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Feuerwehrrente in Raesfeld: SPD sieht sich missverstanden – Prüfauftrag scheitert

Die Frage nach einer möglichen Feuerwehrrente für aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Raesfeld hat am Montag im Hauptausschuss für eine längere und teils emotionale Diskussion gesorgt. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die Rente selbst, sondern auch die Frage, ob der SPD-Antrag von der Verwaltung richtig eingeordnet worden sei. Die SPD betonte, sie habe keine sofortige Einführung beantragt, sondern zunächst nur eine Prüfung der Machbarkeit und Kosten.

SPD kritisiert Verwaltungsvorlage

Die SPD-Fraktion hatte mit Schreiben vom 19. März 2026 beantragt, die Einführung einer Feuerwehrrente für aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Raesfeld prüfen zu lassen. Nach Darstellung der SPD sollte die Verwaltung eine konkrete Prüfung und belastbare Kostenermittlung vornehmen, damit der Rat im Rahmen der Haushaltsberatungen für das Jahr 2027 eine fundierte Entscheidung treffen könne.

Die Verwaltung empfahl dem Hauptausschuss jedoch, den Antrag abzulehnen. Sie verwies in ihrer Vorlage unter anderem auf finanzielle Risiken, eine fehlende gesetzliche Grundlage in Nordrhein-Westfalen, zusätzlichen Verwaltungsaufwand, bereits bestehende Aufwandsentschädigungen sowie auf stabile Mitgliederzahlen bei der Feuerwehr in Raesfeld.

Bereits zu Beginn der Beratung zeigte sich SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Erzkamp deutlich verärgert über die Verwaltungsvorlage. Sein Antrag sei aus seiner Sicht falsch verstanden worden. Es gehe nicht darum, sofort über eine Feuerwehrrente zu entscheiden. Vielmehr handele es sich um einen Prüfungsantrag.

„Es sollten die Möglichkeiten auf Machbarkeit geprüft werden“, sagte Erzkamp. Es gehe darum, herauszufinden, was für die Gemeinde realistisch machbar sei.

Feuerwehrdienst nicht mit jedem Ehrenamt vergleichbar

Erzkamp widersprach zudem der Darstellung, das Ehrenamt in der Feuerwehr könne ohne Weiteres mit anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten gleichgesetzt werden. „Mit allem Respekt zu anderen Ehrenamtlichen, aber niemand fährt nachts nach Alarm sekundenspäter zu einem Einsatz raus, wo jemand beispielsweise verletzt ist, oder um Menschenleben zu retten. Das gibt es in keinem anderem Ehrenamt“, sagte er.

In keinem anderen Ehrenamt stelle jemand seine eigene Gesundheit in dieser Form zurück, so Erzkamp weiter. Deshalb wolle die SPD lediglich prüfen lassen, ob eine besondere Form der Anerkennung für die Feuerwehr in Raesfeld machbar sei. Eine sofortige Ablehnung halte er für falsch.

Bürgermeister betont Wertschätzung für die Feuerwehr

Bürgermeister Dirk Kuhmann machte vor der Diskussion deutlich, dass die Arbeit der Feuerwehr in Raesfeld sehr geschätzt werde. Er unterstrich, dass diese Tätigkeit nicht mit anderen ehrenamtlichen Aufgaben vergleichbar sei.

„Wir sind stolz, solch eine Feuerwehr zu haben, auch darüber, dass Raesfeld die zweitstärkste Jugendfeuerwehr im Kreis hat“, sagte Kuhmann.

Nach Angaben der Verwaltung gebe es in Raesfeld kein Mitgliederproblem. Die Jugendfeuerwehr sei stark aufgestellt, die Mitgliederzahlen seien stabil und auch der Nachwuchs sei gesichert. Aus Sicht der Verwaltung bestehe daher kein Handlungsbedarf im Sinne des SPD-Antrags.

Unterstützung von Grünen und UWG

Henry Tünte, Fraktionsvorsitzender der Grünen, bedankte sich bei Erzkamp für dessen emotionale Darstellung. Er machte deutlich, dass seine Fraktion eine Prüfung zumindest teilweise unterstütze.

Auch Volker van Wasen, Fraktionsvorsitzender der UWG, stellte die Bedeutung der Feuerwehr heraus. Die Freiwillige Feuerwehr sei das wichtigste Ehrenamt, das Raesfeld habe. Zugleich äußerte er Unverständnis darüber, dass bereits eine Prüfung als zu aufwendig angesehen werde.

„Was ich aber nicht verstehen kann ist, dass ein Prüfungsantrag zu groß sein kann“, sagte van Wasen. Die UWG gebe der SPD in diesem Punkt recht und unterstütze eine Prüfung. Mit Blick auf den zeitlichen Rahmen schlug van Wasen vor, die Prüfung nicht zwingend auf 2027 zu legen, sondern den Zeitraum zu verlängern.

CDU und FDP sehen Probleme

Bärbel Unnebrink von der CDU sprach sich dafür aus, der Verwaltungsvorlage zu folgen. Zugleich machte sie deutlich, dass sie eine Prüfung grundsätzlich unterstütze.

Dr. Bernhard Bonhoff, Fraktionsvorsitzender der CDU, sah den Aufwand für eine Prüfung als sehr groß an. Die CDU stimme in allen Punkten mit der Einschätzung der Verwaltung überein. In der CDU-Fraktion gebe es auch Feuerwehrleute, die diese Haltung teilten.

Christoph Stephan von der FDP verwies auf mehrere Probleme, die er mit dem Antrag verbinde. Aus seiner Sicht sollten Ehrenämter nicht gegeneinander bewertet werden. „Was ist mit all den Menschen, die beispielsweise Sterbebegleitung machen?“, fragte Stephan.

Diese Menschen stünden zwar nicht nachts nach einem Alarm auf, beschäftigten sich aber oft wochenlang mit belastenden Situationen. Zwar sei die Feuerwehr ein Ehrenamt, das rund um die Uhr Einsatzbereitschaft verlange. Es gebe jedoch auch andere Ehrenämter, in denen Menschen dauerhaft Verantwortung übernähmen. Den meisten gehe es nicht um Geld, sondern darum, anderen zu helfen. „Das Wort Ehrenamt sagt schon alles aus“, sagte Stephan.

Die FDP lehnte eine Prüfung deshalb ab und kündigte an, der Verwaltungsvorlage zuzustimmen.

Verwaltung verweist auf Kosten und fehlende Rechtsgrundlage

Die Verwaltung hatte in ihrer Vorlage unter anderem auf das Beispiel Würzburg verwiesen. Dort seien für das erste Jahr einer Feuerwehrrente 165.000 Euro im Haushalt zur Verfügung gestellt worden. Nach Einschätzung der Verwaltung lasse sich dieser Vergleich jedoch nicht auf Raesfeld übertragen. Würzburg sei eine kreisfreie Großstadt mit deutlich höheren Steuereinnahmen und einem größeren Haushaltsvolumen.

Für Raesfeld könne eine Feuerwehrrente nach Darstellung der Verwaltung eine dauerhafte Verpflichtung über Jahrzehnte bedeuten. Zudem seien die konkreten Kosten ohne weitere Grundsatzentscheidungen nicht valide zu ermitteln. Offen seien unter anderem Fragen zur Mindestdauer der Feuerwehrzugehörigkeit, zur Höhe einer möglichen Zahlung, zum Zeitpunkt der Auszahlung und zum Kreis der Anspruchsberechtigten.

Außerdem gebe es in Nordrhein-Westfalen keine gesetzliche Grundlage für eine Feuerwehrrente. Eine kommunale Satzungsregelung reiche möglicherweise nicht aus, um eine solche Leistung rechtssicher einzuführen. Die Verwaltung verwies zudem auf zusätzlichen Personalaufwand und mögliche Folgewirkungen für andere Ehrenamtsbereiche.

Mehrheit lehnt Prüfung ab

In der anschließenden Abstimmung über eine Prüfung stimmten fünf Ausschussmitglieder dafür. Die Stimmen kamen von SPD, UWG und Grünen.

Die Mehrheit folgte jedoch der Verwaltungsvorlage und lehnte den SPD-Antrag ab. Es gab eine Enthaltung. Damit wird die Einführung einer Feuerwehrrente für die Freiwillige Feuerwehr Raesfeld vorerst nicht weiter geprüft.

40 Jahre Wehl-Raesfeld: EUREGIO macht Jubiläumsfeier möglich

Der Feier zum 40-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft Wehl-Raesfeld steht nun auch finanziell nichts mehr im Wege. Die Gemeinde Raesfeld hat einen positiven Förderbescheid der EUREGIO erhalten und kann für das Jubiläumsprojekt mit 19.140 Euro Unterstützung rechnen.

19.140 Euro für Jubiläumsprojekt

Nach Angaben der Gemeinde Raesfeld liege ein positiver Förderbescheid der EUREGIO vor. Das Projekt „40 Jahre Städtepartnerschaft Wehl-Raesfeld“ werde durch das Interreg-Programm Deutschland-Nederland sowie seine Programmpartner ermöglicht und von der Europäischen Union kofinanziert.

Für die Aktivitäten zum besonderen Jubiläum erhalte das Projekt einen Zuschuss in Höhe von 19.140 Euro.

Spiel ohne Grenzen als Höhepunkt

Ein Höhepunkt des Jubiläumsjahres sei das „Spiel ohne Grenzen“ am 12. September 2026. Dabei sollen Teams aus Wehl und Raesfeld in freundschaftlicher Atmosphäre bei verschiedenen Spielen und Aktivitäten gegeneinander antreten.

Die Städtepartnerschaft zwischen Wehl und Raesfeld besteht seit 40 Jahren und steht für den Austausch über die deutsch-niederländische Grenze hinweg.

Kuhmann: Europäischer Gedanke lebt

Bürgermeister Dirk Kuhmann begrüßte die Förderzusage. „Mit den Aktionen zu unserem 40-jährigen Jubiläum beweisen wir gemeinsam mit unseren Freundinnen und Freunden aus Wehl, dass der europäische Gedanke lebt. Wir freuen uns daher, dass die EUREGIO dies mit der Förderzusage unterstützt!“, sagte Kuhmann.

Michael Timmermann übernimmt Präsidentenamt beim Rotary Club Lippe-Issel

Der Rotary Club Lippe-Issel hat im Landhotel Voshövel seine Ämterübergabe gefeiert. Dr. Joachim Wittwer übergab dabei das Präsidentenamt an seinen Nachfolger Michael Timmermann.

Rückblick auf das rotarische Jahr

Am Abend des 24. Juni 2026 begrüßte der scheidende Präsident Dr. Joachim Wittwer die Mitglieder des Rotary Clubs Lippe-Issel sowie Gäste des Partnerclubs aus dem friesischen Joure.

Ämterübergabe Rotary Lippe Issel 2026
Ämterübergabe: Michael Timmermann und Dr. Joachim Wittwer. Foto: Rotary Club Lippe/Issel

In seinem Rückblick auf das vergangene rotarische Jahr ging Wittwer auf verschiedene Aktivitäten des Clubs ein. Besonders hob er das erstmals organisierte Neujahrsschwimmen am Auesee in Wesel hervor, das aus Sicht des Clubs erfolgreich verlaufen sei.

Ehrungen für besondere Verdienste

Im Verlauf des Festabends nahm Dr. Joachim Wittwer mehrere Ehrungen vor. Prof. Dr. Viktor Grinewitschus und Edgar Rabe erhielten für besondere Verdienste die Auszeichnung Paul Harris Fellow. Michael Timmermann wurde mit der Auszeichnung Multiple Paul Harris Fellow mit Saphir geehrt.

Zwei neue Mitglieder aufgenommen

Zu den letzten Amtshandlungen des scheidenden Präsidenten gehörte die Aufnahme von zwei neuen Mitgliedern. Dr. Victoria Wittwer und Carsten Döhrn wurden feierlich in den Rotary Club Lippe-Issel aufgenommen.

Nachdem bereits bei der Weihnachtsfeier zwei Frauen in den Club aufgenommen worden seien, zählt der Rotary Club Lippe-Issel nun 57 Mitglieder.

Präsidentenkette an Michael Timmermann übergeben

Mit der Übergabe der Präsidentenkette an Michael Timmermann endete die einjährige Amtszeit von Dr. Joachim Wittwer.

In seiner anschließenden Ansprache stellte der neue Präsident seine Schwerpunkte für das kommende rotarische Jahr vor. Im Mittelpunkt stehe dabei das Motto „Zukunft von morgen“. Zudem betonte Timmermann, dass er in seinem Präsidentenjahr besonders auf Teamarbeit im Club setzen wolle.

Mit dem traditionellen Glockenschlag beendete der neue Präsident die Veranstaltung im Landhotel Voshövel.

Kultur-Schecks für den ländlichen Raum: Anträge ab sofort möglich

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Vereine, Initiativen und gemeinnützige Organisationen im ländlichen Raum können ab sofort Kultur-Schecks beantragen. Das Land Nordrhein-Westfalen stelle dafür insgesamt 500.000 Euro bereit und wolle damit bis zu 1.000 Projekte mit jeweils 500 Euro unterstützen.

Förderung für Vereine und Initiativen

Mit den Kultur-Schecks wolle die Landesregierung kulturelle Veranstaltungen im ländlichen Raum unbürokratisch fördern. Das teilte das Ministerium für Kultur und Wissenschaft mit. Gemeinnützige Veranstalter könnten die Unterstützung für öffentlich zugängliche Kulturangebote nutzen.

Dazu zählen unter anderem Konzerte, Lesungen, Theater- und Tanzaufführungen, Filmvorführungen, Festivals oder mobile Kulturangebote. Auch Veranstaltungen von Vereinen, Seniorengruppen oder Initiativen könnten gefördert werden, wenn sie das kulturelle Leben vor Ort stärken und Begegnungen ermöglichen.

500 Euro pro Projekt

Pro Projekt könne ein Kultur-Scheck in Höhe von 500 Euro beantragt werden. Insgesamt stünden 500.000 Euro zur Verfügung. Damit könnten landesweit bis zu 1.000 Projekte unterstützt werden.

Die Förderung könne beispielsweise für Künstlerhonorare, Technik, Raummieten, Organisation oder Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden. Voraussetzung seien förderfähige Ausgaben von mindestens 500 Euro.

Antrag nach der Veranstaltung

Der Antrag werde erst nach der Durchführung der Veranstaltung gestellt. Die Antragstellung erfolge digital über das Kultur.Web bei der Bezirksregierung Arnsberg und solle mit geringem Verwaltungsaufwand verbunden sein.

Anträge könnten ab sofort für Veranstaltungen gestellt werden, die bis zum 31. Dezember 2026 stattfinden.

Brandes: Engagement im ländlichen Raum sei groß

Kulturministerin Ina Brandes erklärte, ein attraktives Kulturangebot sei Lebensqualität, besonders im ländlichen Raum. Mit den Kultur-Schecks helfe das Land nach ihren Worten „unbürokratisch, schnell und effektiv“ den vielen Vereinen und Initiativen, die sich vor Ort für Kunst und Kultur engagierten.

Die Resonanz auf die Ankündigung der Kultur-Schecks sei überwältigend gewesen. Dies zeige, wie groß das Engagement für Kunst und Kultur im ländlichen Raum sei. Ihr Dank gelte auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bezirksregierung Arnsberg, die die Administration der Kultur-Schecks übernommen hätten.

Weitere Informationen

Weitere Details zu den Förderbedingungen, zur Antragstellung und zu häufigen Fragen stellt das Land über das Kultur.Web bereit.

Fragen zu den Rahmenbedingungen der Förderung können Sie sich an die Bezirksregierung Arnsberg wenden unter der Mailadresse [email protected] oder telefonisch unter 02931/825070 (Montag bis Freitag 9-12 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag 14-16 Uhr).

Gartenblicke 2026 in Raesfeld: Bei Liesners summt der Landgarten

Gartenblicke 2026 in Raesfeld: Im Garten der Familie Liesner am Wormstallweg summte, blühte und wuchs es an diesem Sonntag an jeder Ecke. Bei rund 35 Grad wurde der naturnahe Landgarten am Ortsrand schnell zur kühlen Überraschung: Zwischen Blumen, Gemüsegarten, Obstbäumen und Wildstauden zeigte sich ein Garten, der nicht nur schön aussieht, sondern vielen Insekten und Kleintieren Lebensraum bietet.

Blumen und Natur im Garten von Liesner bei den Gartenblicken 2026 in Raesfeld
Schon am Eingang zeigt das Schild „Bienen Buffet“, worum es im Garten von Familie Liesner bei den Gartenblicken 2026 geht: Blumen, Natur und Nahrung für viele Insekten.Foto: Petra Bosse

Ein heißer Sommertag mit rund 35 Grad liegt über Raesfeld. Doch im Garten der Familie Liesner verändert sich die Stimmung sofort. Schon beim Eintreten summt es an jeder Ecke. Zwischen Blumen, Gemüsegarten, Obstbäumen und viel Natur öffnet sich ein Landgarten, der wie frei gewachsen aussieht, aber viel Arbeit, Erfahrung und Liebe zeigt.

Kühle Überraschung am Ortsrand von Raesfeld

Draußen steht die Hitze über dem Ort. Hinter dem Gartentor am Wormstallweg empfängt die Besucher dagegen ein kühles Grün. Der Garten liegt am Ortsrand von Raesfeld, offen zur Landschaft und doch geschützt.

Bienen, Hummeln und andere Insekten fliegen von Blüte zu Blüte. Es krabbelt zwischen Stauden, Kräutern und Wildpflanzen. Obstbäume spenden Schatten, der Gemüsegarten zieht den Blick auf sich. Hier stehen die Besucher in einem Garten, der nicht nur schön aussehen soll. Er soll Lebensraum bieten.

Edith Liesner steht vor einem ihrer Staudenbeete, das bei den Gartenblicken 2026 in Raesfeld zeigt, wie naturnahe Bepflanzung Lebensraum für Bienen und andere Insekten schafft.
Edith Liesner steht vor einem ihrer Staudenbeete, das bei den Gartenblicken 2026 in Raesfeld zeigt, wie naturnahe Bepflanzung Lebensraum für Bienen und andere Insekten schafft. Foto: Petra Bosse

Edith Liesner, Vorsitzende des Imkervereins Raesfeld, steht mitten in diesem Blütenmeer. Sie kennt die Pflanzen, ihre Wirkung und ihren Nutzen. In den vergangenen Jahren habe sie den Garten Schritt für Schritt naturnaher gestaltet. „Wir haben noch einen großen Gemüsegarten, auf den wir recht stolz sind. Außerdem haben wir uns in den letzten Jahren auf den Weg gemacht, unseren Garten noch insektenfreundlicher und naturnaher zu gestalten“, sagt sie.

Gemüsegarten bei den Gartenblicken 2026 in Raesfeld
Der große Gemüsegarten gehört zu den besonderen Bereichen des naturnahen Gartens am Wormstallweg in Raesfeld. Foto: Petra Bosse

Ein Garten bleibt immer in Bewegung

Für Edith Liesner endet Gartenarbeit nie. Pflanzen wachsen, säen sich aus, verschwinden wieder oder tauchen an anderer Stelle neu auf. Genau das macht für sie den Reiz aus.

„Da ist man auf dem Weg und man bleibt auf dem Weg, weil man damit nie fertig wird“, sagt sie. Den Arbeitsaufwand könne jeder selbst beeinflussen. Nicht jede Pflanze müsse festgebunden, geschnitten oder streng geordnet werden. Liesner setzt auf robuste Stauden, die ihren Platz selbst behaupten. „Gerade unsere Naturstauden, die hier sowieso leben, sind bevorzugt. Die sind von selber so stabil, dass man sie zum Beispiel bei Wind nicht anbinden muss. Die bleiben einfach alleine stehen.“

Stauden im Naaturgarten von Liesner in Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Im Garten dürfen sich Pflanzen aussäen. Dadurch sieht der Garten jedes Jahr anders aus. Manchmal verändert sich sogar die Blütenfarbe, weil Pflanzen sich untereinander befruchten. „Dann hat man plötzlich etwas, was man so vorher noch nicht hatte“, sagt Liesner.

Königskerze, Blutweiderich und wilde Möhren

Nach ihrer liebsten Naturstaude gefragt, muss Edith Liesner kurz überlegen. „Die große Königskerze und der Blutweiderich. Ich kann mich da schlecht entscheiden“, sagt sie.

Der Blutweiderich wächst auch an Böschungen und Straßenrändern. Bei Liesners bekommt er bewusst Raum im Garten. Für Edith Liesner gehören solche Wildstauden dazu. „Oftmals sind die Wildstauden ja seltener geworden als das, was man in den Baumärkten kaufen kann.“

Auch wilde Möhren und Wiesenmargeriten haben ihren Platz gefunden. Ein früherer Blühstreifen brachte viele Sorten in den Garten. Einige verschwanden wieder, andere blieben. Die wilden Möhren und Wiesenmargeriten passten zu Boden, Licht und Standort. Also blieben sie und säten sich weiter aus.

Gartenblicke Raesfeld 2026 im Garten von Liesner-Paradies für Bienen und Insekten
Foto: Petra Bosse

„Das, was hier gut leben kann, wo die Bodenverhältnisse passen, wo die Lichtverhältnisse passen, das hat den Blühstreifen überdauert und sich weiter ausgesamt“, sagt Liesner.

Nicht alles, was blüht, darf in den Garten

Edith Liesner achtet genau darauf, welche Pflanzen sie in den Garten holt. Viele Pflanzen aus verschiedenen Märkten kommen für sie nicht infrage. Nach ihrer Einschätzung werden viele importierte Pflanzen mit Pflanzenschutzmitteln behandelt.

Dann könne eine Staude zwar von der Blüte her bienenfreundlich aussehen, den Insekten aber trotzdem nicht guttun. „Das kommt in den Garten gar nicht rein“, sagt sie. Lavendel mag sie zwar, doch im eigenen Garten spielt er nur eine kleine Rolle. „Lavendel ist toll, aber ich kann nicht damit umgehen“, sagt sie. Eine Staude wächst zwar im Garten, doch bei ihr verholze Lavendel regelmäßig.

Orange Taglilien im Garten von Liesner bei den Gartenblicken 2026 in Raesfeld.
Orangefarbene Taglilien setzen kräftige Farbakzente im Garten. Die offenen Blüten werden auch von Insekten besucht. Foto: Petra Bosse

Gemüsebeet wird zur Insektenweide

Der Gemüsegarten nimmt bei Liesners viel Raum ein. Hier wachsen nicht nur Pflanzen für die Küche. Auch Gemüse lockt Insekten an. Als Beispiel nennt Edith Liesner den Grünkohl. Sie sät ihn im Juni aus, vereinzelt ihn später und erntet ihn nach dem ersten Frost. Wer nicht die ganze Pflanze abschneidet, sondern nur die unteren Blätter pflückt, lässt den Grünkohl weiterwachsen.

Im Frühjahr beginnt er zu blühen. „Ich stehe dann mitten in diesem Blühgrünkohl, der durchaus eine Höhe von 1,50 Meter oder 1,60 Meter erreichen kann. Und man steht in einem Meer von gelb-goldenen Blüten und in einem Meer von Insekten.“

Violette Flockenblumen im naturnahen Garten von Liesner bei den Gartenblicken 2026 in Raesfeld.
Violette Flockenblumen blühen im naturnahen Garten und bieten Nahrung für Bienen, Hummeln und andere Insekten. Foto: Petra Bosse

Erst wenn der Platz für neues Gemüse gebraucht wird, räumt sie den Grünkohl ab. Bis dahin liefert er Nahrung für Insekten. „Und die Blüten schmecken sogar auch noch lecker“, sagt Liesner.

Kräuter, Ringelblumen und ein Rasen ohne englischen Anspruch

Auch Kräuter wachsen im Garten. Oregano nutzt Edith Liesner als Gewürzkraut und als Insektenmagnet. Wildkräuter bekommen ebenfalls Raum. Klassische Blühstreifen legt sie inzwischen weniger an. Stattdessen lässt sie schon einmal ein Stück Rasen stehen. Dort wächst, was sich durchsetzt. „Unser Rasen ist sowieso nicht der gepflegte englische Rasen“, sagt Liesner. Plötzlich kommen Margeriten hoch, Hornklee oder auch eine Ringelblume, die vielleicht vor Jahren einmal im Garten stand.

Dann bleibt sie stehen. Wenn sie sich versamt, kommt sie im nächsten Jahr vielleicht wieder. Oder auch nicht. Der Garten entscheidet mit.

Rosafarbene Moschus-Malven im Garten von Liesner
Rosafarbene Moschus-Malven. Foto: Petra Bosse

Tipp für Anfänger: Erst informieren, dann pflanzen

Für Menschen, die ihren Garten naturnaher gestalten möchten, nennt Edith Liesner einen praktischen Tipp. Sie empfiehlt die App NaturaDB. Dort finden Nutzerinnen und Nutzer ausführliche Informationen zu Pflanzen.

Man gibt den Namen einer Pflanze ein und erfährt unter anderem, ob sie heimisch ist, welchen Boden sie braucht, wann sie blüht, welche Farbe sie hat, ob sie Insekten anzieht und wie viele Raupen sich von ihr ernähren können.

„Das ist wie ein Kochbuch“, sagt Liesner. Man gebe den Namen einer Blume ein, sehe Fotos in verschiedenen Stadien und bekomme viele Informationen. Für Anfänger sei das hilfreich, weil die App nicht verkaufe, sondern informiere.

Echtes Johanniskraut ist an seinen fünf gelben Blütenblättern und den zahlreichen Staubblättern gut zu erkennen.
Echtes Johanniskraut ist an seinen fünf gelben Blütenblättern und den zahlreichen Staubblättern gut zu erkennen. Verwechslungsgefahr besteht unter anderem mit dem giftigen Jakobskreuzkraut, das ebenfalls gelb blüht, aber anders aufgebaute Blüten und gefiederte Blätter hat. Foto: Petra Bosse

Außerdem empfiehlt sie Vielfalt. Wer viele verschiedene Pflanzen im Garten hat, muss sich bei schwieriger Witterung nicht über eine einzelne Art ärgern. „Irgendwas funktioniert immer gut“, sagt sie.

Imkerverein Raesfeld zeigt sich am Tag der Gartenblicke

Am Tag der Gartenblicke ging es bei Liesners nicht nur um Pflanzen und Gestaltung. Auch der Imkerverein Raesfeld zeigte sich mit einem Stand. Für Edith Liesner passt das zusammen.

„Uns liegt als Imkerverein sehr am Herzen, dass Leute ihren Garten möglichst bienenfreundlich gestalten“, sagt sie. Deshalb informierte der Verein über Bestäubung, Naturschutz, Artenerhalt und reiche Ernte.

Denn ohne Bienen und andere Bestäuber funktioniert vieles im Garten und in der Landwirtschaft nicht. Der Verein freut sich über neue Mitglieder, aber auch über Interessierte, die sich erst einmal informieren möchten.

Gartenblicke 2026-Bienen und Hummeln

Honig aus der Region und klare Regeln

Auch Honig spielte eine Rolle. Edith Liesner verweist darauf, dass die Imkerinnen und Imker im Verein dem Deutschen Imkerbund angehören. Deutsche Imker hielten sich an die Honigverordnung. Dort stehe, dass Honig nichts anderes als Honig enthalten dürfe.

Die Vorgaben des Deutschen Imkerbundes gingen nach ihren Angaben bei bestimmten Punkten noch weiter, etwa beim Wassergehalt. Außerdem würden immer wieder Proben genommen.

Mit Blick auf importierte Honige sagt Liesner, dass diese leider häufig mit Sirupen verfälscht seien. Wer Honig bei einem Hobbyimker in der eigenen Region kaufe, bekomme nach ihrer Überzeugung reinen Honig. „Mit Liebe gemacht, mit Hand produziert“, sagt sie.

Vorstand Imkerverein Raesfeld bei den Gartentagen in Raesfeld
Der Vorstand vom Raesfelder Imkerverein v.l.: Jürgen Heider, Dennis Kilian, VEdith Liesner (Vors.) und Hildegard Nießing. Foto: Petra Bosse

Ein Garten voller Arbeit, Ruhe und Leben

Der Landgarten am Wormstallweg setzt an diesem heißen Sonntag einen deutlichen Kontrast zu kurz geschnittenem Rasen und austauschbaren Zierbeeten. Hier wachsen Gemüse, Obstbäume, Naturstauden, Wildblumen und Kräuter nebeneinander. Pflanzen dürfen aussamen, Insekten finden Nahrung, und der Garten verändert sich von Jahr zu Jahr.

Zwischen Hitze, Blütenduft und Summen entsteht ein Ort, der Natur nicht nur zeigt, sondern zulässt. Und während draußen die Sonne über Raesfeld brennt, brummt und blüht es im kühlen Grün weiter.

44 Naturschutzbeauftragte für den Kreis Borken bestellt

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Auch aus Raesfeld ist ein ein neuer Naturschutzbeauftragter dabei: Im Kreis Borken setzen sich 44 Ehrenamtliche künftig weiter für Natur und Landschaft ein. Landrat Dr. Kai Zwicker hat die Beauftragten jetzt im Borkener Kreishaus bestellt.

Ansprechpartner für Natur und Landschaft

Auf Einladung der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Borken kamen die Naturschutzbeauftragten jetzt im Kreishaus zusammen. 38 von ihnen führen ihre ehrenamtliche Aufgabe weiter. Sechs Personen aus Gescher, Raesfeld, Reken, Rhede und Stadtlohn sind neu dabei.

Die Naturschutzbeauftragten sollen Ansprechpartner und Berater für Bürgerinnen und Bürger sein, die etwas für den Natur- und Landschaftsschutz tun möchten. Dazu gehören zum Beispiel die Anlage von Kleingewässern sowie die Anpflanzung und Pflege von Hecken.

Meldungen aus dem Außenbereich

Neben der Beratung haben die Naturschutzbeauftragten auch eine wichtige Meldefunktion. Sie informieren den Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises Borken über nachteilige Veränderungen im Außenbereich.

Dazu zählen unter anderem wilde Müllkippen oder die Beseitigung von landschaftsprägenden Strukturen. Damit leisten die Ehrenamtlichen einen Beitrag dazu, Veränderungen in der Landschaft frühzeitig zu erkennen und an die zuständigen Stellen weiterzugeben.

Übersicht online abrufbar

Eine Übersicht über die Naturschutzbeauftragten und ihre jeweiligen Dienstbezirke gibt es auf der Internetseite des Kreises Borken unter:
www.kreis-borken.de/naturschutzbeauftragte

Kreis Borken verbietet Wasserentnahme unter anderem aus der Bocholter Aa

Die große Hitze und die anhaltende Trockenheit setzen den Gewässern im Kreis Borken weiter zu. Ab Mittwoch, 1. Juli 2026, gilt deshalb ein Verbot der Wasserentnahme aus der Bocholter Aa sowie aus weiteren Oberflächengewässern in ihrem Einzugsgebiet. Die Einhaltung des Entnahmeverbots wird vom Kreis Borken überwacht. Verstöße gegen das Verbot werden geahndet und können im Einzelfall mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro belegt werden.

Verbot gilt zunächst bis Ende Oktober

Wie der Kreis Borken mitteilt, habe die Kreisverwaltung als zuständige Wasserbehörde eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Diese sei zunächst bis zum 31. Oktober 2026 befristet.

Grund für die Maßnahme sei die zunehmende Trockenheit in der Region. Da aktuell keine Entspannung der Lage absehbar sei, bestehe die Gefahr, dass der bereits stark belastete Naturhaushalt weiter gestört werde. Dadurch könnten die Lebensgrundlagen von Tieren und Pflanzen bedroht werden.

Auch kleine Wasserentnahmen sind untersagt

Das Verbot gilt laut Kreis Borken sowohl für den Gemein-, Eigentümer- und Anliegergebrauch als auch für bereits bestehende Erlaubnisse zur Wasserentnahme. Betroffen seien damit nicht nur größere Entnahmen, etwa zur Feldberegnung. Auch kleinere Mengen für die Bewässerung von Privatgärten dürften nicht mehr aus den betroffenen Gewässern entnommen werden.

Ausgenommen seien das Tränken von Vieh sowie das Schöpfen mit Handgefäßen.

Gewässer stehen unter Stress

Mit dem Verbot sollen die durch Trockenheit und hohe Temperaturen bereits stark belasteten Gewässer vor weiteren Beeinträchtigungen geschützt werden. Nach Angaben des Kreises könne besonders an kleinen Gewässern eine zusätzliche Entnahme dazu führen, dass Tiere verenden.

Der Kreis Borken werde die Einhaltung des Verbots kontrollieren. Verstöße könnten im Einzelfall mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Niedrige Wasserstände und trockengefallene Gewässer

Zur Bewertung der Lage beobachte der Kreis Borken regelmäßig mehrere wasserwirtschaftlich relevante Daten. Dazu gehörten Niederschlagsmengen, Bodenfeuchte, Grundwasserentwicklung, Pegelstände und Wetterprognosen.

Nach der aktuellen Auswertung sei die Allgemeinverfügung für die Bocholter Aa und die weiteren Oberflächengewässer in ihrem Einzugsgebiet erforderlich. Das Einzugsgebiet umfasst laut Kreis alle Flächen, von denen Niederschläge direkt oder indirekt in die Bocholter Aa abfließen.

Aufgrund der unterdurchschnittlichen Niederschlagsmengen der vergangenen Wochen, der hohen Temperaturen und der zunehmenden Bodentrockenheit hätten sich in der Bocholter Aa und ihren Zuflüssen konstant sehr niedrige Wasserstände eingestellt. Stellenweise seien Gewässer bereits trockengefallen.

Folgen für Fische, Pflanzen und Kleinstlebewesen

Der für Fische, Kleinstlebewesen und Pflanzen wichtige Wasserzu- und -abfluss sei nach Angaben des Kreises nicht mehr flächendeckend gewährleistet. Auch lokale Regenfälle würden die Situation nur kurzfristig verbessern, da der Niederschlag überwiegend von der Vegetation aufgenommen werde und kaum in die Gewässer abfließe.

Die geringen Abflussmengen gefährdeten den Wasserhaushalt sowie Flora und Fauna der oberirdischen Gewässer. Bei weiter sinkenden Wasserständen sei eine Verschlechterung des ökologischen und chemischen Gewässerzustands zu erwarten.

Zudem sei die natürliche Selbstreinigungskraft der Gewässer beeinträchtigt. Ursache dafür seien niedrige Wasserstände, eine geringere Sauerstoffzufuhr und steigende Wassertemperaturen.

Weitere Verbote möglich

Sollte die Trockenheit weiter anhalten und auch andere oberirdische Gewässer im Kreis Borken betreffen, könne die Untere Wasserbehörde weitere Allgemeinverfügungen zum Wasserentnahmeverbot erlassen.

Jakob Hölling regiert jetzt die kleinen Schützen in Raesfeld

Raesfeld hat ein neues Kinderkönigspaar 2026. Beim Kindervogelschießen im Pastors Busch setzte sich am Sonntag der siebenjährige Jakob Hölling durch. An seiner Seite regiert nun Frieda Steffens.

Neuer Kinderkönig Raesfeld: Jakob Hölling regiert mit Frieda Steffens.
Neuer Kinderkönig Raesfeld: Jakob Hölling regiert mit Frieda Steffens. Foto: Petra Bosse
Neuer Kinderkönig Raesfeld: Jakob Hölling regiert mit Frieda Steffens.

Spannendes Kinderschießen im Pastors Busch

Im etwas kühleren Pastors Busch wurde es am Sonntag noch einmal richtig spannend. Beim fünften Kinderschützenfest im Rahmen der Vorparade des St. Johannis Bürgerschützenvereins Raesfeld reihten sich zahlreiche Mädchen und Jungen ein. Alle wollten ihr Glück versuchen und vielleicht am Ende selbst König oder Königin werden.

Neuer Kinderkönig Raesfeld: Jakob Hölling regiert mit Frieda Steffens.
Foto: Petra Bosse

Dabei ging es nicht nur um Treffer, sondern auch um jede Menge gute Ratschläge. Wenn der Kronkorken statt des Vogels irgendwo anders landete oder Richtung Himmel flog, wussten die Kinder sofort Rat. „Weiter runter, du musst direkt auf den Vogel zielen“, hieß es dann untereinander.

Neuer Kinderkönig Raesfeld: Jakob Hölling regiert mit Frieda Steffens.
Foto: Petra Bosse

Jakob Hölling holt mit dem 230. Schuss den Vogel

Am Ende bewies Jakob Hölling das beste Zielwasser. Mit dem 230. Schuss holte der Siebenjährige die Krone und damit das letzte Insigne des Vogels herunter. Dass er nun tatsächlich Kinderkönig war, schien ihm im ersten Moment noch gar nicht ganz bewusst zu sein. Eigentlich wollte er schon weiterziehen.

Neuer Kinderkönig Raesfeld: Jakob Hölling regiert mit Frieda Steffens.
Foto: Petra Bosse

Doch daraus wurde erst einmal nichts. Schließlich wartete noch die Übergabe der Königskette. Auch eine Königin war schnell gefunden: Frieda Steffens regiert nun an der Seite von Jakob Hölling. Ihre Krone erhielt sie von der bisherigen Kinderkönigin Greta Flücks.

Die weiteren Insignien gingen ebenfalls an junge Schützinnen und Schützen: Das Zepter holte Maya Gröniger, den Apfel sicherte sich Elli Döring und der Schwanz fiel durch Leo Dirks.

Neuer Kinderkönig Raesfeld: Jakob Hölling regiert mit Frieda Steffens.
Foto: Petra Bosse

Raesfeld hat ein neues Kinderkönigspaar 2026

Damit steht fest: Raesfeld hat ein neues Kinderkönigspaar 2026. Nach der offiziellen Inthronisierung zog das neue Königspaar gemeinsam mit den Kindern noch in einer kleinen Parade durch den Pastors Busch. Auch ein Tänzchen durfte nicht fehlen. Für den passenden Klang sorgten die Raesfelder Burgmusikanten.

Neuer Kinderkönig Raesfeld: Jakob Hölling regiert mit Frieda Steffens.
Foto: Petra Bosse

Sie begleiteten nicht nur das Kindervogelschießen, sondern auch die Vorparade. Klar wurde dabei erneut: Der Nachwuchs ist beim St. Johannis Bürgerschützenverein längst mehr als nur Zuschauer. Die Kinder gehören fest dazu, und das soll auch in Zukunft so bleiben.

Vorparade bei sommerlichen Temperaturen

Bevor der Nachwuchs ans Gewehr durfte, traten die Schützen zur Vorparade an. Bei knapp 38 Grad wurde der Marsch durch die Ortsmitte zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Im Vergleich zum vergangenen Jahr, als rund 30 Grad gemessen wurden, war es diesmal noch einmal deutlich heißer.

Vorparade und Kinderschützenfest Raesfeld beim St. Johannis Bürgerschützenverein.
Foto: Petra Bosse

Allen voran marschierte der amtierende König Werner Vorholt mit seiner Königin Kerstin Bleker. Zum Thron gehören Werner Nienhaus mit Ruth Baumeister sowie Heiko Büsken mit Heike Dirks.

Waffeln und bemalte Holzgewehre für die Kinder

Auch der Förderverein der Kita St. Michael war beim Kinderschützenfest mit einem Stand vertreten. Dort gab es frisch gebackene Waffeln, die bei den Besucherinnen und Besuchern gut ankamen.

Vorparade und Kinderschützenfest Raesfeld beim St. Johannis Bürgerschützenverein.
Foto: Petra Bosse

Eine Premiere feierte zudem der Malstand: Erstmals konnten die Kinder dort Holzgewehre bemalen, die der Förderverein eigens dafür hatte anfertigen lassen. So wurde das Kinderschützenfest nicht nur spannend am Vogel, sondern auch bunt und kreativ abseits des Schießstandes.

Vorparade und Kinderschützenfest Raesfeld beim St. Johannis Bürgerschützenverein.
Foto: Petra Bosse

Neuer Aufbau auf der Schützenwiese

Eine Neuerung gab es bei der Vorparade ebenfalls. Sie führte erstmals über die Schützenwiese am neuen Ort. Wie König Werner Vorholt berichtete, wurde der Eingang ins Festzelt von der Straße Am Michael an die Marbecker Straße verlegt. Das Festzelt wurde dafür um 180 Grad gedreht.

Auch die Parade wird künftig an neuer Stelle stattfinden, direkt neben dem Schützenfestzelt. Für die Besucherinnen und Besucher bedeutet das am kommenden Wochenende eine veränderte Wegeführung auf dem Festgelände.

Vorparade und Kinderschützenfest Raesfeld beim St. Johannis Bürgerschützenverein.
Foto: Petra Bosse
Vorparade und Kinderschützenfest Raesfeld beim St. Johannis Bürgerschützenverein.
Foto: Petra Bosse

Freude auf das Schützenfest am Wochenende

Die Vorfreude auf das anstehende Schützenfest des St. Johannis Bürgerschützenvereins Raesfeld ist groß. Nach der Vorparade und dem Kinderschützenfest richtet sich der Blick nun auf das Festwochenende.

König Werner Vorholt brachte die Stimmung auf den Punkt: „Es war eine super geile Zeit bis jetzt und ich freue mich aufs Wochenende und das Fest.“

Hegering Raesfeld rettete 39 Rehkitze vor dem Mähtod

Der Hegering Raesfeld rettete in diesem Jahr 39 Rehkitze vor dem Mähtod. Schon gegen 5 Uhr morgens waren die Jungwildretter unterwegs, um Wiesen vor dem Mähen mit Drohnen und Wärmebildkamera abzusuchen. Die Bilanz zeigt, wie wichtig diese ehrenamtliche Arbeit für den Schutz der Jungtiere ist.

Wenn der frühe Morgen über den Wiesen beginnt, startet für das Team der Jungwildrettung des Hegeringes Raesfeld die wichtige Arbeit. Mit moderner Drohnentechnik, Wärmebildkamera und viel Einsatz suchen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nach versteckten Rehkitzen, bevor die Mähmaschinen auf die Flächen fahren.

Hegering und Rehkitze retten in Raesfeld mit Drohnentechnik

Das Team der Jungwildrettung besteht aus 16 engagierten Menschen. Zehn von ihnen sind Jägerinnen und Jäger, sechs Frauen und Männer besitzen keinen Jagdschein. In der Regel treffen sich vier bis fünf Jungwildretter bereits gegen 5 Uhr morgens, um mit der Suche zu beginnen.

Wenn viele Wiesen von Landwirten angemeldet werden, kommt ein zweites Team mit einer weiteren Drohne zum Einsatz. So können auch größere Flächen rechtzeitig kontrolliert werden.

Hegering Raesfeld rettete Rehkitze vor dem Mähtod
Mit Drohne und Wärmebildkamera rettete der Hegering Raesfeld in diesem Jahr 39 Rehkitze vor dem Mähtod. Foto: Hegering Raesfeld ©Hegering Raesfeld

39 Rehkitze in Sicherheit gebracht

Die Bilanz der Jungwildrettung des Hegeringes Raesfeld fällt positiv aus. An 21 Einsatztagen wurden 272 Wiesen mit einer Gesamtfläche von 778 Hektar abgeflogen. Dabei konnten 39 Rehkitze gefunden und in Sicherheit gebracht werden.

Zusätzlich entdeckte das Team etliche Junghasen und einige Bodenbrütergelege. Auch sie konnten geschützt werden.

Frühe Einsätze mit besonderer Atmosphäre

Neben der wichtigen Aufgabe, Jungtiere zu retten, sind es auch die besonderen Momente, die die Arbeit für das Team ausmachen. „Das Schöne an den frühen Einsätzen sind die Sonnenaufgänge, die frische Luft und die gute Laune im Team“, berichten die Kitzretter.

Auch die Zusammenarbeit mit den Landwirten sei eine große Motivation. Für die Landwirte sei es wichtig, dass keine toten Tiere in die Silage gelangen. Dadurch könnten Nutztiere durch Botulismus schwer erkranken oder sogar verenden.

Einige Landwirte überraschten das Team während der Einsätze mit Kaffee, den sie direkt zur Wiese brachten. Diese Geste sei besonders in den frühen Morgenstunden gut angekommen.

90 Hektar an einem Morgen abgesucht

Ein Einsatz bleibt den Raesfelder Jungwildrettern besonders in Erinnerung. An diesem Morgen waren mehrere Wiesen verschiedener Landwirte mit insgesamt rund 90 Hektar zur Absuche angemeldet. Dabei fand das Team 14 Rehkitze.

Um diese große Aufgabe bewältigen zu können, wurde zusätzlich eine dritte Drohne eines befreundeten Reviers eingesetzt.

Dank an die Landwirte

Die Raesfelder Jungwildretter bedanken sich bei allen Landwirten, die auch in diesem Jahr ihre Wiesen zur Absuche angemeldet haben. Sie danken für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen in das Team.

Wir hoffen auf viele weitere erfolgreiche Jahre der guten Zusammenarbeit, damit möglichst viele Jungtiere vor dem Kreiselmäher geschützt werden können“, sagte Bernhard Bölker, Vorsitzender des Hegeringes Raesfeld.

Benefizkonzert in Erle: Gospelchor „Sound & Soul“ singt in der St.Silvester-Kirche

Am Sonntag, 28. Juni, lädt der Gospelchor „Sound & Soul“ um 17 Uhr zu einem Benefizkonzert in die St.-Silvester-Kirche in Erle ein. Der Einlass beginnt ab 16 Uhr. Der Eintritt ist frei, stattdessen werden Spenden für den Erler Verein Trauerhalt gesammelt.

Benefizkonzert in Erle beginnt um 17 Uhr

Der rund 50 Stimmen starke Gospelchor „Sound & Soul“ gibt am Sonntag, 28. Juni, ein Benefizkonzert in der St.Silvester-Kirche in Erle. Beginn ist um 17 Uhr. Der Einlass erfolgt ab 16 Uhr.

Der Eintritt ist frei. Stattdessen bitten die Veranstalter um Spenden für den Erler Verein Trauerhalt, der Menschen nach dem Verlust eines nahestehenden Menschen begleitet.

Gospelchor „Sound & Soul“ kommt aus Oeding

Der Gospelchor „Sound & Soul“ wurde 2005 gegründet. Ihm gehören rund 50 Sängerinnen und Sänger aus dem Münsterland an. Mit kraftvollen Stimmen möchte der Chor Musik präsentieren, die berührt und Menschen erreicht.

Seit vielen Jahren ist „Sound & Soul“ auch bei Gospelnächten und weiteren musikalischen Projekten in der Region aktiv.

Spenden für den Verein Trauerhalt

Mit dem Benefizkonzert in Erle möchten die Chormitglieder die Arbeit des Vereins Trauerhalt unterstützen. Der Verein mit Sitz in Erle begleitet Menschen in unterschiedlichen Trauersituationen.

Trauerhalt bietet unter anderem Einzelgespräche, Gruppenangebote und weitere Begegnungsmöglichkeiten an. Dadurch entstünden geschützte Räume für Austausch, Unterstützung und neue Perspektiven, heißt es von den Chormitgliedern.

Die Arbeit des Vereins wird in hohem Maß durch Spenden und ehrenamtliches Engagement getragen.

Musik in besonderer Kirchenatmosphäre

Die Konzertgäste erwartet ein abwechslungsreiches Programm aus traditionellen Gospels und modernen Arrangements. In der Atmosphäre der St.-Silvester-Kirche möchte der Chor einen Konzertabend „voller Emotionen, Lebensfreude und musikalischer Kraft“ gestalten.

Schützenfest Raesfeld 2026: Programm, Thron und Jubilare

Das Schützenfest Raesfeld 2026 beginnt am Samstag, 4. Juli, und endet am Montag, 6. Juli, mit Vogelschießen und Krönungsball. Schon am Sonntag vorher gehört der Pastors Busch den Kindern.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Kinderschützenfest in Raesfeld 2025
Gestartet wird am Sonntag mit dem Kinderschützenfest. Foto: Petra Bosse (Archiv)

In Raesfeld rücken die grün-weißen Fahnen wieder in den Blick. Vizepräsident Michael Mels bittet die Raesfelder, die Schützenfestfahnen herauszuholen und den Ort für die Umzüge zu schmücken. Der Verein weist zugleich darauf hin, dass Festzelt, Festplatz und Paradewiese in diesem Jahr etwas anders aufgebaut sind als gewohnt.

Schützenfest Raesfeld 2026
Foto: Petra Bosse

Noch regieren Werner Vorholt und Kerstin Bleker. Am Montag entscheidet sich im Pastors Busch, wer ihnen folgt. Dazwischen liegen Messe, Zapfenstreich, Musikparade, Festball und viele Namen aus der Vereinsgeschichte.

  • Was: Schützenfest Raesfeld 2026
  • Wann: Samstag, 4. Juli, bis Montag, 6. Juli 2026
  • Auftakt: Sonntag, 28. Juni, mit Vorparade und Kinderschützenfest
  • Wo: Festzelt, Ortskern und Pastors Busch in Raesfeld
  • Verein: Allgemeiner St.-Johannis-Bürgerschützenverein Raesfeld
Wer löst beim Vogelschießen in Raesfeld König Werner Vorholt ab? Foto: Petra Bosse

Schützenfest Raesfeld 2026: Das Programm

Der erste Termin gehört den Kindern. Am Sonntag, 28. Juni, treten die Schützen um 14.15 Uhr im Pastors Busch an. Von dort geht es zum Dorfkern und zurück zur Vorparade. Um 15 Uhr treten die Kinder an, um 15.15 Uhr beginnt ihr Vogelschießen. Danach wird das neue Kinderkönigspaar proklamiert.

Mehr dazu steht im Heimatreport-Bericht über das Kinderschützenfest Raesfeld im Pastors Busch.

Plakat zum Schützenfest Raesfeld 2026 mit Programm vom 4. bis 6. Juli
Zapfenstreich Schützenfest Raesfeld
Foto: Petra Bosse/Archiv

Samstag: Messe, Gedenken und Zapfenstreich

Für die Schützen beginnt der Samstag um 17.15 Uhr im Festzelt. Um 19 Uhr marschiert der Verein zur Schützenmesse. Danach folgen die Gefallenenehrung am Ehrenmal und der große Zapfenstreich am Rathaus.

Wenn der offizielle Teil beendet ist, bleibt das Festzelt der Treffpunkt. Ab 19.45 Uhr spielt dort die Tanz- und Partyband LikeThis zur Party für Jung und Alt.

Totengedenkenund Kranzniederlegung Schützenfest Raesfeld 2025
Foto: Petra Bosse

Sonntag: Frühstück, Parade und Festball

Der Sonntag startet ruhiger. Um 10 Uhr lädt der Verein zum Seniorenfrühstück ins Festzelt ein. Um 11 Uhr folgt das Frühkonzert mit Ehrungen.

Am Nachmittag wird es dann voll auf den Straßen. Um 15 Uhr treten die Schützen im Festzelt an. Danach folgen die große Musikparade und der Umzug durch das Dorf. Der große Festball beginnt um 19.30 Uhr mit der Tanzband Nachtschicht.

Montag: Vogelschießen und Krönungsball

Am Montag gibt es um 9 Uhr ein kostenloses Frühstück im Festzelt. Um 9.45 Uhr treten die Schützen an. Der Weg führt zum Rathaus, zum Seniorenheim und weiter in den Pastors Busch.

Dort beginnt um 12 Uhr das Vogelschießen. Für Werner Vorholt und Kerstin Bleker endet damit ihr Königsjahr. Wer neuer König wird, entscheidet sich an der Vogelstange.

Um 17.30 Uhr treten die Schützen erneut im Festzelt an. Danach geht es zur Proklamation des neuen Königspaares und zum Umzug durch das Dorf. Um 19.30 Uhr beginnt der Krönungsball mit der Tanzband Nachtschicht.

Der amtierende Königsthron in Raesfeld

Werner Vorholt und Kerstin Bleker vertreten noch den Raesfelder Thron. Zum Ehrengefolge gehören Werner Nienhaus mit Ruth Baumeister sowie Heiko Büsken mit Heike Dirks.

Der Königsschuss vom vergangenen Jahr sitzt bei Werner Vorholt noch fest in der Erinnerung. Nach mehreren knapp verpassten Chancen fiel der Vogel beim vierten Anlauf. Aus diesem Moment wurde ein Königsjahr mit Thronfest, Baumpflanzaktion, Winterwanderung, Röschen machen und vielen gemeinsamen Stunden.

Im Grußwort bringen Werner Vorholt und Kerstin Bleker dieses Jahr auf einen kurzen Satz: „Was für eine geile Zeit!“ Nun wünschen sie dem nächsten Königspaar ein ebenso gutes Jahr.

König Werner Vorholt und Königin Kerstin Bleker beim Schützenfest Raesfeld
König Werner Vorholt und Königin Kerstin Bleker blicken auf ihr Königsjahr zurück. Foto: Allg. St.-Johannis-Bürgerschützenverein Raesfeld e.V.

Wer die persönlichen Worte von Werner Vorholt und Kerstin Bleker im Ganzen lesen möchte, kann das Grußwort direkt hier öffnen.

Grußwort des Königspaares öffnen

Was für eine geile Zeit!

Liebe Schützen, liebe Raesfelder*innen,

wenn wir auf unser Jahr als Königspaar zurückblicken, denken wir vor allem an eines: Was für eine geile Zeit!

Der Schützenfestmontag im vergangenen Jahr wird uns immer in Erinnerung bleiben. Nach knapp verpassten Chancen in den Vorjahren fiel beim vierten Anlauf endlich der Vogel – ein Moment voller Freude, Emotionen und Erleichterung. Für uns begann damit ein Jahr voller besonderer Begegnungen, gemeinsamer Erlebnisse und unvergesslicher Momente.

Ob Thronfest, Baumpflanzaktion, die Winterwanderung mit allen vier Thron-gemeinschaften, Röschen machen, Schmücken oder die vielen gemeinsamen Stunden mit unserem Thron – überall haben wir Gemeinschaft, Freundschaft und Zusammenhalt erlebt- ein Highlight jagte das andere.

Sehr gefreut haben wir uns auch über die Einladungen vom Junggesellenschützenverein Raesfeld, von der BSV- Erle und vom BSV- Homer. Dass wir dort an den Paraden teilnehmen und die Thronbälle mitfeiern durften, war für uns etwas ganz Besonderes. Die herzliche Gemeinschaft und die schönen Begegnungen haben unser Königsjahr sehr bereichert

Ein herzliches Dankeschön geht an unsere zwei Ehrenpaaren, mit denen wir viele schöne Erinnerungen sammeln durften. Ganz besonders danken wir unserem "Schattenthron" sowie unseren Kindern. Ihr habt uns unterstützt, begleitet und uns stets den Rücken freigehalten. Ohne euch wäre vieles nicht möglich gewesen.

Ebenso danken wir dem Allgemeinen Bürgerschützenverein Raesfeld für die großartige Begleitung und Unterstützung während unseres Königsjahres.

Nun freuen wir uns auf das Schützenfest-Wochenende vom 4. bis 6. Juli. Auf den feierlichen Auftakt am Samstag, die große Parade und den Thronball am Sonntag sowie auf den spannenden Montag, an dem ein neues Königspaar samt Throngefolge ermittelt wird.

Dem neuen Königspaar wünschen wir schon heute ein ebenso schönes und unvergessliches Jahr, wie wir es erleben durften.

Lasst uns gemeinsam feiern, lachen, singen und das Zelt zum Beben bringen.

Euer Königspaar
Werner und Kerstin

Michael Mels lädt im Namen des Vereins ein

Vizepräsident Michael Mels schaut in seinem Grußwort auf das Dorf. Für ihn ist das Fest ein Stück Raesfelder Gemeinschaft. Er dankt dem Königspaar, dem Ehrengefolge, den Helfern und den Musikvereinen.

Vizepräsident Michael Mels vom Allgemeinen St.-Johannis-Bürgerschützenverein Raesfeld
Vizepräsident Michael Mels lädt im Namen des Allgemeinen St.-Johannis-Bürgerschützenvereins Raesfeld zum Schützenfest ein. Foto: Allg. St.-Johannis-Bürgerschützenverein Raesfeld e.V.

Auch die Jubelthrone nennt Mels ausdrücklich. Das Silberkönigspaar Thomas Wobbe und Petra Suer feiert 25 Jahre. Egon Stenert, der vor 50 Jahren Thea Bleker zur Königin nahm, wird als Goldener König genannt.

Mels bittet die Raesfelder, wieder Flagge zu zeigen. Die Häuser sollen zum Fest grün-weiß geschmückt werden. Wer Hilfe braucht, könne vielleicht den Nachbarn bitten, kurz die Leiter zu halten.

Als Motto steht über dem Fest: „Eintracht – Ordnung – Frohsinn“.

Auch das vollständige Grußwort von Michael Mels ist hier hinterlegt. Es lässt sich mit einem Klick öffnen.

Grußwort von Michael Mels öffnen

Grußwort

Liebe Schützenbrüder, liebe Raesfelderinnen und Raesfelder, verehrte Gäste,

ein erfolgreiches Schützenjahr liegt hinter uns. Nun ist es endlich wieder so weit: Der Allgemeine St. Johannis Bürgerschützenverein steuert auf den Höhepunkt seines Vereinsjahres zu.

Bereits eine Woche vor unserem Schützenfest, das in diesem Jahr vom 4. bis zum 6. Juli gefeiert wird, soll der geschmückte Ortskern mit den grün-weißen Wimpelketten und unzähligen Hausfahnen die Vorfreude steigern. Damit zeigen wir auch unseren Gästen, dass bei uns Tradition und Brauchtum noch lebendig sind.

Unser Schützenfest ist weit mehr als nur ein Fest im Kalender. Dieses Fest ist ein Ereignis, das unser Dorf zusammenbringt und die Verbundenheit innerhalb der Gemeinschaft stärkt.

Es steht für gelebte Gemeinschaft, Zusammenhalt und den Stolz auf unsere Vereinstradition. In einer schnelllebigen Zeit sind es genau diese Werte, die uns erden und verbinden. Unser Schützenfest soll ein Ort sein, an dem man sich geborgen fühlt und wo Freundschaften entstehen.

Ein ganz besonderer Dank gilt unserem amtierenden Königspaar König Werner Vorholt und Königin Kerstin Bleker, sowie den beiden Ehrengefolgen Werner Nienhaus mit Ruth Baumeister und Heiko Büsken mit Heike Dirks.

Der Thron hat bei allen Veranstaltungen wunderbar mitgemacht, egal ob bei Regen oder strahlendem Sonnenschein. Die Throngemeinschaft hat unseren Verein immer vorbildlich vertreten. Dafür möchte ich im Namen des gesamten Vereines einmal Danke sagen und mich auch persönlich für ein großartiges Jahr mit euch bedanken.

Unser Dank geht auch an alle Helferinnen und Helfer und an unsere Musikvereine, die unser Schützenfest bereichern und ohne die es nicht möglich wäre das Schützenfest zu feiern.

Unserem Silberkönigspaar Thomas Wobbe mit Petra Suer sowie dem Throngefolge gratulieren wir ganz herzlich zum 25-jährigen Thronjubiläum. Ganz besonders erwähnen möchte ich an dieser Stelle unseren Goldenen König Egon Stenert der sich vor 50 Jahren Thea Bleker als Königin auserkor.

Ich darf alle Schützenbrüder, die Raesfelder Bevölkerung und alle Gäste aus nah und fern herzlich einladen, aktiv an unserem Schützenfest teilzunehmen. Denn trotz aller Brauchtumspflege sind es vor allem die geselligen Stunden, die schöne Erinnerungen schaffen.

Ob an der Theke, beim Wiedersehen mit alten Bekannten und Freunden oder beim ausgelassenen Tanzen zu guter Musik – diese Momente lassen Freundschaften wachsen und stärken den Zusammenhalt.

Gerade in der heutigen Zeit ist dieser Gemeinschaftssinn wichtiger denn je, denn ein lebendiges Dorfleben braucht ein aktives Miteinander. Tragen Sie zum Gelingen des Festes bei, indem Sie Ihre Schützenfestfahne wieder aufhängen.

Vielleicht kann der Nachbar von nebenan kurz die Leiter halten. Lasst uns gemeinsam unser Dorf in ein grün-weißes Fahnenmeer tauchen und die festliche Atmosphäre bei den Umzügen genießen.

Wenn Ihr Nachbar oder Freund noch kein Mitglied im Schützenverein ist, laden Sie ihn doch einfach ein, auch abends im Zelt dabei zu sein. Für die Mitgliederwerbung gibt es auch in diesem Jahr wieder eine kleine Belohnung, die man gerne bei unserem Festwirt einlösen kann.

Der Standort des Festzeltes, sowie der Aufbau des Schützenfestplatzes und der Paradewiese wird in diesem Jahr etwas anders sein als Sie es aus den Vorjahren kennen. Wir hoffen, Sie lassen sich auf die Neuerungen ein und freuen uns darauf, Sie mit Ihrer ganzen Familie bei uns auf dem Schützenfest begrüßen zu dürfen.

Für alle, die aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen können, wünsche ich eine baldige Genesung und sende herzliche Grüße.

Doch nun möchte ich Sie im Namen des Vorstandes und des Offizierskorps des Allgemeinen St.-Johannis Bürgerschützenvereins ganz herzlich einladen: Seien Sie Teil unserer Gemeinschaft und verbringen Sie mit uns ein paar schöne Stunden auf unserem diesjährigen Schützenfest.

Getreu dem Motto: "Eintracht – Ordnung – Frohsinn"

Mit freundlichem Schützengruß

Michael Mels
– Vizepräsident –

Jubilare: Königspaare von 2001 bis 1926

Bei den Jubilaren wird die Liste lang. Besonders im Blick stehen die Throngemeinschaften von 2001 und 1976. Vor 25 Jahren regierten Thomas Wobbe und Petra Suer. Zum Ehrengefolge gehörten Karl Melis mit Cornelia Ebbert sowie Reiner Epping mit Barbara Schlottbom.

Vor 50 Jahren regierten Egon Stenert und Thea Bleker. Das Ehrengefolge bildeten Alois Kölking mit Hedwig Jakobs sowie Heinrich Baumeister mit Brigitte Brömmel. Auch die weiteren Jahrgänge zeigen, wie viele Raesfelder Familien seit Jahrzehnten zum Schützenfest gehören.

  • 2016: Markus Büsken und Antje Mümken; Thomas Möllmann und Andrea Knuf; Uwe Weidner und Nicole Höbing
  • 2006: Karl-Heinz Baumeister und Agnes Wehling; Dieter Tubes und Doris Spangemacher; Herbert Schlottbom und Ruth Nagel
  • 1996: Ludwig Suer und Ulrike Flück; Uli Flück und Martina Marpert; Peter Mersmann und Marietheres Heselhaus
  • 1986: Werner Hater und Erika Groß-Onnebrink; Reinhold Reckmann und Ingrid Freitag; Werner Mümken und Hildegard Jenz
  • 1966: Paul Cluse und Maria Schwane; Hermann Gudel und Hilde Paß; Hermann Bleker und Josefa Potthoff
  • 1951: Johannes Hüppe und Elsbeth Blasum; Josef Heselhaus und Paula Winkel; Wilhelm Kemming und Toni Indewal
  • 1926: Anton Büscher und Frau Al. Schwane

Neben den Jubilaren ist auch der Kaiserthron von 2017 mit Thomas Wobbe und Petra Suer zu sehen. Damit bleibt ein weiteres Kapitel der Raesfelder Schützenfestgeschichte im Blick.

Bilder aus der Raesfelder Schützenfestgeschichte

Die Bilder machen aus der Namensliste ein Stück Vereinsgeschichte. Sie zeigen den aktuellen Thron, den Kaiserthron von 2017 und Gruppen aus mehreren Jahrzehnten. Die ältesten Aufnahmen in der Strecke reichen bis 1951 zurück.

Was vor dem Fest schon passiert ist

Das Festwochenende kommt nicht aus dem Nichts. Im März stellte der Verein die Weichen für das Schützenfest. Beim Pfeifenabend trafen sich Majestäten und Gäste. Im Mai wurden beim Zylinderputzen die Hüte auf Glanz gebracht. Kurz vor dem Hauptfest ziehen dann die Kinder in den Pastors Busch.

Kontakt und weitere Informationen

Weitere Informationen zum Allgemeinen St.-Johannis-Bürgerschützenverein Raesfeld stehen auf der Vereinsseite. Der Verein ist außerdem auf Facebook und Instagram vertreten.

Querungshilfe an der B224 in Erle wird versetzt

Die Querungshilfe an der B224 in Höhe des Hofes Unnebrink wird im Zuge der laufenden Sanierungsarbeiten verlegt. Laut Mitteilung der Gemeinde Raesfeld soll damit vor allem die Verkehrssituation für landwirtschaftliche Fahrzeuge verbessert werden. Die Arbeiten sollen nach aktuellem Stand bis Mitte Juli abgeschlossen sein.

Querungshilfe an der B224 wird versetzt

Im Zuge der laufenden Sanierungsarbeiten an der Dorstener Straße, der B224, wird die bestehende Querungshilfe in Höhe des Hofes Unnebrink in Richtung Raesfeld versetzt.

Wie die Gemeinde Raesfeld mitteilt, wurde die Maßnahme von Straßen.NRW auf Anregung der letzten Verkehrsschau veranlasst.

Querungshilfe an der B224 in Erle
Foto: Gemeinde Raesfeld

Bessere Zufahrt für landwirtschaftliche Fahrzeuge

Mit der Verlegung der Querungshilfe soll die Verkehrssituation vor allem für die Landwirtschaft deutlich verbessert werden.

Künftig können auch größere landwirtschaftliche Maschinen aus der Straße Osterlandwehr besser auf die B224 einbiegen. Das gilt sowohl in Richtung Raesfeld als auch in Richtung Erle. Bislang war dies wegen der räumlichen Situation nur eingeschränkt möglich.

Arbeiten sollen bis Mitte Juli abgeschlossen sein

Nach aktuellem Stand ist laut Gemeinde Raesfeld davon auszugehen, dass die Maßnahmen voraussichtlich bis Mitte Juli abgeschlossen werden.

Mit der Umsetzung werde ein Ergebnis der Verkehrsschau zeitnah realisiert. Zugleich würden die Verkehrssicherheit und die Erreichbarkeit für den landwirtschaftlichen Verkehr verbessert.

Wasser marsch: Löschzug Erle sorgt für Erfrischung an der Silvesterschule

Eine nasse Überraschung gab es am Freitagmittag an der Silvesterschule Erle. Die Feuerwehr, Löschzug Erle, sorgte bei sommerlicher Hitze für eine willkommene Erfrischung auf dem Schulhof. Für die Schulkinder wurde daraus ein feuchtfröhliches Erlebnis mit viel Gelächter und großer Begeisterung.

Feuerwehr Raesfeld-Erfrischung mit dem Wasserschlauch
Foto: Petra Bosse

Erfrischung wurde zur gelungenen Überraschung

Am Freitagmittag wurde es auf dem Schulhof der Silvesterschule Erle plötzlich nass. Sehr nass sogar. Die Feuerwehr hatte mehrere Schläuche auf dem heißen Asphalt verlegt und sorgte damit für eine willkommene Abkühlung.

Feuerwehr sorgt mit Wasser auf dem Schulhof der Silvesterschule Erle für Erfrischung bei den Schulkindern.
Foto: Petra Bosse

Die Schulkinder wussten vorher von nichts. Nur die Eltern waren ansatzweise eingeweiht. Sie sollten ihren Kindern an diesem Tag ein Handtuch mitgeben, berichtete Schulleiterin Sarah Norkowski.

„Ich finde es ganz toll, dass die Feuerwehr bei dieser Hitze sich heute hier einbringt. Dafür ein großes Dankeschön“, sagte Norkowski.

Feuerwehr sorgt für Erfrischung an Schule
Foto: Petra Bosse

Wasser marsch auf dem Schulhof

Als das Wasser aus den Schläuchen spritzte, gab es für die Mädchen und Jungen kein Halten mehr. Sie rannten über den Schulhof, lachten, juchzten und freuten sich über die kühle Dusche.

Einige Kinder durften sogar selbst den Schlauch in die Hand nehmen. Damit war schnell klar, dass bei diesem feuchtfröhlichen Spektakel niemand trocken bleiben würde.

Feuerwehr sorgt für Erfrischung an Schule
Auch Schulsekretätin Conny Büsken blieb nicht trocken. Foto: Petra Bosse

Auch die Schulleiterin bekam etwas ab

Natürlich blieb auch die Schulleiterin nicht verschont. Ein kleiner Angriff auf Sarah Norkowski gehörte offenbar zum Programm. Sie nahm es tapfer hin, vielleicht aber auch mit großer Freude über die Abkühlung.

Nach gut einer Viertelstunde war die Aktion vorbei. Doch die Kinder hätten vermutlich gerne noch länger weitergemacht. Am Ende war kaum jemand trocken, und viele Mädchen und Jungen konnten sich nur schwer vom Wasser trennen. „Bei diesen Temperaturen war die Aktion der Feuerwehr genau das Richtige. Es war schön zu
sehen, mit wie viel Begeisterung die Kinder dabei waren. Solche besonderen Momente schaffen Erinnerungen, die weit über den Schulalltag hinausgehen“, freute sich Schulleiterin Sarah Norkowski.

Veranstaltung am Samstag abgesagt! Neue Skulptur am Schloss Raesfeld eröffnet

Eine sechs Meter hohe Skulptur aus Recycling-Kunststoffen, die auf Licht, Wärme und Berührungen reagiert: Am Samstag, 27. Juni von 14 bis 18 Uhr, wird am Schloss Raesfeld ein außergewöhnliches Kunstprojekt offiziell vorgestellt. Ihren Platz findet die Installation für ein Jahr auf einer Betonfläche zwischen Remise und Weide.

Von dort aus wird sie künftig für Besucher des Schlosshofes sichtbar sein und durch ihre ungewöhnliche Form sowie ihre besondere Materialität auffallen. Hinter dem Vorhaben stehen die Akademie des Handwerks Schloss Raesfeld, der Konzeptkünstler Branko Šmon und das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit.

Die öffentliche Eröffnung hinter dem Schloss am Rosengarten beginnt um 14 Uhr direkt an der Skulptur. Anschließend folgt um 15 Uhr im Malersaal des Schlosses ein Symposium mit Fachleuten aus Kunst, Wissenschaft, Baukultur und Denkmalpflege.

Kunst, Wissenschaft und Nachhaltigkeit

Die interaktive Skulptur ist Teil des Projekts „Plastiktransformationen“. Mit seiner Arbeit setzt sich der Künstler Branko Šmon mit dem Verhältnis von Mensch, Natur und Technologie auseinander. Die Installation entfaltet ihre Wirkung erst durch die Einflüsse von Sonnenlicht, Wärme und menschlicher Berührung.

Nach Angaben der Akademie des Handwerks soll die Skulptur Prozesse sichtbar machen, die im Alltag häufig unbemerkt bleiben. Gleichzeitig lenke das Werk den Blick auf den Umgang mit Kunststoffen, Kreislaufwirtschaft und die Bedeutung der Sonne als grundlegende Energiequelle.

Symposium mit Experten aus verschiedenen Fachbereichen

Im Anschluss an die Eröffnung lädt die Akademie des Handwerks zu einem Symposium unter dem Titel „High-Tech feat. Historisches Handwerk – Plastiktransformationen“ ein. Im Mittelpunkt stehen Fragen rund um Nachhaltigkeit, Materialforschung, Baukultur und den verantwortungsvollen Umgang mit Kunststoffen.

An der Podiumsdiskussion beteiligen sich unter anderem Künstler Branko Šmon, Dr. Elke Metzsch-Zilligen vom Fraunhofer-Institut, Victoria Blocksdorf von Blockblocks Cleanup, Nora Stanislawski vom Historischen Museum Frankfurt, Lillith Kreiß von Baukultur NRW, Prof. Manuel Thesing von der Münster School of Architecture sowie Designerin Liv Matthiesen. Die Moderation übernimmt Susanne Kremeier.

Ausstellung und Mitmachangebote

Auch abseits der Vorträge gibt es am Samstag Angebote für Besucherinnen und Besucher. Ein Informationspfad verbindet die Skulptur mit dem Naturparkhaus. Dort informiert eine Ausstellung über die Hintergründe des Projekts sowie die Themen Kunststoffe, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft.

Die Veranstalter laden Interessierte ein, die Skulptur vor Ort zu erleben und mit den Beteiligten ins Gespräch zu kommen.

Programm am Samstag, 27. Juni

  • 14 Uhr: Eröffnung der Skulptur am Schloss Raesfeld
  • 15 Uhr: Symposium und Podiumsdiskussion im Malersaal
  • ganztägig: Informationspfad und Ausstellung zwischen Skulptur und Naturparkhaus

Hintergrund zum Projekt

Mit „Plastiktransformationen“ setzen die Akademie des Handwerks Schloss Raesfeld, Künstler Branko Šmon und das Fraunhofer-Institut auf eine Zusammenarbeit zwischen Kunst, Wissenschaft und Handwerk. Die Installation soll nicht nur als Kunstwerk verstanden werden, sondern auch Denkanstöße zu den Themen Ressourcen, Nachhaltigkeit und Materialkreisläufe geben.

Sunset Beach Festival Haltern abgesagt: Jan Delay fällt aus

Das Sunset Beach Festival Haltern ist abgesagt: Sowohl das Konzert von Jan Delay & Disko No.1 am Freitag, 26. Juni 2026, als auch das Sunset Beach Festival am Samstag, 27. Juni 2026, finden wegen der anhaltenden Extremhitze nicht statt.

Das teilte das Sunset Beach Festival Team am Donnerstagabend, 25. Juni 2026, auf seiner Facebookseite mit. In den vergangenen Tagen habe man gemeinsam mit der Stadt Haltern am See, dem Kreis Recklinghausen sowie den zuständigen Behörden und Sicherheitsorganisationen intensiv nach Lösungen gesucht, um beide Veranstaltungen trotz der außergewöhnlichen Wetterlage durchführen zu können.

Warum das Sunset Beach Festival in Haltern abgesagt wird

Nach der abschließenden Abstimmung am Donnerstag sei jedoch klar gewesen, dass die kurzfristig möglichen Maßnahmen nicht ausreichen. Die Sicherheit aller Gäste, Künstler, Mitarbeiter und weiteren Beteiligten könne unter diesen Umständen nicht gewährleistet werden.

Deshalb habe sich das Team schweren Herzens entschieden, beide Veranstaltungen abzusagen. Die Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten habe oberste Priorität.

Jan Delay und Sunset Beach Festival fallen aus

Betroffen sind das für Freitag, 26. Juni 2026, geplante Konzert von Jan Delay & Disko No.1 sowie das Sunset Beach Festival am Samstag, 27. Juni 2026. Beide Veranstaltungen sollten im Seebad Haltern stattfinden.

Ticketinhaber sollen nach Angaben der Veranstalter per E-Mail informiert werden. Sämtliche Tickets werden vollständig inklusive der Vorverkaufsgebühren erstattet.

Veranstalter bitten um Verständnis

Das Sunset Beach Festival Team bedankte sich in seiner Mitteilung für das Verständnis der Besucher. Hintergrund der Absage ist die außergewöhnliche Wetterlage mit anhaltender Extremhitze.

Für Besucher ist damit vor allem wichtig: Die Information der Ticketinhaber soll per E-Mail erfolgen, die Erstattung umfasst auch die Vorverkaufsgebühren. Eine Durchführung trotz der außergewöhnlichen Wetterlage sei nach dieser Bewertung nicht verantwortbar gewesen. Beide Termine fallen nach der Mitteilung vollständig aus.

Karla Kolumna lässt grüßen | Kippen, Kronkorken und die Sache mit der Eigenverantwortung

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Kommentar: Der Mülleimer steht direkt danebenKarla Kolumna meldet sich wieder zu Wort. Mit spitzer Beobachtung, einem Schuss Humor und viel Liebe zum Dorfleben schaut sie auf das, was zwischen Rathaus, Dorfplatz und Stammtisch passiert. Mal augenzwinkernd, mal nachdenklich, aber immer mit einem Blick auf die kleinen Geschichten, die das Leben in Raesfeld und Erle schreibt.

Über vieles wird sich in einer Gemeinde schnell aufgeregt. Mal sind Schlaglöcher das Thema, mal fehlende Parkplätze oder eine Baustelle. Schuldige sind meistens schnell gefunden. Die Gemeinde oder die Politik bekommen oft als Erste ihr Fett weg.

Aber wie sieht es mit den Dingen aus, die jeder Einzelne selbst beeinflussen kann?

Wer eine Zigarettenkippe einfach neben die Bank wirft oder den Kronkorken ins Blumenbeet schnippt, kann dafür niemand anderen verantwortlich machen. Auf dem Dorfplatz Böckenhoff stehen Mülleimer bereit, sogar mit integrierten Aschenbechern. Der Weg dorthin beträgt nur wenige Schritte.

Natürlich könnten der Bauhof oder die Mitarbeiter der Baumschule Grunewald die Hinterlassenschaften wieder einsammeln. Genau das geschieht am Ende auch. Doch jeder zusätzliche Handgriff kostet Zeit und Geld. Gleichzeitig sorgen steigende Ausgaben für die Müllentsorgung und Straßenreinigung immer wieder für Diskussionen. Vielleicht lohnt es sich deshalb, nicht nur auf die Kosten zu schauen, sondern auch auf das eigene Verhalten. Denn wer seine Zigarettenkippe oder einen Kronkorken direkt im Mülleimer entsorgt, trägt ganz einfach dazu bei, dass unsere Gemeinde sauber bleibt und unnötige Folgekosten gar nicht erst entstehen.

Raesfeld und Erle leben von Menschen, die sich engagieren und Verantwortung übernehmen. Vielleicht gehört dazu auch, freundlich darauf hinzuweisen, wenn jemand seinen Müll einfach liegen lässt. Denn Umweltschutz beginnt nicht erst bei großen Projekten. Er beginnt oft mit einer einzigen Zigarettenkippe oder einem Kronkorken, der eben nicht auf dem Boden, sondern im Mülleimer landet.

Kippen und Kronkorken auf dem Dorfplatz Böckenhoff: Ärger über achtlos weggeworfenen Müll

Die neu gestaltete Dorfmitte in Erle lädt mit blühenden Stauden und neuen Sitzbänken zum Verweilen ein. Doch nicht alle Besucher gehen sorgsam mit dem Platz um. Rund um die Bänke liegen immer wieder Zigarettenkippen und Kronkorken. Selbst in den frisch angelegten Blumenbeeten finden sich Hinterlassenschaften.

Vor der Bank und nicht im Aschenbecher Zigarettenkippen auf dem Dorfplatz in Erle
Obwohl der Aschenbecher direkt neben der Bank steht, scheint der Weg für einige Besucher des Dorfplatzes zu weit zu sein. Foto: Petra Bosse

Müll trotz vorhandener Aschenbecher

Dabei stehen auf dem Dorfplatz ausreichend Abfallbehälter zur Verfügung. An den Sitzbänken befinden sich sogar integrierte Aschenbecher. Trotzdem landen Kippen und Kronkorken regelmäßig auf den Wegen oder zwischen den Pflanzen.

Diese Beobachtung macht auch André Hildebrand von der Baumschule Grunewald. Er kümmerte sich am Donnerstag im Auftrag der Gemeinde Raesfeld um die Pflege der Grünanlagen und stieß dabei wieder auf achtlos weggeworfenen Müll.

Kronkorken in Staudenbeete auf dem Dorfplatz
Foto: Petra Bosse

Kein Einzelfall

Nach Angaben von André Hildebrand beschränkt sich das Problem nicht auf den Dorfplatz Böckenhoff. Auch im Femeichenpark und in Raesfeld finden die Mitarbeiter bei ihren Pflegearbeiten regelmäßig Zigarettenkippen, Kronkorken und weiteren Abfall.

Gerade die neu angelegten Blumenbeete benötigen viel Pflege und werden in den Sommermonaten regelmäßig bewässert. Umso bedauerlicher sei es, wenn zwischen den Pflanzen Müll entsorgt werde, obwohl die dafür vorgesehenen Abfallbehälter nur wenige Schritte entfernt stehen.

Kronkorken einfach in Staudenbeete auf dem Erler Dorfplatz entsorgt
Ob die Kronkorken im Staudenbeet irgendwann mal blühen? Kronkorken einfach in Staudenbeete auf dem Erler Dorfplatz entsorgt. Foto: Petra Bosse

Blühende Stauden bringen Farbe auf den Dorfplatz Böckenhoff in Erle

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Auf dem Dorfplatz Böckenhoff in Erle wird es immer grüner. Die neu angelegten Staudenbeete entwickeln sich gut, vier neue Sitzbänke laden zum Verweilen ein und auch die neuen Fahrradständer sind inzwischen montiert. Damit die Pflanzen die anhaltende Sommerhitze gut überstehen, kümmert sich die Baumschule Grunewald im Auftrag der Gemeinde Raesfeld regelmäßig um die Pflege.

Mitarbeiter der Baumschule Grunewald bewässern die neu angelegten Staudenbeete auf dem Dorfplatz Böckenhoff regelmäßig im Auftrag der Gemeinde Raesfeld.
Mitarbeiter der Baumschule Grunewald André Hildebrand beim Bewässern der neu angelegten Staudenbeete auf dem Dorfplatz Böckenhoff im Auftrag der Gemeinde Raesfeld. Foto: Petra Bosse

Regelmäßige Pflege in der ganzen Gemeinde

Mit Gießfahrzeug und Schlauch sind die Mitarbeiter der Baumschule Grunewald in den Sommermonaten regelmäßig unterwegs. Zum Auftrag gehört nicht nur der Dorfplatz in Erle, sondern auch weitere Grünanlagen in der Gemeinde.

„Vier- bis fünfmal im Monat. Aber auch unabhängig von der Hitze sind wir regelmäßig in der gesamten Gemeinde unterwegs“, berichtet André Hildebrand, Mitarbeiter der Baumschule Grunewald. „Wir kümmern uns um die Pflege der Parkanlagen und übernehmen das Wässern. Ich komme gerade vom Femeichenpark und fahre jetzt weiter nach Raesfeld zum Schloss, zum Karpfenteich und zum Bewegungspark. Auch dort werden die Pflanzen bewässert.“

Blühende Beete auf dem Dorfplatz Böckenhoff in Erle
Foto: Petra Bosse

Gerade die frisch angelegten Stauden profitieren von dieser Pflege. Ohne regelmäßiges Gießen hätten sie bei den derzeitigen Temperaturen deutlich schlechtere Bedingungen.

Blüten vom Frühjahr bis in den Herbst

Für die Bepflanzung fiel die Wahl bewusst auf eine Staudenmischung, die über viele Monate hinweg blüht.

„Hier haben wir eine ganzjährige Staudenmischung gepflanzt. So blüht das Beet über das gesamte Jahr hinweg und bleibt gleichzeitig pflegeleicht“, erklärt André Hildebrand.

Blühende Beete auf dem Dorfplatz Böckenhoff in Erle
Blühende Beete auf dem Dorfplatz Böckenhoff in Erle. Foto: Petra Bosse

Je nach Jahreszeit sorgen unterschiedliche Pflanzen für neue Farben auf den Beeten. Gleichzeitig bieten die Blüten Nahrung für Bienen, Hummeln und andere Insekten.

Vier neue Bänke ergänzen den Dorfplatz

Auch abseits der Blumenbeete hat sich in den vergangenen Tagen einiges getan. Die Firma Baumeister aus Raesfeld hat insgesamt vier neue Sitzbänke aufgestellt. Sie bieten Besuchern zusätzliche Möglichkeiten, eine Pause einzulegen oder das Treiben auf dem Dorfplatz zu beobachten.

Nue Bänke auf dem Dorfplatz in Erle
Foto: Petra Bosse

Am Ende des Platzes wurden außerdem neue Fahrradständer installiert. Sie ergänzen die Ausstattung der neugestalteten Dorfmitte.

Mittlerweile sind fast alle Arbeiten abgeschlossen. Schon jetzt ist jedoch gut zu erkennen, wie sich der Dorfplatz Böckenhoff entwickelt. Zwischen den blühenden Stauden, den neuen Sitzbänken und den Fahrradständern entsteht nach und nach eine attraktive Ortsmitte, die zum Verweilen einlädt und besonders an warmen Sommertagen ihren Reiz entfaltet.

Neue Fahrradständer Dorfplatz in Erle
Foto: Petra Bosse
Blühende Staudenbeete und neue Sitzbänke auf dem neugestalteten Dorfplatz Böckenhoff in Erle.
Foto: Petra Bosse

Volksbank Raesfeld und Erle: Stabiles Jahr und 4 Prozent Dividende

Die Volksbank Raesfeld und Erle hat bei ihrer Generalversammlung auf das Geschäftsjahr 2025 zurückgeblickt. Vor mehr als 300 Mitgliedern und Gästen präsentierten Vorstand und Aufsichtsrat in Hecheltjen’s Hof die Zahlen des vergangenen Jahres, sprachen über Veränderungen im Bankgeschäft und gaben einen Ausblick auf die künftige Ausrichtung der Genossenschaftsbank.

Generalversammlung Volksbank Raesfeld-Erle 2026

Generalversammlung in Hecheltjen’s Hof

Die Volksbank Raesfeld und Erle blickte am vergangenen Dienstag auf ein stabiles Geschäftsjahr 2025 zurück. Vorstand und Aufsichtsrat legten den Mitgliedern den Bericht zum abgelaufenen Geschäftsjahr vor. Mehr als 300 Mitglieder und Gäste folgten der Einladung in die Festscheune Hecheltjen’s Hof.

Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen erzielte die Bank nach eigenen Angaben ein zufriedenstellendes Ergebnis. „Auch in einem anspruchsvollen Jahr bleiben wir für unsere Mitglieder und Kunden ein starker und relevanter Partner“, betonte Marcus Feldhaar, Vorstandsmitglied der Volksbank Raesfeld und Erle, mit Blick auf die Zahlen des Berichtsjahres.

Marcus Feldhaar
Marcus Feldhaar. Foto: Volksbank Raesfeld-Erle

Mut zur Veränderung als zentrales Thema

Jan-Bernd Seier, Aufsichtsratsvorsitzender der Bank, eröffnete die Versammlung. Dabei stellte er besonders den Mut zur Veränderung in den Mittelpunkt. Es sei Zeit, Veränderungen anzugehen, machte Seier deutlich. Anschließend übergab er das Wort an den Vorstandsvorsitzenden Oliver Cichowski.

„Zeit für Veränderung – Ich glaube, dieses Motto beschreibt sehr treffend, was viele von uns empfinden.“ Cichowski führte weiter aus: „Denn wir leben in einer Zeit, in der sich vieles verändert – wirtschaftlich, politisch, gesellschaftlich und auch im Blick auf die Anforderungen an Banken.“

Jan-Bernd Seier, Aufsichtsratsvorsitzender
Jan-Bernd Seier, Aufsichtsratsvorsitzender

Gerade in dieser Lage sei es wichtiger denn je, dass Menschen sich auf Dinge verlassen könnten, die Halt gäben. In diesem Zusammenhang verwies Cichowski auf die Werte der Volksbank Raesfeld und Erle eG. Sie bildeten seit jeher die Grundlage der Bank und sollten dies auch künftig tun: verlässlich, regional und engagiert.

„Das Berichtsjahr 2025 war wirtschaftlich und gesellschaftlich erneut kein einfaches Jahr“, berichtete Cichowski. Die konjunkturelle Schwäche sei deutlich zu spüren gewesen. Gerade in einer Region, in der kaum Großunternehmen, sondern vor allem Handwerksbetriebe, Selbständige sowie kleine und mittlere Unternehmen ansässig seien, mache sich eine solche Entwicklung deutlich bemerkbar.

Oliver Cichowski
Oliver Cichowski

Bilanzsumme im Durchschnitt gesteigert

Auch Vorstandsmitglied Marcus Feldhaar griff das Motto „Zeit für Veränderung“ in seinem Bericht auf: „Veränderung hat 2025 stattgefunden – aber sie hat unser Kerngeschäft nicht geschwächt.“

Anschließend stellte Feldhaar die wichtigsten Kennzahlen des Jahresabschlusses vor. Die Bilanzsumme war zum Stichtag 31. Dezember 2025 zwar leicht rückläufig. Dennoch konnte die durchschnittliche Bilanzsumme trotz anhaltender struktureller Herausforderungen und der Besonderheiten des Berichtsjahres gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Sie stieg von rund 340 Millionen Euro auf knapp 346 Millionen Euro.

Das gesamte betreute Kundenvolumen, also die Summe aus dem bilanziellen und außerbilanziellen Kredit- und Anlagevolumen, erhöhte sich im Jahr 2025 von rund 767 Millionen Euro auf etwa 785 Millionen Euro.

Das betreute Kundenanlagevolumen wuchs zum 31. Dezember 2025 um fast 19 Millionen Euro auf knapp 418 Millionen Euro. Das bilanzielle Kundenkreditvolumen blieb dagegen konstant. Dies sei „sicher kein dynamisches Wachstumsbild“, sagte Feldhaar. Vor dem Hintergrund der Herausforderungen im Jahr 2025 sei es dennoch ein bemerkenswert belastbares Ergebnis.

Regulatorik bindet Zeit und Kapazitäten

Als einen Faktor dieser Rahmenbedingungen nannte die Bank die Regulatorik und deren Auswirkungen. Eine turnusmäßige Sonderprüfung, die nach Angaben der Volksbank ungefähr alle zehn Jahre durchgeführt wird, habe nicht nur erhebliche finanzielle Aufwendungen verursacht. Sie habe auch Mitarbeiterkapazitäten gebunden, die für die intensive Prüfungsvorbereitung und Nachbereitung erforderlich gewesen seien.

Diese Kapazitäten hätten in dieser Zeit nicht den Kundinnen und Kunden gewidmet werden können. Der Vorstand betonte, dass sich die Prüfungsfeststellungen in sehr hohem Maße auf Formalien und Dokumentationserfordernisse bezogen hätten.

Generalversammlung Volksbank Raesfeld-Erle

Vier Prozent Dividende beschlossen

Der Vorstand bedankte sich bei den Mitgliedern für das erfolgreiche Geschäftsjahr und hob das deutliche Wachstum der Geschäftsguthaben hervor. „Immer mehr Mitglieder bringen sich aktiv in unsere Bank ein.“ Feldhaar kündigte an: „Wer unsere Bank mitträgt, soll spüren, dass sich diese Verbundenheit auszahlt.“

Der vom Vorstand vorgelegte Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns sah eine Dividendenausschüttung von 4,00 Prozent auf die Geschäftsguthaben vor. Die Mitglieder stimmten diesem Vorschlag zu. Damit unterstrichen sie nach Angaben der Bank auch das Engagement, mit dem die Volksbank ihren Mitgliedern eine attraktive Rendite bieten wolle.

Michaael Weddeling
Michaael Weddeling

Digitale Lösungen und effizientere Prozesse

Vorstandsmitglied Michael Weddeling eröffnete seine Präsentation mit dem zentralen Thema der künftigen Ausrichtung der Bank. Er erläuterte, wie sich die Volksbank Raesfeld und Erle durch effizientere Prozesse und innovative digitale Lösungen weiter attraktiv für Bestandskunden und Neukunden positionieren möchte.

Dabei gab Weddeling Einblicke in die optimierte Prozessgestaltung. Diese solle sowohl eine Entlastung für die Mitarbeitenden als auch einen Mehrwert für die Kundinnen und Kunden schaffen. Im weiteren Verlauf beleuchtete er die Chancen und Risiken, die der digitale Euro und Künstliche Intelligenz mit sich bringen.

Ralf Steiger
Ralf Steiger

Warnung vor Betrugsfällen

Vorstandsmitglied Ralf Steiger nutzte seinen Vortrag, um auf die wachsende Gefahr von Betrugsfällen aufmerksam zu machen. Er berichtete alltagsbezogen von verschiedenen Praxisfällen und erläuterte, wie sich Mitglieder und Kunden schützen können. Zudem erklärte er, welche Warnsignale frühzeitig auf einen Betrugsversuch hinweisen können.

Zum Abschluss betonte Steiger: „Wir werden unsere Mitglieder und Kunden auch in Zukunft nicht allein lassen und werden alles dafür geben, um durch unsere Arbeit Betrugsfälle zu erkennen und zu verhindern“, denn gute Bankarbeit heiße nicht nur finanzieren und verwalten, sondern auch bewahren und begleiten.

Zauberkünstler Erasmus Stein
Zauberkünstler Erasmus Stein.

Aufsichtsrat bestätigt

Die Aufsichtsratsmitglieder Birgit Romeiß-Geuting und Georg Göllmann wurden erneut in den Aufsichtsrat gewählt. Beide bedankten sich für das entgegengebrachte Vertrauen und nahmen die Wahl an.

Der Abend endete mit einem unterhaltsamen Bühnenprogramm von Erasmus Stein

Baumart Eiche im Klimawandel: Neues Kompendium veröffentlicht

Bäume sind ein großes Thema, wenn es um Klimawandel, Trockenheit und die Zukunft unserer Wälder geht. Besonders die Baumart Eiche im Klimawandel rückt in Nordrhein-Westfalen stärker in den Fokus. Wald und Holz NRW hat dazu ein neues Eichenkompendium veröffentlicht.

Baumart Eiche im Klimawandel gewinnt an Bedeutung

Die Eiche gehört zu den prägenden heimischen Baumarten in Nordrhein-Westfalen. Im Klimawandel gilt sie als widerstandsfähige Baumart, besonders in Mischung mit weiteren Baumarten.

Baumart Eiche im Klimawandel, zu Waldschutz, Trockenstress und Zukunftswäldern
Erler Fem-Eiche. Foto: Petra Bosse

Gleichzeitig steht auch die Eiche vor großen Herausforderungen. Trockenheit, Schädlinge und veränderte Umweltbedingungen setzen den Beständen zu. Wald und Holz NRW arbeitet deshalb daran, heimische Eichenbestände zu schützen, zu stärken und an neue Bedingungen anzupassen.

Neues Eichenkompendium von Wald und Holz NRW

Das Zentrum für Wald und Holzwirtschaft von Wald und Holz NRW hat das Kompendium „Eiche, Zukunftsbaumart und ökologisch wertvoll, Chancen, Herausforderungen & Empfehlungen“ veröffentlicht.

Darin werden aktuelle Themen rund um die Baumart Eiche im Klimawandel zusammengefasst. Das Werk bündelt Erkenntnisse aus Forschung und Praxis zu Ökologie, Waldschutz, Waldbau, Biodiversität sowie zur wirtschaftlichen Bedeutung und Nutzung der Eiche.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Trockenstress, Schädlingsbefall und der Anpassung der Wälder an den Klimawandel.

Baumart Eiche im Klimawandel, zu Waldschutz, Trockenstress und Zukunftswäldern
Früchte der Erler Femeiche. Foto: Petra Bosse

Digitale Technik hilft beim Blick in den Wald

Auch digitale Technologien spielen eine wichtige Rolle. Moderne Monitoringverfahren auf Basis von Fernerkundung helfen dabei, Schäden am Baumbestand und Hotspots von Schädigungen frühzeitig zu erkennen.

Für den praxisnahen Wissenstransfer wurden in Nordrhein-Westfalen bereits 2017 die ersten „Marteloskope“ eingerichtet. Dabei handelt es sich um Übungsflächen im Wald. Dort kann mit digitaler Technik simuliert werden, was passiert, wenn bestimmte Bäume in einem Waldbestand genutzt werden.

Eiche als wertvolle Misch- und Zukunftsbaumart

„Die Wälder stehen vor tiefgreifenden Veränderungen. Die Eiche ist dabei eine wertvolle Misch- und Zukunftsbaumart“, erklärt Thomas Wälter, Leiter Zentrum für Wald und Holzwirtschaft.

„Ziel ist es, Wissen praxisnah bereitzustellen und damit die Entwicklung stabiler und anpassungsfähiger Waldökosysteme zu unterstützen“, ergänzt Dr. Christin Carl, Teamleitung Wald- und Klimaschutz im Zentrum für Wald und Holzwirtschaft.

Das Kompendium macht deutlich, welche Rolle die Eiche in den Wäldern spielt. Sie ist Lebensraum für zahlreiche Tier-, Pilz- und Pflanzenarten. Gleichzeitig ist sie ein hochwertiger Rohstoff und ein prägender Bestandteil der Kulturlandschaft.

Wissen aus Forschung und Praxis gebündelt

Das Zentrum für Wald und Holzwirtschaft verbindet Forschung, Praxis und Wissenstransfer. So entsteht ein umfassender Blick auf die Baumart Eiche im Klimawandel.

„Nachhaltiger Erfolg entsteht dort, wo Wissen angewendet, angepasst und kontinuierlich weiterentwickelt wird“, so Thomas Wälter.

Mit dem Eichenkompendium will das Zentrum aktuelles Wissen bündeln und den verantwortungsvollen Umgang mit einer der bedeutendsten heimischen Baumarten fördern. Das Kompendium und weitere Informationen sind online unter wald.nrw/zwh abrufbar.

Johannistrieb zeigt die Widerstandskraft der Eiche

Ein besonderes Zeichen der Regenerationsfähigkeit ist der sogenannte Johannistrieb. So wird ein zweiter Austrieb bezeichnet, den Eichen nach einer Wachstumsunterbrechung im Frühsommer bilden können.

Diese frischen Triebe helfen den Bäumen, Schäden etwa durch Spätfrost oder Insektenfraß auszugleichen und ihre Krone weiterzuentwickeln. Der Johannistrieb steht damit für die Widerstandskraft der Eiche. Seinen Namen verdankt er der Verbindung zum Johannistag am 24. Juni.

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