Informationsveranstaltung am 10. März 2022 um 19.00 Uhr
Die Planungen für den Bürgerpark am Freiter Pättken, der Teil des Dorfentwicklungskonzeptes ist, werden konkreter.
Am Donnerstag, 10. März 2022 um 19.00 Uhr werden diese Planungen im Forum der Raesfelder Sebastianschule (Im Mensing 14) durch die Gemeindeverwaltung vorgestellt. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind hierzu herzlich eingeladen.
Da die Veranstaltung unter Corona-Bedingungen stattfindet, sind die Sitzplatzkapazitäten begrenzt. Für eine Teilnahme an der Veranstaltung gilt die 3G-Regel und Maskenpflicht.
Seit 25 Jahren ist sie bei der Gemeinde Raesfeld angestellt: Dagmar Breil feierte jetzt ihr Dienstjubiläum.
Seit dem 10. Juli 1995 arbeitet sie bei der Gemeindeverwaltung. Zu Beginn ihrer Tätigkeit war sie eines der Gesichter der Raesfelder Touristinfo, seit 2014 unterstützt sie die Finanzverwaltung im Rathaus. In einer Feierstunde überreichte Bürgermeister Martin Tesing einen Blumenstrauß an die Jubilarin. Vor allem jedoch dankte er Dagmar Breil für ihren langjährigen Einsatz bei der Gemeinde Raesfeld.
Markus Klostermann vom Personalrat (links), Thomas Greving, Leiter der Finanzabteilung und Bürgermeister Martin Tesing (rechts im Bild) gratulierten Dagmar Breil zum Dienstjubiläum. Foto: Gemeinde Raesfeld.
Im Großraum Ruhrgebiet sind von den knapp 2,5 Millionen Gebäudedächern gut 1 Million für eine solare Nutzung geeignet. Bisher gibt es in der Region allerdings erst rund 42.000 Dächer mit Photovoltaikanlagen.
Um die Installation von neuen Anlagen im Rahmen einer Sonderaktion der Ausbau-Initiative Solarmetropole Ruhr noch weiter zu steigern, stellte der RVR in den Jahren 2019 und 2020 insgesamt 40.000 Euro über einen Fördertopf zur Verfügung.
Jede Pilotkommune hatte die Möglichkeit insgesamt 20 Photovoltaikanlagen in den Jahren 2020 und 2021 durch einen Zuschuss von jeweils 300 Euro zu unterstützen.
Zuschüsse: Nicht zu lange warten
Grundsätzlich ist ein solcher Zuschuss gar nicht nötig, da sich die Anlagen aufgrund der stark gesunkenen Anlagen-Preise bereits lohnen. Da die Beiträge der Einspeisevergütung bereits seit einigen Jahren auf ein vergleichsweise niedriges Niveau rutschten.
Wenn man überschüssigen Strom ins Netz einspeist, erhält man dafür eine Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Die Höhe des Vergütungssatzes pro Kilowattstunde (etwa 7 Cent, Stand: Januar 2022) ist abhängig vom Monat der Inbetriebnahme und von der Anlagengröße. Bezahlt wird dieser Vergütungssatz im Jahr der Inbetriebnahme und weitere 20 Kalenderjahre. Für neue Anlagen sinkt der Vergütungssatz von Monat zu Monat, wer mit dem Kauf der Anlage abwartet, bekommt also immer weniger.
Die EEG-Vergütung muss vorab nicht beantragt werden. Der Netzbetreiber ist gesetzlich dazu verpflichtet, den Strom abzunehmen und nach den gesetzlichen Vorgaben zu vergüten. Voraussetzung ist aber eine Anmeldung im Marktstammdatenregister und bestimmte technische Eigenschaften der Photovoltaikanlage.
Worauf muss ich achten, wenn ich eine Photovoltaikanlage anschaffen will?
Die Verbraucherzentrale rät: „Nehmen Sie sich Zeit für die Planung. Informieren Sie sich vorab gründlich und lassen Sie sich fachlich beraten“.
Zunächst sollte man mit einem Fachbetrieb die baulichen Voraussetzungen prüfen. In NRW ist für kleinere Photovoltaikanlagen, die an oder auf Gebäuden installiert werden, keine Baugenehmigung erforderlich. Es sei denn, es gibt Vorgaben zum Denkmalschutz oder örtliche Bebauungspläne, die etwas anderes besagen. Zur Sicherheit sollte man sich vorab bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung über die jeweils geltenden Vorschriften erkundigen.
Nun kann man festlegen, welche Kriterien eine Solaranlage erfüllen soll: Wie groß kann die Anlage werden? Wie viel Strom muss sie erzeugen? Wie viel darf sie kosten? Dabei sollten Verbraucher nicht nur ihren aktuellen Stromverbrauch berücksichtigen, sondern auch gleich überlegen, ob sie den selbst produzierten Strom in Zukunft vielleicht auch für Wärmeanwendungen (Warmwasser, Wärmepumpe) oder die Ladung eines Elektroautos nutzen möchten.
Wallbox nutzen und günstig „tanken“
Für das Aufladen eines Elektroautos empfielt sich die Installation einer sogenannten Wallbox. Dabei handelt es sich um eine kastenförmige Ladestation, über die sich der Akku eines Elektroautos sicher und effizient aufladen lässt. Je nach Automodell und Leistung lässt sich so der Ladevorgang signifikant von zwölf Stunden auf ein bis zwei Stunden kürzen.
Mit Sonnenstrom vom eigenen Dach kann man sein Elektro-Auto umweltfreundlich und auch günstiger betanken als mit Haushaltstrom aus der Steckdose. Weiterer Vorteil: Das Beladen des Elektroautos mit der Wallbox durch eigenen PV-Strom erhöht den Eigenverbrauch und die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage. Eine niedrige Ladeleistung des E-Autos bedingt längere Ladezeiten, der nutzbare Solarstromanteil steigt jedoch, da die PV-Anlage häufiger ausreichend Ladeleistung liefern kann.
Die maximale Ladeleistung bei Wallboxen im privaten Bereich liegt bei 22 kW. Neben einer fachgerechten Installation ist außerdem zu beachten, dass der Netzbetreiber über die baldige Inbetriebnahme der Ladestation informiert werden muss.
Fachbetrieb beauftragen und Fördermittel für Photovoltaikanlagen nutzen
Nach der grundsätzlichen Planung „empfiehlt es sich, mehrere Kostenvoranschläge von Fachbetriebeneinzuholen“, rät die Verbraucherzentrale. Diese sollten sich zuvor auch die konkreten Gegebenheiten vor Ort angesehen haben. Falls man eine Förderung in Anspruch nehmen möchte, müssten eventuelle Fördermittel unbedingt beantragt und bewilligt worden sein, bevor man einen Vertrag beim Anlagenhersteller oder Installationsbetrieb unterschreibt.
Am Samstag, 26. März 2022 findet die 12. Fahrradbörse in Raesfeld statt
Raesfeld. Der Raesfelder Förderverein der Kindertageseinrichtung St. Martin veranstaltet die 12. Fahrradbörse in Kooperation mit dem Ortsmarketingverein Raesfeld.
In der Zeit von 10:30 bis 12:00 Uhr gibt es auf dem Schulhof der Julia-Koppers-Gesamtschule in Raesfeld eine große Auswahl von gut gebrauchten Fährrader für große und kleine Leute.
Vier Wochen vor dem Radwandertag für Jedermann (Veranstaltung des GSV) können Sie hier noch so manches „Schnäppchen“ ergattern. Zusätzlich bietet die Polizei während der Fahrradbörse eine Fahrradcodierung an.
Sind Sie interessiert? Dann suchen Sie doch schon einmal alle Fahrräder, Fahrradanhänger, Roller, Fahrradsitze, usw. zusammen. Informationen über die Anmeldung zur Fahrradbörse geben wir Ihnen rechtzeitig bekannt
Kerzen leuchteten – Auf dem Boden war ein großes Friedenszeichen mit einer weißen Taube gemalt. Raesfelder zeigen sich sich solidarisch mit den Menschen in der Ukraine
Raesfeld. Es war schon ein bedrückender Donnerstagabend in Raesfeld. Rund 250 Menschen folgten der Einladung Raesfelder Fraktionen und Bürgermeister Martin Tesing zur Mahnwache, um gemeinsam ein Zeichen für den Frieden in der Ukraine und in der Welt zu setzen.
Raesfelder Fraktionen riefen am Donnerstag zu einer Mahnwache am Rathaus auf. Foto: Petra Bosse
„Es ist uns ein Anliegen und wichtig, hier und jetzt Solidarität mit der Ukraine, aber auch mit den russischen Widerstandskämpfern zu zeigen“, so Volker van Wasen (UWG).
Unvorstellbares Leid
„Der Angriff Russlands bringt unvorstellbares Leid über zahlreiche Menschen und ihre Familien. Wir sind heute hier zusammengekommen, um unseren Protest auszudrücken“, sagte Bürgermeister Martin Tesing. Und weiter: „Wir in Raesfeld stehen für ein friedliches Zusammenleben in unseren Nachbarschaften, in unserer Gemeinde und auch über unsere Staatsgrenzen hinweg“.
Kerzen für den Frieden.
Bundestagsabgeordnete Nadine Heselhaus (SPD): „Lassen Sie uns auch weiter an der Solidarität festhalten, denn wir werden sie noch eine Weile brauchen“, sagte sie und sich sehr emotional und betroffen, aber auch beeindruckt über die Solidarität in Raesfeld zeigte.
Die Feuerwehr Raesfeld beteiligte sich ebenfalls an der Mahnwache. Foto: Petra Bosse
Musikalisch untermalt wurde die Mahnwache von Liedermacher Heiko Nickelmann und einigen seiner musikalischen Freunde. Mit seinen Songs „Komm, wir ziehen in den Frieden“, „We are the Word“ und „Wozu sind Kriege da?“ sprach er in seinen Songs das aus, was ganz viele Menschen, weltweit denken – auch in Raesfeld. „Warum müssen Soldaten losmarschieren, um Menschen zu ermorden. Mach mir das mal klar. Wozu sind Kriege da?“, sang Franziska Ossing. Eine Frage sicherlich, die nicht so schnell an diesem Abend beantwortet werden konnte.
Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.
Spendenkonto eingerichtet – Caritas bittet um Hilfe für mehr als 200 geflüchtete Kinder aus der Ukraine
Borkener Verband unterstützt Aufnahme von Mädchen und Jungen in Opole in Polen BORKEN/OPOLE (pd). Der gnadenlose Krieg in der Ukraine zwingt immer mehr Menschen zur Flucht. Zu denen, die sich aktuell auf den Weg machen, gehören 210 elternlose Kinder aus mehreren Heimen – mehrere mit körperlichen Behinderungen. Ihnen möchte der Caritas Verband Borken in Zusammenarbeit mit seinem Partner-Verband in Opole (Polen) helfen.
Endlich in Sicherheit. Foto: Andrzej-Kernen
Dringend benötigte Rollstühle
Er bittet daher um Geldspenden, unter anderem für die Anschaffung von dringend benötigten Rollstühlen. Der Hilferuf des befreundeten polnischen Caritasverbandes erreichte die Borkener am Mittwochmorgen.
Die ersten 170 Mädchen und Jungen, die aus diversen ukrainischen Kinderheimen stammen, sind am Donnerstag mit ihren 30 Betreuungskräften in Opole eingetroffen, berichtet Matthias Brinkmann, Vorstand des Caritasverbandes Borken. Sie wurden in drei Einrichtungen in Nysa, Glucholazy und Glebinow untergebracht. Weitere Kinder sollen folgen.
Große Herausforderung für das Aktionsteam
In Polen sind die geflüchteten Mädchen und Jungen in der Nähe ihrer Heimat, die Kultur ist ihnen vertraut, heißt es in der Pressemitteilung. Doch Brinkmann und ein kurzfristig zusammengestelltes Aktionsteam wissen: „Für die erfahrenen Mitarbeiter in Opole wird die adäquate Versorgung der Kinder eine große Herausforderung. Sie werden dabei unsere Hilfe benötigen.“
Foto: Caritas Opole.
Nicht weghören
Der Caritasverband Borken, der durch eine Mitarbeiterin aus der Region persönliche Kontakte nach Opole pflege, habe daher Unterstützung zugesagt. „Wir können bei diesen Hilferufen nicht weghören“, so Brinkmann. Alicja Szkrabinski und Wojciech Wilczek aus dem Fachdienst für Integration und Migration werden in dem Aktionsteam mit ihren polnischen Sprachkenntnissen unter anderem die Kommunikation sicherstellen. Marijan Renić, erfahren in der Unterstützung ausländischer Krisenhilfe, und Gudrun Weber von der Gemeindecaritas, unterstützen das Team.
Kosten von mindestens 10.000 Euro
Bei der Finanzierung der dringend benötigten Hilfe hofft der Caritasverband Borken auf die hiesige Bevölkerung. Das Team der Caritas Borken bittet um Geldspenden. Der Verband in Opole rechnet mit Kosten von mindestens 10.000 Euro für erforderlichen Hilfsmittel und Hygieneartikel wie Windeln und Inkontinenzunterlagen – alles Dinge, die die Kinder bei ihrer Flucht zurücklassen mussten.
Keine Sachmittelspenden
Sachmittelspenden würden derzeit nicht helfen, schreibt das Aktionsteam. Der Transport sei viel zu zeitaufwendig und zu kostspielig. Geldspenden könnten effektiver eingesetzt werden. „In Polen gibt es nach Aussage des dortigen Verbandes genug Potential, um die Versorgung der Kinder sicherzustellen“, betonen die Beteiligten. Die finanzielle Unterstützung komme somit auch der hilfestellenden Region zugute.
Wer den ukrainischen Kindern in Opole helfen möchte, kann Spenden einzahlen auf das Konto der Caritas Borken mit der IBAN DE04 4286 1387 0005 2556 01, Stichwort: Spende Flüchtlingskinder Opole.
Eine Spendenquittung wird bei Angabe der Adresse ausgestellt. Caritasverband für das Dekanat Borken e. V. Caritasverband für das Dekanat Borken e. V. Weitere Informationen Weitere Informationen über die Aktivitäten der Caritas Opole und die aktuelle Hilfsaktionen sind unter den Suchbegriffen in den Suchmaschinen aufzufinden und mit den Übersetzungsangeboten im Netz auch deutschsprachig verständlich zu erhalten.
Für weitere Informationen stehen zur Verfügung: Caritasverband für das Dekanat Borken e.V. Wojciech Wilczek / Matthias Brinkmann Turmstr. 14, 46325 Borken Tel. 02861 945 6, Fax 02861 945 899 [email protected] oder [email protected]
„REACT-EU Förderprogramm Grüne Infrastruktur“ in Raesfeld
Raesfeld (pd). Die Neuanpflanzung von 201 Bäumen ist in der Schlossgemeinde im vollen Gange. Sowerden aktuell die heimischen Bäume an verschiedenen Standorten im Außenbereich gepflanzt.
„In diesem Jahr haben wir uns für Stiel-Eichen, Winterlinden, Vogelkirschen und Berg-Ahorne entschieden“, erläutert Bernhard Kösters vom gemeindlichen Bauamt. „Diese neuerliche große Baumpflanzaktion knüpft an die des Vorjahres an. Sie soll für schattige, grüne Straßenränder und somit für unsere grünen Lunge sorgen.“
Bereits im letzten Jahr hatten die Mitglieder des Bau- und Umweltausschuss den Maßnahmen aus den Förderprogrammen „Grüne Infrastruktur“ zugestimmt, die in diesem Jahr mit dem Gesamtvolumen von 112.000 Euro von der EU zu 100 Prozent gefördert wird.
139 bislang ungeimpfte Personen nutzten schon die Gelegenheit
Sondertermin für priorisierte Gruppen am vergangenen Sonntag / Seit gestrigem Mittwoch unter Beachtung bestimmter Vorgaben frei verimpfbar
Kreis Borken (pd). 139 bislang nicht geimpfte Personen haben sich im Kreis Borken schon mit dem neuen Impfstoff von Novavax impfen lassen. Das teilt Landrat Dr. Kai Zwicker mit. Der Kreis Borken ist einer der ersten Kreise in NRW, der diese Alternative zu den mRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna im Rahmen seiner allgemeinen Impfangebote als Erst- oder Zweitimpfung ermöglicht.
Bürgerinnen und Bürger, die sich bei den bisherigen Impfstoffen unsicher waren, können so den vielfach gewünschten Proteinimpfstoff nutzen und damit einer schweren Covid-Erkrankung vorbeugen. Um den rechtlichen Anforderungen dafür Rechnung zu tragen, hatte die Koordinierende Covid-Impfeinheit (KoCI) des Kreises am vergangenen Sonntag (27.02.2022) in einem Sonder-Impftermin im Borkener Vennehof zunächst ausschließlich den priorisierten Personengruppen ein Impfangebot mit Novavax gemacht.
Genutzt wurde dieses von 125 Personen. Damit war kurzfristig der Weg frei geworden, nun im Rahmen der laufenden KoCI-Impfungen in den vier Impfstellen im Kreis Borken – Ahaus, Bocholt, Borken und Gronau – auch allen anderen Interessierten Novavax-Impfungen anzubieten.
Gestartet wurde damit gestern in der Impfstelle in Bocholt (ehemaliges Sparkassengebäude am Markt 8). In der Zeit von 15 bis 19 Uhr ließen sich dort 88 Personen impfen, darunter 14 mit dem Impfstoff von Novavax. Ein Ehepaar war deswegen sogar eigens für die Novavax-Impfung von Berlin angereist.
Weitere Termine
Die weiteren Termine für die Impfstelle in Bocholt sind in dieser Woche am Freitag (04.03.2022) von 13 bis 19 Uhr und am Samstag (05.03.2022) von 10 bis 16 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
In der kommenden Woche hat dann die Kommunale Impfstelle in Ahaus (ehemalige Volksbank, Markt 30-32) geöffnet: am 9. März von 15 bis 19 Uhr, am 11. März von 13 bis 19 Uhr und am 12. März von 10 bis 16 Uhr. In den Wochen danach folgen turnusmäßig die Impfangebote in Gronau und Borken. Hier gibt es die genaue Terminübersicht für den Monat März: https://kreis-borken.de/mobileimpfungen. Zum Hintergrund: Verimpft wird der Impfstoff von BioNTech, Moderna und Novavax. Hinweis zu Novavax: Novavax wird laut Ständiger Impfkommission für Personen ab 18 Jahren empfohlen. Zur Grundimmunisierung müssen zwei Dosen mit einem Mindestabstand von drei Wochen verimpft werden. Der Impfstoff kann auch zur Vervollständigung des Impfschutzes für einfach Johnson & Johnson Geimpfte verwendet werden.
Eine reguläre Auffrischungsimpfung mit Novavax ist aktuell nicht vorgesehen; nur nach entsprechend ärztlichem Ermessen soll sie im Ausnahmefall möglich gemacht werden. Kinder zwischen 5 und 11 Jahren erhalten den Kinder-Impfstoff von BioNTech. Weitere Informationen zu den Corona-Schutzimpfungen gibt es im Internet unter https://www.kreis-borken.de/coronaimpfung.
Raesfeld/Kreis Borken – Vermeintlicher Sohn scheitert mit WhatsApp-Masche
Raesfeld/Kreis Borken (ots) – Alles richtig gemacht: Fit in Sachen „WhatsApp“ zeigte sich am Dienstag eine Seniorin in Raesfeld – die Frau fiel nicht auf eine üble Masche herein, mit der Betrüger derzeit im Kreis Borken vornehmlich auf ältere Menschen zielen.
Die Täter hatten es mit der dabei üblichen Vorgehensweise versucht: Per Messenger meldeten sie sich bei der Raesfelderin und gaben sich als Sohn der Frau aus.
Dabei gingen sie geschickt vor: In lustigem Tonfall, garniert mit den passenden Emojis 🤓😍🤣, tischten sie eine frei erfundene Geschichte auf. Originalzitat: „Ich habe mein Handy aus Versehen in die Waschmaschine gesteckt. Es war komplett nass und die Simkarte funktioniert nicht mehr.“
Im weiteren Verlauf des Chats schoben die Betrüger noch hinterher, dass der vermeintliche Sohn dringend eine Rechnung begleichen müsse: „Kann ich sie über WhatsApp schicken und kannst du sie vorauszahlen?“
Psychologisch geschickt verpackt
Die Täter hatten zwar beim Chatten psychologisch geschickt verpackte Überzeugungsarbeit geleistet. Doch die Raesfelderin hegte am Ende zu Recht Zweifel und machte klar, dass sie solche Dinge nicht über WhatsApp regle. Sie nahm nun von sich aus telefonisch Kontakt zu ihren Söhnen auf und erkannte so noch rechtzeitig den Betrug.
Wie dieser Frau ergeht es derzeit vielen: Täglich melden sich Betroffene aus zahlreichen Orten des Kreises Borken. In den allermeisten der bekannt gewordenen Fällen ist es bislang beim Betrugsversuch geblieben. Die Polizei warnt erneut davor. Wer eine derartige Nachricht von einer unbekannten Nummer erhält, sollte nicht darauf eingehen – auch wenn die Erklärung dafür noch so nett formuliert daherkommt: Ein Zwinkersmiley macht aus einem Betrüger kein Familienmitglied.
Landrat Dr. Kai Zwicker: „Zahl der Arbeitslosen im SGB-II-Bereich sinkt bereits im Februar wieder“ Aktuell 4.357 SGB-II-Arbeitslose im Kreis
Kreis Borken (pd). Die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen im Kreis Borken ist im Februar wieder gesunken. Das teilt Landrat Dr. Kai Zwicker mit. Nach dem saisontypischen Anstieg in den Wintermonaten gingen die Zahlen nun wieder zurück. „Erwartungsgemäß lässt sich zum Frühjahr hin wieder eine Erholung feststellen, das ist in der Regel in jedem Jahr so – allerdings ist es in diesem Jahr schon früh, bereits jetzt im Februar, der Fall“, sagt Landrat Dr. Zwicker.
Der Rückgang in diesem Jahr ist zudem noch etwas deutlicher als im Vorjahr: Das „Jobcenter im Kreis Borken“ weist für den Monat Februar 4.357 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind. Im Vergleich zum Vormonat Januar ist die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen damit um 71 Personen geringer, im Vergleich zum Februar 2021 sogar um 320. Damals sank die Zahl von Januar 2021 auf Februar 2021 nur um 27.
„Wie sich der Arbeitsmarkt und der SGB-II-Hilfebedarf weiter entwickeln werden, lässt sich jedoch derzeit angesichts der aktuellen Geschehnisse nicht prognostizieren“, fügt der Landrat hinzu. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen liegt im Kreisgebiet weiterhin stabil bei 2,0 Prozent.
Insgesamt ist der SGB-II-Hilfebedarf im vergangenen Monat weiter gesunken. So ging die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Febuar 2022 zurück und liegt derzeit bei 8.785 Personen (- 22). Hierzu gehören auch Männer und Frauen, die aktuell an Eingliederungsmaßnahmen teilnehmen und Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit nicht zur Verfügung stehen.
Personen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen nach dem 2. Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen sind, zählen ebenfalls zu dieser Gruppe. Inklusive deren Kinder unter 15 Jahren und der weiteren nicht erwerbsfähigen Angehörigen haben im Februar 12.610 Personen (- 59) in 6.429 Bedarfsgemeinschaften (- 30) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. Das sind 593 Bedarfsgemeinschaften und 857 erwerbsfähige Leistungsberechtigte weniger als im Februar 2021.
Die aktuellen Arbeitslosenzahlen im SGB II in den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes sind der beigefügten Grafik zu entnehmen.
Die Arbeitslosenquote von 2,0 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen.
Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig. Die hilfsweisen Quoten sind der ebenfalls beigefügten Grafik zu entnehmen.
Ukraine-Hilfe: Kreis Borken informiert über die Situation am 2. März 2022
Kreis Borken (pd). Inzwischen kommen verstärkt Kriegsflüchtlinge im Kreis Borken an. Das teilt heute (02.03.2022) der Kreis Borken mit. Bisher waren es in der Regel nur Einzelpersonen bzw. Kleingruppen, die privat untergebracht sind.
Am Dienstag (01.03.2022) ist zudem erstmals auch eine Gruppe von 19 Personen in Gronau eingetroffen. Weitere größere Gruppen sind von privaten Initiativen für die nächsten Stunden bzw. morgen im Laufe des Tages angekündigt.
Sondersprechstunde soll eingerichtet werden
Bei der Ausländerbehörde der Kreisverwaltung sind bisher erst 13 ukrainische Flüchtlinge registriert. Hier geht man davon aus, dass die Zahl schnell deutlich ansteigen wird. Es gibt daher bereits Überlegungen, Sondersprechstunden für diesen Personenkreis einzurichten.
Wichtig!
Laut Kreis Borken ist es auf jeden Fall wichtig, dass sich die ins Kreisgebiet eingereisten Personen bei der Ausländerbehörde über die Hotline-Telefonnummer 02861/681-2500 (erreichbar montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr) oder per E-Mail an [email protected]unverzüglich melden. Sie können sich auch direkt via Internet https://www.kreis-borken.de/registrierung beim Kreis Borken registrieren.
60 ukrainisch und/oder russische Sprachvermittler
Beim „Kommunalen Integrationszentrum Kreis Borken“ (KI) haben sich inzwischen rund 60 ukrainisch und/oder russisch sprechende Personen aus dem ganzen Kreisgebiet als Sprachmittler gemeldet. Sie wollen Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine, die ins Westmünsterland kommen, als Übersetzer zur Seite stehen. Zunächst 30 von ihnen erhalten nun Anfang der kommenden Woche eine Einweisung in die Tätigkeit der Sprachmittlung.
Zahlreiche Anfragen und Hilfsangebote
In der „Koordinierungsstelle Ukraine“ des Kreises Borken kommen telefonisch oder per E-Mail zahlreiche Anfragen und Hilfsangebote herein. Dabei geht es neben Unterbringungsangeboten, die an die hiesigen Städte und Gemeinden weitergeleitet wurden, inzwischen vor allem um die Zurverfügungstellung von Sachspenden für ukrainische Flüchtlinge. Hier gelte es allerdings noch die konkreten Bedarfe der im Kreis Borken eintreffenden Personen abzuwarten, die sich in den nächsten Tagen abzeichnen werden, hieß es dazu aus dem Kreishaus.
Die Koordinierungsstelle ist unter der Telefonnummer 02861/681-2500 (montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr) und der E-Mail-Adresse [email protected] zu erreichen.
Kontakt mit dem Partnerkreis Wroclaw/Breslau
Weiterhin gibt es engen Kontakt mit dem Partnerkreis Wroclaw/Breslau. Im Rahmen einer Videokonferenz konnte der Kreis Borken den polnischen Freunden melden, dass die von ihnen u. a. für das Krankenhaus in einer ukrainischen Partnerkommune sowie für die Betreuung von Flüchtlingen vor Ort hereingegebene Liste dringend erforderlicher Güter versandfertig gemacht und voraussichtlich am Samstag nach Breslau transportiert wird. Von dort wird dann die Weiterleitung von Materialien an den Zielort in der Ukraine koordiniert.
Lebensmittel-Discounter ergänzt Hilfslieferung
Durch Vermittlung von Landrat Dr. Kai Zwicker wird ein großer in Gronau ansässiger Lebensmittel-Discounter die Hilfslieferung aus dem Kreis Borken vor allem um Lebensmittelkonserven und Hygieneartikel ergänzen und ein Heeker Blockheizkraft-Hersteller wird in einem zweiten Fahrzeug u. a. auch mobile Zusatzakkus („Powerbanks“) mit auf den Weg bringen.
Häufig gestellte Fragen
Der Fachbereich Soziales der Kreisverwaltung Borken steht im engen Austausch mit den Städten und Gemeinden im Kreisgebiet zu den sozialleistungsrechtlichen Aspekten und hat dazu auch inzwischen auch erste Antworten auf häufig gestellte Fragen („FAQs“) ins Internet gestellt. Dabei geht es um die Themen Sozialleistungen, Krankenbehandlung und Arbeit. Zu finden sind diese Informationen im – fortlaufend aktualisierten –Internetangebot des Kreises Borken unter https://www.kreis-borken.de/ukraine-hilfe.
Nordrhein-Westfalen passt die Coronaschutzverordnung an – Großer Schritt in Richtung Normalität
Die neuen Regelungen treten am Freitag, 4. März 2022, in Kraft.
NRW. Ab Freitag:
Gastronomie und Übernachtungsangebote auch für Nicht-Immunisierte mit gültigem Test
Öffnung von Clubs und Diskotheken
Mehr Zuschauer insbesondere bei Großveranstaltungen
Keine Zugangsbeschränkungen mehr für Kinder und Jugendliche
Da die Inzidenzzahlen und die Zahl der Covid-Patientinnen und -Patienten in den Krankenhäusern auch nach den ersten Öffnungsschritten zum 19. Februar weiter sinken, setzt die Landesregierung die von Bund und Ländern gemeinsam beschlossene weitere Öffnungsperspektive in einem zweiten Schritt um.
Die Coronaschutzverordnung wird entsprechend angepasst. Die neuen Regelungen treten am Freitag, 4. März 2022, in Kraft. Nach einem ersten Schritt der verantwortungsvollen, achtsamen Öffnung folgen nun weitere Rücknahmen von Schutzmaßnahmen. Dabei fallen Zugangsbeschränkungen (3G, 2G, 2G-plus) für Kinder und Jugendliche ganz weg.
Darüber hinaus gilt: Der Besuch gastronomischer Einrichtungen und die Inanspruchnahme von Übernachtungsangeboten sind nun auch nicht immunisierten Personen möglich, die einen gültigen negativen offiziellen Schnelltest vorweisen können. Gleiches gilt für den Besuch von Museen, Konzerten und weiteren Kultureinrichtungen sowie für die gemeinsame Sportausübung außen und innen.
Basisschutz-Maßnahmen bleiben bestehen
Clubs und Diskotheken können unter Einhaltung der 2G-plus Regelung mit aktuellem Schnellest wieder öffnen. Basisschutz-Maßnahmen wie Maskenpflicht, Abstandsgebot und Hygieneregeln bleiben bestehen. Das Infektionsgeschehen soll auf diese Weise weiterhin so begrenzt werden, dass die Funktionsfähigkeit kritischer Infrastrukturbereiche und die medizinische Versorgungsstruktur nicht gefährdet werden. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Mit den Öffnungen, die uns die weiterhin positive Entwicklung gerade in unseren Krankenhäusern erlaubt, gehen wir einen großen Schritt in Richtung Normalität“.
Beschränkungen für Ungeimpfte
Zur Wahrheit gehöre aber auch, so Laumann, dass genauso wie die Beschränkungen für Ungeimpfte jetzt als letztes fallen, werden sie als erstes wiedereingeführt werden müssen, falls sich das Infektionsgeschehen wieder kritisch entwickeln sollte.
„Um in dieser ohnehin schwierigen Zeit zumindest vor weiteren Coronaeinschränkungen im nächsten Winter sicher zu sein, bleibt es daher von zentraler Bedeutung: Lassen Sie sich impfen!“, appelliert Laumann weiter.
Die wichtigsten Anpassungen im Überblick
Zugang zu Gastronomie, Kultureinrichtungen und Sport für nicht immunisierte Personen mit gültigem negativen Testnachweis
Gastronomische Einrichtungen und touristische Übernachtungsangebote können mit Inkrafttreten dieser Verordnung auch von nicht immunisierten Personen in Anspruch genommen werden, sofern sie einen gültigen Negativtest vorweisen können (3G).
Kultureinrichtungen wie Museen, Ausstellungen, Konzerte und sonstige Kulturveranstaltungen können getestete Menschen ohne Immunisierung besuchen.
Gleiches gilt für die Sportausübung im öffentlichen Raum (innen und außen) und den Besuch von Sportveranstaltungen als Zuschauende. Die Kapazitätsgrenzen werden dabei zum Teil deutlich nach oben geschoben.
Grundsätzlich ist damit bis auf wenige Angebote mit besonders hohen Infektionsrisiken (Volksfeste, Großveranstaltungen, Veranstaltungen mit Tanz, Diskotheken, Bordelle etc.) künftig alles unter 3G zulässig.
Öffnung von Clubs und Diskotheken unter 2G-plus
Für Volksfeste und vergleichbare Freizeitveranstaltungen sowie private Feiern mit Tanz wie Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern gilt weiterhin die 2G-plus-Regel. Das bedeutet: Teilnehmen dürfen nur immunisierte Personen, die zusätzlich über einen aktuellen Test oder eine Auffrischungsimpfung verfügen. Auch Clubs, Diskotheken und vergleichbare Einrichtungen dürfen ab dem 4. März wieder öffnen. Ihr Besuch ist jedoch aufgrund der erhöhten Übertragungsrisiken nur immunisierten Personen möglich, die zusätzlich über einen negativen Testnachweis verfügen. Die zusätzliche Testpflicht gilt hier auch für Menschen, die bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben oder einen frischen Genesenenstatus haben. Eine Maskenpflicht besteht nicht.
Höhere Zuschauerkapazitäten für Veranstaltungen
Kleinere Veranstaltungen (d.h. solche bis 1.000 Zuschauer) sind unter 3G-Bedingungen künftig mit mehr Besuchern möglich. Bis zu 500 teilnehmenden Personen gelten keine Kapazitätsbeschränkungen, oberhalb einer absoluten Zahl von 500 gleichzeitig anwesenden oder teilnehmenden Personen darf die zusätzliche Auslastung bei höchstens 60 Prozent der über 500 Personen hinausgehenden regulären Höchstkapazität liegen. Insgesamt sind dabei höchstens 1.000 gleichzeitig anwesende Zuschauende, Besucherinnen und Besucher oder Teilnehmende zulässig. Wird 2G-plus gewährleistet, entfällt (vergleichbar mit Diskotheken etc.) bis zu einer Teilnehmerzahl von 1.000 Personen auch die Maskenpflicht.
Bei Großveranstaltungen (ab 1.000 Personen) können unter den weiterhin geltenden Bedingungen von 2G-plus und zusätzlicher Maskenpflicht künftig in Innenräumen 60 Prozent der jeweiligen Höchstkapazität genutzt werden. Die Personengrenze von 6.000 Personen darf jedoch nicht überschritten werden. Im Freien können maximal 75 Prozent der Kapazitäten bei einer Höchstgrenze von 25.000 Zuschauern belegt werden. Die zuständige Behörde kann Ausnahmen von den relativen und absoluten Obergrenzen festlegen, wenn durch entsprechende Konzepte Abläufe sowie An- und Abreise infektiologisch vertretbar gestaltet werden können. Diese erhöhten Personenzahlen gelten wegen des erhöhten Infektionsrisikos nicht für Clubs, Diskotheken und Veranstaltungen mit Tanz.
Keine Zugangsbeschränkungen mehr für Kinder und Jugendliche
Die Zugangsbeschränkungen 2G-plus und 3G gelten ab sofort nicht mehr für Kinder- und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre. Ihnen ist also ab sofort eine Teilnahme an allen Veranstaltungen und Angeboten ohne Nachweispflichten möglich, solange dies im Rahmen der maximalen Teilnehmerzahl zulässig ist.
Die Landesregierung wird im Einklang mit den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz und unter Berücksichtigung möglicher Änderungen des Infektionsschutzgesetzes prüfen, welche Basisschutzmaßnahmen über den 19. März hinaus bestehen bleiben sollen.
Bei Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an: Telefon 0211 855-5.
Ukrainische Geflüchtete können in Deutschland ab sofort kostenlos Bus und Bahn nutzen
Regelung gilt bis auf Weiteres und auf Widerruf
(pd). Die über 600 im Branchenverband VDV organisierten Verkehrsunternehmen und Verbünde haben am Montag in einer Sondersitzung des Präsidiums beschlossen, dass ab sofort und bis auf Weiteres Ukrainerinnen und Ukrainer, die aufgrund des Krieges in ihrem Land flüchten und nach Deutschland einreisen, hier kostenlos alle Busse und Bahnen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) nutzen können.
„0-Euro-Tickets“
Dies gilt für alle Nahverkehrszüge (S-Bahn, Regionalbahn, Regionalexpress, etc.) sowie für alle U-, Straßen-, Stadtbahnen und Busse. Als Fahrausweis dienen entweder so genannte „0-Euro-Tickets“, wie sie beispielsweise von der Deutschen Bahn im Fernverkehr ausgestellt werden oder auch ein gültiges Ausweisdokument.
VDV-Präsident Ingo Wortmann: „Wir können als Branche nur einen geringen Beitrag leisten, um das Leid, das diese Menschen unverschuldet ertragen müssen, ein wenig zu lindern. Daher ist es für uns als Branche der Daseinsvorsorge eine absolute Selbstverständlichkeit, die aus der Ukraine aufgrund des Krieges Geflüchteten hier aufs Allerherzlichste willkommen zu heißen und ihnen eine kostenlose Mobilität in Deutschland zu ermöglichen. Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen aus dem VDV-Präsidium und aus der gesamten Branche, dass wir dies unkompliziert und schnell gemeinsam auf den Weg bringen konnten. Die Regelung gilt bis auf Weiteres und auf Widerruf.“
Am Donnerstag, den 03. März findet in Raesfeld der erste Monatsmarkt 2022 nach der Winterpause statt.
Raesfeld (pd). Neben den Textil- und Kurzwarenhändlern, bei denen man so manches Schnäppchen erlangen kann, ist unter anderem auch ein Gewürzhändler vertreten. Wer mag, kann nach dem Einkauf mit einem Fischbrötchen oder mit frisch gebackenen Reibekuchen die Fastenzeit einläuten.
An jedem ersten Donnerstag im Monat, von März bis Oktober, bietet der Markt von 14:00 bis 18:30 Uhr ein vielfältiges Angebot. Zum einen besteht die Möglichkeit, sich dort zu bevorraten, zum anderen einfach nur durch den Ortskern zu schlendern und später einen kleinen Imbiss auf dem Markt oder eine Tasse Kaffee in einem umliegenden Café zu genießen.
Bauernfamilien in Westfalen-Lippe organisieren Unterkünfte für ukrainische Flüchtlinge
WLV-Präsident Beringmeier: „Gelebte Solidarität heißt konkret helfen!“
Münster (wlv). Angesichts der Erwartung, dass Deutschland in den kommenden Wochen eine große Zahl von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine aufnehmen wird, hat der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) heute an seine Mitglieder appelliert, Menschen aus den Kriegsgebieten aufzunehmen und freien Wohnraum auf den Höfen zur Verfügung zu stellen. Zu diesem Zweck hat der Verband heute eine digitale Plattform eingerichtet (www.wlv.de/ukraine-hilfe)
Hier sammelt der WLV die Adressen hilfswilliger Bauernfamilien und wird diese an die zuständigen Kommunen weiterleiten.
Tod, Zerstörung und Elend
Dazu sagte WLV-Präsident Hubertus Beringmeier: „Unser Mitgefühl und Respekt gelten dem ukrainischen Volk, das sich auch fünf Tage nach dem Beginn des brutalen russischen Angriffs auf ihr Land entschlossen wehrt. Der mutwillig vom russischen Präsidenten Putin vom Zaun gebrochene Krieg bringt jeden Tag mehr Tod, Zerstörung und Elend über die ukrainische Bevölkerung. Hunderttausende Menschen suchen ihr Heil in der Flucht, und alle Beobachter gehen davon aus, dass die Zahl der Flüchtenden weiter steigen wird. Wir erwarten, dass Deutschland zeitnah viele Menschen aufnehmen wird und haben uns heute frühzeitig dazu entschlossen, unsere Mitglieder aufzurufen, freien Wohnraum auf den Höfen zu melden und durch konkrete Hilfe unsere Solidarität mit den Betroffenen zu zeigen.“
Nahrungsmittel nicht nur in der Corona-Krise sichergestellt
Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband geht davon aus, dass der Krieg in der Ukraine kurz- und mittelfristig auch zu Störungen auf den internationalen Agrarmärkten führen wird. Doch werde sich die Leistungsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft auch in dieser Krise bewähren. „Wir haben während der Corona-Pandemie die Versorgung unserer Bevölkerung mit Nahrungsmitteln sichergestellt und werden dies mit großer Sicherheit auch in der jetzigen Krise tun“, so Beringmeier.
Ab sofort können Personen ab 18 Jahren, die mit Novavax geimpft werden möchten, einen Termin für eine der drei Impfstellen in Castrop-Rauxel, Dorsten oder Recklinghausen buchen.
Der Verteilerschlüssel, der eine Bevorzugung von den Personen, die ab Mitte des Monats unter die Impfpflicht fallen, oder mit Unverträglichkeiten gegen mRNA-Impfstoffe vorsah, entfällt.
Die ersten Tage der Impfungen mit dem Proteinimpfstoff hatten gezeigt, dass die Nachfrage auch bei den bevorzugten Personengruppen gering ausfällt. An den ersten beiden Tagen haben sich insgesamt knapp 50 Menschen mit diesem Impfstoff immunisieren lassen. In Absprache mit dem Ministerium hat die Kreisverwaltung daher entschieden, in den Impfstellen, in denen Novavax-Impfstoff zum Einsatz kommt, auf den Verteilschlüssel nach Berechtigtengruppen zu verzichten.
Novavax Der Impfstoff Nuvaxovid des Herstellers Novavax ist ein sogenannter Proteinimpfstoff (Eiweißimpfstoff). Für eine Grundimmunisierung sind zwei Impfungen im Abstand von mindestens drei Wochen erforderlich.
Eine Kreuzimpfung (Kombination von mRNA- oder Vektor-Impfstoff und Novavax) ist nicht zugelassen. Der Impfstoff wird zunächst ausschließlich in kommunalen Impfstellen angeboten, die niedergelassenen Ärzte können daher noch keine Impfungen mit diesem Impfstoff anbieten.
„Koordinierungsstelle Ukraine“ der Kreisverwaltung hat Arbeit aufgenommen
Ukraine-Hilfe: Rund 30 ukrainisch und russisch sprechende Personen aus dem ganzen Kreisgebiet haben sich bereits nach gestrigem Aufruf des „Kommunalen Integrationszentrums Kreis Borken“ als Sprachmittler gemeldet
Kreis Borken (pd). Rund 30 ukrainisch und/oder russisch sprechende Personen aus dem ganzen Kreisgebiet haben sich nach dem gestrigen Aufruf des Kreises bereits telefonisch oder per E-Mail beim „Kommunalen Integrationszentrum Kreis Borken“ (KI) als Sprachmittler gemeldet. Sie wollen Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine, die ins Westmünsterland kommen, als Übersetzer zur Seite stehen.
Große Resonanz im Kreis Borken
Landrat Dr. Kai Zwicker zeigt sich sehr erfreut über diese große Resonanz und dankt allen, die als Dolmetscher mithelfen wollen, im Namen des Kreises Borken. Sie werden nun Anfang der kommenden Woche im Rahmen einer kurzen Schulung in die Tätigkeit der Sprachmittlung eingeführt. Auch weiterhin sind aber ukrainisch und/oder russisch sprechende Personen im Sprachmittlerpool willkommen. Entsprechende Meldungen nimmt das KI unter der Telefonnummer 02861/681-4377 zu den üblichen Bürozeiten entgegen.
In der Ausländerbehörde des Kreises Borken werden inzwischen erste Flüchtlinge aus der Ukraine registriert. Zudem laufen dort Anfragen von Familienangehörigen und Freunden nach den erforderlichen Meldeformalitäten.
Dazu noch einmal der Hinweis des Kreises Borken: Personen, die bereits aus der Ukraine eingereist und im Kreis Borken untergekommen sind, werden gebeten, sich bei der Ausländerbehörde der Kreisverwaltung Borken über die vom Kreis Borken eingerichtete Hotline-Telefonnummer 02861/681-2500 (erreichbar montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr) oder per E-Mail an [email protected] zu melden.
Meldestelle für Flüchtlinge
Flüchtlinge, die aus der Ukraine ins Westmünsterland kommen oder bereits hier sind, können sich auch unmittelbar via Internet https://www.kreis-borken.de/registrierung beim Kreis Borken anmelden. Eine Kontaktaufnahme mit der Ausländerbehörde ist auch deshalb wichtig, damit die Flüchtlinge rasch über Entwicklungen und rechtliche Änderungen informiert und Unterstützungsangebote gemacht werden können.
Telefon „Koordinierungsstelle Ukraine“
Die „Koordinierungsstelle Ukraine“ des Kreises Borken, die unter der Telefonnummer 02861/681-2500 (montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr) und der E-Mail-Adresse [email protected] zu erreichen ist, hat heute vor allem zahlreiche Unterbringungsangebote aus der Bevölkerung erhalten, die daraufhin an die jeweiligen Standortkommunen weitergegeben wurden. Der Kreis Borken informiert fortlaufend im Internet unter https://www.kreis-borken.de/ukraine-hilfe.
Am 5. März 2020 wurde im Kreis Borken der erste Coronafall bekannt – Pandemiebekämpfung auch heute weiterhin zentrale Herausforderung
Kreis Borken (pd). „Am 5. März 2020 wurde bei uns im Kreis Borken der erste Coronafall bekannt.“ Darauf weist jetzt Landrat Dr. Kai Zwicker anlässlich des herannahenden zweiten „Jahrestages“ hin.
Damals traf es eine junge Frau aus Bocholt. Sie und ihre fünf Begleiterinnen, die in Norditalien unterwegs gewesen waren, hatten sich bereits auf ihrer Rückreise telefonisch gemeldet, weil sich bei mehreren aus der Gruppe Erkältungssymptome zeigten.
In Absprache mit dem Borkener Kreisgesundheitsamt begaben sich alle bei der Heimkehr vorsorglich sofort in häusliche Isolation – „ein vorbildliches Verhalten“, an das Landrat Dr. Zwicker auch heute noch lobend zurückdenkt.
Positiver Befund
Der Corona-Test ergab dann den positiven Befund, so dass die gesamte Reisegesellschaft für 14 Tage in Quarantäne gesetzt wurde. Die Folge seinerzeit beim Kreis Borken: Auf Veranlassung des Landrates trat der Krisenstab unter Leitung von Kreisordnungsdezernentin Dr. Elisabeth Schwenzow – verstärkt um Vertreter der Polizei, der Krankenhäuser, der niedergelassenen Ärzte, der Feuerwehren, des DRK und des Maltester Hilfsdienstes sowie der kreisangehörigen Kommunen – erstmals zusammen, um die erforderlich werdenden Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu koordinieren.
Kreis Borken aktiviert Stäbe
Die Kommunen im Kreis Borken aktivierten nach und nach ebenfalls ihre Stäbe. Zu dem Zeitpunkt ließ sich noch in keinster Weise erahnen, welche Entwicklung das Infektionsgeschehen und die daraus resultierenden Schutzmaßnahmen bis heute nehmen, geschweige denn, welche Auswirkungen das auf das Leben der Menschen haben würde.
356 Verstorbene
Mit Stand 1. März 2022, 0 Uhr, haben sich vor allem im Zuge von mehreren großen Wellen bislang 68.334 Personen im Kreis Borken mit dem inzwischen in verschiedenen Varianten auftretenden Coronavirus infiziert. Leider sind im Zusammenhang mit dem Virus auch 356 Verstorbene zu verzeichnen.
310.000 Personen haben einen vollständigen Impfschutz
Knapp 310.000 Personen haben zwischenzeitlich einen vollständigen Impfschutz erworben. Das sind 83,3 Prozent der gesamten Kreisbevölkerung. Bei den über 12-Jährigen beträgt der Anteil bereits 92,6 Prozent, bei den über 60-Jährigen sogar über 95 Prozent. Über einen danach erneut aufgefrischten Impfschutz verfügen inzwischen über 250.000 Personen (knapp 81 Prozent der vollständig Geimpften).
Statt Rosenmontagzug besuchten die Jecken vom RRZ private Gärten in Raesfeld, Erle und Homer
Rosenmontag in Raesfeld – Raesfelder Rosenmontagszug (RRZ) rollte nicht wie gewohnt durch die Gemeinde. Alternativ haben sich die Organisatoren etwas Ungewöhnliches ausgedacht.
Garten von Prinz Herbert Schlottbom mit Prinzessin Ruth Nagel (2011) Foto: Michael Butenweg
Rosenmontag gilt als ein echtes Highlight in Raesfeld. Eigentlich wäre in den Mittagstunden der große Rosenmontagszug durch das Dorf gerollt. Eigentlich. Bedingt jedoch durch die Pandemie fiel dieser auch in diesem Jahr zum zweiten Mal aus.
Um den Tag jedoch nicht ganz „ins Wasser fallen“ zu lassen, haben sich die Organisatoren des RRZ ein Alternativprogramm unter dem Motto „Wer hat den schönsten Karnevalsgarten?“ einfallen, an dem alle Bürger teilnehmen konnten.
Spaß für die Kinder in Homer an der alten Schule. Foto: Petra Bosse
Insgesamt haben sich im Vorfeld 17 Raesfelder und Erler etwas einfallen, um daran teilzunehmen. Und auch der Nikolaus-Kindergarten machte mit und begrüßte die Jecken in den frühen Morgenstunden. Als Hingucker präsentierte sich auch der Biergarten im Vorgarten der Familie Mohr in Erle.
Erler Vorgarten der Familie Mohr. Foto: Michael Butenweg
In Homer an der alten Schule wurde eigens für die Homeraner Tanzmariechen eine Bühne von Jürgen Epping aufgebaut. Hier konnten die Mädchen, unter der Leitung von Sophia Epping das zeigen, was für die Session 2021/22 wochenlang geübt hatten. „Damit möchte ich den Kindern wenigstens einen Auftritt ermöglichen. Wenn sie schon nicht auf der großen Bühne stehen können, was ich sehr schade finden, dann wenigstens hier“, so Epping.
Homeraner Tanzgarde. Foto: Petra Bosse
Um jeden der Gärten zu bewerten und einem Gewinner zu ermitteln, waren rund 20 Aktive vom RRZ im Einsatz. „Wir freuen uns wirklich über die gute Resonanz. Jeder hat mit viel Liebe und Kreativität unter einem Motto seinen Garten geschmückt und gestaltet“, so der Vorsitzende vom RRZ Reinhard Hörnemann. Sicher war sich der Vorstand bereits auf halber Strecke. „Es wird für uns am Ende wirklich schwer werden, den schönsten Garten zu prämieren“.
Einrichtungsbezogene Impfpflicht: Meldeformular auf der Kreis-Internetseite Medizinische- und Pflegeeinrichtungen können digital Daten ans Gesundheitsamt übermitteln
Kreis Borken (pd). Zum 16. März 2022 tritt die einrichtungsbezogene Impfpflicht gegen das Coronavirus in Kraft.
Einrichtungs- und Unternehmensleitungen müssen die Nachweise der bei ihnen tätigen Personen überprüfen und bis spätestens 31. März 2022 nicht vollständig immunisierte Tätige gegenüber dem Gesundheitsamt melden.
Dafür hat der Kreis Borken nun ein Meldeformular eingerichtet, das auf der Internetseite des Kreises Borken unter https://kreis-borken.de/corona-impfpflicht zu finden ist. Der Meldepflicht unterliegen insbesondere medizinische und Pflegeeinrichtungen. Ein Katalog über alle betroffenen Einrichtungstypen ist in den FAQs des Bundes zu dem Thema zu finden, die auf der Website verlinkt sind.
Über das Formular können die Einrichtungs- und Unternehmensleitungen neben der Meldung von nicht vollständig immunisierten bei ihnen tätigen Personen auch informieren, sollte es Zweifel an der Echtheit und/oder inhaltlichen Richtigkeit von vorgelegten medizinischen Nachweisen geben. Nach Eingang der Meldung wird die betroffene Person vom Gesundheitsamt angeschrieben, es werden entsprechende Nachweise angefordert; in der Folge können dann ggf. ordnungsbehördliche Maßnahmen erfolgen. Fragen zu Corona-Impfpflicht können per Mail an [email protected] an das Kreisgesundheitsamt gerichtet werden.
Impfangebote für Nichtgeimpfte
Für Menschen, die bislang noch nicht geimpft sind, gibt es weiterhin die Impfangebote in den vier Impfstellen des Kreises Borken. „Bürgerinnen und Bürger, die sich bei den bisherigen Impfstoffen unsicher waren, können nun den vielfach gewünschten Proteinimpfstoff von Novavax nutzen und somit einer schweren Covid-Erkrankung vorbeugen“, betont Landrat Dr. Kai Zwicker.
Ab Mittwoch (02.03.2022) steht der Impfstoff von Novavax auch ohne vorherige Anmeldung in den Impfstellen der KoCI in Bocholt, Ahaus, Gronau und Borken als Alternative zu den mRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna zur Verfügung. Alle Termine sind unter https://kreis-borken.de/mobileimpfungen zu finden.