Trotz Regen beteiligten sich rund 200 große und kleine Helfer an der Aktion Saubere Landschaft in Raesfeld am Samstag. Vereine, Familien, Feuerwehr und Kinder zogen durch die Ortsteile und sammelten Müll. Der Eindruck vieler Teilnehmer: Insgesamt liegt weniger Abfall in der Landschaft als noch vor einigen Jahren.
Die Aktion Saubere Landschaft in Raesfeld fand in diesem Jahr bei kühlem und regnerischem Wetter statt. Die Bedingungen hielten die Teilnehmer jedoch nicht davon ab, mit Handschuhen und Müllsäcken loszuziehen. Im gesamten Gemeindegebiet waren etwa 200 Helfer unterwegs, darunter viele Kinder.
Danke an die freiwilligen Müllsammler
„Wir vom Ortsmarketing bedanken uns bei allen großen und kleinen Helfern und bei der Feuerwehr Raesfeld und Erle für die tatkräftige Unterstützung. Wir sind erfreut über die rege Teilnahme trotz des wirklich schlechten Wetters und bedanken uns herzlich“, sagte die Vorsitze Maria Kowalsky vom Ortsmarketing.
Ziemlich nass wurde die Raesfelder Gruppe Heimatverein und Kita St. Martin am Samstag. Foto: Petra Bosse
Nur Kleinmüll
Viele Gruppen starteten am Vormittag in ihren festgelegten Bezirken. Eine Gruppe vom Kindergarten St. Martin sammelte gemeinsam mit dem Heimatverein Raesfeld im Bezirk 13. Das Gebiet reichte vom Schelderhof bis zum Tiergarten sowie entlang der Weseler Straße und durch das Neubaugebiet. Auf die Frage nach besonderen Funden sagte Christiane Danblon vom Heimatverein: „Nein. Nur Kleinmüll.“ Größere Gegenstände wie Autoreifen habe die Gruppe nicht entdeckt.
Hundekot in Tüten in Erle
Auch viele Familien beteiligten sich an der Aktion Saubere Landschaft in Raesfeld. Eine Gruppe aus Erle war im Bereich Östrich am Timpen unterwegs. „Früh nach neun“, berichtete Ludger Pass über den Start der Sammelrunde. Mit dabei seien auch Familie Brömmel und weitere Nachbarn gewesen. Sein Eindruck nach mehreren Jahren Teilnahme: „Es ist wesentlich weniger geworden wie früher. Das war schon mal mehr.“ Ganz ohne Auffälligkeiten blieb die Sammelrunde aber nicht. „Hundekot in Tüten“, berichtete Pass. Ansonsten blieb es bei typischem Kleinmüll.
Familie Brömmel und Pass in der Östrich unterwegs. Foto: Petra bosse
Jugendfeuerwehr Raesfeld im Einsatz
Auch die Feuerwehr unterstützte die Aktion. Rund 20 Kinder der Jugendfeuerwehr Raesfeld waren gemeinsam mit etwa 20 Mitgliedern der Löschzüge Raesfeld und Erle im Einsatz. Gesammelt wurde unter anderem an der Osterströh und entlang der Rhader Straße.
Viele Teilnehmer stellten fest, dass die Müllmenge insgesamt zurückgeht. Ganz verschwunden ist der Abfall aber nicht. Zigarettenkippen, Verpackungen und Fast-Food-Tüten gehören weiterhin zu den häufigsten Funden.
Foto: privat
Zum Abschluss trafen sich viele der Helfer am Feuerwehrgerätehaus. Dort wartete auf die Müllsammler eine warme Mahlzeit von „Schlemmer-Alarm“. Im Trockenen ließen die Teilnehmer den Vormittag gemeinsam ausklingen und ließen ihre Funde, mehr oder weniger, noch einmal Revue passieren.
Damals sorgte im April 2012 das Projekt für viele Diskussionen in Raesfeld. Der Neubau der 380-kV-Höchstspannungsleitung Niederrhein und der Rückbau der alten Strommasten entlang der K50 beschäftigten Politik, Anwohner und Landwirtschaft gleichermaßen. Fragen zum Landschaftsbild, zu Erdkabelabschnitten und zur technischen Umsetzung standen im Mittelpunkt vieler Gespräche.
Heute, nach rund zwölf Jahren, lohnt sich ein Blick zurück. Der folgende Artikel entstand 2014, als die Demontage der alten Strommasten begann und die Bauarbeiten für die neue Leitung vorbereitet wurden. Er dokumentiert die Situation vor Ort und zeigt, welche Veränderungen damals entlang der K50 in Richtung Wesel geplant waren.
Damals sorgte das Projekt für viele Diskussionen in Raesfeld.Foto: Petra Bosse
An der K50 in Raesfeld Richtung Wesel verschwinden nach und nach die alten Strommasten. Die Demontage ist Teil des Neubaus der 380-kV-Leitung Niederrhein Wesel. Arbeiter haben nun mit dem Rückbau der bestehenden Masten begonnen.
Die Landschaft entlang der K50 in Raesfeld Richtung Wesel ist bislang noch von hohen Strommasten geprägt. Doch das wird sich bald ändern. In wenigen Wochen sollen die bisherigen Masten vollständig verschwunden sein.
Der Rückbau steht im Zusammenhang mit dem Neubau der 380-kV-Leitung Niederrhein Wesel. Im betroffenen Planfeststellungsabschnitt entsteht eine neue Trasse über eine Länge von insgesamt rund elf Kilometern.
Arbeiter beim Rückbau alter Strommasten im Bereich Raesfeld für die neue 380-kV-Leitung. Foto: Petra Bosse
Rückbau der Strommasten an der K50 in Raesfeld
Am Dienstagmorgen begannen zwölf Arbeiter der Firma Bilfinger aus Dinslaken mit der Demontage der Strommasten. In luftiger Höhe zerlegen sie die Masten 65 bis 88 des Stromkreises Ibbenbüren – Nord.
Innerhalb von drei Wochen sollen die Stahlkonstruktionen vollständig entfernt werden. Anschließend sollen ab dem 2. Juni die Bagger anrücken, um die Kabeltrasse für den Neubau freizulegen.
Bald gehört dieser Anblick von Strommasten auf dem Feld in Raesfeld der Vergangenheit an. Foto: Petra Bosse
Neubau der 380-kV-Leitung Niederrhein Wesel
Der betroffene Abschnitt der neuen Leitung ist rund elf Kilometer lang. Davon werden etwa 7,5 Kilometer als 380-kV-Freileitung gebaut. Weitere etwa 3,5 Kilometer sollen als Erdkabel zwischen den Bereichen „Löchte“ und „Diestegge“ verlegt werden.
Wo die Leitung oberirdisch verläuft, entstehen neue Masten mit einer Höhe zwischen 62 und 68,5 Metern. Die bisherigen 220.000-Volt-Leitungsmasten sind deutlich niedriger und erreichen Höhen von etwa 34 bis 40 Metern.
Foto: Petra Bosse
Zwei Kabelübergänge im Gebiet Raesfeld
Im Bereich der Gemeinde Raesfeld sind zwei Kabelübergangsanlagen vorgesehen. Dort wechseln die Leitungen zwischen Erdverkabelung und Freileitung.
Das Projekt gilt als Pilotvorhaben, bei dem erstmals Erdkabelabschnitte nach den Vorgaben des Energieleitungsausbaugesetzes berücksichtigt werden. Für alle Beteiligten und Planungsträger stelle dies eine besondere Herausforderung dar.
Foto: Petra Bosse
Rund 600 Tonnen Stahl werden entsorgt
Mit dem Rückbau der alten Masten fällt eine große Menge Material an. Rund 600 Tonnen Schrott müssen fachgerecht entsorgt werden.
Ein Mitarbeiter der Firma Bilfinger erklärte, dass jede Tonne dokumentiert werden müsse. Vom Schrotthändler müsse das Unternehmen für das Material entsprechende Nachweise erhalten.
Foto: Petra Bosse
Genehmigungsverfahren läuft weiter
Für den Abschnitt auf Raesfelder Gebiet sowie für die Strecke bis Borken sind die Planungen bereits geklärt. Die Arbeiten können dort bis zur Bundesstraße 70 zügig fortgesetzt werden.
„Auch für den gesamten Genehmigungsabschnitt erwarten den Planfeststellungsbeschluss, der ebenfalls schon bei der Bezirksregierung Düsseldorf vorliegt“, so Jörg Weber, Unternehmenssprecher von Amprion.
Die Bestattungskultur im Wandel ist Thema einer Informationsveranstaltung der KAB St. Martin Raesfeld. Referent Ralf Kock informiert über heutige Bestattungsformen und Entwicklungen. Interessierte sind am 17. März ins Martinus Haus eingeladen.
Vortrag über Bestattungskultur im Wandel
Die Bestattungskultur im Wandel beschäftigt viele Menschen. Immer häufiger stellen sich Fragen nach der eigenen Bestattungsform und den verschiedenen Möglichkeiten.
Die KAB St. Martin Raesfeld lädt deshalb zu einem Informationsabend ein. Bestatter Ralf Kock spricht über Veränderungen in der Bestattungskultur und stellt unterschiedliche Bestattungsformen vor.
Viele Möglichkeiten der Bestattung
Zur klassischen Form gehört weiterhin die Erdbestattung in einem Sarg. Dabei kann die Beisetzung zum Beispiel in einem Einzelgrab, Doppelgrab oder auf einem Rasenfeld ohne Grabstein erfolgen.
Zunehmend entscheiden sich Menschen auch für eine Feuerbestattung. In diesem Fall wird die Urne anschließend beigesetzt, etwa auf einem Friedhof, in einem Kolumbarium oder in einem Friedwald. Auch eine Seebestattung ist möglich.
Einladung ins Martinus Haus
Der Vortrag Bestattungskultur im Wandel findet am Dienstag, 17. März, um 18 Uhr im Martinus Haus in Raesfeld statt.
Die Altkleidersammlung Raesfeld der Kolpingsfamilie steht wieder an. Am Samstag, 21. März, können gut erhaltene Kleidung und Schuhe abgegeben werden. Mit den Spenden werden soziale Projekte in Raesfeld, Homer und Rhedebrügge unterstützt.
Kolpingsfamilie organisiert Altkleidersammlung in Raesfeld
Auch in diesem Frühjahr lädt die Kolpingsfamilie Raesfeld zur Altkleidersammlung Raesfeld ein. Gesammelt werden gut erhaltene Kleidungsstücke und tragfähige Schuhe.
Mit den Spenden unterstützt die Kolpingsfamilie soziale Projekte in Raesfeld, Homer und Rhedebrügge. Gleichzeitig leisten die Spenderinnen und Spender einen Beitrag zu einer verantwortungsvollen und ressourcenschonenden Verwertung von Textilien.
Was bei der Altkleidersammlung abgegeben werden kann
Bei der Altkleidersammlung Raesfeld werden verschiedene Textilien angenommen. Dazu gehören:
Bekleidung aller Art
Wäsche
Woll- und Strickwaren
Anzüge und Kleider
Bett- und Haushaltswäsche
Federbetten
gute, tragfähige Schuhe, bitte paarweise bündeln
Eine Reinigung der Kleidung ist nicht erforderlich. Die gesammelten Textilien werden in einem Sortierwerk auf ihre Wiederverwendbarkeit geprüft.
Die Kolpingsfamilie bittet darum, die Spenden möglichst in Plastiksäcken zu verpacken. Andere stabile Verpackungen sind ebenfalls möglich.
Abgabe am 21. März an der Zweifachturnhalle
Die Altkleidersammlung Raesfeld findet am Samstag, 21. März, von 9 bis 11.30 Uhr statt. Sammelstelle ist der Parkplatz an der Zweifachturnhalle, Zum Michael 23 in Raesfeld.
Die in den vergangenen Jahren organisierte Straßensammlung mit Abholung kann aus organisatorischen Gründen nicht mehr durchgeführt werden. Deshalb bittet die Kolpingsfamilie darum, die Kleidung direkt zur Sammelstelle zu bringen.
Wer an diesem Termin verhindert ist, kann Kleidung auch zu den Öffnungszeiten am Wertstoffhof Raesfeld abgeben.
Das Fastenessen Erle gehört seit Jahren zur Tradition der Pfarrgemeinde. Auch in diesem Jahr gibt es am Misereor-Sonntag wieder eine warme Erbsensuppe. Nach der Heiligen Messe sind alle eingeladen, die Suppe mitzunehmen oder gemeinsam im St. Silvesterhaus zu essen.
Traditionelles Fastenessen in Erle
Das Fastenessen Erle findet in diesem Jahr am Sonntag, 22. März, statt. Anlass ist der Misereor-Sonntag. Nach der Heiligen Messe können Besucherinnen und Besucher ab etwa 11.15 Uhr eine frisch zubereitete Erbsensuppe abholen.
Wer die Suppe mit nach Hause nehmen möchte, wird gebeten, ein eigenes Gefäß mitzubringen.
Gemeinsam essen im St. Silvesterhaus
Beim Fastenessen Erle besteht außerdem die Möglichkeit, die Suppe direkt vor Ort zu genießen. Dafür öffnet das St. Silvesterhaus seine Türen.
So bietet das Fastenessen nicht nur eine warme Mahlzeit, sondern auch Gelegenheit für Begegnungen und Gespräche in der Gemeinde.
Der Arbeitseinsatz Friedhof Erle zeigt, was gemeinsames Engagement vor Ort bewirken kann. Mit Bürsten, Eimern und viel Einsatz reinigten Helferinnen und Helfer die Kriegsgräber auf dem Friedhof. Die Pfarrgemeinde St. Martin bedankt sich herzlich für die Initiative und den tatkräftigen Einsatz.
Bereits am vergangenen Donnerstag haben Hannes Gülker und Ludger Askamp zu einem Arbeitseinsatz auf dem Friedhof in Erle eingeladen. Ziel sei es gewesen, die Kriegsgräber wieder gründlich zu reinigen und in einen gepflegten Zustand zu bringen.
Mit Handbürsten, Schrubbern, Eimern und viel Motivation machten sich die Helfer an die Arbeit. Unterstützung erhielten die beiden Initiatoren von den Krippenbauern, den Kolpingbrüdern sowie von Pater Johnsun und Pfarrer Don.
Gemeinsam wurden die Grabstätten sorgfältig gesäubert. Nach mehreren Stunden Arbeit zeigte sich deutlich, was gemeinsamer Einsatz bewirken kann.
Pfarrgemeinde sagt Danke
Der Arbeitseinsatz Friedhof Erle hat sichtbare Spuren hinterlassen. Die Kriegsgräber präsentieren sich nun wieder in einem gepflegten Zustand. Die Pfarrgemeinde St. Martin bedankt sich ausdrücklich bei allen Beteiligten für ihre Initiative und ihr Engagement für den Ort.
Ein Küchenbrand in einem Mehrfamilienhaus hat am Freitagabend die Feuerwehr Raesfeld beschäftigt. Obwohl der Mieter das Feuer selbst löschen konnte, kam es zu einer starken Rauchentwicklung. Das Gebäude wurde vorsorglich evakuiert, mehrere Personen wurden vom Rettungsdienst untersucht.
Feuerwehr Raesfeld rückt am Abend aus
Die Feuerwehr Raesfeld wurde am 13. März 2026 um 20.46 Uhr mit dem Einsatzstichwort „Feuer, vermutlich Brand in Küche“ alarmiert. Der Einsatzort befand sich im Bereich St. Sebastian in Raesfeld.
Alarmiert waren der Löschzug Raesfeld sowie die Gruppe Nacht des Löschzugs Erle. Im Einsatz waren unter anderem mehrere Löschfahrzeuge, ein Tanklöschfahrzeug, ein Gerätewagen Logistik, ein Einsatzleitwagen sowie ein Mannschaftstransportfahrzeug. Auch Rettungsdienst und Polizei wurden zur Einsatzstelle gerufen.
Küchenbrand in Wohnung eines Mehrfamilienhauses
In einem Mehrfamilienhaus war es zu einem Brandereignis in einer Wohnung gekommen. Der Mieter konnte das Feuer noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte selbst löschen. Dennoch kam es zu einer erheblichen Rauchentwicklung im Gebäude. Aus diesem Grund wurde das gesamte Mehrfamilienhaus vorsorglich evakuiert.
Ein Trupp der Feuerwehr Raesfeld ging unter Atemschutz zur Erkundung und zu Nachlöscharbeiten in die betroffene Wohnung vor.
Sieben Personen vorsorglich untersucht
Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich sieben Personen in der Wohnung. Sie wurden vorsorglich vom Rettungsdienst untersucht. Wegen der starken Rauchentwicklung führten die Einsatzkräfte Lüftungsmaßnahmen im Gebäude durch, um den Rauch aus dem Haus zu entfernen.
Der Einsatz der Feuerwehr Raesfeld konnte gegen 22.00 Uhr beendet werden.
Freude auf dem Außengelände der Kita St. Michael in Raesfeld: Ein neues Klettergerüst erweitert seit Freitag die Spielmöglichkeiten der Kinder. Möglich wurde die Anschaffung durch den Einsatz des Fördervereins, viele freiwillige Spenderinnen und Spender sowie eine zusätzliche Unterstützung des Froschkönigs in Höhe von 2.000 Euro.
Neues Klettergerüst Kita St. Michael Raesfeld offiziell eröffnet
Mit viel Neugier und Begeisterung eroberten die Kinder der Familienstätte St. Michael an der Brökerstegge ihr neues Spielgerät. Zur Einweihung des neuen Klettergerüsts kamen neben den Kindern auch Pastor Fabian Tilling, Mitglieder des Fördervereins sowie Kita-Leiterin Michaela Garwers und Dagmar Vogt vom Froschkönig zusammen.
Der Froschkönig Raesfeld unterstützte die Anschaffung erneut mit einer Spende und übergab einen Scheck in Höhe von 2.000 Euro für das neue Klettergerüst der Familienstätte St. Michael an der Brökerstegge. Das neue Spielgerät erweitert das Außengelände der Einrichtung. Die Kinder können nun klettern, balancieren und sich noch vielfältiger bewegen.
Förderverein organisiert Finanzierung für das Klettergerüst
Der Förderverein der Kita St. Michael Raesfeld brachte das Projekt maßgeblich voran. Vorsitzende Marion Hoffjann berichtete, dass die Idee noch vom inzwischen ausgeschiedenen Leiter Florian Schwerhoff stamme. „Das hat tatsächlich gar nicht so lange gedauert. Die Idee hatte noch unser scheidender Leiter Florian Schwerhoff und wir haben uns damit eingeschaltet und jetzt eigentlich unter anderem durch Spenden von Freunden, Eltern, Omas, Opas, Onkels, Tanten das recht schnell auf die Beine stellen dürfen.“
Besonders freue sich der Förderverein über die breite Unterstützung aus der Gemeinde. „Sogar der Froschkönig hat sich da noch aktiv eingebracht, worüber wir uns besonders freuen.“ Die Spendenaktion startete im Sommer. „Ein halbes Jahr länger hat das jetzt nicht gedauert.“ Die Kosten für das Projekt liegen nach Angaben des Fördervereins bei rund 16.000 Euro. „Den allergrößten Teil haben wir davon gestiftet“, so Marion Hoffjann.
Spezialfirma aus Detmold lieferte das Spielgerät
Eine spezialisierte Firma aus Detmold plante und lieferte das neue Spielgerät. Das Unternehmen fertigt Anlagen speziell für Kindergärten. Das Klettergerüst ist auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt und erfüllt alle Sicherheitsanforderungen für Kita-Spielplätze.
Foto: Petra Bosse
Froschkönig unterstützt mehrere Projekte für Kinder
Dagmar Vogt vom Froschkönig berichtete bei der Einweihung auch über weitere Spenden in diesem Jahr. Insgesamt gingen 6.500 Euro an verschiedene Projekte und Initiativen.
„Wir haben 2.000 Euro hier an den Kindergarten, an die Kita, 2.000 Euro kriegen die Kinder von den Westfeldfahrern, 2.000 Euro der Heimatverein Erle und 500 Euro für einen Selbstverteidigungskurs für Kinder mit sexualisierter Gewalt.“ Der Kurs finde in Borken statt, daran nähmen auch Kinder aus Raesfeld teil. Die Mittel stammen aus dem Verkauf gespendeter Second-Hand-Artikel.
„Der Erlös und die Einnahmen sind jetzt alle durch den Verkauf gebrauchter, gespendeter Kleidung und Haushaltstextilien entstanden. Der Laden läuft gut.“ Die Einnahmen aus der Kleiderbörse ermöglichen damit mehrere Unterstützungen für Kinder- und Vereinsarbeit in der Region.
Foto: Petra Bosse
45.000 Euro Spenden für Vereine und Projekte in Raesfeld
Der Froschkönig unterstützt seit Jahren verschiedene Projekte in der Gemeinde. Seit 2020 hat die Initiative in Raesfeld insgesamt rund 45.000 Euro für wohltätige Vereine und soziale Zwecke gespendet.
Der beachtliche Betrag kommt durch das Engagement freiwilliger Mitarbeiterinnen zustande. Die Einnahmen stammen vor allem aus dem Verkauf gebrauchter Kleidung für Frauen, Männer und Kinder. Auch Spielsachen und weitere nützliche Dinge für den Alltag werden im Laden angeboten.
Immer mehr Rad- und Pedelecfahrer verunglücken im Kreis Borken. Besonders betroffen sind ältere Menschen. Auch die Zahlen für Raesfeld zeigen einen deutlichen Anstieg bei Zweiradunfällen.
Mehr als doppelt so viele tödliche Unfälle mit Zweirädern
Die Zahl tödlicher Unfälle mit Rad- und Pedelecfahrenden ist im Kreis Borken deutlich gestiegen.
Im Jahr 2025 wurden sechs Pedelecfahrende und drei Radfahrende bei Verkehrsunfällen getötet. Im Jahr zuvor waren es drei Pedelecfahrende und ein Radfahrer. Damit hat sich die Zahl der tödlich verunglückten Zweiradfahrenden mehr als verdoppelt. Bis auf eine Ausnahme handelte es sich bei den neun Todesopfern um Senioren. Der jüngste Unfallbeteiligte war 73 Jahre alt, der älteste 91 Jahre.
Ohne Helm unterwegs
Menschen ab 65 Jahren gelten im Straßenverkehr als besonders gefährdet. Mit zunehmendem Alter lassen Reaktionsfähigkeit und körperliche Belastbarkeit nach. Auch die Folgen von Verkehrsunfällen sind häufig schwerer. Laut Unfallbericht trug keiner der tödlich verunglückten Zweiradfahrenden einen Helm.
Deutlicher Anstieg bei Rad- und Pedelecunfällen
Auch insgesamt ist die Zahl der verunglückten Rad- und Pedelecfahrenden gestiegen. In den vergangenen Jahren war sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in vergleichbaren Kreisen ein deutlicher Anstieg zu beobachten.
Im Jahr 2024 zeichnete sich kurzfristig eine leichte Entspannung ab. Inzwischen steigen die Zahlen jedoch wieder.
In der Vergleichsgruppe der Kreise sank die Zahl der verunglückten Zweiradfahrenden nur im Kreis Wesel, dort um 14 Personen. Der Kreis Borken verzeichnete dagegen mit plus 70 verunglückten Rad- und Pedelecfahrenden den stärksten Anstieg. Lediglich im Kreis Steinfurt lag die Gesamtzahl noch etwas höher.
Mehr verletzte Seniorinnen und Senioren
Auch die Zahl verletzter Senioren im Straßenverkehr ist gestiegen. Im Jahr 2024 wurden 315 ältere Menschen bei Verkehrsunfällen verletzt. Davon waren 184 Personen, also 58,4 Prozent, mit dem Fahrrad oder Pedelec unterwegs. Ein Jahr später stieg die Zahl auf 376 verletzte Seniorinnen und Senioren. Darunter befanden sich 223 Rad- oder Pedelecfahrende, das entspricht 59,3 Prozent.
Polizei setzt auf Prävention
Die Verkehrsunfallprävention der Kreispolizeibehörde Borken beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren intensiv mit diesem Thema.
Für Seniorinnen und Senioren wurde ein umfangreiches Informations- und Trainingsprogramm entwickelt. 23 spezielle Veranstaltungen erreichten im Jahr 2025 fast 400 ältere Menschen.
Darüber hinaus informierte die Polizei bei zehn weiteren Veranstaltungen, darunter Zweiradmessen, Präventionstage, Stadtfeste und Blaulichtveranstaltungen. Dabei kommen auch Pedelec- und Helmsimulatoren zum Einsatz. Ziel ist es, Seniorinnen und Senioren für Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren und sie zum Tragen eines Fahrradhelms zu motivieren.
Rad und Pedelecunfälle in Raesfeld
Auch in Raesfeld zeigt die Unfallstatistik einen Anstieg bei Rad und Pedelecfahrenden. 22 Menschen verunglückten im Jahr 2025 mit dem Fahrrad oder Pedelec. Das sind zehn mehr als im Jahr 2022. Todesfälle wurden nicht registriert. Zwei Personen wurden schwer verletzt, 19 leicht verletzt.
Gesamt: Unfallstatistik Raesfeld 2025
Für Raesfeld weist die aktuelle Unfallstatistik insgesamt 54 verunglückte Personen im Jahr 2025 aus. Das sind 18 mehr als im Jahr 2022. Von den Betroffenen erlitten 48 Personen leichte Verletzungen. Todesfälle wurden in Raesfeld nicht registriert.
Die Kolpingsfamilie Erle organisiert wieder eine gemeinnützige Altkleidersammlung. Am Samstag, 21. März, können gut erhaltene Kleidungsstücke abgegeben werden. Gesammelt wird in den Außenbezirken sowie an einer zentralen Sammelstelle.
Straßensammlung in Westrich und Östrich
Die Altkleidersammlung der Kolpingsfamilie Erle findet in diesem Jahr am Samstag, 21. März, statt. Die Straßensammlung wird in der Zeit von 9 bis 11 Uhr durchgeführt. Sie erfolgt ausschließlich in den Außenbezirken Westrich und Östrich.
Die Kolpingsfamilie bittet darum, alte, aber noch gut tragbare Kleidung bereitzustellen. Dazu zählen Kleidungsstücke, Woll und Stricksachen sowie verschnürte Schuhpaare oder Federbetten. Nicht angenommen werden Lumpen.
Die Spenden sollten bis 9 Uhr gut sichtbar am Straßenrand stehen. Sie müssen fest in Säcken oder Kartons verpackt sein, damit sie problemlos abgeholt werden können.
Blaue Säcke statt gelber Säcke
Für das Verpacken der Kleidung empfiehlt die Kolpingsfamilie blaue Säcke. Gelbe Säcke sollten nicht verwendet werden. Sie seien sehr dünn und würden beim Befüllen mit Kleidung schnell reißen.
Zentrale Sammelstelle im Dorf
Im Dorf selbst findet keine Straßensammlung mehr statt. Stattdessen wird wie in den vergangenen Jahren eine zentrale Sammelstelle vor der Silvesterschule eingerichtet. Dort können gebrauchte Kleidungsstücke direkt abgegeben werden.
Abgabe auch während des Jahres möglich
Auch außerhalb der Sammlung können Altkleider bei der Kolpingsfamilie abgegeben werden. Ansprechpartner sind Ludger Askamp, Ginsterstraße 48, Telefon 6463, sowie Klaus Grömping, Silvesterstraße 49, Telefon 6522. Auch weitere Vorstandsmitglieder der Kolpingsfamilie nehmen Kleidung entgegen.
Die Unfallentwicklung 2025 im Kreis Borken zeigt ein widersprüchliches Bild: Insgesamt registrierte die Polizei weniger Verkehrsunfälle. Gleichzeitig stieg die Zahl der Verunglückten deutlich an. Besonders auffällig ist die hohe Zahl der Verkehrstoten.
Die Kreispolizeibehörde Borken hat ihre Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2025 vorgestellt. Die Präsentation fand erneut nicht in einem klassischen Konferenzraum statt, sondern direkt im Einsatzgeschehen an einer Verkehrskontrolle.
Unfallentwicklung 2025 im Kreis Borken
Landrat Dr. Kai Zwicker und der Abteilungsleiter Polizei, Leitender Polizeidirektor Paul Albers, begrüßten die Medienvertreter zunächst im Bus der Verkehrspuppenbühne der Kreispolizeibehörde. Von dort aus richtete sich der Blick auf das Verkehrsgeschehen im Kreis Borken und auf die Menschen hinter den Zahlen.
Zwicker betonte: „Wenn wir über die Verkehrsunfallstatistik sprechen, geht es nicht um abstrakte Zahlen. Hinter jedem Unfall stehen Menschen, Schicksale und Familien.“
Trotz eines leichten Rückgangs der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle bewertet die Polizei die Entwicklung bei den Unfallfolgen als besorgniserregend.
24 Verkehrstote im Jahr 2025
Polizeirat Dominik Rezler, Leiter der Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde Borken, stellte die wichtigsten Entwicklungen des vergangenen Jahres vor.
Im Jahr 2025 verloren im Kreis Borken 24 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben. Damit liegt die Zahl so hoch wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr.
Zugleich stieg die Zahl der schweren Unfallfolgen, also der schwer verletzten und getöteten Personen, um 11,4 Prozent.
Rezler erklärte: „Mit 24 getöteten Menschen wird deutlich, dass wir uns weiter von dem Fernziel der sogenannten Vision Zero entfernen. Als Kreispolizeibehörde werden wir weiterhin alles daransetzen, diesen Trend durch konsequente Verkehrssicherheitsarbeit umzukehren.“
Besonders viele tödliche Unfälle mit Pedelecs
Ein besonderes Augenmerk richtet die Polizei weiterhin auf Rad- und Pedelecfahrende. Insgesamt neun Menschen aus dieser Gruppe kamen im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen ums Leben. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Jahr zuvor.
Auffällig ist die Altersstruktur: Acht der neun Getöteten gehörten zur Gruppe der Seniorinnen und Senioren. Zudem wurden bereits zum dritten Mal in Folge mehr Pedelecfahrende bei Verkehrsunfällen verletzt als klassische Radfahrende.
Rückgang bei Unfallfluchten
Neben den besorgniserregenden Entwicklungen gibt es auch eine positive Tendenz. Die Zahl der Verkehrsunfallfluchten nach Unfällen mit Personenschaden ging um 23 Fälle zurück.
Zu den häufigsten Unfallursachen zählen weiterhin Vorfahrtsverstöße sowie Fehler beim Abbiegen.
Polizei setzt auf Prävention und Kontrollen
Leitender Polizeidirektor Paul Albers hob auch die Bedeutung der Betreuung von Betroffenen hervor.
„Gerade nach schweren oder tödlichen Verkehrsunfällen erleben wir großes Leid bei Angehörigen und Beteiligten. Der polizeiliche Opferschutz ist deshalb ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Arbeit und für mich persönlich eine Herzensangelegenheit.“
Im Anschluss erhielten die Medienvertreter Einblick in eine laufende Verkehrskontrolle der Polizei. Im Fokus standen die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit sowie der Schwerlastverkehr.
Journalistinnen und Journalisten konnten sich die eingesetzte Messtechnik erklären lassen und selbst einen Blick durch eine sogenannte Laserpistole werfen. Auch ein Rauschgifthund war Teil der Kontrolle.
Mit der Pressekonferenz im laufenden Einsatz wollte die Kreispolizeibehörde zeigen, dass Verkehrssicherheitsarbeit viele Bereiche umfasst. Dazu gehören die Analyse der Unfallzahlen, Präventionsarbeit und gezielte Kontrollen.
Ziel bleibe es, die Sicherheit im Straßenverkehr im Kreis Borken weiter zu verbessern.
Mehr als 100 Kinder aus 24 Mannschaften spielten am vergangenen Samstag im Forum der Raesfelder Sebastianschule um die Münsterlandmeisterschaft der Grundschulen im Schach.
Die Raesfelder Grundschule stellte mit zehn Klassenteams nicht nur die zahlenmäßig stärkste Gruppe, sondern auch die Sieger der drei Wettbewerbe.
Seit einigen Jahren wird die Schulschach-Verbandsmeisterschaft in zwei Gruppen durchgeführt. Es gibt ein Turnier mit Schachuhr (WK GS I) um die Qualifikationsplätze für die Landesmeisterschaft und ein Turnier ohne Schachuhr (WK GS II) für Viererteams mit wenig Turniererfahrung. Zusätzlich wird eine eigene Mädchenwertung durchgeführt. Die Raesfelder Sebastianschule, an der Schachunterricht zum Ausbildungsprogramm aller Schüler gehört, trat bei diesen Turnieren weitgehend mit Klassenteams an.
Turniersieger des Qualifikationsturniers wurde ein Quintett aus der Klasse 4d der Sebastianschule vor dem Team der St. Josef Grundschule aus Münster-Greven und der Heinrich-Neuy-Schule Steinfurt. Da die Sebastianschule bereits als Kreismeister für das Landesfinale qualifiziert war, freuten sich die zweit- und drittplatzierten Teams über die ausgelobten Qualifikationsplätze.
Beim Anfängerturnier siegten die Raesfelder Zweitklässler der 2d vor der Silvesterschule Erle und den Klassenteams der 3d und 3e. Auch den Mädchenpokal sicherten sich die Schülerinnen der Sebastianschule vor den Teams der Borkener Remigiusschule und der Grundschule Oeding.
Nachwuchs-Denksportler im Forum der Sebastianschule
Fünf Stunden lang rauchten die Köpfe der Nachwuchs-Denksportler im Forum der Sebastianschule. In den Spielpausen konnten die Kinder an großen Gartenschachspielen Revanchepartien durchführen, sich auf dem Schulhofspielplatz und dem Bolzplatz der Schule austoben oder die von Eltern organisierte Cafeteria besuchen.
Einer der Höhepunkte des Turniers waren die Siegerehrungen. Die erfolgreichsten Teams der drei Turnierwertungen nahmen auf dem Siegerpodest Pokale und Medaillen entgegen. Die Siegerhymnen sorgten bei manchem Spieler und Zuschauer für Gänsehaut. Und auch bei den Teams ohne Pokal sorgten Urkunden und Sachpreise für leuchtende Kinderaugen.
Die Turnierleiter Manfred Grömping und Karin Knop bedankten sich bei der Siegerehrung bei den zahlreichen Helfern und wünschten den qualifizierten Teams viel Erfolg beim Schulschach-Landesfinale am 27. März in Hamm.
Der Rat der Gemeinde Raesfeld hat den Bebauungsplan Ekhornsloh einstimmig beschlossen. Damit kann im Bereich des ehemaligen Pfarrhauses in Erle künftig gebaut werden. In der Ratssitzung ging es zuvor auch um die Frage, ob Bauarbeiten Auswirkungen auf die nahe gelegenen alten Bäume haben könnten.
Mit dem Beschluss des Bebauungsplans schafft die Gemeinde die planungsrechtliche Grundlage für eine Wohnbebauung an der Straße Ekhornsloh. Das Plangebiet umfasst rund 0,22 Hektar.
Fragen zum Schutz der alten Bäume
Vor der Abstimmung wollte Volker van Wasen, Vorsitzender der UWG-Fraktion, wissen, ob die geplanten Bauarbeiten die Standsicherheit der alten Kastanien in der Nähe gefährden könnten. Jens Beckmann erklärte für die Bauverwaltung, dass das Grundstück der Kirche gehöre. Weitere Schritte müssten daher ohnehin mit der Kirchengemeinde abgestimmt werden.
Sorge um Kastanien und Femeiche
Vor der Abstimmung sprach Volker van Wasen, Vorsitzender der UWG-Fraktion, mögliche Auswirkungen der Bauarbeiten auf die alten Bäume im Umfeld an. Er wollte wissen, ob durch die Bautätigkeiten die Standsicherheit der Kastanien gefährdet werden könnte, die in der Nähe des Plangebiets stehen.
Foto: Daniel Bosse (A)
Jens Beckmann erklärte für die Bauverwaltung, dass sich das Grundstück im Eigentum der Kirche befinde und weitere Schritte ohnehin mit ihr abgestimmt werden müssten. Für die Femeiche und die Kastanienallee gelte zudem ein besonderer Schutzbereich, der bei allen Arbeiten einzuhalten sei. Da die geplanten Gebäude zur Straße Ekhornsloh hin errichtet werden sollen, rechne die Gemeinde nicht mit Beeinträchtigungen.
Bürgermeister Dirk Kuhmann (CDU) betonte. „Beim Bau des Femeichenparks hat die Femeiche und die anderen Bäume auch keinen Schaden genommen“. Er gehe auch diesmal nicht davon aus, dass die Baufahrzeuge auch in diesem Fall nicht quer über das Gelände fahren werden.
Zugleich verwies Kuhmann darauf, dass die Bauarbeiten weiter entfernt stattfinden sollen als bei der Gestaltung des Femeichenparks. „Wir werden ein Augenmerk darauf legen.“
Einfamilien- und Doppelhäuser geplant
Laut Bebauungsplans sollen auf diesem Grundstück Einfamilien- und Doppelhäuser entstehen. Pro Gebäude sind maximal zwei Wohneinheiten vorgesehen. Zur Erschließung ist eine Stichstraße von der Straße Ekhornsloh geplant. Diese öffentliche Verkehrsfläche soll gleichzeitig eine Verbindung in Richtung der südlich gelegenen Femeiche schaffen.
Die Straße wird so ausgerichtet, dass vom Ekhornsloh aus eine Sichtachse zur historischen Femeiche entsteht.
„Ich komme auf alle Fälle wieder.“ Mit diesen Worten beginnt für die Jugendhausleiterin Anna Löbbecke ein neuer Lebensabschnitt. Die engagierte Sozialarbeiterin aus Gladbeck verabschiedet sich vorerst in die Babypause. Ganz loslassen kann und will sie ihre Jugendhäuser in Raesfeld und Erle aber nicht.
„Anna ist schwanger. Genau, der eine oder andere hat es vielleicht schon bemerkt“, erzählt sie offen und mit einem herzhaften Lachen. In den vergangenen Wochen sei sie häufiger abwesend gewesen. Den Kindern im Jugendhaus habe sie die Nachricht als Erste erzählt. „Ich war noch einmal in der Einrichtung und habe die freudige Nachricht verkündet, dass ein kleines Wunder unterwegs ist.“
Gleichzeitig beginnt für sie der Mutterschutz. Für Löbbecke ist das ein besonderer Moment. Einer, der Freude bringt, aber auch Wehmut.
Nun ist es offiziell: Anna Löbbecke, Leiterin des Jugendhauses Erle, geht in den Mutterschutz. Foto: Petra Bosse
Ein lachendes und ein weinendes Auge
„Für mich ein absolut wundervoller Moment, aber natürlich auch ein lachendes und ein weinendes Auge“, sagt sie. Wer sie kenne, wisse, wie sehr ihr die Arbeit im Jugendhaus am Herzen liege. Die Reaktion der Kinder habe sie berührt. Zunächst seien viele geschockt gewesen. Einige hätten sich in den letzten Wochen bereits gefragt, warum sie so selten da gewesen sei.
„Das Erste, was sie zu mir gesagt haben: Oh Gott, wir haben schon gedacht, entweder bist du schwanger oder du hast Krebs.“ Umso größer sei die Erleichterung gewesen, als sie ihnen erklärte, dass tatsächlich ein Baby unterwegs ist.
Neue Möbel und frische Gestaltung: Im Jugendhaus Erle hat sich in den vergangenen Monaten einiges verändert. Foto: Petra Bosse
Mit dem Herzen weiter dabei
Auch wenn sie offiziell keinen Fuß mehr in die Einrichtung setzen darf, bleibt sie dem Jugendhaus eng verbunden. „Aufgrund des Mutterschutzes darf ich natürlich nicht mehr vor Ort arbeiten. Aber mit dem Herzen bin ich immer noch dabei“, sagt Löbbecke.
Sie telefoniere täglich mit ihrer Kollegin Janina Schuchardt. Auch für die Kinder bleibe sie erreichbar. „Für sie bin ich weiterhin die Nummer gegen Kummer. Wenn etwas ist oder sie ein offenes Ohr brauchen, können sie sich jederzeit melden.“
Ein Teil der Organisation laufe weiterhin im Hintergrund über sie. Wichtig sei ihr vor allem eines: Dass die Kinder und Jugendlichen weiterhin verlässliche Angebote haben.
Gespendete, neue Designer-Möbel von Riegel Interieur. Modern eingerichtet und neu gestaltet: Das Jugendhaus Erle präsentiert sich nach den jüngsten Veränderungen in einem neuen Look. Foto: Petra Bosse
Neustart in beiden Jugendhäusern
In den vergangenen Monaten hat sich in den Jugendhäusern in Raesfeld und Erle viel verändert. Beide Einrichtungen haben einen Neustart erlebt.
„Beide Jugendhäuser wurden einmal komplett umgekrempelt“, berichtet Löbbecke. Neue Möbel, neue Ideen und neue Angebote haben den Treffpunkten frischen Schwung gegeben. Unterstützung kam dabei auch von regionalen Partnern, die bei der Ausstattung halfen. Ganz abgeschlossen sei dieser Prozess nie. „In einem Jugendhaus hört Gestaltung eigentlich nie auf“, sagt sie. Trotzdem sei der Neustart gelungen.
Die Jugendarbeit im Jugendhaus Erle geht weiter. Beim österlichen Malen am Mittwoch gestalteten Jugendliche und Kinder gemeinsam mit Janina Schuchardt (re.) kreative Bilder.
Viele Ideen für die Kinder
Während Löbbecke im Hintergrund unterstützt, organisiert Janina Schuchardt den Alltag vor Ort. Die Sozialarbeiterin teilt ihre Arbeitszeit aktuell zwischen beiden Jugendhäusern auf. Zwei Tage ist sie in Raesfeld, zwei Tage in Erle.
Auf Instagram informiert sie regelmäßig über das Monatsprogramm. Dort können Kinder und Eltern sehen, was gerade geplant ist. „Heute werden zum Beispiel Osterbilder mit Öl gemalt“, erzählt Löbbecke. Schuchardt habe immer wieder neue Ideen und sorge dafür, dass es im Jugendhaus abwechslungsreich bleibe.
Ein Baby im September
Wenn alles gut geht, soll das Baby im September zur Welt kommen. Für Löbbecke beginnt damit eine spannende Zeit. Die Vorfreude ist groß. Gleichzeitig denkt sie auch an ihre „Sprösslinge“ im Jugendhaus, wie sie die Kinder liebevoll nennt. Ganz verabschieden möchte sie sich deshalb nicht.
„Ich komme auf alle Fälle wieder“
„Trennen von Erle kann und will ich mich auf gar keinen Fall“, sagt Löbbecke. Versprechen, die sie gebe, nehme sie ernst. Ihre Wunschvorstellung sei es, nach etwa einem halben Jahr zumindest für ein oder zwei Tage pro Woche zurückzukehren. Ganz festlegen könne sie sich im Moment noch nicht. Aber der Kontakt bleibt.
„Mit einem Ohr werde ich immer verfolgen, was los ist“, sagt sie. „Und für die Kinder und Jugendlichen werde ich auch weiterhin da sein, wenn auch zunächst aus der Distanz.“
Eines steht für sie deshalb schon jetzt fest. „Ich komme auf alle Fälle wieder.“
Für sie bin ich weiterhin die Nummer gegen Kummer
Anna Löbbecke
Janina Schuchardt ist derzeit in beiden Jugendhäusern, Raesfeld und Erle, tätig. Foto: Petra Bosse (A)
Öffnungszeiten der Jugendhäuser in Raesfeld und Erle
Die Jugendhäuser in Raesfeld und Erle bleiben weiterhin geöffnet. Betreut werden beide Einrichtungen von Sozialarbeiterin Janina Schuchardt. Sie teilt ihre Arbeitszeit zwischen den beiden Standorten auf.
Tage im Jugendhaus Raesfeld: Montags und dienstags ist Janina Schuchardt im Jugendhaus Raesfeld vor Ort. Die Einrichtung ist an beiden Tagen jeweils von 13 bis 19 Uhr geöffnet.
Tage im Jugendhaus Erle: Mittwochs und donnerstags öffnet das Jugendhaus in Erle. Auch hier gelten die gleichen Zeiten. Besucherinnen und Besucher können zwischen 13 und 19 Uhr vorbeikommen.
Die Linke lädt zu einem offenen Treffen in Erle ein.
DIE Linke offenes Treffen im HUB in Erle
Der Stadtverband Raesfeld der Partei DIE Linke lädt zu einem offenen Treffen ein. Die Veranstaltung findet am Freitag, 13. März 2026, um 19 Uhr im HUB in Erle statt.
Eingeladen sind alle Personen, die Interesse an der Arbeit der Partei haben, sich über politische Themen austauschen möchten oder einfach neue Menschen kennenlernen wollen. Das Treffen bietet Gelegenheit zu Gesprächen in offener Runde.
Der Stadtverband Raesfeld der Partei DIE Linke teilt mit, dass ausdrücklich auch Menschen willkommen seien, die bisher noch keinen Kontakt zur Partei hatten, sich aber für politische Diskussionen interessieren.
Der Allgemeine Bürgerschützenverein Erle lädt seine Mitglieder zur diesjährigen Mitgliederversammlung ein. Die Versammlung findet am Samstag, 28. März 2026, im HUB an der Silvesterstraße in Erle statt. Beginn ist um 20 Uhr. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Berichte, Vorstandswahlen und eine geplante Satzungsänderung.
Mitgliederversammlung des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Erle
Zur Mitgliederversammlung des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Erle sind alle Mitglieder herzlich eingeladen. Die Versammlung beginnt am Samstag, 28. März 2026, um 20 Uhr im HUB Erle an der Silvesterstraße.
Zu Beginn der Versammlung stehen die Begrüßung sowie das Gedenken der verstorbenen Mitglieder auf der Tagesordnung. Anschließend folgt die Wahl der Stimmzähler.
Berichte und Wahlen
Im weiteren Verlauf berichten Schriftführer und Kassierer über das vergangene Vereinsjahr. Außerdem wird der Bericht der Kassenprüfer vorgestellt. Im Anschluss steht die Wahl neuer Kassenprüfer an.
Ein weiterer wichtiger Punkt der Mitgliederversammlung des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Erle sind die turnusmäßigen Wahlen zum Vorstand.
Satzungsänderung vorgesehen
Darüber hinaus soll über eine Änderung der Vereinssatzung abgestimmt werden. Die beitragsbefreiung soll dahingehend angepasst werden, dass ab dem 65. Lebensjahr in Zukunft der halbe Mitgliedbeirag gezahlt werden soll.
Aufnahme neuer Mitglieder möglich
Interessierte können sich am Abend der Versammlung auch neu in den Verein aufnehmen lassen.
Die Pumptrack-Anlage Raesfeld bleibt Thema im Gemeinderat. In der Ratssitzung am Montag hat der Rat beschlossen, mögliche neue Standorte für eine stationäre Anlage zu prüfen. Zuvor hatten Kinder und Jugendliche bei einer Besichtigung eine mobile Variante klar abgelehnt (wir berichteten).
Die Gemeinde Raesfeld soll neue Standorte für eine Pumptrack-Anlage prüfen. Das hat der Rat am Montagabend einstimmig beschlossen. Wie bereits angekündigt, zogen die Fraktionen von CDU und SPD zuvor ihren gemeinsamen Antrag zurück, versuchsweise eine mobile Anlage auf dem Bolzplatz an der Straße Zum Esch aufzustellen.
Eindeutige Rückmeldung zur Pumptrack-Anlage Raesfeld
Dr. Bernhard Bonhoff, Vorsitzender der CDU-Fraktion, begründete den Rückzug des Antrags mit dem zeitlichen Ablauf des Projekts. Die geplante Besichtigung einer mobilen Anlage mit Kindern und Jugendlichen in Südlohn habe wetterbedingt erst Ende Februar stattfinden können.
Hinzu kam die klare Rückmeldung der Kinder. Diese sei, so Bonhoff, „so eindeutig“ zugunsten einer stationären und gegen eine mobile Anlage ausgefallen, dass CDU und SPD aus Kostengründen auf den Versuch verzichten wollen. Die Kosten hätten bei rund 13.000 Euro gelegen.
Bonhoff verwies außerdem auf die Einschätzung eines Betreibers einer mobilen Anlage. Demnach werde diese Variante kaum genutzt. Mehr als zwei oder drei Runden würden Kinder darauf selten fahren. Als möglichen Standort brachte er die Fläche am Pastors Busch ins Gespräch. CDU und SPD wollen sich daher auf eine stationäre Pumptrack-Anlage konzentrieren.
Weniger Lärm bei stationärer Anlage
Auch Sonja Köhler (SPD) nahm an der Besichtigung teil. Sie berichtete, dass sich sehr schnell gezeigt habe, dass Kinder an einer mobilen Pumptrack-Anlage kaum Interesse hätten.
Zudem bestätigte sie die Einschätzung der CDU-Fraktion zum Lärm. Durch die hohle Bauweise verursache eine mobile Anlage deutlich mehr Geräusche. „Es gab viel weniger Lärm bei der stationären Anlage“, sagte sie. „Es war sehr ruhig, das war beeindruckend.“
Nach ihren Beobachtungen sei im Gegensatz eine Anlage auf Asphalt mit fester Grundlage sehr leise. „Es war schon beeindruckend, wie ruhig es dort gewesen ist“, so Köhler. Schmunzelnd ergänzte sie, dass sich die Kinder allerdings Musik an der Anlage gewünscht hätten.
Baurechtliche Fragen beim Standort Pastors Busch
Nach dem Beschluss des Rates soll die Verwaltung nun prüfen, ob eine stationäre Pumptrack-Anlage am Pastors Busch an der Marbecker Straße möglich ist. Als Alternativstandort schlugen CDU und SPD den Sportplatz in Erle vor.
Henry Tünte, Vorsitzender der Grünen-Fraktion, erinnerte jedoch an eine frühere Einschätzung der Gemeinde. Demnach könnte der Standort Pastors Busch wegen der bestehenden Skateanlage aus baurechtlichen Gründen problematisch sein.
Rückblick auf frühere Standortdebatte
Bereits im Dezember 2022 hatte die SPD-Fraktion einen Antrag für den Bau einer Pumptrack-Anlage gestellt. Als möglichen Standort brachte Ratsmitglied Rybarczyk damals den Bereich nahe der Skateranlage am Pastors Busch ins Gespräch. Auch die Nähe zur Julia-Koppers-Gesamtschule und zum Ortskern sprach aus Sicht der Antragsteller für diesen Standort.
Die Verwaltung hatte sich später ebenfalls mit möglichen Alternativen beschäftigt. In einer Vorlage vom 10. März 2025 hieß es, man habe sich „nach einem Alternativstandort umgesehen, an dem diese Schwierigkeiten nicht zu erwarten sind“.
Aus Sicht der Verwaltung komme dafür der westliche Teil der Festwiese in Betracht, unmittelbar angrenzend an die Zweifach-Sporthalle. Auch bei einer Umsetzung an dieser Stelle bliebe eine ausreichend große Fläche für Großveranstaltungen wie Karneval oder Schützenfeste erhalten.
Allerdings hatten unter anderem Vertreter des Schützenvereins damals Bedenken geäußert. Sie befürchteten, dass eine Pumptrack-Anlage an dieser Stelle Veranstaltungen wie Schützenfest und Paraden beeinträchtigen könnte.
Die plattdeutsche Theatergruppe Raesfeld-Erle lädt zu einem erneuten besonderen Filmabend im HUB Erle ein. Gezeigt wird das plattdeutsche Theaterstück „Ohme Herrmann und dee Plunderbuxen“.
Zwei Termine im März
Der Filmabend findet an zwei Tagen statt. Am Samstag, 20. März, beginnt die Vorführung um 19.30 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Am Sonntag, 21. März, startet der Film um 15 Uhr, der Einlass ist bereits ab 14.30 Uhr möglich. Gezeigt wird das plattdeutsche Theaterstück „Ohme Herrmann und dee Plunderbuxen“ aus dem Jahr 2017.
Getränke sowie Kaffee und Plätzchen
Für die Getränkeversorgung sorgt die plattdeutsche Theatergruppe Erle in gewohnter Weise. Am Sonntag wird das Angebot zusätzlich durch Kaffee und Plätzchen ergänzt.
Kartenvorverkauf im HUB Erle
Der Kartenvorverkauf findet am Sonntag, 15.3. von 11 bis 13 Uhr im HUB Erle statt. Der Eintrittspreis beträgt 4 Euro pro Karte. Die plattdeutsche Theatergruppe Raesfeld-Erle freut sich auf zahlreiche Gäste und einen geselligen Filmnachmittag beziehungsweise -abend.
Weniger Straftaten, höhere Aufklärungsquote und ein Rückgang der Straßenkriminalität. Die Kriminalstatistik für den Kreis Borken zeigt für das Jahr 2025 eine insgesamt positive Entwicklung. Auch in der Gemeinde Raesfeld ist die Zahl der bekanntgewordenen Fälle gesunken.
Kriminalstatistik im Kreis Borken
Im Kreis Borken registrierte die Polizei im Jahr 2025 insgesamt 22.680 Straftaten. Das sind 1.865 Delikte weniger als im Vorjahr, ein Rückgang von 7,6 Prozent. Auch die Kriminalitätshäufigkeitszahl ist gesunken. Sie liegt bei 5.956 und damit 490 Punkte unter dem Vorjahreswert, ebenfalls ein Minus von 7,6 Prozent.
Positiv entwickelt hat sich zudem die Aufklärungsquote. Sie beträgt 58,1 Prozent, insgesamt 13.179 aufgeklärte Delikte. Das entspricht einem Anstieg von 1,2 Prozentpunkten. Die Polizei ermittelte im vergangenen Jahr 9.344 Tatverdächtige. Das sind 220 mehr als im Jahr zuvor, ein Plus von 2,4 Prozent.
Weniger Kriminalität in der Gemeinde Raesfeld
Auch für die Gemeinde Raesfeld zeigt die Statistik eine positive Entwicklung.
Im Jahr 2025 wurden 421 Straftaten bekannt. Damit liegt die Zahl unter dem Wert von 2024. Deutlich zurückgegangen ist die Straßenkriminalität. Hier registrierte die Polizei 649 Fälle, im Jahr 2024 waren es noch 760 Fälle.
Beim Wohnungseinbruchdiebstahl zeigt sich hingegen ein leichter Anstieg. In der Gemeinde wurden 2024 neun Fälle erfasst, 2025 stieg die Zahl auf zwölf.
Landrat Kai Zwicker bewertet die Entwicklung insgesamt positiv. „Die Menschen leben sicher im Kreis Borken. Auch wir bleiben nicht verschont von Kriminalität und von gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen, die bei ihrem Entstehen eine Rolle spielen.“ Zugleich betont er die gute Arbeit der Polizei. „Unsere Polizei konnte im vergangenen Jahr hier im Kreis Borken deutlich mehr als die Hälfte aller Straftaten aufklären.“
Polizei dankt Bürgerinnen und Bürgern
Nach Angaben der Kreispolizeibehörde Borken tragen neben der Polizeiarbeit auch Hinweise aus der Bevölkerung zur Aufklärung von Straftaten bei.
Auf zentralen Feldern wie der Straßenkriminalität und beim Diebstahl seien im vergangenen Jahr spürbare Rückgänge festgestellt worden.
Herkunft der häufigsten nichtdeutschen Tatverdächtigen
Die Polizeistatistik führt auch die Nationalitäten der am häufigsten registrierten nichtdeutschen Tatverdächtigen auf. Im Jahr 2025 stammen die meisten aus den Niederlanden (358), Rumänien (353) und Syrien (311).
Es folgen Polen (294) sowie Ukraine (195) und Türkei (169). Weitere häufig genannte Herkunftsländer sind Afghanistan (104), Serbien (90), Kosovo (72), Irak (71), Bulgarien (70), Libanon (48), Bosnien-Herzegowina (43) und Litauen (38).
Die Kreispolizeibehörde weist darauf hin, dass diese Zahlen keine direkten Aussagen über die Kriminalitätsbelastung einzelner Nationalitäten erlauben. Zudem lag die Aufklärungsquote im Kreis Borken 2025 bei 58,1 Prozent, sodass bei fast der Hälfte der Fälle kein Tatverdächtiger ermittelt werden konnte.
Info: Was bedeutet die Kriminalitätshäufigkeitszahl?
Die Kriminalitätshäufigkeitszahl (KHZ) beschreibt, wie viele Straftaten statistisch auf 100.000 Einwohner kommen. Sie hilft dabei, die Kriminalitätsbelastung verschiedener Regionen miteinander zu vergleichen, unabhängig von deren Einwohnerzahl. Sinkt diese Kennzahl, bedeutet das, dass im Verhältnis zur Bevölkerung weniger Straftaten registriert wurden.
Im ehemaligen Hetkamp-Gebäude in Raesfeld zieht erneut Kunst ein. Mehrere Künstlerinnen und Künstler präsentieren dort ihre Arbeiten in der zweiten Kunstausstellung im Hetkamp-Haus 22. März bis 26. April 2026. Die Ausstellung verbindet Malerei, Fotografie, Skulpturen und Design. Gleichzeitig soll das Gebäude wieder stärker mit kulturellem Leben gefüllt werden.
Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr geht die zweite Kunstausstellung im Hetkamp-Haus Raesfeld nun in eine neue Runde. Mehrere Künstlerinnen und Künstler aus der Region zeigen dabei ihre Arbeiten.
Marianne Bellenhaus zeigt Malerei und Fotografie
Eine der Ausstellenden ist die Künstlerin Marianne Bellenhaus. Sie wurde in Dinslaken geboren und lebt seit vielen Jahren in Borken, wo sie auch ein eigenes Atelier betreibt.
Ihre Arbeiten reichen von großformatigen Ölbildern bis zu kleineren Werken. Neben der Malerei beschäftigt sie sich auch mit Druckgrafik, Skulpturen und Fotografie.
Im Laufe der Jahre stellte Bellenhaus ihre Werke bereits in zahlreichen Ausstellungen aus. Eine wichtige Rolle spielte dabei ihre Zeit als Vorsitzende der Künstlergruppe Kim in Borken und Umgebung. In dieser Zeit organisierte die Gruppe mehrere gemeinsame Ausstellungen im Münsterland.
In den vergangenen Jahren rückte die Fotografie stärker in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Besonders intensiv beschäftigt sich Bellenhaus mit Veränderungen im Stadtbild von Borken. Aus diesen Bildserien entstanden mehrere Fotobücher. Darin hält sie Stadtansichten, Entwicklungen und Alltagsdetails fest. Neben Motiven aus Borken zeigt sie auch fotografische Arbeiten aus anderen Regionen. Ein Teil dieser Fotobücher wird ebenfalls in der aktuellen Ausstellung zu sehen sein.
Musik und Bild bei Martin Buntrock
Auch der Dorstener Künstler Martin Buntrock beteiligt sich an der Ausstellung. Er arbeitet vor allem als Komponist und Musiker und verbindet Musik mit Bildkunst.
Der Künstler erklärt, dass sich beide Bereiche gegenseitig beeinflussen. Häufig entstehe Musik aus Bildern. Umgekehrt entwickle er Bildideen aus eigenen Musikkompositionen.
Seine Technik beschreibt er als „fotografische Malerei“. Grundlage seiner Werke seien Fotografien, die er mit verschiedenen fotografischen Methoden aufnehme. Dazu gehören unter anderem Intentional Camera Movement und Langzeitbelichtungen. Die Aufnahmen bearbeitet er anschließend digital weiter. So entstehen Bilder, die zwischen Fotografie und Malerei angesiedelt sind.
Porzellan, Draht und Licht von Kriste Tillmann
Die Künstlerin Kriste Tillmann aus Ochtrup wurde in Litauen geboren, wuchs in den USA auf und lebt seit rund 26 Jahren in Deutschland. Kunst begleitet sie seit ihrer Kindheit.
In ihren Arbeiten nutzt sie vor allem Porzellan und Metalldraht. Beide Materialien setzt sie ein, um mit Licht und Schatten zu arbeiten.
Porzellan fasziniert sie wegen seiner transluzenten Wirkung. Das Material lässt Licht durchscheinen und verändert seine Wirkung je nach Beleuchtung. Arbeiten aus Metalldraht erzeugen dagegen feine Linien und Strukturen, die im Raum Schatten zeichnen. Ein Teil ihrer Objekte entsteht aus nur einem der beiden Materialien. In anderen Arbeiten kombiniert sie Porzellan und Draht.
Isel Lübke-Rivera: Kunst und Design aus einem Atelier in Raesfeld
Auch Isel Lübke-Rivera zeigt Arbeiten in der Ausstellung. Die Künstlerin stammt aus Kuba. Dort besuchte sie bis zu ihrem 17. Lebensjahr eine Kunstschule. Später setzte sie ihre Ausbildung in Deutschland fort und studierte Kunst und Design, Produktdesign sowie Innenarchitektur.
Heute lebt und arbeitet sie in Raesfeld. Dort betreibt sie ein Atelier, das bislang nur wenigen bekannt ist. Ihre ursprüngliche Hauptkunst ist Porzellan. In den vergangenen Jahren arbeitet sie jedoch zunehmend mit Acrylfarben und abstrakter Malerei. Viele ihrer Arbeiten entstehen auch als individuelle Auftragswerke für Innenräume. Für sie gehören Kunst und Design eng zusammen.
Die Ausstellung in den ehemaligen Hetkamp-Räumen versteht sich auch als inhaltliches Zeichen. „Ganz wichtig finde ich, dass in diese wunderschönen Räume voller Energie und Freude eine Hommage für die Frauen gesetzt wird“, erklärt sie.
Norbert Them: „Meine Arbeiten leben vom Augenblick“
Norbert Then arbeitet überwiegend mit Metallskulpturen, die häufig reduzierte, abstrahierte menschliche Formen zeigen. Seine Werke entstehen aus der Beobachtung von Bewegung, Haltung und Momenten.
Die Skulpturen wirken bewusst schlicht. Linien und Formen sind auf das Wesentliche reduziert und lassen dem Betrachter Raum für eigene Interpretationen. Ein wichtiger Teil seiner Arbeit entsteht im Zusammenspiel mit dem Betrachter. Die Wahrnehmung verändert sich, sobald man sich um die Skulptur herum bewegt.
Andrea Weiss – Zwischen Präzision und Intuition
Andrea Weiss arbeitet materialorientiert und bewegt sich in ihrer Kunst zwischen Schmuckgestaltung und Wachsbildern. Ihre Arbeiten entstehen aus dem direkten Umgang mit Materialien und deren Eigenschaften.
Nach einer handwerklichen Ausbildung studierte sie Industriedesign an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Die Kombination aus handwerklicher Präzision und gestalterischem Denken prägt bis heute ihre Arbeit. Heute arbeitet Andrea Weiss als Schmuckdesignerin. Parallel dazu entwickelt sie eigene künstlerische Arbeiten, in denen sie mit Formen, Strukturen und Materialreaktionen experimentiert. Neben Schmuckstücken entstehen auch Wachsbilder und plastische Arbeiten, bei denen das Material selbst Teil des künstlerischen Prozesses wird. Dabei spielen Intuition und spontane Reaktionen auf das Material eine zentrale Rolle.
JOBOEL: Zeichnungen, Objekte und Skulpturen
Josef Gosen arbeitet seit vielen Jahren als bildender Künstler und hat sich zunächst intensiv der Zeichnung mit Tusche und Feder gewidmet. Seine Arbeiten entstanden auf unterschiedlichen Untergründen und entwickelten sich im Laufe der Zeit weiter.
Mit zunehmender Erfahrung erweiterte er sein künstlerisches Spektrum. Aus der zweidimensionalen Zeichnung heraus entstanden Arbeiten, die sich immer stärker in den dreidimensionalen Raum bewegen. Neben Zeichnungen gehören heute auch Objekte und Skulpturen zu seinem Werk. Dabei kombiniert Göbel verschiedene Materialien und Techniken. Häufig entstehen figürliche Arbeiten, die mit Draht, Struktur und Oberfläche arbeiten und eine räumliche Wirkung erzeugen.
Luzie Hetkamp über die zweite Ausstellung
Luzie Hetkamp zeigt sich erfreut darüber, dass die Räume des ehemaligen Möbel- und Modehauses Hetkamp in Raesfeld erneut für eine Kunstausstellung genutzt werden. Für sie habe der Ort eine besondere Atmosphäre.
Zugleich knüpfe die Ausstellung an die Geschichte des Hauses an. Viele der beteiligten Künstlerinnen und Künstler hätten bereits früher im Gebäude gearbeitet oder ihre Kunst dort präsentiert. „Sehr viele Künstler, die hier ausstellen, waren auch früher hier tätig. Sie haben ihre Kunst hier verkauft und teilweise auch hier mitgearbeitet“, berichtet sie.
Hetkamp-Haus soll wieder mit Leben gefüllt werden
Organisiert wird die 2. Ausstellung vom Ortsmarketing Raesfeld (OMR). „Ich finde es schön, dass nach der ersten Ausstellung, die wirklich ein guter Erfolg war und sehr interessant gestaltet wurde, jetzt wieder Künstlerinnen und Künstler hier ausstellen.“ In diesem Jahr beteiligen sich sogar noch mehr Aussteller. Dadurch fällt die Präsentation größer aus.
Auch die bisherigen Rückmeldungen seien positiv. „Bis jetzt wird alles gut angenommen. Wir haben sehr viele Kundenadressen gesammelt“, berichtet Kowalsky. Wie sich die Ausstellung weiter entwickelt, möchte sie offen beobachten. „Ich lasse mich überraschen, wenn alles fertig ist.“ Ein Ziel sei auch, die Räume wieder stärker zu nutzen. „Wir möchten Hetkamp wieder ein bisschen mit Leben füllen“, sagt sie.
Vernissage am 22. März
Die Vernissage und Eröffnung ist für den 22. März geplant. Zur Eröffnung wird auch Dirk Kuhmann, Bürgermeister der Gemeinde Raesfeld, sprechen. Auch Maria Kowalsky wird einige Worte an die Gäste richten.
Die Ausstellung läuft anschließend mehrere Wochen und endet am 26. April um 17 Uhr mit einer Abschlussveranstaltung.