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Starkes Engagement, volle Kasse: Förderverein der Silvesterschule Erle zieht positive Bilanz

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Der Förderverein der Silvesterschule Erle blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Bei der Mitgliederversammlung im Januar zog der Vorstand eine positive Bilanz. Vorgestellt wurden die Aktivitäten des vergangenen Jahres, die Entwicklung der Mitgliederzahlen sowie die aktuelle finanzielle Lage des Vereins.

Bei der Mitgliederversammlung des Förderverein der Silvesterschule Erle e.V. stand der Rückblick auf das Jahr 2025 im Mittelpunkt. Der Vorstand informierte die anwesenden Mitglieder ausführlich über Projekte, Einnahmen und Ausgaben sowie über personelle Veränderungen.

Rückblick auf Veranstaltungen und Aktionen

Zu Beginn erinnerte der Vorstand an zwei Wahlcafés, die im Zusammenhang mit der Bundestagswahl sowie der Kommunalwahl organisiert wurden. Durch beide Veranstaltungen konnten rund 1.150 Euro erwirtschaftet werden, die vollständig der Vereinskasse zugutekamen.

Ein besonderer Höhepunkt für die Schulkinder war die Aktion „Toter Winkel beim LKW“. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Fördervereins wurde diese Aktion auf dem Schulhof durchgeführt. Mit Unterstützung der Fahrschule Strothmann durften alle Kinder auf dem Fahrersitz eines LKW Platz nehmen und die Gefahren des toten Winkels aus nächster Nähe erleben.

Unterstützung für Schule und Schulleitung

Zum Start der neuen Schulleitung beteiligte sich der Förderverein an der Anschaffung neuer Lernmaterialien. Insgesamt wurden dafür 2.250 Euro bereitgestellt. Die Sparkasse Westmünsterland unterstützte diese Investition mit einem Zuschuss von 690 Euro.

Erstmals fand im vergangenen Jahr nach dem Nikolausumzug ein Nikolausbasar statt, an dem sich auch der Förderverein beteiligte. Die Veranstaltung wurde von Eltern, Kindern und Besuchern sehr gut angenommen und soll künftig fortgeführt werden.

Mitgliederentwicklung und Finanzen

Auch die Mitgliederzahlen entwickelten sich positiv. Im aktuellen Schuljahr konnten 15 neue Mitglieder gewonnen werden. „Die große Anmeldezahl bestärkt uns in unserer Arbeit. Ein besonderer Dank gilt Frau Norkowski, die viel Werbung für den Verein gemacht hat“, sagte der 1. Vorsitzende Jonathan Schmidt.

Finanziell steht der Förderverein weiterhin solide da. Trotz Ausgaben von rund 5.500 Euro im Jahr 2025 wurde ein Überschuss von gut 2.600 Euro erzielt.

Vorstandswahlen und Ausblick

Bei den turnusmäßigen Vorstandswahlen stellte sich Markus Grotendorst aus persönlichen Gründen nicht erneut als Beisitzer zur Wahl. Neu in den Vorstand gewählt wurde Tobias Möhlmann als 2. Vorsitzender. Jonathan Schmidt wurde als 1. Vorsitzender bestätigt. Daniela Krug und Jasmin Schimmack wurden erneut als Beisitzerinnen gewählt.

Mit Blick auf das laufende Jahr sagte Schmidt: „Für das laufende Jahr haben wir bereits sehr viele Wünsche seitens der Schule erhalten. Diese versuchen wir natürlich im Rahmen unserer Möglichkeiten finanziell zu erfüllen.“

Zum Abschluss dankte der Förderverein allen Mitgliedern, Eltern, Helfern, Sponsoren sowie dem gesamten Schulkollegium für die Unterstützung und das erfolgreiche Jahr 2025.

DFB-Mobil begeistert F-Jugend des TSV Raesfeld mit intensivem Hallentraining

Am 7. Februar machte das DFB-Mobil Station beim TSV Raesfeld. Die mit Spannung erwartete Übungseinheit war in die große Sport- und Basketballhalle in Erle an der Silvesterstraße 10 verlegt worden.

Hier boten sich ideale Bedingungen für ein intensives Hallentraining. Kurz nach 12:00 Uhr startete das Demotraining, das vom Deutschen Fußball-Bund gemeinsam mit dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) durchgeführt wurde.

DFB-Mobil beim TSV Raesfeld begeistert F-Jugend
Foto: Ralf Meier

Spielfreude fördern – Selbstbewusstsein stärken

Geleitet wurde die Einheit von den beiden erfahrenen DFB-Trainern Martin Trockel und Thomas Iwanowsky. Im Mittelpunkt stand das Modul „F-/E-Jugend in der Halle“, das mit 16 Kindern der F-Jugend des TSV Raesfeld umgesetzt wurde. Schnell zeigte sich, wie wirkungsvoll moderne, altersgerechte Trainingsmethoden sein können. Viele Ballkontakte, kaum Wartezeiten und durchgehend spielnahe Übungen sorgten für hohe Intensität und sichtbare Begeisterung bei den Kindern.

Trainingsphilosophie Deutschland von Hannes Wolf

Dabei wurde von Beginn an Wert auf maximale Einsatzzeiten gelegt. Die klare Ansage der Teamer lautete, dass von den 90 Trainingsminuten jedes Kind mindestens 75 Minuten aktiv sein sollte. Dieser Anspruch wurde konsequent umgesetzt und unterstrich die zentrale Idee der „Trainingsphilosophie Deutschland“ von Hannes Wolf, DFB-Direktor für Nachwuchs, Training und Entwicklung. Kinder sollen möglichst früh ins Spielen gebracht werden, Entscheidungsfreude soll gefördert werden und der Spaß am Fußball soll im Mittelpunkt stehen.

DFB-Mobil beim TSV Raesfeld begeistert F-Jugend
Foto: Ralf Meier

Praxisnahe Impulse für den Trainingsalltag

Der Besuch des DFB-Mobils ist bewusst als Qualifizierungsmaßnahme für Trainer konzipiert und nicht als Sichtung oder reine Unterhaltungsaktion. Entsprechend wurden die anwesenden Coaches auch in Erle aktiv in das Training eingebunden. Im anschließenden Trainergespräch wurden die Inhalte reflektiert, Fragen zur Trainingsgestaltung diskutiert und Informationen zu aktuellen Qualifizierungs- und Lizenzangeboten von DFB und FLVW vermittelt.

Starker Nachwuchs beim TSV: 70 fußballbegeisterte Kinder in sechs F-Jugend-Teams aktiv

Vom TSV Raesfeld begleiteten Jan Brüheim (C-Lizenz-Trainer) sowie die Trainer Matthias Finke, Peter Sieverding, Florian Henke, Tobi Möhlmann, Michael Franken und Oliver Jagielski die Einheit. Der Austausch mit den DFB-Trainern lieferte zahlreiche praxisnahe Impulse für den Trainingsalltag und bestätigte die engagierte Nachwuchsarbeit des Vereins. Besonders bemerkenswert ist, dass allein in der F-Jugend des TSV Raesfeld rund 70 fußballbegeisterte Kinder in sechs nahezu gleich starken Gruppen aktiv sind. Ein starkes Fundament für die Zukunft.

DFB-Mobil beim TSV Raesfeld begeistert F-Jugend
Foto: Ralf Meier


Bundesweit sind 30 DFB-Mobile im Einsatz, um Amateurvereine direkt vor Ort zu unterstützen, Trainer fortzubilden und zeitgemäße Trainingsmethoden zu vermitteln. Für die Kinder des TSV Raesfeld war dieser Tag vor allem ein besonderes Fußballerlebnis mit jeder Menge Action, Spaß und vielen neuen Eindrücken. Und wer weiß, vielleicht waren sogar einige Profis von morgen am Ball.

Sänger Nilsen findet Kinderkarneval in Raesfeld einfach toll

Bunte Kostüme, volle Reihen und mitreißende Musik: Der Kinderkarneval Raesfeld lockte am Sonntag wieder hunderte Familien ins Festzelt am St. Michael. Höhepunkt des Nachmittags war der Auftritt von Kindersänger Nilsen, der die jungen Jecken mit Electro-Pop zum Mitsingen und Tanzen brachte.

Traditioneller Kinderkarneval Raesfeld eine Woche vor Rosenmontag

Immer wieder sonntags, eine Woche vor Rosenmontag, lädt der RCV zum Kinderkarneval Raesfeld ins Festzelt am St. Michael ein. Auch in diesem Jahr war die Veranstaltung schnell ausverkauft. Bereits kurz nach der Terminbekanntgabe waren alle Karten vergriffen.

Nilsen zum fünften Mal beim Kinderkarneval Raesfeld

Zum fünften Mal stand Nilsen aus Dorsten beim Kinderkarneval Raesfeld auf der Bühne. Eine Stunde lang gestaltete er das dreistündige Programm mit seinen Kinderhits und brachte das Festzelt zum Beben.

Der Sänger, der bürgerlich Nils Mechlinski heißt und aus Rhade stammt, zeigte sich erneut beeindruckt vom Kinderkarneval in Raesfeld. Wörtlich sagte er: „Es war ein rundum toller Nachmittag für Eltern und Kinder mit einem unfassbar guten Programm. Insgesamt ging die Veranstaltung über drei Stunden, eine Stunde davon durfte ich selbst gestalten. Ein ausverkauftes Haus, eine Stunde voller Kinderhits und eine Stimmung, die einfach mitgerissen hat.“

Klein Fans sind begeistert vom Kindersänger Nilsen in Raesfeld beim Karneval 2026
Foto: Privat/Nilsen

Tänze, Funkemariechen und Prinzenpaar sorgen für Höhepunkte

Neben der Musik von Nilsen sorgten die Tänzergruppen für Begeisterung. Auch die Funkemariechen kamen beim Publikum gut an. Das Prinzenpaar setzte mit einem eigenen Showprogramm besondere Akzente.

Nilsen fasste den Nachmittag so zusammen: „Die Tänzer haben mit ihren Performances begeistert, die Funkemariechen waren großartig und auch das Prinzenpaar hat mit einem eigenen Showprogramm für ganz besondere Momente gesorgt. Genau so soll Kinderkarneval sein.“ Zum Abschluss kündigte er bereits seine Rückkehr an: „Ich freue mich schon auf das nächste Jahr!“

Neues Album angekündigt und Sommertermin vormerken

Für die Kinder hatte Nilsen noch eine Überraschung parat. Er verriet:
„Nächsten Monat kommt das neue Album von Nilsen!“ Welche Farbe das Album haben wird, ließ er offen.

Wer Nilsen im Sommer erneut live erleben möchte, sollte sich den 5. Juli vormerken. Dann steht er beim Sparkassen Familientag 2026 im Bürgerpark Maria Lindenhof auf der großen Bühne.

Karneval in Raesfeld: Wenn das Festzelt bebt und der Funke überspringt

Mit einem kräftigen „Raesfeld-Erle-Homer Helau“ und einer donnernden Rakete startete am Samstagabend die Galasitzung der Raesfelder Karnevalisten. Im voll besetzten Festzelt an der Straße Am Michael feierten die Jecken ausgelassen den Auftakt der neuen Session.

Raesfeld-Erle-Homer Helau bei der Galasitzung der Raesfelder Karnevalisten

Wer an diesem Abend in Raesfeld dabei war, brauchte keinen Vergleich mit den großen Karnevalshochburgen zu scheuen. Das Programm zeigte, wie viel Karneval auch im westlichen Münsterland steckt. Eigene Garden präsentierten ihre Tänze, dazu kamen Büttenreden und viel Musik. Das Publikum ging von Beginn an mit.

Galasitzung der Raesfelder Karnevalisten in Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Prinzenpaar stimmt auf die Session ein

Mit einem herzlichen „Helau Raesfeld!“ stimmten Prinz Paul I. und Prinzessin Caro I. gemeinsam mit dem Publikum das Karnevalslied der Session 2025/2026 an. „Wir freuen uns riesig auf eine fabelhafte Session mit euch“, sagten die Tollitäten unter großem Applaus.

Galasitzung der Raesfelder Karnevalisten in Raesfeld

Gäste aus der Partnergemeinde Wehl

Ein besonderes Zeichen der Verbundenheit setzten die Gäste aus der niederländischen Partnergemeinde Wehl. Über 60 Karnevalisten reisten mit einem Reisebus an. Für zusätzliche Stimmung sorgte das niederländische Blasorchester De Eierjongens, das mit seinem Auftritt das Festzelt weiter anheizte.

Karnevalsgäste aus der Partnergemeinde Wehl feiern bei der Galasitzung in Raesfeld
Karnevalsgäste aus der Partnergemeinde Wehl feiern bei der Galasitzung in Raesfeld. Foto: Petra Bosse

Tänze, Musik und viel Applaus

Immer wieder zog das Tanzmariechen die Blicke auf sich. Mit kraftvollen Hebefiguren und spektakulären Sprüngen erntete es großen Applaus. Liveband, Showdarbietungen und Gardetänze sorgten dafür, dass die Stimmung bis in die späten Abendstunden hoch blieb.

Gardetanz und Tanzmariechen begeistern das Publikum beim Karneval in Raesfeld
Gardetanz und Tanzmariechen begeistern das Publikum beim Karneval in Raesfeld. Foto; Petra Bosse

Und das alles im westlichen Münsterland. Der Raesfelder Karnevalsverein zeigt auch in dieser Session, wie moderner Sitzungskarneval vor Ort funktionieren kann. Sitzungspräsident André Schlüß und RCV Geschäftsführer Pascal Rehmann setzen dabei auf eine Mischung aus Tradition und Unterhaltung. Mit Gardetanz, Büttenreden und einem Schlagermix sprechen sie gezielt junge wie ältere Besucher an. Der Anspruch, den Sitzungskarneval attraktiv zu halten, ist spürbar. Und er geht auf.

Pascale Rehmann bei der Galasitzung der Raesfelder Karnevalisten in Raesfeld

Karneval in Raesfeld geht weiter

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Bereits am kommenden Samstag folgt die SuperSause mit Ballermannstar Rumbombe. Danach wird es bunt auf den Straßen der Gemeinde.

Der traditionelle Straßenumzug des RRZ startet um 12.11 Uhr am Rathaus. Mit dabei sind auch Fußgruppen aus den Partnergemeinden Wehl und aus Polen.

Raesfeld-Erle-Homer. Ein dreifaches Helau.

Niederländisches Blasorchester De Eierjongens sorgt für Stimmung bei der Galasitzung in Raesfeld
Niederländisches Blasorchester De Eierjongens sorgt für Stimmung bei der Galasitzung in Raesfeld. Foto: Petra Bosse
Galasitzung der Raesfelder Karnevalisten im voll besetzten Festzelt in Raesfeld
Foto: Petra Bosse

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HUB Erle eröffnet: Ein Dorf zeigt, was gemeinsam möglich ist

HUB Erle, das neue Dorfgemeinschaftshaus eröffnet: Es war noch keine 11 Uhr am Samstagmorgen, da standen sie schon vor der Tür.

Nicht vor irgendeiner Tür, sondern vor dem neuen Dorfgemeinschaftshaus mitten in Erle. Vor dem HUB Erle. Neugierig, erwartungsvoll, manche sichtbar gerührt. Wer zu spät kam, musste sich hinten anstellen. Wer früh da war, hatte Zeit, das zu tun, was Erler gut können: reden, schauen, nicken, lächeln.

Wenn ein Dorf groß denkt und einfach macht

Nach gut einem Jahr Bauzeit wurde das HUB Erle offiziell eingeweiht. Ein Knotenpunkt und Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger aus Erle, Raesfeld, Schermbeck, Borken, Rhade, Dorsten und der Umgebung. Ein Projekt, das es so vermutlich nicht noch einmal gibt. Vielleicht deutschlandweit nicht. Entstanden allein durch die Zeichnung von Genossenschaftsanteilen. Rund 2100 Mitglieder, etwa 7000 Anteile, ein Gesamtkapital von rund 2.1 Millionen Euro. Man darf das ruhig zweimal lesen.

Gäste in der neuen Kneipe des HUB Erle bei der Eröffnung
Die ersten Besucher stehen und sitzen in der neuen Kneipe des HUB Erle und kommen bei der Eröffnung miteinander schnell ins Gespräch. Foto: Petra
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Eröffnung und Einweihung Dorfgemeinschaftshaus im Münsterland Raesfeld Erle 2026
Gut Lachen hatten an diesem Tag; Arno Brömmel, Andreas Pass (Präsident BSV) Andreas Grotendorst Vorstand Bürgergenossenschaft), Christian Lipfert, Peter Stöbel (Prokurist) Pastor Dr. Fabian Tilling, Andreas Witte (Veltins-Brauerei) und Kornbrenner Dirk Böckenhoff. (v.re.) Foto: Petra Bosse

300 Euro, eine Idee und sehr viele Mitmacher für das HUB Erle

Ein Dorf mit rund 3200 Einwohnern in einer Gemeinde mit etwa 11.000 Menschen stemmt diese Summe für seine eigene Dorfkneipe. Möglich wurde das durch viele Aktionen, durch Gespräche, Überzeugungsarbeit und vor allem durch Genossenschaftsanteile zu jeweils 300 Euro. Begeisterte Menschen aus Erle, aber auch aus den umliegenden Kommunen, schlossen sich der Idee an. Sie zeichneten Anteile, empfahlen das Projekt weiter und machten mit.

Offizielle Einweihung und Eröffnung HUB Erle im Münsterland 2026
Foto; Petra Bosse

So wuchs Schritt für Schritt eine Gemeinschaft, die nicht nur investierte, sondern an das Vorhaben glaubte. Dass am Ende mehr als 2.1 Millionen Euro zusammenkamen, ist nicht nur eine Zahl. Es ist ein starkes Zeichen dafür, was entstehen kann, wenn ein Dorf zusammensteht und Unterstützung von außen erfährt.

Offizielle Einweihung und Eröffnung HUB Erle im Münsterland 2026
Alle Hände voll zu tun hatten die Angestellten mit Freibier und kalten Getränken an diesem Samstag. Foto: Petra Bosse

Mehr als eine Kneipe – ein Treffpunkt für alle

Mit dem HUB Erle entsteht weit mehr als ein Restaurant. Geplant war von Anfang an ein moderner Treffpunkt im Herzen des Dorfes. Offen für alle, die dazugehören oder einfach gern vorbeischauen. Ein Ort, an dem man sich trifft, bleibt, wiederkommt.

Dass der Bau nach dem holprigen Start in der Coronakrise dennoch innerhalb eines Jahres fertig wurde, grenzt fast an ein kleines Wunder. Möglich gemacht haben das vor allem die beteiligten Firmen, viele aus der Gemeinde Raesfeld. Sie arbeiteten, wenn nötig, nachts und sonntags. Teilweise deutlich unter den üblichen Preisen. Nicht aus Kalkül, sondern aus Überzeugung. Damit das Budget hält. Damit das Dorf gewinnt.

An diesem Samstag war das Glück greifbar. Man sah es den Genossinnen und Genossen an. Stolz, Erleichterung, ein bisschen Rührung. Alles zugleich.

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Die Fahne vom Schützenverein Am Hagelkreuz (neV) hat auch einen neuen Platz im HUB gefunden . Foto: Petra Bosse
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Alfons Klein Ridder und Andreas Grotendorst genossen den Abend der Eröffnung in vollen zügen.
Foto: Petra Bosse
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Die Schützenfahne ist wieder zuhause

Besonders freut sich auch der Erler Allgemeine Bürgerschützenverein. Die Erler Schützenfahne hat endlich wieder ein Zuhause. Nach rund 25 Jahren in der ehemaligen Dorfkneipe Brömmel-Wilms hängt sie nun wieder dort, wo sie hingehört. In Erle. Sichtbar. Würdevoll.

Und auch der neue Betreiber hat sich für seine Dorfkneipe ordentlich ins Zeug gelegt.

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Die Erler Schützenfahne ist von Brömmel-Wilms nach 25 Jahren ins neue HUB Erle eingezogen. Foto: Petra Bosse

Neuer Wirt, neues Konzept – und doch vertraut

Christian Lipfert setzt auf ein neues Konzept. Weg vom Verstaubten, ohne die Tradition über Bord zu werfen. Das sorgte anfangs nicht bei allen für Begeisterung. Aber spätestens an diesem Samstag, bei der offiziellen Einweihung durch Pastor Fabian Tilling von der Kirchengemeinde Raesfeld, war klar: Das passt. Und es funktioniert.

Einweihungsgeschenke für Christian Lipfert von der Kornbrennerei Böckenhoff
Einweihungsgeschenke für Christian Lipfert von der Kornbrennerei Böckenhoff. Foto: Petra Bosse
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„Vielen Dank an alle, die dieses Projekt möglich gemacht haben. Ich bin stolz darauf, dass ich nicht irgendwo bin, sondern hier in Erle. Wir kennen uns hier persönlich, und ich freue mich sehr, hier zu sein und zu erleben, dass Erle ein Knotenpunkt für viele Menschen ist“, sagte Lipfert während der Einweihung im Schatten der St.-Silvesterkirche.

Und weiter: „Ich bin auch sehr stolz darauf, dass wir heute der Erler Schützenfahne hier ein neues Zuhause geben können. Ich freue mich sehr, dass der Schützenverein auch künftig ein Zuhause in Erle hat.“

Pastor Fabian Tilling und Bürgermeister Dirk Kuhmann-Einweihung HUB Erle
Foto: Petra Bosse

Bürgermeister, kurze Worte, klare Wünsche

Auch Bürgermeister Dirk Kuhmann richtete sich an die Gäste. Ohne große Reden, dafür mit klarer Botschaft.

„Liebe Grüße an die Gremien, und der Dank gilt allen, die dieses Projekt unterstützt haben. Auch von mir ein herzliches Willkommen an alle Gäste. Es ist ein schönes Bild zu sehen, wie sich jeder Raum dieses Hauses mit Menschen füllt. Genau so haben wir uns das vorgestellt.“

Sein Wunsch sei, dass die  Bürger diesen Ort mit Freude annehmen, zusammenkommen, sich austauschen und zusammenhalten. „Das erleben wir heute bereits“, sagte Kuhmann und machte deutlich, wofür dieser Tag da war: für die Menschen, nicht für lange Ansprachen.

„Lasst uns hier zukünftig zusammenkommen, um zu lachen, tanzen und fröhlich zu sein.“

Pastor Fabian Tilling und Bürgermeister Dirk Kuhmann-Einweihung HUB Erle
Pastor Dr. Fabian Tilling, nächster Nachbar und Hausherr des höchsten Gebäudes im „Stadtgebiet“ und Bürgermeister Dirk Kuhmann. Foto: Petra Bosse
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Revierförster Christop Beemelmans und Familie genossen die Eröffnung. Foto: Petra Bosse
Revierförster Christoph Beemelmans (Erler Heide RVR) und Familie. Foto: Petra Bosse

Der Pastor, der Nachbar und der beste Platz im Haus

Für gute Laune sorgte anschließend Pastor Dr. Fabian Tilling. Gut gelaunt, herzlich, mit einem Augenzwinkern. „Willkommen zuhause“, begrüßte er die Gäste. Als direkter Nachbar des HUB Erle und Hausherr des höchsten Gebäudes im „Stadtgebiet“, freue er sich sehr, diesem Haus den Segen zu geben. Und dann der Satz, der im Dorf hängen blieb: Wenn er einmal ganz entspannt aus einem großen Fenster auf die St.-Silvesterkirche schauen wolle, dann sei das hier genau der richtige Platz. Lachen im Saal inklusive.

Einweihung und Eröffnung HUB  Erle-Dorfgemeinschaftshaus der Bürgergenossenschaft Erle
Foto: Petra Bosse

Freibier, Musik und neugierige Gäste

Nach dem offiziellen Teil füllten sich Kneipe und Saal in der obersten Etage schnell. Das Blasorchester Erler Jäger begleitete die Einweihung und den Einzug der Schützenfahne musikalisch. Es gab Freibier und kleine Snacks gegen eine freiwillige Spende.

Und wer dachte, hier seien nur Erler unterwegs, irrte. Auch viele Auswärtige schauten neugierig vorbei. Manche testeten bereits ihren künftigen Stammplatz. Ganz unverbindlich, versteht sich.

Pastor Tillings Lieblingsplatz stand da längst fest. Oben im Saal. Mit Blick auf die St.-Silvesterkirche. Den höchsten Kirchturm im Stadtgebiet. Und auf ein Dorf, das sich an diesem Tag selbst ein kleines Denkmal gesetzt hat.

Blasorchester Erler Jäger
Musikalisch begleitet wurde die Einweihung vom Blasorchester Erler Jäger. Foto: Petra Bosse
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Werkzeugdiebstahl in Raesfeld-Erle: Unbekannte brechen Firmentransporter auf

Beim Werkzeugdiebstahl in Raesfeld-Erle haben Unbekannte einen Firmentransporter aufgebrochen und hochwertige Elektrowerkzeuge gestohlen. Die Polizei ermittelt und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

In Raesfeld-Erle ist es zu einem Werkzeugdiebstahl gekommen. Unbekannte Täter brachen zwischen Donnerstagnachmittag und Freitagmorgen in einen geparkten Firmentransporter ein und entwendeten Werkzeuge im Wert von mehreren tausend Euro.

Tat am Heideweg in Raesfeld-Erle

Der Werkzeugdiebstahl in Raesfeld-Erle ereignete sich am Heideweg im Ortsteil Holten. Nach Angaben der Polizei manipulierten die Täter das Schloss der Hecktür eines Mercedes Sprinters. Aus dem Laderaum stahlen sie sämtliche Elektrowerkzeuge.

Die Tatzeit liegt zwischen Donnerstag, 5. Februar 2026, 16.30 Uhr, und Freitag, 6. Februar 2026, 6.30 Uhr.

Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei ermittelt wegen des Werkzeugdiebstahls in Raesfeld-Erle. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei in Borken unter der Telefonnummer 02861 900 0 entgegen.

Karla Kolumna lässt grüßen | Februar 2026

Klatsch und Tratsch aus Raesfeld und Erle. Karla Kolumna meldet sich zu zu Wort. Mit spitzer Beobachtung, einem Schuss Humor und viel Liebe zum Dorfleben.

Viel ist passiert in den vergangenen Monaten. Und doch hatte man zwischendurch das Gefühl, dass eigentlich nichts wirklich Wichtiges dabei war. Oder doch? Klatsch und Tratsch aus Raesfeld und Erle lebt schließlich nicht von großen Dramen, sondern von kleinen Aufregern mit erstaunlicher Ausdauer.

Wer Anfang des Jahres wissen wollte, wie es um die Gemütslage der Gemeinde steht, brauchte nur einen Blick in die sozialen Netzwerke zu werfen. Dort reichte ein Parkplatz, genauer gesagt ein einzelner Behindertenstellplatz, um die digitale Gewitterfront aufziehen zu lassen.

Der Parkplatz als Aufreger des Monats

Hinter der Volksbank liegt der neue Parkplatz. Ordentlich gepflastert, gut erreichbar, alles in allem unauffällig. Wäre da nicht der Behindertenstellplatz. Der liegt nämlich am Ende des Platzes. Für manche offenbar ein unhaltbarer Zustand.

Dabei stellte sich kaum jemand die eigentlich interessante Frage. Wer sagt denn überhaupt, dass Menschen mit einem Behindertenausweis zwingend auf einem extra ausgewiesenen Behindertenparkplatz stehen müssen? Vielleicht parkt man auch einfach dort, wo gerade Platz ist. Aber Logik hatte an diesem Tag keine Chance gegen Empörung. Klatsch und Tratsch aus Raesfeld und Erle braucht eben nicht viel Anlass.

Gleichschritt statt Stillstand

Abseits der Kommentarspalten verlief der Jahresanfang erstaunlich geordnet. Karneval steht an, rund vier Wochen früher als im vergangenen Jahr. Damals zeigten sich bereits die ersten Krokusse, während heute noch Winterjacken und Schals das Straßenbild bestimmen.

Apropos Winter. Es gab Schnee. Richtig viel Schnee. Und erstaunlicherweise blieb der große Aufschrei aus. Keine wütenden Beiträge über die Unverschämtheit der Natur, es einfach kalt und eisig zu lassen. Vielleicht ein Zeichen dafür, dass nicht alles kommentiert werden muss. Oder dass die Finger schlicht zu kalt waren für die Tastatur.

Alles im Fluss in Erle

Freudig lässt sich immerhin festhalten, dass einiges vorangeht. In Erle klappt es mit der Eröffnung des neuen Dorfgemeinschaftshauses HUB pünktlich. Auch der zukünftige Dorfplatz nimmt Form an. Noch ist vieles grau, aber man erkennt schon, wie freundlich es dort wirken wird, wenn erst alles blüht.

Klatsch und Tratsch aus Raesfeld und Erle darf an dieser Stelle also auch mal anerkennend nicken. Nicht alles gerät aus dem Ruder, manches läuft sogar erstaunlich planmäßig.

Gerüchte, Geranien und andere Nebensächlichkeiten

Und der Rest? Die Gerüchte, die halben Wahrheiten und die leisen Spekulationen lassen wir heute einfach liegen. Ebenso die Frage, welche Tulpenfarben der Nachbar in diesem Jahr gepflanzt hat. Man muss nicht über alles reden. Aber man könnte. Und genau das macht Klatsch und Tratsch aus Raesfeld und Erle ja so verlässlich unterhaltsam.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes Wochenende!

Saubere Landschaft in Raesfeld: Mitmachen, aufräumen, Zeichen setzen

Den Müll anderer aufsammeln und gemeinsam für eine saubere Landschaft sorgen. Unter diesem Gedanken steht auch 2026 wieder die Aktion „Saubere Landschaft“ in der Gemeinde Raesfeld. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, aktiv mitzuhelfen und ein sichtbares Zeichen für Umwelt- und Gemeinsinn zu setzen.

Aktion „Saubere Landschaft“ in der Gemeinde Raesfeld

Die Aufräumaktion „Saubere Landschaft“ findet am Samstag, 14. März 2026, von 9 bis 12 Uhr statt. Gesammelt wird in Wäldern, entlang von Fußwegen sowie an Straßenrändern im gesamten Gemeindegebiet.

Aktion saubere Landschaft Raesfeld
Schon lustig, was in den letzten Jahren alles so bei der Aktion „Saubere Landschaft“ gefunden. Wie bzw. die Designervasen. Foto: Petra Bosse!Archiv

Teilnehmen können Vereine, Gruppen, Familien, Nachbarschaften oder Einzelpersonen. Die Einteilung der Sammelbezirke erfolgt über das Ortsmarketing-Büro. Wünsche werden nach Möglichkeit berücksichtigt.

Treffpunkte in Raesfeld und Erle

Die Treffpunkte sind in den jeweiligen Ortsteilen eingerichtet:

  • Raesfeld: Feuerwehrgerätehaus Raesfeld
  • Erle: Feuerwehrgerätehaus Erle

Nach Abschluss der Aktion erhalten alle Teilnehmenden ab 12 Uhr im Feuerwehrgerätehaus Raesfeld kostenlos Suppe und Getränke.

Aktion saubere Landschaft Raesfeld-gemütliches Beisammensein
Nach der Aktion gibt es auch diesmal wieder eine heiße Suppe. Foto: Petra Bosse / Archiv

Unterstützung durch das Ortsmarketing Raesfeld

Der Ortsmarketing Raesfeld e.V. stellt Müllsäcke und Handschuhe zur Verfügung. Der Verein wirbt für eine breite Beteiligung und verweist auf das Motto der Aktion: „Viele Hände, schnelles Ende“. Kinder können nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten teilnehmen.

Müllsammelaktion Raesfeld und Erle. Unterwegs waren 2015 die Kinder des RRZ. Foto: Petra Bosse/Archiv

Anmeldung bis 23. Februar möglich

Anmeldungen zur Aktion „Saubere Landschaft“ sind bis 23. Februar 2026 möglich, entweder per Post oder per E-Mail:

Ortsmarketing Raesfeld e.V.
Ina Hufe
Hagenwiese 40
46348 Raesfeld
E-Mail: [email protected]

Auf der Internetseite des Ortsmarketing Raesfeld e.V. steht außerdem ein Anmeldeformular zum Download bereit.

„Müll blüht nicht, schlägt keine Wurzeln und verschwindet nicht von selbst. Ihn in der Landschaft zu entsorgen, ist asozial gegenüber allen, die hier leben.“

Ehrenamts- und Heimatpreis 2025 in Raesfeld würdigen gelebtes Engagement

Gutes tun für andere ist in Raesfeld selbstverständlich. Meist still und ohne großes Aufsehen. Beim Ehrenamts- und beim Heimatpreis 2025 stellte die Gemeinde dieses Engagement bewusst in den Mittelpunkt. Am Donnerstag wurde im Sitzungssaal sichtbar, wie viel Zusammenhalt vor Ort gelebt wird.

Verleihung Heimat- und Ehrenamtspreis 2025 in Raesfeld
Verleihung des Heimat- und Ehrenamtspreis 2025 am Donnerstag im Sitzungssaal Raesfeld. Foto: Petra Bosse

Schon beim Ankommen war spürbar, dass es an diesem Abend nicht um formelle Abläufe ging, sondern um Anerkennung. Um Menschen, die sagen: „Ach komm, das machen wir eben.“ Ein Satz, den Bürgermeister Dirk Kuhmann selbst in seinem Grußwort aufgriff.

Ehrenamt- und Heimatpreis

Alle Jahre wieder vergibt die Gemeinde Raesfeld zum Jahresanfang den Ehrenamtspreis. Der Ehrenamtspreis 2025 wird von der Sparkasse Westmünsterland gestiftet und ist mit einem Preisgeld von 3.000 Euro verbunden. Übergeben wurde er von Sparkassenvertreter Jörn Gosling.

Der Heimatpreis 2025 wird vom Land Nordrhein-Westfalen gestiftet und ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an drei Gruppen:

Heimatpreis 2025 Raesfeld für die evangelische Frauenhilfe
Heimatpreis 2025 Raesfeld für die evangelische Frauenhilfe. Foto: Petra Bosse

Grußworte von Bürgermeister Dirk Kuhmann

Bürgermeister Dirk Kuhmann richtete sich mit persönlichen Worten an die Preisträger, an Ratsmitglieder und Gäste. Wörtlich sagte er: „Raesfeld hat viele Markenzeichen: das Schloss, den Tiergarten, die Femeiche und vor allem Menschen, die sagen: ‚Ach komm, das machen wir eben.‘ Er betonte, dass vieles in der Gemeinde deshalb gut funktioniere, weil Ehrenamtliche Verantwortung übernehmen. „Wenn in Raesfeld etwas gut läuft, dann oft, weil jemand aus dem Ehrenamt den Job erledigt“, sagte Kuhmann.

Heimatpreis 2025 für die Landfrauen Erle-Raesfeld
Heimatpreis 2025 für die Landfrauen Erle-Raesfeld. Foto: Petra Bosse

Auswahl der Preisträger eine Herausforderung

Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Auswahl der Preisträger jedes Jahr eine Herausforderung sei. „Eigentlich haben alle ehrenamtlich Engagierten in Raesfeld einen Preis verdient“, so der Bürgermeister. Seine Botschaft an alle, die sich einsetzen, aber nicht ausgezeichnet wurden, war klar: „Ihr werdet nicht übersehen.“

Künftig wolle die Gemeindeverwaltung die Unterstützung des Ehrenamts weiter ausbauen. Geplant sei die Suche nach einer Ehrenamtskoordinatorin oder einem Ehrenamtskoordinator als zentrale Ansprechperson. Zudem kündigte Kuhmann an, sich bei Jahresgesprächen mit den Vereinen persönlich ein Bild von den Belangen des Ehrenamts in Raesfeld, Erle und Homer zu machen.

Heimatpreise Raesfeld 2025 geht an die kfd
Heimatpreis Raesfeld 2025 geht an die kfd-Raesfeld. Foto: Petra Bosse

Auszeichnungen für Engagement an Schulen und in der Gemeinschaft

Der Ehrenamtspreis 2025 ging an 22 Menschen, die sich ehrenamtlich an den Raesfelder Schulen engagieren. Diese Entscheidung hatte der Rat im November getroffen. Kuhmann würdigte ihren Einsatz ausführlich: Sie unterstützten Schülerinnen und Schüler im Unterricht und darüber hinaus, lesen vor, erklären Mathematik, helfen beim Deutschlernen, trainieren Schach, pflegen Schulgärten oder kümmern sich um digitale Angebote. „Sie übernehmen Aufgaben, die nicht im Lehrplan stehen und gehören trotzdem selbstverständlich zum Schulalltag“, sagte der Bürgermeister.

Verleihung Ehrenamtspreis Raesfeld durch Bürgermeister Dirk Kuhmann und Jörn Gößling
Der Ehrenamtspreis wurde gestiftet von der Sparkasse Westmünsterland, dessen Vertreter Jörn Gossling (Mitte) die Urkunden gemeinsam mit Bürgermeister Dirk Kuhmann und Claudia Wiemer (Verwaltung) übergeben hat. Foto: Petra Bosse

Heimatpreis: Traditionen bewahren

Der Heimatpreis 2025 zeichnete das langjährige Engagement der evangelischen Frauenhilfe, der KFD Raesfeld und der Landfrauen Erle und Raesfeld aus. Kuhmann hob hervor, dass diese Gruppen Traditionen bewahrten und zugleich weiterentwickelten. „Sie zeigen, dass Heimat nichts mit Stillstand zu tun hat, sondern mit Menschen, die sich einbringen“, sagte er.

Am Ende stand ein Dank, der den Abend zusammenfasste:

„Raesfeld wäre ohne Ihr Engagement nicht das, was es ist. Danke für Ihre Zeit. Danke für Ihren Einsatz. Danke für Ihre Energie.“

Ehrenamtspreis 2025: Diese 22 Menschen engagieren sich ehrenamtlich an Raesfelder Schulen

Geehrte Ehrenamtliche bei der Verleihung des Ehrenamtspreises 2025 in Raesfeld i
Die Geehrten des Ehrenamtspreises 2025 in Raesfeld. Foto: Petra Bosse
  • Günther Aschenbrenner – Engagement für Schach AG und Schachunterricht
  • Wolfgang Kadenbach – Engagement für Schach AG und den Schachunterricht
  • Ute Brunsbach – Unterstützung einzelner Kinder während des Unterrichts
  • Doris Bußkamp – Unterstützung einzelner Kinder während des Unterrichts
  • Anke Fischedick – Unterstützung einzelner Kinder während des Unterrichts und Begleitung der Klasse beim Besuch außerschulischer Lernorte
  • Manfred Großwendt – Hausaufgabenbetreuung einzelner Kleingruppen im Nachmittagsbereich (OGS)
  • Brigitte Hanck – Individuelle Förderung einzelner Kinder
  • Werner Hetkamp – Hausaufgabenbetreuung einzelner Kleingruppen im Nachmittagsbereich (OGS)
  • Heike Hülsdunker – Engagement einzelner Kinder während des Unterrichts
  • Michael Jäger – Hausaufgabenbetreuung einzelner Kleingruppen im Nachmittagsbereich (OGS)
  • Karl-Heinz Schmitte – Unterstützung einzelner Kinder während des Unterrichts
  • Irmhild Schmitte – Unterstützung einzelner Kinder während des Unterrichts
  • Gerda Tünte – Unterstützung einzelner Kinder während des Unterrichts, Sprachbegleitung von Flüchtlingskindern
  • Elisabeth Wüst – Unterstützung einzelner Kinder während des Unterrichts, Sprachbegleitung von Flüchtlingskindern
  • Ingrid Horstmann – Engagement für Plattdeutsch-AG und Schulgarten
  • Hedwig Rentmeister – Engagement für Plattdeutsch-AG
  • Maria Pass – Engagement für Plattdeutsch-AG
  • Dorothea Hülsmann – Engagement für Plattdeutsch-AG und Schulgarten
  • Wolfgang Laufs – Engagement als Lesepate
  • Hans-Jürgen Heusern – Engagement für die Betreuung der Homepage
  • Cornelia Krampe – Unterstützung beim Schwimmunterricht
  • Joe Mannheim – Engagement für die Vermittlung von Deutsch als Fremdsprache

Kamelle, Geschichten und Prinzenpower in der Kinderbücherei Erle

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Beim Karnevalsvorlesen in der Kinderbücherei Erle wurde es am Mittwoch bunt, laut und fröhlich. Rund 20 Kinder lauschten den Geschichten von Ilona Schmidt. Überraschenden Besuch gab es vom Raesfelder Prinzenpaar.

Schon vor Beginn war klar, dass es kein ruhiger Nachmittag werden würde. In der Vorleseecke der Kinderbücherei Erle ging es wuselig zu, als sich die Kinder ihre Plätze sicherten. Grund dafür war nicht nur das Karnevalsvorlesen, sondern auch prominenter Besuch aus Raesfeld.

Prinzenpaar hört aufmerksam zu

Karnevalsprinz Paul I. vom RCV Raesfeld und seine Lieblichkeit Caro I. ließen es sich nicht nehmen, bei den von Ilona Schmidt ausgesuchten Karnevalsgeschichten dabei zu sein. Das Prinzenpaar nahm zwischen den Kindern Platz und hörte den humorvollen Erzählungen fast genauso gespannt zu wie die kleinen Zuhörer.

Prinzenpaar bringt Karnevalsstimmung in die Kinderbücherei Raesfeld-Erle
Foto: Petra Bosse

Gelacht wurde viel, still gesessen eher weniger. Genau so, wie es zu einer Karnevalsvorlesestunde passt.

Kamelle zum Abschluss

Nach rund einer halben Stunde, so lange dauert die Vorleserunde, waren die zwei Geschichten zu Ende. Ganz vorbei war der Nachmittag damit aber noch nicht. Zum Abschluss verteilte das Prinzenpaar Kamelle, was bei den Kindern für zusätzlichen Jubel sorgte.

Mehr Kinderkarneval in Raesfeld

Wer mit seinem Nachwuchs noch mehr Kinderkarneval erleben möchte, hat dazu in den kommenden Tagen mehrere Gelegenheiten.
Am Sonntag, 08.02.2026, gastiert Kindermusiker NILSEN beim Kinderkarneval im Festzelt an der Straße Zum Michael in Raesfeld.
Der Höhepunkt folgt am Montag, 16.02.2026. Ab 12.33 Uhr zieht der Rosenmontagsumzug durch Raesfeld.

Raesfeld, Erle, Homer Helau.

ABBA GOLD bringt Kult-Hits nach Borken – Open-Air-Show zum Stadtjubiläum

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Am Freitag, 17. Juli 2026, verwandelt sich der Borkener Marktplatz in eine große Open-Air-Bühne. Im Rahmen von „Borken 800“ gastiert ABBA GOLD – The Concert Show mit einer Hommage an die legendäre schwedische Popgruppe.

Open-Air-Konzert mit DJ-Warm-up

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr mit einem Warm-up durch DJ Jörg. Ab 20 Uhr übernimmt ABBA GOLD die Bühne. Die Tribute-Band präsentiert Hits wie „Dancing Queen“, „Mamma Mia“ und „Waterloo“ – live gesungen, mit originalgetreuen Kostümen und Choreografien.

After-Show-Party inklusive

Im Anschluss an das Konzert startet eine After-Show-Party direkt auf dem Marktplatz. Besucherinnen und Besucher können dort bis in die Nacht weiterfeiern.

Vorverkauf läuft

Der Ticketverkauf hat begonnen. Karten sind für 42,50 Euro (ermäßigt 37,50 Euro, jeweils zzgl. Gebühren) erhältlich – online unter borken.de/tickets, in der WerkStadt am Kornmarkt und in der Tourist-Information im FARB Forum Altes Rathaus.

Veranstalter Christoph Kass betont: „Mit ABBA GOLD kommt eine der besten ABBA-Tribute-Bands Europas nach Borken. Die Show ist mehr als ein Konzert – sie ist eine Zeitreise in die 70er und 80er Jahre.“

Festouvertüre Borken 800 auf YouTube: Ein musikalisches Meisterwerk zum Stadtjubiläum

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Große Freude für Musik- und Geschichtsinteressierte: Die Festouvertüre Borken 800 des Komponisten Guido Rennert ist ab sofort auf YouTube verfügbar. Das Werk wurde vom Kreisorchester Borken eingespielt und ist über den YouTube-Kanal der Stadt abrufbar.

Die Festouvertüre Borken 800 wurde eigens zum 800. Stadtjubiläum der Borken komponiert. In eindrucksvoller musikalischer Form erzählt das Werk die wechselvolle Geschichte der Stadt und verbindet historische Ereignisse mit kraftvollen Klangbildern.

Uraufführung beim Festival „Borken jetzt!“

Die Uraufführung fand im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des dritten Festivals „Borken jetzt!“ statt. Vor großem Publikum wurde das Werk erstmals öffentlich präsentiert. Eine weitere Aufführung folgte im Januar 2026 beim traditionellen Neujahrsempfang der Stadt. Bei beiden Anlässen honorierten die Zuhörerinnen und Zuhörer die Aufführung mit lang anhaltendem Applaus.

Musikalische Reise durch 800 Jahre Stadtgeschichte

In der Festouvertüre spannt Guido Rennert einen musikalischen Bogen von der Stadtgründung über die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs bis hin zum Wiederaufbau und dem heutigen Borken als Kreisstadt im Westmünsterland. Dramatische und ruhige Passagen greifen die Höhen und Tiefen der Stadtgeschichte auf und verdichten sie zu einem geschlossenen musikalischen Werk.

Historische Filmaufnahmen ergänzen die Musik

Begleitet wird die Aufführung von einem Video mit Originalaufnahmen aus den vergangenen 100 Jahren. Dazu zählen auch historische Filmszenen aus dem Jahr 1926, als Borken sein 700-jähriges Bestehen feierte. Die Bildsequenzen verstärken die Wirkung der Musik und lassen die Stadtgeschichte auf besondere Weise lebendig werden.

Die letzten Exemplare der begleitenden DVD sind zum Preis von 9,90 Euro in der Tourist-Information im FARB Forum Altes Rathaus Borken erhältlich.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Winterfest der Feuerwehr Erle stärkt Gemeinschaft über Generationen hinweg

Das Winterfest des Löschzugs Erle stand ganz im Zeichen von Dank, Zusammenhalt und Wertschätzung. In ihren Reden machten die Verantwortlichen deutlich, dass Feuerwehr weit mehr ist als Einsätze und Ausbildung. Im Mittelpunkt standen das Ehrenamt, die Gemeinschaft im Löschzug und die Unterstützung durch Familien und das Dorf.

Rückblick durch Jörg Wachtmeister

Den Abend eröffnete der stellvertretende Feuerwehrleiter Jörg Wachtmeister mit der offiziellen Begrüßung. Er freute sich über das große Interesse am Winterfest und darüber, „dass wir auch abseits von Einsätzen und Übungen zusammenkommen, ganz ohne Funkmelder, dafür mit guter Stimmung“.

Der Rückblick auf das vergangene Jahr habe gezeigt, was den Löschzug Erle ausmache. „Einsatzbereitschaft, Zusammenhalt und Verlässlichkeit. Egal ob Brandeinsatz, technische Hilfeleistung, Unwetter oder Übungsdienst, auf euch war immer Verlass“, sagte Wachtmeister und dankte der Mannschaft im Namen der gesamten Führung.

Winterfest Löschzug Erle 2026
©Feuerwehr

Einweihung und den Tag der offenen Tür

Besonders hob er die Einweihung und den Tag der offenen Tür hervor. Die Veranstaltung sei ein Aushängeschild für den Löschzug gewesen und habe nicht nur die Arbeit der Feuerwehr gezeigt, sondern auch den starken Zusammenhalt. Viele hätten über das normale Maß hinaus geplant, aufgebaut, organisiert und am Ende wieder aufgeräumt. Der positive Zuspruch aus der Bevölkerung habe gezeigt, dass diese Arbeit gesehen und geschätzt werde.

Ein ausdrücklicher Dank galt den Familien und Partnern. „Ihr verzichtet oft auf gemeinsame Zeit, haltet uns den Rücken frei und habt Verständnis für unser Ehrenamt. Ohne euch wäre das alles so nicht möglich“, betonte Wachtmeister. Kameradschaft sei das Fundament des Löschzugs. „Jung und Alt, aktiv und passiv, wir sind eine Gemeinschaft, auf die man stolz sein kann.“ Auch Herausforderungen habe man gemeinsam, ruhig und professionell gemeistert.

Winterfest Löschzug Erle 2026
©Feuerwehr

An diese Worte knüpfte Frank Prochnow, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Raesfeld, an. Er begrüßte die Gäste offiziell zum Winterfest des Löschzugs Erle und hieß Bürgermeister Dirk Kuhmann mit seiner Frau Birgit sowie Ordnungsamtsleiter Norbert Altrogge willkommen. Zugleich übermittelte er die Grüße des erkrankten Feuerwehrleiters.

Prochnow stellte das Winterfest als mehr als einen geselligen Abend heraus. „Es ist ein Moment des Innehaltens“, sagte er. Es gehe darum, nicht auf den nächsten Einsatz zu schauen, sondern auf das, was gemeinsam geleistet worden sei und was die Feuerwehr Raesfeld und den Löschzug Erle verbinde.

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©Feuerwehr

Viele Einsätze, intensive Ausbildung und zahlreiche Stunden ehrenamtlicher Arbeit

Der Rückblick auf das Jahr sei geprägt von vielen Einsätzen, intensiver Ausbildung und zahlreichen Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Feuerwehr bedeute Verantwortung, Verlässlichkeit und Kameradschaft, Werte, die im Löschzug Erle täglich gelebt würden. Prochnow dankte der aktiven Einsatzabteilung für die ständige Einsatzbereitschaft, der Jugendfeuerwehr als Zukunft der Feuerwehr sowie der Alters- und Ehrenabteilung, die den Grundstein für die heutige Arbeit gelegt habe.

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©Feuerwehr

Auch die Familien, die Gemeinde, die Politik und die Förderer bezog er ausdrücklich in seinen Dank ein. Ohne diese Unterstützung im Hintergrund sei das Ehrenamt nicht möglich. Abschließend betonte Prochnow: „Lasst uns diesen Abend nutzen, um Danke zu sagen, neue Kraft zu sammeln und den Zusammenhalt zu stärken, der uns als Feuerwehr ausmacht.“

Imkerverein Raesfeld blickt auf aktives Vereinsjahr zurück

Der Imkerverein Raesfeld hat bei seiner Jahreshauptversammlung auf ein aktives Vereinsjahr zurückgeblickt. Im Mittelpunkt stand die intensive Neuimkerschulung. Daneben gab es Ehrungen, Wahlen und einen Ausblick auf kommende Veranstaltungen.

Der Imkerverein Raesfeld hat seine Jahreshauptversammlung abgehalten und dabei Bilanz gezogen. Das Vereinsjahr 2025 war vor allem von der Neuimkerschulung geprägt. Über das gesamte Bienenjahr hinweg fanden Theorieeinheiten und begleitende Praxistermine an den Bienenständen statt. Ergänzend standen Berichte aus dem Vorstand sowie ein Ausblick auf die kommenden Monate auf der Tagesordnung.

Wechsel beim Obmann für Bienengesundheit

Nach langjähriger Tätigkeit stellte sich Johannes Küpers nicht erneut zur Wahl als Obmann für Bienengesundheit. Die Mitglieder dankten ihm mit einem kleinen Präsent für sein Engagement. Zum neuen Obmann wurde Bernhard Weddeling gewählt.

Eine besondere Ehrung erhielt Hildegard Nießing. Sie wurde mit der silbernen Ehrennadel des Landesverbandes ausgezeichnet. Gewürdigt wurden ihre langjährige Mitgliedschaft sowie ihr Einsatz für den Verein, insbesondere in den Bereichen Bienenweide und Natur.

Vorstand bestätigt und Jahresprogramm vorgestellt

Bei den turnusmäßigen Wahlen wurde Edith Liesner erneut zur ersten Vorsitzenden des Imkervereins Raesfeld gewählt. Im weiteren Verlauf der Versammlung stellte der Vorstand das Jahresprogramm vor und besprach geplante gemeinsame Aktionen.

Termin: Öffentlicher Vortragsabend

Bereits jetzt weist der Verein auf einen öffentlichen Vortragsabend hin. Dieser findet am 5. März 2026 um 18.30 Uhr im Martinushaus in Raesfeld statt. Referent Christian Monier vom Landesverband der westfälischen und lippischen Imker spricht zum Thema „Bestäuber in Gefahr, Insektensterben und was wir dagegen tun können. Gärten als Trittsteine, Nützlinge im Garten fördern“. Im Anschluss ist eine Diskussion mit dem Publikum geplant.

Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Indienfahrt von Raesfeld nach Kerala mit Herz und Hindernissen: Eine Reise, die bleibt

40 Menschen aus Raesfeld, Erle, Borken und Umgebung haben im Januar Indien bereist. Mitten im Trubel von Kalkutta, zwischen Tempeln, Teeplantagen und Dorfgemeinschaften, erlebte die Gruppe eine Reise voller Kontraste. Pastor Dr. Fabian Tilling erzählt von Kulturschock, Herzlichkeit und dem Blick auf die Welt, der sich verändert hat.

Ankommen im Chaos von Kalkutta 

Vom 15. bis zum 30. Januar war die Raesfelder Reisegruppe der Pfarrgemeinde St. Martin unterwegs. Erste Station: Kalkutta. Eine Stadt, die nichts versteckt. Lärm, Verkehr, Farben, Menschen. Alles gleichzeitig. 

Die Familie von Pater Johnsun in Indien.
Die Familie von Pater Johnsun in Indien. Foto: Privat

„Kalkutta war für uns der erste große Kulturschock“, sagt Fabian Tilling. „Diese Stadt ist chaotisch, aber auch unglaublich lebendig. Die Buntheit der Kleidung, die vielen Menschen auf engstem Raum, das hatte auch sehr schöne Seiten.“ 

Für einige aus der Gruppe war vor allem die Technik ein Thema. „Wir hatten viele Elektriker dabei. Die Verkabelung zwischen den Häusern hat schon für Irritationen gesorgt.“ Tilling selbst blickte vor allem auf den Verkehr. „Tuk-Tuks, Fahrräder, Autos, alles fährt durcheinander und funktioniert irgendwie doch.“ Dass Zeit in Indien anders verstanden wird, lernte die Gruppe schnell. Zur ersten Messe kamen sie fast zwei Stunden zu spät. Der Feierabendverkehr ließ nichts anderes zu. 

Messe am Grab von Mutter Teresa 
Messe am Grab von Mutter Teresa . Foto: Privat

Messe am Grab von Mutter Teresa 

Ein besonderer Moment wartete im Zentrum Kalkuttas. Die Gruppe feierte gemeinsam Messe am Grab von Mutter Teresa. „Sie ist ein paar Tage nach meinem 14. Geburtstag gestorben. Ich kannte sie aus dem Fernsehen“, erzählt Tilling. „Dann vor diesem schlichten Grab zu stehen, von einer Frau, die so viel geleistet hat, das hat mich sehr beeindruckt.“ 

Die Gruppe brachte Schokolade für die Schwestern mit. „Zollprobleme gab es keine. Wir sind um zwei Uhr nachts gelandet, da hat sich niemand dafür interessiert.“ Am Ende konnten zwei große Kisten übergeben werden. „Pater Johnsun hat fast einen halben Koffer dafür geopfert“, sagt Tilling und lacht. 

Vom Taj Mahal bis in den Süden 

In Nordindien standen zunächst bekannte Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. Die Reise führte zum Taj Mahal und zu prachtvollen Mogulpalästen, einer eindrucksvoller als der andere.

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In Nordindien führte die Reise zu bekannten Sehenswürdigkeiten. Das Taj Mahal. Foto: Privat

Heilige Kühe und kleine Unfälle 

Allgegenwärtig waren die Heiligen Kühe. „Sie dürfen alles“, sagt Tilling. „Wenn eine Kuh jemanden rempelt, dann ist nicht die Kuh schuld, sondern der Mensch, der im Weg stand.“ Zwei Mitreisende machten diese Erfahrung sehr direkt und landeten auf dem Hosenboden. Gelassen wurde darüber hinweg gelacht. Es passte zu einem Land, das eigene Regeln hat. 

Heilige Kuh in Jaipur auf der Straße
Eine der vielen Heiligen Kühe in Jaipur. Foto: Privat

Doch der eigentliche Grund der Reise lag weiter südlich. In Wayanad, der Heimat von Pater Johnsun. Von Jaipur aus flog die Gruppe nach Bangalore und reiste von dort weiter nach Kerala. „Dort haben wir ein ganz anderes Indien erlebt“, sagt Tilling. „Palmen, Kokosnüsse, Tee- und Kaffeeplantagen, Bananen, dichter Wald.“ Tiere gehörten zum Alltag. Affen an den Straßenrändern, Makaken überall. Zwei wilde Elefanten tauchten plötzlich am Straßenrand auf. Tiger blieben verborgen. 

Besuch bei Pater Johnsuns Familie
Besuch bei Pater Johnsuns (li.) Familie. Foto: Privat

Empfang in der Dorfgemeinschaft 

Der Besuch bei Pater Johnsuns Familie war für viele ein Höhepunkt. Der Bus hielt im Wald, der Rest des Weges wurde zu Fuß zurückgelegt. „Seine Eltern haben uns herzlich empfangen. Geschwister, Neffen, Nichten, alle waren da.“ Die Familie zeigte, was sie anbaut: Pfeffer, Kardamom, Zimt, Bananen. Gegessen wurde gemeinsam. 

„Das Mittagessen wurde auf Bananenblättern serviert. Das macht man dort nur für besondere Gäste.“ Übernachtet wurde in der Nähe. Am Nachmittag folgte ein Gottesdienst im Pambra-Kinderprojekt. 

Pambra-Projekt in Indien, unterstützt von der Kirchengemeinde St. Martin
Das Pambra-Projekt in Indien, wird von der der Kirchengemeinde St. Martin, unter anderem durch die Püfferken-Aktion, unterstützt. Das Projekt unterstützt Kinder aus armen Familien, angefangen von Schule bis hin zum Kindergarten. Foto: Petra Bosse

Begegnungen im Pambra-Kinderprojekt 

Im Projekt stellten sich die Kinder einzeln vor. Sie erzählten von Schule und Ausbildung. Viele trugen festliche Kleidung, einige führten Tänze auf. „Man merkt, dass das Projekt hier in Raesfeld-Erle bekannt ist“, sagt Tilling. „Wir haben von der Püfferkes-Aktion erzählt und von Spenden aus der Gemeinde.“ 

Gottesdienst im Heimatort von Pater Johnsun. Foto: Privat

Rund 1000 Euro kamen zuletzt durch das Sounds of Erle-Konzert und Einzelspenden der auftretenden musikalischen Gruppen und Akteure noch kurz vor der Abreise zusammen. „Damit kann vor Ort viel bewegt werden“, so Tilling. Unterstützt werden unter anderem Schulmaterialien, Kleidung und Ausbildungskosten. 

Gartenansichten im Haus von Pater Johnsun. Foto: Privat

Mit Markus unterwegs 

Regelmäßig feierte die Gruppe zusammen Gottesdienst. Jeden Tag hatte Pastor Tilling für die Busfahrten eine Andacht mit Impulsen vorbereitet. In zwölf Abschnitten wurde ein Stück auf dem Markusevangelium vorgelesen. Auch Jesus ist mit seinen Jüngern auf Reisen. Er wagt sich immer wieder in unbekannte Gebiete und zu den „Heiden“. Pastor Tilling: „Gerade in der Fremde erlebt er die größten Überraschungen und die spannendsten Glaubenserfahrungen“.  

Besuch in einer Teeplantage in Indien
Besuch in einer Teeplantage. Foto: Privat

Was bleibt von dieser Reise 

Indien habe ihn nachdenklich gemacht, sagt Tilling. „Was wir von Indien lernen können, ist, dass man Chaos so organisieren kann, dass es funktioniert. Das Hupen im Verkehr beispielsweise ist keine Aggression, sondern Rücksichtnahme.“ Umgekehrt gebe es auch Dinge, die Indien von Europa lernen könne, etwa im Umgang mit Müll. 

Sein Fazit ist klar: „Indien ist auf jeden Fall eine Reise wert. Man braucht eine gute Vorbereitung und Offenheit. Aber wer mit offenen Augen unterwegs ist, nimmt sehr viel für das eigene Leben mit.“ 

Einkaufen in Indien
Einkaufstour vor Ort. Foto: Privat

Was wir von Indien lernen können, ist, dass man Chaos so organisieren kann, dass es funktioniert.

Pastor Fabian Tilling
Weihnachtskrippe in einer katholischen Kirche in Indien-Kerala
Weihnachtskrippe Foto: Privat
Weihnachtkrippe-katholische Kirche in Kerala
Weihnachtkrippe-katholische Kirche in Kerala. Foto: Privat

Roter Mond über Raesfeld: Warum der Erdbeer- oder Schneemond so auffällt

Wer am frühen Abend mit dem Auto zwischen Erle und Raesfeld (oder umgekehrt) unterwegs war und den Blick Richtung Osten wandte, konnte ihn kaum übersehen. Tief am Horizont stand der Mond, auffallend groß und ungewöhnlich rötlich gefärbt. Ein Anblick, der einige Autofahrer zum Anhalten zwang und den Blick für einen Moment weg von der Straße hin zum Himmel lenkte.

Am 2. Februar 2026 ist der Mond auch über Raesfeld eindrucksvoll zu sehen. Immer wieder wird dabei von einem sogenannten Erdbeermond gesprochen. Der Begriff sorgt regelmäßig für Verwirrung, denn mit Erdbeeren oder der Farbe Rot hat er ursprünglich nichts zu tun.

Schneemond am Winterhimmel in Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Warum der Name „Erdbeermond“ irreführend ist

Der Erdbeermond ist eine traditionelle Bezeichnung aus dem nordamerikanischen Raum. Gemeint ist damit der Vollmond im Juni, der früher den Beginn der Erdbeerernte markierte. Ein Erdbeermond im Februar ist astronomisch nicht vorgesehen. Der Vollmond im Februar wird klassisch Schneemond genannt.

Wenn der Mond Anfang Februar dennoch rötlich erscheint, liegt das nicht am Namen, sondern an physikalischen Effekten in der Erdatmosphäre.

Ein rötlicher Mondaufgang ist kein seltenes Himmelsereignis
Foto: Petra Bosse

Warum der Mond beim Aufgang oft rot wirkt

Steht der Mond tief am Horizont, muss sein Licht einen besonders langen Weg durch die Erdatmosphäre zurücklegen. Dabei werden die kurzwelligen, blauen Lichtanteile stärker gestreut. Übrig bleiben vor allem rote und orangefarbene Wellenlängen. Dieser Effekt ist derselbe, der auch Sonnenuntergänge rot färbt. Zusätzlich können Staub, Feuchtigkeit oder feine Aerosole in der Luft die Rotfärbung verstärken. Je tiefer der Mond steht, desto intensiver wirkt dieser Farbeindruck.

Ist das etwas Besonderes?

Ein rötlicher Mondaufgang ist kein seltenes Himmelsereignis, aber immer wieder sehenswert. Er tritt vor allem bei klarem Horizont und stabiler Wetterlage auf. Mit zunehmender Höhe verliert der Mond seine rote Färbung und erscheint wieder hellgelb oder weiß.

Ein besonderes astronomisches Ereignis wie eine Mondfinsternis liegt am 2. Februar 2026 nicht vor. Die Farbe ist allein ein optischer Effekt unserer Atmosphäre.

Fazit:
Egal ob Erdbeer- oder Schneemond, satt wird davon niemand.Das ist kein seltenes Himmelsphänomen, sondern ein atmosphärischer Effekt. Sehenswert bleibt der Anblick trotzdem, vor allem für alle, die kurz anhalten und nach oben schauen.

Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Erklärung zu atmosphärischer Lichtstreuung bei Mond- und Sonnenaufgang

LOKALLUST ERLE: Erle steht zusammen

Das HUB Erle ist nicht einfach ein neues Haus. Es ist die Antwort auf eine ganz konkrete Sorge im Dorf. Die Sorge, dass mit dem Ende von Brömmel-Wilms mehr verloren geht als eine Kneipe. „Ohne solche Orte verliert ein Dorf seinen Mittelpunkt“, sagt Christian Lipfert. Genau aus diesem Gefühl heraus ist das HUB entstanden.

Für uns war die Vorberichterstattung rund um das HUB eine besondere Erfahrung. Auch, weil wir das Thema noch einmal bewusst aus einer anderen Perspektive angegangen sind.

Während meine Mutter im wohlverdienten Urlaub war, haben Oliver Borgwardt und ich die Gelegenheit genutzt, das Projekt von hinten aufzurollen. Nicht als Teil der täglichen Abläufe, sondern als Beobachter mit vielen Fragen und offenen Gesprächen.

Dabei haben wir mit Menschen gesprochen, die sich neben ihrem Beruf und ihrem Alltag ehrenamtlich für das HUB engagieren. Dieses Engagement ist alles andere als selbstverständlich. Es hat uns gezeigt, wie viel Herzblut, Zeit und Überzeugung in diesem Projekt stecken und wie hoch die Erwartungen an diesen neuen Mittelpunkt im Dorf sind.

Im Gespräch mit Christian Lipfert wird deutlich, wie bewusst er mit dieser Verantwortung umgeht. Er blickt aus dem Fenster des neuen Hauses auf Brömmel-Wilms. Auf den Ort, der für viele Erler über Jahrzehnte Mittelpunkt war.

„Ohne solche Orte verliert ein Dorf seinen Mittelpunkt“, sagt er. Seine Aufgabe sieht er darin, diesen Gedanken weiterzutragen, ohne die Vergangenheit zu kopieren. „Zeit für Neues“ war der erste Satz seines Konzepts. Und er zieht sich durch das gesamte Interview.

Das komplette Interview mit Christian Lipfert ist in der aktuellen Lokallust Erle zu lesen.

Hier finden Sie die Lokallust Dorsten in Erle

Die neue Lokallust Dorsten mit Erle-Sonderteil liegt an folgenden Orten für Sie bereit:

  • Volksbank Raesfeld und Erle eG
  • Edeka Beyer
  • Bäckerei Spangemacher, Filiale Erle
  • Hub Erle
  • Kornbrennerei Böckenhoff

Informationen zur Anzeigenschaltung

Die nächste Ausgabe der Lokallust Dorsten erscheint am 28. Februar 2026. Wenn Sie Interesse haben, Ihr Unternehmen oder Ihre Veranstaltung in unserem Magazin zu präsentieren, finden Sie alle wichtigen Informationen in unseren Mediadaten oder Sie sprechen uns direkt an.

Kontakt

Daniel Bosse
Heimatmedien GmbH
Fürst-Leopold-Platz 1
46284 Dorsten

Mail: [email protected]

#46 Monatsrückblick: Zusammenhalt zum Jahresstart

In der 46. Folge des Raesfeld Podcasts blickt Moderatorin Sabrina Czupiol auf die wichtigsten Themen des Monats Januar: Der Neujahrsgruß der Gemeinde Raesfeld stimmt auf ein gemeinsames Jahr 2026 ein, in Erle zeigt sich starkes Engagement beim gespendeten Erlös des Nikolausumzugs, und ein neuer Parkplatz sorgt für Entlastung im Ortskern.

Der Januar begann in Raesfeld mit einem Blick nach vorn.

In ihrem Neujahrsgruß rief die Gemeinde dazu auf, das Jahr gemeinsam anzugehen. Dirk Kuhmann betonte den Wert von Zusammenhalt, Ehrenamt und gegenseitiger Unterstützung, um die Herausforderungen von 2026 gemeinsam zu meistern.

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Politisch gab es zum Jahresstart eine personelle Veränderung:

Beim CDU-Ortsverband Raesfeld kam es zu einem Wechsel an der Spitze. Marc Ketteler übernahm den Vorsitz und kündigte an, die politische Arbeit vor Ort aktiv weiterentwickeln zu wollen.

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Auch infrastrukturell tat sich etwas:

An der Silvesterschule in Erle wurde ein neuer Parkplatz mit 34 Stellplätzen eröffnet. Er soll die Parksituation im Ortskern verbessern und insbesondere bei Veranstaltungen, rund um Schule und Kirche, für Entlastung sorgen.

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Kulturell zeigte sich, wie lebendig Tradition sein kann

Seit rund 25 Jahren leitet Ingrid Horstmann die Plattdeutsch-AG an der Silvesterschule in Erle. Die Dritt- und Viertklässler lernen dort mit viel Spaß und Freude, in Form von Märchen, Geschichten und Spielen, die Grundkenntnisse der alten Sprache.

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Ein musikalisches Highlight zum Jahreswechsel setzte „Sounds of Erle“

Sieben Acts verwandelten die St.-Silvesterkirche in eine Konzertbühne und sorgten mit einem vielfältigen Programm für einen stimmungsvollen Übergang ins neue Jahr.

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Engagement für die Gemeinschaft zeigte sich auch beim Nikolausumzug in Erle

Der Erlös der Veranstaltung wurde nun gespendet und kommt mehreren lokalen Vereinen und Initiativen zugute – ein Beispiel für gelebten Zusammenhalt im Ort.

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Und schließlich wirft das kommende Jahr bereits seine Schatten voraus:

Der Kartenvorverkauf für den Karneval 2026 in Raesfeld startete Ende Januar. Für viele Karnevalsfans ein fester Termin im Kalender, denn die Veranstaltungen sind traditionell schnell ausverkauft.

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Unfallflucht Raesfeld-Erle: Schwarzer VW Golf beschädigt

In Raesfeld-Erle hat ein unbekannter Verkehrsteilnehmer eine Unfallflucht begangen. An der Silvesterstraße wurde ein geparkter schwarzer VW Golf beschädigt. Die Polizei bittet um Hinweise.

Zwischen Donnerstag, 29. Januar 2026, 23 Uhr, und Freitag, 30. Januar 2026, 20.30 Uhr, kam es an der Silvesterstraße in Raesfeld-Erle zu einer Unfallflucht. Ein bislang unbekannter Verkehrsteilnehmer fuhr einen schwarzen VW Golf an, der dort geparkt stand.

Der Verursacher beschädigte das Fahrzeug vorne links am Radkasten. Anschließend entfernte er sich vom Unfallort, ohne seinen gesetzlichen Pflichten nachzukommen.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei ermittelt und bittet Zeugen, die Hinweise zum Unfall oder zum flüchtigen Fahrzeug geben können, sich beim Verkehrskommissariat Borken zu melden. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 02861 9000 entgegen.

Zahl der Arbeitslosen im SGB II im Kreis Borken zu Jahresbeginn gestiegen

Aktuell 5.968 SGB-II-Arbeitslose im Kreis Borken / Hilfebedarf insgesamt weiter rückläufig

Kreis Borken (pd). Die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen ist im ersten Monat des Jahres 2026 etwas gestiegen – sie liegt dennoch deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Das teilt Landrat Dr. Kai Zwicker jetzt mit. „Dies ist zu Jahresbeginn keine ungewöhnliche Entwicklung, da die winterliche Witterung erfahrungsgemäß – insbesondere in wetterabhängigen Branchen – zu vorübergehenden Beschäftigungsrückgängen führt“, erläutert er. „Aber auch das Ende des Weihnachtsgeschäftes und zum Jahresende auslaufende befristete Verträge haben Einfluss auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit.“

Das „Jobcenter im Kreis Borken“ weist für den Monat Januar 2026 insgesamt 5.968 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind. Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2025 ist die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen damit um 213 Personen gestiegen. Im Vorjahres-Vergleich zum Januar 2025 hat sich die Zahl jedoch um 877 reduziert. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen im Kreisgebiet ist im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent gestiegen und liegt bei 2,6 Prozent (Dezember 2025: 2,5 Prozent, Januar 2025: 3,0 Prozent).

„Erfreulich ist aber, dass sich der Hilfebedarf insgesamt im Monatsvergleich von Dezember zu Januar 2026 erneut leicht rückläufig entwickelt hat“, so der Landrat. So wurden 42 Bedarfsgemeinschaften weniger registriert als im Vormonat. Auch die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist zurückgegangen: Sie liegt im Januar 2026 bei 11.001 Personen (– 54 Personen gegenüber dem Vormonat). Hierzu gehören auch Männer und Frauen, die aktuell an Eingliederungsmaßnahmen teilnehmen und Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit nicht zur Verfügung stehen.

Personen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen nach dem 2. Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen sind, zählen ebenfalls zu dieser Gruppe. Inklusive deren Kinder unter 15 Jahren und der weiteren nicht erwerbsfähigen Angehörigen haben im Januar 2026 15.517 Personen (- 147 gegenüber dem Vormonat) in 7.850 Bedarfsgemeinschaften (- 42) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat sind die Zahlen deutlich zurückgegangen: So gab es im Januar 2025 noch 892 Bedarfsgemeinschaften und sogar 1.126 erwerbsfähige Leistungsberechtigte mehr.

Die aktuellen Arbeitslosenzahlen im SGB II in den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes sind der beigefügten Grafik zu entnehmen.

Die Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen.

Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig. Die hilfsweisen Quoten sind der ebenfalls beigefügten Grafik zu entnehmen.

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