Surfen in neuen Dimensionen – Highspeed-Internet kann nun im ersten Bauabschnitt genutzt werden
Mit dieser freudigen Botschaft trat die Firma Arche Netvision GmbH Anfang des Jahres 2013 mehrfach an die Schermbecker Öffentlichkeit. Nun hat diese Firma Insolvenz angemeldet. Die Firma war dabei, für eine schnelle Internetverbindung in Hünxe-Drevenack und in den Schermbecker Ortsteilen Damm, Bricht und Gahlen zu sorgen. Seit dem 1. Juli ist die Firma “Filiago” in die Fußstapfen der Firma Arche Netvission GmbH getreten.
An dieser Stelle interessiert stattdessen die Frage nach der Zufriedenheit der bisherigen Kunden mit den Ergebnissen der versprochenen Verbesserung der Qualität des Internetanschlusses. Dazu liegt der Redaktion ein Schreiben des Gahlener Rechtsanwaltes Dr. Stefan Steinkühler vor:
An die Geschäftsführung der ARCHE NetVision GmbH, Schermbeck, 16. Juni 2013
Sehr geehrte Herren,
ich darf zu Beginn meiner Beschwerde noch einmal Ihre Pressemitteilung vom 6. August letzten Jahres in Erinnerung rufen:
“Während das schnelle Internet sich in den größeren Städten problemlos entwickelt, haben kleinere Kommunen bisher oft das Nachsehen. Aber das Warten auf eine schnelle Internetverbindung hat ein Ende. Auf der Basis einer Kooperation schließen Arche.Net und RWE Deutschland im Kreis Wesel die ländlich gelegenen Gebiete von Schermbeck, Hamminkeln und Hünxe an das Glasfasernetz der Zukunft an.”
Voller Hoffnung habe ich im Dezember 2012 einen entsprechenden Anschluss beantragt. Nach entsprechender Wartezeit war es dann bei mir am 13. Juni 2013 endlich soweit.
Ich bekam W-DSL. Doch statt einer angestrebten Geschwindigkeit von 51.200 Kbit/s kann ich jetzt nur mit 4.200 Kbit/s (!!!) surfen.
Grund für die schlechte Übertragungsrate ist, dass der Umschaltkasten von Breitband für die “letzte Meile” aus Kupfer sage und schreibe ca. 6,5km (!!!) entfernt ist. So gesehen ist es technisch erstaunlich, dass ich überhaupt 4.200 Kbit/s empfangen kann.
Aus mehreren Gründen bin ich enttäuscht:
1. Mir und meiner unmittelbaren Nachbarschaft sowie wahrscheinlich vielen Haushalten im Ortsteil Gahlen hätte nie W-DSL angeboten werden dürfen, da bei den gegebenen technischen Voraussetzungen nie eine nur annährend an eine Übertragungsrate von 25.600 Kbit/s geschweige denn 51.200 Kbit/s heranreichende Geschwindigkeit möglich sein dürfte.
2. Ich konnte das ernüchternde Resultat erst feststellen, nachdem ich entsprechende Ausgaben (z.B. Bereitstellungsgebühr, Portierungskosten etc.) tätigen durfte. Selbst am Tag der Portierung musste ich noch spontan eine neue Fritzbox für EUR 188,00 kaufen, um dann festzustellen, dass ich nur besagte Geschwindigkeit iHv 4.200 Kbit/s erhalte.
Anm: Meine alte Fritzbox 7270 wurde auf Ihren Anmeldeunterlagen noch explizit als zulässige Hardware aufgeführt, obwohl sie gar kein W-DSL unterstützt.
3. Ich bezahle jetzt monatlich mit EUR 44,95 einen Tarif (runtergestuft auf den 25.600 Kbit/s-Tarif), der bei weitem nicht dem entspricht, was ich nutzen kann. An dieser Stelle möchte ich mich bedanken, dass Ihre sehr zuvorkommende Hotline intern prüfen lassen will, inwieweit ein günstigerer Tarif geschaffen werden kann. Insgesamt muss ich sagen, dass Ihre Hotline trotz der schlechten Nachrichten einen tollen Service geboten hat und zu jeder Zeit kompetent und hilfreich war.
Natürlich muss sich ein Versorgungsnetz trotz etwaiger öffentlicher Bezuschussungen für den Betreiber wirtschaftlich rechnen. Aber den nächsten Umschaltkasten in einer Entfernung von ca. 6,5km für die Versorgung aufzustellen, ist wahrscheinlich für halb Gahlen unzureichend und wenn man das oben zitierte Vorhaben, die ländlich geprägten Gebiete mit einem leistungsfähigen Internet zu versorgen, ernst nimmt, ein Planungsfehler. Denn so fängt man keine Bauern.
Viele meiner unmittelbaren und mittelbaren Nachbarn sind oder besser waren an Ihrem Angebot interessiert, wollten jedoch meine Erfahrungen abwarten, da ich anscheinend einer von wenigen in Gahlen bin, die einen entsprechenden Anschluss beantragt haben. Was soll ich denen jetzt sagen? (Diese Frage ist natürlich rhetorisch.)
Der Erler Wolfgang Kadenbach ist begeisterter Sportler. Zwar spielt der seit seinem 17. Lebensjahr am Rollstuhl gefesselte 53-jährige Mann kein Fußball. Auch springt er nicht über Hürden oder geht regelmäßig ins Fitness-Studio. Seine Sportart ist mehr geistig ausgerichtet. Er ist leidenschaftlicher Schachspieler und dem Denksport seit seinem schweren Autounfall sehr zu getan.
Schach in der Schule
Er spielt nicht nur im Verein, sondern engagiert sich auch im schulischen Bereich. Seit neun Jahren leitet Kadenbach die Schach AG in der Silvester Grundschule in Erle.
Die Einzäunung der B224 zwischen Erle und Dorsten war mit rund 450.000 Euro kein kleines Projekt. Gut eineinhalb Jahre nach der Inbetriebnahme zog Revierförster Christoph Beemelmans jedoch eine positive Bilanz. Nach seinen Angaben sei die Zahl der Wildunfälle deutlich zurückgegangen.
Einzäunung sollte Unfälle mit Wild vermeiden
Die Einzäunung entlang der B224 sorgte bei ihrer Inbetriebnahme für großes Aufsehen. Der Regionalverband Ruhr setzte bei dem Projekt nach eigenen Angaben vor allem auf die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. Gleichzeitig kam moderne Technik zum Einsatz.
Die Wildwarnanlage arbeitet mit Sensoren und Warnleuchten. Sie soll Autofahrerinnen und Autofahrer rechtzeitig darauf aufmerksam machen, wenn Wild den Straßenbereich erreicht.
Revierförster zieht positive Bilanz
Gut eineinhalb Jahre nach der Inbetriebnahme sagte Revierförster Christoph Beemelmans, dass sich der Aufwand gelohnt habe. Das Wild habe die Umleitung gut angenommen.
„Wir sind ganz stolz verkünden zu können, dass wir nur zwei Unfälle im abgelaufenen Jahr hatten. Es ist ein riesiger Gewinn und eine wunderbare Sache, denn die Unfälle sind fast gegen null zurückgegangen“, sagte Beemelmans.
Wild an der A 31 Schermbeck. Foto: Petra Bosse
Grünbrücke über die A31 wird angenommen
Auch die neue Grünbrücke über die A31 habe sich nach Aussage des Revierförsters bewährt. Sie diene nicht nur einzelnen Wildarten, sondern der Vernetzung von Lebensräumen.
„Die ist mittlerweile angenommen worden vom Mauswiesel, Marder, Iltisarten, Rehwild bis hin zum Rothirsch. Alles war schon da. Besonders das Rotwild ging bereits sechs Tage nach Eröffnung über die Grünbrücke. Nur die Wildschweine hatten so einige Zeit auf sich warten lassen“, sagte Beemelmans.
Der Förster legte Wert auf die genaue Bezeichnung. Es handele sich nicht um eine reine Wildbrücke, sondern um eine Grünbrücke. „Es ist eine Grün- und keine Wildbrücke, die zur Lebensraumvernetzung dient. Wir sind sehr glücklich darüber, wie gut sie funktioniert“, erklärte er.
Warnleuchten sorgen bei Autofahrern für Fragen
Trotz der positiven Bilanz war vielen Verkehrsteilnehmern zunächst nicht immer klar, wann die Wildwarnanlage tatsächlich anspringt. Häufig habe es Beschwerden gegeben, weil die Anlage blinkte, obwohl kein Wild zu sehen war.
Beemelmans räumte ein, dass es technische Probleme gegeben habe. „Richtig, aber da gibt es immer noch so kleine technische Probleme, die ab 25 Grad Außentemperatur aufwärts auftreten. Aber auch das werden wir technisch in den Griff bekommen“, sagte er.
Sicherheit steht im Vordergrund
Entscheidend sei aus Sicht des Revierförsters, dass die Anlage zuverlässig warne, wenn Wild auftauche. Ein Warnsignal zu viel sei weniger problematisch als ein ausbleibendes Signal.
„Wenn sie einmal zu viel blinkt, ist das nicht das Problem. Nur wenn sie nicht blinkt, obwohl sie arbeiten sollte und nicht funktionstüchtig ist, dann haben wir ein Problem. Und das ist nicht der Fall. Denn immer wenn nachts Wild erscheint, dann blinkt sie. Deshalb haben wir auch keine Unfälle mehr“, erklärte Christoph Beemelmans.
Wildwarnanlage bleibt wichtiger Schutz an der B224
Die Kombination aus Einzäunung, Wildwarnanlage und Grünbrücke soll den Verkehr auf der B224 sicherer machen und zugleich Wanderbewegungen von Tieren ermöglichen. Nach der ersten Bilanz des Revierförsters habe sich das Projekt zwischen Erle und Dorsten bewährt.
Kreis Borken (ots) – (fr) Landrat Dr. Kai Zwicker begrüßte Polizeidirektor Peter Schreckenberg, der am 01. Juli die Nachfolge von Alfred Bernitzke als Abteilungsleiter Polizei antrat und damit neuer Chef der ca. 630 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreispolizeibehörde Borken ist.
Herr Schreckenberg, der 1978 in den Polizeivollzugsdienst des Landes Nordrhein-Westfalen eingetreten ist, ist 54 Jahre alt, verheiratet, Vater von zwei Kindern und wohnt in Mühlheim an der Ruhr.
Nach der Ausbildung versah Peter Schreckenberg zunächst „ganz normalen“ Polizeidienst im Streifenwagen. Nach dem Aufstieg in den gehobenen Polizeivollzugsdienst und der Ernennung zum Polizeikommissar im Jahr 1987 wurde er sowohl als Wachdienstführer, Kommissar vom Dienst auf einer Einsatzleitstelle als auch als Zugführer in einer Einsatzhundertschaft eingesetzt.
Nach der Ausbildung an der Polizeiführungsakademie und der Ernennung zum Polizeirat folgten in den Polizeibehörden Münster, Düsseldorf und Essen verschiedene Stationen mit hohem Verantwortungsbereich. Polizeidirektor Schreckenberg war Leiter einer Polizeiinspektion, Personaldezernent, Leiter eines Ständigen Stabes, Leiter von Spezialeinheiten und bis zuletzt Leiter eines Leitungsstabes. Die drei letztgenannten Funktionen übte Herr Schreckenberg beim Polizeipräsidium Essen aus.
Peter Schreckenberg ist aktiver Radsportler, was Landrat Dr. Zwicker Dr. Zwicker dazu veranlasste, Herrn Schreckenberg schon in sein Team für den nächsten Behördentriathlon einzubauen. Dr. Zwicker wünschte Herrn Schreckenberg für seine, im Vergleich zu einem Triathlon, ungleich vielfältigeren Aufgaben viel Erfolg. „Ich bin mir sicher, dass Sie sich aufgrund Ihrer Erfahrungen und Fähigkeiten schnell einarbeiten, die Besonderheiten einer Landratsbehörde kennenlernen und die Polizeiabteilung mit sicherer Hand leiten werden.“
Der Terminkalender des neuen Abteilungsleiters ist schon prall gefüllt. Neben vielen externen Terminen und der ohnehin anfallenden „Alltagsarbeit“ hat sich Herr Schreckenberg vorgenommen, so schnell wie möglich alle Polizeidienststellen im Kreis Borken zu besuchen, um seine neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennenzulernen und sich persönlich vorzustellen.
Mainz (ots) – Jetzt beginnt in Kürze die Sommerferienzeit. Viele Menschen verreisen mit dem eigenen Auto oder mit anderen Verkehrsmitteln in den Urlaub, um Ruhe und Erholung zu suchen. Um nicht bei der Rückkehr in die eigene Wohnung oder ins Haus eine böse Überraschung erleben zu müssen, lassen sich noch vor Antritt der Reise mit wenig Aufwand gute Sicherheitsvorkehrungen treffen. Sie können jedenfalls Zeichen längerer Abwesenheit vermeiden und mit Hilfe von Freunden oder Nachbarn ihr Haus oder Ihre Wohnung ständig bewohnt erscheinen zu lassen.
Auch während der Reise ist es ratsam, auf sicherheitsbewusstes Verhalten zu achten. Denn zum Beispiel signalisieren voll beladene Fahrzeuge rasche Beute für Diebe, Einbrecher und Räuber, denen schon eine kurze Abwesenheit genügt, um das Auto aufzubrechen. Gelegentlich locken Täter die Reisenden sogar mit List aus dem Fahrzeug und nutzen die Ablenkung zum Diebstahl. Als Reisende in Öffentlichen Verkehrsmitteln, auf dem Bahnhof oder im Flughafen – kurz, überall dort, wo Gedränge herrscht – müssen Sie vor allem mit Taschendieben rechnen.
Am Urlaubsort müssen sie im Hotel, im Restaurant, überall dort, wo Gedränge herrscht, mit Taschendieben rechnen. Handtaschenräuber entreißen ihre Beute hier besonders oft vom fahrenden Moped aus, was zu gefährlichen Stürzen führen kann. Eintrittskarten, Geldwechsel, echte Antiquitäten und besonders billige Markenwaren wie Uhren, Schmuck, Kleidung oder Parfüm von „fliegenden“ Händlern zu kaufen, ist riskant. Als Tourist werden Sie oft betrogen.
Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz gibt folgende Tipps:
– Vermeiden Sie alle Hinweise auf ihre Abwesenheit. Ihr ungeleerter Briefkasten, ständig heruntergelassen Rollos oder eine entsprechende Mitteilung auf dem Anrufbeantworter oder ein Hinweis in Facebook sind für ausspähende Einbrecher sichere Zeichen. Bitten Sie Freunde oder Nachbarn, Ihre Wohnung bewohnt aussehen zu lassen. – Schließen Sie Türen immer zweifach ab und verschließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassen- sowie Kellertüren. Lassen Sie Fenster nicht gekippt. – Verschließen Sie auch bei kürzester Abwesenheit bei Ihrem Auto alle Fenster und Türen. Sichern Sie mitgeführte Fahrräder oder Boote etc. separat. – Lassen Sie keine Wertsachen im Auto oder im Kofferraum. – Tragen Sie zum Schutz vor Taschendieben Geld, Kreditkarten und Papiere auf verschlossene Innentaschen der Kleidung, im Brustbeutel oder in einer Gürtelinnentasche dicht am Körper – am Urlaubsort aus Haftungsgründen in die Verwahrung des Hotels oder Campingplatzes. – Vermeiden Sie es, Ihre Kamera oder ihre Handtasche im Straßencafé oder im Geschäft abzulegen oder über die Stuhllehne zu hängen.
Informationen zu sicherungstechnischen Maßnahmen oder weitere wichtige Informationen, auf was Sie in den Ferien achten sollten, erhalten Sie im Internet unter www.polizei-beratung.de
Darüber hinaus hat die Polizei zu den Themen „Timesharing“ oder „Nachbarschaftshilfe“ Faltblätter kostenlos aufgelegt.
Wichtige Infos für alle, die ins Ausland verreisen:
Auswärtiges Amt:
Gerne können Sie auch unseren Bürgerservice kontaktieren. Unter der Telefonnummer 030/5000 2000 ist er montags bis freitags zwischen 9.00 und 15.00 Uhr für Sie da. Erreichbarkeit 09:00 bis 15:00 Uhr Montag bis Freitag
aus dem Ausland: Tel: ++49-3018-17-2000 Fax: ++49-3018-17-51000 im Inland: Tel: 03018-17-2000 Fax: 03018-17-51000 E-Mail: [email protected]
Bei Verlust von Bank-/Kreditkarten sollten Sie sofort Ihre Karte sperren lassen.
Hier die wichtigsten Telefonnummern:
Sperrnummer für Debitkarten (EC-Karten) und Kreditkarten: Sperr-Notruf: 116 116 (aus dem Ausland: +49116 116)
Foto (Gemeinde Raesfeld): Vorstand und Team Jugendwerk Raesfeld e.V. Erste Reihe v.l.: Hans-Dieter Strothmann (Vorsitzender), Uli Cluse, Steffi Reisige, Tanja Regmann Hintere Reihe v.l.: Manfred Weingärtner, Jörg Heselhaus, Philipp Hatkämper, Petra Schwandt-Haasler, Ursula Bartsch, Katrin Heling
Raesfeld (pd). Der Vorstand des Jugendwerk Raesfeld e.V. hat gleich drei Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für langjährige Treue ehren können. In einer kleinen Feierstunde dankte der Vorsitzende Hans-Dieter Strothmann Uli Cluse für fast 14 Jahre, Tanja Regmann für 11 Jahre und Steffi Reisige für 10 Jahre erfolgreiche Arbeit im Team des Jugendwerks. „Diese Personalkontinuität ist schon etwas Besonderes, insbesondere im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit“, betonte Hans-Dieter Strothmann in seinen Dankesworten.
„Das Jugendwerk in Raesfeld ist durch die Übernahme zusätzlicher Aufgaben im schulischen Bereich und in der verlässlichen Ferienbetreuung breit aufgestellt. Der bisherige Schwerpunkt, die offene Kinder- und Jugendarbeit in den Jugendhäusern, spielt dabei selbstverständlich nach wie vor eine tragende Rolle“, freute sich der Vorsitzende über die zukunftssichere Ausrichtung des Jugendwerks.
Uli Cluse leitet seit 1999 das Jugendhaus in Raesfeld und ist seit 2009 auch für die pädagogische Übermittagbetreuung und die ergänzenden Nachmittagsangebote an der Alexanderschule verantwortlich. Seit 2002 leitet Tanja Regmann das Jugendhaus in Erle. Stephanie Reisige war zunächst Mitarbeiterin im Jugendhaus Raesfeld und ist seit 2009 Schulsozialarbeiterin im Dienste des Jugendwerks an der Alexanderschule.
Der Tierschutzverein Deutsches Tierschutzbüro e.V. aus Köln hat Anzeige gegen die Pelzfarm in Borken wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet. Aktuelle Bildaufnahmen von der Farm zeigen junge Nerze in kleinen, massiv verdreckten Käfigen.
Köln/Borken (NRW), 04.07.2013. Vor sieben Jahren wurde vom Bundesrat eine neue Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung („Verordnung zum Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere und anderer zur Erzeugung tierischer Produkte gehaltener Tiere bei ihrer Haltung“) beschlossen, die auch größere Käfige für Tiere auf Pelztierfarmen festschreibt. Für die Umsetzung wurde den Pelzfarmbetreibern eine Übergangsfrist von 5 Jahren eingeräumt. Diese lief am 11.12.2011 aus. Umgesetzt wurde sie auf der Pelzfarm in Borken nicht.
Aktuelle, vom Deutschen Tierschutzbüro e.V. gemachte Bildaufnahmen (Fotos und Video) von der Farm in Borken zeigen die jungen, in diesem Jahr geborenen Nerze in kleinen, massiv verdreckten Drahtgitterkäfigen.
Die Farm gehört Presseberichten zufolge Jürgen Brokamp, Präsident des Zentralverbandes Deutscher Pelztierzüchter, der sie und eine weitere Farm betreiben soll. In einem Presseinterview erklärte er, dass die Farmbetreiber die neuen rechtlichen Vorgaben vorsätzlich nicht umsetzen würden. Auch kündigte er an, dass die Farmer die Wasserbecken, die ab 2016 festgeschrieben sind, nicht einbauen würden.
Vor dem Verwaltungsgericht in Münster ist der Betreiber der Pelzfarm Borken bereits mit diesem Ansinnen gescheitert. Dagegen hat er jedoch Berufung eingelegt.
Stefan Klippstein, Sprecher des Deutschen Tierschutzbüros, ist darüber empört: „Die Nerzzüchter versuchen systematisch Zeit zu schinden, um weitere Nerzgenerationen züchten und töten zu können.“
Gegen die Farm in Borken hat der Verein jetzt erneut Anzeige erstattet. „Wir haben Fotoaufnahmen, die bei 29 °C Außentemperatur aufgenommen wurden. Zu sehen sind die jungen, in diesem Jahr geborenen Nerze, die in stark verschmutzten Käfigen sitzen“, berichtet Klippstein. „Der Gestank des alten Futterbreis und der Fäkalien über den Zaun hinweg war kaum zu ertragen. Es ist nur schwer vorstellbar, wie sehr die semiaquatischen Nerze, die keine Möglichkeit haben, sich abzukühlen oder dem Gestank zu entkommen, leiden müssen“, so Klippstein.
Bei der zu erwartenden Hitze in den nächsten Tagen wird sich, so befürchtet das Deutsche Tierschutzbüro, die Situation noch verschärfen. „Jedes Jahr sterben schätzungsweise 10 % der Tiere an Hitzeschlag“, so Klippstein.
Netzwerktreffen der Regionale 2016 mit 300 Gästen in Lüdinghausen – vier Reisen in die Region
ZukunftsLANDpartie – unter diesem Motto ist das Regionale 2016-Netzwerk aus Projektträgern, Verwaltungsmitarbeitern, Politikern, Experten und anderen Regionale-Machern am Mittwoch (3. Juli) in Lüdinghausen zusammengekommen. Rund 300 Gäste folgten der Einladung der Regionale 2016 Agentur zur Abendveranstaltung auf dem Betriebsgelände der Regionalverkehr Münsterland GmbH. Unter Ihnen war auch hoher Besuch aus Düsseldorf: NRW-Bau- und Verkehrsminister Michael Groschek sprach zu den Gästen und NRW-Kulturstaatssekretär Bernd Neuendorf nahm an einem Podiumsgespräch mit Projektträgern teil.
Zuvor standen am Nachmittag Reisen zum „Ursprung“ und in die „Wüste“, eine „Buschreise“ und sogar eine „Lustreise“ auf dem Programm. Hinter diesen Decknamen verbargen sich Busexkursionen zu den Standorten der Regionale 2016-Projekte „WasserWege Stever“, „Weißes Venn“, „WaldBAND“ und „BahnLandLust“. Das Besondere: Die Ziele wurden im Vorfeld nicht bekanntgegeben, sondern die Gäste begaben sich auf eine Reise ins Unbekannte – per Bus, Bahn, Fahrrad, Planwagen oder auch zu Fuß. Während der Reisen gab es Informationen über die besuchten Projekte aber auch künstlerische Darbietungen von Musik bis Improvisationstheater.
Am Abend schloss sich unter dem Bus-Carport auf dem RVM-Gelände ein Bühnenprogramm an, durch das WDR-Moderator Matthias Bongard führte. Mit Spannung erwartet wurde der Beitrag von Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW. Er bekräftigte noch einmal die Zusage aus Düsseldorf, die Projekte der Regionale 2016 genauso positiv zu begleiten und bevorzugt aus Landesförderprogrammen zu unterstützen wie die Projekte der vorangegangenen Regionalen. Zudem unterstrich er die Bedeutung von Bürgerengagement für die Zukunftsentwicklung der Region und die Notwendigkeit einer engen Vernetzung der Akteure über kommunale Grenzen hinweg: „Eine gute Regionale hinterlässt immer auch ein anderes Denken und Handeln in einer Region. Man lernt sich bei der gemeinsamen Arbeit über die kommunalen Grenzen hinweg sehr gut kennen und tauscht sich intensiv miteinander aus. Das wirkt noch lange nach“, so Minister Groschek.
In einer anschließenden Gesprächsrunde gaben die Träger der Regionale 2016-Projekte „WasserBurgenWelt“, „Intergeneratives Zentrum Dülmen“ und „Kulturhistorisches Zentrum Westmünsterland“ Einblicke in Inhalte und Stand ihrer Projektentwicklung. Kommentiert wurden die drei Vorhaben durch Bernd Neuendorf, Staatssekretär im Ministerium für Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, der die Vielschichtigkeit der Projekte lobte.
Beim anschließenden Ausklang hatten die Gäste viel Gelegenheit, sich über das Erlebte und Gehörte auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die ZukunftsLANDpartie findet seit 2012 jährlich an wechselnden Orten im Gebiet der Regionale 2016 statt. www.regionale2016.de
Hintergrund ZukunftsLANDpartie
Seit der Gründung der Regionale 2016 Agentur Anfang 2010 hat die Arbeit an Projekten, die das westliche Münsterland fit für die Zukunft machen sollen, Fahrt aufgenommen. Nebenbei ist in den letzten Jahren ein großes Netzwerk aus Projektträgern, Politik, Verwaltungen, Experten und vielen anderen Mitstreitern entstanden. Unter dem Motto „ZukunftsLANDpartie“ wird diese stetig wachsende „Regionale-Familie“ seit 2012 einmal jährlich zu einer Veranstaltung zusammengerufen, um über das bereits Erreichte zu informieren, für das noch Bevorstehende zu motivieren und nicht zuletzt auch, um viel Raum für das Kennenlernen und den persönlichen Austausch zu bieten.
Hermann-Josef Grewing und Fussballjugend von Eintracht Erle 2013
Noch einmal konnten die Kicker der Jugendabteilung von Eintracht Erle am Saison-Abschlusstag auf dem Fußball frei aufspielen.
Dieser Tag war aber nicht nur für die Fußballer angedacht, sondern auch die Eltern konnten hier noch einmal über die sportlichen Fußballeigenschaften ihres Nachwuchs diskutieren und sich austauschen. In gemütlicher Genossen genossen nicht nur zahlreichen anwesenden Eltern nach dem Match leckeres Grillfleisch, welches von Grillmeister Stefan Cluse serviert wurde, auch die Fußballjugend schlug hier kräftig zu.
Eine kleine Verlosung und die Bekanntgabe der neuen Termine beendete die Abschlussfeier.
Training mit den neuen Mannschaften:
D-Jugend am Mittwoch dem 10.07. und 17.07.2013 um 17.00 Uhr ; anschließend Sommerpause
E-Jugend am Mittwoch dem 10.07.2013 um 17.00 Uhr ; anschließend Sommerpause
Am Sonntagabend stand der Thron des St. Johannis Schützenvereins mit Schützenkönig 2012/2013 Egbert Büsken und seiner Königin Martina Marpert im Zelt in Raesfeld im Fokus.
Wenn in diesem Jahr bei der diesjährigen Musiklandschaft Westfalen am Schloss Raesfeld mit der Philharmonie Südwestfalen und der MLW Westfalen Chor am Freitagabend sowie bei der „Night oft the Proms“ am Samstagabend mit Roland Kaiser stattfindet, wird auch der Lions Club Rhede Euregio sich dort präsentieren.
Fakt ist: Die Orgel in der St. Martin Kirche ist definitiv hinüber und es müssten hier umfangreiche Sanierungsmaßen durchgeführt werden, um diese längerfristig wieder spielbar zu machen. Dieses wird nicht ganz billig werden. Eingeplant sind hierfür zwischen 300.000 und 500.000 Euro, wobei hier unterschieden werden muss, ob nur eine Renovierung, oder ein Neubau letztendlich vorzunehmen ist.
Für die Katholische Kirchengemeinde St. Martin in Raesfeld ist nun der Zeitpunkt gekommen, hier konkrete Schritte einzuleiten. Dazu trafen sich am Dienstagabend zahlreiche Interessenten im Pfarrheim, um einen Orgelbauverein zu gründen und einen Vereinsvorstand zu wählen.
Dem Vorstand gehören nun an: Der leitende Pfarrer Michael Kenkel, die Kirchenmusikerin Ute Ross, 1. Vorsitzender Rainer Fölting, stellvertretender Vorsitzender ist Karl-Heinz Tünte, Kassierer Hans-Dieter Wobbe, die Schriftführerin ist Elisabeth Bietenbeck und Presswart ist Helmut Hater sowie die vier Beisitzer: Hermann Josef Buning, Dr. Dirk Hallner, Guido Löchteken und Manfred Weingärtner
„Wir wollen die bisherige Orgel sehr umfangreich renovieren. Wenn es überhaupt noch machbar ist. Einige Register sind zwar noch recht gut, aber viele neue Register werden benötig, und auch der Spieltisch ist hinüber. Es ist wirklich so, dass seit mehreren Jahren alles nicht mehr richtig repariert werden kann/konnte, weil die Teile im wahrsten Sinne des Wortes auseinander fallen“, so Pastor Kenkel, der natürlich auch die Summe von zirka 500.000 Euro für eine komplett neue Orgel als gewaltig, aber auch als realistisch ansieht.
Auf der Prioritätenliste der Kirchengemeinde steht momentan die Renovierungsmaßnahme der Orgel an erster Stelle. „Ich glaube, eine Orgel gehört einfach in einem Kirchenraum hinein und es wäre schade, wenn wir es uns nicht mehr leisten könnten“, setzte Pastor Kenkel hinzu.
Natürlich sei es schön, wenn der Chor Believe singt und alles wird mit elektronischen Geräten unterstützt, das bereichert zwar den Gottesdienst, „aber für den feierlichen Sonntagsgottesdienst ist die traditionelle Pfeifenorgel das eigentlich wichtige Instrument und von daher sind wir sehr bemüht, das auch zu erhalten“, so Kenkel, der deshalb auch sehr erfreut war, dass der Saal an diesem Abend gut gefüllt war, und dass so viele Leute ebenso denken und gewillt sind, einen Orgelbauverein zu gründen. Was erwartet sich Pastor Kenkel überhaupt von einem Orgelbauverein?
„Auf Grund dieser großen Summe ist es eine sehr arbeitsintensive und umfangreiche Aufgabe, das Geld zusammen zubekommen, aber auch, solch eine Orgel zu finden. Angebote müssen eingeholt, da hängt viel Arbeit dran, und auch mit sehr viel Sachverstand muss an die Sache dran gegangen werden. Das alleine kann der Verwaltungsausschuss alleine nicht bringen“, setzte Kenkel hinzu.
„Wir hoffen, dass wir in drei Jahren das meiste geschafft zu haben und auch eine Perspektive da ist, wie wir das ganze finanziell abdecken können“, wünscht sich Kenkel für die Zukunft und der sich von der Gründung des Orgelbauvereins jede Menge an Unterstützung verspricht.
Auch Organist Hermann-Josef Buning sieht diese Maßnahme als äußert wichtig an. „Es ist vor allem dann wichtig, wenn die Orgel weiter spielen soll, denn die jetzige Orgel wird nicht mehr lange spielen und dann heißt es: Ohne Orgelbegleitung singen, oder eine neue Orgel anschaffen. So wichtig ist das“.
Die jetzige Orgel stammt noch im Grundbestand aus den 50ziger Jahren und einige Register wurden sogar noch von der vorherigen Orgel mit eingebaut. „Die alte Orgel ist einfach störanfällig und reparaturbedürftig, darüber hinaus kann sie nicht mehr den heutigen Anforderungen genügen „, so Helmut Hater, der sich ebenfalls sehr für eine neue Orgel engagieren und ehrenamtlich dafür einsetzen möchte.
Anfang September plant der neu gegründete Orgelbauverein seine erste Mitgliederversammlung, bei der die ersten Aktionen geplant werden.
Erle (ots) – (fr) In der Nacht zum Dienstag brachen bislang unbekannte Täter ein Fenster an der Rückseite eines Wohnhauses an der Ginsterstraße auf. Entwendet wurden eine Festplatte, Unterlagen und ein Koffer. Alle Gegenstände ließen der oder die Täter im Garten des Hauses zurück. Gestohlen wurden nach dem bisherigen Ermittlungsstand nichts. Hinweise bitte an die Kripo in Borken (02861-9000).
Die „Kunstfahrt 2013“ der Genossenschaftsbanken im Kreis Borken führte zahlreiche Rektorinnen und Rektoren sowie Kunstlehrer aus dem Kreis Borken jetzt nach Oberhausen
Kreis Borken/Erle. Das Schloss Oberhausen und der benachbarte Gasometer waren jetzt für zahlreiche Rektorinnen und Rektoren so wie Kunstlehrer aus dem Kreis Borken bei der „Kunstfahrt 2013“ ein lohnendes Ziel.
Auf Initiative der Genossenschaftsbanken im Kreis Borken und ange-führt von Bankvorstand Ralf Steiger (Volksbank Erle) konnten die Schulleiter bei zwei exklusiven Führungen die Fotografie-Ausstellung „Weegee – The Famous“ in der Ludwiggalerie im Schloss Oberhausen bewundern und die Ausstellung von Christo im Gasometer haut-nah erleben. Als Dankeschön für die jahrelange Zusammenarbeit beim Internationalen Jugendwettbewerb der Genossenschaftsbanken waren diese gemeinsam mit weiteren Lehrern seitens der Volks- und Raiffeisenbanken dazu eingeladen. Ein weiteres Highlight im Programm war die Besichtigung von Entwurfszeichnungen des Künstlers Christo.
Im Gasometer Oberhausen präsentiert der weltweit angesehene Künstler in dem 117 Meter hohen Industriedenkmal sein „Big Air Package“ – die größte bisher geschaffene Innenraumskulptur der Welt. Die Skulptur im Inneren des Gasometers wurde aus 20.350 Quadratmetern lichtdurchlässigem Gewebe gefertigt und erreicht im aufgeblasenen Zustand eine Höhe von mehr als 90 Metern, einen Durchmesser von 50 Metern und ein Volumen von 177.000 Kubikmetern. Das „Big Air Package“ reicht damit nahezu von Wand zu Wand des ehemaligen Gasspeichers und lässt lediglich den schmalen Um-lauf frei, von dem aus die Skulptur von allen Seiten betrachtet werden kann. Am Ende des Tages waren sich alle einig: „Das war ein erleb-nisreicher und hoch interessanter Ausflugstag“. Arthur Fellig (1899–1968), der sich das selbstbewusste Synonym „Weegee – The Famous“ zulegte, gehört zu den ungewöhnlichen Positionen der amerikanischen Fotografie der 1930er, 40er und 50er Jahre. Er wurde berühmt durch seine nächtlichen Fotos zu Brandka-tastrophen, Unfällen und Morden sowie seine Beobachtungen von Obdachlosen und Outlaws. Zahlreiche Motive seines Schaffens sind zurzeit in der Ludwiggalerie im Schloss Oberhausen ausgestellt.
Hier besuchten sie die Fotografie-Ausstellung „Weegee – The Famous“ in der Ludwiggalerie im Schloss Oberhausen und die Skulptur „Big Air Package“ von Christo im Gasometer.
Internationale Operation PANGEA VI – Weltweiter Einsatz der Strafverfolgungsbehörden im Kampf gegen den Handel mit illegalen Arzneimitteln im Internet
Wiesbaden (ots) – Es sieht so verlockend aus: „Abnehmen ohne Nebenwirkungen!“, „Potenzmittel ohne Rezept!“, „Rauchfrei in 10 Tagen!“, „Absolut diskret und zuverlässig!“.
Mit solchen und ähnlichen Slogans werben illegale Online-Apotheken für Schlankheits-, Potenz- und Rauchentwöhnungsmittel, aber auch für Antidepressiva, Verhütungsmittel, Schmerztabletten und andere Arten von Arzneimitteln.
Foto: Interpol
Um gegen den Handel mit illegalen Arzneimitteln im Internet vorzugehen, haben sich bereits zum sechsten Mal über einhundert Staaten unter der Koordination von INTERPOL in Kooperation mit der Weltzollorganisation (WZO), Europol, der Pharmaindustrie, internationalen Zahlungs- und Zustelldienstleistungsunternehmen und weiteren internationalen Organisationen zusammengeschlossen, um gemeinsam die Operation PANGEA durchzuführen.
Ziel dieser in der Zeit vom 18. bis 25. Juni 2013 durchgeführten Aktionswoche war es, gegen das illegale Angebot von Arzneimitteln im Internet vorzugehen und das Bewusstsein der Bevölkerung für mögliche Risiken entsprechender Angebote im Internet zu schärfen.
Koordiniert wurde die Teilnahme der deutschen Strafverfolgungsbehörden durch das Zollkriminalamt (ZKA) und das Bundeskriminalamt (BKA).
Gezielt ging die deutsche Zollverwaltung während dieser Aktionswoche gegen den internationalen Arzneimittelschmuggel vor. Die Zollbeamtinnen und -beamten richteten ihr Augenmerk verstärkt auf Post- und Kurierdienste, die ausländische Versender illegaler oder gefälschter Arzneimittel nutzen, um ihre Pillen, Ampullen, Pasten und Salben nach Deutschland zu bringen.
Unter Federführung des ZKA in Köln waren die Zollbeamtinnen und -beamten einmal mehr gefordert, sich intensiv mit derartigen Briefen, Päckchen und Paketen zu befassen. Die erfahrenen Zöllneraugen entdeckten in dieser Aktionswoche allein in Frankfurt und Niederaula insgesamt 384 Brief- und Paketsendungen fragwürdigen, vermeintlich „heilsamen“ Inhalts. Das entspricht einer Steigerung von rund 15 Prozent zum Vorjahr. Das Spektrum der Wunder- und Heilmittel dabei ist sehr groß. Die Sicherstellungen reichten von Vitamintabletten, Schlankheitsmitteln und Rheumapflastern über Potenzmittel und Schmerztabletten bis hin zu Herz- und Krebsmedikamenten.
Bei den Kontrollen zogen die Beamten bundesweit 27.930 Tabletten, Kapseln und Ampullen aus dem Verkehr, darunter 3172 Hormone und Dopingpräparate.
Dieser Erfolg ist auch der vierbeinigen „Kollegin“ Quitta zu verdanken. Quitta ist deutschlandweit der erste Spürhund, der auf das Erschnüffeln von Arzneimitteln trainiert ist. Sie war nach ihrer mehrmonatigen Ausbildung an der Zollhundeschule in Bleckede/Niedersachsen, einem Dienstsitz des Bildungs- und Wissenschaftszentrums der Bundesfinanzverwaltung, im Rahmen dieser Kontrollwoche zum ersten Mal im „Echt-Einsatz“. Zusammen mit ihrem Hundeführer Stefan Lawrenz hat die fünfjährige Schäferhündin schwerpunktmäßig Frachtsendungen am Flughafen Frankfurt kontrolliert – und das mit bemerkenswertem Erfolg. Dank Quitta konnten während der Kontrollwoche täglich 150 Frachtsendungen zusätzlich kontrolliert werden. Hierbei wurden außerhalb der üblichen Postsendungen 52 Lieferungen mit verdächtigen Medikamenten sichergestellt – ein Erfolg, der sich sehen lassen kann und ein Beispiel, das Schule machen sollte. „Dass sich der Einsatz von Spürhunden durch die Zollverwaltung bewährt hat, zeigen die zahlreichen Erfolge der Rauschgift-, aber auch der Tabak- und Bargeldspürhunde. Insofern sehe ich auch einem erfolgreichen Einsatz von Spürhunden zur Entdeckung pharmazeutischer Produkte entgegen.“, kommentiert Norbert Drude, der Präsident des ZKA, Quittas Arbeit.
Mit Quitta hat die Zollverwaltung ein Instrument mehr, den skrupellosen Handel mit illegalen Arzneimitteln zu verhindern und arglose Verbraucher zu schützen. Denn Arglosigkeit und das vermeintlich günstige Internetschnäppchen scheint die Verbraucher zum Kauf derartiger Produkte zu verleiten. Das mögliche gesundheitliche Risiko, dass die Online-Medikamente aus dem Ausland mit sich bringen können, bleibt dabei in der Regel völlig unberücksichtigt. Völlig außer Acht bleibt offenbar auch die Tatsache, dass jeglicher Import von in Deutschland nicht zugelassenen Medikamenten durch Privatpersonen eine Ordnungswidrigkeit darstellt, die – unabhängig von sonstigen strafrechtlichen Konsequenzen – mit einer Geldbuße geahndet werden kann. Um dem drohenden Bußgeld vorzubeugen, sollten Verbraucher sich auf www.zoll.de mit den Bestimmungen zu Postsendungen aus dem Ausland vertraut machen. Hier finden sich auch weitere Informationen zu Auslandsbestellungen von Arzneimitteln.
Das BKA hat einen Flyer veröffentlicht, der über die Risiken beim Arzneimittelkauf im Internet informiert und in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband des Deutschen Versandhandels e.V. (bvh) eine weitere Verbreitung auch über Online-Versandhändler erfährt.
Die Herstellungskosten gefälschter Arzneimittel betragen – abhängig vom Medikament – nur wenige Cent. Entsprechend lukrativ ist die Gewinnspanne. Dies hat zur Folge, dass die Verkäufer illegaler Arzneimittel mittlerweile Konkurrenz aus den eigenen Reihen bekommen. Vermehrt werden professionell aufgemachte Online-Apotheken festgestellt, die alleine die betrügerische Absicht haben, das Geld der Verbraucher ohne entsprechende Warenlieferung abzukassieren.
Gefälschte Arzneimittel bereiten nicht nur den Pharmaunternehmen einen erheblichen Verlust – illegale Arzneimittel bergen auch für den Verbraucher ein nicht kalkulierbares Gesundheitsrisiko. Sicherstellungen zeigen, dass gefälschte Arzneimittel qualitativ starken Schwankungen unterliegen. Sie können einen falschen, zu hoch oder zu niedrig dosierten oder gar keinen Wirkstoff enthalten. Auch Streckungen mit giftigen Bestandteilen sind bekannt.
In Deutschland beauftragte die Staatsanwaltschaft seit Januar 2013 in rund 130 Fällen die Polizei mit Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Handel von illegalen Arzneimitteln über das Internet. Die Täter agieren oftmals aus dem Ausland. Die zwischen den Strafverfolgungsbehörden und Wirtschaftsunternehmen bestehenden Kontakte konnten durch die bisherigen Operationen PANGEA aufgebaut und gefestigt werden und sind ein wichtiger Baustein zur Bekämpfung dieses international bedeutsamen Phänomens.
BKA-Präsident Jörg Ziercke warnt: „Der illegale Verkauf von Arzneimitteln über das Internet ist für die Täter eine lukrative Einnahmequelle. Während die Betrüger es nur auf Gewinnmaximierung abgesehen haben, stellen gefälschte Arzneimittel ein lebensbedrohliches Risiko für die Gesundheit der Verbraucher dar. Ich empfehle, die zur Verfügung gestellten Informationen zu nutzen und nur bei zugelassenen Online-Apotheken zu bestellen.“
Der Arzneimittelhandel via Internet ist auch ein Thema für das ZKA und seine bundesweit acht Zollfahndungsämter, die für mittlere und schwere Zollkriminalität zuständig sind. Der Zollfahndungsdienst verzeichnet seit Jahren einen stetigen Anstieg seiner Ermittlungsverfahren in diesem Deliktsbereich. Allein in 2012 ermittelten die Zollfahnder in über 1.800 Fällen, mit 45 Prozent Anstieg zum Vorjahr. Davon betrafen 1036 Verfahren ausschließlich den Handel mit oder die illegale Produktion von Dopingmitteln – Tendenz steigend!
ZKA-Präsident Norbert Drude: „Der stetig wachsende Handel mit illegalen Arzneimitteln durch internationale Tätergruppierungen und damit auch der skrupellose Umgang mit der Gesundheit der Verbraucher machen einen intensiven Kampf gegen die gewissenlosen Kriminellen notwendig. Das setzt großes Engagement und enge Kooperation aller Sicherheits- und Gesundheitsbehörden auf nationaler und internationaler Ebene voraus. Dass das funktioniert, zeigt auch der Einsatz des ersten deutschen Spürhundes für pharmazeutische Produkte, dessen Ausbildung ein Ergebnis guter Kooperation mit den dänischen Kollegen ist. Nur so können wir den Kriminellen entgegentreten: Miteinander und füreinander!“
Über das weltweite Gesamtergebnis der Operation PANGEA V informiert INTERPOL in seiner heute veröffentlichten Pressemitteilung (www.interpol.int).
Weitere Informationen, wie auch den Flyer des BKA zum sicheren Arzneimittelkauf im Internet, finden Sie auf der Internetseite des BKA (www.bka.de) sowie auf den Internetseiten diverser weiterer Behörden und Institutionen, u. a. der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), dem Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA), der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sowie der Zentralstelle der Länder für Gesundheitsschutz bei Arzneimitteln und Medizinprodukten (ZLG).