Beim traditionellen Zylinderputzen des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Raesfeld St. Johannis ging es wieder gesellig zu. Neben Politur, Maßband und Schnäpsken stand diesmal vor allem ein Problem im Mittelpunkt: Große Zylinder werden knapp. Besonders Hüte ab Größe 60 sind derzeit gefragt.

Zylinderpflege mit Humor und Maßband
Alle Jahre wieder trifft sich der Allgemeine Bürgerschützenverein Raesfeld zum traditionellen „Zylinderputzen“. Gastgeber war erneut Präsident Werner Vorholt, bei dem sich Vorstand und Mitglieder am Wochenende in lockerer Runde auf das kommende Schützenfest einstimmten.

Dabei wurde nicht nur gefachsimpelt und angestoßen, sondern natürlich auch geprüft, ob die Zylinder noch fest sitzen. Oder besser gesagt, ob sie überhaupt noch passen.
Denn beim diesjährigen „Speckdeckel messen“ fiel auf: Die Köpfe der Mitglieder scheinen größer geworden zu sein. Besonders bei den neuen Vorstandsmitgliedern zeigte das Maßband deutliche Ergebnisse. Größen von 60 und 61 seien inzwischen keine Seltenheit mehr.

Große Zylinder dringend gesucht
Genau das bringt den Verein zunehmend in Schwierigkeiten. Passende Zylinder in großen Größen seien nur noch schwer zu bekommen. Deshalb richtet der Bürgerschützenverein nun einen ungewöhnlichen Aufruf an die Bevölkerung.
Wer zuhause noch einen großen Zylinder liegen habe, den er nicht mehr benötige, könne sich gerne beim Verein melden. Gesucht werden vor allem Hüte ab Größe 60.
Mit einem Augenzwinkern hieß es aus Vereinskreisen, man habe offenbar kein Nachwuchsproblem, sondern eher ein „Kopfproblem“.

Geselligkeit gehört einfach dazu
Neben Maßband und Hutpflege kam auch der gesellige Teil nicht zu kurz. Bei gutem Essen und dem einen oder anderen Schnäpsken wurde viel gelacht und über vergangene Schützenfeste gesprochen.
Das traditionelle Zylinderputzen bleibt damit nicht nur ein praktischer Vorbereitungstermin, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des Vereinslebens in Raesfeld.




























