Bevölkerungsentwicklung, Dichte und Jugendanteil im Kreisvergleich
Raesfeld zeigt sich als stabile und familienfreundliche Gemeinde mit Entwicklungspotenzial. Zwar liegt die Einwohnerzahl im Vergleich zu anderen Kommunen im Kreis Borken im unteren Bereich, doch die Zahlen zeigen: Raesfeld wächst, wenn auch moderat, und hält seinen Anteil junger Menschen konstant über dem Landesdurchschnitt. Grundlage der Auswertung sind Statistiken des Kreises Borken und von IT.NRW.
Einwohnerzahl steigt, aber langsamer
Seit 1974 hat sich die Bevölkerung in Raesfeld deutlich erhöht: von damals 7.364 auf 11.832 Menschen im Jahr 2022. Damit verzeichnet die Gemeinde ein Wachstum von über 60 Prozent, ein Zeichen langfristiger Stabilität. Im jüngeren Verlauf, etwa zwischen 2015 und 2022, wuchs Raesfeld um rund vier Prozent. Größere Städte wie Bocholt oder Gronau legten im gleichen Zeitraum prozentual kaum stärker zu, jedoch auf deutlich höherem Ausgangsniveau.

Weitläufig und wenig verdichtet
Raesfeld gehört zu den flächenmäßig mittelgroßen Kommunen im Kreis (rund 58 km²), weist mit 204,1 Einwohnern pro Quadratkilometer aber eine deutlich niedrigere Bevölkerungsdichte auf als der Kreisdurchschnitt (266,8). Städte wie Bocholt (602,4) oder Gronau (631,2) sind mehr als dreimal so dicht besiedelt. Die ländliche Prägung Raesfelds bleibt also auch statistisch sichtbar – mit viel Raum für Wohnen, Natur und Entwicklung.

Kinder und Familien prägen das Gemeindebild
Ein besonderes Merkmal Raesfelds ist der konstant hohe Anteil junger Menschen. Der sogenannte Jugendquotient lag 2022 bei 30,1 – deutlich über dem NRW-Wert von 28,5 und exakt auf dem Kreisdurchschnitt. Der Jugendquotient beschreibt das Verhältnis der Personen im Alter bis unter 18 Jahren zu 100 Personen im erwerbsfähigen Alter (18 bis unter 65 Jahren). Er gibt Aufschluss darüber, wie stark eine Gemeinde von jungen Menschen geprägt ist und wie hoch der potenzielle Bedarf an Bildungs- und Betreuungsangeboten ausfällt.

Im langfristigen Vergleich fällt auf: Während der Jugendquotient NRW-weit deutlich gesunken ist, hat sich Raesfeld über die Jahre relativ stabil gehalten. 2000 lag der Wert noch bei 42,0. Ab 2011 beruhen die Angaben auf der Bevölkerungsfortschreibung nach dem Zensus 2011, zuvor auf den Daten der Volkszählung von 1987.
Fazit: Ländlich, stabil, familienfreundlich
Raesfeld wächst im eigenen Tempo und bleibt dabei eine junge, familienfreundliche Gemeinde. Die Bevölkerungsdichte liegt unter dem Durchschnitt, was Raum für Wohn- und Lebensqualität schafft. Der konstant hohe Jugendanteil spricht dafür, dass Raesfeld für junge Familien attraktiv bleibt – auch im Wettbewerb mit größeren Städten im Kreis.
Neuste Statistik:
Die aktuelle Einwohnerzahl in Raesfeld ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen – von 11.818 auf 11.869 Personen (Stand Januar 2025).

























