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Menschen mit Behinderung wollen in der Politik gehört werden

Wie können Menschen mit Behinderung ihre Anliegen in politische Entscheidungen einbringen? Darüber sprachen 73 Mitglieder von Bewohnerbeiräten und Werkstatträten sowie Frauenbeauftragte beim jährlichen Treffen „Beiräte reden mit“ im Benediktushof in Maria Veen.

Austausch mit zwei Politikern

Der Arbeitskreis Inklusion und Teilhabe des Kreises Borken hatte zu der Veranstaltung eingeladen. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Stephanie Pohl berichteten der Landtagsabgeordnete Dennis Sonne von Bündnis 90/Die Grünen und Benjamin Daniel Thomas, Mitglied im Landesvorstand der CDU Nordrhein-Westfalen, aus ihrer politischen Arbeit. Beide leben selbst mit einer Behinderung.

Fragen zu Geld, Wahlen und Barrierefreiheit

In Kleingruppen besprachen die Teilnehmenden Themen wie Finanzen, Barrierefreiheit und Wahlen. Sie gingen auch der Frage nach, wie sie ihre Wünsche an die Politik herantragen und dort stärker sichtbar werden könnten.

Anschließend stellten die Gruppen ihre Ergebnisse im Plenum vor. Sonne und Thomas nahmen die Anliegen für ihre weitere politische Arbeit mit.

Neue Baumbeete bremsen den Verkehr in Erle am Holten

An der Straße Holten in Erle entstehen zwischen dem Kindergarten St. Nikolaus und dem Heideweg neue Baumbeete und gekennzeichnete Parkflächen. Die Gemeinde will damit den Verkehr ordnen, Grünflächen schützen und die Tempo-30-Zone deutlicher hervorheben.

Baumbeete sollen Verkehr beruhigen

Die Arbeiten an den neuen Baumbeeten laufen derzeit im Auftrag der Gemeinde Raesfeld. Sie sollen den Straßenraum übersichtlicher gestalten und zur Verkehrsberuhigung im Umfeld des Kindergartens beitragen. Im späten Herbst sollen die Beete bepflanzt werden. Die Grünstreifen neben der Straße seien künftig nicht mehr zum Parken vorgesehen.


Neue Baumbeete an der Straße Holten in Erle
Foto: Gemeinde Raesfeld

Feste Parkflächen am Straßenrand

Nach Abschluss der Bauarbeiten will die Gemeinde einzelne Parkflächen markieren. Dadurch sollen Eltern und andere Verkehrsteilnehmer leichter erkennen können, wo das Abstellen von Fahrzeugen erlaubt ist.

Tempo 30 wird bis zum Ortseingang verlängert

Auch der Tempo-30-Bereich wird wieder ausgeweitet. Nach Angaben der Gemeinde habe der Kreis Borken als zuständige Straßenverkehrsbehörde der Regelung zugestimmt. Das Verkehrsschild soll zeitnah bis zum Ortseingang am Holten versetzt werden.

„Wir freuen uns, dass durch diese Baumaßnahme mehr Sicherheit auf der Straße Holten einkehren wird“, sagt Bürgermeister Dirk Kuhmann. „Eltern finden geordnete Parkmöglichkeiten und die Grünflächen werden geschützt. Gleichzeitig wird das Umfeld des Kindergartens aufgewertet.“

Wer braucht ein neues Auto? Dodge kommt in Dorsten unter den Hammer

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Wer braucht ein neues Auto und scheut ein wenig Arbeit nicht? Bei der Fundsachenversteigerung der Stadt Dorsten kommt am Samstag, 26. September 2026, neben Fahrrädern, Schmuck und einer Drohne auch ein Dodge Challenger unter den Hammer.

Die öffentliche Versteigerung beginnt um 14 Uhr auf der Bühne am Marktplatz. Bereits ab 13 Uhr können Interessierte die angebotenen Fundsachen besichtigen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bieter müssen einen gültigen Ausweis mitbringen.

Versteigerung Stadt Dorsten
©Guido Bludau

Vom Lastenrad bis zur Drohne

Zum Angebot gehören Fahrräder, ein Lastenrad, Schmuck, Uhren, ein E-Scooter, Taschen und eine Drohne. Die Stadt empfiehlt, die Gegenstände vor der Abgabe eines Gebotes genau zu prüfen.

Dodge Challenger bildet den Abschluss

Nach den Fundsachen versteigert die Stadt einen schwarzen Dodge Challenger Coupé R/T Plus aus dem Modelljahr 2018. Das Fahrzeug verfügt über einen 5,7-Liter-V8-Motor, eine schwarze Lederausstattung und laut Tacho über einen Kilometerstand von rund 102.000 Kilometern.

Dodge Challenger bei der Fundsachenversteigerung in Dorsten
Foto: Stadt Dorsten

Der Dodge stammt ursprünglich aus den USA und war zuletzt in Deutschland zugelassen. Der Motor läuft. Wegen der langen Standzeit seien jedoch Reparaturen und Arbeiten zur Wiederinbetriebnahme zu erwarten. Haupt- und Abgasuntersuchung seien abgelaufen. Außerdem weise das Fahrzeug Beulen und Lackschäden sowie mindestens einen reparierten Unfallschaden an der Front auf.

Eine Probefahrt oder technische Prüfung ist nicht möglich. Auch Fahrzeugpapiere liegen nicht vor. Der Käufer erhält einen amtlichen Eigentumsnachweis, mit dem neue Papiere beantragt werden können.

Dodge Challenger bei der Fundsachenversteigerung in Dorsten
Foto: Stadt Dorsten

Zuschlag verpflichtet zum Kauf

Mit dem Zuschlag ist der Kauf verbindlich. Garantie, Gewährleistung und Widerrufsrecht sind ausgeschlossen. Der Kaufpreis muss innerhalb von fünf Werktagen überwiesen werden. Der Dodge kann nicht auf eigener Achse überführt werden und muss innerhalb von 14 Tagen mit einem geeigneten Transportmittel abgeholt werden.

Weitere Informationen zu den Fundsachen gibt es unter www.dorsten.de/fundsachenversteigerung. Einzelheiten zum Fahrzeug stehen unter www.dorsten.de/VersteigerungKfz.

CDU lenkt ein: Baumschutzsatzung bleibt aber auf dem Tisch

Die CDU hat die geplante Abschaffung der Raesfelder Baumschutzsatzung vorerst zurückgestellt. Auf Vorschlag von CDU-Fraktionschef Dr. Bernhard Bonhoff vertagte der Rat am Montag die Entscheidung bis zum 16. November. Zuvor beschloss die Politik ein Förderprogramm für klimaresiliente Bäume.

CDU verzichtet auf sofortige Abschaffung

Die CDU hätte die Baumschutzsatzung mit ihrer Mehrheit im Rat aufheben können. Vor der Abstimmung kündigte Bonhoff jedoch an, zunächst weitere Gespräche mit den anderen Fraktionen führen zu wollen. „Wir könnten hier und heute die Satzung aufheben“, sagte Bonhoff. Die CDU stehe politisch geschlossen hinter ihrem Antrag. Inhaltlich seien jedoch weitere Aspekte hinzugekommen, über die gesprochen werden könne.

Die CDU habe die Satzung vor fast genau 30 Jahren selbst eingeführt. Inzwischen halte sie die Regelung nicht für wirkungslos, aber für „wirkungsarm“. Den damit verbundenen Eingriff in das Privateigentum sehe die Fraktion nicht mehr als gerechtfertigt an.

Gespräch mit Tünte bringt Bewegung

Bonhoff verwies auf ein Telefonat und ein anschließendes Gespräch mit Henry Tünte, dem Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen. „Nach einem kurzen Telefonat und einem sachlichen, konstruktiven Gespräch mit Henry Tünte sehe ich Bereitschaft und Willen auf beiden Seiten, die unterschiedlichen Positionen zu diskutieren und eine gemeinsame Lösung zu finden. Das begrüßen wir ausdrücklich“, erklärte Bonhoff.

Dafür seien Zeit und persönliche Gespräche zwischen den Parteien erforderlich. Die CDU schlug deshalb vor, das Thema auf die nächste Ratssitzung zu verschieben. Diese ist laut Sitzungskalender für den 16. November vorgesehen. Zudem verwies Bonhoff auf das nächste Bierbankgespräch seiner Fraktion am Donnerstag, 24.9.2026 um 18 Uhr im Femeichenpark in Erle. Dort könnten Bürger direkt mit der CDU ins Gespräch kommen.

Abschaffung bleibt für Grüne ein „No-Go“

Henry Tünte (Die Grünen) unterstützte den Vorschlag, die Gespräche fortzusetzen. Eine ersatzlose Abschaffung der Baumschutzsatzung bleibe für die Grünen allerdings ein „No-Go“.

Die Zeit nach der kontroversen Sitzung des Bau- und Umweltausschusses könne für eine „zwischenzeitliche Abkühlung“ genutzt werden. Auch seine Fraktion stehe vollständig hinter ihrer Position. Nun müsse sich zeigen, ob eine gemeinsame Lösung möglich sei.

Sonja Köhler erklärte für die SPD ebenfalls ihre Bereitschaft zu weiteren Gesprächen. Die SPD wolle die Satzung nicht abschaffen, könne sich aber eine Modernisierung vorstellen. Zeitdruck bestehe aus ihrer Sicht nicht. Die Baumschutzsatzung gelte seit rund 30 Jahren, deshalb müsse die Politik keine vorschnelle Entscheidung treffen.

Henry Tünte begrüßte die weitere Beratung: „Ich glaube, dass wir uns inhaltlich wirklich austauschen und die Zeit dafür nutzen. Es bleibt spannend, ob wir aufeinander zugehen. Entscheidend ist die Frage, ob es uns gelingt, gemeinsam das Beste für Raesfeld zu erreichen.“

Rat entscheidet mit zwei Gegenstimmen

Der Rat vertagte die Entscheidung mit zwei Gegenstimmen. FDP-Fraktionsvorsitzender Christoph Stephan hatte vorgeschlagen, die Satzung trotz des weiteren Gesprächsbedarfs sofort aufzuheben. Dafür fand er keine Mehrheit. Bürgermeister Dirk Kuhmann stellte klar, dass die Verwaltung die politischen Gespräche zwischen den Fraktionen nicht moderieren werde.

Ratsbürgerentscheid könnte bis zu 90.000 Euro kosten

SPD, UWG und Bündnis 90/Die Grünen hatten gemeinsam einen Ratsbürgerentscheid über die Zukunft der Baumschutzsatzung angeregt. Die Grünen hatten zudem einen eigenen Antrag vorgelegt.

Auf Anfrage der CDU nannte Kuhmann die möglichen Kosten. Bei einer Verbindung des Ratsbürgerentscheids mit der Landtagswahl im April 2027 rechne die Verwaltung mit rund 70.000 Euro. Bei einem eigenständigen Termin könnten die Kosten auf etwa 90.000 Euro steigen.

Ein Mitarbeiter im Rathaus werde voraussichtlich rund drei Monate mit der Vorbereitung beschäftigt sein. Die Fraktionen hätten jedoch das Recht, einen solchen Entscheid anzuregen, betonte Kuhmann: „Das sollte man sich überlegen. Demokratie kostet halt Geld, wenn es ein mehrheitliches Anliegen ist“. UWG-Fraktionsvorsitzender Volker van Wasen bezweifelte die Höhe der genannten Kosten und verwies auf eigene Recherchen.

Jährlich 10.000 Euro für neue Bäume

Vor der Diskussion über die Baumschutzsatzung beschloss der Rat ein Förderprogramm für klimaresiliente Bäume auf privaten Grundstücken im Innenbereich. Von 2027 bis 2029 stellt die Gemeinde dafür jährlich 10.000 Euro bereit. Die FDP lehnte die Förderung ab. Der ursprüngliche Antrag der CDU hatte jährlich 5.000 Euro vorgesehen. Bonhoff bezeichnete die verdoppelte Summe als „sehr gut“.

„Die Förderung, das ist der wesentliche Teil unseres Antrags ‚Verbesserung des Klimaschutzes durch Förderung statt Verbieten‘, ist nun beschlossen“, sagte Bonhoff. Seine Fraktion sei weiterhin offen für Vorschläge zur Erweiterung und Weiterentwicklung des Programms.

Förderfähige Baumarten stehen noch nicht fest

Welche Bäume gefördert werden, ist noch offen. Tünte warnte davor, ohne konkrete Vorgaben „ein Osterei zu beschließen“. Die Liste der förderfähigen Baumarten soll mit den Biologischen Stationen abgestimmt werden. Sie sei noch nicht fertig, werde der Politik aber zur Beratung vorgelegt, erklärte der Erste Beigeordnete Markus Büsken.

Stephan lehnte das Förderprogramm für die FDP grundsätzlich ab. „Von dem Antrag halten wir nichts“, sagte er. Die Politik solle nicht in private Gärten „hineinregieren“. Er befürchte, dass auf die Förderung später eine verpflichtende Satzung folgen könne.

Köhler verwies darauf, dass bereits heute bestimmte Vorgaben für private Grundstücke wie Zaun- und Hecken gelten. Stephan entgegnete, der FDP gehe es um einen grundsätzlichen politischen Standpunkt.

Altkleidercontainer in Erle: Kleiderspende oder Müllkippe?

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Ein voller Altkleidercontainer ist kein Freibrief, den Platz davor zur Müllkippe zu erklären. An der Silvesterschule in Erle liegen erneut Kleidung, Schuhe und Plüschtiere auf dem Boden. Dazu gesellen sich ein ausgedienter Schreibtischstuhl, Kissen und weiterer Abfall.

Der Altkleidercontainer an der Silvesterschule ist voll. Das mag ärgerlich sein. Es erklärt jedoch nicht, warum Unbekannte ihre Säcke trotzdem davor abstellen. Noch weniger erklärt es, was ein ausgedienter Schreibtischstuhl, Kissen und weiterer Müll an dieser Sammelstelle zu suchen haben.

Mehrere Beutel wurden aufgerissen. Gut erhaltene Kleidung, Schuhe und Plüschtiere liegen verstreut auf dem Boden. Aus einer vorgesehenen Kleiderspende ist ein unordentlicher Müllplatz geworden.

Kleidung und Müll vor dem Altkleidercontainer in Erle
Foto: Petra Bosse

Voll bedeutet nicht: einfach davorstellen

Das Bild ist in Erle nicht neu. Sobald der Container keinen Platz mehr bietet, landen Säcke davor. Andere scheinen den wachsenden Haufen als Einladung zu verstehen, gleich noch ihren Hausrat und Abfall dazuzustellen.

Wer einen Bürostuhl oder gewöhnlichen Müll vor einem Altkleidercontainer abstellt, spendet nichts. Er verlagert lediglich die eigene Entsorgung auf andere. Aufräumen müssen anschließend die Mitarbeitenden des Sammelbetriebs.

Kleidung und Müll vor dem Altkleidercontainer in Erle
Foto: Petra Bosse

Volle Container sorgen für zusätzliche Probleme

Überfüllte Altkleidercontainer beschäftigen das Rote Kreuz im Kreis Borken bereits seit Längerem. Immer wieder erreichten den Kreisverband Fragen und Rückmeldungen zu vollen Sammelstellen.

„Wir verstehen, dass ein voller Container für Bürgerinnen und Bürger ärgerlich ist. Gleichzeitig ist von außen häufig nicht sichtbar, vor welchen Herausforderungen wir bei der Altkleidersammlung inzwischen stehen“, erklärt Sabina Pohla, Leiterin der Inklusionsbetriebe beim Roten Kreuz im Kreis Borken.

Nach Angaben des Roten Kreuzes habe sich die Situation in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Durch Fast Fashion und veränderte Konsumgewohnheiten gelange mehr Kleidung in die Sammlung. Gleichzeitig habe sich die Qualität vieler Textilien verschlechtert. Gewerbliche Anbieter hätten sich zudem aus der Sammlung zurückgezogen, weil sich diese wirtschaftlich häufig nicht mehr trage.

Kleidung und Müll vor dem Altkleidercontainer in Erle
Ein alter Schreibtischstuhl hat so gar nichts mit Altkleider zu tun. Foto: Petra Bosse

Fremdmüll kostet Zeit bei der Leerung

Mitarbeitende fänden in und neben den Containern regelmäßig Essensreste, Spielzeug, Plastik, Verpackungen, Windeln und weiteren Restmüll. „Das Aussortieren und Entsorgen von Fremdmüll kostet Zeit, die anschließend bei der Leerung anderer Container fehlt“, sagt Pohla. Wenn die Mitarbeitenden weniger Zeit für diese zusätzlichen Arbeiten aufwenden müssten, könnten sie mehr Container leeren und schneller auf volle Standorte reagieren.

Das Rote Kreuz bittet darum, ausschließlich saubere und tragbare Kleidung in verschlossenen und gut zugebundenen Beuteln einzuwerfen. Stark verschmutzte, zerschlissene oder nicht mehr tragbare Textilien gehörten in den Restmüll oder in einen dafür vorgesehenen Lumpencontainer.

Keine Säcke vor volle Container stellen

Ist ein Altkleidercontainer voll, sollten keine Säcke davor oder daneben abgestellt werden. Spender können nach Möglichkeit einen anderen Standort nutzen oder den vollen Container beim Betreiber melden. Dieser könne dann prüfen, ob eine zusätzliche Leerung möglich sei.

Gut erhaltene und hochwertige Kleidung nimmt das Rote Kreuz auch in den KARO-Second-Hand-Kaufhäusern in Borken und Bocholt an.

Mehr als Vogelschießen: Was die Junggesellen für Raesfeld bedeuten

Schützenfeste gehören zum Gemeindeleben in Raesfeld. Beim letzten Fest der Saison rückten die Junggesellenschützen in den Mittelpunkt. Der Verein setzt auf Tradition und Gemeinschaft, geht bei der Gestaltung seines Festes aber auch neue Wege.

Vier Schützenfeste in einer Saison

Für Bürgermeister Dirk Kuhmann sei das Fest der Junggesellenschützen bereits das vierte Schützenfest gewesen, das er in diesem Jahr besucht habe. Solche Veranstaltungen seien für das Gemeindeleben nicht zu ersetzen. „Das ist nicht nur Tradition, sondern auch Zusammenhalt, der hier gelebt wird“, sagte Kuhmann. An der Vogelstange zeige sich, wie Jung und Alt gemeinsam feierten. Herkunft, Religion und Geschlecht spielten dabei keine Rolle. Die Besucher kämen zusammen, seien fröhlich und könnten den Alltag für einige Stunden hinter sich lassen.

Für Bürgermeister Dirk Kuhlmann zeigen Begegnungen wie diese, was Schützenfeste ausmacht: Menschen kommen zusammen und feiern miteinander.
Für Bürgermeister Dirk Kuhmann zeigen Begegnungen wie diese, was Schützenfeste ausmacht: Menschen kommen zusammen und feiern miteinander.. Foto: Petra Bosse

Außerhalb der Gemeinde besuche er Schützenfeste eher selten, erklärte Kuhmann. Sein Schwerpunkt liege auf den Veranstaltungen in Raesfeld.

König werden schließt Kuhmann nicht aus

Auch die Frage nach eigenen Ambitionen an der Vogelstange blieb nicht unbeantwortet. Derzeit gehöre die Königswürde nicht zu seinen vorrangigen Zielen. Seine Arbeit lasse dafür momentan wenig Raum.Grundsätzlich könne er sich jedoch vorstellen, selbst einmal auf den Vogel zu schießen. Seine Frau sei bereits Schützenkönigin gewesen. Dadurch habe er miterlebt, wie schön eine solche Regentschaft sein könne.

Leinwand bringt das Vogelschießen zu den Besuchern

Was viele möglicherweise nicht wissen: Die Junggesellenschützen halten an ihren Traditionen fest, probieren bei der Organisation ihres Festes aber immer wieder Neues aus. Ein aktuelles Beispiel zeigte sich beim Vogelschießen in Pastors Busch.

Eine Großbildleinwand übertrug das Geschehen an der Vogelstange. So konnten auch Besucher die Schüsse verfolgen, die weiter entfernt oder am Bierstand standen. Sie mussten sich nicht unmittelbar an der Vogelstange aufhalten, um zu sehen, wer gerade anlegte.

Erstmail gab es eine Großleinwand beim Vogelschießen in Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Neuer Zeitplan kommt bei Besuchern an

Auch beim Ablauf des Festes hat der Verein vor einigen Jahren Änderungen vorgenommen. Das Schützenfest beginnt bereits am Freitagabend. Das Vogelschießen findet am Samstag statt, die Parade mit dem neuen Königspaar folgt am Sonntagnachmittag.

Ein Besucher äußerte sich positiv über diese Aufteilung. Der Samstagstermin habe für Berufstätige einen praktischen Vorteil. Sie müssten sich nicht mehr für ein Vogelschießen am Montag von der Arbeit freistellen lassen und könnten den Wettbewerb in Ruhe verfolgen. Mit dem vorgezogenen Beginn und der Parade am Sonntag verteilt sich das Programm auf das gesamte Wochenende. Das Vogelschießen bleibt dabei der zentrale Programmpunkt am Samstag.

Gemeinschaft an der Vogelstange in Raesfeld in Pastors Busch
Foto: Petra Bosse

Gemeinschaft an der Vogelstange

Für Simon Paschen, Vereinspräsident und neuer König der Junggesellenschützen Raesfeld, liegt die Bedeutung des Schützenfestes im Zusammenhalt. Die Menschen träfen sich bereits vor dem Fest, gingen gemeinsam frühstücken und kämen anschließend zur Vogelstange.

„Die Leute wollen gemeinsam ein Bier trinken und im besten Fall vielleicht sogar König werden“, sagte Paschen. Der Zusammenschluss im Dorf sei für ihn kaum zu beschreiben. Das Schützenfest bringe Menschen zusammen, die miteinander feiern und Kontakte pflegen wollten. Der Junggesellenschützenverein besteht seit 1878. Mitglied könne werden, wer Junggeselle sei. Der Name stehe laut Paschen für Tradition, Jugend, Gemeinschaft und Verlässlichkeit.

Tradition bedeutet auch Gedenken: Präsident Simon Paschen und Bürgermeister Dirk Kuhlmann nahmen am Freitag an der Kranzniederlegung für die Verstorbenen teil.
Tradition bedeutet auch Gedenken: Präsident Simon Paschen und Bürgermeister Dirk Kuhmann (re.) nahmen am Freitag an der Kranzniederlegung für die Verstorbenen teil. Foto: Ute Heidermann-Rösler

Junge Mitglieder übernehmen Verantwortung

Paschen sieht den Verein auch als wichtigen Bestandteil der Jugendarbeit. Viele junge Männer seien zunächst in der Landjugend aktiv und wechselten später zu den Junggesellenschützen. Dort sammelten sie Erfahrungen bei der Organisation von Veranstaltungen, sprächen Unternehmen an und knüpften Kontakte. Zahlreiche Firmen, die den Verein heute unterstützten, seien mit früheren Junggesellenschützen verbunden.

Die Mitarbeit im Verein umfasse damit mehr als die Vorbereitung eines Schützenfestes. Junge Mitglieder lernten, Aufgaben zu übernehmen, Absprachen einzuhalten und gemeinsam Veranstaltungen zu organisieren.

Gemeinschaft trotz Corona-Beschränkungen

Welche Bedeutung das Vereinsleben haben könne, habe sich nach Angaben von Kulmann und Paschen während der Corona-Pandemie gezeigt. Im Jahr 2021 hätten die Junggesellenschützen unter schwierigen Bedingungen ein Fest organisiert.

Ins Festzelt hätten damals nur getestete oder geimpfte Besucher gedurft. Nach Aussage Paschens seien die Raesfelder Junggesellenschützen seinerzeit der einzige Verein im Westmünsterland gewesen, der ein solches Schützenfest veranstaltet habe. Kuhlmann erklärte, der Verein habe damit wieder Begegnungen und Geselligkeit ermöglicht. Viele Menschen seien froh gewesen, wieder Kontakte aufnehmen und gemeinsam feiern zu können.

Tradition bewahren, Neues ausprobieren und gemeinsam feiern: Die Junggesellenschützen scheinen damit auch für die kommenden Jahre gut aufgestellt zu sein.

Sonntagsparade in Raesfeld: Die schönsten Fotos vom Königspaar

Gut gelaunt präsentierten sich König Simon Paschen und Königin Lea Liges am Sonntag auf dem Sportplatz vor zahlreichen Besuchern. Für Simon Paschen begann dabei eine neue Rolle: Der Präsident der Junggesellenschützen führt den Verein nun auch als König durch das Schützenjahr.

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Simon Paschen regiert die Junggesellenschützen

Simon Paschen regiert die JunggesellenschützenNach einem spannenden Vogelschießen am Samstag stand der neue Regent fest. Präsident Simon Paschen holte mit dem 355. Schuss die letzten Reste des hartnäckigen Holzvogels von der Stange. Zu seiner Königin wählte er Lea Liges. Den Thron bilden die Ehrendamen Anna Brunsbach und Delia Schweers sowie die Ehrenherren Christoph Cluse und Jonas Stenkamp.

Parade des neuen Königspaares Simon Paschen und Lea Ligges
Foto: Petra Bosse

Ehrungen auf dem Sportplatz

Am Sonntag traten die Junggesellenschützen um 15 Uhr auf dem Sportplatz an. Dort ehrte der Verein mehrere Mitglieder für ihre langjährige Zugehörigkeit.

Den Orden für fünf Jahre erhielten Fabian Kölking, Jan Bernd Hoffmann, Paul Lembrock, Brian Knuf, Adrian Korthoff, Achim Böckenhoff, Andreas Klasen und Peter Timmermann. Simon Paschen und Robin Klein-Ridder wurden für ihre zehnjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Ehrung König Simon Paschen Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Schützen ziehen durch den Ort

Nach den Ehrungen setzte sich der Festzug in Bewegung. Gemeinsam mit dem neuen Königspaar und dessen Thron zogen die Junggesellenschützen durch Raesfeld. Auch die Vorstände der benachbarten Schützenvereine aus Erle und Homer begleiteten den Umzug.

Das Fanfarencorps Raesfeld beim Junggesellenschützenfest Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Silberthron und Goldkönigspaar feiern mit

Mit dabei war auch das Silberkönigspaar Anne Potthoff und Christian Willing. Zu ihrem Thron gehörten Steffi Willing, geborene Welsing, und Jan Bernd Hinzelmann sowie Nina Olbing, geborene Freitag, und Marc Stolbrink.

Silberkönig Willing-Junggesellenschützen Raesfeld 2026
Der Silberthron damals: Foto: Presse
Silberthron Raesfeld Junggesellenschützen 2026
Der Silberthron heute: Foto: Petra Bosse

Auch das Goldkönigspaar Ludwig Gülker und Christel Neuhaus reihte sich in den Festzug ein. Das Ehrengefolge bildeten Bernhard Brockmann und Klara Finke sowie Klemens Gesing und Christa Heselhaus.

Goldthron - Junggesellen Schützen Raesfeld 2026
Goldthron damals. Foto: Presse
Goldthron Junggesellenschützen Raesfeld 2026
Der Goldthron heute. Foto: Petra Bosse

„Like This“ spielt beim Festball

Nach dem Umzug ging die Feier im Festzelt weiter. Dort spielte die Liveband „Like This“ zum Festball. Mit dem Sonntag endete zugleich die Schützenfestsaison 2026 in der Gemeinde Raesfeld.

Foto: Petra Bosse

Nach 28 Jahren: Silke Nürnberg verlässt die Neumühlenschule

Silke Nürnberg hat die Neumühlenschule in Borken nach 28 Jahren verlassen. Die langjährige Schulleiterin arbeitet seit Mitte August bei der Bezirksregierung Münster. Die Schule verabschiedete sie jetzt während einer kleinen Feierstunde.

Von der Lehrkraft zur Schulleiterin

Silke Nürnberg kam 1998 an die Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung. Im Jahr 2006 übernahm sie das Amt der Konrektorin. Seit August 2017 leitete sie die Neumühlenschule.

Während ihrer Zeit an der Schule habe Nürnberg zahlreiche Impulse gesetzt. Sie führte den jährlichen Kunstkalender ein und gründete die Schülerfirma „NeumühlenArt“. Auch bei Schulabschlussfeiern, Karnevalssitzungen und dem Frühlingsmarkt habe sie ihre Organisations- und Moderationsfähigkeiten eingebracht.

Kreisdirektor würdigt langjährigen Einsatz

Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster würdigte Nürnbergs Arbeit während der Verabschiedung. „Für Silke Nürnberg war die Arbeit an der Neumühlenschule stets eine Herzensangelegenheit. Sie hat viele wichtige Projekte angestoßen und war im Kollegium, bei den Schülerinnen und Schülern, deren Eltern sowie bei vielen Unterstützern und Partnern hoch anerkannt.“

Mit ihrem Engagement habe Nürnberg dazu beigetragen, dass die Neumühlenschule einen guten Ruf genieße. Bei einer Qualitätsanalyse im vergangenen Jahr habe die Bezirksregierung Münster der Schule eine hervorragende Arbeit bescheinigt.

Matthias Frericks übernimmt kommissarisch

Die kommissarische Schulleitung hat Matthias Frericks übernommen. Als langjähriger stellvertretender Schulleiter kenne er die Schule und ihre Strukturen.

Reitturnier Gahlen 2027: Neuer Termin nach Weihnachten

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Das Reitturnier Gahlen 2027 bekommt einen neuen Termin: Das Hallenspringturnier des RV Lippe-Bruch Gahlen läuft vom 28. bis 30. Dezember 2026. Der Amateurtag folgt am 3. Januar 2027.

Für die 31. Ausgabe ändert der Reiterverein Lippe-Bruch Gahlen damit eine jahrzehntelange Tradition. Seit 30 Jahren begann das viertägige Hallenspringturnier am ersten Januarwochenende. Auf dem Programm stehen Prüfungen bis zur Klasse S***.

Warum das Reitturnier Gahlen 2027 umzieht

Als Grund nennt der Verein zunehmende Terminüberschneidungen mit dem traditionsreichen Turnier in der Halle Münsterland. Nach Gesprächen mit Reitern und der Prüfung mehrerer Möglichkeiten entschieden sich die Verantwortlichen für die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr.

GAHLEN soll seinen Stellenwert als Auftakt der neuen Turniersaison behalten. Für viele Reiter ist das Turnier zugleich eine wichtige Vorbereitung auf die folgenden großen Veranstaltungen in Münster und Leipzig.

Ferientermin sichert ehrenamtliche Hilfe

Auch die vielen freiwilligen Helfer spielten bei der Entscheidung eine zentrale Rolle. Außerhalb der Ferien wären zahlreiche Mitglieder durch Schule, Ausbildung, Studium und Beruf gebunden. Der neue Termin soll es dem langjährigen Team ermöglichen, das Turnier weiterhin gemeinsam zu tragen.

Der Verein weiß, dass die Verlegung für Reiter, Zuschauer, Sponsoren und Offizielle eine Umstellung bedeutet. Zugleich soll sie die Zukunft des Hallenspringturniers sichern.

Reitturnier Gahlen 2027: Termine auf einen Blick

  • Hallenspringturnier: Montag, 28. Dezember, bis Mittwoch, 30. Dezember 2026
  • Amateurtag: Sonntag, 3. Januar 2027
  • Veranstalter: Reiterverein Lippe-Bruch Gahlen e.V.
  • Sportliches Niveau: Springprüfungen bis zur Klasse S***

Der eigene Amateurtag knüpft an das Konzept der vergangenen Ausgaben an. Damit bleiben ambitionierte Amateure ein fester Teil des Turniers, obwohl die übrigen Prüfungen bereits vor dem Jahreswechsel stattfinden.

Bedeutung als Saisonauftakt bleibt

Der Reiterverein will trotz des neuen Datums an der besonderen Verbindung aus Spitzensport, Nachwuchs, Publikum, Sponsoren und Helferteam festhalten. Die vier Turniertage verteilen sich 2027 erstmals auf zwei Zeiträume rund um den Jahreswechsel.

„GAHLEN 2027 wird anders – aber ganz sicher nicht weniger besonders“, erklären Christiane Rittmann und Georg Heger für den Reiterverein Lippe-Bruch Gahlen.

Weitere Angaben zum genauen Zeitplan, zu Teilnehmern, Eintritt und Rahmenprogramm liegen noch nicht vor. Der Verein will dazu zu einem späteren Zeitpunkt informieren.

Tödlicher Unfall in Rhade: Mann stirbt an der Unfallstelle

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UPDATE: Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Erler Straße ist am Sonntag gegen 11.15 Uhr ein Autofahrer ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich aus Richtung Erle kommend kurz vor dem Ortseingang von Rhade in Höhe des Wellbrockwegs. Der Pkw prallte gegen einen Baum. Der Mann starb noch an der Unfallstelle.

Unfallaufnahmeteam sichert Spuren

Die Feuerwehr Dorsten und weitere Einsatzkräfte sicherten die Unfallstelle. Ein Unfallaufnahmeteam untersuchte den Unfallort und nahm Spuren auf.

Unfall Rhade
Foto: Petra Bosse

Polizei äußert sich nicht zum Unfallhergang

Auf Nachfrage teilte die Kreispolizeibehörde Recklinghausen am Montag mit, dass sie sich aus Gründen der Rücksichtnahme nicht näher zum Unfallhergang äußern wolle. Warum der Wagen frontal gegen den Baum prallte, bleibt daher offen.

Erler Straße mehrere Stunden gesperrt

Die Erler Straße zwischen Erle und Rhade blieb nach dem Unfall vollständig gesperrt. Gegen 16 Uhr wurde die Unfallstelle wieder freigegeben.

Schwerer Unfall in Rhade
Foto: Petra Bosse
Schwerer Unfall in Rhade
Foto: Petra Bosse

355 Schüsse und ein zäher Vogel: Simon Paschen ist neuer König

Im vergangenen Jahr dauerte das Vogelschießen kaum so lange, bis die ersten Besucher ihre Suppe auf dem Tisch hatten. Diesmal sah die Sache anders aus: Die Suppen waren längst ausverkauft und auch die letzten Bratwürste gingen über die Theke, bevor im Pastor Busch endlich die Entscheidung fiel. Um 17.03 Uhr holte Simon Paschen mit dem 355. Schuss die letzten Reste des hartnäckigen Holzvogels von der Stange.

Der neue Thron der Raesfelder Junggesellenschützen 2026
Der neue Thron v.l.: Delia Schweers, Christoph Cluse, das Königspaar Simon Paschen und Lea Ligges, sowie Anna Brunsbach und Jonas Stenkamp. Foto: Petra Bosse

Nach einer langen Partynacht bis in den Samstag hinein trafen sich die Junggesellenschützen zum Vogelschießen. Das Wetter passte, zahlreiche Besucher standen rund um die Vogelstange. Drei Aspiranten wollten König werden: Simon Paschen, Simon Becker und Christoph Cluse.

Erst geht es den Insignien an den Kragen

Zunächst fielen die Insignien. Luka Höing holte den Apfel, Milan Hoffmann den linken Flügel und Jonas Stenkamp den rechten. Das Zepter sicherte sich Peter Timmermann. Präsident Simon Paschen schoss den Schwanz ab, Julius Pierogs den Kopf. Der Vogel verlor damit Stück für Stück seine Einzelteile. Von einer schnellen Entscheidung konnte trotzdem keine Rede sein.

Die Nelkenverkaufer der Junggesellenschützen in Raesfeld an der Vogelstange
Die Nelkenverkaufer der Junggesellenschützen in Raesfeld an der Vogelstange. Der Erlös kommt sozialen Einrichtungen, oder Vereinen in der Gemeinde zu. Foto: Petra Bosse

Beim 193. Schuss wird schon über den Thron gesprochen

Nach dem 193. Schuss standen Paschen, Becker und Cluse zusammen. Hinter vorgehaltener Hand ging es bereits um eine entscheidende Frage für den Fall der Fälle: Bekäme jeder von ihnen auch einen Thron zusammen, sollte der entscheidende Treffer gelingen? Die drei Aspiranten blieben im Rennen und schenkten sich an der Vogelstange nichts. Der Wettkampf blieb fair.

Für Paschen ging es dabei um einen länger gehegten Wunsch. „Ich wollte es schon ein paar Jahre versuchen“, sagte er später. Der Präsident wollte selbst einmal König der Junggesellenschützen werden. Hinzu kommt der Blick auf das Jahr 2028, wenn der Verein sein Jubiläum feiern will.

Vogelstange Junggesellenschützenverein Raesfeld 2026
Foto: Petra Bosse

Zuschauer beginnen zu wetten

Eigentlich sah der Holzvogel schon früh so aus, als müsse er jeden Moment fallen. Doch er hielt. Nach dem 250. Schuss begannen unter den Zuschauern die ersten Wetten. Einige tippten auf mindestens 300 Schuss, andere auf 320. Wieder andere waren überzeugt: Das dauert noch mindestens eine Stunde.

Je länger geschossen wurde, desto weniger blieb vom Vogel übrig. Zeitweise wirkte der Rest nur noch wie ein Strich an der Stange. Trotzdem hielt sich das Holz. „Warum ist er denn nicht gefallen?“, war deshalb nach manchem Treffer rund um die Vogelstange zu hören.

Ein Schütze hatte eine nüchterne Erklärung dafür, warum ein Vogel einmal schnell und ein anderes Mal erst nach Hunderten Schüssen fällt: „Das liegt am Holz. Mal ist es weicher, mal fester.“

Der neue König des Raesfelder Schützenfestvereins Simon Paschen und seine Königin Lea Ligges.
Der neue König des Raesfelder Schützenfestvereins Simon Paschen und seine Königin Lea Ligges. Foto: Petra Bosse

Paschen trifft mit dem 355. Schuss

Dann legte Simon Paschen wieder an. Die Zuschauer feuerten ihn lautstark an. Um 17.03 Uhr löste sich mit dem 355. Schuss schließlich der letzte Rest des Vogels. Simon Paschen war neuer König.

„Jetzt bin ich überglücklich, dass es geklappt hat. Anders kann man es nicht sagen. Ich habe eine tolle Königin und eine super Frau an meiner Seite. Genial.“ An seiner Seite regiert Lea Ligges. Zum Thron gehören außerdem die Ehrenpaare Delia Schweers und Christoph Cluse sowie Anna Punsbach und Jonas Stenkamp.

Für Peter Timmermann und Meike Terhardt endete damit ihr Königsjahr
Für Peter Timmermann und Meike Terhardt endete damit ihr Königsjahr. Foto: Petra Bosse

Königspaar blickt auf sein Jahr zurück

Für Peter Timmermann und Meike Terhardt endete damit ihr Königsjahr. Timmermann blickte auf die gemeinsame Zeit zurück: „Wir haben viele Leute zusammengebracht, ganz tolle Abende zusammen verbracht, richtig viel Spaß gehabt und einfach ein Jahr eine richtig schöne Zeit zusammen.“

Auch Meike Terhardt erinnerte sich gerne an ihr Jahr als Königin. Das Besondere seien „die vielen coolen Aktionen und die Menschen, mit denen man das macht“. Ob sie anderen empfehlen könne, einmal Königin zu werden? „Klar, auf jeden Fall.“

Vogelstange Junggesellenschützenfest Raesfeld mit Dirk Kuhmann 2026
Foto: Petra Bosse

Kuhmann: Schützenfeste stehen für Zusammenhalt

Bürgermeister Dirk Kuhmann besuchte mit dem Fest der Junggesellen sein viertes Schützenfest in diesem Jahr. Für das Gemeindeleben seien solche Feste „unersetzlich“. Sie stünden nicht nur für Tradition, sondern auch für den Zusammenhalt von Jung und Alt.

Ähnlich beschrieb es Paschen noch vor seinem Königsschuss. Die Menschen träfen sich, frühstückten gemeinsam und kämen anschließend zur Vogelstange. „Dieser Zusammenschluss des Dorfes ist einfach unbeschreiblich.“ Und selbst einmal anlegen und König werden? Ganz ausschließen wollte Kuhmann das nicht. „Jetzt im Moment ist es nicht mein primäres Ziel. Dafür lässt die Arbeit momentan keinen Raum. Oder anders formuliert: Ich habe da im Moment noch nicht den Kopf für.“

Grundsätzlich könne er sich die Königswürde aber durchaus vorstellen: „Meine Frau war auch Schützenkönigin, und ich habe erlebt, wie schön das sein kann.“Wenig später musste Paschen nicht mehr darüber nachdenken, was passieren würde, wenn er den Vogel tatsächlich von der Stange holt. Nach 355 Schüssen stand fest: Der Präsident ist jetzt auch König.

Feierlicher Auftakt: Raesfelder Junggesellen setzen Zeichen des Gedenkens

Mit dem Antreten am Festzelt eröffneten die Raesfelder Junggesellenschützen am Freitagabend ihr dreitägiges Schützenfest. Zunächst stand das amtierende Königspaar Peter Timmermann und Meike Terhardt im Mittelpunkt. Zum Thron gehören außerdem Leah Leiting und Milan Hoffmann sowie Rieke Butenweg und Frank Möllmann.

Totengedenken der Junggesellenschützen auf dem Friedhof in Raesfeld
Foto: Ute Heidermann-Rösler

Um 17.30 Uhr traten die Schützen am Festzelt an und holten anschließend ihren König ab. Nach dem Gottesdienst folgte das traditionelle Totengedenken auf dem Raesfelder Friedhof. Dort legten die Schützen einen Kranz nieder und erinnerten an die Opfer von Krieg und Gewalt.

Kranzniederlegung erinnert an Opfer von Krieg und Gewalt

Präsident Simon Paschen richtete den Blick in seiner Rede auf die Menschen hinter den eingemeißelten Namen. Sie lebten einst in Raesfeld, hatten Familien und Freunde, schmiedeten Pläne und blickten mit Hoffnungen in die Zukunft. Der Krieg nahm ihnen das Leben. Ihre Angehörigen mussten mit Trauer, Verlust und in vielen Fällen mit der Ungewissheit leben, ob die Vermissten jemals zurückkehren würden.

Totengedenken der Junggesellenschützen auf dem Friedhof in Raesfeld
Foto: Ute Heidermann-Rösler

Die Namen auf dem Denkmal stünden nicht nur für ein Kapitel der Geschichte. Sie erinnerten an Brüder, Väter und Kinder und damit auch an einen Teil der Raesfelder Ortsgeschichte. Zugleich zeigten sie, welches Leid Kriege über Menschen, Familien und ganze Generationen bringen könnten.

Totengedenken der Junggesellenschützen auf dem Friedhof in Raesfeld
Foto: Ute Heidermann-Rösler

Frieden ist nicht selbstverständlich

Paschen machte deutlich, dass Gedenken nicht bei einer jährlichen Zeremonie stehen bleiben dürfe. Wer sich mit der Geschichte beschäftige, übernehme auch Verantwortung für die Gegenwart und die Zukunft. Die aktuellen Kriege in Europa und anderen Teilen der Welt sowie Gewalt und Flucht zeigten, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit sei.

Totengedenken der Junggesellenschützen auf dem Friedhof in Raesfeld
Foto: Ute Heidermann-Rösler

Das Gefallenendenkmal mahne dazu, Hass, Gewalt und dem Verlust von Menschlichkeit entgegenzutreten. Frieden müsse bewahrt und immer wieder neu gestaltet werden. Paschen verband seine Worte deshalb auch mit der Hoffnung auf Versöhnung und eine Zukunft, in der junge Menschen nicht in den Krieg ziehen und Familien nicht um ihre Angehörigen bangen müssten.

Totengedenken der Junggesellenschützen auf dem Friedhof in Raesfeld
Foto: Ute Heidermann-Rösler

Er sprach sich für mehr Zuneigung statt Hass, mehr Zusammenhalt statt Ablehnung und ein gemeinsames Handeln statt Ausgrenzung aus. Erinnerung könne helfen, aus der Geschichte Verantwortung für die Zukunft abzuleiten.

Mit der Kranzniederlegung gedachten die Junggesellenschützen der Gefallenen und Vermissten, der Opfer von Krieg und Gewalt sowie aller Menschen, die durch Verfolgung ihr Leben verloren.

Totengedenken der Junggesellenschützen auf dem Friedhof in Raesfeld
Foto: Ute Heidermann-Rösler

Heute fällt die Entscheidung an der Vogelstange

Am heutigen Samstag geht das Junggesellenschützenfest an der Vogelstange weiter. Dort entscheidet sich, wer den Vogel abschießt und gemeinsam mit seiner Königin das neue Königspaar bildet. Nach dem Königsschießen geht es mit dem neuen Regentenpaar zum Festzelt Am Michael. Dort steigt am Abend die große Party.

Party der Junggesellenschützen im Festzelt Am Michael in Raesfeld
Foto: Ute Heidermann-Rösler

Fotos: Ute Heidermann-Rösler

„Nicht nachvollziehbar“: Zwicker kritisiert Küstenregion

Landrat Dr. Kai Zwicker kritisiert die geplante Einstufung des Kreises Borken als „Küstenregion“. In einem Schreiben an das Bundeswirtschaftsministerium fordert er eine Überprüfung. Die neuen Förderregeln könnten auch Windenergieprojekte in Raesfeld treffen.

Der Kreis Borken soll nach dem Entwurf für das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2027 bei der Windkraft als Küstenregion gelten. Zwicker bezeichnet diese Zuordnung in seinem Schreiben vom 17. September als „nicht nachvollziehbar“.

Der Landrat richtete den Brief an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und den Parlamentarischen Staatssekretär Stefan Rouenhoff. Auch die Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis Borken, NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und der Landkreistag Nordrhein-Westfalen erhielten eine Ausfertigung.

Einziger Kreis in Nordrhein-Westfalen

Der Kreis Borken wäre nach dem Gesetzentwurf der einzige Kreis in Nordrhein-Westfalen, der zur Küstenregion zählen soll. Für neue Windenergieprojekte würde damit ein geringerer finanzieller Ausgleich gelten als in den angrenzenden Kreisen.

Coesfeld, Steinfurt, Warendorf und Kleve sollen der sogenannten Region Mitte-Nord zugeordnet werden. Das gilt auch für den weiter nördlich gelegenen Landkreis Osnabrück.

Zwicker verweist zudem auf die Entfernung zur Nordsee. Der Kreis Borken liege rund 150 Kilometer von der Küste entfernt. Aus der Begründung des Gesetzentwurfs gehe nicht hervor, nach welchen Kriterien und auf welcher Datengrundlage die Einstufung erfolgt sei.

Kreis hinterfragt Unterschiede zu den Nachbarn

Nach Einschätzung des Kreises rechtfertigen auch die Windverhältnisse keine andere Behandlung als in den Nachbarkreisen. Dort gebe es keine wesentlichen Unterschiede bei der sogenannten Windhöffigkeit. Damit ist gemeint, wie viel Wind an einem Standort zu erwarten ist.

Teile der angrenzenden Kreise wiesen laut Windatlas Nordrhein-Westfalen sogar höhere mittlere Windgeschwindigkeiten und Windleistungsdichten auf. Geringe Unterschiede dürften nach Ansicht des Kreises keine unterschiedlichen Förderbedingungen begründen.

Der Kreis warnt vor Wettbewerbsnachteilen. Windkraftprojekte mit vergleichbaren Bedingungen könnten künftig unterschiedlich behandelt werden, nur weil sie auf verschiedenen Seiten einer Kreisgrenze liegen. Eine solche Ungleichbehandlung müsse nachvollziehbar begründet werden. Das gelte auch, falls Projektierer die Regelung gerichtlich prüfen ließen.

Auch die Zahl der bereits errichteten Windräder sei kein Beleg für besonders gute Standorte. Im Kreis Borken seien früh viele Anlagen genehmigt worden. Diese hätten in damals häufig nicht ausgeschöpften Ausschreibungen Zuschläge erhalten. Daraus lasse sich laut Zwicker keine grundsätzlich höhere Standortqualität ableiten.

Auch Raesfelder Projekte könnten betroffen sein

Die Auseinandersetzung ist auch für Raesfeld von Bedeutung. Dort befinden sich mehrere Windräder im Bau. Weitere Anlagen sind genehmigt. Außerdem beschloss der Rat am 13. Juli 2026 die Beteiligung der Gemeinde beziehungsweise der Gemeindewerke an vier Windenergiegesellschaften.

Sollte die Neuregelung beschlossen werden, könnten neue Windkraftprojekte im Kreis Borken einen geringeren finanziellen Ausgleich erhalten. Ob die laufenden, im Bau befindlichen oder genehmigten Anlagen in Raesfeld betroffen wären, hängt unter anderem vom Zeitpunkt des Zuschlags ab. Konkrete finanzielle Folgen für die Raesfelder Vorhaben sind bislang nicht bekannt.

Zwicker fordert das Bundeswirtschaftsministerium auf, die geplante Zuordnung im weiteren Gesetzgebungsverfahren zu überprüfen. Das Ministerium solle außerdem die verwendete Methode, die Kriterien und die Datengrundlagen offenlegen. Dazu gehörten auch Vergleichswerte aus den Nachbarkreisen.

Der Kreis Borken habe in den vergangenen Jahren erheblich zum Ausbau der Windenergie beigetragen. Dieses Engagement benötige weiterhin verlässliche und nachvollziehbare Rahmenbedingungen, schreibt der Landrat.

Das Gesetz befindet sich noch im parlamentarischen Verfahren. Die Einstufung des Kreises Borken als Küstenregion ist daher nicht endgültig beschlossen.

Vier Tage Stadtfest: Borken feierte sein 800-jähriges Bestehen

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Vier Tage lang standen Musik, Comedy und Familienangebote im Mittelpunkt des zweiten Borkener Jubiläumsstadtfestes. Nach Angaben der Stadt kamen vom 10. bis 13. September mehrere Tausend Besucher in die Innenstadt.

Comedy zum Auftakt

Das Programm begann am Donnerstagabend mit der Comedyshow NightWash auf dem Marktplatz. Moderator Bora führte durch den Abend. Auf der Bühne standen Timur Turga, Lara Autsch, Jacky Feldmann und Benni Stark. Rund 1.200 Besucher verfolgten laut Stadt das Programm.

Am Freitagnachmittag richtete sich das Angebot vor allem an Kinder und Familien. NILSEN lud bei einem Mitmachkonzert zum Singen und Tanzen ein. Die Stadt zählte etwa 1.000 Besucher. Am Abend spielten Pam and the Gang sowie The Watermill Blues Band vor rund 500 Gästen. Rock und Blues bestimmten das Programm auf dem Marktplatz.

Borkener Gruppen auf der Bühne

Am Samstag traten mehrere Gruppen aus Borken auf. Der VHS-Chor, Vocal Total, das Kinder-Streichorchester und die Percussionformation Banda Tugurugudung gestalteten das Nachmittagsprogramm.

Unter dem Motto „Zusammen Bärenstark – Finde deine Superkraft!“ konnten sich Kinder und Familien an verschiedenen Aktionen beteiligen. Das Angebot gehörte zum Projekt „Starke Kinder – Starke Zukunft“.

Auch der Stadtpark wurde am Samstag und Sonntag zur Veranstaltungsfläche. Das Zirkustheater StandArt, Melis Zauberwelt, das Artistenduo Kira und Anders sowie Bellinda Balloon und Danilein vom Niederrhein zeigten Artistik, Jonglage und Zauberei. Dazu kamen Mitmachtheater und Ballonkunst.

Im Stadtpark sorgten Artistik, Jonglage, Zauberei, Mitmachtheater und Ballonkunst für ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm.
©mediamieze

DJs übernehmen den Marktplatz

Am Samstagabend folgte die Open-Air-Party „Jung & Wild“. Jack Costello, Aleksander, GOLDNATTTD, MOGUAI, Sean Master und Chev Chelios standen am DJ-Pult. Nach Angaben der Stadt hielten sich im Laufe des Samstags rund 2.300 Besucher auf dem Marktplatz auf.

Parallel dazu bot die WineTime auf dem Kirchplatz einen weiteren Treffpunkt.

Das Bürgerprojekt „Tag der Landvermessung“ erinnerte am Samstag und Sonntag an einen Teil der Borkener Stadtgeschichte. Zu sehen waren historische Vermessungsgeräte, ein Museumswagen und alte Messtechniken.

Rund 180 Musiker gestalten das Finale

Am Sonntag gehörte die Bühne Chören, Vereinen und Orchestern aus Borken und der Umgebung. Auf dem Programm standen unter anderem SIXPACK, die Glory Gospels, die Musical Company Borken und das Orchester der Musikschule.

Zum Abschluss zogen das Orchester St. Michael Marbeck, der Musikverein Rhedebrügge, das Borkener Blasorchester und die Instrumentalgruppe der KLJB Borkenwirthe auf den Marktplatz. Gemeinsam mit dem Musikschulorchester spielten rund 180 Musiker die Lieder „All You Need Is Love“ und „An Tagen wie diesen“. Etwa 1.000 Zuschauer verfolgten laut Stadt das Finale.

Begleitet wurde das Sonntagsprogramm von einem Markt auf dem Kirchplatz, einem verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt und im Gewerbegebiet Ost sowie einem Trödelmarkt an der Otto-Hahn-Straße.

33. Bauernmarkt in Erle: Landleben und Genuss auf dem Hof Stegerhoff

Wenn sich Ende September der Hof Stegerhoff mit rund 140 Ständen füllt, beginnt der Bauernmarkt Erle 2026. Am Sonntag, 27. September, treffen dort regionale Lebensmittel auf traditionelles Handwerk, Landmaschinen und Angebote für Kinder. Von 11 bis 18 Uhr öffnet der Hof an der Marienthaler Straße 44 zur mittlerweile 33. Ausgabe.

Aus 20 Ständen wurden rund 140

1991 begann der Bauernmarkt mit gerade einmal 15 bis 20 Ständen. Heute kommen jedes Jahr mehrere tausend Besucher nach Erle. Rund 140 Aussteller bringen auch diesmal regionale Erzeugnisse, kulinarische Spezialitäten, Kunsthandwerk sowie Dekorationen für Haus und Garten mit.

Verena und Johannes Stegerhoff vor dem 33. Bauernmarkt in Erle
Verena und Johannes Stegerhoff freuen sich auf viele Besucher beim 33. Bauernmarkt in Erle. Foto: privat

„Der Bauernmarkt ist für viele Besucher inzwischen ein fester Termin“, sagt Verena Stegerhoff. „Für jeden ist etwas dabei. Die Gäste können genießen, einkaufen und das Landleben hautnah erleben.“

Von Kürbissen bis Flammlachs

An den Ständen liegen Obst und Gemüse, Eier, Käse und Fleischwaren ebenso wie Blumenzwiebeln und Kürbisse in zahlreichen Formen und Farben. Hinzu kommen Dekorationen und Accessoires aus unterschiedlichen Materialien.

Auch kulinarisch gibt es einiges zu probieren. Angeboten werden unter anderem Antipasti, Flammlachs und Zwiebelkuchen. Auf dem Hof selbst entstehen Liköre, Gelees, Konfitüren, Fruchtsirupe und Fruchtsoßen in Handarbeit. Dafür verarbeitet das Team vorwiegend regionale Früchte nach eigenen Familienrezepten.

Marmelade und Liköre im Hofladen Stegerhoff Erle
Foto: Petra Bosse

Während des Bauernmarktes öffnet auch der Hofladen. Im Pfannkuchenhaus kommen herzhafte und süße Pfannkuchen auf den Tisch. „Natürlich servieren wir dazu auch unsere Marmelade aus dem Hofladen“, kündigt Verena Stegerhoff an. Kaffee, Kuchen und Torten gibt es im Bauerncafé auf der Tenne.

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Drechsler, Spinnrad und Sägewerk in Aktion

Beim Kunsthandwerk können die Besucher diesmal an mehreren Stellen zuschauen, wie gearbeitet wird. „Wir haben wieder unheimlich viel Kunsthandwerk dabei“, sagt Verena Stegerhoff.

Der Drechsler setzt sein Werkzeug am Holz an, das Spinnrad kommt in Bewegung und beim Korbflechten lässt sich beobachten, wie aus einzelnen Ruten Körbe entstehen. Auch das Heubinden wird vorgeführt.

33. Bauernmarkt auf dem Hof Stegerhoff in Erle
Foto: Petra Bosse

Gröber geht es am Sägewerk zu. Dort werden Baumstämme direkt auf dem Gelände zu Brettern geschnitten. In der Kunstschmiede entstehen verschiedene Skulpturen.

Historische und moderne Landmaschinen stehen ebenfalls auf dem Hof. Die „Ackergiganten“ bringen in diesem Jahr einen alten Häcksler mit und setzen ihn bei einer Vorführung in Gang.

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Kinder steigen auf die Ponys

Neu ist in diesem Jahr das Ponyreiten. Kinder können auf echten Ponys ihre Runden drehen. Der Erlös soll die Gestaltung des Außengeländes am neuen Kindergarten unterstützen.

Ebenfalls neu ist die Seidenmalerei. Außerdem können die jüngeren Besucher im Heu wühlen, am Glücksrad drehen und sich auf der Hüpfburg austoben.

Erleben und genießen Bauernmarkt Stegerhoff
Foto: Petra Bosse

Rund 2.000 Parkplätze stehen bereit

Ein Parkleitsystem führt die Besucher zu den Stellflächen. Rund um den Bauernmarkt stehen nach Angaben der Veranstalter etwa 2.000 Parkplätze zur Verfügung.

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Heimatreport – lokale Nachrichten aus Raesfeld und Erle

Für Johannes Stegerhoff bleibt vor dem Markt vor allem ein Wunsch: „Hauptsache trocken, das würde uns reichen.“ Und zur 33. Ausgabe hat er noch einen anderen Gedanken: „Der 33. Bauernmarkt ist eine Schnapszahl. Also muss man zum Schnaps trinken kommen.“

Termin: Sonntag, 27. September 2026, 11 bis 18 Uhr
Ort: Hof Stegerhoff, Marienthaler Straße 44, Erle

Weitere Informationen: Mehr zum Hof und zum Bauernmarkt gibt es auf der Website des Hofs Stegerhoff. Besucher können außerdem direkt die Route zum Bauernmarkt planen.

Rückblick: Impressionen vom Bauernmarkt 2025 zeigen die Vielfalt auf dem Hof Stegerhoff.

Hofladen Stegerhoff geöffnet
Foto: Petra Bosse
Hofladen Stegerhoff beim Bauernmarkt in Erle
Foto: Petra Bosse

Neue Freitagsangebote in den Jugendhäusern Raesfeld und Erle

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Die Jugendhäuser in Erle und Raesfeld starten mit neuen Freitagsangeboten für Kinder und Jugendliche. Von September 2026 bis März 2027 stehen unter anderem Workshops, Backen, Kino, Karaoke und Bastelaktionen auf dem Programm.

Die Angebote wechseln zwischen den beiden Jugendhäusern. Los geht es am 18. September in Erle mit einem Pasta Workshop. Eine Woche später, am 25. September, folgt das gleiche Angebot in Raesfeld.

Von Herbstbasteln bis Karaoke

Im Oktober können die Teilnehmer Squishys selbst herstellen und beim Herbstbasteln kreativ werden. Im November stehen Karaoke und Kino auf dem Programm. In der Adventszeit wird in Erle außerdem für Nikolaus und Weihnachten gebacken.

Nach dem Jahreswechsel geht das Programm weiter. Geplant sind Neujahrsbacken, selbst gemachter Slime, Batik und die Gestaltung von Jutebeuteln. Auch Müsli und Marmelade sowie Seife können die Teilnehmer selbst herstellen. Ein Werwolf Nachmittag ergänzt das Programm.

Für einige Workshops ist die Teilnehmerzahl auf acht, zwölf oder 15 Plätze begrenzt. Je nach Angebot fällt ein kleiner Kostenbeitrag zwischen einem und drei Euro an. Karaoke, Kino und der Werwolf Nachmittag werden auf dem veröffentlichten Programm ohne Kostenbeitrag aufgeführt.

Anmeldung direkt in den Jugendhäusern

Für die Freitagsangebote ist eine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen zur Anmeldung erhalten Interessierte nach Angaben des Jugendhauses direkt in den Einrichtungen in Erle und Raesfeld.

Das Programm läuft bis zum 19. März 2027 in Raesfeld beziehungsweise bis zum 12. März 2027 in Erle. Die einzelnen Angebote finden jeweils freitags statt.

Raesfeld

25.09.2026 – Pasta Workshop – 8 Personen – 1 Euro
09.10.2026 – Squishys selber machen – 12 Personen – 3 Euro
13.11.2026 – Karaoke Tag – keine Teilnehmerbegrenzung angegeben – kostenlos
27.11.2026 – Kino Tag – keine Teilnehmerbegrenzung angegeben – kostenlos
08.01.2027 – Neujahrs backen – 8 Personen – 1 Euro
19.01.2027 – Slime selber machen – 12 Personen – 2 Euro
05.02.2027 – Batik + Jutebeutel gestalten – 12 Personen – 2 Euro
19.02.2027 – Müsli und Marmelade selber machen – 8 Personen – 2 Euro
05.03.2027 – Werwolf Nachmittag – keine Teilnehmerbegrenzung angegeben – kostenlos
19.03.2027 – Seife selber machen – 12 Personen – 2 Euro

Erle

18.09.2026 – Pasta Workshop – 8 Personen – 1 Euro
02.10.2026 – Squishys selber machen – 12 Personen – 3 Euro
16.10.2026 – Herbst basteln – 15 Personen – 1 Euro
06.11.2026 – Karaoke Tag – keine Teilnehmerbegrenzung angegeben – kostenlos
20.11.2026 – Kino Tag – keine Teilnehmerbegrenzung angegeben – kostenlos
04.12.2026 – Nikolaus backen – 8 Personen – 1 Euro
18.12.2026 – Weihnachts Deko – 15 Personen – 1 Euro
15.01.2027 – Slime selber machen – 12 Personen – 2 Euro
29.01.2027 – Batik + Jutebeutel gestalten – 12 Personen – 2 Euro
12.02.2027 – Müsli und Marmelade selber machen – 8 Personen – 2 Euro
26.02.2027 – Werwolf Nachmittag – keine Teilnehmerbegrenzung angegeben – kostenlos
12.03.2027 – Seife selber machen – 12 Personen – 2 Euro

Kontakt

Jugendhaus Raesfeld
Tel.: 02865 6400 oder 01578 8072047
jugendhaus.raesfeld (at) raesfeld.de

Jugendhaus Erle
Tel.: 02865 4399773

Augenklinik Ahaus: Forschung beim ESCRS ausgezeichnet

Die Augenklinik Ahaus hat beim ESCRS-Kongress in London internationale Anerkennung erhalten. Ein KI-gestütztes System zur Kunstlinsenberechnung wurde dort als „Best Presented Poster“ ausgezeichnet.

Die Klinik war nach eigenen Angaben mit vier wissenschaftlichen Beiträgen beim Kongress der European Society of Cataract and Refractive Surgeons vertreten. Der ESCRS zählt zu den wichtigen internationalen Fachkongressen für Katarakt- und refraktive Chirurgie.

Auszeichnung für KI-gestützte Linsenberechnung

Den Preis erhielt Labib Alshaweesh, Leiter der Abteilung Wissenschaft und Forschung der Augenklinik Ahaus. Vorgestellt wurde ein KI-gestütztes System zur Berechnung von Kunstlinsen bei Kataraktoperationen.

Der sogenannte IOL-Agent analysiert biometrische Merkmale des Auges und soll dabei helfen, für jeden Patienten die passende Berechnungsformel auszuwählen. Damit geht es um die Frage, welche Kunstlinse nach einer Operation möglichst genau zum gewünschten Sehergebnis passt.

  • Untersuchung: 146 Augen wurden ausgewertet.
  • Ergebnis: Die KI-gestützte Auswahl lag in 84,9 Prozent der Fälle innerhalb einer Abweichung von ±0,50 Dioptrien.
  • Einordnung: Nach Angaben der Klinik war die Auswahl damit präziser als die besten einzeln getesteten Berechnungsformeln.

Augenklinik Ahaus war mit vier Beiträgen vertreten

Auch Klinikleiter dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl sowie Priv.-Doz. Dr. med. habil. Dominik Leclaire (FEBO) präsentierten in London aktuelle Forschungsergebnisse aus Ahaus. Im Mittelpunkt standen moderne Kunstlinsen und die Frage, wie unterschiedliche Linsenkonzepte Sehvermögen, Brillenunabhängigkeit und nutzbaren Sehbereich nach einer Kataraktoperation beeinflussen.

Das neue Fachkrankenhaus war im Frühjahr offiziell eröffnet worden. Heimatreport berichtete damals über die Eröffnung der Augenklinik Ahaus mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Labib Alshaweesh, dr. med. Matthias Gerl und Priv.-Doz. Dominik Leclaire vor der ESCRS-Wand in London
v. l. n. r.: Labib Alshaweesh, dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl und Priv.-Doz. Dr. med. habil. Dominik Leclaire (FEBO) beim ESCRS in London. Foto: Augenklinik Ahaus

Forschung soll in die Versorgung einfließen

Für die Augenklinik Ahaus ist die starke Präsenz in London ein Erfolg ihres Forschungsprogramms. Die Klinik will internationale Forschung mit der Versorgung vor Ort verbinden und Diagnostik, Operationsplanung und Behandlung weiterentwickeln.

„Für uns ist entscheidend, dass wissenschaftliche Erkenntnisse nicht nur veröffentlicht werden, sondern direkt in die tägliche Patientenversorgung einfließen“, sagt Klinikleiter Matthias Gerl. „Dass wir mit vier Arbeiten beim ESCRS vertreten waren und zusätzlich eine Auszeichnung erhalten haben, ist eine starke Bestätigung für die Entwicklung unseres Forschungsprogramms.“

Zurück in den Beruf: Workshop für Frauen in Raesfeld

Wer nach einer Familienphase wieder arbeiten oder sich beruflich neu orientieren möchte, steht oft vor vielen Fragen. Ein kostenloser Workshop im Raesfelder Rathaus informiert über Chancen, Stellensuche und Unterstützungsangebote.

Informationen zu Arbeitsmarkt und Stellensuche

Der Workshop „Zurück in den Beruf“ findet am Mittwoch, 23. September 2026, von 9 bis 12 Uhr statt. Er richtet sich an Berufsrückkehrerinnen und weitere interessierte Frauen.

Karin Hartmann, Beauftragte für Chancengleichheit bei der Agentur für Arbeit, informiert über die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt. Außerdem spricht sie über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Stellensuche sowie Möglichkeiten einer beruflichen Neuorientierung.

Die Teilnehmerinnen erfahren zudem, welche Dienstleistungen und Unterstützungsangebote die Agentur für Arbeit bereitstellt.

Anmeldung zum kostenlosen Workshop

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist online unter www.kreis-borken.de/frau-und-beruf erforderlich.

Virtuose Klänge ziehen ins Wasserschloss Raesfeld ein

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Das Wasserschloss Raesfeld wird am 8. November 2026 zum Konzertsaal. Die Kammerphilharmonie Westfalen gastiert dort im Rahmen der Reihe „Virtuoses Westmünsterland“, die Ende September in ihre dritte Saison startet.

Werke von Bach, Vivaldi und Händel

Gemeinsam mit dem Solisten Martin Panteleev präsentiert die Kammerphilharmonie Westfalen in Raesfeld Barockmusik von Johann Sebastian Bach, Antonio Vivaldi, Giuseppe Torelli und Georg Friedrich Händel.

Der Kreis Borken und die Musiklandschaft Westfalen veranstalten die Konzertreihe zum dritten Mal. Von September 2026 bis April 2027 stehen sieben Konzerte an sechs Spielorten auf dem Programm. Schlösser, Galerien und historische Gebäude im Westmünsterland dienen dabei als Konzertsäle.

Auftakt auf der Jugendburg Gemen

Die Saison beginnt am 27. September 2026 mit zwei Veranstaltungen auf der Jugendburg Gemen. Um 15 Uhr richtet sich das Kinderkonzert „Die singenden Saurier“ mit Hexe Kleinlaut und ihrer Freundin Crizzy an Kinder ab drei Jahren.

Um 17 Uhr folgt ein Konzert des Leipziger Klaviertrios. Das Ensemble spielt Werke von Ludwig van Beethoven, Felix Mendelssohn Bartholdy, Wolfgang Amadeus Mozart und Thebing.

Konzerte in Gronau, Bocholt und Legden

Am 17. Januar 2027 tritt der Pianist und Komponist Liam Ehm in der Georgs Galerie in Gronau-Epe auf. Sein Klavierabend entsteht nach Angaben der Veranstalter durch Improvisationen immer wieder neu.

Das Programm „Viva Valente!“ erinnert am 21. Februar 2027 auf Schloss Diepenbrock in Bocholt an die Entertainerin Caterina Valente. Auf der Bühne stehen Sabine Kühlich, Jörg Seidel, Chris Hopkins und Jean-Philip Wadle.

Im Dormitorium Asbeck in Legden trifft am 14. März 2027 das Alphorn von Carlo Torlontano auf ein Streichquintett. Den Abschluss der Saison gestaltet die irische Folkband The Stokes am 11. April 2027 im Rock’n’Popmuseum Gronau mit Jigs, Balladen und Shantys.

Karten für die Konzertreihe

Eintrittskarten kosten in der Regel 29 Euro. Tickets für das Kinderkonzert sind für Kinder ab 7,50 Euro und für Erwachsene ab 15 Euro erhältlich.

Karten gibt es auf der Internetseite der Musiklandschaft Westfalen sowie telefonisch unter 02861 7038586.

Hilfe für Betroffene am Welt-Alzheimer-Tag: Demenz ist keine Frage des Alters

Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leben nach Angaben des Kreises Borken mit einer Demenzerkrankung. Zum Welt-Alzheimer-Tag am Montag, 21. September, macht der Kreis auf Hilfen für Betroffene und Angehörige aufmerksam und bietet einen kostenlosen Online-Vortrag an.

„Demenz – (k)eine Frage des Alters“ lautet das Motto des diesjährigen Welt-Alzheimer-Tages. Damit soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass eine Demenzerkrankung auch jüngere Menschen treffen könne. Betroffene benötigten unabhängig vom Alter Unterstützung, Verständnis und Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe, teilt der Kreis Borken mit.

Die häufigste Form der Demenz sei die Alzheimer-Krankheit. Trotz der hohen Zahl der Erkrankungen hätten Betroffene und Angehörige nach Angaben des Kreises noch immer häufig das Gefühl, die Erkrankung verbergen zu müssen.

Autofahren mit Demenz: Online-Vortrag am 22. September

Wie lange kann ein Mensch mit Demenz noch Auto fahren? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein kostenloser Online-Vortrag am Dienstag, 22. September.

Gerade im ländlichen Raum bedeute der Führerschein für viele Menschen Mobilität und Selbstständigkeit. Mit fortschreitender Demenz könne die Fahreignung jedoch eingeschränkt sein oder verloren gehen. Angehörige müssten dann Selbstbestimmung und Verkehrssicherheit gegeneinander abwägen.

Referentin ist Dr. H. Elisabeth Philipp-Metzen von der Landesvertretung der Alzheimer Gesellschaften NRW. Die Alternswissenschaftlerin und Fachbuchautorin erläutert, wie Betroffene und Angehörige mit der Situation umgehen können. Auch die Unterstützung durch Ärzte und Fahrschulen soll Thema sein.

Eine Anmeldung für den Vortrag ist nicht erforderlich. Der Zugang erfolgt über die Internetseite des Kreises Borken zum Pflege-Vortrag.

Meeting-ID: 923 7674 0948
Kenncode: rV9Hb2

Demenz im Alltag als Podcast-Thema

Auch der Pflegepodcast des Kreises Borken greift das Thema auf. In Folge 21 unter dem Titel „Demenz im Alltag – Wie kann das Zusammenleben gelingen?“ geht es um Pflege, Betreuung und Unterstützung im täglichen Leben.

Die Folge ist über gängige Podcast-Plattformen sowie über die Podcast-Seite des Kreises Borken abrufbar.

Persönliche Beratung und weitere Informationen bietet außerdem das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe NRW. Informationen rund um Demenz und Unterstützungsangebote stellt auch die Alzheimer Gesellschaft NRW bereit.

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