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Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster: „Zahl der SGB-II-Arbeitslosen ist im Juli 2023 saisontypisch angestiegen“

Aktuell 6.068 SGB-II-Arbeitslose im Kreis

Kreis Borken (pd). Die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen im Kreis Borken ist im Juli 2023 gestiegen. Das teilt Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster mit. „Die Entwicklung ist für die Sommermonate, insbesondere für den Juli, allerdings nicht untypisch“, erklärt Dr. Hörster. Grund dafür seien zumeist zwei Aspekte: Zum einen enden viele Ausbildungsverhältnisse, zum anderen laufen nach dem ersten Halbjahr viele befristete Arbeitsverhältnisse aus.

Das „Jobcenter im Kreis Borken“ weist für den Monat Juli 2023 insgesamt 6.068 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind. Im Vergleich zum Vormonat Juni 2023 ist die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen damit um 94 Personen gestiegen, im Vergleich zum Juli 2022 hat sich die Zahl deutlich – auch im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg – um 795 erhöht. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen im Kreisgebiet ist im Vergleich zum Vormonat unverändert und liegt aktuell bei 2,7 Prozent.

Die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist leicht gestiegen: Sie liegt im Juli 2023 bei 11.178 Personen (+ 15 gegenüber dem Vormonat). Hierzu gehören auch Männer und Frauen, die aktuell an Eingliederungsmaßnahmen teilnehmen und Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit nicht zur Verfügung stehen.

Personen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen nach dem 2. Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen sind, zählen ebenfalls zu dieser Gruppe. Inklusive deren Kinder unter 15 Jahren und der weiteren nicht erwerbsfähigen Angehörigen haben im Juli 16.048 Personen (- 72 gegenüber dem Vormonat) in 8.039 Bedarfsgemeinschaften (- 9 gegenüber dem Vormonat) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat sind die Zahlen jedoch deutlich gestiegen: So gab es im Juli 2022 noch 577 Bedarfsgemeinschaften und sogar 914 erwerbsfähige Leistungsberechtigte weniger.

Die aktuellen Arbeitslosenzahlen im SGB II in den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes sind der beigefügten Grafik zu entnehmen.

Die Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen.

Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig. Die hilfsweisen Quoten sind der ebenfalls beigefügten Grafik zu entnehmen.

Fertigstellung der Straßenbauarbeiten: Van-Gent-Straße in Raesfeld jetzt verkehrsberuhigt

Abschluss der Straßenbauarbeiten auf der Van-Gent-Straße in Raesfeld

Die zweite Phase der Straßenbauarbeiten an der Van-Gent-Straße in Raesfeld, Teil des Stockbreede-Gebiets, wurde gemäß dem Plan erfolgreich abgeschlossen. Die Arbeiten am Straßenausbau begannen mit dem ersten Spatenstich im April 2020 und konnten trotz der Corona-Pandemie ohne Verzögerungen zügig fortgeführt.

5.000 Quadratmeter große Ausbaufläche

Ab Mitte August des vergangenen Jahres hat die Firma Beckmann Straßen- und Landschaftsbau die Verantwortung für die Arbeiten übernommen. Der Abschluss dieses Projekts hat einen verkehrsberuhigten Bereich auf einer Fläche von rund 5.000 Quadratmetern geschaffen, der mit rotbraunem, grauem und anthrazitfarbenem Betonsteinpflaster befestigt wurde.

Kosten für Straßenausbau blieben im Kostenrahmen

Insgesamt wurden 21 Ahornbäume mit Unterbepflanzung gepflanzt, um eine angenehme Beschattung und ein behagliches Klima in dem Straßenbereich zu gewährleisten. Mit Gesamtkosten von etwa 571.000 Euro blieb der Straßenbau im Budget.

Baugebiet Raesfeld
Foto: Luftaufnahme zu Baubeginn 2020 ©Gemeinde Raesfeld

Die Planungen für den Ausbau wurden vom Bauausschuss der Gemeinde vor dem Verkauf der einzelnen Grundstücke festgelegt. Dies ermöglichte den Bauherren, die Straßenplanung in ihre eigenen Baupläne einfließen zu lassen.

Frühstücksgeschenk für Schulanfänger von der Bäckerei Schlegel

Auch in diesem Jahr plant die Bäckerei Schlegel in Raesfeld erneut, den Kindern den ersten Schultag mit einem gesunden Schulfrühstück zu versüßen. Schon einen Tag vor diesem wichtigen Tag, am Dienstag, 8. August, kann es im Hauptgeschäft Im Winkel 4 in Raesfeld abgeholt werden.

„Mit dieser Aktion möchten wir auch darauf hinweisen, wie wichtig ein gesundes Frühstück für den Start in den Tag ist“, erklärt Juniorchef Jonas Schlegel.

Bäckerei-Jonas-Schlegel-Frühstücksdose
Juniorchef Jonas Schlegel

Den Kindern wird ein spannendes Kinderbuch mit dem Titel „Reise durchs Ich – Was macht mein Frühstück?“ überreicht. Darin erklärt der kleine Bäckman in kindgerechter Sprache, welche Bestandteile für eine gesunde Ernährung von Bedeutung sind. Bei Schlegel liegen 100 Exemplare des Buches für die Raesfelder Erstklässler bereit.

Nachhaltigkeit

Zusätzlich erhält jedes Kind eine stabile Brotdose aus recyceltem und lebensmittelechtem Kunststoff. „Auch hier lag uns der Gedanke an Nachhaltigkeit sehr am Herzen“, erklärt Jonas Schlegel. Die Dose enthält ein leckeres und gesundes Frühstück.

Bäcker Jonas Schlegel hofft, dass auf diese Weise bereits die Kinder von der Bedeutung eines gesunden Frühstücks überzeugt werden können.

Das Frühstücksgeschenk zum Schulanfang erhalten die Erstklässler im Hauptgeschäft (Im Winkel 4) – solange der Vorrat reicht.

Bildungswerk Raesfeld stellt aktuelles Weiterbildungsprogramm für das 2. Semester 2023 vor

Das neue Programmheft für das 2. Semester 2023 ist erschienen und liegt an den bekannten Stellen in Raesfeld und Erle sowie in den umliegenden Gemeinden zur kostenlosen Mitnahme aus.

Außerdem ist das komplette Kursangebot im Internet unter www.bw-raesfeld.de und bei Facebook einzusehen!

Anmeldungen für alle Kurse sind im Sekretariat des Bildungswerkes unter der Tel.-Nr. 02865 10073, im Internet unter www.bw-raesfeld.de oder schriftlich (Bildungswerk Raesfeld, Weseler Str. 32, 46348 Raesfeld) möglich.

Für den kommenden Herbst/Winter ist es wieder gelungen, ein abwechslungsreiches Weiterbildungsprogramm mit ca. 300 Kursen/Seminaren zu erstellen.

Das breitgefächerte Programm umfasst Kurse/Seminare aus den Bereichen:

  • Kulturelles und Medien
  • Gesellschaft und Soziales
  • Familienbildung
  • Berufliche Bildung und EDV
  • Fremdsprachen
  • Gesundheitsbildung
  • Tanzkurse
  • Hauswirtschaft, Kreativität, Kosmetik
  • Natur- und Umweltbildung
  • Erste Hilfe

Abgerundet wird das Programm durch eine Vielzahl von Veranstaltungen zur beruflichen Weiterqualifizierung sowie Vortragsangeboten aus sämtlichen Rubriken.

Ein Opernbesuch in Düsseldorf, der in Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis Schloss Raesfeld e. V. im November geplant ist, trägt ebenfalls dazu bei.

Neben einem abwechslungsreichen Kursprogramm in Präsenzunterricht ist der Bereich der digitalen Weiterbildungsangebote nochmals erweitert worden.

Dies ermöglicht Ihnen eine bequeme Teilnahme von zu Hause aus.

Diese Kurse, die nur Online stattfinden werden, finden Sie jeweils zu Beginn einer Rubrik.

Änderungen dem Kursprogramm finden Sie kontinuierlich auf unserer Homepage (www.bw-raesfeld.de) und auf unserer Facebook-Seite (www.facebook/Bildungswerk Raesfeld).

Nutzen Sie Ihre Chance auf Weiterbildung! Unser Team steht Ihnen für Fragen und Beratung gern zur Verfügung!

Wir freuen uns, Sie als Teilnehmer/in begrüßen zu können.

Julia-Koppers Gesamtschule Schule Borken verabschiedet Dorothea Höll

Die Julia-Koppers Gesamtschule Schule Borken verabschiedet eine ihrer engagiertesten Pädagoginnen: Dorothea Höll tritt nun in den wohlverdienten Ruhestand ein.

In einer kleinen Feierstunde wurde Dorothea Höll im Rahmen der ersten Lehrerkonferenz des Schuljahres von der Schulleitung und dem Kollegium in den Ruhestand verabschiedet nach dem Motto: „Niemals geht man so ganz…“.

Dorotheas Höll, die 1988 ihren Vorbereitungsdienst erfolgreich abgeschlossen hatte, begann ihre pädagogische Karriere im Schuljahr 1994/1995 an der Remigius-Hauptschule in Borken. Sie unterrichtete die Fächer Deutsch und Textilgestaltung, aber als passionierte Klassenlehrerin war sie auch für die Fächer Geschichte, Erdkunde und Hauswirtschaft verantwortlich. Darüber hinaus war sie viele Jahre Leiterin der Theater-AG der RHS, deren Aufführungen stets ein Highlight der Abschlussfeiern der Schule waren und bis heute in bester Erinnerung geblieben sind.

Projekte zur kreativen Gestaltung des Schulhofes

Ihre Begeisterung für Theater übertrug sie auf ihre neue Schule, die Julia-Koppers-Gesamtschule, an der sie seit 2016 mit vollem Einsatz tätig war. Ihr Engagement galt auch der Schulverschönerung. So leitete sie Projekte zur kreativen Gestaltung des Schulhofes und beteiligte sich bei der Errichtung eines übergroßen, farbenfroh gestalteten Schulhofsofas. Darüber hinaus verschönerte sie im Rahmen eines Kunstprojektes einen Fußgängertunnel in Borken mit Mosaiksteinen.

Ansprechpartnerin für Gleichstellungsfragen

Über ihre Verantwortung als Lehrerin hinaus engagierte sich Frau Höll als Ansprechpartnerin für Gleichstellungsfragen und war SV-Lehrerin. Sie bildete sich stetig weiter, absolvierte unter anderem einen Zertifikatskurs für Mathematik und zeigte Professionalität im Umgang mit digitalen Medien. Dies bewies sie durch ihre langjährige Tätigkeit in der Pflege der Homepage der JKG. Ihre kreative und digitale Kompetenz kam ebenfalls bei der Gestaltung des schuleigenen Lernzeitplaners zum Ausdruck.

Meinung: Ein Dilemma zwischen Genuss und Gewissen

Ein Kommentar von Daniel Bosse

Die jüngsten schockierenden Enthüllungen über die grausamen Zustände in einem Schlachthof in Aschaffenburg haben erneut das Dilemma des Fleischkonsums in den Vordergrund gerückt. Als jemand, der gerne Fleisch isst, ob es nun ein Burger nach dem Schwimmen, ein Döner nach dem Sport oder eine Bratwurst nach dem Schützenfest, fühle ich mich zunehmend unwohl bei dem Gedanken, dass mein Genuss auf Kosten unschuldiger Tiere geht. Tatsächlich schmeckt es mir immer schlechter.

Die dunkle Seite des Fleischkonsums

Die Wahrheit ist, dass wir als Verbraucher oft im Dunkeln tappen, wenn es um die Herkunft unseres Fleisches geht. Wir verlassen uns auf die Versicherungen der Anbieter, dass die Tiere artgerecht gehalten werden und alles mit rechten Dingen zugeht. Aber wie können wir das wirklich überprüfen? Die Antwort ist, wir können es nicht. Und das ist das Problem.

Die Tatsache, dass Tiere unter solch grausamen Bedingungen leiden, ist nicht nur ethisch verwerflich, sondern wirft auch ernsthafte Fragen über die Transparenz und Verantwortung der Fleischindustrie auf. Es ist klar, dass strengere Kontrollen und strengere Strafen für Verstöße gegen Tierschutzgesetze erforderlich sind.

Die Entscheidung, Grausamkeit nicht zu zeigen

Ich habe mich bewusst dagegen entschieden, Bilder und Videos von den grausamen Szenen hier im Kommentar zu zeigen. Es ist harter Stoff, der mir persönlich die Tränen in die Augen getrieben hat. Ich glaube, dass jeder selbst entscheiden sollte, ob er so etwas sehen möchte.

Ein Schritt in Richtung Veränderung

Ich bin nicht bereit, vollständig auf Fleisch zu verzichten, aber ich bin entschlossen, meinen Fleischkonsum zu reduzieren und bewusster darauf zu achten, dass das Fleisch von regionalen Erzeugern stammt. Ich möchte mich stärker mit der Herkunft des Fleisches auseinandersetzen, das ich konsumiere. Es ist ein kleiner Schritt, aber ein notwendiger, um mit meinem Gewissen im Reinen zu sein. Ich ermutige andere, dasselbe zu tun.

Zusätzlich möchte ich auf eine Petition hinweisen, die die dauerhafte Schließung des Schlachthofs in Aschaffenburg fordert. Sie können sie hier unterzeichnen. Es ist Zeit, dass wir als Gesellschaft ein Zeichen setzen und zeigen, dass wir solche Grausamkeiten nicht tolerieren werden.

Schließlich möchte ich die Arbeit der SOKO Tierschutz hervorheben, die maßgeblich dazu beigetragen hat, die Zustände in dem Schlachthof aufzudecken. Sie können ihre wichtige Arbeit hier unterstützen.

Es gibt mehrere Informationsstellen, die Sie konsultieren können, um mehr über ethische Schlachtpraktiken in Deutschland zu erfahren:

  1. Deutscher Tierschutzbund: Hier finden Sie Informationen über die gesetzlichen Anforderungen an die Schlachtung in Deutschland und der EU.
  2. IG Schlachtung mit Achtung: Diese Initiative setzt sich für ethische Schlachtmethoden ein und bietet Informationen über alternative Schlachtmethoden und Hofschlachtungen.
  3. Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg: Auf dieser Seite finden Sie Informationen über die gesetzlichen Anforderungen an die Schlachtung und den Tierschutz.
  4. PETA: PETA bietet Informationen über verschiedene Schlachtmethoden, einschließlich der Weideschlachtung, und diskutiert ihre ethischen Implikationen.

Das wird Arbeitnehmern vom Lohn abgezogen -Was bleibt am Ende?

Zum 1. Juli 2023 stiegen die Beiträge zur Pflegeversicherung auf 3,4 Prozent. Darüber hinaus mindern Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Lohnsteuer und andere Abzüge das Einkommen von Arbeitnehmern.

Hier wird ein Beispiel aufgeführt, was am Ende bei einem Bruttoeinkommen von 2.100 Euro noch übrigbleibt.

Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) zeigt auf, welche Beträge vom Gehalt abgezogen werden und welche Abzüge in der Steuererklärung berücksichtigt werden können.

1. Lohnsteuer

Ein Beispiel: Eine Arbeitnehmerin verdient monatlich 2.100 Euro brutto. Als Single ist sie der Steuerklasse I zugeordnet. Die Lohnsteuer in Höhe von 143,91 Euro pro Monat wird von ihrem Arbeitgeber direkt an das Finanzamt überwiesen.

In Deutschland gilt: Wer mehr verdient, der soll auch mehr Lohnsteuer zahlen. Je höher also das Einkommen ist, desto höher ist der Steuersatz. Der liegt derzeit zwischen 14 und 45 Prozent je nach Einkommenshöhe (der durchschnittliche Steuersatz für das gesamte Einkommen ist geringer).

Auf seinen Internetseiten stellt das Bundesministerium für Finanzen einen Lohn- und Einkommensteuerrechner zur Verfügung, um die eigene Lohnsteuer berechnen zu können. (LINK: Lohn- und Einkommensteuerrechner:Startseite (bmf-steuerrechner.de)

2. Solidaritätszuschlag

Seit 1991 zahlen deutsche Arbeitnehmer/innen einen Solidaritätszuschlag, der auch als „Soli“ bekannt ist. Zurzeit gehen dafür 5,5 Prozent der Lohnsteuer an das Finanzamt. Allerdings wurde von der Bundesregierung für knapp 90 Prozent aller Arbeitnehmer/innen der Solidaritätszuschlag abgeschafft. Das gilt seit 2021. Unsere Arbeitnehmerin mit ihrem Brutto-Verdienst von 2.100 Euro muss monatlich keinen „Soli“ mehr zahlen. Nur noch Steuerzahlerinnen und Steuerzahler mit höherem Einkommen sind dazu verpflichtet.

3. Kirchensteuer

Wer Mitglied einer Kirche ist, zahlt zusätzlich noch Kirchensteuer. Die Höhe des Abzugs hängt zum einen vom Gehalt und zum anderen vom Bundesland ab, in dem man arbeitet. Unsere Arbeitnehmerin ist evangelisch und arbeitet in Hessen. Deshalb zahlt sie neun Prozent Kirchensteuer:

9 % (Kirchensteuer) von 144,16 Euro (Lohnsteuer) = 12,95 Euro

4. Krankenversicherung

Gesetzlich Versicherte zahlen 2023 einen Krankenkassenbeitrag von einheitlich 14,6 Prozent. Unsere Arbeitnehmerin bekommt 7,3 Prozent direkt vom Gehalt abgezogen, ihr Arbeitgeber zahlt die restlichen 7,3 Prozent der Krankenversicherung. Hinzu kommt ein kassenindividueller, einkommensabhängiger Zusatzbeitrag, zum Beispiel in Höhe von 1,2 Prozent.

Bis 2019 mussten Arbeitnehmer/innen den Zusatzbeitrag der Krankenkasse allein tragen. Das hat sich aber 2019 geändert, der Arbeitgeber übernimmt jetzt auch die Hälfte des Zusatzbeitrags. Bei unserer Arbeitnehmerin bedeutet das konkret: Sie zahlt 7,3 Prozent Krankenversicherung plus die Hälfte des Zusatzbeitrags, also 0,6 Prozent.

7,9 % (Krankenkassenbeitrag) von 2.100 Euro (Gehalt) = 165,90 Euro

Übrigens: Die Sozialversicherungsbeiträge – dazu gehören die Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung – teilen sich Arbeitgeber/innen und Arbeitnehmer/innen hälftig.

Und: Wie hoch die Kosten für eine private Krankenversicherung sind, lässt sich pauschal nicht sagen. Die Höhe richtet sich nach den Leistungen, die man in Anspruch nehmen will.

5. Rentenversicherung

Die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland zahlen in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Für unsere Arbeitnehmerin mit 2.100 Euro Bruttoverdienst im Monat sieht die Rechnung folgendermaßen aus:

9,3 % (Beitrag für die Rentenversicherung) von 2.100 Euro (Gehalt) = 195,30 Euro

Auch ihr Arbeitgeber muss 195,30 Euro für die Rentenversicherung abführen. Denn beide Seiten teilen sich die insgesamt 18,6 Prozent Rentenbeitragssatz. Dieser Satz gilt einheitlich für alle Angestellten in Deutschland.

6. Pflegeversicherung

Wird eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer pflegebedürftig, greift die Pflegeversicherung. Am 1. Juli 2023 ist der Pflegebeitragssatz auf 3,4 Prozent erhöht worden. Davon trägt der Arbeitgeber die eine Hälfte und unsere Arbeitnehmerin die andere Hälfte, also jeweils 1,7 Prozent:

1,7 % (Beitrag zur Pflegeversicherung) von 2.100 Euro (Gehalt) = 35,70 Euro

Wichtig: Wer über 23 Jahre alt ist und keine Kinder hat, zahlt seit dem 1. Juli 2023 zusätzlich einen Zuschlag von 0,6 Prozent. Dieser Zuschlag wird allein von der/dem Versicherten bezahlt. Da unsere Arbeitnehmerin erst 21 Jahre alt ist, muss sie noch keinen Zuschlag zahlen. Hätte sie allerdings zwei oder mehr Kinder, würde sich ihr Beitragssatz ab Sommer 2023 wie folgt verringern:

Seit 1. Juli 2023            Beitragssatz     Arbeitnehmeranteil

ohne Kind (ab 23 Jahre)      4,00 Prozent     2,30 Prozent
mit einem Kind               3,40 Prozent     1,70 Prozent
mit zwei Kindern             3,15 Prozent     1,45 Prozent
mit drei Kindern             2,90 Prozent     1,20 Prozent
mit vier Kindern             2,65 Prozent     0,95 Prozent
mit fünf oder mehr Kindern   2,40 Prozent     0,70 Prozent

Die genannten Abschläge gelten, solange alle jeweils zu berücksichtigenden Kinder unter 25 Jahre alt sind.

Übrigens: Nur im Bundesland Sachsen ist die Verteilung zwischen Arbeitgeber/innen und Arbeitnehmer/innen anders – Arbeitnehmer/innen müssen hier einen höheren Anteil zahlen als der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin.

7. Arbeitslosenversicherung

Damit unsere Arbeitnehmerin abgesichert ist, falls sie arbeitslos werden sollte, ist auch ein monatlicher Beitrag für die Arbeitslosenversicherung fällig:

1,3 % (Beitrag zur Arbeitslosenversicherung) von 2.100 Euro (Gehalt) = 27,30 Euro

In der Regel zahlt auch hier der Arbeitgeber die andere Hälfte der insgesamt 2,6 Prozent (Stand 2023). 2019 waren es noch 2,5 Prozent.

Übrigens: Beamte und Soldaten bzw. Soldatinnen sind von der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung befreit, genauso wie Mini-Jobber/innen, die nicht mehr als 520 Euro im Monat verdienen.

Wichtig: Alle Versicherungsbeiträge, die auf der Gehaltsabrechnung stehen, können in der Steuererklärung angegeben werden.

Alle Abzüge auf einen Blick
Brutto-Gehalt:                           2.100 Euro
Abzüge:        Lohnsteuer:              143,91 Euro 
               Soli:                      ---------
               Kirchensteuer:            12,95 Euro
               Krankenversicherung:     165,90 Euro
               Rentenversicherung:      195,30 Euro
               Pflegeversicherung:       35,79 Euro
               Arbeitslosenversicherung: 27,30 Euro

Netto-Gehalt:                         1.518,94 Euro

Nach allen Abzügen bleiben der Arbeitnehmerin von ihrem Brutto-Gehalt in Höhe von 2.100 Euro also jeden Monat 1.518,94 Euro netto übrig.

Nächster Monatsmarkt in Raesfeld

Am Donnerstag, den 03. August findet im Raesfelder Ortskern der nächste Monatsmarkt 2023 statt.

Im Monat August erwartet die Besucher des Monatsmarktes ein verlockendes Angebot: Handwerkliches Brot von Johannes, saftiges Grillfleisch von Mathias aus Bellendorf, frischer Fisch direkt von Rick, liebevoll ausgewählte Kinderkleidung von Silke und Unterwäsche präsentiert von Boris.

Außerdem bieten Erika und Dorothea Kurzwaren und modische Damenpullover an. Verfeinern Sie Ihre Gerichte mit Gewürzen von Jenny und erfreuen Sie sich an qualitativ hochwertiger Wolle aus Hamminkeln.

Der Bauernhof Süthold in diesem Monat pausieren, da das Team ihren wohlverdienten Sommerurlaub genießt und der Bauer selbst auf dem Feierabendmarkt in Borken vertreten ist.

Der Monatsmarkt lädt Sie an jedem Donnerstag des Monats, von März bis Oktober, zwischen 14:00 und 18:30 Uhr, ein, eine Auswahl an frischen und lokalen Produkten zu entdecken. Als Abschluss Ihres Markterlebnisses können Sie sich einen köstlichen Snack auf dem Markt gönnen oder bei einer heißen Tasse Kaffee in einem der gemütlichen Cafés in der Umgebung entspannen.

Gastfamilien für junge Menschen aus den USA gesucht

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Nadine Heselhaus MdB: „Es werden dringend Gastfamilien gesucht!“

Die SPD-Bundestagsabgeordnete weist auf die Möglichkeit für Familien hin, am Parlamentarischen Patenschafts-Programm teilzunehmen. Dieses sucht Gastfamilien in Deutschland zur Unterbringung Teilnehmender aus den USA.

Parlamentarische Patenschafts-Programm

In diesem Jahr feiert das Parlamentarische Patenschafts-Programm sein 40-jähriges Bestehen! Seit 1983 ermöglicht es jungen Berufstätigen aus Deutschland die USA zu besuchen. Umgekehrt wird auch jungen Menschen aus den USA die Möglichkeit eröffnet, Deutschland kennenzulernen.
„Interkultureller Austausch ist ein wichtiger Bestandteil unserer gesellschaftlichen Entwicklung. So kann der eigene Horizont erweitert und internationale Freundschaften geschlossen werden. Ein solcher Austausch, wie ihn das Parlamentarische Patenschafts-Programm bietet, ist deshalb eine große Bereicherung!“, so Nadine Heselhaus.

Während es ein großes Interesse von jungen Berufstätigen an der Teilnahme gibt, blieb das Interesse von Gastfamilien zur Unterbringung der Teilnehmenden aus den USA bisher aus. Nadine Heselhaus: „Es wäre schade, wenn wir den interessierten jungen Leuten diese Erfahrung nicht ermöglichen könnten. Deshalb bitte ich an dieser Stelle um Unterstützung!“ Wer selbst Interesse an einer Teilnahme hat oder gerne als Gastfamilie tätig werden möchte, findet alle Infos unter: https://usa-ppp.de/

Schnellschachturniere für Nicht-Vereinsspieler und für Profis

Auf zwei Schachturniere in Raesfeld weist der Verein SG Turm Raesfeld/Erle hin: Am Sonntag, den 6. August findet in der Mensa der Julia-Koppers-Gesamtschule um 11 Uhr ein Schnellschachturnier für Nicht-Vereinsspieler statt.

Tags zuvor wird das Schnellschachturnier „Wappen von Raesfeld“ ausgetragen, zu dem auch FIDE-Meister (FM), Internationale Meister (IM) und Großmeister (GM) erwartet werden.

Bei dem kostenlosen Schachturnier für Hobbyspieler, das sich ausschließlich an Spieler richtet, die zurzeit nicht für einen Schachverein spielberechtigt sind, gibt es attraktive Gutscheine vom Ortsmarketing Raesfeld zu gewinnen.

Der Turniermodus richtet sich nach Anzahl und Wunsch der Teilnehmer, vorgesehen sind fünf oder sechs Runden nach dem Schweizer System, bei dem jeweils punktgleiche Gegner zugelost werden, mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten pro Spieler und Partie.

Anmeldungen per Mail an m.groemping(at)freenet.de sind erwünscht, aber auch vor Ort bis 10.45 Uhr noch möglich.

Attraktive Geldpreise, darunter auch zahlreiche Ratingpreise für unterschiedliche DWZ-Gruppen, gibt es beim Wappenturnier am Samstag, den 05. August zu gewinnen.

Zum 24. Mal bietet der Raesfelder Schachverein die Gelegenheit, Titelträger (FM, IM, GM) im Schnellschach herauszufordern, gespielt werden 7 Runden mit einer Bedenkzeit von 25 Minuten pro Spieler und Partie.

Dieses Turnier startet in der Gesamtschule um 10.30 Uhr, das Startgeld beträgt 15 € für Erwachsene und 8 € für Jugendliche bei Voranmeldung bis zum 02.08.2023. Informationen und Anmeldungen über bergemann.erle(at)posteo.de

Kommentar zu: Besitzerwechsel Tiergartens Schloss Raesfeld

Von Petra Bosse

Der Tiergarten von Schloss Raesfeld, der eine Fläche von 160 Hektar umfasst, hat einen neuen Besitzer. Die Gemeindeverwaltung hat mehr als ein Jahrzehnt darauf hingearbeitet.

Dieses Ereignis bringt Erleichterung nicht nur für die Gemeinde Raesfeld und ihren Bürgermeister Martin Tesing, sondern auch für Erholungssuchende aus Nah und Fern. Mit der Korte-Stiftung aus Essen als neuem Besitzer, ist eine positive und neue Zukunft für das Naherholungsgebiet Tiergarten im Naturpark Hohe Mark, das eng mit Schloss Raesfeld und dem Naturparkhaus verbunden ist, gesichert.

Die Erleichterung war spürbar, als am vergangenen Freitag der Eigentümerwechsel offiziell verkündet wurde. Besonders hervorzuheben ist, dass die Gemeinde, als Eigentümerin des Hauptschlosses, und die Korte-Stiftung in Zukunft produktiv zusammenarbeiten können.

Schwierige zehn Jahre

Die Situation war in den letzten Jahren schwierig und die Gemeindeverwaltung hatte es nicht einfach. Der Nutzungsvertrag mit dem Tiergartenverein, der noch mit dem verstorbenen Grafen Dietrich von Landsberg abgeschlossen wurde, war nach seinem Tod durch die Erbfolge quasi hinfällig. Weder die Gemeinde Raesfeld noch der Trägerverein Tiergarten hatten Weisungsbefugnis, insbesondere im Hinblick auf den Naturschutz. Es fehlte ihnen an rechtlicher Sicherheit.

Spekulationen über neuen Besitzer

Der Verfall des Parks wurde im Laufe der Jahre immer deutlicher. Neben der Erlaubnis für Querdenker während der Pandemie zahlreiche Plakate aufzustellen, sorgten auch Spekulationen um eine eBay-Anzeige, wer den Tiergarten kaufen würde, für anhaltende Diskussionen in den letzten Monaten.

Trotz Kritik behielt Bürgermeister Tesing die Ruhe. Beharrlich betonte er, dass Grundstücksangelegenheiten nicht zu seinem Zuständigkeitsbereich gehörten und darüber hinaus überwiegend schweigsam blieben. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass weniger oft mehr ist, als frustrierte Beschimpfungen und Beleidigungen, unter anderem auch als Leserbrief in Tageszeitungen verbreitet.

Positive Zukunft für den Tiergarten

Mit dem Kauf durch die Stiftung werden sich im Laufe der Zeit viele Dinge zum Positiven verändern, von denen die Gemeinde als auch die Besucher des Tiergartens profitieren werden.

Langfristige und dauerhafte Maßnahmen im Wald sind geplant, einschließlich der Aufstellung neuer Bänke. Für die Nutzung der Waldflächen wird generell angestrebt, nach Entfernung der nicht lebensraumtypischen Gehölze entweder lebensraumtypische Laubgehölze zu pflanzen oder das Gebiet der natürlichen Sukzession zu überlassen.

Es gibt viel zu tun

Es gibt viel zu tun und zehn Jahre Misswirtschaft lassen sich nicht über Nacht beseitigen.

Sicher ist jedoch schon heute, dass es keine weiteren stimmungsmachende Schilder mehr von „Querdenkern“ im Tiergarten geben wird. Die Plakate wurden bereits alle am Freitag entfernt. Ein erster Schritt von vielen.

Tiergarten Raesfeld zwischen Landschaftsschutz und Herausforderungen

Ein neues Kapitel für den Tiergarten Schloss Raesfeld: Mit dem Kauf durch die Korte –Stiftung stehen wirksame Maßnahmen und Herausforderungen bevor, die das Schutzgebiet in eine vielversprechende Zukunft lenken sollen. Sicher ist: Der revitalisierte Tiergarten wird wieder seiner ursprünglichen Funktion zugeführt.

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Es gibt viel zu tun im Tiergarten von Schloss Raesfeld: Bürgermeister Martin Tesing und Christian Große Kreul, Vorstandsvorsitzender der Korte-Stiftung, haben große Pläne. Foto: Petra Bosse

Doch während einige Veränderungen dringend durchgeführt werden müssen, gibt es auch Aspekte, die unbeschädigt und erhalten bleiben sollen.

In der Stellungnahme der Gemeinde Raesfeld und dem Tiergartenkauf durch die Korte-Stiftung werfen wir einen Blick auf die geplanten Maßnahmen, die zu vermeidenden Eingriffe und die wertvollen Schätze, die es zu erhalten gilt.

Herausforderungen im Tiergarten Raesfeld

Der Tiergarten Raesfeld steht unter einem wichtigen Landschaftsschutz, der durch die Aufstellung des Landschaftsplanes der Gemeinde Raesfeld gewährleistet wird. Darüber hinaus wurden rund zwei Drittel des Tiergartens als Naturschutzgebiet ausgewiesen, um die besondere Naturvielfalt zu bewahren. Allerdings war die aktuelle Nutzung des Tiergartens durch den Trägerverein und weitere Akteure nur aufgrund einer Duldung des Eigentümers möglich.

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Rotwild stand im trockenen Teich. Foto: Petra Bosse/Archiv

Umsetzung von Naturschutz: Keine klaren rechtlichen Vereinbarungen

Seit dem Jahr 2013 gestaltet sich die Umsetzung von Naturschutz- und Revitalisierungsmaßnahmen jedoch äußerst schwierig, da es an klaren rechtlichen Vereinbarungen mit dem Eigentümer mangelte. Instandhaltungsmaßnahmen wurden nicht vom Eigentümer durchgeführt und standen dem Trägerverein nur sehr eingeschränkt zur Verfügung.

Wanderkarte-Tiergarten

Rückblick: Tiergarten wurde Überplant

Erschwerend kam hinzu, dass der Eigentümer den Tiergarten überplant und dabei sogar Maßnahmen wie die Trockenlegung eines Teiches und die Anlegung von Wegen zu Wirtschaftszwecken vorgesehen hat. Die fehlende Planungssicherheit behinderte Investitionen und eine nachhaltige Entwicklung des Tiergartens, was langfristig die Erhaltung der wertvollen Naturlandschaft hätte gefährden können.

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Ausgetrockneter Teich und Fischsterben 2017. Foto: Petra Bosse/Archiv

Der revitalisierte Tiergarten – ein Kurzporträt

Das Wasserschloss Raesfeld, am südlichen Rand des Kreises Borken, mitten im Naturpark Hohe Mark gelegen, ist eines der bedeutendste Baudenkmale im Westmünsterland. In Kombination mit der Vorburg, der angrenzenden Freiheit und dem Tiergarten ist das gesamte Areal weit über die Grenzen Raesfelds bekannt und hat für die Region eine große Bedeutung. Dazu gehört auch das inmitten des Tiergartens gelegene Naturparkhaus.

Naturparkhaus-und-Schloss-Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Insgesamt bilden die Elemente Schloss – Naturparkhaus – Tiergarten eine Einheit zur Wahrung und Vermittlung des kulturhistorischen Erbes Raesfelds. Zusätzlich birgt die Situation große Potentiale der naturschutzfachlichen Entwicklung, der Ausbildung von naturnahen Bildungsangeboten.

Naturschutz und Revitalisierung

Die Anfänge menschlicher Nutzung unserer Landschaft haben aus der heutigen Naturschutzperspektive zur Förderung der biologischen Vielfalt beigetragen. Die Erschließung und Nutzung der Wälder schuf zusätzliche und neue Lebensräume, die wiederum neue Tier- und Pflanzenarten anzogen. Diese kulturhistorische Entwicklung spiegelt sich bis heute im Tiergarten Raesfeld wider.

Rotwild-im-Tiergarten-von-Schloss-Raesfeld
Spaziergänger können sehr häufig und zur richtigen Stunde Rotwild im Tiergarten beobachten. Foto: Petra Bosse

Durch die Nutzung als historischer Tiergarten, die Gestaltung von Fließ- und Stillgewässern sowie die Schaffung offener Grünland- und Heideflächen entstanden neue Biotope. Um dieses Biotop optimal für den Naturschutz zu entwickeln und sie dauerhaft in die Bildungsarbeit und den Naturtourismus einzubinden, muss der Zugang zu diesen Flächen gesichert sein.

Stillgewässer sollen verbessert werden

Besonders die Stillgewässer sind stark eutrophiert und sollten wasserbaulich verbessert werden. Aufgrund eines erhöhten Nährstoffeintrags, insbesondere von Stickstoff- und Phosphorverbindungen, war der Teich überdüngt. Dieser Nährstoffüberschuss führte, wie u.a. im Oktober 2020, zu einem beschleunigten Wachstum von Algen und anderen Pflanzen im Wasser.

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Komplett mit Algen bedeckt war der Teich im Oktober 2020. Foto: Petra Bosse/Archiv

Die offenen Grünland- und Heideflächen können nur durch eine naturschutzgerechte Pflege und Nutzung dauerhaft erhalten oder wiederhergestellt werden (Heide). Es gibt zahlreiche regionale Projekte, die als Vorbilder für Planung und Umsetzung dienen können.

Größte Waldanteil liegt im Naturschutzgebiet „Tiergarten am Schloss Raesfeld“

Das vorherrschende Biotop im Tiergarten Raesfeld ist der Wald. Der größte Waldanteil des gesamten Komplexes liegt im Naturschutzgebiet „Tiergarten am Schloss Raesfeld“, weitere Waldflächen befinden sich im unmittelbaren Umfeld innerhalb eines Landschaftsschutzgebietes. Insgesamt liegen 65,2 ha Waldflächen im Naturschutzgebiet (NSG), von denen etwa 35 ha Nadel- oder Mischwald sind und Verbesserungsbedarf aufweisen.

Tiergarten-Schloss-Raesfeld-neue-Bäume-pflanzen

Wiederherstellung naturnaher Wälder

Generell ist die Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung naturnaher Wälder ein erklärtes Ziel des Naturschutzgebiets. Aufforstungen mit nicht einheimischen Gehölzen (Anteil von 30 – 70 % LRT-Baumarten) sind grundsätzlich in den Naturschutzgebieten des Landschaftsplans Raesfeld verboten.

Bei der Nutzung der Waldflächen wird grundsätzlich angestrebt, nach der Entfernung der nicht lebensraumtypischen Gehölze in der Zukunft entweder lebensraumtypische Laubgehölze zu pflanzen oder das Gebiet der natürlichen Sukzession zu überlassen. Würde man das Gebiet der natürlichen Sukzession überlassen, würden auf den bisher mit nicht lebensraumtypischen Gehölzen bestandenen Flächen erneut nicht lebensraumtypische Wälder entstehen (Anteil von 30 – 70 % LRT-Baumarten).

Langfristige und dauerhafte Maßnahmen im Wald sollten daher sein:

  1. Umwandlung von Nadelforsten (Fichten-, Kiefern- und Lärchenbestände) in naturnahe Buchen- und Eichenmischwälder.
  2. Umwandlung von Nadelforsten auf feuchten Standorten in Erlen-Eschen-Feuchtwäldern.
  3. Umwandlung von Laubholzforsten (Pappel- und Roteichenbestände) in naturnahe Buchen- und Eichenmischwälder.
  4. Umwandlung von Laubholzforsten auf feuchten Standorten in Erlen-Eschen-Feuchtwäldern.

Zur dauerhaften Sicherstellung der Revitalisierung des historischen Tiergartens wurde mit Fördermitteln der REGIONALE 2004 das Besucher- und Informationszentrum umgesetzt. Dazu wurde der Trägerverein „Tiergarten Schloss Raesfeld eV“ gegründet, der derzeit von elf Mitgliedern bzw. Institutionen getragen wird.

Bildung für nachhaltige Entwicklung:

Der Tiergarten Schloss Raesfeld und das Naturparkhaus dienen als lebendige Bildungsorte und bieten differenzierte Bildungsformate für verschiedene Personengruppen an, darunter:

  • Schulklassen der Primar- und Sekundarstufe I (im Rahmen des Lernwerkstattprogramms der Stiftung Natur und Landschaft Westmünsterland).
  • Familien mit Kindern (auch im Naturerlebnisgelände an Wochenenden).
  • Touristische Gruppen aller Altersgruppen.
  • Tagungsteilnehmende an Veranstaltungen des Bildungswerks der Biologischen Station Zwillbrock im Rahmen des ausländischen Bildungsprogramms, wie Vortragsveranstaltungen und Exkursionen im Tiergarten und Dämmerwald.
  • Entdeckertage für Kinder des Verbands Deutscher Naturparke.
  • Naturerlebnisschule.
  • Naturparkkindergärten.
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Eine Klasse der St.-Sebastian-Schule in Raesfeld probierte bereits das Schülerlabor in der neuen Ausstellung im Naturparkhaus in Raesfeld aus. ©Kreis Borken

Außerschulischer Lernort

Das Naturparkhaus im Tiergarten Schloss Raesfeld steigt als außerschulischer Lernort auf. Er bietet ideale Voraussetzungen für naturkundliche Exkursionen für Schüler der Primarstufe und Sekundarstufe I. Die Bildungsangebote haben einen hohen Stellenwert in der außerschulischen Bildungsarbeit und ermöglichen den Schülern, ihre natürliche Umwelt durch direkte Naturerfahrungen kennenzulernen und schätzen zu lernen.

Koordinationsort in der Region

Der Tiergarten Raesfeld und das Naturparkhaus sind zu einem Koordinationsort in der Region geworden. Besucher können sich hier durch eigenes Erleben oder im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen mit vielfältigen Themen zur historischen Landschaftsentwicklung und biologischen Vielfalt auseinandersetzen.

Zusammenfassung:

Der Tiergarten Schloss Raesfeld wurde im Zuge der Regionale 2004 mit öffentlichen Mitteln aufwendig revitalisiert und ökologisch optimiert. Die Gesamtfläche umfasst verschiedenartige Landschaftselemente wie Waldkulissen, Wiesen, Acker- und Heideflächen, Quellen, Bäche und Teiche.

Rund 77,6 Hektar sind als Naturschutzgebiet „Tiergarten am Schloss Raesfeld“ ausgewiesen, darunter ein seltenes Gewässersystem von Mühlenbach und Wellbrockbach mit bachbegleitenden und bachnahen Auen- und Sumpfwäldern. Der vorherrschende Biotoptyp im Tiergarten ist der Wald.

Seit 2013 sind die einzelnen Landschaftselemente aufgrund ungeklärter Rechtssicherheit und fehlender Instandhaltungsmaßnahmen durch den Eigentümer stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

Korte-Stiftung ist neuer Eigentümer des Tiergartens Schloss Raesfeld

Der im Jahre 2003 revitalisierte Tiergarten am Schloss Raesfeld ist jetzt an die Korte –Stiftung verkauft worden. Dies stellt einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung der Gemeinschaft dar. Der jahrzehntelange Prozess wurde am Mittwoch in Düsseldorf erfolgreich abgeschlossen.

„Damit findet ein jahrelanger Streit um die Nutzung des Tiergartens zwischen dem Eigentümer, Freiherr Thomas von Landsberg-Velen, und dem Tiergartenverein Schloss Raesfeld eV nun endlich einen Abschluss“, sagte Bürgermeister Martin Tesing in einer ersten Stellungnahme. Darüber hinaus – nach zehn Jahren – enden mit dem Besitzerwechsel auch die zähen Verkaufsverhandlungen, die vor gut einem Jahr aufgenommen wurden.

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Foto: Petra Bosse

Erleichterung spürbar

Bei der Pressekonferenz im Naturparkhaus am Freitag war die Erleichterung deutlich spürbar. Die Anwesenden – der Vorsitzende der Korte-Stiftung, Christian Große Kreul, Bürgermeister Martin Tesing und Markus Büsken, Erster Beigeordneter der Gemeinde – zeigten sich erleichtert. In den vergangenen Jahren hatte das Betreten des Waldgebiets immer wieder zu Kritik geführt. Besonders umstritten waren die entlang der Wege angebrachten Plakate.

So sah sich im Jahr 2020 Bürgermeister Tesing beispielsweise aufgrund von eigens aufgestellten Hinweisschildern in den Eingangsbereichen des Tiergartens gezwungen, sich ausdrücklich von diesen, durch das Grundgesetz geschützten, Meinungsäußerungen zu distanzieren.

Fischesterben Teich Tiergarten Schloss Raesfeld 2017
Trockener Teich und Massen von toten Fischen im Mai 2018. Foto: Petra Bosse/Archiv

Unerklärtes Fischsterben und versperrte Wegeverbindungen

Zusätzliche Vorfälle, etwa ein plötzliches und unerklärliches Fischsterben am 21. Mai 2017 in den Teichen oder durch Bäume blockierte Wegeverbindungen, erzeugten regelmäßige Verärgerung bei den Erholungssuchenden. „Das gehört nun der Vergangenheit an. Der revitalisierte Tiergarten wird wieder seiner ursprünglichen Funktion zugeführt. In diesem Punkt sind wir uns mit der Korte-Stiftung absolut einig“, erklärte Martin Tesing weiter.

Gebotene Naturschutzmaßnahmen können jetzt umgesetzt werden

Der Tiergarten hat eine Erholungsfunktion für die Raesfelder Bürgerinnen und Bürger sowie die vielen Touristen. „Wichtig ist mir aber auch, dass wir zusammen mit der Korte-Stiftung die dringend gebotenen Naturschutzmaßnahmen im Tiergarten jetzt umsetzen können. Hierzu zählen auch wasserwirtschaftliche Maßnahmen. Dies haben wir in den letzten Wochen intensiv mit der gemeinnützigen Stiftung erörtert, so Martin Tesing.

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Es wird eine eine sehr produktive Partnerschaft werden. Da sind sich Christian Große Kreul und Bürgermeister Martin Tesing einig. Foto: Petra Bosse

Umfangreiche Veränderungen geplant

Im Tiergarten stehen umfangreiche Veränderungen an. Tesing und Große Kreul sind sich jedoch einig, dass die neuen Projekte Zeit erfordern. Die Stiftung plant nicht, abrupt alle Strukturen im Tiergarten zu verändern. Große Kreul betont, dass sie über umfangreiche und zielgerichtete finanzielle Mittel verfügt, um diese in ausgewählte Schlüsselprojekte zu investieren.

Ein zentraler Bestandteil dieser Initiative ist das Projekt Tiergarten als Gesamtkonzept, das sowohl das Schloss als auch das Naturparkhaus umfasst. „Das passt perfekt zu unserer Stiftungsmission“, betonte Große Kreul. Rund 1 Millionen Euro stellt die Stiftung, die auf drei Säulen steht, Gemeinschaft und Politik, Kinder, Jugend und Bildung sowie der Bereich Naturschutz und Landschaftspflege, für ihre Zwecke zur Verfügung. Allerdings hielten sich Tesing und Große Kreul, was den Kaufpreis anbelangt, zurück. Die Veröffentlichung der Summe sei nicht mit dem ehemaligen Besitzer abgesprochen worden, ergänzt der Vorsitzende.

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Dieses Schild am Eingang des Tiergartens wird es nicht mehr geben. Foto: Petra Bosse

Zukünftige Zusammenarbeit

Die zukünftige Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und der Korte-Stiftung verspricht für beide Parteien vorteilhaft zu sein.

In den kommenden Wochen sind erste Gespräche zwischen dem Trägerverein des Tiergartens und der Korte-Stiftung geplant. Ziel ist es, die Eckpunkte der zukünftigen Zusammenarbeit auszuloten. Der Vorsitzende der Stiftung zeigt sich optimistisch: „Es wird eine sehr produktive Partnerschaft werden. Dank der Mitwirkung zahlreicher Akteure können wir im Tiergarten viele Projekte umsetzen.“

Win-Win Situation

Große Kreul sieht in dieser Allianz eine Win-Win-Situation: „Für uns als Stiftung stellt diese Kooperation einen gegenseitigen Gewinn dar.“

„Im Ergebnis rechne ich damit, dass wir mit den jetzt erfolgten Kauf durch die gemeinnützige Korte Stiftung endlich wieder positiv nach vorne schauen könne. Perspektivisch erwarte ich sogar noch mehr, denn die Korte-Stiftung ist nicht nur im Naturschutz aktiv. So hat sie sich auch dem Denkmalschutz verpflichtet. Und hier rechne ich mit Blick auf unser Schloss und dem Tiergarten auch mit Synergien zwischen diesen touristischen Anziehungspunkten der Gemeinde, so Martin Tesing.

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Die Plakate gehören der Vergangenheit an. Der neue Eigentümer des Tiergartens, vertreten durch Christian Große Kreul und Bürgermeister Martin Tesing wurden als 1. Maßnahme nach der Pressekonferenz entfernt. Foto: Petra Bosse

Plakate von den Bäumen entfernt

Im Anschluss an die Pressekonferenz unternahm die Gruppe einen gemeinsamen Rundgang durch den Tiergarten. Als erste Maßnahme wurden die Plakate, die seit Beginn der Pandemie die Spaziergänger verärgert und zu zahlreichen negativen Diskussionen geführt hatten, von den Bäumen entfernt.

Für den nächsten Schritt plant Große Kreul, persönliche Gespräche mit den Anwohnern zu führen. Dies war ihm bisher aufgrund von Zeitmangel noch nicht möglich.

Der revitalisierte Tiergarten wird wieder seiner ursprünglichen Funktion zugeführt. In diesem Punkt sind wir uns mit der Korte-Stiftung vollkommen einig“

Bürgermeister Martin Tesing

Korte Stiftung

Die KORTE-Stiftung mit Sitz in Essen ist eine rechtsfähige, gemeinnützige Stiftung nach deutschem Stiftungsrecht. Als solche handelt sie im Sinne des Stifters Sascha Korte stets uneigennützig, verantwortungsvoll und transparent und setzt die ihr zur Verfügung stehenden Mittel effizient zum Wohle der Gemeinschaft ein. Im Jahr 2021 rief Sascha Korte die gleichnamige KORTE-Stiftung ins Leben und hat sich zu diesem Zweck aus einigen Geschäftsfeldern der Familie zurückgezogen. Die Gründung der Stiftung markiert einen Meilenstein in der Familiengeschichte. 

St. Martin: Buchspenden für Büchermarkt Schloss Raesfeld 2023 gesucht

Für einen Stand auf dem Büchermarkt am 18. August (Sonntag) vor der Schlosskapelle in der Freiheit sucht der Bücherkeller von St. Martin noch Bücherspenden.

Die Sommerpause ist vorbei. Der Bücherkeller von St. Martin in Raesfeld öffnet wieder am Mittwoch, 2. August, zu den gewohnten Zeiten.

Die Öffnungszeiten sind jeweils mittwochs von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr und am ersten Samstag im Monat, 5. August von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr.

Für den diesjährigen Büchermarkt am Sonntag, 13. August werden noch gut erhaltende Bücherspenden wie aktuelle Krimis und Romane (Taschenbücher) gesucht.

Anschlussstelle A31 Reken Richtung Emden gesperrt

A 31: Auf- und Abfahrt an der Anschlussstelle Reken in Fahrtrichtung Emden gesperrt Fahrbahn wird vom 1. bis 5. August 2023 saniert

Kreis Borken/Reken. Die Fahrbahn der Auf- und Abfahrt der Autobahn A 31 wird an der Anschlussstelle Reken in Fahrtrichtung Emden saniert.

Von Dienstag, 1. August 2023, bis Samstag, 5. August 2023, ist die Anschlussstelle daher gesperrt. Dort können Autos für den Zeitraum die A 31 weder verlassen noch auffahren.

#18 Monatsrückblick: Windhose wütet bei schwerem Unwetter, Wohnungswachstum in Raesfeld und kostenloses ElternKindTicket

Willkommen zur 18. Folge des Raesfeld Podcast. In der aktuellen Ausgabe spricht Moderatorin Sabrina Czupiol über das schwere Unwetter im Dämmerwald und Kreis Borken, das Wohnungswachstum in Raesfeld: Anstieg um 17,5 Prozent und mit dem ElternKindTicket kann der Schulweg mit Bus und Bahn nun kostenlos geübt werden. Weitere Nachrichten aus deiner Region findest du im Raesfeld Podcast.

Stefan Becker ist neuer Bürgermeister der Schlossfreiheit Raesfeld

Die Schlossfreiheit Raesfeld hat wieder einen neuen Bürgermeister gefunden! Stefan Becker übernimmt das historische Amt von 1843 von seinem Vorgänger Hermann Küppers – für ein Jahr.

Hier geht’s zum Artikel: Stefan Becker ist neuer Bürgermeister der Schlossfreiheit Raesfeld – Heimatreport

Unwetter im Dämmerwald und Kreis Borken – Windhose wütete

Bei einem Unwetter am Sonntag, den 09 Juli im Kreis Borken gab es, laut Polizei, 240 Einsätze der Feuerwehren. 15 von 17 Städten und Gemeinden im Kreisgebiet waren betroffen: vor allem ging es um vollgelaufene Keller und Bäume auf den Straßen. Im Einsatz war auch die Feuerwehr Raesfeld. Nach einem kurzen, aber heftigen Unwetter mussten mehrere Bäume von den Straßen geräumt werden. Besonders betroffen war der Bereich rund um die Kläranlage Raesfeld, wo offensichtlich eine Windhose gewütet hatte.

Hier geht’s zum Artikel: Unwetter im Dämmerwald und Kreis Borken – Windhose wütete – Heimatreport

Termine einreichen für den Raesfelder Familienkalender

Seit Beginn der Sommerferien steht der Ortsmarketing Raesfeld e. V. wieder in den Startlöchern zur Planung des Familienkalenders für das kommende Jahr 2024. Der kostenlose Kalender für alle Raesfelder bietet genügend Platz für eine übersichtliche Jahresplanung und ist zugleich mit vielen Terminen der Raesfelder Vereine und Gruppierungen sowie einer Darstellung der Müll-Abfuhr-Termine der Gemeinde Raesfeld gefüllt. Um den Kalender mit Leben zu füllen, ruft der Ortsmarketingverein nun alle Vereine auf, ihre Termine für Aktionen und Veranstaltungen für das kommende Jahr schriftlich per E-Mail an [email protected] mitzuteilen.

Einsendeschluss ist der 04. September 2023.

 Hier geht’s zum Artikel: Termine einreichen für den Raesfelder Familienkalender 2024 – Heimatreport

Rasante Entwicklung: Richtfest für barrierefreien Wohnraum in Raesfeld

Die Lebenshilfe Borken baut derzeit in Raesfeld ein Haus mit acht Apartments für Menschen mit Behinderungen. Die Vertreter des Vereins, Nachbarn, Eltern und zukünftige Bewohner feierten Mitte Juli nach kurzer Bauzeit bereits Richtfest. Im Frühjahr 2024 sollen die Bewohner das Haus beziehen.

Hier geht’s zum Artikel: Rasante Entwicklung: Richtfest für barrierefreien Wohnraum in Raesfeld – Heimatreport

Wohnungswachstum in Raesfeld: Anstieg um 17,5 Prozent seit 2010

Die Zahl der Wohnungen in Raesfeld ist seit 2010 um 17,5 Prozent gestiegen. Bis Ende 2022 betrug die durchschnittliche Größe einer Wohnung in der Gemeinde Raesfeld 110,6 m². Jedem Einwohner stehen durchschnittlich 48,6 m² Wohnfläche zur Verfügung.

Dies übersteigt laut Berechnung IT.NRW den Landesdurchschnitt in Nordrhein-Westfalen, wo die Wohnungsanzahl um 5,6 Prozent gestiegen ist und die durchschnittliche Wohnfläche 46 m2 beträgt.

Hier geht’s zum Artikel: Wohnungswachstum in Raesfeld: Anstieg um 17,5 Prozent seit 2010 – Heimatreport

Niedriger Gewerbesteuersatz in Raesfeld stärkt die Wirtschaft

Bei den Gewerbesteuerhebesätzen in den 78 Städten und Gemeinden im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region hat sich 2023 im Vergleich zum Vorjahr nur wenig getan. Sieben Kommunen haben die Sätze moderat erhöht, drei gesenkt. Das hat eine Umfrage der IHK Nord Westfalen ergeben. Die Gemeinde Raesfeld gehört zu den drei Kommunen die 2023 den Gewerbesteuersatz gesenkt hat.

Hier geht’s zum Artikel: Niedriger Gewerbesteuersatz in Raesfeld stärkt die Wirtschaft – Heimatreport

Mit dem ElternKindTicket kostenlos den Schulweg üben

Anfang August startet das neue Schuljahr und für viele Schulkinder ändert sich auch der Schulweg. Damit sie sich mit dem Bus- und Bahnfahren vertraut machen können, gibt es das kostenlose ElternKindTicket. So können Eltern mit ihrem Kind das Ein- und Aussteigen sowie das Verhalten während der Fahrt gemeinsam üben.

Hier geht’s zum Artikel: Mit dem ElternKindTicket kostenlos den Schulweg üben – Heimatreport

CDU-Gemeindeverband lädt zum Sommerfest am Waldspielplatz ein

Der Gemeindeverband der CDU Raesfeld setzt eine langjährige, vor der Corona-Pandemie liebgewonnene Tradition fort und lädt zum Sommerfest ein.

Am Sonntag, den 30. Juli, sind alle Bürgerinnen und Bürger, Familien und Menschen jeden Alters herzlich eingeladen, um gemeinsam einen fröhlichen Tag zu verbringen.

Das Fest wird um 13 Uhr am Parkplatz des Waldspielplatzes im Tiergarten eröffnet. Für das leibliche Wohl der Gäste wird umfassend gesorgt und ein vielfältiges Angebot an Aktivitäten und Spielen, die von den Organisatoren zusammengestellt wurden, wartete auf alle Besucher.

Außerdem wird der Abgeordnete Willi Korth anwesend sein. Er steht für Fragen und Gespräche zur Verfügung und freut sich auf einen lebendigen Austausch während des Nachmittags.

Einbruch in Erle – Polizei sucht Zeugen

Am Dienstagnachmittag (25.7.2023) hebelten Einbrecher in der Zeit zwischen 13.30 und 18.30 Uhr auf einem landwirtschaftlichen Gehöft in Erle an der Straße Hagen ein rückwärtiges Fenster des Wohnhauses auf und drangen in das Gebäude ein.

Der oder die Täter durchsuchten sämtliche Räume und entwendeten Bargeld sowie Schmuck.

Die Polizei sucht Zeugen. Hinweise bitte an die Kripo in Borken (02861) 9000

Polizei alarmiert – Gewaltbereite Fußballfans verabreden sich im Grenzgebiet

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Kreis Borken. In den Niederlanden findet heute (Donnerstagabend) ein Fußballspiel der UEFA Conference League „Hammarby (S) gegen Twente (NL)“ statt.

Laut Polizeimeldung gebe es Hinweise, dass sich Problemfans beider Seiten zu gewalttätigen
Auseinandersetzungen im Grenzraum Enschede und Haaksbergen und auch auf deutscher Seite am Mittwochabend verabredet haben.

Schalker-Ultras sollen auf dem Weg ins Grenzgebiet sein, um die befreundeten Twenter-Fans zu unterstützen. Ajax-Fans seien hingegen unterwegs, um die Hammarby-Fans zu verstärken.
Einsatzkräfte der Polizei sind im nördlichen Grenzgebiet des Kreises Borken präsent, um aufzuklären, zu kontrollieren und mögliche Konfrontationen frühzeitig zu unterbinden.

Die niederländische Polizei ist ebenfalls mit starken Polizeikräften im Grenzraum anwesend. Es findet ein enger Informationsaustausch zwischen den Polizeien der beiden Länder statt.

Die Olchis kommen nach Raesfeld

Bürgerstiftung Raesfeld-Erle-Homer lädt zum Puppenspiel

Die Inszenierung „Die Olchis: Wenn der Babysitter kommt“ des WODO-Puppentheaters aus Mühlheim an der Ruhr nimmt Groß und Klein mit nach Schmuddelfing. Denn dort leben die Olchis in einer Höhle auf der Müllkippe. Die grünen Lebewesen lieben alles, was Menschen wegwerfen. Sie waschen sich nie und baden im Schlamm, doch das Idyll auf der Müllkippe gerät in große Gefahr.

Im Rahmen des Raesfelder Ferienkalenders lädt die Bürgerstiftung Raesfeld-Erle-Homer Kinder und ihre Familien am 2. August um 15 Uhr ins Raesfelder Jugendhaus zum Puppenspiel ein. Der Eintritt ist frei.

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