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Süßes und Hochgeistiges vom Niederrhein auf der Grünen Woche

Spezialitäten aus der Hofküche Stegerhoff und fein gebrannter Korn aus Dinkel und Weizen von eigenen Feldern der Brennerei Böckenhoff aus Raesfeld-Erle

Nach dem gelungenen Start der Genussregion Niederrhein auf der Grünen Woche in Berlin, brachten am Dienstag der Hof Stegerhoff und Kornbrennerei Böckenhoff aus Erle sowie Bauer Graaf aus Schermbeck, Spezialitäten aus ihren Hofküchen und Läden unter die Leute.

Am Mittwoch drehte sich der Auftritt des Niederrheins in Berlin um die Veredlung von regionalem Getreide. Fein gebrannter Korn aus Dinkel und Weizen von eigenen Feldern der Brennerei Böckenhoff aus Raesfeld-Erle

Johannes-Stegerhoff-
Süßes, wie Marmelade von Stegerhoff auf der Grünen Woche. Foto: Thomas Michaelis

Schermbecker Rote Beete

Während die Schermbecker Rote Bete der nur noch selten angebauten Sorte Cylindra nach niederrheinischem Traditionsrezept süß-sauer eingeweckt wird, bewegt sich die Küche der Familie Stegerhoff ganz im süßen Bereich.

Liköre und Fruchtaufstriche aus Beeren und Obst der Region sind schon seit langem der Renner im Hofladen und im Onlineshop des Betriebes.

Kornbrennerei Böckenhoff
Daniela Böckenhoff mit Produkten aus der kleinen Brennerei im Münsterland – Erle- und ein Besucher aus dem Spreewald. Foto: Thomas Michaelis

Fein gebrannter Korn aus Dinkel

Am Mittwoch drehte sich der Auftritt des Niederrheins in Berlin um die Veredlung von regionalem Getreide. Fein gebrannter Korn aus Dinkel und Weizen von eigenen Feldern der Brennerei Böckenhoff aus Raesfeld und die Bierspezialitäten der Niederrhein-Westfälischen Braumanufaktur aus Hamminkeln zeigten auf genussvolle Weise die Wertschöpfungskette vom Feld bis ins Glas.

Raoul Laqua, Bauer Graaf und NRW-Genussbotschafter Dennis Gasper. Foto: Thomas Michaelis

Diebstahl im Hofladen misslungen – Täter landete im Graben

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Auf frischer Tat ertappt haben Zeugen am Donnerstag einen Dieb in Raesfeld-Erle.

Der Mann hatte nach ersten Erkenntnissen gegen 20.10 Uhr einen Hofladen an der Marienthaler Straße betreten und Geld aus der Kasse gestohlen, ebenso einige Lebensmittel.

Es war nicht das erste Mal, dass der Mann den Hofladen aufsuchte und Geld klaute. Nur am Donnerstagabend war es dann soweit. Aufmerksame und vorgewarnte Nachbarn haben den Dieb dann endlich in flagrantie ertappt.

In den Straßengraben gestürzt

Als die Zeugen ihn festhalten wollten, riss sich der 41-Jährige los und ergriff mit einem Pedelec die Flucht. Er kam jedoch nicht weit: Als der Mann wenden wollte, stürzte er in einen Straßengraben.

Die Zeugen waren dem Tatverdächtigen gefolgt und hielten ihn fest, bis die Polizei eintraf. Die Beamten durchsuchten den Schermbecker und fanden das Diebesgut bei ihm.

Sie überprüften die Personalien und stellten fest, dass gegen den Beschuldigten ein Haftbefehl des Amtsgerichts Wesel besteht. Zudem war das von ihm gefahrene Elektrorad gestohlen gemeldet. Der 41-Jährige kam ins Polizeigewahrsam und sollte heute, Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Blitzeis in NRW und Kreis Borken sorgte für große Probleme

Insgesamt zu dreizehn Verkehrsunfällen wurde die Polizei des Kreises Borken am Donnerstagmorgen gerufen. Hinzu kamen 40 glatteisbedingte Einsätze des Rettungsdienstes

Als Regen auf die gefrorenen Böden traf, entwickelten sich vielerorts gefährliche Rutschbahnen. 40 glatteisbedingte Einsätze des Rettungsdienstes – hauptsächlich Stürze von Fußgängern und Radfahrern, passierten an diesem Donnerstagmorgen.

Wer heute morgen in sein Auto steigen wollte, erlebte eine Überraschung. Eine dickere Eisschicht hatte sich komplett um das ganze Auto gelegt. Eiskratzen wurde zu einer Mammutaufgabe, denn die Eisschicht ließ sich nicht in kurzer Zeit entfernen. Kräftiges Kratzen war angesagt.

Nur schwer ließ sich das Eis am Morgen von der autoscheibe kratzen. Foto: Petra Bosse

Polizei und die Rettungsdienste im Kreis hatte jede Menge zu tun

So waren bereits um 8 Uhr am Donnerstagmorgen alle Rettungs- und Krankentransportfahrzeuge des Rettungsdienstes des Kreises Borken aufgrund der kreisweiten Glatteislage im Einsatz bzw. wurden dafür prioritär bereitgehalten.

Nicht zeitkritische Verlegungsfahrten von Patienten wurden verschoben, bis sich die Lage wieder entspannt hat.

Am heutigen Vormittag verzeichnete der Rettungsdienst des Kreises Borken für das Kreisgebiet 40 glatteisbedingte Einsätze des Rettungsdienstes – hauptsächlich Stürze von Fußgängern und Radfahrern.

Überwiegend Stürze von Fußgängern und Radfahrern

Ursache für die Einsätze waren ganz überwiegend Stürze von Fußgängern und Radfahrern. Aufgrund der Vielzahl der Vorfälle in einem engen Zeitraum kamen auch Krankentransportwagen (KTW) ergänzend zu den Rettungstransportwagen (RTW) sowie Reserve-RTWs zum Einsatz. 

Glatteis im Kreis Borken: Rettungsdienst stark gefordert

In Ahaus, Bocholt, Borken, Gronau, Reken sowie Schöppingen hatte das Glatteis spürbare Folgen: fünf Verletzte sowie Sachschaden von insgesamt rund 20.000 Euro finden in der Statistik Berücksichtigung.

Vier von den Fünfen verletzten sich, als sie mit ihren Fahrrädern stürzten. In den Morgenstunden beruhigte sich die Szenerie zusehends. Die Polizei warnt jedoch weiterhin: „Passen Sie bitte Ihr Fahrverhalten den extremen Witterungsbedingungen an. Vermeiden Sie überflüssige Fahrten. Achten Sie auf die Warnhinweise der Wetterexperten und planen Sie mehr Zeit für die notwendigen Touren ein!“

Jahresbericht 2022 der Jugendfeuerwehr Raesfeld

Die Jugendfeuerwehr Raesfeld hat mit ihren Ausbildern im Jahr 2022 viel geleistet. Sie nahm unter anderem am Gemeinschaftsleben der Gemeinde Raesfeld sowie interne und externe, Bildungsveranstaltungen teil.

Aktivitäten gab es rundum die Themen Natur, Umweltschutz, aktive Mitgliederwerbung und Aktivitäten an Schulen/Kindergärten.

Im Jahr 2022 zählte die Jugendfeuerwehr Raesfeld 33 junge Einsatzkräfte, sieben Mädchen und 26 Jungen im Alter von 12 bis 17 Jahren. Geleitet wird die Gruppe von Jugendwart Wolfgang Schwiederowski und Eikel Große-Vehne sowie weitere Ausbilder aus der aktiven Einsatzabteilung der Feuerwehr Raesfeld.

Drei junge Kameraden haben nun nach Vollendung ihres 17jährigen Lebensjahres, einen weiteren Schritt in ihrer Feuerwehrlaufbahn absolviert und sind jetzt in der aktiven Einsatzeinheit der beiden Löschzüge Raesfeld und Erle tätig.

Leistungsspanne-Jugendfeuerwehr-Raesfeld
 Leistungsspange in Hünxe Foto: Feuerwehr

Leistungsspange

Darüber hinaus nahm die Jugendfeuerwehr erfolgreich an der Leistungsspange in Hünxe teil.

Im Jahr 2022 gab es 39 Gruppenübungsabende mit einer Dauer von durchschnittlich 150 min., sodass die Jugendfeuerwehr mit ihren Mitgliedern und Ausbildern für das Jahr 2022 auf eine Gesamtstundenleistung von 6720 Stunden (!!!) kommt.

Highlights im Jahr war die Begleitung des Osterfeuers und die Durchführung der Leistungsspange in Hünxe.

Kleiner Ausblick auf das Jahr 2023: Alle freuen sich auf die Jubiläumsfeier – 25 Jahre Jugendfeuerwehr am 22.04.2023 (Samstag), (weitere Infos folgen) und der lang geplante Segeltörn der jungen Einsatzkräfte vom 26.06. – 30.06.2023 auf dem Ijsselmeer.

Gemeinde Raesfeld sucht Schöffinnen und Schöffen gesucht

Gemeinde Raesfeld sucht Personen für das Schöffen- und Jugendschöffenamt beim Amtsgericht Borken und Landgericht Münster/ Bewerbungsfrist 31.3.2023

Das Schöffenamt ist ein besonderes Ehrenamt. Schöffen entscheiden als unabhängige Richter auf Augenhöhe mit den Berufsrichtern in Strafsachen. Bei der Beurteilung der Schuld und der Festlegung des Strafmaßes in einem Strafprozess hat die Stimme der Schöffen das gleiche Gewicht wie die Stimme der hauptamtlichen Richterinnen und Richter. Als Vertreter der Öffentlichkeit bringen Schöffen ihr eigenes Urteilsvermögen in die geheime Beratung des Richterkollegiums ein und sorgen so für eine bürgernahe Justiz.

In diesem Jahr werden bundesweit die Schöffen und Jugendschöffen für die Amtszeit 2024 bis 2028 gewählt. Auch die Gemeinde Raesfeld sucht dafür interessierte Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind ein Schöffenamt beim Amtsgericht Borken, dem Landgericht Münster oder der auswärtigen Strafkammer des Landgerichts Münster in Bocholt zu übernehmen.

Die Bewerber/-innen müssen

  • ihren Wohnsitz in der Gemeinde Raesfeld haben
  • die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen
  • die deutsche Sprache gut beherrschen
  • am 1.1.2024 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sein

Nicht für das Schöffenamt berufen werden sollen bzw. dürfen u.a.,

  • Personen die durch eine gerichtliche Entscheidung die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter verloren haben
  • Personen gegen die ein Ermittlungsverfahren wegen einer Tat schwebt, die den Verlust der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter zur Folge hat
  • Personen gegen die ein Insolvenzverfahren läuft bzw. deren Insolvenz festgestellt wurde
  • Personen, die justiznahe Berufe bekleiden (z.B. Rechts- und Staatsanwälte, Polizeibeamte)

Schöffinnen und Schöffen sollten vor allem über soziale Kompetenz und gute kommunikative Fähigkeiten verfügen. Sie sollten sachlich und unvoreingenommen urteilen können. Darüber hinaus sollten sie auch gesundheitlich in der Lage sein, an mehrstündigen Sitzungen teilzunehmen.

Aus allen Bewerbungen erstellt der Rat der Gemeinde Raesfeld eine Vorschlagsliste. Aus dieser Liste wählt dann der Schöffenwahlausschuss des Amtsgerichtes die Schöffinnen und Schöffen.

Für das Jugendschöffengericht Borken und die Jugendstrafkammer des Landgerichts Münster werden ebenfalls interessierte Bürgerinnen und Bürger gesucht. Hier wird die Vorschlagsliste nicht vom Rat der Gemeinde Raesfeld, sondern vom Jugendhilfeausschuss des Kreises Borken aufgestellt.

Jugendschöffinnen bzw. Jugendschöffen sollen über die obengenannten Voraussetzungen hinaus erzieherisch befähigte und in der Jugenderziehung erfahrene Personen sein.

Bewerbungsformulare stehen unter www.raesfeld.de zur Verfügung.

Bewerbungen nimmt die Gemeinde bis zum 31. März 2023 entgegen.

Fragen zu: Grundsteuer A – B- und Gewerbesteuer in Raesfeld

Der Rat der Gemeinde Raesfeld wird am 13. Februar den Haushalt 2023 verabschieden.

Die Anhebung der Grundsteuer A um 27% und B um 29% auf 493 und die Senkung der Gewerbesteuer um -2% auf 416 Prozent ist geplant.

Erfreulich ist, dass es dem Haushalt 2023 der Gemeinde Raesfeld ohne Aufnahme von Krediten gelingt, -ungeachtet der Verpflichtungen aus dem Programm „Gute Schule“ – schuldenfrei bleibt. Für den fiktiven Ausgleich des Haushalts ist die Inanspruchnahme der Ausgleichsrücklage in Höhe von 936.500 Euro geplant. Der Haushalt der Gemeinde gilt damit gemäß der eintretenden rechtlichen Fiktion als ausgeglichen, benötigt aber tatsächlich ca. eine Mio. Euro aus dem „Sparstrumpf“.

In diesem Zuge fallen die unterschiedlichen Steueranpassungen der Realsteuern ins Auge und werfen Fragen auf.

Geplant sind folgende Steueranpassungen:

  • Grundsteuer A                 +27%                    auf 314 Prozentpunkte
  • Grundsteuer B                  +29%                    auf 493 Prozentpunkte
  • Gewerbesteuer                –  2%                      auf 416 Prozentpunkte

Mit Blick in die Nachbarkommunen liegt die Gemeinde Raesfeld, alleine was die Gewerbesteuer anbelangt mit 416 Prozent, in NRW im unteren Bereich.

Und auch bei der Grundsteuer B (493%) ist Raesfeld deutlich günstiger als der NRW-Durchschnitt von 535 Prozent. 

Ein Blick in die Nachbarschaft: der Hebesatz B in Borken liegt bei 505v. In der Stadt Dorsten soll die Grundsteuer B sogar auf 870 Prozent erhöht werden und die Gemeinde Schermbeck plant bis 2026 sogar eine stufenweise Anhebung der Grundsteuer B von aktuell 495% auf bis zu 1.100 %.

Fragen zur Steueranhebung

Dennoch kamen Fragen einiger Raesfelder hinsichtlich der einzelnen Steuersenkungen/ bzw. Erhöhungen auf.

Wir haben bei der Gemeindeverwaltung Raesfeld nachgefragt – Thomas Grewing hat transparent geantwortet:

Bei der Anpassung der Grundsteuer B und der Gewerbesteuer scheinen die fiktiven Hebesätze des Landes NRW und damit die Steuersätze der Gemeindefinanzierung maßstäblich gewesen zu sein.

Deshalb hier die Frage: Ist die Anpassung der Grundsteuer B und der Gewerbesteuer auf der Grundlage der vom Land NRW veröffentlichten Steuersätze der Gemeindefinanzierung zurückzuführen?

Thomas Grewing: Ja, im Rahmen der Aufstellung der Haushaltssatzung für 2023 haben wir uns dazu entschlossen, sowohl den Hebesatz für die Grundsteuer B als auch den Hebesatz für die Gewerbesteuer wieder an die fiktiven Hebesätze des Landes NRW anzupassen.

Bei der Grundsteuer A liegt der Hebesatz der Gemeinde Raesfeld deutlich über dem fiktiven Hebesatz des Landes NRW in Höhe von 254 Prozentpunkten

Warum wurde dieser Steuersatz nicht ebenfalls auf den fiktiven Hebesatz des Landes NRW gesenkt?

Thomas Grewing: Diese Frage lässt sich nur mit einem Rückblick in das Jahr 2008 beantworten. Der Rat der Gemeinde Raesfeld hatte seinerzeit eine neue Satzung über die Erhebung von Beiträgen nach § 8 KAG für straßenbauliche Maßnahmen beschlossen. Ein wichtiger Aspekt dieses Beschlusses war die Entscheidung, wie in früheren Jahren auch, keine Beiträge für die Erneuerung von Wirtschaftswegen geltend zu machen. Anstelle der in der Mustersatzung des Städte- und Gemeindebundes NRW vorgesehenen beitragsfinanzierten Erneuerung von Wirtschaftswegen hat sich der Rat der Gemeinde Raesfeld deshalb dazu entschlossen, die Kosten der straßenbaulichen Maßnahmen für Wirtschaftswege künftig teilweise durch eine Erhöhung der Grundsteuer A zu finanzieren. Nach der seinerzeitigen Beschlusslage sollte dazu der Hebesatz der Grundsteuer A mit dem Beschluss über die Haushaltssatzung 2009 zum 01.01.2009 um 60 Prozentpunkte angehoben werden.

Diese Mittel sollten 50 % der Kosten für städtebaulichen Maßnahmen decken. Die restlichen Kosten sollten aus allgemeinen Finanzmitteln gedeckt werden. Die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit dieser Regelung sollte nach 5 Jahren überprüft werden. Dementsprechend hat der Rat der Gemeinde Raesfeld im Jahr 2014 erneut über die dargestellte Finanzierung der Erneuerung der Wirtschaftswege beraten und beschlossen, diese Form der Finanzierung beizubehalten. Zwischenzeitlich hat dieses „Raesfelder Modell“ der Wirtschaftswegefinanzierung auch Eingang bei anderen Kommunen gefunden.

Für den im Rahmen des Entwurfs der Haushaltssatzung 2023 vorgeschlagenen Hebesatz für die Grundsteuer A in Höhe von 314 % bedeutet das, dass der fiktive Hebesatz des Landes von 254 % als Grundlage angenommen worden ist. Entsprechend der oben dargestellten Beschlusslage ist der fiktive Hebesatz des Landes dann um 60 Prozentpunkte für die Wirtschaftswegefinanzierung auf 314 % erhöht worden. Mithin ist auch der Hebesatz der Grundsteuer A lediglich auf den fiktiven Hebesatz des Landes angepasst worden.  

Ausgehend davon, dass der Haushalt der Gemeinde Raesfeld für das Jahr 2023 einen Zuschuss aus der Ausgleichsrücklage in Höhe von ca. 1 Mio Euro benötigt, stellen sich weitere Fragen.

Die Gemeinde Raesfeld ist abundant, erhält aus der Gemeindefinanzierung des Landes NRW beispielsweise keine Schlüsselzuweisungen. Insofern ist eine Anpassung der Grundsteuer B auf den fiktiven Hebesatz des Landes NRW nicht zwangsläufig notwendig, es entstehen keine finanziellen Nachteile, sofern dieser Steuersatz nicht erhöht wird. Dennoch kann die Anpassung der Grundsteuer B aus finanzwirtschaftlicher Sicht sinnvoll sein. Schlussendlich erhält die Gemeinde Raesfeld für jeden Prozentpunkt Grundsteuer B einen Zugewinn von ca. 3770 Euro. Die Erhöhung trägt insofern zur Stabilisierung der Finanzen bei und mindert den aus der Ausgleichrücklage zu entnehmenden Betrag.

Frage 2: Um so weniger verständlich ist die Absenkung der Gewerbesteuer. Pro Prozentpunkt Gewerbesteuer verzichtet die Gemeinde auf eine Einnahme von ca. 12.800 Euro, hier also insgesamt auf ca. 25.600 Euro Einnahme. Warum ist dieser Schritt vorgesehen?

Thomas Grewing: Um die Absenkung des Hebesatzes für die Gewerbesteuer für 2023 nachvollziehen zu können, ist ein Blick zurück auf das Haushaltsjahr 2022 erforderlich. Mit dem Gemeindefinanzierungsgesetz (GFG) 2022 hat das Land NRW die fiktiven Hebesätze für die Grundsteuer A und B drastisch nach oben angepasst (Grundsteuer A um 24 Prozentpunkte und Grundsteuer B sogar um 36 Prozentpunkte). Der fiktive Hebesatz für die Gewerbesteuer ist dagegen um 4 Prozentpunkte von 418 % auf 414 % reduziert worden.

Unter dem Einfluss der Auswirkungen der Corona-Pandemie und der daraus resultierenden Belastungen der Einwohner-innen ist im Rahmen der Haushaltsplanung für das Jahr 2022 erst- und bisher einmalig beschlossen worden, die Anpassung der Hebesätze für die Grundsteuer A und B auf die Höhe der fiktiven Hebesätze nicht vollumfänglich vorzunehmen. Vielmehr sollte dies in zwei Schritten erfolgen. Wohlwissend, dass sich die Gemeinde Raesfeld in der Vergangenheit bei der Festsetzung der Hebesätze praktisch immer an den fiktiven Hebesätze des Landes orientiert hat. Dies war zum einen dem System des kommunalen Finanzausgleichs geschuldet und zum anderen der Kontinuität der politischen Entscheidungen und Beschlüsse.

Das Land NRW normiert im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs das Ist-Aufkommen der Realsteuern (Grundsteuer A und B sowie Gewerbesteuer) mit den von ihm jährlich festgelegten fiktiven Hebesätzen. Dadurch soll verhindert werden, dass Gemeinden durch strategisches Verhalten hinsichtlich der tatsächlichen Ausschöpfung  ihrer Finanzierungsquellen die Höhe der staatlichen Zuweisungen beeinflussen können. Zudem dienen fiktive Hebesätze der Wahrung der gemeindlichen Hebesatzautonomie, da eine Veränderung der tatsächlichen Hebesätze – unter sonst gleichen Bedingungen – keine Auswirkungen auf die Schlüsselzuweisungen hat.

Insofern ist die Erhöhung der Hebesätze 2022 für die Grundsteuer A zunächst nur um 4 Prozentpunkte und für die Grundsteuer  B nur um 19 Prozentpunkte vorgenommen werden. Die restliche Anpassung sollte im Folgejahr erfolgen. Im Gegensatz dazu ist bei der Gewerbesteuer keine Veränderung beschlossen worden. Die Reduzierung des fiktiven Hebesatzes um 4 Prozentpunkte ist gänzlich unbeachtet geblieben.

Im Rahmen des Gemeindefinanzierungsgesetzes 2023 (GFG 2023) sind die fiktiven Hebesätze gegenüber dem GFG 2022 aber erneut nach oben angepasst worden. Bei der Grundsteuer A um 7 Prozentpunkte auf 254 %, bei der Grundsteuer B um 14 Prozentpunkte auf 493 % und bei der Gewerbesteuer um 2 Prozentpunkte auf 416 %. Unter Berücksichtigung der bereits in 2022 für 2023 vorgesehenen Anpassung der Hebesätze auf die Höhe der fiktiven Hebesätze sowie der deutlichen Verschlechterung der finanziellen Gesamtsituation der Gemeinde Raesfeld sieht der Entwurf der Haushaltssatzung 2023 nicht nur die Anpassung der Hebesätze auf die Höhe der fiktiven Hebesätze des Jahres 2022 vor, sondern auf die nochmals gestiegenen fiktiven Hebesätze des Jahres 2023. Neben der Stabilisierung der Finanzen ist hier auch die Wiederherstellung der langjährig geübten politischen Praxis bei der Festlegung der Hebesätze ein wichtiges Kriterium. Die vom Land NRW jährlich vorgegebenen fiktiven Hebesätze stellen einen einheitlichen und nachvollziehbaren Maßstab dar, der insbesondere auch politisch konsensfähig ist. Im Ergebnis werden also nur die politischen Beschlüsse und Entscheidungen des Vorjahres umgesetzt.  

Kumuliert Mehreinnahmen in Höhe von ca. 14.500 Euro

Die Maßnahme erscheint nicht nur unter solidarischen Gesichtspunkten fragwürdig, denn auch Gewerbetreibende sollen zur Finanzierung der örtlichen Gemeinschaft beitragen. Insbesondere dann, wenn alle Grundstückseigentümer über die Anpassung der Grundsteuern ebenfalls beitragen. Ein weiterer Aspekt: die Anpassung der Grundsteuer A bringt der Gemeinde Raesfeld kumuliert Mehreinnahmen in Höhe von ca. 14.500 Euro, eine nicht erfolgte Absenkung der Gewerbesteuer könnte also diesen Betrag vollständig kompensieren und so die Raesfelder Landwirte entlasten.

Frage 3: Dies insbesondere in Zeiten, wo durch die Ukraine Krise heimatliche landwirtschaftliche Produkte zunehmend an Bedeutung erhalten. Wurde dieser Umstand geprüft und wenn ja, warum hat man sich dagegen entschieden?

Thomas Grewing: Es ist zwar richtig, dass durch die vorgesehene Absenkung des Hebesatzes für die Gewerbesteuer Gewerbetreibende in 2023 entlastet werden, unter Berücksichtigung der Tatsache, dass diese im vergangenen Jahr aber nicht von den herabgesetzten fiktiven Hebesätzen profitiert haben, kann aber auch unter solidarischen Gesichtspunkten nicht von einer fragwürdigen Maßnahmen gesprochen werden. Insbesondere da ansonsten bei einer Erhöhung der fiktiven Hebesätze diese auch im Bereich der Gewerbesteuer umgesetzt worden ist.

Der von Ihnen vorgetragene Aspekt, dass der Verzicht auf die Senkung der Gewerbesteuer die Anpassung bei der Grundsteuer A kompensieren würde und dadurch die Landwirtschaft entlastet werden könnte, ist so nicht geprüft worden. Vergleiche und Auswirkungen von Veränderungen einzelner Steuerarten auf andere Steuern oder Abgaben würden sich vielfältig mit den unterschiedlichsten Ergebnissen durchführen lassen.

Eine solche Diskussion zu einem politischen Konsens führen zu wollen ähnelt wahrscheinlich eher der Quadratur des Kreises. Für jede Konstellation würden sich Gründe dafür und dagegen finden lassen. Sicherlich ist die Landwirtschaft durch die gestiegenen Rohstoff- und Düngemittelpreise seit Ausbruch des Ukraine-Krieges belastet worden, jedoch sind auch viele Gewerbetreibende entweder durch die Corona-Krise bzw. den Ukrainekrieg in Schwierigkeiten geraten. Sowohl in der Landwirtschaft als auch in Handel und Gewerbe gibt es aber auch Unterschiede, die berücksichtigt werden müssten. Einige sind stärker betroffen als andere, andere wiederum konnten von den Krisen profitieren. Dies über eine Erhöhung und Senkung der gemeindlichen Hebesätze abzubilden ist sicherlich nicht adäquat möglich.

Letztlich ist die langjährige praktische Übung, sich regelmäßig an den fiktiven Hebesätzen des Landes zu orientieren, die für alle Beteiligten verlässlichste Methode.

Frage 4: Wurde zur Entscheidungsfindung ein Vergleich aller Realsteuersätze mit den Nachbarkommunen der Gemeinde Raesfeld durchgeführt und erweitert auch ein Vergleich mit allen Kommunen im Kreis Borken? Hier dürfte insbesondere der Vergleich mit der Gemeinde Reken interessant sein.

Thomas Grewing: Selbstverständlich wird im Rahmen der Aufstellung der Haushaltssatzung und Festsetzung der Hebesätze ein Blick auf die Entscheidungen der Nachbarkommunen geworfen. Für die Gemeinde Raesfeld ist ein solcher Vergleich jedoch nicht so aussagekräftig wie man vielleicht zunächst glauben könnte. Die Gemeinde Raesfeld hat Nachbarkommunen aus 3 Kreisen (Borken, Wesel und Recklinghausen). Gerade im Bereich der Hebesätze gibt es seit vielen Jahren aufgrund unterschiedlicher struktureller Probleme in den einzelnen Kreisen und Kommunen ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. Die Hebesätze der Kommunen im Kreis Recklinghausen sind z.B. seit Jahren deutlich höher als die in den Kommunen im Kreis Borken.

Ein solcher Vergleich ist an dieser Stelle wenig aussagekräftig. Aber auch ein Vergleich mit den direkten Nachbarkommunen im Kreis Borken bzw. mit allen Kommunen im Kreis Borken hilft hier nicht wirklich weiter. Aufgrund der unterschiedlichen Größe der Städte und Gemeinden sowie deren ortsspezifischen Besonderheiten lassen sich aus einem Vergleich der Hebesätze keine direkten Handlungsempfehlungen oder Entscheidungen ableiten. Eigentlich entscheidend ist, was bei Betrachtung aller Steuern und Abgaben unterm Strich für die Bürger-innen herauskommt. Neben den Steuersätzen müssen da auch die Gebührensätze in die Betrachtung mit einbezogen werden. Sowohl bei den Abfall- als auch bei den Abwasserbeseitigungsgebühren belegt die Gemeinde Raesfeld seit Jahren einen Spitzenplatz im Vergleich mit den anderen NRW-Kommunen.

Bei den Abfallbeseitigungsgebühren z.B. zuletzt Platz 7 und bei den Abwasserbeseitigungsgebühren sogar Platz 3 in ganz NRW. Im Zusammenspiel mit Steuersätzen in Höhe der fiktiven Hebesätze des Landes NRW ist die Steuer- und Abgabenbelastung der Bürger-innen in Raesfeld im Ergebnis als moderat zu betrachten. Hieran ändern auch die vorgesehenen Anpassungen der Hebesätze für die Realsteuern nichts.

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Altweiberfrühstück mit den Landfrauen Raesfeld und Erle

Die Landfrauen Raesfeld und Erle laden zu einem gemeinsamen Altweiberfrühstück auf Hecheltjen’s Hof am Donnerstag, 16.02.2023 ein.

Das Verwöhn-Frühstück mit einem Sektempfang beginnt um 9:30 Uhr – 12.30 Uhr (Einlass 9 Uhr). Für ein abwechslungsreiches Programm mit Lachmuskeltraining und Partystimmung mit der anschließenden Altweibersause mit OPEN-END (Beginn ab 13 Uhr) ist gesorgt.

Tickets gibt es bis zum 10. Februar bei Anneliese Bölker (Raesfeld) und Maria Schlüß (Erle). Wir freuen uns auf rege Teilnahme.

Tuba oder Querflöte? Erler Jäger luden zum Instrumentenkarusell ein

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In der Silvestergrundschule waren am Sonntag zahlreiche Instrumente zu hören. Das Blasorchester Erler Jäger wieder Instrumentenkarussell ein.

Hier konnten sich alle Interessierten, oder noch Unentschlossenen, egal welchen Alters, durch die unterschiedlichen Instrumente durchprobieren.

Für jede Frage gab es auch den passenden Ansprechpartner, um den richtigen Umgang mit den Instrumenten zu erklären.Der sechsjährige Jan saß am Schlagzeug und war begeistert. Tim Heistermann, Vorstandsmitglied der Erler Jäger, erklärte ihm, wie er die Sticks richtig halten muss und gab weitere Tipps zum Schlagzeugspiel, die Jan direkt umsetzte. Seine Eltern beobachteten ihn dabei sehr interessiert.

Instrumentenkarusell-Erler-Jäger-2023
Jan hatte Spaß am Schlagzeug. Foto: Petra Bosse

Erst testen, dann kaufe

Das Angebot der Erler Jäger kam bei ihnen gut an. Durch die Möglichkeit, einmal alle Instrumente zu testen, hätten sie eine gute Vorstellung, bevor sie ein Instrument kaufen. „Es ist schließlich eine Investition, die sonst ungenutzt in der Ecke liegen würde, wenn es unserem Sohn nicht gefällt“, erklärte Raffaela Nienhaus.

Vororchester und Jugendorchester.

Das Hauptorchester der Erler besteht aktuell aus rund 40 aktive Musikerinnen und Musiker. Hinzu kommen das Vororchester und das Jugendorchester. Hier studieren zurzeit zehn Mädchen und Jungen ihre ersten Stücke ein. „Wie läuft das ab, wenn ich mich für ein Instrument entschieden habe?“

Schüler-Koordinatorin Tanja Heintz erklärte den genaueren Ablauf. Die 44-Jährige fing selbst erst vor fünf Jahren als Anfängerin an, Querflöte zu spielen. Bis heute sei die Begeisterung am gemeinsamen Musizieren ungebrochen.

Erler Jäger Probetag 2023

Egal, welches Alter

Und was den Nachwuchs anbelangt, ist dieser jederzeit willkommen. „Egal, welches Alter, wie gut er spielen, oder gar nicht spielen kann, vom Nachwuchs können wir gar nicht genug bekommen“, sagt Unnebrink.

„Wie alt jemand ist, spielt bei uns keine Rolle. Jeder, der Spaß hat, ein Instrument zu erlernen, ist bei uns willkommen“, so Melanie Unnebrink. Während kleine Jungs das Schlagzeug an diesem Tag bevorzugten, sei das Interesse an allen anderen Instrumenten gleich groß, so Unnebrink.

Der Nachwuchs Erler Jäger
Erste Schritt und kleine Stücke: Das Vororchester. Foto: Petra Bosse

Und was den Nachwuchs anbelangt, ist dieser jederzeit willkommen. „Egal, welches Alter, wie gut er spielen, oder gar nicht spielen kann, vom Nachwuchs können wir gar nicht genug bekommen“, sagt Unnebrink.

Rekordwert bei den Neuanträgen bei Schwerbehinderung im Kreis Borken

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Rund 10.200 Verfahren zur Ermittlung des Grades der Behinderung im Jahr 2022

Kreis Borken. 10.231 Feststellungsverfahren zur Ermittlung des Grades der Behinderung waren 2022 beim Kreis Borken zu bearbeiten. Im Jahr 2021 lag die Zahl bei 9.662 Vorgängen.

Bei den Verfahren aus 2022 handelt es sich um 3.466 Erstanträge, 3.535 Änderungsanträge, 1.724 Nachprüfungen durch das Amt, 1.307 Widersprüche und 199 Klageverfahren. Bei den Erstanträgen ist dies ein neuer Höchststand seit der Übertragung der Aufgaben auf die Kreise und kreisfreien Städte im Jahr 2008.

Arztbesuche vermieden

„Wir führen diesen Rekordwert auch auf einen ‚Corona-Nachholeffekt‘ zurück. Während der Pandemie haben viele Menschen Arztbesuche vermieden, Reha-Maßnahmen erfolgten nicht. Dies war dann im vergangenen Jahr bereits wieder deutlich anders“, erläutert Georg Nattefort, zuständiger Fachabteilungsleiter für das Feststellungsverfahren nach dem Schwerbehindertenrecht im Fachbereich Soziales der Kreisverwaltung. 2022 lag die Schwerbehindertenquote im Kreis Borken bei 11,62 Prozent. 2021 war es eine Quote von 11,47 Prozent.

Wichtiger Hinweis in diesem Zusammenhang:

Seit dem 1. September 2014 gibt es in Nordrhein-Westfalen Schwerbehindertenausweise im Scheckkartenformat. Die alten Papierausweise können aber bis zum Ablauf ihrer Gültigkeitsdauer benutzt werden. Es besteht also keine Umtauschpflicht für Bürgerinnen und Bürger. Auf Wunsch werden jedoch alte, noch gültige Ausweise kostenlos gegen neue Ausweise im Scheckkartenformat umgetauscht.

Der neue Ausweis kann im Bürgerbüro der heimischen Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung oder beim Kreis Borken im Fachbereich Soziales/Schwerbehinderten beantragt werden. Dafür wird ein Lichtbild in Passbildgröße benötigt.
Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es auf der Internetseite des Kreises Borken unter www.kreis-borken.de/schwerbehinderung.

Erler Landwirt Tobias Honvehlman auf der Grünen Woche 2023

Agrarscouts Tobias Honvehlmann auf dem ErlebnisBauernhof

Präsident des Deutschen Bauernverbandes Johannes Rukwied: Politik muss wieder näher ran an die Menschen!

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Eröffnungsfeier IGW – Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied

Bauernverbandspräsident zur Eröffnung der Internationalen Grünen Woche 2023 Johannes Rukwied:

Berlin(pd). Zur offiziellen Eröffnungsveranstaltung der Internationalen Grünen Woche 2023 hob der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, die enorme Bedeutung der Landwirtschaft für die Gesellschaft hervor.

„Putins Krieg gegen die Ukraine hat gezeigt, dass Ernährungssicherheit keine Selbstverständlichkeit ist“, so der Bauernpräsident während seiner Ansprache im Rahmen der feierlichen Eröffnung. Diese Erkenntnis müsse in Entscheidungen einfließen, betonte Rukwied und forderte die Politik auf, zu handeln: „Jetzt gilt es, das Thema Versorgungssicherheit nicht nur bei Energie, sondern auch bei Lebensmitteln endlich strategisch anzugehen. Stabile Lieferketten und die Verfügbarkeit von Düngemitteln sind dabei unerlässlich.“

Klima schützen, Artenvielfalt erhalten, Ernährung sichern

Die Bäuerinnen und Bauern seien sich hierbei ihrer Verantwortung beim Klimaschutz und dem Erhalt der Artenvielfalt bewusst und würden bereits zahlreiche Klima- und Naturschutzmaßnahmen umzusetzen. Nicht umsonst habe sich der Deutsche Bauernverband genau dies zum Motto der diesjährigen Grünen Woche gesetzt: Klima schützen, Artenvielfalt erhalten, Ernährung sichern. „Unsere innovative und leistungsfähige Landwirtschaft kann nicht nur all diese Aufgaben meistern, sie spielt auch eine Schlüsselrolle bei der Lösung dieser großen Herausforderungen unserer Zeit“, hob der Bauernpräsident hervor.

Politische Vorhaben gefährden Betriebe in ihrer Existenz

Was den Bauernpräsidenten jedoch mit Sorge umtreibe sei, dass zahlreiche politische Vorhaben den Potenzialen der Landwirtschaft beim Klima- und Naturschutz sowie der Versorgungssicherung mit Lebensmitteln nahezu fahrlässig entgegenstünden. „Wir stehen zu den Zielen des Green Deal, der politisch eingeschlagene Weg beispielsweise bei den Plänen zur pauschalen Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes und zur Naturwiederherstellung ist jedoch der gänzlich falsche“, betonte Rukwied.

Die aktuellen Pläne würden in erster Linie zahlreiche Betriebe in ihrer Existenz gefährden und zu einer Verringerung der landwirtschaftlichen Erzeugung in Europa führen. Umweltwirkungen der Lebensmittelerzeugung würden lediglich in Drittländer verlagert, wo unter weit geringeren Standards gewirtschaftet werde als bei uns in Deutschland und Europa, so Rukwied weiter.

Harte Probe für Tierhalter

Auf eine harte Probe wurden im vergangenen Jahr die Tierhalter gestellt und auch dieses Jahr werde nicht weniger herausfordernd werden, sagte Rukwied und konstatierte: „Nach etwas über einem Jahr Ampel-Regierung hat sich im Bereich des Umbaus der Tierhaltung zwar einiges bewegt, die Vorhaben sind jedoch mehr als unzulänglich. Hier werden Landwirtinnen und Landwirte bei der Weiterentwicklung ihrer Ställe hin zum gesellschaftlich gewünschten Mehr an Tierwohl ausgebremst. Alles in allem sind die bisher vorgelegten Pläne zur Haltungsformkennzeichnung, beim Baurecht und zur Finanzierung jedoch kein Tierwohl-Umbauprogramm, sondern ein Programm zum Abbau der Tierhaltung.“

Angesichts der enormen Belastungen im Zuge von Inflation und wirtschaftlichen Ungewissheiten würden die Bauernfamilien eine Regierungspolitik erwarten, die von Pragmatismus geprägt ist, mit Augenmaß handelt und langfristig denkt. „Landwirtschaft ist im Kern eine Branche, die vom Generationengedanken geprägt ist – auch in der Politik muss sich dies widerspiegeln. Entscheidend ist, dass die Politik in allen Bereichen wieder näher an die Menschen heranrückt, anstatt sich immer weiter von ihnen zu entfernen“, appellierte Bauernverbandspräsident Rukwied.

Flüchtlingshilfe Raesfeld sucht Kinderräder und Winterkleidung

Die Flüchtlingshilfe Raesfeld benötigt dringend gut erhaltene Fahrräder für geflüchtete Kinder.

Benötigt werden insbesondere 12 Zoll Kinderräder und Mountainbikes in 24 und 26 Zoll.

Wer Fahrräder spenden möchte, kann dieses jeden Dienstagzwischen 16:00 -18:00 Uhr im Fahrradkeller (Marbecker Str. 46) abgeben.
Ebenfalls werden dringend guterhaltene Sitze Kinder- und Autositze benötigt. Diese können jeden Dienstag von 16:00 bis 18:00 Uhr im Fahrradkeller (Marbecker Str. 46) abgeben werden.

Heinrich Rülfing präsentiert seine Produkte auf der Grünen Woche 2023

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Landrat Ingo Brohl und NRW Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen besuchen Genussregion Niederrhein auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin

Am Freitag, 20. Januar 2023, startete die Internationale Grüne Woche in Berlin. In ihrer Eröffnungsrede am Vorabend hob NRW Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen unter anderem die große Wertschöpfungsleistung der NRW Betriebe hervor. Zum insgesamt zehnten Mal mit dabei sind auch Betriebe vom Niederrhein.

NRW Landwirtschaftsministern Silke Gorißen und Kreis Wesels Landrat Ingo Brohl verkosteten Spezialitäten aus der Region und informierten sich über die Innovationskraft der Betriebe.

Heinrich-Rülfing Grüne Woche Berlin
Heinrich Rülfing stellte seine Bioprodukte und Pfefferbeißer aus regionaler Schlachtung der NRW Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen vor.

Konstruktive Miteinander

Besonders begeistert war Landrat Brohl über das konstruktive Miteinander von ökologisch und konventionell wirtschaftenden Betrieben. Gemeinsam mit Gorißen, zu der Zeit noch Landrätin des Kreise Kleve, hatte er vor zwei Jahren die Öko-Modelregion Niederrhein aus der Taufe gehoben. “Unter dem Dach regional wirtschaftender Betriebe finden sowohl Biobetriebe als auch konventionelle Betriebe am Niederrhein ihre Heimat“, so Ingo Brohl. „Die Zukunft der Landwirtschaft kann nur im Miteinander ökologischer und konventioneller Landwirtschaft liegen. Auf dem Weg dorthin ist der Kreis Wesel ein starker Partner der heimischen regionalen Landwirtschaft.“

16 niederrheinische Betriebe

Noch 16 weitere niederrheinische Betriebe werden während der internationalen Leitmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau in Berlin die Vielfalt des Niederrheins präsentieren.

Die Genussregion Niederrhein wird mit 47 Ausstellerinnen und Ausstellern aus 19 Betrieben und Organisationen der Kreise Wesel, Kleve und Borken an 10 Tage vertreten sein. Der Verein Genussregion Niederrhein wurde 2007 gegründet und hat aktuell 129 Mitglieder (Kreis Kleve: 32 Betriebe, Kreis Wesel: 90 Betriebe, Kreis Borken: 7 Betriebe). Weitere Informationen unter www.Genussregion-Niederrhein.de.

Heinrich-Rülfing-Grüne-Woche-Berlin

Betriebe und Organisationen auf der Grünen Woche:

  • Hofstaat Walbecker Spargelprinzessin (20. Januar)
  • Walterbräu, Wesel (20. – 21. Januar)
  • Feldschlösschen Brauerei, Hamminkeln (20. – 21. Januar)
  • Clostermann Organics, Wesel (20. Januar)
  • Moerenhof, Xanten (22. Januar)
  • Korbflechterei Schiffer, Sonsbeck (22.Januar)
  • Hoffleischerei Hawix, Sonsbeck (23. Januar)
  • Biohof Rülfing (23. Januar)
  • Restaurant Lippeschlösschen, Wesel  (23. Januar)
  • Hof Stegerhoff (24. Januar)
  • Bauer Graaf (24. Januar)
  • Niederrhein-Westfälische Braumanufaktur, Hamminkeln (25. Januar)
  • Brennerei Böckenhoff (25. Januar)
  • Büssershof, Kevelaer (26. Januar)
  • Kräuterschnecke, Rheinberg (27. Januar)
  • DAD – Die am Deich, Kleve (28. Januar)
  • Aurora Kaas, Kranenburg (28. Januar)
  • Naturpark Hohe Mark (28. und 29. Januar)
  • Natur – und Landschaftsführer Unterer Niederrhein, Wesel und Voerde (28. und 29. Januar)

Die Zukunft der Landwirtschaft kann nur im Miteinander ökologischer und konventioneller Landwirtschaft liegen

Landrat Ingo Brohl

Hintergrundinformationen zur Grünen Woche 2023

Es werden 1.880 Aussteller und rund 400.000 Besucher erwartet. In der NRW Halle präsentieren sich 90 unterschiedliche Ausstellerinnen und Aussteller mit über 500 Einzelpersonen.

Die Genussregion Niederrhein wird mit 47 Ausstellerinnen und Ausstellern aus 19 Betrieben und Organisationen der Kreise Wesel, Kleve und Borken an 10 Tage vertreten sein. Der Verein Genussregion Niederrhein wurde 2007 gegründet und hat aktuell 129 Mitglieder (Kreis Kleve: 32 Betriebe, Kreis Wesel: 90 Betriebe, Kreis Borken: 7 Betriebe). Weitere Informationen unter www.Genussregion-Niederrhein.de.

Heizkosten senken: Experten geben Tipps zur Renovierung

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Die Heizkosten gehen durch die Decke? Der Strom frisst die Haushaltskasse auf? Viele Menschen möchten sparen, aber wie geht das am besten? Am besten mit einer guten Beratung, sagen Experten.

Ukrainekrieg, Klimakrise, Energieunsicherheit: Dass die Zeiten für Eigentümer turbulent sind, hat sich längst bemerkbar gemacht. Doch längst haben nicht alle Besitzer eine ideale Lösung für ihre Immobilie gefunden. Welches Budget ist nötig? Womit fängt man an? Und kann man auch mit einer knappen Kasse effektive Sparlösungen umsetzen?

Hektisches Handeln ist nicht ratsam

„Der schlechteste Rat wäre, jetzt in Hektik auszubrechen“, sagt André Arndt. Der Energieeffizienzberater und Schornsteinfeger kennt viele Fälle, in denen Eigentümer überstürzt gehandelt und viel Geld ausgegeben haben, ohne ein gutes Ergebnis zu erzielen. In einem anderen Fall konnte eine einfache Styroporisolierung einer Rohrleitung am Heizkessel bereits rund 700 Euro im Jahr an Energiekosten sparen. All das gehöre zu den Dingen, die Eigentümer oft übersehen.

Ganzheitliche Betrachtung im Vorfeld ist wichtig

Vor dem Umbau ist eine vorhergehende ganzheitliche Betrachtung sehr wertvoll. „So lassen sich die Schritte besser planen und man kann die zur Immobilie genau passenden Maßnahmen ergreifen. Das spart im Zweifelsfall unnötige Kosten, die nur ärgern und keinen Effizienzgewinn erzielen“, gibt Arndt zu bedenken.

Energieberater André Arndt. Foto: Borgwardt

Darum rät André Arndt am Anfang einer Renovierungsphase dazu, einen unabhängigen Energieberater einzubeziehen. Ein solcher Experte schaut sich das Gebäude vom Dach bis zum Keller genau an und ermittelt so mögliche Einsparpotentiale. Dabei wird auf viele Details geachtet, die zum Beispiel auch das Verhalten der Bewohner einbeziehen. „Wenn etwa das Fenster stundenlang auf Kipp steht und darunter die Heizung bollert, wird sich das auch nicht positiv auf die Rechnung auswirken“, stellt Arndt fest. Umgekehrt sei es aber auch nicht sinnvoll, Wohnräume in der kalten Jahreszeit komplett unbeheizt zu lassen. „So holt man sich schnell Schimmel ins Haus oder die Wohnung“, warnt André Arndt.

Zwei einfache Tipps für das richtige Heizen und Lüften

  • André Arndt gibt zwei einfache Tipps, wie jeder daheim richtig heizen und lüften kann. Das Fenster nicht dauerhaft auf Kipp stellen. Zwei- bis dreimal täglich stoßlüften ist sinnvoller. Für diese kurze Zeit muss die Heizung nicht unbedingt abgedreht werden. Es verbraucht mehr Energie, eine erkaltete Heizung wieder aufzuwärmen.
  • Das Thermostat an der Heizung auf höchste Stufe zu stellen, sorgt nicht für eine schnellere Heizleistung. Durch die Zahlen wird nur die Endtemperatur bestimmt, bei der sich die Heizung wieder abstellen soll. In den meisten Fällen muss man nicht über Stufe 3 einstellen, was eine Zieltemperatur von etwa 20 bis 22 Grad ergibt. In ungenutzten Räumen reicht Stufe 2, um Schimmel zu verhindern.

Heizungscheck und Förderanträge

Die Heizungsfirmen können bei ihrer Inspektion auch den Heizungscheck durchführen. „Das Thema ist angesichts des verpflichtenden hydraulischen Abgleichs derzeit besonders aktuell“, erinnert Arndt. Bei diesem Verfahren wird das Heizungssystem in einer aufwändigen Prüfung so optimiert, dass alle Heizkörper die passende Durchflussmenge erhalten und gleichmäßig warm werden.

Sehr interessant sind für die Eigentümer natürlich auch mögliche Förderungen, deren Beantragung aber ziemlich kompliziert sein kann. Um diesen Behördendschungel zu lichten, kann auch ein fachkundiger Energieberater helfen. Im Fall von André Andt kann er sich hier auch auf die Hilfe seiner Frau Laura Arndt verlassen, die den Kunden unter anderem bei den Förderanträgen oder Energieausweisen zur Seite steht.

So gerüstet kann der Eigentümer sich dann an die entsprechenden Heizungsfirma wenden, um die nötigen Arbeiten sachgerecht durchführen zu lassen. Auf Wunsch kann die Planung auch mehrere Schritte umfassen, die nach und nach abgearbeitet werden. So könnte zum Beispiel erst das Dach renoviert werden, bevor die Heizung ausgetauscht wird. Oder beim Austausch der Heizung wird die Renovierung der Fenster zu einem späteren Zeitpunkt direkt mitgedacht. Die Fachfirmen sind übriges dankbar für die von den Energieberatern zur Verfügung gestellten Daten und arbeiten daher gerne mit Beratern zusammen.

Auch Stromfressern geht es an den Kragen

Übrigens hört eine fachgerechte Beratung nicht nur bei der Heizung auf. Auch Stromsparmöglichkeiten und unentdeckte Stromfresser werden dabei identifiziert und Möglichkeiten zur Abhilfe aufgezeigt.

Wer also gerne Energiekosten sparen möchte, ist mit einer unabhängigen Energieeffizienzberatung zu Beginn seiner Umbauphase gut beraten. Mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen kann man dann einen individuellen Fahrplan erstellen.

Raesfeld – Kraftstoffdiebe brechen Tank auf

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Auf Diesel abgesehen hatten es Unbekannte in der Nacht von Mittwoch 17. 1. auf den 18.1.2023 in der Zeit von 17.15 Uhr und 4.15 Uhr in Raesfeld.

Laut Mitteilung der Polizei brachen die Täter den Tankdeckel eines Lkw auf, der an der Straße Hüningsbreede stand. Die Diebe zapften etwa 250 bis 300 Liter des Kraftstoffs ab.

Hinweise erbittet das Kriminalkommissariat in Borken: Tel. (02861) 9000.

Einbruch in Wohnhaus an der Burgstraße in Raesfeld

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Einbrecher erbeuteten am Mittwoch in Raesfeld Bargeld und Schmuck


Am Mittwoch, 18. Januar drangen Unbekannte in der Zeit von 16.15 Uhr und 20.15 Uhr in ein Wohnhaus an der Burgstraße ein. Um hineinzukommen, hatten die Täter eine Terrassentür aufgehebelt.
Die Polizei bittet um Hinweise an das Kriminalkommissariat in Borken: Tel.
(02861) 9000.

Raesfelder Einwohnerstatistik 2022 – Babyboom in der Gemeinde

Babyboom in Raesfeld – Zweithöchste Geburtenrate seit Jahrzehnten. Anni und Felix der beliebteste Name

Die aktuelle Einwohnerzahl in Raesfeld zum 31.12.2022 lag bei 11.770. Das sind 251 Einwohner mehr als 2021.

Darunter befinden sich auch 120 Kinder, die im Jahr 2022 geboren wurden. Das ist die zweithöchste Geburtenrate in Raesfeld seit Jahrzehnten.

Beliebteste Vornamen

Bei den Vornamen hatten die frischgebackenen Eltern keine klaren Favoriten. Jeweils zwei Mädchen bekamen den Vornamen Anni, Klara, Lia, Leni, Lina, Leonie und Zoe, bei den Jungen waren die beliebtesten Namen Paul und Felix, die je dreimal vergeben wurden.

Den 120 Geburten stehen 2022 auch 120 Sterbefälle gegenüber. Gewachsen ist die Gemeinde Raesfeld durch Zuzüge von insgesamt 696 Neubürgerinnen und Neubürgern, denen 445 Wegzüge gegenüberstehen.

Trauungen Schloss Raesfeld

Trauungen in Raesfeld

Trauungen 24 Stunden am Tag und an 364 Tagen im Jahr an. Das lockte auch auch 2022 wieder zahlreiche Heiratswillige – trotz Corona – nach Raesfeld.

Bis zum Jahresende gaben sich 357 Paare das Jawort vor den Raesfelder Standesbeamten. Davon wählten 328 Paare eine individuelle Trauung im historischen Wasserschloss Raesfeld für ihren Start ins gemeinsame Eheleben. So haben sich bislang rund 4.228 Paare das Ja-Wort im Schloss Raesfeld gegeben.

Fotowettbewerb „Brautjahr des Jahres 2023“

„Diese Paare haben die Chance auf den Titel „Brautpaar des Jahres 2022“, ergänzt der Leiter des Standesamtes, Norbert Altrogge. „Alle Paare, die ihre schönsten Hochzeitsfotos im Hochzeitsalbum unter www.schlosstrauungen.de veröffentlichen, nehmen an unserem Wettbewerb teil.“

Bis zum 31. März haben die Brautpaare, die sich das Ja-Wort in den Raesfelder Schlossmauern gegeben haben noch die Möglichkeit, ihre beiden Lieblingsfotos an die Gemeinde Raesfeld zu schicken. 

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