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Zylinderputzen in Raesfeld, Köpfe werden größer, Hüte kleiner

Beim traditionellen Zylinderputzen des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Raesfeld St. Johannis ging es wieder gesellig zu. Neben Politur, Maßband und Schnäpsken stand diesmal vor allem ein Problem im Mittelpunkt: Große Zylinder werden knapp. Besonders Hüte ab Größe 60 sind derzeit gefragt.

König und Präsident Werner Vorholt vom Schützenverein St. Johannis Raesfeld
König und Präsident Werner Vorholt vom Schützenverein St. Johannis Raesfeld muss auch den Kopf hinhalten. Foto: Schützenverein

Zylinderpflege mit Humor und Maßband

Alle Jahre wieder trifft sich der Allgemeine Bürgerschützenverein Raesfeld zum traditionellen „Zylinderputzen“. Gastgeber war erneut Präsident Werner Vorholt, bei dem sich Vorstand und Mitglieder am Wochenende in lockerer Runde auf das kommende Schützenfest einstimmten.

Schützenverein St. Johannis Raesfeld
Glück gehabt: Zylinder passt noch. Foto: Schützenverein St. Johannis

Dabei wurde nicht nur gefachsimpelt und angestoßen, sondern natürlich auch geprüft, ob die Zylinder noch fest sitzen. Oder besser gesagt, ob sie überhaupt noch passen.

Denn beim diesjährigen „Speckdeckel messen“ fiel auf: Die Köpfe der Mitglieder scheinen größer geworden zu sein. Besonders bei den neuen Vorstandsmitgliedern zeigte das Maßband deutliche Ergebnisse. Größen von 60 und 61 seien inzwischen keine Seltenheit mehr.

Zylinderputzen-Schützenverein St. Johannis Raesfeld
Foto: Schützenverein St. Johannis

Große Zylinder dringend gesucht

Genau das bringt den Verein zunehmend in Schwierigkeiten. Passende Zylinder in großen Größen seien nur noch schwer zu bekommen. Deshalb richtet der Bürgerschützenverein nun einen ungewöhnlichen Aufruf an die Bevölkerung.

Wer zuhause noch einen großen Zylinder liegen habe, den er nicht mehr benötige, könne sich gerne beim Verein melden. Gesucht werden vor allem Hüte ab Größe 60.

Mit einem Augenzwinkern hieß es aus Vereinskreisen, man habe offenbar kein Nachwuchsproblem, sondern eher ein „Kopfproblem“.

Traditionelles Zylinderputzen - Schützenverein Raesfeld
Foto: Schützenverein St. Johannis

Geselligkeit gehört einfach dazu

Neben Maßband und Hutpflege kam auch der gesellige Teil nicht zu kurz. Bei gutem Essen und dem einen oder anderen Schnäpsken wurde viel gelacht und über vergangene Schützenfeste gesprochen.

Das traditionelle Zylinderputzen bleibt damit nicht nur ein praktischer Vorbereitungstermin, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des Vereinslebens in Raesfeld.

Allgemeiner Bürgerschützenverein Raesfeld St. Johannis
Foto: Schützenverein St. Johannis

Was tun, wenn ein Kind keine Luft bekommt? Neuer Erste-Hilfe-Kurs in Raesfeld

Ein Baby verschluckt sich. Ein Kind stürzt vom Klettergerüst. Sekunden später zählt jede Entscheidung. In der Erlebnis Sport Welt in Raesfeld lernen Eltern, Großeltern und werdende Familien jetzt, wie sie in solchen Momenten ruhig bleiben und richtig handeln. Der neue Kurs „Erste Hilfe am Kind“ setzt dabei vor allem auf praktische Übungen, moderne Technik und echte Alltagssituationen.

Im Kursraum am Samstag herrscht konzentrierte Ruhe. Auf den Tischen liegen spezielle QCPR-Übungspuppen, daneben iPads. Mit ihnen trainieren die Teilnehmer unter anderem die Herz-Lungen-Wiederbelebung bei Säuglingen und Kindern. Die Technik zeigt sofort an, ob tief genug gedrückt, richtig entlastet und korrekt beatmet wird. So lernen die Teilnehmer nicht nur theoretisch, sondern direkt praktisch, wie Erste Hilfe bei Kindern funktioniert.

Neu in Raesfeld: Erster Hilfe Kurs am Kind
Geschäftsführer György Czeglédy (l.) und Marcel Barten. Foto: Petra Bosse

Geschäftsführer György Czeglédy erklärt: „Wir benutzen nur QCPR-Puppen. Das heißt, die sind mit dem App und mit dem iPad verbunden und da können die Teilnehmer und auch wir als Ausbilder sehen, wie das Druckqualität ist, also ob die Teilnehmer tief genug drücken, hoch genug entlasten das Herz und wie die beatmen.“

Die Teilnehmer schauen immer wieder auf die Anzeigen der Tablets. Grün bedeutet, die Wiederbelebung sitzt. Rot zeigt Verbesserungsbedarf. Fehler dürfen hier passieren. Genau dafür ist der Kurs gedacht.

Neuer Erste-Hilfe-Kurs in Raesfeld setzt auf Praxis
György Czeglédy mit einer QCPR-Puppen. Foto: Petra Bosse

„Ruhe bewahren und nicht festfrieren“

Mit aufgebaut wurde der Kurs von Marcel Barten. Der 36-Jährige arbeitet als pädagogische Leitung und nichtärztliche medizinische Leitung. Seine Ausbildung reicht vom Rettungsassistenten bis zur Lehrkraft für Erste Hilfe.

„Ich unterrichte das mit György zusammen“, erzählt er. „Wir beide haben das zusammen aufgezogen, weil wir beide gemerkt haben, wir wollen nicht mehr für andere arbeiten, uns die Kurskonzepte von den anderen Firmen nicht mehr gefallen haben.“

Erste Hilfe am Kind: Neuer Kurs in Raesfeld zeigt Eltern den Ernstfall
Foto: Petra Bosse

Besonders wichtig sei den Ausbildern ein praxisnaher Ansatz. „Das Wichtigste beim Kindernotfall ist vor allem Ruhe bewahren, Ruhe bewahren und noch mehr Ruhe bewahren“, sagt Barten. Viele Situationen wirkten dramatischer, als sie tatsächlich seien.

„Die Situation kindgerecht erklären und das Kind nicht überladen, aber auch selber zu handeln und nicht festzufrieren. Das ist das Wichtigste in dem Ganzen.“

Erste Hilfe am Kind: Warum Eltern in Raesfeld jetzt praktisch üben können
Foto: Petra Bosse

Übungen statt nur Theorie

Im Kurs werden typische Notfälle durchgespielt. Eltern lernen, wie sie einen Notruf absetzen, wie eine Herz-Lungen-Wiederbelebung funktioniert oder wie sie bei Erstickungsanfällen reagieren.

Barten nennt ein Beispiel: „Ein Fieberkrampf gestaltet sich meistens vom Aussehen her viel, viel drastischer, als er ist.“ Gerade deshalb setze der Kurs bewusst auf praktische Übungen statt auf reine Onlineangebote. „Die können bei uns in Ruhe üben, die können mit Trainingsgeräten adäquat simulieren auch. Und das ist unser Hauptkonzept Handlungssicherheit durch praktisch.“

Notfall beim Kind? Neuer Erste-Hilfe-Kurs in Raesfeld setzt auf Praxis
Foto: Petra Bosse

Maximal 15 Teilnehmer sollen an einem Kurs teilnehmen. An diesem Abend sind es zehn. Für die Verantwortlichen die ideale Größe.

„Wir wollten keine 20 Leute haben wie in einem normalen BG-Kurs“, erklärt Barten. „Damit das Lernerlebnis für die Teilnehmenden optimal gestaltet und damit wir auch individuell auf die Teilnehmenden eingehen können.“

Feuerwehrkameraden unterstützen das Projekt

Unter den Teilnehmern sitzt auch Janik Titel. Er kennt die Initiatoren bereits aus der Freiwilligen Feuerwehr Raesfeld. „Man merkt einfach, dass er das hier mit Herzblut macht, dass er das in der Feuerwehr mit Herzblut macht und einfach, dass er super gerne das alles macht, um den Menschen zu helfen“, sagt Titel.

Auch er selbst engagiert sich bei der Feuerwehr und fährt Einsätze mit. Der Kurs passe deshalb gut zu dem Gedanken, Menschen im Notfall helfen zu können.

Erste Hilfe am Kind in Raesfeld: So lernen Eltern lebensrettende Handgriffe
Foto: Petra Bosse

Eltern und Großeltern wollen vorbereitet sein

Viele Teilnehmer kommen mit ganz persönlichen Gründen nach Raesfeld. Tim erwartet gemeinsam mit seiner Frau das erste Kind. „Ich finde das hier sehr umfangreich, informativ und bin bis jetzt sehr zufrieden hier“, sagt er.

Seine Frau Nadine beschäftigt vor allem eine Frage: Was tun, wenn ein Baby keine Luft mehr bekommt? „Wie man das Baby nachher hält“, sagt sie, sei für sie besonders wichtig.

Auch Marlies aus Erle sitzt aufmerksam im Kursraum. Ihre Tochter hat vor vier Monaten ein Baby bekommen. „Ich finde es einfach wichtig als Oma, dass die Eltern wissen in gefährden Situationen, wenn dem Baby was passiert, was man da macht“, erzählt sie. „Und auch als Oma, wenn ich da zufällig in der Nähe bin, dass ich da vielleicht auch mal was helfen könnte.“

Erste Hilfe am Kind: Neuer Kurs in Raesfeld zeigt Eltern den Ernstfall
Foto: Petra Bosse

Wenn der Spielplatz plötzlich zum Notfall wird

Eine Teilnehmerin berichtet von einem Erlebnis am Pröbstingsee. Dort sei ein Kind von einem Turm gestürzt.

„Dann denkst du dir, ach du meine Güte, was machst du in dieser Situation?“, erzählt sie. Genau deshalb wolle sie lernen, in solchen Momenten ruhig zu bleiben.

Im Kursraum wird derweil weiter geübt. Hände drücken auf kleine Brustkörbe. Die iPads zeigen den Rhythmus an. Draußen wird es langsam dunkel, drinnen wächst bei vielen Teilnehmern vor allem eines: das Gefühl, im Ernstfall nicht hilflos zu sein.

Weiter Informationen zu Kurzen, Termine, Preise gibt es auf der Hompage:

Golfyankeemike

Bildstock St. Martin restauriert: Maiandacht im Roringshook geplant

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Der Bildstock St. Martin am Hof Roring im Roringshook ist erneut restauriert worden. Das denkmalgeschützte Bauwerk wurde im April 2026 instand gesetzt, nachdem Witterungseinflüsse Schäden verursacht hatten. Die Kolpingsfamilien Raesfeld und Erle laden aus diesem Anlass zu einer gemeinsamen Maiandacht am 27. Mai ein.

Segensstation erinnert an Geschichte der Kolpingfamilie

Der Bildstock St. Martin wurde im September 1935 eingeweiht. Anlass war damals das 25-jährige Bestehen der Kolpingfamilie Raesfeld. Der Bildstock ist 3,5 Meter hoch und insgesamt fünf Meter breit. Errichtet wurde die Anlage aus Bruchsteinen und Klinker.

Werner Heisterklaus bei der Arbeit.
Werner Heisterklaus bei der Arbeit. Foto: Kolping

Das Relief aus Muschelkalk mit der Darstellung des Heiligen Martin, der seinen Mantel teilt, fertigte der gebürtige Raesfelder Bildhauer Josef Meinert in München an. Der damalige Hofeigentümer Roring stellte die Fläche für den Bau zur Verfügung und spendete Bruchsteine aus dem Keller seines Hauses, das zuvor bei einem Brand zerstört worden war. Die Planung übernahm Architekt Ostendorf, der auch die Bauaufsicht leitete.

Klemens Osterholt bei der Arbeit an der Segensstation in Raesfeld
Klemens Osterholt bei der Arbeit an der Segensstation in Raesfeld. Foto: Kolping

Verfall durch Flurbereinigung

In den 1960er Jahren wurde die Station infolge der Flurbereinigung von einer öffentlichen Zufahrt abgeschnitten. Heute liegt das Denkmal direkt an der Umgehungsstraße B 70. Die Umgebung verfiel zunehmend und auch das Bauwerk wurde stark beschädigt.

Zum 75-jährigen Vereinsjubiläum der Kolpingfamilie Raesfeld erfolgte 1992 eine umfangreiche Restaurierung. Gleichzeitig wurde die Station als „zeitgeschichtliches Denkmal“ unter Denkmalschutz gestellt.

Foto: Kolping

Erweiterung im Jahr 2001

Im Mai 2001 wurde die ehemalige Fronleichnamsstation nach einer Neugestaltung erneut eingesegnet. Seitdem befinden sich auf der Rückseite zum Hof Roring ein Bildrelief „Maria Himmelskönigin“ sowie ein Kreuz. Beide Arbeiten stammen vom Raesfelder Bildhauer Ferdi Löchteken.

Schäden im Frühjahr 2026 beseitigt

Auch in den vergangenen Jahren setzte die Witterung dem Denkmal weiter zu. Deshalb mussten im April 2026 erneut Schäden behoben werden. Nach Vorgaben der Denkmalbehörde wurden beschädigte und gerissene Fliesen ersetzt sowie Fugen erneuert.

Die Arbeiten führten Klemens Osterholt aus Weseke, Restaurator im Maurerhandwerk, und Werner Nagel von der Kolpingfamilie Raesfeld aus. Werner Heisterklaus entfernte zudem den Bewuchs zwischen den Bruchsteinen und strich die Hinweistafel an der Heidener Straße Ecke Roringshook neu.

Klemens Osterholt und Werner Nagel.
Klemens Osterholt und Werner Nagel. Foto: Kolping

Maiandacht am 27. Mai

Nach Abschluss der Arbeiten lädt die Kolpingfamilie Raesfeld gemeinsam mit der Kolpingfamilie Erle zur Maiandacht an die restaurierte Segensstation ein. Die Andacht beginnt am Mittwoch, 27. Mai 2026, um 18 Uhr im Roringshook.

Teilnehmer aus Erle, die mit dem Fahrrad anreisen möchten, treffen sich bereits um 17.15 Uhr zur gemeinsamen Abfahrt am neuen Dorfplatz.

Jerry Leger live – Konzert in der Schmiede im Schloss Raesfeld

Ein ungewöhnlicher Konzertabend erwartet Musikfans in Raesfeld. Der kanadische Singer-Songwriter Jerry Leger gastiert am 22. Mai in der Schmiede des Schlosses. Der Eintritt ist frei, die Atmosphäre verspricht Nähe und Authentizität.

Konzert in besonderer Kulisse

Am 22. Mai macht der kanadische Musiker Jerry Leger im Rahmen seiner Europa-Tour Station in Raesfeld. Veranstaltungsort ist die Schmiede der Akademie des Handwerks im Schloss Raesfeld. Die Werkstatt ist sonst nicht öffentlich zugänglich und wird für diesen Abend zum Konzertort.

Die raue und direkte Umgebung der Schmiede schafft eine besondere Nähe zwischen Künstler und Publikum. Sollte der Andrang groß sein, wird zusätzlich die benachbarte Steinmetzwerkstatt geöffnet.

Etablierter Songwriter aus Kanada

Jerry Leger, geboren und aufgewachsen im Osten Torontos, zählt seit Jahren zu den prägenden Stimmen der kanadischen Songwriter-Szene. Mit zahlreichen Veröffentlichungen und internationalen Tourneen hat er sich auch über Kanada hinaus einen Namen gemacht.

In Raesfeld tritt er gemeinsam mit seinem Schlagzeuger Kyle Sullivan auf. Geplant ist ein rund 90-minütiges Live-Set.

Werkstattkonzert als neues Konzept

Das Konzert ist Teil eines neuen Ansatzes der Akademie des Handwerks. Ziel ist es, die Werkstätten gezielt für ein jüngeres Publikum zu öffnen und als Orte der Begegnung erlebbar zu machen.

Die besondere Atmosphäre der Schmiede verleiht dem Konzert dabei einen eigenen Charakter, der sich deutlich von klassischen Veranstaltungsorten unterscheidet.

Eintritt frei, Spenden erwünscht

Der Eintritt ist frei. Stattdessen freuen sich die Künstler über eine freiwillige Spende in Form einer Hutspende. Getränke dürfen von den Besucherinnen und Besuchern selbst mitgebracht werden.

Da die Schmiede auch im Sommer eher kühl bleibt, wird warme Kleidung empfohlen. Das Konzert findet ohne Bestuhlung als Stehkonzert statt. Sollte der Andrang groß sein, wird zusätzlich die benachbarte Steinmetzwerkstatt geöffnet.

Termin und Details

  • Termin: 22. Mai 2026
  • Ort: Schmiede, Akademie des Handwerks, Schloss Raesfeld
  • Einlass: 19:00 Uhr
  • Beginn: 19:30 Uhr
  • Eintritt: frei, Spenden willkommen

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Knotenpunkt 64 führt jetzt direkt zum Wasserschloss Raesfeld

Wer künftig den Knotenpunkt 64 im NRW-Knotenpunktsystem ansteuert, wird nicht mehr in die Raesfelder Ortsmitte geführt, sondern direkt zum Wasserschloss Raesfeld. Der Knotenpunkt wurde in dieser Woche vom bisherigen Standort nahe des Rewe-Marktes an das Schloss verlegt. Gleichzeitig wurde auch der Verlauf des Radwegenetzes leicht angepasst und neu ausgeschildert.

Die Gemeinde Raesfeld setzt seit vielen Jahren auf das Knotenpunktsystem für Radfahrende. Mit der Verlegung liegt nun ein Knotenpunkt weiterhin zentral im Ortskern, der Knotenpunkt 63, während der zweite wichtige Punkt direkt am Schloss angesiedelt ist. Gemeinsam mit dem Kreis Borken wurde die Umsetzung in dieser Woche abgeschlossen.

Schloss als zentraler Anlaufpunkt für Radfahrende

Nach Angaben der Tourist-Info Raesfeld soll die neue Position des Knotenpunkts den touristischen Standort weiter stärken.

„Viele Touristinnen und Touristen planen ihre Fahrradtouren über das Knotenpunktsystem. Daher ist es touristisch attraktiv und sinnvoll, einen Knotenpunkt auch an unserem Schloss zu platzieren“, erklärt Ina Hufe von der Tourist-Info Raesfeld im Naturparkhaus.

Weiter führt sie aus: „Nahezu täglich haben wir Gäste in der Tourist-Info, die nach Radtouren fragen und sich über unsere neuen Radkarten anhand des Knotenpunkt Systems freuen. Wir erhalten viel positives Feedback zu dem System und den Karten.“

Knotenpunkt 64  für Radroutenplaner im Münsterland Wasserschloss Raesfeld
Der Knotenpunkt 64 für Radroutenplaner im Münsterland liegt nun am Wasserschloss Raesfeld

Radwegenetz neu ausgeschildert

Durch die Verlegung des Knotenpunkts wurde auch der Verlauf einzelner Strecken im Radwegenetz leicht angepasst. Die neuen Verbindungen sind inzwischen ausgeschildert worden. Für Radfahrende soll die Orientierung dadurch einfacher und gleichzeitig touristisch attraktiver werden.

Was bedeutet das Knotenpunktsystem für Radfahrer und Touristen?

Das Knotenpunktsystem in NRW ist ein Orientierungssystem für den Radverkehr. Dabei sind zahlreiche Punkte im Radwegenetz mit Nummern versehen und über ausgeschilderte Strecken miteinander verbunden. Radfahrende können ihre Touren individuell planen, indem sie einfach die gewünschten Knotenpunktnummern notieren und anschließend der Beschilderung folgen.

Gerade für Touristen bietet das System Vorteile. Auch ohne Ortskenntnisse lassen sich Tagestouren oder längere Strecken unkompliziert fahren. In Regionen wie Raesfeld ermöglicht das System zudem eine gute Verbindung zwischen Sehenswürdigkeiten, Gastronomie und Naturzielen. Mit dem neuen Standort des Knotenpunkts 64 rückt nun auch das Wasserschloss Raesfeld stärker in den Mittelpunkt vieler Radtouren.

STADTRADELN 2026: Raesfeld sammelt mehr als 17.000 Kilometer

Auch in Raesfeld wird beim STADTRADELN 2026 weiter kräftig in die Pedale getreten. Bis Freitag, 8. Mai, kamen in der Gemeinde bereits 17.318 Kilometer zusammen. Kreisweit liegt der Kreis Borken mit mehr als 917.000 erradelten Kilometern aktuell bundesweit auf Platz eins. Die Aktion läuft noch bis Donnerstag, 21. Mai 2026.

Kreis Borken verteidigt Spitzenplatz

Nach der ersten Woche des STADTRADELN 2026 zieht der Kreis Borken eine positive Zwischenbilanz. Mit bislang 917.069 gefahrenen Kilometern liegt der Kreis bundesweit weiterhin deutlich an der Spitze. Insgesamt beteiligen sich aktuell 12.716 Menschen in 1.336 Teams an der Aktion.

Landrat Kai Zwicker, Verkehrsdezernentin Elisabeth Schwenzow und Markus Elfering vom Kreis Borken rufen dazu auf, weiter Kilometer zu sammeln.

„Wir wollen den ersten Platz natürlich halten. Daher radeln Sie unverdrossen mit Elan, ganz egal, ob in der Freizeit, auf dem Weg zur Arbeit oder bei Strecken für Erledigungen, jeder Kilometer zählt“, erklären sie.

Kilometer müssen online eingetragen werden

Sarah Fortmann, die das Projekt beim Kreis Borken koordiniert, weist darauf hin, dass alle gefahrenen Strecken online oder über die kostenlose STADTRADELN-App eingetragen werden müssen. Die Kilometer können noch bis zum 28. Mai 2026 nachgetragen werden, sofern die Teilnahme innerhalb des Aktionszeitraums erfolgt ist.

So viele Kilometer wurden bislang gesammelt

Die bisher erradelten Kilometer in den teilnehmenden Kommunen im Kreis Borken:

  • Bocholt: 236.709 Kilometer
  • Borken: 129.031 Kilometer
  • Ahaus: 101.930 Kilometer
  • Gronau: 74.960 Kilometer
  • Vreden: 68.910 Kilometer
  • Stadtlohn: 56.933 Kilometer
  • Rhede: 44.155 Kilometer
  • Reken: 40.307 Kilometer
  • Gescher: 27.763 Kilometer
  • Heiden: 27.156 Kilometer
  • Velen: 21.935 Kilometer
  • Südlohn: 19.096 Kilometer
  • Raesfeld: 17.318 Kilometer
  • Isselburg: 14.677 Kilometer
  • Schöppingen: 12.746 Kilometer
  • Heek: 11.479 Kilometer
  • Legden: 11.267 Kilometer

Friedhof in Erle: Neue Bänke, frische Pflanzen – Ehrenamtliche packen an

Mit mehreren Arbeitseinsätzen haben engagierte Ehrenamtliche den Friedhof in Erle verschönert. Neue Bänke, gereinigte Kriegsgräber und eine neugestaltete Grabstätte prägen jetzt das Bild. Präsentiert wurden die Arbeiten am Donnerstag bei einem Pressetermin auf dem Friedhof.

Der Friedhof in Erle ist nicht nur ein Ort der Trauer, sondern auch ein Ort der Begegnung. Das zeigt sich auch beim regelmäßig stattfindenden Friedhofscafé, bei dem Mitglieder des Pfarreirats und des Kirchenvorstands mit Besuchern ins Gespräch kommen. Aus diesen Gesprächen heraus entstand schließlich die jetzige Aktion. Immer wieder seien Wünsche und Anregungen zur Gestaltung und Pflege des Friedhofs an die Kirchengemeinde herangetragen worden.

Neue Sitzbank auf dem Friedhof in Erle
Neue Sitzbank am Grab der Pastöre. Foto: Petra Bosse

Manche Besucher hätten sich zusätzliche Sitzmöglichkeiten gewünscht, andere hätten auf Bereiche hingewiesen, die nicht mehr gepflegt wirkten.

„Menschen mit offenen Ohren haben das aufgenommen“, so Pastor Dr. Fabian Tilling. Daraus sei schließlich gemeinsam mit Mitgliedern der Krippengruppe und der Kolpingsfamilie Erle mit Wolfgang Schlüter, Klaus Grömping, Josef Oesing, Thomas Rössmann, Ludger Aßkamp, Ludger Uhlenbrock und Johannes Gülker eine größere Verschönerungsaktion entstanden.

Kriegsgräber und Toranlagen gereinigt

Der erste Arbeitseinsatz galt den Kriegsgräbern. „Die Steine der Kriegsgräber wurden alle sauber geschrubbt“, erklärte Ludger Askamp, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Erle. Da die Kriegsgräber der Gemeinde gehören, sei zuvor die Zustimmung des Bürgermeisters notwendig gewesen. „Das hat er auch sehr gerne getan“, so Askamp.

Zusätzlich wurden die stark vermoosten Säulen an den Eingangstoren gereinigt. Auch die Blumenkübel nahmen sich die Ehrenamtlichen vor.

Grabstätte der verstorbenen Pastöre neu gestaltet

Ein weiteres großes Projekt war die Neugestaltung und Reinigung der Grabstätte mit dem großen Kreuz aus Sandstein der verstorbenen Pastöre.

„Hier haben wir erst alles abgeräumt und dann neu gepflanzt, die Hecke neu gemacht und das Kreuz gereinigt“, berichtete Johannes Gülker von der Krippenbaugruppe.

Ehrenamtlicher Arbeitseinsatz am Friedhof Erle
Foto: Privat

Besonders die Reinigung des großen Kreuzes sei aufwendig gewesen. „Da sind wir ein paar Mal dran gewesen, denn der Schmutz saß sehr fest“, sagte Gülker. Mit dem Ergebnis zeigte er sich dennoch zufrieden: „Nun ist es eigentlich schon sehr gut geworden.“

Neue Bänke für Besucher des Friedhofs

Auch drei neue Sitzmöglichkeiten, an der Leichenhalle, am Kreuz und im Bereich der Gedenkstätte Sternenkinder, wurden aufgestellt. Zwei neue Bänke stammen aus Spenden der Volksbank Raesfeld und Erle sowie des Bestattungsinstituts Kai Linneweber (Bestattungen Schwane) Eine weitere Bank wurde von einem privaten Spender finanziert, der jedoch anonym bleiben möchte.

Während der Aufbauarbeiten entstand zudem die Idee, die alten Bänke nicht zu entsorgen, sondern aufzuarbeiten.

Die Betonteile wurden dafür zu Josef Oesing gebracht und sollen nun gereinigt werden. Für die beschädigten Holzlatten sucht die Gruppe nun nach Ersatz.

Unterstützung durch Sponsoren und Kirchengemeinde

Die Neubepflanzung der Grabstätte mit dem großen Kreuz wurde überwiegend durch eine Spende in Höhe von 1000 Euro finanziert. Das Geld stammt aus dem Erlös des Froschkönigs in Raesfeld. Den symbolischen Scheck überreichte Dagmar Vogt persönlich vor Ort.

Ganz ausreichend sei die Summe allerdings nicht gewesen, erklärte Pastor Fabian Tilling. Deshalb habe die katholische Kirchengemeinde weitere 300 Euro beigesteuert.

„Wir konnten leider nicht an den Friedhofshaushalt, weil dieser aktuell sehr defizitär und im negativen Bereich ist“, sagte Tilling. Dennoch habe die Kirchengemeinde andere Möglichkeiten gefunden, das Projekt zu unterstützen.

Besonders dankbar zeigte sich Tilling über die breite Unterstützung aus dem Ort. So stellte die Firma Klaus Röckinghausen beispielsweise kostenlos einen Hubsteiger zur Verfügung.

Sponsoren für die Pflege am Friedhof in Erle
v.l.: Pastor Dr. Fabian Tilling, Dagmar Vogt (Froschkönig Raesfeld), Michael Weddeling (Vorst. Voba Raesfeld-Erle) und Kai Linneweber (Bestattungn Schwane) Foto:Petra Bosse

„Der Friedhof war noch nie so schick wie jetzt“

Die Arbeiten zogen sich über mehrere einzelne Einsatztage hinweg. Teilweise unterstützten auch hauptamtliche Mitarbeiter der Kirchengemeinde die Aktion.

„Ich hätte auch gerne mitgeholfen, konnte aber nicht. Dafür kam von mir leider nur moralische Unterstützung“, sagte Tilling mit einem Lachen. Am Ende zeigte sich der Pastor beeindruckt vom Ergebnis: „Der Friedhof war noch nie so schick wie jetzt. Besten Dank, Männer.“

Gleichzeitig machte Tilling deutlich, dass es Grenzen gebe. Nicht jedes Grab dürfe einfach gepflegt oder verändert werden. „Da können wir nicht einfach sagen, wir gehen da jetzt dran und machen das schön“, erklärte er. Schließlich handele es sich um private Grabstätten der jeweiligen Familien.

Gerade die unterschiedlichen Gestaltungen der einzelnen Gräber machten den Friedhof letztlich aus. „Der Friedhof wird auch durch seine Vielfältigkeit der unterschiedlichen Gestaltung der Gräber schön“, sagte Tilling.

Die Grabstätte der Erler pastöre erstrahlt in neuem Glanz
Die Grabstätte der Erler pastöre erstrahlt, danke der Ehrenamtlichen und der Unterstützer, jetzt in neuem Glanz. Foto: Petra Bosse

Freiheit 24 feiert 50 Jahre mit Weinfest, Bierfest und Kneipenquiz

Die Firma Nießing feiert 2026 ihr 50-jähriges Bestehen und lädt aus diesem Anlass zu mehreren Veranstaltungen an der Freiheit 24 in Raesfeld ein. Mit Weinfest, Bierfest und Kneipenquiz wird der Schlossparkplatz im Juni zur Bühne für Musik, Genuss und gesellige Sommerabende. Besucher dürfen sich zudem auf internationale Gäste, Live-Musik und Public Viewing freuen.

Die Firma Nießing, gegründet 1976 von Hubert Nießing, blickt in diesem Jahr auf ihr 50-jähriges Bestehen zurück. Aus diesem Anlass organisiert das Unternehmen eine abwechslungsreiche Jubiläumsreihe auf dem Schlossparkplatz vor der Freiheit 24 in Raesfeld.

„Die Jubiläumsveranstaltung sorgt dafür, dass es bei uns in diesem Jahr bestimmt nicht langweilig wird rund um die Freiheit 24“, sagt Reinhard Nießing mit Blick auf die bevorstehenden Veranstaltungen.

Weinfest eröffnet die Jubiläumsreihe

Den Auftakt bildet das Weinfest vom 12. bis 14. Juni 2026. In stimmungsvollem Ambiente präsentieren verschiedene Winzer ihre Weine und laden zum Probieren und Verweilen ein. Live-Musik und ein vielfältiges kulinarisches Angebot sorgen an allen drei Tagen für besondere Atmosphäre.

Am Sonntag wird zusätzlich das Spiel der deutschen Nationalmannschaft auf großer Leinwand übertragen. Damit sind beste Voraussetzungen für einen geselligen Ausklang des Wochenendes geschaffen.

Bierfest mit Gästen aus den USA

Nur wenige Tage später folgt das Bierfest am 19. und 20. Juni 2026. Besucher dürfen sich auf verschiedene Biere vom Fass, herzhaftes Essen und zünftige Blasmusik freuen.

Am Freitag sorgt unter anderem die „Böhmische Runde“ aus Rhedebrügge für musikalische Unterhaltung. Ein besonderes Highlight erwartet die Gäste am Samstag: Die „Polka Warriors“ aus den USA reisen eigens mit ihren Instrumenten nach Raesfeld an und bringen internationale Festzeltstimmung auf den Schlossparkplatz.

Auch hier wird das Spiel der deutschen Nationalmannschaft live übertragen.

Raesfeld-Kneipenquiz am 25. Juni

Am 25. Juni 2026 steht dann das Raesfeld-Kneipenquiz auf dem Programm. Ab 19 Uhr können Teams ihr Wissen rund um die Heimat unter Beweis stellen und in geselliger Runde gegeneinander antreten.

Das Startgeld beträgt fünf Euro pro Person. Im Anschluss wird auch an diesem Abend das Spiel der deutschen Nationalmannschaft live auf großer Leinwand gezeigt.

Sommerabende unter freiem Himmel

Gefeiert wird draußen, ganz entspannt unter freiem Himmel auf dem Schlossparkplatz vor der Freiheit 24 in Raesfeld. Eine lockere Atmosphäre, viel Platz zum Zusammensitzen und die besondere Kulisse machen alle drei Veranstaltungen zu Sommerabenden, die man gerne gemeinsam verbringt.

Fußball-Weltmeisterschaft

Darüber hinaus dürfen sich Fußballfans auf weitere Public-Viewing-Abende freuen. Alle weiteren Spiele der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft werden ebenfalls auf großer Leinwand übertragen, sofern das Team die Vorrunde übersteht und im Turnierverlauf weiterkommt.

Mit der Jubiläumsreihe möchte Reinhard Nießing nicht nur auf 50 erfolgreiche Jahre zurückblicken, sondern vor allem Danke sagen, an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kunden, Partner und alle Wegbegleiter, die den Betrieb über viele Jahre begleitet und geprägt haben.

Weiterer Termin bereits angekündigt

Auch über den Juni hinaus ist bereits ein weiterer Termin geplant. Im Rahmen von „Raesfeld in Sommerlaune 2026“ wird am 31. Juli das Duo Kruse & Blanke an der Freiheit 24 für Unterhaltung sorgen.

Nahversorger in Rhade: Rat diskutiert mögliche Folgen für Raesfeld

Dürfen die Supermärkte in Rhade größer werden, obwohl dadurch möglicherweise Kunden aus Raesfeld und Erle abwandern? Genau um diese Frage ging es am Montagabend im Raesfelder Rat. Hintergrund ist die geplante Erweiterung der beiden Lebensmittelmärkte im Nahversorgungszentrum Rhade. Die Gemeinde Raesfeld soll dazu nun eine Stellungnahme bei der Stadt Dorsten abgeben.

Die Stadt Dorsten plant, die bestehenden Märkte im Nahversorgungszentrum Rhade deutlich zu vergrößern. Der Aldi-Markt soll von bislang 751 auf 1.100 Quadratmeter erweitert werden. Der Edeka-Markt soll künftig statt 1.349 dann 1.800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. Weil sich solche Veränderungen auch auf Nachbarorte auswirken können, wurde die Gemeinde Raesfeld offiziell beteiligt.

Erwiterung Edeka-Honsel in Rhade
Der Edeka-Markt soll künftig statt 1.349 dann 1.800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. Foto: Petra Bosse

Gutachten sieht Auswirkungen, aber keine Gefahr

Im Auftrag der Stadt Dorsten wurde eine Auswirkungsanalyse erstellt. Darin wurden auch mögliche Folgen für die Nahversorgung in Raesfeld und Erle untersucht.

Das Gutachten geht davon aus, dass die größeren Märkte in Rhade künftig Kaufkraft aus Raesfeld abziehen könnten. Für die Lebensmittelmärkte im Ortszentrum von Raesfeld, also Rewe, K+K und Aldi, werden Umsatzverschiebungen von bis zu 600.000 Euro pro Jahr erwartet. Das entspricht maximal vier Prozent der bisherigen Umsätze.

Für den Ortsteil Erle rechnet die Analyse mit Umsatzverlagerungen von rund 300.000 Euro jährlich beziehungsweise bis zu sechs Prozent. Betroffen wäre dort vor allem der Edeka-Markt.

Nach Einschätzung der Gutachter sind außerdem deutliche Überschneidungen der Einzugsgebiete erkennbar. Dadurch könnte sich der Wettbewerb insbesondere für den Edeka-Markt in Erle verschärfen.

Trotzdem kommt das Gutachten insgesamt zu dem Ergebnis, dass keine städtebaulich negativen Auswirkungen zu erwarten seien. Weder die Entwicklungsmöglichkeiten der bestehenden Märkte noch die wohnortnahe Versorgung in Rhade, Lembeck oder Raesfeld seien demnach gefährdet.

Verwaltung sieht Risiken für Raesfeld

Ganz unkritisch sieht die Raesfelder Verwaltung die Entwicklung dennoch nicht. In der Stellungnahme heißt es, dass auch kleinere Umsatzverluste langfristig Auswirkungen auf bestehende Geschäfte haben könnten. Besonders der Edeka-Markt in Erle könnte nach Einschätzung der Verwaltung unter stärkerem Wettbewerbsdruck stehen.

Bürgermeister Dirk Kuhmann sprach sich deshalb dafür aus, die Interessen der Gemeinde deutlich zu vertreten. „Wir müssen uns zu den Plänen in Rhade im Sinne unserer eigenen Wirtschaftsförderung äußern“, sagte Kuhmann im Rat. Wenn größere Märkte in Rhade Kunden aus Raesfeld abziehen würden, könne die Gemeinde dazu nicht schweigen.

Der Bürgermeister ergänzte: „Wir werden schlecht beraten, wenn wir uns gar nicht dazu äußern werden.“ Wichtig sei es, „dass wir im Sinne der Wirtschaftsförderung unsere Position verteidigen“.

Positiv bewertete Kuhmann dagegen, dass in Rhade kein zusätzlicher Drogeriemarkt geplant sei. „Ich begrüße es, dass da kein Rossmann gebaut wird. Das finde ich wichtig mit Blick auf unseren Einzelhandel“, sagte er.

Diskussion über Gegengutachten

Im Rat wurde auch darüber gesprochen, ob die Gemeinde ein eigenes Gegengutachten in Auftrag geben sollte.

Andreas Erzkamp (SPD) verwies darauf, dass sich die Stadt Dorsten in ähnlichen, beispielsweise Heiden, ebenfalls gegen Erweiterungen von Lebensmittelmärkten ausgesprochen habe. Deshalb müsse auch Raesfeld seine Interessen deutlich vertreten.

Bürgermeister Dirk Kuhmann hielt ein zusätzliches Gutachten allerdings für wenig sinnvoll. „Unseren Erfahrungen heraus, ist das nicht zielführend“, erklärte er.

FDP kritisiert Stellungnahme deutlich

Deutliche Kritik kam dagegen von FDP-Fraktionsvorsitzendem Christoph Stephan. Er sah die Stellungnahme der Verwaltung kritisch. „Das schreit alles nach Planwirtschaft“, sagte Stephan. Schließlich stehe es grundsätzlich jedem Betreiber frei, seinen Markt zu erweitern.

Die Stellungnahme bezeichnete er als „scharfzündigen Papiertiger“. Außerdem fragte Stephan: „Was wollen wir damit erreichen, was sollen wir damit hier? Sollen wir den anderen Geschäften ins Sortiment reinreden wollen?“

Henry Tünte, Fraktionsvorsitzender der Grünen, widersprach dieser Sichtweise. Es sei durchaus üblich, dass Kommunen in solchen Verfahren ihre Interessen vertreten würden. „Wir haben keinen Turbo-Kapitalismus bei uns“, sagte Tünte.

Auch Volker van Wasen von der UWG unterstützte die Beschlussvorlage der Verwaltung.

Stellungnahme bis Mai möglich

Die Gemeinde Raesfeld kann ihre Stellungnahme noch bis zum 22. Mai 2026 bei der Stadt Dorsten einreichen.

Direkten Einfluss auf die Entscheidung hat Raesfeld allerdings nicht. Die endgültige Entscheidung über die Erweiterung der Nahversorger in Rhade trifft die Stadt Dorsten.

Hilfe bei Grauem Star vor Ort für die Ärmsten: Stiftung BESSER SEHEN im Einsatz in Uganda

Die Stiftung BESSER SEHEN führt ihr internationales Engagement fort und bereitet einen weiteren medizinischen Einsatz in Gulu, Uganda, vor. Ein erstes Team ist bereits aufgebrochen, um vor Ort die technischen und infrastrukturellen Grundlagen zu schaffen.

Vorbereitung schafft stabile Grundlagen

Mitarbeitende der Firma Hemker Elektrotechnik aus Wüllen, die die Arbeit der Stiftung bereits seit mehreren Jahren unterstützen, haben sich gemeinsam mit Verwaltungsleiter Matthias Müller von den Augenärzten Gerl & Kollegen auf den Weg gemacht. Vor Ort sollen sie die notwendigen technischen und infrastrukturellen Vorbereitungen treffen.

Im Mittelpunkt dieses ersten Einsatzes steht die technische Weiterentwicklung der von der Stiftung BESSER SEHEN gegründeten Augenklinik in Gulu. Insbesondere die Energieversorgung sowie medizinisch-technische Abläufe werden überprüft und optimiert, um einen reibungslosen Ablauf des nachfolgenden medizinischen Einsatzes sicherzustellen.

Medizinisches Team folgt

Für das siebenköpfige Team der Augenärzte Gerl & Kollegen hieß es am Donnerstag Kofferpacken. In den frühen Morgenstunden des Freitags war der Start Richtung Flughafen Amsterdam und weiter über Ruanda nach Uganda geplant. Die Ankunft in Gulu war für Samstagabend vorgesehen. Unmittelbar danach sollten die Vorbereitungen für die bevorstehenden Augenoperationen beginnen.

Eye Camp mit Operationen und Untersuchungen

Während des Eye Camps stehen operative Kataraktbehandlungen und augenärztliche Untersuchungen im Mittelpunkt. Parallel dazu wird großer Wert auf die enge Zusammenarbeit und den fachlichen Austausch mit lokalen Kolleginnen und Kollegen gelegt. Ziel ist es, vorhandenes Wissen zu teilen, Kompetenzen weiter auszubauen und die nachhaltige Versorgung vor Ort zu stärken.

Langfristige Perspektiven im Fokus

Die Stiftung BESSER SEHEN verfolgt das Ziel, die augenärztliche Versorgung in strukturschwachen Regionen dauerhaft zu verbessern. Neben der unmittelbaren Hilfe für Patientinnen und Patienten steht deshalb insbesondere der Aufbau stabiler Strukturen und die Stärkung lokaler Kompetenzen im Mittelpunkt aller Einsätze.

Über die Stiftung BESSER SEHEN

Die Stiftung BESSER SEHEN engagiert sich weltweit für eine bessere augenärztliche Versorgung. Durch medizinische Einsätze, Ausbildungsinitiativen und infrastrukturelle Unterstützung trägt sie dazu bei, Menschen mit eingeschränktem Zugang zu Augenmedizin nachhaltig zu helfen.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Stiftung und ihren Projekten finden Sie unter: https://stiftung-bessersehen.de

#49 Monatsrückblick: Diskussionen, Engagement und Bewegung im Ort

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In dieser Folge des Raesfeld Podcasts schauen wir auf den April zurück: Ein Millionenprojekt sorgt weiter für Diskussionen, in Erle sorgt der neue Dorfplatz weiter für Gesprächsstoff, und bei Wettkämpfen, Festen und Aktionen wird deutlich, wie aktiv das Leben in der Gemeinde ist.

Wir starten mit einem der größten Themen des Monats:

Der geplante Ausbau der Kläranlage bleibt weiter offen. Die Investition würde mehrere Millionen Euro kosten. Politik und Verwaltung wollen zunächst genau prüfen, wie notwendig und wirtschaftlich die Maßnahme ist. Eine Entscheidung wurde deshalb vertagt, um mehr Klarheit zu gewinnen.

Hier geht’s zum Artikel: Kläranlage Raesfeld: Ausbau für 5,7 Mio. Euro vertagt

Ein personeller Wechsel steht in der Verwaltung an:

Ab Oktober übernimmt Sabrina Greiwe die Wirtschaftsförderung. Sie soll Unternehmen unterstützen, Netzwerke stärken und neue Impulse für die Entwicklung der Gemeinde setzen.

Hier geht’s zum Artikel: Neue Wirtschaftsförderin für Raesfeld: Startet Greiwe startet

Der neue Dorfplatz in Erle sorgt weiter für Gesprächsstoff:

Zwar spricht sich der Ausschuss für den Namen „Dorfplatz Böckenhoff“ aus, doch entschieden ist noch nichts. Hintergrund ist die historische Bedeutung der früheren Hofstelle – gleichzeitig rechnen viele damit, dass sich im Alltag schlicht der Name „Dorfplatz“ durchsetzt. Die finale Entscheidung steht noch aus.

Hier geht’s zum Artikel: Dorfplatz Erle soll „Dorfplatz Böckenhoff“ heißen

Freies Parken in Erle:

Beim Schützenfest und beim Dorfplatzfest wird der Parkplatz des Edeka-Marktes kostenlos geöffnet. Damit reagiert man auf die angespannte Parksituation bei größeren Veranstaltungen und schafft mehr Komfort für Besucher.

Hier geht’s zum Artikel: Freies Parken EDEKA Erle bei Veranstaltungen

Ein wichtiges Thema über die Gemeinde hinaus:

Im Kreis Borken startet ein neues Schutzkonzept für Frauen. Mit dem Projekt „Luisa ist hier“ entstehen neue Anlaufstellen für Frauen und Mädchen im gesamten Kreisgebiet. Ziel ist es, schnelle und unkomplizierte Hilfe in unangenehmen oder bedrohlichen Situationen zu ermöglichen.

Hier geht’s zum Artikel:  Schutzkonzept Kreis Borken: „Luisa ist hier“ startet

Jetzt zum Sport – mit einem besonderen Ereignis:

Bei der Kinderleichtathletik des TSV Raesfeld traten rund 100 Kinder in einem Team-Wettkampf gegeneinander an. In Disziplinen wie Laufen, Springen und Werfen zählte nicht nur die Einzelleistung, sondern vor allem der Teamgeist.

Der Wettkampf zeigte: Bewegung soll Spaß machen – unterstützt von vielen Helfern und begleitet von Eltern und Zuschauern wurde der Tag zu einem echten Gemeinschaftserlebnis.

Hier geht’s zum Artikel: Kinderleichtathletik TSV Raesfeld begeistert 100 Kinder

Auch musikalisch war im April etwas los:

Am 19. April fand der Tag der offenen Tür mit Schnupperprobe der Fanfaren Raesfeld statt. Besucher konnten Instrumente ausprobieren, erste Töne spielen und die Vereinsarbeit hautnah erleben. Dabei wurde besonders deutlich, wie wichtig Nachwuchsarbeit und Gemeinschaft für den Verein sind.

Hier geht’s zum Artikel: Fanfaren Raesfeld: Schnupperprobe beim Tag der offenen Tür

Ladestation Erle kommt: Erste Ladesäule für den Ortsteil

Die Ladestation Erle kommt. Am Ende der Ratssitzung am Montag (4.5.) teilte Bürgermeister Dirk Kuhmann die gute Nachricht mit. Die erste öffentliche Ladesäule soll auf dem Parkplatz hinter der Volksbank entstehen.

Ladestation Erle geht auf SPD-Antrag zurück

Der Beschluss zur Ladestation Erle geht auf einen Antrag der SPD-Fraktion zurück. Bereits im März hatte die SPD gefordert, die Infrastruktur auszubauen.

In Raesfeld gibt es mehrere öffentliche Lademöglichkeiten. In Erle hingegen gab es bislang keine. Deshalb sollte dieses Ungleichgewicht beendet werden. Ziel sei eine Grundversorgung auch im Ortsteil.

Gespräche führen zur Lösung für Ladestation Erle

Nach Angaben der Verwaltung habe es parallel Gespräche mit den Gemeindewerke gegeben. „Wir haben ziemlich zeitgleich Gespräche mit Emergy geführt, und uns darauf verständigt, dass die Gemeindewerke eine neue Ladesäule errichten.“

Die Ladestation Erle soll erweiterbar sein. So kann die Gemeinde später nachrüsten. Damit bleibt die Lösung flexibel.

Preise und Tarife im Blick

Auch die Kosten waren Thema im Rat. Henry Tünte (Grüne) fragte nach den Preisen.

Daniel Knufmann (Verwaltung) erklärte, dass es große preisliche Unterschiede gebe. Er gehe aktuell von rund 35 Cent pro Kilowattstunde aus.

Lob für schnelle Umsetzung

Die Entscheidung wurde positiv aufgenommen. SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Erzkamp sagte: „Herzlichen Dank für die Turboumsetzung des Antrags.“

Mit der Ladestation Erle entsteht erstmals eine öffentliche Lademöglichkeit im Ortsteil. Ein Termin für die Inbetriebnahme wurde noch nicht genannt.

Raupen am Apfelbaum: „Raupe Nimmersatt“ frisst sich durch Blätter – was tun?

Ärgerlich für viele Gartenbesitzer: Am Apfelbaum tauchen plötzlich zerfressene Blätter auf. Dahinter steckt oft ein kleiner, aber gefräßiger Verursacher. Die gute Nachricht: Wer früh reagiert, bekommt das Problem schnell in den Griff.

Fraßspuren und Gespinste am jungen Baum

Vor allem in den oberen Bereichen zeigen sich die Schäden. Blätter sind angefressen, teilweise eingerollt und mit feinen Fäden überzogen. Genau dort sitzen die Raupen. Sie nutzen diese Gespinste als Schutz und fressen die Blattflächen von innen heraus. Übrig bleiben durchlöcherte oder fast durchsichtig wirkende Blätter.

Solche Fraßspuren treten häufig bei jungen Apfelbäumen auf. Besonders betroffen sind die frischen Triebspitzen, weil die Blätter dort weich und saftig sind.

Fraßspuren durch Raupen am Apfelbaum
Typische Fraßspuren an Blättern. Foto: Petra Bosse

So wirst du die Raupen schnell los

Wenn du den Befall früh erkennst, reichen einfache Maßnahmen:

  • Befallene Triebspitzen abschneiden und im Restmüll entsorgen
  • Gespinste aufreißen und Raupen absammeln
  • Blätter regelmäßig auch auf der Unterseite kontrollieren

Schon diese Schritte reduzieren den Befall deutlich.

Biologische Hilfe bei stärkerem Befall

Bleiben Raupen aktiv oder entstehen neue Gespinste, hilft ein biologisches Mittel. Präparate mit Bacillus thuringiensis wirken gezielt gegen Raupen. Die Anwendung erfolgt am besten abends, wenn die Tiere fressen.

Andere Insekten oder der Baum selbst werden dadurch nicht geschädigt.

Der Baum erholt sich wieder

Trotz der Schäden bleibt der Apfelbaum in der Regel stabil. Gesunde Blätter im unteren Bereich zeigen, dass die Versorgung funktioniert. Nach dem Entfernen der Raupen treibt der Baum wieder neu aus.

Wichtig ist jetzt eine gute Pflege. Regelmäßiges Gießen und ein freier Bereich rund um den Stamm helfen dem jungen Baum, sich zu regenerieren.

Raupenbefall-Blätter am Apfelbaum durch kleine des kleine Frostspanner
Raupenbefall-Blätter am Apfelbaum durch kleine des kleine Frostspanner. Foto: Petra Bosse

Hintergrund: Das ist die Frostspanner-Raupe

Bei dem Verursacher handelt es sich sehr wahrscheinlich um die Raupe des Kleinen Frostspanners. Diese ist hellgrün, leicht durchsichtig und besitzt feine helle Streifen entlang des Körpers. Typisch ist auch ihre Fortbewegung: Sie krümmt den Körper beim Laufen katzenbuckelartig.

Die Raupen schlüpfen im Frühjahr und fressen bevorzugt an Obstbäumen wie Apfel, Kirsche oder Pflaume. Besonders junge Bäume sind anfällig, da ihre Blätter weich und nährstoffreich sind. Der Befall tritt meist nur für einige Wochen auf und klingt danach von selbst wieder ab.

Reifen-Diebstahl in Raesfeld-Erle: Täter steigen über Zaun ein

Unbekannte haben in der Nacht zu Donnerstag mehrere Reifen aus einem Lager an der Steinstraße in Erle entwendet. Die Polizei bittet um Hinweise.

Täter überwinden Zaun zum Gelände

Nach Angaben der Polizei hätten sich die Täter zwischen dem 29. April 2026, 23.00 Uhr, und dem 30. April 2026, 03.15 Uhr, Zugang zu einem Gelände an der Steinstraße in Raesfeld-Erle verschafft. Dazu hätten sie einen Zaun überwunden und seien so zu dem Reifenlager gelangt.

Dunkle Kleidung und auffällige Schuhe

Die Unbekannten hätten dunkle Kapuzenpullover getragen. Eine Person sei mit Nike-Schuhen, eine weitere mit Sketchers-Sneakern bekleidet gewesen.

Schadenshöhe noch unklar

Wie die Polizei mitteilt, hätten die Täter mehrere Reifen aus dem Lager entwendet. Zur Schadenshöhe konnten zum Zeitpunkt der Anzeigenaufnahme noch keine Angaben gemacht werden.

Polizei sucht Zeugen

Das Kriminalkommissariat in Borken nehme Hinweise unter Tel. (02861) 9000 entgegen.

Einbruch in Einfamilienhaus am Südring in Raesfeld

Unbekannte sind am Donnerstagvormittag in ein Wohnhaus am Südring eingedrungen. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Täter dringen gewaltsam ein

Nach Angaben der Polizei hätten sich bislang unbekannte Täter am 30. April 2026 zwischen 9.15 Uhr und 12.15 Uhr gewaltsam Zugang zu einem Einfamilienhaus am Südring in Raesfeld verschafft. Die Räume seien durchsucht worden.

Keine Beute gemacht

Wie die Polizei mitteilt, hätten die Täter das Haus ohne Beute wieder verlassen. Hinweise auf mögliche Tatverdächtige lägen derzeit nicht vor.

Polizei bittet um Hinweise

Das Kriminalkommissariat in Borken nehme Hinweise unter Tel. (02861) 9000 entgegen.

Raesfelder Mathetalente glänzen auf Landesebene

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Großer Erfolg für die Sebastianschule: Beim Bolyai-Wettbewerb holt die Schule erneut den Landessieg, dazu kommen zahlreiche Auszeichnungen beim Känguru-Wettbewerb. Innerhalb weniger Tage stehen gleich zwei Mathe-Events im Mittelpunkt des Schullebens in Raesfeld.

Neunter Landessieg beim Bolyai-Wettbewerb

Die Raesfelder Mathetalente glänzen auf Landesebene und setzen ihre Erfolgsserie fort. Beim internationalen Teamwettbewerb „Bolyai“ sicherten sich die Grundschüler der Sebastianschule zum neunten Mal in Folge den Titel des Landessiegers, und das bei ihrer neunten Teilnahme.

Das Team „Die schlauen Kickflips“ aus der Klasse 3d mit Mats Finke, Matti Sieverding, Helena Suer und Sina Meyer erreichte 155 Punkte und setzte sich damit gegen 34 weitere Teams durch. Bundesweit verpasste die Gruppe nur knapp den ersten Platz, lediglich ein Team aus Tübingen lag einen Punkt vor ihnen. Insgesamt nahmen 2026 rund 630 Grundschulteams aus dem dritten und vierten Schuljahr teil.

Mathetalente der St. Sebastian-Grundschule Raesfeld
Foto: Presse

Auch die weiteren Platzierungen zeigen das hohe Niveau:

  • Landesweit Klasse 3: „3-Mix“ Platz 2, „Die Klugscheißer“ Platz 3, „Die Mathegirls“ Platz 4, „Die schlauen Füchse“ Platz 6
  • Regionalgruppe Münster, Detmold, Arnsberg Klasse 4: „Die coolen Vier“ Platz 4, „Die vier Einsteins“ Platz 6

Konrektor Manfred Grömping betonte bei der Ehrung: „Dass wir diesen Wettbewerb so regelmäßig gewinnen, ist keineswegs selbstverständlich. Es ist ein Beweis für die besondere Motivation unserer Schüler und die engagierte Förderung im mathematischen Bereich.“

Känguru-Wettbewerb bringt weitere Auszeichnungen

Die Raesfelder Mathetalente glänzen auf Landesebene auch im Einzelwettbewerb. Beim bundesweiten „Känguru“-Wettbewerb erzielten mehrere Schülerinnen und Schüler Spitzenplätze.

Johann Büsken aus der Klasse 3b gewann einen ersten Preis. Zusätzlich erhielt er das begehrte T-Shirt für den weitesten „Kängurusprung“, also die längste Serie richtig gelöster Aufgaben hintereinander.

Weitere Preisträger:

  1. Preis: Tamme Gudel, Mats Finke, Frederic Klein, Marlon Kube
3, Preis: Emil Löchteken, Joris Vennhoff, Linus Rotthaus

    Große Bühne für junge Rechentalente

    Die Ehrungen fanden im Forum der Sebastianschule statt. Unter dem Applaus ihrer Mitschüler nahmen die Kinder ihre Urkunden und Sachpreise entgegen.

    Die Veranstaltungen machten deutlich, dass die Raesfelder Mathetalente auf Landesebene glänzen und Mathematik an der Sebastianschule einen besonderen Stellenwert hat. Die Kombination aus Förderung, Teamarbeit und Motivation führt seit Jahren zu konstanten Erfolgen.

    Maikranz in Erle hochgezogen: Neue Kappeshoheiten gekrönt

    Neue Kappeshoheiten in Erle: Beim traditionellen Maikranz-Hochziehen am Ständebaum wurden am Donnerstag die neuen Hoheiten gekrönt. Zahlreiche Besucher verfolgten die Inthronisierung bei bestem Frühlingswetter. Neben der Krönung sorgten Vereine, Musik und ein erstes Fest auf dem neuen Dorfplatz für eine besondere Atmosphäre.

    Maikranz Aufhängen am Ständebaum in Erle 2026
    Foto: Petra Bosse

    Neue Kappeshoheiten in Erle offiziell vorgestellt

    Ein Moment mit Symbolkraft: Beim Hochziehen des buntgeschmückten Maikranzes am Ständebaum wurde nicht nur in den Mai gefeiert, sondern traditionell auch ein neues Kappes-Duo anschließend auf dem neuen Dorfplatz gekrönt. Vor zahlreichen Besuchern übernahm Katharina Meyering die Krone von Birgitt Grotendorst und ist damit neue Kappeskönigin.

    Katharina Meyerin ist neue Kappskönigin in Raesfeld
    Katharina Meyering ist die neue Kappskönigin in Raesfeld, gekrönt von Maria Kowalsky (Vorsitzende Ortsmarketing). Foto: Petra Bosse

    An ihrer Seite steht nun Franzi I. Lehmbrock aus Homer als neue Kappesprinzessin. Die Bekanntgabe gestaltete Maria Kowalsky (Vorsitzende Ortsmarketing) bewusst spannend. Die Freude bei der neuen Prinzessin war deutlich zu sehen.

    Ihre Vorgängerin Birgitt Grotendorst blickte zum Abschied auf ihr Amtsjahr zurück: „Es war eine tolle Zeit und es wirklich viel Spaß. In dem Jahr habe ich als Königin viele nette Leute kennengelernt. Der neuen Königin wünsche ich genauso viel Spaß, und der Prinzessin ebenfalls.“

    Die Kappeshoheiten vertreten die Gemeinde Raesfeld insbesondere während des Kappesmarktes.

    Neues Kappesköniging un Prinzesses in Erle inthroniesiert 2026
    Die neue Kappeskönigin Katharina Meyering (l.) die neue Prinzessin Franzi I. Lehmbrock und scheidene Königin Birgitt I. Grotendorst (r.) Foto: Petra Bosse

    Traditioneller Maikranz und Programm auf dem Dorfplatz

    Bevor die neuen Kappeshoheiten in Erle gekrönt wurden, stand das Hochziehen des buntgeschmückten Maikranzes am Ständebaum im Mittelpunkt. Dieser wurde wie in jedem Jahr von der KLJB Erle-Rhade geschmückt und sicher befestigt.

    Für heimatliche Stimmung sorgten die Brejipottspöllers vom Heimatverein mit einem Sketch in plattdeutscher Sprache. Ihr Auftritt gehört für viele Besucher fest zum Ablauf des Abends.

    Bereits zu Beginn begrüßte Maria Kowalsky zahlreiche Beteiligte aus Vereinen und Organisationen sowie die Besucher am Straßenrand. Auch der neue Dorfplatz spielte in diesem Jahr eine besondere Rolle als Veranstaltungsort.

    Dank an Ehrenamt und engagierte Vereine

    Sowohl Maria Kowalsky als auch Bürgermeister Dirk Kuhmann hoben die Bedeutung der vielen helfenden Hände hervor. In seiner Ansprache sagte er: „Erle und der Maibaum, das ist eine langjährige Tradition und wie es bei den Traditionen so ist, die Traditionen leben von Menschen und von der Gesellschaft und vor allem von Menschen, die mit anpacken und die das Ganze am Leben halten.“

    Bürgermeister Dirk Kuhmann beim Maikranz-Aufhängen in Erle 2026
    Bürgermeister Dirk Kuhmann. Foto: Petra Bosse

    Er dankte unter anderem der Landjugend, dem Bürger- und Schützenverein, der Feuerwehr, den Jägern, dem Heimatverein sowie allen weiteren Beteiligten für ihr Engagement.

    Gelungener Auftakt für den neuen Dorfplatz

    Nach dem musikalischen Programm des Blasorchesters Erle Jäger, das unter anderem „Der Mai ist gekommen“ spielte, verlagerte sich die Feier auf den neuen Dorfplatz am HUB Erle.

    Dort sorgte Geschäftsführer Christian Lipfert mit DJ Christian Sanders, kalte Getränken sowie Brat- und Currywurst für einen gelungenen Ausklang. Die Veranstaltung wurde damit auch zu einem ersten Testlauf für den neuen Dorfplatz.

    Mai-Party Dorfplatz und HUB Erle 2026
    Wenn es dunkel wird in Erle. Foto: Petra Bosse

    Die offizielle Eröffnung ist für den 17. Mai geplant und wird von einem Festkomitee der Bürgergenossenschaft Erle eG organisiert.

    Verkaufstalente, Sonnenschein und Kaltgetränke: Mädchen-Kiosk in Erle

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    Drei Freundinnen nutzen den 1. Mai in Erle erneut für ihre eigene Geschäftsidee. Am Suendarper Weg sprechen sie vorbeifahrende Radfahrer direkt an: „Wollt ihr eine Erfrischung?“ Wer anhält, bekommt Kaltgetränke, süße Snacks und kommt schnell ins Gespräch.

    Seit drei Jahren mit eigenem Stand

    Die Idee für den kleinen Kiosk entstand vor drei Jahren. Seitdem organisieren die Mädchen ihren Stand eigenständig. Annika ist zwölf Jahre alt, ihre beiden Freundinnen sind jeweils zehn. Gemeinsam planen sie das Angebot, kaufen ein und bereiten alles vor.

    Verkaufstalente am Kinder-Kios in Raesfeld-Erle
    Hier gibt es alles, was man für eine erfrischende Pause benötigt. Foto: Petra Bosse

    Alles selbst gemacht

    Die Auswahl kann sich sehen lassen. Angeboten werden Brownies, Pizza-Brötchen, Kirschkuchen sowie Käse-Mandarinen-Kuchen. Auch Zitronen-Muffins mit Glasur und Smarties liegen bereit. Dazu gibt es selbstgemachte Limonade sowie Cola, Fanta, Sprite und Apfelschorle.

    „Wollt ihr eine Erfrischung?“ Mit dieser Frage sprechen sie gezielt vorbeifahrende Fahrradfahrer an. Dabei entstehen immer wieder kurze Gespräche mit den Gästen.

    Kinder-Kiosk-Suendarper Weg in Erle
    Petra Bosse

    Einnahmen werden aufgeteilt

    Viele Menschen halten am Stand an, berichten die Mädchen. Die Zutaten finanzieren sie vorab mit geliehenem Geld von ihren Eltern. Nach dem Verkauf bezahlen sie diese Kosten zurück. Der Reinerlös bleibt bei ihnen und wird am Ende durch drei geteilt. Konkrete Summen nennen sie nicht.

    Zahl der Arbeitslosen im SGB II im Kreis Borken leicht angestiegen

    Aktuell 5.780 SGB-II-Arbeitslose im Kreis Borken

    Kreis Borken (pd). Die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen ist im April 2026 leicht angestiegen. Das teilt Landrat Dr. Kai Zwicker jetzt mit. „Mit dem leichten Anstieg im April zeigt sich eine gedämpfte Frühjahrsbelebung. Vor dem Hintergrund der weltwirtschaftlichen Lage und steigender Ölpreise im Zuge des Iran-Konfliktes sind die moderaten Zuwächse im Kreis Borken dennoch vergleichsweise gering zu bewerten – zumal die saisonal positive ‚Schönwetterphase‘ am Arbeitsmarkt begonnen hat“, erklärt Dr. Zwicker. Das „Jobcenter im Kreis Borken“ weist für den Monat April 2026 insgesamt 5.780 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind.

    Im Vergleich zum Vormonat März 2026 ist die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen damit um 35 Personen gestiegen. Im Vorjahres-Vergleich zum April 2025 hat sich die Zahl deutlich um 805 reduziert. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen im Kreisgebiet ist im Vergleich zum Vormonat unverändert geblieben und liegt weiter bei 2,5 Prozent (März 2026: 2,5 Prozent, April 2025: 2,9 Prozent).

    Die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist ebenfalls zurückgegangen: Sie liegt im April 2026 bei 10.778 Personen (-26 Personen gegenüber dem Vormonat). Hierzu gehören auch Männer und Frauen, die aktuell an Eingliederungsmaßnahmen teilnehmen und Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit nicht zur Verfügung stehen. Personen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen nach dem 2. Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen sind, zählen ebenfalls zu dieser Gruppe.

    Inklusive deren Kinder unter 15 Jahren und der weiteren nicht erwerbsfähigen Angehörigen haben im April 15.130 Personen (-93 gegenüber dem Vormonat) in 7.675 Bedarfsgemeinschaften (-34 gegenüber dem Vormonat) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat sind die Zahlen deutlich zurückgegangen: So gab es im April 2025 noch 978 Bedarfsgemeinschaften und sogar 1.290 erwerbsfähige Leistungsberechtigte mehr.

    Die aktuellen Arbeitslosenzahlen im SGB II in den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes sind der beigefügten Grafik zu entnehmen.
    Die Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen. Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig. Die hilfsweisen Quoten sind der ebenfalls beigefügten Grafik zu entnehmen.

    Lamborghini-Unfall B67 Borken-Gemen: Zwei Schwerverletzte

    Nach Angaben der Polizei hat ein Sportwagenfahrer auf der Auffahrt die Kontrolle verloren und ist in den Gegenverkehr geraten. Zwei Menschen wurden schwer verletzt, die Bundesstraße war zeitweise voll gesperrt.

    Unfall auf der B67 in Borken-Gemen

    Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall am Donnerstag, 30.04.2026, gegen 13.00 Uhr auf der B67 in Borken-Gemen. Ein 37-jähriger Autofahrer war mit einem Sportwagen auf die Bundesstraße in Richtung Münster aufgefahren.

    Zeugenaussagen zufolge beschleunigte der Mann auf der Auffahrt Gemen stark. Dabei verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und geriet in den Gegenverkehr.

    Frontalzusammenstoß im Gegenverkehr

    Dort kollidierte der Lamborghini mit dem Pkw einer 60-jährigen Frau aus Heiden. Sie war auf der B67 in Richtung Bocholt unterwegs. Beide Beteiligten erlitten bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen.

    Ein Rettungshubschrauber brachte den Mann aus Herten in eine Unfallklinik. Die Frau wurde vom Rettungsdienst in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert und dort stationär behandelt.

    Vollsperrung zwischen den Abfahrten Gemen

    Die Unfallstelle wurde zwischen den beiden Abfahrten Gemen für die Dauer der Unfallaufnahme vollständig gesperrt. Polizei und Rettungsdienst waren im Einsatz.

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