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Amtliches Ergebnis: So hat der Kreis Borken 2021 gewählt

Höchste Wahlbeteiligung in Raesfeld mit 86,1 Prozent – Zahl der Briefwähler lag bei bei 41,9 Prozent

Mit 43,7 Prozent der abgegebenen Stimmen zieht Anne König aus Borken in den Bundestag ein / Kreiswahlleiter Dr. Ansgar Hörster dankte

Kreis Borken (pd). Der Kreiswahlausschuss stellte am Freitag, 1.10.2021) das amtliche Ergebnis der Bundestagswahl im Wahlkreis 126 (Borken II) vor

Zu diesem Wahlkreis gehören Bocholt, Borken, Gescher, Heiden, Isselburg, Raesfeld, Reken, Rhede, Stadtlohn, Südlohn, Velen und Vreden. Dem vorausgegangen war in den letzten Tagen eine intensive Vorprüfung der Wahl-Niederschriften aller Stimmbezirke im Wahlkreis durch Kreiswahlleiter Dr. Ansgar Hörster und sein Team. Nach abschließender Prüfung stellten die Mitglieder des Wahlausschusses daraufhin jetzt folgendes amtliches Ergebnis fest:

Im Wahlkreis 126 waren laut Dr. Hörster insgesamt 201.103 (2017: 199.978) Bürger_innen wahlberechtigt. Gewählt haben 162.159 (2017: 158.146) Personen. Damit lag die Wahlbeteiligung bei 80,6 Prozent (2017: 79,1 Prozent).

Die höchste Wahlbeteiligung im Wahlkreis habe es in Raesfeld mit 86,1 Prozent gegeben, erläuterte der Kreiswahlleiter. Die niedrigste mit 77,7 Prozent sei in Bocholt verzeichnet worden. Der Anteil der Briefwähler an der Zahl der Wähler lag bei bei 41,9 Prozent.

Bei der Erststimme gab es folgendes Ergebnis:

  • Anne König (CDU) 70.334 Stimmen, 43,7 Prozent – Die Borkenerin ist damit hier direkt gewähltes Mitglied des Deutschen Bundestages.
  • Nadine Heselhaus (SPD) 40.851 Stimmen, 25,4 Prozent
  • Karlheinz Busen (FDP) 13.404 Stimmen, 8,3 Prozent
  • Dr. Michael Espendiller (AfD) 7.909 Stimmen, 4,9 Prozent
  • Bernhard Theodor Lammersmann (GRÜNE) 20.028 Stimmen, 12,4 Prozent
  • Michael Frieg (DIE LINKE) 3.928 Stimmen, 2,4 Prozent
  • Tobias Finke (Die PARTEI) 2.795 Stimmen, 1,7 Prozent
  • Bastian Nitsche (FREIE WÄHLER) 1.650 Stimmen, 1,0 Prozent

Bei der Zweitstimme ergab sich folgende Verteilung:

  • CDU: 59.102 Stimmen, 36,6 Prozent
  • SPD: 42.303 Stimmen, 26,2 Prozent
  • FDP: 19.081 Stimmen, 11,8 Prozent
  • AfD: 7.724 Stimmen, 4,8 Prozent
  • GRÜNE: 21.738 Stimmen, 13,5 Prozent
  • DIE LINKE: 3.914 Stimmen, 2,4 Prozent
  • Tierschutzpartei: 1.517 Stimmen, 0,9 Prozent
  • Sonstige: 5.897 Stimmen, 3,7 Prozent

Kreiswahlleiter Dr. Hörster sprach den knapp 2.200 ehrenamtlich tätigen Wahlhelferinnen und -helfern im gesamten Kreisgebiet – davon fast 1.700 allein im Wahlkreis 126 (Borken II) – sowie den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Rathäusern und bei der Kreisverwaltung für ihre gewissenhafte Mitwirkung an der Wahl Dank und Anerkennung aus. Ohne ihren Einsatz seien die reibungslose Vorbereitung und Durchführung einer solchen Wahl nicht möglich, betonte er.

Sebastianschüler erkundeten den Kartoffelhof Meyering

„Pommes wachsen nicht auf Bäumen!“ Sebastianschüler auf den Spuren der Kartoffel

Das sonnige Herbstwetter lud die Drittklässler der Sebastianschule mit ihren vier Klassenlehrerinnen zur Erkundung des Hofes Meyering ein.

Raesfeld (pd). Im Rahmen einer fächerübergreifenden Unterrichtsreihe zum Thema „Kartoffel“ hatten die Kinder bereits viele Fragen gesammelt. Schon auf dem Weg zum Kartoffelfeld musste der Landwirt Michael Meyering erste Fragen beantworten. Wichtig war für die Kinder, Antworten auf Fragen zu finden wie „Wer ist der größte Feind der Kartoffel?“ oder „Wie viele Kartoffeln entwickeln sich aus einer Mutterknolle?“

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Die Klassen 3a und 3c mit Michael Meyering und ihren Klassenlehrerinnen Hannah Sondermann und Julia Jöckel

Schon zu Beginn war sich Timo auf die Frage seiner Lehrerin sicher, dass Kartoffeln nicht auf Bäumen wachsen. „Pommes sind verarbeitete Kartoffeln. Kartoffeln wachsen in der Erde an einer Pflanze“, äußerte sich der Drittklässler fachmännisch.

Kartoffelroden

Spannend war auch die Erkundung des Kartoffelroders, dessen Funktion kindgerecht erklärt wurde. Viele Kinder bewarben sich direkt als Erntehelfer für den Rest der Saison. Anschließend ging es in die Hallen. Hier konnten die Kinder u.a. entdecken, wie die Kartoffeln gelagert, sortiert und verpackt werden. Als krönender Abschluss durfte sich jedes Kind einen eigenen Kartoffelsack abfüllen. Direkt wurden Vorschläge für das nächste Mittagessen gemacht.

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Niklas, Florian und Jannik aus der 3c kennen sich jetzt mit dem Kartoffelroder aus

Seit vielen Jahren dürfen die Sebastianschüler den Hof Meyering besuchen und werden dort nicht nur reichlich beschenkt, sondern sammeln auch direkte Erfahrungen sowie viele Informationen zum Thema „Landwirtschaft“ und „Kartoffel“. Das Lehrerkollegium der Schule ist der Familie Meyering dankbar, dass sie den Schülern diese praktischen Einsichten ermöglicht.

Kostenloses Online-Seminar zum Thema „Dachbegrünung“

Klimawochen 2021: Kostenloses Online-Seminar zum Thema „Dachbegrünung“ am Mittwoch, 6. Oktober 2021

Gründächer als Beitrag zur Klimaanpassung – Vorteile und verschiedene Arten der Umsetzung

Kreis Borken (pd). Im Rahmen der Klimawochen 2021 bieten der Klimakreis Borken, die Stadt Borken, die Verbraucherzentrale NRW und die EnergieAgentur.NRW am Mittwoch, 6. Oktober 2021, ein kostenloses Online-Seminar zum Thema „Dachbegrünung“ an.

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Sommer zunehmend trocken und sehr heiß verlaufen. Gleichzeitig gibt es immer häufiger Unwetter mit Starkregen, die Schäden an Häusern und Grundstücken verursachen und die Kanalisation überlasten. Begrünung rund ums und am Haus kann dazu beitragen, die Auswirkungen dieser Wetterextreme abzumildern und ein spürbar besseres Klima am Haus zu erreichen.

Die beiden Fachleute Katharina Koßmann und Dr. Bernd Demuth vom Projekt „Mehr Grün am Haus“ der Verbraucherzentrale NRW erläutern vor diesem Hintergrund im Online-Seminar die Vorteile von Gründächern. Zudem erklären sie, warum die Dachbegrünung eine gute Möglichkeit ist, Häuser an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Anhand anschaulicher Beispiele stellen sie verschiedene Arten der Dachbegrünung vor und beantworten Fragen zur Umsetzung, passenden Pflanzenauswahl sowie zu Pflege, Baukosten und rechtlichen Aspekten.

Vorab begrüßen Dominik Tebbe (Stadt Borken) und Rouven Boland (Kreis Borken) als Mitglieder des kommunalen Netzwerks der Klimaschutzbeauftragen im Kreis Borken die Interessierten. Dominik Tebbe wird zudem neben den fachlichen Informationen auch zu den aktuellen Fördermöglichkeiten der Stadt Borken zur Dachbegrünung berichten. Während des Online-Seminars können Fragen über den Chat gestellt werden.

Weitere Infos zum Projekt der Verbraucherzentrale unter: www.mehrgruenamhaus.de. Die Anmeldung zu der kostenlosen Veranstaltung erfolgt unter https://www.energieagentur.nrw/klimaschutz/gruendaecher. Dabei gibt es dann auch die Zugangsdaten zu der Online-Veranstaltung.
Das digitale Seminar ist Teil der Klimawochen 2021, die vom 27.09. bis 09.10.2021 im Kreis Borken stattfinden. Innerhalb derer bieten der Kreis und die kreisangehörigen Kommunen vielfältige Aktionen und Angebote zum Thema Klimawandel zum Mitmachen an. Das Programm ist unter www.kreis-borken.de/klimawochen zu finden.

Neuer Hofladen eröffnet in Erle

Auf Hof Unnebrink an der B224 in Erle kann ab morgen, 02.10.21, frische Ware direkt vom Hof gekauft werden.

Am Eröffnungswochenende ist der Laden Samstag und Sonntag jeweils von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Für die Kinder steht eine Hüpfburg bereit und die Gäste können sich über selbstgemachte Reibeplätzchen und kalte Getränke freuen.

Die Auswahl an Produkten ist breit gefächert: Zwiebeln und Kartoffeln aus eigenem Anbau, aber auch Äpfel, Eier, Marmeladen, selbstgemachtes Schwarzbrot und Plätzchen, und noch viele weitere Produkte von befreundeten Landwirten aus der Region stehen zum Verkauf. Die Kartoffeln wird es in kleineren, aber auch in großen 25kg Säcken zum Einkellern geben. Ein kleines Highlight bildet der große Kühlschrank mit dem besonderen Angus-Rindfleisch, welches hier ebenfalls angeboten wird. Erstmal nur tiefgekühlt, ab der nächsten Grillsaison jedoch auch frisch.

Manuel Unnebrink hat sich bewusst gegen einen Automaten entschieden, um seine Produkte zu verkaufen. Ihm war der persönliche Kontakt zu seinen Kunden schon immer sehr wichtig und möchte diesen auch nicht missen. Der Hofladen ist mit einem modernen Klingelsystem ausgestattet, welches den Landwirt sofort benachrichtigt und die Wartezeit der Kunden auf ein Minimum verkürzt.

Nach dem Eröffnungswochenende wird der Laden von Montag bis Samstag von 9 bis 18 Uhr geöffnet sein. Wer neugierig geworden ist, kann sich morgen oder Sonntag bei Reibeplätzchen und Kaltgetränken selber von der großzügigen, regionalen Auswahl überzeugen.

Brandschutz bremst Umbau im Hotel Lieb&Wert Raesfeld aus

Baustellenbesuch beim Lieb&Wert – Natur.Park.Hotel

Bei einem Rundgang durch das gesamte Haus berichtete Tobias Brun den Ratsmitgliedern über die vielen notwendigen Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen der in die Jahre gekommenen Immobilie und zeigte die Entwürfe der Innenarchitekten für die einzelnen Bereiche.

Raesfeld (pd). Das Bettenhaus wird komplett bis auf den Rohbauzustand zurückgebaut. Es entstehen dort 24 neue Hotelzimmer. Im Haupthaus werden sich das Restaurant mit Wintergarten, ein Buffetraum, ein Saal mit Terrasse, zwei neue Kegelbahnen mit Moonlightfunktion, ein Wellnessbereich und einige weitere Hotelzimmer befinden.

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Aktuelle und ausgeschiedene Ratsmitglieder informierten sich über die Planungen und den Stand der Bauarbeiten für das neue Lieb&Wert – Natur.Park.Hotel.

Zusätzlich werden im Untergeschoss vier große Kühlzellen, eine Spül- und eine Vorbereitungsküche sowie eine neue Zentralheizung mit Blockheizkraftwerk eingebaut. Die große Restaurantküche selbst befindet sich im Erdgeschoss des Haupthauses. Hier wurde bereits eine neue moderne Kochinsel installiert und ein neuer Fußboden verlegt nachdem alle Abflüsse aus Gründen der Brandschottung erneuert wurden.

Tobias Brun stellt Umbaupläne vor

Jetzt informierten sich aktuelle und ausgeschiedene Mitglieder des Gemeinderates gemeinsam mit Mitarbeitern der Verwaltung über die Planungen und den Stand der Bauarbeiten für das neue Lieb&Wert – Natur.Park.Hotel. Gemeinsam mit seinem Pächter Andre Wachtmeister stellte Tobias Brun die Umbaupläne für das Restaurant und das Hotel mit 30 modernen Zimmern vor.

Bei einem Rundgang durch das gesamte Haus berichtete Tobias Brun den Ratsmitgliedern über die vielen notwendigen Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen der in die Jahre gekommenen Immobilie und zeigte die Entwürfe der Innenarchitekten für die einzelnen Bereiche. Das Bettenhaus wird komplett bis auf den Rohbauzustand zurückgebaut, damit dort 24 Hotelzimmer entstehen können.

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Zwei neue Kegelbahnen

Im Haupthaus werden sich das Restaurant mit Wintergarten, ein Buffetraum, ein Saal mit Terrasse, zwei neue Kegelbahnen mit Moonlightfunktion, ein Wellnessbereich und einige weitere Hotelzimmer befinden. Zusätzlich werden im Untergeschoss vier große Kühlzellen, eine Spül- und eine Vorbereitungsküche sowie eine neue Zentralheizung mit Blockheizkraftwerk eingebaut. Die große Restaurantküche selbst befindet sich im Erdgeschoss des Haupthauses. Hier wurde bereits eine neue moderne Kochinsel installiert und ein neuer Fußboden verlegt nachdem alle Abflüsse aus Gründen der Brandschottung erneuert wurden.

Voller Tatendrank

„Wir sind alle voller Tatendrang. Leider hat uns der Brandschutz ausgebremst“, erläutert Tobias Brun. Ein geplanter Nachtrag für das bestehende Konzept aus dem Jahr 2007 sei nicht mehr gut umsetzbar gewesen. Daher wurde ein komplett neues Brandschutzkonzept aufgestellt, um die aktuellen Anforderungen besser zu erfüllen. Dies ist nun Teil des Bauantrags. „Wir hoffen nun auf eine zeitnahe Genehmigung, damit sich die Arbeiten nicht weiter verzögern und das Restaurant inklusive der Kegelbahnen im kommenden Mai und der Hotelbetrieb im Herbst nächsten Jahres starten können.“

Bürgermeister Martin Tesing hob hervor, wie wichtig die Entscheidung für den An- und Verkauf des Landhauses Keller für Raesfeld gewesen sei und dankte dem alten und neuen Rat für diesen Beschluss. „Dieser Standort in Raesfelds Premiumlage musste wieder zu einem Hotelstandort mit einem entsprechenden gastronomischen Angebot werden. Damit haben wir gemeinsam auch eine Lücke im Rahmen des Dorfentwicklungskonzepts geschlossen.“

Im Sommer letzten Jahres hatte der damalige Rat dem Kauf des insolventen Landhauses Keller durch die Gemeinde Raesfeld zugestimmt.

Der im November neu konstituierte Rat entschied dann über die Zukunft der Immobilie und beschloss, sie an den Investor Tobias Brun zu verkaufen. Er will die Immobilie grundlegend sanieren.

Coronaschutzverordnung: diese Lockerungen gelten ab heute in NRW

Die neue Coronaschutzverordnung für NRW tritt am heutigen Freitag in Kraft. Gültig ist sie erst einmal bis Ende Oktober. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) spricht von „weiteren Schritten in Richtung Normalität“.

Maskenpflicht im Freien nur noch eine Empfehlung!

Begründet werden die beschlossenen Lockerungen mit den aktuellen Infektionszahlen. In NRW lag die Sieben-Tages-Inzidenz am Donnerstag, 30. September, bei 55,9 und damit unter den bundesweiten Wert von 63. Landesweit sind 67,6 Prozent der Menschen vollständig geimpft.


Diese neuen Regeln gelten jetzt in NRW:

  • Keine Maskenpflicht im Freien mehr
  • mit Schnelltest in den Club und die Disko
  • kein Mindestabstand mehr in Restaurants
  • Maskenpflicht im Freien nur noch eine Empfehlung
  • Chor mit Schnelltest wieder ohne Maske
  • Veranstaltungen unter freiem Himmel wieder mit voller Zuschauerzahl
  • bei Veranstaltungen in Innenräumen dürfen ab 5.000 Zuschauern freie Plätze nur noch zu 50 Prozent vergeben werden

3G-Regel grundsätzlich weiter gültig

Grundsätzlich gilt überall weiter die 3G-Regel (genesen, geimpft, getestet). Neu ist, dass im Fall von Club- und Discobesuchen sowie dem gemeinsamen Singen ein Schnelltest ausreicht, der aber nicht älter als sechs Stunden sein darf. Bei Restaurantbesuchen gilt eine Maskenpflicht bei Verlassen des Platzes. Gleiches gilt auch für Veranstaltungen, etwa Konzerte und Fußballspiele.

Entscheidung zu Schulen steht noch aus

Unklar ist noch die Situation an den Schulen. Die Landesregierung hat hierzu eine Entscheidung in der kommenden Woche angekündigt. Fest steht aber bereits, dass Schülerinnen und Schüler außerhalb der Ferienzeit als getestete Personen gelten, da sie in der Schule regelmäßig getestet werden. Ab 16 Jahren müssen Schülerinnen und Schüler aber im Zweifel ihren Testnachweis aus der Schule vorzeigen.

Impfquote im Kreis bei den über 12-Jährigen liegt bei 83 Prozent!

Rückblick auf das Impf- und Infektionsgeschehen im Kreis Borken vom 20. bis zum 26. September 2021 – Hohe Impfbereitschaft im Kreis Borken

Kreis Borken (pd). „Die Impfquote bei den über 12-Jährigen liegt im Kreis Borken inzwischen bei 83 Prozent“, mit dieser außerordentlich erfreulichen Nachricht hat Landrat Dr. Kai Zwicker in der Pressekonferenz zur heute (30.09.2021) erfolgenden, vom Land vorgegebenen planmäßigen Schließung des „Impfzentrum Kreis Borken“ aufwarten können.

„Damit liegen wir bei den vollständig Geimpften deutlich über der NRW-Quote von 76,4 Prozent und der bundesweiten Quote von 72,5 Prozent“, betonte er.

Gleichzeitig dankte er den Bürgerinnen und Bürgern im Westmünsterland für die hohe Impfbereitschaft. Sie habe dazu geführt, dass der Kreis Borken „in einer Liga“ beispielsweise mit Dänemark (knapp 85 Prozent der über 12-Jährigen sind dort vollständig geimpft) liege, das aufgrund seiner Werte sämtliche coronabedingten Beschränkungen bereits wieder aufgehoben habe.

Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid 19-Infektion:
Im Zusammenhang mit Covid 19-Infektionen sind im Berichtszeitraum drei Todesfälle hinzugekommen. Die Verstorbenen waren 20, 42 und 71 Jahre alt. Zwei der Verstorbenen waren nicht geimpft.

Zum Infektionsgeschehen:

Im Zeitraum vom 20. bis zum 26. September 2021 gab es im Kreis Borken insgesamt 138 (Vorwoche: 141) gemeldete Neuinfektionen, also ein minimaler Rückgang zur Vorwoche. Das Infektionsgeschehen hat sich damit auf relativ niedrigem Niveau beruhigt und stabilisiert. Lag der kreisweite Inzidenzwert am 20. September bei 39, so betrug er am 26. September 37,4. Diese „Stagnation“ ist auch auf Bundes- und Landesebene zu verzeichnen, wobei das Infektionsgeschehen im Kreis Borken weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt von 61,7 und dem Landesdurchschnitt von 57,5 liegt.

Die Neuinfektionen erfolgten hauptsächlich

  • am Arbeitsplatz:14 Fälle; 10,1 Prozent (Vorwoche: 11 Fälle; 7,8 Prozent)
  • im Haushalt / Privat: 45; 32,6 Prozent (Vorwoche: 66; 46,8 Prozent) – hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Folgeinfektionen im häuslichen/familiären Umfeld
  • im Rahmen von Reisen: 11; 8 Prozent (Vorwoche: 8; 5,7 Prozent)
  • bei Feiern: 4; 2,9 Prozent (Vorwoche 1; 0,1 Prozent)
  • in Einrichtungen: 8; 5,9 Prozent (Vorwoche.: 7; 5,0 Prozent)
  • in der Schule: 1; 0,7 Prozent (Vorwoche: 4; 2,8 Prozent)

In 55 Fällen blieb die Infektionsquelle trotz intensiver Befragung der infizierten Personen durch die Containment-Scouts des Kreisgesundheitsamtes Borken unbekannt (39,8 Prozent – Vorwoche: 44; 31,2 Prozent).

Es gab damit lediglich kleinere Verschiebungen bei den „Infektionsquellen“. Der Anteil derjenigen Personen, die die Herkunft ihrer Infektion nicht erklären können, nimmt weiter zu. Dafür hat sich das Folgegeschehen in familiären Zusammenhängen etwas entspannt.

Nur infizierte Person muss in Quarantäne

Wichtig: Größere zusammenhängende Infektionsgeschehen wurden nicht verzeichnet.
Schule wie auch Kindergarten trugen kaum noch zum Infektionsgeschehen bei. Dort gelten daher auch andere Regelungen im Umgang mit Einzelfällen in diesen Einrichtungen. Es wird grundsätzlich nur noch die infizierte Person in Quarantäne gesetzt.

Ansonsten kann der Betrieb weiterlaufen und es wird flankierend getestet. Dieses Vorgehen konnte im Kreis Borken problemlos umgesetzt werden – Folgeinfektionen in den Schulen und Kindergärten sind weiterhin die absolute Ausnahme.
Im Berichtszeitraum gab es erneut ein Ausbruchsgeschehen in einer Pflegeeinrichtung. Die betroffenen Wohngruppen wurden umgehend getestet, um Klarheit über das Geschehen zu bekommen. Das Kreisgesundheitsamt handelt dabei immer in enger Abstimmung mit der WTG-Behörde des Kreises („Heimaufsicht“) und der betroffenen Einrichtung.
Impfstatus der neuinfizierten Personen:

Von den 138 (Vorwoche: 141) neuinfizierten Personen waren 60 (45) vollständig geimpft. Bei den Geimpften gab es nahezu durchweg deutlich mildere Krankheitsverläufe. In diesem Zusammenhang ruft das Kreisgesundheitsamt aber auch alle geimpften Personen dazu, die geltenden Schutzregeln zu einzuhalten und bei Auftreten von Symptomen diese kurzfristig abklären zu lassen.

Vom Infektionsgeschehen sind mehrheitlich die jüngeren Altersgruppen betroffen. Dies entspricht ebenfalls der bundesweiten Entwicklung.

Landrat Dr. Kai Zwicker: „Die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen

ist erfreulicherweise stark zurückgegangen“
Aktuell 4.511 SGB-II-Arbeitslose im Kreis

Kreis Borken (pd). Die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen im Kreis Borken ist im September stark zurückgegangen. Das teilt Landrat Dr. Kai Zwicker mit. Nach dem saisontypischen deutlichen Anstieg im August sei die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen wieder – wie erwartet – stark zurückgegangen. Grund dafür sei vor allem auch die Aufnahme von Ausbildungsverhältnissen. Laut Dr. Zwicker zeigt sich der lokale Arbeitsmarkt nach dem Ende des Sommers damit erfreulich robust.

Das „Jobcenter im Kreis Borken“ weist für den Monat September 4.511 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind. Im Vergleich zum Vormonat August ist die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen damit um 235 Personen gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat hat sich die Zahl um 287 Personen verringert. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen ist im Kreisgebiet gegenüber dem Vormonat von 2,2 Prozent auf 2,1 Prozent gesunken.

Die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist im September 2021 gesunken und liegt derzeit bei 9.177 Personen (-103 gegenüber August 2021). Sie befinde sich sogar um 781 unter dem Vergleichsmonat 2020, betont Dr. Zwicker. Hierzu gehören auch Männer und Frauen, die aktuell an Eingliederungsmaßnahmen teilnehmen und Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit nicht zur Verfügung stehen.

Personen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen nach dem 2. Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen sind, zählen ebenfalls zu dieser Gruppe. Inklusive deren Kinder unter 15 Jahren und der weiteren nicht erwerbsfähigen Angehörigen haben im September 13.237 Personen (-158 gegenüber August 2021) in 6.724 Bedarfsgemeinschaften (-62 gegenüber August 2021, -543 gegenüber September 2020) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat habe sich die Zahl der Personen in Bedarfsgemeinschaften sogar um 1.254 verringert, konstatiert Dr. Zwicker.

Die aktuellen Arbeitslosenzahlen im SGB II in den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes sind der beigefügten Grafik zu entnehmen.

Die Arbeitslosenquote von 2,1 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen.

Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig. Die hilfsweisen Quoten sind der ebenfalls beigefügten Grafik zu entnehmen.

Weidetierhalter bekommen Unterstützung vonseiten der Politik

Wolfsgebiet Schermbeck: Wie können wir pragmatische Lösungen finden, um unsere Weidetiere vor Wolfsangriffen zu schützen?

Dies war ein Thema am Dienstagabend auf dem Hof von Landwirt Hartmut Neuenhoff in Schermbeck-Damm.

Die CDU- Landtagsabgeordnete Charlotte stellt sich auf die Seite der Weidetierhalter. Sie setzt sich für eine „wolfsfreie Zone“ ein. Sie lud gemeinsam mit Bianca Winkelmann (MdL) und Sprecherin der CDU-Fraktion im Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz zu einem Diskussionsabend ein.

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Bianca Winkelmann (MdL) und Sprecherin der CDU-Fraktion im Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz (l.), CDU-Landtagsabgeordnete Charlotte Quik und Landwirt Hartmut Neuenhoff luden zu einem Diskussionsabend ein.

Wie geht es weiter?

Rund 30 Weidetierhalter und Landwirte kamen. Sie berichteten über ihre Sorgen mit Blick in die Zukunft „Wie geht es mit der Weidetierhaltung im Wolfsgebiet zukünftig weiter?“.

Der Wolf verbreitet immer mehr Angst und Schrecken unter den Weidetierhaltern. Viele bangen um ihre Existenz. Rund zehn Weidetierhalter haben ihre Schafzucht im Wolfsgebiet aufgegeben.

Einig waren sich alle an diesem Abend: Der Bestand der Wölfe muss, nicht nur in Deutschland, sondern auch in den einzelnen Wolfsgebieten, kontrolliert und dezimiert werden. Besonders auch vor dem Hintergrund, dass es keinen optimalen Schutz gebe, ohne die Weiden, Wiesen komplett mit teilweise kilometerlangen Zäunen einzuzäunen.

Thema-Wolf-Diskussion-mit-Charlotte-Quik

Wolf mit einer Strategie begleiten

Für Quik sei klar, dass das Thema allen auf der Seele brennt, da die Tiere, ob Schafe, Pferde oder Rinder den Weidetierhaltern sehr am Herzen liege. Bereits im November 2018 haben sich, so Winkelmann, die Fraktionen von CDU und FDP das Umweltministerium beauftragt, den Wolf mit einer Strategie zu begleiten. Bis heute sei nicht viel passiert, sind sich beide Politikerinnen einig. Sie gehen sogar noch in ihren Aussagen einen Schritt weiter und sagen: „NABU muss aus allem raus, denn Sie machen Geschäfte mit dem Wolf“.

Elf Kilometer Weidezaun als Schutz

Das Fass ist voll, die Nerven liegen bei den betroffenen Landwirten blank. Es geht schon lange nicht mehr nur um Schafe. Wie bei Hartmut Neuenhoff. Der Landwirt aus Damm hat 90 trächtige Jungrinder auf unterschiedlichen Weiden in den Lippeauen stehen. Um seine Tiere vor einem Wolfsangriff zu schützen, müsste er einen Zaun von rund elf Kilometer um seine Weiden bauen. Sein Antrag wurde jedoch im Februar auf Förderung dafür abgelehnt worden. „Zwar wurde von meinen Rindern noch kein Tier gerissen. Ich bin mir aber sicher, dass der Wolf sich dort regelmäßig blicken lässt, da die Tiere erst kürzlich voller Panik waren. Es dauerte gut 14 Tage, bis wieder Ruhe in den einzelnen Rindergruppen, bestehend aus trächtigen Jungrindern, in den Lippeauen eingekehrt ist“, berichtet Neuenhoff.

Dass die Tiere zeitweise voller Panik waren, sei für den Landwirt ein eindeutiger Beweis dafür gewesen, dass sich mit großer Sicherheit dort Wölfe aufgehalten haben. Auch andere Weidetierhalter sind sich sicher, dass sich bei ihnen an den Stallungen und Weiden Wölfe rumtreiben und Panik unter die Tiere verbreitet. „Wir als Tierhalter sind aber haftbar, wenn es zu einem Zusammenstoß oder Unfall zwischen Autos und Tieren auf der Bundestraße oder Autobahn kommt“. Seine Sorgen, auch was den Schutz seiner Herden anbelange, wurde in den letzten Wochen, Monaten immer nur klein geredet.

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Weidetierhalter haben Angst um ihre Tiere. Wird es deshalb demnächst auch keine Offenställe mehr geben, fragen sich die Landwirte. Foto: Petra Bosse

Alle Weidetiere zukünftig nur noch im Stall?

Wie auch bei Bernhard Steinmann aus Kirchhellen. Er habe beobachtet, dass seine Kühe häufig sehr aufgebrachte und verängstig seien. „Ich müsste meinen ganzen Hof einzäunen, um meine Tiere zu schützen, und abends die Stalltüren schließen“. Was sei das aber für ein Tierschutz, fragt er. „Erst hieß es, alle Tiere auf die Weide. Dafür haben wir Offenställe gebaut. Jetzt sollen wir unsere Tiere wieder einsperren, nur weil der Wolf da ist. Wir werden den Wolf nicht mehr los, aber wer lässt dann noch überhaupt demnächst seine Tiere raus?“.

Tobias Schulz aus Hünxe fragt: Wo müssen wir ansetzen, dass wir endlich Gehör bei den Politikern finden? Sein Problem sei, dass er seine Pferde gar nicht erst aus tierschutzrechtlichen Gründen einstallen kann.

Stellschrauben werden immer enger

Volles Verständnis zeigt Quik für die Sorgen der Landwirte. Sie spricht sich offen für eine wolfsfreie Zone aus. „Wenn es nach mir ginge, wäre die Wölfin hier schon längst entnommen“.

Für Bianca Winkelmann sei es unerlässlich, dass die Herdenschutzmaßnahmen und der empfohlene Herdenschutz auf der gesamten Fläche des Wolfsgebietes möglich gemacht werden muss. Nur so könne eine Koexistenz von Weidetierhalter und Wolf sichergestellt werden. Dass die Wölfin überhaupt einen Namen bekommen habe, sei von Anfang an ein großer Fehler gewesen. Diese führe bei den Wolfsbefürworter und bei den Menschen in der Stadt zu einer falschen Wahrnehmung. „Dadurch würde das Raubtier mit Namen ‚Gloria‘ nur verniedlicht“, so Winkelmann.

Besonders verärgert sind die Weidetierhalter über die Ignoranz vonseiten des LANUV. Im Fokus standen aber auch Umweltministerin Heinen-Esser und Landrat Ingo Brohl. Dieser habe seine Versprechen vor der Wahl nicht wahr gemacht. Die Sorgen scheinen niemanden zu interessieren, die Stellschrauben werden immer enger gezogen. Ein weiteres Problem sei laut Maik Dünow, die schlampige Arbeit des LANUV. „Nach Rissen passiert erst einmal gar nichts. Es wird alles totgeschwiegen“. Laut Gisbert Fuest gebe es immer mehr Verordnungen.

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Herdenschutzhunde auf einer Schafwiese in Gahlen. Foto: Archiv

Ursache muss behandelt werden

Maik Dünow wünsche sich, dass die Politiker aufseiten der Weidetierhalter stehen und mehr ‚Arsch in der Hose haben‘. „Wir wollen Taten sehen und nicht nur Sprüche“. Das fordert auch Jürgen Höchst vom Bürgerforum Gahlen. „Wir doktern nur für sehr viel Geld an den Symptomen. Und das auch nur begrenzt an Zäune und Herdenschutzhunde für Schafhalter, anstatt die Ursache zu behandeln“, so Höchst. Er vertritt auch die Meinung, dass mittlerweile ein Menschenleben weniger wert, als das eines Wolfes sei. Auch verwies Höchst auf die zusätzlichen Kosten durch das Monitoring. Darüber hinaus müsse es auch ein ein Vier-Augen-Prinzip bei der Rissbegutachtung geben.

Geredet wurde an diesem Abend nicht nur von Gloria. Laut Heinrich Peters aus Hünxe gebe es ein Beweisvideo aus einem Garten, was fünf Wölfe in Hünxe zeigt. „Viele Menschen, die über Wölfe diskutieren, sind fernab von der Realität“. Er ist sich sicher, dass die Wölfe von den Menschen lernen und ihnen immer näher kommen. „Aber auch der Mensch ist schützenswert“, so Peters und warnt vor Gruppen von Naturschutzideologen, die sich hervorragend mit Politikern und Verwaltung vernetzt hätten. Im Gegenzug sei es dringend Notwendig, dass er eine bessere Vernetzung von Wolfsgegner geben, um beispielsweise Menschen wie Peter Malzbender vom NABU-Vorstand stärker begegnen zu können.

Ignoranz der Menschen

Besonders die Ignoranz und Anfeindungen von Menschen gegenüber den Landwirten und Weidetierhalter in den sozialen Medien sei ein großes Thema. Darüber waren sich die Teilnehmer der Diskussionsrunde einig. Fakt sei auch, dass alle, die versuchen den Wolf „schön zu reden“, nicht im Geringsten eine Vorstellung davon hätten, was ein 100-prozentiger Wolfschutz, angefangen von der immensen Arbeit, überhaupt koste. „Auch haben diese Menschen es noch nicht erlebt, was es für einen Weidetierhalter bedeutet, wenn er seine Tiere tot auf der Weide finden“, fügt Winkelmann hinzu.

Zu den Kosten konnte der Berufs- und Wanderschäfer Maik Dünow ausführlich berichten. Auch wenn es heißt, dass ein Zaun zu 100 Prozent gefördert werde, belaufe sich der Betrag nur auf die reinen Materialkosten. Um seine Tiere zu schützen hat Dünow sich mittlerweile 20 Herdenschutzhunde angeschafft. Fünf davon bekäme er vom Land bezahlt.

Fast 50 Schafe von Schäfer Maik Dünow vom Wolf gerissen
Schäfer Maik Dünow aus Wesel ist sauer. Ihm fehlt die Unterstützung vonseiten der Politik

Enorme Futterkosten für Herdenschutzhunde

Nicht nur, dass jeder Herdenschutzhund in der Anschaffung rund 5000 Euro kostet, die nicht immer erstattet würden, kommen oben drauf noch die Kosten für die Mitarbeiter für Lehrgänge und einiges mehr, was er in die Tiere aus eigener Tasche investiert werden muss. „Ich verfüttere allein 1200 Euro monatlich an Hundefutter“, so der Schafhalter.

Auch die Kommentare bei Beschwerden vonseiten LANUV bei einem Tierriss, seien teilweise für viele Betroffene ein Schlag ins Gesicht. So berichtete ein Landwirt, dass er vom Landesamt zu hören bekam, dass die Landwirte selbst schuld daran seien, wenn sie keinen richtigen Herdenschutz machen. Auch die Aussage nach einem Riss am 10. März: „Wir wissen nicht wie der Wolf reingekommen ist, gesprungen ist er nicht“, sei für ein LANUV-Mitarbeiter eine plausible Antwort nach einem Riss gewesen.  

Ein Landwirt zeigte sich enttäuscht und gleichzeitig überrascht darüber, dass Gloria nach dem ersten Pferderiss nicht entnommen wurde. Besonders für Einstaller werden die Wölfe immer mehr zu einem Problem, da immer Menschen keine Ausritte mit Pferden im Wolfsgebiet mehr machen möchten.

Was eine Entschädigung für einen Abwehrzaun für Pferde in der Dingender Heide anbelange, so berichtete eine Frau, dass die Voraussetzung dafür seien, dass erst mindestens drei Pferde im Umkreis von 30 Kilometer gerissen werden müssten.

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Zahlreiche Pferkoppeln gibt es in und um Schermbeck herum. Foto: Petra Bosse

Rückkehr des Wolfes verschärft Situation der Schafhaltung

Fakt jedoch sei, so die Landtagsabgeordnete Winkelmann, dass Schafe, Ziegen- sowie Gehegewildtierhalter seit jeher einen besonderen Dienst für die Gesellschaft leisten. Neben der Erzeugung hochwertiger Produkte wie Fleisch, Milch, Häute, Felle und Wolle leisten sie einen wichtigen Beitrag für die Biotop- und Landschaftspflege. Dieses habe positive Auswirkungen auf Naturschutz den Erhalt von Biodiversität und Kulturlandschaften. „Die Rückkehr des Wolfes nach Mitteleuropa verschärft die Situation, vor allem in der Schafhaltung weiter“.

Sicher sei, dass zu erwarten sei, dass in Folgen einer hohen Reproduktionsfähigkeit die Zahl der in NRW zunehmen werde. Deshalb sei es wichtig, so Winkelmann, dass frühzeitig eine Lösungen für die Zukunft entwickelt wird. Eine Möglichkeit bestehe darin, eine mit dem europäischen Flora-Fauna-Habitat-Recht übereinstimmende Wolfsstrategie zu entwickeln. „Beispielsweise in Form festgelegter Verbreitungsgebiete, so, wie sie seit Jahrzehnten bei Rot- und Damwild in NRW erfolgreich praktiziert werde“, schlägt Winkelmann vor.

Wolf in Wesel-Deichschutz durch Schafe
Schafe, Ziegen- sowie Gehegewildtierhalter leisten seit jeher einen besonderen Dienst für die Gesellschaft.

Aber wie steht es überhaupt um den Herdenschutz in NRW?

Dazu hat LANUV eine Anfrage von René Schneider (SPD) beantwortet.

Insgesamt wurden 941 Anträge auf auf Förderung gestellt. Die Bandbreite der im Einzelfall erfolgten Bewilligungen lag beispielsweise laut LANUV im Jahr 2020 zwischen 137,80 und 113.767,90 Euro. Die überwiegende Anzahl der genehmigten Förderungen liegt im Bereich zwischen 1.500,00 Euro und 6.000,- Euro. Das sei 100% der nach Fachprüfung als förderfähig anerkannten Kosten.

Auf die Frage, wie lange die durchschnittliche Bearbeitungszeit dauert, heißt es in der Antwort von LANUV: Bei den hohen Beratungs- und Abstimmungsbedarf ergeben sich in der Regel Bearbeitungszeiten von rund acht Wochen. In den Fällen, in den die Antragssteller_innen das Angebot der Landwirtschaftskammer (LWK) annehmen und sich im Vorfeld der Antragstellung von den Herdenschutzmaßnahmen beraten lassen erfolge eine Genehmigung innerhalb von rund vier Wochen.

Ausblick: Am 27. Oktober wird sich der Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz intensiv im Rahmen einer Anhörung erneut mit dem Thema Wolf befassen.


Petra Bosse

Klimawochen im Kreis Borken: Kostenloser Radverleih in der Stadt Borken

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In der Tourist-Information können während der Klimawochen kostenlos Räder ausgeliehen werden

Borken (pd). Von Montag, 27. September, bis Samstag, 9. Oktober 2021, finden im Kreis Borken erneut die kreisweiten Klimawochen statt. In diesem Zeitraum sensibilisiert der Kreis für das Thema Klimaschutz und ruft zum Mitmachen und Mitgestalten auf. Einen besonderen Schwerpunkt für den Aktionszeitraum bildet das Thema Mobilität und die Frage nach zukunftsfähiger Fortbewegung auf dem Land. Aus diesem Grund können während der Klimawochen kostenlos Räder in der Tourist-Information ausgeliehen werden – die Ausleihgebühr entfällt somit während der Aktion.

Das E-Lastenrad KonRad kann in der Tourist-Information ganzjährig kostenlos ausgeliehen werden. Zusätzlich können Bürgerinnen und Bürger während der Klimawochen des Kreis Borkens auch weitere City-Bikes kostenlos nutzen. Foto: Stadt Borken
Das E-Lastenrad KonRad kann in der Tourist-Information ganzjährig kostenlos ausgeliehen werden. Zusätzlich können Bürgerinnen und Bürger während der Klimawochen des Kreis Borkens auch weitere City-Bikes kostenlos nutzen. Foto: Stadt Borken

Ebenso haben Borkenerinnen und Borkener ganzjährig die Möglichkeit, sich in der Tourist-Information tageweise das E-Lastenrad KonRad kostenlos auszuleihen. „Die Anschaffung eines solchen Rades ist schon eine kleine Investition für Einzelpersonen und Familien“, weiß Caroline Schlottbom, Leitung der Tourist-Info. Mit KonRad können Bürgerinnen und Bürger, die sich ein E-Lastenrad anschaffen wollen oder sich dafür interessieren, das Rad im Alltagsbetrieb testen und mit den Erfahrungen gegebenenfalls in ein eigenes E-Lastenrad investieren.

Die Stadt Borken bezuschusst den Kauf eines solchen E-Lastenrades mit bis zu 750 Euro. Alle Infos dazu sind auf der Website der Stadt Borken im Bereich Klimaschutz zu finden.
Das E-Lastenrad wird zudem beim diesjährigen Stoppelfest am 9. Oktober präsentiert und kann für kurze Testfahrten ausprobiert werden.

Kontakt und Öffnungszeiten der Borkener Tourist-Information:
Tourist-Information im FARB
Markt 15
46325 Borken
02861 939 252
Dienstag und Mittwoch: 10 – 13 Uhr
Donnerstag bis Sonntag: 10 – 16 Uhr

Wolf reißt vier Schafe und überspringt Zaun von 1,90 Meter

Vier tote Schafe in Dinslaken- Oberlohberg nach einem Wolfsriss am Dienstag

Erneut wurde die enorme Sprungkraft der Wölfin Gloria oder eines der im Wolfsgebiet lebenden Wölfe beim aktuellen Wolfsriss in Dinslaken-Oberlohberg unter Beweis gestellt.

Vier gerissene Schafe auf der Wiese. Kein schöner Anblick, weder für den Weidetierhalter noch für die zwei Esel, die auf einer anliegenden Koppel standen.

Wolf-reisst-vier-Schafriss-in-Dinslaken-Oberlohberg

In Dinslaken-Oberlohberg schaffte es ein Wolf, oder auch die Weseler Wölfin Gloria, über einen 1,90 Meter Legizaun zu springen und auf der Weide, die rund 20 Meter zur Wohnbebauung entfernt liegt, vier Schafe zu reißen. Bei einem Schaf seien laut Mitteilung Bürgerforum Gahlen Wolf die Innereien gefressen. Ein Hinterlauf fehle komplett.

Das gesamte Grundstück ist komplett eingezäunt. Der Zaun ist darüber hinaus zehn Zentimeter im Boden gesichert. Untergrabungen des Zaunes konnten nicht festgestellt werden, dafür jedoch an einer Stelle Kratzspuren am Zaun. Hier fanden LANUV-Mitarbeiter, die vor Ort waren, an gleicher Stelle Matsch und Sandspuren, sowie Haare. Diese wurden vom LANUV zur weiteren Analyse mitgenommen.

Der Zaun verläuft an einer Stelle an einem Acker vorbei. Erkennbar sind recht nahe an der vermuteten Übersprungstelle im Ackerboden deutliche Pfotenabdrücke.

Ebenfalls deutlich erkennbar sind  auch mehrere, mindestens drei, Fährten.

Da es keinen Untergrabungsschutz gibt, ist der Grundschutz nicht gewährleistet.

Insgesamt liegen dem LANUV seit Juli 2021 noch acht ungeklärte Risse aus dem Wolfsgebiet Schermbeck vor, die in Bearbeitung sind.

Fotos: Bürgerforum Gahlen Wolf

Wolf-Gloria-von-Wesel-vier-tote-Schafe-Dinslaken-Oberlohberg
Wolfpfoten Abdruck nach Schafriss in Dinslaken
Wolf-Gloria-von-Wesel-vier-tote-Schafe-Dinslaken-Oberlohberg

Vier tote Schafe in Dinslaken- Oberlohberg nach einem Wolfsriss am Dienstag

Erneut wurde die enorme Sprungkraft der Wölfin Gloria oder eines der im Wolfsgebiet lebenden Wölfe beim aktuellen Wolfsriss in Dinslaken-Oberlohberg unter Beweis gestellt.

Vier gerissene Schafe auf der Wiese. Kein schöner Anblick, weder für den Weidetierhalter noch für die zwei Esel, die auf einer anliegenden Koppel standen.

Wolf-reisst-vier-Schafriss-in-Dinslaken-Oberlohberg

In Dinslaken-Oberlohberg schaffte es ein Wolf, oder auch die Weseler Wölfin Gloria, über einen 1,90 Meter Legizaun zu springen und auf der Weide, die rund 20 Meter zur Wohnbebauung entfernt liegt, vier Schafe zu reißen. Bei einem Schaf seien laut Mitteilung Bürgerforum Gahlen Wolf die Innereien gefressen. Ein Hinterlauf fehle komplett.

Das gesamte Grundstück ist komplett eingezäunt. Der Zaun ist darüber hinaus zehn Zentimeter im Boden gesichert. Untergrabungen des Zaunes konnten nicht festgestellt werden, dafür jedoch an einer Stelle Kratzspuren am Zaun. Hier fanden LANUV-Mitarbeiter, die vor Ort waren, an gleicher Stelle Matsch und Sandspuren, sowie Haare. Diese wurden vom LANUV zur weiteren Analyse mitgenommen.

Der Zaun verläuft an einer Stelle an einem Acker vorbei. Erkennbar sind recht nahe an der vermuteten Übersprungstelle im Ackerboden deutliche Pfotenabdrücke.

Ebenfalls deutlich erkennbar sind  auch mehrere, mindestens drei, Fährten.

Da es keinen Untergrabungsschutz gibt, ist der Grundschutz nicht gewährleistet.

Insgesamt liegen dem LANUV seit Juli 2021 noch acht ungeklärte Risse aus dem Wolfsgebiet Schermbeck vor, die in Bearbeitung sind.

Fotos: Bürgerforum Gahlen Wolf

Wolf-Gloria-von-Wesel-vier-tote-Schafe-Dinslaken-Oberlohberg
Wolfpfoten Abdruck nach Schafriss in Dinslaken
Wolf-Gloria-von-Wesel-vier-tote-Schafe-Dinslaken-Oberlohberg

Hegering Raesfeld lädt zum Hundetag ein

Wie in den vergangenen Jahren richtet der Hegering Raesfeld am Sonntag, 03.10.2021, wieder den Hundetag aus.

Bei dieser Veranstaltung können die Hunde ihre jagdliche Brauchbarkeit unter Beweis stellen. Alle Hegeringmitglieder mit Jagdschein und einem Hund sind eingeladen. Beginn ist um 9.00 Uhr auf dem Hof Bölker.

Neben Sachpreisen wird auch wieder der Hegering-Wanderpreis verliehen. Nur gemeldete Hunde sind startberechtigt. Eine Anmeldung ist bis zum 02.10.2021 bei Hubert Hüging (Tel.: 02865/7023) oder Frank Müller (015201421962) möglich. 

E-Mobilität im Westmünsterland soll ausgebaut werden

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Stadtwerke, Kommunen, Kreis Borken und „Westenergie AG“ wollen Ausbau der Schnelllade-Infrastruktur forcieren und dabei abgestimmt vorgehen

Kreis Borken (pd). Die heimischen Stadtwerke, die kreisangehörigen Kommunen und der Kreis Borken sowie die „Westenergie AG“ als Partner wollen den Ausbau der Schnelllade-Infrastruktur im Kreisgebiet forcieren und dabei abgestimmt vorgehen.

Das ist Ergebnis einer gemeinsamen Konferenz, die jetzt auf Einladung von Landrat Dr. Kai Zwicker im Borkener Kreishaus stattgefunden hat. Der Impuls für diese Absprache kam aus der Klausurtagung der Bürgermeister/innen mit dem Kreis Borken Mitte August dieses Jahres. Alle Beteiligten wollen auf diese Weise die Rahmenbedingungen für die inzwischen dynamische Entwicklung in Sachen E-Mobilität im Westmünsterland stärken.

E-Mobilität-im-Kreis-Borken
Vertreterinnen und Vertreter der heimischen Stadtwerke, der kreisangehörigen Kommunen, des Kreises Borken sowie der „Westenergie AG“ stimmten sich jetzt auf Einladung von Landrat Dr. Kai Zwicker (vorne rechts) in Sachen Ausbau der Schnelllade-Infrastruktur ab. Foto: Kreis Borken

250 „Normalladepunkte“

Zunächst stand eine Bestandsaufnahme der bereits vorhandenen Lade-Infrastruktur im Blickpunkt: Insbesondere die Stadtwerke haben in den letzten Jahren schon eine Vielzahl öffentlicher Ladepunkte errichtet. Insgesamt sind rund 250 „Normalladepunkte“ (bis zu 40 kW) über das gesamte Kreisgebiet verteilt. Zudem gibt es immer mehr private Ladepunkte in den Haushalten. In der Regel beträgt die Ladedauer an diesen öffentlichen und privaten Standorten mehrere Stunden. „Damit steigen die Anforderungen an die örtlichen Übertragungsnetze stark an und bedingen weiterhin einen zielgerichteten Ausbau“, konstatierten in diesem Zusammenhang die Stadtwerke.

Schnellladesäulen

Ergänzt werden soll nun künftig die kreisweite Lade-Infrastruktur durch sogenannte „Schnellladesäulen“ (über 100 kW). Je nach genauer Leistung können sie für eine vollständige Aufladung in deutlich weniger als einer Stunde sorgen. Damit stellen diese Säulen eine gute Ergänzung zum bereits ausgebauten Netz von Normalladesäulen und zu der stark wachsenden Zahl privater Ladepunkte dar. Zu ihrer Errichtung gibt es derzeit verschiedene Förderprogramme. Die „Westenergie AG“ hat angekündigt, sich beispielsweise am Förderprogramm „1.000 Schnellladeparks“ zu beteiligen.

Interessantes Angebot für Pendler

Über dieses Programm werden bis 2023 fünf neue Schnelladeparks im Kreis Borken errichtet – jeweils einer in Ahaus, Borken und Gronau sowie zwei in Bocholt. Sie sollen möglichst in der Nähe von Hauptverkehrswegen oder anderen stark frequentierten Standorten entstehen. Wer sein E-Fahrzeug nicht zu Hause über Nacht oder an den öffentlichen Normalladepunkten mit längerer Abwesenheit laden kann und will, erhält dann dort die Möglichkeit, binnen kurzer Zeit zusätzliche Reichweiten mit dem E-Fahrzeug zu erschließen. Dies sei gerade auch für Pendlerinnen und Pendler sowie Auswärtige ein interessantes Angebot, hieß es dazu.

Förderprogramme

Im Sinne einer möglichst kreisweiten und bedarfsgerechten Ausstattung vereinbarten die Konferenzteilnehmer_innen daraufhin, beim Ausbau der Schnelllade-Infrastruktur gemeinsam vorzugehen und insbesondere die Beantragung von aktuellen und künftigen Förderprogrammen miteinander abzustimmen. Landrat Dr. Kai Zwicker zeigte sich hierüber sehr erfreut und betonte: „Neben weiteren Akteuren haben gerade die Stadtwerke bei uns im Westmünsterland in den vergangenen Jahren schon viel für den Ausbau der Ladeinfrastruktur getan. Ich begrüße es daher sehr, dass wir uns mit ihnen und der ‚Westenergie AG‘ jetzt auf ein abgestimmtes Vorgehen verständigen konnten.“

Zum Hintergrund:
Die „Westenergie AG“ ist ein deutscher Energiedienstleister und Infrastrukturanbieter mit Sitz in Essen. Sie ist eine Tochtergesellschaft des Energiekonzerns E.ON.

Altenpflege – Stresstest bestanden – Examen in der Tasche

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15 frisch examinierte Altenpfleger*innen beim DRK Borken

Bocholt/Kreis Borken (drk-press). Das Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe des Roten Kreuzes im Kreis Borken feiert 15 frisch examinierte Altenpfleger*innen.

Sie erhielten während einer Feierstunde im Inklusionsbetrieb „Café Henry“ im Borkener Rotkreuz-Zentrum aus den Händen von Schulleiter Klaus-Dieter Jahn und seinem Team die heißbegehrten Zeugnisse, heißt es im DRK-Pressedienst.

Stresstest bestanden – Examen in der Tasche: Die Erleichterung darüber war 14 Schülerinnen und einem Schüler anzusehen. Auch das Team des Bildungsinstituts für Gesundheitsberufe des Roten Kreuzes in Bocholt freute sich mit den ehemaligen Auszubildenden über das tolle Ergebnis der Examensprüfung.

Anspruchsvolle dreijährige Ausbildung

Drei Jahre anspruchsvoller Ausbildung liegen hinter dem Altenpflegekurs fünf. Theorieblöcke mit kompakter Wissensvermittlung wechselten ab mit Einsätzen in den Trägereinrichtungen und Fachabteilungen, die eine praxisnahe Ausbildung garantieren. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Einrichtungen der Altenhilfe ist der Garant dafür, die hohen Ausbildungsziele zu erreichen.

Dies fordert von den Auszubildenden eine große Portion Motivation und die Bereitschaft, Wissen und eigene Grenzen zu erweitern und Herausforderungen anzunehmen. So verglich Klassenlehrerin Sibille Wildermuth die Ausbildung auch mit einem Stresstest: „Und diesen haben alle Auszubildenden bravourös gemeistert und so das Examen bestanden.“

DRK-Abschluss_Altenpflege
Die staatlich anerkannten Altenpfleger und Altenpflegerinnen sind (Foto v. li, hinten): Ewa Taulien, Yvonne Knubben, Volijca Veseli, Alina Ganz, Joelina Bischop, Janine Schütte, Klaudia Frischmuth-Seume, Maxi Lubisch, Marleen Krause; vorne von links: Celina Uhlenkott, Lucienne Leson, Britta Uebbing, Nick Hofer, Lia-Sofie Schneider, Michelle Keller. Foto: DRK/and

„Ein einmalig schöner Beruf“

Iris Schlautmann, Bereichsleiterin Bildung beim Roten Kreuz, gab den neuen Pflegekräften mit auf den Weg, „die ganzheitliche Sicht nicht aus den Augen zu verlieren“ – auch, wenn sich Ganzheitlichkeit „vielleicht eine etwas veraltete Bezeichnung“ sei. Das heiße auch, „die Strukturen in der Praxis zukunftsgerichtet, menschenfreundlich, also dem Menschen entsprechend zu gestalten“. Die Ausbildung sei Grundstein und Fundament, um sich aktiv an der Pflege- und Gesellschaftsentwicklung zu beteiligen: „Sie sind befähigt, vermehrt Verantwortung zu übernehmen für die Steuerung des Pflegeprozesses“, erklärte Iris Schlautmann und schloss mit einem Kompliment: „Sie haben einen einmalig schönen Beruf.“

Die Einrichtungen der Altenhilfe freuen sich als Arbeitgeber sehr über die frisch examinierten Altenpflegefachkräfte, die nun die Teams verstärken und eine qualitativ gute Pflege aufrechterhalten, wie es in der Mitteilung weiter heißt.

Der Altenpflegekurs fünf ist der vorletzte Kurs, der eine Ausbildung zur Altenpflegerin und zum Altenpfleger abschließt. Am 1. Oktober beginnt am DRK-Bildungsinstitut in Bocholter Europahaus der zweite Kurs mit einer generalistischen Ausbildung nach dem neuen Berufsbildungsgesetz mit dem Abschluss zur Pflegefachfrau und zum Pflegefachmann.

www.Pflegeschule.DRKBorken.de

Tierseuchenübung – THW Ahaus testet Desinfektionsschleuse

THW Ahaus testete in Abstimmung mit dem Kreis Borken besondere Reinigungs- und Desinfektionsschleuse

Für den Fall der Fälle – Einsatz bei hochansteckenden Tierseuchen

Kreis Borken/Ahaus (pd). Das Technische Hilfswerk (THW) – Ortsgruppe Ahaus führte am Wochenende auf ihrem Gelände eine ganz besondere Übung durch. Geprobt hat sie dort den Aufbau einer stationären Reinigungs- und Desinfektionsschleuse. Die Übung erfolgte in Abstimmung mit den Veterinären der Fachbereichs Tiere und Lebensmittel der Kreisverwaltung Borken

Grund dafür: Diese Schleuse kommt zum Einsatz, wenn hochansteckende Tierseuchen ausbrechen.
Kreisordnungsdezernentin Dr. Elisabeth Schwenzow, Fachbereichsleiter Dr. Manfred Ulrich sowie aus seinem Team Martin Ehling und die Tierärztinnen Anja Miebach und Dr. Sophia Ebbing verfolgten mit großem Interesse die Arbeiten der unter Leitung von Tobias Ising und Markus Lefering stehenden THW-Helfer.

Tierseuchenschleuse-Test-THW
Das THW Ahaus hat ganze Arbeit geleistet: Die Reinigungs- und Desinfektionsschleuse ist aufgebaut. Links Kreisordnungsdezernentin Dr. Elisabeth Schwenzow, rechts daneben Kreis-Chefveterinär Dr. Manfred Ulrich. Foto: Kreis Borken

Wie Dr. Ulrich dabei erläuterte, müssen beim Ausbruch hochansteckender Tierseuchen wie beispielsweise Maul- und Klauenseuche großräumige Schutzzonen ausgewiesen werden. „Je nach Seuchenlage ist das Herausfahren aus diesen Zonen nur unter Einhaltung von strengen Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen möglich“, unterstrich er. Um solche Maßnahmen durchführen zu können, gebe es derartige Schleusen, die wiederum nur von Fachleuten aufgebaut und betrieben werden können. „Der Kreis Borken ist daher dem THW Ahaus sehr dankbar dafür, dass es diese Aufgabe für die kreiseigene Schleuse übernommen hat.“

Bekämpfung der klassischen Schweinepest

Bei der jetzt durchgeführten Tierseuchenübung hat das THW die Durchfahrschleuse zudem mit einem Einsatzgerüstsystem ergänzt. Auf diese Weise lassen sich u. a. auch Futtertransportfahrzeuge beim Verlassen der jeweiligen Zone ganzflächig reinigen und desinfizieren.
Nach Ende der Übung konnten Dr. Elisabeth Schwenzow und Dr. Manfred Ulrich sehr erfreut ein positives Fazit ziehen: „Das THW hat in beeindruckender Weise seine Einsatzfähigkeit unter Beweis gestellt. Wir sind froh, dass es uns nach der guten Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Klassischen Schweinepest im Jahr 2006 auch weiterhin im Bedarfsfall unterstützt.“

Unfall auf Parkplatz in Raesfeld – Autobesitzer bitte melden

Raesfeld – Unfall auf Parkplatz

Raesfeld. Wie die Polizei mitteilt, habe sich die Verursacherin eines Parkplatz-Unfalls bei der Polizei gemeldet. Ihren Angaben zufolge habe sie gegen 16.40 Uhr am Montag in Raesfeld auf einem Parkplatz an der Weseler Straße gestanden.

Im Nachhinein habe sich jedoch herausgestellt, dass sie dabei vermutlich einen neben ihrem Wagen stehenden weißen Fiat 500 angefahren habe. Der oder die Betroffene sollte sich unter Tel. (02861) 9000 beim Verkehrskommissariat in Borken melden.

Herbstliche Stimmung beim Lichterabend im Garten Baumeister

Entschleunigung und Entspannung beim Lichterabend am Samstagabend im Garten von Karl-Heinz Baumeister.

Es duftete schon mächtig beim diesjährigen Lichterabend nach Herbst.

Unterstrichen wurden die ersten Anzeichen der vierten Saison durch die vielen Kerzen und Lichter, die Karl-Heinz Baumeister in seinem Garten am Ährenfeld aufgestellt hat. „Es ist ein schöner Abend mit Durchatmungsmoment. Der Herbst kommt jetzt mit großartigen Farben, und in Kombination mit den Kerzen leuchten die Farben des ersten Herbstlaubs besonders kräftig“, so Uli Baumeister.

Uli-und-Karl-Heinz-Baumeister-Lichterabend-Raesfeld

Wohlfühloase

Besonders in diesem Jahr haben sich die Menschen sehr auf ihren Garten konzentriert. Dieser sei auch in aller Munde gewesen, erzählt der gelernte Garten- und Landschaftsbauer. Das war wohl auch ein Grund dafür, dass an diesem Abend zahlreiche Besucher durch den Garten bummelten, um sich neue Inspirationen für ihre eigene „Wohlfühloase“ abzuholen.

Uli-und-Karl-Heinz-Baumeister-Lichterabend-Raesfeld

Wie Jutta Bonhoff aus Raesfeld. Sie genoss die angenehme und entspannte Atmosphäre. „Hier bekomme ich Spätsommergefühle und könnte mir gut vorstellen, dass ich mit Freunden noch im Garten zusammensitze, um den Abend zu genießen“. Sie war besonders von dem Schwimmteich beeindruckt, der eindrucksvoll mit Licht in Szene gesetzt wurde.

Herbstfarben

Bedingt durch den nassen Sommer präsentieren sich die Herbstfarben deutlich früher und intensiver als üblich, erklärt Baumeister das bunte Naturschauspiel in seinem Garten. Noch in letzter Blüte stehen die Klettertrompeten, aber die Blüte jedoch sei bei allen Pflanzen durch. Dafür gebe es jetzt schon einen extremen Farbwechsel, unter anderem bei den Amber- und Ahorn-Bäumen. „Die feuchte Witterung hat dazu geführt. Das ist in diesem Jahr schon sehr kurios“, fügt der Gartenexperte hinzu.

„Impfzentrum Kreis Borken“ in Velen schließt

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„Impfzentrum Kreis Borken“ in Velen noch bis Donnerstag (30.09.2021) geöffnet


Ergebnisse der mobilen Impfungen der vergangenen Tage

Kreis Borken (pd). Bis Donnerstag (30. September 2021) ist das „Impfzentrum Kreis Borken“ in Velen in Betrieb. Ohne Terminanmeldungen sind dort solange noch Impfungen jeweils in der Zeit von 14 bis 19 Uhr möglich. Als Impfstoffe stehen Moderna, AstraZeneca, Johnson & Johnson sowie BioNTec zur Verfügung. Danach schließt das Impfzentrum wie alle anderen Impfzentren in NRW auf Weisung des Landes und das Impfen übernehmen ab 1. Oktober vollständig die niedergelassenen Ärzte.
Bei den Vor-Ort-Impfungen der vergangenen Tage im DRK-Impfbus und durch mobile Teams gab es folgende Ergebnisse:

Am 22.09.2021 ließen sich im Berufskolleg Bocholt-West 53 Personen impfen – 6 mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson, 47 mit dem von BioNTec.

Am 23.09.2021 gab es Berufskolleg am Wasserturm in Bocholt 32 Impfungen, 3 mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson, 29 mit dem von BioNTec. Am gleichen Tag fand in der Syrisch-Orthodoxen Kirchengemeinde St. Jesaja in Gronau eine Impfaktion statt, bei der 147 Personen geimpft werden konnten (112 x BioNTec, 35 x Johnson & Johnson).

Am 25.09.2021 ließen sich in Borken in der Nähe vom Parkplatz am „Kaufland“ 95 Personen impfen (70x BioNTec und 25x Johnson & Johnson) und am gleichen Tag in Rhede am Rathaus 65 Personen (44x BioNTec und 21x Johnson & Johnson).

Am 27.09.2021 sind im Berufskolleg Borken dann insgesamt 26 Personen geimpft worden, 24 mit dem Impfstoff von BioNTec, 2 mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson.

QR-Codes für Genesenenzertifikate

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Kreisgesundheitsamt Borken versendet ab sofort QR-Codes für Genesenenzertifikate

Eingelesen werden kann der Code dann über die CovPass-App bzw. die Corona-Warn-App

Kreis Borken (pd). Wie die digitalen Coronavirus-Impfzertifikate lassen sich auch Genesenenzertifikate per QR-Code in die CovPass-App bzw. in die Corona-Warn-App importieren. Solche QR-Codes versendet nach erfolgtem „Anbindungsprozess“ ab sofort auch das Kreisgesundheitsamt Borken.

Ein Genesenenzertifikat erhalten automatisch alle Personen, die eine Infektion mit dem Coronavirus durchgemacht haben und im Kreis Borken als Indexfall registriert sind. Die Versendung erfolgt im Regelfall 28 Tage nach dem positiven PCR Test.

Gültigkeit

Der Nachweis sei laut Kreisgesundheitsamt das dieses nur sechs Monate gültig sei. Wichtig: Nach Ablauf dieser Frist und bevor eine Impfung stattgefunden hat, gilt die Person als nicht vollständig geimpft und eben auch nicht als genesen.
Nach der aktuellen Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) sollten immungesunde Personen, die eine mittels PCR-Test nachgewiesene Coronavirus-Infektion durchgemacht haben, nur eine Impfstoffdosis erhalten. Dies gilt auch, wenn der Infektionszeitpunkt länger als sechs Monate zurückliegt.

Möglich ist eine Impfung aber auch schon ab vier Wochen nach dem Ende der Corona-Symptome, wenn beispielsweise eine Exposition gegenüber künftig auftretenden Virusvarianten gegeben ist, gegen die eine durchgemachte Coronavirus-Infektion keinen ausreichenden Schutz mehr vermittelt. Nach gesicherter asymptomatischer Coronavirus-Infektion kann die Impfung laut STIKO bereits ab vier Wochen nach der Labordiagnose erfolgen.

Julia Kopper Giant gewinnt das Dragonboat Rennen 2021

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Was für ein Erfolg!!!! Wie im letzten Jahr belegten die Julia Koppers Giants den 1. Platz beim 14. Dragonboat Cup Rennen am Pröbstingssee.

(pd). In diesem Jahr nahmen jedoch gleich zwei Teams der JKG teil, die JKG Giants (Stufe 5,6,7) und die JKG Giants (Stufe 8,9,10).  Betreut werden die Teams von Caro Fooke und Toni Becker. AVIA Klöcker und der Förderverein Pro Julia sponsertes das ganze sportliche Spektakel.

Die Freude war sehr groß, als die Teams jeweils den ersten Platz im Junioren-Team Mixed gewannen. Spannend wurde es noch einmal im anschließenden Verfolgungsrennen über 2000 Meter. Hierbei traten die Giants in einem Mix aus allen Jahrgangstufen mit den Älteren in Konkurrenz. Sogar Vereinsteams und Mannschaften aus der Oberstufe nahmen daran teil. Dabei verpassten die Giants nur hauchdünn das Siegertreppchen, was aber angesichts der enormen Konkurrenz durchaus beachtlich war.

Ein schweißtreibender, spannender und aufregender Tag wurde schließlich mit der Übergabe eines Sonderpokals belohnt, wobei die besonders aktive Leistung der JKG hervorgehoben wurde.

Allen Aktiven, Betreuern und vor allem so engagierten Schüler*innen, ein ganz herzliches Dankeschön für den Einsatz und „Herzlichen Glückwunsch“ für die tolle Leistung! „Das nächste Dragonboat Rennen 2022 kann kommen!!!“

Fotos: JKG

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