Der Erler Dorfplatz soll grüner werden, zwei neue Bäume sind geplant, die bestehende Eiche bleibt. Doch der Platz ist mit rund 450 Quadratmetern klein und soll künftig multifunktional genutzt werden. Der Gemeinderat diskutierte am 30. Juni, wie zusätzliche Begrünung mit Veranstaltungen und baulichen Planungen vereinbar ist.
CDU-Ratsherr Karl-Heinz Tünte sprach sich dafür aus, zusätzlich zu den geplanten vier Bäumen noch mehr Begrünung auf dem Platz zu prüfen. Auch Norbert Brömmel von den Grünen befürwortete mehr Bäume auf dem Platz, besonders im Hinblick auf heiße Sommertage. „Das Pflaster heizt sich stark auf. Mehr Schatten wäre da dringend notwendig“, so Brömmel.
Ähnlich äußerte sich Volker van Wasen, Fraktionsvorsitzender der UWG: „Bäume sind der beste Schutz fürs Klima.“ Grünen und UWG regten an, bis zu zwei weitere Bäume auf dem Platz zu pflanzen.

Wurzelräume sollen langfristiges Wachstum sichern
Bauamtsleiter Bernd Roters erläuterte, welche baulichen Voraussetzungen erfüllt sein müssten, um neue Bäume dauerhaft zu erhalten. Für jeden Baum müsse ein unterirdischer Wurzelraum mit mindestens zwölf Kubikmetern Volumen eingeplant werden. „Das ist notwendig, damit die Wurzeln genug Platz haben und nicht durch Bodenverdichtung geschädigt werden“, erklärte Roters.
Diese unterirdischen Räume bieten laut Roters mehrere Vorteile: Sie können Regenwasser speichern und es in trockenen Phasen langsam an die Wurzeln abgeben. Zudem ermöglichen sie ein tiefes, stabiles Wurzelsystem. Und: Wenn nicht genug Raum für das Wurzelwerk vorhanden ist, können Baumwurzeln Pflasterungen beschädigen, insbesondere, wenn sie sich unter dem Belag ausdehnen. Das führe langfristig gesehen zu Rissen, Verformungen und hebe mit der Zeit auch Pflastersteine an.

Multifunktionale Nutzung bleibt wichtig
Der Platz mit einer Fläche von rund 450 Quadratmetern sei ohnehin knapp bemessen, merkte Bürgermeister Martin Tesing an. Entsprechend müsse der hintere Bereich freigehalten werden, unter anderem für eine mögliche Remise und die Anlieferung mit einem Sprinter. „Diese Fläche muss frei bleiben, damit die Remise be- und entladen werden kann“, erklärte Roters.
Zur geplanten Remise äußerte sich Tesing zurückhaltend. Diese sei nicht Bestandteil der aktuellen Planungen. Ursprünglich habe die Brennerei Böckenhoff dort Lagerflächen schaffen wollen. „Inzwischen wurde eine andere Lösung gefunden. Ob es noch einen Bedarf gibt, ist fraglich“, so der Bürgermeister. Die Gemeinde wolle hierzu weitere Gespräche führen.

Kostenrahmen von 50.000 Euro steht
Die Kosten für die zusätzliche Begrünung wurden auf 50.000 Euro festgesetzt. „Diese Summe ist fix“, so Bauamtsleiter Roters. Die endgültige Entscheidung über Anzahl und Standort der Bäume wurde vertagt und sie trifft allerdings nicht der Gemeinderat, sondern der Bauausschuss.



























