Carolin und Hendrik Telaar aus Isselburg sind die Gewinner Schlossvermählte Raesfeld – 319 Brautpaare geben sich 2023 in Raesfeld das Ja-Wort
Im Jahr 2023 haben sich 319 Paare in Raesfeld das Ja-Wort gegeben. Viele von ihnen nehmen am Wettbewerb „Schlossvermählte des Jahres 2023“ teil. Auf der Webseite www.schlosstrauungen.de laden die Brautpaare ihre Lieblingsfotos ins Hochzeitsalbum hoch.
Erster Platz für Carolin und Hendrik Telaar aus Isselburg
Carolin und Hendrik Telaar aus Isselburg konnten mit ihrem stimmungsvollen Bild vor dem Raesfelder Schlossturm den ersten Platz belegen. Der Hochzeitsfotograf Sascha Hübers aus Bocholt fing die besondere Atmosphäre ein und überzeugte damit die Jury.
Schloss Raesfeld als romantische Hochzeitslocation
Carolin und Hendrik entschieden sich für das Wasserschloss Raesfeld, weil das Raesfelder Standesamt „Trauungen rund um die Uhr“ anbietet. So konnten sie ihren Wunschtermin problemlos wahrnehmen. „Die sehr persönliche Traurede hat uns und unsere Gäste berührt. Die lockere Art der Standesbeamtin sorgte sogar für das ein oder andere Schmunzeln. Wir fühlten uns gut aufgehoben“, berichtete das glückliche Paar. Trotz des leichten Regens bot das Wasserschloss ein beeindruckendes Ambiente. Nach der Trauung zeigte sich die Sonne, und ein schöner Sektempfang rundete den Tag ab.
Gewinner Carolin und Hendrik Telaar. Foto: Sascha Hübers Fotografie, Bocholt
Romantisches Wochenende im Wasserschloss Raesfeld
Als Gewinner des Wettbewerbs dürfen sich Carolin und Hendrik Telaar auf ein romantisches Wochenende in Raesfeld freuen. Das Paar wird im Schlossrestaurant Mahl & Meute kulinarisch verwöhnt. Zusätzlich verbringen sie eine Nacht im Wasserschloss, eingeladen von der Akademie Schloss Raesfeld, und genießen ein Frühstück innerhalb der historischen Mauern.
Zweiter und dritter Platz für beeindruckende Hochzeitsfotos
Den zweiten Platz sicherten sich Julia und Uli Baumeister aus Raesfeld mit ihrem Foto „love“. Als Preis gewinnen sie eine Übernachtung im „Hotel am Schloss“.
Ines und Felix Tebrügge aus Hamminkeln. Foto: Du und Ich Fotografie, Bocholt
Der dritte Platz ging an Ines und Felix Tebrügge aus Hamminkeln, die ein romantisches Foto unter der Weide am Schlossteich einreichten. Sie erhalten einen Gutschein vom Raesfelder Vennekenhof.
Weitere magische Hochzeitsmomente entdecken
Wer mehr zauberhafte Hochzeitsfotos sehen möchte, findet im Hochzeitsalbum unter www.schlosstrauungen.de weitere Highlights. Zudem bietet die Seite alle Informationen rund um den Wettbewerb und die Möglichkeit, Trauungen im Wasserschloss Raesfeld flexibel an sieben Tagen in der Woche und zu jeder Uhrzeit zu planen.
Bei dem Unfall auf der Rhader Straße am Freitag (18. Oktober) prallte der PKW frontal gegen einen Baum und wurde zurück auf die Straße geschleudert.
Aufgrund des schweren Verkehrsunfalls war die Rhader Straße in Erle für rund drei Stunden gesperrt.
Ursache ungeklärt
Nach Angaben der Polizei befuhr der 56-jähriger Borkener gegen 12.40 Uhr die Rhader Straße in Richtung Dorsten, als er aus bisher ungeklärter Ursache zwischen den Straßen Am Bakenhof und Werlo von der Fahrbahn abkam. Das Fahrzeug prallte frontal gegen einen Baum und wurde zurück auf die Straße geschleudert.
Der Fahrer wurde nach notärztlicher Erstversorgung vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Der Borkener wurde durch einen Rettungswagen schwer verletzt in ein Krankenhaus verbracht.
Am frühen Abend des 16.10.2024 wurde der Löschzug Raesfeld um 17:49 Uhr zu einem Heckenbrand im Weidengrund alarmiert.
Das Einsatzstichwort „Feuer klein“ mit dem Zusatz „brennt Hecke“ führte die Gruppe Raesfeld zur Einsatzstelle.
Nach Abflämmarbeiten habe sich laut Mitteilung der Feuerwehr Raesfeld eine Hecke entzündet. Die Flammen seien bereits über den angrenzenden Wohnhäusern sichtbar gewesen. Dichte Rauchwolken sorgten für eine besorgniserregende Lage, so der Leiter der Feuerwehr André Szczesny.
Dank des schnellen Handelns der Nachbarn, die das Feuer bereits eingedämmt hatten, musste die Feuerwehr nur noch Nachlöscharbeiten durchführen. Mithilfe der Wärmebildkamera wurde die Einsatzstelle gründlich kontrolliert, um sicherzustellen, dass keine Glutnester zurückblieben.
Anschließend übergab die Feuerwehr den Schadensort an die Polizei. Im Einsatzfahrzeuge waren die 1-ELW1-1, 1-HLF20-1 und 1-TLF4000-1.
Warum sind Förderzäune so niedrig? Warum halten sich nicht alle Weidetierhalter Herdenschutzhunde? In diesem Bericht wollen wir Licht ins Dunkel bringen und aufzeigen, warum Wolfsschutzzäune genau so gebaut werden, wie es die Vorgaben vorsehen. Unter dem Motto „Wir helfen auf die Sprünge“ betrachten wir die wichtigsten Hintergründe und Regularien, die für Schäfer und Naturschutz gleichermaßen entscheidend sind.
Viele fragen sich, warum die Zäune so niedrig sind. „Da könnte ja ein Zwergpudel drüberspringen!“ denken manche. Auf der einen Seite nervt es jene, die die Antwort längst kennen, auf der anderen Seite gibt es viele, die die Zusammenhänge nicht kennen oder ignorieren.
Doch es gibt klare Gründe: rechtliche Vorschriften spielen ökologische Überlegungen eine zentrale Rolle, um den Schutz der Tiere mit dem Erhalt der natürlichen Landschaft in Einklang zu bringen – insbesondere in Naturschutzgebieten.
So sieht ein vom Land NRW geförderter Weidezaun gegen Wölfe aus. Der Zaun hat einen Untergrabungsschutz und eine Höhe mit abschließender Stromlitze von 1,45 Meter. Foto: Markus Sümpelmann
Wie hoch darf ein Zaun im Naturschutzgebiet sein?
In Nordrhein-Westfalen ist es möglich, Schutzmaßnahmen wie Schutzzäune gegen Wölfe zu fördern. Die Beschränkung laut Förderrichtlinien des Landesamtes für Natur und Umwelt (LANUV) der Zaunhöhe in Naturschutzgebieten beläuft sich, um einen wirksamen Schutz zu gewährleisten, auf mindestens 1,20 bis 1,40 Meter.
Diese Höhe wird als Kompromiss gesehen, um einerseits die Schafe zu schützen, andererseits die Durchlässigkeit der Landschaft zu bewahren und die Wanderungen von Wildtieren nicht zu stören.
Foto: Bürgerforum Gahlen Wolf/Archiv
Bedarf es einer Baugenehmigung für höhere Zäune?
Ja, wenn ein Landwirt oder Grundstückseigentümer in einem Naturschutzgebiet einen Zaun als den empfohlenen Schutzzaun errichten möchte, könnte dies eine Baugenehmigung erfordern. Die Höhe eines Zaunes wird in Naturschutzgebieten besonders überwacht, da höhere Zäune die Durchlässigkeit für Wildtiere stören und die Landschaft zerschneiden können.
Wer erteilt die Baugenehmigung?
Die zuständige Behörde für eine solche Baugenehmigung ist in der Regel die untere Naturschutzbehörde, die auf Kreisebene oder bei kreisfreien Städten angesiedelt ist. Diese Behörden prüfen die Auswirkungen des Zauns auf das Naturschutzgebiet und können je nach Fall Auflagen erteilen oder den Bau untersagen.
Voraussetzungen für höhere Zäune:
Wildgehege oder spezielle Schutzgebiete: Zäune für Wildgehege dürfen bis zu 1,80 Meter hoch sein, um die Flucht von Wildtieren zu verhindern und sie vor Raubtieren zu schützen. Hier sind zusätzliche Maßnahmen wie ein Untergrabungsschutz erforderlich, um zu verhindern, dass Wölfe sich unter dem Zaun durchgraben (Wolf NRW).
Höhere Anforderungen: In einigen Fällen können höhere Zäune auch außerhalb von Wildgehegen erforderlich sein, wenn die Gefahr von Wolfsangriffen extrem hoch ist oder wenn besondere Weidesituationen vorliegen. Hier kann die zuständige untere Naturschutzbehörde eine Ausnahmegenehmigung erteilen.
Warum darf man keine hohen Zäune auf Wiesen und Weiden bauen?
In Deutschland, insbesondere in Nordrhein-Westfalen (NRW), gibt es klare Vorgaben und Regularien, wann und wie hohe Zäune auf Wiesen und Weiden errichtet werden dürfen.
Grundsätzlich dürfen Zäune auf Wiesen und Weiden errichtet werden, wenn sie dem Schutz von Nutztieren, wie Schafen oder Ziegen, dienen. Allerdings müssen dabei verschiedene Aspekte berücksichtigt werden:
Zulässigkeit in Naturschutzgebieten: In Naturschutzgebieten oder landschaftsgeschützten Flächen unterliegt der Bau von Zäunen strengen Auflagen. Hier muss eine Genehmigung der zuständigen Naturschutzbehörde eingeholt werden. Zäune dürfen das Landschaftsbild nicht stark beeinträchtigen oder den Zugang von Wildtieren (wie z. B. Rehen) zu wichtigen Wanderkorridoren blockieren.
Notwendigkeit: Hohe Zäune werden vor allem dann genehmigt, wenn eine Notwendigkeit zum Schutz von Nutztieren besteht, etwa in Gegenden, in denen Wölfe leben. Hier greift oft das Wolfspräventionspaket, das spezielle Schutzzäune fördert.
Abwägung von Naturschutz und Tierhaltung: Selbst wenn ein Zaun notwendig ist, muss abgewogen werden, ob der Bau in der jeweiligen Landschaft ökologisch sinnvoll und vertretbar ist. In manchen Gebieten können hohe Zäune z. B. verboten werden, wenn sie Wanderwege oder Lebensräume anderer Tiere stören.
Die Höhe von 1,40 Metern stellt somit einen Kompromiss dar. Einerseits reicht diese Höhe aus, um Wölfe effektiv abzuhalten, wenn der Zaun ordnungsgemäß errichtet und elektrifiziert ist, und andererseits die Durchlässigkeit der Landschaft zu bewahren und die Wanderungen von Wildtieren nicht zu stören.
Warum schaden hohe Schutzzäune der Umwelt im Naturschutzgebiet?
Hohe, feste Zäune können erhebliche negative Auswirkungen auf die Umwelt in Naturschutzgebieten haben. Dazu gehören:
Beeinträchtigung der Tierwanderungen: Viele Wildtiere wie Hirsche, Rehe oder Füchse nutzen bestimmte Routen, um zu Nahrung oder Wasser zu gelangen. Hohe Zäune können diese Wanderungen unterbrechen, was zu einem Verlust von Lebensraum oder sogar zum Verhungern der Tiere führen kann.
Zerschneidung von Lebensräumen: Große Schutzzäune können Lebensräume zerschneiden und das ökologische Gleichgewicht stören, indem sie Tiere in kleineren Gebieten einsperren und den genetischen Austausch zwischen Populationen verhindern.
Landschaftsbild: In Naturschutzgebieten spielt das ästhetische Erscheinungsbild eine wichtige Rolle. Hohe Zäune würden das natürliche Bild der Landschaft verändern und könnten auch den Erholungswert der Gebiete für Besucher mindern.
Symbolfoto: Pixabay
Welche Materialien dürfen nicht verwendet werden?
Es gibt auch klare Vorgaben bezüglich der Materialien, die beim Bau von Schutzzäunen verwendet werden dürfen oder nicht:
Stacheldraht: Der Einsatz von Stacheldraht ist in vielen Bereichen, insbesondere im Tier- und Naturschutz, verboten. Stacheldraht kann sowohl Weidetiere als auch Wildtiere schwer verletzen und ist daher als Zaunmaterial nicht zulässig.
Starke Metallgitter: In Naturschutzgebieten und auf Weiden sollten massive Metallgitterzäune vermieden werden, da sie das Landschaftsbild stark stören und die Bewegungsfreiheit von Wildtieren einschränken.
Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.
Geförderter Zaun hielt Wolf nicht ab? Voraussetzungen für einen Förderantrag für einen höheren Zaun
Ein Landwirt, der bereits einen geförderten Schutzzaun errichtet hat, und ein Wolf diesen jedoch aufgrund der Höhe von 1,40 Meter überwinden konnte und erneut Schafe gerissen hat, kann unter bestimmten Voraussetzungen erneut Fördermittel für einen höheren oder verbesserten Zaun beantragen. Hier sind die wichtigsten Bedingungen und Schritte, die er dabei beachten muss:
Nachweis eines Wolfsangriffs: Der Landwirt muss in der Regel nachweisen, dass der bereits bestehende Zaun nicht ausreichend war und es zu einem Wolfsangriff gekommen ist, bei dem Tiere zu Schaden gekommen sind. Dies kann durch einen Bericht des örtlichen Veterinäramts oder der zuständigen Naturschutzbehörde geschehen. Oft werden in solchen Fällen auch Wolfsexperten des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hinzugezogen, die den Vorfall untersuchen.
Bisherige Zaunanforderungen erfüllt: Wichtig ist, dass der zuvor errichtete Zaun den damaligen Förderrichtlinien entsprach. Falls der bestehende Zaun z. B. zu niedrig war oder nicht korrekt errichtet wurde, kann es sein, dass der Landwirt keinen Anspruch auf eine erneute Förderung hat. In solchen Fällen müssen möglicherweise zunächst bauliche Anpassungen auf eigene Kosten vorgenommen werden, bevor ein erneuter Antrag gestellt werden kann.
Anpassung des Schutzkonzepts: Wenn der bestehende Zaun als unzureichend bewertet wurde, muss der Landwirt ein verbessertes Schutzkonzept vorlegen.
Dazu könnte gehören: Erhöhung der Zaunhöhe: Falls der Wolf über den alten Zaun gesprungen ist, kann eine Erhöhung auf z. B. 1,50 Meter oder höher sinnvoll sein.
Fristen beachten: Der Landwirt sollte den Antrag möglichst zeitnah nach dem Wolfsangriff stellen. In der Regel gibt es keine festgelegten Wartezeiten für einen erneuten Antrag, aber es muss ein triftiger Grund vorliegen, wie z. B der Nachweis, dass der Wolf den bestehenden Zaun überwunden hat.
Symbolfoto: Pixabay
Wann sind Herdenschutzhunde sinnvoll, wann nicht?
Herdenschutzhunde, nicht zu verwechseln mit Hütehunde, können für viele Schäfer eine wirksame Maßnahme sein, um ihre Herden vor Raubtieren wie Wölfen zu schützen, aber sie sind nicht für jeden Schäfer und jede Situation gleichermaßen geeignet.
Die zwei bekanntesten Herdenschutzhund-Rassen, die häufig zur Bewachung von Weidetieren eingesetzt werden sind der Kangal (Anatolischer Hirtenhund), und der Pyrenäenberghund (Chien de Montagne d und es Pyrénées).
Auf den Einsatz von Herdenschutzhunden sollte in bestimmten Situationen verzichtet werden, da sie nicht immer die beste Lösung für alle Schäfer oder Herden sind. Hier sind einige Fälle, in denen Herdenschutzhunde problematisch oder ungeeignet sein können:
1. Kleine, gut eingezäunte Flächen Wenn die Herde auf einer kleinen Fläche weidet, die durch Zäune oder andere Barrieren gut geschützt ist, sind Herdenschutzhunde oft unnötig. Hunde brauchen Raum, um effektiv zu arbeiten, und auf kleinen Flächen könnten sie sich langweilen oder gestresst sein, was zu unerwünschtem Verhalten führen kann.
2. Intensive menschliche Aktivität In Gebieten mit viel menschlicher Aktivität, wie Wanderwegen oder touristischen Regionen, können Herdenschutzhunde problematisch sein. Diese Hunde sind darauf trainiert, ihre Herde vor potenziellen Bedrohungen zu schützen, was dazu führen kann, dass sie Menschen oder andere Hunde als Bedrohung wahrnehmen. Dies könnte zu Konflikten und sogar gefährlichen Situationen führen.
3. Fehlende Erfahrung oder Zeit des Schäfers Herdenschutzhunde erfordern eine sorgfältige Ausbildung und regelmäßige Pflege. Schäfer, die nicht genügend Zeit oder Erfahrung in der Haltung und Ausbildung solcher Hunde haben, sollten auf deren Einsatz verzichten. Untrainierte oder schlecht geführte Herdenschutzhunde können aggressiv werden oder ihre Arbeit nicht effektiv ausführen, was den Schutz der Herde gefährden könnte.
4. Hohe Kosten für Anschaffung und Unterhalt Die Anschaffung, Pflege und das Training von Herdenschutzhunden können teuer sein. Für Schäfer mit begrenzten finanziellen Mitteln sind Zäune oder andere Schutzmaßnahmen möglicherweise kostengünstigere Alternativen. Darüber hinaus können die laufenden Kosten (Futter, Tierarztkosten, Versicherung etc.) eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen.
5. Konflikte mit anderen Tieren In einigen Fällen kann es zu Konflikten zwischen Herdenschutzhunden und anderen Tieren kommen, wie zum Beispiel Herdenschutzhunden anderer Bauern oder fremden Haustieren. Wenn die Weideflächen nahe an Wohngebieten oder anderen Betrieben liegen, könnten solche Konflikte die Beziehungen zu Nachbarn belasten und rechtliche Probleme verursachen.
Fazit:
Herdenschutzhunde sind eine wertvolle Schutzmethode, aber nicht für jeden Schäfer oder jede Herde geeignet. Die Entscheidung hängt von Faktoren wie der Größe der Herde, den finanziellen Möglichkeiten des Schäfers, der Art der Weideflächen und der Lage von Raubtieren ab. Es bedarf einer guten Planung und einer fundierten Überlegung, ob und wie sie eingesetzt werden.
Auf den Einsatz von Herdenschutzhunden sollte verzichtet werden, wenn die Weidefläche zu klein ist, es viel menschliche Aktivität gibt, der Schäfer keine ausreichende Zeit oder Mittel hat, die Hunde zu pflegen, oder wenn es keine Raubtierbedrohung gibt. In solchen Fällen sind alternative Schutzmaßnahmen oft geeigneter und weniger konfliktbehaftet.
Wolf oder Weidetiere? Eine Frage des Kompromisses
Die Rückkehr des Wolfs stellt Schäfer und Naturschützer vor eine Herausforderung. Einerseits muss der Schutz der Nutztiere gesichert werden, andererseits darf die Natur nicht zu stark beeinträchtigt werden. Schutzzäune und Herdenschutzhunde sind bewährte Lösungen, doch nicht immer optimal. Schäfer müssen abwägen, welche Maßnahme in ihrer Situation am sinnvollsten ist und den Förderrichtlinien entspricht.
Schwierige Balance in dicht besiedelten Regionen
In dicht besiedelten Gebieten wie Nordrhein-Westfalen wird der Ausgleich zwischen Tier- und Naturschutz besonders schwierig. Die vielen landwirtschaftlichen Flächen und Siedlungen erschweren es, Naturschutz und Landschaftsschutz mit effektiven Schutzmaßnahmen zu verbinden. Zäune dürfen nicht zu hoch sein, um die Durchlässigkeit für Wildtiere zu wahren, müssen aber dennoch zuverlässig vor Wolfsangriffen schützen.
Vermeidung der Entnahme von Wölfen
Ein weiterer Punkt ist die Vermeidung der Tötung von Wölfen. Um das zu verhindern, müssen Schutzmaßnahmen gut durchdacht und wirksam sein. Nur wenn die Herden ausreichend geschützt sind, kann die Entnahme von Wölfen als letzte Maßnahme vermieden werden. Ein intelligenter Einsatz von Zäunen und Herdenschutzhunden hilft, das Gleichgewicht zwischen Naturschutz und Landwirtschaft zu bewahren.
Quo vadis? Die Zukunft dieser Schutzmaßnahmen wird entscheidend davon abhängen, wie gut es uns gelingt, den Natur- und Tierschutz in einem dicht besiedelten Raum wie NRW in Einklang zu bringen, wo die Bedürfnisse der Weidetiere, die Erhaltung der Landschaft und der Schutz der Wölfe unter einen Hut gebracht werden müssen – und eine Entnahme der Wölfe vermieden werden kann.
In diesem Artikel klärt die Polizei Kreis Borken über die wichtigsten Regeln und Tipps rund um den E-Scooter auf, um Unfälle und Diebstähle zu vermeiden.
E-Scooter gehören längst zum Stadtbild und sind vor allem bei jungen Menschen sehr beliebt. Sie flitzen oft wie aus dem Nichts durch den Verkehr und zwingen Autofahrer nicht selten zu abrupten Bremsmanövern.
Was jedoch viele auch nicht wissen: Die gleichen Verkehrsregeln, die für Autos gelten, treffen auch auf E-Scooter zu. So ist es beispielsweise verboten, während der Fahrt mit dem Handy am Ohr zu telefonieren – auch auf dem Elektroroller. Doch das ist nur eine von vielen Vorschriften, die für die sichere Nutzung der trendigen Roller gelten. In diesem Artikel klärt die Polizei Kreis Borken über die wichtigsten Regeln und Tipps rund um den E-Scooter auf, um Unfälle und Diebstähle zu vermeiden.
Regeln für die Nutzung von E-Scootern im Straßenverkehr
E-Scooter sind nicht nur praktisch, sondern auch mit bestimmten Pflichten verbunden. Wer mit einem Elektroroller unterwegs ist, darf dies ausschließlich auf Radwegen oder auf der Straße tun. Gehwege sind tabu.
E-Scooter dürfen nur alleine gefahren werden
Ein weiterer wichtiger Punkt: E-Scooter dürfen nur alleine gefahren werden, Mitfahrer sind nicht erlaubt. Auch das Mindestalter ist geregelt – ab 14 Jahren darf man den Roller nutzen, vorausgesetzt, das Fahrzeug ist versichert und die entsprechende Plakette ist gut sichtbar angebracht.
Gleiche Promillegrenzen wie beim Auto
Wenig bekannt ist auch, dass für E-Scooter-Fahrer die gleichen Alkoholgrenzen wie für Autofahrer gelten. Das bedeutet: Wer mit mehr als 0,5 Promille unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld und Fahrverbote. Für Fahranfänger in der Probezeit oder unter 21 Jahren gilt sogar die 0,0-Promille-Grenze. Verstöße werden genauso stark geahndet wie im Straßenverkehr mit dem Auto.
Symbolfoto: Pixabay
Handyverbot: Freisprecheinrichtung erforderlich
Wie bereits eingangs erwähnt, ist auch das Telefonieren mit dem Handy am Ohr auf dem E-Scooter verboten. Wer während der Fahrt telefonieren möchte, darf dies nur mit einer Freisprecheinrichtung tun. Das hat nicht nur mit der Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer zu tun, sondern schützt auch den Fahrer selbst, da Ablenkung schnell zu gefährlichen Situationen führen kann.
E-Scooter richtig sichern: Tipps gegen Diebstahl
E-Scooter sind aufgrund ihrer geringen Größe und Mobilität nicht nur praktisch, sondern leider auch ein beliebtes Ziel für Diebe. Besonders im Kreis Borken kam es in den letzten Jahren vermehrt zu Diebstählen. Doch mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich reduzieren.
Sicheres Abstellen
Ein sicherer Abstellort ist der erste Schritt, um Diebstähle zu verhindern. Idealerweise sollte der E-Scooter in einem nicht öffentlich zugänglichen Bereich abgestellt werden, wie z. B. in einem Innenhof, einer Garage, einem Keller oder einem Schuppen. Auch dort sollte der Roller stets abgeschlossen werden. Robuste Schlösser, wie Bügel- oder Faltschlösser, eignen sich besonders gut. Da viele E-Scooter-Modelle keine geeigneten Ösen für ein Schloss haben, bieten sogenannte Handschellenschlösser eine sinnvolle Alternative.
Feste Verankerung
Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte der E-Scooter immer an einem fest verankerten Gegenstand befestigt werden – sei es eine Laterne, ein Fahrradständer oder ein Baum. So erschwert man potenziellen Dieben die Mitnahme erheblich.
Wichtige Daten notieren
Um im Fall eines Diebstahls vorbereitet zu sein, ist es ratsam, alle wichtigen Informationen zum E-Scooter zu notieren. Dazu gehören die Seriennummer, Fotos des Rollers sowie der Kaufbeleg. Diese Informationen können im Ernstfall der Polizei bei der Suche nach dem gestohlenen Roller helfen.
Weiterführende Informationen zur Sicherung von E-Scootern und anderen Fahrzeugen finden Sie auf der Webseite der Polizei: www.polizei-beratung.de .
Sounds of Erle. Alle guten Dinge sind zwei, drei oder auch mehr – dieses Motto passt perfekt zum zweiten Benefizkonzert in der St. Silvesterkirche in Erle. Teamarbeit für den guten Zweck: Die Planung läuft auf Hochtouren. Das erste Treffen dazu fand am Montagabend im Haus St. Silvester statt.
Wer erinnert sich nicht gerne an den magischen Konzertabend Anfang des Jahres in der St. Silvesterkirche „Kirche rockt HUB Erle“? Unter dem Motto „Einer für alle, von Erle für Erle“ verwandelten Musikerinnen und Musiker das Kirchenschiff in eine Bühne für einen guten Zweck – und das alles ohne Gage. Die Vielfalt der Musik, die von Rock über Pop bis hin zu leisen, emotionalen Tönen reichte, begeisterte das Publikum.
Nun steht fest: Am 4. Januar 2025 um 19 Uhr wird diese Erfolgsgeschichte fortgesetzt unter dem Motto „Sounds of Erle“. Um 18 Uhr eröffnet Christian Lipfert den Glühweinstand um 18:30 Uhr ist der Einlass geplant.
Über 400 Besucher kamen zum 1. Konzert „Kirche rockt HUB Erle“ im Januar 2024. Foto: Petra Bosse/Archiv
Benefizkonzert – Gemeinsam für den guten Zweck
Ein Konzert in einer Kirche – das ist keine gewöhnliche Location. Der besondere Charme des Kirchenschiffs, kombiniert mit der kraftvollen Musik, schafft eine ganz besondere Atmosphäre.
Was dieses Event besonders macht, ist nicht nur die Vielfalt an Musikstilen, sondern auch das soziale Engagement was hier umgesetzt wird. Die Künstler verzichten alle auf eine Gage und treten für die Gemeinschaft auf. Pfarrer Dr. Fabian Tilling als Hausherr betont die Bedeutung des Konzerts für den Ort und zeigt sich erneut als großer Unterstützer, indem er die Türen der Erler St. Silvesterkirche öffnet.
v. l.: Christian Lipfert sorgt für die Bewirtung, Hausherr Pastor Dr. Fabian Tilling für die Räumlichkeiten und bei Yvonne Honerbom laufen alle „Strippen“ zum Konzert zusammen. Den größten Aufwand des Abends wird Marco Jentzsch mit dem Aufbau für die Band haben. Foto: Petra Bosse
Weniger ist mehr: Qualität vor Quantität
Eine kleine, aber wichtige Neuerung soll es geben. Das zweite Konzert in der Kirche soll kürzer und knackiger werden. „Qualität statt Quantität“, lautet das Motto von Dr. Tilling. Kürzere Auftritte, mehr Komfort für die Gäste und eine gut geplante Pause sollen das Erlebnis noch angenehmer machen. Aber, das Konzept bleibt dasselbe: Musikvielfalt ohne Gage, aber mit vollem Herzen.
Auch Yvonne Honerbom, die das Event und Benefizkonzert federführend organisiert und moderieren wird, stimmt zu. „Letztes Jahr war es toll, aber auch ein bisschen zu lang.“ Damit alle Besucher einen komfortablen Abend erleben können, soll die Spieldauer der Acts auf vier Stücke pro Künstler beschränkt werden – zwei vor und zwei nach der Pause.
Die Band „Uneinig“ ist beim Konzert in der St. Silvesterkirche in Erle 2025 wieder dabei. Foto: Petra Bosse/Archiv
Vielfalt in der Musik – Bekannte Gesichter und neue Talente
Das Line-up des Abends verspricht wieder eine bunte Mischung aus Musikstilen und Talenten.
Unter den auftretenden Künstlern sind viele bekannte Gesichter, die bereits im vergangenen Jahr das Konzert bereichert haben, wie die Band „ Uneinig “, Sabrina Warschewski (Gesang und Flöte), Walburga Angermann (Solo Gesang), Markus Bremer-Dieckmann mit seinem Sohn Felix (Keyboard, Gitarre und Gesang) sowie Alex Burbank (Solo-Gesang).
Neu dabei ist Jana Kruse von der Fun Generation, die Songs aus bekannten Musicals präsentieren wird und Detlef Czymontek (Keyboard und Gesang) sowie Anja Kapturek mit ihrer Flöte versprechen besondere Momente. Ebenfalls zur Bereicherung sorgen wird noch der „Projektchor“. Dieser wird am Anfang des Programm ein Lied singen.
Pfarrer Tilling diesmal nur als Fan und Moderator?
Auf die Frage, ob sich Dr. Fabian Tilling dieses Mal wieder musikalisch an der Orgel einbringen wird, antwortet er lachend: „Ich bin als Pastor und Fan dabei – und als Moderator. Das reicht diesmal.“ Ob er tatsächlich den ganzen Abend über dem Klavier oder der Orgel fernbleiben kann, bleibt abzuwarten. Die Erfahrung zeigt, dass die eine oder andere spontane Änderung im Programm nicht ausgeschlossen ist!
Sounds of Erle – Musikgenuss und After-Show-Party bei Brömmel
Nicht nur die Musik wird an diesem Abend für Stimmung sorgen: Christian Lipfert, der die Gaststätte Brömmel-Wilms ab Januar 2025 übernimmt, plant während der Pause einen Glühweinstand und nach dem Konzert eine After-Show-Party im Saal. Ein gemütlicher Ausklang des Abends ist somit garantiert.
Der Eintritt ist frei – Spenden für Bühnenelemente in der Kirche
Der Eintritt zum Konzert „Sounds of Erle“ ist wie im Vorjahr kostenlos. Allerdings wird um freiwillige Spenden gebeten, die in diesem Jahr einem besonderen Zweck dienen: Es sollen mobile, zusammensetzbare Bühnenelemente finanziert werden, um Chöre oder Ensembles mit Musikinstrumenten besser sichtbar zu machen. Diese Elemente werden im hinteren Teil der Kirche mit einer fest installierten Bank kombiniert.
„Ob das Programm am Ende genau so bleibt, wird sich noch zeigen – die Planungen laufen auf Hochtouren“, verrät Yvonne Honerbom. Doch eines ist sicher: Auch das zweite Konzert in der St. Silvesterkirche verspricht ein einzigartiges Event zu werden, das Musik, Gemeinschaft und soziales Engagement miteinander verbindet.
Polizei Münster warnt vor Betrugsmasche bei Wohnungsvermietungen
Wie die Polizei mitteilt, wird aktuell vor einer Betrugsmasche gewarnt, die Wohnungssuchende ins Visier nimmt. In einem kürzlich gebrachten Fall wurde eine Studentin um eine vermeintliche Kaution.
Vorgehen der Betrüger
Über eine Internetplattform boten die Betrüger ein WG-Zimmer in Münster an. Die Studentin nahm Kontakt mit einer angeblichen Vormieterin auf, die ihr die Kontaktdaten des vermeintlichen Vermieters übermittelte. Dieser gab vor, sich im Ausland zu befinden und erklärte, dass er die Wohnungsschlüssel nach Vertragsabschluss per Post verschicken würde.
Zahlungsaufforderung und Verdacht
Die Studentin unterschrieb den Mietvertrag und überwies knapp 1000 Euro als Kaution. Nachdem der Vermieter den Zahlungseingang bestätigte, forderte er sie auf, zusätzlich drei Monatsmieten zu überweisen. Die Studentin kam das Verhalten jedoch verdächtig vor, und sie tätigte keine weiteren Zahlungen.
Aufdeckung des Betrugs
Bei einem vereinbarten Treffen an der vereinbarten Adresse der Wohnung trafen die Studenten auf weitere Wohnungssuchende. Vor Ort stellte sich heraus, dass die Wohnung leer stand und es sich um einen Betrug handelte.
Polizei rät zur Vorsicht
Die Polizei Münster fordert dringend, Wohnungen vor Ort zu besichtigen und keine Zahlungen wie Kautionen oder Reservierungsgebühren im Voraus zu leisten.
Wie die Polizei Münster mitteilt, kam es am späten Dienstagabend (15.10., 23:11 Uhr) auf der Autobahn 1, kurz hinter dem Kreuz Münster Süd, zu einem Verkehrsunfall mit einem Wolf.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kreuzte das Tier die Fahrbahn. Dabei sei es von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden. Der 46-jährige Autofahrer aus Grasberg blieb bei dem Unfall unverletzt.
Die Autobahnmeisterei Münster holte das verendete Tier nach Rücksprache mit dem Landesamt für Natur, Umweltschutz und Versorgung von der Unfallstelle ab.
Monitoring Wolf
Im Monitoringjahr 2022/2023 wurden 159 Tote Wölfe aufgefunden, was einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (148 Totfunde) entspricht.
Von den 159 Tieren starben 125 durch Verkehrsunfälle. Bei 15 Wölfen lag die Todesursache natürlichen Ursprungs vor. Elf Wölfe wurden illegal getötet, und bei 4 Wölfen konnte die Todesursache nicht ermittelt werden.
Darüber hinaus wurden 2 Wölfe im Rahmen von Managementmaßnahmen entnommen, während bei 2 weiteren Wölfen die Todessursache noch untersucht wird.(Quelle: DBBW)
Markus Sümpelmann, der bereits von einem Wolfsangriff auf den Horstkamp’s Hof in Schermbeck – Förderkulisse Westmünsterland – betroffen war, als ein Wolf über einen vom Land geförderten Elektrozaun sprang, hat nun neue Beweise in Form von Videomaterial vorgelegt.
Die Aufnahmen zeigen eindrucksvoll, dass der Wolf nicht wie vermutet nur untergräbt, sondern den hohen stromführenden Zaun (ca.9kv) mit Leichtigkeit und problemlos überspringt.
Silke und Markus Sümpelmann an der Stelle, wo der Wölf/Wölfin mit Anlauf den vom Land NRW geförderten Zaun übersprang. Der Sprung konnte mit einer Nachbildkamera eingefangen werden. Foto:Petra Bosse
„Unser Zaun ist 1,45 Meter hoch, obwohl nur 1,25 Meter nötig wären, um förderfähig zu sein. Wir haben ihn höher gebaut und mit einem Untergrabeschutz sowie einer stromführenden Litze versehen“, erklärt Sümpelmann. Doch trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen konnte der Wolf den Zaun mühelos überwinden. „Das Video zeigt ganz deutlich, dass der Wolf den Zaun in Augenschein nimmt, seine Höhe einschätzt und ihn dann ohne Mühe überspringt“, so Sümpelmann weiter. „Ich schätze, der Sprung war sogar auf einer Höhe von 1,80 Metern.“
Wolf schafft sich Startbahn
Das Video zeigt noch eine weitere Besonderheit: Der Wolf bereitete sich systematisch auf den Sprung vor. „Man sieht, wie der Wolf eine Spur von etwa drei Metern Länge zieht. Er kratzt mehrmals über den Acker, aber nicht tief. Es sieht so aus, als baue er sich eine Start- und Landebahn“, erläutert Sümpelmann. Diese Beobachtung ist neu und wirft neue Fragen zum Verhalten des Wolfes auf.
Die Kratzspuren vom Absprung sind noch deutlich erkennbar. Foto: Petra Bosse
Umsichtige Vorgehensweise des Wolfes
Bevor der Wolf den Sprung wagte, beobachtete er das Gelände gründlich. „Er kam von der Waldkante, ging zum Zaun und die Schafe wichen sofort zurück, als er etwa 20 Meter entfernt war. Dann umrundete der Wolf unser Wohnhaus zweimal, vermutlich um die beste Stelle zu finden, von der er die Schafe erreichen konnte“, beschreibt Sümpelmann die Szene.
Die Wölfin kurz vor dem Sprung. Aufgenommen mit der Wärmebildkamera der Firma CS Sicherheit + Service GmbH
Das Video zeigt den Wolf schließlich beim Sprung über den Zaun – eine Stelle, die er bereits im Sommer überwunden hatte. Auch die Größe des Wolfes ist auf den Aufnahmen beeindruckend: „Es ist ein großer, schmächtiger Wolf. Nicht dick, aber sehr groß“, berichtet Sümpelmann, der die Videodaten in HD-Qualität und mit Wärmebildaufnahmen der Firma CS Sicherheit + Service GMBH aus Hamminkeln dokumentiert hat.
Die Kamera nah, siehe Bildrand, den Sprung des Wolfes auf. Foto: Petra Bosse
Die neuen Aufnahmen werfen ein weiteres Licht auf die wachsende Bedrohung durch Wölfe in der Region und zeigen, dass selbst hohe, gesicherte Zäune nicht immer ausreichen, um die Tiere fernzuhalten.
Es sieht so aus, als baue er sich eine Start- und Landebahn
In der Nacht von Montag auf Dienstag kam es in Raesfeld zu einem weiteren Wolfsriss, der die Weidetierhalter der Region erneut in Alarmbereitschaft versetzt. Zwei Schafe wurden aus einer Herde von 15 Schafen sofort getötet, weitere Schafe schwer verletzt. Die Zahl der Wolfsangriffe in der Förderkulisse Westmünsterland steigt damit weiter an.
Der Schäfer Christian Ostendorf ist erschüttert: „Der Wolf hat keine Angst mehr vor Menschen“, betont er. Der Angriff fand unmittelbar an seinem Wohnhaus statt, wo Schafe direkt unter dem Schlafzimmerfenster seiner Eltern gerissen wurden. Dies ist bereits der siebte Vorfall in der Gemeinde Raesfeld innerhalb weniger Wochen.
Direkt am Haus und wo auch die Kinder spielen, jagte der Wolf die Schafe über die Weide und rund ums Haus. Foto: Petra Bosse
Wolfsriss am Regenrückhaltebecken: Eine zunehmende Bedrohung
Der jüngste Wolfsriss ereignete sich nahe des Regenrückhaltebeckens in Raesfeld, direkt im Naturschutzgebiet. Es war nicht der erste Vorfall, wie Ostendorf berichtet: „Es gab bereits einen Riss am 23. Januar bei mir in unmittelbarer Nähe, aber nun kam der Wolf bis an unser Haus.“ Diese Weide habe Ostendorf bereits aufgegeben. „Sie wird nur noch für Heu mach genutzt. Und in dem Gebiet brauche ich auch gar nicht mehr mit Schafen aufschlagen, weil halt der Wolf hier direkt ansässig ist. Der läuft da halt stetig rum“.
In Ruhe gefressen
Die Schaf-Weide war mit einem Zaun nach Förderrichtlinien mit einer Höhe von 1,20 Meter und mit stromführender Litze eingezäunt. Durch den Wolfsangriff gerieten die Schafe in Panik und trampelten den Schutzzaun nieder. Dadurch konnte sich der Wolf sich ungehindert über die gesamte Weide bewegen. „Er ist über die Weide, am Schlafzimmer meiner Eltern vorbei, und dann ums Haus herum auf die andere Wiese gelaufen“, schildert Ostendorf die dramatische Szene. Dort riss der Wolf ein weiteres Schaf und fraß es. „Quasi hat er sich genüsslich niedergelassen und in aller Ruhe gefressen“, fügte Ostendorf hinzu. Die Nähe zum Wohnhaus erschüttert die Familie zutiefst.
Foto: Petra Bosse
Wölfe verlieren ihre Scheu vor Menschen
Besonders alarmierend sei, dass die Wölfe inzwischen alle Scheu vor Menschen verloren haben. „Der Wolf hat sich dort zum Fressen niedergelassen, wo es überall nach Menschen riecht, wo Kinder auf der Wiese spielen“, erklärt Ostendorf weiter. Die Tiere kommen in aller Ruhe, selbst nachts oder in den frühen Morgenstunden, um Schafe zu reißen, und das direkt unter den Fenstern der Bewohner.
In dieser Nacht versetzten die Wölfe die gesamte Schafherde in Panik. Die Tiere rannten über die Weide, um das Haus herum und auf eine weitere Wiese, wo weitere Schafe schwer verletzt wurden. Eines der Tiere wurde gefressen.
Ein trauriger Anblick für das kleine Mädchen, die die toten und verletzten Schafen mit der Hand großgezogen hat. Foto: Petra Bosse
Tragische Folgen für die Schafe
Die verletzten Schafe zeigen deutliche Spuren des Wolfsangriffs. Der sogenannte Kehlbiss wurde bei mehreren Tieren festgestellt, was bedeutet, dass die Verletzungen so schwerwiegend sind, dass die Schafe eingeschläfert werden müssen. „Die Schafe werden wahrscheinlich nicht zu retten sein“, bedauerte Ostendorf. Der Tierarzt wurde sofort informiert, doch für einige Tiere kommt jede Hilfe zu spät.
Handaufzucht von der Tochter
Besonders schmerzhaft für die Familie ist der Verlust der von Hand aufgezogenen Schafe. „Das waren oft Drillinge, die meine Tochter mit der Flasche großgezogen hat. „Sie sind zutraulich und vertraut mit dem Hof, deshalb sind sie uns so ans Herz gewachsen“, erklärt Ostendorf.
Fehlende Scheu vor Menschen als größtes Problem
Ostendorf sieht in der fehlenden Scheu des Wolfes das größte Problem. „Ich habe einige Videos gesehen, in denen der Schäfer direkt bei seiner Herde war, und der Wolf trotzdem hineingegangen ist“, sagt er. Diese Angstlosigkeit der Wölfe müsse gestoppt werden, fordert der Schäfer. „Wenn der Wolf wieder lernt, das Territorium des Menschen zu meiden, hätten wir viele Probleme nicht.“
Strengere Regularien zur Entnahme von Wölfen
Ostendorf verlangt daher strengere Regularien zur Entnahme von Wölfen, die sich ungehindert in besiedelten Gebieten bewegen. „Der Wolf wird dadurch nicht aussterben. Es gibt genügend Regionen, in denen er heimisch geworden ist, ohne dass es zu solchen Problemen kommt. Dort wird er sogar akzeptiert.“
Bedrohung für Weidetierhaltung und Landschaftspflege
Durch die zunehmenden Wolfsrisse werden viele kleine Hobbyhalter und größere Schäfereien gezwungen, aufzugeben. Dies hat nicht nur wirtschaftliche Auswirkungen, sondern betrifft auch die Landschaftspflege. „Flächen, die normalerweise von Schafen gepflegt werden, bleiben ungenutzt“, warnt Ostendorf. Er nennt als Beispiel die Deiche, die traditionell von seinen Schafen beweidet werden, oder Flächen wie die ehemalige Mülldeponie in Hoxfeld. „Diese Fläche muss jedes Jahr mit Schafen verdichtet werden. Maschinell ist das gar nicht möglich.“
Die wachsende Wolfspopulation in Ballungsgebieten wie Nordrhein-Westfalen stellt somit nicht nur eine Bedrohung für die Weidetierhaltung dar, sondern gefährdet auch den Erhalt wichtiger Kulturlandschaften und die Arbeit, die Schafe bei der Pflege dieser Flächen leisten.
Auch dieser Wolfsangriff wurde dem Landesamt für Umwelt und Natur (LANUV) gemeldet.
Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.
Landrat Dr. Kai Zwicker und Abteilungsleiter Bernd Löffler heißen zwei neue Führungskräfte in der Kreispolizeibehörde Borken willkommen.
Jan-Hendrik Schlarmann übernimmt ab sofort die Leitung der Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz, während Dominik Rezler die Direktion Verkehr verantwortet.
Dominik Rezler übernimmt Direktion Verkehr
Der 37-jährige Dominik Rezler lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Bad Bentheim, Niedersachsen. Geboren und aufgewachsen in Nordhorn, begann er seine polizeiliche Laufbahn 2011 im gehobenen Dienst beim Polizeipräsidium Köln. Nun freue er sich, die Leitung der Direktion Verkehr in Borken zu übernehmen, heißt es in der Mitteilung der Polizei.
Jan-Hendrik Schlarmann leitet die Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz
Auch Jan-Hendrik Schlarmann, ebenfalls 37 Jahre alt, ist neuer Leiter der Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz. Der dreifache Familienvater lebt in Münster und startete seine polizeiliche Karriere nach der Ausbildung beim Polizeipräsidium Düsseldorf, bevor er zum Polizeipräsidium Münster wechselte.
Qualifizierung für den höheren Dienst abgeschlossem
Beide Führungskräfte haben in diesem Jahr die Qualifizierung für den höheren Dienst erfolgreich abgeschlossen und freuen sich auf ihre Aufgaben in der Kreispolizeibehörde neuen Borken.
Am Montagabend (14.10.) wurde der Edeka-Markt Beyer in Erle Opfer eines bewaffneten Raubüberfalls. Ein vermummter Täter bedrohte die Kassiererin mit einer Waffe, erbeutete die Tageseinnahmen und flüchtete zu Fuß.Bei dem vermutlichen Täter handelt es sich um einen 26-jährigen Raesfelder.
Am Montagabend kam es zu einem bewaffneten Überfall auf den Edeka-Markt Beyer in Erle. „Es war ein wirklicher Schock für alle Anwesenden“, berichtet der Geschäftsführer Holger Beyer.
Gegen 20:55 Uhr betrat der mutmaßliche Täter den Markt, forderte die Kassiererin auf, das Bargeld herauszugeben, und bedrohte sie dabei mit einer Waffe.
Täter griff beim Raubüberfall gewaltsam zu
Der Mann sei mit einer Sturmmaske, Handschuhen und einer Waffe ausgestattet gewesen. Als die Herausgabe des Bargeldes nicht schnell genug verlief, beschloss sich der Täter, gewaltsam einzugreifen. Mit einem Brecheisen öffnete er beide Kassen und entnahm die Tageseinnahmen. „Er sprach akzentfrei Deutsch“, so Beyer über den Täter. Nach dem Überfall flüchtete der Mann zu Fuß in unbekannte Richtung.
Kassiererin reagiert besonnen
Die Kassiererin konnte nur wenige Details zu dem Angreifer nennen. Sie beschrieb ihn als jüngere Person, die akzentfrei Deutsch sprach und vermummt gewesen sei. „Zum Glück hat sie ruhig reagiert und den Täter handeln lassen“, sagte Beyer erleichtert. Während des Überfalls sei noch eine Kundin und ihr Kind im Markt gewesen. Das Kind habe einen Schock erlitten und musste ärztlich versorgt werden. „Das war das Schlimmste an der ganzen Situation“, fügte Beyer hinzu.
Schaden gering, Täter ohne großen Erfolg
Der finanzielle Schaden fällt jedoch geringer aus, als man bei einem solchen Überfall vermuten könnte. „Mittlerweile zahlen rund 60 Prozent unserer Kunden mit EC-Karte“, erklärte Beyer. „Bargeld gibt es kaum noch im Handel, und das war in diesem Fall ein Vorteil“. Für den Täter habe sich der Überfall deshalb nicht wirklich gelohnt.
Dritter Überfall in Erle
Es war bereits der dritte Raubüberfall auf dem Edeka-Markt in Erle. Wie die Pressestelle der Polizei Borken mitteilt, konnte im Rahmen einer Fahndung der Täter noch am gleichen Abend gefasst werden.
26-jähriger Raesfelder festgenommen
Im Zuge der Fahndung kontrollierten die Polizisten einen Pkw. Die Beschreibung der Zeugen traf in allen Punkten auf den Mann am Steuer zu. Auf dem Kopf trug er eine Wollmütze, die sich bei der Überprüfung als Sturmhaube herausstellte.
„Bei dem festgenommenen Mann handelt es sich um einen 26-jährigen Raesfelder“, so der Pressesprecher der Polizei Peter Lefering. Darüber hinaus stellten die Beamten ein Messer sicher, was dieser mit sich geführt hat.
Wer am Abend (Montag) gegen 19.30 Uhr den Blick gen Himmel über Raesfeld in westlicher Richtung richtete, konnte ein beeindruckendes Himmelsereignis beobachten: Den Kometen C/2023 A3 Tsuchinshan-ATLAS.
Ohne Fernglas und mit bloßem Auge sichtbar, bot der Komet einen faszinierenden Anblick, vorausgesetzt, das Wetter spielte mit und der Himmel war klar. Ein seltenes Ereignis, da so helle Kometen, die ohne technische Hilfsmittel sichtbar sind, nur alle paar Jahre oder oder Jahrzehnte auftreten.
Komet C/2023 A3 Tsuchinshan-ATLAS
Der Komet C/2023 A3 Tsuchinshan-ATLAS wurde erst Anfang 2023 entdeckt und trägt seinen Namen nach den beiden Teleskopen, mit denen er zuerst gesichtet wurde: Das Tsuchinshan-Teleskop in China und das ATLAS (Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System) auf Hawaii. Der Komet stammt aus den äußeren Bereichen des Sonnensystems und bewegt sich auf einer langen, elliptischen Bahn um die Sonne.
Foto: Petra Bosse
Kometenbeobachtungen sind seltene Ereignisse
In den letzten Wochen hat der Komet seine Helligkeit angenommen, weshalb er jetzt auch ohne technische Hilfsmittel sichtbar ist. Sein Schweif, der durch die Sonneneinstrahlung entsteht, leuchtet besonders hell und erstreckt sich weit am Himmel. Solche Kometenbeobachtungen sind seltene Ereignisse, da die Bahnen vieler Kometen sie nur alle paar Jahrzehnte oder Jahrhunderte in die Nähe der Erde führen.
Gasschweif
Der Gasschweif kann mehrere Millionen Kilometer lang werden und zeigt immer direkt von der Sonne weg, während der Staubschweif etwas kürzer sein kann und eine leicht gebogene Form hat. In manchen Fällen erreichen diese Schweife sogar Längen von 100 Millionen Kilometern oder mehr. Wie lang der Schweif genau erscheint, hängt von der Entfernung des Kometen zur Erde und zur Sonne ab sowie von den spezifischen Bedingungen des Sonnenwinds. Quelle: NASA
Der Förderverein der Silvesterschule Erle eV hat auch in diesem Jahr wieder Spielekisten an die beiden ersten Klassen überreicht.
Wie jedes Jahr hat der Förderverein der Silvesterschule Erle eV auch in diesem Schuljahr Spielekisten an die beiden ersten Klassen übergeben. Diese Kisten sollen den Kindern ermöglichen, ihre Pausen abwechslungsreicher und aktiver zu gestalten. Die Spielmaterialien, die traditionell in den Kisten enthalten sind, kommen bei den Schülerinnen und Schülern immer gut an.
Inhalt der Spielekisten:
Straßenkreide
Schwere Seile
10 Softbälle (Durchmesser: 10 cm)
1 großer Softball (Durchmesser: 20 cm)
2 Pferdegeschirr-Sets für Kinder
Laut dem Vorsitzenden Jonathan Schmidt sei die Begeisterung der Kinder jedes Jahr aufs Neue groß. „Die Spielekisten bereichern den Pausenhof und fördern die Bewegung und Kreativität der Kinder“.
Am Donnerstag, den 31. Oktober 2024, lädt das Selecao Sports and More (Raiffeisenweg 34, Schermbeck) zu einem besonderen Halloween-Event ein.
Die Band „One 4 the Road“ sorgt mit erstklassigem Coverrock für Stimmung. Frontmann Dirk Isermann, vielen bekannt aus seiner Zeit bei „Back2Beat“, wird mit seiner markanten Stimme das Publikum begeistern.
Das Konzert beginnt um 20 Uhr, der Eintritt beträgt 10 Euro. Bereits ab 19 Uhr wird ein Grillbuffet für 15 Euro pro Person angeboten.
Eine vorherige Anmeldung per E-Mail [email protected] oder WhatsApp ist erforderlich.
„Barrierefrei zu Hause sicher und bequem wohnen“. Unter diesem Titel hält die Wohnberaterin Birgit Lorenzen am Mittwoch, 16. Oktober, von 18 bis 20.15 Uhr einen kostenfreien Vortrag im Bildungswerk Raesfeld, Villa Becker, Weseler Straße 5 (Raum 5).
Die Wohnberatung im Kreis Borken wird vom Kreis Borken gefördert und steht allen Interessierten offen. Zu den Trägern zählt unter anderem das Deutsche Rote Kreuz im Kreis Borken, so die Mitteilung.
Länger unabhängig in den eigenen vier Wänden
Unabhängig von Alter, Pflegebedürftigkeit oder Behinderung. Wer möchte nicht so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben? Doch oft entsprechen die Wohnung oder das Haus nicht den Anforderungen, die das Alter, eine Krankheit oder eine Behinderung mit sich bringen. Viele Menschen denken aus Angst vor Stürzen oder Schwierigkeiten in der Küche oder im Bad bereits an einen Auszug.
Laut Pressemitteilung lassen sich die meisten Wohnungen jedoch an neue Bedürfnisse anpassen – sei es durch Haltegriffe, den Abbau von Schwellen oder größere bauliche Veränderungen. Damit bleibt auch im Alter, bei Pflegebedürftigkeit oder einer Behinderung das selbstständige Wohnen zu Hause möglich.
Informationen zur Finanzierung
Auch Fragen zur Finanzierung von Umbauten werden an diesem kostenfreien Vortragsabend in Raesfeld angesprochen. Wohnberaterin Birgit Lorenzen betont: „Ziel unserer Arbeit ist die Erhaltung der Individualität jedes Menschen durch gezielte Beratung und Unterstützung.“ Wir informieren, besuchen und beraten unverbindlich, neutral und kostenfrei.“
Anmeldung zum Vortrag
Anmeldungen nimmt das Bildungswerk Raesfeld unter der Telefonnummer 02865/10073 entgegen.
Laut einem Bericht der WHO enthalten Zigarettenfilter giftige Chemikalien wie Nikotin, Arsen und Schwermetalle, die die Umwelt belasten. Sie weisen auch darauf hin, dass Zigarettenkippen zu den am häufigsten weggeworfenen Abfällen weltweit gehören und eine Hauptquelle der Verschmutzung sind.
Es passiert schnell und unbemerkt – man sieht sie auf Gehwegen, im Park, am Strand oder sogar im See treiben: Zigarettenkippen. Viele Raucher werfen ihre Kippen achtlos weg, oft ohne darüber nachzudenken. Doch was auf den ersten Blick wie ein winziger Abfall erscheint, hat gravierende Auswirkungen auf die Umwelt.
Zigarettenkippen zählen zu den weltweit häufigsten Abfällen und verursachen erheblichen Umweltschäden. Die vermeintlich harmlosen Reste sind giftig, brauchen Jahrzehnte, um zu verrotten, und verschmutzen Böden, Gewässer und gefährden das Leben von Tieren und Pflanzen.
Lange Zersetzungsdauer: Die Haltbarkeit eines Schadstoffs
Zigarettenfilter bestehen aus Celluloseacetat, einer Art Kunststoff, der biologisch nur sehr schwer abbaubar ist. Eine weggeworfene Zigarettenkippe kann je nach Umweltbedingungen bis zu 15 Jahre lang verwendet werden, um vollständig zu verrotten. Dabei zerfällt sie nicht einfach in harmlose Bestandteile, sondern zersetzt sich in Mikroplastik, das über viele Jahre in der Umwelt verbleibt und weitere Schäden anrichtet. Besonders an Stränden und in Gewässern ist dies problematisch, da das Mikroplastik von Meereslebewesen aufgenommen wird und so in die Nahrungskette gelangt.
Nikotin: Eine unsichtbare Gefahr
Neben der Zersetzungsdauer tragen Sie Zigarettenkippen auch durch ihre giftigen Inhaltsstoffe zur Umweltverschmutzung bei. Nikotin, das in den Filtern verbleibt, ist ein starkes Nervengift, das für viele Lebewesen gefährlich ist. Wird ein Kippe in einem See oder Fluss entsorgt, gelangt das Nikotin ins Wasser und kann Fische und andere Wassertiere schädigen. Schon eine einzige Zigarettenkippe kann bis zu 40 Liter Wasser verunreinigen und das darin lebende Ökosystem stark gefährden.
In Wäldern oder auf Feldern, wo Zigarettenkippen achtlos entsorgt werden, können die Chemikalien im Filter den Boden vergiften. Dies beeinträchtigt nicht nur das Pflanzenwachstum, sondern auch Insekten und andere Kleintiere, die mit den Toxinen in Kontakt kommen. Besonders gefährlich wird es in städtischen Gebieten, wo die Kippen in die Kanalisation gelangen und ungefiltert in Flüsse und Meere gespült werden.
Besonders problematische Orte der Entsorgung
Zigarettenkippen stellen überall eine Gefahr dar, aber besonders gravierend sind die Auswirkungen in Gewässern. Der Giftcocktail, den eine Kippe in einem Teich, See oder Fluss freisetzt, kann das Wasser für Wasserorganismen unbewohnbar machen. Auch an Stränden, wo Millionen von Kippen jährlich im Sand landen, stellen sie eine direkte Gefahr für Vögel und Meeresbewohner dar, die die Reste fälschlicherweise für Nahrung halten und daran ersticken oder erkranken können.
Zigarettenkippen sind auch nicht bloß eine kleine Unannehmlichkeit, sondern eine ernstzunehmende Bedrohung für unsere Umwelt. Jeder unachtsame Wurf auf den Boden kann weitreichende Folgen haben, für uns, unsere Mitmenschen und das Ökosystem, in dem wir leben.
Info – Zahlen und Fakten
Schätzungen zufolge werden in Deutschland jährlich etwa 74 Milliarden Zigaretten geraucht, und davon landen fast zwei Drittel der Kippen in der Umwelt. Das sind etwa 49 Milliarden Zigarettenkippen pro Jahr, die unsachgemäß entsorgt werden.
Diese Zigarettenkippen belasten nicht nur den öffentlichen Raum, sondern verursachen auch hohe Reinigungskosten. Schätzungen zufolge betragen die Kosten für das Einsammeln und Entsorgen von Zigarettenkippen in Deutschland jährlich mehrere Millionen Euro . Allein in größeren Städten müssen oft erhebliche Mittel aufgewendet werden, um die Straßen, Parks und Strände von den weggeworfenen Filtern zu befreien.
Klartext: Informativer Abend der CDU Raesfeld zum Thema Betrugsschutz
Obwohl die Polizei immer wieder davor warnt, fallen Menschen schnell täglich auf die unterschiedlichsten Betrugsmaschen hierin. Um dem entgegenzuwirken, lud der CDU-Gemeindeverband Raesfeld-Erle-Homer zu einem aufklärenden Abend in die Freiheit 24 ein.
Hier erfuhren die Bürgerinnen und Bürger, wie sie sich besser vor Betrugsversuchen schützen können und welche Präventionsmaßnahmen besonders wirksam sind.
Im Mittelpunkt stand die Frage: „Wie schütze ich mein Hab und Gut?“. Zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung, um mehr über Schutzmaßnahmen Betrugsversuche zu erfahren.
Betrügerische Methoden aufgedeckt
Kriminalhauptkommissar Klaus Vogel vom Kreis Borken hielt einen aufschlussreichen und gleichzeitig unterhaltsamen Vortrag, in dem er anschaulich darstellte, wie Betrüger vorgehen, um Menschen mit perfiden Methoden zu täuschen. Besonders eindrücklich schilderte er die zunehmenden Fälle von Betrug durch falsche Polizisten und den sogenannten Enkeltrick. „Die Beute ist heute oft beträchtlich, da die Opfer durch Schockanrufe manipuliert werden und bereit sind, ihr ganzes Vermögen zu verlieren“, erklärte Vogel. Anhand von Videos zeigte er, wie diese Betrugsmaschen funktionieren und welche psychologischen Tricks die Täter anwenden.
Prävention durch Aufklärung
Ein zentrales Thema des Abends war, wie sich insbesondere ältere Menschen vor solchen Betrugsversuchen schützen können. Vogel appellierte an die Kinder und Enkelkinder, wachsam zu sein und mit ihren Eltern aufklärende Gespräche zu führen. „Eltern verschenken das Erbe ihrer Kinder“, betonte der Kommissar, der sich auch für Opferschutzprävention im Kreis Borken engagiert. Ein wichtiger Ratschlag des Abends lautete: „Auch wenn sich jemand als Polizeibeamter ausgibt, ist Auflegen nicht unhöflich.“ Vogel ermutigte die Anwesenden, im Zweifel die Polizei selbst zurückzurufen – ein einfacher, aber effektiver Schritt, um Betrügereien zu verhindern.
Weitere Themen des Abends
Neben dem Schutz vor Betrugsanrufen sprach der Kriminalhauptkommissar auch über weitere Gefahren, wie Taschendiebstahl und Fahrraddiebstahl, und gab wertvolle Tipps, wie man sich auch vor diesen Delikten schützen kann. Die Besucher erhielten nützliche Informationen und konnten am Ende des Vortrags ihre Fragen stellen, die alle umfassend beantwortet wurden.
Nach gut zwei Stunden gingen die Anwesenden mit vielen wichtigen Hinweisen nach Hause – gut gerüstet, um sich in Zukunft besser gegen Betrugsfälle zu schützen.
Mit den ersten kalten Nächten hat der Herbst nun merklich Einzug gehalten. Die damit verbundenen Laubabfälle können die Raesfelder Bürger wie gewohnt beim Wertstoffhof an der Steenbreede 9 abgeben.
Dieser ist mittwochs nachmittags von 16.00 bis 19.00 Uhr sowie samstags von 8.00 bis 13.00 Uhr geöffnet.
Darüber hinaus hat die Gemeinde Raesfeld auch in diesem Jahr für die Erler eine Sammelstation eingerichtet. Diese befindet sich auf der Festwiese an der Marienthaler Straße. Dort können ab dem kommenden Samstag bis einschließlich dem 23. November jeweils samstags von 9.00 bis 12.00 Uhr Laubfälle abgegeben werden.
Nach 16 erfolgreichen Jahren hat das Ehepaar Annika und Arno Rüb für sich das Kapitel Adelheids-Spargelhaus in Erle endgültig beendet.
An diesem Wochenende fand der Totalausverkauf des Interieurs statt, bei dem sich zahlreiche Menschen die Gelegenheit nicht entgehen ließen, ein Stück des beliebten Hauses zu erwerben. Bereits am Samstagmorgen, noch vor zehn Uhr, bildeten sich Schlangen von Autos, und der Andrang auf die restlichen Waren war groß.
Foto: Petra Bosse
Große Nachfrage nach kleinen Schätzen
Besonders begehrt waren die dekorativen Kleinigkeiten. Bilder, Deko-Artikel und viele andere Dinge fanden schnell neue Besitzer – und das zu günstigen Preisen. Es war der letzte Höhepunkt in der Geschichte des Adelheids-Spargelhauses unter der Leitung von Arno Rüb, das weit über die Grenzen von Erle hinaus bekannt ist und über viele Jahre hinweg zahlreiche Gäste mit seiner Atmosphäre und der Küche von Arno verwöhnt hatte.
So gut wie ausverkauft, hieß es am Sonntag nach dem großen Andrang am Samstag. Foto Petra Bosse
Ein neuer Anfang
Obwohl Rüb die Türen des Adelheids-Spargelhaus für sich für immer geschlossen hat, bedeutet dies keinen endgültigen Abschied von Arnos Kochkünsten. In Zukunft wird er seine Leidenschaft für das Kochen mobil weiterführen. Mit seinem Food Truck wird Arno Rüb auf verschiedenen Märkten und Veranstaltungen unterwegs sein, darunter erstmals auf dem Kappesmarkt 2024 in Raesfeld. Dort wird er deftige, aber einfache Eintöpfe anbieten – ganz im Stil seiner bodenständigen und beliebten Küche.
Das Ehepaar Arno und Annika beginnt nun einen neuen Lebensabschnitt, und wir wünschen ihnen für die Zukunft viel Erfolg und alles Gute.
Ein neuer Pächter für das Restaurant sei, so Rüb, gefunden worden.