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Dorfgemeinschaftshaus Erle bekommt eine Hightech-Küche

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Nicht ganz so flott wie geplant, oder wie von einigen Bürgern erhofft, geht es aktuell mit dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses voran.

Der Grund für die Verzögerung sei laut Architekt Bernfried Lammersmann die Überarbeitung der Baupläne. Deshalb sei auch noch kein Bauantrag beim Kreis Borken eingereicht worden. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Besonders was die Größe der Küche anbelangt werde diese, so André Wachtmeister, neu überplant. Statt eines kleinen Küchenbereichs, quasi als Nebenküche, soll das Dorfgemeinschaftshaus nun eine rund 70 qm große Hightech-Küche über zwei Etagen bekommen.

Unabhängiger Küchenbetrieb

„Wir möchten mit unserem Küchenbetrieb komplett eigenständig und unabhängig von unserer Küche in Raesfeld sein“, erklärt André Wachtmeister diese Entscheidung. Wenn es nach Wachtmeister ginge, so könne er morgen schon mit dem Küchenbetrieb loslegen, da das komplette Küchenpersonal, fünf Personen, schon feststehe. „Wer noch einen Job im Servicebereich sucht, kann sich dennoch gerne noch bei mir melden“, fügt Wachtmeister an.

Einige bauliche Veränderungen sollen es auch noch im Bereich der Toiletten geben, erklärt Vorstandsmitglied Oliver Jahnich. Ebenfalls angedacht sei laut Andreas Grotendorst, Vorstand, eineWarenausgabe für „Essen to go“.

Über 1800 Gründungsmitglieder

Optimistisch sieht Jahnich das Einziehen der Beiträge der Gründungsmitglieder an. Mittlerweile seien mehr als 1800 Mitglieder dabei. Der größte Teil davon sei abgearbeitet. „Das bereitet jede Menge Arbeit, aber wir haben den größten Teil mittlerweile geschafft und das Geld auch eingezogen“, so Jahnich.

Besonders erfreut sei er über die positive Resonanz und den Anklang, welches das bürgergenossenschaftliche Dorfgemeinschaftshaus, auch über die Grenzen von Erle und Raesfeld hinaus, derzeit erfährt. „Der WDR war zweimal bei uns, und das ist schon eine tolle Werbung für uns“.

Rechtliche Fragen

Nun gehe es bei den regelmäßigen Treffen des Vorstandes darum, alle wichtigen und rechtlichen Fragen, die mit einer Gründung zusammenhängen, abzuarbeiten. „Das diene letztendlich auch dem Schutz der Mitglieder und ihrer Beiträge“, erklärt Jahnich. Er hoffe jedoch, dass nun zügig und zeitnah der Bauantrag gestellt werden kann.

Und auch Andreas Grotendorst war in den letzten Wochen nicht tatenlos. „Wir haben gemeinsame Gespräche mit dem Marketing-Spezialisten Norbert-Maria Braun getroffen, um neue Erkenntnisse mit Blick weit in die Zukunft zu bekommen“, so Grotendorst. Braun ist Experte, was die Entwicklung von Hotelprodukte anbelangt.

UWG: Antrag der CDU wirft Fragen auf

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Stellungnahme der UWG zum Antrag der CDU – Fraktion vom 22.01.2021: Anerkennung für Menschen in der Pandemie

Zu dem Antrag der CDU – Fraktion vom 22.01.2021 möchte die UWG-Fraktion Stellung. Desrüber hinaus werfe dieser laut Fraktionsvorsitzender Johannes Lülf einige Fragen auf. Diese sollen in der Sitzung des Hauptausschusses am 15.3.2021 zielgerichtet diskutiert werden.

Der erste Absatz des CDU – Antrages zitiert den Ratsbeschluss laut Johannes Lülf unzutreffend.

Keineswegs wurde beschlossen, „ für örtliche Vereine, die in der Pandemie in finanzielle Not geraten sind und von Bund und Land nicht entsprechend unterstützt werden, einen Betrag von 20.000 Euro bereitzustellen.“

Der im Ratsbeschluss zitierte Antrag der CDU lautete vielmehr wie folgt: „10.Wir beantragen die Bereitstellung von 20.000 Euro für die Unterstützung ehrenamtlicher Arbeit in unserer Gemeinde für den Fall, das sich entsprechende Lücken bei der Finanzierung durch Bund und Land ergeben.“

Die im ursprünglichen Antrag in Bezug genommene ehrenamtliche Tätigkeit gehe, so Lülf, weit über Vereinsaktivitäten hinaus. Als Beispiel nennt Lüft die Flüchtlingshilfe 2015/16 oder die ehrenamtlichen Helfer in Betreuungseinrichtungen oder die Vorleser in den Grundschulen. Warum bei einer Übertragung in das Haushaltsjahr 2021 hier eine Einschränkung auf Vereine erfolgen soll, ist nicht nachvollziehbar.

Desweiteren sei dem CDU –Antrag nicht eindeutig zu entnehmen, ob durch diese Übertragung in das laufende Haushaltsjahr die „Anerkennung für Menschen, die in der Pandemie besonders viel leisten“ aus diesen 20.000 € finanziert werden solle oder ob es sich um zwei verschiedene Vorgänge handelt, die nur zufällig in einem Antrag zusammengefasst wurden.

Da in dem Antrag von Vollzeit- und Teilzeitkräften die Rede sei, könne ja eine Finanzierung aus Mitteln für „ehrenamtlicher Arbeit“ wohl nicht erfolgen. Hier bestehe nach Meinung der UWG-Fraktion Erläuterungsbedarf.

In dem dem Schreiben vom 22.01.2021 heißt es: „ möchte die CDU – Fraktion….Menschen… die besonders viel leisten, eine Anerkennung zukommen lassen“. Es wird beantragt, Gutscheine des Ortsmarketings „zu überreichen“.

Johannes Lülf möchte wissen, ob diese Formulierungen bedeute, dass die Kostentragung für die Gutscheine bei der CDU – Fraktion liegen solle und Vertreter der politischen Gemeinde die Gutscheine nur übergeben oder ob beantragt werde, dass die Kosten der Aktion aus Haushaltsmitteln bestritten werden?

Die Gemeinde müsse beim Verwaltungshandeln sicherlich den Gleichbehandlungsgrundsatz beachten: „Behandle Gleiches gleich und Ungleiches un-gleich““, so Lülf.

Eine weitere Frage stelle sich, ob es der Gemeinde Raesfeld überhaupt rechtlich möglich sei, nur eine von mehreren besonders durch Corona belasteten Gruppen von Menschen Vergünstigungen zu gewähren?

Dazu Johannes Lülf: „Wie kann man die Gruppe von Pflegekräften in den stationären Einrichtungen in der Gemeinde Raesfeld von anderen Gruppen korrekt und rechtssicher als „ungleich“ abgrenzen, die in der Pandemie ebenfalls besonders viel leisten?“

Hier denke die UWG zum Beispiel an Pflegekräfte mobiler Dienste oder Raesfelder Bürgern, die in auswärtigen Pflegeeinrichtungen Besonderes leisten. „Wie kann abgegrenzt werden zu medizinischem Personal in Krankenhäusern und Arztpraxen? Von Erzieherinnen und Erziehern in den Kitas? Von Polizisten/innen? Von Supermarktkassierer/innen? All diese Berufsgruppen leisten ebenfalls Außerordentliches in der Pandemie“.

Ebenfalls stelle sich die Frage, warum sollen ehrenamtliche Helfer, die in den genannten Einrichtungen tätig sind und nicht vergütet werden, nicht mit Anerkennung bedacht werden?

Weitere offene Fragen der UWG-Fraktion

Sind die Träger der örtlichen Einrichtungen aus Gründen des Datenschutzes überhaupt befugt, Namen und Adressen unter Angabe des arbeitsvertraglichen Beschäftigungsumfanges an die Gemeinde Raesfeld weiterzugeben?

Ist bekannt, wie viele Mitarbeiter in Vollzeit und in Teilzeit in den genannten Einrichtungen arbeiten? Wie hoch wären denn die voraussichtlichen Kosten der Aktion?

Dürfen Mitarbeiter der genannten Einrichtungen arbeitsrechtlich überhaupt Geschenke von Dritten annehmen, die im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit gewährt werden?

Sind solche Geschenke, die sich ja auf die besonderen Belastungen bei der Erbringung der arbeitsvertraglich geschuldeten Leistung beziehen, steuerpflichtige Zuwendungen?

Liegt ein sozialversicherungspflichtiger Vorgang vor? Falls ja, bestehe das hohe Risiko, das von den angedachten Zuwendungen fast nichts mehr bei den Bedachten ankommt, ergänzt Lülf.

Die UWG Raesfeld sei der Auffassung, dass bei allem Respekt für die außerordentlichen Leistungen der Pflegekräfte eine besondere Würdigung dieser Gruppe zwangsläufig zu Frustrationen bei all den vorgenannten, ebenfalls außerordentlich belasteten Berufsgruppen führen würden, denen die CDU – Fraktion keine „Anerkennung zukommen lassen“ will.

Ganz vergessen werde auch bei diesem Ansatz der CDU – Fraktion die Not all derer, die pandemiebedingt Einkommen einbüßen oder in schiere Not geraten. Die UWG denke da zum Beispiel an die Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister inklusive der dort arbeitenden Menschen die ohne Umsätze, in Kurzarbeit oder ganz ohne Einkommen um Ihre Existenz bangen müssen. Ebenso bedachtseien die alleinerziehenden Mütter und Väter, die in der Pandemie durch den Wegfall der Betreuungsmöglichkeiten und durch Homeschooling ganz außerordentlich belastet worden seien. Johannes Lülf: „Sie müssen gleichzeitig allein für das Familieneinkommen Sorge tragen und sich um die Betreuung der Kinder kümmern“.

Deshalb möchte die UWG-Fraktion anregen, noch einmal über ein System von Einkaufsgutscheinen nachzudenken, wie es ja in vielen umliegenden Gemeinden praktiziert wurde und wird.

Johannes Lülf: „Wir könnten damit dafür sorgen, dass viel Geld, welches nach Beendigung des derzeitigen Lockdowns von Raesfelder Bürgern für aufgeschobene Einkäufe oder in Restaurants ausgegeben werden wird in Raesfeld bleibt. Damit könnten wir den hier ansässigen Händler, Dienstleistern und Gastronomen zu einem besseren Start nach dem Lock down verhelfen. Gleichzeitig leisten wir eine Unterstützung und Anerkennung an alle Raesfelder Bürger, die ja mit ihrem disziplinierten Verhalten zum Kampf gegen die Pandemie den wesentlichsten Beitrag leisten. Teilnehmen an einem solchen System sollten nur solche Unternehmen, die Ihre Aktivitäten im Lockdown einstellen oder stark einschränken mussten. Die Höchstbeträge der Gutscheine pro Haushalt oder Einwohner sowie die Höhe des Gemeindeanteils an sol-chen Gutscheinen wäre zu diskutieren“.

Corona: Wo ist die Anstecksungsgefahr am häufigsten?

Kreis Borken analysiert Coronavirus-Infektionsgeschehen: Ansteckungen häufig im familiären bzw. privaten Bereich

Warum gfällt der Inzidenzwert trotz harten Lockdown einfach nicht? Über 400 Coronavirus-Neuinfektionen in der ersten Februarhälfte wurden näher zu analysiert – mit aufschlussreichen Ergebnissen. Der britische Virustyp liegt im Kreis Borken bereits bei 16 Prozent und widerspricht der Studie, dass dieser sich hauptsächlich in Ballungsgebieten ausbreitet

Kreis Borken (pd). Der Wert der „7-Tage-Inzidenz“ im Kreis Borken sinkt seit gut einem Monat nicht mehr. Er bewegt sich vielmehr „seitwärts“ in einem Korridor zwischen knapp unter 50 und mehr als 60. Und das trotz des harten Lockdowns seit Mitte Dezember.

Analyse von 400 Coronavirus-Neuinfektionen

Gründe für diese Entwicklung, auch im Vergleich zu den Nachbarkreisen, scheinen auf den ersten Blick nicht ersichtlich zu sein. Daher haben sich nun die Fachleute des Kreisgesundheitsamtes im Auftrag von Landrat Dr. Kai Zwicker kurzfristig darangemacht, exemplarisch alle über 400 Coronavirus-Neuinfektionen in der ersten Februarhälfte näher zu analysieren. Mit aufschlussreichen Ergebnissen, wie Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster in seiner Funktion als Sozial- und Gesundheitsdezernent der Kreisverwaltung berichtet.

Steigende Tendenz-Treffen im kleinen Kreis

Sicher nachweisen lassen sich Ansteckungsketten derzeit vor allem im familiären bzw. privaten Bereich: „Das Zusammenleben in häuslicher Gemeinschaft führt immer noch zu den höchsten (Folge-)Infektionen. Mit steigender Tendenz!“
Zusammenhängende größere Infektionsgeschehen („Cluster“) – etwa in Einrichtungen der Altenpflege oder im Krankenhaus – gebe es hingegen im Kreis aktuell kaum. Ein weiterer Teil der Infektionen finde darüber hinaus im Zusammenhang mit den Kontakten am Arbeitsplatz oder beim Treffen „im kleinen Kreis“ statt.

Landrat Dr. Kai Zwicker appelliert daher eindringlich an alle Bürger im Westmünsterland, bei den Kontaktbeschränkungen und den Abstands- und Hygieneregelungen nicht nachlässig zu werden. Auch Treffen und Zusammenkünfte im kleinsten Kreise etwa, um gemeinsam Fußballspiele im TV anzuschauen, hätten in den vergangenen Wochen zu einer schnellen Weiterverbreitung des Virus geführt.

Zur Analyse des Kreises Borken:

Im Zeitraum vom 1. bis zum 14. Februar gab es im Kreis Borken insgesamt 427 positive Befunde:

376 waren durch Hausärzte veranlasst worden, weil ihre Patienten Krankheitssymptome wie Husten, Fieber und Schnupfen, Störungen des Geruchs- oder Geschmackssinns aufgewiesen hatten. Viele dieser Befunde stammen von einem Großlabor im niedersächsischen Schüttorf, das für zahlreiche Arztpraxen im Kreis Borken arbeitet.

61 hochinfektiöse britische Mutanten

Für eine begrenzte Zeit wertete das Labor auf eigene Initiative alle positiven Proben weitergehend aus. Bei dieser „Typisierung“ wurde in 61 der 376 Positiv-Fälle (also in rund 16 Prozent) die hochinfektiöse britische Mutante festgestellt.

Die übrigen 51 positiven Ergebnisse rührten aus den vom Kreisgesundheitsamt in diesem Zeitraum angeordneten 877 Testungen in der „Zentralen Abstrichstelle“ in Stadtlohn her.

Mehr als die Hälfte davon wiederum stammen von Kontaktpersonen am Ende ihrer Quarantänezeit.
88 Prozent aller Neuinfektionen sind somit über die Hausärzte bekannt geworden, die offensichtlich bei entsprechender Symptomatik konsequent Corona-Tests durchführen.

Zudem konnten Infektionen durch konsequentes Testen von Kontaktpersonen zum Ende der Quarantäne erkannt und damit neue Infektionsketten unterbrochen werden.

Häusliches und familiäres Umfeld

Bei Betrachtung dieser Infektionsketten stellte sich heraus, dass für ein Drittel aller Infektionen das häusliche bzw. familiäre Umfeld ursächlich war. Ein weiteres Drittel der Fälle war nicht aufzuklären, entweder weil die vorliegenden Sachverhalte keine weiteren Infektionszusammenhänge ergaben oder weil Aufklärung gar nicht möglich war (etwa aufgrund von Verständigungsschwierigkeiten oder weil die Betroffenen aufgrund ihrer schlechten körperlichen Verfassung nicht ansprechbar waren).

Jeweils 5 Prozent hatten ihre Ursache am Arbeitsplatz sowie in medizinischen Einrichtungen. Allen übrigen Infektionsfällen lag ein diffuses Geschehen zugrunde.

Britsche Virustyp im Kreis Borken

Schlussfolgerungen für den Kreis Borken

Für den Kreis Borken ergibt sich daraus laut Dr. Hörster vor allem folgende Schlussfolgerung: „Das Risiko, sich in der häuslichen Gemeinschaft zu infizieren, ist weiterhin sehr groß – gerade auch mit gegenüber dem ‚Stamm-Virus‘ deutlich aggressiveren Virusmutanten.“

Dass im Kreis Borken der britische Virustyp bereits bei 16 Prozent der von den Hausärzten veranlassten Befunde nachgewiesen wurde, stehe im deutlichen Widerspruch zu den Ergebnissen einer kürzlich veröffentlichten Studie der Universität Münster, wonach sich die Virus-Mutanten in NRW vor allem in den Ballungsräumen und nicht so sehr in den Grenzregionen wie dem Kreis Borken ausbreiten würden.

Grenzregion zu den Niederlanden stark betroffen

Da die Untersuchung aber das für den hiesigen Raum so wichtige Labor im niedersächsischen Schüttorf nicht miterfasst habe, ist ihr Aussagewert nach Auffassung der Fachleute des Kreisgesundheitsamtes nur sehr begrenzt. Die Grenzregion zu den Niederlanden sei sehr wohl stark betroffen, belegen sie anhand der ihnen vorliegenden Daten.

Zu Irritationen hatte auch die erstmalige Veröffentlichung dieser Zahlen geführt: Kurzzeitig habe da der Eindruck bestanden, dass im Kreis Borken gut die Hälfte aller landesweiten Mutantenfälle aufgetreten seien. Dann habe sich aber herausgestellt, dass das Land NRW in seiner Statistik nur Fälle führe, in denen Mutanten im Wege der außerordentlich zeitaufwendigen „Gesamtgenomsequenzierung“ nachgewiesen wurden.

Das vom Labor in Schüttorf praktizierte Vorgehen der „Typisierung“ liefere hingegen keine hundertprozentige Gewissheit, sondern nur eine „hohe Wahrscheinlichkeit“ für das Vorliegen einer Mutation, habe es geheißen.

Die Auffassung des Kreises Borken dazu:
Aufgrund der zu erwartenden Dauer ist eine Vollsequenzierung für das Infektionsmanagement in den Gesundheitsämtern völlig untauglich. Die schnelle Feststellung einer Mutation sei wichtig, um die konsequente Testung von Kontaktpersonen sowie ein strikteres Quarantänemanagement (kein Freitesten nach 10 Tagen und konsequenter PCR-Test zum Abschluss der zweiwöchigen Quarantänezeit) zu ermöglichen.

Notbetreuung in Schule und Kita

Obwohl die Inanspruchnahme der Notbetreuung in Schule und Kita in der ersten Februarhälfte bei rund 40 Prozent lag, seien dort bislang weiterhin keine nennenswerten Infektionsketten oder gar „Cluster“ bekannt geworden.

Man verfolge diese Entwicklung aber sehr aufmerksam. Zusätzlichen Erkenntnisgewinn auf diesem Feld erwartet das Kreisgesundheitsamt dabei auch von einer aktuell laufenden Studie des Robert-Koch-Instituts zum Infektionsgeschehen in Kitas.

„Von den daran bundesweit beteiligten 20 Einrichtungen sind 2 aus unserem Kreis“, betont Dr. Hörster. Dabei handele es sich um jeweils 1 in Gronau und in Velen-Ramsdorf.

Einrichtungen der Altenpflege und Behindertenhilfe

Das Risko größerer Infektionsgeschen in Einrichtungen der Altenpflege und Behindertenhilfe, aber auch im Bereich der Krankenhäuser gebe es aktuell weiterhin, wenngleich es in der ersten Februarhälfte im Kreisgebiet dort nur wenige Fälle gegeben habe, so der Kreisdirektor weiter. Wenn in Kürze in allen Alten- und Pflegeheimen im Kreisgebiet die zweite Corona-Schutzimpfung abgeschlossen sei, würde sich die Gefahr von dynamischen Ausbruchsgeschehen, vor allem auch die damit verbundenen oftmals schweren Krankheitsverläufe dort wohl deutlich minimieren.

Ausweichende Antworten

„Leider lässt sich eine große Anzahl von Infektionsketten nicht sicher nachverfolgen“, bedauert Dr. Hörster. Ob und wieweit das gelingt, hänge schließlich maßgeblich auch vom Antwortverhalten der von den Kontaktermittlern des Kreisgesundheitsamtes befragten infizierten Personen und deren Kontaktumfeld ab. Gehe es um die Frage nach möglichen Infektionsquellen, seien in vielen Fällen die Antworten ausweichend, gerade in Bezug auf das Freizeitverhalten und die Kontakte am Arbeitsplatz.

„Insoweit ist die Analyse der Infektionsketten leider mit erheblichen Unsicherheiten behaftet“, konstatiert der Kreisdirektor. In etlichen Fällen habe sich erst im Nachhinein aufgrund weiterer bekanntgewordener Infektionen im Kollegen-, Freundes- oder Nachbarschaftskreis die Infektionskette nachvollziehen lassen. Für die Ermittler bedeute dies immer einen großen Rechercheaufwand, um die engen in oft recht kleinen und dann auch noch wechselnden Gruppen zu ermitteln.

Kreisgesundheitsamt Borken ist startklar für den Einsatz von SORMAS 

Aber: Schnittstellen zur Nutzung der einheitliche Corona-Software müssen noch vom Bund bzw. Entwicklern bereitstellen werden

Kreisgesundheitsamt Borken ist startklar – alle erforderlichen Verträge wurden abgeschlossen, die Software ist eingerichtet

Kreis Borken. Während andernorts in Deutschland noch über die Sinnhaftigkeit des Einsatzes der bundesweit einheitlichen Corona-Kontaktverfolgungs-Software SORMAS („Surveillance, Outbreak Response Management and Analysis System“) gestritten wird, meldet Landrat Dr. Kai Zwicker für das Kreisgesundheitsamt Borken: „Wir sind startklar – alle erforderlichen Verträge haben wir abgeschlossen, die Software ist eingerichtet, die Administratoren sind ausgebildet, unser Personal wird mit Verfügbarkeit der Schnittstelle geschult.“

Wie auch andere Gesundheitsbehörden wartet die Kreisverwaltung aber auf die Bereitstellung der Schnittstellen zu dem im Gesundheitsamt seit Jahren eingesetzten und bewährtem EDV-Fachverfahren ISGA („InformationsSystem GesundheitsAmt“) durch den Bund bzw. den Entwickerln von SORMAS.

Maßnahme der Epidemiebekämpfung

Mit ISGA sieht sich der Kreis Borken bereits gut in der Lage, alle im Rahmen der Kontaktverfolgung erhobenen Daten automatisiert zu erfassen und zu verarbeiten. SORMAS ist eine vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) und dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) entwickelte E-Health-Software zur Steuerung von Maßnahmen der Epidemiebekämpfung.

Aktuell wurde diese Software um ein COVID-19-Modul erweitert, das die Gesundheitsämter bei der Identifizierung und Überwachung von Kontaktpersonen unterstützen und für ein bundesweit einheitliches Management der Pandemiebekämpfung sorgen soll. Durch die Förderung des Bundesgesundheitsministeriums steht die Software allen Gesundheitsämtern kostenlos zur Verfügung.

Pedelec direkt aus der Garage entwendet

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Ein Pedelec haben Diebe in der Nacht zum Sonntag in Raesfeld gestohlen.

Um an ihre Beute zu kommen, waren die Täter in ein Gartenhaus eingebrochen.

Der Tatort liegt auf einem Grundstück an der Leinenweberstraße; bei der Beute handelt es sich um ein blaues Zweirad vom Typ Sparta ION GL. Zudem ließen die Unbekannten den Akku eines weiteren Pedelecs mitgehen, das ebenfalls in dem Gartenhaus stand; Hinweise bitte an die Kripo in Borken: Tel. (02861) 9000.

Pastor Michael Kenkel: Wir müssen noch warten

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Gestern noch der Schnee meterhoch aufgetürmt vorm Aldi – und für heute sind schon 20 Grad Celsius angekündigt. Gestern noch mit dem Schlitten gefahren, heute wird angegrillt.

Wenn der Winter doch nur immer und überall so schnell in den Frühling übergehen könnte: gestern noch Corona-Schutzmaßnahmen und heute endlich ohne Maske feiern gehen.

Doch so einfach ist die Welt nicht!

Was Gott in der Natur hinbekommt, ist uns Menschen nicht so einfach möglich. Es braucht seine Zeit, bis Frühling wird: bis der Sieg über Covid 19 uns wieder ein unbeschwertes Leben ermöglicht.

Die Schöpfung lehrt uns: wenn die Knospen zu früh aufgehen, kann der nächste Frost sie noch wieder zerstören. Und jede zu schnelle Lockerung birgt die Gefahr einer dritten Corona-Welle. Und die will nun wirklich niemand.

Also: langsam und vorsichtig. Jeder weitere Geimpfte trägt dazu bei, dass wir dem Ziel näherkommen.

Die Bibel kennt die Zeit der 40 Tage. Als Kind und Jugendlicher war das für mich immer eine lange Zeit.

40 Tage geht Jesus in die Wüste, bevor sein Wirken beginnt – heute hören wir davon im Evangelium.

40 Tage dauert daher auch die österliche Bußzeit, bevor Ostern gefeiert wird; Ostern: wo das neue Leben beginnt, wo wir feiern, dass der Tod besiegt ist. Wir müssen noch warten – so mühsam es ist.

40 Tage noch warten mit dem Feiern, 40 Tage, an deren Ende das Leben steht.

40 Tage – und ein paar mehr, bis auch Corona soweit besiegt sein wird, dass das Leben wieder gefeiert werden kann.

Ihr Pastor Michael Kenkel

PS: in der Bibel wird die Zahl 40 noch einmal erwähnt: 40 Jahre zog das Volk Israel durch die Wüste, bevor es ins gelobte Land kam – aber das magich gerade nicht deuten 😉

6.983,94 € kamen bei der Sternsingeraktion zusammen

„Sternsinger-Helden“ von St. Martin 2021 waren sehr erfolgreich

Als „Stille Sternsinger“ waren die Mädchen und Jungen in diesem Jahr unterwegs und brachten den Segen zu den Häusern in der Gemeinde.

Insgesamt sind dabei an Bargeld insgesamt an Spenden für das Kinderhilfswerk „Die Sternsinger“ 5.831,94 € zusammengekommen.

Weitere Spendeneinnahmen aus der Gemeinde gingen über die Homepage des Sternsingerhilfswerkes von 1.152,- € ein.

Der Gesamtbetrag der Aktion beläuft sich aktuell auf in diesem Jahr 6.983,94. „Das ist ein tolles Ergebnis“, freut sich Pastor Michael Kenkel. Er verweist darauf, gerne noch weitere Spenden im Pfarrbüro abgegeben werden können.

„Wir danken allen Spendern, den Sternsingern und ihren Begleitern für ihren großartigen Einsatz unter den diesjährigen erschwerten Bedingungen. DANKE!“

WLV verlangt Anhebung der Erzeugerpreise

WLV verlangt deutliche Anhebung der Erzeugerpreise für Agrarprodukte

Beringmeier: „Schlachthöfe und Molkereien müssen sich ihrer Verantwortung stellen!“

Münster (pd). Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) verlangt von den heimischen Schlachtunternehmen und Molkereien spürbare höhere Auszahlungspreise zur Überwindung der aktuellen Erlöskrise in der Landwirtschaft. Angesichts positiver Marktsignale sei es an der Zeit, die sehr einseitige Kostenbelastung innerhalb der Wertschöpfungskette bei Lebensmitteln zu korrigieren und damit die finanziellen Hilfspakete der Bundesregierung zu flankieren.   

Lebensmittelketten unter Druck       

WLV-Präsident Hubertus Beringmeier findet für die aktuelle Situation klare Worte: „Die durch die Corona-Pandemie, die Afrikanische Schweinepest (ASP) und mehrere Dürrejahre hervorgerufenen Verwerfungen und Marktbelastungen haben die gesamte Lebensmittelkette unter Druck gesetzt. Wegbrechende Absatzmärkte im In- und Ausland und zeitweise Engpässe bei den Arbeitsabläufen in vielen Schlachthöfen haben zu einem starken Preisverfall geführt. Die Hauptlast der Krise tragen bis zum heutigen Tag jedoch eindeutig die Bauernfamilien. Schlachthöfe und Molkereien müssen sich jetzt ihrer Verantwortung stellen und die Erzeugerpreise spürbar anheben!“

Rote bis tiefrote Zahlen.

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband weist darauf hin, dass die wirtschaftliche Situation vieler Tierhalter angesichts stagnierender Erlöse und dürrebedingt massiv gestiegener Futterkosten sehr angespannt ist. Schweinehalter, Bullen- und Kälbermäster wie auch die Milchvieh haltenden Betriebe schreiben seit Monaten rote bis tiefrote Zahlen.  

Beringmeier: „Die heimischen Schlachthöfe haben in der letzten Woche zugeben müssen, dass sie seit langem zu Niedrigstpreisen bei den Bauern einkaufen, ihre Abgabepreise an den Lebensmitteleinzelhandel aber nicht abgesenkt haben. Wer von einem fairen Miteinander redet – auch im Hinblick auf künftige Marktentwicklungen – muss jetzt zügig die Erzeugerpreise erhöhen.“   

Virusmutanten treten eher in den Ballungsräumen auf

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Neue Studie zu den besorgniserregende Virusvarianten – Überwiegend die Variante B.1.1.7, aus Großbritannien verbreitet sich rasch weiter

Ländliche Regionen, auch die Grenzregion zu den Niederlanden, sind weniger von Virusmutanten betroffen.

Die vom Land mit 200.000 Euro geförderte Studie „Molekulare Surveillance von SARS-CoV-2-Varianten in NRW“ am Universitätsklinikum Münster liefert erstmals Ergebnisse zur tatsächlichen Verbreitung von Virusmutationen.

Die Gesamtgenomsequenzierung von 933 positiven Patientenproben (Stichtag: 27. Januar 2021) ergab, dass davon rund 9 Prozent auf besorgniserregende Virusvarianten (variants of concern, VOC) zurückzuführen sind. Dabei handelt es sich überwiegend um die Variante B.1.1.7, die sich in Großbritannien rasch verbreitet hat. Die Variante P.1, die sich vor allem in Südamerika verbreitet, ist in Nordrhein-Westfalen bisher nicht gefunden worden.

Berücksichtigung der Grenzregion

Die 933 SARS-CoV-2 positiven Patientenproben verteilen sich weitgehend repräsentativ über die 53 Kreise und wurden unter besonderer Berücksichtigung der Grenzregion zu den Niederlanden gesammelt und anschließend sequenziert.

Rund zwei Drittel der Kreise haben die für die Repräsentativität gewünschte Anzahl von Proben (5-6 Proben pro 100.000 Einwohner) erreicht. Die niedrigeren Probenzahlen aus den übrigen Kreisen sind zum Teil durch die geringen Fallzahlen zu erklären. Insgesamt wurde ein Drittel aller am 27. Januar 2021 vorliegenden positiven Proben in Nordrhein-Westfalen der Studie zugeführt.

Ballungsräume

Davon konnten bisher 874 Proben aus 50 Kreisen sequenziert werden; nur bei wenigen dieser Proben war, bedingt durch eine zu geringe Viruslast, in der Ausgangsprobe kein Ergebnis messbar. Es wurden 60 verschiedene Varianten gefunden, darunter die sogenannte britische SARS-CoV-2 Variante (B.1.1.7) in 73 Proben und die südafrikanische Variante (B.1.351) in fünf Proben. Die Daten zeigen zudem, dass die Virusmutanten eher in den Ballungsräumen auftreten. Ländliche Regionen, auch die Grenzregion zu den Niederlanden, sind weniger betroffen.

„Unsere Daten deuten darauf hin, dass die VOCs weniger über die grenznahen Regionen als vielmehr durch überregionale Mobilität hinein in die Ballungsräume getragen werden“, erklärt Prof. Alexander Mellmann, Direktor des Instituts für Hygiene am Universitätsklinikum Münster und Leiter der Studie.

FDP: Christoph Stephan als Vorsitzender wiedergewählt

Neuer Vorstand gewählt. FDP-Ortsverband ist auf einem guten Weg

Am Donnerstag fand der ordentliche Parteitag des FDP-Ortsverbandes Raesfeld unter verschärften Corona-Bedingungen statt.

Raesfeld. Unter der Leitung des stellv. Kreisvorsitzenden Kevin Schneider trafen sich die Mitglieder des Raesfelder Ortsverbandes zu den anstehenden Vorstandswahlen.

In seinem Rechenschaftsbericht über das zurückliegende Jahr stellte der Vorsitzende Christoph Stephan insbesondere die gute Arbeit anlässlich der Kommunalwahl 2020 heraus, bei der die FDP in Fraktionsstärke in den Rat der Gemeinde einziehen konnte.

FDP-Fraktion-Raesfeld
Der Vorstand des Ortsverbandes Raesfeld: (hintere Reihe v.l.n.r): Alexander Drexler, Tobias Nießing, Christian Becker, Werner Schlüß, Klaus Mohr, (vordere Reihe v.l.n.r): Georg Stenkamp, Leoni Schmidt, Marion Gehle, Harald Ubert, Margitta Ubert, Christoph Stephan. Fotos: FDP Ortsverband

Darüber hinaus hob Stephan hervor, dass es gelungen sei, sich binnen sehr kurzer Zeit in die Arbeit der des Rates und der Ausschüsse zu integrieren und bereits durch substantielle Anträge eigene Akzente zu setzen. Ebenso sei es wichtig gewesen, durch zügige Etablierung digital gestützter Plattformen den Informationsaustausch und die so wichtige Debatte zu Sachthemen auch in Pandemie-Zeiten aufzubauen und auszuweiten.

Stephan-FDP-Raesfeld-2021
Christoph Stephan und Marion Gehle

„Das wird uns auch nach Corona von Nutzen sein und die Effizienz unserer Arbeit steigern. Wir hoffen, dass dies auch für den Rat der Gemeinde beispielgebendist und er unserem Antrag folgt, die Digitalisierung der Ratsarbeit nun endlich umzusetzen.“

Im Anschluss legte Schatzmeisterin Marion Gehle den Kassenbericht vor. Kassenprüfer André Schlüß hatte den Kassenbericht testiert. Dieser wurde ohne Gegenstimmen genehmigt und der Vorstand entlastet.

Wahlen

Bei den Wahlen wurde Christoph Stephan einstimmig in seinem Amt als Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes Raesfeld wiedergewählt. Stephan bedankte sich für das Vertrauen und die Bestätigung seiner Arbeit. Ebenso einstimmig wiedergewählt wurden Margitta Ubert als stellvertretende Vorsitzende und Marion Gehle als Schatzmeisterin, sowie als Beisitzer Christian Becker, Alexander Drexler, Klaus Mohr, Tobias Nießing, Werner Schlüß, Leoni Schmidt, Georg Stenkamp und Harald Ubert.

In seinem Schlusswort dankte Stephan den Mitgliedern für die engagierte Mitarbeit und sagte, er blicke mit Freude auf die vor der Fraktionen liegenden Aufgaben.

Dabei werde sich der Ortsverband insbesondere dafür einsetzen, die Herausforderungen der neuen Normalität anzunehmen und alles dafür zu tun, trotz Corona die Schülerinnen und Schüler zurück in die Schulen zu bringen und das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in Raesfeld wieder zu ermöglichen

Raesfeld – Baucontainer aufgebrochen

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Auf Werkzeug abgesehen hatten es Einbrecher in der Nacht zum Freitag in Raesfeld.

Die Täter drangen laut Polizeibericht in Bauwagen ein und brachten verschiedene Geräte an sich. Betroffen waren Baustellen an der Straße Stockbreede: Dort machten sich die Unbekannten an insgesamt vier Containern zu schaffen.

Die Polizei bittet um Hinweise an die Kripo in Borken: Tel. (02861) 9000.

Wolf: Es besteht aktuell kein Grund für eine Entnahme

Ministerin Heinen-Esser im Austausch mit Landräten und Bürgermeistern der Region – Zur Zeit bestehe keine Grundlage für eine Entnahme der Wölfin

Umweltministerin Heinen-Esser zum Thema Wolf: „Wölfe werden sich in NRW dauerhaft etablieren. Nur ein ausreichender Herdenschutz wird unsere Weidetierhaltung dauerhaft sichern.

Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser hat sich in der vergangenen Woche und erneut am Mittwochabend mit Landräten, Oberbürgermeistern und Bürgermeistern aus dem Wolfsgebiet Schermbeck über die aktuelle Situation im Wolfsgebiet Schermbeck ausgetauscht.

Im Fokus, neben einem Lagebericht und dem Stimmungsbild aus der Region des Landesamtes LANUV, standen die Nutztierrisse der zurückliegenden Jahre, der Herdenschutz, die Unterstützung der Region sowie die Frage der Auffälligkeit der Wölfe im Wolfsgebiet Schermbeck im Mittelpunkt des Gespräches.

Guter Austausch

„Es war ein guter und offener Austausch. So haben alle Teilnehmer den gleichen Sachstand. Wir werden ganz grundsätzlich lernen müssen, mit dem Wolf zu leben, denn Wölfe werden sich auch in NRW dauerhaft etablieren. Wie bereits in anderen Bundesländern wird auch bei uns in NRW nur ein ausreichender Herdenschutz unsere Weidetierhaltung dauerhaft sichern“, so Ministerin Heinen-Esser im Nachgang der Gespräche.

Während die Wölfe in den weiteren Wolfsgebieten NRW aktuell kaum in Erscheinung treten, gab es seit 2018 im Wolfsgebiet Schermbeck eine in etwa gleich bleibende Zahl von 18-20 Übergriffen pro Jahr, weit überwiegend auf unzureichend gegen den Wolf geschützte Haus- und Nutztiere. Mit wenigen Ausnahmen konnten die Übergriffe der Wölfin GW954f zugeordnet werden.

Gespräche zum Wolf von Emotionen geleitet

Dr. Thomas Delschen, Präsident des LANUV, betonte die Notwendigkeit eines sachlichen Umgangs miteinander: „Es gab in der Vergangenheit immer wieder einzelne Fälle, in denen Diskussionen und Gespräche von Emotionen geleitet wurden. Wir stehen für einen sachlichen Austausch auf der Grundlage von Daten und Fakten um rechtskonforme Lösungen zu finden. Unseren Beitrag leisten wir dabei mit einem funktionierenden Wolfsmonitoring, das wir nach den bundesweit einheitlichen und verbindlichen Standards durchführen.“

Wölfin GW954f weiter im Auge behalten

Ingo Brohl, Landrat des Kreises Wesel: „Unser gemeinsames Ziel ist die Rechtssicherheit jeder Entscheidung, unabhängig davon, wie sie ausfällt. Wir werden die Wölfe in Schermbeck und insbesondere die Wölfin GW954f weiter im Auge behalten. Der Kreis Wesel unterstützt außerdem die Weidetierhalter dabei, Herdenschutzmaßnahmen konsequent umzusetzen.“

Grundlagen für den Austausch waren unter anderem die Monitoring-Ergebnisse des LANUV sowie eine aktuelle vom Ministerium in Auftrag gegebene gutachterliche Stellungnahme der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) zum bisherigen Verhalten der Wölfe im Wolfsgebiet Schermbeck.

Bisherige Einschätzung bestätigt

Die gutachterliche Stellungnahme der DBBW bestätigt die bisherige Einschätzung, dass sich das Rudel in Schermbeck weitgehend von Wild ernährt. Übergriffe auf Haus-und Nutztiere erfolgten im Wesentlichen immer dann, wenn sich die Gelegenheit durch unzureichenden Herdenschutz bietet.

In der Stellungnahme heißt es unter anderem:

…„In den meisten Fällen tötet sie (Anm.: GW954f) Nutztiere, bei denen sie gar keine oder nur geringe Schutzmaßnahmen überwinden muss.“

…„Bisher gibt es keinen Beleg dafür, dass GW1578m oder der Welpe des Rudels das Töten von Nutztieren hinter empfohlenen Herdenschutzmaßnahmen erlernt haben.“

…Die Wölfe in Schermbeck zeigen, „…dass sie ihre Ernährung weitgehend mit Wildtierrissen bestreiten, d.h. sie töten Nutztiere, wenn sie die Gelegenheit dazu haben, aber sie brauchen Nutztiere nicht als Nahrungsgrundlage.“

Aktuell keine Grundlage für Wolf-Entnahme

Die gutachterliche Bewertung komme aber auch zu dem Schluss, dass dann, wenn sich Übergriffe auf ausreichend gegen den Wolf geschützte Weidetiere sich häufen, eine Entnahme des betreffenden Wolfs in Betracht zu ziehen sei. Dies sei laut Ministerium zurzeit aber nicht der Fall.

„Sollte die Wölfin GW954f damit beginnen, in zeitlich-räumlich engen Abständen Nutztiere hinter empfohlenen Schutzmaßnahmen zu töten, so dass man von einem verfestigten Verhalten ausgehen kann und nicht von seltenen Ausnahmen bzw. sporadischen Vorfällen, die zwischen vielen Übergriffen auf wenig geschützte Nutztiere erfolgen, ist es für uns allerdings fachlich nachvollziehbar, sich dafür zu entscheiden, eine Entnahme des Tieres zu veranlassen.

Tragfähige Strategie

Die DBBW empfiehlt auch aus den Erfahrungen in anderen Bundesländern eine konsequente Anwendung des bundesweit empfohlenen Herdenschutzes in der Fläche.
„Eine massive Ausweitung geeigneter Schutzmaßnahmen in der Region erscheint uns aber die einzig tragfähige Strategie, um eine langfristige Koexistenz von Nutztieren und Wölfen zu gewährleisten.“

Im Ergebnis bietet auf lange Sicht nur ein funktionierender Herdenschutz der Weidetierhaltung einen ausreichenden und nachhaltigen Schutz. Ministerin Heinen-Esser: „Hierbei geht es vor allem um die langfristige Perspektive, da auch bei einer theoretischen Auflösung des aktuellen Rudels in Schermbeck damit zu rechnen ist, dass sich früher oder später wieder neue Wölfe in der wild- und waldreichen Region westlich von Wesel ansiedeln.“

Hintergrund zum Thema Wolf

Im Jahr 2009 wurde der erste Wolf in NRW nachgewiesen. 2018 erfolgte die erste dauerhafte Ansiedlung eines Wolfs, 2020 gründeten sich die ersten beiden Rudel. Aktuell sind in Nordrhein-Westfalen 7 Wölfe verteilt auf zwei Wolfsrudel nachgewiesen. Ein Wolfsrudel lebt im niederrheinischen „Wolfsgebiet Schermbeck“, das andere im „Wolfsgebiet Oberbergisches Land“ bei Eitorf an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz.

Während die Wölfe bei Eitorf kaum in Erscheinung treten, kam es im Wolfsgebiet Schermbeck immer wieder zu Übergriffen. Im Jahr 2018 wurden 18 Vorfälle und insgesamt 47 getötete Nutztiere nachgewiesen. 2019 waren es 18 Vorfälle und 39 getötete Nutztiere. 2020 waren es 20 Vorfälle und 25 getötete Nutztiere inklusive eines Übergriffs auf ein Shetland-Pony. Damit blieb trotz gestiegener Zahl der Wölfe die Anzahl der Übergriffe in etwa gleich. Die Zahl der getöteten Tiere nahm ab.

52 von 56 Übergriffen auf ungeschützten Weiden

52 von 56 Übergriffen in den zurückliegenden Jahre ereigneten sich auf unzureichend gegen den Wolf geschützten Weiden. In bisher lediglich vier Fällen lag ein nach den Empfehlungen des Bundes ausreichender Herdenschutz vor (durchgehend stromführende Schutzzäune in Höhe von 120 cm).

Ein Übergriff auf eine durch eingearbeitete, erfahrene Herdenschutzhunde gesicherte Weide ist bisher nicht zu verzeichnen. Im Jahr 2021 stellt sich die Situation bisher wie folgt dar: Anfang Januar erfolgte ein weiterer Übergriff auf ein Shetland-Pony, Ende Januar und Anfang Februar gab es jeweils einen Übergriff auf Schafe. Alle Daten finden sich im Wolfsportal unter https://wolf.nrw/wolf/de/management/nutztierrisse.

Nach der Schmelze – Viele angesammelte Hundehaufen

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Kleine Haufen – großes Ärgernis und Gefahr für spielende Kinder! Bußgeld kann im Rahmen von 60 Euro bis 500 Euro verhängt werden.

Stadt Borken appelliert an alle Hundebesitzer städtische „Dogstations“ und Beutelspender zu nutzen. Ordnungsbehördliche Verordnung regelt Bußgelder bei Verstößen.

Borken(pd). Nach der Schneeschmelze fällt jetzt auf, wie viele „Hundehaufen“ sich unter dem Schnee angesammelt haben. Hundehaufen verunstalten öffentliche Straßen, Gehwege und Plätze in unserer schönen Stadt Borken.

Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, ist die Stadtverwaltung in erster Linie auf die Mitwirkung der Hundebesitzer angewiesen. Die meisten von ihnen entsorgen die Hinterlassenschaft ihres Hundes ordnungsgemäß. Deshalb haben viele Hundebesitzer immer eine Tüte dabei, um das Häufchen ihres Vierbeiners zu entfernen und im nächsten öffentlichen Papierkorb, Restmülltonne oder Dogstation zu entsorgen.

76 DogStationen im Stadtgebiet

Verteilt über das gesamte Stadtgebiet hat die Stadt Borken insgesamt 76 solcher DogStationen oder Beutelspender aufgestellt, wo „Herrchen“ oder „Frauchen“ einen entsprechenden Beutel ziehen und ihn befüllt wieder einwerfen kann (oder in der Nähe). Diese DogStationen und auch die Beutelspender und Straßenpapierkörbe stehen an viel besuchten „Gassistrecken“ und dort, wo sich vermehrt Menschen aufhalten, so auch in der Nähe von Kinderspielplätzen.

Mit den „Dogstations“ hat die Stadt Borken grundsätzlich gute Erfahrungen gemacht. Die aktuelle Liste der „Dogstations“ in den einzelnen Ortsteilen ist auf der Internetseite der Stadt Borken unter www.borken.de veröffentlicht.

Kostenlos Hundetüten

Die Infozentrale im Rathaus und das Bürgerbüro geben kostenlos Hundekotbeutel heraus.  Hundebesitzer können kostenlos Hundetüten entnehmen und gleichzeitig auch die vollen Tüten in die integrierten Abfallbehälter entsorgen.

Trotzdem gibt es nach wie vor Hundebesitzer, die das umfangreiche Angebot nicht nutzen bzw. nicht nutzen wollen. Viel zu oft bleibt der Hundekot einfach liegen!

Nach dem Schnee

Gerade jetzt nach Wegtauen des Schnees fällt auf, wieviel „Haufen“ selbst auf den Gehwegen rund ums Rathaus liegen, obwohl gerade hier zwei Dogstations zur Aufnahme der Hundekotbeutel bereit stehen. Es häufen sich in letzter Zeit Beschwerden über vereinzelte Hundehalter, die an den „Dogstations“ vorbeigehen und die Hunde auf Gehwegen und Grünanlagen „machen“ lassen.
Dabei lassen sich die „Tretminen“, relativ einfach vermeiden – durch aufmerksame Hundebesitzer, die die „Dogstations“ und auch viele öffentliche Papierkörbe zur Entsorgung der „Tretminen“ nutzen. Mit den Hundetüten könnten die Besitzer*innen die Hinterlassenschaften ihres Hundes auch hygienisch einwandfrei entsorgen.

Die Stadt Borken appelliert erneut an die Vernunft der Hundehalter und verweist auf die entsprechenden Pflichten. Die geltenden Regeln sind einfach und leicht zu merken:

– Straße, Gehwege, Fußgängerzonen, verkehrsberuhigte Bereiche und Wege in Park- und Grünanlagen dürfen nicht mit Hundekot verunreinigt werden.
– Notfalls muss der Kot dann von der Person, die mit dem Hund unterwegs ist, sofort beseitigt werden.

Die Pflicht zur Beseitigung der Verunreinigungen und der Leinenzwang „innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile“ sind in der Ordnungsbehördlichen Verordnung geregelt.

Danach kann bei einer Verunreinigung ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro (bei Verunreinigungen auf Spiel- und Bolzplätzen 300 Euro) und bei einem Verstoß gegen die Anleinpflicht ein Bußgeld im Rahmen von 60 Euro bis 500 Euro verhängt werden.

22.904 Personen im Kreis Borken wurden gegen Corona geimpft

Geimpft wurden seit dem Start im Kreis Borken insgesamt (Stand 17. 2.) 22.904 Personen

In der Zeit vom 8. 2. bis einschließlich 17. 2. wurden insgesamt 22.904 Personen im Kreis mit dem Impfstoff vom Hersteller Astra-Zeneca/Universität Oxford geimpft. Davon sind 13.429 Erstimpfungen. Eine Folgeimpfung erhielten 9.475 Personen. Quelle: KVWL.

Die Art des Impfstoffes

Die Art des Impfstoffes ist ein Vektorimpfstoff (abgeschwächtes Adenovirus des Schimpansen mit Covid-Spike-Protein). Vektorimpfstoffe bestehen aus für den Menschen harmlosen Viren, den sogenannten Vektoren. Adenoviren sind eine Erregergruppe, die eine Vielzahl von Erkrankungen auslöst, u.a. der Atemwege, des Magen-Darm-Traktes oder der Augenbindehaut und Hornhaut. Quelle: BzgA

Impfung Corona

Harmlose Viren im Impfstoff

Vektor-Impfstoffe sind gentechnisch veränderte und damit harmlose Viren, die als Vektor dienen, um das genetische Material eines Erregers in Zielzellen einzuschleusen. Das eingeschleuste Erbmaterial kann dem Körper eine Infektion vorgaukeln und löst die Produktion von Antikörpern aus. Tatsächlich sind Vektorviren in der Regel aber so konstruiert, dass ihr Erbgut (inklusive dem eingeschleusten Antigen-Bauplan) nicht in das menschliche Erbgut eingefügt wird.

Dieses Virus wurde schon vor mehr als 30 Jahren an der LMU als Impfstoff gegen Pocken generiert. Ein Beispiel für Vektorimpfstoffe ist der Impfstoff „Ervebo“ gegen Ebola.

Warum muss ich zweimal geimpft werden?

Durch zwei Impfungen erreicht der Körper „ein immunologisches Gedächtnis“ und das Immunsystem kann sich dann besser daran „erinnern“, wenn man nach der ersten Impfung mit dem Coronavirus in Kontakt kommen sollte. Laut RKI bestehe bereits nach Verabreichung der ersten Impfstoffdosis somit ein relevanter Schutz, der ohne einen Wirkverlust über mehrere Wochen anhält und somit die Gabe der 2. Dosis zu einem möglichst späten – noch von der Zulassung gedeckten Zeitpunkt – ermöglicht.

Nach Angaben der WHO sollen über 190 Impfstoffentwicklungen gegen das Coronavirus angelaufen sein.

Sind Impfstoffe sicher?

Impfungen sind generell sehr sicher. Sie machen in der Regel weder krank, noch können sich andere an Geimpften anstecken. Denn die meisten Impfstoffe bestehen aus abgeschwächten oder inaktiven Erregern bzw. Bestandteilen von Erregern. Häufig bekommen die Geimpften aber vorübergehend einzelne Symptome wie z.B. erhöhte Temperatur oder Kopfschmerzen. Dies sind Anzeichen dafür, dass sich der Körper aktiv mit dem Impfstoff auseinandersetzt und einen effektiven Schutz gegen den Erreger aufbaut. Diese Impfreaktionen fallen in jedem Fall viel weniger schlimm aus als die Beschwerden oder Folgeschäden der Krankheit, gegen die geimpft wird.

Bleibende Schäden?

Bleibende Schäden sind bei den heutigen Impfstoffen nur bei weniger als einem unter einer Million Geimpften nach einer Mumps- oder Masernimpfung aufgetreten. Zum Vergleich: Ungeimpfte bekommen beide Krankheiten fast immer, und jeder zehnte leidet bei Mumps auch an Hirnhautentzündung, jeder 500ste bei Masern auch an einer Gehirnentzündung. Beide Komplikationen hinterlassen oft bleibende Schäden.

Weltweit arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neuartige Coronavirus. Denn nur mit einem Impfstoff kann die Welt wieder dauerhaft zu einer Form der Normalität zurückkehren. (Quelle: Bundesministerium für Forschung und Bildung)

Neuer Kindernotfallkoffer im Rettungsdienst

Einführung eines neuen Kindernotfallkoffers (Paed-Kit) im Rettungsdienst des Kreises Borken

Landrat Dr. Kai Zwicker: „Ich freue mich, dass wir ab sofort die Kindernotfallkoffer einsetzen können“/Kreis Borken und Stadt Bocholt investieren 220.000 Euro

Kreis Borken (pd). Die Akutversorgung von lebensbedrohlichen Kindernotfällen im Rettungsdienst setzt die eingesetzten Kräfte immer unter großen Druck. Zum einen ist dies stets ein besonderes Einsatzgeschehen. Zum anderen ist es für alle Beteiligten emotional sehr belastend.

Um dem eingesetzten Personal folglich größtmögliche Sicherheit zu geben, bedarf es einer standardisierten Ausstattung für diesen speziellen Notfall und zudem eines fortwährenden intensiven Trainings. Um einen kreiseinheitlichen Standard dabei zu gewährleisten, führen der Kreis Borken und die Stadt Bocholt gemeinsam einen Kindernotfallkoffer, ein sogenanntes „Paed-Kit“, ein.

Kindernotfalkoffer-kreis-Borken
Den neuen Kindernotfallkoffer präsentierten: (hinten v. li.) Christine Neuendorf (Deutsches Institut für Katastrophenmedizin), Matthias Rekowski (Deutsches Institut für Katastrophenmedizin), André Garwer (Qualitätsmanagement Rettungsdienst Kreis Borken), Thomas Deckers (Leiter der Feuerwehr Bocholt), Carsten Thien (Fachabteilungsleiter Rettungsdienst Kreis Borken), (vorne v. li.) Dr. Stefan Gromer (Deutsches Institut für Katastrophenmedizin), Timo Joormann (Koordinator Rettungsdienst der Feuerwehr Bocholt), Hanjo Groetschel (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst), Ralf Thesker (Leiter der Rettungswache Stadtlohn), Landrat Dr. Kai Zwicker und Kreisordnungsdezernentin Dr. Elisabeth Schwenzow.

Versorgung von Kindernotfällen

„Damit verbessern wir im Rettungsdienst die Versorgung von Kindernotfällen maßgeblich“, freut sich Landrat Dr. Kai Zwicker. „Wir sind froh, dass wir jetzt kreisweit diese Notfallkoffer haben. Mit diesen Koffern führen wir auch ein auf neusten Erkenntnissen basiertes System der Versorgung von Kindernotfällen ein“, ergänzt Hanjo Groetschel, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes des Kreises Borken. Das erleichtere die Arbeit in einem Notfall erheblich.

Im Team sollen jetzt mit dem angeschafften neuen Equipment diese glücklicherweise seltenen Notfälle intensiv trainiert werden. Dazu erhalten alle Rettungsdienst-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen ihrer jährlichen Fortbildung einen zertifizierten EPC-Kurs. EPC ist die Abkürzung für „EMERGENCY PEDIATRIC CARE“.

31 Paed-Kits für Rettungs- und Notarztwagen

Das bedeutet übersetzt pädiatrische, also kindliche Notfallversorgung. Geschult werden alle Kräfte, die an der Versorgung von pädiatrischen Notfallpatienten bis zum Eintreffen im Krankenhaus beteiligt sind: Rettungssanitäterinnen und -sanitäter, Rettungsassistentinnen und -assistenten, Notfallsanitäterinnen und -sanitäter sowie Notärztinnen und -ärzte.
Insgesamt haben der Kreis Borken und die Stadt Bocholt 31 Paed-Kits (inklusive drei Koffern für die Trainings) für ihre Rettungs- und Notarztwagen angeschafft. Die Kosten für die Paed-Kits und die entsprechenden Schulungen des Einsatzpersonals belaufen sich auf circa 220.000 Euro.

Kindernotfallkoffer
Fotos: Kreis Borken

Zum Hintergrund: „Paed-Kit“

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Daher hat sich eine Arbeitsgruppe aus Kinderärzten und Kinderintensivmedizinern, Anästhesisten, Notärzten und Mitarbeitern im Rettungsdienst zur Aufgabe gemacht, einen Kindernotfallkoffer zu entwickeln, der auf dem neusten wissenschaftlichen Stand sowie langjähriger pädiatrischer und notfallmedizinischer Expertise beruht. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Katastrophenmedizin Tübingen, der Universitätsklinik Tübingen und dem Hanauer Kinderhospital ist daraufhin das sogenannte Paed-Kit entstanden. „Paed“ steht in diesem Fall als Abkürzung für „Pädiatrie“, also Kinderheilkunde.

Steuerfachangestellter/Groß- und Außenhandelskaufmann (m/w/d)

Wir sind ein mittelständisches, innovatives Unternehmen mit Sitz in Raesfeld, das im Bereich Landtechnik ein umfangreiches Sortiment an Schleppern und Maschinen namhafter, führender Hersteller vertreibt. 

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Beim Laden der Karte werden Daten an Google übermittelt.

Landfrauen Raesfeld starten ZuckerChallenge 2021

Zucker? Nein Danke! So lautet die Challenge der Landfrauen Raesfeld

Du wolltest schon immer mal probieren auf Zucker zu verzichten, aber alleine fehlt dir die Motivation?

Wer Lust hat, kann ab heute gemeinsam mit den Landfrauen zu einer Zucker-Challenge starten.

Vom 17.02.2021 – 03.04.2021 soll dabei komplett und gemeinsam auf Zucker verzichtet werden. Die Teilnehmer entscheiden selber, so heißt es auf Instagram der Landfrauen Raesfeld, welchen Weg jeder wählen möchte – entweder der Verzicht auf Zucker schon mit Augenmerk auf Zuckerinhalte beim Einkauf, oder aber es wird mit dem Zuckerverzicht bei Naschwerk gestartet.

Unterstützung dabei gibt es auf einer digitalen Pinnwand, auf der es wöchentlich Filmmaterial, Rezepte und Wissenswertes über Zucker und Alternativen gibt. Erfahrungen sollen aktiv in einer Zucker-Challenge WhatsApp Gruppe ausgetauscht werden.

Wer bei der ZuckerChallenge 2021 mitmachen möchte kann sich anmelden unter [email protected] oder bei Instagram unter #landfrauenraesfeld.

Verschwörungstheorien – Neue Broschüre klärt auf

Kommunales Integrationszentrum des Kreises Recklinghausen erstellt Broschüre über Verschwörungstheorien

Polizeipräsidium Recklinghausen erhält 1.700 Exemplare

Laut einer repräsentativen Umfrage halten 30 Prozent der Deutschen die Aussage: „Es gibt geheime Mächte, die die Welt steuern“ für richtig oder wahrscheinlich richtig. Der Glaube an Verschwörungstheorien beschränkt sich nicht auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe.(Quelle: Welt.de)

Kreis Recklinghausen (pd). Besonders in den letzten Monaten sind sie uns immer wieder begegnet: Verschwörungstheorien. Ob Bill Gates, der für die Corona-Pandemie verantwortlich ist, oder die Lügenpresse, die mit ihren Fake-News Wahrheiten vertuscht und Unwahrheiten gezielt verbreitet. Mit einigen dieser Verschwörungstheorien räumt das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Recklinghausen (KI) in seiner Broschüre „Demaskiert – Kurzinformationen zu Verschwörungstheorien“ auf.

Broschüre Verschwörungstherorien


Am Mittwoch, 17. Februar, hat das KI dem Polizeipräsidium Recklinghausen 1.700 Exemplare der 20 Seiten umfassenden Broschüre übergeben. Die Polizei hatte aufgrund der aktuellen Zunahme an Verschwörungstheorien diese große Menge bestellt.

Querdenker‘-Demonstrationen

Claus Wiesenthal, Leiter des Kommunalen Integrationszentrums, freut sich über den Erfolg der Broschüre: „Dass die Polizei unsere Broschüre benutzen möchte, zeigt noch einmal, wie richtig es war, uns diesem Thema zu widmen. Durch die Geschehnisse auf den sogenannten ‚Querdenker‘-Demonstrationen haben auch wir uns verstärkt mit dem Thema Verschwörungstheorien auseinandergesetzt, woraufhin diese Broschüre entstanden ist“, so Wiesenthal.

„Die enorme Nachfrage in unserer Behörde zeigt, wie interessant das Thema ist. Die Broschüre dient einerseits der Information der Kolleginnen und Kollegen, wird aber auch für die Bürger auf den Polizeiwachen ausgelegt“, sagt Andreas Wilming-Weber, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Polizeipräsidiums Recklinghausen.

Ein Bedrohungspotential

Das Kommunale Integrationszentrum ist für die Beratung, Koordination und Vernetzung der Integrationsarbeit im Kreis zuständig. Es sei auch notwendig, sich mit Verschwörungstheorien auseinanderzusetzen: „Viele Verschwörungstheorien, auch aktuelle, beziehen sich konkret auf antisemitische und rassistische Ideologien und stellen somit ein Bedrohungspotential für Teile der hier lebenden Menschen dar“, erklärt Wiesenthal. „Wir als KI wollen ein Leben in Vielfalt zu fördern, da gehört natürlich eine Aufklärung über Ausgrenzung und Diskriminierung dazu“, fügt Wiesenthal hinzu.

Die Broschüre gibt es zum Download unter www.kreis-re.de/ki unter NRWeltoffen. Einige Druckexemplare der Broschüre sind noch vorhanden. Interessierte können sich per E-Mail an [email protected] unter Angabe ihres Namens und ihrer Adresse ein Exemplar der Broschüre bestelle

https://www.kreis-re.de/Inhalte/Buergerservice/Leben_und_Wohnen/Kommunales_Integrationszentrum/demaskiert-broschuere_HP.pdf

Jobcenter bietet schnelleren Service an

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Ein weiterer Schritt zur „Digitalisierung“ – Schnellerer Service für die Bürger

„Jobcenter im Kreis Borken“ führt E-Sozialakte und digitalen Posteingang und -ausgang im Laufe des Jahres 2021 ein / Kommunen Borken und Rhede starten Anfang März mit digitaler Aktenführung

Kreis Borken. Ein weiterer Schritt zur „Digitalisierung“ von Kreisverwaltung und Ortsbehörden: Das vom Kreis und den Städten und Gemeinden getragene „Jobcenter im Kreis Borken“ stellt im Jahr 2021 schrittweise auf digitale Aktenführung („E-Sozialakte“) sowie digitalisierten Posteingang und -ausgang um.

Papierakten gehören damit künftig bei rund 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Vergangenheit an und auch postalisch eingehende Unterlagen werden durch einen zentralen Dienstleister gescannt und elektronisch bereitgestellt. Die Umstellung wirkt sich positiv auf die rund 7.000 SGB-II-Bedarfsgemeinschaften aus, denn die digitale Akte verbessert in Zukunft den Service deutlich.

Akten gescannt und in eine Software integriert

Die dafür erforderlichen Schritte werden bereits seit Anfang 2019 geplant und schrittweise durchgeführt. Zunächst werden die bestehenden Akten gescannt und in eine Software integriert. Anschließend sind die E-Sozialakten jederzeit mit nur einem Klick verfügbar, sodass Auskünfte künftig schneller gegeben werden können – natürlich immer unter Einhaltung des Datenschutzes. Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger sollen dann in der Regel keine Originalunterlagen mehr einreichen, sondern Kopien.

Postausgänge werden ebenfalls digital

Auch für die Verwaltung ergeben sich positive Aspekte: Die eingereichten Unterlagen werden nach einer Aufbewahrungsfrist von acht Wochen durch den Dienstleister datenschutzkonform vernichtet. Postausgänge werden ebenfalls digital an einen Dienstleister übergeben. Dieser übernimmt das Drucken, Falzen, Kuvertieren, Frankieren und Zustellen. Für die Empfängerinnen und Empfänger ändert sich dabei nichts.

Die Papierflut minimiert sich folglich, sodass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlastet werden. Auch wird die zum Teil schwierige Raumsituation, die sich in fehlenden Bürokapazitäten begründet, entspannt. Insgesamt entstehen durch die E-Sozialakte neue Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden sowie der Kreisverwaltung.

Die digitale Akte

Die digitale Akte ist dabei nur ein erster Schritt und die Basis für weitere Online-Angebote.
Die Kernaufgaben des „Jobcenter im Kreis Borken“ werden von den 17 kreisangehörigen Kommunen eigenständig wahrgenommen. Die Beschäftigten vor Ort sind damit die ersten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, die die Personen betreuen.

Die Kreisverwaltung übernimmt zentrale Aufgaben. Die mit dieser Organisationsform einhergehende Komplexität macht ein schrittweises Vorgehen erforderlich. So werden alle Standorte nach und nach auf die digitale Aktenführung umgestellt. Den Anfang macht die Stadt Borken am 1. März 2021, unmittelbar gefolgt vom Jobcenter der Stadt Rhede.
Nach erfolgreicher Umstellung des Jobcenters werden auch die weiteren Abteilungen der Fachbereiche „Soziales“ der Städte und Gemeinden sowie der Kreisverwaltung (z. B. „Hilfe zum Lebensunterhalt“ sowie „Grundsicherung im Alter“ und bei „Erwerbsminderung nach dem SGB XII“) an die E-Sozialakte angebunden.

Die Gesamtfertigstellung des Projekts wird sich voraussichtlich bis Ende 2022 erstrecken.

4800 Berliner für den guten Zweck -Rotary Club Lippe-Issel

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Rotary Club Lippe-Issel unterstützt Sozialprojekt

15 Euro pro Berliner-Karton, der 30 Euro kostete, flossen in den Spendentopf.

HAMMINKELN. Gut sieben Stunden blieb die Fettpfanne in der Großbäckerei Bors in Hamminkeln heiß. Berliner für Berliner holten die Mitarbeiter von Bäckermeister und Rotarier Bastian Bors aus der heißen Flüssigkeit. Am Ende waren es 4800 Stück.

Das süße Gebäck füllte schließlich 200 Kartons à 24 Berliner – oder wie sie in Berlin heißen – Pfannkuchen. Warum ließ Bastian Bors so viele Berliner backen? Für den guten Zweck. Der Rotary Club Lippe-Issel hatte die süße Idee. „Wir haben den Berliner-Verkauf angeboten, um mit dem Erlös erneut ein Sozialprojekt in Wesel zu unterstützen.

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Berliner, Berliner, Berliner – und die Rotarier (von links): Bäckermeister Bastian Bors, Club-Präsident Ingo Bülow sowie Michael Timmermann und Jan Ridder. Fotos: Christian Reichelt

3000 Euro für die Schrauber-AG

Mindestens 3000 Euro können wir jetzt der Schrauber-AG der Bürgerstiftung Kreaktiv zukommen lassen. Da wird eine tolle Arbeit geleistet“, betont Rotary-Präsident Ingo Bülow. In der Schrauber-AG lernen jugendliche Schüler unter Anleitung von Fachleuten, wie man alte Autos, Traktoren und Motorräder restauriert. In einer Halle treffen sich die jungen und alten Schrauber regelmäßig, um alte Vehikel wieder betriebsbereit zu machen und schön aufzuarbeiten.

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Einer von 4800: Bäckermeister Bastian Bors zeigt einen Berliner, die für den guten Zweck verkauft wurden. Im Hintergrund (von rechts) seine rotarischen Freunde Michael Timmermann, Jan Ridder und Club-Präsident Ingo Bülow.

Rundum eine gelungene Sache

15 Euro pro Berliner-Karton, der 30 Euro kostete, flossen in den Spendentopf. Darüber hinaus freute sich der RC Lippe-Issel noch über weitere, großzügige Einzelspenden. Wer Adressat dieses Geldes wird, werde noch clubintern besprochen. Vom Berliner-Angebot hatten auch – so wie es vom Rotary-Club angestrebt war, zahlreiche Unternehmer Gebrauch gemacht und ihre Belegschaft mit der zuckersüßen Speise überrascht – und erfreut.

„Das war eine rundum gelungene Sache, und wir bedanken uns bei allen Käufern, die so die Berliner-Aktion zu einem vollen Erfolg gemacht haben“, so der Club-Präsident.

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