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Armaturen demontiert: Einbruch in leerstehendes Haus in Raesfeld

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Unbekannte sind in ein unbewohntes Einfamilienhaus an der Weseler Straße eingebrochen. Zwischen dem 14. Juli, 13 Uhr, und dem 24. Juli 2025, 11 Uhr, verschafften sich die Täter Zugang zu dem Gebäude.

Ersten Ermittlungen zufolge stiegen sie vermutlich über ein gekipptes Fenster ein. Im Inneren demontierten sie mehrere Armaturen aus verschiedenen Bädern und nahmen diese mit.

Die Polizei bittet um Hinweise von Zeugen. Zuständig ist das Kriminalkommissariat in Borken, erreichbar unter Tel. (02861) 9000.

Mozart trifft Mitmachspaß: Familientag auf der Waldbühne Raesfeld

Ein Konzert im Grünen, das Kinderherzen höherschlagen lässt: Am 10. August 2025 laden die musik:landschaft westfalen und Westenergie zum Familienfest rund um das Naturparkhaus Raesfeld. Das interaktive Konzert „Mozarts Zauberklarinetten“ steht im Mittelpunkt – eingebettet in ein buntes Rahmenprogramm mit Spiel, Spaß und Musik. Der Eintritt zum Familienfest ist frei.

Musik erleben – mitten im Wald

Die musik:landschaft westfalen und Westenergie möchten klassische Musik auf unterhaltsame Weise erlebbar machen – besonders für junge Familien. Der neue Westenergie-Familientag sei dabei ein Angebot, das Kulturgenuss mit Bewegung in der Natur verbinde. Veranstaltungsort sei der idyllische Tiergarten rund um das Naturparkhaus Raesfeld.

Für Kinder am Sonntag

Am Sonntag, 10. August 2025, beginnt um 11.00 Uhr (Einlass: 10.30 Uhr) das Kinderkonzert „Mozarts Zauberklarinetten“ auf der Waldbühne. Das renommierte Klarinettentrio Schmuck erzähle dabei ein musikalisches Märchen, das Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter spielerisch an klassische Musik heranführe.

Konzert zum Mitmachen

„Der Westenergie-Familientag ist ein Türöffner für die Neugierde in Kindern. Bei dem Konzert können sie zuhören, staunen und die Musik entdecken“, sagte Katja Prahs, Kommunalmanagerin bei Westenergie.

Die rund 45-minütige Aufführung enthalte nicht nur Musik, sondern auch Elemente zum Mitgestalten: Kinder und Familien seien eingeladen, eigene Rasseln, Trommeln oder andere Instrumente mitzubringen und gemeinsam zu musizieren. So werde klassische Musik direkt erlebbar – und das Konzert zu einem Erlebnis für alle Sinne.

Buntes Familienprogramm mit Spiel und Kultur

Im Anschluss an das Konzert starte das kostenlose Familienfest. Auch hier gehe es darum, Musik, Kunst und Begegnung miteinander zu verbinden. Neben einer Hüpfburg, Kinderschminken, einem Mitmachmobil und Bastelstationen gebe es auch frische Waffeln und viele Gelegenheiten für kleine Entdeckerinnen und Entdecker.

„Mit dem Angebot wollen wir dafür sorgen, dass der Tag nicht nur musikalisch, sondern rundum unvergesslich wird“, so Maximilian Klapsing von der musik:landschaft westfalen.

Ein Fest für alle Sinne seit 16 Jahren

Die Festspielreihe wird seit mittlerweile 16 Jahren organisiert – und wächst stetig um neue Ideen. „Es ist ein Fest für alle Sinne – mitten im Grünen und geht mitten ins Herz“, ergänzte er. Picknickfreunde seien eingeladen, Decken oder Campingstühle mitzubringen. So lasse sich der Tag im Wald entspannt und familiär genießen.

Eintrittspreise und Ticketinformationen

Der Eintritt zum Familienfest ist frei. Tickets für das Konzert können über die Website www.musiklandschaft-westfalen.de gebucht werden.

Eintrittspreise Konzert:

  • Kinder bis 6 Jahre: frei
  • Kinder von 6 bis 14 Jahren: 10,00 €
  • Erwachsene: 20,00 €

Raesfeld: Schwerbehindertenquote 2021 leicht unter Kreisdurchschnitt

Zum Stichtag 31. Dezember 2021 lebten in Raesfeld 1.015 schwerbehinderte Menschen. Bei einer Gesamtbevölkerung von genau 11.510 ergibt sich eine Quote von 87,7 je 1.000 Einwohner. Männer waren häufiger betroffen als Frauen.

Im Vergleich zu anderen Kommunen im Kreis Borken liegt Raesfeld damit unter dem Durchschnitt.

Mehr Männer als Frauen betroffen

Insgesamt waren 545 Männer und 475 Frauen in Raesfeld als schwerbehindert registriert. Bezogen auf die Einwohnerzahl entspricht das rund 93 betroffenen Männern und 83 betroffenen Frauen pro 1.000 Einwohner. Damit liegt Raesfeld leicht unter dem kreisweiten Durchschnitt.

Menschen mit Behinderung in der Gemeinde Raesfeld
©Kreis Borken

Vergleich im Kreis Borken

Im gesamten Kreis Borken wurden zum Jahresende 2021 rund 35.370 schwerbehinderte Menschen gemeldet. Die durchschnittliche Quote liegt bei 94,7 je 1.000 Einwohner. In mehreren Kommunen fällt der Anteil deutlich höher aus:

Gescher liegt mit 113,2 an der Spitze, gefolgt von Velen (104,7), Gronau (101,3) und Bocholt (98,3). Demgegenüber bewegt sich Raesfeld im unteren Bereich des kreisweiten Vergleichs. Die geringste Quote verzeichnete Rhede mit 81,6 je 1.000 Einwohner.

Datengrundlage

Die Zahlen stammen vom Landesbetrieb Information und Technik NRW und basieren auf der Bevölkerungsfortschreibung gemäß Zensus 2011. Erfasst wurden Personen mit einem anerkannten Grad der Behinderung von mindestens 50. Die Erhebung erfolgt alle zwei Jahre.

LOKALLUST: Adelheids Spargelhaus in Erle

Es gibt Orte, die man sofort mit Heimat verbindet. Für viele Erlerinnen und Erler ist Adelheids Spargelhaus genau so ein Ort.

Über viele Jahre haben Annika und Arno Rüb den Betrieb mit Leidenschaft geprägt und ihn zu einem beliebten Treffpunkt für Genießer gemacht. Dieses Kapitel ist nun Geschichte – den ausführlichen Abschiedsbericht finden Sie hier im Heimatreport.

Seit gut einem Jahr führen Dado und Deni Pepeljak den traditionsreichen Betrieb fort. Die beiden Brüder bringen viel Erfahrung aus der Gastronomie mit und haben es geschafft, dem Haus ihre eigene Handschrift zu geben, ohne seine Seele zu verlieren. „Unsere Angebote kommen an“, sagt Dado mit einem Lächeln. Und das liegt nicht nur an der Speisekarte, sondern am gesamten Erlebnis.

Kulinarik und Atmosphäre im Mittelpunkt

Der Spargel, der von ausgewählten regionalen Erzeugern bezogen wird, steht auch künftig im Mittelpunkt der Saison. Doch Adelheids Spargelhaus bietet mehr: wechselnde Themenwochen, mediterran inspirierte Küche mit frischen Zutaten, BBQ-Abende und ein abwechslungsreicher kulinarischer Kalender. Ab August dreht sich alles um Pfifferlinge, und ab November kommen Gänsebraten und Keulen klassisch zubereitet auf den Tisch.

„Wir wollen, dass sich jeder wohlfühlt – ganz gleich, ob man nur auf einen Kaffee vorbeischaut, das Buffet genießt oder eine große Familienfeier plant“, erklären Dado und Deni Pepeljak. Das Ambiente ist einladend und gemütlich, mit viel Platz sowohl im Innenbereich als auch auf der großen Außenterrasse. Für private Feste und Firmenveranstaltungen stehen mehrere Säle und auf Wunsch sogar ein Zelt mit bis zu 250 Plätzen bereit.

Offenes Team und Einladung an die Erler

Es ist sicher nicht immer leicht, in die Fußstapfen eines gut etablierten Hauses zu treten. Doch Dado und Deni gehen selbstbewusst ihren eigenen Weg – und das ist gut so. Ich habe die beiden als Menschen erlebt, die offen sind für Lob und konstruktive Kritik. Deshalb liegt es auch an uns Erlerinnen und Erlern, wenn uns der Fortbestand von Adelheids Spargelhaus am Herzen liegt: Machen wir uns selbst ein Bild, statt auf Stimmen von außen zu hören.

Wer Wünsche oder Anregungen hat, kann diese jederzeit direkt an das Team herantragen. Die Brüder sind dafür offen.

Auch wenn die Spargelsaison 2025 nun zu Ende ist, lohnt sich ein Besuch allemal. Adelheids Spargelhaus hat sich zu einem Ort entwickelt, an dem regionale Qualität, Gastlichkeit und Herzlichkeit erlebbar sind – und genau das spürt man bei jedem Besuch.

Hier finden Sie die Lokallust Dorsten in Erle

Die neue Lokallust Dorsten mit Erle-Sonderteil liegt an folgenden Orten für Sie bereit:

  • Volksbank Raesfeld und Erle eG
  • Edeka Beyer
  • Bäckerei Spangemacher, Filiale Erle
  • Hub Erle
  • Kornbrennerei Böckenhoff

Informationen zu Anzeigenschaltung

Die nächste Ausgabe der Lokallust Dorsten erscheint am 28. Juli 2025. Wenn Sie Interesse haben, Ihr Unternehmen oder Ihre Veranstaltung in unserem Magazin zu präsentieren, finden Sie alle wichtigen Informationen in unseren Mediadaten oder Sie sprechen mich direkt an.

Kontakt

Daniel Bosse
Heimatmedien GmbH
Fürst-Leopold-Platz 1
46284 Dorsten

Tel: 0171 90 255 06

Sommerreihe: Naturnahe Gärten – Lebensräume für Igel & Co.

Teil I: Inseln für die Natur schaffen – ein Stück ungemähter Rasen im Sommergarten

Kreis Borken. Mit dem Start der Sommerreihe „Naturnahe Gärten – Lebensräume für Igel & Co.“ ruft der Kreis Borken Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer dazu auf, ihre Gärten tierfreundlicher zu gestalten. Die Reihe gibt praktische Anregungen, wie sich mit einfachen Mitteln wertvolle Lebensräume für Kleintiere schaffen lassen – ganz ohne großen Aufwand. Davon profitieren nicht nur Igel, Insekten und Vögel, sondern auch die Menschen selbst: Artenvielfalt wird im eigenen Garten erlebbar.

Einfach, aber wirkungsvoll: Rasen wachsen lassen

Im ersten Teil der Reihe steht eine Maßnahme im Mittelpunkt, die leicht umzusetzen ist und dennoch viel bewirken kann: ein ungemähter Rasenstreifen. Gerade im Sommer sind viele Gärten akkurat gepflegt, doch diese Ordnung bedeutet für Tiere oft einen Verlust wichtiger Rückzugsorte. Wer bewusst einen Bereich im Rasen nicht mäht, schafft eine kleine Oase – eine „Insel der Artenvielfalt“.

Länger gewachsene Grasflächen bieten Schutz vor Sonne, Fressfeinden und Trockenheit. Außerdem können Wildpflanzen zur Blüte kommen und Nahrung für Insekten bereitstellen.

„Jeder Quadratmeter zählt“

„Schon ein kleiner Bereich mit länger stehendem Gras kann einen entscheidenden Unterschied für viele Tierarten machen – besonders in den heißen und trockenen Sommern“, betont Patrick Lückel vom Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises Borken. Jeder Quadratmeter, der wachsen darf, unterstütze die heimische Tierwelt.

Der Appell des Fachbereichs: In diesem Sommer einfach mal einen Teil des Rasens stehen lassen – für Igel, für Insekten und für eine lebendige Gartenlandschaft.

Fortsetzung folgt

Der nächste Beitrag der Sommerreihe erscheint in Kürze. Thema wird dann sein: „Wasserstellen für Tiere anbieten – Was sollte man dabei beachten?“
Weitere Informationen zum Thema naturnahe Gärten gibt es auf der Website des Kreises Borken unter: www.kreis-borken.de/naturgarten

250.000 Euro Förderung für Dorfplatz in Erle bewilligt

Der Bau des Dorfgemeinschaftshauses HUB in der Erler Dorfmitte schreitet zügig voran. Parallel dazu rücken auch die Planungen für den angrenzenden Dorfplatz stärker in den Fokus.

Wie die Gemeindeverwaltung heute mitteilt, kann sich die Gemeinde Raesfeld über eine Förderung in Höhe von 250.000 Euro freuen. Die Mittel stammen aus dem Programm zur Struktur- und Dorfentwicklung des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Dorfplatz in Erle gehört damit zu den 142 Projekten, die zur Stärkung des ländlichen Raums gefördert werden. Insgesamt werden dafür 17 Millionen Euro aus Landes- und Bundesmitteln bereitgestellt.

Bereits 2019 war eine Förderung im Rahmen der Dorferneuerung bewilligt worden. Diese konnte jedoch nicht innerhalb des vorgesehenen Förderzeitraums abgerufen werden, da sich die Planungen und der Bau des Dorfgemeinschaftshauses verzögerten. „Wir sind sehr froh darüber, dass uns diese Förderung nochmals bewilligt wurde und damit einem Ausbau des Erler Dorfplatzes mit einer multifunktionalen Nutzung nichts im Wege steht“, sagt Raesfelds Erster Beigeordneter Markus Büsken.

Startschuss für die ersten Arbeiten

Die ersten vorbereitenden Maßnahmen sollen Ende dieses Jahres beginnen. Zunächst geht es um die Zuwegung rund um das HUB, für die ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn durch die Bezirksregierung genehmigt wurde. Anfang des kommenden Jahres sollen dann die Erd- und Entwässerungsarbeiten am Dorfplatz selbst starten. Im Anschluss folgt der eigentliche Ausbau. Ziel der laufenden Planungen ist es, den Platz als attraktiven Ort der Begegnung zu gestalten.

Wenn anonyme Pamphlete zur politischen Stimmungsmache missbraucht werden

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Auf einem WhatsApp Kanal kursiert derzeit erneut ein Pamphlet, das unter dem Deckmantel vermeintlicher Bürgerkritik mit einer Vielzahl von falschen oder verdrehten Behauptungen Stimmung gegen politische Akteure in Raesfeld macht, allen voran gegen die CDU.

Auffällig dabei ist nicht nur der aggressive Ton, sondern auch die fehlende Zivilcourage: Kein Klarname, keine offene Diskussion, dafür pauschale Urteile, gezielte Unterstellungen und bösartige Verzerrungen. Besonders perfide: Die Verfasser bleiben anonym, aber echte Namen unbeteiligter Bürger werden öffentlich missbraucht, um persönliche Diffamierungen zu betreiben. Wer sich so äußert, ohne zu prüfen, was tatsächlich hinter Entscheidungen steht, und dabei noch im Schutz der Anonymität agiert, hat nichts von demokratischer Teilhabe verstanden.

Ein genauer Blick zeigt: Viele der erhobenen Vorwürfe halten einem sachlichen Faktencheck nicht stand. Wer widerspricht, muss dafür keiner Partei angehören, gesunder Menschenverstand reicht aus.

Transparenz? Ja – aber auch zur Wahrheit

Den Vorwurf, Entscheidungen würden „hinter verschlossenen Türen“ getroffen, kontert schon ein Blick in die Praxis: Die Kandidatenaufstellung zur Kommunalwahl fand öffentlich im Saal von Brömmel-Wilms statt – zugänglich für alle Bürgerinnen und Bürger. Wer will, kann mitreden. Wer nicht will, verbreitet lieber Pauschalurteile.

Auch der angebliche „Umbau“ des Jugendhauses in Erle ist bisher gar nicht erfolgt. Die Jugendlichen nutzen derzeit übergangsweise Räume an der Sporthalle.

Jugendrat

Dass die angebliche Einrichtung eines Jugendrats nun verspottet wird, entlarvt die eigentliche Absicht des Textes: Es geht nicht um echte Beteiligung, sondern um Stimmungsmache. Tatsächlich war die Einrichtung eines Jugendrats in der aktuellen Ratsperiode nie ein offizielles Thema der Verwaltung.

Nachgefragt: „Das Thema soll aufgegriffen werden, wenn die zwei neuen Personalstellen im Jugendhaus besetzt sind“, so der Erste Beigeordnete der Gemeinde, Markus Büsken. „Im Herbst werde das der Fall sein. Und ja, es gab in jüngster Vergangenheit mal ein Jugendforum.“

Luftfilter, Schloss und ein verzerrter Blick auf Prioritäten

Luftfilter
Der Vorwurf, die CDU habe die Ausstattung der Schulen mit Raumluftfiltern verhindert, ist falsch. Der Rat der Gemeinde Raesfeld beschloss am 21. Februar 2022 einstimmig, die Klassenräume mit stationären, dezentralen RLT-Anlagen auszustatten. Die Ausschreibung erfolgte über die Kommunale Dienstleistungsgesellschaft, es ging jedoch kein einziges Angebot ein.

Das Bauamt prüfte daraufhin Alternativen, etwa freihändige Vergaben oder eine Aufteilung nach Schulen. Doch auch hier zeigten sich Unternehmen zurückhaltend. Grund waren Lieferengpässe, volle Auftragsbücher und die kurze Frist der Förderbescheide. Erschwerend kam hinzu, dass Kernbohrungen nur in den Ferien möglich gewesen wären – ein weiterer Faktor, der das Projekt für Betriebe unattraktiv machte (siehe Beschlussvorlage im Ratsinformationssystem 54-2022).

Das zeigt: Nicht der politische Wille war das Problem, sondern die praktische Umsetzbarkeit unter den gegebenen Bedingungen. Trotzdem wurde schnell und zielgerichtet gehandelt, nur ließ sich das Projekt unter dem Zeitdruck und den Rahmenbedingungen der Förderung nicht realisieren. Wer heute behauptet, die CDU oder der Rat hätten gegen die Gesundheit der Kinder entschieden, ignoriert die Faktenlage und betreibt bewusste Irreführung.

Martinushaus
Gleichzeitig wird im Pamphlet kritisiert, dass Geld ins Martinushaus und in den Schlosskauf geflossen sei, so, als wäre kulturelles und soziales Leben weniger wichtig als Gesundheitsschutz.

Das Gegenteil ist der Fall: Die Gemeinde Raesfeld beteiligt sich anteilig an den Baukosten für das neue Martinushaus, einem Gemeinschaftshaus neben der Kirche St. Martin. Grundlage ist ein Kooperationsvertrag mit der Kirchengemeinde, der die Mitnutzung des großen Saals und der notwendigen Nebenräume regelt. Die Höhe des Gemeindebeitrags war klar definiert, gekoppelt an die Größe des Saals und den Baukostenindex – eine feste Kostenregelung, die finanzielle Transparenz schafft.

Das Martinushaus wird künftig ein zentraler Treffpunkt für Veranstaltungen aller Generationen, von Theatergruppen über Seniorenkreise bis hin zu kulturellen Formaten, die nach dem Abriss von Haus Epping keine Heimat mehr hatten. Es ist Teil eines übergreifenden Konzepts zur Aufwertung des Epping-Geländes und des gesamten Kirchumfeldes in Raesfeld.

Schloss Raesfeld
Auch der Kauf von Schloss Raesfeld durch die Gemeinde war keine willkürliche Investition, sondern eine maßvolle Entscheidung zum Erhalt eines kulturellen Erbes. Das Schloss beherbergt die renommierte Akademie des Handwerks, sichert Weiterbildungsangebote für Fach- und Führungskräfte – und ist zugleich ein bedeutender touristischer Magnet. Für die Sanierung und Sicherung des Schlosses konnte die Gemeinde zudem 878.161 Euro an Fördermitteln einwerben.

Übrigens: Wer über hohe Ausgaben klagt, sollte sich fragen, was passiert wäre, wenn das Schloss in private Hände gelangt wäre, wie beispielsweise in Velen, wo eine Schlossanlage durch Privatisierung umzäunt und der Öffentlichkeit entzogen wurde. In Raesfeld wurde bewusst anders entschieden: für den Erhalt, die öffentliche Zugänglichkeit und die langfristige kulturelle Nutzung.

Ehrenamt, Barrierefreiheit und grüne Projekte: Fakten statt Schlagworte

Auch bei der Förderung des Ehrenamts ist der Leserbrief unsauber. Die Gemeinde vergibt jährlich den Heimat- und Ehrenamtspreis, bezuschusst Vereine auf Antrag, zuletzt etwa die Fanfaren mit 25 Prozent bei der Anschaffung von Musikinstrumenten.

Klimaschutz
Zum Vorwurf, beim Klimaschutz passiere nichts: Über 100 neue Bäume wurden in den letzten Monaten gepflanzt. Energieberatungen und Förderprogramme laufen, still und ohne großes Tamtam, aber wirksam.

Barrierefreiheit: Diskussion ja – aber mit Ergebnis

Auch beim Thema Barrierefreiheit wird im Leserbrief suggeriert, die CDU habe sich gegen Verbesserungen ausgesprochen. Doch tatsächlich wurde am 2. Juni im Bau- und Umweltausschuss intensiv über den richtigen Weg beraten – nicht über das Ob, sondern über das Wie und Wieviel.

Alle Parteien waren sich einig: Es muss in Raesfeld mehr für Barrierefreiheit getan werden. Strittig war allein die Höhe der finanziellen Mittel. Nach ausführlicher Diskussion wurde schließlich eine mehrheitliche Entscheidung getroffen, den ursprünglich angesetzten Betrag von 25.000 Euro auf 50.000 Euro aufzustocken.

Das zeigt: In der Sache bestand Konsens, trotz unterschiedlicher Einschätzungen zur finanziellen Dimension. Von einer generellen Ablehnung oder Blockade kann also keine Rede sein.

Persönliche Angriffe sind feige und entlarvend

Wer sich nicht mehr mit Argumenten, sondern nur noch mit persönlichen Angriffen behelfen kann, hat jede politische Ernsthaftigkeit verloren. Wenn in dem Pamphlet behauptet wird, ein „CDU-Newcomer“ habe im Außenbereich einen Palast errichtet, während anderen so etwas verweigert würde, ist das nicht nur eine Unverschämtheit, sondern eine gezielte Verleumdung.

Die Wahrheit: Tobias Honvehlmann, ein junger Landwirt aus Erle, baut auf dem eigenen Grundstück ein Haus für seine Eltern – legal genehmigt nach §35 Baugesetzbuch. Ein ganz normaler Vorgang, wie er in vergleichbaren Fällen überall in Deutschland vorkommt. Wer daraus einen angeblichen Skandal strickt, bedient sich einer infamen Verdrehung der Tatsachen.

Noch schlimmer ist der Ton, in dem das geschieht: anonym, hinter vorgehaltener Hand, ohne den Mut, Ross und Reiter zu nennen. Das ist nicht nur feige, sondern auch zutiefst respektlos gegenüber Menschen, die sich neben ihrem Beruf für die Gemeinde engagieren.

Ebenso durchsichtig ist der Vorwurf, Vorsitzende des Ortsmarketings dürften nicht für den Gemeinderat kandidieren. Wer das behauptet, will gar keine demokratische Vielfalt. Er will abschrecken, ausgrenzen und mundtot machen.
Nur: Demokratie lebt vom Mitmachen, nicht vom anklagenden Schweigen aus der zweiten Reihe.

Demokratische Teilhabe ist kein Interessenkonflikt

Auch der Vorwurf, zwei Vorsitzende des Ortsmarketings (OMR) dürften nicht für die CDU kandidieren, ist an Absurdität kaum zu überbieten. Wer so argumentiert, stellt die Grundprinzipien demokratischer Teilhabe infrage. Menschen, die sich im Ort engagieren, die Projekte mitgestalten und Verantwortung übernehmen, sollen offenbar genau dann schweigen, wenn es politisch wird. Das ist nicht nur undemokratisch, sondern auch entlarvend.

Verbindung von ehrenamtlichem Engagement und politischer Mitarbeit
Gerade die Verbindung von ehrenamtlichem Engagement und politischer Mitarbeit ist ein Gewinn für jede Kommune. Sie bringt Praxiserfahrung, Ortskenntnis und neue Ideen in die Ratsarbeit. Eine Kandidatur ist keine Einflussnahme, sondern Ausdruck des Wählerwillens. Alles andere ist ein durchsichtiges Manöver, um engagierte Bürgerinnen und Bürger zu diskreditieren.

Auch hier wird es keine Gewissenskonflikte geben, denn alle Beschlüsse, die das Ortsmarketing betreffen, unterliegen den klaren Regelungen der Gemeindeordnung NRW und der Geschäftsordnung Raesfeld. Laut § 31 und § 43 Absatz 2 GO ist ein Ratsmitglied bei Befangenheit verpflichtet, den Ausschließungsgrund unaufgefordert anzuzeigen und den Sitzungsraum zu verlassen. In öffentlichen Sitzungen kann es sich im Zuschauerbereich aufhalten. Diese Vorschrift gilt unabhängig von der Parteizugehörigkeit – und sie wird in Raesfeld eingehalten.

Ebenso haltlos ist die Unterstellung, der Pächter des Dorfgemeinschaftshauses in Erle profitiere unzulässig, weil er auf der CDU-Reserveliste steht. Die Investitionen in das Gebäude sind öffentlich bekannt, demokratisch beschlossen und kommen der gesamten Dorfgemeinschaft zugute. Der Pächter ist zudem nicht der einzige Unternehmer auf einer Reserveliste – das gilt parteiübergreifend. Wer daraus einen Skandal konstruieren will, betreibt politische Schmutzkampagne auf dem Rücken ehrenamtlich engagierter Menschen.

Was bleibt?

Die vielen Widersprüche, Halbwahrheiten und Verdrehungen in diesem anonym verfassten Text werfen mehr Fragen auf, als sie Antworten geben. Wenn sogar die Windkraft-Debatte in Erle als parteiideologisch dargestellt wird, obwohl hier parteienübergreifend diskutiert und gerungen wurde, zeigt sich endgültig: Es geht nicht um Lösungen, sondern um gezielte Stimmungsmache.

Und genau in dieses Bild passt auch der Versuch, den CDU-Bürgermeisterkandidaten bereits vor der Wahl pauschal als parteihörig abzustempeln. Das ist keine Analyse, sondern eine billige Unterstellung. Die Demokratie lebt vom fairen Wettbewerb und vom Vertrauen in die Mündigkeit der Wählerinnen und Wähler.

Keine Debatte ohne Offenheit

Raesfeld braucht keine anonyme Abrechnung mit dem politischen Gegner, sondern eine offene Debatte mit echten Argumenten und klaren Namen. Dafür braucht es Transparenz, Zivilcourage und den Mut zur Wahrheit, auch bei Kritik.

Anonyme Pamphlete mit verleumderischem Inhalt leisten dazu keinen Beitrag. Sie vergiften das Klima, spalten die Bürgerschaft und missbrauchen den Anspruch auf Meinungsfreiheit für persönliche Angriffe. Das ist nicht bürgernah, sondern schädlich – für alle.

Lieb & Wert in Raesfeld: Vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet

Die Naturparkhotel Raesfeld GmbH & Co. KG („Lieb&Wert“) und die Wachtmeister Catering und Event GmbH & Co. KG haben beim Amtsgericht Münster ein vorläufiges Insolvenzverfahren beantragt. Ziel sei die wirtschaftliche Neuaufstellung beider Betriebe. Der laufende Betrieb – inklusive Veranstaltungen, Gastronomie und Hotel – wird unverändert fortgeführt.

Beide Unternehmen haben am 22. Juli 2025 beim Amtsgericht Münster ein vorläufiges Insolvenzverfahren beantragt. Der Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter. Veranstaltungen, Gastronomie und Buchungen sind nicht betroffen.

Der richtige Schritt zur Neuaufstellung

„Wir haben das Lieb&Wert mitten in der Pandemie mit großem Mut gegründet“, sagt Geschäftsführer André Wachtmeister. Seitdem habe sich die wirtschaftliche Lage im Gastgewerbe jedoch spürbar verschärft. Belastungen durch die Rückzahlung von Corona-Soforthilfen, steigende Energiepreise sowie hohe Personal- und Beschaffungskosten hätten beide Unternehmen unter Druck gesetzt.

Wachtmeister sieht im Verfahren eine Chance: „Trotz aller Bemühungen um Strukturverbesserung und Kapazitätsbündelung ist der geordnete Neustart mit erfahrener Begleitung nun der richtige Schritt.“

Keine Auswirkungen auf Gäste und Kunden

Alle laufenden Buchungen, Veranstaltungen und Caterings finden wie geplant statt. Auch das Tagesgeschäft – Hotel, Restaurant, Kegelbahnen und Mittagstisch – läuft regulär. „Unsere Gäste können sich weiterhin auf uns verlassen“, betont Wachtmeister. Aktuell gebe es keinen Anlass zur Sorge hinsichtlich gebuchter Leistungen.

Team bleibt an Bord – Löhne gesichert

„Es sind keine Entlassungen geplant“, stellt Wachtmeister klar. Die Gehälter der Festangestellten seien gesichert. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden weiterbeschäftigt. Auch die Versorgung sei im laufenden Verfahren gewährleistet. Blick nach vorn – offen und transparent

Wie sich die Sanierung in den kommenden Monaten und Jahren entwickle, sei abhängig von vielen Faktoren. Die Geschäftsführung kündigt an, regelmäßig über den weiteren Verlauf zu informieren. Gleichzeitig bittet das Unternehmen, von Spekulationen Abstand zu nehmen.

Raesfeld: Beschäftigungsquote unter Kreisdurchschnitt, viele pendeln aus

Weniger Arbeitsplätze vor Ort, aber solide Beschäftigungsstruktur

Zum Stichtag 31. Dezember 2022 waren in Raesfeld 2.890 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Bei einer Gesamtbevölkerung von 11.832 ergibt sich ein Verhältnis von 24,4 Beschäftigten je 100 Einwohner. Damit liegt Raesfeld deutlich unter dem Kreisdurchschnitt, der bei 42,1 liegt.

Unter den 2.890 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Raesfeld arbeiteten

  • 2.095 Personen in Vollzeit,
  • 793 in Teilzeit,
  • 183 waren Auszubildende.

Die Mehrheit der Beschäftigten war männlich (1.647 Männer) gegenüber 1.243 Frauen.

Sozialversicherung Gemeinde Raesfeld

Überwiegend lokale Arbeitskräfte

Von den Beschäftigten hatten 2.675 die deutsche, und 215 eine ausländische Staatsangehörigkeit. Die Zahlen zeigen eine solide, aber vergleichsweise kleine Beschäftigungsstruktur in der Gemeinde, typisch für einen Wohnort mit geringem Arbeitsplatzangebot.

Fazit: Raesfeld bleibt Wohnort – nicht Arbeitsstandort

Im Vergleich zu anderen Städten und Gemeinden im Kreis Borken bietet Raesfeld weniger sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze pro Einwohner. Mit 2.890 Beschäftigten und einem Verhältnis von 24,4 Beschäftigten je 100 Einwohner liegt die Gemeinde deutlich unter dem Kreisdurchschnitt von 42,1.

Während Städte wie Ahaus (53,3), Bocholt (47,3) oder Borken (46,9) viele Arbeitsplätze bereitstellen, ist Raesfeld eher ein Auspendler-Ort. Viele Raesfelderinnen und Raesfelder leben im Ort, arbeiten aber außerhalb – etwa in benachbarten Mittelzentren.

Trotzdem zeigt sich die örtliche Beschäftigung ausgewogen: Es gibt ein stabiles Verhältnis zwischen Voll- und Teilzeitkräften, eine vergleichbare Verteilung zwischen Männern und Frauen sowie einen soliden Anteil an Auszubildenden (183). Auch der Anteil ausländischer Beschäftigter (7,4 %) liegt im typischen Bereich für ländlich geprägte Gemeinden im Münsterland.

Schulwechsel nach der Grundschule: Gesamtschule liegt in Raesfeld vorn

Wandel der Schulformen im Vergleich von 2000 zu 2022

Nach der vierten Klasse entscheiden sich die meisten Raesfelder Grundschulkinder für die Gesamtschule. Das zeigt die Schulstatistik des Kreises Borken für das Schuljahr 2022/2023. Während das Gymnasium früher leicht vorn lag, hat sich das Bild etwas gewandelt.

Gesamtschule vor Gymnasium

Von den 100 Schülerinnen und Schülern, die 2022 eine Grundschule in Raesfeld verließen, wechselten:

  • 55 Kinder (55,0 %) auf eine Gesamtschule
  • 35 Kinder (35,0 %) auf ein Gymnasium
  • 10 Kinder (10,0 %) auf eine Realschule
Schulformen Raesfeld Wechsel

Schulwahl in Raesfeld im Kreisvergleich

Im Schuljahr 2022/2023 wechselten 55 Prozent der Raesfelder Kinder nach der Grundschule auf eine Gesamtschule, das ist mit einer der höchsten Werte im gesamten Kreis Borken.

  • Raesfeld: 55,0 %
  • Heiden: 60,6 %
  • Gescher: 59,6 %
  • Rhede: 58,8 %
  • Heek: 43,6 %
  • Kreisdurchschnitt: 31,2 %

Einordnung: Raesfeld liegt klar über dem Durchschnitt, aber nicht an der Spitze. In Gemeinden wie Heiden oder Gescher ist die Gesamtschule noch beliebter.

Gymnasium: Raesfeld unter dem Kreisniveau

  • Raesfeld: 35,0 %
  • Kreisdurchschnitt: 45,6 %
  • Höchste Werte: Bocholt (57,9 %), Ahaus (51,4 %)

Quelle: Statistik erstellt vom Kreis Borken in Zusammenarbeit mit IT.NRW, Stand Schuljahr 2022/2023.

Fachkräftegewinnung im Münsterland: Neue NRW-weite Kooperation

Münsterland als Pilotregion: Neue Kooperation zur Fachkräftesicherung. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Unternehmen und Fachkräfte noch gezielter zu unterstützen.

Erste landesweite Vereinbarung zur Fachkräftegewinnung

Laut Mitteilung des Münsterland e.V. hat die Regionalagentur Münsterland (RAM) als erste Region in Nordrhein-Westfalen eine Kooperationsvereinbarung mit der Fachkräfteagentur International NRW (FAI NRW) getroffen. Ziel sei es, die Beratung und Unterstützung für nationale und internationale Fachkräfte auszubauen und effektiver zu gestalten.

In den kommenden zehn Jahren werde rund ein Drittel der Erwerbstätigen in NRW in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig hätten bisher nur sechs Prozent der Unternehmen ausländische Fachkräfte eingestellt. Die neue Kooperation solle helfen, dem drohenden Fachkräftemangel aktiv entgegenzuwirken.

Mehr Unterstützung für Unternehmen und Fachkräfte

Die FAI NRW, finanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF), unterstützt im Auftrag des nordrhein-westfälischen Arbeitsministeriums (MAGS NRW) Betriebe, Kommunen und weitere Akteure von der Erstberatung bis zur Integration von Fachkräften. Im Münsterland ergänze sie damit bestehende Projekte wie Onboarding@Münsterland, eine Initiative des Münsterland e.V., sowie Programme der Kammern, Agenturen für Arbeit und regionalen Wirtschaftsförderungen.

Koordination bei der Regionalagentur Münsterland

Die Abstimmung der Angebote übernimmt die Regionalagentur Münsterland. RAM-Leiterin Julia Roesler betont laut Mitteilung: „Im Münsterland haben wir bereits bei der Fachkräfteberatung sehr gute Strukturen aufgebaut. Die Kooperation mit der FAI NRW erweitert dieses Angebot um landesweite Expertise und neue Impulse. Davon profitieren unsere Partner in der Region.“

Ziel sei es, bestehende Angebote nicht zu verdoppeln, sondern gezielt zu ergänzen und den Informationsfluss zu bündeln.

Breite regionale Unterstützung

Die inhaltliche Ausgestaltung der Kooperation wurde im Vorfeld mit dem Lenkungskreis der Regionalagentur abgestimmt. Beteiligt sind unter anderem die vier Münsterland-Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf, die Stadt Münster, IHK, HWK, Jobcenter, Hochschulen, Gewerkschaften sowie Arbeitgeber- und Wohlfahrtsvertreterinnen und -vertreter.

Dr. Olaf Gericke, Landrat des Kreises Warendorf und Vorsitzender des Lenkungskreises, sieht in der Vereinbarung einen wichtigen Schritt: „Das Münsterland stellt sich dem Fachkräftemangel aktiv und lösungsorientiert. Unternehmen, die international rekrutieren wollen, finden jetzt noch bessere Rahmenbedingungen und gezielte Unterstützung.“

Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit geplant

Künftig wollen die Regionalagentur Münsterland und die FAI NRW eng zusammenarbeiten – unter anderem durch gemeinsame Veranstaltungen, koordinierte Kommunikation und eine gegenseitige Verlinkung regionaler Angebote auf den jeweiligen Internetseiten.

Messerangriff in Bocholt: 47-jährige Frau schwer verletzt

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UPDAT 23.7: Nach einem Messerangriff auf eine 47-jährige Frau in Bocholt hat die Polizei Münster die Ermittlungen übernommen. Der mutmaßliche Täter, ein 45-jähriger Serbe und Ex-Partner der Frau, sei weiterhin flüchtig. Die Polizei gehe von einem privaten Motiv aus.

Frau aus Krankenhaus entlassen – keine Lebensgefahr

Nach dem Messerangriff am Dienstagabend (22.07., 19.35 Uhr) in Bocholt sei die 47-jährige usbekische Ex-Partnerin des Tatverdächtigen am Mittwoch (23.07.) von der Polizei befragt worden. Sie sei inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen worden. Lebensgefahr habe zu keiner Zeit bestanden, teilte die Polizei mit.

Tatverdächtiger weiterhin auf der Flucht

Nach ersten Erkenntnissen soll es sich bei dem Angreifer um den ehemaligen Lebenspartner der Frau handeln. Der 45-jährige Serbe sei nach der Tat zu Fuß vom Tatort geflüchtet. Trotz umfangreicher Fahndungsmaßnahmen, bei denen auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt werde, sei der Mann bislang nicht gefasst worden.

Beschreibung des Gesuchten

Laut Polizei sei der Tatverdächtige 45 Jahre alt, habe einen dunklen Teint, trage Bart und sei mit einem dunklen T-Shirt bekleidet gewesen. Es werde derzeit von einem rein privaten Hintergrund der Tat ausgegangen.

Polizei bittet um Hinweise – nicht ansprechen

Die Polizei appellierte an die Bevölkerung, den bewaffneten Mann nicht anzusprechen. Wer Hinweise zum Aufenthaltsort geben könne, solle sich umgehend über die Notrufnummer 110 melden.

Ein Mann hat am Dienstagabend in Bocholt eine Frau mit einem Messer attackiert und schwer verletzt.

Die Polizei fahndet derzeit (22.23 Uhr) intensiv nach dem mutmaßlichen Täter – ein Polizeihubschrauber ist im Einsatz. Die Bevölkerung wird um Mithilfe gebeten, jedoch ausdrücklich vor einem direkten Kontakt mit dem Tatverdächtigen gewarnt.

Tat auf offener Straße

Gegen 19.35 Uhr kam es auf der Industriestraße zu dem Angriff. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei dem Täter um den 45-jährigen Ex-Partner der 47-jährigen Bocholterin. Der Mann flüchtete nach der Tat zu Fuß vom Tatort.

Beschreibung des Tatverdächtigen

Der mutmaßliche Täter wird wie folgt beschrieben: Er ist 45 Jahre alt, hat einen dunklen Teint, trägt Bart und war zuletzt in einem dunklen T-Shirt bekleidet. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise zum Aufenthaltsort des Mannes.

Polizei bittet um Hinweise – keine Eigeninitiative

Die Polizei hat eine großangelegte Fahndung eingeleitet. Auch ein Hubschrauber ist im Einsatz. Wer Hinweise geben kann, wird gebeten, den Mann nicht anzusprechen, sondern sofort den Notruf 110 zu wählen.

Schuki-Club in Raesfeld startet mit Fantasie und Spaß in die Sommerferien

Viele Familien verreisen, andere suchen nach einer zuverlässigen Ferienbetreuung – in Raesfeld bietet der Schuki-Club genau das.

Drei Wochen lang erleben rund 25 Kinder ein kreatives und abwechslungsreiches Programm im Jugendhaus Raesfeld. Die erste Woche stand ganz im Zeichen von Magie und Gemeinschaft.

Ferienprogramm mit Herz und Struktur

Der Schuki-Club ist längst fester Bestandteil des Ferienangebots in Raesfeld. Entstanden aus einer Initiative von Eltern, wird das Programm heute von der Gemeinde Raesfeld gemeinsam mit dem Jugendwerk Raesfeld e.V. organisiert. Täglich von 8 bis 13 Uhr gestalten engagierte Betreuerinnen und Betreuer ein vielfältiges Angebot für Kinder, die nicht an der OGS teilnehmen.

In der ersten Woche lautete das Motto: „Kreativ, bewegt und mit einem Hauch Magie“. Gemeinsam mit Hund Filou, dem treuen Begleiter des Jugendhauses in Erle, sammelten die Kinder Natursteine, bemalten sie bunt und verzierten sie mit Wünschen und kleinen Botschaften. Beim gemeinsamen Picknick versteckten sie die sogenannten Zaubersteine rund um den Giraffenspielplatz. Wer einen findet, darf ihn auf Instagram mit @jugendhaus_erle teilen.

Noch zwei Wochen voller Erlebnisse

Das Ferienabenteuer geht weiter. In den kommenden zwei Wochen warten unter anderem ein Chaos-Spiel, Basteln mit Salzteig, T-Shirt-Batik mit Glitzer und Strass, eine spannende Schatzsuche und eine große Abschlussparty mit Eisdiele auf die Schuki-Kids.

Jugendhausleiterin Anna Löbbecke
Foto: Petra Bosse

„Ferienbetreuung mit echter Sommerfreude“

„Die Kinder haben am Schuki-Club große Freude – genauso wie wir Betreuer“, sagt Anna Löbbecke, Leiterin des Jugendhauses Erle. Sie koordiniert das Programm in diesem Jahr erstmals federführend und wird dabei von Jugendlichen aus den Jugendhäusern sowie einer zusätzlichen Honorarkraft unterstützt.

Löbbecke ist überzeugt: „Der Schuki-Club zeigt, dass Ferienbetreuung mehr sein kann als reine Aufbewahrung. Hier entstehen Gemeinschaft, Kreativität und echte Sommerfreude.“ Besonders freue sie sich, neue Kinder kennenzulernen und sie für die Angebote der Jugendhäuser auch außerhalb der Ferien zu begeistern.

Und so geht es in der 3. Ferienwoche weiter:

Ferienprogramm Raesfeld 2025

Erle HUB: Dorfgemeinschaftshaus nimmt weiter Gestalt an

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Die Arbeiten am neuen Dorfgemeinschaftshaus der Bürgergenossenschaft HUB Erle laufen zügig und sichtbar.

Wer aktuell am Gelände an der Silvesterstraße vorbeikommt, sieht, dass die Verklinkerung fast abgeschlossen ist. Die Außenfassade bekommt ihr Gesicht. Parallel dazu geht es unter der Erde weiter.

Kanalarbeiten am Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle
Foto: Petra Bosse

Regenwasseranschlüsse im Boden

Momentan werden rund 30 Meter Regenwasserleitungen rund um das neue Dorfgemeinschaftshaus der Bürgergenossenschaft „Wir in Erle“ verlegt. Genauer gesagt an der Außenseite zur Schermbecker Straße und zur Silvesterstraße. Die Rohre bestehen aus robustem Polyethylen, haben einen Durchmesser von DN 315 und sollen künftig auch bei Starkregen verlässlich große Wassermengen abführen.

Kanalarbeiten am Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle

Interessant zu beobachten ist, dass das Erdreich in diesem Bereich größtenteils aus Sand und Lehm besteht. Laut Bauleitung sind das gute Voraussetzungen für den Einbau.

Fachleute am Werk

Die Arbeiten führt die Galabau Reining GmbH aus. Marco Haussmann von Galabau erklärt vor Ort, dass der gewählte Rohrdurchmesser auch bei stärkerem Regen ausreiche und das Material langlebig und belastbar sei.

Kanalarbeiten am Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle
Foto: Petra Bosse

Nach dem aktuellen Abschnitt am Dorfgemeinschaftshaus geht es direkt weiter. Auch im Bereich der Bushaltestelle gegenüber der Silvesterschule stehen noch Leitungsverlegungen an.

Dorfgemeinschaftshaus-Erle-Bodenbeschaffenheit
Sand- und Lehmschichten. Foto: Petra Bosse
Dorfgemeinschaftshaus Erle
Kanalarbeiten am Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle (9)

Raesfeld wächst – und bleibt jung

Bevölkerungsentwicklung, Dichte und Jugendanteil im Kreisvergleich

Raesfeld zeigt sich als stabile und familienfreundliche Gemeinde mit Entwicklungspotenzial. Zwar liegt die Einwohnerzahl im Vergleich zu anderen Kommunen im Kreis Borken im unteren Bereich, doch die Zahlen zeigen: Raesfeld wächst, wenn auch moderat, und hält seinen Anteil junger Menschen konstant über dem Landesdurchschnitt. Grundlage der Auswertung sind Statistiken des Kreises Borken und von IT.NRW.

Einwohnerzahl steigt, aber langsamer

Seit 1974 hat sich die Bevölkerung in Raesfeld deutlich erhöht: von damals 7.364 auf 11.832 Menschen im Jahr 2022. Damit verzeichnet die Gemeinde ein Wachstum von über 60 Prozent, ein Zeichen langfristiger Stabilität. Im jüngeren Verlauf, etwa zwischen 2015 und 2022, wuchs Raesfeld um rund vier Prozent. Größere Städte wie Bocholt oder Gronau legten im gleichen Zeitraum prozentual kaum stärker zu, jedoch auf deutlich höherem Ausgangsniveau.

Bevölkerungsdichte Raesfeld und Kreis Borken
Quelle: IT.NRW und Kreis Borken

Weitläufig und wenig verdichtet

Raesfeld gehört zu den flächenmäßig mittelgroßen Kommunen im Kreis (rund 58 km²), weist mit 204,1 Einwohnern pro Quadratkilometer aber eine deutlich niedrigere Bevölkerungsdichte auf als der Kreisdurchschnitt (266,8). Städte wie Bocholt (602,4) oder Gronau (631,2) sind mehr als dreimal so dicht besiedelt. Die ländliche Prägung Raesfelds bleibt also auch statistisch sichtbar – mit viel Raum für Wohnen, Natur und Entwicklung.

Raesfeld ein familienfreundlicher Ort
Foto: Petra Bosse

Kinder und Familien prägen das Gemeindebild

Ein besonderes Merkmal Raesfelds ist der konstant hohe Anteil junger Menschen. Der sogenannte Jugendquotient lag 2022 bei 30,1 – deutlich über dem NRW-Wert von 28,5 und exakt auf dem Kreisdurchschnitt. Der Jugendquotient beschreibt das Verhältnis der Personen im Alter bis unter 18 Jahren zu 100 Personen im erwerbsfähigen Alter (18 bis unter 65 Jahren). Er gibt Aufschluss darüber, wie stark eine Gemeinde von jungen Menschen geprägt ist und wie hoch der potenzielle Bedarf an Bildungs- und Betreuungsangeboten ausfällt.

Jugendquotient Raesfeld Statistik
Quelle: IT.NRW und Kreis Borken

Im langfristigen Vergleich fällt auf: Während der Jugendquotient NRW-weit deutlich gesunken ist, hat sich Raesfeld über die Jahre relativ stabil gehalten. 2000 lag der Wert noch bei 42,0. Ab 2011 beruhen die Angaben auf der Bevölkerungsfortschreibung nach dem Zensus 2011, zuvor auf den Daten der Volkszählung von 1987.

Fazit: Ländlich, stabil, familienfreundlich

Raesfeld wächst im eigenen Tempo und bleibt dabei eine junge, familienfreundliche Gemeinde. Die Bevölkerungsdichte liegt unter dem Durchschnitt, was Raum für Wohn- und Lebensqualität schafft. Der konstant hohe Jugendanteil spricht dafür, dass Raesfeld für junge Familien attraktiv bleibt – auch im Wettbewerb mit größeren Städten im Kreis.

Neuste Statistik:
Die aktuelle Einwohnerzahl in Raesfeld ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen – von 11.818 auf 11.869 Personen (Stand Januar 2025).

Ein Unternehmer blickt zurück: Helmut Ackmann über die Firma Hetkamp in Raesfeld

Helmut Ackmann, langjähriger Geschäftsführer des Traditionsunternehmens Hetkamp in Raesfeld, spricht über die Entwicklung vom erfolgreichen Einrichtungshaus zur Insolvenz. Besonders in der Corona-Zeit habe man durch persönliche Kundenbindung gegengesteuert. Die Ursachen für das endgültige Aus im Jahr 2025 sieht Ackmann nicht in der Pandemie, sondern in strukturellen Entscheidungen nach seiner Zeit.

150 Jahre Firma Hetkamp
Hubert und Luzie Hetkamp übernahmen in vierter Generation 1967 das Möbelgeschäft und stürzten sich mit Elan in den weiteren Ausbau von Geschäft und Tischlerei. Foto: privat

Ein Blick zurück: Vom Ein-Mann-Betrieb zur Institution

1866 gründete Gerhard Hetkamp in Raesfeld eine kleine Schreinerei. Mit handgefertigten Möbeln machte er sich rasch einen Namen. Betten, Wiegen, Schränke und Kommoden wurden in dem Ein-Mann-Betrieb für viele Raesfelder Familien gefertigt.

Ein Jahrhundert später, 1966, feiern Hubert und Luzie Hetkamp ihr erstes Ehejahr. Gemeinsam bauen sie das Unternehmen weiter aus und prägen es über Jahrzehnte.

Insolvent-Firma Hetkamp in Raesfeld
Foto: Petra Bosse

2002: Helmut Ackmann übernimmt als Geschäftsführer

Im Jahr 2002 übernimmt Helmut Ackmann als Geschäftsführer die Verantwortung von Luzie Hetkamp. Sechs Jahre später führt er das Unternehmen gemeinsam mit seiner Frau Marlene Hübers weiter. Am 30. Juni 2022 übergibt Ackmann die Geschäftsführung an Manuel Happe.

Im November 2024 leitet das Unternehmen ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung ein. Im Juni 2025 steht das endgültige Aus des Raesfelder Traditionshauses fest.

Wie lief es eigentlich in den Jahren vor der Krise?

Nach der Jahrtausendwende hatte sich Hetkamp unter der Leitung von Helmut Ackmann und seiner Frau Marlene Hübers kontinuierlich weiterentwickelt. Möbel und Mode wurden zunehmend miteinander verbunden, das Geschäft modernisiert, die Eigenproduktion gestärkt. Die Marke Hetkamp stand längst nicht mehr nur für hochwertige Inneneinrichtung, sondern für ein ganzheitliches Lebensgefühl. „Wir haben viel investiert, aber auch viel bewegt“, sagt Ackmann. Die Verbindung aus Architektur, Handwerk, Stil und persönlicher Kundenbindung sei das, was Hetkamp ausgemacht habe.

Eröffnung Kochstudio Raesfeld der Firma Hetkamp
Eigentümer seit 2006 waren Helmut Ackmann, Marlene Hübers und Thomas Flinks, und die im Oktober 2010 auch gemeinsam das Kochstudio am Froschbrunnen eröffneten. Foto Petra Bosse (A)

Neue Konzepte entwickelt

Vor allem in den Jahren 2017 und 2018 sei der Betrieb stark gewachsen. Neue Konzepte wurden entwickelt, das Sortiment geschärft, die Kundschaft erweitert – über das Münsterland hinaus bis ins Ruhrgebiet und Rheinland.

Und dann kam 2019. Ein Jahr, das in der Firmengeschichte einen besonderen Platz einnehmen sollte. „2019 war unser stärkstes Jahr, das erfolgreichste überhaupt“, erinnert sich Ackmann. Die Firma sei sowohl im Möbelbereich als auch in der Mode hervorragend aufgestellt gewesen. „Wir hatten Umsätze, die deutschlandweit für Aufmerksamkeit gesorgt haben.“

Helmut Ackmann Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Reaktion auf Corona: Umbau statt Stillstand

Die Pandemie traf auch Hetkamp. Doch anstatt abzuwarten, wurde gehandelt. „Am ersten Tag des Lockdowns haben wir uns zusammengesetzt und gesagt: Wir bauen jetzt um“, berichtet Ackmann. Der vordere Teil des Geschäfts wurde in nur vier Monaten komplett neu gestaltet. „Das war aufwendig, aber nötig. Wir wollten einen neuen, offenen Eingangsbereich schaffen. Geplant haben das unsere eigenen Architekten.“

Statt den Kopf in den Sand zu stecken, reagierte die Geschäftsführung schnell. „Wir haben uns direkt am ersten Tag zusammengesetzt, mit Herrn Happe, unserem Verkaufsleiter, und beschlossen: Jetzt wird renoviert.“ Der vordere Teil des Geschäftshauses wurde komplett abgerissen und innerhalb von vier Monaten neu aufgebaut. „Wir wollten einen offeneren, moderneren Eingangsbereich schaffen. Das hat funktioniert.“

Kundennähe per Telefon: Mode trotz Lockdown

„Wir haben sofort zum Telefon gegriffen“, erinnert sich Ackmann. Jeder Mitarbeiter habe seine Stammkunden angerufen, vor allem im Modebereich. „Meine Frau kannte die Größen, Vorlieben und Stilrichtungen genau.“ Auswahlen wurden zusammengestellt und zur Abholung bereitgelegt oder direkt zu den Kunden gebracht. „Ich bin selbst samstags und sonntags ins Ruhrgebiet gefahren, um Schuhe zu liefern.“ Das direkte Gespräch sei entscheidend gewesen. „Wir hatten über 12.000 aktive Kunden. Den Kontakt haben wir gepflegt und ausgebaut.“

Modenschau mit Thomas Rath bei Hetkamp im Jahr 2012
Modenschau mit Thomas Rath bei Hetkamp im Jahr 2012. Foto: Petra Bosse (A).

Mehr Erfolg durch Eigenwerbung statt Laufsteg

Statt aufwändiger Modenschauen setzte Hetkamp während der Pandemie auf eigens produzierte Modemagazine. „Wir haben bis zu sechs Journale pro Jahr herausgebracht, mit eigenen Mitarbeitern als Models.“ Das Konzept kam an. „Die Kunden sagten: Ich will das Kleid, das Brigitte trägt.“ Der Wiedererkennungswert sei größer gewesen als bei professionellen Veranstaltungen. „Die Menschen kannten unsere Mitarbeiter. Das hat Vertrauen geschaffen.“

Mode Hetkamp Raesfeld
Foto: Petra Bosse (A)

Die Insolvenz nach der Übergabe: Keine Schuld bei Corona

„Corona war nicht schuld“, sagt Ackmann entschieden. Zwar seien die Umsätze 2020 und 2021 zurückgegangen, doch durch staatliche Hilfen und gute Planung habe das Unternehmen stabil gewirtschaftet.

Am 30. Juni 2022 verkaufte Ackmann die Firma. Seine Frau Marlene blieb noch bis Ende 2023 Leiterin der Modeabteilung. „Und die Mode lief weiterhin sehr gut.“ Die neuen Geschäftsführer seien fachlich aus anderen Bereichen gekommen. „Mode ist eine eigene Welt. Wer sie nicht versteht, kann sie nicht erfolgreich führen.“ Vor allem die Strategie, das Sortiment massiv zu verjüngen, habe Stammkunden irritiert. „Man wollte jünger werden, aber unser Klientel war 40 plus. Die wussten, was sie wollten und konnten sich unsere Mode leisten.“

Möbel und Wohnen Hetkamp in der Remise von Schloss Raesfeld
Möbel und Wohnen Hetkamp in der Remise von Schloss Raesfeld. Foto: Petra Bosse (A).

Verlust für Raesfeld: Die Remise am Schloss

Ein besonders emotionaler Punkt ist für Ackmann das Ende der Schlossremise. „Das war ein Anziehungspunkt für viele Tagestouristen, gerade aus dem Ruhrgebiet.“ Umsatz sei dort nie die Hauptsache gewesen. „Die Remise war eine Türöffnerin. Viele Kunden sind von dort ins Hauptgeschäft gekommen.“

Mit dem Wegfall der Remise sei ein wichtiger Zugangskanal verloren gegangen. „Neukunden kommen nicht von allein. Man muss ihnen Gelegenheiten geben, einen kennenzulernen.“

Eröffnung der Remise am Schloss Raesfeld
April 2012 präsentierte die Firma Hetkamp die umgestaltete und modernisierte Remise im Innenhof von Schloss Raesfeld. Foto: Petra Bosse (A).

Engagement für Kultur: Hetkamp als Sponsor

Hetkamp war mehr als nur ein Einrichtungshaus. „Wir haben von Anfang an die Schlosskonzerte als Hauptsponsor unterstützt“, berichtet Ackmann. Auch lokale Medienformate wie Interviews oder Kulturbeiträge seien durch das Unternehmen mitfinanziert worden. „Das war gut für unser Image und hat der Region viel gebracht.“

Helmut Ackmann
Im Jahr 2002 übernimmt Helmut Ackmann als Geschäftsführer die Verantwortung von Luzie Hetkamp. (A).

Keine Rückkehr: Das Kapitel ist abgeschlossen

Ob eine Rückkehr denkbar sei? Ackmann winkt ab. „Nein. Ich werde in einigen Tagen 75. Das ist ein Fulltime-Job, das mache ich nicht noch einmal.“ Er bedauert das Aus sehr. „Das tut weh. Auch Luzie Hetkamp, mit der ich nach wie vor Kontakt habe, leidet darunter.“ Sie habe ihm vieles beigebracht und sei der Grund gewesen, warum er damals zu Hetkamp gekommen sei. „Das war kein Möbelgeschäft. Wir waren Einrichter mit Architekten und eigener Tischlerei. So etwas gibt es heute kaum noch.“

Showroom der Firma Hetkamp

Strategisch, pragmatisch, effektiv: Neukundengewinnung im Maschinenbau mit WACHSTUMSPLAN

s bringt ihnen neue Kunden und Umsätze und hat dem Beratungshaus WACHSTUMSPLAN den dritten TOP CONSULTANT Award eingebracht.

Der Maschinenbau und der technische Mittelstand in seiner Gesamtheit sind das Rückgrat der Industrie in Deutschland und oft global führend. Doch diese von technischer Exzellenz geprägte Branche tut sich auf dem Gebiet der Neukundengewinnung oft noch schwer und lässt so Umsatzchancen verstreichen. Der Grund dafür ist häufig, dass Vertrieb auch von Mitarbeitenden mit technischem Hintergrund übernommen wird. Aus technischer Perspektive ist das durchaus sinnvoll.

Schließlich sind die Lösungen und Produkte oft sehr anspruchsvoll und verlangen tiefgehende Kenntnis der Sache. Allerdings bedeutet das oft eine zusätzliche Belastung für Mitarbeitende und das „Nebenher“ des Vertriebs bremst auch dessen Professionalisierung. Unterm Strich bleibt der Vertrieb damit oft unter seinen Möglichkeiten. Das fällt nicht auf, weil es auch so funktioniert. Allerdings lassen sich Unternehmen damit auch Chancen auf Umsatz, Wachstum und damit langfristigen Erfolg entgehen.

Wachstum und Neukundengewinnung systematisch entwickeln

An dieser Stelle setzt die WACHSTUMSPLAN GmbH aus Münster an: Das Beratungsunternehmen entwickelt für Unternehmen aus dem technischen Mittelstand Strategien, um systematisch Neukunden zu akquirieren und so Wachstum zu generieren. WACHSTUMSPLAN setzt dabei auf eine strukturierte Herangehensweise, die drei Prinzipien folgt:

  • Maßgeschneidert statt von der Stange: Jedes Unternehmen im Maschinenbau ist anders, jedes Produkt ist anders und jedes Marktumfeld ist es auch. Danach muss sich jeder systematische Wachstumsplan für technische Unternehmen richten. Bei WACHSTUMPLAN gibt es daher keine Standardlösungen, sondern maßgeschneiderte Strategien und Systeme, die exakt auf die realen Anforderungen des jeweiligen Unternehmens und dessen Branche passen, egal ob aus dem Maschinenbau, ob Zulieferer oder spezialisierter Komponentenhersteller.
  • Gesunder Pragmatismus: eit und Ressourcen in Unternehmen sind immer knapp. WACHSTUMSPLAN begegnet dem mit einer pragmatischen Umsetzung von Vertriebsstrategien, die sich an dem orientieren, was realistisch möglich ist. Das Ergebnis ist eine Planung mit starkem Fokus auf und Begleitung bei der Umsetzung – mit zielorientierten Prozessen, klaren Strukturen, einer agilen Herangehensweise und der notwendigen zeitlichen Flexibilität bei der Erreichung von Zielen.
  • Erfolgskontrolle: Beratungsleistungen sind immer eine Investition. Und die muss sich nachhaltig lohnen. Ganz wesentliches Element der individuellen Strategie sind deshalb, zur Kontrolle und Optimierung, auch immer konkrete, nachweisbare Ziele und Kundenfeedback.

Ausgezeichnete Beratung: Träger des TOP CONSULTANT Awards 2025

Über 150 Unternehmen aus vielen technischen Branchen haben ihren Vertrieb bisher zusammen mit Wachstumsplan von Grund auf neu ausgerichtet. Mit Erfolg, wie die dritte Auszeichnung mit dem TOP CONSULTANT zeigt, den die Geschäftsführung der WACHSTUMSPLAN GmbH am Freitag, den 27. Juni 2025 in Mainz im Rahmen des Deutschen Mittelstands-Summits aus der Hand von Alt-Bundespräsidenten Christian Wulff entgegennehmen durfte. Die renommierte Auszeichnung wird Beratungsunternehmen auf Basis der Bewertung ihrer Arbeit durch deren Kunden verliehen und steht damit wie kaum eine andere für geprüfte Beratungsqualität.

WACHSTUMSPLAN GmbH
Hafenweg 22, 48155 Münster

0251 50853470

[email protected]

Beim Laden der Karte werden Daten an Google übermittelt.

Raesfeld: Viel Fläche, weniger Menschen: eine ländliche Gemeinde im Vergleich

379.070 Menschen leben im Kreis Borken, verteilt auf rund 1.420 Quadratkilometer. Das ergibt eine durchschnittliche Bevölkerungsdichte von 266,8 Einwohnern pro Quadratkilometer. Während Städte wie Bocholt und Gronau deutlich über diesem Schnitt liegen, zeigt sich Raesfeld mit viel Fläche und vergleichsweise wenig Menschen als typisch ländlich geprägte Gemeinde.

Weniger Einwohner als viele Nachbarn

Ende 2022 lebten in Raesfeld 11.832 Menschen (11.869 Stand Dezember 2024). Damit liegt die Gemeinde im unteren Drittel der 17 Städte und Gemeinden im Kreis Borken. Zum Vergleich: Bocholt verzeichnet 71.930 Einwohner, Gronau 49.824. Auch Orte wie Vreden (22.163) oder Borken (43.489) haben deutlich mehr Einwohner. Kleinere Kommunen wie Heiden (8.317) oder Legden (7.564) bewegen sich hingegen auf ähnlichem Niveau wie Raesfeld.

Raesfeld statistik
Quelle Kreis Borken

Raesfeld: Mittlere Fläche, geringe Dichte

Mit 57,95 Quadratkilometern Fläche liegt Raesfeld im Mittelfeld. Die Bevölkerungsdichte beträgt 204,1 Einwohner je Quadratkilometer und bleibt damit unter dem Kreisdurchschnitt von 266,8. Deutlich dichter besiedelt sind Städte wie Gronau (631,2) oder Bocholt (602,4). Auf der anderen Seite rangieren Orte wie Isselburg (131,6) und Heiden (155,8) unterhalb von Raesfeld.

Ländliche Struktur prägt das Bild

Weite Landschaften, dörfliche Strukturen und ruhige Wohngebiete: Raesfeld gehört zu den Kommunen im Kreis Borken, die vor allem durch ihre ländliche Prägung auffallen. Während städtische Zentren zunehmend wachsen, bietet Raesfeld Raum für Natur, Landwirtschaft und eine vergleichsweise entspannte Bevölkerungsdichte.

Werkzeuge aus Firmenfahrzeugen in Raesfeld gestohlen

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Unbekannte Täter haben in der Nacht zu Montag in Raesfeld Werkzeuge im Wert von mehreren Tausend Euro aus zwei Firmenfahrzeugen gestohlen.

Der Diebstahl ereignete sich an der Marbecker Straße.

Türschlösser gewaltsam geöffnet

Die Täter öffneten gewaltsam die Türschlösser der Hecktüren beider Fahrzeuge und verschafften sich so Zugang zum Laderaum. Dort entwendeten sie unter anderem Werkzeuge der Marke Bosch sowie weiteres Arbeitsgerät. Die Fahrzeuge standen zur Tatzeit auf einem Firmengelände.

Die Polizei Borken bittet um Hinweise unter Tel. (02861) 9000.

Tretbecken im Raesfelder Bürgerpark wieder geöffnet

Entspannung pur im Kneipp-Tretbecken im Bürgerpark. Das Tretbecken im Raesfelder Bürgerpark ist wieder in Betrieb. Eine neue Enteisenungsanlage sorgt künftig für klares Wasser – ganz ohne rostfarbene Ablagerungen. Die Gemeinde reagierte damit auf hartnäckige Probleme mit dem eisenhaltigen Brunnenwasser.

Tretbecken – Klare Lösung für klares Wasser

Über Wochen hinweg blieb das Tretbecken geschlossen, obwohl das Wasser gesundheitlich unbedenklich war. Doch die eisenhaltige Quelle verursachte wiederholt Ablagerungen, die sich kaum entfernen ließen – trotz intensiver Reinigungsversuche der Raesfelder Volleyballgemeinschaft, die sich ehrenamtlich um die Pflege kümmert.

Entspannung pur-Kneipptretbecken im Bürgerpark Raesfeld
Das Kneipp-Tretbecken im Bürgerpark lädt zu einem Fußbad ein. Foto: Gemeinde Raesfeld

Bauausschuss bewilligte Nachrüstung

Um dauerhaft Abhilfe zu schaffen, empfahl die Gemeindeverwaltung dem Bauausschuss die Installation einer Enteisenungsanlage mit Sandfilter – eine umweltfreundliche und nachhaltige Lösung. Im März gab der Ausschuss grünes Licht für die Investition in Höhe von rund 50.000 Euro. Eine Fachfirma installierte das System pünktlich zu Beginn der Sommerferien.

Beliebtes Ziel für Erfrischung

„Wir freuen uns sehr, dass das Tretbecken im Bürgerpark nun wieder in Betrieb ist“, sagt Bauamtsleiter Bernd Roters. Seit der Eröffnung des Bürgerparks vor zwei Jahren habe sich das Becken zu einem echten Anziehungspunkt entwickelt. Nun könnten alle wieder ungetrübt kneippen und sich erfrischen.

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