Kein Osterfeuer ohne Grünschnitt. Für das Osterfeuer Erle bittet der Förderverein des Kindergartens St. Nikolaus wieder um Unterstützung. Grünschnitt kann am Gründonnerstag von 15:00 bis 17:00 Uhr sowie am Karsamstag von 9:00 bis 12:00 Uhr abgegeben werden. Gefeiert wird am Ostersonntag (5. April) ab 18:30 Uhr auf dem Schützenfestplatz an der Marienthaler Straße.
Das Osterfeuer Erle hat Tradition. Auch in diesem Jahr übernimmt der Förderverein des Kindergartens St. Nikolaus die Bewirtung und Organisation. Der Verkaufsstand mit Bratwürstchen und Getränken öffnet am Ostersonntag um 18:30 Uhr auf dem Schützenfestplatz in Erle. Gegen 19:00 Uhr wird das Osterfeuer entzündet.
Osterfeuer Erle startet mit Andacht und Fackelzug
Zum Auftakt treffen sich Kinder ab Grundschulalter gemeinsam mit ihren Eltern um 18:30 Uhr in der St.-Silvester-Kirche. Dort werden an der Osterkerze Fackeln entzündet. Anschließend zieht die Gruppe gemeinsam zum Schützenfestplatz an der Marienthaler Straße. Dort wird das Osterfeuer Erle feierlich entfacht.
Foto: Petra Bosse (A)
Familienfreundliches Angebot beim Osterfeuer Erle
Der Förderverein richtet den Blick besonders auf Familien. „Wir geben wieder alles, damit das Osterfeuer für die Kinder ein echtes Highlight wird“, sagt der 1. Vorsitzende Jonathan Schmidt. Neben einem Toilettenwagen stehen Stehtische und Bänke bereit. Auch eine Hüpfburg ist eingeplant, abhängig vom Wetter.
Dank an Unterstützer des Osterfeuer Erle
Der Förderverein bedankt sich bereits im Vorfeld bei allen Beteiligten. Dazu zählen insbesondere die Feuerwehr Erle sowie die katholische Kirchengemeinde St. Martin.
„Ein besonderer Dank gilt außerdem allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, Eltern und Firmen, die uns bei der Planung und Durchführung oder mit Sachspenden unterstützen. Ohne dieses Engagement wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich“, so Jonathan Schmidt.
Osterfeuer Erle stärkt Gemeinschaft
Der Förderverein lädt alle Bürger herzlich ein, am Ostersonntag ab 18:30 Uhr einen gemeinsamen Abend auf dem Schützenfestplatz in Erle zu verbringen. Der Erlös der Veranstaltung kommt vollständig der Arbeit des Kindergartens St. Nikolaus zugute.
Die Volksbank Raesfeld und Erle zieht für 2025 eine positive Bilanz. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnte das Ergebnis gesteigert werden. Die Bank setzt weiterhin auf Stabilität, regionale Verantwortung und Nähe zu ihren Mitgliedern.
Volksbank Raesfeld und Erle 2025 mit stabilem Geschäftsjahr
Raesfeld. Die Volksbank Raesfeld und Erle blickt auf ein insgesamt stabiles Geschäftsjahr 2025 zurück. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit wurde trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen deutlich gesteigert. Damit unterstreicht die Bank ihre wirtschaftliche Stabilität und die nachhaltige Ausrichtung ihres Geschäftsmodells.
Das wirtschaftliche Umfeld war im vergangenen Jahr von einer gedämpften Konjunktur sowie strukturellen Herausforderungen in Deutschland geprägt. Das Kreditgeschäft blieb dennoch stabil. Die Forderungen an Kunden lagen weiterhin bei 269 Millionen Euro.
Die Bilanzsumme erreichte zum Jahresende knapp 340 Millionen Euro und bewegte sich damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Ausschlaggebend war vor allem ein einmaliger Effekt im Einlagenbereich.
Deutliches Wachstum bei Einlagen und Wertpapieren
Ein starkes Signal setzte die Entwicklung der Kundeneinlagen. Das betreute Einlagevolumen stieg zum 31. Dezember 2025 um fast 22 Millionen Euro auf mehr als 418 Millionen Euro.
Das Wachstum fand überwiegend außerhalb der Bilanz statt. Die bei Verbundpartnern geführten Einlagen erhöhten sich um 18,5 Prozent. Neben der allgemeinen Kursentwicklung war dies vor allem auf die hohe Nachfrage nach Wertpapieranlagen zurückzuführen.
Mitgliederzahl steigt weiter an
Auch im Bereich der Mitgliedschaften verzeichnete die Volksbank Raesfeld und Erle 2025 eine positive Entwicklung. Die Geschäftsguthaben stiegen auf fünf Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von fast 18 Prozent.
Im Laufe des Jahres wurden 263 neue Mitglieder aufgenommen. Damit erhöhte sich die Zahl der Anteilseigner auf insgesamt 5.810.
„Diese positive Entwicklung ist ein starkes Signal für das Vertrauen unserer Mitglieder in unsere Bank. Daher werden wir unsere Mitglieder auch in diesem Jahr am Erfolg ihrer Bank teilhaben lassen und planen eine Dividende in Höhe von vier Prozent auf die Geschäftsguthaben auszuschütten“, kündigen die Vorstände an.
Engagement für die Region bleibt zentral
Die Volksbank Raesfeld und Erle verbindet wirtschaftlichen Erfolg weiterhin mit gesellschaftlichem Engagement vor Ort.
„Unsere Region hat viele Stärken. Eine liegt im großen ehrenamtlichen Engagement der Menschen vor Ort“, erklären die Vorstandsmitglieder. „Unser Ziel ist es, Ideen, Arbeiten und Aktionen zu fördern, die der Vereinsarbeit oder unmittelbar unserer Region und ihren Bewohnern zugutekommen.“
Im vergangenen Jahr wurden Vereine, Institutionen und Organisationen in der Region mit insgesamt 42.500 Euro unterstützt.
Volksbank Raesfeld und Erle 2025 blickt zuversichtlich nach vorn
Trotz der Herausforderungen zeigt sich die Bank optimistisch für die Zukunft. „Trotz der Herausforderungen des vergangenen Jahres blicken wir zuversichtlich in die Zukunft. Unser Fokus liegt weiterhin darauf, unseren Mitgliedern, Kundinnen und Kunden eine starke und verlässliche Partnerschaft zu bieten“, so die Vorstände abschließend.
Modernisierte Geschäftsstelle in Raesfeld
Neben der wirtschaftlichen Entwicklung hat die Volksbank Raesfeld und Erle 2025 auch in ihre Infrastruktur investiert. Die Geschäftsstelle in Raesfeld wurde umfassend modernisiert.
Grundlage für die Umgestaltung waren die Ergebnisse einer Kundenbefragung. Ziel war es, eine moderne, einladende und barrierefreie Umgebung zu schaffen. Die neuen Räumlichkeiten bieten nun eine angenehme Atmosphäre für Beratungsgespräche und persönliche Kontakte.
Ab Montag, 23. März 2026, wird die B70 in Raesfeld und Richtung Borken voll gesperrt. Straßen.NRW startet die Sanierung von Fahrbahn sowie Geh- und Radweg auf einer Länge von 6,2 Kilometern. Eine Erinnerung für alle Verkehrsteilnehmer: Die Sperrung beginnt am Montag.
Erinnerung: Vollsperrung für Sanierung ab 23. März
Die Vollsperrung für Sanierung ab 23. März gilt zunächst zwischen der Einmündung K50 in Raesfeld und der Kreuzung Bleekenweg/Raesfelder Straße in Borken. Die Sperrung erfolgt in beide Richtungen und dauert voraussichtlich bis Ende April 2026.
Der Verkehr wird über die Heidener Straße, L829, Richtung Marbeck sowie über die Marbecker Straße, K7, umgeleitet.
Einschränkungen auch an der B67
Während der gesamten Bauzeit bleibt zudem das Verkehrskreuz der B67/B70 in Borken gesperrt. Der Verkehr auf der B67 wird bis zur Abfahrt L896, Weseler Straße, geführt.
Weitere Bauabschnitte folgen
Im Anschluss wird die Strecke zwischen der Kreuzung Raesfelder Straße/Bleekenweg und der Abfahrt zum Nordring saniert. Dort wird der Verkehr auf einer verengten Fahrbahn mit Tempo 30 durch die Baustelle geleitet.
Bauzeit bis Oktober geplant
Die Kosten der Maßnahme liegen bei rund 4,5 Millionen Euro. Die Arbeiten sollen im Oktober 2026 abgeschlossen sein.
Direkte Anlieger werden über Sperrungen und mögliche Zufahrten per Postwurfsendung sowie im direkten Kontakt informiert.
Bei der CDU-Veranstaltung „Klartext“ am Donnerstagabend kündigte Christian Lipfert die Öffnung des Biergartens am HUB Erle an. Noch vor Ostern sollen Gäste dort Platz nehmen können. Gleichzeitig berichtete der Geschäftsführer von einer hohen Nachfrage und ordnete das Projekt als besonders ein.
Lipfert kündigt Start an
Christian Lipfert stellte den aktuellen Stand vor. „Zu Ostern können die Leute hier im Biergarten sitzen“, sagte er. Die letzten Vorbereitungen liefen, der Außenbereich sollte in den Tagen vor den Feiertagen freigegeben werden.
Mittlerweile hat das Kind auch einen Namen durch die neuen Schilder. Foto: Petra Bosse
Nachfrage schon vor Fertigstellung
Bereits vor Abschluss aller Arbeiten stoße das Projekt auf großes Interesse. „Dass unser Dorfplatz, obwohl er noch nicht fertig ist, jetzt schon mit gebucht wird für Hochzeiten auch draußen im Biergarten mitzuerleben“, sagte Lipfert. Die Entwicklung verlaufe schneller als erwartet.
Zusammenarbeit mit Gemeinde
Das Gelände gehört der Gemeinde, die Bürgergenossenschaft ist Pächter. Geschäftsführer Lipfert hob die kurzen Abstimmungswege hervor. „Für mich ist das hier auch ein Sorglos-Paket“, sagte er. Entscheidungen ließen sich schnell klären.
Konzept mit besonderem Charakter
Lipfert beschrieb den HUB Erle als Modell mit eigenem Profil. Die Kombination aus Bürgergenossenschaft, Gastronomie und Dorfentwicklung sei selten. „Man spricht schon fast von einer Einzigartigkeit“, sagte er.
Foto: Petra Bosse
Zeitplan steht
Die finalen Schritte seien festgelegt. Die Bestuhlung solle zu Wochenbeginn geliefert werden. „Am Montag kommt die Bestuhlung“, sagte Lipfert. Die Eröffnung sei noch in derselben Woche geplant, ein genaues Datum stehe jedoch nicht fest.
Ziel: Start zu Ostern
Die Öffnung vor den Osterfeiertagen bleibe das Ziel. Besucherinnen und Besucher sollen den Außenbereich dann nutzen können. „Ja, auf jeden Fall“, sagte Lipfert auf die Frage nach dem Starttermin.
Das Umfeld des HUB Erle und des neuen Dorfplatzes nimmt weiter Gestalt an und steht kurz vor der Fertigstellung. Foto: Petra Bosse
Am Samstag, 21. März, wird Erle von 10 bis 16 Uhr zum Treffpunkt für Flohmarktfreunde. Gleich zwei ehemalige Dorfkneipen im Ort, Tenk-Heßling und Brömmel-Wilms, öffnen ihre Türen und geben Einblick in ein Stück Dorfgeschichte. Beim Ausräumen kommen zahlreiche Gegenstände zusammen, von Geschirr und Gläsern bis hin zu Deko-Artikeln und Erinnerungsstücken, interessant für Sammler ebenso wie für den täglichen Gebrauch.
Foto/Repro: Petra Bosse
Beim Sortieren tauchen für Regine Rülfing (geborene Schierenberg) viele Erinnerungen auf. Sie hat einen großen Teil ihrer Kindheit in der Gaststätte verbracht. Zwischen Möbeln, Geschirr und alten Fotos wird deutlich, wie viele Geschichten mit dem Haus verbunden sind. „Uns ist wichtig, respektvoll mit der Geschichte des Hauses umzugehen und eine gute Lösung für die Zukunft zu finden“, sagt sie.
Foto: Petra Bosse
In den Räumen, in denen früher gefeiert, diskutiert und gemeinsam angestoßen wurde, stehen an diesem Tag zahlreiche Gegenstände zum Verkauf. Dazu gehören Vintage-Möbel, Dekoration, Geschirr, Besteck, Gläser sowie Blumentöpfe und typische Kneipenutensilien. Auch Kutschen- und Kutschgeschirr werden angeboten.
Alte Fotos und Erinnerungen aus der Gaststätte Tenk-Heßling in Erle. Foto-Repro: Petra Bosse
Erinnerungen an ein Stück Dorfgeschichte
Der Hof Heßling war ursprünglich ein landwirtschaftlicher Betrieb. Mit der Zeit entwickelte sich daraus auch eine Gastwirtschaft. Reisende, Händler und Menschen aus der Umgebung kehrten hier ein. Aufzeichnungen über den Hof und die Gaststätte reichen nach Angaben der Familie bis in das 17. Jahrhundert zurück.
Alter Herd in der Küche. Foto: Repro-Petra Bosse
Früher gab es sogar eine Art Mautrecht. Händler, die mit ihren Fuhrwerken unterwegs waren, mussten für die Nutzung der Straße eine Abgabe entrichten.
In den 1960er-Jahren wurde das Gebäude im Zuge des Baus der Bundesstraße an den heutigen Standort versetzt. Seit 1966 steht die Gaststätte an dieser Stelle.
Foto: Petra Bosse
Die letzte Wirtin war Monika Heßling, die Großtante der heutigen Eigentümerfamilie. Sie führte die Gaststätte weiter, nachdem bereits ihre Mutter Cilli hinter der Theke gestanden hatte. Nach deren Tod schloss Monika in den 1990er-Jahren schließlich die Gaststätte. Einen Nachfolger gab es damals nicht.
Über viele Jahrzehnte war das Haus nicht nur Wirtshaus und Bauernhof, sondern auch ein fester Bestandteil des Dorflebens in Erle. Hochzeiten, Vereinsfeste und lange Abende an der Theke gehörten zum Alltag.
Alte Fotos und Erinnerungen aus der Gaststätte Tenk-Heßling in Erle. Foto: Repro-Petra Bosse
Treffpunkt für Vereine und Fußballer
Auch Vereine nutzten das Gelände regelmäßig. Bevor der Festplatz an der Marienthaler Straße entstand, veranstaltete der Schützenverein Erle unter den Eichen neben dem Fußballplatz sein Vogelschießen.
Alles musss raus-Flohmarkt Erle. Foto: Petra Bosse
Vor Auswärtsspielen von Eintracht Erle trafen sich Fahrgemeinschaften auf dem Parkplatz der Gaststätte. Nach den Spielen kehrten einige Fußballer noch auf ein Bier ein, bevor es nach Hause ging.
Der Flohmarkt bietet nun noch einmal die Gelegenheit, durch die alten Räume zu gehen und vielleicht ein Stück dieser Geschichte mit nach Hause zu nehmen.
Flohmarkt in zwei ehemaligen Dorfkneipen
Der Kneipen-Flohmarkt findet am 21. März von 10 bis 16 Uhr statt. Veranstaltungsorte sind die frühere Gaststätte Brömmel-Wilms an der Schermbecker Straße 20 sowie die Gaststätte Tenk-Heßling an der Dorstener Straße 101 in Raesfeld-Erle.
Gaststätte Tenk-Heßling: Treffpunkt für Fußballer von Eintracht Erle
Ein anstehender Basar Brömmel-Wilms Erle markiert das Ende einer langen Wirtshaustradition. Bevor das Gebäude vermutlich abgerissen wird, verkauft die Familie Inventar, das über Generationen zum Dorfleben gehörte. Es ist ein Abschied zwischen Aufräumen, Erinnern und Loslassen.Der Verkauf findet am Samstag, 21. März von 10-16 Uhr statt.
In den vergangenen Wochen standen immer wieder Transporter vor der ehemaligen Gaststätte in Erle. Küchengeräte, Herde, Geschirr und Porzellan wurden verladen. Auch zahlreiche Tische, Stühle und Bänke fanden neue Besitzer. Vieles ist bereits ausgeräumt, anderes wartet noch auf den Verkauf beim Basar Brömmel-Wilms Erle.
Theke zieht auf eine Straußenfarm
Die prägende Theke aus dem Schankraum hat inzwischen einen neuen Besitzer gefunden. Künftig wird sie in einem Café auf einer Straußenfarm stehen und dort weiter genutzt werden. Ein Stück Erler Geschichte bleibt damit erhalten, wenn auch an einem anderen Ort.
Auch zahlreiche Küchengeräte wechselten den Eigentümer. Kaffeemaschine, Grill und weitere technische Geräte wurden über eine Onlineplattform verkauft. Manche Anschaffungen seien einst kostspielig gewesen, berichtet Arno Brömmel. Nun hätten sie für vergleichsweise wenig Geld neue Abnehmer gefunden.
Kellerfunde mit Geschichte
Beim Ausräumen tauchten im Keller und auf dem Dachboden Dinge auf, die selbst den Eigentümer überraschten. Alte Bilder, historische Etiketten aus einer Zigarrenschachtel der Brennerei Böckenhoff und ein Tisch aus Kindertagen kamen wieder ans Licht. An diesem habe er mit seinen Geschwistern gesessen und gespielt, erinnert sich Brömmel.
Einige wenige Erinnerungsstücke behalten Arno und seine Frau Gisela. Der Großteil des verbliebenen Inventars steht inzwischen im ehemaligen Saal, sortiert für den Basar Brömmel-Wilms Erle. Für viele Gegenstände ist eine freiwillige Spende vorgesehen.
1996 übernahm Arno Brömmel den Betrieb offiziell. Aufgewachsen ist er in der Gaststätte, die ursprünglich einmal ein Lebensmittelgeschäft war. Mehr als 125 Jahre Familiengeschichte sind mit dem Haus verbunden. Drei Generationen führten den Betrieb, zeitweise gehörte sogar eine Tankstelle dazu. Feste, Theaterabende und Versammlungen prägten das Dorfleben.
Heute wirkt der frühere Schankraum leer. Die Zapfanlage ist verschwunden, fast alle Tische und Stühle sind weg. Im Saal stapeln sich Geschirr, Gläser, Besteck, Kaffeekannen, Dekoration und große Flaschen. Selbst ein kleiner Weihnachtsbaum steht noch zwischen den verbliebenen Dingen.
Das Aufräumen falle nicht leicht, sagt Brömmel. Immer wieder müsse er und seine Frau entscheiden, was bleibt und was abgegeben darf. Viele Funde hätten Erinnerungen geweckt.
Ein besonderer Kellerfund überraschte das Ehepaar. Alte Foto-Druckplatten mit Fotos, soweit erkennbar, von ehemaligen Erler Schützenfesten und Königspaare.
Für das Gebäude selbst zeichnet sich ein Abriss ab. Eine energetische Sanierung wäre aufwendig und teuer. Ob und wann ein Abriss erfolgt, sei noch offen. Der Wunsch des Eigentümers ist klar: Die Immobilie solle in Familienhand bleiben. Zunächst aber steht der Basar Brömmel-Wilms Erle im Mittelpunkt, als letzter öffentlicher Moment eines Hauses, das über Jahrzehnte zum Mittelpunkt des Dorfes gehörte.
Und doch gibt es ein Bild, das viele Erler schmunzeln lässt. Arno Brömmel steht weiterhin mit dem Besen vor der ehemaligen Dorfkneipe und kehrt den Platz, ganz so, wie er es über Jahre getan hat. Wer vorbeigeht, könnte meinen, die Tür öffne gleich wieder und drinnen beginne ein ganz normaler Abend.
Rund 60 Besucher kamen am Donnerstagabend in den HUB Erle. „Wir sind hier auf einem schönen Flecken gelandet“, hieß es zum Auftakt.
In lockerer Atmosphäre stellte sich die CDU dem direkten Austausch mit den Bürgern. Bürgermeister Dirk Kuhmann gab einen Überblick über den aktuellen Stand in der Gemeinde, anschließend folgten Beiträge aus Politik und Publikum.
Rund 60 Besucher verfolgen den Klartext-Abend der CDU Raesfeld im HUB Erle. Foto: Petra Bosse
Kuhmann: Verwaltung wächst und stößt an Grenzen
Dirk Kuhmann machte deutlich, dass sich im Rathaus derzeit vieles bewege. „Aktuell haben wir fünf Stellen ausgeschrieben und werden sie jetzt in den nächsten Tagen besetzen.“ Zwei dieser Stellen seien neu geschaffen worden, in der Wirtschaftsförderung und in der Ehrenamtskoordination. Drei weitere würden im Zuge des demografischen Wandels nachbesetzt.
Zunehmende Digitalisierung
Vor allem im IT-Bereich habe sich der Druck erhöht. Die zunehmende Digitalisierung, insbesondere an den Schulen, habe zusätzliche Kapazitäten erforderlich gemacht. „Mit zwei Personen waren wir nicht mehr in der Lage, allen Anforderungen gerecht zu werden“, sagte Kuhmann. Ein IT-Bachelor solle das Team künftig ergänzen und zugleich den Wissenstransfer sichern.
Bürgermeister Dirk Kuhmann spricht beim Klartext-Abend im HUB Erle in Raesfeld. Foto: Petra Bosse
Umbau des Rittersaals
Auch das Bauamt werde personell verstärkt. Hintergrund seien mehrere parallel laufende Projekte. Dazu gehöre unter anderem der Umbau des Rittersaals im Schloss. Dieser sei in die Jahre gekommen und werde umfassend modernisiert. Geplant seien ein barrierefreier Zugang, eine neue Lüftungsanlage sowie weitere technische Anpassungen. Künftig solle der Raum vielseitiger nutzbar sein.
Parallel liefen der Ausbau der Sebastian-Schule sowie die geplante Erweiterung der Silvesterschule in Erle. Insgesamt sei die Verwaltung mit rund 55 Beschäftigten vergleichsweise schlank aufgestellt, arbeite jedoch unter hoher Auslastung.
Schlanke Verwaltung, hohe Auslastung
Die Verwaltung arbeitet mit vergleichsweise wenig Personal. Insgesamt rund 55 Beschäftigte stemmen alle Aufgaben. Kuhmann spricht von einer hohen Auslastung, betont aber gleichzeitig die Qualität der Arbeit.
„Ich habe eine sehr gute Mannschaft“, sagt er. Prüfungen hätten gezeigt, dass Raesfeld im Verhältnis zur Einwohnerzahl mit wenig Personal auskomme.
Foto: Petra Bosse
Austausch mit Bürgern und Jugendlichen
Der direkte Austausch mit der Bürgerschaft spiele eine wichtige Rolle. Die Bürgermeistersprechstunden würden regelmäßig gut angenommen. Auch ein erstes Treffen mit Jugendlichen habe bereits stattgefunden.
Dabei seien verschiedene Anliegen vorgetragen worden. Genannt worden seien unter anderem Treffpunkte außerhalb der Öffnungszeiten des Jugendhauses, ein mögliches Open-Air-Kino in den Ferien sowie praktische Lösungen wie Schließfächer. Kuhmann betonte, man wolle diese Anregungen prüfen und, wo möglich, umsetzen.
Auch persönliche Einblicke ließ der Bürgermeister zu. „Ich bin relativ wenig zu Hause, aber das ist völlig in Ordnung“, sagte er.
Bonhoff: Wahlkampf, Investitionen und klare Schwerpunkte
CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Bernhard Bonhoff blickte auf einen intensiven Wahlkampf zurück. Viele Gespräche an Haustüren und bei Veranstaltungen hätten gezeigt, welche Themen die Menschen vor Ort bewegen. „Wir sind extrem gut belohnt worden“, sagte Bonhoff mit Blick auf das Wahlergebnis und die erneut erreichte absolute Mehrheit.
Dr. Bernhard Bonhoff: Rückblick auf intensiven Wahlkampf und anstehende Themen. Foto: Petra Bosse
Für die kommenden Jahre zeichnete er große Projekte. Ein zentrales Thema sei der Ausbau der Windenergie. Rund 13 Anlagen sollen entstehen, mit einer Investitionssumme von etwa 130 Millionen Euro. Die Gemeinde werde davon profitieren, unter anderem durch Einnahmen und Beteiligungen. Auch eine Beteiligung der Bürger sei vorgesehen.
Dorfentwicklung
Auch die Dorfentwicklung spiele eine wichtige Rolle. Rund um die Kirche sollten zentrale Bereiche neu gestaltet werden. Projekte wie das Martinushaus, der Froschbrunnenplatz und die Borkener Straße sollten den Ortskern deutlich aufwerten. Diese Veränderungen würden das Erscheinungsbild des Ortes nachhaltig prägen.
Zudem seien bereits erste Maßnahmen aus dem Wahlkampf angestoßen worden. Dazu gehörten Verkehrsverbesserungen im Ortskern, Maßnahmen an der Marienthaler Straße sowie geplante Tempo-30-Zonen im Bereich des Sportplatzes.
Familien und Wohnraum im Mittelpunkt
Ein Thema zog sich durch den gesamten Abend: die Zukunft junger Familien in Raesfeld. „Die Zukunft von Raesfeld liegt in den jungen Familien“, sagte Bonhoff. Grundlage seien Prognosen, die langfristig sinkende Kinderzahlen erwarten lassen.
Vor diesem Hintergrund wolle die Gemeinde gezielt handeln. Neue Baugebiete, alternative Wohnformen und mehr bezahlbarer Wohnraum sollten entstehen. Ziel sei es, sowohl Familien als auch Beschäftigten passende Angebote zu machen. Auch Unternehmen hätten signalisiert, dass Wohnraum für Mitarbeitende benötigt werde.
Darüber hinaus würden Themen wie Energieversorgung, Nahwärme und Infrastruktur die Gemeinde weiter beschäftigen. In einer Klausurtagung sollten diese Punkte vertieft werden.
Marc Ketteler, Vorsitzender CDU Ortsverband. Foto: Petra Bosse
Schlusswort: Rückhalt und Anerkennung
Zum Abschluss des Abends griff der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Raesfeld-Erle-Homer, Marc Ketteler, die Stimmung im Raum auf. Er machte deutlich, wie positiv die Rückmeldungen aus der Bürgerschaft und auch aus anderen Kommunen seien. Die Arbeit von Bürgermeister und Verwaltung werde wahrgenommen und geschätzt.
„Ich bin wirklich sehr stolz sagen zu können, dass Dirk Kuhmann unser Bürgermeister ist“, sagte Ketteler.
In Raesfeld gibt es bereits mehrere öffentliche Lademöglichkeiten, im Ortsteil Erle hingegen keine. Die SPD-Fraktion fordert deshalb ein Ende dieses Ungleichgewichts.
Fraktionsvorsitzender Andreas Erzkamp erklärt: „Es kann nicht sein, dass Raesfeld über öffentliche Lademöglichkeiten verfügt, Erle aber vollständig leer ausgeht.“
Kritik am Ungleichgewicht innerhalb der Gemeinde
Nach Ansicht der SPD müsse eine gleichwertige Entwicklung aller Ortsteile auch bei moderner Infrastruktur sichtbar werden. Während E-Mobilität zunehmend an Bedeutung gewinnt, fehle in Erle bislang jede öffentliche Ladesäule. Dieses Missverhältnis sei nicht länger hinnehmbar.
Foto: Petra Bosse
Konkrete Standortvorschläge
Die Fraktion schlägt vor, mindestens zwei Standorte für Ladesäulen zu prüfen. Genannt werden:
Parkplatz hinter der Volksbank im Bereich des Ärztehauses
Parkplatz an der Femeiche
Parkplatz vor der St. Silvester Kirche
Parkflächen vor der Kornbrennerei Böckenhoff gegenüber dem HUB
Bedeutung für Entwicklung und Tourismus
Besonders verweist die SPD auf das Umfeld des HUB in Erle. Dort entstehe ein neuer Treffpunkt mit Gastronomie, Begegnung und beruflicher Nutzung. „Wenn dort Gastronomie, Begegnung, Arbeiten und geschäftliche Nutzung zusammenkommen, dann gehört eine zeitgemäße Ladeinfrastruktur einfach dazu“, sagt Andreas Erzkamp.
Auch die Femeiche spiele als touristisches Ziel eine wichtige Rolle. Eine Lademöglichkeit sei dort aus Sicht der Fraktion sinnvoll und zeitgemäß.
Ziel: Gleichwertige Entwicklung aller Ortsteile
Die SPD betont, dass es um eine moderne Entwicklung der gesamten Gemeinde gehe. „Wir wollen eine Gemeinde, die sich modern entwickelt, ohne einzelne Ortsteile abzuhängen“, so Erzkamp.
Am Rande von Erle liegt ein kleines Kleinod: die Babywiese an der Mühle. Zwischen jungen Bäumen summt und brummt es, Insekten sind unterwegs, erste Knospen treiben aus. Der Ort wirkt ruhig, gepflegt und zugleich lebendig, ein Stück Natur, das der Heimatverein regelmäßig betreut und weiterentwickelt.
Auf der Babywiese an der Mühle in Erle läuft die Pflege der jungen Bäume weiter. Am Donnerstag war Norbert Sabellek, Vorsitzender des Heimatvereins Erle, erneut vor Ort im Einsatz. Diesmal ging es darum, die Bäume systematisch zu nummerieren, damit Verein und Baumpaten den Überblick behalten.
Auf der Babywiese an der Mühle in Erle stehen rund 126 Bäume. Der Heimatverein nummeriert die Bäume zur besseren Übersicht.. Foto: Petra Bosse
Nummern sollen Orientierung schaffen
Zwischen den jungen Obstbäumen greift Norbert Sabellek zu kleinen Schildern. Jeder Baum soll eine eigene Nummer erhalten. Der Heimatverein wolle so eine klare Zuordnung schaffen, damit sich alle Beteiligten auf der Fläche besser orientieren könnten.
„Bei der Vielzahl an Bäumen, die jetzt inzwischen hier angepflanzt sind, macht es Sinn, damit wir und auch die Baumpaten den Überblick nicht verlieren, dass jeder Baum eine Nummer bekommt“, sagt Sabellek. Der Verein arbeite sich dabei Pflanzjahr für Pflanzjahr durch die Anlage. Aktuell seien die Bäume aus dem Jahr 2021 an der Reihe, direkt danach folge das Pflanzjahr 2022.
Auf der Babywiese an der Mühle in Erle stehen Obstbäume in voller Blüte.
Die ersten Pflanzjahre und weitere spätere Jahrgänge habe der Verein bereits erfasst. Am Ende werde die Babywiese nach seinen Angaben bei rund 126 oder 127 Bäumen liegen. „So viele kleine Bäumchen stehen hier. Und ich muss selbst immer wieder neu nachzählen, habe ich eins übersehen und so weiter“, berichtet Sabellek.
Pflege läuft nach festem Jahresrhythmus
Neben der Nummerierung bleibt die regelmäßige Pflege ein zentrales Thema auf der Fläche an der Mühle. Der Heimatverein halte dafür einen festen Jahresrhythmus ein. Dazu gehöre zunächst die Düngung der Bäume, die bereits erfolgt sei. Außerdem würden die Bäume beschnitten, damit sie Kraft entwickeln und tragfähige Äste ausbilden könnten.
Mit dem aktuellen Zustand zeigt sich Sabellek zufrieden. Aus Sicht des Heimatvereins entwickelten sich die Bäume gut.
Paradies für Hummeln, Bienen und Insekten. Foto: Petra Bosse
Fläche an der Mühle ist nahezu ausgeschöpft
Viel Platz für weitere Pflanzungen gibt es auf der Babywiese nach Angaben des Heimatvereins kaum noch. Das Grundstück sei begrenzt. Zudem müssten Zufahrten freigehalten werden. Deshalb sei die Fläche inzwischen nahezu ausgeschöpft.
Ob sich an anderer Stelle künftig neue Möglichkeiten ergeben, lasse sich derzeit noch nicht sagen. „Was sich sonst noch tut an weiteren Flächen, werden wir sehen“, so Sabellek.
Balken schützen die jungen Bäume
Auf der Fläche fallen auch ausgelegte Balken auf. Sie markieren nach Angaben des Heimatvereins die Fahrwege für Transporter und andere Fahrzeuge. Wer Material in den Garten bringe, solle so direkt erkennen können, wo gefahren werden dürfe. Die Maßnahme diene dem Schutz der jungen Bäume.
Steigende Energiepreise rücken auch in Raesfeld die eigenen vier Wände in den Fokus. Mit einer neuen Aktion unterstützt die Verbraucherzentrale NRW Hausbesitzer dabei, Energie zu sparen.
Bürgermeister Dirk Kuhmann wirbt für die Teilnahme: „Mit dieser Kooperation möchten wir Haushalte in Raesfeld dabei unterstützen, ihre ganz persönlichen Energiesparmöglichkeiten herauszufinden.“
Individuelle Beratung für jedes Haus
Unter dem Titel „Auf geht’s! Der Kreis Borken spart Energie“ startet am 16. März 2026 eine gemeinsame Initiative mehrerer Kommunen im Kreis. Ziel ist es, Eigentümer und private Vermieter bei der energetischen Sanierung zu unterstützen.
Ob neue Heizung, bessere Dämmung oder moderne Fenster: Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt immer vom Gebäude ab. Genau hier setzt die unabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW an. Fachleute prüfen bei einem Vor-Ort-Termin Gebäudehülle und Haustechnik und erstellen anschließend konkrete Empfehlungen sowie Hinweise zu Fördermöglichkeiten.
Unterstützung beim Heizungstausch
Auch beim Thema Heizung erhalten Interessierte Unterstützung. Die Berater analysieren die aktuelle Situation und zeigen geeignete Heiztechniken auf. Dabei erfolgt die Beratung unabhängig und ohne Produktbindung. Am Ende steht eine Übersicht mit passenden Lösungen für das jeweilige Haus.
Anmeldung und Kosten
Die Beratungen finden vom 1. April bis zum 15. Dezember 2026 statt und kosten 40 Euro. In Raesfeld können sich zehn Haushalte den Betrag nachträglich erstatten lassen.
Da die Plätze begrenzt sind, erfolgt die Vergabe nach Reihenfolge der Anmeldungen. Eine Anmeldung ist bis zum 15. November 2026 möglich.
Anmeldung zur Aktion: Gemeinde Raesfeld, Anna Steiner Tel. 02865 955-115 E-Mail:[email protected]
Das Bistum Münster bleibt 2025 das mitgliederstärkste deutsche Bistum. Die aktuelle Statistik zeigt stabile Austrittszahlen und Entwicklungen im Kreisdekanat Borken.
Bistum Münster bleibt größtes Bistum
Das Bistum Münster ist weiterhin das mitgliederstärkste deutsche Bistum. Das geht aus der kirchlichen Statistik für das Jahr 2025 hervor, die am 16. März bundesweit veröffentlicht wurde.
Ende des vergangenen Jahres zählte das Bistum Münster 1.589.793 Katholikinnen und Katholiken. Damit liegt es weiterhin vor dem Erzbistum Köln. Der Abstand beträgt rund 12.000 Mitglieder. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Mitglieder im Bistum Münster um gut 40.000 zurückgegangen.
Kirchenaustritte im Bistum Münster
Die Zahl der Kirchenaustritte lag 2025 bei 22.068 und damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres mit 22.613.
Zahlen aus dem Kreisdekanat Borken
Im Kreisdekanat Borken lebten 2025 insgesamt 202.207 Katholikinnen und Katholiken (220.207). An den Sonntagsgottesdiensten nahmen 12.477 Menschen teil (12.908).
Die Zahl der Kirchenaustritte sank auf 2.762 (2.977). Gleichzeitig stieg die Zahl der Taufen auf 1.637 (1.384).
Die Zahl der Trauungen lag 2025 unter dem Vorjahreswert von 226.
Beim Jugendwerk Raesfeld beginnt ein neues Kapitel. In der Mitgliederversammlung wurde die bisherige Vorsitzende verabschiedet und eine neue Spitze gewählt. Der Verein setzt damit seine Arbeit für Kinder und Jugendliche mit frischem Vorstand fort.
In der Mitgliederversammlung am vergangenen Donnerstag hat das Jugendwerk Raesfeld personelle Veränderungen im Vorstand beschlossen.
Wechsel an der Spitze beim Jugendwerk Raesfeld
Die bisherige Vorsitzende Nicole Ostendorf wurde offiziell verabschiedet. Geschäftsführer Jörg Heselhaus würdigte ihr Engagement und dankte für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Ostendorf scheidet aus dem Amt aus, da sie nicht länger als Vertreterin der Gemeinde Raesfeld der Mitgliederversammlung angehört.
Stellvertretung und Beisitzerinnen bestätigt
Zur neuen Vorsitzenden des Jugendwerk Raesfeld wurde Maria Kowalsky gewählt. Sie vertritt die politische Gemeinde im Verein. Cornelia Krampe übernimmt künftig das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden. Sie gehört der Katholischen Kirchengemeinde St. Martin an.
Als Beisitzerinnen wurden Petra Schwandt-Haasler, ebenfalls Katholische Kirchengemeinde St. Martin, sowie Marieke Loker von der Evangelischen Kirchengemeinde bestätigt. Beide werden ihre Arbeit für weitere zwei Jahre fortsetzen
Jugendwerk Raesfeld setzt Arbeit fort
Mit dem teilweise neu aufgestellten Vorstand setzt das Jugendwerk Raesfeld seine Arbeit für Kinder und Jugendliche in der Gemeinde fort.
Der Verein TrauerHalt Raesfeld-Erle bietet im April 2026 mehrere Angebote für trauernde Menschen im Kreis Borken an. Im Fokus stehen Kinder, Jugendliche, Eltern und auch Großeltern, die häufig eine stützende Rolle in der Familie übernehmen. Mit verschiedenen Veranstaltungen möchte der Verein Raum für Austausch, Erinnerung und Begleitung schaffen.
Trauer braucht Raum – und genau den bietet der Verein TrauerHalt Raesfeld-Erle im April mit mehreren Angeboten für Kinder, Jugendliche und Angehörige.
Ob Keramik bemalen, ein Vortrag zum Umgang mit Trauer bei Kindern oder ein Treffen speziell für trauernde Großeltern: Die Veranstaltungen schaffen Möglichkeiten zum Austausch und zur Unterstützung.
Keramik bemalen für trauernde Kinder und Jugendliche
Am 13. April öffnet das Keramikmalstudio Farbenstolz in Borken seine Türen für trauernde Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren. Zwischen 16.00 und 19.00 Uhr können die Teilnehmenden unterschiedliche Keramikstücke gestalten, darunter auch Erinnerungsstücke wie Gedenkkacheln oder kleine Dosen.
Trauerbegleiterinnen begleiten die Gruppe an diesem Nachmittag. Feste Kosten fallen nicht an, Spenden sind möglich.
Anmeldungen und weitere Informationen sind per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 0179 6726590 möglich.
Vortrag zum Umgang mit Trauer bei Kindern
Unter dem Titel „Mama, wie lange dauert tot sein?“ findet am 14. April ein Vortrag im Kindergarten St. Josef in Heiden statt. Beginn ist um 19.30 Uhr.
Die Referentin gibt einen Überblick darüber, wie Kinder und Jugendliche den Tod wahrnehmen und wie Erwachsene sie in dieser Situation begleiten können. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Austausch. Zudem werden passende Bücher vorgestellt.
Anmeldungen erfolgen über das Bildungswerk Raesfeld unter der Kursnummer 080F3.
Raum für trauernde Großeltern
Ein besonderes Angebot richtet sich an Großeltern, die um ein Enkelkind trauern. Der Termin findet am 16. April von 15.00 bis 17.30 Uhr in Borken statt.
Großeltern übernehmen häufig eine stützende Rolle innerhalb der Familie und stellen ihre eigene Trauer zurück. Das Angebot möchte ihnen Raum geben, ihre eigenen Gefühle zu verarbeiten. Zwei selbst betroffene Trauerbegleiterinnen begleiten den Nachmittag.
Auch Großeltern, deren Verlust länger zurückliegt, sind eingeladen.
Weitere Unterstützungsmöglichkeiten
Neben den Gruppenangeboten sind auch Einzelgespräche möglich. Eine Kontaktaufnahme erfolgt über das TrauerHalt-Handy unter 0179 6726590.
Zusätzlich ist ein Entspannungsabend für Trauernde geplant. Dabei geht es um körperliche Reaktionen wie Unruhe, Schlafstörungen oder Kopfschmerzen, die mit Trauer einhergehen können.
Die Raesfelder Kunstbörse 2026 lädt am Wochenende nach Ostern in die Villa Becker ein. Die Künstlergruppe Dasselbe anders zeigt, wie Kunst entsteht und sich entwickelt. Besucherinnen und Besucher erleben entlang der Weseler Straße eine besondere Kunstmeile.
Am 11. April 2026 von 14 bis 18 Uhr und am 12. April 2026 von 11 bis 17 Uhr findet die 8. Raesfelder Kunstbörse 2026 in der Villa Becker an der Weseler Straße 32 statt. Veranstaltet wird sie von der Künstlergruppe „dasselbe anders“.
Raesfeld wird zur Kunstmeile
Am Wochenende nach Ostern wird die Weseler Straße erneut zur Kunstmeile. Die Künstlergruppe „dasselbe anders“ richtet nach zwei Jahren Pause die achte Kunstbörse aus. Damit sind in Raesfeld zwei Ausstellungen entlang einer Straße zu sehen.
Seit rund 30 Jahren arbeitet die Künstlergruppe „dasselbe anders“ in wechselnder Besetzung zusammen. Ihr Ziel ist es, die individuelle Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen sichtbar zu machen.
Foto: Petra Bosse (A)
„Von Menschen gemacht“ als Leitmotiv
Die Künstlergruppe stellt bei der Raesfelder Kunstbörse 2026 den künstlerischen Prozess in den Mittelpunkt. Unter dem Motto „von Menschen gemacht“ zeigen die Beteiligten, wie Ideen entstehen und sich zu fertigen Werken entwickeln.
In der Eingangshalle dokumentiert die Künstlergruppe „dasselbe anders“ anhand von Fotos einzelne Arbeitsschritte. Die dazugehörigen Originale sind in den Ausstellungsräumen zu sehen. So wird deutlich, dass künstlerisches Arbeiten selten geradlinig verläuft. Experimente, bewusste Entscheidungen und auch Zufälle prägen die Entwicklung.
Vielfältige Kunst in der Villa Becker
Die Künstlergruppe „dasselbe anders“ präsentiert eine große Bandbreite an Arbeiten. Dazu gehören Zeichnungen, Gemälde und Collagen, sowohl gegenständlich als auch abstrakt. Ergänzt wird die Ausstellung durch Fotografien, Glasfusing-Arbeiten und Skulpturen aus Stahl.
Foto: Petra Bosse (A)
Beteiligt sind Gisela Penassa, Josef Suer, Marie-Luise Stötzel, Yune Irmgard Teroerde, Christian Vorholt und Marion Vrenegor. Sie zeigen Tafelbilder in unterschiedlichen Techniken sowie Fotografien.
Birgit Kölking präsentiert Glasfusing-Arbeiten, bei denen Glas teilweise mit Holz und anderen Materialien kombiniert wird. Als Gast ist Norbert Then mit Skulpturen aus Stahl vertreten.
Einladung zur Entdeckung
Für viele Beteiligte bleibt die Ausstellung bis zur Eröffnung spannend, da sie nicht alle Werke der anderen kennen. Auch das ist Teil des Konzepts der Künstlergruppe Dasselbe anders. Interessierte sind eingeladen, die 8. Raesfelder Kunstbörse 2026 zu besuchen und Kunst in ihrem Entstehungsprozess zu entdecken.
Kunstmeile an der Weseler Straße
Parallel zur Raesfelder Kunstbörse „dasselbe anders“ findet an der Weseler Straße 8 die Ausstellung ART@HETKAMP statt, ebenfalls mit Beteiligung von Norbert Then. Damit wird die Weseler Straße am Wochenende nach Ostern zur Kunstmeile.
Der CDU‑Gemeindeverband Raesfeld‑Erle‑Homer lädt seine Mitglieder sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer öffentlichen Informations- und Austauschveranstaltung ein.
Ziel sei es, politische Prozesse transparent darzustellen und den direkten Dialog mit der Bürgerschaft zu stärken.
Die Veranstaltung findet statt am:
Donnerstag, 19.03. 2026 um 19:00 Uhr,
HUB-Erle, Silvesterstraße 2, 46348 Raesfeld-Erle
Bürgermeister Dirk Kuhmann wird im Rahmen der Veranstaltung einen Rückblick auf die ersten drei Monate seiner Amtszeit geben. Er berichtet über wichtige Entwicklungen seit dem Amtsantritt, über laufende Projekte sowie über strategische Ziele für die kommenden Monate.
Ergänzt wird das Programm durch Dr. Bernhard Bonhoff, Fraktionsvorsitzender der CDU im Gemeinderat. Er gewährt einen aktuellen Einblick in die Ratsarbeit und erläutert zentrale Themen, die die politische Arbeit in Raesfeld, Erle und Homer derzeit prägen.
Im Anschluss an die Beiträge bietet sich den Besuchern die Möglichkeit, Fragen zu stellen und eigene Anliegen zu äußern. Der Gemeindeverband möchte damit den offenen Austausch fördern und Bürgernähe aktiv leben.
„Ihr habt daran mitgearbeitet. Und genau deshalb stehen wir heute hier zusammen.“Mit diesen Worten begrüßte Andreas Grotendorst die rund 80 Handwerker, die am Bau des neuen HUB Erle der Bürgergenossenschaft Erle eG beteiligt waren.
Auf Einladung von Geschäftsführer Christian Lipfert kamen sie im HUB Erle zu einem gemeinsamen Abend mit Schnitzelbuffet und Getränken zusammen. Ein Treffen, das vor allem eines sein sollte: ein Dankeschön.
Bürgermeister Dirk Kuhmann freut sich gemeinsam mit Geschäftsführer Christian Lipfert, dass der neue Treffpunkt in Erle so gut angenommen wird. Foto: Petra Bosse
Ein Abend für die Menschen hinter dem Bau
Viele der eingeladenen Handwerker betraten das Gebäude an diesem Abend zum ersten Mal in seiner fertigen Form. Über Monate hinweg hatten sie an unterschiedlichsten Stellen gearbeitet: vom Ausschachten über Rohbau und Dacharbeiten bis zu Fliesen, Küchenbau, Architektur, Statik sowie Maler und Holzarbeiten. Jetzt konnten sie sehen, was aus ihrer Arbeit geworden ist.
Mit fachlichem Blick gingen einige durch die Räume. Andere erzählten mit sichtbarem Stolz, welchen Teil ihre Firma zum Bau beigetragen hatte. Rund 80 Handwerker verschiedener Unternehmen waren beteiligt. Sie alle folgten der Einladung von Geschäftsführer Christian Lipfert, der sich gemeinsam mit Vorstand und Aufsichtsrat der Bürgergenossenschaft bedanken wollte.
Andreas Grotendorst, Vorstand (li.), begleitete das Objekt HUB Erle von der ersten Stunde an. Foto: Petra Bosse
Ein Projekt mit vielen Höhen und Tiefen
In seiner Rede erinnerte Andreas Grotendorst daran, wie lange die Idee für das Gebäude bereits existiert.
„Als wir vor acht oder zehn Jahren die ersten Ideen für dieses Gebäude hatten, war vieles noch vage“, sagte er. Dass das Projekt tatsächlich umgesetzt werden würde, habe damals kaum jemand für möglich gehalten. Der Weg dorthin sei nicht immer einfach gewesen. „Wir haben viele Höhen und Tiefen gehabt und ganz viele Probleme lösen müssen. Aber wir haben es immer wieder geschafft“, so Grotendorst.
Entscheidend sei dabei vor allem der Zusammenhalt im Ort gewesen. Wenn etwas nicht direkt lösbar gewesen sei, habe immer jemand jemanden gekannt, der helfen konnte. „Das funktioniert halt. Und das macht unseren Ort aus.“
Nicht arbeiten, sondern entspannen und den Abend genießen. Foto: Petra Bosse
Treffpunkt für das Dorf
Mit dem HUB sei mehr entstanden als nur ein Gasthaus. Grotendorst sprach von mehreren Treffpunkten unter einem Dach: Gastronomie, Werkstattbereiche und Räume für Begegnung. Hinzu kommen künftig der Biergarten sowie der angrenzende Dorfplatz, der von der Gemeinde geplant und gebaut wird.
Seine ursprüngliche Vorstellung vom Gebäude habe ganz anders ausgesehen, sagte er. Am Ende sei etwas Neues entstanden, das dennoch Tradition bewahre. „Die Erde dreht sich weiter. Wenn wir immer nur im Alten bleiben, sind wir nicht zukunftsfähig.“
Foto: Petra Bosse
Sicherheit und Zusammenarbeit auf der Baustelle
Auch Christian Lipfert blickte in seiner Ansprache auf die Bauzeit zurück. Besonders wichtig sei ihm ein Thema gewesen: die Sicherheit.
„Alle Mitarbeiter sind gesund zur Baustelle gekommen und alle sind gesund wieder nach Hause gegangen“, sagte er. Gerade auf einer Baustelle sei das keine Selbstverständlichkeit. Zugleich lobte er die Zusammenarbeit der beteiligten Firmen. Probleme seien nicht nur benannt worden, sondern gemeinsam gelöst worden. „Es ging immer darum: Wie bekommen wir das gelöst, wie geht es weiter?“
Diesmal nicht hinter den Kulissen, sondern entspannt als Gast im HUB. Foto: Petra Bosse
Bauzeit von einem Jahr
Rückblickend zeigte sich Lipfert auch über die Geschwindigkeit des Projekts beeindruckt. „Nach einem Jahr und zwei Tagen Bauzeit sollte mal jemand sagen, dass das nicht funktioniert. Dann hat er noch nichts von unserem Projekt in Erle gehört“, sagte der Geschäftsführer. Bis auf die Außenanlagen ist das Gebäude inzwischen fertiggestellt. Der Dorfplatz wird von der Gemeinde umgesetzt. Der Biergarten soll nach Angaben von Lipfert im Mai bezugsfertig sein.
Vom Plan auf Papier zum fertigen Gebäude: Zwei Mitarbeiter des Architekturbüros Thieken aus Dorsten begutachten im HUB Erle das Ergebnis ihrer Arbeit. Foto: Petra Bosse
„Ein Dorf ohne Gastronomie ist ein totes Dorf“
Zum Abschluss brachte Aufsichtsratsmitglied Arno Brömmel noch einmal auf den Punkt, warum das Projekt für den Ort so wichtig ist. „Mir war immer bewusst, dass ein Dorf ohne Gastronomie ein totes Dorf ist“, sagte er.
Mit dem HUB habe Erle nun wieder einen Ort, an dem Menschen zusammenkommen können. Der Handwerkerabend zeigte, dass viele Hände daran mitgewirkt haben. Und dass ein Bauprojekt manchmal mehr ist als nur ein Gebäude. Es ist auch ein Gemeinschaftswerk.
Mir war immer bewusst, dass ein Dorf ohne Gastronomie ein totes Dorf ist
Kommt der Rossmann-Markt in Raesfeld oder nicht? Diese Frage beschäftigt viele Bürgerinnen und Bürger seit Monaten. Bei einer Pressekonferenz im Rathaus stellten Gemeindeverwaltung und Rossmann klar: Das Projekt ist nicht gestoppt. Doch steigende Baukosten sorgen aktuell dafür, dass ein Baubeginn noch nicht möglich ist.
„Verschiedenste Fragen aus der Bevölkerung heraus gibt es. Was ist denn jetzt, kommt der Rossmann? Man sieht das Gelände dort, im Moment ist es ja noch im Winterschlaf“, sagte Kuhmann. Gerade weil auf dem Grundstück bisher keine Bauarbeiten zu sehen seien, entstünden Spekulationen. Diese wolle die Gemeinde ausräumen.
„Wir wollten an dieser Stelle den Raum für Spekulationen einmal nehmen und darauf hinweisen, dass wir sehr wohl weiter gemeinsam mit dem Unternehmen Rossmann an einer Realisierung des Drogeriemarktes arbeiten“, so Kuhmann.
Rossmann Raesfeld: Unternehmen bekennt sich zum Standort
An der Pressekonferenz nahm auch Andreas Beckers aus der Abteilung Expansion und Projektentwicklung von Rossmann teil. Seine Botschaft war kurz, aber eindeutig. „Wir halten am Standort fest“, erklärte Beckers.
Weitere inhaltliche Aussagen zum Projekt wollte er nicht machen. Für detaillierte Fragen sei die Presseabteilung des Unternehmens zuständig. Sein Besuch in Raesfeld solle jedoch deutlich machen, dass Rossmann weiterhin hinter dem Projekt steht.
Rossmann Raesfeld: Baukosten derzeit nicht kostendeckend
Der entscheidende Grund für die Verzögerung liegt nach Angaben der Gemeindeverwaltung in den Baukosten. Diese seien in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.
„Die Ausschreibungsergebnisse haben gezeigt, dass sich das momentan wirtschaftlich in der Form nicht abwickeln lässt“, erklärte Markus Büsken, Erster Beigeordneter der Gemeinde. Die kalkulierten Baukosten seien aktuell nicht kostendeckend. Deshalb könne das Projekt derzeit nicht umgesetzt werden.
Eine Möglichkeit sei, Teile der Ausschreibung neu zu starten. „Wir werden aktuell eventuell neu ausschreiben. In Teilen ist das eine Option, über die man nachdenken kann“, so Büsken.
Grundstück gehört Rossmann
Das Grundstück für den geplanten Drogeriemarkt hat eine Größe von rund 3.000 Quadratmetern. Die Fläche gehörte ursprünglich der Gemeinde und wurde später an Rossmann verkauft. Damit ist das Unternehmen Bauherr des Projekts. Die Ausschreibungen für den Bau laufen ebenfalls über Rossmann.
Die bisherigen Planungen sehen einen Drogeriemarkt im Erdgeschoss vor. Die Verkaufsfläche soll rund 720 Quadratmeter betragen und ein Vollsortiment bieten. Darüber hinaus sind Wohnungen im Obergeschoss geplant. Nach der aktuellen Planung könnten dort vier Wohnungen entstehen, teilweise auch mit Lagerflächen für den Markt.
Auch eine Fläche für Gastronomie war in der Planung vorgesehen. Ob dort künftig ein Café, eine Bäckerei oder ein Bistro einziehen könnte, bleibt weiterhin offen. Dazu wollte Beckers ebenfalls keine Stellung nehmen und verwies erneut auf die Presseabteilung des Unternehmens. „Ich bin nicht die Presseabteilung. Da muss ich Sie leider darauf verweisen. Ich bin hier als Gesicht von Rossmann, um auch zu zeigen, dass wir nach wie vor an dem Standort festhalten“, sagte Beckers.
Die Gestaltung des Gebäudes geht auf einen Architekturwettbewerb zurück. Fünf Architekturbüros hatten daran teilgenommen. Grundlage der Planung ist der im Jahr 2022 beschlossene Rahmenplan. Der damalige Bürgermeister Martin Tesing hatte das Verfahren angestoßen.
Baugenehmigung liegt bereits vor
Formale Hürden gibt es für das Projekt nicht mehr. Wie Daniel Knufmann aus der Gemeindeverwaltung erklärte, liegt die Baugenehmigung des Kreises Borken bereits vor. Wann der Bau tatsächlich beginnt, ist jedoch weiterhin unklar.
Zum Abschluss machte Bürgermeister Kuhmann deutlich, welche Optionen nun geprüft werden. „Letztendlich gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder muss sich an der Kostenstruktur etwas ändern oder man muss am Baukörper etwas verändern.“
Damit bleibt das Projekt Rossmann Raesfeld weiterhin geplant. Der Baustart hängt jedoch davon ab, ob eine wirtschaftlich tragfähige Lösung gefunden wird.
Kinder basteln Insektenhäuser in Raesfeld: Der Heimatverein lädt Kinder mit Begleitung ein, Bienen und anderen Nützlingen ein Zuhause zu bauen. Der Workshop findet am Samstag, 21. März 2026, im Werkkeller der St. Sebastian-Grundschule statt. Die Teilnahme ist kostenlos, die Plätze sind begrenzt.
Kinder basteln Insektenhäuser für Bienen und andere Nützlinge
Bienen, Käfer und viele andere Insekten sind wichtige Helfer in der Natur. Doch geeignete Lebensräume werden immer seltener. Beim Angebot „Kinder basteln Insektenhäuser in Raesfeld“ können junge Naturfreunde selbst aktiv werden und Nützlingen ein neues Zuhause bauen.
Der Heimatverein Raesfeld lädt Kinder in Begleitung eines Erwachsenen am Samstag, 21. März 2026, ab 10 Uhr in den Werkkeller der St. Sebastian-Grundschule ein. Dort entstehen unter Anleitung kleine Insektenhäuser, die später im Garten oder auf dem Balkon aufgehängt werden können.
Anmeldung erforderlich
Da nur zehn Kinder teilnehmen können, ist eine Anmeldung erforderlich. Interessierte können sich bis zum 18. März 2026 unter Angabe der Teilnehmerzahl per E-Mail an [email protected] anmelden.
Die Teilnahme an der Aktion „Kinder basteln Insektenhäuser in Raesfeld“ ist kostenlos.
Beim Königstreffen in Erle im HUB kamen am Sonntag zahlreiche ehemalige Schützenkönige zusammen. Bei Schnittchen und einem Bier vom Fass nutzten die Hoheiten des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Erle den Vormittag für Gespräche und Erinnerungen. Es war das erste Treffen dieser Art seit 2016.
Königstreffen Erle im HUB bringt Hoheiten zusammen
Das Königstreffen in Erle im HUB stand am Sonntagvormittag ganz im Zeichen der Schützentradition. Zahlreiche ehemalige Schützenkönige des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Erle trafen sich im HUB Erle zu einem gemeinsamen Austausch.
Bei Schnittchen und einem frisch gezapften Bier vom Fass kamen die Hoheiten ins Gespräch. Im Mittelpunkt standen Erinnerungen an ihre Regentschaften und die lange Tradition des Schützenwesens in Erle.
Foto: Petra Bosse
Egal ob junger oder älterer König, an diesem Tag wurde nicht nur erzählt und erinnert. Immer wieder stimmten die Hoheiten die bekannten Schützenfestlieder an. Da wurde geschmettert, mitgesungen und gelacht. Ganz so, wie es bei echten Schützen eben dazugehört.
Der älteste König des Treffens war Franz Große-Holtfort. Er holte im Jahr 1963 den Vogel von der Stange.
Die ältesten Schützenkönige des Erler Vereins v. l.: Wenzel Schwering, Gerd Henke, Günter Pierick (König und Kaiser), Udo Strothmann und Arno Brömmel (Ehrenpräsident). Foto: Petra Bosse
Erstes Treffen seit 2016
Nach Angaben der Organisatoren war das Königstreffen Erle im HUB das erste Treffen dieser Art seit 2016. Die Stimmung war von Beginn an bestens. Der Vormittag zeigte, wie groß die Verbundenheit der ehemaligen Könige mit dem Verein weiterhin ist.
Der Vorstand des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Erle möchte deshalb prüfen, ob solche Treffen künftig regelmäßig stattfinden können.
Wo man singt, da lass dich ruhig nieder…Foto: Petra Bosse
Schützenfest rückt bereits in den Blick
Obwohl die Erler Schützenfestsaison offiziell noch nicht eröffnet ist, richtet sich der Blick bereits auf die kommenden Termine.
Das Schützenfest in Erle findet in diesem Jahr von Samstag, 30. Mai, bis Montag, 1. Juni 2026 statt. Die Vorparade und damit die offizielle Eröffnung der Schützenfestsaison ist bereits am Donnerstag, 14. Mai, unter den Kastanien geplant.
Der Allgemeine Bürgerschützenverein St. Johannis Raesfeld hat im Martinushaus seine Generalversammlung abgehalten. Die Mitglieder bestätigten große Teile des Vorstands im Amt, wählten zwei neue Vorstandsmitglieder und beschlossen eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrags. Präsident Werner Vorholt rief die Schützen dazu auf, die Tradition des Vereins gemeinsam weiterzuführen.
Präsident des St. Johannis-Schützenverein Raesfeld Werner Vorholt. Foto: Petra Bosse
„Durch euren Einsatz, eure Unterstützung und die großartige Gemeinschaft ist dieses Fest zu etwas ganz Besonderem geworden“, sagte Vorholt mit Blick auf das vergangene Schützenfest. Gleichzeitig richtete er den Blick nach vorn. „Lasst uns diese Tradition weitertragen und mit Freude über den Ort hinaus Strahlkraft erzeugen“, sagte der Präsident.
Vorstand bestätigt und neu ergänzt
Bei den Vorstandswahlen bestätigten die Mitglieder mehrere Amtsinhaber in ihren Ämtern. Wiedergewählt wurden Florian Eming, Sven Graaf, Markus Hoffjann, Thomas Lanvermann, Roland Nießing, Werner Ridder und Werner Vorholt. Neu in den Vorstand gewählt wurden Dirk Mertens und Andre Gülker. Sie übernehmen künftig die Aufgaben von Christian Epping und Josef Brömmel.
Andreas Bucks wurde nach 16 Jahren verabschiedet. Foto: Petra Bosse
Andreas Bucks nach 16 Jahren verabschiedet
Nach 16 Jahren als Offizier verabschiedete der Verein Andreas Bucks aus seinem Amt. Für seinen langjährigen Einsatz erhielt er einen Blumenstrauß und den Dank der Mitglieder. Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder einstimmig Alexander Steggerhütte.
Rückblick auf das Vereinsjahr
Vizepräsident Florian Eming blickte auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Dazu gehörten unter anderem das 125-jährige Jubiläum der Feuerwehr Raesfeld sowie das 75-jährige Bestehen des Schützenvereins Homer. Auch das eigene Schützenfest sei trotz Regen ausgelassen gefeiert worden.
Foto: Petra Bosse
Ein Höhepunkt im Vereinsjahr sei seit Jahren der Zapfenstreich am Rathaus. Dieser sorge regelmäßig für „Gänsehautmomente“, sagte Eming. Gleichzeitig wünschte er sich eine stärkere Beteiligung beim traditionellen Frühschoppen.
Mitgliedsbeitrag steigt auf 30 Euro
Kassierer Roland Nießing stellte den Kassenbericht für das Jahr 2025 vor. Insgesamt konnte der Verein seine Kosten gegenüber dem Vorjahr leicht senken. Die Ausgaben lagen bei rund 37.800 Euro. Die Mitglieder beschlossen dennoch eine Erhöhung des Jahresbeitrags. Der Beitrag steigt von bisher 20 Euro auf künftig 30 Euro pro Jahr. Rentner zahlen künftig 15 Euro.
Foto: Petra Bosse
Der Beschluss fiel mehrheitlich. Ziel sei eine langfristig stabile finanzielle Grundlage für den Verein. Zudem plant der Vorstand Änderungen bei der Kirmes, um die jährlichen Ausgaben zu reduzieren. Hintergrund sind steigende Kosten der Fahrgestell-Betreiber.
Bereits am 28. Juni beginnt das Programm mit der Vorparade und dem 6. Kinderschützenfest. Die Veranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren fest etabliert.
Beim Vogelschießen am Montag, 6. Juli, wird ein neuer König gesucht. Dann endet die Regentschaft des amtierenden Königspaares Werner Vorholt und Kerstin Bleker. Zum Ehrengefolge gehören Werner Nienhaus und Ruth Baumeister sowie Heiko Büsken und Heike Dirks.
Am Sonntag, 5. Juli, beginnt um 11 Uhr der traditionelle Frühschoppen im Festzelt am Michael. Für die musikalische Begleitung sorgen die Raesfelder Burgmusikanten und die Raesfelder Fanfaren. Außerdem tritt die Gruppe Fun Generation mit einer Showeinlage auf.