Münsterland als Pilotregion: Neue Kooperation zur Fachkräftesicherung. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Unternehmen und Fachkräfte noch gezielter zu unterstützen.
Erste landesweite Vereinbarung zur Fachkräftegewinnung
Laut Mitteilung des Münsterland e.V. hat die Regionalagentur Münsterland (RAM) als erste Region in Nordrhein-Westfalen eine Kooperationsvereinbarung mit der Fachkräfteagentur International NRW (FAI NRW) getroffen. Ziel sei es, die Beratung und Unterstützung für nationale und internationale Fachkräfte auszubauen und effektiver zu gestalten.
In den kommenden zehn Jahren werde rund ein Drittel der Erwerbstätigen in NRW in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig hätten bisher nur sechs Prozent der Unternehmen ausländische Fachkräfte eingestellt. Die neue Kooperation solle helfen, dem drohenden Fachkräftemangel aktiv entgegenzuwirken.
Mehr Unterstützung für Unternehmen und Fachkräfte
Die FAI NRW, finanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF), unterstützt im Auftrag des nordrhein-westfälischen Arbeitsministeriums (MAGS NRW) Betriebe, Kommunen und weitere Akteure von der Erstberatung bis zur Integration von Fachkräften. Im Münsterland ergänze sie damit bestehende Projekte wie Onboarding@Münsterland, eine Initiative des Münsterland e.V., sowie Programme der Kammern, Agenturen für Arbeit und regionalen Wirtschaftsförderungen.
Koordination bei der Regionalagentur Münsterland
Die Abstimmung der Angebote übernimmt die Regionalagentur Münsterland. RAM-Leiterin Julia Roesler betont laut Mitteilung: „Im Münsterland haben wir bereits bei der Fachkräfteberatung sehr gute Strukturen aufgebaut. Die Kooperation mit der FAI NRW erweitert dieses Angebot um landesweite Expertise und neue Impulse. Davon profitieren unsere Partner in der Region.“
Ziel sei es, bestehende Angebote nicht zu verdoppeln, sondern gezielt zu ergänzen und den Informationsfluss zu bündeln.
Breite regionale Unterstützung
Die inhaltliche Ausgestaltung der Kooperation wurde im Vorfeld mit dem Lenkungskreis der Regionalagentur abgestimmt. Beteiligt sind unter anderem die vier Münsterland-Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf, die Stadt Münster, IHK, HWK, Jobcenter, Hochschulen, Gewerkschaften sowie Arbeitgeber- und Wohlfahrtsvertreterinnen und -vertreter.
Dr. Olaf Gericke, Landrat des Kreises Warendorf und Vorsitzender des Lenkungskreises, sieht in der Vereinbarung einen wichtigen Schritt: „Das Münsterland stellt sich dem Fachkräftemangel aktiv und lösungsorientiert. Unternehmen, die international rekrutieren wollen, finden jetzt noch bessere Rahmenbedingungen und gezielte Unterstützung.“
Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit geplant
Künftig wollen die Regionalagentur Münsterland und die FAI NRW eng zusammenarbeiten – unter anderem durch gemeinsame Veranstaltungen, koordinierte Kommunikation und eine gegenseitige Verlinkung regionaler Angebote auf den jeweiligen Internetseiten.



























