StartKreis BorkenDeutsches Tierschutzbüro erstattet Anzeige

Deutsches Tierschutzbüro erstattet Anzeige

Veröffentlicht am

Der Tierschutzverein Deutsches Tierschutzbüro e.V. aus Köln hat Anzeige gegen die Pelzfarm in Borken wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet. Aktuelle Bildaufnahmen von der Farm zeigen junge Nerze in kleinen, massiv verdreckten Käfigen.

Köln/Borken (NRW), 04.07.2013. Vor sieben Jahren wurde vom Bundesrat eine neue Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung („Verordnung zum Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere und anderer zur Erzeugung tierischer Produkte gehaltener Tiere bei ihrer Haltung“) beschlossen, die auch größere Käfige für Tiere auf Pelztierfarmen festschreibt. Für die Umsetzung wurde den Pelzfarmbetreibern eine Übergangsfrist von 5 Jahren eingeräumt. Diese lief am 11.12.2011 aus. Umgesetzt wurde sie auf der Pelzfarm in Borken nicht.

Aktuelle, vom Deutschen Tierschutzbüro e.V. gemachte Bildaufnahmen (Fotos und Video) von der Farm in Borken zeigen die jungen, in diesem Jahr geborenen Nerze in kleinen, massiv verdreckten Drahtgitterkäfigen.

Die Farm gehört Presseberichten zufolge Jürgen Brokamp, Präsident des Zentralverbandes Deutscher Pelztierzüchter, der sie und eine weitere Farm betreiben soll. In einem Presseinterview erklärte er, dass die Farmbetreiber die neuen rechtlichen Vorgaben vorsätzlich nicht umsetzen würden. Auch kündigte er an, dass die Farmer die Wasserbecken, die ab 2016 festgeschrieben sind, nicht einbauen würden.

Vor dem Verwaltungsgericht in Münster ist der Betreiber der Pelzfarm Borken bereits mit diesem Ansinnen gescheitert. Dagegen hat er jedoch Berufung eingelegt.

Stefan Klippstein, Sprecher des Deutschen Tierschutzbüros, ist darüber empört: „Die Nerzzüchter versuchen systematisch Zeit zu schinden, um weitere Nerzgenerationen züchten und töten zu können.“

Gegen die Farm in Borken hat der Verein jetzt erneut Anzeige erstattet. „Wir haben Fotoaufnahmen, die bei 29 °C Außentemperatur aufgenommen wurden. Zu sehen sind die jungen, in diesem Jahr geborenen Nerze, die in stark verschmutzten Käfigen sitzen“, berichtet Klippstein. „Der Gestank des alten Futterbreis und der Fäkalien über den Zaun hinweg war kaum zu ertragen. Es ist nur schwer vorstellbar, wie sehr die semiaquatischen Nerze, die keine Möglichkeit haben, sich abzukühlen oder dem Gestank zu entkommen, leiden müssen“, so Klippstein.

Bei der zu erwartenden Hitze in den nächsten Tagen wird sich, so befürchtet das Deutsche Tierschutzbüro, die Situation noch verschärfen. „Jedes Jahr sterben schätzungsweise 10 % der Tiere an Hitzeschlag“, so Klippstein.

LETZTE BEITRÄGE

Heico Nickelmann: 30 Jahre „Rebecca“ und ein Konzert zwischen den Jahren

In Raesfeld ist Heico Nickelmann kein Unbekannter. Seit Jahren steht der Liedermacher und Sänger auf der Bühne. Am Sonntag, 27. Dezember 2026, feiert er mit...

RCV Raesfeld: Neues Prinzenpaar, neuer Vorstand und Abschied von Walli

Raesfelder Karnevalsvereins (RCV) für die Session 2026/2027. Bei der Generalversammlung am Freitagabend (16. Oktober) im Haus Martinus in Raesfeld stellte der Verein die beiden vor....

Gemeinde Raesfeld ehrt Ulrich Junker und Bernhard Kösters

Die Gemeinde Raesfeld hat Ulrich Junker für 40 Jahre und Bernhard Kösters für 25 Jahre im öffentlichen Dienst geehrt. Bürgermeister Dirk Kuhmann überreichte den beiden...

Neue Wirtschaftsförderin in Raesfeld: Sabrina Greiwe hat viel vor

Mit 39 Jahren noch einmal beruflich neu anfangen, Vertrautes hinter sich lassen und eine neue Herausforderung annehmen: Sabrina Greiwe hat diesen Schritt gewagt. Seit Anfang...

Klick mich