StartBorkenBorken verbietet Gänsefütterung: Stadt steuert gegen wachsende Population

Borken verbietet Gänsefütterung: Stadt steuert gegen wachsende Population

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Wie die Stadt Borken mitteilt, nehme die Zahl wildlebender Gänse insbesondere rund um den Pröbstingsee seit einigen Jahren deutlich zu. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, seien gezielte Maßnahmen eingeleitet worden.

Ähnliche Beobachtungen werden auch andernorts gemacht, etwa an beliebten Ausflugszielen wie dem Gelände rund um das Wasserschloss Raesfeld. Ein zentrales Element der Strategie sei das konsequente Verbot der Fütterung von Wasservögeln.

Gänse breiten sich aus

Rund um den Pröbstingsee, an der Neumühlenallee und in der Schönstatt Aue wächst die Gänsepopulation seit Jahren. Die Tiere fühlen sich auf kurz gemähten, gedüngten Flächen wohl – hier finden sie Nahrung und ideale Bedingungen zum Brüten.

Foto: Petra Bosse (A)

Stadt verändert Landschaft gezielt

Um den Gänsen ihren Lebensraum unattraktiv zu machen, mäht die Stadtverwaltung seit Sommer 2023 einen Uferstreifen am Pröbstingsee nicht mehr. Die höhere Vegetation erschwert den Gänsen die Orientierung, bietet Sichtschutz für Nester und wirkt als natürliche Barriere. Diese einfache Maßnahme zeigt bereits Wirkung: Die Zahl der Gänse geht spürbar zurück.

Fütterungsverbot soll Tiere fernhalten

Die Stadt bittet Spaziergängerinnen und Spaziergänger, keine Wildvögel zu füttern. Futterreste und Kot verschmutzen Wege, Spielplätze und Liegewiesen. Auch die Wasserqualität im See leidet darunter. Zusätzlich steigt die Gefahr, dass Ratten angelockt werden.

Gänse am Pröbsting-See in Borken
Um die Gänsepopulation am Pröbstingsee in Borken-Hoxfeld einzudämmen, wurden unter anderem bereits Grünstreifen in Gewässernähe nicht mehr gemäht. Dadurch soll der Lebensraum für Gänse dort unattraktiv gestaltet werden. Stadt Borken

Gänse verlieren Scheu vor Menschen

Wer Gänse füttert, verändert ihr Verhalten: Die Tiere verlieren ihre natürliche Scheu und suchen gezielt Aufenthaltsbereiche auf, die eigentlich für die Erholung der Gäste gedacht sind – dort hinterlassen sie zunehmend ihre Spuren.

Verstoß kann teuer werden

Das Füttern von Wasservögeln ist laut ordnungsbehördlicher Verordnung im gesamten Stadtgebiet verboten. Wer dagegen verstößt, muss mit einem Bußgeld zwischen 60 und 250 Euro rechnen.

Stadt bedankt sich für Unterstützung

Die Stadt Borken bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Besucherinnen und Besuchern, die das Verbot einhalten und so helfen, Natur und Lebensqualität rund um den Pröbstingsee zu bewahren.

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