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Die schönsten Fotos: Neuer König Siegbert Nagel feiert erstes Bad in der Menge

Nach dem Vogelschießen stand der neue König des Allgemeinen St.-Johannis-Bürgerschützenvereins Raesfeld fest: Siegbert Nagel regiert nun gemeinsam mit Königin Tina Rosenberger. Direkt nach dem entscheidenden Schuss nahm das neue Königspaar sein erstes Bad in der Menge.

Der neue Thron Schützenverein Raesfeld 2026
Foto: Petra Bosse

Jubel nach dem Vogelschießen

Auf der Festwiese wurde der neue König von den Schützen, Gästen und vielen Besucherinnen und Besuchern gefeiert. Siegbert Nagel zeigte sich nach dem Vogelschießen mitten unter den Menschen. An seiner Seite: Königin Tina Rosenberger.

Erste Parade für das neue Königspaar

Bei der anschließenden Parade stand das neue Königspaar im Mittelpunkt. Siegbert Nagel und Tina Rosenberger präsentierten sich gemeinsam mit dem neuen Thron den Schützen und Gästen auf der Festwiese.

Die Parade bot viele Motive: jubelnde Schützen, bekannte Gesichter, Musikkapellen, Fahnen, Uniformen und die ersten offiziellen Momente des neuen Königspaares.

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Mehr vom Schützenfest in Raesfeld 2026:

Siegbert Nagel ist neuer Schützenkönig von Raesfeld
Großer Zapfenstreich am Rathaus am Samstag

Parade Montag mit neuem König Siegbert Nagel- Raesfeld 2026
Foto: Petra Bosse

Die schönsten Fotos von der Parade

Die Bilder zeigen den neuen König Siegbert Nagel, Königin Tina Rosenberger und den Thron nach dem Vogelschießen. Vom ersten Bad in der Menge bis zur Parade auf der Festwiese: Der Montag brachte viele besondere Augenblicke beim Raesfelder Schützenfest.

Blaualgen im Pröbstinger Landschaftssee: Stadt Borken gibt Hinweise zur Nutzung

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Im Pröbstinger Landschaftssee haben sich nach Angaben der Stadt Borken Blaualgen entwickelt und stark vermehrt. Baden sei dort ohnehin nicht erlaubt. Der Pröbstinger Badesee sei nicht betroffen und könne weiter genutzt werden.

Hohe Temperaturen begünstigen Blaualgen

Aufgrund der anhaltend hohen Außen- und Wassertemperaturen hätten sich im Pröbstinger Landschaftssee Blaualgen gebildet, teilt die Stadt Borken am Dienstag, 7. Juli 2026, mit. Diese hätten sich inzwischen stark vermehrt.

Blaualgen könnten Giftstoffe bilden. Gesundheitliche Beeinträchtigungen seien vor allem dann möglich, wenn Menschen oder Tiere Wasser verschluckten. Die Stadt weist deshalb darauf hin, dass das Baden im Pröbstinger Landschaftssee nicht erlaubt sei. Das gelte auch für Hunde und andere Tiere.

Segeln und Bootfahren bleiben möglich

Die Nutzung des Landschaftssees zum Segeln und Bootfahren sei weiterhin möglich. Beim Stand-up-Paddling bittet die Stadt jedoch um besondere Vorsicht. Dabei solle vermieden werden, Wasser zu verschlucken.

Mähboot gegen weiteres Algenwachstum im Einsatz

Derzeit ist auf dem Landschaftssee ein Mähboot unterwegs. Es schneide die Algen, entziehe dem Gewässer dadurch Nährstoffe und wirke so einem weiteren Algenwachstum entgegen, heißt es vonseiten der Stadt.

Natur & Erholung: Der Pröbstingsee in Borken-Hoxfeld
Idealer Ort für Kinder und Familien: Ein Badeausflug zum Pröbstingsee in Borken Hoxfreld. Foto: Petra Bosse/Archiv

Pröbstinger Badesee nicht betroffen

Der Pröbstinger Badesee sei von der aktuellen Blaualgenentwicklung nicht betroffen. Er könne laut Stadt Borken weiterhin uneingeschränkt genutzt werden.

Die schönsten Fotos vom Schützenfestsonntag in Raesfeld

Mit Parade, Umzug und viel guter Laune ehrte der Allgemeine St.-Johannis-Bürgerschützenverein Raesfeld am Sonntag sein Königspaar Werner Vorholt und Königin Kerstin Bleker. Auch der amtierende Königsthron 2025/2026 mit Ruth Baumeister, Heiko Büsken und Heike Dirks stand dabei im Mittelpunkt.

König Werner Vorholt und Königin Kerstin Bleker bei der Parade auf der Festwiese in Raesfeld.
Foto: Petra Bosse

Parade auf dem Festplatz

Bevor es am Abend ins Festzelt ging, formierten sich Schützen, Throngemeinschaft und Gäste zunächst auf dem Festplatz. Dort nahm das Königspaar gemeinsam mit seinem Thron die Parade ab. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, die schönsten Momente mit der Kamera festzuhalten.

Pünktlich zur Parade setzte allerdings der Regen ein. Auf dem Festplatz gingen die Schirme auf, doch die Stimmung blieb. Die Schützen marschierten weiter, die Musik spielte, und auch entlang der Strecke ließen sich viele Gäste vom Wetter nicht abhalten.

Regen bei der Schützenparade Raesfeld 2026
Foto: Petra Bosse

Umzug durch den Ort

Nach der Parade zog der Festzug durch Raesfeld. Das Königspaar Werner Vorholt und Kerstin Bleker wurde dabei von seinem Thron sowie zahlreichen Schützen und Gästen begleitet. Trotz Regenschauern blieb der Umzug ein sichtbarer Höhepunkt des Schützenfestsonntags.

Seit langer Zeit wieder einmal in Raesfeld und bei der Parade des St.-Johannis-Schützenvereins dabei war der ehemalige Raesfelder Pastor Johannes Arntz. Ebenfalls unter den Gästen waren Bürgermeister Dirk Kuhmann, Pater Johnsun und Don Mathew von der Kirchengemeinde St. Martin.

Pastor Johannes Arntz bei der parade in Raesfeld
Seit langer Zeit wieder in Raesfeld war am Sonntag der ehemaliger Pastor Johannes Arntz (li.) sowie Don Mathew und Pater Johnsun (r.). Foto: Petra Bosse

Feier bis tief in die Nacht

Nach Parade und Umzug verlagerte sich das Schützenfest am Abend ins Festzelt. Dort feierten Königspaar, Throngemeinschaft, Schützen und Gäste weiter. Aus dem verregneten Start in den Abend wurde ein stimmungsvoller Festabend, der bis tief in die Nacht dauerte.

Party Sonntag Schützenfest Raesfeld 2026
Foto: Andreas Pass

Die schönsten Fotos vom Schützenfestsonntag

Die Bilder zeigen die Parade für das Königspaar Werner Vorholt und Königin Kerstin Bleker, den amtierenden Königsthron 2025/2026 sowie die Gäste und Schützen beim Umzug durch Raesfeld. Regen hin oder her: Der Schützenfestsonntag hatte viele Motive, viel Bewegung und jede Menge gute Laune zu bieten.

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Siegbert Nagel ist neuer Schützenkönig von Raesfeld
Großer Zapfenstreich am Rathaus am Samstag

DJ Tom veröffentlicht mit Leroy Daniels neue Single „It’s A Long Way Down“

Thomas Averkamp, vielen in der Region besser bekannt als DJ Tom, meldet sich mit neuer Musik zurück. Gemeinsam mit seinem Krefelder Musikpartner Leroy Daniels hat der Schermbecker die Single „It’s A Long Way Down“ veröffentlicht. Der Dance-Titel ist seit Freitag, 26. Juni 2026, weltweit digital erhältlich.

Nach mehreren Coverversionen in Folge setzen Leroy Daniels und DJ Tom diesmal wieder auf eigenes Material. „Es hat dieses Mal etwas länger gedauert, weil wir unbedingt ein eigenes, von uns geschriebenes und komponiertes Lied an den Start bringen wollten“, sagt Leroy Daniels. Herausgekommen ist ein eingängiger Dance-Song, der klar auf den Club- und Partybereich zielt.

Wieder eigene Musik statt Coverversion

Für DJ Tom ist die neue Single ein weiterer Schritt in einer Zusammenarbeit, die sich in den vergangenen Jahren stetig entwickelt hat. Seit 2021 arbeitet Thomas Averkamp mit Leroy Daniels an gemeinsamen Dance-Produktionen. Zunächst entstanden Songs mit dem international tätigen Produzenten Tony Catania, später folgten Kooperationen mit Rico Bernasconi und Jens Ophälders.

Mit „It’s A Long Way Down“ knüpft das Duo nun an diese Reihe an, geht aber bewusst zurück zu einer eigenen Komposition. „Ein mega toller, zu 100 Prozent dancefloor-tauglicher Song“, sagt DJ Tom über die neue Veröffentlichung.

Produktion mit Jompsta Music

Verantwortlich für die Veröffentlichung ist erneut Jens Ophälders von Jompsta Music. Der weltweite Digitalvertrieb läuft über eine Agentur mit Sitz in Hamburg. Damit soll der Song nicht nur in Deutschland, sondern auch international sichtbar werden.

Nach Angaben der Musiker wird die laufende Promotion durch Sponsoren unterstützt. Sie soll in mehr als 140 Ländern ausgespielt werden. DJ Tom und Leroy Daniels verfolgen dabei nach eigenen Angaben regelmäßig, in welchen Ländern ihre Songs gestreamt, gekauft oder im Radio gespielt werden.

Besonders stark laufen die Titel demnach neben Deutschland unter anderem in den Niederlanden, Spanien, Österreich, Polen, Italien, Estland, Chile, Frankreich und Rumänien. „Dank einer wunderbaren Music-App können wir täglich live verfolgen, in welchen Ländern unsere Songs die Charts erreichen und wo unsere Musik im Radio gespielt wird“, sagt DJ Tom.

4K-Musikvideo mit Urlaubsgefühl

Begleitet wird die Single von einem aufwendig produzierten Musikvideo in 4K-Qualität. Das Video soll sommerliche Bilder, eine kleine Geschichte und Urlaubsgefühl verbinden. Damit setzen Leroy Daniels und DJ Tom erneut nicht nur auf den Song selbst, sondern auch auf eine visuelle Präsentation für YouTube und Social Media.

Dass das Duo inzwischen eine feste Hörerschaft erreicht, sehen beide als Ergebnis kontinuierlicher Arbeit. „Wir haben uns in den gut fünf Jahren Zusammenarbeit mittlerweile ein sehr gutes Standing erarbeitet, und unsere Fanbase wächst konstant weiter an“, sagt Leroy Daniels. Darauf wolle man weiter aufbauen. Weitere Produktionen seien bereits geplant.

Schermbecker DJ mit langer Geschichte

Für Thomas Averkamp ist die neue Single auch ein weiteres Kapitel in einer langen musikalischen Laufbahn. Als DJ Tom ist er in Schermbeck und Dorsten seit Jahrzehnten bekannt, unter anderem durch seine Zeit als Resident-DJ im früheren PRISMA Dorsten und durch Partyformate wie die PRISMA-Revivalpartys.

Seine Arbeit mit Leroy Daniels zeigt zugleich, dass Averkamp längst nicht nur als DJ hinter dem Mischpult aktiv ist. Mit eigenen Produktionen, Coverversionen und internationalen Veröffentlichungen hat sich das Duo in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt eine eigene Nische im Dance-Bereich aufgebaut.

Thomas Lansmann-Niehaus und Sonja Köyer regieren als neues Borkener Kaiserpaar

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Thomas Lansmann-Niehaus und Sonja Köyer aus Borkenwirthe sind das neue Borkener Kaiserpaar. Beim 11. Borkener Kaiserschießen am Samstag, 4. Juli 2026, sicherte sich Lansmann-Niehaus mit dem 154. Schuss die Kaiserwürde.

Kaiserschießen im Zeichen des Stadtjubiläums

Das 11. Borkener Kaiserschießen stand in diesem Jahr im Zeichen des Stadtjubiläums „Borken 800“. Die Veranstaltung fand 50 Jahre nach der Premiere im Jahr 1976 statt. Damals war das Kaiserschießen anlässlich des 750-jährigen Stadtjubiläums ausgerichtet worden.

An der Vogelstange beim Kaiserschießen in Borken
Und der Vogel fällt … ©Stadt Borken/Montage Bosse

Alle 18 Borkener Schützenvereine nahmen nach Angaben der Stadt Borken mit ihren amtierenden Königspaaren teil. Dazu kamen Musikkapellen, Spielmannszüge, Ehrengäste sowie zahlreiche Besucherinnen und Besucher.

Sternmarsch durch den Böinghook

Zum Auftakt zogen die Schützenvereine bei einem Sternmarsch durch den mit Blühstreifen geschmückten Böinghook zum Paradeplatz. Anschließend führte der Marsch weiter zur Vogelstange.

Zahlreiche Musiker der Musikkapellen und Spielmannszüge sorgten beim Borkener Kaiserschießen für die festliche musikalische Begleitung. ©Stadt Borken

Dort fiel am frühen Abend die Entscheidung. Thomas Lansmann-Niehaus von der Schützenbruderschaft St. Wendelin Borkenwirthe holte mit dem 154. Schuss den Vogel von der Stange. Gemeinsam mit Sonja Köyer bildet er nun das neue Borkener Kaiserpaar.

Proklamation auf dem Paradeplatz

Nach dem Kaiserschießen zog der Festzug mit dem neuen Stadtkaiserpaar zurück zum Paradeplatz. Dort wurden Thomas Lansmann-Niehaus und Sonja Köyer feierlich proklamiert und erhielten die Insignien ihrer neuen Würde.

Mit der Parade zu Ehren des neuen Kaiserpaares endete der offizielle Teil des Kaiserschießens. Anschließend klang der Festtag beim Kaiserball im Festzelt aus.

An der Vogelstange beim Kaiserschießen in Borken
Und der Vogel fällt … Mit dem entscheidenden 154. Schuss sicherte sich Thomas Lansmann-Niehaus von der Schützenbruderschaft St. Wendelin Borkenwirthe die Kaiserwürde. (Copyright: Stadt Borken) ©Stadt Borken

Bürgermeisterin würdigt Schützenwesen

Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing gratulierte dem neuen Kaiserpaar. Zugleich würdigte sie laut Mitteilung der Stadt die Bedeutung des Kaiserschießens für das gesellschaftliche Leben in Borken.

Die Veranstaltung stehe seit fünf Jahrzehnten für Gemeinschaft, Zusammenhalt und die Verbundenheit der Borkener Schützenvereine. Das Kaiserschießen habe erneut gezeigt, wie lebendig das Schützenwesen und das ehrenamtliche Engagement in Borken seien.

Kaiserschießen Stadt Borken 2026
Stellvertretender Landrat Michael Boland (links) und Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing (rechts) gratulierten dem neuen Stadtkaiserpaar Thomas Lansmann-Niehaus und Sonja Köyer. © Stadt Borken

Dank an Gastgeber und Helfer

Ein besonderer Dank galt dem Schützenverein Böinghook 1908 e. V. Der Verein hatte das Kaiserschießen als Gastgeber vorbereitet und durchgeführt.

Die Stadt Borken bedankte sich außerdem bei den teilnehmenden Schützenvereinen, den Musikkapellen und Spielmannszügen, den Ehrengästen sowie den Besucherinnen und Besuchern. Nach Angaben der Stadt habe die gute Organisation gemeinsam mit dem Einsatz vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer zu einem reibungslosen Ablauf beigetragen.

Drei Tage Musik auf dem Borkener Marktplatz

Vom 16. bis 18. Juli 2026 steht der Borkener Marktplatz im Zeichen der Musik. Drei Veranstaltungen laden an drei Abenden zum Feiern, Mitsingen und Genießen in die Innenstadt ein.

Auftakt mit Udo-Lindenberg-Sound

Den Auftakt macht am Donnerstag, 16. Juli 2026, die „Udo Lindenberg Tribute-Show“ der Panik Power Band. Die Band bringt bekannte Songs und den typischen Sound des Musikers auf die Bühne.

Nach Angaben der Veranstalter soll die Show dem Original in Musik und Atmosphäre besonders nahekommen. Damit startet das Musikwochenende auf dem Borkener Marktplatz mit bekannten Hits und Live-Musik.

ABBA Gold bringt Klassiker nach Borken

Am Freitag, 17. Juli 2026, folgt das Borken Open Air mit „ABBA Gold – The Concert Show“. Der Marktplatz verwandelt sich dafür erneut in eine große Konzertbühne.

Im Mittelpunkt stehen die bekanntesten Songs der schwedischen Band ABBA. Dazu gehören unter anderem „Dancing Queen“, „Mamma Mia“ und „Waterloo“. Besucherinnen und Besucher können sich laut Ankündigung auf einen Sommerabend mit bekannten Klassikern freuen.

„Borken pulsiert“ zum Abschluss

Den Abschluss bildet am Samstag, 18. Juli 2026, die Veranstaltung „Borken pulsiert“. An mehreren Orten in der Innenstadt soll ein abwechslungsreiches Programm mit Live-Musik, Begegnungen und sommerlicher Atmosphäre geboten werden.

Der Eintritt zu „Borken pulsiert“ ist frei.

Tickets und weitere Informationen

Tickets für die „Udo Lindenberg Tribute-Show“ der Panik Power Band sowie für „ABBA Gold – The Concert Show“ sind über den Ticketshop der Stadt Borken unter borken.de/tickets erhältlich.

Weitere Informationen zu „Borken pulsiert“ gibt es auf dem gleichnamigen Facebook-Profil unter facebook.com/borkenpulsiert.

17-Jähriger stürzt mit Kleinkraftrad in Raesfeld – Zeugn gesucht

Ein 17-jähriger Raesfelder hat bei einem Verkehrsunfall auf dem Heetwissenweg schwere Verletzungen erlitten. Die Polizei sucht Zeugen, die den Unfall beobachtet haben könnten.

Unfall auf dem Heetwissenweg

Der Jugendliche war laut Polizei am Donnerstag, 2. Juli 2026, gegen 16 Uhr mit seinem Kleinkraftrad auf dem Heetwissenweg in Richtung Schulten Matt unterwegs. Kurz vor dem Kreuzungsbereich sei er aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und gestürzt.

Polizei bittet um Hinweise

Rettungskräfte brachten den schwer verletzten 17-Jährigen in ein umliegendes Krankenhaus. Das zuständige Verkehrskommissariat in Borken bittet mögliche Zeugen um Hinweise. Wer den Unfall beobachtet habe, könne sich unter Tel. (02861) 9000 bei der Polizei melden.

Siegbert Nagel ist neuer Schützenkönig in Raesfeld

Nach einem langen und kräfteraubenden Vogelschießen im Pastors Busch fiel der Vogel mit dem 400. Schuss. Zur Königin nahm der neue Schützenkönig Tina Rosenberger.

Die Raesfelder Schützen haben einen neuen König. Beim Vogelschießen des Allgemeinen St.-Johannis-Bürgerschützenvereins Raesfeld setzte sich am Montag Siegbert Nagel durch. Um 16.32 Uhr holte er im Pastors Busch mit dem 400. Schuss den Vogel von der Stange. Zur Königin nahm er Tina Rosenberger.

Direkt zu: Details | Stimmung im Pastors Busch | Festwochenende | Insignien | Anwärter | Schlussduell | Neuer Thron | Krönungsball

Königspaar und Thron - Schützenfest Raesfeld 2026
Das Königspaar und der neue Thron v.l.: Ralf Kock und Paola Stenert-Bröker, König Siegbert Nagel und Königin Tina Rosenberger sowie Doris Droste-Dassler und Berthold Ronau. Foto: Petra Bosse

Damit endet die Regentschaft von Werner Vorholt und Kerstin Bleker. Sie hatten den Verein im vergangenen Jahr vertreten und ihr Königsjahr vor dem Schützenfest selbst mit einem kurzen Satz auf den Punkt gebracht: „Was für eine geile Zeit!“ Nun übernimmt der neue Thron um Siegbert Nagel und Tina Rosenberger.

Schützenkönig Raesfeld 2026 Siegbert Nagel
Siegbert „Siggi“ Nagel ist neuer König in Raesfeld. Foto: Petra Bosse

Zum Ehrengefolge gehören Ralf Kock und Paola Stenert-Bröker sowie Berthold Ronau und Doris Droste-Dassler. Eine besondere Verbindung bringt der neue Thron gleich mit: König Siegbert Nagel und die beiden Thronherren Ralf Kock und Berthold Ronau sind alle Brandmeister bei der Feuerwehr Raesfeld.

Details in Kürze

Neuer König: Siegbert Nagel
Königin: Tina Rosenberger
Ehrengefolge: Ralf Kock und Paola Stenert-Bröker, Berthold Ronau und Doris Droste-Dassler
Königsanwärter: Berthold Ronau, Tim Flück, Peter Flück, Tobias Döning und später Siegbert Nagel
Krone: Pater Don Mathew
Zepter: Werner Vorholt
Apfel: Bürgermeister Dirk Kuhmann
Linker Flügel: Nick Nattefort
Rechter Flügel: Markus Hoffjann
Schwanz: Jens Kreierhoff

Gute Stimmung unter den Bäumen

Im Pastors Busch passte am Montag vieles zusammen. Das Wetter zeigte sich warm und sommerlich, blieb aber bedeckt. Unter den Bäumen wehte ein leichter Wind, der das lange Warten auf die Entscheidung etwas angenehmer machte. Rund um die Vogelstange herrschte gute Stimmung.

Foto: Petra Bosse

Die Zuschauer verfolgten jeden Treffer genau. Immer wieder feuerten sie die Schützen an, kommentierten die Wirkung am Vogel und hofften auf den nächsten sichtbaren Riss im Holz. Gerade in der Schlussphase wurde das Vogelschießen zu einem Geduldsspiel für Schützen und Zuschauer.

Festwochenende mit Messe, Parade und Festball

Hinter den Raesfelder Schützen lagen zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere festliche Tage. Das Schützenfest hatte am Samstag mit Antreten, Schützenmesse, Gefallenenehrung und Zapfenstreich begonnen. Am Sonntag folgten Seniorenfrühstück, Frühkonzert mit Ehrungen, Musikparade, Umzug durch das Dorf und der große Festball.

Am Montagmorgen stand zunächst das gemeinsame Frühstück im Festzelt auf dem Programm. Anschließend marschierten die Schützen über Rathaus und Seniorenheim in den Pastors Busch. Dort richtete sich ab dem Mittag alles auf die Vogelstange. Für Werner Vorholt und Kerstin Bleker war es der letzte große Auftritt als amtierendes Königspaar, für die Bewerber begann der Kampf um die Nachfolge.

Insignien gehen an Ehrengäste und Schützen

Bevor es um die Königswürde ging, wurde der Vogel Stück für Stück gerupft. Die Krone sicherte sich Pater Don Mathew. Das Zepter holte sich der scheidende König Werner Vorholt. Bürgermeister Dirk Kuhmann bewies ebenfalls Treffsicherheit und schoss den Apfel ab.

Den linken Flügel holte Nick Nattefort von der Stange, der rechte Flügel ging an Markus Hoffjann. Den Schwanz sicherte sich Jens Kreierhoff. Damit war der Weg frei für das eigentliche Königsschießen.

Foto: Petra Bosse

Zu den Ehrengästen im Pastors Busch gehörten Bürgermeister Dirk Kuhmann, Pater Don Mathew, Pater Johnsun und Pastor Dr. Fabian Tillig. Sie erlebten ein Vogelschießen, das den Schützen einiges abverlangte.

Erst mehrere Anwärter, dann steigt Siegbert Nagel ein

Zunächst traten Berthold Ronau, Tim Flück, Peter Flück und Tobias Döning als Königsanwärter an. Später kam Siegbert Nagel spontan dazu. Aus dem Kreis der Bewerber entwickelte sich im weiteren Verlauf vor allem ein Duell zwischen Berthold Ronau und Siegbert Nagel.

Blick zum Vogel. Foto: Petra Bosse

Der Vogel machte es den Anwärtern nicht leicht. Treffer um Treffer schlug ein, doch der Rest blieb hartnäckig an der Stange. Immer wieder sah es so aus, als könnte der entscheidende Moment nahe sein. Dann hielt der Vogel doch wieder stand.

Kräftezehrendes Duell im Pastors Busch

Besonders die Schlussphase zog sich hin. Berthold Ronau und Siegbert Nagel lieferten sich ein langes und kräfteraubendes Duell. Der Kugelfang war bereits deutlich gezeichnet, der Vogel steckte Salve um Salve ein. Doch fallen wollte er lange nicht.

Berthold Ronau rieb sich zwischendurch die schmerzende Schulter. Siegbert Nagel blieb dran. So wurde aus dem Königsschießen ein Geduldsspiel, bei dem die Spannung mit jedem Schuss wuchs. Die Zuschauer feuerten beide Schützen immer wieder an und begleiteten das zähe Ringen mit Applaus und Zurufen.

Am Ende passte sogar der Name zum Bild: Siegbert Nagel setzte sich gegen den letzten „Nagel“ im Vogel durch. Mit dem 400. Schuss fiel um 16.32 Uhr die Entscheidung. Im Pastors Busch brach Jubel aus.

Erfrischung für den König. Foto: Petra Bosse

Feuerwehrleute übernehmen den Thron

Nach dem erlösenden Treffer wurde Siegbert Nagel von den Schützen gefeiert. Mit Tina Rosenberger an seiner Seite führt er nun den Allgemeinen St.-Johannis-Bürgerschützenverein Raesfeld als neues Königspaar an.

Auch der neue Thron dürfte in Raesfeld schnell Gesprächsthema sein. Mit Siegbert Nagel, Ralf Kock und Berthold Ronau stehen gleich drei Brandmeister der Feuerwehr Raesfeld im Mittelpunkt. Nach einem langen Kampf mit einem besonders widerspenstigen Vogel liegt die Regentschaft damit fest in den Händen erfahrener Feuerwehrleute.

Foto: Petra Bosse

Krönungsball am Abend

Nach der Entscheidung im Pastors Busch ging das Schützenfest in seine letzte große Runde. Am Abend standen Proklamation, Umzug durch das Dorf und der Krönungsball im Festzelt auf dem Programm. Dort wurde das neue Königspaar offiziell gefeiert.

Für die Raesfelder Schützen endete damit ein Festwochenende mit vielen traditionellen Programmpunkten, guter Stimmung und einem Vogelschießen, das den Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Vor allem das lange Schlussduell zwischen Berthold Ronau und Siegbert Nagel machte den Schützenfestmontag zu einem spannenden Finale.

Der neue Thron des St. Johannis Bürgerschüttzenverein Raesfeld 2026
Der neue Thron des St. Johannis Bürgerschüttzenverein Raesfeld 2026. Foto: Petra Bosse

Königsschießen im Video

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Raesfelder Schachmädchen überzeugen beim Bundesfinale in Düsseldorf

Die Raesfelder Schachmädchen der St.-Sebastian-Schule haben beim Bundesfinale der Deutschen Schulschachmeisterschaft der Mädchen in Düsseldorf einen starken Auftritt gezeigt. Mit Platz 19 unter 28 Teams feierte die Schach-AG nur wenige Wochen nach dem Erfolg in Willingen den nächsten Achtungserfolg auf Bundesebene.

Raesfelder Schachmädchen starten als Außenseiterinnen

Nur wenige Wochen nach dem erfolgreichen Abschneiden der Schachmannschaft der St.-Sebastian-Schule Raesfeld bei den Deutschen Schulschachmeisterschaften in Willingen durfte sich auch das Mädchenteam über einen gelungenen Auftritt auf Bundesebene freuen.

Beim Bundesfinale der Deutschen Schulschachmeisterschaft der Mädchen in Düsseldorf erreichten die fünf Raesfelderinnen einen starken 19. Platz. Damit sorgten die Raesfelder Schachmädchen für einen weiteren Erfolg der Schach-AG.

raesfelder-schachmaedchen-bundesfinale-duesseldorf.jpg
Foto: Schach AG

Die Voraussetzungen waren zunächst alles andere als einfach. Bei den Landesmeisterschaften in Hamm hatte das Team den direkten Qualifikationsplatz knapp verpasst. Erst über einen Nachrückerplatz wurde die Mannschaft für das Bundesfinale nominiert.

Starke Leistung im siebenrundigen Turnier

Als Außenseiterinnen gestartet, zeigten die Raesfelder Schachmädchen in dem siebenrundigen Turnier eine überzeugende Leistung. Mit zwei Mannschaftssiegen und zwei Unentschieden sammelten sie 6:8 Mannschaftspunkte.

Am Ende belegte das Team unter 28 Mannschaften einen respektablen 19. Platz. Für die jungen Spielerinnen war es ein wertvoller Auftritt auf Bundesebene.

An den beiden Spitzenbrettern überzeugten Maja Gröniger und Ronja Schwane, die den Großteil ihrer Partien für sich entscheiden konnten. Auch Marie Makollus, Lilia Hater und Lina Gröniger steuerten wichtige Punkte zum guten Gesamtergebnis bei und bewiesen großen Kampfgeist.

raesfelder-schachmaedchen-bundesfinale-duesseldorf.jpg
Foto: Schach AG

Rahmenprogramm sorgt für Abwechslung

Neben dem sportlichen Wettbewerb kam auch der Spaß nicht zu kurz. Das abwechslungsreiche Rahmenprogramm mit Outdoor-Schachvarianten, Wasserspielen und weiteren Freizeitangeboten sorgte zwischen den Turnierpartien für willkommene Abwechslung.

Ein besonderes Highlight war der Gewinn eines Hauptpreises beim Tandemturnier. Darüber durften sich Maja Gröniger und Ronja Schwane freuen.

Betreuer zieht positives Fazit

„Die Kinder hatten viel Spaß und wir haben unsere Ziele erreicht“, zog Betreuer Manfred Grömping ein rundum positives Fazit.

Ziel sei es gewesen, allen Kindern Erfolgserlebnisse am Brett zu ermöglichen und gemeinsam als Mannschaft unvergessliche Erfahrungen bei einer Deutschen Meisterschaft zu sammeln.

Motivation für das kommende Jahr ist groß

Die Motivation für die Zukunft ist bereits groß. Marie Makollus und Lina Gröniger, die auch im kommenden Jahr noch für die Grundschulmeisterschaften spielberechtigt sind, möchten sich dann mit ihrem Team erneut für das Bundesfinale qualifizieren.

Den Titel der Deutschen Grundschulmeisterinnen sicherte sich in diesem Jahr die Dreisprachige Internationale Grundschule Magdeburg vor der Grundschule Windmühlenweg aus Hamburg.

Großer Zapfenstreich eröffnet Schützenfest in Raesfeld 2026

Nach der offiziellen Kranzniederlegung und dem Totengedenken am Ehrenmal auf dem Raesfelder Friedhof ist das Schützenfest Raesfeld am Samstagabend traditionell mit dem Großen Zapfenstreich vor dem Rathaus eröffnet worden. Im Mittelpunkt stand dabei auch der amtierende Königsthron 2025: Werner Nienhaus, Ruth Baumeister, König Werner Vorholt, Königin Kerstin Bleker, Heiko Büsken und Heike Dirks.

Zapfenstreich eröffnet Schützenfest Raesfeld
Amtierendes Königspaar Raesfeld: König Werner Vorholt und Königin Kerstin Bleker. Foto: Petra Bosse

Feierlicher Auftakt vor dem Rathaus

Nach dem Gedenken auf dem Friedhof verlagerte sich das Geschehen in den Ortskern. Vor dem Rathaus versammelten sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher zum Großen Zapfenstreich, der als fester Bestandteil des Schützenfestes gilt.

Musikalisch gestaltet wurde das Zeremoniell von den Raesfelder Fanfaren, dem Spielmannszug Heiden und den Raesfelder Burgmusikanten. Gemeinsam sorgten die Musikerinnen und Musiker für den feierlichen Rahmen. Unterstützt wurde der Auftakt von den Böllerschützen, deren laute Salutschüsse das Zeremoniell begleiteten.

Schützenfest Raesfeld startet mit Zapfenstreich
Foto: Petra Bosse

Parade ins Festzelt an der Marbecker Straße

Im Anschluss zog die Parade weiter zum Festzelt an der Marbecker Straße. Dort setzte sich der Abend mit dem offiziellen Festprogramm und einer großen Party fort.

Auffällig war, dass bereits früh am Abend viele Jugendliche und junge Erwachsene den Weg ins Festzelt fanden. Neben Besucherinnen und Besuchern aus Raesfeld waren auch viele Gäste aus Borken, Dorsten und Gelsenkirchen dabei.

Schützenfest Raesfeld startet mit Zapfenstreich
Foto: Petra Bosse

Bierstand und Kirmes schnell gefragt

Das warme Wetter machte sich rund um das Festgelände schnell bemerkbar. Vor allem der Bierstand vor dem Zelt wurde schon früh stark frequentiert.

Vor dem Festzelt wartete in diesem Jahr außerdem wieder eine kleine Kirmes auf die Gäste. Dazu gehörten eine Schießbude, Karussells und ein Imbissstand. Das sorgte schon vor dem eigentlichen Partyhöhepunkt für Betrieb auf dem Gelände.

Kirmes Schützenfest Raesfeld 2026
Foto: Petra Bosse

Die Party kam später richtig in Fahrt

Im Festzelt selbst entwickelte sich die Stimmung im Laufe des Abends. Während es anfangs noch ruhiger zuging, nahm die Feier zu späterer Stunde deutlich Fahrt auf.

Viele Gäste blieben nach dem offiziellen Auftakt vor Ort und feierten gemeinsam weiter. Damit setzte sich der erste große Schützenfestabend in Raesfeld bis tief in die Nacht fort.

Schützenfest Samstag Raesfeld 2026
Frisch aus Dorsten eingetroffen, um in Raesfeld zu feiern. Foto: Petra Bosse

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Was ist ein Großer Zapfenstreich?

Der Große Zapfenstreich ist ein feierliches musikalisches Zeremoniell, das vor allem aus dem militärischen Bereich bekannt ist. Heute wird er auch bei besonderen Anlässen von Schützenvereinen und Traditionsgemeinschaften aufgeführt.

Typisch sind dabei ein festgelegter Ablauf, Musikstücke von Spielleuten und Blasmusik sowie eine besonders würdige Atmosphäre. In vielen Orten gehört der Große Zapfenstreich zu den Höhepunkten eines Schützenfestes, weil er Tradition, Gemeinschaft und feierlichen Auftakt miteinander verbindet.

Kirmes- und Bierstand Schützenfestplatz Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Woher stammt der Große Zapfenstreich?

Der Ursprung des Begriffs reicht mehrere Jahrhunderte zurück. Historisch bezeichnete der „Zapfenstreich“ das Signal, mit dem in Militärlagern das abendliche Ausschänken von Getränken beendet wurde. Der Wirt schlug dabei sinngemäß den Zapfen ins Fass, um die Ausgabe zu beenden.

Aus diesem Signal entwickelte sich im Laufe der Zeit ein militärisches Zeremoniell. Später erhielt der Große Zapfenstreich seine feste Form mit Musik, Marschelementen und feierlichem Ablauf. In Deutschland gilt er heute als eines der bekanntesten traditionellen Zeremonielle.

Landrat Dr. Kai Zwicker: „Die positive Entwicklung der SGB-II-Arbeitslosen aus den Vormonaten setzt sich auch zu Sommerbeginn fort – die Zahlen sinken weiter“

Aktuell 5.523 SGB-II-Arbeitslose im Kreis Borken

Kreis Borken (pd). Die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen ist im Juni 2026 weiter gesunken. Das teilt Landrat Dr. Kai Zwicker jetzt mit. „Die positiven saisonalen Effekte setzen sich fort.“, erklärt Dr. Zwicker. Das „Jobcenter im Kreis Borken“ weist für den Monat Juni 2026 insgesamt 5.523 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind.

Im Vergleich zum Vormonat Mai 2026 ist die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen damit um 79 Personen gesunken. Im Vorjahres-Vergleich zum Juni 2025 hat sich die Zahl deutlich um 817 reduziert. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen im Kreisgebiet ist im Vergleich zum Vormonat ebenfalls gesunken und liegt nun bei 2,4 Prozent (Mai 2026: 2,5 Prozent, Juni 2025: 2,8 Prozent).

Die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist ebenfalls zurückgegangen: Sie liegt im Juni 2026 bei 10.604 Personen (-117 Personen gegenüber dem Vormonat). Hierzu gehören auch Männer und Frauen, die aktuell an Eingliederungsmaßnahmen teilnehmen und Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit nicht zur Verfügung stehen. Personen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen nach dem 2. Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen sind, zählen ebenfalls zu dieser Gruppe.

Inklusive deren Kinder unter 15 Jahren und der weiteren nicht erwerbsfähigen Angehörigen haben im Mai 2026 ingesamt 14.814 Personen (-209 gegenüber dem Vormonat) in 7.561 Bedarfsgemeinschaften (-89 gegenüber dem Vormonat) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat sind die Zahlen deutlich zurückgegangen: So gab es im Juni 2025 noch 902 Bedarfsgemeinschaften und sogar 1.188 erwerbsfähige Leistungsberechtigte mehr.

Die aktuellen Arbeitslosenzahlen im SGB II in den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes sind der beigefügten Grafik zu entnehmen.

Die Arbeitslosenquote von 2,4 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen.

Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig. Die hilfsweisen Quoten sind der ebenfalls beigefügten Grafik zu entnehmen.

Das neue Weiterbildungsprogramm des Bildungswerkes Raesfeld erscheint am 15. Juli 2026

Das neue Weiterbildungsprogramm des Bildungswerkes Raesfeld für das 2. Semester 2026 erscheint am Mittwoch, den 15. Juli 2026 und liegt an den bekannten Stellen in Raesfeld und Erle sowie in den umliegenden Gemeinden zur kostenlosen Mitnahme aus.

Außerdem ist das komplette Kursangebot im Internet unter www.bw-raesfeld.de und auf der Facebook-Seite unter www.facebook/Bildungswerk Raesfeld einzusehen.

Anmeldungen für sämtliche Kurse sind ab dem 15. Juli 2026 im Sekretariat des Bildungswerkes unter der Tel.-Nr. 02865 10073, im Internet unter www.bw-raesfeld.de oder schriftlich (Bildungswerk Raesfeld, Weseler Str. 32, 46348 Raesfeld) möglich.

Das vielseitige Programm mit rund 300 Veranstaltungen umfasst Kurse/Seminare aus den Bereichen:

• Kulturelles, Tagesfahrten und Fotografie

• Gesellschaft und Soziales

• Familienbildung

• Praxiswissen Selbstständigkeit, Berufliche Bildung und digitale Medien

• Fremdsprachen

• Gesundheitsbildung

• Musik- und Tanz

• Hauswirtschaft, Kreativität, Kosmetik

• Erneuerbare Energien und Natur

• Erste Hilfe

Das Bildungswerk Raesfeld versteht sich als Partner für lebenslanges Lernen und begleitet Sie auf Ihrem persönlichen und beruflichen Bildungsweg. Auch im 2. Semester 2026 erwartet Sie ein abwechslungsreiches, qualitätsorientiertes Programm mit Kursen, Seminaren, Fortbildungen und Vorträgen, das vielfältige Interessen und unterschiedliche Lebenssituationen berücksichtigt.

Besonders empfohlen werden die gebührenfreien Angebote in der Kategorie 4.1 mit dem Oberbegriff „Selbstständig und erfolgreich – Praxistipps und Wissen für Unternehmer, Kleingewerbe und Selbstständige“, die allen Interessierten einen unkomplizierten Zugang zu attraktiven Bildungsangeboten ermöglichen.

Ergänzt wird das Programm durch besondere Veranstaltungs-Highlights wie das Kabarett mit „Stephan Bauer“ mit dem Motto: „Weihnachten fällt aus! Josef gesteht alles!“, die „Multivisionsshow über „Peru“ sowie der Impuls-Vortrag einer Zeitensammlerin „Lebe jeden Tag, auf dass etwas von dir bleibt“. Darüber hinaus erwarten Sie interessante Betriebsbesichtigungen, ein abwechslungsreiches Familienprogramm sowie ein umfangreiches Angebot in den Bereichen Gesundheit, Bewegung und Freizeit.

Das Weiterbildungsprogramm wird auch während des 2. Semesters 2026 kontinuierlich um neue Kurse und Veranstaltungsformate erweitert. Ein regelmäßiger Besuch der Homepage des Bildungswerkes lohnt sich daher jederzeit.

Aktuelle Informationen und Neuigkeiten finden Sie außerdem auf der Facebook-Seite.

Bei Fragen zum Programm oder zur Anmeldung stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen des Bildungswerkes gerne unter der Telefon-Nr. 02865-10073 zur Verfügung.

Singen und Geschichte an der Femeiche: Heimatverein Erle lädt ein

Der Heimatverein Erle lädt am Wochenende zu zwei Terminen rund um die Femeiche ein. Am Samstag steht eine Führung mit geschichtlichem Einblick auf dem Programm, am Sonntag folgt das offene Singen unter den Kastanien.

Offenes Singen unter den Kastanien

Am Sonntag, 5. Juli, veranstaltet der Heimatverein Erle wieder das alljährliche offene Singen unter den Kastanien an der Femeiche. Zur Gitarrenbegleitung werden Lieder und Schlager aus dem deutschen und internationalen Liedgut gesungen.

Im zweiten Teil der Veranstaltung können die Teilnehmenden auch eigene Liederwünsche äußern. In der Pause bietet der Heimatverein Kaffee, Kuchen und Kaltgetränke an. Eingeladen sind alle, die Freude am gemeinsamen Singen haben.

Führung an der Femeiche wird vorgezogen

Wegen des offenen Singens am Sonntag wird die monatliche Führung an der Femeiche auf Samstag, 4. Juli, vorgezogen. Beginn ist um 15 Uhr an der Femeiche, Ekhornsloh 17.

Carlo Behler erzählt als Freigraf Bernd de Duiker in mittelalterlicher Gewandung über seine Tätigkeit als Vorsitzender des Femegerichts und über die Geschichte des rund 1000 Jahre alten Nationalerbe-Baums.

Femegerichtsverhandlung von 1441 wird nachgespielt

Ein besonderer Teil der Führung ist das Nachspielen einer urkundlich überlieferten Femegerichtsverhandlung aus dem Jahr 1441. Dabei erhalten die Teilnehmenden einen anschaulichen Eindruck davon, welche Bedeutung die Femeiche in früheren Jahrhunderten hatte.

Anschließend geht es ins nahegelegene Heimathaus an der Silvesterstraße 5. Dort wird die Ausstellung über die Femeiche gezeigt. Nach Angaben des Heimatvereins würden dort einzelne Informationen erweitert und vertieft. Auch die weiteren Ausstellungen im Heimathaus können besichtigt werden.

Bastis Bücherbude in der St. Sebastian – Schule öffnet Türen zu neuen Lesewelten

Mit einem gemeinsamen Countdown und großer Vorfreude ist an der St.-Sebastian-Schule die neue Schulbücherei „Bastis Bücherbude“ eröffnet worden. Die Schülerinnen und Schüler verfolgten den besonderen Moment teils vor Ort, teils per Livestream in ihren Klassenräumen. Künftig soll Bastis Bücherbude die Freude am Lesen fördern und zu einem lebendigen Treffpunkt der Schulgemeinschaft werden.

Bastis Bücherbude als neuer Ort für Lesefreude

Mit großer Begeisterung wurde an der St.-Sebastian-Schule die neue Schulbücherei „Bastis Bücherbude“ feierlich eröffnet. Da nicht alle Klassen gleichzeitig in der Bücherei dabei sein konnten, wurde die Eröffnung per Livestream übertragen. So konnten alle Schülerinnen und Schüler diesen besonderen Moment gemeinsam miterleben.

Bastis Bücherbude eröffnet an der St.-Sebastian-Schule
Foto: Presse

In seiner Eröffnungsrede betonte Schulleiter Thomas Schlüter die Bedeutung von Büchern für die Entwicklung von Kindern. „Wenn ihr ein Buch aufschlagt, öffnet ihr gleichzeitig eine Tür in eine neue Welt“, erklärte er.

Bücher ermöglichten Abenteuer, regten die Fantasie an, stärkten die Sprachkompetenz und vermittelten Werte wie Freundschaft, Mut und Zusammenhalt. Die neue Schulbücherei solle deshalb ein Ort sein, an dem Kinder neugierig stöbern, gemeinsam lesen und ihre Begeisterung für Geschichten teilen.

Schüler wählten den Namen aus

Ein besonderer Blickfang in Bastis Bücherbude ist das liebevoll gestaltete Logo beziehungsweise Bild der Schulbücherei. Es wurde von Tilda, einer Viertklässlerin, entworfen und gibt der neuen Bücherei ein unverwechselbares Gesicht.

Auch der Name „Bastis Bücherbude“ stammt aus der Schulgemeinschaft. Die Schülerinnen und Schüler konnten unter mehreren Vorschlägen abstimmen und entschieden sich mehrheitlich für diesen originellen Namen.

Viel Engagement bei der Vorbereitung der Schulbücherei

Großen Applaus erhielten die Lehrerinnen Diana Kroes und Nicole Gröting. Sie hatten die Schulbücherei in monatelanger Arbeit vorbereitet und eingerichtet.

Mit viel Engagement kategorisierten sie den umfangreichen Bücherbestand, bestückten die Regale und sorgten mit liebevoller Dekoration für eine gemütliche und einladende Atmosphäre. Ihr Einsatz machte die Verwirklichung des Projekts überhaupt erst möglich.

Bastis Bücherbude wird neuer Treffpunkt für kleine Leseratten
Foto: Presse

Schülerkanzler erklärten Ausleihe und Rückgabe

Nach der offiziellen Eröffnung übernahmen die Schülerkanzler Torben und Frieda das Wort. Sie erklärten den Schülerinnen und Schülern anschaulich den Aufbau von Bastis Bücherbude.

Dabei zeigten sie die verschiedenen Buchkategorien und erläuterten, wie die Ausleihe und Rückgabe der Bücher funktioniert. So konnten sich die Kinder schnell orientieren und direkt ihre ersten Lieblingsbücher entdecken.

Bastis Bücherbude wird neuer Treffpunkt für kleine Leseratten
Foto_ Presse

Bastis Bücherbude bietet Bücher für viele Interessen

Bastis Bücherbude bietet künftig eine große Auswahl an Krimis, lustigen Geschichten, Tier- und Sachbüchern, Comics sowie vielen weiteren Büchern für unterschiedliche Altersgruppen und Interessen.

Ziel ist es, die Freude am Lesen zu fördern und die neue Schulbücherei zu einem lebendigen Treffpunkt für die gesamte Schulgemeinschaft zu machen.

Mit der Eröffnung ist an der St.-Sebastian-Schule ein Ort entstanden, der zum Lesen, Entdecken und Verweilen einlädt. Für viele Kinder beginnt dort schon bald das nächste große Abenteuer zwischen zwei Buchdeckeln.

Raesfelder Landwirt Alexander Nienhaus im Finale um den CERES AWARD 2026

Der Raesfelder Landwirt Alexander Nienhaus gehört zu den Finalisten des CERES AWARD 2026 in der Kategorie Schwein. Besonders ist sein Tierwohlkonzept mit Stroh, Auslauf, Ringelschwanz und freiem Abferkeln. Jetzt besuchte die Jury seinen Hof, um sich vor Ort ein Bild von der Arbeit und dem Haltungskonzept zu machen.

Die Jury auf dem Neulandhof.
Die Jury auf dem Neulandhof. Foto: Horst Andresen

Jury besucht den Neulandhof in Raesfeld

Neugierige Ferkel der Schweinerasse Pietrain.begrüßten die Besucher schon beim Rundgang durch den Stall. Sie liefen auf Stroh, blieben kurz stehen und beobachteten die Gruppe, bevor sie wieder zwischen den Buchten verschwanden. Auf dem Neulandhof Nienhaus an der Löchter Kämpe in Raesfeld herrschte in diesem Donnerstag Mittag besondere Aufmerksamkeit. Die Jury des CERES AWARD 2026 machte Station auf dem Familienbetrieb, um den Hof von Alexander Nienhaus kennenzulernen. Der 30-jährige Landwirt gehört zu den drei Finalisten in der Kategorie Schwein und darf sich damit weiterhin Hoffnungen auf den Titel „Landwirt des Jahres 2026“ machen.

Tierwohl mit Stroh, Auslauf und Ringelschwanz
Foto: Petra Bosse

Gemeinsam mit seiner Mutter Annette Nienhaus führte er die Jurymitglieder über den Betrieb und erläuterte das Haltungskonzept sowie die Entwicklung des Hofes.

Tierwohl steht im Mittelpunkt

Für Alexander Nienhaus spielt die Haltungsform eine zentrale Rolle. Er berichtete, dass sich der Betrieb bereits vor einigen Jahren bewusst für die Zusammenarbeit mit Neuland entschieden habe. Hinter diesem Konzept stehe die Familie voll und ganz. Er freue sich darüber, dass der Absatz entsprechend funktioniere und die besondere Haltungsform gemeinsam mit Neuland umgesetzt werden könne.

Auf dem Hof leben nach seinen Angaben rund 200 Muttersauen. Jährlich würden dort etwa 6.000 Ferkel geboren.

Landwirt Alexander Nienhaus vor seinem Ferkelstall Neulandhof in Raesfeld
Landwirt Alexander Nienhaus vor seinem Ferkelstall Neulandhof in Raesfeld. Foto: Petra Bosse

Tierwohl mit Stroh, Auslauf und Ringelschwanz

Nienhaus bewirtschaftet einen rund 75 Hektar großen Betrieb. Nach der Übernahme des elterlichen Hofes führte er diesen wieder in den Vollerwerb und investierte in den Um- und Neubau der Ställe nach Tierwohlvorgaben. Die Schweine behalten ihren Ringelschwanz, stehen auf Stroh und verfügen über mehr Platz sowie Auslauf. Eine Besonderheit des Betriebes ist ein moderner Sauenstall mit Gruppensäugen, Strohhaltung und Auslauf. Hinzu kommen selbst entwickelte Abferkelbuchten, die freies Abferkeln ermöglichen sollen.

Ferkel haben auf dem Neulandhof in Raesfeld viel Auslauf
Die Ferkel haben auf dem Neulandhof in Raesfeld viel Auslauf. Foto: Petra Bosse

Vor-Ort-Termin entscheidet über die Finalisten

Der Besuch der Jury ist ein wichtiger Bestandteil des Wettbewerbs. Aktuell besuchen die Jurorinnen und Juroren alle Finalistinnen und Finalisten im deutschsprachigen Raum. Nach den Hofbesuchen entscheiden sie über die Siegerinnen und Sieger der einzelnen Kategorien.

Wer sich in seiner Kategorie durchsetzt, hat anschließend die Chance auf die höchste Auszeichnung des Wettbewerbs – den Titel „Landwirtin oder Landwirt des Jahres 2026“.

Glückliche Ferkel auf dem Hof Nienhaus in Raesfeld
Foto: Horst Andresen

Preisverleihung im Oktober in Berlin

Der CERES AWARD wird vom Fachmedium agrarheute aus dem dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag vergeben. Ausgezeichnet werden landwirtschaftliche Unternehmerinnen und Unternehmer, die wirtschaftlichen Erfolg mit Verantwortung für Mensch, Tier und Natur verbinden.

2026 gehen insgesamt 21 Finalistinnen und Finalisten in sieben Kategorien an den Start. Zusätzlich wird erstmals ein Sonderpreis der Initiative Tierwohl vergeben.

Ferkel haben auf dem Neulandhof in Raesfeld viel Auslauf
Tierwohl mit neugierigen Ferkel auf Stroh, Auslauf und Ringelschwanz Foto: Petra Bosse

Die Preisverleihung findet am 21. Oktober 2026 im KOSMOS in Berlin statt. Das Gesamtpreisgeld beträgt 29.500 Euro. Der Titel „Landwirtin oder Landwirt des Jahres“ ist mit 20.000 Euro dotiert. Die Siegerinnen und Sieger der sieben Kategorien erhalten jeweils 1.000 Euro. Der Sonderpreis der Initiative Tierwohl ist mit 2.500 Euro ausgestattet.

Koalition packt Reformpaket aus: Über 30 Punkte für Deutschland

„Wir wollen Deutschland wieder flott kriegen“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz nach dem Koalitionsausschuss in Berlin. CDU, CSU und SPD haben sich auf ein Reformpaket mit über 30 Maßnahmen verständigt.

Die Koalition plant unter anderem strengere Regeln bei der Krankschreibung, Steuerentlastungen, weniger Bürokratie, mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt, Investitionen in Zukunftstechnologien und ein härteres Vorgehen gegen Sozialleistungsmissbrauch. Viele Vorhaben muss die Bundesregierung nun noch in konkrete Gesetze fassen.

Koalition will Krankschreibung verschärfen

CDU, CSU und SPD wollen die telefonische Krankschreibung abschaffen. Außerdem müssten Beschäftigte künftig bereits ab dem ersten Krankheitstag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen. Die Koalition will auch härter gegen falsch ausgestellte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen vorgehen.

Koalition will Befristungen ausweiten

Sachgrundlose Befristungen sollen für Arbeitnehmer, die bis zum 31. Dezember 2030 eingestellt werden, bis zu 48 Monate möglich sein. Innerhalb dieses Zeitraums könnten Arbeitgeber Verträge bis zu sechsmal verlängern. Außerdem will die Koalition eine erneute Ersteinstellung beim selben Arbeitgeber ermöglichen. Damit will sie mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt schaffen.

Arbeitszeit und Sonntagsöffnungen

Eine umfassende Flexibilisierung der Arbeitszeit hat die Koalition zunächst nicht beschlossen. Längere Sonntagsöffnungszeiten für Bäckereien, Konditoreien und Bibliotheken sollen aber zum 1. Januar 2027 in Kraft treten. Zudem will die Koalition die Obergrenzen für steuerlich begünstigte Sonn- und Feiertagszuschläge bis zu einem Stundenlohn von 75 Euro erhöhen. Steuerfreie Zuschläge im Rahmen von Tarifverträgen sollen vollständig beitragsfrei bleiben.

Steuerentlastung für kleinere und mittlere Einkommen

Die Koalition will untere und mittlere Einkommen ab dem 1. Januar 2027 entlasten. Geplant sind unter anderem Anpassungen beim Grundfreibetrag, Kinderfreibetrag, Kindergeld und Arbeitnehmerpauschbetrag. Zudem will die Koalition die zweite Progressionszone abflachen.

Nach Berechnungen der Koalition kann eine berufstätige Familie mit zwei Kindern und einem zu versteuernden Gesamteinkommen von 60.000 Euro ab 2028 gegenüber heute um mehr als 600 Euro pro Jahr entlastet werden. Das Entlastungsvolumen der Reform gibt die Koalition mit rund zehn Milliarden Euro jährlich an.

Reichensteuer soll steigen

Höhere Einkommen sollen künftig stärker zur Finanzierung beitragen. Die sogenannte Reichensteuer soll ab einem zu versteuernden Einkommen von 250.000 Euro bei 45 Prozent greifen. Ab 280.000 Euro plant die Koalition einen neuen Steuersatz von 47 Prozent. Eine Erhöhung der Erbschaft- oder Vermögensteuer sieht das Beschlusspapier nicht vor.

Minijobs werden höher besteuert

Die Koalition will den Pauschalsteuersatz bei sogenannten Mini-Jobs von zwei auf fünf Prozent erhöhen. Außerdem soll die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen sinken. Statt bisher bis zu 1.200 Euro pro Jahr könnten Steuerzahler künftig noch bis zu 900 Euro absetzen.

Arbeitsmarktdrehscheibe und junge Menschen ohne Abschluss

Die Koalition will regionale Arbeitsmarktdrehscheiben als Instrument der Bundesagentur für Arbeit stärken. Sie sollen Beschäftigte, die ihren Arbeitsplatz verlieren könnten, schneller in andere Bereiche vermitteln, in denen Personal gebraucht wird.

Außerdem plant die Koalition ein Programm „Zweite Chance“. Damit will sie die Zahl junger Menschen ohne Schulabschluss oder ohne Ausbildungsabschluss deutlich reduzieren.

Koalition will Mitbestimmung schützen

CDU, CSU und SPD wollen verhindern, dass Unternehmen die deutsche Mitbestimmung durch sogenannte Vorrats-SE umgehen. Bei der geplanten neuen europäischen Gesellschaftsform will sich die Bundesregierung dafür einsetzen, dass Unternehmen nationale Mitbestimmungsrechte nicht unterlaufen.

Bürokratieabbau für Unternehmen

Die Koalition will Berichts- und Dokumentationspflichten reduzieren. Ein Berichtsentlastungsgesetz soll gesetzliche Berichtspflichten gegenüber staatlichen Stellen grundsätzlich aufheben. Nur Pflichten, die die Bundesregierung ausdrücklich begründet, sollen bestehen bleiben.

Auch bei Dokumentationspflichten will die Koalition prüfen, welche Vorgaben entfallen können. Innerhalb von zwölf Monaten soll mindestens jede vierte dieser Pflichten wegfallen, sofern keine EU-rechtlichen oder verfassungsrechtlichen Vorgaben entgegenstehen.

Bei Bundesbehörden soll zudem die Genehmigungsfiktion zum Regelfall werden. Ein Antrag würde dann vier Monate nach Eingang vollständiger Unterlagen als genehmigt gelten, sofern die Behörde keinen besonderen Prüfbedarf anmeldet. Das vollständige Inkrafttreten strebt die Koalition zum 31. Dezember 2027 an.

Datenschutz soll einfacher werden

Die Koalition will die Datenschutzregeln schlanker machen. National sollen einfachere Verfahren und gebündelte Aufsichtsstrukturen helfen. Auf europäischer Ebene will die Bundesregierung Entlastungen für nicht-kommerzielle Tätigkeiten, kleine und mittelständische Unternehmen sowie risikoarme Datenverarbeitungen erreichen. Das Beschlusspapier nennt als Beispiele Kundenlisten von Handwerkern oder Tätigkeiten in Vereinen.

Digitale Steuererklärung geplant

Die Koalition will eine automatisch vorausgefüllte digitale Steuererklärung einführen. Außerdem sollen Finanzämter Unternehmen innerhalb von höchstens vier Wochen eine Steuernummer vergeben. Weitere Vorschläge zur Steuervereinfachung will die Bundesregierung bis Herbst 2026 bündeln.

Lieferkettenregeln sollen begrenzt werden

Die Koalition will die EU-Lieferkettenrichtlinie ohne zusätzliche nationale Verschärfungen umsetzen. Ab Herbst 2026 soll der Anwendungsbereich auf Unternehmen mit mindestens 5.000 Beschäftigten und einem weltweiten Jahresnettoumsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro begrenzt sein. Die Sorgfaltspflichten sollen sich am jeweiligen Risiko orientieren.

Strengeres Vorgehen gegen Sozialleistungsmissbrauch

Das Bundesarbeitsministerium und das Bundesinnenministerium sollen noch im Juli 2026 einen Aktionsplan gegen Sozialleistungsmissbrauch vorlegen. Die Koalition plant unter anderem einen stärkeren Datenaustausch zwischen Sozial-, Ausländer-, Melde-, Finanz-, Sicherheits- und weiteren Behörden. Außerdem sollen Personen, die per Haftbefehl gesucht werden, keine Leistungen erhalten.

Darüber hinaus will die Koalition leistungsrechtliche Regelungen stärker an den rechtmäßigen Aufenthalt knüpfen. Auch Änderungen im Freizügigkeitsrecht sind vorgesehen.

Wohnen und Bauen

Der Bund soll stärker in den Wohnungsbau einsteigen. Dafür plant die Koalition eine Wohnungsbaugesellschaft für bezahlbares Wohnen. Sie soll vor allem dort aktiv werden, wo dauerhaft zu wenig bezahlbarer Wohnraum entsteht.

Zugleich will die Bundesregierung mit einem Bundesgesetz verhindern, dass private Mietwohnungsbestände durch Vergesellschaftungsgesetze auf Landesebene verstaatlicht werden können. Außerdem sollen zusätzliche nationale Kapitalpuffer für Immobilienkredite zum 1. Januar 2027 entfallen. Dadurch will die Koalition mehr Mittel für den Wohnungsbau freisetzen.

Wirtschaft und Zukunftstechnologien

Die Koalition will Investitionen in Zukunftstechnologien stärken. Das Beschlusspapier nennt unter anderem den Automobilsektor, die chemische und pharmazeutische Industrie, Clean Tech, Kreislaufwirtschaft, Maschinenbau, Batteriezellen, Halbleiter und künstliche Intelligenz. Außerdem will die Bundesregierung den Deutschlandfonds zu einem Instrument für strategische Beteiligungen ausbauen.

Außenwirtschaft und Handelsschutz

Die Bundesregierung will eine neue Außenwirtschaftsstrategie entwickeln. Sie plant einen robusteren Schutz gegen unfairen Wettbewerb, unter anderem durch schnellere Anti-Dumping- und Anti-Subventionsmaßnahmen auf europäischer Ebene. Außerdem will die Koalition Handelsbeziehungen breiter aufstellen und die wirtschaftliche Sicherheit stärken.

Rente und Gesundheit

Die Koalition will die Empfehlungen der Alterssicherungskommission in einem Gesetzespaket umsetzen. Dieses Paket soll der Bundestag nach dem Willen der Koalition bis Ende 2026 verabschieden.

Auch die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung bleibt Teil der weiteren Beratungen. Die Koalition will erneute Beitragserhöhungen verhindern. Über konkrete Einsparungen und Änderungen beraten die Fraktionen bereits im parlamentarischen Verfahren.

Wahlrecht noch offen

Zum Bundestagswahlrecht hat die Koalition noch keine endgültigen Beschlüsse gefasst. Entscheidungen seien nach Angaben von Bundeskanzler Friedrich Merz erst bis zum Frühjahr 2027 nötig.

#51 Monatsrückblick im Raesfeld Podcast: Rehkitze, Unfall und Sommerhitze

Der Raesfeld Podcast blickt in Folge 51 auf die wichtigsten Themen des Monats Juni 2026: 39 gerettete Rehkitze, Sommerhitze an der Silvesterschule, kommunale Finanzsorgen und einen Unfall in Raesfeld. Moderatorin Sabrina Czupiol fasst zusammen, was Raesfeld, Erle und den Kreis Borken bewegt hat.

Der Monatsrückblick verbindet die Podcast-Folge mit den passenden Heimatreport-Artikeln. So können Hörer die Themen nachlesen, Fotos ansehen und einzelne Nachrichten aus Raesfeld und Erle vertiefen.

Raesfeld Podcast #51: Das sind die Themen

Im Juni-Rückblick geht es um Natur- und Tierschutz, Schule, Kommunalpolitik, Infrastruktur, Wirtschaft und Blaulichtmeldungen. Die Folge führt vom frühen Drohneneinsatz des Hegerings bis zum angekündigten Kinderflohmarkt in Borken.

39 Rehkitze vor dem Mähtod gerettet

Der Hegering Raesfeld rettete in diesem Jahr 39 Rehkitze vor dem Mähtod. Schon gegen 5 Uhr morgens waren Jungwildretter unterwegs, um Wiesen vor dem Mähen mit Drohnen und Wärmebildkamera abzusuchen.

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Feuerwehr sorgt für Abkühlung an der Silvesterschule

Auf dem Schulhof der Silvesterschule Erle wurde es bei Sommerhitze plötzlich nass. Der Löschzug Erle hatte mehrere Schläuche auf dem heißen Asphalt verlegt und sorgte damit für eine willkommene Abkühlung.

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Containerstandort Silvesterstraße soll aufgewertet werden

Überfüllte Altkleidercontainer, abgestellte Säcke und ausrangierte Kleidung sorgen am Containerstandort an der Silvesterstraße immer wieder für Ärger. Die CDU-Fraktion fordert deshalb eine optische Aufwertung der Fläche.

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LED-Beleuchtung an der Weseler Straße

Die Gemeinde investiert weiter in moderne Infrastruktur. An der Weseler Straße wird die Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik umgestellt.

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Volksbank blickt auf stabiles Geschäftsjahr

Die Volksbank Raesfeld und Erle blickt auf ein solides Geschäftsjahr 2025 zurück. Das betreute Kundenvolumen stieg auf rund 785 Millionen Euro, die Mitglieder beschlossen eine Dividende von vier Prozent.

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Kommunen im Kreis Borken schlagen Alarm

Die finanzielle Lage der Kommunen im Kreis Borken spitzt sich nach Ansicht des Kreises und der Städte und Gemeinden weiter zu. Im Rahmen des Aktionstages „Kommunen am Limit“ fordern sie von Bund und Land eine nachhaltige Finanzierung kommunaler Aufgaben.

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Auto prallt in Raesfeld gegen Wohnhaus

Ein Autofahrer kam in Raesfeld von der Fahrbahn ab und prallte mit seinem Wagen gegen ein Wohnhaus. Dabei stürzte eine Hausecke ein, der Fahrer wurde leicht verletzt.

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Kinderflohmarkt in Borken angekündigt

Familien können sich bereits einen Termin vormerken: Der beliebte Kinderflohmarkt in Borken geht 2026 in die nächste Runde. Geplant ist der Markt am Samstag, 22. August 2026, von 10 bis 15 Uhr in der Borkener Innenstadt.

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Das war der Monatsrückblick Juni im Raesfeld Podcast. Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Weitere Nachrichten, Termine und Hintergründe aus Raesfeld und Erle gibt es täglich auf Heimatreport.

Tankstelle in Raesfeld: Spritpreise springen wieder über zwei Euro

Seit heute, Mittwochmittag müssen Autofahrer in Raesfeld wieder deutlich tiefer in die Tasche greifen. Mit dem Auslaufen des gesetzlichen Tankrabatts zum 1. Juli sind die Kraftstoffpreise an den Tankstellen spürbar gestiegen. Pünktlich ab 12 Uhr machte sich die Rückkehr zur höheren Besteuerung an den Preistafeln bemerkbar.

Während der Tankrabatt in den vergangenen zwei Monaten Benzin und Diesel um rund 17 Cent pro Liter entlastet hatte, ist dieser Effekt nun weggefallen. Von Montag bis heute sogar um 18 Cent beispielsweise bei Super E. Die Zwei-Euro-Marke ist an den Zapfsäulen in Raesfeld, aktuell bei Super und Super Plus wieder überschritten.

Tankrabatt lief nach zwei Monaten aus

Der Tankrabatt war bundesweit für zwei Monate eingeführt worden, um Autofahrer angesichts hoher Energiepreise zu entlasten. Er galt vom 1. Mai bis zum 30. Juni 2026. Seit dem 1. Juli wird auf Benzin und Diesel wieder die reguläre Energiesteuer erhoben.

Rechnerisch fällt damit eine Entlastung von rund 17 Cent pro Liter weg. Wie stark der Preis an der einzelnen Tankstelle steigt, hängt allerdings nicht allein von der Steuer ab. Auch Ölpreis, Wettbewerb, Tageszeit und Preisstrategie der Anbieter spielen eine Rolle. Kritiker werfen den Ölkonzernen seit Monaten vor, ihre Marktstellung auszunutzen und ihren Profit auf Kosten der Autofahrer zu maximieren.

Preise deutlich über zwei Euro

In Raesfeld zeigt sich am Mittwochmittag ein klares Bild: Die Preise liegen wieder deutlich über zwei Euro. Damit ist Tanken für viele Haushalte erneut ein spürbarer Kostenfaktor. Wer einen 50-Liter-Tank füllt, muss gegenüber der Rabattphase rechnerisch mit Mehrkosten von rund 8,50 Euro rechnen, sofern der weggefallene Rabatt vollständig im Preis sichtbar wird.

Ob sich die Preise im Laufe des Tages oder in den kommenden Tagen wieder etwas nach unten bewegen, bleibt offen. Erfahrungsgemäß schwanken die Kraftstoffpreise im Tagesverlauf deutlich. Dennoch ist klar: Die Entlastung an der Zapfsäule ist vorbei.

Gewitter setzt Wildwarnanlage an der B224 außer Gefecht

Die Wildwarnanlage in Schermbeck ist defekt. Beim letzten Gewitter wurden vier der acht Detektoren beschädigt. Wie lange die Reparatur dauert, ist derzeit bislang nicht absehbar.

Die Anlage an der B224 wurde eingerichtet, um gefährlichen Zusammenstößen mit Großwild möglichst zu vermeiden. Sie arbeitet mit Infrarotsensoren, die die Seitenräume der Bundesstraße erfassen. Sobald ein Tier den Bereich betritt, blinken LED-Warnleuchten auf. Das System ist Teil eines Tierkorridors, zu dem auch eine Grünbrücke über die Autobahn A31 gehört. Die Anlage wird vom Regionalverband Ruhr (RVR) betreut.

Rückblick: Wildwarnanlage zeigte schon 2013 Wirkung

Bereits 2013 hatte Revierförster Christoph Beemelmans eine positive Bilanz zur Wildwarnanlage und zur Einzäunung der B224 zwischen Erle und Dorsten gezogen. Seinerzeit habe sich der Aufwand aus seiner Sicht gelohnt. Die Zahl der Wildunfälle sei deutlich zurückgegangen.

Wildwarnanlage an der B224 zwischen Erle, Schermbeck und Dorsten
Förster Christoph Beemelmans an der Wildwarnanlage B224. Foto: Petra Bosse/Archiv

Die Einzäunung entlang der Strecke hatte rund 450.000 Euro gekostet und bei der Inbetriebnahme für Aufmerksamkeit gesorgt. Nach Angaben Beemelmans habe es im damals zurückliegenden Jahr nur noch zwei Wildunfälle gegeben. Die Unfälle seien damit „fast gegen null zurückgegangen“, erklärte er seinerzeit.

Aufwandsentschädigungen Freiwillige Feuerwehr Raesfeld: Hauptausschuss stimmt einstimmig zu

Die Aufwandsentschädigungen Freiwillige Feuerwehr Raesfeld werden ab 2026 neu geregelt. Der Hauptausschuss hat am Montag einstimmig beschlossen, die Pauschalen für Funktionsträger und bestimmte Aufgabenbereiche an die Entschädigungsverordnung NRW zu koppeln. Für die Gemeinde entstehen dadurch jährliche Gesamtaufwendungen von 23.227,50 Euro.

Aufwandsentschädigungen Freiwillige Feuerwehr Raesfeld werden angepasst

Die Gemeinde Raesfeld passt die Aufwandsentschädigungen für Funktionsträger der Freiwilligen Feuerwehr ab dem 1. Januar 2026 an. Der Hauptausschuss folgte damit einstimmig der Verwaltungsvorlage.

Künftig werden die Entschädigungen an die Entschädigungsverordnung NRW für Ratsmitglieder gekoppelt. Das bedeutet: Wenn sich die dort festgelegten Sätze ändern, werden auch die Pauschalen für die Feuerwehr automatisch angepasst. Eine erneute politische Entscheidung wäre dann nicht jedes Mal erforderlich.

Als Grundlage dient die sogenannte Vollpauschale für Ratsmitglieder. Raesfeld fällt nach Einwohnerzahl in die Kategorie der Kommunen mit 10.001 bis 20.000 Einwohnern. Ab dem 1. Januar 2026 beträgt diese Vollpauschale 309,70 Euro monatlich.

Diese Funktionsträger sind gemeint

Die neue Regelung betrifft nicht alle Mitglieder der Feuerwehr, sondern bestimmte Funktionsträger und klar benannte Aufgabenbereiche. Die Freiwillige Feuerwehr Raesfeld hat aktuell 166 Mitglieder. Davon sind 34 in der Jugendabteilung, 106 im aktiven Dienst und 26 in der Alters- und Ehrenabteilung.

Zu den Funktionsträgern zählen der Leiter der Feuerwehr, zwei stellvertretende Leiter, die Löschzugführer in Erle und Raesfeld, die stellvertretenden Löschzugführer in Erle und Raesfeld sowie der Jugendwart.

Der Leiter der Feuerwehr soll ab 2026 die volle monatliche Pauschale von 309,70 Euro erhalten. Die stellvertretenden Leiter erhalten jeweils 0,75 der Vollpauschale, also 232,28 Euro monatlich. Die Zugführer erhalten jeweils 0,50 der Vollpauschale, das sind 154,85 Euro monatlich. Die stellvertretenden Zugführer sowie der Jugendwart erhalten jeweils 0,25 der Vollpauschale, also 77,43 Euro monatlich.

Auch Kleiderkammer, Atemschutz, Digitalfunk und Gerätewartung

Neben den Funktionsträgern werden auch bestimmte Funktionsbereiche berücksichtigt. Dazu gehören die Kleiderkammer, die Atemschutzwerkstatt, der Digitalfunk und die Gerätewartung.

Für die Kleiderkammer ist eine monatliche Pauschale von 77,43 Euro vorgesehen. Das entspricht 0,25 der Vollpauschale. Für die Bereiche Atemschutzwerkstatt und Digitalfunk sollen jeweils 154,85 Euro monatlich gezahlt werden. Das entspricht 0,50 der Vollpauschale. Für die Gerätewartung sind 232,28 Euro monatlich vorgesehen. Das entspricht 0,75 der Vollpauschale.

Wichtig ist: Diese Pauschalen werden jeweils für den Aufgabenbereich gezahlt, nicht für jedes einzelne Feuerwehrmitglied, das dort mitarbeitet. Die Auflistung der Funktionsbereiche ist abschließend.

Verwaltung verweist auf gestiegene Verantwortung

In der Vorlage heißt es, die bisherigen Aufwandsentschädigungen seien seit Jahren unverändert geblieben. Der Arbeitsaufwand, insbesondere im Bereich der Wehrführung, sei dagegen kontinuierlich gestiegen.

Die Verwaltung verweist zudem auf die Verantwortung der Feuerwehr-Funktionsträger. Sie müssten Entscheidungen in kritischen Situationen treffen, Verantwortung für Menschen und Sachwerte übernehmen, fachlich qualifiziert sein und auch außerhalb regulärer Arbeitszeiten verfügbar sein.

Der Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen empfiehlt laut Vorlage, die Aufwandsentschädigung für Feuerwehrleiter mindestens an der Pauschalentschädigung für Ratsmitglieder zu orientieren. Dieser Empfehlung folgt die Gemeinde Raesfeld mit der neuen Regelung.

Was kostet die neue Regelung?

Die Gesamtaufwendungen für die Aufwandsentschädigungen Freiwillige Feuerwehr Raesfeld belaufen sich im Jahr 2026 auf 23.227,50 Euro.

Im Haushalt 2026 sind bei der entsprechenden Position insgesamt 45.000 Euro vorgesehen. Daraus müssen jedoch nicht nur die neuen Aufwandsentschädigungen für Funktionsträger und Funktionsbereiche bezahlt werden. Aus demselben Ansatz werden auch Entschädigungen für Einsätze sowie von Arbeitgebern geltend gemachter Verdienstausfall finanziert.

Nach Einschätzung der Verwaltung wird der Gesamtansatz deshalb voraussichtlich nicht ausreichen. Bei einer vergleichbaren Einsatzsituation wie im vergangenen Jahr rechnet die Gemeinde mit einem Defizit von etwa 5.000 Euro. Dafür müssten dann überplanmäßig zusätzliche Mittel bereitgestellt werden.

Ehrenamt mit wachsendem Aufwand

Mit der neuen Regelung will die Gemeinde die Arbeit der Feuerwehr-Funktionsträger stärker anerkennen und zugleich eine nachvollziehbare Grundlage für künftige Anpassungen schaffen.

Die Freiwillige Feuerwehr Raesfeld leistet nach Darstellung der Verwaltung einen unverzichtbaren Dienst für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Mit der Kopplung an die Entschädigungsverordnung NRW soll die Höhe der Aufwandsentschädigungen künftig transparenter und planbarer werden.

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