Auch diesen Sommer hat die ehrwürdige Femeiche in Erle gut überstanden. Nun steht der Herbst an, und der Baum trägt wieder Eicheln. Damit die alte Dame weiterhin Besucher aus nah und fern erfreuen kann, hat sie kürzlich neue Stützen bekommen.
Zwölf Stützen geben der Femeiche Halt
Im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Borken hat die Gewers Baumpflege GmbH aus Ahaus vier marode Stützen ersetzt. Zusätzlich kamen zwei weitere im Inneren des Baumes hinzu. Sie sollen den Stamm stabilisieren und die Statik sichern. Damit steht die Femeiche nun auf zwölf Stützen.
Foto: Petra Bosse
Die neuen Stützen bestehen aus natürlichem Eichenholz. Je nach Witterung sollen sie etwa zehn bis 15 Jahre halten.
Auch rund um den Baum haben die Fachleute gearbeitet: Innerhalb des Schutzzauns erneuerten sie das Lavagranulat und füllten es auf. Dieses speichere Wasser, schütze den Boden vor dem Austrocknen und unterstütze die Versorgung des Baumes, heißt es in der Mitteilung zu den Arbeiten.
Die Femeiche in Erle im Herbst 2011. Im selben Jahr wurden vier ihrer Stützen erneuert. Foto: Petra Bosse (Archiv)
Unterstützung hat hier Tradition
Schon vor mehr als 100 Jahren erhielt die Femeiche erste Stützen und Eisenringe. Seitdem erneuern Fachleute das Ständerwerk regelmäßig und passen es an den Baum an.
Nach Angaben des Kreises Borken wurde 1986 ein Großteil der Stützen ersetzt und Lavagranulat rund um die Eiche eingebracht. 2011 wurden vier weitere Stützen ausgetauscht und Totholz am verbliebenen Stamm entfernt. 2014 erhielt eine Stütze ein neues Fundament mit einem Lagerbalken. Die aktuellen Arbeiten setzen diese Pflege fort und sollen der Femeiche auch in den kommenden Jahren Halt geben.
Die Femeiche in Erle um 1890: Damals stand der alte Baum noch ohne Stützen. Foto: Petra Bosse (Archiv)
Wissenswertes zur Femeiche in Erle
Das Alter der Femeiche wird auf 800 bis 1.000 Jahre geschätzt. Sie zählt damit zu den ältesten Bäumen Deutschlands. Laut Mitteilung gelte sie möglicherweise sogar als der älteste Baum Deutschlands. Ihr Stammumfang betrage 12,45 Meter. Damit gelte sie außerdem als dickste Eiche Deutschlands. Trotz ihres hohen Alters befinde sie sich in einem sehr guten Zustand. Im Oktober 2021 wurde die Femeiche zum Nationalerbe-Baum erklärt.
Ans Aufhören denkt die alte Dame offenbar nicht: Für den nächsten Nachwuchs sorgen ihre Eicheln.
Im Raesfeld Podcast blickt Moderatorin Sabrina Czupiol in Folge 54 auf den September 2026 zurück. Funke Medical erhält den Großen Preis des Mittelstandes, der Bauernmarkt in Erle lockt zahlreiche Besucher und die Pläne für die neue Borkener Straße nehmen Gestalt an.
Außerdem geht es um das Stadtfest in Borken, neue Angebote für Kinder und Jugendliche sowie die Baumschutzsatzung. Weitere Nachrichten aus deiner Region findest du im Heimatreport Podcast.
Auszeichnung für Funke Medical
Funke Medical hat den „Großen Preis des Mittelstandes“ erhalten. Die Auszeichnung würdigt neue Ideen und nachhaltiges Handeln des Herstellers von Produkten für Medizin und Pflege. Das Unternehmen setzt beispielsweise auf Materialien, die die Umwelt weniger belasten, recycelbare Matratzen und weniger Verpackung.
Erle feierte den 33. Bauernmarkt. Bei 27 Grad strömten zahlreiche Besucher auf das Gelände. Neben regionalen Produkten gab es unter anderem Ponyreiten, Kinderaktionen, Vorführungen aus der Landwirtschaft und die Möglichkeit, selbst einmal eine Kuh zu melken.
Auch Borken feierte ein Jubiläum: Zum 800-jährigen Bestehen der Stadt gab es vier Tage lang ein großes Stadtfest. Zum Abschluss sorgten rund 180 Musiker gemeinsam für das Finale auf dem Marktplatz.
Neue Angebote gibt es in den Jugendhäusern Raesfeld und Erle. Bis März 2027 stehen freitags verschiedene Aktionen auf dem Programm. Geplant sind unter anderem Backen, Kino, Karaoke und kreative Kurse. Einige Angebote sind kostenlos, andere kosten zwischen einem und drei Euro.
Auch beim Umbau der Borkener Straße geht es weiter. Sie ist der dritte Bauabschnitt der neuen Ortsmitte. Geplant sind unter anderem neue Parkflächen, mehr Grün und eine veränderte Verkehrsführung. Die Ampel am Schulweg soll erhalten bleiben, der geplante Zebrastreifen entfällt.
Und auch die Baumschutzsatzung bleibt ein Thema im Raesfelder Rat. Die CDU hat die geplante Abschaffung zunächst verschoben. Die Entscheidung soll im November fallen. Gleichzeitig beschloss der Rat ein Förderprogramm: Von 2027 bis 2029 stehen jährlich 10.000 Euro für klimaresiliente Bäume auf privaten Grundstücken bereit.
Auch vor einer Kindertagesstätte machen Einbrecher nicht halt: Unbekannte sind in der Nacht zum Dienstag in die Kita St. Nikolaus an der Straße Holten in Erle eingedrungen. Laut Polizei hätten sie mehrere Türen gewaltsam aufgebrochen und die Räume durchsucht, darunter auch das Büro der Kita-Leitung.
Räume und Leitungsbüro durchwühlt
Die Tat ereignete sich zwischen Montag, 28. September, 17.30 Uhr, und Dienstag, 29. September, 7 Uhr. Nach Angaben der Polizei hätten die Täter die Räume hinter den aufgebrochenen Türen durchsucht und das Leitungsbüro durchwühlt.
Ob etwas gestohlen worden sei, habe bei der Anzeigenaufnahme noch nicht festgestanden. Wie die Unbekannten in das Gebäude gelangt seien, werde noch ermittelt.
Polizei sucht Zeugen
Wer im genannten Zeitraum an der Straße Holten verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich beim Kriminalkommissariat in Borken unter 02861 9000 zu melden.
Hausaufgaben begleiten, die Konzentration fördern oder Kinder im Netz unterstützen: Kostenlose Online-Elternabende greifen Fragen aus dem Familien- und Schulalltag auf. Die schulpsychologischen Beratungsstellen im Regierungsbezirk Münster bieten im Schuljahr 2026/27 elf Veranstaltungen für Eltern und Sorgeberechtigte an.
Unterstützung beim Lernen und im Alltag
Das Angebot richtet sich an Eltern schulpflichtiger Kinder im Regierungsbezirk Münster. Dazu gehören auch die Kreise Borken und Recklinghausen. Nach Angaben der Bezirksregierung bündeln die schulpsychologischen Beratungsstellen der fünf Kreise und drei kreisfreien Städte ihre Angebote. Durch das Online-Format könnten Eltern aus dem gesamten Regierungsbezirk teilnehmen.
Die Themen reichen von der Berufswahl über Lernschwierigkeiten bis zum Umgang mit dem ersten Smartphone. Einige Veranstaltungen richten sich an Eltern bestimmter Altersgruppen oder behandeln geschlechtsspezifische Fragen. „Die Veranstaltungen vermitteln Sorgeberechtigten Wissen und zeigen ihnen konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Familien- und Schulalltag auf“, sagt Dr. Petra Kortas-Hartmann, Fachbeauftragte für Schulpsychologie bei der Bezirksregierung Münster.
Die Termine im Schuljahr 2026/27
8. Oktober 2026: Tipps zur Förderung der Widerstandsfähigkeit des Kindes im Alltag
12. Oktober 2026: Schule – und dann?! Mit Jugendlichen über Berufswahl sprechen
5. November 2026: Frustfrei(er) mit dem Grundschulkind zu Hause lernen
16. November 2026: Hausaufgaben gelassen begleiten
23. November 2026: Das erste Smartphone: Wie Eltern ihr Kind im Umgang damit stärken können
14. Januar 2027: Das eigene Kind im Netz begleiten
21. Januar 2027: Lern- und Motivationsschwierigkeiten in der Pubertät
4. März 2027: Konzentration, Arbeitsverhalten und Motivation in der Grundschule fördern
14. April 2027: (Cyber-)Mobbing: Was tun bei Stress in der Schule und im Netz?
13. Mai 2027: Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche
25. Mai 2027: Hochbegabung
Anmeldung und weitere Informationen
Die Teilnahme an den Online-Elternabenden ist kostenlos. Eltern melden sich bei der schulpsychologischen Beratungsstelle an, die den jeweiligen Termin organisiert.
Immer mehr Kinder brauchen vorübergehend oder dauerhaft einen Platz in einer Pflegefamilie. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Menschen, die ein Kind aufnehmen möchten. Die Perspektive Individuelle Erziehungshilfen GmbH in Dorsten sucht deshalb dringend neue Pflegeeltern.
Seit 30 Jahren begleitet der ambulante Jugendhilfeträger Pflegekinder, Pflegeeltern und Herkunftsfamilien. Seit 29 Jahren vermittelt Leiterin Hildegard Overfeld Kinder in professionelle oder besonders geeignete Pflegefamilien.
Der Bedarf wächst. „Wir sind im Moment händeringend auf der Suche nach geeigneten Pflegeeltern und Pflegefamilien“, sagt Overfeld. Damit steht „Perspektive“ nicht allein. Auch Jugendämter und andere Träger suchen dringend Menschen, die einem Kind vorübergehend oder dauerhaft einen neuen Lebensort geben möchten.
Sechs pädagogische Fachberaterinnen arbeiten bei „Perspektive“. Das Team v.l.: Marlies Langenhorst, Isabelle Königshaus, Eva Steuber, Rita Lammermann, Kathrin Schwerhoff, Sandra Vesper und Hildgard Overfeld. Foto: Petra Bosse
53 Kinder leben in betreuten Pflegefamilien
Sechs pädagogische Fachberaterinnen arbeiten bei „Perspektive“. Sie kommen aus der Sozialpädagogik, Pädagogik und Sonderschulpädagogik. Alle verfügen über zusätzliche Qualifikationen und sind als Traumafachberaterinnen ausgebildet. Derzeit begleitet der Träger 53 Kinder in Pflegefamilien. Die Altersspanne reicht von Säuglingen bis zu jungen Erwachsenen. In einzelnen Fällen läuft die Betreuung bis zum 21. Lebensjahr, wenn die jungen Menschen entwicklungsverzögert sind oder weiterhin Unterstützung benötigen.
Die meisten Anfragen betreffen Kinder im Alter zwischen null und drei Jahren. Manchmal beginnt die Arbeit bereits vor der Geburt. Die Fachberaterinnen versuchen dann frühzeitig, mit den leiblichen Eltern ins Gespräch zu kommen. „Unser Ziel ist immer, im Idealfall eine einvernehmliche Lösung mit den leiblichen Eltern zu bekommen und sie mit ins Boot zu holen“, sagt Overfeld. „Je einvernehmlicher so etwas läuft, desto besser ist es für die Kinder.“
Die Anfragen kommen vor allem aus dem Ruhrgebiet und der Region. „Perspektive“ arbeitet unter anderem mit den Jugendämtern in Dorsten sowie in den Kreisen Borken und Wesel zusammen. Wegen des steigenden Bedarfs erreichen den Träger inzwischen auch Anfragen aus Köln, Ibbenbüren oder Bremen.
Teambesprechung. Foto: Petra Bosse
Manchmal muss es sehr schnell gehen
Die Kinder, für die „Perspektive“ angefragt wird, gelten häufig als schwer vermittelbar. Das könne auch einen Säugling betreffen. Schwierige familiäre Verhältnisse, Erkrankungen der Eltern oder eine zunächst unklare Zukunft machten dann eine intensive Begleitung notwendig.
Manche Anfragen lassen kaum Zeit. Wenn nach der Geburt eines Kindes feststeht, dass es nicht mit seiner Mutter nach Hause gehen kann, muss schnell eine Pflegefamilie gefunden werden. Manchmal geht es um eine vorübergehende Unterbringung. In anderen Fällen steht bereits fest, dass das Kind dauerhaft einen neuen Lebensort braucht. Für das Kind müsse dieser Ort verlässlich sein. Die Pflegefamilie solle auch bei auftretenden Schwierigkeiten an seiner Seite bleiben. „Das ist unabdingbar“, betont Overfeld. Deshalb bereitet der Träger alle Bewerber intensiv auf ihre Aufgabe vor.
Neben dauerhaften Pflegefamilien sucht „Perspektive“ ausdrücklich nach Bereitschaftspflegefamilien. Sie nehmen ein Kind für eine begrenzte Zeit auf, während das Jugendamt und die beteiligten Fachkräfte seine weitere Zukunft klären. „Das sind Familien, die sich ganz bewusst dafür entscheiden, ein Kind nur vorübergehend bei sich aufzunehmen und den Übergang zu einer weiteren Dauerpflegefamilie zum späteren Zeitpunkt zu begleiten. Oder ins Herkunftssystem zu begleiten“, erklärt Katrin Schwerhoff.
Geschäftsführerin Hildegard Overfeld: Manchmal muss es schnell gehen und Pflegeltern sollten ein großes Herz haben. Foto: Petra Bosse
Wer Pflegeeltern werden kann
Ob sich eine Einzelperson, ein heterosexuelles oder ein homosexuelles Paar bewirbt, spielt für den Träger keine entscheidende Rolle. Wichtiger seien die persönliche Haltung, die Belastbarkeit und die Bereitschaft, sich auf die Geschichte eines Kindes einzulassen. „Pflegeeltern sollten ein großes Herz haben, bereit und fähig sein, ihr eigenes Handeln zu reflektieren, Lust auf eine pädagogische Herausforderung haben und Lust darauf, sich weiterzubilden und ihre Familie für ein neues System zu öffnen“, sagt Hildegard Overfeld.
Wenn ein Kind einziehe, verändere sich das gesamte Familienleben. Zugleich kämen die Fachberaterinnen und das zuständige Jugendamt als weitere Beteiligte hinzu. Pflegeeltern sollten ihre Erwartungen an das Kind möglichst gering halten und ihm dennoch Akzeptanz, Wertschätzung und Liebe entgegenbringen. Viele Pflegekinder hätten belastende Erfahrungen gemacht. Sie brauchten Zeit, Sicherheit und verlässliche Erwachsene.
Begleitung rund um die Uhr
Mit der Aufnahme eines Kindes beginnt die langfristige Begleitung. Die Fachberaterinnen unterstützen die Familien im Alltag und stehen über eine Rufbereitschaft rund um die Uhr zur Verfügung. Auf Wunsch nehmen sie an Gesprächen in Schulen, bei Therapeuten oder anderen Fachstellen teil.
„Wir erleben uns als Kolleginnen unserer Pflegeeltern, agieren auf Augenhöhe miteinander und haben die Idee, dass wir die Pflegeeltern bestmöglich begleiten“, sagt Overfeld. Die tägliche Verantwortung liege bei den Pflegeeltern. Sie lebten mit den Kindern und bewältigten die Herausforderungen des Alltags. Das Team begleite und unterstütze dort, wo die Familien Hilfe benötigten.
Einmal im Monat finden verpflichtende Elternabende statt. Hinzu kommen regelmäßige Fortbildungen und ein Pflegeelternwochenende. „Unsere Pflegeeltern sind wirklich sehr gut geschult“, sagt Sandra Vesper. „Wir haben regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen für unsere Pflegeeltern, sowohl auf den Elternabenden als auch einmal im Jahr das Fortbildungswochenende.“
Die Pflegeeltern erhielten alle Informationen, über die auch die Fachberaterinnen verfügten. Dadurch kennten sie sich unter anderem mit Bindung, Trauma und weiteren Themen aus, die Pflegekinder betreffen.
Herkunftseltern bleiben Teil der Geschichte
Auch wenn ein Kind nicht bei seinen leiblichen Eltern leben kann, bleiben sie Teil seiner Biografie. „Perspektive“ versteht sich deshalb als Brücke zwischen der Pflegefamilie, dem Jugendamt und dem Herkunftssystem. Besuchskontakte finden grundsätzlich im Beisein einer Fachberaterin und eines Pflegeelternteils statt. Dafür nutzt der Träger auch die Räume im Haus an der Vogelstange.
„Wir gehen grundsätzlich von einer wertschätzenden Haltung gegenüber den Herkunftseltern und dem Herkunftssystem aus“, sagt Overfeld. Das falle nicht in jedem Fall leicht. „Natürlich gibt es Fälle, die so geartet sind, dass auch uns diese wertschätzende Haltung schwerfällt.“ Das Team versuche dennoch, zwischen den Beteiligten zu vermitteln und die Bedürfnisse des Kindes in den Mittelpunkt zu stellen.
Kunsttherapeutin Marlies Langenhorst bei Perspektive Dorsten. Foto: Petra Bosse
Kunsttherapie ohne Leistungsdruck
Zum Angebot gehört auch die Kunsttherapie. Kunsttherapeutin Marlies Langenhorst arbeitet mit Kindern, die ihre Erfahrungen noch nicht oder nicht mehr in Gesprächen ausdrücken können. „Wir haben Kinder, die bereits eine Psychotherapie gemacht haben, aber therapiemüde sind. Andere sind intellektuell noch nicht in der Lage, ihre Probleme aufzuarbeiten, oder gerade noch nicht an diesem Punkt“, erklärt Hildegard Overfeld.
Die Kunsttherapie biete diesen Kindern einen anderen Zugang zu ihren Gefühlen. „Sie können ihre Emotionen ausleben, ohne dass Leistungsdruck entsteht oder Erwartungen an sie gestellt werden.“ Das Haus an der Vogelstange bietet dafür verschiedene Räume und ein großes Außengelände. Dort finden auch Gespräche und begleitete Kontakte mit den Herkunftseltern statt.
In der Kunstwerkstatt der Perspektive Individuelle Erziehungshilfen GmbH können Pflegekinder ihre Gefühle ohne Leistungsdruck kreativ ausdrücken. Foto: Petra Bosse
Zwei offene Informationsveranstaltungen
Mit zwei offenen Informationsveranstaltungen möchte „Perspektive“ Menschen erreichen, die über die Aufnahme eines Pflegekindes nachdenken, bisher aber noch keinen Kontakt zu einem Jugendamt aufgenommen haben.
„Wir haben die Idee, dass es viele Menschen gibt, die sich vielleicht mit dem Thema auseinandersetzen, sich aber nicht trauen, sich direkt an ein Jugendamt zu wenden“, sagt Overfeld. Das Team informiert unverbindlich über die Voraussetzungen, Herausforderungen sowie die Vor- und Nachteile einer Aufnahme. Das Angebot richtet sich auch an Menschen, die bereits eine Absage von einem Jugendamt oder einem anderen Träger erhalten haben.
Eintracht Erle startet einen neuen Workout-Kurs für Männer ab 50 Jahren. Los geht es am Mittwoch, 7. Oktober 2026, um 19 Uhr in der Sporthalle Erle.
Das eigene Körpergewicht als Trainingsgerät
Die Teilnehmer trainieren mit ihrem eigenen Körpergewicht. Kurze, intensive Intervalle und Übungen für die Bauchmuskulatur stehen auf dem Programm. Dazu kommen Dehnübungen und Aufgaben für die Koordination.
Jetzt zum Kurs anmelden
Ferdi Mikus nimmt Anmeldungen entgegen und beantwortet Fragen zum neuen Angebot. Er ist unter 0151 68127763 erreichbar.
Mehr als 100 Kinder kamen zur U10-Landesmeisterschaft im Schach nach Raesfeld. Unter den 20 qualifizierten Vierermannschaften erreichte das Raesfelder Nachwuchsteam nach neun Runden den zwölften Platz.
Drei Siege, drei Unentschieden und drei Niederlagen standen für die Raesfelder zu Buche. Alle vier Spieler trugen mit eigenen Partieerfolgen zum Mannschaftsergebnis bei. Betreuer Manfred Grömping zeigte sich mit dem Abschneiden zufrieden.
Vorne lagen die Nachwuchsteams der SG Porz, des Düsseldorfer SK und der SF Dortmund-Brackel.
Gespielt wurde in der Julia-Koppers-Schule. In den Pausen konnten die Kinder Tischtennis und Kicker spielen oder sich am Outdoor-Schach versuchen. Das Catering und das Bewegungsangebot kamen bei den Teilnehmern gut an.
UPDATE: Nach dem schweren Verkehrsunfall am 29.09.2026 auf der B67 ist der dabei schwer verletzte Pkw-Fahrer aus Münster verstorben. Wie der Polizei mitgeteilt wurde, erlag der 58-jährige Mann am gestrigen Abend seinen Verletzungen. Der Fahrer war mit einem weiteren Pkw frontal zusammengestoßen.
Bei einem Verkehrsunfall auf der B 67 in Borken sind am Dienstagmorgen zwei Autofahrer schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei stießen ihre Wagen gegen 8.10 Uhr in Höhe der Westenborkener Straße frontal zusammen. Ein Rettungshubschrauber brachte einen der Verletzten in eine Unfallklinik.
Ein 58-jähriger Autofahrer aus Münster sei in Richtung Münster gefahren und habe sich einer langsameren Fahrzeugschlange genähert. Kurz davor habe er seinen Wagen nach links in den Gegenverkehr gelenkt, offenbar um einen Auffahrunfall zu vermeiden. Dort sei er mit dem Auto eines 20-Jährigen aus Velen zusammengestoßen. Der 20-Jährige sei auf dem linken der beiden Fahrstreifen in Richtung Bocholt unterwegs gewesen.
Der Rettungsdienst brachte den 58-Jährigen in ein Krankenhaus. Den 20-Jährigen flog ein Rettungshubschrauber in eine Unfallklinik. Ein weiterer Autofahrer (35 Jahre), fuhr nach Polizeiangaben in die Unfallstelle und stieß mit einem der beteiligten Wagen zusammen. Dabei entstand Sachschaden.
Die Polizei sperrte die B 67 während der Unfallaufnahme.
Welche Heizung passt zum eigenen Haus? Die Verbraucherzentrale NRW und der Klimakreis Borken informieren am Montag, 5. Oktober 2026, ab 18 Uhr in einem kostenlosen Online-Vortrag über Wärmepumpen und andere Heiztechniken.
Technik, Kosten und Förderung
Energieberater Volker Butzbach und Energieberaterin Sabine Breil erläutern, wie verschiedene Wärmepumpentypen funktionieren und wo andere Heiztechniken eingesetzt werden können. Zudem sprechen sie über Kosten und Fördermöglichkeiten. Im Anschluss können die Teilnehmenden Fragen stellen.
Funke Medical aus Raesfeld ist mit dem „Großen Preis des Mittelstandes“ ausgezeichnet worden. Nach Angaben des Unternehmens würdigte die Ehrung besonders seine Innovationskraft und Nachhaltigkeitsstrategie.
Die Oskar-Patzelt-Stiftung vergibt den Wirtschaftspreis jährlich. Er zeichnet Unternehmen aus, die wirtschaftlichen Erfolg mit Innovation, nachhaltigem Handeln und gesellschaftlicher Verantwortung verbinden.
Funke Medical entwickelt Medizinprodukte in Raesfeld
Aus einem regionalen Anbieter von Produkten für den Möbeleinzelhandel hat sich Funke Medical zu einem international tätigen Hersteller von Medizinprodukten entwickelt. Heute stellt das Unternehmen Hilfsmittel für die Pflege her. Sie sollen Druckgeschwüre verhindern oder bei der Behandlung helfen.
Zum Sortiment gehören Antidekubitus-Matratzen, Sitzkissen, Positionierungshilfen und weitere Pflegehilfsmittel. Dabei kommen sie in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Reha-Zentren und bei der Pflege zu Hause zum Einsatz.
An seinen Standorten in Raesfeld verbindet Funke Medical Entwicklung, Fertigung und Schulung der Anwender. Dafür nutzt das Unternehmen unter anderem Schaumstoffe und Polyurethan.
Matratzen und Verpackungen im Blick
Mit den Greenline-Matratzen will Funke Medical die Umwelt weniger belasten. Für sie verwendet Funke Medical nach eigenen Angaben Schaumstoffe, bei deren Herstellung weniger CO₂-Emissionen entstehen.
Außerdem verfolgt das Unternehmen ein zirkuläres Matratzenkonzept. Gebrauchte Matratzen aus Alten- und Pflegeeinrichtungen können dabei aufbereitet und zu neuen Produkten verarbeitet werden.
Zudem setzt Funke Medical auf sparsame Verpackungen und weniger Kunststoff. Auch Reste aus der Produktion werden weiterverwertet.
Geschäftsführerin würdigt das Team
„Diese Auszeichnung ist eine Anerkennung der großartigen Leistung unseres gesamten Teams“, erklärt Geschäftsführerin Dr. Ramona König.
„Sie bestätigt unseren Weg, innovative Medizinprodukte mit hoher Qualität, nachhaltigem Handeln und echter Verantwortung für Menschen zu verbinden. Gleichzeitig motiviert sie uns, unsere Entwicklung konsequent fortzusetzen und auch künftig neue Maßstäbe in der Pflege und Rehabilitation zu setzen.“
Weiterbildung und Unterstützung für Fachkräfte
Funke Medical investiert nach eigenen Angaben in die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Außerdem hilft es internationalen Fachkräften beim Sprachenlernen und bietet Wohnmöglichkeiten.
Darüber hinaus bietet die Funke Medical Academy praktische Schulungen in mehreren Sprachen für Fachkräfte im Gesundheitswesen an. Künftig sollen auch pflegende Angehörige das Angebot nutzen können.
Unbekannte sind am Freitag, 25. September, in ein Wohnhaus am Nordesch in Raesfeld eingebrochen. Nach Angaben der Polizei hebelten sie zwischen 12.15 und 13.30 Uhr ein Kellerfenster auf.
Schränke und Schubladen durchsucht
Die Täter hätten sämtliche Etagen des Hauses durchsucht und Schränke sowie Schubladen durchwühlt. Ob sie etwas mitnahmen, sei bei der Anzeigenaufnahme noch unklar gewesen.
Polizei sucht Zeugen
Wer zur Tatzeit im Bereich Nordesch verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat, kann sich bei der Kriminalinspektion 1 in Borken unter 02861 9000 melden.
Gemüsetüten an den Armen, Kinder auf den Ponys und dichtes Gedränge vor den Essensständen: Beim 33. Bauernmarkt Erle herrschte am Sonntag, 27. September 2026, schon vor der Mittagszeit reger Betrieb. Rund 27 Grad und spätsommerlicher Sonnenschein lockten Besucher aus der Region und dem Ruhrgebiet auf das Gelände. Manche hatten sogar eine deutlich weitere Anreise.
Wer über den Bauernmarkt schlenderte, konnte einkaufen, probieren, zuschauen oder einfach eine Pause einlegen. Obst und Gemüse wechselten sich mit Kartoffeln, Pflanzen, handwerklichen Artikeln und verschiedenen Essensangeboten ab. Auf der großen Wiese wurde es zeitweise richtig voll.
Foto: Petra Bosse
Bauernmarkt Erle: Gäste aus dem Ruhrgebiet und von Borken
Ein Blick auf die Kennzeichen zeigte, dass längst nicht nur Erler und Raesfelder unterwegs waren. Essen, Bochum, Dortmund und Bottrop waren auf den Parkflächen vertreten. Selbst eine Besucherin aus Borken mischte sich unter die Marktgäste.
„Hier gibt es so viele schöne landwirtschaftliche Produkte, direkt vom Erzeuger zum Verbraucher. Die Atmosphäre ist schön, es gibt Essen und Trinken und gemütliche Ecken“, sagte sie. Ihrer Beobachtung nach sei der Bauernmarkt an diesem Sonntag voller gewesen als sonst.
Foto: Petra Bosse
Auch Jacky Klütt aus Voerde hatte einige Kilometer zurückgelegt. Sie kam mit Freundinnen und Kindern nach Erle und kannte den Bauernmarkt bereits aus dem vergangenen Jahr. „Ich war letztes Jahr mit meiner Familie schon hier und mein Sohn hatte sehr viel Spaß. Dann habe ich meinen Mädels erzählt, wie toll es hier war. Deshalb sind wir jetzt gemeinsam wieder hergefahren“, erzählte Klütt.
Für die Kinder gebe es einiges zu erleben, vom Spielen im Sand über das Glücksrad bis zum Ponyreiten. Und die Erwachsenen? „Für uns gibt es auch schöne Sachen, zum Beispiel Dekoration“, sagte Klütt.
Foto: Petra Bosse
Ponyreiten, Toben und Hunde zum Streicheln
Eine Premiere wartete in diesem Jahr auf der großen Wiese. Erstmals konnten die Kinder beim Bauernmarkt auf Ponys ihre Runden drehen. Nur wenige Meter weiter wurde im großen aufblasbaren Spielzelt des ASB Vest Recklinghausen trotz der Wärme geklettert, gesprungen und getobt. Eltern nutzten die Gelegenheit für eine Pause bei Kaffee oder etwas Deftigem.
Auch am Schmink- und Tattoo-Stand des ASB herrschte Betrieb. Dort suchten sich Kinder ihre Motive aus oder ließen sich beim Kinderschminken das Gesicht gestalten. Vierbeinige Aufmerksamkeit gab es ebenfalls. Der ASB hatte Besuchshunde, Flächensuchhunde und Mantrailer mitgebracht. Vor allem die jüngeren Marktbesucher suchten schnell den Kontakt.
Foto: Petra Bosse
„Das wird sehr gut angenommen. Die Kinder freuen sich immer, die Hunde zu streicheln“, sagte Mo Fehr vom ASB. Zwischen 20 und 30 Hunde gehörten zum Team beziehungsweise befänden sich in Ausbildung. Vollständig ausgebildet seien allerdings deutlich weniger.
Milch kommt nicht aus der Tüte
Landwirtschaft gab es auf dem Bauernmarkt nicht nur zu kaufen, sondern auch zum Anschauen und Ausprobieren. Maschinen standen auf dem Gelände, beim Strohdreschen konnten die Besucher frühere Arbeitsweisen verfolgen und ein Hufschmied zeigte sein Handwerk.
Foto: Petra Bosse
Und dass Milch nicht einfach aus der Tüte kommt, erfuhren die Kinder gleich praktisch. Beim Kuhmelken konnten sie selbst ausprobieren, wie das funktioniert. Rätsel der Landwirte sorgten für eine weitere Beschäftigung.
Matthias Brömmel vom Landwirtschaftlichen Ortsverein erklärte, warum die Landwirte auch in diesem Jahr wieder das Gespräch mit den Marktbesuchern suchten. „Wir wollen der Bevölkerung näherbringen, was es rund um die Landwirtschaft alles zu wissen gibt.“ Gerade auf dem Bauernmarkt treffe man auf ein breites Publikum. „Hier erreichen wir auch viele Menschen aus der Stadt“, sagte Brömmel. Wissen über Landwirtschaft solle damit nicht nur in den Dörfern bleiben.
Foto: Petra Bosse
Ein paar Meter weiter zeigte sich, dass Landwirtschaft an diesem warmen Sonntag auch ihre ganz praktischen Seiten hatte. Beim benachbarten Hof Breil lagen Obst, Gemüse und Kartoffeln bereit. Der Hof gehört zu den Teilnehmern der ersten Stunde.
„Das müsste jetzt das 33. Mal sein, dass wir dabei sind. Wir sind immer gerne hier“, so Markus Breil. Besonders die Atmosphäre mache den Bauernmarkt aus. „Die Leute haben Spaß, hierherzukommen. Das merkt man hier immer ganz gut.“
Bei rund 27 Grad verschoben sich allerdings die Vorlieben beim Gemüse. „Für Gemüse wäre etwas kühleres Wetter schöner. Wirsing ist bei diesen Temperaturen schwieriger, dafür gehen die Salate besser. Irgendwas läuft immer.“
Foto: Petra Bosse
27 Grad, Blumen und ein Mückenmeister
Die spätsommerlichen Temperaturen sorgten noch an anderer Stelle für Betrieb. An einem Stand mit Blumen und Stauden waren nicht nur die Besucher interessiert. Auch etliche Insekten nutzten das Angebot und flogen zwischen den Blüten umher.
Foto: Petra Bosse
Passender hätte der Standplatz für Rentmeister, bekannt als „Mückenmeister“, damit kaum liegen können. In unmittelbarer Nachbarschaft zu Blumen und Stauden kam er mit zahlreichen Marktbesuchern ins Gespräch. Dabei ging es um Fragen rund um Mücken und den Umgang mit den kleinen Plagegeistern.
Foto: Petra Bosse
Bei 27 Grad wirkte der nächste Frühling zwar noch weit entfernt. Doch nach dem Winter beginnt auch die Mückensaison wieder. Oder passend zum Standplatz formuliert: Die nächsten Mücken kommen bestimmt.
Weitere Termine
Langweilig wird es in der Gemeinde Raesfeld nach dem Bauernmarkt jedenfalls nicht. Schon am 17. Oktober heißt es beim Oktoberfest in Erle wieder „O’zapft is!“. Am 7. und 8. November folgt der Kappesmarkt in Raesfeld, bevor vom 3. bis 6. Dezember der Adventsmarkt rund um das Wasserschloss Raesfeld die Veranstaltungssaison fortsetzt.
In einem Schlafraum der Raesfelder Kita Villa Purzelbaum soll eine nächtliche Belüftung getestet werden. Das hat der Gemeinderat am Montag beschlossen. Zugleich soll die Verwaltung ein Klimaanpassungskonzept erarbeiten. Wann daraus weitere Maßnahmen entstehen, ist noch offen.
Klimaanpassungskonzept braucht Zeit
Der Elternrat der Villa Purzelbaum hatte auf hohe Temperaturen in der Kita hingewiesen und Klimageräte angeregt. Der Erste Beigeordnete Markus Büsken berichtete im Rat von Gesprächen mit der Kita Leitung und dem Kreissportbund als Träger. Klimageräte seien dabei unterschiedlich beurteilt worden. Auch gesundheitliche und energetische Fragen müssten berücksichtigt werden.
Andre Olbing (CDU) bezeichnete die Lage als kompliziert. Ob Klimageräte für die Kita geeignet seien, müsse die Gemeinde gemeinsam mit dem Betreiber genauer prüfen.
Volker van Wasen (UWG) unterstützte das geplante Klimaanpassungskonzept, fragte aber nach dem Zeitplan. Büsken nannte keinen festen Termin. Die nötigen Mittel seien für den Haushalt vorgesehen, müssten jedoch noch freigegeben werden. Nach seiner Einschätzung könnte das Konzept im nächsten Frühjahr oder Sommer vorliegen. Wann sich daraus Maßnahmen umsetzen ließen, sei damit noch nicht geklärt.
Nachtauskühlung soll Erkenntnisse liefern
Van Wasen schlug vor, in der Villa Purzelbaum zunächst die aktive Nachtauskühlung zu testen. Dabei soll nachts kühlere Außenluft in den Raum gelangen und warme Luft abgeführt werden. Der Versuch könne zeigen, wie gut die Technik dort wirke.
Sonja Köhler (SPD) befürwortete den Test ebenfalls. Sie fragte zudem, an wie vielen Tagen die Hitze in der Kita zum Problem werde. Bürgermeister Dirk Kuhmann erklärte, dazu liege der Gemeinde keine Statistik des Kreissportbundes vor.
Ralf Kock (CDU) verwies auf den Neubau der Kita Holzwurm in Erle. Dort sei die Technik bereits vorgesehen. Aus seiner Sicht könne die Gemeinde auch an diesem Standort Erfahrungen damit sammeln.
Hitzeschutz für kleine Kinder
In der Beratung wurde auf die besondere Belastung jüngerer Kinder bei hohen Temperaturen hingewiesen. Sie könnten sich weniger schnell an Hitze anpassen und schneller austrocknen. Ihre Bedürfnisse sollten beim Hitzeschutz gesondert betrachtet werden.
Henry Tünte (Grüne) drängte darauf, sich auf den nächsten heißen Sommer vorzubereiten. Das Thema betreffe auch Schulen und Altenheime. Er regte an, Räume ausfindig zu machen, die an heißen Tagen besonders kühl bleiben.
Der Rat beschloss, die Technik zunächst in einem Schlafraum der Villa Purzelbaum einzubauen. Die Erfahrungen dort sollen in die weiteren Beratungen zum Hitzeschutz einfließen.
Die Spätsommersonne scheint auf den Wohnmobilstellplatz „Graf Alexander“ am Schloss Raesfeld. Rund zwölf Wohnmobile stehen dort an diesem Tag, der Platz ist voll. Für einige Gäste beginnt der Kurzurlaub nur eine knappe Fahrt von zu Hause entfernt.
Spaziergänge mit Hund und Schlossblick
Klaus Schlüter und seine Frau Petra sind aus Lüdinghausen angereist. Zwei oder drei Tage wollen sie mit ihrem Wohnmobil in Raesfeld verbringen. Den Weg kennen sie inzwischen gut: „Mindestens zehnmal“ seien sie schon hier gewesen, schätzt der 61-Jährige.
Klaus Schlüter und seine Frau Petra kommen regelmäißig für einen Kurzurlaub nach Raesfeld. Foto: Petra Bosse
Warum sie immer wiederkommen, zeigt sich gleich hinter dem Stellplatz. Dort beginnen die Wege durch den Schlosspark und weiter in den Wald. „Wir gehen viel mit dem Hund hier spazieren“, erzählt Schlüter. Mal drehen sie eine Runde um das Schloss, mal laufen sie länger durchs Grüne. Auch der Bürgerpark mit seinem Wassertretbecken liegt gleich nebenan.
Nach den Spaziergängen bleiben Klaus und Petra Schlüter gern in Schlossnähe. „Hier ist es einfach schön, ruhig und man trifft nette Leute“, sagt er. Besonders gern gehen die beiden in die Schlosskapelle, um dort zu essen und ein Bier zu trinken. Die Gastgeber seien „fantastisch nett“, erzählt Schlüter. „Man fühlt sich da nicht wie ein Gast, sondern wie ein Freund.“
Das Ehepaar Schaffrina kommt auch gerne für einen Kurztripp zum Wohnmobilstellplatz nach Raesfeld. Foto: Petra Bosse
Für ein langes Wochenende aus Lüdinghausen
Im Wohnmobil nebenan steht Bernhard Schaffrina. Auch er kommt aus Lüdinghausen und kennt den Platz seit Jahren. „Wir sind durch Zufall mal hierhin gekommen“, erzählt er. Inzwischen fahre er für drei oder vier Tage immer wieder nach Raesfeld. „Der Platz ist töfte.“
Für Schaffrina passt Raesfeld zu einem kurzen Ausflug. Vom Stellplatz aus kann er am Schloss spazieren gehen oder durch den Ort bummeln. Auch zum Weihnachtsmarkt komme er gern wieder.
Auch im Spätsommer ist der Wohnmobilstellplatz in Raesfeld am Schloss voll besetzt. Foto: Petra Bosse.
Zehn Euro für den Stellplatz
Auch der Preis spielt für Schaffrina eine Rolle. Zehn Euro koste der Stellplatz, die Sanitärräume mit Dusche seien darin enthalten, erzählt er. „Hundertprozentig preiswert“, findet er. An der Nordsee habe er für einen Stellplatz schon 26 Euro bezahlt. Für drei oder vier Tage zieht es ihn deshalb immer wieder nach Raesfeld.
Klaus und Petra Schlüter nutzen die Sanitärräume dagegen nicht. „Wir sind autark“, sagt Klaus Schlüter. Die beiden nutzen die Ausstattung ihres Wohnmobils auch unterwegs vollständig.
Foto: Petra Bosse
Ein Stellplatz, zu dem Gäste zurückkehren
Der Wohnmobilstellplatz „Graf Alexander“ wurde im August 2009 eröffnet und ist ganzjährig in Betrieb. Früher galt er bei manchen Reisenden als Geheimtipp. An diesem sonnigen Spätsommertag steht ein Wohnmobil neben dem anderen. Schlüter und Schaffrina haben ihre Reise dennoch bewusst hierher gemacht: Für ein paar Tage mit Spaziergängen und Schlossblick müssen sie nicht weit fahren.
Das könnte auch interessieren: Schloss Raesfeld entdecken: Tipps für einen Ausflug und Kurztrip ➡️ Wasserschloss Raesfeld
In der Zunftstube des Wasserschlosses Raesfeld haben Sanierungsarbeiten begonnen. Feuchtigkeit hat den Eichenholzboden und Teile der Unterkonstruktion stark beschädigt. Die Gemeinde erneuert deshalb den Boden des Raumes im kleinen Seitenturm.
Klinker ersetzt den Holzboden
Zunächst wird die Zunftstube vollständig ausgeräumt. Anschließend entfernen die Arbeiter den Holzfußboden, die Unterkonstruktion und weitere Teile des Bodenaufbaus. Danach stellen sie eine neue wasserdichte Bodenplatte mit Abdichtung her.
Als neuer Belag sei in Abstimmung mit der Denkmalpflege Klinker vorgesehen, teilt die Gemeinde mit. Er orientiere sich am historischen Steinboden. Durch den neuen Bodenaufbau gewinne die Zunftstube etwas Raumhöhe und lasse sich künftig flexibler für kleinere Gesellschaften und Veranstaltungen nutzen.
Foto: Petra Bosse
Baumaterial kommt über die Schlossgräfte
Für den Transport hat die Gemeinde eine provisorische Gerüstbrücke über die Schlossgräfte errichten lassen. Über sie gelangen Bauschutt und Baumaterial direkt durch den Seiteneingang der Zunftstube. So müssen die Arbeiter das Material nicht durch die Innenräume des Schlosses und am Eingang zum Rittersaal vorbei transportieren.
Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Oktober dauern.
Fünf Tage lang war die Wandergruppe des Heimatvereins Raesfeld rund um Monschau unterwegs. Vom 16. bis 20. September erkundeten die Teilnehmer die Stadt, wanderten durch die Eifel und begleiteten einen Ranger durch den Nationalpark.
Stadtführung durch Monschau
Die Gruppe bezog Quartier in Monschau. Bei einer Stadtführung mit der „schönen Helena“ lernten die Wanderer die Gassen und Fachwerkhäuser der Altstadt kennen. Die Reise leitete Wanderführer Hermann-Josef Telöken.
Täglich rund 15 Kilometer zu Fuß
In den folgenden Tagen führte Telöken die Gruppe über die Narzissenroute, die Perlbachroute und Teilstrecken des Eifelsteigs. Bei gutem Wetter legten die Teilnehmer täglich rund 15 Kilometer zurück.
Eine weitere Wanderung begleitete ein Ranger. Er erklärte der Gruppe Besonderheiten des Waldes und der Natur im Nationalpark Eifel.
Der Heimatverein organisiert alle zwei Jahre eine mehrtägige Wanderreise. Frühere Touren führten unter anderem ins Eggegebirge, in den Teutoburger Wald, in den Harz, in die Sächsische Schweiz und ins Sauerland. Auch nach der Eifelreise möchten die Teilnehmer wieder gemeinsam auf Tour gehen.
Am Sonntag, 27. September, lädt der Luftsportverein Borken von 11 bis 18 Uhr zum Drachenfest auf sein Fluggelände in Hoxfeld ein. Große Elefanten, Tintenfische und Schmetterlinge könnten dann über den Köpfen der Besucher schweben. Der Eintritt und das Parken sind kostenlos.
Anfänger bekommen Hilfe beim Drachensteigen
Für das Fest setzt der Verein den regulären Flugbetrieb aus, berichtet Thomas Grunden vom Luftsportverein. Wer einen eigenen Drachen mitbringt, kann ihn auf dem Gelände steigen lassen. „Auch Neustarter, die das Drachensteigen erst kennenlernen möchten, finden Hilfestellung durch erfahrene Drachenpiloten, die ihr Wissen gerne teilen“, sagt Vereinsmitglied Arne Günther.
Auf der Wiese plant der Verein Spiele, Wettbewerbe und Mitmachaktionen für Kinder. Die Drachengruppe des Jugendhauses Borken zeigt eine Ausstellung mit selbst gestalteten Flugobjekten.
Flugzeuge und Ballons aus der Nähe sehen
Der Luftsportverein gibt auch Einblicke in den Segel- und Motorflug. Besucher können ein Segelflugzeug von innen erkunden und den Ballonfahrern über die Schulter schauen, erklärt Organisator Harald Schmitt.
Der Verein bietet Würstchen, frisch gebackene Waffeln, Kuchen und Getränke an. Wer eine Pause machen möchte, findet Sitzplätze und Platz für eine Picknickdecke. Bei einer Tombola gibt es Preise zu gewinnen.
Foto: LSV Borken
Flugzeuge und Ballons aus der Nähe sehen
Der Luftsportverein gibt auch Einblicke in den Segel- und Motorflug. Besucher können ein Segelflugzeug von innen erkunden und den Ballonfahrern über die Schulter schauen, erklärt Organisator Harald Schmitt.
Der Verein bietet Würstchen, frisch gebackene Waffeln, Kuchen und Getränke an. Wer eine Pause machen möchte, findet Sitzplätze und Platz für eine Picknickdecke. Bei einer Tombola gibt es Preise zu gewinnen.
Beim 27. Schnellschachturnier „Wappen von Raesfeld“ haben die heimischen Schachspieler starke Ergebnisse erzielt. Matthias Thesing erreichte den dritten Platz, Jürgen Terhart landete überraschend auf Rang vier. Auch Hendrik Fasselt und Daniel Greifenberg hatten bei der Siegerehrung Grund zur Freude.
Vier Raesfelder Spieler haben bei der 27. Auflage des Schnellschachturniers „Wappen von Raesfeld“ für starke Ergebnisse gesorgt. Das Turnier bietet traditionell zu Beginn der Saison Spielern aus der Region die Gelegenheit, sich In der Mensa der Julia-Koppers-Schule mit national und international erfolgreichen Schachspielern zu messen.
Zwar waren in diesem Jahr mal keine Denksportler aus dem benachbarten Ausland dabei, jedoch scheuten einige Spieler weite Anreisen nicht, wie z. B. der aus München angereiste regelmäßige Teilnehmer Jürgen Quabach. Zum illustren Teilnehmerfeld gehörten auch erfahrene Bundesligaspieler wie der Großmeister Felix Levin und zwei Internationale Meister.
In der 1. Runde traf der Raesfelder Hendrik Fasselt (mit Weiß) auf den Turniergewinner IM Patrick Zelbel. Am vorderen Brett spielten GM Felix Levin (Weiß) und Ingo Schilberg (SV Wesel) . Foto: Verein
Zeibel wird seiner Favoritenrolle gerecht
Den Gesamtsieg machte die prominente Konkurrenz unter sich aus. Der als Favorit angetretene Internationale Meister (IM) Patrick Zeibel vom SV Mülheim Nord sicherte sich souverän den Turniersieg. Lediglich gegen den Großmeister Felix Levin (Düsseldorfer SK) musste er ein Remis hinnehmen. Levin belegte schließlich den zweiten Platz.
Der Großmeister gab jedoch ebenfalls einen halben Punkt ab – ausgerechnet gegen Raesfelds neues Spitzenbrett IM Matthias Thesing. Thesing bewies trotz zuletzt geringer Turnierpraxis eindrucksvoll seine Klasse und belohnte seine Erfahrung aus 30 Jahren Bundesliga-Schach mit einem erfreulichen dritten Platz auf dem Podium.
Kämpferherz belohnt
Für das zweite Raesfelder Ausrufezeichen sorgte Jürgen Terhart: Mit Rang vier feierte er einen bemerkenswerten Erfolg im stark besetzten Feld. Ihm kam dabei das besondere Wertungssystem zugute (Drei Punkte für einen Sieg, ein Punkt für ein Remis), das mutiges Offensivspiel belohnt. Den fünften Platz belegte der Schermbecker Dr. Emmanouil Spyrou (Hammer SC), ein früherer Turniersieger des „Wappen von Raesfeld“.
Zwei weitere Raesfelder freuen sich über Ratingpreise
Obwohl die Teilnehmerzahl mit 46 Spielern hinter den Spitzenwerten der Vorjahre zurückblieb, was Turnierleiter Martin Bergemann etwas bedauerte , zog der Ausrichter ein positives Fazit. Denn bei der anschließenden Siegerehrung standen gleich vier Raesfelder im Rampenlicht: Neben den Top-Platzierten Thesing und Terhart durften sich auch Hendrik Fasselt und Daniel Greifenberg über begehrte Ratingpreise in ihren Leistungsklassen freuen.
Bis zur Nordsee ist es vom Kreis Borken ein gutes Stück. Im Entwurf für eine Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes soll der Kreis bei der Vergütung von Windstrom dennoch der sogenannten Küstenregion zugeordnet werden. Dagegen wendet sich nun auch der Regionalrat Münster mit einer Resolution.
Wie bereits berichtet, sorgt die geplante Zuordnung im Kreis Borken für Kritik. Der Regionalrat fordert die Landesregierung Nordrhein-Westfalen auf, sich beim Bund für eine Korrektur einzusetzen. Er beschloss die Resolution in seiner Sitzung am 21. September in Münster.
Regionalrat warnt vor Folgen für Windkraftprojekte
„Der Kreis Borken gehört nicht zur Küstenregion – weder geografisch noch mit Blick auf die tatsächlichen Standort- und Windverhältnisse“, heißt es in der Resolution. Nach Einschätzung des Regionalrates könnte die Zuordnung die Wirtschaftlichkeit von Windenergieprojekten verschlechtern. Das betreffe besonders Vorhaben, deren Planung bereits weit fortgeschritten sei.
Der Regionalrat verweist dabei auf den Ausbau der Windenergie im Münsterland. Mit dem Regionalplan habe die Region Flächen für Windkraft ausgewiesen. Investoren und Bürgerwindprojekte hätten ihre Planungen auf dieser Grundlage vorangetrieben. „Das Vertrauen in verlässliche Rahmenbedingungen war ein wesentlicher Faktor für das Gelingen des Ausbaus der erneuerbaren Energien auch im Münsterland“, heißt es weiter.
Für das gesamte Münsterland solle eine einheitliche regionale Zuordnung bestehen bleiben, fordert der Regionalrat. Seine Vorsitzende Mechtild Schulze Hessing übergab die Resolution am 21. September persönlich an NRW-Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur.
Weitere Forderungen zum Windenergiegesetz
In der Sitzung bekräftigte der Regionalrat zudem seine Stellungnahme zum geplanten NRW-Windenergieflächenbedarfsgesetz. Der überarbeitete Entwurf berücksichtige einige technische Hinweise. Zentrale Anliegen seien nach Ansicht des Gremiums aber offen geblieben.
Dazu gehöre die Frage, wie eigenverantwortlich die einzelnen Planungsregionen ihre Flächenziele erfüllen können. Auch bei der Anrechnung kommunaler Windkraftplanungen aus anderen Regionen sieht der Regionalrat weiteren Klärungsbedarf.
Weitere Themen der Sitzung waren der Landesentwicklungsplan, das Stadterneuerungsprogramm 2026, Änderungen in der Kulturförderung sowie Fragen zur Deutschen Bahn und zum autonomen Fahren.
Für detailliertere Einblicke in die Sitzung kann ein Livestream der Sitzung für vier Wochen auf dem YouTube-Kanal der Bezirksregierung Münster abgerufen werden: https://www.youtube.com/watch?v=_ZIPGyNsl_U
Im Rahmen der Klimawochen des Klimakreises Borken lädt Pollmann Technik am Sonntag, den 27. September (11–17 Uhr), herzlich zum Tag der offenen Tür ein.
Interessierte erfahren vor Ort alles Wissenswerte rund um moderne Wärmepumpen und attraktive Fördermöglichkeiten.
Für beste Unterhaltung ist ebenfalls gesorgt: Auf die jüngsten Gäste wartet unter anderem eine Hüpfburg und auch für das leibliche Wohl ist natürlich auch gesorgt.