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Impressionen vom Prinzenfrühschoppen 2023

Traditionell fand nach der langen Partynacht Schräglage 8,0 am Sonntagvormittag der Prinzenfrühschoppen statt.

Mit Musikeinlagen, Showtanz und der Verleihung der Meritenmedaille konnten die Jecken im Festzelt den Sonntagvormittag in bunter und gemütlicher Runde verleben und sich auf den anstehenden Rosenmontagszug vorbereiten, oder sich von der langen Partynacht mit Oli P. erholen.

Prinzenfrühschoppen Karneval Raesfeld 2023

Wolfssichtung in den Mittagsstunden am Ortsausgang von Raesfeld

Am Sonntagmittag staunte ein Raesfelder nicht schlecht, als er gegen 12.45 Uhr in unmittelbarer Nähe seines Haus einen Wolf sichtete.

Das Tier habe gut sechs Minuten, rund zehn Meter von einem landwirtschaftlichen Gebäude, zwischen Weseler Straße (B70) und Ortwinsweg gelassen auf der Wiese gestanden. Dann wurde der Wolf allem Anschein nach wohl aufgeschreckt und hat das Weite gesucht und rannte Richtung Havelich davon.

Nun bleibt die Frage zu klären, ob die Gemeinde Raesfeld einen neuen, sesshaften Wolf hat, oder ob es sich hierbei nur um ein durchziehendes Tier handelt?!

Der Anwohner zumindest ist – was sein Pferd betrifft – nun auf der Hut. Eine Offenstallhaltung sei seiner Meinung nach aktuell nicht mehr möglich.

Video: Privat

Ukrainekrieg: Trauriger Jahrestag – 4.530 Kriegsflüchtlinge im Kreis Borken

Am 24. Februar 2022 begann der russische Angriff auf die Ukraine: inzwischen leben 4.530 Kriegsflüchtlinge im Kreis Borken

Landrat Dr. Kai Zwicker: „Wir wünschen nichts sehnlicher als dauerhaften Frieden und Selbstbestimmung für die Menschen in dem leidgeprüften Land“

Kreis Borken. Vor einem Jahr, am 24. Februar 2022, begann der russischen Angriff auf die Ukraine, der einen bis dahin nicht vorstellbaren schrecklichen Krieg im Osten Europas auslöste. Seither flohen von dort mehr als eine Million Menschen allein nach Deutschland. 4.530 davon sind bisher (Stand: 07.02.2023) in den Kreis Borken gekommen.

Große Unterstützung im Kreis Borken

Sie haben in den vergangenen Monaten große Unterstützung aus der Bevölkerung sowie von vielen Institutionen, Vereinen und Initiativen im Westmünsterland erhalten. Dafür ist Landrat Dr. Kai Zwicker sehr dankbar: „Unsere Bürgerinnen und Bürger fühlen mit den Kriegsflüchtlingen – oft sind es Frauen mit ihren Kindern – und helfen, wo sie können.“ Dazu gehören auch weiterhin Geld- und Sachspenden, zudem die Organisation von Hilfstransporten in die Ukraine.
„Der traurige Jahrestag des Kriegsbeginns ist ein Tag des Innehaltens und Gedenkens an die unzähligen Opfer der russischen Aggression“, erklärt der Landrat und macht deutlich: „Wir alle sind sehr betroffen und wünschen nichts sehnlicher als dauerhaften Frieden und Selbstbestimmung für die Menschen in dem leidgeprüften Land – Russland muss die Ukraine komplett verlassen!“

Die kommunale Familie im Kreis Borken tue alles in ihren Kräften Stehende, um den Flüchtlingen ein gutes Ankommen und Eingliedern zu ermöglichen, so Dr. Zwicker.

Gemeinsames Vorgehen im Kreis

Die Kreisverwaltung und die 17 Ortsbehörden hatten dazu auf Initiative des Landrates schon kurz nach Kriegsbeginn ein gemeinsames Vorgehen abgestimmt, waren seinerzeit doch gleichsam „aus dem Stand heraus“ Unterkünfte, Versorgung sowie medizinische Betreuung zu organisieren. Zahlreiche Kräfte in den Rathäusern sowie im Kreishaus – dort waren eigens jeweils besondere Koordinierungsstellen eingerichtet worden – sind seither mit diesen und weiteren Aufgaben der Flüchtlingshilfe befasst. Für das große Engagement dankt der Landrat allen Beteiligten, insbesondere auch den Kommunen und den vielen ehrenamtlich Tätigen, ganz herzlich.

Eingliederung in die Hilfesysteme des Sozialgesetzbuchs II

Erhielten die Flüchtlinge zunächst noch Leistungen nach dem „Asylbewerberleistungsgesetz“, so erfolgte zum 1. Juni 2022 eine Eingliederung in die Hilfesysteme des Sozialgesetzbuchs II bzw. XII.

Damit verbunden war auch die Sicherstellung der Krankenversicherung. Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster als Kreissozialdezernent dazu: „Wir sind sehr froh und dankbar, dass es uns gemeinsam mit den Verantwortlichen in den Städten und Gemeinden gelungen ist, all die Fragen um die Sicherung des Lebensunterhaltes sehr zügig und möglichst unbürokratisch zu regeln. Aktuell arbeiten wir gemeinsam intensiv daran, die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu einem Erfolg zu machen.“

1.378 Bedarfsgemeinschaften

Mit Stand Januar 2023 gibt es im Kreis Borken 1.378 Bedarfsgemeinschaften, die kriegsbedingt aus der Ukraine in den Kreis Borken gekommen sind und seither pass- und bedarfsgerechte Unterstützung und Beratung erhalten.
„Besondere Verantwortung kommt zudem den Kitas und Schulen zu“, erklärt Sandra Schulz-Kügler, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrum Kreis Borken (KI).

875 ukrainische Schülerinnen und Schüler

Inzwischen wurden im Kreisgebiet 875 ukrainische Schülerinnen und Schüler in Grundschulen, weiterführenden Schulen und Berufskollegs aufgenommen. Das KI habe jeweils zuvor in der sogenannten „Seiteneinstiegsberatung“ einen Großteil ihrer Familien über das Thema Deutschförderung und die ihnen offenstehenden schulischen Möglichkeiten informiert. „Über die bereits seit langem bestehenden DaZ-Netzwerke (‚Deutsch als Zielsprache‘) besteht überdies für interessierte Lehrkräfte die Gelegenheit, sich auch zu allen Fragestellungen im Bezug auf die Kriegsflüchtlinge auszutauschen“, so Sandra Schulz-Kügler weiter.

Besondere Deutsch-Lernsoftware

Zusammen mit dem Medienzentrum des Kreises Borken hat das KI außerdem Lizenzen für eine besondere Deutsch-Lernsoftware angeschafft. Diese ermöglicht es, dass alle Kinder in der sprachlichen Erstförderung in der Grundschule selbstständig spielerisch Deutsch lernen können. Zusätzlicher positiver Effekt dabei: Die Lehrkräfte werden so im Unterricht entlastet.

Erfolgsgeschichte bürgerschaftlichen Engagements

Als eine weitere Erfolgsgeschichte des bürgerschaftlichen Engagements im Westmünsterland wertet Landrat Dr. Kai Zwicker den Ausbau des „KI-Sprachmittlerpools“.

Er bilanziert: „Nach entsprechenden öffentlichen Aufrufen konnte unser Pool um über 80 Personen, die russisch und/oder ukrainisch sprechen, aufgestockt werden!“ Mehr als 900 Mal seien diese inzwischen bereits für Ukrainisch- bzw. Russisch-Übersetzungstätigkeiten eingesetzt worden, ergänzt Sandra Schulz-Kügler.
Informationen zum Thema Ukraine-Hilfe gibt es im Internetangebot des Kreises Borken unter www.kreis-borken.de/ukraine-hilfe.

Kreis Borken – Polizeibilanz 2023 zum Rosenmontag

Fast 30.000 Besucher mehr in Bocholt beim Rosenmontagszug als 2019. Und auch in Raesfeld säumten fast doppelt so viele Jecken den Straßenrand als 2019.

Mit Blick auf die Straftaten kann die Polizei im Kreis Borken eine weitgehend positive Bilanz ziehen. Waren an den Karnevalstagen 2019 im Kreis Borken insgesamt 350 Polizistinnen und Polizisten, mit über 74 Polizeieinsätzen in Zusammenhang mit dem Karneval, im Einsatz waren, so waren am Montag nur wenige Einsatzkräfte, zumindest in Raesfeld zu sehen. Auch was die Straftaten anbelangte, war es schon fast friedlich auf den Straßen.

Rosenmontagszug Raesfeld 2023
Raesfeld 2023. Foto: Petra Bosse

In Raesfeld blieb es Rosenmontag ruhig

Raesfeld: Hier wird die Zahl der Besucher von der Polizei auf etwa 4.000 und vom Veranstalter von 7.000 bis 8.000 geschätzt.

Während 2019 Raesfeld die Top 1 bei den Straftaten im Kreis anführte blieb es diesmal recht ruhig. Die Polizei nahm eine Person in Gewahrsam und erteilte einen Platzverweis. Außerdem erstatteten die Beamten eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und stellten in einem Fall Betäubungsmittel sicher. Alkoholbedingt befanden sich vier Personen
in hilfloser Lage.
Im Vergleich 2019: 30 Platzverweise, 14 Personen wurden in Gewahrsam genommen. Sieben Strafverfahren wurden eingeleitet (Hausfriedensbrüche, Beleidigungen und drei Körperverletzungen), sieben Ordnungswidrigkeitenverfahren (sechsmal Urinieren in der Öffentlichkeit und ein Verkehrsverstoß).

Bocholt: Etwa 80.000 Zuschauer säumten die Strecke des Bocholter Karnevalumzuges. Für die Polizei gab es rund um den Karneval 19 Einsatzanlässe (u.a. zwei Körperverletzungsdelikte, eine Sachbeschädigung und einen Diebstahl). Die Einsatzkräfte nahmen sechs Personen in Gewahrsam und erteilten acht Platzverweise. Wegen übermäßigen Alkoholgenusses und selbst zugezogenen Verletzungen, wurden in 18 Fällen Rettungskräfte angefordert.

Isselburg: Circa 3.500 Zuschauer verfolgten den Karnevalszug in Isselburg. Der Umzug verlief aus polizeilicher Sicht ohne besondere Vorkommnisse. Die Polizei musste nicht einschreiten.

Velen: Den Karnevalsumzug in Velen besuchten circa 2.500 Gäste. Wie in Isselburg
verlief die Veranstaltung aus polizeilicher Sicht störungsfrei. Zwei Personen befanden sich alkoholbedingt in hilfloser Lage. 2019: sieben Platzverweise

Stadtlohn: Der Zug wurde von etwa 12.000 Zuschauern besucht. Rund um den Zug kam
es zu sechs Einsätzen für die Polizei. Die Beamten nahmen eine Person in Gewahrsam und leiteten vier Strafverfahren ein (drei Körperverletzungen und eine Sachbeschädigung).

Ahaus: Die Zuschauerzahlen werden in Wüllen auf circa 6.500 und in Ottenstein auf etwa 7.500 geschätzt. Beide Veranstaltungen verliefen aus polizeilicher Sicht störungsfrei.

Kamelleregen beim Rosenmontagszug in Raesfeld 2023

Raesfeld, Erle, Homer Helau! 50 Jahre Rosenmontagszug in Raesfeld – Jubiläum mit Rekordbeteiligung

Unter dem Motto „Unsere Straßen bringen wir zum Beben, in Raesfeld gibt`s Kamelleregen“ startete der Rosenmontagszug pünktlich um 12.33 Uhr am Rathaus. Zum Glück spielte auch das Wetter mit und so konnte der Rosenmontagszug endlich wieder nach drei Jahren wie geplant stattfinden.

Rosenmontagszug-Raesfeld-2023
Volles Dorf während des Umzugs Foto: Petra Bosse

33 Karnevalswagen und Fußgruppen

Am Rosenmontag feierte Raesfeld ein besonderes Jubiläum: Der Rosenmontagszug fand bereits zum 50. Mal statt und lockte tausende Besucher in die Ortsmitte. Rund 33 Karnevalswagen und Fußgruppen beteiligen sich am bunten Spektakel und sorgen für gute Laune bei Jung und Alt.

Rosenmontagszug Raesfeld 2023
Kinderprinzenpaar Johanna I. und Charlie I. auf dem Froschwagen. Foto: Petra Bosse

Besonders war die Rekordzahl an Kamellen, die in diesem Jahr vom Himmel regneten. Die Kinder am Straßenrand konnten sich über eine reichhaltige, besondere Ausbeute an Bonbons freuen und sammelten eifrig alles auf, was ihnen vor die Füße fallen.

50 Jahre Tradition Raesfelder Karnevals

Das Kinderprinzenpaar Charlie I. und Johanna I. sowie das RCV Prinzenpaar Andreas II. und Anja I. hatten alle Hände voll zu tun, um die zahlreichen Popcorntüten an die jecken Besucher zu verteilen. Die Stimmung war ausgelassen und die Menschen feierten gemeinsam die Tradition des Raesfelder Karnevals.

Rosenmontagszug Raesfeld 2023
Jubiläum feiert die Brökerstegge in diesem Jahr. Foto: Petra Bosse
DoIZ Karneval

Die Veranstalter zeigen sich zufrieden mit dem Verlauf des Jubiläumsumzugs und bedankten sich bei allen Teilnehmern und Besuchern für die tolle Stimmung. Erste Stimmen sprachen von Seiten des Veranstalters, dass rund 8000 bis 9000 Menschen aus nah und fern dem Umzug beiwohnten.

Der Rosenmontagszug ist eine feste Tradition in Raesfeld und wird auch in Zukunft dafür sorgen, dass die Menschen gemeinsam feiern und ausgelassen Karneval feiern können.

Rosenmontagszug Raesfeld 2023

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Kumi-Hilfe erhält die Meriten-Medaille des RRZ

Kumi-Hilfe Raesfeld erhält die Meriten-Medaille

Beim Prinzenfrühschoppen im Festzelt verlieh der Raesfelder Rosenmontagszug im Rahmen der Veranstaltung die Meritenmedaille 2023.

Hubert Leiers, Hedwig Rentmeister, Gisela Brömmel, Martina Grunert und Heike Witte nahmen den Preis, der traditionell für besondere Leistungen vom RRZ verliehen wird, vom Vorsitzenden Reinhard Hörnemann beim Prinzenfrühschoppen am Sonntag entgegen.

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Freude über den Preis des RRZ 2023: v.l.: Hubert Leiers, Hedwig Rentmeister, Gisela Brömmel, Martina Grunert und Heike Witte Foto: Petra Bosse.

Kumi-Hilfe sammelte 6.800 Euro bei der Valentinstag-Aktion

Die Kumi-Hilfe engagiert sich für Waisen in Afrika. Erst kürzlich waren bei einer Kuchen-Aktion Geldspenden in Höhe von 6800 Euro zusammen gekommen.

Biobäcker Hubert Leiers konnte es kaum fassen: „So eine Summe hatten wir in der ganzen Zeit, seitdem wir Kuchen- oder Brotaktionen für Kumi in Uganda organisieren, noch nie“ zeigt er sich beeindruckt von dem enormen Erfolg“.

Auf Vorbestellung hat der Bäcker aus Raesfeld aus gespendeten Zutaten Kuchen gebacken, der gegen Spende in Raesfeld, Erle und Gemen abgeholt werden konnte.

In der Gaststätte Brömmel Wilms in Erle hatten Arno und Gisela Brömmel zum ersten Mal auch den Kuchen zum sofort Verzehr angeboten, Kaffee dazu gesponsert und dafür Spenden gesammelt.

Team von Helfern

Wie schon bei den anderen Aktionen vergangen, konnte Leiers auf ein Team von Helfern zählen, um den Tag zu einem Erfolg zu machen. Heike Witte betonte, dass die große Summe auch aufgrund einiger Einzelausgaben erreicht werden konnte.

Pfarrer Charles zeigte sich begeistert darüber, dass Menschen von der Kumi-Aktion gehört haben und ihr Waisenhaus unterstützen. Es freute ihn besonders, dass Geld auch bei familiären Anlässen wie Geburtstagen oder Trauerfällen gesammelt wurde. „Ich erlebe immer wieder, dass Menschen in den Laden kommen und einen Briefumschlag in mein Spendenglas stecken, das bei mir immer auf der Theke steht“, so Leiers.

Kumi-Hilfe-Raesfeld-für-Uganda
Foto: privat

Die Not in Afrika ist riesig

Das Geld kommt zu einhundert Prozent an und hilft dem Menschen vor Ort, Essen zu bekommen. Die Not in Afrika ist riesig, denn Millionen Menschen in Afrika leiden Hunger. Besonders durch den Klimawandel verursachte Krisen und Naturkatastrophen wie Dürre, Überschwemmung, Schwärme von Wüstenheuschrecken führen zu Hungersnot.

Aber auch der Ukraine Krieg wirkt sich auf die Lage in Afrika aus. Lebensmittel- und Energiepreise, für die ohnehin schon Notleidende Bevölkerung, steigen enorm.

Mangel- und Unterernährung

Pfarrer Charles berichtet immer wieder von dramatischen Situationen in der Nähe vom Waisenhaus in Kumi und von Mangel- und Unterernährung bei der Bevölkerung. Er fährt bis zu 500 Kilometer um z.B. Reis oder Maismehl zu bekommen und so den Kindern eine Mahlzeit am Tag zu ermöglichen.

Wer mehr über die Hilfsprojekte und den Verein in Kumi erfahren möchte kann sich unter
kumi-freunde.de informieren.

Karneval in Raesfeld: Oli. P bringt das Festzelt zum Beben

Endlich war es wieder soweit: Der Karneval hat Raesfeld nach drei Jahren Coronabeschränkungen wieder fest im Griff! Oli. P rockte das Raesfelder Karnevalszelt bei Schräglage 8.0

Am Samstagabend, pünktlich um 19.11 Uhr war es endlich wieder soweit: Der Raesfelder Karnevalverein (RCV) lud zum ausgelassenen Feiern ins Festzelt ein. Und die Besucher kamen zahlreich – das Zelt war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Bei der Partysitzung „Schräglage 8.0“ am Samstag bebte förmlich der Bretterboden, als der Sänger Oli. P gegen 22.30 Uhr auf die Bühne trat und das jecke Volk in Stimmung brachte.

Doch bevor es soweit war, wurde den Gästen vorab ein kurzweiliges Unterhaltungsprogramm geboten. Das Zelt konnte kaum noch voller sein. Die Partygäste waren alle in tollen bunten Kostümen gekommen, wovon auch an diesem Abend die besten drei Kostüm-Gruppen prämiert wurden. Der Showtanz und die Auftritte der Prinzenpaare, allen vorn das RCV-Prinzenpaar Anja I. und Andreas II, sowie die Musik von der Raesfelder Band „Nachtschicht“ sorgten für ausgelassene Stimmung im Festzelt.

Band Nachtschicht
Unermüdlich sorgte die Band „Nachtschicht“ für Musik und die richtige Stimmung im vollen Festzelt. Foto: Petra Bosse

Besonders hervorzuheben ist dabei die Band Töns, die als Showband an diesem Abend mit einer 100%-Stimmungsgarantie auftrat. So konnte das Zelt kaum noch voller sein, alle waren in tollen bunten Kostümen gekommen und in bester Partystimmung.

Allen voran das Raesfelder Prinzenpaar Andreas II. und seine Lieblichkeit Anja I. sowie der Sitzungspräsident André Schlüß, der das kurzweilige Programm gekonnt und mit viel Humor durch den Abend führte. Die Stimmung im Zelt war einfach großartig und das jecke Volk feierte ausgelassen und fröhlich.

Selfie mit Oli P.
Wer an dem Abend schnell genug war, der konnte noch ein Selfie mit dem Sänger machen. Foto: Petra Bosse

Besonders für Fans von Oli. P war es ein Abend, den sie so schnell nicht vergessen werden. Der Sänger betrat die Bühne und sofort wurde es laut im Zelt. Die Menge tobte und einige Fans stürmten sogar die Bühne, um ein Selfie mit ihrem Idol zu ergattern. Doch Oli. P blieb cool und nahm sich Zeit für seine Fans.

Oliver Petszokat, besser bekannt als Oli P, ist ein deutscher Schauspieler und Sänger, der in den 1990er Jahren und zu Beginn der 2000er Jahre bekannt wurde. Oli P hatte auch einige Auftritte als Schauspieler, sowohl im Fernsehen als auch im Kino. Bekannte Rollen waren beispielsweise in den Filmen „Erkan & Stefan“ und „Manta, Manta“.

Oli P. in Raesfeld Karneval 2023
Oli P. hat während seines Auftritts seine Fans begeistert. Foto: Petra Bosse

Als Sänger hatte Oli P in den späten 1990er und frühen 2000er Jahren einige Hits in Deutschland, darunter „Flugzeuge im Bauch“, „I Wish“ und „So Bist Du (und wenn du gehst)“. Seine Musik war hauptsächlich im Pop- und Dance-Genre angesiedelt.

In Raesfeld hat er gezeigt, dass er auch „Karneval“ kann. Zwar nur kurz, bevor er nach gut 40 Minuten wieder von der Bühne verschwand, aber seine Fans genossen dafür den Auftritt umso mehr und sangen lautstark mit und machten Selfies mit ihm.

Andre Schlüß
Sitzungspräsident André Schlüß im Duo mit Oli P. A new Star is born?! Foto: Petra Bosse
DoIZ Karneval

Die Schräglage 8.0 lockte zahlreiche Partygäste ins Zelt, die bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen feierten. Insgesamt war der Abend ein voller Erfolg und wird sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Der Raesfelder Karnevalverein hat einmal mehr bewiesen, dass er eine tolle Veranstaltung auf die Beine stellen kann und die Besucherinnen und Besucher des Zelts außer Rand und Band bringen kann. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!

Schräglage RCV
Hervorragend war die Band „Töns“ Foto: Petra Bosse
Karneval Raesfeld 2023
Nun steht jedoch der nächste Höhepunkt des Karnevals an – Der Rosenmontagszug des RRZ

Nach einer ausgelassenen Partynacht im Festzelt geht es am kommenden Montag in Raesfeld weiter mit dem traditionellen Rosenmontagszug des RRZ.

Dabei werden zahlreiche bunt geschmückte Wagen und Fußgruppen durch die Straßen von Raesfeld ziehen und für gute Stimmung sorgen.

Besonders erfreulich ist, dass das Wetter mitspielen wird. Laut Wetterdienst soll es im Münsterland trocken, aber bedeckt, bleiben. Mit Windböen ist zu rechnen. Also auf geht’s nach Raesfeld – lasst uns gemeinsam feiern und den Karneval in vollen Zügen genießen!

Schräglage Party Karneval Raesfeld 2023
Hier, bei dieser Fluglinie wurde an diesem Abend jedenfalls nicht gestreikt. Foto: Petra Bosse

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Wolf reißt 16 Schafe aus einer Wanderherde in den Rhade Wiesen

In den frühen Morgenstunden von Mittwoch auf Donnerstag hat ein Wolf in den Rhader Wiesen bei Dorsten ein regelrechtes Blutbad angerichtet.

Mitten im Naturschutzgebiet, rund einen Kilometer von der Wohnbebauung am Ortsrand südlich von Rhade entfernt, riss ein Wolf in der Nacht insgesamt zwölf Lämmer sowie zwei Mutterschafe. Vier weitere Jungschafe wurden so schwer verletzt, dass sie am nächsten Tag eingeschläfert werden mussten. Das Ergebnis: 16 tote Schafe.

Niels Ribbrock, Wolfsberater und Leiter der Biologischen Station Lembeck, war vor Ort, um den Wolfsangriff zu dokumentieren und Proben für eine DNA-Analyse zu entnehmen und bestätigt die Risse. Nun muss geklärt werden, welcher Wolf für die Risse verantwortlich ist. Die Untersuchung durch das Senckenberg-Institut wird, bis das Ergebnis feststeht, allerdings einige Zeit dauern.

Wolf reisst 16 Schafe in Rhade bei Dorsten

Seit über 20 Jahren mit Schafen auf Wanderschaft in Rhade

Schäfer Erwin, der seit über 20 Jahren in den Rhader Wiesen unterwegs ist, ist sichtlich erschüttert. „Dieses Jahr bin ich garantiert das letzte Mal hier in Rhade“, sagt er. Der Schrecken der Nacht steht ihm noch immer ins Gesicht geschrieben. „Ich bin immer noch sehr nervös“, gesteht er einen Tag später. Nicht nur der Schäfer ist nervös. Auch seine 350 Tiere, hauptsächlich Mutterschafe mit zahlreichen Lämmern seien noch völlig durcheinander und hätten sich nicht beruhigt, erklärt der Schäfer, der gegen Mittag die laut bölkende Herde gemeinsam mit seinem Hütehund Tim einige 100 Meter weiter auf eine andere Wiese getrieben hat.

Frühjahr – Zeit der Lämmer

Besonders jetzt ist die Zeit, wo sich Bauern und Schafzüchter jedes Jahr auf das Frühjahr freuen, da sie dann viele Lämmer auf ihren Weiden erwarten.

Die Geburt von Lämmern im Frühjahr ist auch ein Anzeichen dafür, dass die Natur aus dem Winterschlaf erwacht und dass der Frühling endlich da ist. Aber nicht nur das:

Schafe sorgen für den Erhalt von Naturschutzgebieten

Schafe spielen, wie hier in den Rhader Wiesen, eine wichtige Rolle in Feuchtgebieten und Naturschutzgebieten, da sie zur Erhaltung und Verbesserung der Biodiversität beitragen können. Durch das Beweiden von Feuchtgebieten und Naturschutzgebieten können Schafe dabei helfen, die Vegetation kurz zu halten und das Wachstum von unerwünschten Pflanzen zu reduzieren.

Wolf reisst 16 Schafe in Rhade bei Dorsten
Aus dieser Herde holte sich der Wolf in der Nacht seine Opfer, hauptsächlich Lämmer, die er teilweise nur angefressen und mit aufgerissenen Bäuchen auf der Wiese hat liegen gelassen. Foto: Petra Bosse

Durch das Beweiden können Schafe auch dazu beitragen, das Habitat für bestimmte Tierarten zu verbessern, indem sie beispielsweise die Verbreitung von Samen und das Wachstum von bestimmten Pflanzen fördern. Darüber hinaus können Schafe auch dabei helfen, die Ausbreitung von invasiven Pflanzenarten zu verhindern, die das natürliche Ökosystem stören können.

Die Beweidung mit Schafen kann auch zur Erhaltung traditioneller Landschaften beitragen und den Erhalt von Kulturlandschaften fördern. Die Pflege der Landschaft durch Schafe ist oft ein wichtiger der Kultur und Geschichte bestimmter Regionen und kann daher auch zur Wahrung kultureller Identität beitragen.

Karnevalsschach Schwarz gegen Weiß

An der St.-Sebastian-Schule in Raesfeld wird traditionell freitags Karneval gefeiert.

Im Schachraum der Schule wurde dabei auch Schach gespielt. 20 schwarz verkleidete Kinder forderten 20 Kinder in weißen Kostümen zum Freundschaftsspiel am Schachbrett heraus.
Ob das Team der Agenten, Polizisten und Schornsteinfeger gegen die Astronauten, Prinzessinnen und Bäcker gewonnen hat, ist nicht bekannt.

Nach dem Schachduellen jedenfalls begaben sich die Schüler ins Schulforum, wo mit allen Klassen und den Karnevalsvereinen gemeinsam getanzt, gesungen und gelacht wurde.

Vierter Vorlesenachmittag in der Erler Bücherei war gut besucht

Vorlesenachmittag in der Erler Bücherei wird gut angenommen

Zum vierten Vorlesenachmittag in der Erler Bücherei begrüßte Büchereileiterin Jutta Weber am Mittwoch (15.02.2023) große und kleine Zuhörer und Zuhörerinnen.

Mit dreizehn Kindern und sechs Erwachsenen war die Lauschecke gut gefüllt als Ilona Schmidt, ehrenamtliche Mitarbeiterin, zum Start den Klassiker „Die dumme Augustine“ vorlas, das emanzipatorische Bilderbuch von Ottfried Preußler.

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Foto: Privat

Begeistert folgten die Mädchen und Jungen anschließend der Geschichte „Als die Raben noch bunt waren“, die ihnen mit einem Kamischibai Erzähltheater präsentiert wurde. Zur Freude der Kinder lagen jede Menge bunter Federn parat, die sie sich zum Schluss mit nach Hause nehmen durften.

Volksbank Raesfeld und Erle weiterhin deutlich auf Wachstumskurs

Volksbank Raesfeld und Erle stellt vorläufige Bilanzzahlen vor

Raesfeld. Zufrieden mit dem vorläufigen Ergebnis blickt der Vorstand der Volksbank Raesfeld und Erle auf das vergangene Geschäftsjahr zurück.

Nach dem ressourcenbindenden Verschmelzungsjahr 2021 folgte für die Genossenschaftsbank mit 2022 erneut ein turbulentes und anstrengendes Jahr. Trotz der besonderen Herausforderungen, wie den andauernden Pandemiebeschränkungen, der Energiekrise, der rasant gestiegenen Inflation und der Folgen des Ukrainekrieges, ist die Bank zufrieden mit der Geschäftsentwicklung.

Die Kreditnachfrage war weiterhin hoch. Erst im zweiten Halbjahr war diese durch die gestiegenen Zinsen rückläufig. Insgesamt konnte aber ein starker Anstieg des bilanziellen Kundenkreditvolumens von knapp zwölf Prozent auf 236 Mio. EUR beobachtet werden.

Sparquote der Mitglieder und Kunden unverändert hoch

Trotz der wirtschaftlichen Krisensituation war die Sparquote der Mitglieder und Kunden unverändert hoch. So verzeichnete auch das Einlagengeschäft hohen Kundenzuspruch. Die bilanziellen Kundeneinlagen wiesen zum Jahresultimo 235 Mio. EUR aus. Dies entspricht einer Steigerung von über zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Dividende in Höhe von 4%

Für das erfolgreiche Geschäftsjahr bedankt sich die Volksbank bei ihren treuen Mitgliedern und Kunden. Im Jahr 2022 durfte die Genossenschaft insgesamt 134 Neumitglieder begrüßen, wodurch sie nun 5.543 Anteilseigner zählt. Die Geschäftsguthaben konnten dabei um 13 Prozent auf 3,1 Mio. EUR gesteigert werden. „Auch in diesem Jahr werden wir unsere Mitglieder am Erfolg teilhaben lassen und planen eine Dividende in Höhe von 4% auf die Geschäftsguthaben auszuschütten“, kündigte Vorstandsmitglied Marcus Feldhaar an.

„Verlässlich. Regional. Engagiert“ So lautet der neue Unternehmensslogan der Volksbank Raesfeld und Erle.

Verlässlich.

„Wir sind stolz auf die gute Beziehung zu unseren Mitgliedern und Kunden, denn wir sind ein lebenslanger Begleiter und pflegen dauerhafte Partnerschaften“, erklärt Vorstandsvorsitzender Oliver Cichowski den neuen Unternehmensauftritt. „Wir legen viel Wert auf eine persönliche, respektvolle und verbindliche Geschäfts- und Kundenbeziehung auf Augenhöhe“.

Regional.

Die regionale Verwurzelung ist ein Grundprinzip der Genossenschaftsbanken. Die Volksbank Raesfeld und Erle hebt vor allem ihre gute Erreichbarkeit, sowie Offenheit und Ehrlichkeit im tagtäglichen Miteinander hervor. „Wir nehmen jedes Anliegen ernst. Unser Ziel ist es, schnelle Lösungen für jede Problemstellung zu finden“, ergänzt Michael Weddeling (Vorstandsmitglied) die Ausführungen.

Engagiert.

Neben ihrem Engagement im täglichen Geschäft, sieht die Volksbank auch das Engagement vor Ort als wichtigen Grundpfeiler ihrer Geschäftspolitik.

So wolle die Bank Verantwortung übernehmen und Ideen, Arbeiten und Aktionen fördern und auszeichnen, die der Vereinsarbeit oder unmittelbar der Region und ihren Bewohnern zugutekommen. Knapp 45.000 EUR Förderung konnte die Genossenschaftsbank im Jahre 2022 an gemeinnützige Vereine und Organisationen vor Ort vergeben. „Wir handeln gemeinsam in Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft für Menschen, Umwelt und Region“, hebt Vorstandsmitglied Ralf Steiger hervor. „Auch im Rahmen des eigenen Geschäftsbetriebes haben wir im Blick, dass Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle spielt.“ So habe die Bank beispielsweise für die regelmäßigen Fahrten zwischen den Geschäftsstellen und zum Kunden bereits seit längerem zwei Elektroautos angeschafft.

Karneval 2023 in Raesfeld – Reges Treiben an der Brökerstegge

Raesfelder Karneval 2023 – An der Brökerstegge laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. In diesem Jahr feiert der Raesfelder Rosenmontagszug e.V. (RRZ) sein 50-jähriges Bestehen.

Begonnen hat das närrische Treiben in der Gemeinde damit allerdings nicht. Bereits 20 Jahre vorher wurde am Rosenmontag an der Brökerstegge kräftig gefeiert und geschunkelt. Männer suchte man bei dem bunten Treiben in den ersten Jahren allerdings vergeblich. Die gesellten sich erst ab 1956 dazu. Um Platz zu schaffen, mussten die Gastgeber Wilhelmine und Wilhelm Terweide damals die komplette untere Etage leerräumen. Das Schlafzimmer wurde kurzerhand zum Tanzsaal umfunktioniert.

Gemeinschaft über mehrere Generationen

Als im Gründungsjahr des Raesfelder Straßenkarnevals 1973 erstmals ein Umzug stattfand, war die Brökerstegge selbstverständlich mit einem selbstgebauten Wagen dabei. An dieser Tradition hat sich bis heute nichts geändert. Noch immer trifft sich die Nachbarschaft alljährlich zum Wagenbau. Ganz selbstverständlich ist das nicht. Die Wagenbaugemeinschaft Brökerstegge ist die einzige, die seit der Premiere über fünf Jahrzehnte den Raesfelder Karneval mitgeprägt hat.

Nachbarschaft über mehrere Generationen

In dieser Zeit hat die Nachbarschaft über mehrere Generationen vier Prinzen und fünf Prinzessinnen gestellt, einen Präsidenten des Raesfelder Rosenmontagszuges, einen Sitzungspräsidenten des SGV/RCV und einige weitere Vorstandsmitglieder in den Karnevalsvereinen. In der Session 2021/22 bildeten Paola Stenert-Bröker und Marc I. Hater das Prinzenpaar.

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Es wird feste gehämmert und gezimmert, um rechtzeitig zum Rosenmontag fertig zu werden. Foto: Ralf Meier

Auch aktuell herrscht an der Brökerstegge wieder reges Treiben. Bereits seit Dezember wird hier samstags ab 14:00 Uhr gehämmert und gebohrt. Die Arbeiten an dem neuen Wagen für den anstehenden Straßenkarneval laufen auf Hochtouren.

Oft bis 22 Uhr am Abend im Einsatz

Die dafür nötigen Räumlichkeiten stellt seit Jahren Familie Paß zur Verfügung. Lediglich Heiligabend und Sylvester hat man sich hier eine Auszeit gegönnt. Ansonsten ist man oft bis 22:00 Uhr am Abend im Einsatz. Der Tag, an dem der neue Wagen einsatzbereit sein muss, ist es schließlich nicht mehr weit entfernt.

Wagenbau Brökerstegge
Jedes Jahr eine neue Idee.

Für so viel Engagement wurde die Wagenbaugemeinschaft 2019 für den Heimatpreis nominiert. Eine schöne Bestätigung für den langjährigen Einsatz, doch sicher kein Schlusspunkt.

Auch in Zukunft wird es nicht an Ideen für die nächsten Projekte mangeln. Allerdings bilden die Mitglieder hier im Herzen von Raesfeld keinen eingeschworenen Bund. Auch Menschen, die nicht an der Brökerstegge wohnen, können gerne mitmachen und sind herzlich willkommen, wenn sie Freude am Karneval mitbringen.

Ralf Meier

Bild der Verwüstung nach Sprengung eines Geldautomaten in Schermbeck

Vor Ort bot sich Mittwochvormittag nach der nächtlichen Sprengung des Geldautomaten ein Bild der Verwüstung. Rund 200 Meter verteilt lagen die Glasscherben auf der Straße am Kerkerfeld in Schermbeck.

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Foto: Petra Bosse

Filiale vorübergehend außer Betrieb

„Wir sind froh, dass bis auf den Schreck niemand verletzt wurde“, berichtet Bankvorstand Norbert Scholtholt. „Wir bitten unsere Kunden, bis auf weiteres unsere Filialen in Schermbeck und Gahlen zu benutzen. Dort läuft der Bankbetrieb wie gewohnt weiter.“

Zur möglicherweise gestohlenen Summe konnte der Vorstand nichts sagen. „Die Schäden am Gebäude sind jedenfalls beträchtlich“, erklärte Scholtholt. „Wir lassen die Polizei jetzt ihre Arbeit machen.

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Mit dieser schwarzen Limousine flüchteten die Täter.

Täter flohen in dunkler Limousine

Nachdem der Geldautomat gesprengt war, stiegen die Täter in eine wartende dunkle Limousine und verließen den Tatort mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Bundesstraße 58. Zur Schadenshöhe oder möglicher Beute gibt es aktuell keine Angaben.

©Feuerwehr Schermbeck

Vor Ort auch die Einsatzkräfte der Feuerwehr, die den Brandschutz sicherstelle und die Einsatzstelle ausgeleuchtete. Ihr Einsatz endete um 4.20 Uhr.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen können sich bei der Polizei Wesel unter der Telefonnummer 0281-107-0 melden.

Gericht weist Klage des Nabu gegen Grundwasserentnahme in Üfter Mark ab

Klage gegen die Förderung von Grundwasser in der „Üfter Mark“ erfolglos. Das hat die 17. Kammer des Verwaltungsgerichts Düsseldorf mit Urteil vom Dienstag (14. Februar) entschieden.

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat eine Klage des NABU Landesverbandes Nordrhein-Westfalen gegen die wasserrechtliche Bewilligung zur Förderung auf dem Gebiet der Gemeinde Schermbeck in der in der „Üfter Mark“ ab abgewiesen. Es darf weiterhin bis zu acht Millionen Kubikmeter Grundwasser pro Jahr gefördert werden.

Genügend Grundwasser vorhanden

Zur Begründung führte das Gericht aus: Es ist in der „Üfter Mark“ genügend Grundwasser vorhanden. Die Wasserbilanz ist ausgeglichen, wobei mögliche Auswirkungen des Klimawandels bereits berücksichtigt wurden.

Die bewilligte Entnahmemenge von bis zu 8 Mio. m³ Grundwasser pro Jahr in der „Üfter Mark“ wird nicht nur aufgrund der ausgeglichenen Wasserbilanz genehmigt, sondern auch, um die öffentliche Trinkwasserversorgung der Gemeinden Bottrop, Dorsten, Gladbeck, Oberhausen, Schermbeck und Raesfeld sicherzustellen. Dabei wird sogar weniger Grundwasser entnommen als in der Vergangenheit – nämlich 0,5 Mio. m³ pro Jahr.

Prüfung der Umweltauswirkungen

Eine überschlägige Prüfung der Umweltauswirkungen, die europäische Vorschriften mit einbezieht, ergab, dass die bewilligte Grundwasserentnahme auch die Naturschutzgebiete „Rhader Wiesen“ und „Witte Berge und Deutener Moore“ sowie die streng geschützte Art des Moorfroschs nicht gefährdet. Die Wasserbedarfsprognose wurde als nicht zu beanstanden eingestuft.

Sofern sich die bewilligte Fördermenge nachträglich als zu hoch herausstellen sollte, kann die Bezirksregierung entsprechende Anpassungen vornehmen. Gegen die Entscheidung kann ein Antrag auf Zulassung der Berufung gestellt werden, über den das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen entscheidet.

Mitmachkonzert für Kinder mit Silke Aichhorn im Rittersaal

Am Sonntag, 26. Februar 2023, um 11 Uhr ist die bekannte Musikerin Silke Aichhorn zu Gast im Rittersaal des Schlosses Raesfeld.

Im Gepäck hat sie natürlich ihre Harfe sowie eine Schatzkiste mit spannenden Dingen. Silke Aichhorn spielt Musik aus aller Welt und ermöglicht den Kindern mitzumachen und zu träumen. Bei der Veranstaltung können Gäste die Welt erforschen und entdecken sowie Dinge erkennen und verstehen.

Kartenverkauf / Zur Veranstaltungsreihe:

Der Eintritt kostet für Besucherinnen und Besucher, die nicht Mitglied des Kulturkreises Schloss Raesfeld sind, 12 Euro, für Kinder ab 4 Jahren 8 Euro.

Die Eintrittskarten können bei der Touristinformation im FARB, Markt 15 in Borken bestellt/gekauft werden, Telefon 02861-939 252, Mail: [email protected].

Karten können auch in der Geschäftsstelle des Kulturkreises Schloss Raesfeld unter Tel. 02861/681-4283 oder per E-Mail an [email protected] bis Freitag, 24. Februar 2023, 12 Uhr bestellt werden.

Interessierte erhalten im Nachgang eine Bestätigung per Mail oder einen Rückruf.

Karten – sofern nicht vorher ausverkauft – gibt es auch an der Tageskasse am 26. Februar ab 10.30 Uhr am Eingang zum Rittersaal im Schloss Raesfeld.

Weitere Informationen zum Kulturkreis und Programm finden sich im Internet unter www.kulturkreis-schloss-raesfeld.de.

Gemeinde Raesfeld beschließt Haushalt 2023 mit Rekordinvestitionen

Der Rat der Gemeinde Raesfeld hat am Montag einstimmig mit den Stimmen der CDU, UWG, FDP, Die Grünen und der SPD den Haushalt für das Jahr 2023 beschlossen.

Im beschlossenem Haushalt sind auch die angekündigten Abgabenerhöhungen enthalten. Der Haushalt der Gemeinde Raesfeld umfasst Rekordinvestitionen von 13,6 Millionen Euro für das kommende Jahr.

Trotz der voraussichtlich hohen Ausgaben wurde der Haushalt einstimmig von CDU, UWG, FDP, Grünen und SPD beschlossen.

Allerdings gab es auch Kritik: Der Fraktionsvorsitzende der UWG, Volker van Wasen, bemängelte, dass 1,1 Millionen Euro an Fördergeldern für den Einbau von RLT-Anlagen in Raesfelder Schulen ungenutzt blieben. Van Was kritisierte auch, dass nicht zahlreiche Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz umgesetzt wurden. Von den 21 im Haushaltsentwurf vorgeschlagenen Projekten waren nur zwei direkt mit dem Umweltschutz verbunden.

Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Bernhard Bölker, verglich die Situation mit Blick auf umgesetzte und ein Projekt in der Gemeinde mit der eines Landwirts: „Jetzt ist für viele Bereiche in unserer Gemeinde eine Zeit der Aussaat. Die Ernte erfolgt dann später. Natürlich ernten wir aus klugen Entscheidungen der Vergangenheit auch jetzt schon. Aber mit den anstehenden Investitionen können wir aus Sicht der CDU-Fraktion die Ernteerträge steigern.“ Besonders die 4 Millionen Euro, die für die Erschließung neuer Gewerbegebiete ausgegeben werden, sollen laut CDU in den nächsten Jahren für höhere Einnahmen aus der Gewerbesteuer sorgen.

Trotz der gescheiterten Absicht wie den RLT-Anlagen in Schulen sieht der Fraktionsvorsitzende der FDP, Christoph Stephan, dass der neue Haushaltsplanentwurf sich für die FDP-Fraktion richtig auf die Vergrößerung und den Ausbau der Industriegebiete konzentriert. „Darüber hinaus besteht die berechtigte Hoffnung, dass die Investitionen in die Dorfentwicklung absehbar Früchte tragen werden, wenngleich die Planungszeiträume, die teilweise hierfür veranschlagt werden, oft mehr als nur ein Runzeln auf der Stirn hinterlässt, wenn man privatwirtschaftliche Investitionsabläufe gewohnt ist“, so Stephan .

Haushaltsrede der FDP-Fraktion Raesfeld

Haushaltsrede der FDP-Fraktion Raesfeld von Vorsitzender Christoph Stephan zur Ratssitzung am 13.02.2023 (Es gilt das gesprochene Wort!)

Die Quadratur des Kreises scheint gelungen. Das zurückliegende Haushaltsjahr, welches mit einem geplanten Verlust in signifikanter Höhe eingepreist war, haben wir stattdessen mit einem satten Überschuss abgeschlossen der unserer Ausgleichsrücklage zugeführt werden kann.
Also alles gut im Ort? – nein, ganz sicher nicht!
Das Ganze wurde erreicht vor dem Hintergrund eines einmaligen Wohlstands-Absturzes in dem die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserem Land zwar mehr verdienen, zugleich aber historisch stark an Kaufkraft verlieren. Für Deutschlands Arbeitnehmer war 2022 das real schlechteste Jahr seit Gründung der Bundesrepublik. Nicht einmal in der Ölkrise der 70er-Jahre mussten Beschäftigte einen derartigen Rückgang ihrer Kaufkraft hinnehmen. Für Investoren und Unternehmen ist die Lage ähnlich prekär.

Bitte lassen Sie uns zu keiner Zeit vergessen, dass es das Geld genau dieser Menschen ist, welches wir hier verwalten. Es ist nicht unsere Aufgabe, die Ausgleichsrücklage in ungekannte Höhen zu treiben, sondern unser Gemeinwesen voranzubringen, zum Wohle aller hier lebenden!
Dass die sonnige Entwicklung des letzten Jahres nicht so weiter gehen wird, kann sich jeder denken, der bereit ist, die Augen nicht zu verschließen. Der Druck ist also nicht aus dem Kessel entwichen und wird es auch nicht so schnell.

Das Wohl unserer Gemeinschaft

Vor diesem Hintergrund sind wir mehr denn je angehalten, unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern das Leben zu erleichtern, damit diese nicht unnötig behindert werden. Bedenken Sie dabei bitte immer, dass das Wohl unserer Gemeinschaft nicht in einer überbordenden Staatsquote liegen kann, sondern es unsere Aufgabe ist, günstige Rahmenbedingungen zu schaffen und so den Weg für privates Handeln zu ebnen.

Investitionen in die Dorfentwicklung absehbar Früchte tragen

Der neue Haushaltsplanentwurf fokussiert, nach unserem Dafürhalten richtigerweise, auf den notwendigen Ausbau der örtlichen Infrastruktur und die angemessene Vergrößerung der Industriegebiete – wir werden viel Geld in die Erde stecken. Darüber hinaus besteht die berechtigte Hoffnung, dass die Investitionen in die Dorfentwicklung absehbar Früchte tragen
werden, wenngleich die Planungszeiträume, die teilweise hierfür veranschlagt werden, oftmals mehr als nur ein Runzeln auf der Stirn hinterlässt, wenn man privatwirtschaftliche Investitionsabläufe gewohnt ist.

Gescheiterte Vorhaben

Gescheiterte Vorhaben, wie die Verbesserung der Lüftungssituation in unseren Schulen, für die allein wir als Träger verantwortlich sind, sollten uns hier als mahnendes Beispiel im Gedächtnis bleiben.
Wir müssen rasch weg von der Einstellung, nach und nach diverse Behördengänge zu vereinfachen hin zu einer grundsätzlichen anderen Perspektive: Jeder Antrag, der vermeidbar ist, jeder Gang zum Bürgerbüro ist einer zu viel, wenn die Möglichkeit geschaffen werden kann, die Angelegenheit auf anderem Wege zu lösen. Verfahren zu vereinfachen und zu beschleunigen muss hierbei der Anspruch sein, Bürokratie zu reduzieren und womöglich gänzlich zu eliminieren das Ziel.

Vielfältige Möglichkeiten im Bereich der Digitalisierung

Die vielfältigen Möglichkeiten im Bereich der Digitalisierung sind hierbei kein Selbstzweck, sondern einer der effizientesten Ansätze, schnelle Abhilfe zu leisten. Einmal erhobene, digital vorliegende Daten sind anders als ein ausgefülltes Papierformular nicht verloren, sondern können wiederverwendet werden und ersparen so die Mehrfachabfrage der immer gleichen Informationen.

Zudem erlauben Sie den elektronischen Versand und entbinden die Erbringer so von der Notwendigkeit des langsamen Postversands oder gar der persönlichen Abgabe beim Behördengang. Der Haushaltsplanentwurf 2023 zeigt hierzu leider wenig bis gar keine Ansätze auf.
Es liegt also noch viel Arbeit vor uns und daher komme ich auch schnell zum Ende, denn wir haben noch viel zu tun.
Vielen Dank!

Stellungnahme der CDU-Fraktion zum Haushalt der Gemeinde für das Jahr 2023

Es gilt das gesprochene Wort!
Meine Damen und Herren, auch in diesem Jahr wird der Haushalt der Gemeinde nicht wie im Regelfall kurz vor Weihnachten des Vorjahres verabschiedet, sondern erst im zweiten Monat des Haushaltsjahres. Dies sei den erst spät vom Land NRW übermittelten Zahlen geschuldet, die für die Planung des Gemeindehaushaltes wichtig sind, so der Bürgermeister in der letzten Ratssitzung des vergangenen Jahres, denn da wurde der Haushaltsplanentwurf eingebracht.

Dies ließ natürlich schon vermuten, dass der Entwurf schwieriger als sonst üblich zu erstellen war. Wenn auch die Pandemie deutlich an Gewicht verloren hat, so ist sie immer noch nicht ganz überwunden und man hört noch vereinzelt von Ausbrüchen.

Covid 19 hat uns in den letzten drei Jahren sehr viel abverlangt. Zum Einen Einschränkungen in der persönlichen Freiheit, Verständnis für Erkrankte und Trauernde. Zum Anderen viel Arbeit für die Gesundheitsberufe und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den öffentlichen Verwaltungen. Zu nennen sind da sicher auch die vielen, vielen ehrenamtlich Tätigen hier in unserer Gemeinde. Ihnen gebührt zunächst unser aller herzlicher Dank.

Hinzu kommt, dass unvorstellbar hohe Geldsummen bereitgestellt werde mussten, um alles das eben genannte zu finanzieren und die Wirtschaft am laufen zu halten, um damit Arbeitsplätze zu sichern. Die gerade von mit angesprochene hohe Geldsumme muss natürlich noch zurückgezahlt werden, denn fast alles ist auf Pump finanziert. Aber darauf habe ich schon bei der letzten Haushaltsrede hingewiesen.
Schon als es absehbar war, dass Corona abflachen würde, stand uns ein anderes nicht minder trauriges Ereignis bevor, mit dem kaum jemand in Europa gerechnet hatte.

Überfall Russlands auf die Ukraine

In elf Tagen haben wir seit einem Jahr Krieg in Europa. Einen Überfall Russlands auf die Ukraine. Die Auswirkungen spüren wir deutlich bis in unser beschauliches Raesfeld. Wenn dann irgendwann die Waffen schweigen, wird man feststellen können, dass es nur Verlierer gibt.
Ich denke, hier passt der Spruch von dem Aphoristiker Hans-Joachim Uthke im übertragenen Sinn hin, der da lautet:
Das Klima der Erde wird wärmer, das seiner Bewohner kälter. Als Auswirkungen sind zu nennen die zeitweise explodierenden Energiekosten die den Gemeindehaushalt ebenso belasten wie die privaten Haushalte und Firmen in Raesfeld. Vor allem sind aber die hohen Flüchtlingszahlen anzusprechen. Diese Menschen suchen Schutz während dem brutalen, mit Kriegsgreul verbundenen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Über eine Million Menschen sind in den letzten Monaten aus dem geschundenen Land nach Deutschland gekommen.
So auch nach Raesfeld. Hinzu kommen Asylbewerber, vorwiegend aus dem Arabischen Raum, Afghanistan und Afrika. Viele davon deshalb, weil dort kaum noch Lebensmittel zu erschwinglichen Preisen zu bekommen sind, da die Preise dafür aufgrund dieses Krieges sehr stark gestiegen sind.

Flüchtlinge und Asylbewerber

In Raesfeld haben wir viel mehr Flüchtlinge und Asylbewerber aufzunehmen als in dem schwierigen Jahr 2015. Immerhin rund 200 Personen mehr als 2015. Bisher konnten die Ankömmlinge noch in gemeindlichen Häusern und vielen von der Gemeinde angemieteten Wohnungen untergebracht werden. Aber die Zahl wird nach unserer Einschätzung noch weiter steigen.

Deshalb halten wir es für geboten, dass der Haushaltsplan 2.000.000 Euro für die Errichtung eines entsprechenden Gebäudes vorsieht. Dies bewahrt uns davor, Turnhallen oder andere gemeindliche Gebäude für diesen Zweck umzufunktionieren, wie es schon einige andere Kommunen in der Region tun müssen. Ob wir für immer davon verschont bleiben, vermag ich aber auch nicht einzuschätzen.

Unbegrenzt können wir in Raesfeld die Kosten hierfür aber auch nicht tragen und wir erwarten eine stärkere Unterstützung von Bund und Land, auf die wir nach unserer Einschätzung einen Anspruch haben.

Unser Dank sollte auch hier allen Privatpersonen, Vereinen, Schulen, Kirchen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde gelten, die sich ehrenamtlich oder beruflich um diesen Personenkreis kümmern. Versuchen wir auch weiterhin diesen Menschen Wärme zu geben. Ich betone hier ganz deutlich, dass Problem sind nicht die Flüchtlinge, sondern der brutale Angriffskrieg, der mit einem Namen, den wir alle kennen, in die Geschichte eingehen wird.

Viel Geld für Investitionen

Aber auch viele andere Dinge sind in dem Haushaltsplanentwurf verzeichnet, die unserer Aufmerksamkeit bedürfen. Wie es der Bürgermeister bei der Haushaltseinbringung schon deutlich gesagt hat, hat es in Raesfeld noch nie einen Haushalt gegeben, der so viel Geld für Investitionen vorsieht wie gerade der für dieses Jahr. Investitionen die in die Zukunft gerichtet sind.

Zeit der Aussaat – Erschließung der neuen Gewerbegebiete

Ich möchte dieses mal mit meinem Beruf als Landwirt vergleichen. Jetzt ist für viele Bereiche in unserer Gemeinde eine Zeit der Aussaat. Die Ernte erfolgt dann später. Natürlich ernten wir aus klugen Entscheidungen der Vergangenheit auch jetzt schon. Aber mit den anstehenden Investitionen können wir aus der Sicht der CDU-Fraktion die Ernteerträge nochmals steigern.

Mit über 4.000.000 Euro, die wir für die Erschließung der neuen Gewerbegebiete ausgeben werden, erhoffen wir uns natürlich für die nächsten Jahre deutlich höhere Einnahmen aus der Gewerbesteuer.

Arbeitsplätze vor Ort

Gleichzeitig schaffen wir damit viele Arbeitsplätze vor Ort, die auch den gemeindlichen Anteil an der Einkommensteuer erhöhen wird. Gerade mit den neu ausgewiesenen Gewerbegebieten, Raesfeld-Nord, Raesfeld-Süd, Erle-Ost und Raesfeld-Ost erhöhen wir die Gewerbegebietsfläche um mehr als ein Drittel. Nachdem in Raesfeld-Nord die Flächen fast komplett vergeben sind, sind auch die ersten Grundstücke in Raesfeld Süd vergeben worden.

Für Erle-Süd stehen für heute noch Vergabenentscheidungen an. Insgesamt gehen wir von der CDU Fraktion davon aus, dass wir in diesem Jahr noch erhebliche Flächen an Interessenten veräußern können. Dies spült dann das in den vergangenen Jahren ausgegebene Geld für den Ankauf von Flächen in den Gemeindehaushalt zurück.
Gleiches gilt für die Neuausweisung der Wohngebiete Wehler Straße und den dritten Bauabschnitt der Stockbreede.

Als CDU-Fraktion möchten wir an dem Ziel festhalten, möglichst vielen einheimischen Bauwilligen und Menschen die einen Arbeitsplatz in Raesfeld haben, die Möglichkeit geben, hier einen Traum zu verwirklichen. Natürlich wird sowohl für Gewerbeflächen als auch für Wohngebiete Fläche verbraucht. Wir sind aber nach wie vor bemüht, diesen Verbrauch auf ein akzeptables Maß zu begrenzen.
Diese angesprochenen Dinge stärken natürlich unsere Gemeinde, erfordern aber auch wieder vorausschauendes Handeln. Die Infrastruktur muss dann natürlich kontinuierlich erweitert und verbessert werden. Es fängt bei den Kindergärten an und hört bei den Schulen nicht auf.

Entwicklung Schule und Kitas

Gerade mit der Entwicklung der neuen Baugebiete können wir davon ausgehen, dass der Bedarf an Kindergartenplätzen hoch bleibt. Gerade in diesen Tagen wird damit begonnen die Julia-Koppers Gesamtschule in Raesfeld zu erweitern. Fast 900.000 Euro sind für die Erweiterung in diesem Jahr vorgesehen. Aus Sicht der CDU-Fraktion sehr gut angelegtes Geld. Es hat sich gezeigt, dass diese Schule nach der Runderneuerung des Schulhofes und der Erweiterung der Mensa sehr gut angenommen wird.

Ja, es kann sein, dass wir in den nächsten Jahren sogar Schülerinnen und Schüler wegen zu hoher Anmeldezahlen ablehnen müssen. Man kann natürlich sagen, dass ist der Fluch der guten Tat, wenn man es negativ ausdrücken will. Dies müssen wir aber positiv ausdrücken, denn für die Bildung unserer Kinder und Jugendlichen sollte es für uns selbstverständlich sein, dass wir die Schulen bei sinnvollen Dingen unterstützen, wenn auch in einigen Bereichen nach unserer Meinung das Land mehr gefordert ist.

Moderne Ausstattung

Die zeitgemäße moderne Ausstattung unserer Schulen bleibt für die CDU-Fraktion selbstverständlich und im Haushaltsplanentwurf sind dafür auch erhebliche Summen vorgesehen.
Auch bei unseren Vereinen tut sich etwas. So wird auf dem Erler Sportgelände ein gemeinsames Gebäude für die beiden Tennisvereine aus Raesfeld und Erle errichtet. Gerade unsere über 70 Vereine sind für unseren Ort unverzichtbar. Sie leisten Enormes in unserer Gesellschaft. Sei es im Sport, der Musik und Kultur, den Traditionsvereinen oder beruflichen Bereichen. Wenn es die vielen Vereine nicht gäbe, so müssten sie geschaffen werden. Gerade für Menschen, die in unsere Gemeinde ziehen, sind sie oft ein erster Anlaufpunkt um sich hier in die Gesellschaft zu etablieren.
Eine moderat wachsende Gemeinde wie Raesfeld, muss sich aber auch ständig um eine Verbesserung der Infrastruktur kümmern. Dafür sind in erster Linie Rat und Verwaltung gefordert.

Fertigstellung des Bewegungspark

Mit der Fertigstellung des Bewegungsparkes, für den wir immerhin ebenfalls fast 900.000 Euro ausgeben, schaffen wir gerade ein Highlight nicht nur für unsere Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für die vielen Besucherinnen und Besucher von Raesfeld. Aber auch für unsere Mitmenschen mit Handicap, gelingt es in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe e.V. eine Einrichtung zu schaffen, wo ein Zuhause für eine begrenzte Anzahl von Menschen mit Behinderung geschaffen werden kann.
Raesfeld ist eine wachsende Gemeinde. Die Kindergärten und Schulen habe ich bereits angesprochen.

Seniorinnen und Senioren

Es stellt sich in dem Zusammenhang aber auch die Frage, reichen die Einrichtungen für unsere Seniorinnen und Senioren mittelfristig noch aus. Ich glaube, wir müssen darüber demnächst nachdenken, denn erfreulicherweise steigt die Lebenserwartung weiter kontinuierlich an.
Leider ist es aber nicht jedem vergönnt, seinen Lebensabend in der vertrauten Wohnung dauerhaft verbringen zu können. Nach unseren Informationen gibt es immer noch Wartelisten für die Raesfelder Einrichtungen und das selbst für Seniorinnen und Senioren, die ihr ganzes Leben in Raesfeld verbracht haben oder zumindest seit Jahrzehnten in unserer Gemeinde wohnen.

Infrastruktur Feuerwehr

Zur gemeindlichen Infrastuktur gehört aber auch unsere Feuerwehr. Ausdrücklich begrüßen wir als CDU-Fraktion die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Erle. Ja, wir wollen nicht nur, dass es erweitert wird, nein wir wollen auch, dass es gut aussieht. So haben wir uns dafür entschieden, diese Erweiterung mit einem Satteldach zu versehen und nicht wie zunächst geplant, hier ein Flachdach vorzusehen.

Auf dem Raesfelder Feuerwehrgerätehaus wird dann noch eine Photovoltaikanlage aufgestellt. Damit lassen sich die Energiekosten mittelfristig senken und der CO2 Ausstoß reduzieren, was von uns sehr begrüßt wird. Gerade wird von einem Beratungsinstitut ein Klimaschutzkonzept für unsere Gemeinde erarbeitet.
Diesem Konzept möchte ich hier nicht vorgreifen, denn das würde meine Kompetenz deutlich übersteigen.

Ergebnisse zum Klimaschutz

Wir als CDU-Fraktion denken aber, dass uns bis Ende diesen Jahres wichtige Ergebnisse zum Klimaschutz vorgestellt werden. Im nachhinein so denke ich, war es der richtige Schritt, ein ganzen Büro mit der Aufgabe zu betrauen und nicht wie wir zunächst diskutiert haben, eine Einzelperson damit zu beauftragen. Ich habe damals schon gesagt, diese Person muss dann eine Eierlegende Wollmilchsau sein und die wurde nach meiner Kenntnis auch anderswo nur selten gefunden.

Raesfelder Ortskern

Gerade im Raesfelder Ortskern wird sich in diesem Jahr einiges verändern. So ist die komplette Neugestaltung des Parkplatzes hier am Rathaus vorgesehen. Über 460.000 Euro stehen dafür im Haushaltsplan. Sicher bedarf dieser Parkplatz einer deutlichen Verschönerung und die dürfte mit der Summe sicher möglich sein.
Nördlich der Kirche soll im Frühjahr mit dem Bau eines neuen Gemeinschaftshauses begonnen werden. Bauherr dafür ist die Katholische Kirchengemeinde, wobei wir als politische Gemeinde uns finanziell beteiligen werden, dafür aber auch umfangreiche Nutzungsrechte einkaufen.

Epping-Gelände

Gleichzeitig mit dem Abriss des ehemaligen Niewerther Hofes werden die Gebäude ehemals Bäckerei Gudel und die Ausstellungshalle Stenert abgebrochen. Wir sind dafür, dass dort zunächst ein provisorischen Parkplatz entsteht. Sollte sich aber eine Gelegenheit ergeben, dort ein Geschäft oder ähnliches hinzubekommen, so sollte dieses nach unserer Auffassung einem Parkplatz deutlich vorgezogen werden.
Wie uns allen bekannt ist, warten die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde sehnlichst auf eine Entscheidung, was mit dem Epping-Gelände passiert. Wie wir als CDU-Fraktion die Lage einschätzen, wird es in diesem Jahr hierfür noch zu weitreichenden Entscheidungen kommen.

Räumlichkeiten noch vom DRK

Ich gehe davon aus, dass auch die anderen Fraktionen diese Entwicklung so sehen. Bekanntlich werden die Räumlichkeiten noch vom DRK und auch als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Wie sicher bekannt ist, hat die CDU-Fraktion schon am 02. August 2019 für die Neugestaltung dieses Geländes die Durchführung eines Architektenwettbewerbs/Planungswettbewerbs beantragt.
Ich habe bisher nur einige Dinge angesprochen, die wir in diesem Jahr schaffen wollen. Aber es sind sicher gerade für eine Gemeinde wie Raesfeld sicher ganz entscheidende Maßnahmen.

Seien sie für uns von finanzieller Bedeutung oder nicht, oder finden sich andere Quellen zur Finanzierung.
Sicher ist, die Gemeinde Raesfeld hat noch nie so viel Geld in einem Jahr investiert, wie es für dieses Jahr vorgesehen ist. Nach Plan werden wir die liquiden Mittel auf ein seit Jahrzehnten nicht gekanntes Maß herunterfahren. Ich habe im vorigen Jahr die Frage gestellt „Leben wir über unsere Verhältnisse oder müssen wir die Verhältnisse so ändern, dass unsere Ausgaben die Einnahmen nicht übersteigen.“

Transferaufwendungen

Die Ausgaben werden zwar deutlich höher sein wie die Einnahmen, wir als CDU-Fraktion halten dieses aber für das Jahr 2023 für vertretbar, denn ich habe vorhin schon über Aussaat und Ernte gesprochen.
Was uns aber sicher Sorgen machen muss, ist die Tatsache, dass die Transferaufwendungen einen immer höheren Anteil am Gemeindehaushalt einnehmen. Für dieses Jahr schon rund 44 Prozent. Ausgaben, die wir nicht im mindesten beeinflussen können. Der Prozentsatz steigt zwar nur um ca. ein Prozent auf die genannten 44 Prozent, der Betrag steigt aber um 1.350.000 Euro.

Dieser Betrag frisst fast die gesamten geplanten Mehreinnahmen der Gemeinde auf. Dies liegt natürlich daran, dass die Steuerkraft der Gemeinde für dieses Jahr höher eingeschätzt wird. Wie ich schon an anderer Stelle häufiger gesagt habe, bekommen wir auch was von dem Geld zurück. Was uns aber bedenklich stimmen sollte, ist die Tatsache, dass der Prozentsatz in jedem Jahr steigt. Warten wir ab, ob wir in einigen Jahren nicht sogar die 50 Prozent-Marke knacken.

Würde die Steuerkraft der Gemeinde nicht so hoch eingeschätzt, könnten wir uns die vielen anstehenden Investitionen schon jetzt nicht mehr leisten ohne uns zu verschulden. Zusätzlich werden immer mehr Aufgaben an die Städte und Gemeinden delegiert. Dieses darf so nicht weitergehen. Da wir dieses aber nicht in der Hand haben, schlagen wir als CDU-Fraktion vor, bei geeigneten Bewerberinnen oder Bewerbern eine Ausbildung bei der Gemeinde Raesfeld anzubieten.

Energiekosten

Eine fundierte Ausbildung bei der Gemeinde führt dann hoffentlich dazu, dass diese jungen Menschen sich dann auch dauerhaft in unser Rathaus-Team einbinden lassen.
Insgesamt bleiben uns für dieses Jahr in der Haushaltsplanung Risiken erhalten. Wie ich vorhin schon ausführte, sind die Energiekosten ein ganz besonders unsicherer Faktor in der Kalkulation.
Die Preise für Heizöl, Gas und Strom sind besonders anfällig für Schwankungen, so dass da eine seriöse Voraussage kaum möglich erscheint.
Gerade bei den vielen Investitionen, die wir in diesem Jahr tätigen wollen, ist es ebenfalls schwer abzuschätzen, wie sich die Preise für die verschiedenen Baugewerke entwickeln werden.

Personalaufwendungen

Wir als CDU-Fraktion gehen allerdings davon aus, dass die Preisspitzen für die genannten Bereiche mittlerweile erreicht sind. Hoffentlich behalten wir recht.
Eine weitere Unsicherheit ergibt sich bei den Personalaufwendungen. Auch hier müssen wir davon ausgehen, dass diese Aufwendungen aufgrund der schon angesprochenen sehr hohen Inflation deutlich steigen werden.
Schultern können wir die insgesamt hohen Ausgaben nur, wenn wir auch die entsprechenden Einnahmen bekommen oder wir müssen uns verschulden. Da sind zunächst die gemeindlichen Steuern zu nennen. Wir haben im vergangenen Jahr schon angekündigt, dass wir in diesem Jahr wieder auf die vom Land vorgegebenen sogenannten fiktiven Hebesätze gehen werden.

Steuersätze A, B – Gewerbesteuer

Das sind bei der Grundsteuer A 314 % inclusive der 60 Punkte für die Wirtschaftswege. Bei der Grundsteuer B sind es 493 % und bei der Gewerbesteuer 416 Punkte. Natürlich kann man sich fragen, ob wir nicht aufgrund der momentanen Inflationsrate den Haushalten und Betrieben mit einem niedrigeren Steuersatz entgegen kommen kann. Da aber gerade für dieses Jahr sehr hohe Investitionen durch die Gemeinde geplant sind, halten wir dies als CDU-Fraktion für nicht angebracht, da diese Ausgaben letztendlich den Bürgerinnen und Bürgern unserer Gemeinde zeitnah oder mittelfristig wieder zu Gute kommen.

Hundesteuer nicht erhöht

Wir gehen auch davon aus, dass wir uns in Raesfeld mit diesen Steuersätzen immer noch sehr gut im Umfeld sehen lassen können, denn es gibt in der Nähe schon zumindest eine Stadt, die bei der Grundsteuer B fast die Marke von 800 Prozentpunkten erreicht.
Eine weitere Steuereinnahme resultiert aus der Hundesteuer.

Diese Steuer möchten wir als CDU Fraktion nicht erhöhen. Wir sind aber der Auffassung, dass nach etwa 10 Jahren erneut eine Hundezählung in unserer Gemeinde durchgeführt werden sollte. Sicher haben sich verschiedene Mitbürgerinnen und Mitbürger in dieser Zeit einen Hund angeschafft und haben es bisher versäumt, dieses Tier bei der Gemeinde anzumelden. Eine solche Zählung, die auch anderswo von einem auswärtigen Unternehmen durchgeführt wird, kann mehr Steuergerechtigkeit in diesem Bereich bringen.

Mehr Geld für Wirtschaftswege

Zu den Gebührenhaushalten möchte ich keine weiteren Ausführungen machen, da sie in Summe fast keine Veränderungen für unsere Bürgerinnen und Bürger bringen.
Die CDU-Fraktion stimmt dem Haushaltsplan für 2023 mit den Erhöhungen von 80.000 Euro für die Wirtschaftswege und 30.000 Euro für Biodiversität und dem Stellenplan zu.
Zum Ende meiner Ausführungen möchte ich mich bedanken bei unserem Bürgermeister, Herrn Tesing und dem ganzen Rathaus-Team für die gute Arbeit.

Herr Tesing, ich bitte Sie, unseren Dank auch an diejenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde zu überbringen die heute hier nicht anwesend sind. Mein Dank gilt den anderen Fraktionen für die konstruktive und manchmal auch streitige Arbeit in den Gremien. Konstruktiver Streit ist bekanntlich die Würze der Demokratie. Herzlicher Dank geht von dieser Stelle aus auch an die Vertreterin und die Vertreter der Presse, die fair und sachlich über unsere Arbeit berichtet haben.

Mein ganz besonderer Dank gilt natürlich der CDU-Fraktion, die mich immer nach Kräften in diesem Amt unterstützt hat.

Die UWG Raesfeld stimmt somit dem Haushaltsplan für 2023 zu

Stellungnahme der UWG-Fraktion Raesfeld-Erle e.V. zum Haushalt der Gemeinde Raesfeld für das Jahr 2023 – Die UWG Raesfeld stimmt somit dem Haushaltsplan für 2023 zu!!!

Es gilt das gesprochene Wort

Das Jahr 2022 ist mittlerweile beendet. Es war ein Jahr, dass sich wohl niemand von uns so hätte vorstellen können. Zum Jahresanfang hatten wir, wie bereits in den Jahren zuvor, noch mit den Auswirkungen von Corona zu kämpfen. Am 24.02.2022 änderte sich dies schlagartig. Mitten in Europa werden wir Zeuge eines völlig unnötigen, russischen Angriffskrieges.

Konsequenzen des Krieges in der Ukraine

Was die Menschen in der Ukraine seitdem tagtäglich erleben müssen, geht über unsere Vorstellung weit hinaus. Die Konsequenzen aus diesem vollkommen unsinnigen Krieg werden wir in Zukunft auch hier noch deutlich spüren und stellen dabei fest, dass die Ukraine gar nicht so weit von uns entfernt ist, wie wir es vielleicht glaubten.

Seine Auswirkungen, spüren wir täglich – u. a. in Form von hohen Energie- und Lebensmittelpreisen, sodass wir nicht nur deshalb hoffen, dass dort ein friedvolles Miteinander ganz bald wieder möglich sein wird. Jedoch wird dies bis zu diesem Zeitpunkt leider auch unser Handeln auf kommunaler Ebene noch einige Zeit beeinflussen. Wir müssen umsichtig planen, Investitionen kritisch hinterfragen und dürfen nicht über unsere Verhältnisse leben. Das bedeutet für uns in Raesfeld, nicht die Bodenhaftung zu verlieren.

An dieser Stelle möchte ich mich bei unserem Bürgermeister Herrn Tesing, dem Kämmerer Herrn Greving und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken, die mit der Erstellung des 300-seitigen Haushaltsplans befasst waren. Auch daran kann man bereits erkennen, welch herausfordernde Aufgaben die Zukunft auch in unserer Region bereithält. Daher müssen alle Beteiligten sorgfältig und nachhaltig planen und handeln.

Im letzten Jahr haben wir ins Raesfeld viel bewegt und manches, trotz positiven Beschlusses, wieder fallen gelassen.

Raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen)

Beim Thema Raumlufttechnische Anlagen für die Schulen in unserer Gemeinde hat die Verwaltung und die Mehrheitsfraktion kein gutes Bild abgegeben. Viel zu lange hat man diskutiert, Entscheidungen verzögert und sich nicht eindeutig positioniert.

Die CDU war zunächst skeptisch, dann, als der öffentliche Druck zu hoch war, plötzlich dafür. Begründet wurde dieser plötzliche Sinneswandel mit dem Argument, dass nun alle Fakten vorliegen würden. Naja, darüber soll sich jeder selbst ein Bild machen. Im Anschluss schafft es die Gemeinde nicht, die Ausschreibungen so zu gestalten, dass sich Firmen bewogen fühlen, Geld zu verdienen. Woran es letztendlich tatsächlich lag, ist nur schwer nachzuvollziehen.

Fördergelder von 1,1 Millionen € liegengelassen

Ich möchte den Belgier Paul Henri Spaak (von 1957 – 1961 Generalsekretär der NATO) zitieren, der sagte, Für verlorene Gelegenheiten in der Politik gibt es kein Fundbüro. Fakt ist, wir haben als Gemeinde hier Fördergelder von 1,1 Millionen € liegengelassen. Das Projekt ist gestorben, da die zeitliche Umsetzung nicht mehr zu den Vorgaben der Fördermittel gepasst haben soll.

Bürgerpark

Augenblick… wie ist das jetzt eigentlich gerade beim Bürgerpark? Ach ja, dieser sollte zum Jahresende 2022 fertiggestellt werden und Fördermittel waren damit verknüpft. Hier konnte man jedoch die Fördermittel fristgerecht einsetzen und dann weiterbauen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Warum hat man das nicht bei den RLT-Anlagen versucht?

Umwelt- und Klimaschutz

Unser Bürgermeister hat in seiner Rede zum Haushalt 2023 erneut betont, dass er den Klimaschutz in den Fokus seiner Arbeit stellen möchte.

Im letzten Jahr sollte Nachhaltigkeit, seiner Meinung nach, das zentrale Thema der Gemeinde sein. Das hört sich zugegebener Maßen alles prima an. Aber was wird davon wirklich umgesetzt? Im aktuellen Haushalt findet man nicht wirklich viel zum Thema Umwelt- und Klimaschutz. Im Haushaltsentwurf werden 21 Projekte/Investitionen benannt. Davon sind maximal zwei Projekte direkt mit dem Umweltschutz verknüpft.

Natürlich ist uns bekannt, dass Klimaschutzmaßnahmen wie beispielsweise der Umbau des Rathausparkplatzes, der Fahrradständeranlage oder die Umrüstung der LED-Straßenbeleuchtung in verschiedenen Bauprojekten enthalten sind. Aber mal ehrlich, selbst wenn wir wohlwollend rechnen, kommen wir nur auf einen niedrigen, einstelligen Prozentwert der diesjährigen Investitionskosten.

Das reicht nicht aus, Herr Tesing!

Man entwickelt das Gefühl, dass hier nur Maßnahmen angegangen werden, die sich mit den festgelegten Vorstellungen der Gemeindeverwaltung decken. Oder warum werden Ideen aus der Bürgerschaft, den Mitgliedern des Rates nicht vorgestellt? Erst wenn die Bürgerinnen und Bürger einen offenen Brief schreiben und die politischen Parteien informieren, wird das Thema auf die Tagesordnung gesetzt. Und so plötzlich wie es da erscheint, verschwindet es auch wieder.

Ideen aus der Bürgerschaft

Ideen aus der Bürgerschaft, wie beispielsweise PV-Freiflächenanlagen, Geothermie oder Bioenergie, werden ausgebremst, verzögert und letztendlich nicht weiterverfolgt. Hier müssen wir deutlich mehr tun. Bereits im letzten Jahr haben wir in unserer Rede zum Haushalt 2022 auf verschiedene Klimaschutzmaßnahmen hingewiesen. Im Rahmen des Dorfentwicklungskonzeptes könnten wir hier auch Anstöße liefern und Vorreiter sein. Lassen Sie uns über kleine Maßnahmen, wie beispielsweise Mikrowindanlagen auf öffentlichen Gebäuden und Fassadenbegrünung nachdenken und unterstützen wir unsere Bürgerinnen und Bürger bei der Planung und Umsetzung größerer Ideen, wie beispielsweise Energiegenossenschaften, denn die Ideen sind vorhanden.

Rahmenbedingungen schaffen

Wir müssen nur die Rahmenbedingungen dafür schaffen. Unsere Nachbarkommunen können es schließlich auch. Da sich erfreulicherweise die Anfragen auf Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage im Kreis Borken häufen, werden wir zeitnah einen Antrag auf Erstellung eines Kriterienkataloges einbringen. Wir wollen als UWG sicherstellen, dass zukünftig für alle Antragssteller definierte Standards festgelegt werden.

Ein entsprechender Handlungsleitfaden des Kreises liegt der Gemeinde bereits vor. Der Philosoph Voltaire hat mal gesagt, dass wir verantwortlich sind für das, was wir tun und auch für das, was wir nicht tun. Ich finde es wichtig unsere Bemühungen für Umwelt- und Naturschutz zu intensivieren. Umweltschutz beginnt im Kleinen und ja, Herr Bürgermeister, selbstverständlich auch bei uns selbst. Wir dürfen aber nicht die Vorbildfunktion, die wir als Gemeinde haben, vergessen.

Flächen am Schloss

Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass die erworbenen Flächen am Schloss teilweise proaktiv für die Umwelt genutzt werden sollten. Beispielweise durch das Anlegen von Blühflächen und Schaffung von Lebensraum für Bodenbrüter. Dadurch tragen wir zur Erhaltung der Artenvielfalt bei und verschönern zusätzlich das Schlossumfeld.

Ein guter Weg ist mit Sicherheit die Auflage, die Neubauten verpflichtend mit Gründächern oder einer Photovoltaikanlage auszustatten. Darüber freuen wir uns als UWG sehr. Allerdings ist es nicht fair, die Bürgerinnen und Bürger mit den Kosten alleine zu lassen.

Klimaschutzkonzept

Die Gemeinde ist derzeit dabei, ein Klimaschutzkonzept zu erstellen. In der 2. Jahreshälfte sollen Schwerpunkte für den Klimaschutz in Raesfeld erarbeitet werden. Darauf warten wir gespannt. Sie können sich sicher sein, Herr Tesing, dass wir, die UWG, Sie dabei unterstützen werden.

Dorfentwicklung

Auch das Thema Dorfentwicklung hat uns bereits die letzten Jahre beschäftigt und wird uns auch die nächsten Jahre beschäftigen, soviel ist klar. Das alles wird viel Geld kosten, auch das ist klar. Aber es ist nötig um die Lebensqualität, die wir haben, zu erhalten und kontinuierlich weiter auszubauen.

Der Rat hat im Jahr 2018 das sogenannte ISEK (integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept) beschlossen! Darin hat die Entwicklung der sogenannten „neuen Ortsmitte“ absolute Priorität, stand an Nummer eins mit einer Umsetzung von 2019 bis 2021. Demnach müsste alles längst fertig sein. Die Verwaltung fängt jedoch erst jetzt an zu planen.

Es stellt sich hier die Frage: Warum hat sich der Ratsbeschluss so gravierend verzögert? Erst vor kurzem wurde mit dem Rahmenplan noch ein weiteres „Papiermonster“ verabschiedet. Erneut werden auch hier „Nebenschauplätze“ bearbeitet, die, wie die Rathausspange, gar nicht im Eigentum der Gemeinde liegen. Warum fangen wir nicht mit den Teilprojekten an, auf die wir Einfluss haben?

Auch im Bereich des Schlosses ist zuletzt viel, jedoch vorerst auch genug passiert. Es wurde viel verändert und investiert. Der oft angepriesene, zukünftige Baubeginn der Kirchengemeinde mit dem Pfarrhaus an der Kirche, lenkt nicht davon ab, dass im Dorfkern bislang nichts Sichtbares passiert ist – und daran wird bereits mehrere Jahre geplant.

Das alles veranlasst uns zu der Befürchtung, dass der Dorfkern weiter verödet.

Die geplante Sanierung des Rathausparkplatzes unter Klimaaspekten, eine mögliche gestalterische Belebung des Rathausplatzes oder die Umgestaltung von Parkplätzen am Schloss, dürfen nicht die Kapazitäten für die Ortsmitte beanspruchen. Unsere Devise sollte lauten – volle Energie auf Raesfelds Zentrum.

Neue Ortsmitte

Die neue Ortsmitte muss konkreter werden. Sie bezieht das sogenannte Epping-Gelände, das ehemalige Sparkassengelände, den Froschbrunnenplatz und die Weseler Straße mit ein. Die Verbindung des alten und des neuen Dorfkerns, über die Weseler Straße hinweg, im Bereich Froschbrunnen und Kirchplatz, muss überplant und umgesetzt werden.

Aufenthaltsqualität, Gastronomie und Kultur werden von der UWG und von Raesfelder Bürgern gewünscht. Die UWG hat für diesen Bereich einen Investorenwettbewerb vorgeschlagen, ähnlich wie im ISEK beschlossen. Auch wenn es dazu letztendlich nicht kommt, ist es wichtig, dass die Maßnahmen schnellstmöglich umgesetzt werden und die Dorfkernumgestaltung endlich Fahrt aufnimmt.

Verkehrsflächen

Auch die dazugehörigen Verkehrsflächen sind wichtig, jedoch für ALLE Teilnehmer – Autos, Fahrräder und Fußgänger! Verkehrsberuhigung, gestalterische Qualität, aber auch Sicherheit und Barrierefreiheit sind zu berücksichtigen. Parkplätze haben auch ihre Relevanz, jedoch nur in dem Maß, wie sie wirklich benötigt werden. Hier sollte gelten: Soviel wie nötig, so wenig wie möglich – denn durch Verkehr und Parkplätze entsteht kein attraktiver Dorfkern und die gewünschte Begegnung und Kommunikation unserer Mitbürger auch nicht.

Erle

Auch in Erle wird an der Attraktivität des Ortsteils gearbeitet. Teilbereich des Umfeldes Femeiche aus dem Dorfentwicklungskonzept sollen in diesem Jahr umgesetzt werden. Die finanziellen Mittel sind im Haushalt enthalten.

Ein weiterer Aspekt ist die Bürgerbeteiligung, insbesondere im Bereich der weiteren Dorfentwicklung. Dies ist der UWG immer ein sehr wichtiges Anliegen und ein ausschlaggebendes Pfund für die Akzeptanz der geplanten Projekte. Haushaltszahlen Kommen wir zu den aktuellen Haushaltszahlen.

Grundsolider Haushalt

Vorweg möchte ich betonen, dass wir einen grundsoliden Haushalt haben, den unser Kämmerer erneut aufgestellt hat. Wir sind, wie in den letzten Jahren auch, guter Dinge, dass wir am Ende besser dastehen als es der Haushalt vorsieht. Unser Haushalt weist Erträge in Höhe von 26.137.600 Euro aus.

Demgegenüber stehen Aufwendungen in Höhe von 27.104.100 Euro. Das bedeutet, dass wir bei dieser Planung rein rechnerisch ein Defizit von 966.500 Euro ausweisen. Wir als UWG haben damit kein Problem.

Investitionen in Bildungs- und sonstige Infrastruktur

Zum einen begrüßen wir ausdrücklich, dass weiterhin kräftig in unsere Bildungs- und sonstige Infrastruktur investiert wird. Schulen, Turnhallen, Straßen, die Wasserver-, und entsorgung, aber auch Feuerwehrgeräte,- häuser und -Fahrzeuge müssen instandgehalten werden.

Das ist richtig und wird durch die UWG vollkommen unterstützt. Wir müssen unsere Werte pflegen und sichern, wie dies auch jeder Hausbesitzer tun würde. Mit unseren angesparten Rücklagen haben wir es bis jetzt geschafft, unseren Haushalt ohne Fremdfinanzierung auszugleichen. Allerdings haben wir enorme Zukunftsprojekte, die sich zum einen über Jahre gezogen haben und jetzt in der finalen Umsetzung sind, zum anderen, und das gehört zur Realität dazu, hat uns neben Corona der Angriffskrieg der Russischen Föderation auf die Ukraine, finanziell ebenfalls einiges abverlangt.

Unterkünfte für Schutzsuchende

Unterkünfte für Schutzsuchende mussten und müssen weiterhin hergerichtet, gekauft oder gemietet werden. Eine Haupteinnahmequelle der Gemeinde, die Gewerbesteuer, wird in den kommenden Jahren schlechter zu planen sein. Es ist wichtig, weiter zu investieren und von der soliden Haushaltspolitik der vergangenen Jahre zu profitieren.

Nur durch weitere Investitionen in die Infrastruktur, durch die Entwicklung von Bau- und Gewerbegebieten, schaffen wir eine Möglichkeit, unsere Ertragslage zu optimieren und finanziell unabhängig zu bleiben. Mit diesem Haushaltsentwurf schaffen wir genau das. Der Entwurf sieht erneut Rekordinvestitionen vor.

Die Investitionen/Ausgaben

Diesmal im Umfang von 13,6 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von nochmals 600.000 Euro gegenüber dem Vorjahr. Die Investitionen/Ausgaben u.a. in die neuen Gewerbegebiete werden uns hoffentlich auch in den nächsten Jahren einen annährend ausgeglichenen Haushalt ermöglichen. Diese neuen Gewerbegebiete sollten allerdings ökologisch, nachhaltig und klimaangepasst gestaltet werden.

Kommen wir zu den guten Nachrichten

Bei den Abwassergebühren sind wir unter den ersten drei preiswertesten Kommunen in NRW. Bei den Abfallgebühren sind wir immerhin noch unter den Top 10. Ich denke, dass dies bei insgesamt 396 selbständigen Gemeinden in NRW ein sehr gutes Ergebnis ist. Einen Großteil der Aufwendungen nimmt erneut die Jugendamtsumlage mit 4,3 Mio. und die Kreisumlage mit 4,2 Mio. ein.

Durch den massiven Ausbau der Betreuungsangebote ist die Steigerung der Jugendamtsumlage bedingt nachvollziehbar. Nichtsdestotrotz werden wir diese Entwicklung im Auge behalten. Veränderungsspielraum sehen wir, ehrlich gesagt, aber so gut wie keinen. Die Kreisumlage steigt im Vergleich zum Vorjahr um 1,15 Millionen Euro und das obwohl der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) seinerseits die Umlagen für den Kreis Borken leicht gesenkt hat. Hier können wir als Lokalpolitiker Einfluss nehmen. Alle hier vertretenden Parteien sind ebenfalls im Kreistag vertreten und könnten dort gegen die Erhöhung der Kreisumlage votieren.

Kommen wir nun zu etwas Unerfreulichem.

Der Haushalt sieht vor die fiktiven Hebesätze für die Grundsteuer A und die Grundsteuer B anzuheben. Das Gemeindefinanzierungsgesetz hat bereits im letzten Jahr eine Erhöhung der fiktiven Hebesätze für diese vorgesehen. Aufgrund der Coronakrise hat man sich in Raesfeld im letzten Jahr dazu entschieden, nicht den vollen Umfang der Erhöhung an die Bürgerinnen und Bürger weiterzureichen und einen Teil der Erhöhung auf dieses Jahr zu verschieben.

Mit der Zustimmung zum Haushalt 2022 sind alle Parteien mit dieser Verfahrensweise also konform gegangen. Niemand konnte die derzeitige Entwicklung vorhersehen und auch wir wissen nicht, wie es 2024 aussieht.

Grundsteuer A und B

Mit der Erhöhung der Grundsteuer A und B passt sich die Gemeinde an die fiktiven Hebesätze des Landes NRW an. Trotz dieser Erhöhung liegen wir noch deutlich unter dem landesweiten Durchschnitt. Wir als UWG stehen grundsätzlich zu unserer letztjährigen Zustimmung, auch wenn wir die Probleme erkennen. Wir hätten uns einen parteiübergreifenden Konsens zur Reduzierung oder Aussetzung der Erhöhung gewünscht. Dieser Wunsch wurde nicht von allen Parteien mitgetragen und somit war der Konsens leider nicht möglich.

Wir sind in Raesfeld seit vielen Jahren Schuldenfrei, es geht uns gut. Damit dies so bleibt, fühlen wir uns an unsere Aussage von 2022 gebunden und stimmen schweren Herzens der Erhöhung der Grundsteuer A und B zu.

Die UWG Raesfeld stimmt somit dem Haushaltsplan für 2023 zu!!!

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Ihnen allen, aber besonders bei meiner Fraktion für die konstruktive Haushaltsberatung bedanken. Wir laden an dieser Stelle die Verwaltung und den Bürgermeister herzlich ein, jederzeit in die politische Kommunikation mit uns zu treten, und uns offen und objektiv mit allen Informationen zu versorgen, die wir für unsere politischen Entscheidungen benötigen.

Mit den Worten “Miteinander können wir viel erreichen“ wünsche ich Ihnen allen persönlich und auch im Namen der UWG Raesfeld-Erle ein erfolgreiches, glückliches und hoffentlich gesundes Jahr 2023. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit (es gilt das gesprochene Wort) Volker van Wasen UWG-Fraktionsvorsitzender

Autohaus Ford Jacobs schließt nach 60 Jahren

Autohaus Ford Jacobs schließt nach über 60 Jahren an seinem Standort an der Dorstener Straße.

Geschäftsführer Reinhard Jacobs hat die Entscheidung getroffen, da er keinen Nachfolger finden konnte und den Wandel in der Automobilbranche nicht mehr mitmachen möchte.

Angesichts der steigenden Beliebtheit von Elektrofahrzeugen und den damit einhergehenden Veränderungen in der Automobilbranche sieht Jacobs heute keinen Sinn für sich mehr darin, das Unternehmen auf elektronische Fahrzeuge umzustellen. „Das wäre auch mit größeren Investitionen verbunden“, so Jacobs.

Hinzu kommen, so Jacobs, dass neue Autos von Ford voraussichtlich ab 35.000 Euro erhältlich sein werden, was Jacobs als Herausforderung betrachtet, da er keine klassischen Kunden dafür mehr findet. Vor diesem Hintergrund hat Jacobs beschlossen, das Autohaus zu schließen. Die meisten Kunden sind bereits über diese Entscheidung informiert.

Jacobs hat das Unternehmen seit 1992 geleitet und beschäftigte zuletzt 19 Mitarbeiter, von denen etwa die Hälfte bereits eine neue Stelle gefunden hat. Andere Autohäuser haben Interesse bekundet, da sie auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern sind.

Jacobs prüft derzeit noch alternative Nutzungen des 11.000 Quadratmeter großen Grundstücks an diesem Standort, wie er sagt. Ein Verkauf ziehe er als letzte Option in Betracht.

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