Auf dem Parkplatz hinter der Volksbank in Erle entsteht eine neue E-Ladestation. Wie bereits berichtet, hatte die SPD einen entsprechenden Antrag eingebracht. Entgegen aller Spekulationen ist für die geplante E-Ladestation auf dem Parkplatz hinter der Volksbank in Erle keine große Baumaßnahme notwendig.
Keine großen Bauarbeiten notwendig
„Der Parkplatz muss dafür nicht komplett wieder aufgerissen werden“, erklärt Markus Büsken, Erster Beigeordneter der Gemeinde Raesfeld, auf Nachfrage. Die notwendigen Leerrohre und technischen Vorbereitungen seien bereits beim Bau des Parkplatzes berücksichtigt worden.
Die neue Ladesäule soll direkt am ersten Parkplatz auf der linken Seite entstehen. Geplant ist zunächst eine Station mit zwei Ladepunkten. Wann genau die Installation erfolgt, stehe terminlich noch nicht fest.
Stadtwerke haben Angebot vorgelegt
Nach Angaben von Büsken liegt inzwischen ein Angebot der Stadtwerke für die Installation vor. „Das heißt aber nicht, dass dort später in Höchstgeschwindigkeit geladen werden kann“, sagt er. Eine klassische Schnellladestation sei zunächst nicht vorgesehen.
Die Gemeinde sehe die neue Anlage vor allem als Teil der notwendigen Infrastruktur. Ob die Ladesäule künftig stark genutzt werde, müsse sich erst noch zeigen.
Unterdurchschnittlich genutzt wirde die E-Ladestation auf dem Parkplatz am Rathaus. Foto: Petra Bosse
Unterschiedliche Erfahrungen mit bestehenden Ladesäulen
Dabei blickt die Gemeinde auch auf die bisherigen Erfahrungen in Raesfeld. „Die kürzliche Auswertung hat gezeigt, dass die Ladesäule am Rathaus bislang eher unterdurchschnittlich genutzt wird“, erklärt Büsken. Zudem verlaufe das Laden dort auch vergleichsweise langsam.
Ganz anders sehe es dagegen an der Ladestation am Naturparkhaus aus. Diese werde nach Angabenvon Markus Büsken sehr gut angenommen.
Erst einmal ein Testlauf in Erle
Deshalb soll in Erle zunächst nur eine einzelne Ladesäule aufgebaut werden. „Wir wollen erstmal sehen, wie das Angebot angenommen wird“, so Büsken. Sollte die Nutzung später deutlich steigen, könne die Anlage problemlos erweitert werden.
Der geplante Aufbau geht auf einen Antrag der SPD zurück. Mit der neuen E-Ladestation startet die Gemeinde nun zunächst einen Praxistest, um den tatsächlichen Bedarf in Erle besser einschätzen zu können.
Mitglieder des Heimatvereins „Oudheidkundige Vereniging“ aus Wehl haben ihre Partnergemeinde Raesfeld besucht. Auf dem Programm standen Führungen durch das Museum am Schloss, die Akademie des Handwerks und die Femeiche in Erle. Rund 40 Gäste aus den Niederlanden nahmen an dem Tagesausflug teil.
Hans Brune, Vorsitzender des Heimatvereins Raesfeld, und Karl-Heinz Tünte begrüßten die Besuchergruppe am Dienstagmittag vor dem Museum am Schloss in Raesfeld. Insgesamt waren rund 40 Mitglieder und Angehörige des befreundeten Heimatvereins aus Wehl angereist.
Rundgang durch das Museum am Schloss
Nach der Begrüßung führte Richard Sühling die Gäste durch das Museum des Heimatvereins Raesfeld. In der Dauerausstellung wird die Zeit von 1939 bis 1945 im Dorf Raesfeld dokumentiert. Zahlreiche Exponate, Fotos, Plakate und Urkunden vermitteln Eindrücke aus der Kriegszeit.
Im Anschluss erhielten die Besucher eine Führung durch die Schlosskapelle. Bei sonnigem Wetter entstand auf den Stufen der Kapelle zudem ein gemeinsames Erinnerungsfoto.
Einblicke in die Akademie des Handwerks
Nach einer Stärkung mit Kaffee, Kuchen, Schnittchen und Kaltgetränken in einem nahegelegenen Gasthof besuchte die Gruppe die Akademie des Handwerks. Mitarbeiter Wolfgang Ronau führte die Teilnehmer durch die Steinmetz- und Schmiedewerkstatt.
Dabei informierte er über die Geschichte des Schlosses, die Arbeit der Akademie und die Ausbildungsinhalte in den Werkstätten. Besonders der Blick hinter die Kulissen stieß bei den Gästen auf großes Interesse.
Zum Abschluss der Führung bestand die Möglichkeit, den Sterndeuterturm zu besteigen. Von dort bot sich ein weiter Blick über die Schlossfreiheit und die Umgebung.
Zum Abschluss ihres Ausflugs besuchten die Gäste des Heimatvereins aus Wehl die historische Femeiche in Erle und erhielten Informationen zur Geschichte des Naturdenkmals.. Foto: Heimatverein Raesfeld
Besuch der Femeiche in Erle
Zum Abschluss des Tages besuchten die niederländischen Gäste die Femeiche in Erle. Karlo Behler, Vorsitzender des Heimatvereins Erle, übernahm kurzfristig die Führung und gab einen Überblick zur Geschichte der rund 1000 Jahre alten Eiche.
Für viele der Besucher war es der erste Besuch an dem historischen Ort.
Das Bürgerbüro im Raesfelder Rathaus bleibt in den kommenden Wochen mittwochs geschlossen. Grund ist ein Krankheitsfall. An den übrigen Tagen gelten weiter die gewohnten Öffnungszeiten.
Die Gemeindeverwaltung Raesfeld bittet um Verständnis für die vorübergehende Einschränkung. Wer einen Termin im Bürgerbüro plant, sollte den Mittwoch in den kommenden Wochen meiden.
Die Pingsterbrut lädt Kinder ab fünf Jahren am Sonntag, 24. Mai 2026, zum Singen in Erle ein. Treffpunkt ist um 10 Uhr im Silvesterhaus.
Treffpunkt am Silvesterhaus
Alle Kinder ab fünf Jahren sind eingeladen, bei der Pingsterbrut mitzumachen. Los geht es am Sonntag, 24. Mai 2026, um 10 Uhr im Silvesterhaus in Erle.
Infos und Anmeldung
Weitere Informationen und Anmeldungen gibt es bei Petra Haasler unter 02865 6232.
Sammeln für Uganda und die Styler Missionare
Die Pingsterbrut sammelt in diesem Jahr Geld für Pfr. Charles und sein Waisenhaus in Uganda sowie für Sr. Raphaele Venhoff und die Arbeit der Styler Missionare.
Nach einem Unfall zwischen einem Auto und einem Fahrradfahrer sucht die Polizei in Raesfeld nach einem bislang unbekannten Autofahrer. Ein 13-jähriger Junge wurde bei dem Zusammenstoß leicht verletzt. Zudem entstand Sachschaden am Fahrrad.
Unfall an der Kreuzung Hoher Weg
Der Unfall ereignete sich am Mittwoch, 20. Mai 2026, gegen 16.15 Uhr im Bereich Hoher Weg / St. Sebastian in Raesfeld.
Nach Angaben der Polizei befuhr ein 13-jähriger Raesfelder mit seinem Fahrrad die Straße St. Sebastian in Richtung Weseler Straße. Hinter ihm sei ein bislang unbekannter Autofahrer in gleicher Richtung unterwegs gewesen.
Als der Junge in Höhe der Kreuzung Hoher Weg nach links abbiegen wollte, habe der Autofahrer offenbar zum Überholen angesetzt. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit dem Hinterrad des Fahrrades. Der 13-Jährige stürzte.
Autofahrer fuhr weiter
Wie die Polizei mitteilt, habe der Autofahrer nach dem Unfall zunächst angehalten und sich nach dem Befinden des Jungen sowie möglichen Schäden am Fahrrad erkundigt.
Nachdem der Schüler angegeben habe, unverletzt zu sein und keine Schäden festgestellt worden seien, habe der Mann seine Fahrt fortgesetzt, ohne seinen gesetzlichen Pflichten nachzukommen.
Später stellte sich laut Polizei heraus, dass der 13-Jährige leichte Verletzungen erlitt. Außerdem entstand ein Sachschaden am Fahrrad.
Polizei bittet um Hinweise
Der gesuchte Autofahrer wird als etwa 80 bis 90 Jahre alt beschrieben. Er habe graue Haare und braune Augen gehabt. Zum Unfallzeitpunkt habe er eine braune Weste sowie ein kariertes Hemd oder eine karierte Jacke getragen.
Bei dem Fahrzeug soll es sich um einen grauen VW-Kastenwagen gehandelt haben.
Hinweise nimmt das Verkehrskommissariat in Borken unter Tel. 02861 / 9000 entgegen.
Zum Weltbienentag am 20. Mai weist Wald und Holz NRW auf den Wert artenreicher Waldränder hin. Sie bieten Wildbienen, Hummeln und vielen weiteren Insekten Nahrung, Schutz und Lebensraum.
In Gärten, Wiesen und Wäldern in Nordrhein-Westfalen werden viele bestäubende Insektenarten seltener. Das betrifft nach Angaben von Wald und Holz NRW besonders Wildbienen, Hummeln und andere Insekten, die Wild- und Nutzpflanzen bestäuben und damit zur Artenvielfalt beitragen.
Während die Honigbiene eng mit dem Menschen verbunden ist, geraten Wildbienen oft weniger in den Blick. In Deutschland sind rund 560 Wildbienenarten heimisch. Viele von ihnen fliegen bereits bei deutlich niedrigeren Temperaturen als Honigbienen und übernehmen damit im Frühjahr und bei schlechtem Wetter eine wichtige Rolle, etwa während der Obstblüte.
Waldränder als Lebensraum für Insekten
Blütenreiche Gärten können Insekten wertvolle Nahrung bieten. Eine wichtige Rolle spielen aber auch Waldränder. Gerade in Waldgebieten, die durch Trockenheit und Borkenkäfer geschädigt wurden, können neue Strukturen naturnah und insektenfreundlich gestaltet werden.
Försterin Petra Knoop von Wald und Holz NRW beschäftigt sich im Forstamt Kurkölnisches Sauerland mit naturnaher Waldrandgestaltung. „Es ist wirklich spannend, was wir mit einem artenreichen Waldrand ganzjährig erreichen können“, sagt Knoop.
Für Bienen, andere Insektenarten und Vögel braucht es eine vielfältige Mischung aus standortgerechten Bäumen und Sträuchern. Geeignet sind nach Angaben von Wald und Holz NRW unter anderem Vogelkirsche, Weiden, Sommer- und Winterlinde sowie Ahorn. Dazu kommen heimische Sträucher wie Weißdorn, Schlehdorn, Haselnuss, Hundsrose, Kornelkirsche, Faulbaum und Schwarzer Holunder.
Blüten vom Frühjahr bis in den Herbst
Entscheidend ist eine Auswahl, die über viele Monate hinweg Nektar und Pollen liefert. Fachleute sprechen von einem sogenannten Trachtfließband. Durch unterschiedliche Blühzeiten entsteht vom Frühjahr bis in den Herbst ein möglichst durchgängiges Angebot bis zur Fruchtbildung.
Auch Nadelbäume können dazu beitragen. Fichten, Tannen, Kiefern und Lärchen werden teils von Rinden- und Schildläusen besiedelt, die Honigtau produzieren. Honigbienen sammeln diesen Honigtau und verarbeiten ihn zu Waldhonig.
Besonders wertvoll sind heimische Straucharten mit hohen Nektar- und Pollenwerten. Dazu zählen Weiden sowie wilde Himbeeren und Brombeeren. Damit ergänzt der Waldrand andere Lebensräume für Insekten in NRW.
Mehr Schutz für junge Pflanzen
Ein naturnaher Waldrand beginnt idealerweise mit einem krautigen Saum. Darauf folgen halbhohe Sträucher und anschließend kleinere Bäume wie Wildobstgehölze oder Weiden. Optimal ist laut Wald und Holz NRW eine Tiefe von 15 bis 30 Metern. Auch schmalere Waldinnenränder seien jedoch besser als gar keine Waldränder.
Empfohlen werden Gruppen von zehn bis zwanzig Pflanzen einer Art. Wichtig ist außerdem der Schutz junger Pflanzen vor Wildverbiss. Bei Dornensträuchern ist ein zusätzlicher Schutz häufig nicht nötig, dennoch sollte der Zustand in den ersten Jahren regelmäßig kontrolliert werden.
Artenreiche Waldränder können zudem Wind bremsen, Wege besser lenken und die Verkehrssicherung entlang angrenzender Strecken erleichtern. Damit gehören sie nicht nur zum Insektenschutz, sondern auch zur praktischen Waldpflege.
Die Aufnahme zeigt einen bienenfreundlichen Waldrand mit Ginster, Kirsche, Vogelbeere und Holunder. Das Bildmaterial wurde von Wald und Holz NRW zur Pressemitteilung bereitgestellt.
Ein bislang unbekannter Autofahrer hat am Montag in Raesfeld ein abgestelltes Microcar beschädigt und sich anschließend vom Unfallort entfernt. Die Polizei bittet um Hinweise.
Unfall auf Parkplatz an der Straße Zur Hofweide
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall am Montag, 18. Mai, zwischen 17 Uhr und 17.30 Uhr auf einem Parkplatz an der Straße Zur Hofweide in Raesfeld.
Der bislang unbekannte Fahrzeugführer beschädigte dabei ein abgestelltes Microcar im hinteren rechten Bereich erheblich. Anschließend entfernte sich der Verursacher, ohne seinen gesetzlichen Pflichten nachzukommen.
Polizei sucht Zeugen
Das Verkehrskommissariat in Borken bittet Zeuginnen und Zeugen, die Angaben zum Unfall oder zum flüchtigen Fahrzeug machen können, sich unter Tel. (02861) 9000 zu melden.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Dienstag Dorsten besucht. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Elke Büdenbender stand der Tag ganz im Zeichen von Ehrenamt, Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Auch Raesfelds Bürgermeister Dirk Kuhmann nahm auf Einladung an mehreren Programmpunkten teil.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ehefrau Elke Büdenbender besuchen Dorsten. Ehrenamt und Grundrecht stehen im Mittelpunkt. Foto: Petra Bosse
Demokratie und Ehrenamt prägen den Besuch in Dorsten
Beim ökumenischen Gottesdienst in der St. Agatha Kirche machte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier deutlich, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für die Demokratie sei.
„Man kann spüren, dass hier in Dorsten nicht nur der Glaube lebendig ist, sondern auch das Engagement von Menschen miteinander und füreinander“, sagte Steinmeier in seiner Ansprache.
Foto: Petra Bosse
Der Bundespräsident hob hervor, wie viele Menschen sich in Dorsten aktiv für Erinnerungskultur, Teilhabe und Demokratie einsetzen würden. Er habe dies selbst bei verschiedenen Stationen seines Besuchs erleben können, etwa beim Reinigen von Stolpersteinen in der Ursulastraße, im Jüdischen Museum sowie im „Grundgesetzladen“.
Steinmeier sagte wörtlich: „Hier packen Menschen an, um gemeinsam Erinnerung zu pflegen und zu bewahren, um Benachteiligten zu helfen, um Teilhabe für alle zu ermöglichen.“
Foto: Petra Bosse
Mit Blick auf die Dorstener Tage des Grundgesetzes erklärte der Bundespräsident, das Grundgesetz verdiene Aufmerksamkeit und öffentliche Wertschätzung. Freiheit, Rechtsstaat und Demokratie seien Errungenschaften, die keineswegs selbstverständlich seien.
Steinmeier wirbt für aktives Mitmachen
In seiner Rede betonte Steinmeier zudem, Demokratie brauche aktive Menschen, die sich einbringen und Verantwortung übernehmen würden.
Er sagte: „Demokratie ist eben nicht nur Kopfsache. Sie braucht Menschen, die sich einbringen, die mitmachen, die sie zu ihrer Sache machen.“
Bundespräsident Walter Steinmeier nach der festlichen Andacht in der St. Agatha-Kirche in Dorsten. Foto: Petra Bosse
Mit Blick auf den bevorstehenden Geburtstag des Grundgesetzes am 23. Mai wünsche er sich, dass möglichst viele Menschen aktiv würden und gemeinsam Verantwortung für das gesellschaftliche Miteinander übernähmen. Das Erleben eigener Wirksamkeit sei eine wichtige demokratische Grunderfahrung.
Spontanes Selfie mit dem Bundespräsidenten und Ehrefrai. Foto: Petra Bosse
Schüler setzen Zeichen für Erinnerungskultur
Während des Besuchs standen auch Begegnungen mit Schülerinnen und Schülern auf dem Programm. Gemeinsam mit seiner Ehefrau ging Steinmeier auf die Knie, um Stolpersteine zu reinigen. Zudem besuchte das Ehepaar das Jüdische Museum.
Anschließend führte eine Rikscha-Fahrt durch die Dorstener Altstadt zur St. Agatha Kirche. Dort sorgten die Schützenorchester Rhade mit Musik und dem Steigerlied „Glück auf“ für einen besonderen Abschluss.
Walter Steinmeier – mit der Rischka durch Dorsten. Foto: Petra Bosse
Trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen durch Bundespolizei und Bundeskriminalamt zeigte sich das Ehepaar Steinmeier bürgernah. Spontan entstanden Selfies mit Jugendlichen, zudem nahm sich der Bundespräsident Zeit für kurze Gespräche mit Passanten entlang der Innenstadt.
Dirk Kuhmann spricht von großer Wertschätzung
Auch Raesfelds Bürgermeister Dirk Kuhmann nahm gemeinsam mit seinen Amtskollegen Mike Rexforth und Manuel Deitert auf Einladung von Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff an dem Besuch teil.
Raesfelds Bürgermeister Dirk Kuhman, Amtskollen Manuel Deitert und Mike Rexforth sowie stellv. Bürgermeister Dorsten Jan Heppner beim Besuch in Dorsten bei Walter Steinmeier. Foto: Petra Bosse
Kuhmann erklärte dazu: „Ich habe mich über die persönliche Einladung von Herrn Bürgermeister Tobias Stockhoff anlässlich des Besuchs von Herrn Bundespräsidenten Steinmeier sehr gefreut.“ Weiter sagte Kuhmann, der Besuch sei „eine sehr große Ehre und Wertschätzung für die vielen ehrenamtlich tätigen Menschen in der Stadt Dorsten“.
Zugleich sei es auch für ihn als Bürgermeister der Nachbargemeinde eine besondere Ehre gewesen, eingeladen worden zu sein und an diesem Tag teilnehmen zu dürfen.
Foto: Petra Bosse
Musikalischer Abschluss und hohe Sicherheitsvorkehrungen
Für einen besonderen Überraschungsmoment sorgte nach der abschließenden Andacht vor der St. Agatha Kirche die Schützenkapelle Rhade. Mit einem musikalischen Ständchen begrüßten die Musiker den Bundespräsidenten und seine Ehefrau. Dabei durfte auch das Steigerlied „Glück auf“ nicht fehlen, das bei vielen Besuchern für emotionale Momente sorgte.
Foto: Petra Bosse
Der Besuch des Bundespräsidenten war zugleich von hohen Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Neben zahlreichen Kräften der Polizei waren auch Mitarbeitende des Bundeskriminalamtes sowie Personenschützer im Einsatz. Bereits vor Beginn der Veranstaltung kontrollierten Sprengstoffhunde des Bundeskriminalamtes unter anderem die Kamerataschen der anwesenden Journalisten.
Sprengstoff-Hunde des Bundeskriminalamts im Einsatz in Dorsten beim Besuch von Walter Steinmeier
Trotz des großen Sicherheitsaufkommens verlief der gesamte Tag ruhig und friedlich. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit für persönliche Begegnungen, kurze Gespräche und gemeinsame Erinnerungsfotos. Insgesamt blieb ein emotionaler Tag mit vielen Eindrücken rund um Demokratie, Ehrenamt und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Gang durch die Stadt – Walter Steinmeier mit Ehefrau, Bürgermeister Tobias Stockhoff und Ministerin für Schule und Bildung NRW Dorothee Feller. Foto: Petra Bosse
Foto: Petra Bosse
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Der Privatgarten der Familie Seggewiß in Raesfeld öffnet am Pfingstsonntag, 24. Mai 2026, von 11 bis 18 Uhr zur Offenen Gartenpforte. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr Tipps zum Klimawandel im heimischen Garten.
Wie lässt sich ein Garten auf Dürreperioden, Starkregen, Hitze und milde Winter vorbereiten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Familie Seggewiß seit Jahren im eigenen Exotengarten. Besucherinnen und Besucher können sich dort austauschen und Anregungen für trockenheitsverträgliche Pflanzen, lebendige Bienenweiden und den Umgang mit extremen Wetterlagen sammeln.
Weitere Öffnungstage im Sommer
Über den Sommer hinweg öffnet der Garten an mehreren Terminen. Geplant sind folgende Tage:
24.05.2026: Palmenblüte im Exotengarten
14.06.2026: Tag der Gärten und Parks Westfalen-Lippe
28.06.2026: Gartenblicke Raesfeld und Schermbeck
12.07.2026: Kakteenblüte im Wüstenbeet
26.07.2026: Sommersonne im Exotengarten
23.08.2026: Auf gehts… Eine Reise nach Bananien
Der Garten liegt an der Adresse Im Rott 16 in 46348 Raesfeld. Gruppen können telefonisch eine Führung vereinbaren. Weitere Informationen gibt es unter www.garten-seggewiss.de.
Mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel begann am Sonntag die offizielle Eröffnungsfeier des neuen Dorfplatzes Böckenhoff in der Erler Dorfmitte.
Trotz wechselhaften Wetters kamen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste aus Politik, Verwaltung, der ehemaliger Bürgermeister Martin Tesing und Vereinen zusammen, um das neue Zentrum des Dorflebens gemeinsam einzuweihen. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur der neue Platz, sondern auch das benachbarte Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle.
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Foto: Petra Bosse
Open-Air-Gottesdienst zum Auftakt
Schon während des Gottesdienstes zeigte sich, dass der Tag eher regnerisch als sommerlich werden würde. Das hielt die Besucherinnen und Besucher jedoch nicht davon ab, an der Feier teilzunehmen. Viele nutzten die Gelegenheit, den neugestalteten Dorfplatz und das neue Dorfgemeinschaftshaus erstmals gemeinsam zu erleben.
Bürgergenossenschaft trägt das Projekt
Arno Brömmel vom Aufsichtsrat der Bürgergenossenschaft Erle eG blickte in seiner Ansprache auf die Entstehung des Projekts zurück. Besonders hob er den gemeinsamen Einsatz der Beteiligten hervor.
Arno Brömmel. Foto: Petra bosse
„Eine tolle Leistung mit tollen Leuten hier mit dem Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle, was hier entstanden ist. Es lässt mit Stolz darauf zurückblicken, was wir da geschafft haben“, sagte Brömmel. Rund 2100 Mitglieder und 2,1 Millionen Euro stünden hinter dem Projekt. Sein Dank galt insbesondere den Mitstreitern aus Aufsichtsrat und Vorstand sowie Prokurist Peter Stöbel, der auf der Baustelle „in Einigkeit mit den Handwerkern etwas Tolles“ geschaffen habe.
Bürgermeister Dirk Kuhmann würdigte den Mut der Verantwortlichen. Foto: Petra Bosse
Bürgermeister Kuhmann würdigt Mut und Zusammenhalt
Bürgermeister Dirk Kuhmann erinnerte in seiner Rede an die Zeit, als das Traditionshaus Brömmel-Wilms geschlossen wurde. Damals habe sich für viele Menschen die Frage gestellt, wie es mit dem Dorfleben weitergehen solle.
„So eine Gaststätte, so eine Dorfkneipe, das ist gar keine Selbstverständlichkeit. Das ist kein Luxusgut, sondern ein Ort, an dem Freud und Leid geteilt wird“, sagte Kuhmann. Der neue Dorfplatz mit dem HUB Erle sei deshalb weit mehr als nur ein Bauprojekt. Er stehe für Gemeinschaft, Tradition und Zukunft zugleich.
Geschäftsführer HUB Erle Christian Lipfert (li.). Foto: Petra Bosse
Besonders würdigte der Bürgermeister den Mut der Verantwortlichen. Ein solches Vorhaben umzusetzen, sei in der heutigen Zeit alles andere als selbstverständlich. Stellvertretend nannte er Andreas Grotendorst, Oliver Göttlich und Peter Stöbel, die das Projekt mit großem Engagement begleitet hätten. Gleichzeitig dankte er den zahlreichen Genossinnen und Genossen, deren finanzielle Beteiligung das Vorhaben überhaupt erst möglich gemacht habe.
Förderung stärkt die Dorfentwicklung
Auch Benedikt Brahm von der Bezirksregierung Münster sprach bei der offiziellen Eröffnung. Der Dezernent für ländliche Entwicklung und Bodenordnung betonte die Bedeutung des Projekts für die Dorfentwicklung im ländlichen Raum.
Benedikt Brahm von der Bezirksregierung Münster hob die gute Zusammenarbeit zwischen Genossenschaft und Gemeinde hervor. Foto: Petra Bosse
„Was Sie hier geschaffen haben, ist mehr als ein schön gestalteter Platz. Es ist ein neuer Mittelpunkt des Dorflebens“, sagte Brahm. Der neue Dorfplatz sei ein sichtbares Zeichen dafür, „was möglich ist, wenn Bürgerinnen und Bürger, Gemeinde, Politik und Land gemeinsam an einem Strang ziehen“.
Beste Stimmung auf dem Dorfplatz Böckenhoff: Besucher feiern gemeinsam bei Musik und Polonäse.
Das Projekt wurde mit öffentlichen Mitteln gefördert. Besonders hob Brahm die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Bürgergenossenschaft hervor. Die Fläche für das HUB Erle sei von der Gemeinde Raesfeld im Rahmen eines Erbpachtvertrages übertragen worden. Dadurch sei eine Partnerschaft „auf Augenhöhe“ entstanden. Ziel sei es, soziale Teilhabe zu ermöglichen und die Dorfmitte als offenen Treffpunkt zu stärken.
Johannes Böckenhoff spricht über seine Verbundenheit mit Erle
Johannes Böckenhoff, ehemaliger Hofbesitzer der Anlage, zeigte sich bewegt über die Entwicklung des Projektes.
„So etwas zu erschaffen, kann man wirklich nur in Erle schaffen“, sagte er mit Blick auf das neue Dorfgemeinschaftshaus und den Dorfplatz. Für ein solches Vorhaben brauche es nicht nur Zeit, sondern auch breite Unterstützung aus der Bevölkerung.
Als festgestanden habe, was an dem Standort entstehen solle, habe er das Vorhaben gerne unterstützt. „Mein Herz hängt an Erle“, erklärte Böckenhoff.
Arno Brömmel (li.) und Johannes Böckenhoff. Foto: Petra Bosse
Unterstützung weit über Erle hinaus
Im Anschluss dankte Arno Brömmel der Familie Böckenhoff für deren Beitrag zum Projekt. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Finanzierung des HUB längst nicht nur aus Erle getragen worden sei.
Beim Blick auf die Namenstafeln sei sichtbar geworden, wie viele Menschen sich beteiligt hätten, darunter Unterstützer aus Dorsten, Schermbeck, Marbeck, Reken und weiteren Nachbarorten. Selbst die altkatholische Kirche in Bottrop habe sich beteiligt.
„So viele Menschen aus Erle, Raesfeld, Marienthal, Uefte, Schermbeck oder Dorsten haben dieses Projekt unterstützt“, sagte Brömmel. Dafür sprach er allen Beteiligten erneut seinen Dank aus.
Zugleich erinnerte er daran, dass der Platz künftig offiziell den Namen „Dorfplatz Böckenhoff“ tragen werde. Zum Abschluss der offiziellen Eröffnung übergab Brömmel das Wort an die Musiker: „Jetzt geben wir das Kommando an die Raesfelder Musiker. Dafür seid ihr heute hier.“
Musik, Tanz und humorvolle Einlagen
Neben den offiziellen Reden stand auch das Feiern im Mittelpunkt des Tages. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von den Burgmusikanten. Später sorgte DJ Christian Sanders für Stimmung und lud die Gäste zum Tanzen ein.
Die Damen der EAV. Foto: Petra Bosse
Für Unterhaltung auf der Bühne sorgten außerdem die Breijpottspöllers des Heimatvereins Erle mit ihrer Aufführung „Die Vogelhochzeit“. Auch die Damen der Erler Allgemeinen Verunsicherung, kurz EAV, brachten mit humorvollen Sketchen rund um den Erler Dorfklatsch viele Besucher zum Lachen.
Die Fronleichnamsprozession in Raesfeld führt in diesem Jahr über die Schlossroute durch den Ort. Beginn ist am 4. Juni um 9 Uhr mit der Heiligen Messe in der Kirche St. Martin. Begleitet von den Burgmusikanten zieht die Prozession anschließend durch mehrere Ortsteile zurück zur Kirche.
Prozession durch Raesfeld mit fünf Stationen
Nach der Heiligen Messe in St. Martin führt die Fronleichnamsprozession über insgesamt fünf Stationen durch Raesfeld. Geplant sind Stationen an St. Sebastian, am Brink, an der Brinker Stegge, an der Schlosskapelle sowie am Seniorenhaus St. Martin.
Musikalisch begleitet werden die Teilnehmenden von den Burgmusikanten.
Die Organisatoren freuen sich darüber, wenn sich auch in diesem Jahr wieder Fahnenabordnungen aus den weiteren Ortsteilen an der Prozession beteiligen.
Eigene Katechese für Kommunionkinder
Für die Kommunionkinder bietet Schwester Daniela Maria eine eigene Katechese an der Schlosskapelle an. Beginn ist dort um 10.15 Uhr. Anschließend ziehen die Kinder gemeinsam mit der Prozession weiter zur Kirche.
Dank an Helfende und Nachbarschaften
Schon jetzt gilt der Dank den beteiligten Gruppen sowie den Nachbarschaften, die bei der Vorbereitung und Durchführung der Fronleichnamsfeier unterstützen.
Der Raesfelder Bauernmarkt 2026 öffnet am Pfingstwochenende erneut seine Tore auf dem Hof Süthold am Vennekenweg. Mehr als 100 Aussteller präsentieren regionale Spezialitäten, Handwerkskunst und ein buntes Familienprogramm. Besucherinnen und Besucher erwartet an beiden Tagen ein abwechslungsreiches Erlebnis für die ganze Familie.
Regionalität und Genuss auf dem Hof Süthold
Am Pfingstsonntag, 24. Mai 2026, und am Pfingstmontag, 25. Mai 2026, findet auf dem Hof Süthold in Raesfeld wieder der beliebte Raesfelder Bauernmarkt statt. Jeweils von 11 bis 18 Uhr verwandelt sich das Hofgelände am Vennekenweg in einen Treffpunkt für Genießer, Familien und Freunde regionaler Produkte
Foto: Petra Bosse/Archiv
Mehr als 100 Aussteller aus dem Münsterland und Westfalen bieten eine große Auswahl an regionalen Spezialitäten und handwerklich hergestellten Produkten an. Dazu gehören frisches Obst und Gemüse, hausgemachte Marmeladen, Käsespezialitäten, münsterländische Delikatessen und Kunsthandwerk.
Familienprogramm mit vielen Mitmachaktionen
Der Raesfelder Bauernmarkt 2026 bietet nicht nur Einkaufsmöglichkeiten, sondern auch zahlreiche Attraktionen für Familien. Kinder können sich auf eine Kindereisenbahn, Karussells und Trampolinspringen freuen. Zudem werden historische Landmaschinen präsentiert.
Vor dem Hofladen zeigt Bäckermeisterin Johanna das traditionelle Stutenbacken im Holzofen. Auf der Hühnerwiese dürfen Kinder die Tiere mit Futter aus dem Eierautomaten versorgen.
Marktmeister Peter Süthold erklärt: „Der Raesfelder Bauernmarkt verbindet regionale Qualität, gelebte Tradition und persönliche Begegnungen. Wir möchten unseren Gästen zeigen, wie viel Leidenschaft in Landwirtschaft, Handwerk und regionalen Produkten steckt.“
Raesfelder Kappeshoheiten besuchen den Bauernmarkt
Ein besonderer Programmpunkt erwartet die Besucherinnen und Besucher am Pfingstsonntag. Von 11 bis 14 Uhr sind die Raesfelder Kappeshoheiten auf dem Hof Süthold zu Gast. Kappeskönigin Katharina I. Meyering und Kappesprinzessin Franziska I. Lembrock stehen für Gespräche und Erinnerungsfotos bereit.
Der Eintritt zum Raesfelder Bauernmarkt 2026 ist frei. Parkmöglichkeiten werden vom Raesfelder Karnevalsverein gegen einen kleinen Beitrag für die Vereinskasse angeboten.
Für Helmut Dumzlaff vom SV Altendorf-Ulfkotte geht ein sportlicher Traum in Erfüllung: Der Dorstener gehört künftig zur deutschen Ü70-Auswahl.
Helmut Dumzlaff vom SV Altendorf-Ulfkotte steht vor einer Fußball-Saison, die für ihn sportlich und emotional zu einem besonderen Kapitel werden kann. Die deutsche Ü70-Auswahl nominierte den Dorstener im vergangenen Monat. Damit darf er sich auf internationale Aufgaben freuen, die weit über den gewöhnlichen Seniorensport hinausgehen.
Helmut Dumzlaff blickt auf internationale Aufgaben mit der deutschen Ü70-Auswahl. Foto: privat
Erster Höhepunkt im Sommer
Als erster großer Höhepunkt wartet auf Helmut Dumzlaff und seine Mitspieler die Europameisterschaft in Cardiff. Ein weiterer besonderer Termin folgt im Juli. Die Ü75 spielt am 30. Juli unter den Augen der Ü70 gegen England.
Auf den Tag genau 60 Jahre zuvor, am 30. Juli 1966, standen sich beide Nationen im WM-Finale von 1966 im Londoner Wembley-Stadion gegenüber. England gewann damals mit 4:2 nach Verlängerung. Bis heute ist vor allem das umstrittene Wembley-Tor von Geoff Hurst Teil zahlloser Diskussionen. Am 31. Juli spielt dann die Ü70 im gleichen Stadion ebenfalls ein Länderspiel gegen England.
Die Neuauflage ist zwar keine offizielle Revanche, aber ein sportlich anspruchsvolles Seniorenspiel mit großer emotionaler Bedeutung. Das Interesse ist bemerkenswert: Der Vorverkauf soll bereits mehr als 13.000 Eintrittskarten erreicht haben, in den Planungen ist von bis zu 15.000 Zuschauern die Rede. Für Helmut Dumzlaff bietet sich damit die Gelegenheit, an einem Fußballereignis mitzuwirken, das Geschichte, Rivalität und Leidenschaft miteinander verbindet.
Helmut Dumzlaff gehört künftig zur deutschen Ü70-Auswahl. Foto: privat
Kosten werden zum großen Teil selbst getragen
Die deutschen Ü70-, Ü75- und Ü80-Auswahlen bereiten sich intensiv auf die kommenden Aufgaben vor. Im Ostalbkreis fanden bereits gemeinsame Trainingseinheiten statt, um die Mannschaften auf die sportlichen Höhepunkte einzustimmen. Wie ehrgeizig und international Fußball auch im hohen Alter läuft, zeigte zuletzt die deutsche Ü75-Auswahl, die 2025 den WM-Titel gewann.
Neben dem sportlichen Ehrgeiz stehen Lebensfreude, Zusammenhalt und Teamgeist im Mittelpunkt. Die Spieler trainieren, reisen zu Turnieren, kämpfen um Kaderplätze und tragen dabei einen erheblichen Teil der Kosten selbst.
Unterstützung kommt unter anderem durch das Charity-Sammelalbum „Weltmeister der Herzen“ von Stickerstars. Auch Helmut Dumzlaff ist darin als Spieler des SV Altendorf-Ulfkotte vertreten. Das Album hilft dabei, Reisen und Turniere der deutschen Senioren-Auswahlen mitzufinanzieren, denn internationale Einsätze bedeuten für die Teams beträchtlichen Aufwand.
Jahreshöhepunkt im Oktober
Der sportliche Jahreshöhepunkt könnte im Oktober folgen. Vom 12. bis 16. Oktober 2026 steht in Brisbane, Australien, die Senioren-Weltmeisterschaft auf dem Programm. Dort treten Mannschaften in den Altersklassen Ü70, Ü75 und Ü80 an. Für die deutsche Ü75-Auswahl geht es dort um die Titelverteidigung.
Auch wenn die WM nicht zum offiziellen FIFA-Kalender gehört, ist der Anspruch der Mannschaften hoch. Trainingslager, gezielte Vorbereitung und internationale Vergleiche zeigen, wie ernsthaft die Mannschaften den Wettbewerb angehen.
Während viele Gleichaltrige längst nur noch von außen zuschauen, schnürt Helmut Dumzlaff weiter die Fußballschuhe und bereitet sich auf Spiele vor, die für viele Fußballer ein Leben lang unerreichbar bleiben.
Dieser Beitrag erschien zuerst am 15.05.2026 auf Dorsten Online. Autor: Dorsten-Online.de.
Die Bürgergenossenschaft Erle eG lädt ihre Mitglieder zur Generalversammlung nach Raesfeld-Erle ein. Die Versammlung findet am Freitag, 29. Mai 2026, im Schützenfestzelt an der Marienthaler Straße statt. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Berichte zum Geschäftsjahr 2025, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Wahlen zum Aufsichtsrat.
Die Generalversammlung der Bürgergenossenschaft Erle eG „Wir in Erle“ beginnt um 18.30 Uhr. Der Einlass startet bereits ab 18 Uhr. Veranstaltungsort ist das Schützenfestzelt an der Marienthaler Straße in Raesfeld-Erle. Wie die Genossenschaft mitteilt, wird kein Freiverzehr angeboten.
Generalversammlung mit Jahresabschluss 2025
Im Mittelpunkt der Versammlung stehen die Berichte des Vorstandes und des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2025. Zudem wird der Jahresabschluss vorgestellt und über die Verwendung des Jahresergebnisses abgestimmt.
Außerdem berichtet der Aufsichtsrat über seine Tätigkeit sowie über die gesetzliche Prüfung gemäß § 53 Genossenschaftsgesetz. Die Mitglieder entscheiden anschließend über die Feststellung des Jahresabschlusses, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie über Wahlen zum Aufsichtsrat.
Unterlagen liegen ab Mitte Mai aus
Der Jahresabschluss, der Lagebericht sowie der Bericht des Aufsichtsrates können laut Einladung ab dem 13. Mai 2026 eingesehen werden. Die Unterlagen liegen in den Geschäftsräumen an der Silvesterstraße 3 in Raesfeld-Erle bei der Volksbank Raesfeld und Erle eG während der Geschäftszeiten aus.
Der Raesfelder Mai-Lauf 2026 ist eine Veranstaltung für alle. Ob als Teilnehmer oder Zuschauer, ganz Raesfeld ist eingeladen, dabei zu sein und die Läuferinnen und Läufer zu unterstützen. Am 29. Mai geht der traditionsreiche Lauf in seine 38. Runde und setzt mit neuen Strecken und einem neuen Startpunkt frische Akzente.
Neuer Startpunkt am Sportplatz
Der 38. Raesfelder Mai-Lauf startet erstmals auf dem Sportplatz „Zum Michael“. Dort wird der Startbogen der Volksbank aufgebaut. Start und Ziel aller Läufe liegen damit auf der 400-Meter-Bahn. Das neue Konzept macht den Sportplatz zum zentralen Treffpunkt der Veranstaltung. Wie sich das neue Herzstück bewährt, bleibt spannend.
Foto: SV Raesfeld/2025
Anpassungen bei den Strecken
Auch die Strecken wurden leicht verändert. Für die 5- und 10-Kilometer-Läufe ist eine Vermessung nach den Richtlinien des Deutschen Leichtathletik-Verbands geplant. Die offizielle Anerkennung sorgt für vergleichbare Ergebnisse und macht den Lauf besonders für ambitionierte Sportler attraktiv.
Breites Programm für alle Altersgruppen
Das Programm richtet sich wie gewohnt an alle Alters- und Leistungsgruppen. Um 16:00 Uhr starten die Bambiniläufe über 400 Meter. Kinder ab Jahrgang 2023 sammeln hier erste Wettkampferfahrungen.
Bambini-Lauf. Foto: TSV Raesfeld 2025
Um 17:00 Uhr folgen die Schülerläufe über 1000 Meter, um 17:30 Uhr der Lauf über 2,3 Kilometer.
Am Abend beginnen die Hauptläufe. Der 10-Kilometer-Lauf startet um 18:00 Uhr, der 5-Kilometer-Walking-Lauf um 18:05 Uhr. Den Abschluss bildet um 19:30 Uhr der 5-Kilometer-Lauf, der auch als Firmen-, Familien- und Teamlauf ausgetragen wird.
Auch in diesem Jahr gibt es wieder Wanderpokale für Kindergärten und Schulklassen. Der Martin-Kindergarten konnte den Pokal bereits zweimal gewinnen. Die Klasse 3b der Sebastiangrundschule hat ebenfalls die Chance, den Pokal dauerhaft zu behalten.
Zusätzlich werden im Rahmen des Lippe-Issel-Cups die drei teilnehmerstärksten Gruppen oder Vereine prämiert. Die Preisgelder liegen bei 150, 100 und 50 Euro.
Anmeldung und weitere Informationen
Die Organisatoren des TSV Raesfeld hoffen auf viele Teilnehmende und zahlreiche Zuschauer. Ziel ist es, den Mai-Lauf erneut zu einem sportlichen Ereignis für die gesamte Region zu machen.
Weitere Informationen und die Anmeldung sind auf der Internetseite des TSV Raesfeld verfügbar.
Startzeiten
16:00 Uhr: Bambinilauf, 400 Meter, Kinder ab Jahrgang 2023
17:00 Uhr: Schülerlauf, 1000 Meter
17:30 Uhr: Schülerlauf, 2,3 Kilometer
18:00 Uhr: 10-Kilometer-Volksbank-Lauf
18:05 Uhr: 5-Kilometer-Walking-Lauf
19:30 Uhr: 5-Kilometer-Lauf, Firmen-, Familien- und Teamlauf
Bei „Rocking Stones VI – International“ treffen Ende Mai im Vennehof Live-Rock, Tanz und Akrobatik aufeinander. Mehr als 250 Mitwirkende aus Borken und europäischen Partnerstädten gestalten ein internationales Bühnenprojekt voller Energie und Kreativität.
Wenn am Samstag, 30. Mai 2026, um 18 Uhr und am Sonntag, 31. Mai 2026, um 11 Uhr die sechste Ausgabe von „Rocking Stones – International“ in der Stadthalle Vennehof beginnt, erwartet das Publikum ein vielseitiges Crossover-Projekt aus Musik, Tanz und Akrobatik.
Insgesamt zwölf Ensembles aus Borken und den europäischen Partnerstädten der Kreisstadt stehen auf der Bühne. Mehr als 250 Mitwirkende präsentieren Choreografien, Live-Musik und artistische Elemente.
Punch’n’Judy sorgen für den Rocksound
Den musikalischen Mittelpunkt bildet erneut die Borkener Rockband Punch’n’Judy. Die Band gehört seit den Anfängen zum festen Bestandteil des Formats.
Das Programm reicht von Songs der Toten Hosen, Greta Van Fleet und Rise Against bis hin zu bekannten Titeln wie „99 Luftballons“ und „Zombie“. Ein besonderer Höhepunkt dürfte das selten live gespielte Metallica-Epos „The Unforgiven I–III“ werden. Gemeinsam mit einer Hip-Hop-Crew aus Polen wagt sich die Band zudem an neue musikalische Kombinationen.
Tanzgruppen aus Borken und der Region dabei
Aus Borken und der Region präsentieren mehrere Tanz- und Showgruppen ihre aktuellen Programme. Die Formation „JUST dance“ des SV Westfalia Gemen zeigt Modern- und Contemporary-Performances zu „Thanks for the Memories“ und „Word Up“.
Auch der SV Adler Weseke bringt eine eigens für „Rocking Stones“ entwickelte Akrobatikshow auf die Bühne. Dynamische Bodenakrobatik mit Sprüngen, Überschlägen und Salti verbindet dabei Kraft, Präzision und Eleganz. Die Gruppe wird von Viola Rademacher und Gerrit Strauch geleitet. Die Teilnehmenden kommen aus dem gesamten Stadtgebiet Borken und sind zwischen fünf und 25 Jahren alt.
Die Urban Dance Crew der Musikschule präsentiert moderne Choreografien mit urbanen Tanzstilen und wechselnden Formationen. Ergänzt wird das Programm durch das Ballett- & Tanzstudio Attitude aus Borken mit klassischen und modernen Ballettstücken.
Internationale Gruppen reisen nach Borken an
Auch mehrere Gruppen aus den Partnerstädten Borkens wirken an der Veranstaltung mit. Aus Grabow reist die Cheerleader-Gruppe Flighty Skirts an, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert.
Aus Říčany in Tschechien kommen die Musik- und Kunstschule ZUŠ Říčany mit Contemporary Dance und Ballett sowie die Band Masters of the Basement.
Die Hip-Hop-Formation Metamorfoza Junior aus dem polnischen Bolków verbindet Hip-Hop und Modern Jazz mit energiegeladenen Choreografien.
Aus Whitstable in Großbritannien reist die Gruppe BerZerk Dance mit zwölf Tänzerinnen an. Die Formation präsentiert internationale Tanzvielfalt zu Musik von Linkin Park und den Simple Minds.
Für artistische Momente sorgt außerdem die Akrobatikgruppe „Gracia“ aus Podilsk in der Ukraine. Die jungen Künstlerinnen und Künstler der Gracia School of Dance and Circus Arts bringen eigens einstudierte Choreografien und akrobatische Elemente auf die Bühne.
Veranstalter setzt auf Begegnung und Vielfalt
„Gerade diese Mischung macht Rocking Stones besonders“, sagt Oliver Jüngt, Leiter des Fachbereichs „RockPopJazz-Fabrik“ der Musikschule Borken und Initiator der Veranstaltung. „Lokale Gruppen treffen auf internationale Gäste, Rockmusik begegnet Tanz und aus dieser Vielfalt entsteht ein Abend voller Energie und Begegnung.“
„Rocking Stones VI – International“ findet am Samstag, 30. Mai 2026, um 18 Uhr mit Einlass ab 17.30 Uhr sowie am Sonntag, 31. Mai 2026, um 11 Uhr mit Einlass ab 10.30 Uhr in der Stadthalle Vennehof statt.
Tickets sind online unter borken.de/tickets sowie in der Tourist-Information erhältlich.
Die Vorparade des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Erle verlief am Vatertag wetterbedingt anders als gewohnt. Statt unter den Kastanien trafen sich die Schützen zunächst auf dem Schulhof der Silvesterschule und wechselten anschließend vor das Feuerwehrgerätehaus in Erle.
Foto: Petra Bosse
Dort standen neben dem amtierenden Königspaar Andreas Witte und Elke Mohr auch der Thron mit Bernd Steverding und Petra Schleking sowie Peter Stöbel und Tanja Meier im Mittelpunkt. Für viele Lacher sorgten bei der Begrüßung zudem einige humorvolle „Vergehen“ einzelner Schützenbrüder, die Oberst Ludger Schleking traditionell öffentlich kommentierte.
Foto: Petra Bosse
Die Stimmung blieb trotz des wechselhaften Wetters durchgehend gelöst. Spätestens als die Burgmusikanten „Auf der Vogelwiese“ spielten, zeigte sich die Vorfreude auf das bevorstehende Schützenfest deutlich.
Ein Schnäpschen von der amtierenden Königin Elke Mohr. Foto: Petra Bosse
Staubige Jacken nach Schleifarbeiten
Zu den ersten Kandidaten gehörte Lucky. Er hatte die Bänke im Vorfeld abgeschliffen und neu hergerichtet, allerdings offenbar vergessen, diese anschließend abzustauben. Das Ergebnis zeigte sich später auf den Uniformjacken vieler Schützen, auf denen sich der feine Schleifstaub abgesetzt hatte. Die Aktion sorgte bei der Vorparade für zahlreiche Lacher.
Hütchen für die reuigen Sünder bei der Vorparade in Erle. Foto: Petra Bosse
Fahnenkasten musste geöffnet werden
Auch der Fahnenkasten wurde zum Thema. Seit rund 45 Jahren seien die Vereinsfahnen bei Arno Brömmel untergebracht gewesen. Nach Angaben der Schützen habe dort über Jahrzehnte alles problemlos funktioniert. Im vergangenen Jahr sei der Schlüssel jedoch plötzlich verschwunden gewesen.
Da sich der Kasten nicht mehr öffnen ließ, habe man schließlich mit einem Dietrich improvisieren müssen, um an die Fahnen zu gelangen.
Runkelversorgung bis ins Jahr 4306 gesichert
Für weitere Unterhaltung sorgte Fabian Schwering. Hintergrund war eine frühere Diskussion beim traditionellen Runkelwerfen. Dort habe Fabian angemerkt, dass die Runkeln zu klein geraten seien.
Fabian Schwering durfte rechnen. Foto: Petra Bosse
Daraufhin entwickelte sich während der Vorparade eine ausführliche Rechenaktion rund um Saatgut, Ernte und zukünftige Runkelgrößen. Hintergrund sei gewesen, dass die Erler künftig ihre eigenen Runkeln anpflanzen möchten. Dafür habe man bereits entsprechendes Saatgut gekauft. Gemeinsam wurde anschließend hochgerechnet, wie viele Samen ausgesät werden müssten. Das augenzwinkernde Ergebnis: Die Runkelversorgung in Erle sei rechnerisch bis ins Jahr 4306 gesichert.
Erles Königspaar Elke Mohr und Andreas Witte. Foto: Petra Bosse
Eichhörnchen schauen in die falsche Richtung
Auch die neuen Vereinsfahnen sorgten für Gesprächsstoff. Dort fiel auf, dass die Eichhörnchen auf den Fahnen in die falsche Richtung schauten. Sicherheitshalber seien daraufhin weitere Fahnen bestellt worden.
Allerdings seien auch die nachbestellten Fahnen erneut falsch geliefert worden, berichtete Präsident Andreas Pass. Nun verfüge der Verein nach eigener Aussage gleich über vier Fahnen mit Eichhörnchen, die in die falsche Richtung schauen.
Die Raesfelder Burgmusikantn sorgten für die Musik bei der Vorparade. Foto: Petra Bosse
Im Anschluss wurde in gemütlicher Runde vor dem Feuerwehrgerätehaus bei Kaltgetränken weiter zusammengesessen und sich auf das bevorstehende Schützenfest eingestimmt.
Schützenfest beginnt Ende Mai
Das Erler Schützenfest findet in diesem Jahr von Samstag, 30. Mai, bis Montag, 1. Juni, im Festzelt an der Marienthaler Straße statt. Das traditionelle Vogelschießen ist wie gewohnt am Montag auf der Wiese von Johannes Stegerhoff geplant.
Zum Vatertag geht es nicht nur um Ausflüge, Bollerwagen oder ein kühles Getränk unterwegs. Es geht auch um die Zeit mit Kindern, die manchmal anstrengend ist und doch schneller vergeht, als vielen Vätern in diesem Moment bewusst ist.
Manchmal merkt man es erst, wenn der Moment schon vorbei ist.
Wenn das Kinderzimmer abends still bleibt. Wenn niemand mehr ruft, weil noch ein Glas Wasser fehlt. Wenn keine kleinen Füße mehr über den Flur laufen. Wenn keiner mehr auf den Arm will, keiner mehr an die Hand, keiner mehr unbedingt neben Papa sitzen möchte.
Dann denkt man vielleicht zurück an genau die Zeit, die sich mittendrin manchmal so anstrengend angefühlt hat.
Vatertag und die ehrlichen Gedanken im Alltag
An die Nächte, in denen der Schlaf zu kurz war. An die Tage, an denen man sich gefragt hat, wann endlich wieder mehr Ruhe einkehrt. Wann man wieder mehr Zeit für sich hat. Für die Partnerin. Für Freunde. Für das Hobby. Für ein Gespräch, das nicht zwischen Brotdose, Kita, Schule, Fußballtraining und Einschlafbegleitung stattfindet.
Solche Gedanken sind ehrlich. Und wahrscheinlich kennt sie fast jeder Vater.
Vatersein ist nicht nur Bilderbuch. Es ist nicht nur Stolz, Liebe und Sonntagsausflug. Es ist auch Müdigkeit. Verantwortung. Zweifel. Manchmal Überforderung. Dieses Gefühl, überall gebraucht zu werden und trotzdem nicht immer allem gerecht zu werden.
Aber genau darin liegt vielleicht einer der größten Widersprüche des Vaterseins: Was heute Kraft kostet, kann morgen fehlen.
Wenn Kinder größer werden
Die kleine Hand, die sich beim Spaziergang ganz selbstverständlich in die eigene schiebt. Das Kind, das getragen werden will, obwohl der Rücken längst protestiert. Die Frage, ob Papa noch kurz bleibt. Das Einschlafen auf dem Sofa. Das Rufen vom Spielplatz. Der Blick, der sagt: Du bist gerade meine ganze Welt.
Irgendwann verändert sich das.
Kinder werden größer. Erst langsam, dann plötzlich. Aus „Papa, kommst du mit?“ wird irgendwann „Ich mach das schon“. Aus dem Kindersitz wird das eigene Fahrrad. Aus dem gemeinsamen Weg zur Schule wird ein kurzer Abschied an der Tür. Und aus dem kleinen Menschen, der sich fest an einen klammert, wird jemand, der seinen eigenen Weg geht.
So soll es sein. Und trotzdem darf es einen berühren.
Vatertag als Moment zum Innehalten
Der Vatertag ist deshalb vielleicht mehr als ein Tag für Ausflüge, Treffen und ein paar Stunden unterwegs. Er kann auch ein Moment sein, kurz innezuhalten. Für Väter, die gerade mitten in dieser lauten, vollen, manchmal chaotischen Familienzeit stehen. Für Männer, die sich wünschen, eines Tages Vater zu werden. Und für alle, die an diesem Tag an ihren eigenen Vater denken.
Vielleicht an gemeinsame Wege durchs Dorf. An Ausflüge mit dem Fahrrad. An einen Vater, der nicht viele Worte machte, aber da war. An eine Hand auf der Schulter. An einen Rat, den man früher nicht hören wollte und heute besser versteht. An einen Menschen, der fehlt.
Denn auch das gehört zu diesem Tag: Dankbarkeit und Erinnerung. Für das, was war. Für das, was bleibt. Für Sätze, Gesten und kleine Rituale, die einen oft länger begleiten, als man es damals ahnen konnte.
Vielleicht ist Vatertag genau dafür da.
Nicht, um alles perfekt zu finden. Nicht, um Müdigkeit wegzulächeln oder die anstrengenden Seiten des Vaterseins kleinzureden. Sondern um sich bewusst zu machen, dass diese Zeit nicht stehen bleibt.
Dass Kinder groß werden.
Dass Väter älter werden.
Dass manche Gelegenheiten nicht noch einmal kommen.
Und vielleicht reicht manchmal schon dieser eine Gedanke: Heute will jemand meine Hand halten. Heute will jemand getragen werden. Heute will jemand, dass Papa bleibt.
Irgendwann wird man genau daran zurückdenken.
Und vielleicht ist genau das der schönste Grund, diesen Vatertag nicht einfach nur vorbeiziehen zu lassen.
Die bekannte Radiomoderatorin und Autorin Steffi Neu ist erneut in Raesfeld zu Gast. Im Gemeinschaftshaus Martinus liest sie aus ihrem neuen Buch „Landl(i)eben!“. Dabei erzählt sie mit viel Humor und persönlichen Geschichten vom Leben auf dem Land, zwischen Nachbarschaft, Traditionen und Alltag.
Lesung mit Geschichten vom Leben auf dem Land
Mit ihrem neuen Buch „Landl(i)eben! Warum ich nirgendwo anders leben möchte“ widmet sich Steffi Neu den kleinen und großen Geschichten des Dorflebens. Die Autorin beschreibt das Leben zwischen Kuhweiden, Kirchturm und Nachbarschaftshilfe ehrlich, humorvoll und mit einem liebevollen Blick auf die Menschen im ländlichen Raum.
Dabei geht es unter anderem um Gemeinschaft, Traditionen, Integration und die Herausforderungen des Älterwerdens auf dem Land. Auch die Rolle der Kirche und das Miteinander im Dorf spielen in den Geschichten eine wichtige Rolle.
Steffi Neu verbindet persönliche Erlebnisse mit Geschichten anderer Landbewohnerinnen und Landbewohner. So entsteht ein vielseitiger Blick auf das Leben abseits der Großstadt, mit all seinen schönen, aber auch schwierigen Seiten.
Steffi Neu mit neuem Buch „Landl(i)eben!“ bei Lesung in Raesfeld. Foto: Petra Bosse/Archiv
Veranstaltung im Gemeinschaftshaus Martinus
Das Bildungswerk Raesfeld lädt zur Lesung am Dienstag, 26. Mai 2026, von 19.30 bis 21 Uhr ins Gemeinschaftshaus MARTINUS an der Klümperstraße 1 in Raesfeld ein. Der Einlass beginnt um 19 Uhr.
Der Eintritt kostet 24 Euro. Karten sind im Sekretariat des Bildungswerkes Raesfeld unter der Telefonnummer 02865 10073 erhältlich.
Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Bildungswerkes unter www.bw-raesfeld.de
Mit einem großen Dorffest wird am Sonntag, 17. Mai, der neue Dorfplatz Böckenhoff in Erle offiziell eröffnet. Gleichzeitig wird auch das Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle in die Feierlichkeiten einbezogen. Besucher erwartet ein buntes Programm mit Gottesdienst, Musik, Theater und Angeboten für Familien.
Der neue Dorfplatz in Erle trägt künftig den Namen „Dorfplatz Böckenhoff“. Diesen Beschluss fasste der Rat der Gemeinde Raesfeld in seiner jüngsten Sitzung. Damit soll die geschichtliche Bedeutung des Namens Böckenhoff für den Ort hervorgehoben werden.
Neue Mitte für Erle schafft Raum für Begegnung
Mit der Fertigstellung des Dorfgemeinschaftshauses HUB erle ist in den vergangenen Monaten bereits neues Leben in die Dorfmitte eingezogen. Eine offizielle Eröffnung hatte bislang allerdings noch nicht stattgefunden. Deshalb wird das deutschlandweit einzigartige Projekt der Bürgergenossenschaft nun in die Feierlichkeiten rund um den Dorfplatz Böckenhoff eingebunden.
Wenn es dunkelt wird in Erle.. Foto: Petra Bosse/Archiv
Zum Organisationsteam gehört das Team der Bürgergenossenschaft Christian Lipfert, Manfred Gerbersmann, Ulrike Heidermann, Arno Brömmel, Iris Gorski und Martin Tesing. Sie beschäftigen sich seit Wochen mit den Vorbereitungen für das Fest.
Gottesdienst und offizielle Eröffnung
Der Festtag, zu dem Fest die Bürgergenossenschaft eG. „Wir in Erle“ gemeinsam mit der Gemeinde Raesfeld einlädt, beginnt am Sonntag, 17. Mai, um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel. Pastor Dr. Fabian Tilling gestaltet den Auftakt.
Ab 11.30 Uhr folgt die offizielle Eröffnung mit den Raesfelder Burgmusikanten. Geplant ist zunächst eine kurze Begrüßung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden der Bürgergenossenschaft Erle eG, Arno Brömmel. Anschließend übernimmt Bürgermeister Dirk Kuhmann die Begrüßung der Gäste aus Politik, Verwaltung und Bezirksregierung.
Letzter Feinschliff auf dem „Dorfplatz Böckenhoff“ in Erle: Die Arbeiten laufen auf Hochtouren, damit bis Sonntag alles fertig ist. Inzwischen wurde auch der Bereich am Zaun gepflastert, wo künftig die neuen Fahrradständer ihren Platz finden sollen. Foto: Petra Bosse
Gäste aus Politik und Verwaltung begleiten die Eröffnung
Erwartet werden unter anderem der ehemalige Bürgermeister Martin Tesing, Bundestagsabgeordnete Anne König (CDU), Bundestagsabgeordnete Nadine Heselhaus (SPD), der Landtagsabgeordnete Willi Kort, Dezernent Benedikt Brahm von der Bezirksregierung Münster, der stellvertretende Landrat des Kreises Borken Michael Boland sowie Vertreter der Gemeindeverwaltung und Vorstand und Aufsichtsrat der Bürgergenossenschaft Erle eG.
Brejpottspöllers und EAV sorgen für Unterhaltung
Ab 12.30 Uhr tritt die Plattdeutsch AG des Heimatvereins Erle, die Brejpottspöllers, mit der „Voggelhochtied“ auf.
Die Erler Allgemeine Verunsicherung, kurz EAV, gestaltet ab 13 Uhr das weitere Programm auf dem Dorfplatz Böckenhoff. Unter dem Motto „Die EAV kehrt in die neue Dorfkneipe HUB ein“ dürfen sich die Besucher auf bekannte Gesichter und so manche Dorfgeschichte freuen „Die EAV ist dabei. Sie besucht die neue Kneipe, bringt alte Bekannte mit und hat auch von dem ein oder anderen im Dorf gehört“, kündigt Ulrike Heidermann mit einem Augenzwinkern an.
Ab 14 Uhr sorgt DJ Christian Sanders auf dem Dorfplatz Böckenhoff für Musik und Stimmung.
Rund um den neuen Platz präsentieren sich unter anderem die Kornbrennerei Böckenhoff sowie ein Spielmobil des Ortmarketings Raesfeld für Kinder.
Um 14.30 Uhr wird zudem eine Führung an der Femeiche im neugestaltem Femeichenpark angeboten.
Neue Mitte für Erle
Mit dem Bau des neuen Dorfgasthofes und dem rund 1.800 Quadratmeter großen Dorfplatz Böckenhoff hat die Erler Ortsmitte neues Leben erhalten. Möglich wurde das durch das Engagement der Genossenschaftsmitglieder sowie durch die Unterstützung der Gemeinde Raesfeld im Rahmen des Dorfentwicklungskonzeptes „Raesfeld 2030“.
Hintergrund zur Familie Böckenhoff
Die Kornbrennerei Böckenhoff blickt auf eine lange Tradition zurück. Die Geschichte des Familienunternehmens reicht bis ins Jahr 1865 zurück und machte den Namen Böckenhoff weit über Erle hinaus bekannt.
Historischer Bezug zur alten Hofstelle Böckenhoff. Repro: Petra Bosse
Bereits im Jahr 1832 entschloss sich der Vorfahre Johannes Böckenhoff, das Korn seiner Felder nicht nur zu Mehl und Brot zu verarbeiten. So entstand im Münsterland eine kleine Brennerei, aus der sich das heutige Unternehmen entwickelte.