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Kurz vor der Wahl – Hohes Briefwahlinteresse auch in Raesfeld

Briefwahlbüro noch bis Freitag für persönliche Anträge geöffnet. Wähler sollen am Wahlsonntag eigenen Kugelschreiber mitbringen.

Eine Woche vor der Landtagswahl haben rund 2.500 Wählerinnen und Wähler bereits Briefwahlunterlagen beantragt. Das sind 28% der Wahlberechtigten in Raesfeld, Erle und Homer.

Zum Vergleich: Bei der Landtagswahl 2017 haben 1369 Bürger per Brief gewählt.

Wer jetzt noch vor dem Wahlsonntag seine Stimme abgeben will, hat dazu noch bis Freitag, 13. Mai 2022 Gelegenheit. Für spätentschlossene Briefwähler ist das Briefwahlbüro noch am Donnerstag, 12. Mai von 8.00 Uhr bis 12.30 und von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr und am Freitag, 13. Mai von 8.00 Uhr bis 12.30 und von 14.30 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

Die Gemeinde Raesfeld empfiehlt, nun Briefwahlunterlagen nur noch persönlich abzuholen. Eine Zustellung per Post kann nicht mehr garantiert werden. Aus diesem Grund ist auch der Online-Briefwahlantrag ab Montag, 9. Mai 2022 abgeschaltet.

Roter Wahlbrief

Briefwähler, die ihren roten Wahlbrief noch nicht wieder zurückgeschickt haben, sollten diese nun auch am besten persönlich ins Rathaus bringen oder bis Sonntag bis 18.00 Uhr in den Briefkasten der Gemeinde am Haupteingang des Rathauses einwerfen.

Wähler vor Ort im Wahllokal

Die Gemeinde Raesfeld bittet alle Wähler, die am Sonntag im Wahllokal persönlich wählen wollen, nach Möglichkeit einen eigenen Kugelschreiber mitzubringen. Doch auch, wer den Kugelschreiber vergisst, kann selbstverständlich am Sonntag wählen. „Wir haben in allen Wahllokalen wie üblich Kugelschreiber und auch Handdesinfektionsmittel, empfehlen aber aus hygienischen Gründen, den Wählern einen eigenen Stift mitzubringen!“, so die Wahlorganisatoren im Raesfelder Rathaus.

Eine Maskenpflicht im Wahllokal besteht laut der jüngsten Corona-Schutzverordnung nicht mehr. Zum Schutz der Wahlhelferinnen und Wahlhelfer bittet die Gemeinde Raesfeld die Wählerinnen und Wähler aber darum, in den Wahlräumen freiwillig einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Landtagwahl-2022-Raesfeld

Sieben Erler Mädchen engagieren sich für die Ukraine-Hilfe

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Flohmarkt für einen guten Zweck, organisiert von Grundschulkindern in Erle

Mit dem Verkauf von Spielsachen aus dem eigenen Fundus möchten die Mädchen Lea, Nele, Mia, Emilia, Luisa, Amelie und Lena die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine unterstützten.

So organisierten die Mädchen vor der Erler Sporthalle und dem EDEKA-Markt in Erle bereits zweimal in Folge einen kleinen Markt mit Spielsachen. Das schöne dabei ist, dass die sechs Mädchen keinen Preis festgelegt haben, sondern jeder Kunde das gibt, was ihm das Teil Wert ist.

Mittlerweile haben die Kinder die stolze Summe von insgesamt 358 Euro durch ihr selbstloses Engagement für die Flüchtlinge aus der Ukraine eingenommen.

Kinder-sammeln-für-Ukraine-Hilde-in-Erle

Der seit vielen Wochen anhaltende Krieg ist an die Mädchen nicht ohne Spuren vorbeigezogen. Wie Lea sagt, mache sie sich schon täglich große Sorgen. Darüber hinaus sei ihr größter Wunsch, dass der Krieg endlich bald aufhört.

Je nach Wetterlage werden die Kinder auch weiterhin ihren kleinen Flohmarkt in Erle für die Ukraine-Hilfe veranstalten und sich dafür von ihren Spielsachen, Bücher und auch Deko-Artikel trennen.

Einladung zur öffentlichen CDU-Vorstandssitzung

Der CDU-Gemeindeverband Raesfeld-Erle-Homer lädt am Donnerstag, den 12. Mai 2022, zur öffentlichen Vorstandssitzung um 19.30 Uhr im Gasthof Brömmel-Wilms, Schermbecker Str. 20 in 46348 Raesfeld-Erle ein. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

Der CDU-Gemeindeverband freut sich auf Sie.

Bello Hundemesse startet auf Leopold

Der Endspurt läuft: Am 15. Mai eröffnet zum ersten Mal die Hundemesse Bello auf Leopold. Veranstalterin Anika Zinke freut sich schon auf viele interessierte Besucher mit ihren Vierbeinern.

Während in der Kaue gerade die Stände für die Baumesse aufgebaut werden, plant Anika Zinke von MesseCom Nord bereits den Sonntag darauf. Am 15. Mai wird sich hier alles um den Hund drehen. Vom Fressnapf bis zur Fellanalyse, von Biofutter bis zur Begleithundausbildung – auf der Hundemesse „Bello – der Hundetag“ gibt es alles, was große und kleine Hundefreunde begeistert.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Was erwartet die Besucher auf der Hundemesse? Anika Zinke und Sherlock klären auf. Video: Sonja Gretkowski

Breites Angebot und Serviceleistungen vor Ort

Dabei konnte Anika Zinke noch weitere Aussteller für ihre Hundemesse gewinnen, die das ohnehin schon breite Angebot abrunden werden. Vom veganen Leckerli über Kauspielzeug in Bioqualität bis hin zu orthopädischen Hundebetten für vierbeinige Senioren präsentieren die Austeller ein breites Spektrum. „Ich muss gestehen, dass ich auch immer etwas auf meinen Messen entdecke, dass ich unbedingt haben will“, gibt Anika Zinke zu.

Die über 60 Messeaussteller stellen dabei nicht nur ihre Produkte vor, sondern bieten auch eine Beratung und kleine Serviceleistungen. Vielleicht könnten ja die Krallen einen Schnitt vertragen? Das kann in der Kaue unkompliziert geschehen. Der vierbeinige Liebling verträgt das alte Futter nicht mehr so gut? Hier kann man sich beraten lassen. Auch eine Fellanalyse und Pflegetipps gibt es vor Ort, damit sich Bello und Hasso in ihrer Haut wieder rundherum wohl fühlen können.

Da scheint schon jemand an die vielen Leckerchen zu denken, die man auf der Messe entdecken kann… Foto: Borgwardt

Sachspenden sind bei der Hundemesse willkommen

Bei der Messe kann man auch Sachspenden für Hunde abgeben, deren Besitzer es finanziell schwer haben. „Das können gut erhaltene Leinen sein, Halsbänder, Körbchen oder ähnliches“, erklärt Anika Zinke dazu. Mit der „Bello“ möchte die überzeugte Hundebesitzerin das Wohlergehen der Vierbeiner auch fördern. So ist seit Jahren bereits der Tierschutzverein bei den Messen dabei, und immer wieder werden an den Veranstaltungstagen auch Hunde aus dem Tierheim in ein neues Zuhause vermittelt.

Die Hunde sind auch eingeladen

Natürlich können auch die eigenen Partner mit der kalten Schnauze mit in die Messehalle kommen. Das erleichtert nicht nur das Anpassen etwa eines neuen Halsbandes von einer der ausstellenden Manufakturen. Vielmehr darf man auf der Hundemesse auch zeigen, was der eigene Sofawolf so kann. „Wir machen ein unterhaltsames Casting für Talenthunde“, verrät Anika Zinke. „Dabei kann man dann auch den einen oder anderen kleinen Preis gewinnen“. Auch im Außenbereich wird den Hundefreunden einiges geboten. Für Wasserfreunde gibt es etwa die Möglichkeit, sich über „Stand-up-Paddling“ mit Hund zu informieren.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Auch im Außenbereich gibt es einiges zu entdecken. Video: Sonja Gretkowski

Eintrittspreise und Öffnungszeiten der Hundemesse

  • Die Bello Hundemesse findet von 10 bis 17 Uhr statt.
  • Die Tageskarte kostet sieben Euro.
  • Pro Hund zahlt man 1,50 Euro. Der Impfpass muss dabei mitgeführt und auf Verlangen des Veranstalters vorgelegt werden.
  • Kinder bis einschließlich 12 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freier Eintritt.
Und was sagt der vierbeinige Experte dazu? Hunde können sich auf einen spannenden Tag mit ihren Herrchen und Frauchen freuen. Foto: Borgwardt

Instrumentenkarussell bei den Erler Jägern

Nach zwei Jahren Pause lädt das Blasorchester Erler Jäger wieder zum Instrumentenkarussell ein

Am Sonntag, den 22. Mai 2022 zwischen 10 und 13 Uhr kann jeder Musikinteressierte, oder diejenigen, die es noch werden wollen, in die Pausenhalle der Silvesterschule Erle kommen und sich durch die Instrumente testen und von der Musik und dem Spaß am gemeinsamen Musizieren mitreißen lassen.

Hier kann jeder sein Lieblingsinstrument ausprobieren. Die Unentschlossenen können sich auch einfach durch alle Instrumente durchprobieren, bis man eins gefunden hat. Neben den Musikern und dem Vorstand des Orchesters stehen auch Lehrer der verschiedenen Instrumentengruppen bereit, um den Interessierten den richtigen Umgang mit den Instrumenten zu erklären.

Erler-Jäger

Richtiger Ansprechpartner vor Ort

Für jede Frage gibt es den richtigen Ansprechpartner vor Ort: „Wie läuft das ab, wenn ich mich für ein Instrument entschieden habe?“ Dazu steht unsere Schüler-Koordinatorin bereit und erklärt den genaueren Ablauf. „Wann komme ich in welches Orchester?“ Diese Frage kann unser musikalischer Leiter am besten beantworten. „Wie ist das Vereinsleben? Muss das Instrument immer mit dabei sein?“ Da fragt man am besten die Musiker selbst, die wissen das am besten. Sämtliche Sorgen und Zweifel werden hier aus dem Weg geräumt.

Wer an dem Sonntag noch nichts vorhat, oder einfach neugierig ist, ist herzlich in die Pausenhalle der Silvesterschule zu kommen. Das Blasorchester Erler Jäger freut sich auf alle, die kommen!

Funke Medical GmbH erweitert ihr klimafreundliches Portfolio für Endverbraucher

Die Funke Medical GmbH launcht zum 5. Mai 2022 zwei weitere klimafreundliche Dekubitustherapie-Matratzen für den Bereich Homecare.

Die medizinischen Lagerungssysteme der Produktlinie GREENLINE sind auf Rezept erhältlich und vereinen hohen Patientenkomfort, optimale Druckentlastung und lange Haltbarkeit bei einer nachweislich umweltfreundlicheren Produktion.

Die Funke Medical GmbH setzt in der Produktion, beim Rohstoffeinkauf und Energiemanagement sowie bei der Portfolioentwicklung schon lange effektive Klima- und Umweltschutzmaßnahmen um.

Zu diesem ressortübergreifenden Nachhaltigkeitskonzept gehört im Bereich Sortimentsstrategie die Produktlinie GREENLINE, deren Ausbau im Geschäftsfeld Homecare weiter forciert wurde: Analog zum Angebot für Kliniken, das bereits die meistgefragten und bewährten Dekubitustherapie-Matratzen des Herstellers jeweils auch als ökologische Variante mit der Bezeichnung GREENLINE bereithält, sind im Sanitätshandel ab sofort zwei weitere Matratzen als GREENLINE-Varianten erhältlich.

Das Modell Hyper Foam PLUS GREENLINE und die Schwerlastmatratze MAXX 250 GREENLINE ergänzen hier die bereits verfügbare Hyper Foam 2 GREENLINE. Jedes dieser drei Modelle kann bei entsprechender Indikation ärztlich verordnet werden. Durch die Hilfsmittelnummern erfüllen sie die Kriterien für die Kostenübernahme durch die Krankenkassen.

Klimafreundliches Produktangebot mit Nachweis

Die Produktlinie GREENLINE wird aus ECOLAST®-Schaum hergestellt. Dieser basiert auf einer nachhaltigen Materialrezeptur und einer offenporigen Zellstruktur und verursacht bei der Produktion im Vergleich zu herkömmlichen Dekubitustherapie-Matratzen aus Schaumstoff deutlich weniger CO2.

Der Vorteil für den Patienten ist eine verbesserte Luftzirkulation, die für ein optimales Mikroklima sorgt. Da der spezielle Schaumstoff einen höheren Langzeit-Druckverformungswert aufweist, profitiert der Verbraucher zusätzlich von einer vielfach verbesserten Haltbarkeit der Matratze, was auch der Umwelt zugutekommt und sich in der verlängerten Garantiezeit bei den jeweiligen GREENLINE-Varianten widerspiegelt.

Sanitätsfachhändler können mit den GREENLINE-Modellen ihr ökologisches Produktangebot optimieren und sich ihr nachhaltiges Vertriebsengagement bestätigen lassen. Hierfür bescheinigt Funke Medical ihren Kunden die durch den Kauf klimafreundlicher Dekubitustherapie-Matratzen eingesparten CO2-Emissionen.

Neue Test- und Quarantäneregelungen ab 5. Mai in NRW

Freitesten bereits nach fünf Tagen möglich / Für Kontaktpersonen gelten nur noch Empfehlungen statt einer verpflichtenden Quarantäne

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat eine neue Corona-Test-und-Quarantäneverordnung veröffentlicht. Diese gilt ab Donnerstag, 5. Mai 2022. Darin werden die neuen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) aufgegriffen.

Isolierungszeiten für infizierte Personen verkürzt

In der neuen Verordnung werden die Isolierungszeiten für infizierte Personen verkürzt: War bisher die Freitestung erst am siebten Tag möglich, kann die Isolierung nun bereits durch einen frühestens am fünften Tag der Isolierung erfolgten negativen Test beendet werden. In Nordrhein-Westfalen ist für das Freitesten aber nach wie vor ein offizieller Test (Bürgertestung oder PCR-Test) erforderlich. Ohne Freitestung endet die Isolierung wie bisher automatisch nach zehn Tagen.

Für Kontaktpersonen besteht keine Absonderungspflicht mehr. Vielmehr wird die RKI-Empfehlung umgesetzt, Kontakte zu reduzieren.

Die nun veröffentlichte Verordnung beinhaltet insbesondere folgende Regelungen:

Isolierung bei einer Coronainfektion

Wer selbst infiziert ist, muss sich weiterhin automatisch und auch ohne gesonderte behördliche Anordnung in Isolierung begeben.

Die Isolierung dauert weiterhin grundsätzlich zehn Tage. Die Isolierung kann grundsätzlich nach zehn Tagen ohne weiteren Test beendet werden.
Die Isolierungszeit zählt ab dem Tag des ersten Auftretens der Symptome oder des Testergebnisses.

„Freitestung“

Ab dem fünften Tag der Isolierung ist eine „Freitestung“ möglich. Voraussetzung dafür ist ein negatives Testergebnis (Coronaschnelltest einer offiziellen Teststelle, PCR-Test oder der PCR Test mit Ct Wert über 30, ein Selbsttest ist nicht ausreichend).
Eine Anordnung der Behörde ist weder für den Beginn noch für die Beendigung der Isolierung und auch nicht für die Geltendmachung von Entschädigungen für ausfallende Löhne erforderlich.
Positiv getestete Personen müssen – wie bisher – ihre engen Kontaktpersonen der letzten zwei Tage schnellstmöglich eigenständig über die Infektion informieren.

Infizierte Beschäftige in vulnerablen Einrichtungen (z.B. Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen oder Einrichtungen der Eingliederungshilfe)

  • Die allgemeinen Regelungen finden auch hier Anwendung.
  • Es gilt zudem ein Tätigkeitsverbot.
  • Für die Wiederaufnahme der Tätigkeit muss der oder die Beschäftigte mindestens 48 Stunden symptomfrei sein.
  • Dem Arbeitgeber ist der Nachweis einer negativen Testung (Coronaschnelltest, PCR-Test oder der PCR Test mit Ct-Wert über 30) vorzulegen.
  • Eine Anordnung der Behörde ist weder für den Beginn noch für die Beendigung des Tätigkeitsverbots erforderlich.

Quarantäne (gilt bei Haushaltsangehörigen und engen Kontaktpersonen)

Entsprechend der Empfehlungen des RKI entfällt die behördliche Absonderungspflicht (Quarantäne) für Haushaltsangehörige und enge Kontaktpersonen von SARS-CoV-2-Fällen ab sofort ganz. Auch wer als Kontaktperson mit einer infizierten Person im gleichen Haushalt lebt, muss nicht mehr automatisch in Quarantäne.

Es wird diesen Personen aber empfohlen, Kontakte zu reduzieren.

Dies bedeutet: Für fünf Tage sollten enge Kontakte zu anderen Personen, insbesondere in Innenräumen und größeren Gruppen, vermieden werden. Sofern es ihnen möglich ist, sollten sie im Homeoffice arbeiten. Darüber hinaus wird eine Kontaktreduzierung, ein Selbstmonitoring (Selbsttests, besonderes Achten auf Symptome sowie Messen der Körpertemperatur) und das Tragen mindestens einer medizinischen Maske bei Kontakt zu anderen Personen bis zum fünften Tag nach dem Kontakt mit der infizierten Person empfohlen.

Treten Symptome auf, muss ein Test durchgeführt werden.
Für immunisierte Beschäftigte in vulnerablen Einrichtungen, wie zum Beispiel Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder der Eingliederungshilfe gilt, wenn sie enge Kontaktpersonen von infizierten Personen sind, darüber hinaus eine tägliche Testpflicht (Nachweis über offizielle Teststelle, Arbeitgebertestung oder Selbsttest) vor Dienstantritt für die Dauer von fünf Tagen. Diese Pflicht wurde in der Coronaschutzverordnung ergänzt.

Die Neuregelungen gelten ab dem 5. Mai 2022 auch für Personen, die zu diesem Zeitpunkt schon aufgrund der bisherigen Verordnung in Quarantäne oder Isolation waren. Diese können sich ebenfalls nun frühzeitiger freitesten bzw. die Quarantäne als Kontaktperson beenden.

Die Test- und Quarantäneverordnung wird unverzüglich auf der Seite des Ministeriums abrufbar sein: https://www.mags.nrw/coronavirus-rechtlicheregelungen-nrw.

Bauantrag für „Münster-Land-Wirt“ in Erle soll im Mai gestellt werden

Gründung Bürgergenossenschaft Erle – Bauantrag soll im Mai eingereicht werden – Aufsichtsrat und Vorstand verkünden Meilensteine zum Dorfgemeinschaftshaus in Erle

Der Genossenschaftsverband hat nun der Bürgergenossenschaft Erle, ein halbes Jahr nach Einreichen der Anträge, die nötige Erlaubnis gegeben, die Eintragung in das Genossenschaftsregister zu vollziehen.

Worauf alle Bürgergenossinnen und Genossen so lange gewartet haben, hat nun endlich weiter an Fahrt aufgenommen. „Es geht voran“: Das teilten Aufsichtsrat und Vorstand am Mittwoch bei der Pressekonferenz im Saal von Brömmel-Wilms mit.

Dorfgemeinschaftshaus-Erle-Münster-Land-Wirt
Die jetzige Klagemauer auf dem Grundstück wird bald der Vergangenheit angehören. Natalie Labod, Andreas Grotendorst, Oliver Jahnich und Michael Weddeling (v.l.) freuen sich, dass nun die Baugenehmigung für Gastronomie der Bürgergenossenschaft Erle „Münster-Land-Wirt“ eingereicht werden kann ©Petra Bosse .

Der Gründungsordner, welcher vom Verband geprüft wurde, umfasst die Finanzplanung, den Gründungsbericht, die Wirtschaftlichkeitsberechnung mit den schlechtesten aller vorstellbaren Fälle, aber auch die möglichst günstigste, zukünftige Situation des Projekts, sowie weitere Formalien. „Wir haben alles, wie die Genossenschaft laufen soll, durchspielt, vor allem auch, wie die Genossenschaft laufen soll. Das war sehr aufwendig, aber nun sind wir einen großen Schritt weiter“, so Andreas Grotendorst, Vorsitzender des Vorstands.

Eintragung in das Register

„Die Prüfung vom Verband ist Voraussetzung für eine Eintragung in das Register, damit alle 1800 Genossinnen und Genossen sicher sein können, dass ihr eingezahltes Geld gut und für den richtigen Zweck verwendet wird. Sozusagen für alle Beteiligten“, betont Michael Weddeling. Dazu gehörten auch die baulichen Veränderungen, die durchgeführt wurden und die zeigen sollen, dass das Dorfgemeinschaftshaus auch in den nächsten Jahren gut geführt wird.

Keine Gefährdung

Als nächster Schritt folgt nun kurzfristig die Eintragung in das Register durch ein Notariat. Besonders Michael Weddeling als genossenschaftlicher Berater hat sich im Vorfeld mit Eigenkapital und Gutachtung eingebracht, um am Ende sicher zu sein, dass die Satzung auch konform ist. „Alles ist in Ordnung und eine Gefährdung für die Genossen und Mitglieder ist nicht zu erwarten“, fügt der Banker hinzu.

Bauantrag soll noch im Mai beim Kreis gestellt werden

Auch in einem weiteren Bereich können nun, nach längeren Vorarbeiten, Erfolge vermeldet werden. Der Bauantrag, einschließlich Brandschutzkonzept und Vermessung, ist vollständig und soll noch im Mai beim Kreis Borken eingereicht werden.

50-seitiges Brandschutzkonzept

Gerade der Bereich Brandschutz habe eine besondere Aufmerksamkeit gefordert, da es sich bei dem Gebäude um einen Sonderbau handelt. Doch im 50-seitigen Brandschutzkonzeptes seien, so Grotendorst, nun alle Vorgaben erfüllt worden. Das sei schon ein komplexer Bereich gewesen, da es sich hierbei nicht um ein normales „Gebäude“ handelt. „Wir haben es mit einem Sondergebäude zu tun mit Festsaal, Gaststätte, Seminarraum und Küche, was den Brandschutz anbelangt und deshalb musste die Sonderbauverordnung beachtet werden und hier hat es immer Rückkoppelungen gegeben“, ergänzt der stellvertretende Vorsitzende Oliver Jahnich. Zu erwähnen sei auch, dass Aufsichtsrat und Vorstand darauf verzichtet haben, notdürftige Lösungen zu finden. Besonders was das Brandschutzkonzept anbelange sei darauf geachtet worden, dass dieses zugunsten des Pächters gering gehalten werden, damit auch er Gewinne machen könne.

Alle in einem Boot

Sowohl Grotendorst als auch Jahnich betonten, dass es dem Vorstand wichtig war, dass bereits vor offizieller Einreichung des Bauantrags alle Behörden mit ins Boot mitgenommen werden, sodass nun keine Überraschungen im Genehmigungsprozess zu erwarten seien. In dem Planungsprozess seien deshalb von Anfang an immer lokale Firmen dabei gewesen, denn „am Ende des Tages entscheidet auch der Preis“.

Aktuelle Kostensituation im Baugewerbe

Sobald der Bauantrag genehmigt ist, soll der Ausschreibungsprozess in Gang gesetzt werden, da dann die genauen Rahmenbedingungen für den Bau feststehen und bekannt sind. Erst dann soll mit den Firmen besprochen werden, was die aktuelle Kostensituation im Baugewerbe zulässt. Mit Blick auf die Baukosten habe nicht nur Corona zu Kostenschwankungen geführt, sondern auch der Krieg in der Ukraine. „Den Krieg hatten wir bei unserer Planung nicht auf dem Schirm. Deshalb können wir jetzt auch noch nicht sagen, wenn wir die Baugenehmigung Mitte des Jahres bekommen, welche validen Möglichkeiten wir – verbunden mit den Baukosten – haben werden, da wir zu der weltpolitischen Lage im Moment nichts sagen können“, gesteht Grotendorst.

Preissteigerung eingeplant

Schon vor dem Einreichen des Bauantrags wurde an vielen, einzelnen Stellschrauben gezogen. Die wurden während der Planung jedoch auch immer enger gezogen. Jeder der schon einmal gebaut habe, so Grotendorst, wisse, dass meistens nicht alles so gebaut wurde, wie es in der Zeichnung stand. „Wir müssen jetzt planvoll vorgehen, denn wir wissen heute nicht, was der nächste Tag bringt, wenn die Bagger kommen“. Deshalb seien Änderungen vorbehalten, wenn die Preise weiter anziehen. Allerdings seien auch Preissteigerung laut Weddeling schon eingeplant. Und für den Fall, dass am Ende noch Geld fehlt, könne man über eine Fremdfinanzierung nachdenken“.

Erler warten auf Baustart

Darüber hinaus seien 1,8 Mio. Euro und 1800 Genossen schon kein ganz kleiner Fisch mehr. Jeder Schritt müsse bis zur Fertigstellung weiterhin gut überlegt werden. Natürlich sei sich der Vorstand und der Aufsichtsrat der Sache bewusst, dass viele Genossinnen und Genossen nun sehnlichst den Baustart erwarten und das im Dorf mittlerweile auch „darüber geredet“ wird. Deshalb sei es allerdings notwendig gewesen, im Vorfeld alle Formalien und Erfordernisse zu erfüllen sowie Hindernisse zu überwinden.

Allerdings verweist Grotendorst auch darauf, dass die viele Arbeit, die in den letzten Wochen, ehrenamtlich und neben der normalen Arbeitszeit in das Projekt gesteckt wurde, nicht unbedingt „direkt sichtbar“ sei.

Zuversichtlich und optimistisch

Mit Blick in die Zukunft zeigte sich Grotendorst optimistisch, dass alles funktioniert. „Wir sind schon eine große und besondere Gemeinschaft“. Und auch Oliver Jahnich sieht weiterhin die Rahmenbedingungen für die die neue „Dorfkneipe“ Münster-Land-Wirt als gut an. „Wir haben die A31, den Naturpark, der zahlreiche Besucher anzieht. Die Verbindung mit Lieb&Wert, dem neuen Hotel Böckenhoff und der Lage in Erle, das gibt es nicht überall“.

Pächter Andre Wachtmeister freut sich auf den Start

Auf dem Baustart freue sich auch der Pächter André Wachtmeister. Sein Team und er stehen nach wie vor in den Startlöchern, um dem Gebäude der Bürgergenossenschaft Leben einhauchen zu können, betont Natalie Labod aus dem Team Wachtmeister. Mit Blick auf den Neubau Hotel und Gastronomie habe Wachtmeister einiges gelernt, was er nun in das neue Dorfgemeinschaftshaus einbringen kann. „Wir haben nun neue Erkenntnisse für Erle, die umgesetzt werden können“, fügt Labod hinzu.

Zahl der Arbeitslosen im SGB-II-Bereich im April leicht gestiegen

Landrat Dr. Kai Zwicker: „Zahl der Arbeitslosen im SGB-II-Bereich im April leicht gestiegen – allerdings gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich niedriger“
Aktuell 4.357 SGB-II-Arbeitslose im Kreis

Kreis Borken (pd). Die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen im Kreis Borken ist im April leicht gestiegen. Das teilt Landrat Dr. Kai Zwicker mit. Der positive Trend aus den beiden Vormonaten setze sich damit zunächst nicht fort. „Die Zahl der Arbeitslosen ist damit wieder auf dem Niveau von Februar 2022“, erklärt Landrat Dr. Zwicker. Maßgeblich für den leichten Anstieg seien dabei SGB-II-Arbeitslose aus Drittstaaten gewesen. Das „Jobcenter im Kreis Borken“ weist für den Monat April 4.357 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind.

Im Vergleich zum Vormonat März ist die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen damit um 20 Personen gestiegen, im Vergleich zum April 2021 aber um 408 niedriger. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen liegt im Kreisgebiet weiterhin stabil bei 2,0 Prozent.

Eine geringfügige Steigerung gibt es bei der Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten: Sie ist im April 2022 leicht gestiegen und liegt derzeit bei 8.828 Personen (+ 8). Hierzu gehören auch Männer und Frauen, die aktuell an Eingliederungsmaßnahmen teilnehmen und Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit nicht zur Verfügung stehen.

Personen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen nach dem 2. Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen sind, zählen ebenfalls zu dieser Gruppe. Inklusive deren Kinder unter 15 Jahren und der weiteren nicht erwerbsfähigen Angehörigen haben im April 12.677 Personen (- 16) in 6.421 Bedarfsgemeinschaften (- 9) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. Somit ging der SGB-II-Hilfebedarf anders als die Zahl der Arbeitslosen im April weiter leicht zurück. Auch im Vergleich mit dem Vorjahresmonat sind die Zahlen stark gesunken: So gab es im April 2021 noch 677 Bedarfsgemeinschaften und sogar 930 erwerbsfähige Leistungsberechtigte mehr.

Die aktuellen Arbeitslosenzahlen im SGB II in den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes sind der beigefügten Grafik zu entnehmen.

Die Arbeitslosenquote von 2,0 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen.

Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig. Die hilfsweisen Quoten sind der ebenfalls beigefügten Grafik zu entnehmen.

DRK bittet um Kleidung und Spielsachen für Kinder aus der Ukraine

Das Rote Kreuz im Kreis Borken bittet um Spenden für Geflüchtete aus der Ukraine

Kreis Borken (pd). Benötigt werden aktuell Kinderwagen, Baby- und Kinderkleidung sowie Spielsachen, heißt es in einer Mitteilung.

Damit sollen die Menschen in der Region weiter unterstützt werden. Die Spenden können in den beiden Kaufhäusern KARO in Borken und Bocholt abgegeben werden. Die KAROs arbeiten inklusiv mit Menschen mit und ohne Handicap.

Adressen:

KARO Borken im Rotkreuz-Zentrum, Röntgenstraße 6 in Borken/ Telefon 02861/8029-385

KARO Bocholt, Kreuzstraße 18-20, Bocholt/Telefon 02871/3108-885

Öffnungszeiten: montags bis freitags 9 bis 18 Uhr, samstags 9 bis 15 Uhr

A31 – Vom Ostfriesenspieß zur Energieallee

Nordrhein-Westfalen hat eine neue Autobahn, die Energieallee A31

Tag der Erneuerbaren Energien: NRW-Autobahn A31 ist erste Energieallee in Deutschland

A31 ist als „Leuchtturmprojekt“ und erste Energieallee auserkoren worden. 135 Windenergieanlagen mit rund 280 Megawatt Leistung an der A31 sind hier in Betrieb gegangen.

Deshalb hat der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) zum bundesweiten Tag der Erneuerbaren Energien den rund 100 km langen Abschnitt zwischen den Autobahnkreuzen Bottrop und Schüttorf zur bundesweit ersten Bundesautobahn-Energieallee „umgewidmet.“

Energie-Allee A31
„Touristische Unterrichtungstafel“ ©LEE NRW

Für diesen Akt hat der LEE NRW mit politischer Prominenz an den beiden Standorten Heiden und Heek unmittelbar an der A31-Trasse jeweils eine sogenannte „Touristische Unterrichtungstafel“ in Originalgröße mit dem Motiv „Energieallee A31“ enthüllt.

Energie Allee Kreis Borken A31

Vorzeigebeispiel für bislang ungenutzte Flächen

„Dieser Schritt ist überfällig gewesen“, betonte LEE NRW-Geschäftsführer Christian Mildenberger bei der Einweihungszeremonie in Heek (Kreis Borken). „In den vergangenen Jahren sind ohne Proteste von der Öffentlichkeit eine Vielzahl von erneuerbaren Anlagen entlang dieser Autobahn entstanden, was die A31 zu einem Vorzeigebeispiel für bislang ungenutzte Flächen für Wind, Solar und Biomasse macht.“

Nach gemeinsamen Recherchen des LEE NRW und der Fachagentur Windenergie an Land sind bis heute 135 Windenergieanlagen mit rund 280 Megawatt Leistung sowie mindestens zwölf größere Solar- und Biogasanlagen an der A31 in Betrieb gegangen – jeweils in bis zu drei Kilometern Abstand links und rechts von der Trasse.

Zu den Unterstützern der „Energieallee A31“-Aktion des LEE NRW zählt der Kreis Borken. Warum, begründete Landrat Dr. Kai Zwicker, der auch an der Eröffnungszeremonie teilnahm, so: „Wir blicken mit Stolz auf die positive Entwicklung der Erneuerbaren Energien und die damit verbundene Identifikation der Menschen im Kreis Borken. Viele Gemeinden in unserem Kreis erzeugen aufs Jahr gesehen schon heute mehr Erneuerbare Energien, als vor Ort verbraucht werden. Mit Blick in die Zukunft ist die Energieallee A31 somit vor allem auch der Pfad, der die energieintensive Wirtschaftsregion Ruhrgebiet mit der wirtschaftsstarken Zukunftsregion Münsterland verbindet. Der Kreis Borken unterstützt daher die Initiative des LEE NRW, die „Energieallee A31“ auch offiziell mit einer touristischen Unterrichtungstafel zu würdigen.“

Der LEE NRW will es nicht bei dem symbolischen Aufstellen der beiden Schilder belassen: „Wir werden uns bei den zuständigen Bundes- und Landesbehörden dafür stark machen, dass die Schilder mit dem „Energieallee A31“-Motiv offiziell zur Dauereinrichtung werden“, kündigte Mildenberger an.

Nervennahrung in stressigen Zeiten für die Feuerwehr

SPD Raesfeld sagt Danke

Die Freiwillige Feuerwehr ist immer ein Garant für die Sicherheit der Menschen

Den Tag der Arbeit nahm die Raesfelder SPD zum Anlass, die Freiwillige Feuerwehr Raesfeld zu besuchen und sich für die tolle ehrenamtliche Arbeit im vergangenen Jahr zu bedanken. Zusammen mit der Fraktionsvorsitzenden Elke Rybarczyk und der Raesfelder Bundestagsabgeordneten Nadine Heselhaus, die sich im Unterausschuss „Bürgerschaftliches Engagement“ auch um das Ehrenamt kümmert, überreichte der Vorsitzende Thorsten Hansen einen gut gefüllten Geschenkkorb mit „Nervennahrung in stressigen Zeiten“. 

SPD-Raesfeld
Foto: Presse

„Die Freiwillige Feuerwehr ist immer ein Garant für die Sicherheit der Menschen, sie schützt uns alle bei Bränden, Unwettern und anderen Gefahren für Leib und Leben“, so der Vorsitzende Thorsten Hansen bei der Übergabe an den Raesfelder Feuerwehrchef Andre Szczesny. 

Im Anschluss informierte Szczesny die SPD-Politiker über die geleistete Arbeit der Feuerwehr, besonders während der Unwetter im Februar dieses Jahres mit zahlreichen Einsätzen und Hilfestellungen, und hob das große Engagement der Feuerwehrleute hervor. Besonders die Jugendfeuerwehr, die z.Zt. 30 Mitglieder, davon 12 Mädchen, hat, wurde von Szczesny gelobt, so dass man optimistisch in die personelle Zukunft der Raesfelder Feuerwehr schauen darf.  

Brot für Kumi am Muttertag

Biobäcker Hubert Leiers backt zum Muttertag wieder fleißig Brote gegen Spende

Das daraus gesammelte Geld kommt zu 100% bei Pfarrer Charles in Kumi, Uganda an.

Zu Ostern erreichten die Kumi-Freunde nicht nur Ostergrüße. Gleich mehrere Briefe mit Hilferufen kamen aus der Partnergemeinde in Uganda. Durch den Krieg in der Ukraine geht es dem afrikanischen Land sehr schlecht, denn dadurch steigt der Getreidepreis dort massiv an. Dazu kommt noch ein weiteres Problem: „Die Überlebensfähigkeit der Menschen in Uganda hängt in hohem Maße von der Landwirtschaft ab. Wir brauchen dringend Regen, um Gemüse anzubauen, haben aber gegen eine andauernde Dürre anzukämpfen. Infolgedessen herrscht eine große Lebensmittelknappheit und die Preise sind sehr stark angestiegen.“ so die Übersetzung einer der Briefe.

Ukraine wirkt wie ein Brennglas

Auch Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze sorgt sich um die sich zuspitzende Hungersnot. Der Krieg in der Ukraine wirkt hier wie ein Brennglas, der die ohnehin schon schwierige Situation weiter verschärft.

Ein Beispiel aus einem der Briefe verdeutlicht die aktuelle Preisentwicklung: Ein Stück Seife, welches vorher circa 3.000 Schilling gekostet hat, kostet nun 10.000 Schilling (etwa 2,70). Die Lebenshaltungskosten steigen drastisch an, sind im Vergleich teilweise sogar höher als in Deutschland. Gleichzeitig konnten beispielsweise im Waisenhaus von Pfarrer Charles seit Monaten keine Gehälter ausgezahlt werden.

Rosinenbrote, 5-Kornbrote und Bauernbrote

Diesen Hilferuf konnten und wollten die Kumi-Freunde nicht unbeantwortet lassen. Wieder einmal setzen sie alle Hebel in Bewegung, um Geld für unsere Partnergemeinde zu sammeln. Dieses Mal können Rosinenbrote, 5-Kornbrote und Bauernbrote gegen Spende erworben werden.

Bis zum 5.Mai können diese in der Biobäckerei Leiers (02865/6944) vorbestellt und am Sonntag, den 8.5. an folgenden Stellen abgeholt werden:

  • Raesfeld, 7 bis 10 Uhr in der Bäckerei Leiers
  • Erle, 11 bis 12 Uhr vor dem Silvesterhaus
  • Rhedebrügge, 9.30 bis 10.30 Uhr am Kirchplatz

Die vergangenen Aktionen waren immer von Erfolg gekrönt, wofür sich die Initiatoren herzlich bedanken möchten. Durch ihren unermüdlichen Einsatz kommt jeder gespendete Cent in Uganda bei Pfarrer Charles an. Da schmeckt das Muttertagsfrühstück gleich besser!

Maikranz in Erle aufhängen lockte zahlreiche Zuschauer an

Am Vorabend des Maifeiertages wurde der Maikranz am Erler Ständebaum in Erle aufgehängt 

Lange hatte man in Erle auf diesen Moment warten müssen. Erstmals seit 2019 fand am Samstagabend am Ständebaum wieder das Aufhängen des Maikranzes statt.

Zahlreiche Schaulustige, mehr als in den vergangenen Jahren, verfolgten vom Straßenrand aus das Geschehen.

Maikranz aufhängen Raesfeld Erle 2022
Die „Brejpottspöllers“ ©Petra Bosse

Sehr zur Freude der Vorsitzenden des Ortsmarketings Diana Brömmel, die an diesem Abend auch das Blasorchester Erler Jäger, die Feuerwehr und die lang gedienten Kappeshoheiten Nadine I. Bäßler und die Kappesprinzessin Michaela I. Prost begrüßen konnte.

Für das Aufhängen sorgte traditionell die Landjugend Erle/Rhade, die im Vorfeld den Kranz mit bunten Bändern verziert hatte.

Einstimmen auf das im Juni stattfinden Erler Schützenfest konnte sich König Ewald Grotendorst (3.v.r.) mit seinen Schützenbrüdern ©Petra Bosse

Premiere bei dieser Veranstaltung hatte Bürgermeister Martin Tesing. „Der Maikranz ist ein symbolisches Zeichen für Aufbruch und ich denke, den Aufbruch haben wir uns alle nach zwei Jahren verdient“. Für ein kleines Highlight sorgte die Tanzgruppe des Heimatvereins „Die „Brejpottspöllers“. In ihren bunten Trachten und ihren Holzklumpen rundeten die Kinder mit eigens für diesen Tag einstudierten Tänzen das traditionelle Fest ab.

Der Maikranz ist ein symbolisches Zeichen für Aufbruch und ich denke, den Aufbruch haben wir uns alle nach zwei Jahren verdient

Bürgermeister Martin Tesing
Ein Körnchen von Kornbrenner Dirk Böckenhoff gab es die Männer der Feuerwehr ©Petra Bosse

Raesfelds Volkslauf-Nachwuchs trainiert im Tiergarten

Wie die „Großen“ so bereiten sich zurzeit auch viele jüngere Athleten auf  den 34. Raesfelder Volkslauf am 27.05.2022 vor.

An jedem Samstag morgen von 10.30 – 11.30 Uhr laufen die 6 bis 16 -Jährigen ihre Waldrunden durch den Raesfelder Tiergarten. Treffpunkt ist der Spielplatz am Infozentrum, Hagenwiese 40.

Das Training ist kostenlos und soll alle Kinder ansprechen, die Lust auf Bewegung haben, unabhängig einer Vereinszugehörigkeit oder von Vorkenntnissen. Wer also Lust hat mitzumachen ist jetzt im Mai noch herzlich willkommen!!!

Anmeldungen für den 34. Raesfelder Volkslauf: https://www.taf-timing.de/?q=raesfeld2022

Wolf von Pkw erfasst und getötet

Wolf auf dem Zubringer A31 Bottrop/Dorsten von Pkw erfasst und getötet – Wolf sprang aus dem Gebüsch

Am Montagmorgen wurde gegen 9 Uhr auf dem Zubringer der Autobahn A2 bei Bottrop Richtung Dorsten (A 31) ein wolfsähnliches Tier überfahren. Der Kadaver wurde zur Autobahnmeisterei gebracht und soll nun Experten vorgeführt werden.

Dabei soll geklärt werden, ob es sich tatsächlich um einen Wolf aus dem Schermbecker Gebiet handelt, erklärte Heiko Kemper von der Autobahnmeisterei auf Nachfrage. „Ich bin kein Experte, aber ich würde das Tier für einen jungen Wolf halten“, schätzte Kemper. Der Wolf soll plötzlich aus dem Gebüsch gesprungen sein. Dem Autofahrer sei nichts passiert, am Fahrzeug sei nur „Bagatellschaden“ entstanden.

Das tote Tier in der Autobahnmeisterei. Foto: Petra Bosse

Gute Population

Noch am Freitag bei der Podiumssitzung in Schermbeck-Gahlen betonte Dr. Matthias Kaiser als Vertreter des Landschaftsverbands NRW (LANUV), dass die Population von Wölfen in Deutschland mittlerweile gut sei.  

Laut Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes (DBBW) wurden im Untersuchungszeitraum 2020/2021 in Deutschland insgesamt 157 Rudel in den Ländern gezählt. Insgesamt seien das laut Bundesamt 26 Rudel mit 403 erwachsenen Wölfen mehr als im Vergleichszeitraum 2019/2020.

Toter-Wolf-Dorsten-Schermbeck-A31
Ob es sich um einen Wolf aus dem Schermbecker Rudel handelt, muss nun anhand von genetischen Untersuchungen geklärt werden ©Petra Bosse

138 Wölfe tot nach Unfall

Bedingt durch den Anstieg von Wölfen häufen sich jedoch auch die Verkehrsunfälle mit Wölfen. Insgesamt 138 Wölfe wurden laut DBBW dem Untersuchungszeitraum tot aufgefunden, davon verendeten 107 durch Verkehrsunfälle. Die Todesursache bei 13 Wölfen waren natürlichen Ursprungs. Neun Wölfe wurden illegal getötet.

Davon verendeten 107 durch Verkehrsunfälle. Bei 13 Wölfen war die Todesursache natürlichen Ursprungs, neun Wölfe wurden illegal getötet. Bei fünf Wölfen war die Todesursache unklar, und vier Wölfe wurden im Rahmen von Managementmaßnahmen gezielt getötet.

Schach-Mädels bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin

Das U16-Mädchenteam des Schachvereins Turm Raesfeld/Erle befindet sich noch bis Dienstag bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin. Tabellenführer nach dem 1. Spieltag

Es handelt sich um das Bundesfinale 2021, das coronabedingt vom Dezember letzten Jahres verlegt worden ist.

Schach Raesfeld DM Berlin
Ida Wehling, Betreuer Manfred Grömping, Annalena Bone, Franziska Bone, Betreuer Philipp Schulze Schwering, Sienna Lensing, Annika Clauß (v.l.) Foto: privat

In der vor dem Turnier nach Wertungszahlen festgelegten Rangliste ist das Raesfelder Team auf Platz 5 der Setziste geführt.
Die Partien können live im Internet verfolgt werden, ebenso aktuelle Ergebnisse und Tabellen:
https://www.deutsche-schachjugend.de/2021/dvm-u16w

Hat die Politik versagt? Diskussionsrunde über den Wolf in Schermbeck

Hat die Politik versagt? Was können Landwirte und Weidetierhalter noch machen, um ihre Tiere vor Wolfsangriffen zu schützen?

Mehr als drei Jahre Wolfsgebiet Schermbeck – was soll das Geheule? Unter diesem Arbeitstitel lud das Gahlener Bürgerforum in Kooperation mit der Kreisbauernschaft, dem Schafzucht- und Deichverband NRW, dem Kreisepferdezuchtverein Wesel und der Kreisjägerschaft Wesel ein.

Brieftaube

Bei der Podiumsdiskussion am Freitag im Haus Schult zeigte sich wieder einmal, wie unklar und lückenhaft die neue Wolfsverordnung in NRW ist. Besonders was die Auslegung anbelangt.

Eingeladen unter dem Motto „Blick nach vorne oder Blick zurück?“ waren die umweltpolitischen Sprecher für NRW Rainer Deppe CDU, René Schneider SPD, Norwich Rüße Die Grünen und Stephan Haupt FDP.

Wie gehen wir mit dem Schermbecker Rudel um?

Wie gehen wir mit dem Schermbecker Rudel um? Dazu Stellung beziehen konnten in der Diskussion die Landtagsabgeordnete der CDU Charlotte Quik, Kerstin Löwenstein SPD, Elke Langenbrink Die Grünen und Nadine Kleinsteinberg FDP.

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Dr. Stefan Steinkühler und Christiane Rittmann vom Bürgerforum moderieten die Diskussionsrunde ©Petra Bosse

„Viele Menschen haben Angst vor Angriffen oder Kollateralschäden. Offen gestellte Fragen werden nicht beantwortet“, so Jürgen Höchst in seiner Begrüßung. Bevor er das Mikrofon an das Moderatorenteam Dr. Stephan Steinkühler und Christiane Rittmann übergab, rief er zu einer Schweigeminute für den vor drei Tagen verstorbenen Sprecher der AG Wolf – Bernhard Steinmann auf.

Streit zwischen Weidetierhalter und LANUV

Anschaulich zum Thema „Wie schütze ich meine Weidetiere“ wurde ein geförderter wolfsabwehrender Zaun vor den Stehtischen aufgebaut, der ist in den letzten Jahren ein ewiger Streitpunkt zwischen den Weidetierhaltern und LANUV ist.

Wie ist die Aufgabenverteilung zwischen LANUV und der Landwirtschaftskammer bezogen auf den Wolf? Stellung dazu nahmen Dr. Matthias Kaiser vom LANUV und Dr. Thomas Klauke von der Landwirtschaftskammer. Eingeladen war auch Ministerin Heinen-Esser, aber durch ihren Rücktritt habe sich das erledigt, so Steinkühler.

Allerdings betonte er auch, dass dies für die Ministerin sicherlich kein leichter Termin gewesen wäre. „Sie hat die Problematik zwar erkannt, aber am Ende ist die neue Wolfsverordnung weder zielführend noch überhaupt eine Lösung“.

Matthias-Kaiser-LANUV
 Dr. Matthias Kaiser LANUV NRW ©Petra Bosse

Viel über das Raubtier gelernt

Mit Blick auf die letzten Jahre und dem Zusammenlebend mit dem Wolf haben die Menschen, auch das Bürgerforum gemeinsam mit den Weidetierhaltern viel über das Raubtier in den letzten drei Jahren gelernt. Nicht nur, dass man den Wolf öfter sieht, als anfänglich von Seiten Politik behauptet wurde, sondern auch, dass er springen kann, auch nachts. „Wir sind noch nicht am Ende unserer Lernkurve und wir erwarten von der Politik mehr“. Gleichzeitig betonte Steinkühler, dass die Politik vorab – was die Informationen rund um den Wolf anbelangt – mehr machen müssen.

Wolfsmonitoring

Inwieweit das LANUV, als erster Ansprechpartner nach einem Wolfsrisse, eingebunden ist, darüber sollte Dr. Matthias Kaiser Auskunft geben. Fakt sei laut Kaiser, dass LANUV seit 2017 für das Wolfsmonitoring für die EU verantwortlich ist und dies sehr arbeitsintensiv sei. „Wir haben gerade jetzt einige durchziehende Wölfe auf der linken Niederrheinseite die nicht nur aus Polen, sondern auch aus der Alpenpopulation kommen. Diese Daten müssen wir mit den anderen Bundesländern abgleichen“, erklärte Kaiser die Aufgaben des LANUV.

70 Wolfsberater

Um Wolfsrisse schnell zu bearbeiten, habe das LANUV 70 Wolfsberater in den letzten Jahren ausgebildet, die rauskommen und dokumentieren, wie unter anderem das tote Tier liegt, ist es verschleppt worden, Bisswunden, Zahnabdrücke und auch wie die Situation des Zaunes für die Billigkeitsleistung ist. „Wenn wir kommen, dann ist schon was passiert und können nicht bescheinigen, wie der Zaun in der Nacht aussah“, so Kaiser. Erledigt hätten sich im Gegensatz zu früher die Streitereien über den Zustand des Zaunes, ob er durchhängt, oder genügen Strom hatte, auch in Schermbeck. Allerdings gebe es immer noch Zäune, die den Namen Zaun nicht verdienen und deshalb, wenn der Grundschutz nicht vorhanden ist, auch keine Entschädigung gezahlt werden könne.

Gute Wolfs-Population

Mit Blick auf die genetischen Proben durch das Senckenberg Institut liege die Individualisierung bei 80 Prozent. Das sei eine gute Quote und es gelte der Grundsatz „im Zweifel immer für den Tierhalter“, so Kaiser.

Mit Blick auf die Wolfspopulation sei diese seit 2017 gut und er verbreite sich. Im Vergleich zum Feldhamster, der in allen Bundesländern zurückgehe, verstehe Kaiser nicht, warum dem Wolf ein schlechter Erhaltungszustand attestiert werde.

Was ist ein optimaler Herdenschutz?

Was den empfohlen Herdenschutz nach einem Riss anbelange beklagte Schäfer Kurt Opriel, dass LANUV auf Fragen dazu, so gut wie nie bei den Betroffenen äußere, oder wenn, erst nach Monaten. Dieses Verhalten kritisierte auch Schäferin Christiane Rittmann. Insgesamt wurde der vorgeschriebene Herdenschutz zweimal im vergangenen Jahr überwunden. Auch auf die Frage, wie wahrscheinlich ist eigentlich ein optimaler Herdenschutz, darüber gebe es nie eine Auskunft, so Opriel. Das alles sei ein „Katze und Maus Spiel“.

Messlatte wird immer höher gehängt

Fakt jedoch sei auch, dass, wenn der Wolf zweimal über einen 1,20 Meter hohen Zaun springe, dieser als auffällig gelte. Diese Aussage habe die ehemalige Ministerin Heinen-Esser seinerzeit gesagt und getroffen. „Auf diese Aussage müssen sich die Weidetierhalter verlassen können, aber mittlerweile wird die Messlatte immer wieder höher gesetzt und es ist nichts passiert. Das führt zu Misstrauen“, so Steinkühler. Deshalb sei die große Bitte bei den nächsten Rissen, dass man den Tierhaltern zeitnah die Mängel mitteilt, so dass diese dann auch zeitnah beseitigt werden können. Was den Herdenschutz anbelange, sei das LANUV dafür nicht zuständig. Dafür gebe es die Herdenschutzberatung der Landwirtschaftskammer. Diese habe aber, so Kaiser, mit den neuen Aufgaben viel zu tun.

Kritik an die Individualisierung

In die Kritik während der Diskussion geriet darüber hinaus auch Matthias Kaiser als Vertreter des LANUV, was den Abschuss der Wölfin Gloria anbelangt. Der Grund für die Kritik kam von Steinkühler. Er ist der Meinung, dass die Individualisierungen nach Rissen zu lasch gehandhabt werden.

Diesen Eindruck unterstrich auch der Landwirt Sondermann, der seine Weide in Mahlberg hat. „Wir Landwirte werden für dumm verkauft“. Er sieht durch den Wolf seine Weidetierhaltung mit Blick in die Zukunft als gefährdet an.

Auf Weidefläche verzichten

Ein anderer Landwirt berichtete, dass bereits 2018 in der Nacht 28 Jungrinder ausgebrochen seien. Sie haben Pfähle samt Stacheldraht herausgerissen. Zum Glück sei nicht viel passiert, außer dass sich ein Autofahrer geschädigt fühlte und vors Gericht zog. Obwohl meine Zäune in Ordnung waren, hat man mir nahe gelegt, in Zukunft auf diese Weidefläche zu verzichten“.

In drei Jahren keine Schafe mehr

So sagte Ingo Hülser vom Deichverband, dass er den Eindruck habe, dass ein Abschuss nicht gewollt ist. Für ihn sei eine Lösung dringend nötig, damit die Schafhalter nicht aufgeben. „Ansonsten haben wir in drei Jahren keine Schafe mehr“.  

Wer finanziert das?

Pferdezüchter Tobias Schult stellte die Frage, wie kann mich und meine Tiere bei einer Fläche von rund 50 Hektar Fläche gegenüber den Wolf schützen und wie kann ich das finanziell stemmen und wer finanziert das? Bis jetzt gibt es keine Fördermöglichkeiten für große Pferde. „Was soll ich machen? Warum werden wir nicht unterstützen? Wir wollen nicht den Wolf, aber wir wollen uns schützen“, so Schult.

Stephan Haupt (FDP): „Wenn wir den Wolf haben wollen, dann müssen wir auch die Möglichkeit haben, den Wolf, wenn er Probleme macht, zu entnehmen. Man muss ein Maß finden, wie weit lasse ich die Population zu, wann muss man eingreifen“.

Rainer Deppe (CDU): „Beim ersten Wolf gab es eine Feierstunde und Remmel hat Hurra gerufen. Ich habe damals schon gewarnt und gesagt, das wird noch böse enden. Besonders sehe ich die große Gefahr bei den Pferdehalter. Wenn Pferde ausbrechen, wird der Wolf die erst gar nicht kriegen, denn den Pferden geht nicht Puste aus. Und hier liegt die aller größte Gefahr, wenn die Pferde auf die Autobahn laufen. Ich bin gut damit ausgekommen, als es keine Wölfe gab“. Außerdem sehe Deppe, dass die „tolle“ Wolfsverordnung von Vergrämung und Verscheuchung spricht. „Frage mich, wie soll das gehen? Wie kann Vergrämung praktikabel gemacht werden? Was wir brauchen, ist die Bestätigung, dass der Wolf einen günstigen Erhaltungszustand hat“.

René Schneider (SPD): „Ich bin dafür,  dass Gesetze eingehalten werden, aber es müssen auch Menschen finden, die den „Arsch in der Hose haben“ den Wolf nach den bestehenden Möglichkeiten zu entnehmen“. Für Schneider habe die Verordnung darüber hinaus keinen qualitativen Nährwert.

Norwich Rüße (Die Grünen): „Die Verordnung ist eigentlich gar nicht so schlecht, nur sie kommt zu spät“. Er sprach sich aber auch dafür aus, dass auffällige Wölfe entnommen werden müssen. „Allerdings hat es bis jetzt an Mut gefehlt“. Und weiter: Man hätte früher eingreifen und schon längst den Wolf entnehmen müssen. Und wer will schon, dass der ganze Niederrhein mit Zäunen eingezäunt wird? Dann gibt es auch noch die Deiche, wo Herdenschutzhunde nicht die Lösung sind und wo Fahrradfahrer auf den Deichen fahren. Die holen Oma vom Fahrrad“.

Stephan Steinkühler: „Wir brauchen ein Ministerium, welches die bestehenden Regelungen vorantreibt. Das hat LANUV bis jetzt nicht gemacht. Deshalb hoffe ich durch den Ministerwechsel, dass zukünftig besser durchgegriffen wird“.

Soll die Wölfin entnommen werden?

Bei der Frage: Wie gehen wir mit dem Schermbecker Rudel um, waren die Landtagskandidatinnen angesprochen.

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Charlotte Quik (MdL CDU) ©Petra Bosse

Charlotte Quik (CDU): „Kurze Antwort. Wir müssen den Wolf entnehmen. Der Wolf ist ein Raubtier. Ein Schutz vor dem Wolf funktioniert dann nicht mehr, wenn sich das Pferd vor dem Wolf erschreckt und ein Reiter oder Reiterin/Kind runterfällt. Das sind unter anderem alles solche Faktoren, die in der Debatte heute zu kurz gekommen sind. Ich halte es für zwingend erforderlich, dass wir den Erhaltungszustand auf Bundesebene anpassen, aber auch auf EU-Ebene und dass wir wirklich dahin kommen, dass wir nicht mehr Wolfsgebiete ausweisen, wo Wölfe sind, sondern dass wir Wolfsgebiete da aus unserer Sicht sein können und woanders dürfen sie nicht mehr zugelassen werden. Der Wolf ist ein Raubtier. Wenn wir und auch unsere Kinder die Angst davor verlieren, dann haben wir unseren Erhaltungsantrieb verloren. Der Wolf ist bei uns eingedrungen und muss entnommen werden. Ganz klar“

Elke-Langenbrink-Die-Grünen
Elke Langenbrink (Bündnis90/Die Grünen) ©Petra Bosse

Elke Langenbrink (Die Grünen): Elke: Mir ist es ganz wichtig das Fauna, Habita geschützt werden. Anfänglich gedacht, super, so eine tolle Landschaft, schön, dass sich solche Tiere wieder ansiedeln. Ich bin oder war für die schwedische Lösung mit wolfsfreien Zonen, was aber nicht mit dem EU-Recht vereinbar ist. Wir haben auch noch andere Tiere und deshalb bin ich dafür, dass Problemwölfe entnommen werden müssen, um andere Tiere zu schützen“.

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Nadine Kleinsteigberg (FDP) © Petra Bosse

Nadine Kleinsteinberg (FDP): „Ich bin definitiv dafür, dass wir Problemwölfe, die immer auffällig sind und die wirtschaftliche Existenz gefährden, entnommen werden müssen. Wer ist schützenswerter? Der Wolf oder der Mensch?“

Kerstin-Löwenstein-SPD
Kerstin Löwenstein (SPD) ©Petra Bosse

Kerstin Löwenstein (SPD): In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Mein Bestreben, ein Herdenschutzzentrum Euregio zu errichten, Es hat nicht geklappt. Dennoch setze ich weiterhin auf Herdenschutz und eine rechtssichere Lösung. Wenn es aber nicht funktioniert, sollten die Wölfe dann entnommen werden, wenn sie als auffällige Wölfe charakterisiert werden, obwohl ich persönlich ein Problem damit habe. Ich würde eine andere Lösung favorisieren, wenn es diese gibt“.

Der Wolf ist ein Raubtier. Wenn wir und auch unsere Kinder die Angst davor verlieren, dann haben wir unseren Erhaltungsantrieb verloren.

Charlotte Quik

Mit der Weidetierhaltung steht viel auf dem Spiel

Heute ist Tag des Wolfes – Nordrhein-Westfalen ist von Nutztierrissen durch Wölfe stark betroffen

Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland und der unverminderte Anstieg der Wolfspopulation hat inzwischen eine eine blutige Spur gerissener Weidetiere.

Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn hin. Nach Angaben der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) wurden in Deutschland zwischen 2016 und 2020 bei 3.225 Übergriffen insgesamt 11.666 Nutztiere durch Wölfe getötet oder verletzt bzw. gelten seither als vermisst.

Riss eines Kalbes aus einer Mutterkuhherde

Inzwischen ist auch Nordrhein-Westfalen von Nutztierrissen stark betroffen – neben Schafen, Ziegen und Gehegewild auch Ponys. Vor Jahresfrist wurde zudem der Riss eines Kalbes aus einer Mutterkuhherde im nördlichen NRW bestätigt.

Die hohe Zahl gerissener Weidetiere und die in mehreren Fällen nachgewiesene Überwindung eines nach den Empfehlungen des Bundes ausreichenden Herdenschutzes verdeutlichen die dringende Notwendigkeit wirksamer Maßnahmen zum Umgang mit Problemwölfen.

Es fehlen konkrete Regelungen

Die Erwartungen vieler Tierhalter an die kürzlich verabschiedete Wolfsverordnung NRW dürften sich allerdings nicht erfüllen, so die Einschätzung des RLV. So fehlen für den Bereich der Weidetierhaltung konkrete Regelungen zur Entnahme auffälliger Wölfe, vielmehr muss weiterhin in jedem Einzelfall gesondert entschieden werden. Auch die Regelungen zum Vergrämen von Wölfen, die eine Vorabdokumentation des zuständigen Landesamtes vorsehen, erscheinen wenig praxistauglich.

Zudem bleiben die Tierhalter in NRW nach wie vor auf Kosten beim Herdenschutz sitzen, wie ein Vergleich etwa mit dem benachbarten Rheinland-Pfalz zeigt. Ein Rüstungswettlauf mit immer höheren Zäunen, der die Landschaft auch für Wildtiere zerschneidet, kann dennoch nicht die Lösung sein. „Was wir endlich brauchen ist eine klare Begrenzung der dynamischen Populationsentwicklung beim Wolf“, so Bernhard Conzen, Landwirt aus Gangelt und Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes. „Ohne den schonenden Einsatz von Schafen, Rindern und Pferden in der Landschaftspflege ist erfolgreicher Artenschutz kaum mehr denkbar. Mit der Weidetierhaltung steht viel auf dem Spiel“, warnt der RLV-Präsident.

Lieb & Wert Bautagebuch (2): Fertigstellung des ersten Bauabschnittes 

Beitragsbild Lieb & Wert

Update: Die Restauranteröffnung fand am 01.05.2022 statt.

Zum ersten Bauabschnitt gehören das Restaurant mit 99 Sitzplätzen und Buffetraum, ein Saal mit 100 Sitzplätzen, zwei Kegelbahnen und die „neue alte Bierstube“. 

Artikelbild Lieb & Wert

Die Arbeiten bei Lieb & Wert laufen auf Hochtouren

Bereits Ende 2020 eröffnete Andre Wachtmeister im ehemaligen Landhaus Keller seine Pop-up-Gastronomie „Winterquartier“. Damals, zu Zeiten des zweiten Lockdowns, nur zum Abholen. Doch bereits damit konnte der talentierte Cateringkoch viele Raesfelder und Erler in das ehemalige Hotel locken. Als die Pläne bekannt wurden, dem Standort neues Leben einzuhauchen und hier ein Hotel mit Restaurant, Kegelbahn und Wellnessbereich zu errichten, war schnell klar: das wird groß.

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Das Vorhaben des Unternehmers ist in zwei Abschnitte unterteilt: der erste Abschnitt kennzeichnet die Eröffnung des Restaurants mit Wintergarten, Terrasse, Buffetraum und Bierstube, außerdem ein Saal für geschlossene Gesellschaften, und zwei Kegelbahnen. Wie groß das Vertrauen in den Koch und sein Team ist, zeigt sich beim Belegungsplan des Saales und der Kegelbahn: Obwohl beides noch nicht fertiggestellt ist und niemand bis jetzt das genaue Endergebnis kennt, kann sich das Team um Andre Wachtmeister vor Anfragen kaum retten.

Artikelbild Lieb & Wert

Gerade die zwei Kegelbahnen erfreuen sich hoher Beliebtheit: „Wir planen einen Vier-Wochen-Rhythmus und pro Tag pro Bahn zwei Belegungen, und freitags und samstags sind jetzt schon voll. Auch sonntags und donnerstags sind bereits einige Reservierungen bei uns eingegangen.“, erklärt Alena Brömmel, Teil des Team Wachtmeister. Zudem kamen auch vermehrt Anfragen, den Saal für private Feierlichkeiten zu mieten. „Das ist echt verrückt, nicht mal wir kennen das genaue Endergebnis und trotzdem wird der Saal jetzt schon reserviert.“, berichtete sie erfreut. 

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Am gesamten Standort setzt das Team auf modernste und neuste Technik, gepaart mit einzelnen Highlights. So wird in den Kegelbahnen ein Zapfhahn installiert, der es den Kegelclubs bei Bedarf erlaubt, selbst ihr Bier zu zapfen. Außerdem wird es im Restaurant einen Reifeschrank geben, indem hochwertiges Fleisch gereift und weiterverarbeitet wird. Und durch moderne Klimatechnik wird ein Aufenthalt im Wintergarten auch im Sommer ermöglicht und bietet somit eine schöne Alternative zur Terrasse. 

Das Team freut sich auf die Fertigstellung des ersten Bauabschnittes und kann es kaum erwarten, die ersten Gäste im neuen Restaurant begrüßen zu dürfen. Doch an Langeweile ist auch nach Beendigung des ersten Abschnittes nicht zu denken. Der geht nämlich nahtlos in den zweiten Bauabschnitt über, indem das Hotel und die Außenterrasse ausgebaut werden. Es bleibt spannend auf der Baustelle Lieb & Wert. 

Artikelbild Lieb & Wert

Die nachfolgenden Unternehmen tragen maßgeblich zum Gelingen des Hotels Lieb & Wert bei:

Hier geht es zum ersten Teil des Bautagebuchs: Lieb & Wert Bautagebuch Teil 1: Ein Rückblick (heimatreport.de)

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