Start Blog Seite 4

Generalversammlung Bürgergenossenschaft Erle eG findet Ende Mai statt

0

Die Bürgergenossenschaft Erle eG lädt ihre Mitglieder zur Generalversammlung nach Raesfeld-Erle ein. Die Versammlung findet am Freitag, 29. Mai 2026, im Schützenfestzelt an der Marienthaler Straße statt. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Berichte zum Geschäftsjahr 2025, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Wahlen zum Aufsichtsrat.

Die Generalversammlung der Bürgergenossenschaft Erle eG „Wir in Erle“ beginnt um 18.30 Uhr. Der Einlass startet bereits ab 18 Uhr. Veranstaltungsort ist das Schützenfestzelt an der Marienthaler Straße in Raesfeld-Erle. Wie die Genossenschaft mitteilt, wird kein Freiverzehr angeboten.

Generalversammlung mit Jahresabschluss 2025

Im Mittelpunkt der Versammlung stehen die Berichte des Vorstandes und des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2025. Zudem wird der Jahresabschluss vorgestellt und über die Verwendung des Jahresergebnisses abgestimmt.

Außerdem berichtet der Aufsichtsrat über seine Tätigkeit sowie über die gesetzliche Prüfung gemäß § 53 Genossenschaftsgesetz. Die Mitglieder entscheiden anschließend über die Feststellung des Jahresabschlusses, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie über Wahlen zum Aufsichtsrat.

Unterlagen liegen ab Mitte Mai aus

Der Jahresabschluss, der Lagebericht sowie der Bericht des Aufsichtsrates können laut Einladung ab dem 13. Mai 2026 eingesehen werden. Die Unterlagen liegen in den Geschäftsräumen an der Silvesterstraße 3 in Raesfeld-Erle bei der Volksbank Raesfeld und Erle eG während der Geschäftszeiten aus.

38. Raesfelder Mai-Lauf 2026 bringt Bewegung für alle

Der Raesfelder Mai-Lauf 2026 ist eine Veranstaltung für alle. Ob als Teilnehmer oder Zuschauer, ganz Raesfeld ist eingeladen, dabei zu sein und die Läuferinnen und Läufer zu unterstützen. Am 29. Mai geht der traditionsreiche Lauf in seine 38. Runde und setzt mit neuen Strecken und einem neuen Startpunkt frische Akzente.

Neuer Startpunkt am Sportplatz

Der 38. Raesfelder Mai-Lauf startet erstmals auf dem Sportplatz „Zum Michael“. Dort wird der Startbogen der Volksbank aufgebaut. Start und Ziel aller Läufe liegen damit auf der 400-Meter-Bahn. Das neue Konzept macht den Sportplatz zum zentralen Treffpunkt der Veranstaltung. Wie sich das neue Herzstück bewährt, bleibt spannend.

10 km-Lauf Raesfeld-Volkslauf
Foto: SV Raesfeld/2025

Anpassungen bei den Strecken

Auch die Strecken wurden leicht verändert. Für die 5- und 10-Kilometer-Läufe ist eine Vermessung nach den Richtlinien des Deutschen Leichtathletik-Verbands geplant. Die offizielle Anerkennung sorgt für vergleichbare Ergebnisse und macht den Lauf besonders für ambitionierte Sportler attraktiv.

Breites Programm für alle Altersgruppen

Das Programm richtet sich wie gewohnt an alle Alters- und Leistungsgruppen. Um 16:00 Uhr starten die Bambiniläufe über 400 Meter. Kinder ab Jahrgang 2023 sammeln hier erste Wettkampferfahrungen.

Bambini-Lauf Volkslauf Raesfeld 2026
Bambini-Lauf. Foto: TSV Raesfeld 2025

Um 17:00 Uhr folgen die Schülerläufe über 1000 Meter, um 17:30 Uhr der Lauf über 2,3 Kilometer.

Am Abend beginnen die Hauptläufe. Der 10-Kilometer-Lauf startet um 18:00 Uhr, der 5-Kilometer-Walking-Lauf um 18:05 Uhr. Den Abschluss bildet um 19:30 Uhr der 5-Kilometer-Lauf, der auch als Firmen-, Familien- und Teamlauf ausgetragen wird.

5-km Walking - Volkslauf Raesfeld
5-km Walking – Mai-Raesfeld. Foto: TSV Raesfeld 2025

Pokale und Prämien für Teilnehmer

Auch in diesem Jahr gibt es wieder Wanderpokale für Kindergärten und Schulklassen. Der Martin-Kindergarten konnte den Pokal bereits zweimal gewinnen. Die Klasse 3b der Sebastiangrundschule hat ebenfalls die Chance, den Pokal dauerhaft zu behalten.

Zusätzlich werden im Rahmen des Lippe-Issel-Cups die drei teilnehmerstärksten Gruppen oder Vereine prämiert. Die Preisgelder liegen bei 150, 100 und 50 Euro.

Anmeldung und weitere Informationen

Die Organisatoren des TSV Raesfeld hoffen auf viele Teilnehmende und zahlreiche Zuschauer. Ziel ist es, den Mai-Lauf erneut zu einem sportlichen Ereignis für die gesamte Region zu machen.

Weitere Informationen und die Anmeldung sind auf der Internetseite des TSV Raesfeld verfügbar.

Startzeiten

  • 16:00 Uhr: Bambinilauf, 400 Meter, Kinder ab Jahrgang 2023
  • 17:00 Uhr: Schülerlauf, 1000 Meter
  • 17:30 Uhr: Schülerlauf, 2,3 Kilometer
  • 18:00 Uhr: 10-Kilometer-Volksbank-Lauf
  • 18:05 Uhr: 5-Kilometer-Walking-Lauf
  • 19:30 Uhr: 5-Kilometer-Lauf, Firmen-, Familien- und Teamlauf

Nähere Infos und Anmeldungen über die TSV Seite: Mai-Lauf Raesfeld

Rocking Stones International bringt Rock, Tanz und Akrobatik nach Borken

Bei „Rocking Stones VI – International“ treffen Ende Mai im Vennehof Live-Rock, Tanz und Akrobatik aufeinander. Mehr als 250 Mitwirkende aus Borken und europäischen Partnerstädten gestalten ein internationales Bühnenprojekt voller Energie und Kreativität.

Zwölf Ensembles gestalten internationales Bühnenprojekt

Wenn am Samstag, 30. Mai 2026, um 18 Uhr und am Sonntag, 31. Mai 2026, um 11 Uhr die sechste Ausgabe von „Rocking Stones – International“ in der Stadthalle Vennehof beginnt, erwartet das Publikum ein vielseitiges Crossover-Projekt aus Musik, Tanz und Akrobatik.

Insgesamt zwölf Ensembles aus Borken und den europäischen Partnerstädten der Kreisstadt stehen auf der Bühne. Mehr als 250 Mitwirkende präsentieren Choreografien, Live-Musik und artistische Elemente.

Punch’n’Judy sorgen für den Rocksound

Den musikalischen Mittelpunkt bildet erneut die Borkener Rockband Punch’n’Judy. Die Band gehört seit den Anfängen zum festen Bestandteil des Formats.

Das Programm reicht von Songs der Toten Hosen, Greta Van Fleet und Rise Against bis hin zu bekannten Titeln wie „99 Luftballons“ und „Zombie“. Ein besonderer Höhepunkt dürfte das selten live gespielte Metallica-Epos „The Unforgiven I–III“ werden. Gemeinsam mit einer Hip-Hop-Crew aus Polen wagt sich die Band zudem an neue musikalische Kombinationen.

Tanzgruppen aus Borken und der Region dabei

Aus Borken und der Region präsentieren mehrere Tanz- und Showgruppen ihre aktuellen Programme. Die Formation „JUST dance“ des SV Westfalia Gemen zeigt Modern- und Contemporary-Performances zu „Thanks for the Memories“ und „Word Up“.

Auch der SV Adler Weseke bringt eine eigens für „Rocking Stones“ entwickelte Akrobatikshow auf die Bühne. Dynamische Bodenakrobatik mit Sprüngen, Überschlägen und Salti verbindet dabei Kraft, Präzision und Eleganz. Die Gruppe wird von Viola Rademacher und Gerrit Strauch geleitet. Die Teilnehmenden kommen aus dem gesamten Stadtgebiet Borken und sind zwischen fünf und 25 Jahren alt.

Die Urban Dance Crew der Musikschule präsentiert moderne Choreografien mit urbanen Tanzstilen und wechselnden Formationen. Ergänzt wird das Programm durch das Ballett- & Tanzstudio Attitude aus Borken mit klassischen und modernen Ballettstücken.

Internationale Gruppen reisen nach Borken an

Auch mehrere Gruppen aus den Partnerstädten Borkens wirken an der Veranstaltung mit. Aus Grabow reist die Cheerleader-Gruppe Flighty Skirts an, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert.

Aus Říčany in Tschechien kommen die Musik- und Kunstschule ZUŠ Říčany mit Contemporary Dance und Ballett sowie die Band Masters of the Basement.

Die Hip-Hop-Formation Metamorfoza Junior aus dem polnischen Bolków verbindet Hip-Hop und Modern Jazz mit energiegeladenen Choreografien.

Aus Whitstable in Großbritannien reist die Gruppe BerZerk Dance mit zwölf Tänzerinnen an. Die Formation präsentiert internationale Tanzvielfalt zu Musik von Linkin Park und den Simple Minds.

Für artistische Momente sorgt außerdem die Akrobatikgruppe „Gracia“ aus Podilsk in der Ukraine. Die jungen Künstlerinnen und Künstler der Gracia School of Dance and Circus Arts bringen eigens einstudierte Choreografien und akrobatische Elemente auf die Bühne.

Veranstalter setzt auf Begegnung und Vielfalt

„Gerade diese Mischung macht Rocking Stones besonders“, sagt Oliver Jüngt, Leiter des Fachbereichs „RockPopJazz-Fabrik“ der Musikschule Borken und Initiator der Veranstaltung. „Lokale Gruppen treffen auf internationale Gäste, Rockmusik begegnet Tanz und aus dieser Vielfalt entsteht ein Abend voller Energie und Begegnung.“

„Rocking Stones VI – International“ findet am Samstag, 30. Mai 2026, um 18 Uhr mit Einlass ab 17.30 Uhr sowie am Sonntag, 31. Mai 2026, um 11 Uhr mit Einlass ab 10.30 Uhr in der Stadthalle Vennehof statt.

Tickets sind online unter borken.de/tickets sowie in der Tourist-Information erhältlich.

Vorparade in Erle: Runkeln, Staub und falsche Eichhörnchen

Die Vorparade des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Erle verlief am Vatertag wetterbedingt anders als gewohnt. Statt unter den Kastanien trafen sich die Schützen zunächst auf dem Schulhof der Silvesterschule und wechselten anschließend vor das Feuerwehrgerätehaus in Erle.

Schützen bei der Vorparade des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Erle vor dem Feuerwehrgerätehaus in Erle.
Foto: Petra Bosse

Dort standen neben dem amtierenden Königspaar Andreas Witte und Elke Mohr auch der Thron mit Bernd Steverding und Petra Schleking sowie Peter Stöbel und Tanja Meier im Mittelpunkt. Für viele Lacher sorgten bei der Begrüßung zudem einige humorvolle „Vergehen“ einzelner Schützenbrüder, die Oberst Ludger Schleking traditionell öffentlich kommentierte.

Oberst Ludger Schleking-Vorparade Erle 2026
Foto: Petra Bosse

Die Stimmung blieb trotz des wechselhaften Wetters durchgehend gelöst. Spätestens als die Burgmusikanten „Auf der Vogelwiese“ spielten, zeigte sich die Vorfreude auf das bevorstehende Schützenfest deutlich.

Vorparade des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Erle vor dem Feuerwehrgerätehaus mit Schützen, Thron und Königspaar.
Ein Schnäpschen von der amtierenden Königin Elke Mohr. Foto: Petra Bosse

Staubige Jacken nach Schleifarbeiten

Zu den ersten Kandidaten gehörte Lucky. Er hatte die Bänke im Vorfeld abgeschliffen und neu hergerichtet, allerdings offenbar vergessen, diese anschließend abzustauben. Das Ergebnis zeigte sich später auf den Uniformjacken vieler Schützen, auf denen sich der feine Schleifstaub abgesetzt hatte. Die Aktion sorgte bei der Vorparade für zahlreiche Lacher.

Hütchen für die reuigen Sünder bei der Vorparade in Erle
Hütchen für die reuigen Sünder bei der Vorparade in Erle. Foto: Petra Bosse

Fahnenkasten musste geöffnet werden

Auch der Fahnenkasten wurde zum Thema. Seit rund 45 Jahren seien die Vereinsfahnen bei Arno Brömmel untergebracht gewesen. Nach Angaben der Schützen habe dort über Jahrzehnte alles problemlos funktioniert. Im vergangenen Jahr sei der Schlüssel jedoch plötzlich verschwunden gewesen.

Da sich der Kasten nicht mehr öffnen ließ, habe man schließlich mit einem Dietrich improvisieren müssen, um an die Fahnen zu gelangen.

Runkelversorgung bis ins Jahr 4306 gesichert

Für weitere Unterhaltung sorgte Fabian Schwering. Hintergrund war eine frühere Diskussion beim traditionellen Runkelwerfen. Dort habe Fabian angemerkt, dass die Runkeln zu klein geraten seien.

Bestrafungsaktion für Fabian Schwering-Vorparade Erle
Fabian Schwering durfte rechnen. Foto: Petra Bosse

Daraufhin entwickelte sich während der Vorparade eine ausführliche Rechenaktion rund um Saatgut, Ernte und zukünftige Runkelgrößen. Hintergrund sei gewesen, dass die Erler künftig ihre eigenen Runkeln anpflanzen möchten. Dafür habe man bereits entsprechendes Saatgut gekauft. Gemeinsam wurde anschließend hochgerechnet, wie viele Samen ausgesät werden müssten. Das augenzwinkernde Ergebnis: Die Runkelversorgung in Erle sei rechnerisch bis ins Jahr 4306 gesichert.

Erles Königspaar Elke Mohr und Andreas Witte
Erles Königspaar Elke Mohr und Andreas Witte. Foto: Petra Bosse

Eichhörnchen schauen in die falsche Richtung

Auch die neuen Vereinsfahnen sorgten für Gesprächsstoff. Dort fiel auf, dass die Eichhörnchen auf den Fahnen in die falsche Richtung schauten. Sicherheitshalber seien daraufhin weitere Fahnen bestellt worden.

Allerdings seien auch die nachbestellten Fahnen erneut falsch geliefert worden, berichtete Präsident Andreas Pass. Nun verfüge der Verein nach eigener Aussage gleich über vier Fahnen mit Eichhörnchen, die in die falsche Richtung schauen.

Die Raesfelder Burgmusikantn sorgten für die Musik bei der Vorparade
Die Raesfelder Burgmusikantn sorgten für die Musik bei der Vorparade. Foto: Petra Bosse

Im Anschluss wurde in gemütlicher Runde vor dem Feuerwehrgerätehaus bei Kaltgetränken weiter zusammengesessen und sich auf das bevorstehende Schützenfest eingestimmt.

Schützenfest beginnt Ende Mai

Das Erler Schützenfest findet in diesem Jahr von Samstag, 30. Mai, bis Montag, 1. Juni, im Festzelt an der Marienthaler Straße statt. Das traditionelle Vogelschießen ist wie gewohnt am Montag auf der Wiese von Johannes Stegerhoff geplant.

Vatertag: Warum die Zeit mit Kindern so wertvoll ist

0

Kommentar von Daniel Bosse:

Zum Vatertag geht es nicht nur um Ausflüge, Bollerwagen oder ein kühles Getränk unterwegs. Es geht auch um die Zeit mit Kindern, die manchmal anstrengend ist und doch schneller vergeht, als vielen Vätern in diesem Moment bewusst ist.

Manchmal merkt man es erst, wenn der Moment schon vorbei ist.

Wenn das Kinderzimmer abends still bleibt. Wenn niemand mehr ruft, weil noch ein Glas Wasser fehlt. Wenn keine kleinen Füße mehr über den Flur laufen. Wenn keiner mehr auf den Arm will, keiner mehr an die Hand, keiner mehr unbedingt neben Papa sitzen möchte.

Dann denkt man vielleicht zurück an genau die Zeit, die sich mittendrin manchmal so anstrengend angefühlt hat.

Vatertag und die ehrlichen Gedanken im Alltag

An die Nächte, in denen der Schlaf zu kurz war. An die Tage, an denen man sich gefragt hat, wann endlich wieder mehr Ruhe einkehrt. Wann man wieder mehr Zeit für sich hat. Für die Partnerin. Für Freunde. Für das Hobby. Für ein Gespräch, das nicht zwischen Brotdose, Kita, Schule, Fußballtraining und Einschlafbegleitung stattfindet.

Solche Gedanken sind ehrlich. Und wahrscheinlich kennt sie fast jeder Vater.

Vatersein ist nicht nur Bilderbuch. Es ist nicht nur Stolz, Liebe und Sonntagsausflug. Es ist auch Müdigkeit. Verantwortung. Zweifel. Manchmal Überforderung. Dieses Gefühl, überall gebraucht zu werden und trotzdem nicht immer allem gerecht zu werden.

Aber genau darin liegt vielleicht einer der größten Widersprüche des Vaterseins: Was heute Kraft kostet, kann morgen fehlen.

Wenn Kinder größer werden

Die kleine Hand, die sich beim Spaziergang ganz selbstverständlich in die eigene schiebt. Das Kind, das getragen werden will, obwohl der Rücken längst protestiert. Die Frage, ob Papa noch kurz bleibt. Das Einschlafen auf dem Sofa. Das Rufen vom Spielplatz. Der Blick, der sagt: Du bist gerade meine ganze Welt.

Irgendwann verändert sich das.

Kinder werden größer. Erst langsam, dann plötzlich. Aus „Papa, kommst du mit?“ wird irgendwann „Ich mach das schon“. Aus dem Kindersitz wird das eigene Fahrrad. Aus dem gemeinsamen Weg zur Schule wird ein kurzer Abschied an der Tür. Und aus dem kleinen Menschen, der sich fest an einen klammert, wird jemand, der seinen eigenen Weg geht.

So soll es sein. Und trotzdem darf es einen berühren.

Vatertag als Moment zum Innehalten

Der Vatertag ist deshalb vielleicht mehr als ein Tag für Ausflüge, Treffen und ein paar Stunden unterwegs. Er kann auch ein Moment sein, kurz innezuhalten. Für Väter, die gerade mitten in dieser lauten, vollen, manchmal chaotischen Familienzeit stehen. Für Männer, die sich wünschen, eines Tages Vater zu werden. Und für alle, die an diesem Tag an ihren eigenen Vater denken.

Vielleicht an gemeinsame Wege durchs Dorf. An Ausflüge mit dem Fahrrad. An einen Vater, der nicht viele Worte machte, aber da war. An eine Hand auf der Schulter. An einen Rat, den man früher nicht hören wollte und heute besser versteht. An einen Menschen, der fehlt.

Denn auch das gehört zu diesem Tag: Dankbarkeit und Erinnerung. Für das, was war. Für das, was bleibt. Für Sätze, Gesten und kleine Rituale, die einen oft länger begleiten, als man es damals ahnen konnte.

Vielleicht ist Vatertag genau dafür da.

Nicht, um alles perfekt zu finden. Nicht, um Müdigkeit wegzulächeln oder die anstrengenden Seiten des Vaterseins kleinzureden. Sondern um sich bewusst zu machen, dass diese Zeit nicht stehen bleibt.

Dass Kinder groß werden.

Dass Väter älter werden.

Dass manche Gelegenheiten nicht noch einmal kommen.

Und vielleicht reicht manchmal schon dieser eine Gedanke: Heute will jemand meine Hand halten. Heute will jemand getragen werden. Heute will jemand, dass Papa bleibt.

Irgendwann wird man genau daran zurückdenken.

Und vielleicht ist genau das der schönste Grund, diesen Vatertag nicht einfach nur vorbeiziehen zu lassen.

Steffi Neu kommt wieder nach Raesfeld: Lesung über das Landl(i)eben

Die bekannte Radiomoderatorin und Autorin Steffi Neu ist erneut in Raesfeld zu Gast. Im Gemeinschaftshaus Martinus liest sie aus ihrem neuen Buch „Landl(i)eben!“. Dabei erzählt sie mit viel Humor und persönlichen Geschichten vom Leben auf dem Land, zwischen Nachbarschaft, Traditionen und Alltag.

Lesung mit Geschichten vom Leben auf dem Land

Mit ihrem neuen Buch „Landl(i)eben! Warum ich nirgendwo anders leben möchte“ widmet sich Steffi Neu den kleinen und großen Geschichten des Dorflebens. Die Autorin beschreibt das Leben zwischen Kuhweiden, Kirchturm und Nachbarschaftshilfe ehrlich, humorvoll und mit einem liebevollen Blick auf die Menschen im ländlichen Raum.

Dabei geht es unter anderem um Gemeinschaft, Traditionen, Integration und die Herausforderungen des Älterwerdens auf dem Land. Auch die Rolle der Kirche und das Miteinander im Dorf spielen in den Geschichten eine wichtige Rolle.

Steffi Neu verbindet persönliche Erlebnisse mit Geschichten anderer Landbewohnerinnen und Landbewohner. So entsteht ein vielseitiger Blick auf das Leben abseits der Großstadt, mit all seinen schönen, aber auch schwierigen Seiten.

Steffi Neu mit neuem Buch „Landl(i)eben!“ bei Lesung in Raesfeld
Steffi Neu mit neuem Buch „Landl(i)eben!“ bei Lesung in Raesfeld. Foto: Petra Bosse/Archiv

Veranstaltung im Gemeinschaftshaus Martinus

Das Bildungswerk Raesfeld lädt zur Lesung am Dienstag, 26. Mai 2026, von 19.30 bis 21 Uhr ins Gemeinschaftshaus MARTINUS an der Klümperstraße 1 in Raesfeld ein. Der Einlass beginnt um 19 Uhr.

Der Eintritt kostet 24 Euro. Karten sind im Sekretariat des Bildungswerkes Raesfeld unter der Telefonnummer 02865 10073 erhältlich.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Bildungswerkes unter
www.bw-raesfeld.de

Anmeldeschluss ist Donnerstag, 21. Mai 2026.

Große Eröffnung für den Dorfplatz Böckenhoff in Erle

Mit einem großen Dorffest wird am Sonntag, 17. Mai, der neue Dorfplatz Böckenhoff in Erle offiziell eröffnet. Gleichzeitig wird auch das Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle in die Feierlichkeiten einbezogen. Besucher erwartet ein buntes Programm mit Gottesdienst, Musik, Theater und Angeboten für Familien.

Der neue Dorfplatz in Erle trägt künftig den Namen „Dorfplatz Böckenhoff“. Diesen Beschluss fasste der Rat der Gemeinde Raesfeld in seiner jüngsten Sitzung. Damit soll die geschichtliche Bedeutung des Namens Böckenhoff für den Ort hervorgehoben werden.

Neue Mitte für Erle schafft Raum für Begegnung

Mit der Fertigstellung des Dorfgemeinschaftshauses HUB erle ist in den vergangenen Monaten bereits neues Leben in die Dorfmitte eingezogen. Eine offizielle Eröffnung hatte bislang allerdings noch nicht stattgefunden. Deshalb wird das deutschlandweit einzigartige Projekt der Bürgergenossenschaft nun in die Feierlichkeiten rund um den Dorfplatz Böckenhoff eingebunden.

Mai-Party Dorfplatz und HUB Erle 2026
Wenn es dunkelt wird in Erle.. Foto: Petra Bosse/Archiv

Zum Organisationsteam gehört das Team der Bürgergenossenschaft Christian Lipfert, Manfred Gerbersmann, Ulrike Heidermann, Arno Brömmel, Iris Gorski und Martin Tesing. Sie beschäftigen sich seit Wochen mit den Vorbereitungen für das Fest.

Gottesdienst und offizielle Eröffnung

Der Festtag, zu dem Fest die Bürgergenossenschaft eG. „Wir in Erle“ gemeinsam mit der Gemeinde Raesfeld einlädt, beginnt am Sonntag, 17. Mai, um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel. Pastor Dr. Fabian Tilling gestaltet den Auftakt.

Ab 11.30 Uhr folgt die offizielle Eröffnung mit den Raesfelder Burgmusikanten. Geplant ist zunächst eine kurze Begrüßung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden der Bürgergenossenschaft Erle eG, Arno Brömmel. Anschließend übernimmt Bürgermeister Dirk Kuhmann die Begrüßung der Gäste aus Politik, Verwaltung und Bezirksregierung.

Dorfplatz Böckenhoff in Erle
Letzter Feinschliff auf dem „Dorfplatz Böckenhoff“ in Erle: Die Arbeiten laufen auf Hochtouren, damit bis Sonntag alles fertig ist. Inzwischen wurde auch der Bereich am Zaun gepflastert, wo künftig die neuen Fahrradständer ihren Platz finden sollen. Foto: Petra Bosse

Gäste aus Politik und Verwaltung begleiten die Eröffnung

Erwartet werden unter anderem der ehemalige Bürgermeister Martin Tesing, Bundestagsabgeordnete Anne König (CDU), Bundestagsabgeordnete Nadine Heselhaus (SPD), der Landtagsabgeordnete Willi Kort, Dezernent Benedikt Brahm von der Bezirksregierung Münster, der stellvertretende Landrat des Kreises Borken Michael Boland sowie Vertreter der Gemeindeverwaltung und Vorstand und Aufsichtsrat der Bürgergenossenschaft Erle eG.

Brejpottspöllers und EAV sorgen für Unterhaltung

  • Ab 12.30 Uhr tritt die Plattdeutsch AG des Heimatvereins Erle, die Brejpottspöllers, mit der „Voggelhochtied“ auf.
  • Die Erler Allgemeine Verunsicherung, kurz EAV, gestaltet ab 13 Uhr das weitere Programm auf dem Dorfplatz Böckenhoff. Unter dem Motto „Die EAV kehrt in die neue Dorfkneipe HUB ein“ dürfen sich die Besucher auf bekannte Gesichter und so manche Dorfgeschichte freuen „Die EAV ist dabei. Sie besucht die neue Kneipe, bringt alte Bekannte mit und hat auch von dem ein oder anderen im Dorf gehört“, kündigt Ulrike Heidermann mit einem Augenzwinkern an.
  • Ab 14 Uhr sorgt DJ Christian Sanders auf dem Dorfplatz Böckenhoff für Musik und Stimmung.
  • Rund um den neuen Platz präsentieren sich unter anderem die Kornbrennerei Böckenhoff sowie ein Spielmobil des Ortmarketings Raesfeld für Kinder.
  • Um 14.30 Uhr wird zudem eine Führung an der Femeiche im neugestaltem Femeichenpark angeboten.

Neue Mitte für Erle

Mit dem Bau des neuen Dorfgasthofes und dem rund 1.800 Quadratmeter großen Dorfplatz Böckenhoff hat die Erler Ortsmitte neues Leben erhalten. Möglich wurde das durch das Engagement der Genossenschaftsmitglieder sowie durch die Unterstützung der Gemeinde Raesfeld im Rahmen des Dorfentwicklungskonzeptes „Raesfeld 2030“.

Hintergrund zur Familie Böckenhoff

Die Kornbrennerei Böckenhoff blickt auf eine lange Tradition zurück. Die Geschichte des Familienunternehmens reicht bis ins Jahr 1865 zurück und machte den Namen Böckenhoff weit über Erle hinaus bekannt.

Historischer Bezug zur alten Hofstelle Böckenhoff
Historischer Bezug zur alten Hofstelle Böckenhoff. Repro: Petra Bosse

Bereits im Jahr 1832 entschloss sich der Vorfahre Johannes Böckenhoff, das Korn seiner Felder nicht nur zu Mehl und Brot zu verarbeiten. So entstand im Münsterland eine kleine Brennerei, aus der sich das heutige Unternehmen entwickelte.

Zylinderputzen in Raesfeld, Köpfe werden größer, Hüte kleiner

Beim traditionellen Zylinderputzen des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Raesfeld St. Johannis ging es wieder gesellig zu. Neben Politur, Maßband und Schnäpsken stand diesmal vor allem ein Problem im Mittelpunkt: Große Zylinder werden knapp. Besonders Hüte ab Größe 60 sind derzeit gefragt.

König und Präsident Werner Vorholt vom Schützenverein St. Johannis Raesfeld
König und Präsident Werner Vorholt vom Schützenverein St. Johannis Raesfeld muss auch den Kopf hinhalten. Foto: Schützenverein

Zylinderpflege mit Humor und Maßband

Alle Jahre wieder trifft sich der Allgemeine Bürgerschützenverein Raesfeld zum traditionellen „Zylinderputzen“. Gastgeber war erneut Präsident Werner Vorholt, bei dem sich Vorstand und Mitglieder am Wochenende in lockerer Runde auf das kommende Schützenfest einstimmten.

Schützenverein St. Johannis Raesfeld
Glück gehabt: Zylinder passt noch. Foto: Schützenverein St. Johannis

Dabei wurde nicht nur gefachsimpelt und angestoßen, sondern natürlich auch geprüft, ob die Zylinder noch fest sitzen. Oder besser gesagt, ob sie überhaupt noch passen.

Denn beim diesjährigen „Speckdeckel messen“ fiel auf: Die Köpfe der Mitglieder scheinen größer geworden zu sein. Besonders bei den neuen Vorstandsmitgliedern zeigte das Maßband deutliche Ergebnisse. Größen von 60 und 61 seien inzwischen keine Seltenheit mehr.

Zylinderputzen-Schützenverein St. Johannis Raesfeld
Foto: Schützenverein St. Johannis

Große Zylinder dringend gesucht

Genau das bringt den Verein zunehmend in Schwierigkeiten. Passende Zylinder in großen Größen seien nur noch schwer zu bekommen. Deshalb richtet der Bürgerschützenverein nun einen ungewöhnlichen Aufruf an die Bevölkerung.

Wer zuhause noch einen großen Zylinder liegen habe, den er nicht mehr benötige, könne sich gerne beim Verein melden. Gesucht werden vor allem Hüte ab Größe 60.

Mit einem Augenzwinkern hieß es aus Vereinskreisen, man habe offenbar kein Nachwuchsproblem, sondern eher ein „Kopfproblem“.

Traditionelles Zylinderputzen - Schützenverein Raesfeld
Foto: Schützenverein St. Johannis

Geselligkeit gehört einfach dazu

Neben Maßband und Hutpflege kam auch der gesellige Teil nicht zu kurz. Bei gutem Essen und dem einen oder anderen Schnäpsken wurde viel gelacht und über vergangene Schützenfeste gesprochen.

Das traditionelle Zylinderputzen bleibt damit nicht nur ein praktischer Vorbereitungstermin, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des Vereinslebens in Raesfeld.

Allgemeiner Bürgerschützenverein Raesfeld St. Johannis
Foto: Schützenverein St. Johannis

Was tun, wenn ein Kind keine Luft bekommt? Neuer Erste-Hilfe-Kurs in Raesfeld

Ein Baby verschluckt sich. Ein Kind stürzt vom Klettergerüst. Sekunden später zählt jede Entscheidung. In der Erlebnis Sport Welt in Raesfeld lernen Eltern, Großeltern und werdende Familien jetzt, wie sie in solchen Momenten ruhig bleiben und richtig handeln. Der neue Kurs „Erste Hilfe am Kind“ setzt dabei vor allem auf praktische Übungen, moderne Technik und echte Alltagssituationen.

Im Kursraum am Samstag herrscht konzentrierte Ruhe. Auf den Tischen liegen spezielle QCPR-Übungspuppen, daneben iPads. Mit ihnen trainieren die Teilnehmer unter anderem die Herz-Lungen-Wiederbelebung bei Säuglingen und Kindern. Die Technik zeigt sofort an, ob tief genug gedrückt, richtig entlastet und korrekt beatmet wird. So lernen die Teilnehmer nicht nur theoretisch, sondern direkt praktisch, wie Erste Hilfe bei Kindern funktioniert.

Neu in Raesfeld: Erster Hilfe Kurs am Kind
Geschäftsführer György Czeglédy (l.) und Marcel Barten. Foto: Petra Bosse

Geschäftsführer György Czeglédy erklärt: „Wir benutzen nur QCPR-Puppen. Das heißt, die sind mit dem App und mit dem iPad verbunden und da können die Teilnehmer und auch wir als Ausbilder sehen, wie das Druckqualität ist, also ob die Teilnehmer tief genug drücken, hoch genug entlasten das Herz und wie die beatmen.“

Die Teilnehmer schauen immer wieder auf die Anzeigen der Tablets. Grün bedeutet, die Wiederbelebung sitzt. Rot zeigt Verbesserungsbedarf. Fehler dürfen hier passieren. Genau dafür ist der Kurs gedacht.

Neuer Erste-Hilfe-Kurs in Raesfeld setzt auf Praxis
György Czeglédy mit einer QCPR-Puppen. Foto: Petra Bosse

„Ruhe bewahren und nicht festfrieren“

Mit aufgebaut wurde der Kurs von Marcel Barten. Der 36-Jährige arbeitet als pädagogische Leitung und nichtärztliche medizinische Leitung. Seine Ausbildung reicht vom Rettungsassistenten bis zur Lehrkraft für Erste Hilfe.

„Ich unterrichte das mit György zusammen“, erzählt er. „Wir beide haben das zusammen aufgezogen, weil wir beide gemerkt haben, wir wollen nicht mehr für andere arbeiten, uns die Kurskonzepte von den anderen Firmen nicht mehr gefallen haben.“

Erste Hilfe am Kind: Neuer Kurs in Raesfeld zeigt Eltern den Ernstfall
Foto: Petra Bosse

Besonders wichtig sei den Ausbildern ein praxisnaher Ansatz. „Das Wichtigste beim Kindernotfall ist vor allem Ruhe bewahren, Ruhe bewahren und noch mehr Ruhe bewahren“, sagt Barten. Viele Situationen wirkten dramatischer, als sie tatsächlich seien.

„Die Situation kindgerecht erklären und das Kind nicht überladen, aber auch selber zu handeln und nicht festzufrieren. Das ist das Wichtigste in dem Ganzen.“

Erste Hilfe am Kind: Warum Eltern in Raesfeld jetzt praktisch üben können
Foto: Petra Bosse

Übungen statt nur Theorie

Im Kurs werden typische Notfälle durchgespielt. Eltern lernen, wie sie einen Notruf absetzen, wie eine Herz-Lungen-Wiederbelebung funktioniert oder wie sie bei Erstickungsanfällen reagieren.

Barten nennt ein Beispiel: „Ein Fieberkrampf gestaltet sich meistens vom Aussehen her viel, viel drastischer, als er ist.“ Gerade deshalb setze der Kurs bewusst auf praktische Übungen statt auf reine Onlineangebote. „Die können bei uns in Ruhe üben, die können mit Trainingsgeräten adäquat simulieren auch. Und das ist unser Hauptkonzept Handlungssicherheit durch praktisch.“

Notfall beim Kind? Neuer Erste-Hilfe-Kurs in Raesfeld setzt auf Praxis
Foto: Petra Bosse

Maximal 15 Teilnehmer sollen an einem Kurs teilnehmen. An diesem Abend sind es zehn. Für die Verantwortlichen die ideale Größe.

„Wir wollten keine 20 Leute haben wie in einem normalen BG-Kurs“, erklärt Barten. „Damit das Lernerlebnis für die Teilnehmenden optimal gestaltet und damit wir auch individuell auf die Teilnehmenden eingehen können.“

Feuerwehrkameraden unterstützen das Projekt

Unter den Teilnehmern sitzt auch Janik Titel. Er kennt die Initiatoren bereits aus der Freiwilligen Feuerwehr Raesfeld. „Man merkt einfach, dass er das hier mit Herzblut macht, dass er das in der Feuerwehr mit Herzblut macht und einfach, dass er super gerne das alles macht, um den Menschen zu helfen“, sagt Titel.

Auch er selbst engagiert sich bei der Feuerwehr und fährt Einsätze mit. Der Kurs passe deshalb gut zu dem Gedanken, Menschen im Notfall helfen zu können.

Erste Hilfe am Kind in Raesfeld: So lernen Eltern lebensrettende Handgriffe
Foto: Petra Bosse

Eltern und Großeltern wollen vorbereitet sein

Viele Teilnehmer kommen mit ganz persönlichen Gründen nach Raesfeld. Tim erwartet gemeinsam mit seiner Frau das erste Kind. „Ich finde das hier sehr umfangreich, informativ und bin bis jetzt sehr zufrieden hier“, sagt er.

Seine Frau Nadine beschäftigt vor allem eine Frage: Was tun, wenn ein Baby keine Luft mehr bekommt? „Wie man das Baby nachher hält“, sagt sie, sei für sie besonders wichtig.

Auch Marlies aus Erle sitzt aufmerksam im Kursraum. Ihre Tochter hat vor vier Monaten ein Baby bekommen. „Ich finde es einfach wichtig als Oma, dass die Eltern wissen in gefährden Situationen, wenn dem Baby was passiert, was man da macht“, erzählt sie. „Und auch als Oma, wenn ich da zufällig in der Nähe bin, dass ich da vielleicht auch mal was helfen könnte.“

Erste Hilfe am Kind: Neuer Kurs in Raesfeld zeigt Eltern den Ernstfall
Foto: Petra Bosse

Wenn der Spielplatz plötzlich zum Notfall wird

Eine Teilnehmerin berichtet von einem Erlebnis am Pröbstingsee. Dort sei ein Kind von einem Turm gestürzt.

„Dann denkst du dir, ach du meine Güte, was machst du in dieser Situation?“, erzählt sie. Genau deshalb wolle sie lernen, in solchen Momenten ruhig zu bleiben.

Im Kursraum wird derweil weiter geübt. Hände drücken auf kleine Brustkörbe. Die iPads zeigen den Rhythmus an. Draußen wird es langsam dunkel, drinnen wächst bei vielen Teilnehmern vor allem eines: das Gefühl, im Ernstfall nicht hilflos zu sein.

Weiter Informationen zu Kurzen, Termine, Preise gibt es auf der Hompage:

Golfyankeemike

Bildstock St. Martin restauriert: Maiandacht im Roringshook geplant

0

Der Bildstock St. Martin am Hof Roring im Roringshook ist erneut restauriert worden. Das denkmalgeschützte Bauwerk wurde im April 2026 instand gesetzt, nachdem Witterungseinflüsse Schäden verursacht hatten. Die Kolpingsfamilien Raesfeld und Erle laden aus diesem Anlass zu einer gemeinsamen Maiandacht am 27. Mai ein.

Segensstation erinnert an Geschichte der Kolpingfamilie

Der Bildstock St. Martin wurde im September 1935 eingeweiht. Anlass war damals das 25-jährige Bestehen der Kolpingfamilie Raesfeld. Der Bildstock ist 3,5 Meter hoch und insgesamt fünf Meter breit. Errichtet wurde die Anlage aus Bruchsteinen und Klinker.

Werner Heisterklaus bei der Arbeit.
Werner Heisterklaus bei der Arbeit. Foto: Kolping

Das Relief aus Muschelkalk mit der Darstellung des Heiligen Martin, der seinen Mantel teilt, fertigte der gebürtige Raesfelder Bildhauer Josef Meinert in München an. Der damalige Hofeigentümer Roring stellte die Fläche für den Bau zur Verfügung und spendete Bruchsteine aus dem Keller seines Hauses, das zuvor bei einem Brand zerstört worden war. Die Planung übernahm Architekt Ostendorf, der auch die Bauaufsicht leitete.

Klemens Osterholt bei der Arbeit an der Segensstation in Raesfeld
Klemens Osterholt bei der Arbeit an der Segensstation in Raesfeld. Foto: Kolping

Verfall durch Flurbereinigung

In den 1960er Jahren wurde die Station infolge der Flurbereinigung von einer öffentlichen Zufahrt abgeschnitten. Heute liegt das Denkmal direkt an der Umgehungsstraße B 70. Die Umgebung verfiel zunehmend und auch das Bauwerk wurde stark beschädigt.

Zum 75-jährigen Vereinsjubiläum der Kolpingfamilie Raesfeld erfolgte 1992 eine umfangreiche Restaurierung. Gleichzeitig wurde die Station als „zeitgeschichtliches Denkmal“ unter Denkmalschutz gestellt.

Foto: Kolping

Erweiterung im Jahr 2001

Im Mai 2001 wurde die ehemalige Fronleichnamsstation nach einer Neugestaltung erneut eingesegnet. Seitdem befinden sich auf der Rückseite zum Hof Roring ein Bildrelief „Maria Himmelskönigin“ sowie ein Kreuz. Beide Arbeiten stammen vom Raesfelder Bildhauer Ferdi Löchteken.

Schäden im Frühjahr 2026 beseitigt

Auch in den vergangenen Jahren setzte die Witterung dem Denkmal weiter zu. Deshalb mussten im April 2026 erneut Schäden behoben werden. Nach Vorgaben der Denkmalbehörde wurden beschädigte und gerissene Fliesen ersetzt sowie Fugen erneuert.

Die Arbeiten führten Klemens Osterholt aus Weseke, Restaurator im Maurerhandwerk, und Werner Nagel von der Kolpingfamilie Raesfeld aus. Werner Heisterklaus entfernte zudem den Bewuchs zwischen den Bruchsteinen und strich die Hinweistafel an der Heidener Straße Ecke Roringshook neu.

Klemens Osterholt und Werner Nagel.
Klemens Osterholt und Werner Nagel. Foto: Kolping

Maiandacht am 27. Mai

Nach Abschluss der Arbeiten lädt die Kolpingfamilie Raesfeld gemeinsam mit der Kolpingfamilie Erle zur Maiandacht an die restaurierte Segensstation ein. Die Andacht beginnt am Mittwoch, 27. Mai 2026, um 18 Uhr im Roringshook.

Teilnehmer aus Erle, die mit dem Fahrrad anreisen möchten, treffen sich bereits um 17.15 Uhr zur gemeinsamen Abfahrt am neuen Dorfplatz.

Jerry Leger live – Konzert in der Schmiede im Schloss Raesfeld

Ein ungewöhnlicher Konzertabend erwartet Musikfans in Raesfeld. Der kanadische Singer-Songwriter Jerry Leger gastiert am 22. Mai in der Schmiede des Schlosses. Der Eintritt ist frei, die Atmosphäre verspricht Nähe und Authentizität.

Konzert in besonderer Kulisse

Am 22. Mai macht der kanadische Musiker Jerry Leger im Rahmen seiner Europa-Tour Station in Raesfeld. Veranstaltungsort ist die Schmiede der Akademie des Handwerks im Schloss Raesfeld. Die Werkstatt ist sonst nicht öffentlich zugänglich und wird für diesen Abend zum Konzertort.

Die raue und direkte Umgebung der Schmiede schafft eine besondere Nähe zwischen Künstler und Publikum. Sollte der Andrang groß sein, wird zusätzlich die benachbarte Steinmetzwerkstatt geöffnet.

Etablierter Songwriter aus Kanada

Jerry Leger, geboren und aufgewachsen im Osten Torontos, zählt seit Jahren zu den prägenden Stimmen der kanadischen Songwriter-Szene. Mit zahlreichen Veröffentlichungen und internationalen Tourneen hat er sich auch über Kanada hinaus einen Namen gemacht.

In Raesfeld tritt er gemeinsam mit seinem Schlagzeuger Kyle Sullivan auf. Geplant ist ein rund 90-minütiges Live-Set.

Werkstattkonzert als neues Konzept

Das Konzert ist Teil eines neuen Ansatzes der Akademie des Handwerks. Ziel ist es, die Werkstätten gezielt für ein jüngeres Publikum zu öffnen und als Orte der Begegnung erlebbar zu machen.

Die besondere Atmosphäre der Schmiede verleiht dem Konzert dabei einen eigenen Charakter, der sich deutlich von klassischen Veranstaltungsorten unterscheidet.

Eintritt frei, Spenden erwünscht

Der Eintritt ist frei. Stattdessen freuen sich die Künstler über eine freiwillige Spende in Form einer Hutspende. Getränke dürfen von den Besucherinnen und Besuchern selbst mitgebracht werden.

Da die Schmiede auch im Sommer eher kühl bleibt, wird warme Kleidung empfohlen. Das Konzert findet ohne Bestuhlung als Stehkonzert statt. Sollte der Andrang groß sein, wird zusätzlich die benachbarte Steinmetzwerkstatt geöffnet.

Termin und Details

  • Termin: 22. Mai 2026
  • Ort: Schmiede, Akademie des Handwerks, Schloss Raesfeld
  • Einlass: 19:00 Uhr
  • Beginn: 19:30 Uhr
  • Eintritt: frei, Spenden willkommen

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google uebermittelt.

Knotenpunkt 64 führt jetzt direkt zum Wasserschloss Raesfeld

Wer künftig den Knotenpunkt 64 im NRW-Knotenpunktsystem ansteuert, wird nicht mehr in die Raesfelder Ortsmitte geführt, sondern direkt zum Wasserschloss Raesfeld. Der Knotenpunkt wurde in dieser Woche vom bisherigen Standort nahe des Rewe-Marktes an das Schloss verlegt. Gleichzeitig wurde auch der Verlauf des Radwegenetzes leicht angepasst und neu ausgeschildert.

Die Gemeinde Raesfeld setzt seit vielen Jahren auf das Knotenpunktsystem für Radfahrende. Mit der Verlegung liegt nun ein Knotenpunkt weiterhin zentral im Ortskern, der Knotenpunkt 63, während der zweite wichtige Punkt direkt am Schloss angesiedelt ist. Gemeinsam mit dem Kreis Borken wurde die Umsetzung in dieser Woche abgeschlossen.

Schloss als zentraler Anlaufpunkt für Radfahrende

Nach Angaben der Tourist-Info Raesfeld soll die neue Position des Knotenpunkts den touristischen Standort weiter stärken.

„Viele Touristinnen und Touristen planen ihre Fahrradtouren über das Knotenpunktsystem. Daher ist es touristisch attraktiv und sinnvoll, einen Knotenpunkt auch an unserem Schloss zu platzieren“, erklärt Ina Hufe von der Tourist-Info Raesfeld im Naturparkhaus.

Weiter führt sie aus: „Nahezu täglich haben wir Gäste in der Tourist-Info, die nach Radtouren fragen und sich über unsere neuen Radkarten anhand des Knotenpunkt Systems freuen. Wir erhalten viel positives Feedback zu dem System und den Karten.“

Knotenpunkt 64  für Radroutenplaner im Münsterland Wasserschloss Raesfeld
Der Knotenpunkt 64 für Radroutenplaner im Münsterland liegt nun am Wasserschloss Raesfeld

Radwegenetz neu ausgeschildert

Durch die Verlegung des Knotenpunkts wurde auch der Verlauf einzelner Strecken im Radwegenetz leicht angepasst. Die neuen Verbindungen sind inzwischen ausgeschildert worden. Für Radfahrende soll die Orientierung dadurch einfacher und gleichzeitig touristisch attraktiver werden.

Was bedeutet das Knotenpunktsystem für Radfahrer und Touristen?

Das Knotenpunktsystem in NRW ist ein Orientierungssystem für den Radverkehr. Dabei sind zahlreiche Punkte im Radwegenetz mit Nummern versehen und über ausgeschilderte Strecken miteinander verbunden. Radfahrende können ihre Touren individuell planen, indem sie einfach die gewünschten Knotenpunktnummern notieren und anschließend der Beschilderung folgen.

Gerade für Touristen bietet das System Vorteile. Auch ohne Ortskenntnisse lassen sich Tagestouren oder längere Strecken unkompliziert fahren. In Regionen wie Raesfeld ermöglicht das System zudem eine gute Verbindung zwischen Sehenswürdigkeiten, Gastronomie und Naturzielen. Mit dem neuen Standort des Knotenpunkts 64 rückt nun auch das Wasserschloss Raesfeld stärker in den Mittelpunkt vieler Radtouren.

STADTRADELN 2026: Raesfeld sammelt mehr als 17.000 Kilometer

Auch in Raesfeld wird beim STADTRADELN 2026 weiter kräftig in die Pedale getreten. Bis Freitag, 8. Mai, kamen in der Gemeinde bereits 17.318 Kilometer zusammen. Kreisweit liegt der Kreis Borken mit mehr als 917.000 erradelten Kilometern aktuell bundesweit auf Platz eins. Die Aktion läuft noch bis Donnerstag, 21. Mai 2026.

Kreis Borken verteidigt Spitzenplatz

Nach der ersten Woche des STADTRADELN 2026 zieht der Kreis Borken eine positive Zwischenbilanz. Mit bislang 917.069 gefahrenen Kilometern liegt der Kreis bundesweit weiterhin deutlich an der Spitze. Insgesamt beteiligen sich aktuell 12.716 Menschen in 1.336 Teams an der Aktion.

Landrat Kai Zwicker, Verkehrsdezernentin Elisabeth Schwenzow und Markus Elfering vom Kreis Borken rufen dazu auf, weiter Kilometer zu sammeln.

„Wir wollen den ersten Platz natürlich halten. Daher radeln Sie unverdrossen mit Elan, ganz egal, ob in der Freizeit, auf dem Weg zur Arbeit oder bei Strecken für Erledigungen, jeder Kilometer zählt“, erklären sie.

Kilometer müssen online eingetragen werden

Sarah Fortmann, die das Projekt beim Kreis Borken koordiniert, weist darauf hin, dass alle gefahrenen Strecken online oder über die kostenlose STADTRADELN-App eingetragen werden müssen. Die Kilometer können noch bis zum 28. Mai 2026 nachgetragen werden, sofern die Teilnahme innerhalb des Aktionszeitraums erfolgt ist.

So viele Kilometer wurden bislang gesammelt

Die bisher erradelten Kilometer in den teilnehmenden Kommunen im Kreis Borken:

  • Bocholt: 236.709 Kilometer
  • Borken: 129.031 Kilometer
  • Ahaus: 101.930 Kilometer
  • Gronau: 74.960 Kilometer
  • Vreden: 68.910 Kilometer
  • Stadtlohn: 56.933 Kilometer
  • Rhede: 44.155 Kilometer
  • Reken: 40.307 Kilometer
  • Gescher: 27.763 Kilometer
  • Heiden: 27.156 Kilometer
  • Velen: 21.935 Kilometer
  • Südlohn: 19.096 Kilometer
  • Raesfeld: 17.318 Kilometer
  • Isselburg: 14.677 Kilometer
  • Schöppingen: 12.746 Kilometer
  • Heek: 11.479 Kilometer
  • Legden: 11.267 Kilometer

Friedhof in Erle: Neue Bänke, frische Pflanzen – Ehrenamtliche packen an

Mit mehreren Arbeitseinsätzen haben engagierte Ehrenamtliche den Friedhof in Erle verschönert. Neue Bänke, gereinigte Kriegsgräber und eine neugestaltete Grabstätte prägen jetzt das Bild. Präsentiert wurden die Arbeiten am Donnerstag bei einem Pressetermin auf dem Friedhof.

Der Friedhof in Erle ist nicht nur ein Ort der Trauer, sondern auch ein Ort der Begegnung. Das zeigt sich auch beim regelmäßig stattfindenden Friedhofscafé, bei dem Mitglieder des Pfarreirats und des Kirchenvorstands mit Besuchern ins Gespräch kommen. Aus diesen Gesprächen heraus entstand schließlich die jetzige Aktion. Immer wieder seien Wünsche und Anregungen zur Gestaltung und Pflege des Friedhofs an die Kirchengemeinde herangetragen worden.

Neue Sitzbank auf dem Friedhof in Erle
Neue Sitzbank am Grab der Pastöre. Foto: Petra Bosse

Manche Besucher hätten sich zusätzliche Sitzmöglichkeiten gewünscht, andere hätten auf Bereiche hingewiesen, die nicht mehr gepflegt wirkten.

„Menschen mit offenen Ohren haben das aufgenommen“, so Pastor Dr. Fabian Tilling. Daraus sei schließlich gemeinsam mit Mitgliedern der Krippengruppe und der Kolpingsfamilie Erle mit Wolfgang Schlüter, Klaus Grömping, Josef Oesing, Thomas Rössmann, Ludger Aßkamp, Ludger Uhlenbrock und Johannes Gülker eine größere Verschönerungsaktion entstanden.

Kriegsgräber und Toranlagen gereinigt

Der erste Arbeitseinsatz galt den Kriegsgräbern. „Die Steine der Kriegsgräber wurden alle sauber geschrubbt“, erklärte Ludger Askamp, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Erle. Da die Kriegsgräber der Gemeinde gehören, sei zuvor die Zustimmung des Bürgermeisters notwendig gewesen. „Das hat er auch sehr gerne getan“, so Askamp.

Zusätzlich wurden die stark vermoosten Säulen an den Eingangstoren gereinigt. Auch die Blumenkübel nahmen sich die Ehrenamtlichen vor.

Grabstätte der verstorbenen Pastöre neu gestaltet

Ein weiteres großes Projekt war die Neugestaltung und Reinigung der Grabstätte mit dem großen Kreuz aus Sandstein der verstorbenen Pastöre.

„Hier haben wir erst alles abgeräumt und dann neu gepflanzt, die Hecke neu gemacht und das Kreuz gereinigt“, berichtete Johannes Gülker von der Krippenbaugruppe.

Ehrenamtlicher Arbeitseinsatz am Friedhof Erle
Foto: Privat

Besonders die Reinigung des großen Kreuzes sei aufwendig gewesen. „Da sind wir ein paar Mal dran gewesen, denn der Schmutz saß sehr fest“, sagte Gülker. Mit dem Ergebnis zeigte er sich dennoch zufrieden: „Nun ist es eigentlich schon sehr gut geworden.“

Neue Bänke für Besucher des Friedhofs

Auch drei neue Sitzmöglichkeiten, an der Leichenhalle, am Kreuz und im Bereich der Gedenkstätte Sternenkinder, wurden aufgestellt. Zwei neue Bänke stammen aus Spenden der Volksbank Raesfeld und Erle sowie des Bestattungsinstituts Kai Linneweber (Bestattungen Schwane) Eine weitere Bank wurde von einem privaten Spender finanziert, der jedoch anonym bleiben möchte.

Während der Aufbauarbeiten entstand zudem die Idee, die alten Bänke nicht zu entsorgen, sondern aufzuarbeiten.

Die Betonteile wurden dafür zu Josef Oesing gebracht und sollen nun gereinigt werden. Für die beschädigten Holzlatten sucht die Gruppe nun nach Ersatz.

Unterstützung durch Sponsoren und Kirchengemeinde

Die Neubepflanzung der Grabstätte mit dem großen Kreuz wurde überwiegend durch eine Spende in Höhe von 1000 Euro finanziert. Das Geld stammt aus dem Erlös des Froschkönigs in Raesfeld. Den symbolischen Scheck überreichte Dagmar Vogt persönlich vor Ort.

Ganz ausreichend sei die Summe allerdings nicht gewesen, erklärte Pastor Fabian Tilling. Deshalb habe die katholische Kirchengemeinde weitere 300 Euro beigesteuert.

„Wir konnten leider nicht an den Friedhofshaushalt, weil dieser aktuell sehr defizitär und im negativen Bereich ist“, sagte Tilling. Dennoch habe die Kirchengemeinde andere Möglichkeiten gefunden, das Projekt zu unterstützen.

Besonders dankbar zeigte sich Tilling über die breite Unterstützung aus dem Ort. So stellte die Firma Klaus Röckinghausen beispielsweise kostenlos einen Hubsteiger zur Verfügung.

Sponsoren für die Pflege am Friedhof in Erle
v.l.: Pastor Dr. Fabian Tilling, Dagmar Vogt (Froschkönig Raesfeld), Michael Weddeling (Vorst. Voba Raesfeld-Erle) und Kai Linneweber (Bestattungn Schwane) Foto:Petra Bosse

„Der Friedhof war noch nie so schick wie jetzt“

Die Arbeiten zogen sich über mehrere einzelne Einsatztage hinweg. Teilweise unterstützten auch hauptamtliche Mitarbeiter der Kirchengemeinde die Aktion.

„Ich hätte auch gerne mitgeholfen, konnte aber nicht. Dafür kam von mir leider nur moralische Unterstützung“, sagte Tilling mit einem Lachen. Am Ende zeigte sich der Pastor beeindruckt vom Ergebnis: „Der Friedhof war noch nie so schick wie jetzt. Besten Dank, Männer.“

Gleichzeitig machte Tilling deutlich, dass es Grenzen gebe. Nicht jedes Grab dürfe einfach gepflegt oder verändert werden. „Da können wir nicht einfach sagen, wir gehen da jetzt dran und machen das schön“, erklärte er. Schließlich handele es sich um private Grabstätten der jeweiligen Familien.

Gerade die unterschiedlichen Gestaltungen der einzelnen Gräber machten den Friedhof letztlich aus. „Der Friedhof wird auch durch seine Vielfältigkeit der unterschiedlichen Gestaltung der Gräber schön“, sagte Tilling.

Die Grabstätte der Erler pastöre erstrahlt in neuem Glanz
Die Grabstätte der Erler pastöre erstrahlt, danke der Ehrenamtlichen und der Unterstützer, jetzt in neuem Glanz. Foto: Petra Bosse

Freiheit 24 feiert 50 Jahre mit Weinfest, Bierfest und Kneipenquiz

Die Firma Nießing feiert 2026 ihr 50-jähriges Bestehen und lädt aus diesem Anlass zu mehreren Veranstaltungen an der Freiheit 24 in Raesfeld ein. Mit Weinfest, Bierfest und Kneipenquiz wird der Schlossparkplatz im Juni zur Bühne für Musik, Genuss und gesellige Sommerabende. Besucher dürfen sich zudem auf internationale Gäste, Live-Musik und Public Viewing freuen.

Die Firma Nießing, gegründet 1976 von Hubert Nießing, blickt in diesem Jahr auf ihr 50-jähriges Bestehen zurück. Aus diesem Anlass organisiert das Unternehmen eine abwechslungsreiche Jubiläumsreihe auf dem Schlossparkplatz vor der Freiheit 24 in Raesfeld.

„Die Jubiläumsveranstaltung sorgt dafür, dass es bei uns in diesem Jahr bestimmt nicht langweilig wird rund um die Freiheit 24“, sagt Reinhard Nießing mit Blick auf die bevorstehenden Veranstaltungen.

Weinfest eröffnet die Jubiläumsreihe

Den Auftakt bildet das Weinfest vom 12. bis 14. Juni 2026. In stimmungsvollem Ambiente präsentieren verschiedene Winzer ihre Weine und laden zum Probieren und Verweilen ein. Live-Musik und ein vielfältiges kulinarisches Angebot sorgen an allen drei Tagen für besondere Atmosphäre.

Am Sonntag wird zusätzlich das Spiel der deutschen Nationalmannschaft auf großer Leinwand übertragen. Damit sind beste Voraussetzungen für einen geselligen Ausklang des Wochenendes geschaffen.

Bierfest mit Gästen aus den USA

Nur wenige Tage später folgt das Bierfest am 19. und 20. Juni 2026. Besucher dürfen sich auf verschiedene Biere vom Fass, herzhaftes Essen und zünftige Blasmusik freuen.

Am Freitag sorgt unter anderem die „Böhmische Runde“ aus Rhedebrügge für musikalische Unterhaltung. Ein besonderes Highlight erwartet die Gäste am Samstag: Die „Polka Warriors“ aus den USA reisen eigens mit ihren Instrumenten nach Raesfeld an und bringen internationale Festzeltstimmung auf den Schlossparkplatz.

Auch hier wird das Spiel der deutschen Nationalmannschaft live übertragen.

Raesfeld-Kneipenquiz am 25. Juni

Am 25. Juni 2026 steht dann das Raesfeld-Kneipenquiz auf dem Programm. Ab 19 Uhr können Teams ihr Wissen rund um die Heimat unter Beweis stellen und in geselliger Runde gegeneinander antreten.

Das Startgeld beträgt fünf Euro pro Person. Im Anschluss wird auch an diesem Abend das Spiel der deutschen Nationalmannschaft live auf großer Leinwand gezeigt.

Sommerabende unter freiem Himmel

Gefeiert wird draußen, ganz entspannt unter freiem Himmel auf dem Schlossparkplatz vor der Freiheit 24 in Raesfeld. Eine lockere Atmosphäre, viel Platz zum Zusammensitzen und die besondere Kulisse machen alle drei Veranstaltungen zu Sommerabenden, die man gerne gemeinsam verbringt.

Fußball-Weltmeisterschaft

Darüber hinaus dürfen sich Fußballfans auf weitere Public-Viewing-Abende freuen. Alle weiteren Spiele der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft werden ebenfalls auf großer Leinwand übertragen, sofern das Team die Vorrunde übersteht und im Turnierverlauf weiterkommt.

Mit der Jubiläumsreihe möchte Reinhard Nießing nicht nur auf 50 erfolgreiche Jahre zurückblicken, sondern vor allem Danke sagen, an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kunden, Partner und alle Wegbegleiter, die den Betrieb über viele Jahre begleitet und geprägt haben.

Weiterer Termin bereits angekündigt

Auch über den Juni hinaus ist bereits ein weiterer Termin geplant. Im Rahmen von „Raesfeld in Sommerlaune 2026“ wird am 31. Juli das Duo Kruse & Blanke an der Freiheit 24 für Unterhaltung sorgen.

Nahversorger in Rhade: Rat diskutiert mögliche Folgen für Raesfeld

Dürfen die Supermärkte in Rhade größer werden, obwohl dadurch möglicherweise Kunden aus Raesfeld und Erle abwandern? Genau um diese Frage ging es am Montagabend im Raesfelder Rat. Hintergrund ist die geplante Erweiterung der beiden Lebensmittelmärkte im Nahversorgungszentrum Rhade. Die Gemeinde Raesfeld soll dazu nun eine Stellungnahme bei der Stadt Dorsten abgeben.

Die Stadt Dorsten plant, die bestehenden Märkte im Nahversorgungszentrum Rhade deutlich zu vergrößern. Der Aldi-Markt soll von bislang 751 auf 1.100 Quadratmeter erweitert werden. Der Edeka-Markt soll künftig statt 1.349 dann 1.800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. Weil sich solche Veränderungen auch auf Nachbarorte auswirken können, wurde die Gemeinde Raesfeld offiziell beteiligt.

Erwiterung Edeka-Honsel in Rhade
Der Edeka-Markt soll künftig statt 1.349 dann 1.800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. Foto: Petra Bosse

Gutachten sieht Auswirkungen, aber keine Gefahr

Im Auftrag der Stadt Dorsten wurde eine Auswirkungsanalyse erstellt. Darin wurden auch mögliche Folgen für die Nahversorgung in Raesfeld und Erle untersucht.

Das Gutachten geht davon aus, dass die größeren Märkte in Rhade künftig Kaufkraft aus Raesfeld abziehen könnten. Für die Lebensmittelmärkte im Ortszentrum von Raesfeld, also Rewe, K+K und Aldi, werden Umsatzverschiebungen von bis zu 600.000 Euro pro Jahr erwartet. Das entspricht maximal vier Prozent der bisherigen Umsätze.

Für den Ortsteil Erle rechnet die Analyse mit Umsatzverlagerungen von rund 300.000 Euro jährlich beziehungsweise bis zu sechs Prozent. Betroffen wäre dort vor allem der Edeka-Markt.

Nach Einschätzung der Gutachter sind außerdem deutliche Überschneidungen der Einzugsgebiete erkennbar. Dadurch könnte sich der Wettbewerb insbesondere für den Edeka-Markt in Erle verschärfen.

Trotzdem kommt das Gutachten insgesamt zu dem Ergebnis, dass keine städtebaulich negativen Auswirkungen zu erwarten seien. Weder die Entwicklungsmöglichkeiten der bestehenden Märkte noch die wohnortnahe Versorgung in Rhade, Lembeck oder Raesfeld seien demnach gefährdet.

Verwaltung sieht Risiken für Raesfeld

Ganz unkritisch sieht die Raesfelder Verwaltung die Entwicklung dennoch nicht. In der Stellungnahme heißt es, dass auch kleinere Umsatzverluste langfristig Auswirkungen auf bestehende Geschäfte haben könnten. Besonders der Edeka-Markt in Erle könnte nach Einschätzung der Verwaltung unter stärkerem Wettbewerbsdruck stehen.

Bürgermeister Dirk Kuhmann sprach sich deshalb dafür aus, die Interessen der Gemeinde deutlich zu vertreten. „Wir müssen uns zu den Plänen in Rhade im Sinne unserer eigenen Wirtschaftsförderung äußern“, sagte Kuhmann im Rat. Wenn größere Märkte in Rhade Kunden aus Raesfeld abziehen würden, könne die Gemeinde dazu nicht schweigen.

Der Bürgermeister ergänzte: „Wir werden schlecht beraten, wenn wir uns gar nicht dazu äußern werden.“ Wichtig sei es, „dass wir im Sinne der Wirtschaftsförderung unsere Position verteidigen“.

Positiv bewertete Kuhmann dagegen, dass in Rhade kein zusätzlicher Drogeriemarkt geplant sei. „Ich begrüße es, dass da kein Rossmann gebaut wird. Das finde ich wichtig mit Blick auf unseren Einzelhandel“, sagte er.

Diskussion über Gegengutachten

Im Rat wurde auch darüber gesprochen, ob die Gemeinde ein eigenes Gegengutachten in Auftrag geben sollte.

Andreas Erzkamp (SPD) verwies darauf, dass sich die Stadt Dorsten in ähnlichen, beispielsweise Heiden, ebenfalls gegen Erweiterungen von Lebensmittelmärkten ausgesprochen habe. Deshalb müsse auch Raesfeld seine Interessen deutlich vertreten.

Bürgermeister Dirk Kuhmann hielt ein zusätzliches Gutachten allerdings für wenig sinnvoll. „Unseren Erfahrungen heraus, ist das nicht zielführend“, erklärte er.

FDP kritisiert Stellungnahme deutlich

Deutliche Kritik kam dagegen von FDP-Fraktionsvorsitzendem Christoph Stephan. Er sah die Stellungnahme der Verwaltung kritisch. „Das schreit alles nach Planwirtschaft“, sagte Stephan. Schließlich stehe es grundsätzlich jedem Betreiber frei, seinen Markt zu erweitern.

Die Stellungnahme bezeichnete er als „scharfzündigen Papiertiger“. Außerdem fragte Stephan: „Was wollen wir damit erreichen, was sollen wir damit hier? Sollen wir den anderen Geschäften ins Sortiment reinreden wollen?“

Henry Tünte, Fraktionsvorsitzender der Grünen, widersprach dieser Sichtweise. Es sei durchaus üblich, dass Kommunen in solchen Verfahren ihre Interessen vertreten würden. „Wir haben keinen Turbo-Kapitalismus bei uns“, sagte Tünte.

Auch Volker van Wasen von der UWG unterstützte die Beschlussvorlage der Verwaltung.

Stellungnahme bis Mai möglich

Die Gemeinde Raesfeld kann ihre Stellungnahme noch bis zum 22. Mai 2026 bei der Stadt Dorsten einreichen.

Direkten Einfluss auf die Entscheidung hat Raesfeld allerdings nicht. Die endgültige Entscheidung über die Erweiterung der Nahversorger in Rhade trifft die Stadt Dorsten.

Hilfe bei Grauem Star vor Ort für die Ärmsten: Stiftung BESSER SEHEN im Einsatz in Uganda

Die Stiftung BESSER SEHEN führt ihr internationales Engagement fort und bereitet einen weiteren medizinischen Einsatz in Gulu, Uganda, vor. Ein erstes Team ist bereits aufgebrochen, um vor Ort die technischen und infrastrukturellen Grundlagen zu schaffen.

Vorbereitung schafft stabile Grundlagen

Mitarbeitende der Firma Hemker Elektrotechnik aus Wüllen, die die Arbeit der Stiftung bereits seit mehreren Jahren unterstützen, haben sich gemeinsam mit Verwaltungsleiter Matthias Müller von den Augenärzten Gerl & Kollegen auf den Weg gemacht. Vor Ort sollen sie die notwendigen technischen und infrastrukturellen Vorbereitungen treffen.

Im Mittelpunkt dieses ersten Einsatzes steht die technische Weiterentwicklung der von der Stiftung BESSER SEHEN gegründeten Augenklinik in Gulu. Insbesondere die Energieversorgung sowie medizinisch-technische Abläufe werden überprüft und optimiert, um einen reibungslosen Ablauf des nachfolgenden medizinischen Einsatzes sicherzustellen.

Medizinisches Team folgt

Für das siebenköpfige Team der Augenärzte Gerl & Kollegen hieß es am Donnerstag Kofferpacken. In den frühen Morgenstunden des Freitags war der Start Richtung Flughafen Amsterdam und weiter über Ruanda nach Uganda geplant. Die Ankunft in Gulu war für Samstagabend vorgesehen. Unmittelbar danach sollten die Vorbereitungen für die bevorstehenden Augenoperationen beginnen.

Eye Camp mit Operationen und Untersuchungen

Während des Eye Camps stehen operative Kataraktbehandlungen und augenärztliche Untersuchungen im Mittelpunkt. Parallel dazu wird großer Wert auf die enge Zusammenarbeit und den fachlichen Austausch mit lokalen Kolleginnen und Kollegen gelegt. Ziel ist es, vorhandenes Wissen zu teilen, Kompetenzen weiter auszubauen und die nachhaltige Versorgung vor Ort zu stärken.

Langfristige Perspektiven im Fokus

Die Stiftung BESSER SEHEN verfolgt das Ziel, die augenärztliche Versorgung in strukturschwachen Regionen dauerhaft zu verbessern. Neben der unmittelbaren Hilfe für Patientinnen und Patienten steht deshalb insbesondere der Aufbau stabiler Strukturen und die Stärkung lokaler Kompetenzen im Mittelpunkt aller Einsätze.

Über die Stiftung BESSER SEHEN

Die Stiftung BESSER SEHEN engagiert sich weltweit für eine bessere augenärztliche Versorgung. Durch medizinische Einsätze, Ausbildungsinitiativen und infrastrukturelle Unterstützung trägt sie dazu bei, Menschen mit eingeschränktem Zugang zu Augenmedizin nachhaltig zu helfen.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Stiftung und ihren Projekten finden Sie unter: https://stiftung-bessersehen.de

#49 Monatsrückblick: Diskussionen, Engagement und Bewegung im Ort

0

In dieser Folge des Raesfeld Podcasts schauen wir auf den April zurück: Ein Millionenprojekt sorgt weiter für Diskussionen, in Erle sorgt der neue Dorfplatz weiter für Gesprächsstoff, und bei Wettkämpfen, Festen und Aktionen wird deutlich, wie aktiv das Leben in der Gemeinde ist.

Wir starten mit einem der größten Themen des Monats:

Der geplante Ausbau der Kläranlage bleibt weiter offen. Die Investition würde mehrere Millionen Euro kosten. Politik und Verwaltung wollen zunächst genau prüfen, wie notwendig und wirtschaftlich die Maßnahme ist. Eine Entscheidung wurde deshalb vertagt, um mehr Klarheit zu gewinnen.

Hier geht’s zum Artikel: Kläranlage Raesfeld: Ausbau für 5,7 Mio. Euro vertagt

Ein personeller Wechsel steht in der Verwaltung an:

Ab Oktober übernimmt Sabrina Greiwe die Wirtschaftsförderung. Sie soll Unternehmen unterstützen, Netzwerke stärken und neue Impulse für die Entwicklung der Gemeinde setzen.

Hier geht’s zum Artikel: Neue Wirtschaftsförderin für Raesfeld: Startet Greiwe startet

Der neue Dorfplatz in Erle sorgt weiter für Gesprächsstoff:

Zwar spricht sich der Ausschuss für den Namen „Dorfplatz Böckenhoff“ aus, doch entschieden ist noch nichts. Hintergrund ist die historische Bedeutung der früheren Hofstelle – gleichzeitig rechnen viele damit, dass sich im Alltag schlicht der Name „Dorfplatz“ durchsetzt. Die finale Entscheidung steht noch aus.

Hier geht’s zum Artikel: Dorfplatz Erle soll „Dorfplatz Böckenhoff“ heißen

Freies Parken in Erle:

Beim Schützenfest und beim Dorfplatzfest wird der Parkplatz des Edeka-Marktes kostenlos geöffnet. Damit reagiert man auf die angespannte Parksituation bei größeren Veranstaltungen und schafft mehr Komfort für Besucher.

Hier geht’s zum Artikel: Freies Parken EDEKA Erle bei Veranstaltungen

Ein wichtiges Thema über die Gemeinde hinaus:

Im Kreis Borken startet ein neues Schutzkonzept für Frauen. Mit dem Projekt „Luisa ist hier“ entstehen neue Anlaufstellen für Frauen und Mädchen im gesamten Kreisgebiet. Ziel ist es, schnelle und unkomplizierte Hilfe in unangenehmen oder bedrohlichen Situationen zu ermöglichen.

Hier geht’s zum Artikel:  Schutzkonzept Kreis Borken: „Luisa ist hier“ startet

Jetzt zum Sport – mit einem besonderen Ereignis:

Bei der Kinderleichtathletik des TSV Raesfeld traten rund 100 Kinder in einem Team-Wettkampf gegeneinander an. In Disziplinen wie Laufen, Springen und Werfen zählte nicht nur die Einzelleistung, sondern vor allem der Teamgeist.

Der Wettkampf zeigte: Bewegung soll Spaß machen – unterstützt von vielen Helfern und begleitet von Eltern und Zuschauern wurde der Tag zu einem echten Gemeinschaftserlebnis.

Hier geht’s zum Artikel: Kinderleichtathletik TSV Raesfeld begeistert 100 Kinder

Auch musikalisch war im April etwas los:

Am 19. April fand der Tag der offenen Tür mit Schnupperprobe der Fanfaren Raesfeld statt. Besucher konnten Instrumente ausprobieren, erste Töne spielen und die Vereinsarbeit hautnah erleben. Dabei wurde besonders deutlich, wie wichtig Nachwuchsarbeit und Gemeinschaft für den Verein sind.

Hier geht’s zum Artikel: Fanfaren Raesfeld: Schnupperprobe beim Tag der offenen Tür

Ladestation Erle kommt: Erste Ladesäule für den Ortsteil

Die Ladestation Erle kommt. Am Ende der Ratssitzung am Montag (4.5.) teilte Bürgermeister Dirk Kuhmann die gute Nachricht mit. Die erste öffentliche Ladesäule soll auf dem Parkplatz hinter der Volksbank entstehen.

Ladestation Erle geht auf SPD-Antrag zurück

Der Beschluss zur Ladestation Erle geht auf einen Antrag der SPD-Fraktion zurück. Bereits im März hatte die SPD gefordert, die Infrastruktur auszubauen.

In Raesfeld gibt es mehrere öffentliche Lademöglichkeiten. In Erle hingegen gab es bislang keine. Deshalb sollte dieses Ungleichgewicht beendet werden. Ziel sei eine Grundversorgung auch im Ortsteil.

Gespräche führen zur Lösung für Ladestation Erle

Nach Angaben der Verwaltung habe es parallel Gespräche mit den Gemeindewerke gegeben. „Wir haben ziemlich zeitgleich Gespräche mit Emergy geführt, und uns darauf verständigt, dass die Gemeindewerke eine neue Ladesäule errichten.“

Die Ladestation Erle soll erweiterbar sein. So kann die Gemeinde später nachrüsten. Damit bleibt die Lösung flexibel.

Preise und Tarife im Blick

Auch die Kosten waren Thema im Rat. Henry Tünte (Grüne) fragte nach den Preisen.

Daniel Knufmann (Verwaltung) erklärte, dass es große preisliche Unterschiede gebe. Er gehe aktuell von rund 35 Cent pro Kilowattstunde aus.

Lob für schnelle Umsetzung

Die Entscheidung wurde positiv aufgenommen. SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Erzkamp sagte: „Herzlichen Dank für die Turboumsetzung des Antrags.“

Mit der Ladestation Erle entsteht erstmals eine öffentliche Lademöglichkeit im Ortsteil. Ein Termin für die Inbetriebnahme wurde noch nicht genannt.

Raupen am Apfelbaum: „Raupe Nimmersatt“ frisst sich durch Blätter – was tun?

Ärgerlich für viele Gartenbesitzer: Am Apfelbaum tauchen plötzlich zerfressene Blätter auf. Dahinter steckt oft ein kleiner, aber gefräßiger Verursacher. Die gute Nachricht: Wer früh reagiert, bekommt das Problem schnell in den Griff.

Fraßspuren und Gespinste am jungen Baum

Vor allem in den oberen Bereichen zeigen sich die Schäden. Blätter sind angefressen, teilweise eingerollt und mit feinen Fäden überzogen. Genau dort sitzen die Raupen. Sie nutzen diese Gespinste als Schutz und fressen die Blattflächen von innen heraus. Übrig bleiben durchlöcherte oder fast durchsichtig wirkende Blätter.

Solche Fraßspuren treten häufig bei jungen Apfelbäumen auf. Besonders betroffen sind die frischen Triebspitzen, weil die Blätter dort weich und saftig sind.

Fraßspuren durch Raupen am Apfelbaum
Typische Fraßspuren an Blättern. Foto: Petra Bosse

So wirst du die Raupen schnell los

Wenn du den Befall früh erkennst, reichen einfache Maßnahmen:

  • Befallene Triebspitzen abschneiden und im Restmüll entsorgen
  • Gespinste aufreißen und Raupen absammeln
  • Blätter regelmäßig auch auf der Unterseite kontrollieren

Schon diese Schritte reduzieren den Befall deutlich.

Biologische Hilfe bei stärkerem Befall

Bleiben Raupen aktiv oder entstehen neue Gespinste, hilft ein biologisches Mittel. Präparate mit Bacillus thuringiensis wirken gezielt gegen Raupen. Die Anwendung erfolgt am besten abends, wenn die Tiere fressen.

Andere Insekten oder der Baum selbst werden dadurch nicht geschädigt.

Der Baum erholt sich wieder

Trotz der Schäden bleibt der Apfelbaum in der Regel stabil. Gesunde Blätter im unteren Bereich zeigen, dass die Versorgung funktioniert. Nach dem Entfernen der Raupen treibt der Baum wieder neu aus.

Wichtig ist jetzt eine gute Pflege. Regelmäßiges Gießen und ein freier Bereich rund um den Stamm helfen dem jungen Baum, sich zu regenerieren.

Raupenbefall-Blätter am Apfelbaum durch kleine des kleine Frostspanner
Raupenbefall-Blätter am Apfelbaum durch kleine des kleine Frostspanner. Foto: Petra Bosse

Hintergrund: Das ist die Frostspanner-Raupe

Bei dem Verursacher handelt es sich sehr wahrscheinlich um die Raupe des Kleinen Frostspanners. Diese ist hellgrün, leicht durchsichtig und besitzt feine helle Streifen entlang des Körpers. Typisch ist auch ihre Fortbewegung: Sie krümmt den Körper beim Laufen katzenbuckelartig.

Die Raupen schlüpfen im Frühjahr und fressen bevorzugt an Obstbäumen wie Apfel, Kirsche oder Pflaume. Besonders junge Bäume sind anfällig, da ihre Blätter weich und nährstoffreich sind. Der Befall tritt meist nur für einige Wochen auf und klingt danach von selbst wieder ab.

Klick mich