit etlichen Ausnahmen wie Geburtstagsfeiern, Jubiläumsfeiern, Vereinsfeste, Firmenfeiern, Ehejubiläen und so weiter.

Aber gerade das wollen die Bürgerinnen und Bürger, das haben sie in den Veranstaltungen zur Dorfentwicklung gefordert.
Das vorhandene Gastronomie-Angebot reicht bei weitem nicht aus. Bürgerinnen und Bürger müssen in die Nachbargemeinden ausweichen. Den heimischen Caterern entgeht somit ein Geschäft.
Wir haben diese Nutzungsvereinbarung im Rat abgelehnt. Wir haben eine leise
Vermutung, dass sich die Verwaltung mit dem Nutzungsrecht des Pfarrsaals aus der Verantwortung stehlen will, eine Bürgerbegegnungsstätte zu planen. Hätten wir die 370000 € doch als Einstiegssumme für den Bau einer Bürgerbegegnungsstätte und dazu noch das Geld für den von der CDU-Fraktion ausgelobten Planungs- und Ideenwettbewerbs für den Pfarrsaal hinzu genommen und hätten wir die Fördermittel generiert, die es mit Sicherheit für das Projekt „Bürgerbegegnungsstätte“ vom Land gibt, dann wäre ein derartiges Projekt zu verwirklichen gewesen. Aber die Chance ist,
so glauben wir, für eine lange Zeit verpasst worden. Schade.

Das zweite Thema: Mobilität
Die SPD-Fraktion hat im Hauptausschuss den Antrag gestellt, ein
Mobilitätsprogramm für die Gemeinde Raesfeld zu erstellen, einen Arbeitskreis
Mobilität zu bilden und dem „Zukunftsnetzwerk Mobilität NRW“ (kostenfrei)
beizutreten. Dieser Antrag wurde von der Mehrheit abgelehnt. Über 50 % der
Gemeinden in NRW befinden sich schon in diesem Netzwerk und profitieren von den Erfahrungen, die andere Gemeinden gemacht haben.
Wir hören doch oft die Klagen unserer Bürgerinnen und Bürger, die nach Wesel, Dorsten und nach Rhade kommen wollen. Die Frequenz der Fahrten ist unzureichend und die Fahrtkosten sind erstaunlich hoch. Eine Preisreduzierung wäre angebracht, wenn nicht sogar eine kostenlose Beförderung. Nur so können wir alle einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wir müssen weg vom Individualverkehr kommen.

Das dritte Thema: Konzept für die Wirtschaftswege
Der Kämmerer hat in seiner Haushaltsrede berichtet, dass sich die Verwaltung mit dem Thema beschäftigt. Das ist schon seit Jahren eine Forderung der SPD-Fraktion. Ich vermisse allerdings eine Beteiligung der im Rat vertretenen Parteien. Will die Verwaltung einen Alleingang starten? Herr Kämmerer, nehmen Sie uns mit in das Boot! Nutzen Sie auch die Erfahrungen, wie andere Kommunen das Problem gelöst haben.
Wir werden darauf achten, dass die Verursacher der Schäden beteiligt werden und dass die Allgemeinheit nicht zu üppig an den Kosten hinzugezogen wird.
Zugegeben, das wird schwierig, aber es ist notwendig. Es geht nach den Worten des Kämmerers um einen Millionenbetrag in den nächsten Jahren.

Das vierte Thema: Sportstätteninvestitions- und Sanierungsprogramm
Wie in meiner letzten Haushaltsrede angekündigt hat die SPD-Fraktion im dafür zuständigen Ausschuss einen Antrag auf ein Sportstätteninvestitions- und Sanierungsprogramm gestellt. Dieser Antrag wurde von der Mehrheit abgelehnt.
Bisher wurden Wünsche der Sportvereine in Einzelgesprächen (kurzer Dienstweg) oder über den GSV an die Verwaltung herangetragen. Das wollten wir verbessern und auch transparenter machen.
Daher haben wir im entsprechenden Ausschuss den Vorschlag gemacht, ein auf 5 Jahre ausgerichtetes Sportstätteninvestitions- und Sanierungsprogramm für die Gemeinde Raesfeld aufzustellen. Unter der Beteiligung aller Sportvereine soll mit der Verwaltung ein Programm erarbeitet werden, das langfristig die Investitionen und Sanierungen regelt.
Das ist übrigens in vielen Gemeinden längst der Fall.

Das fünfte Thema: Behindertengerechte Gemeinde
Vieles ist schon gut gelungen. Aber bei einem Rundgang in Erle mit einem Rollstuhl, einem Rollator und einem Kinderwagen mussten wir feststellen, dass einiges im Argen ist. Die Rampen, die einen Zugang zu Geschäften bzw. Heimathaus ermöglichen sollen, sind zu kurz und damit zu steil. Es wird Hilfe benötigt, um hochzukommen. Im Haushalt ist der Bau eines Geländers für das Heimathaus in Erle eingeflossen. Dank an die Verwaltung, dass sie unsere Kritik aufgegriffen hat.

Einige Bushaltestellen (nicht von der Gemeinde zu betreuen) sind für Rollstuhlfahrende ungeeignet. Einmal sind die Schilder schwer lesbar und zum anderen sind die Unterstellmöglichkeiten bei schlechtem Wetter nicht erreichbar, weil der Zugang oft ungepflegt ist. Besonders gefährlich erschien uns der lange Zugang von dem Seniorenheim zur Kirche. Der Aufstieg ist ohne Hilfe kaum zu bewältigen und der Abstieg ist wegen des starken Gefälles mit der vorhandenen, nicht durch ein Geländer gesicherten 90°-Kurve extrem gefährlich.

Wir hoffen, dass spätestens mit der Kirchplatzgestaltung diese Gefahr behoben sein wird. Besser wäre es natürlich, wenn schon bald ein Geländer eingebaut würde.
Auf ein weiteres Dilemma möchte ich in Raesfeld hinweisen. Einem behinderten Menschen ist es nicht möglich, an Veranstaltungen und an den Kursen des Bildungswerkes in der Villa Becker teilzunehmen. Der Aufzug ist seit langem kaputt und müsste repariert werden. Sollte das nicht möglich sein, muss eine Alternative gefunden werden. Behinderte Menschen müssen die Möglichkeit haben, alle Angebote in der Gemeinde zu nutzen.

Das sechste Thema: Ankauf von Grundstücken.
Hier will ich die Verwaltung ausdrücklich loben. Die Gemeinde besitzt durch den Ankauf in den letzten zwei Jahren eine Vielzahl an Flächen.
Diese sollen als mögliche Gewerbeflächen oder als neue Baugebiete oder als
ökologische Ausgleichsflächen dienen.
Ganz im Zeichen des Klimaschutzes sollte die Verwaltung bei der Vergabe an
Betriebe in Gewerbegebieten oder an Privatpersonen in Baugebieten verpflichtende Vorgaben machen wie grüne Lungen in Gewerbegebieten oder kein Anlegen von Schotterbeeten in der Umgebung des Hauses. Bei der Bepflanzung könnte die Gemeinde Hilfestellung leisten. Die ersten Ansätze sind bei der Vergabe Baugebiet Binsenweg zu erkennen.

Das siebte Thema: Technische Ausstattung der Ratsmitglieder
In fast jeder Gemeinde sind die Ratsmitglieder mit Tablets ausgestattet, nicht mit eigenen, sondern mit Tablets von der Gemeinde ausgeliehen, passwortgeschützt und damit vor fremden Zugriff sicher. Im Zeitalter der Digitalisierung und des Klimaschutzes (Schonung der Ressourcen!) ist es doch nicht in Ordnung, dass wir Hunderte von Abzügen von Vorlagen und Protokollen anfertigen lassen müssen, um uns sachkundig zu machen.
Warum schaffen wir diese Ausstattung nicht? Selbst kleineren Gemeinden gelingt das.
Hier könnten wir ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz setzen.
Dieser Antrag ist auch mit unserer Zustimmung für die nächste Ratsgeneration verschoben worden.

Das achte Thema: Aufstockung des Bauhofes um mindestens eine Vollzeitstelle
Im Hauptausschuss haben wir den Antrag gestellt, eine Vollzeitstelle zur Aufstockung des Bauhofes einzurichten.
Klagen von Bürgerinnen und Bürgern über ungepflegte die Straßen begleitende
Bürgersteige und besonders das Versagen des Bauhofes bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (so sehen es viele Bürger) haben zu diesem Antrag geführt.
Wir können uns mit der Aussage nicht begnügen, dass man sein Möglichstes getan hat, dass aber die personellen Kapazitäten gefehlt haben.
Leider wurde unser Antrag abgelehnt.

Meine Damen und Herren, am Jahresende reflektiert man auch gerne die eigene Arbeit in den Ausschüssen des Rates. Die SPD-Fraktion hat im Jahr 2019 neben Anfragen 10 Anträge gestellt.

Ich will sie alle einmal nennen und die damit verbundenen Entscheidungen in den Ausschüssen würdigen.

Antrag Einwohnerfragestunde: Teilerfolg.
Antrag Fahrbahnverengung (Pflanzkübel) Truvenne und Hoher Weg (Verkehrsinsel):
abgelehnt mit der Begründung u.a. dass die Verkehrsteilnehmer Rücksicht
aufeinander nehmen sollen (das ist leicht daher gesagt).

Antrag Blühwiesen: abgelehnt mit der Begründung, dass die Flächen verpachtet sind.

Antrag Konzept Eichenprozessionsspinner: abgelehnt mit der Begründung, dass Konzepte zu starr sind und man lieber in Einzelfällen reagieren will.

Antrag Gesamtkonzept Ortsmitte Raesfeld: abgelehnt, da das vorliegende
Dorfentwicklungskonzept Einzelprojekte vorsieht.

Antrag Radweg Erle-Dorsten an der B 224: der wäre schon in der Planung, leider hatte von den Mitgliedern das Rates keiner Kenntnis.

Antrag Mehrgenerationen-Treffpunkt für Raesfeld (erneut gestellt): abgelehnt mit der Bemerkung, dass man den Fitnessparcour eventuell durch entsprechende Geräte ergänzen könne.

Antrag Stärkung der Sportvereine durch ein Sanierungs- und Investitionsprogramm für Sportstätten: abgelehnt mit der Begründung, dass bisher alles hervorragend geklappt hat und sich noch keiner beschwert hat.

Antrag Technische Ausstattung der Ratsmitglieder: verschoben in die nächste
Ratsperiode.

Antrag Mitarbeiter für den Bauhof: abgelehnt mit der Begründung, dass die
Verwaltung durch eine Umschichtung bei den anfallenden Aufgaben das Problem lösen will und dass die zu schaffende Stelle den Haushalt mit 40.000 € jährlich belasten würde.

Antrag Mobilitätskonzept: abgelehnt mit der Begründung, dass man kaum Einfluss habe auf die Entscheidungen des Kreises und der Verkehrsverbünde.

Nehmen Sie bitte zur Kenntnis:
Die SPD-Fraktion wird nicht aufgeben, weiterhin Anträge stellen und sich damit um die Belange der Bürgerinnen und Bürger kümmern.
Uns verwundert die Arroganz, Selbstsicherheit und leider stellenweise auch
Respektlosigkeit der Mehrheitsfraktion der CDU an manchen Stellen, die jede
Vernunft vermissen lassen.
So bei dem Antrag für die neue Stelle für den Bauhof. Da wird davon gesprochen, er sei aus politischer Sicht seltsam, das sei politisches Geplänkel oder da müsse der Bürger an seinem Anspruchsdenken arbeiten. Uns geht es dabei um das Recht der Bürger/innen um gesundheitliche Unversehrtheit und um nichts anderes.

Oder bei den Anträgen, Konzepte zu erstellen.
Es ist klar, dass Konzepte, die Erwartungen und Ziele und Zeitpunkt festlegen,
transparent und von jedermann kontrollierbar sind. Aber das ist doch gut für die politische Arbeit. Das schafft doch Vertrauen. Das wollen wir doch eigentlich alle.
Meine Damen und Herren, Sie werden erkannt haben, dass in der Gemeinde Raesfeld eine Menge getan worden ist, aber auch noch viel zu tun ist. Die SPD wird ihren Beitrag dazu leisten im Sinne und zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger.
Meine Damen und Herren,
ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen Ratsmitgliedern für eine meist sachliche Auseinandersetzung, bei der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit, bei der Presse für eine außerordentlich faire Berichterstattung (und das ist keine leere Floskel!), bei
meinen Fraktionskollegen und unseren sachkundigen Bürgerinnen und Bürgern für eine konstruktive Mitarbeit und vor allen Dingen bei den Bürgerinnen und Bürgern aus der Gemeinde, die sich im Jahr 2019 besonders für Raesfeld, Erle und Homer ehrenamtlich eingesetzt haben und die uns auf Probleme aufmerksam gemacht haben und mit Ideen gefüttert haben.

Im Namen der SPD-Fraktion wünsche ich allen ein frohes Weihnachtsfest
und ein friedvolles Jahr 2020.
Ich bedanke mich für ihre geschätzte Aufmerksamkeit.
Guad goan!

Haushaltsrede 2020 – Wolfgang Warschewski UWG

Etat-Rede des Fraktionsvorsitzenden der UWG Raesfeld-Erle, Wolfgang Warschewski, am 09.12.2019

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren der Verwaltung, des Rates und der Presse, liebe Bürgerinnen und Bürger!

Das abgelaufene Jahr 2019 hat uns wieder einmal einige neue Entwicklungen gebracht. Die Verwaltung hat sich wieder mächtig ins Zeug gelegt, um unser Dorf voran zu bringen. Doch dazu später.

Wie in jedem Jahr möchten wir uns beim Kämmerer mit seiner Mannschaft für die im Zusammenhang mit der Erstellung des vorliegenden Haushaltes geleistete gute Arbeit bedanken. Es steckt viel Mühe und Zeit darin.
Zum vorliegenden Haushalt kann man feststellen, dass der Kämmerer sich damit sicher ein Geschenk zum Dienstjubiläum machen will.

Seit vielen Jahren werden in der Haushaltssatzung erstmals schwarze Zahlen geschrieben. Wir schließen mit einem Überschuss von 88700 € ab. Doch müssen wir uns fragen ob das nicht auch bereits früher der Fall hätte seien können?
Betrachten wir die Haushaltsansätze und Haushaltsabschlüsse der vergangenen Jahre, so stellen wir fest, dass jeweils eine größere Summe als Fehlbetrag in den Haushaltsansatz geschrieben wurde. Am Ende stellte sich dann aber beim Jahresabschluss heraus, dass ein deutlicher Überschuss der Rückstellung zugeführt werden konnte.

In den meisten Fällen der letzten Jahre führten erhöhte Einnahmen aus der Gewerbesteuer und dem Anteil an der Einkommenssteuer dazu. Diese Positionen im Haushaltsansatz hatte der Kämmerer in der Vergangenheit immer sehr vorsichtig geschätzt. Seine nachvollziehbare Begründung dafür war jeweils die unsichere Höhe der Eingänge bei der Gewerbesteuer. Hätte er in der Vergangenheit schon des Öfteren höher Einnahmen der Gewerbesteuern einkalkuliert, so wäre ihm das Kunststück des positiven Haushaltsansatzes schon früher geglückt.

Ersten Schätzungen zu Folge wird es auch in dem laufenden Jahr wieder einen Raesfeld-Erle e.V. Haushaltsüberschuss geben, so dass wir eine Rücklage von mehr als 10 Millionen Euro im Sparstumpf haben werden.

Das führt uns zu der Frage, wie sinnvoll es war für dieses Jahr die Grundsteuern und Gewerbesteuern zu erhöhen. Da haben wir dem Bürger ohne Not in die Tasche gegriffen. Ich erinnere dran, dass das der Grund war, aus dem wir im letzten Jahr den Haushalt abgelehnt hatten.

Das Szenario, dass wir keine Schlüsselzuweisungen erhalten, dass immer wieder dazu herhalten muss Steuererhöhungen zu rechtfertigen zieht nicht. Obwohl wir für dieses laufende Jahr die Steuersätze angehoben hatten, gibt es auch für 2020 keine Schlüsselzuweisungen.

Wir sollten in der Zukunft prüfen, in wie weit wir unsere Bürger steuerlich entlasten können. Da wir ja ein Wahljahr haben, wir es niemanden verwundern, dass es im kommenden Jahr zumindest keine Steuererhöhungen geben wird.
Es könnte uns wundern, dass im vorliegenden Haushaltsansatz für das Jahr 2020 im Vergleich zu den Vorjahren ein deutlicher Anstieg der Gewerbesteuern prognostiziert wird. Und das, obwohl für das kommende Jahr ein leichter Rückgang der Konjunktur prognostiziert wurde. Ein Grund für den geplanten Anstieg der Gewerbe- und Einkommenssteuern ist auf die Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe auf den neuen Flächen zurück zu führen und die Erhöhung des Anteils an der Einkommenssteuer durch die neuen Baugebiete. Vergleicht man jedoch die Zahlen der vergangenen Jahre, so kann man feststellen, dass die angesetzte Gewerbesteuer für 2020 mit rund 300.000 € noch immer deutlich unter den in 2018 tatsächlich erzielten Ergebnis liegt.

Es sollte also bei unserer Struktur Klein- und Mittelständischer Betriebe das angestrebte positive Jahresergebnis zu erreichen sein. Dafür spricht auch, dass die Verwaltung bei Ihrer Planung den Ansatz in den Orientierungsdaten des Landes NRW für den Anteil an der Einkommensteuer um 2 Prozentpunkte gekürzt hat. Hier gilt offenbar, wie jedes Jahr: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

Doch nun zu den Aktivitäten des vergangenen Jahres und denen im kommenden Jahr.
Da ich gerade bei der Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe war, muss ich die Verwaltung dafür loben, dass es ihr gelungen ist neue Gewerbeflächen zu generieren und auch die dazu passenden Firmen zu finden. Wir haben in den vergangenen Jahren immer darüber geklagt, dass wir zur Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe oder der Erweiterung bestehender Betriebe keine Flächen zur Verfügung haben. Mit den nun neu geschaffenen Gewerbegebieten und dem in der Raesfeld-Erle e.V. Planung befindlichen Gewerbegebiet Erle Ost bieten sich uns nun wieder deutlich bessere Bedingungen.
Überhaupt hat die Verwaltung keine Mühen gescheut, neue Flächen für Gewerbeansiedlungen aber auch für Wohngebiete aufzutun. Die Verhandlungen mit den bisherigen Eigentümern der Flächen waren und sind sicher nicht einfach. Doch unsere Verwaltung ist für ihr zähes Ringen bekannt.

Die Einrichtung neuer Gewerbe- und Wohnbaugebiete bringt es aber auch mit sich, dass hier viel Geld in die Hand genommen werden muss zur Herstellung der nötigen Infrastruktur. Die hierfür eingeplanten rund 5 Millionen € sind gut angelegtes Geld, dass durch die Erschließungskosten langfristig wieder zurück fließt.

Wir müssen aber auch feststellen, dass durch Änderungen in der Gesetzgebung der zu treibende Aufwand immer größer wird. Damit meine ich aber nicht die zu ergreifenden Ausgleichsmaßnahmen. Wie in der Vergangenheit schon mehrfach angesprochen ist es uns wichtig, dass Ausgleichsmaßnahmen möglichst bei uns in Raesfeld durchgeführt werden. Wenn wir aber für Bau- und Gewerbegebiete in die Bebauungspläne Maßnahmen wie Begrünungen oder den Verzicht auf Steinbeete in Wohngebieten fordern, muss die Verwaltung sicherstellen, dass diese Vorgaben auch eingehalten werden.

Ein immer größer werdendes Problem sind die überalterten Abwasserrohre. Einfach auf Grund von Überalterung teilweise aber auch durch den Anschluss neuer Einleiter wie z.B. aus den Neubaugebieten wird es dringend nötig, an einigen Stellen eine Grundrenovierung bzw. einen Neubau dieser Leitungen in Angriff zu nehmen.
Im Haushalt stehen für 2020 knapp 4,4 Millionen € zum Erwerb von Grundstücken und Gebäuden zur Verfügung. Das bedeutet, die Verwaltung hat jetzt bereits wieder Ankäufe im Auge.

Ein Thema, von dem wir gedacht hätten dass es hier etwas schneller voran geht ist die Dorfentwicklung. Erste Projekte werden nun in Angriff genommen. So zum Beispiel der Umbau rund um die Kirche in Erle oder die Schlossallee. Andere Projekte wie zum Beispiel die Öffnung des Schulhofes der Julia-Koppers-Gesamtschule zum Quartier oder die Planung des Mehrgenerationen-Freizeitgeländes werden nun in Angriff genommen. Es sind Grobplanungen für beide Projekte beim Land eingereicht worden um die nötigen Fördermittel zu erhalten. Leider sind die Zusagen für die Fördermittel laut Aussage des Kämmerers durch das Land nur sehr schleppend zu erwarten.

Für uns ist es sehr wichtig, dass bei der künftigen Detailplanung die Bürger mit ins Boot geholt werden um eine größtmögliche Akzeptanz für beide Projekte zu erreichen. Dies gilt auch insbesondere für das Schulhofprojekt. Es ist uns wichtig, den Schülern, Lehrern und Eltern aber auch den Nachbarn Raum zur Beteiligung am Planungsverfahren gegeben wird.

Wir von der UWG haben 2017 einen Antrag für ein Mehrgenerationen- Freizeitgelände in Erle gestellt. Hier wurden wir auf die Planung im Rahmen des Dorfentwicklungsprozesses vertröstet.

Ein weiteres von uns angestoßenes Projekt, der Aufstellung eines Bücherschranks in Erle, soll nun kurzfristig bei der Umgestaltung des Erler Kirchplatzes in Angriff genommen werden.
Es ist also festzustellen, dass uns das Projekt Dorfentwicklung noch einige Jahre beschäftigen wird.
Ein Thema, das, befeuert durch die Bewegung „Fridays for Future“, in diesem Jahr erheblich an Bedeutung gewonnen hat ist der Schutz unserer Umwelt und des Klimas.
Wir haben 2018 bereits den Antrag gestellt, dass die Verwaltung Flächen innerhalb des Dorfes suchen sollte, auf denen Blumenwiesen angelegt werden könnten. Die sollten zur Verbesserung der Lebensgrundlagen für Insekten auch im Dorfinneren dienen.

In diesem Jahr standen im Haushalt für die Verbesserung der Biodiversität Mittel zur Verfügung. Diese sollten zunächst, laut Verwaltung, für die Anlage von Blühstreifen an den Feldrändern eigesetzt werden. Nachdem die Verwaltung festgestellt hat, dass sich darum die Landwirtschaft mit ihren Verbänden kümmert, wurde leider nicht das Geld benutzt um innerorts dahingehend Verbesserungen zu erreichen. Wir hoffen, das geschieht im kommenden Jahr und darum einen separaten Antrag zu diesem Thema gestellt.

Im aktuellen Haushalt sind größere Beträge eingestellt worden um Verbesserungen in Bezug auf den Umweltschutz zu erreichen. Insbesondere sind dabei die Installationen von Fotovoltaikanlagen auf diversen gemeindlichen Dächern und die Erneuerung ineffektiver Heizungsanlagen wie z.B. ein Blockheizkraftwerk in der Sebastianschule. Das sind Maßnahmen, die die UWG bereits 2007 beantragt hatte, die damals jedoch abgelehnt wurden.
Eine kostspielige, aber nichts desto weniger wichtige Maßnahme ist die Renaturierung des Löchter Mühlbaches. Solche Maßnahmen tragen ganz erheblich zur Verbesserung des ökologischen Gleichgewichts in der Region bei.
Raesfeld-Erle e.V.
Ich möchte noch einmal das Thema der Bepflanzungen in Bau- und Gewerbegebieten aufgreifen. Aus unserer Sicht ist es unbedingt nötig, die in den Bebauungsplänen gestellten Forderungen hinsichtlich des Umweltschutzes wie zum Bespiel Pflanzgebote auch zu kontrollieren und durch zu setzen
Maßnahmen die für den Schutz unserer Umwelt getroffen werden kommen uns allen zugute.

Wie aus der Vorstellung des Kämmerers zu ersehen ist, werden wir zu beinah 50 % unseres Haushalts fremdbestimmt. Der Kreis Borken ist zwar mit seiner Kreisumlage der günstigste Kreis in NRW, doch sehen wir den unaufhaltsamen Anstieg der Jugendamtsumlage, der beinah höher ist als die eigentliche Kreisumlage, sehr kritisch.
Zum Abschluss kann ich feststellen, dass die UWG Fraktion der vorliegenden Haushaltssatzung zustimmt.
Damit bin ich auch schon am Ende meiner Rede.

Bedanke mich ganz herzlich: Bei den Damen und Herren der Verwaltung und den anderen politischen Fraktionen im Rat, für eine gute, sachliche Zusammenarbeit. Bei der Presse bedanke ich mich für eine stets faire Berichterstattung.

Besonderer Dank gilt meinen Fraktionskollegen und allen Helfern und Unterstützern im Hintergrund der UWG-Fraktion. Auf weiterhin gute Zusammenarbeit hier im Rathaus, auf eine politische Auseinandersetzung, die immer das Bestmögliche für die schönste Gemeinde im Münsterland und für alle ihre Bürgerinnen und Bürger zum Ziel hat – für Raesfeld, Erle und Homer

Haushaltsrede 2020 – Bernhard Bölker CDU

Stellungnahme der CDU-Fraktion zum Haushalt der Gemeinde Raesfeld für das Jahr 2020

Sehr geehrter Herr Ehrenbürgermeister Rößing, sehr geehrter Herr Bürgermeister Grotendorst, sehr geehrter Herr Erster Beigeordneter Tesing, sehr geschätzte Damen und Herren aus der Gemeindeverwaltung, werte interessierte Bürgerrinnen und Bürger aus der Gemeinde, geschätzte Vertreterinnen und Vertreter der Presse, liebe Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat.

Ein bedeutender Politiker hat einmal gesagt „Politik beginnt mit dem Betrachten der Wirklichkeit.“

Sehr geehrte Damen und Herren, ein umfangreiches Zahlenwerk liegt vor uns, über das wir, die Ratsmitglieder, gleich zu entscheiden haben. Als wichtig kann ich zunächst feststellen, dass die Steuersätze gegenüber dem laufenden Jahr nicht verändert werden müssen und auch die Gebührensätze für Abwasser, Regenwasser, Straßenreinigung und Müllabfuhr sich im Ganzen für unsere Bürgerinnen und Bürger nicht verändern werden.

Es gibt zwar minimale Verschiebungen zwischen den einzelnen Gebührensätzen, unterm Strich verändert sich für die Bürger aber nichts.
Keine Erhöhung von Steuern und Gebühren bedeutet für Raesfeld nicht, dass im kommenden Jahr nichts Außergewöhnliches passieren wird oder soll. Betrachten wir die Wirklichkeit.

Für das kommende Jahr ist nämlich sehr viel im Rahmen unseres
Dorfentwicklungskonzeptes vorgesehen. Ich spreche hier bewusst vom
Dorfentwicklungskonzept und lasse die Fachbegriffe ISEK und IKEK weg, denn der eine Begriff gilt für den Ortsteil Raesfeld und der andere Begriff für Erle und teilweise für die Freiheit.

Wir sind eine Gemeinde und verstehen uns als Ganzes, auch wenn es um unterschiedliche Fördertöpfe geht.
Als Bürgerin und Bürger einer Stadt oder Gemeinde ist es immer von entscheidender Bedeutung, welches Bildungsangebot finde ich in meinem Heimatort vor oder welches Bildungsangebot finde ich dort vor, wo ich mit meinen Kindern demnächst hinziehen möchte. Bildung beginnt schon im frühen Kindesalter, zumindest werden schon wichtige Grundlagen in sehr jungen Jahren gelegt. Deshalb war die Gemeinde Raesfeld immer darauf
bedacht, Kindergartenplätze ausreichend in der Anzahl und in hoher Qualität anzubieten. Gerade im laufenden Jahr hat die Gemeinde die Gruppenräume an der Kita Purzelbaum auf vier verdoppelt. Gleiches geschieht gerade am St. Nikolaus Kindergarten in Erle.

Auch diese zusätzlichen Gruppenräume stehen dem Kindergarten in Erle kurzfristig zur Verfügung.
Die Endabrechnung liegt noch nicht für beide Kitas vor, aber es ist abzusehen, dass die Investitionen für beide Erweiterungen wohl über 1,6 Millionen Euro liegen werden. Wir von der CDU, und ich denke, dass die anderen Fraktionen dem zustimmen, sehen diese Investitionen als gut angelegtes Geld für die Zukunft unserer Kleinsten an.

Wir sagen als CDU-Fraktion nicht, dass jedes Kind möglichst früh in eine Kita gehen soll. Diese Entscheidung sollen die Eltern selber treffen, aber das Angebot soll von der Gemeinde geboten werden, das ist die Wirklichkeit.
Um das Bildungsangebot noch attraktiver zu gestalten, sollen im kommenden Jahr fast 100.000 Euro im Rahmen des Digitalpaktes für unsere Grundschulen ausgegeben werden. Dafür erhält die Gemeinde eine Förderung von 90 %. Die CDU-Fraktion begrüßt diese Investition ausdrücklich.

Unsere Grundschulen waren bisher in diesem Bereich sicher auch schon gut ausgestattet, aber besser geht immer und uns fällt es umso leichter, wenn eine hohe Förderung sinnvoll genutzt werden kann. Umfangreiche Investitionen sind an der Julia-Koppers-Gesamtschule, die im vierten Jahr mit den Klassen 5 – 8 läuft, vorgesehen. Dies und die steigende Schülerzahl freut uns natürlich.

Die Mensa wird für rund 150.000 Euro erweitert. Die Verbundschule im gleichen Gebäude läuft im Sommer 2021 nach Plan aus. Wir hören immer mal wieder, dass es an der Verbundschule zu verstärktem Unterrichtsausfall kommt. Wenn die Gemeinde auch nicht dafür verantwortlich ist, so bitten wir von der CDU-Fraktion die Verwaltung doch, ihren Einfluss bei den zuständigen Stellen geltend zu machen. Denn auch die Schülerinnen und Schüler der Verbundschule sollen bis zu letzten Tag ein gutes Bildungsangebot bekommen.
Betrachten wir weiter die Wirklichkeit an der Gesamtschule. Der Schulhof entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen und Wünschen an einen guten Schulhof.

Deshalb wird die Gemeinde im Rahmen des Dorfentwicklungskonzeptes diesen Platz für vorgesehene mehr als eine Million Euro umgestalten und zum sogenannten Quartier öffnen. In dieser Investition ist als besondere Attraktion die Anlage eines größeren Spielfeldes vorgesehen.
Die Öffnung zum Quartier bedeutet, dass außer den Schülerinnen und Schülern auch andere Personen diesen Bereich nutzen können. Es bleibt also kein exklusiver Platz für die Schule.

In diesem Zusammenhang ist es auch notwendig die Bushaltestelle für den Schülerverkehr an der Straße Zum Michael neu zu organisieren, weshalb auch dort eine Umgestaltung erforderlich wird. Diese Umgestaltung erfolgt wahrscheinlich in mehreren Schritten nach Bedarf über einige Jahre.
Um mehr Klassenräume zu schaffen, soll die Aula aus dem Obergeschoss der Schule in die Turnhalle an der Alexanderstraße verlegt werden. Aus der jetzigen Aula können dann zwei zusätzliche Klassenräume entstehen. Außerdem soll das Dach auf der Gesamtschule erneuert werden. Immerhin für ca. 300.000 Euro.

Wegen der anstehenden hohen Investitionen an dieser Schule, regt die CDU-Fraktion an, die nächste Sitzung des Ausschusses für Schule und Bildung in dieser Schule stattfinden zu lassen. Vor dieser Sitzung sollte eine Begehung möglich sein, damit die Ausschussmitglieder eine noch bessere Grundlage für die anstehenden Entscheidungen erhalten.

Blicken wir auf den Raesfelder Ortskern. Mit dem Erwerb des Hauses Epping und der ehemaligen Filiale der Sparkasse Westmünsterland vor einigen Jahren, haben wir die Möglichkeit geschaffen, diesen Bereich als den zentralen Punkt zwischen altem und neuem Dorfkern neu zu gestalten. Diese Gestaltung wird uns allen nach meiner Überzeugung noch viel Gehirnschmalz abverlangen, auch wenn auf Initiative der CDU-Fraktion ein Planungswettbewerb vorbereitet wird, in dem Architekten und Städteplaner ihr Können
unter Beweis stellen sollen.

Ein weiteres Projekt im Dorfkern ist die angedachte Umgestaltung des Rathausplatzes. Auch dieser Bereich ist in die Jahre gekommen. Eine Grobplanung kann sicher im nächsten Jahr erfolgen. Viel mehr wird in 2020 nicht möglich sein, deshalb müssen auch keine entsprechenden Geldmittel vorgesehen werden. Aber wir werden die Sache im Auge behalten.

Groß herauskommen soll im nächsten Jahr die Freiheit. So soll der Karpfenteich mit Umfeld und die Schlossallee neu gestaltet werden. Wenn ich richtig informiert bin, ist die Schlossallee beim Monopoly, ein Spiel das fast jeder kennt, die teuerste Straße. Leider kann uns die Allee vor der Freiheit nicht mehr lieb und teuer sein, da die Rosskastanien durch Sturm und Krankheiten stark dezimiert wurden und somit keinen schönen Anblick mehr
bieten.
Gegenüber dem gerade angesprochenen Bereich am Freiter Pättken soll bekanntlich ein Fitness-/Mehrgenerationengelände entstehen. Wir von unserer Fraktion möchten, dass neben den bereits in einer Vorplanung dargestellten Geräten, noch Platz für ein seit langem gewünschtes Wassertretbecken und eine Boulebahn vorgesehen wird.

Wir bitten die Verwaltung um eine entsprechende Prüfung. Gerade diese beiden Dinge könnten denBereich noch zusätzlich touristisch aufwerten, wobei das Gelände auch für die Einheimischen gut erreichbar ist. Wir bitten die Verwaltung, zu prüfen, ob die zusätzliche Finanzierung für Tretbecken und Boulebahn aus Dorfentwicklungsmitteln gefördert werden kann. Ansonsten müsste ein entsprechender Betrag im kommenden Jahr zusätzlich bereit gestellt werden.

Weiter unterstützen wir den Plan, das Schloss mit neuer Technik, die auch den Energieverbrauch reduziert, anzustrahlen. Auch dafür sind uns 50.000 Euro nicht zu schade.
Um die ganze Freiheit und das Schloss optimal darzustellen, muss aus unserer Sicht der sogenannte Plattengraben endlich verändert werden und der Wasserlauf als ein annähernd natürliches Gewässer gestaltet werden. Hierzu gehört auch die Realisierung des geplanten Fußweges. Deshalb bitten wir die Verwaltung nochmals darum, entsprechend Kontakt mit dem Kreis Borken aufzunehmen, um den lange von vielen Bürgerinnen und Bürgern
gehegten Wunsch umzusetzen. Wenn es dann gelingt, für den gesamten Bereich einige schöne Kunstwerke aufzustellen, so sind wir uns sicher, dass der ganze Schlossbereich noch weiter an Attraktivität gewinnt.

Aber auch Erle darf und wird in diesem Zusammenhang, gemeint ist natürlich die Dorfentwicklung, nicht zu kurz kommen. Im nächsten Jahr wird der Kirchplatz um St. Silvester komplett neu gestaltet. Da der Kirchengemeinde die Fläche gehört, der Platz aber sicher auch ein öffentlicher Platz ist, haben Kirche und Gemeinde die Vereinbarung getroffen, dass die Kosten von beiden Seiten etwa jeweils zur Hälfte getragen werden. Hier bewährt sich wieder einmal die Zusammenarbeit zwischen Kirche und politischer Gemeinde.
Auch einige der an den Kirchplatz angrenzenden privaten Gebäude werden im nächsten Jahr mit Dorfentwicklungsmitteln noch schöner gestaltet. Insgesamt eine runde Sache rund um St. Silvester.
Auf der gegenüberliegenden Seite der Schermbecker Straße befürworten wir die Anlage eines neuen Dorfplatzes, der allen Bürgerinnen und Bürgern zugute kommt.

Natürlich begrüßt die CDU-Fraktion die Idee, an diesen Bereich angrenzend ein Gebäude auf genossenschaftlicher Basis zu schaffen, welches als Gastronomie aber auch als Versammlungsraum genutzt werden kann. Wenn es denn soweit ist, dass eine Genossenschaft zu diesem Zweck gegründet wird, so kann ich jede Bürgerin und jeden Bürger unserer Gemeinde nur bitten, sich an diesem Projekt zu beteiligen.

Diese Bitte richtet sich nicht nur an die Erlerinnen und Erler, sondern an alle in der Gemeinde. Es haben sich nämlich auch schon Personen aus Raesfeld und Homer bereiterklärt, entsprechende Anteile zu zeichnen.
Zusätzlich soll der Bereich um die über tausendjährige Eiche am Ekhornsloh neu gestaltet werden. Dieses ist sicher wichtig, damit dieser einzigartige Baum sich demnächst noch besser bewundern lässt. Allerdings ist die Aufgabe nicht mehr für das kommende Jahr vorgesehen, ist aber für die nahe Zukunft fest eingeplant.
Das waren einige Gedanken zur Dorfentwicklung im kommenden Jahr und sicher auch einigen Folgejahren. Betrachten wir auch hier die Wirklichkeit. So groß der Wunsch auch ist, alles in 2020 umzusetzen, wir werden es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht schaffen, alles zu schaffen. Wenn ich dann dabei an die zukünftige Nutzung des Bereiches Epping oder an die Neugestaltung des Rathausplatzes und an die Veränderungen im Erler Ortskern denke, so
sind dies alles Projekte, die mehrjährig angelegt sein müssen. Schneller kann es weder unsere gut funktionierende Verwaltung, noch die Planer und auch nicht die Bauherren und Unternehmer in Zusammenarbeit mit der Politik schaffen.

Gut Ding braucht auch in Raesfeld ein klein wenig Weile. Deshalb sind im Haushaltsplanentwurf auch 2,5 Millionen Euro als Verpflichtungsermächtigungen unter anderem für Dorfentwicklung vorgesehen.

Einen Punkt möchte ich ansprechen der nicht in die offizielle Dorfentwicklung gehört. Es ist der Ausbau des Glasfasernetzes. Nachdem die Ortskerne vor einigen Jahren schon an dieses Netz angebunden wurden, geschieht dies gerade abschließend im Außenbereich.

Es ist schon eine hervorragende Verhandlungsleistung der Verwaltung gewesen, die sehr günstigen Anschlussgebühren von 99 Euro pro Haushalt auszuhandeln, wobei der ganz große Teil der Kosten für dieses System von Bund und Land übernommen werden. Schade nur, dass einige
Haushalte sich nicht dafür entscheiden konnten. Auch das ist Dorfentwicklung, auch wenn es anders genannt wird.

Ich komme nun zu einem anderen Thema. Es ist das Thema was in aller Munde ist und in fast jeder Nachrichtensendung in Funk und Fernsehen genannt wird. Ich meine den Klimaschutz und die Möglichkeiten die unser Raesfeld hat, dabei mitzuwirken. Vorgesehen ist die Anschaffung einer Kraftwärmekopplungsanlage im Bereich der Sebastianschule. Über den
Energieträger dafür werden wir uns im kommenden Jahr sicher noch intensiv unterhalten müssen. Zu überlegen ist natürlich auch, für welche Gebäude eine solche KWK-Anlage genutzt werden kann und ob sie zu gegebener Zeit erweiterbar ist.
Erneuerbare Energie soll demnächst auf den Dächern des Rathauses, der Julia-Koppers- Gesamtschule und auf dem Dach der Sporthalle in Raesfeld über Photovoltaikanlagen erzeugt werden. Dafür stehen gut 500.000 Euro im Haushalt zur Verfügung. Ich frage mich manchmal, warum müssen diese Anlagen immer auf Dächern aufgebaut werden. Betrachten wir auch hier einmal die Wirklichkeit. Wenn wir diese Anlagen auf einer Freifläche errichten könnten, so würden wir ganz erheblich Kosten für den Unterbau und die Montage der Platten einsparen, der Brandschutz für das darunterliegende Gebäude wäre deutlich besser und die Feuerwehr könnte im tatsächlichen Brandfall ein Feuer in einem solchen Gebäude noch löschen. Die Einspeisevergütung könnte sinken, ohne die Rentabilität einer solchen Anlage zu verändern. Das Argument des zusätzlichen Flächenverbrauchs, so denke ich, kann man vernachlässigen, da in Summe immer noch eine nur geringe Fläche gebraucht wird. Ich bestreite aber ausdrücklich nicht, dass Photovoltaikanlagen auf Dächern etwa fünf bis fünfzehn Meter näher an der Sonne sind.

Ich halte dieses Maß aber für vernachlässigbar, da man diesen Nachteil wahrscheinlich rechnerisch gar nicht ermitteln kann. Ich habe diese Dinge auch schon mal mit einem amtierenden Bundesminister diskutiert, aber das ist
wahrscheinlich höhere Politik, von der ich dann doch nicht genug verstehe.
Ein anderer Aspekt zum Klimaschutz. Vor wenigen Monaten hat die Bundesregierung das sogenannte Klimaschutzpaket mit CO2 Bepreisung beschlossen.

In einer Blitzumfrage wurde ermittelt, dass sich knapp 80 % der Befragten dafür ausgesprochen haben, dass Klimaschutz wichtig oder sehr wichtig ist. In der gleichen Umfrage wurde die Frage gestellt, ob man bereit sei, im Rahmen der CO2 Bepreisung drei Eurocent zusätzlich für einen Liter Benzin oder Diesel für den Klimaschutz auszugeben. Gut 80 % der Befragten gaben an, dass dies eine zu hohe Forderung sei. Man bedenke, bei einem Verbrauch von durchschnittlich 8 Litern Benzin oder Diesel pro 100 Kilometer führt dies immerhin zu Mehrkosten von knapp 25 Cent pro 100 Kilometer Fahrstrecke. Das dürfte einer Strecke von Raesfeld bis vor die Tore von Köln entsprechen. Wenn wir dann auch in anderen Bereichen versuchen wollen, Klimaschutz zu betreiben, so müssen wir in Zukunft noch viele dicke Bretter bohren. Auch das ist die Wirklichkeit. Im laufenden Haushalt sind 10.000 Euro für Ausgaben im Bereich Biodiversität angesetzt.

Die Mittel wurden in diesem Jahr so gut wie gar nicht beansprucht. Allerdings ist es durch die Zusammenarbeit von Gemeinde, Landhandel, örtlicher Genossenschaft und Landwirtschaft gelungen, einige Hektar Blühstreifen zu schaffen. Eine typische Raesfelder Lösung. Dies dürfte für unsere Insektenarten von Nutzen sein. Die Fortsetzung und Ausweitung dieser
Vorgehensweise wird von der CDU-Fraktion ausdrücklich begrüßt. Deshalb sollen die Restmittel aus diesem Jahr in 2020 übertragen werden.

Ein Punkt der zumindest unserer Fraktion mehr und mehr Kopfzerbrechen bereitet, sind die Investitionen in Regenklär- und Regenrückhaltebecken. Für das kommende Jahr sind dafür fast 1,4 Millionen Euro vorgesehen. Diesen Betrag werden wir in den nächsten Jahren und Jahrzehnten unseren Bürgerinnen und Bürgern über die Regenwassergebühren abverlangen
müssen.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe gerade einige wichtige Dinge angesprochen, die wir uns für das nächste Jahr und darüber hinaus vorgenommen haben, so steht es zumindest im Haushaltsplanentwurf.

Ich habe bisher fast nur über Ausgaben gesprochen. Aber, wer
nichts einnimmt, kann schon relativ kurzfristig nichts mehr ausgeben, wenn er sich nicht völlig überschulden will. Das ist bei der Gemeinde Raesfeld sicher nicht anders.
Ich möchte die Einnahmesituation für die Gemeinde Raesfeld als gut bezeichnen. Besser geht es natürlich immer. Dies haben wir sicher der immer noch guten Konjunktur, die trotz Brexitankündigung und Handelsstreit, den die USA mit vielen Ländern forcieren, zu verdanken. Die gute Konjunktur, gerade hier, resultiert aber sicher auch aus der Arbeit der fleißigen Menschen und den geschickt agierenden Unternehmerinnen und Unternehmern aus der Region.

Denn allein eine im Haushaltsplanentwurf prognostizierte Steigerung der Gewerbesteuer um 680.000 Euro, also um rund 14,5 % auf fast 5,4 Millionen Euro ist schon eine Leistung.
Natürlich steigen damit die Anteile an der Einkommensteuer und der Umsatzsteuer für die Gemeinde entsprechend, und zwar insgesamt um nochmals fast 160.000 Euro.

Um diese Einnahmen nochmals zu steigern, spricht die CDU-Fraktion sich ausdrücklich für die Erschließung der geplanten 17 Hektar zusätzlicher Gewerbeflächen aus. Ein solcher Schritt ermöglicht es der Gemeinde Raesfeld, heimischen Firmen Erweiterungsflächen anzubieten und weitere interessante Betriebe nach Raesfeld zu holen.

Dieses Vorgehen schafft Arbeitsplätze vor Ort und wir können die Auspendlerzahl, also der Menschen die Raesfeld täglich zur Ausübung ihres Berufes verlassen, reduzieren. Nach neuesten Erhebungen sind das immerhin fast 2000 Berufstätige mehr, die Raesfeld an jedem Arbeitstag nach Auswärts verlassen, als Menschen die nach Raesfeld hin einpendeln. Dieser Schritt hat sicher auch einen positiven Einfluss auf den Klimaschutz in der Region, denn dort, wo weniger gefahren wird, wird auch weniger CO2 ausgestoßen.

Außerdem spült zumindest der Verkauf von gemeindeeigenen Gewerbeflächen der Gemeinde wieder Geld in die Kasse.
Es dient also der Refinanzierung von Grundstückskäufen.
Das Gleiche gilt für die Ausweisung von Wohnbauflächen. So wurden in den letzten Jahren am Siedlungsrand Flächen durch die Gemeinde erworben, um sie im Wesentlichen als Bauland für Einheimische und mit Raesfeld über Arbeitsplatz oder ehemaligen Wohnort verbundene Menschen zu einem ermäßigten Kaufpreis zu veräußern.

Denn wir sehen es als CDU-Fraktion als unsere Pflicht an, gerade für diesen Personenkreis entsprechende Baumöglichkeiten in Raesfeld und Erle zu schaffen. So geschehen an der Wehler Straße in Erle und im kommenden Jahr an der Van-Gent-Straße in Raesfeld. In der Verlängerung des Binsenweges sollen Mehrfamilienhäuser zur Vermietung entstehen, denn auch dafür gibt es nach unserer Auffassung einen Bedarf. Beides bringt Geld, dass die Gemeinde vorfinanziert hat, in die Kasse zurück.

Wie wir alle wissen, können wir das Geld, dass wir als Gemeinde über Steuern, Zuschüsse oder Zuwendungen erhalten, nicht alles für die Gemeinde behalten. Ein immer größerer Teil des Geldes geht in Richtung Kreis, als Kreisumlage und Jugendamtsumlage.

Zusammen immerhin fast 7,4 Millionen Euro für 2020. Dies ist sicher eine Folge der erhöhten Finanzkraft von Raesfeld, die auch dazu führt, dass es für das kommende Jahr keine Schlüsselzuweisungen vom Land mehr gibt. Natürlich bekommen wir gerade für die Jugendamtsumlage auch einiges zurück. Das gilt besonders für die neu eingerichteten vier Gruppen in den beiden vorhin von mir angesprochenen Kindergärten.

Wie auch bei der Gemeinde Raesfeld, sind die Verwaltungsaufgaben beim Kreis wahrscheinlich mehr geworden. Denn wir als Bürgerinnen und Bürger stellen von wenigen Ausnahmen abgesehen, sicher auch immer mehr Ansprüche an die verschiedenen staatlichen Ebenen.

Gleichzeitig müssen wir bedenken, dass das ganze Geschäft in den Verwaltungen immer komplizierter wird. Herr Tesing als unser Kämmerer hat dieses bei seiner Haushaltsrede in der letzten Ratssitzung deutlich zum Ausdruck gebracht. Das alles will irgendwie finanziert werden.

Insgesamt möchte ich aber die finanzielle Situation von Raesfeld nochmals als gut bezeichnen. Ersichtlich ist das schon daran, dass der Haushaltsplan einen Betrag von knapp 4,4 Millionen Euro bereitstellt, um Grundstücke und Gebäude zu erwerben. Die angemessene, ja fast gute Finanzlage führt natürlich dann dazu, dass Raesfeld aus der sogenannten Haushaltssicherung raus ist.

Es ist einerseits sicherlich ein Makel, in der Haushaltssicherung zu sein, auf der anderen Seite gibt es dann aber auch für die ein oder andere Investition einen höheren Zuschuss. Es ist eben der Fluch der guten Tat. Gerade die vorgesehenen Ausgaben für die Dorfentwicklung in den nächsten Jahren und die Bereitstellung einer hohen Summe für den Immobilienerwerb, sind nach fester Überzeugung der CDU-Fraktion nicht aus der Portokasse der Gemeinde zu finanzieren, sondern es geht wirklich ans Eingemachte, nämlich an unseren Sparstrumpf.

Deshalb ist es unser aller Aufgabe, jeden Schritt auf diesem Weg intensiv zu planen, aber auch mutig und zuversichtlich in die Zukunft zu blicken.
Zusammenfassend möchte ich zu diesem Zeitpunkt als Landwirt sagen, die Aussaat ist gut gelungen, die Pflanzen stehen gut auf dem Acker, der Dünger hat gewirkt, es hat passend geregnet und nur massiver Hagelschlag von oben kann die Ernte noch zerstören. Jetzt soll es an die Ernte gehen und nach erfolgreichem Beginn der Ernte verlässt uns der Betriebsleiter,
der ein hoch motiviertes Team für die Ernte zurücklässt.

Lieber Andreas, mit dem maßgeblich von Dir geformten Team, ist für ganz Raesfeld in den letzten Jahren sehr viel erreicht und eine hervorragende Grundlage für die Zukunft gelegt worden.

Es ist aber noch lange nicht die Zeit, eine Abschiedsrede zu halten, denn fast ein ganzes Jahr bist Du noch unser aller Bürgermeister. Du weißt, dass wir Raesfelder mit Lobeshymnen immer sehr sparsam sind, deshalb lieber Andreas, bis hierhin erst einmal Danke.

Einen Punkt möchte ich noch erwähnen. In diesem Jahr jährte es sich zum 50. mal, dass Raesfeld und Homer einen gemeinsamen Weg gegangen sind. Ich fand es schon beeindruckend, wie Mitglieder des Rates und der Gemeindeverwaltung in Kompaniestärke am Homeraner Schützenfest teilgenommen haben. Was für mich aber ganz neu war, ist, dass
aus Rat und Verwaltung auch Damen in dieser Kompanie mitmarschiert sind. Ich werde mich ganz sicher nicht in die Hoheit der Schützenvereine einmischen, aber ich habe die Beteiligung der Damen am Schützenumzug in Homer durchaus als Bereicherung empfunden.

Ein besonderes Anliegen ist es mir, mich ganz herzlich bei meinem Vorgänger Karl-Heinz Tünte in diesem Amt zu bedanken für die gute Vorarbeit. Karl-Heinz, Du hast mir ein gut bestelltes Haus übergeben. Herzlichen Dank an Dich auch von dieser Stelle aus noch einmal.
Ich habe mit meinen Ausführungen versucht, in einigen wichtigen Punkten die Wirklichkeit in dem Haushaltsplan zu betrachten. Ich hoffe, dass mir dieses gelungen ist.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin Ihnen noch eine Antwort schuldig. Ich habe zu Beginn meiner Rede gesagt, dass ein bedeutender Politiker einmal gesagt hat: Politik beginnt mit dem Betrachten der Wirklichkeit. Dieser Satz wird Kurt Schumacher, dem ersten SPDFraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag zugeschrieben. Kurt Schumacher führte die SPD-Bundestagsfraktion von 1949 bis 1952.
Für die CDU-Fraktion kann ich erklären, dass wir dem Haushaltsplanentwurf mit dem Stellenplan so wie er uns vorliegt zustimmen werden.
Ich möchte nicht schließen, ohne mich im Namen der CDU-Fraktion bei unserem Bürgermeister mit seinem Team für die gute Arbeit die auch in diesem Jahr wieder im Rathaus geleistet wurde zu bedanken. Lieber Andreas, gib diesen Dank bitte auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter, die heute hier nicht anwesend sind.

Mein Dank geht auch an die Vertreterin und die Vertreter der Presse, die auch in diesem Jahr gut und fair über unsere Arbeit berichtet haben.
Den Mitgliedern der anderen Fraktionen gilt ebenfalls mein Dank für den kollegialen und fairen Umgang miteinander.

Liebe Mitglieder der CDU-Fraktion, ihr habt mich in den ersten zehn Monaten die ich in diesem Amt bin kräftig unterstützt, so dass es mir eine eine Ehre ist, dieses Amt zu haben. Ihnen allen wünsche ich gesegnete Weihnachten und ein gutes Jahr 2020.

Traktor-Demo in der Borkener Innenstadt

Parkflächen-/Straßensperrungen wegen „Traktor-Demo“  am Donnerstagnachmittag, 12. Dezember 2019

Aufgrund einer „Traktor-Demo“ in der Borkener Innenstadt am Donnerstag, 12. Dezember 2019, kündigt die Stadtverwaltung Borken folgende verkehrliche Maßnahmen an:

Borken (pd). Sämtliche Parkplätze vor dem Rathaus (Im Piepershagen) sind ab 14:00 Uhr bis voraussichtlich 19:00 Uhr gesperrt. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, auf umliegende Parkplätze, insbesondere hinter dem Rathaus, auszuweichen.

Sämtliche Parkplätze rund um die Remigiuskirche (Mühlen- und Remigiusstraße) sind ab 12:00 Uhr bis voraussichtlich 19:00 Uhr gesperrt. Alternative Parkmöglichkeiten stehen im Bereich Am Kuhm / Am Papendiek sowie am Kapitelshaus zur Verfügung.

Die Umfahrung der Remigiuskirche (Mühlen- und Remigiusstraße) sowie die Blumen- und Marienstraße sind ab 14:00 Uhr bis voraussichtlich 19:00 Uhr für den Kraftfahrzeugverkehr voll gesperrt.

Der Feierabendmarkt auf dem St.-Remigius-Kirchplatz findet wie gewohnt statt. Den Initiatoren der Versammlung, der Polizei und der Stadtverwaltung ist daran gelegen, die versammlungsbedingten Verkehrsbeeinträchtigungen im Stadtgebiet so gering wie möglich zu halten.

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