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Ein süßer Gruß der Kaufleute – Schermbeck

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Werbegemeinschaft Schermbeck verteilt Schokoladen-Nikoläuse

Schermbeck (pd). Ab morgen dürfen sich Kunden in Schermbeck auf eine kleine Überraschung freuen. Die Mitglieder der Werbegemeinschaft versüßen die Einkäufe mit einem Geschenk. Bei über vierzig Händlern in Schermbeck erhalten die Kunden zusätzlich zu ihrem Einkauf an der Kasse einen Schokoladen-Nikolaus. „Die Firma Rewe Conrad hat uns in diesem Jahr über 7.000 Nikoläuse besorgt. Diese werden in den nächsten Tagen an unsere Kunden verteilt“ berichtet Wolfgang Lensing, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. „Für die Kleinen ist es eine Stärkung nach dem Einkauf und die Erwachsenen freuen sich, dass sie auch mal zum Nikolaustag bedacht werden. Wir sagen damit Danke an unsere treuen Kunden.“

An allen Adventssamstagen haben die Geschäfte der Werbegemeinschaft bis 18:00 Uhr geöffnet.

All Stars sowie Junge Sterne in Schermbeck

Samstag, 08. Dezember 2012 um 19.30 Uhr kommen die „Schermbeck Allstars“ nach Ramirez, Maassenstr. 84, 46514 Schermbeck

 2009, zum 20jährigen Jubiläum der Gesamtschule Schermbeck gründete sich die Band aus Musiklehrern und „musikverrückten“ Vätern, um bei der Jubiläumsfeier für den musikalischen Background zu sorgen. Inzwischen spielt die Band um ihren musikalischen Leiter Peter Apfelbeck nicht nur bei schulischen Aufführungen sondern auch auf Festen innerhalb der Gemeinde Schermbeck (SV Schermbeck, Volksbank). Musikalisch zwischen Beatles, Bap und Joe Cocker aufgestellt, spürt man in jedem Stück die Begeisterung für das Musikmachen.

Besetzung: Peter Apfelbeck, E-Piano, Gesang, Berthold Enning, Drums, Frank Habicht, E-Gitarre, Gesang, Torsten Lehmann, Keyboard, Gesang, Hans-Jürgen Schröer, E-Gitarre, Hennes Wegner, Bass, Gesang, Diane Wirtz, Saxofon, Gesang

 Eintritt: Erwachsene 8,00 €, Jugendliche 6,00 €

 Sonntag, 09. Dezember 2012, 11.15 Uhr

Ehemalige Reformierte Kirche, Burgstraße 5, 46514 Schermbeck

JUNGE STERNE – Adventskonzert

Nach einer Idee von Peter Mehrens musizieren schon im 5. Jahr junge Nachwuchskünstler aus der Region im Rahmen eines vorweihnachtlichen Konzertes in der ehem. Ref. Kirche. Im Vordergrund stehen in diesem Jahr Geschwister, die sich der Musik verschrieben haben und gemeinsam auftreten.

Eintritt: Erwachsene 10,00 €, Jugendliche 8,00 €

Vorverkaufsstellen: Bürgerbüro im Rathaus, Volksbank, Verbands-Sparkasse, Buchhandlung Hansen, L-Punkt

 

 

130 Jahre Kirchenchor St. Silvester Erle

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Adventliches Festkonzert am 2. Adventssonntag, 09. Dezember 2012, 17:00 Uhr St. Silvester Kirche Raesfeld –Erle

Der Kirchenchor St. Silvester wird am 2. Adventssonntag um 17:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Silvester Erle anlässlich des 130 jährigen Bestehens ein adventliches Festkonzert veranstalten, das unter dem musikalischen Thema „ Freue dich, Welt “ steht.

Martha Nolte – 15 Jahre ehrenamtlich tätig

Was wäre die Welt leer und trostlos ohne ehrenamtliche Helfer.

So auch im Seniorenhaus St. Martin in Raesfeld, wo Martha Nolte sich seit 15 Jahren liebevoll um die Bewohner kümmert. Ein Amt, was viel zu wenig Beachtung findet.

An dieser Stelle kann ich nur Danke sagen, auch im Namen meiner Mutter!

Mehr dazu auf >>>>klick hier<<<<auf Borio.TV

„TAG des SPORTS“ Schermbeck

„TAG des SPORTS“ auf der Anlage des Golfclubs Weselerwald e.V. am 17. Dezember 2012 in der Zeit von 14.00-18.00 Uhr

Ziel des Tages ist es, den Bürgern der Gemeinde und aus der Umgebung, das breite sportliche Angebot der verschiedenen Vereine im GSV vorzustellen. Alle Mitgliedsvereine sind deshalb gebeten, sich an diesem Aktionstag zu beteiligen.

Auf dem großen Areal des Golfclubs sollen die teilnehmenden Vereine ihre Arbeit vorstellen und, wenn möglich, Besucher zum Ausprobieren der Sportart motivieren oder durch Präsentationen zeigen, was die Sportart zu bieten hat.

Wir sind davon überzeugt, dass diese besondere Veranstaltung viele Menschen motivieren kann, sich sportlich im Verein zu betätigen.

Gemeinsam bewegen wir Schermbeck!

Bitte teilen Sie uns bis zum 17. Dezember 2012 verbindlich mit, ob sich ihr Verein am „Tag des Sports“ beteiligen wird oder nicht. Ein Organisationsteam wird alles Weitere in Angriff nehmen und die beteiligten Vereine auf dem Laufenden halten bzw. in die weiteren Planungen einbeziehen.

Regionale 2016 Spielleitplanung >>Innenleben – Neue Qualitäten entwickeln“ in Schermbeck<<

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Am 03.12.2012 ist die Veranstaltungsreihe der Regionale 2016 „Innenleben – Neue Qualitäten entwickeln“ in Schermbeck fortgesetzt worden. Neben Interessierten aus dem Regionale 2016-Gebiet haben diverse Vertreter aus Schermbeck an der nicht öffentlichen Veranstaltung teilgenommen.

Schwerpunkt der Veranstaltung war das Thema „Attraktive Spielfläche und Freiräume: neue Qualitäten für Quartiere?“ Kinder- und Familienfreundlichkeit bestimmt nicht nur das Leitbild von Städten und Gemeinden, es ist auch zu einem Standortfaktor geworden. Dabei bestimmt die Qualität des Wohnumfeldes in hohem Maße den Wohnwert und damit zukünftige Wohnstandortentscheidungen von mobilen gesellschaftlichen Gruppen. Den Freiräumen kommt hier eine besondere Bedeutung zu: Es sind Räume, in denen Menschen sich wohlfühlen und sich begegnen können und die vor allem auch Kinder anregen, draußen zu spielen. Kinder und Familienfreundlichkeit ist das Leitbild – die Spielleitplanung ist ein Ziel führendes Instrument seiner Umsetzung. Die Spielleitplanung richtet den Blick neben der Spielplatzgestaltung auf die gesamten grünbetonten und urbanen Freiräume und entwickelt Qualitäten, Maßnahmen und Strategien zur Umsetzung im Sinne eines integrierten Handlungskonzeptes. Spielleitplanung verknüpft systematisch und ergebnisorientiert Beteiligungen von Jung und Alt mit Planung. Die Chancen in der strategischen Aufwertung der Freiflächen für die Zukunft der Siedlungsgebiete aus den 50er bis 70er Jahren liegen, wa-ren Schwerpunkt.

Die Veranstaltung startete mit einem Rundgang, wobei die Spielplätze am Hohen Weg und an der Schienebergstege aufgesucht wurden.

Mehrere Fragestellungen u. a. zur Beteiligung und zur regionalen Vernetzung wurden im An-schluss von 3 Arbeitsgruppen bearbeitet. Es wurde die Auffassung vertreten, dass kleinere Pilotprojekte unmittelbar angegangen werden sollten. Diese könnten in Schermbeck z. B. zeitnah im Rahmen der Planung eines Spielplatzes eines neuen Wohngebietes oder in der Umgestaltung eines Altbestandes umgesetzt werden. Wichtig war in dem Zusammenhang, dass durch die örtliche Politik die hierzu notwendigen Entscheidungen getroffen werden müssen. Unterstützung für die Umsetzung von Ideen wurde insbesondere durch ehrenamtliche Kräfte gesehen, die nach Auffassung der Experten gerade im ländlichen Raum ein großes Potential darstellen.

Einigkeit bestand darin, dass neben Schermbeck insbesondere die Kommunen Billerbeck, Nottuln, Havixbeck und Raesfeld an einer weiteren gemeinsamen Zusammenarbeit unter Federführung der Regionale-Agentur sowie einer professionellen Beratung interessiert sind.

Abschließend wurden von Herrn Peter Apel vom Planbüro Stadt-Kinder aus Dortmund alter-native Finanzierungsmöglichkeiten für die Freiraumplanung vorgestellt. Hier sind sowohl verschiedene Fördertöpfe der Länder, als auch Stiftungen möglich. Insbesondere wurde auch das Potenzial von Bürgerengagement, z. B. beim Bau von Naturspielplätzen, hervorgehoben.

 

 

 

Drei Kartons voller Erinnerungen

Familie übergibt Nachlass von Bernhard Olbing an das Kreisarchiv Borken / Gebürtiger Hoxfelder war Leiter der Sparkasse in Rhede und Heimatforscher

 Kreis Borken/Rhede (pd). Ein bewegtes Leben hatte Bernhard Olbing. Der gebürtige Borkener erlebte zwei Weltkriege, die Wirren dazwischen und ein geordnetes Leben danach. Als Chronist seiner Zeit hat er Ereignisse, die er selber erlebt, von denen er gelesen oder gehört hat, niedergeschrieben. Diesen schriftlichen Nachlass hat nun seine Tochter Elisabeth Scholten geb. Olbing aus Bocholt dem Kreisarchiv übergeben.

Drei Kartons stehen auf dem Tisch im Besucherraum des Archivs. Sie sind randvoll mit Handschriften, Korrespondenzen und Notizen von Bernhard Olbing und decken fast ein ganzes Jahrhundert ab. Der gebürtige Borkener hat Zeit seines Lebens nicht nur das Geschehen beobachtet, sondern dieses auch mit einschneidenden Episoden seines Lebens verknüpft.

Olbing war ein Kind der Region. Er wurde am 11. Juni 1899 als Sohn eines Landwirts in Borken-Hoxfeld geboren. Wortgewandt schildert er in seinen Aufzeichnungen, wie er 1917 mit der Notreife aus der Oberstufe seiner Schule in den Ersten Weltkrieg „entlassen“ wurde. Nach den Wirren des Krieges absolvierte der junge Mann eine Sparkassenausbildung in Hannover. Mit gerade mal 25 Jahren wurde Olbing – zurück in der Heimat – zum ersten hauptamtlichen Leiter der Sparkasse in Rhede ernannt. Der Zweite Weltkrieg holte Olbing mit der Einberufung zum Militärdienst 1939 ein. Der Krieg und die Zeit seiner Gefangenschaft dokumentierte der Zeitzeuge ausführlich. Danach kehrte Olbing zurück in den Dienst der Sparkasse Rhede, der er bis 1965 wieder als Leiter vorstand.

Einen großen Teil der Schenkung umfassen die heimatkundlichen und lokalgeschichtlichen Aufsätze aus der Feder Olbings. Im Ruhestand widmete er sich insbesondere lokalen Themen – gerne auch in plattdeutscher Mundart. So fanden seine Beiträge mehrfach Aufnahme in Jahrbüchern des Kreises Borken.

Die Familie Olbing, rund um seine älteste Tochter Elisabeth Scholten, freut sich, dank dieser Schenkung die Erinnerungen des Vaters und Großvaters mit den Bürgerinnen und Bürgern des Kreises Borken teilen zu können.

Wer Interesse an dem Nachlass hat, kann ihn im Kreisarchiv einsehen. Das Archiv ist montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Eine Anmeldung bei Kreisarchivarin Renate Volks-Kuhlmann, Telefon 02861/ 821347, ist zu empfehlen. Weitere Informationen zum Kreisarchiv und seinen Beständen gibt es im Internet unter www.kreis-borken.de/archiv.

Foto: Elisabeth Scholten (Mitte) übergab gemeinsam mit ihrer Schwester Trudi Reuber (l.) und ihren Söhnen Dr. Christoph und Dr. Peter Scholten (2. und 3.v.r.) den schriftlichen Nachlass ihres Vaters an Renate Volks-Kuhlmann und Dr. Volker Tschuschke vom Kreisarchiv.

KFZ-Werkstatt Rainer Ebbing in Raesfeld

Mit uns kommen sie voran!

Seit dem 4. Dezember 2012 hat sich der KFZ – Techniker-Meister Rainer Ebbing nach seiner 16-jährigen  Tätigkeit in einem freien Autohaus  nun in Raesfeld selbstständig gemacht.

Auf rund 500 qm Fläche bietet Rainer Ebbing in seiner Werkstatt den Kunden grundsätzlich alles an,  was ihrem Fahrzeug nutzt, angefangen von sämtlichen Reparaturen bis hin  zu Inspektionen, Ölwechsel, Wartung, Bremsen, Auspuff etc.

Das wichtigste für den KFZ-Meister und seine Frau Steffi,  sowie dem Gesellen Michael Drees, ist die Zufriedenheit der Kunden durch einen unvergleichbar guten Service, sowie unschlagbare Preise und günstiger Montageservice.

Unsere Leistungen:

Komplettes Reifengeschäft

Hauptuntersuchung (HU) nach § 29 StVZO (im Volksmund „TÜV-Abnahme“ genannt) im Haus

Inspektion/Fehlerdiagnose  aller Bauteile und Reparaturen aller Fahrzeugmarken

Computer-Achsvermessung

Unfallschaden-Instantsetzung (Lackierungen)

Karosserie-Arbeiten und Lackierungen

Abschleppdienst

Kostenlose Rädereinlagerung

Inzahlungnahme von Gebrauchtwagen sowie Verkauf

Beschaffung von Ersatzteilen aller Fahrzeugmarken

Klimaanlagenwartung

„Wer eine günstige Kfz Inspektion wünscht, bringt sein Auto in eine freie Kfz-Werkstatt und spart viel Geld.“

Ich freue mich auf Ihren Besuch

Rainer Ebbing

Rufen Sie uns an! Wir helfen gerne: Telefon 02865-6402 Fax: 02865-603144 – Mobil: 0162/93854 05

Unsere Öffnungszeiten: Täglich von 8 Uhr bis 18 Uhr sowie Samstags von 8 Uhr bis 12 Uhr.

Hier finden Sie uns: Autohaus Ebbing, Roringskamp 5, 46348 Raesfeld – Besuchen Sie unsere neue Website www.Autohaus-Ebbing.de

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Schermbeck – Polizei nahm skrupellosen Dieb fest

Schermbeck (ots) – Nachdem am 06.11.2012 (Di.) ein zunächst unbekannter Mann einer gehbehinderten 53-jährigen Frau aus Schermbeck während des Einkaufs an der Mittelstraße das Portmonee aus dem Rollator entwendet hatte, ermittelten Kriminalbeamte mit Hochdruck nach dem skrupellosen Täter.

Dieser konnte mittlerweile anhand der Fotos einer Überwachungskamera eines Geldautomaten überführt werden. Es handelt sich um einen 29-jährigen Bulgaren ohne festen Wohnsitz in Deutschland, der bereits mehrfach im Raum Ruhrgebiet wegen ähnlicher Taten ausgefallen war. Nach Vernehmung führten ihn die Ermittler einem Richter vor, der Untersuchungshaftbefehl erließ.

Quelle: KPB Wesel, Pressestelle
Stand: 03.12.2012  14:23 Uhr

Im Gespräch – Kornbrenner Johannes Böckenhoff: Deutsches Branntweinmonopol wird abgeschafft

Mit dem Ende der Subventionierung droht einer alten Tradition das Aus – Kleinbrennereien erhalten Übergangsfristen

Seit dem 28. November 2012 steht es offiziell fest: Die Bundesregierung hat den Entwurf eines Gesetzes zur Abschaffung des Branntweinmonopols – dem sogenannten Branntweinmonopolabschaffungsgesetz – beschlossen. Damit folgt sie einer Vorgabe der Europäischen Union. Für viele kleine Brennereien bedeutet das Auslaufen der Subventionen einen tiefen Einschnitt – auch für Johannes Böckenhoff aus Erle.

Ein Brenner kämpfte lange für den Erhalt

Johannes Böckenhoff ist einer der letzten fünf Kornbrenner in Deutschland, die noch selbst Feinbrand herstellen. Die traditionsreiche Brennerei in Erle wird bereits in fünfter Generation geführt. Böckenhoff, langjähriger Präsident der Deutschen Alkoholhersteller, habe sich über viele Jahre hinweg für den Erhalt des Monopols starkgemacht. Zwar habe er das endgültige Aus hinauszögern können – verhindern ließ es sich jedoch nicht.

Brandweinmonopol in Deutschland fällt-Korn aus Erle von Böckenhoff
Kornbrenner Johannes Böckenhoff beim Probeziehen in seiner Brennerei in Erle. Foto: Petra Bosse

EU-Vorgaben und letzte Fristen

Hintergrund des Beschlusses ist das geltende EU-Recht, nach dem Mitgliedstaaten grundsätzlich keine staatlichen Beihilfen gewähren dürfen, die – wie im Falle des Branntweinmonopols – an die Produktion einer bestimmten Ware gebunden sind. Nach einer ersten Ausnahmeregelung von 2004 bis 2010 habe die EU mit der Verordnung (EU) Nr. 1234/2010 vom 15. Dezember 2010 eine letztmalige Verlängerung dieser Regelung formell beschlossen.

Das Branntweinmonopolabschaffungsgesetz enthält daher abgestufte Auslaufregelungen: Für landwirtschaftliche Verschlussbrennereien endet die Subvention Ende 2013, für Abfindungsbrennereien und sogenannte Stoffbesitzer ist das Ende zum 31. Dezember 2017 vorgesehen. Gleichzeitig wurde das bisherige Branntweinmonopolgesetz zum selben Zeitpunkt außer Kraft gesetzt.

Tradition im ländlichen Raum soll erhalten bleiben

Das Abfindungs- und Stoffbesitzerbrennen, das seit über 100 Jahren in Deutschland besteht, wäre ohne eine Anschlussregelung mit Ablauf des 31. Dezember 2017 beendet worden. Die Bundesregierung habe deshalb beschlossen, dieses Verfahren im neuen Alkoholsteuergesetz fortzuführen – auf Basis der bisherigen Kriterien und verbrauchsteuerrechtlichen Regelungen. Damit werde der ökologischen und kulturellen Bedeutung der Klein- und Obstbrennereien im ländlichen Raum Rechnung getragen. Diese spielen eine Rolle beim Erhalt von Kulturlandschaften und ökologisch wertvollen Streuobstwiesen.

Subventionen für rund 550 Betriebe

Mit dem Gesetz bleibt die Alkoholproduktion bis Ende 2013 unter den Vorgaben des Branntweinmonopolgesetzes von 1922 in rund 550 kleinen und mittleren, landwirtschaftlich verbundenen Brennereien durch den Bund subventioniert. Diese Betriebe produzieren ihren Rohalkohol zu Preisen, die über dem EU-Marktpreis liegen. Die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein (BfB) nimmt den Rohalkohol zu einem kostendeckenden Übernahmegeld ab und veräußert ihn nach entsprechender Reinigung auf dem Markt – etwa für Arzneimittel, Kosmetik, Lebensmittel oder die Getränkeindustrie.

Zollrechtlich regulierte Herstellung

Landwirtschaftliche Brennereien gelten zolltechnisch als sogenannte Verschlussbrennereien. Ihre Anlagen stehen unter Zollverschluss, was bedeutet, dass die Produktion nur unter zollamtlicher Aufsicht erfolgen darf. Der erzeugte Alkohol unterliegt dem regulären Branntweinsteuersatz von 13,03 Euro pro Liter.

Von der staatlich garantierten Abnahme des Rohalkohols zu festgelegten Preisen profitieren bis Ende 2017 auch rund 20.000 aktive Klein- und Obstbrennereien sowie etwa 100.000 sogenannte Stoffbesitzer – also Personen, die selbst destillierbare Stoffe besitzen, aber keine eigene Brennerei betreiben.

Diese Klein- und Obstbrennereien gelten zolltechnisch als Abfindungsbrennereien. Ihre Anlagen arbeiten ohne Zollverschluss. Sie dürfen bis zu 300 Liter Alkohol jährlich ohne unmittelbare Mitwirkung des Zolls produzieren – entweder zur Selbstvermarktung, versteuert mit einem reduzierten Satz von 10,22 Euro pro Liter, oder zur Abgabe an die BfB gegen ein Übernahmegeld.

Subventionen laufen aus

Der gesamte Betrieb des Branntweinmonopols wird derzeit noch mit rund 80 Millionen Euro jährlich vom Bund unterstützt. Diese Summe umfasst unter anderem den Ankauf, die Anlieferung und Reinigung des Alkohols sowie den Vertrieb durch die BfB. Zusätzlich beinhaltet sie die sogenannten Ausgleichsbeträge für landwirtschaftliche Verschlussbrennereien nach deren endgültigem Ausstieg aus dem System.

Diese Ausgleichsbeträge orientieren sich am bisherigen Produktionsvolumen. Je Hektoliter Alkohol werden in fünf Jahresraten je 51,50 Euro zwischen dem 1. Oktober 2013 und dem 31. Dezember 2017 ausgezahlt.

Ab 2018 keine Bundesförderung mehr

Mit dem Jahreswechsel zum 1. Januar 2018 entfällt die staatliche Förderung vollständig. Für viele kleinere Betriebe bedeutet dies ein tiefgreifender Wandel – für manche womöglich das wirtschaftliche Ende. Damit geht nicht nur ein Wirtschaftssystem, sondern auch ein Stück Handwerkstradition zu Ende.

 

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Weihnachtsbaum schmücken in der Volksbank Erle

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Erle (pd). Traditionell wurde auch in diesem Jahr der Weihnachtsbaum in der Volksbank Erle vor dem 1. Advent von Kindergarten-Kindern geschmückt. In diesem Jahr übernahmen dies die Kinder des Kindergartens St. Silvester und durften ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Auch in unsere Filiale Marienthal waren die Kinder des Kindergartenvereins Brünen eV. fleißig. Die Bäume wurden am Donnerstag, den 29. November 2012 mit selbst gebastelten Kugeln, Tannenbäumen, Sternen und Girlanden geschmückt. Nach erfolgreichem Schmücken durften die Kinder noch einen Blick in den Tresor werfen und bekamen jeder einen Schokoladenadventskalender als Dankeschön.

Großer Nikolausumzug in Gahlen

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1971 hat der Heimatverein Gahlen seinen ersten Nikolauszug ausgerichtet — mit einer Tradition von über 40 Jahren haben wir in Gahlen einen der ältesten Nikolauszüge in der Region. Viele Menschen die den Zug heute als Eltern oder Großeltern besuchen haben den Gahlener Nikolauszug selber vor Jahren schon als Kind oder Elternteil erlebt.

 Seit jeher findet der Gahlener Nikolauszug sehr großes Interesse. Die traditionelle, festliche Inszenierung lockt jährlich fast genau so viel Besucher an, wie Gahlen Einwohner hat. Begleitet wird der Nikolauszug von einem kleinen Nikolausmarkt am romantisch gelegenen Dorfkern, mit hell erleuchtetem Mühlenteich, Mühlrad und Dorfkirche.

Ab 15:30 Uhr ist der Nikolausmarkt geöffnet auf dem man neben Glühwein, Bratwurst und Lippebräu an vielen Ständen auch in Handarbeit hergestellte Weihnachtsartikel erwerben kann. Der Erlös des Verkaufs wird gemeinnützigen Zwecken zugeführt, so ist u.a. ein Stand für das Spalliativnetzwerk „Spes-Viva“ aus Dorsten mit dabei – so kann man neben dem leiblichen Wohl auch noch Spaß haben und dabei guten tun!

 Vom Nikolausmarkt aus startet auch um 17:00 Uhr der, von Polizei und Feuerwehr begleitete und gesicherte Nikolauszug, um den Nikolaus an der Gahlener Kanalbrücke des Wesel-Datteln-Kanal abzuholen. Die Erler Jäger und das Tambourchorps Bricht begleiten den Zug mit weihnachtlichen Klängen. Nachdem der Zug dann wieder am Mühlenteich angekommen ist, begrüßt der Nikolaus die Kinder mit seiner Ansprache und es werden gemeinsam mit dem Männergesangverein Gahlen Weihnachtslieder gesungen — die Gahlener Prootköster (Kinder der GSG Schermbeck) stimmen auf Plattdeutsch auf die Vorweihnachtszeit ein , bevor der Nikolaus dann die prall gefüllten Nikolaustüten an die Kinder verteilt . Hier hat jedes Kind noch einmal die Möglichkeit mit dem Nikolaus zu reden oder ihm persönlich die Hand zu geben.

 Die Karten für die Tüten gibt es nur im Vorverkauf bis zum 07.12.2012 an den bekannten Vorverkaufsstellen wie Sparkasse und Volksbank, sowie vielen Lebensmittelläden, Bäckereien und Getränkemärkten. Für eventuelle Rückfragen kann man sich beim Heimatverein unter 02045/2027 melden.

Weihnachtstipp: Unvergesslichen Kindergeburtstag verschenken

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Der Trägerverein Tiergarten Schloss Raesfeld bietet seit Mitte des Jahres Erlebnis-Kindergeburtstage an. Gemeinsam mit der Pädagogin Martina Gründken oder der Försterin Kerstin Löwenstein begibt sich das Geburtstagskind mitsamt seiner Gäste auf eine zweistündige Entdeckungsreise durch die Natur des Tiergartens. Beispielsweise lösen sie als Walddetektive Sherlock Holz einen seltsamen Diebstahl, suchen nach dem Schatz des Raubritters Johann von Raesfeld oder gehen in der Dunkelheit mit Batdetektor auf die spannende Suche nach Fledermäusen.

 Im Dezember findet eine Sonderaktion statt: Vom 1. bis zum 21. Dezember 2012 können im Verkehrsbüro im Informations- und Besucherzentrum Gutscheine für Kindergeburtstage für das kommende Jahr zum Sonderpreis von 50 Euro erworben und damit 10 Euro gegenüber dem regulären Preis gespart werden. Vor allem Großeltern können mit diesem Gutschein ein ganz besonderes Präsent unter den Weihnachtsbaum legen: Den Enkelkindern schenken sie eine außergewöhnliche Feier und deren Eltern gleichzeitig einen entspannten Kindergeburtstag.

So schön kann Himmel sein – Sonnenunter- und aufgang im Dezember in Erle

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Unser Wetter in Erle  2. Dezember 2012

Sonnenuntergang am 1. Dezember 2012

Sonnenuntergang am 2. Dezember 2012

Sonnenaufgang am 3. Dezember 2012

Dezembersonne am Montagmorgen

Fotos: Karlheinz Strötzel

Weihnachtsmarkt Schermbeck im Stil des 19. Jahrhunderts

Am 15. und 16. Dezember 2012 erleben die Besucher ein neues Konzept für die Weihnachtszeit. Neues Weihnachtsfeeling in Schermbeck beim 1. historischen Weihnachtsmarkt.

Weihnachtsmärkte sind in den letzten Jahrzehnten wie Pilze aus der Erde geschossen. Ermüdungserscheinungen blieben nicht aus. Immer mehr Organisatoren von Weihnachtsmärkten beklagen rückgehende Besucherzahlen. Auch der seit 1976 von der Werbegemeinschaft Schermbeck alljährlich durchgeführte Weihnachtsmarkt folgte dem Trend geringer werdender Besucherzahlen.

In dieser Situation kam ein Angebot der GAGU-Zwergenhilfe gerade recht. Die Gruppe hatte jahrelang das Schermbecker Weihnachtsdorf am Rathaus betreut und wollte diese Aktion nicht mehr fortsetzen, sondern etwas Neues präsentieren. GAGU-Sprecherin Gudrun Gerwien und Gaby Schmitt hatten das Charles-Dickens-Festival in den Niederlanden kennen gelernt. Ihr Vorschlag, etwas Ähnliches in Schermbeck zu starten, stieß bei der Werbegemeinschaft auf offene Ohren.

Am 15. und 16 Dezember können die Besucher auf der für den Verkehr gesperrten Mittelstraße zwischen dem Sportgeschäft „Aktimo“ und der Ludgeruskirche miterleben, wie Menschen im 19. Jahrhundert gelebt haben. Bis Ende Oktober hatten sich bereits mehr als 100 Bürger gemeldet, die zur Vermittlung des historischen Flairs beitragen wollen. WG-Vorsitzender Wolfgang Lensing zeigte sich bereits im Juli während einer Pressekonferenz beeindruckt von dem Einfallsreichtum der Schermbecker, die auf heimischen Speichern fündig wurden bei der Suche nach alten Kleidungsstücken.

Historische Handwerksstände wird man am 15. und 16. Dezember ebenso auf der Mittelstraße in Augenschein nehmen können wie Straßenkinder, die ihre Fertigkeiten als Taschendiebe testen wollen, und Frauen, die am Waschbrett zeigen, wie lange vor Erfindung der elektrisch betriebenen Waschmaschine im Jahre 1901 schmutzige Kleidungstücke gereinigt werden konnten. An einem Lehmofen soll Fladenbrot gebacken werden. Ob jemand den Vorstellungen Wolfgang Lensings entspricht und als betrunkener Bierkutscher vor einem Fass Bier sitzen wird, bleibt abzuwarten. Eines steht fest: Beim Bummel werden den Besuchern jede Menge Leute begegnen, die Spaß an der Verkleidung haben.

Marktbeschicker dürfen nur dann ihren Stand auf der Mittelstraße aufbauen, wenn sich das Aussehen des Standes dem Thema „19.Jahrhundert auf der Mittelstraße anpasst. H.Sch.

 

 

 

Nikolausball Schermbeck – Im Zelt tobte der Bär

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KLJB Schermbeck war mit der Resonanz auf den Nikolausball sehr zufrieden

Schermbeck (hs). Der traditionelle „Nikolausball“ der Katholischen Landjugendbewegung wurde am Wochenende zum Magneten für die gesamte Region. Zahlreiche befreundete Landjugendgruppen „schleppten“ ihre Fan-Gemeinde mit zum Festzelt auf dem Schützenplatz am Schermbecker Rathaus.

Die Gastgeber hatten das Festzelt weihnachtlich geschmückt. Die beiden KLJB-Vorsitzenden Julia Ufermann und Lisa Schellberg freuten sich über die große Bereitschaft der Jugendlichen, beim Binden eines 30 Meter langen Kranzes auf dem Hof des Landwirts Möllmann am Lofkampweg kräftig anzupacken. Dieser Kranz hing über der langen Theke im Festzelt und war mit Lichterketten, mit gebastelten Tannenbäumchen und mit Mini-Stiefeln geschmückt worden.

Die Band „Success“ heizte dem überwiegend jugendlichen Partyvolk mächtig ein. Schon gegen 23 Uhr war die Tanzfläche nahezu komplett gefüllt, wenn die Band auf der Bühne für Partysound sorgte. Um Mitternacht tobte der Bär im Zelt, wenn einer der Sänger als Nikolaus auf die Tanzfläche rief.

Als Nikolaus verkleidet, verteilten die KLJB-Mitglieder Felix Ufermann und Jonas Stegerhoff Luftballons, Süßigkeiten, ein kleines „Sicherheitspaket“ und hochprozentige Getränkepröbchen.

Für die Sicherheit der Festteilnehmer sorgten ein Dutzend Mitarbeiter einer Security-Firma, die an der Kasse die Personalien überprüften und dafür sorgten, dass niemand zu ausfallend werden konnte.

Den Erlös des Festes kann die Landjugend gut verwenden, wenn sie im kommenden Jahr ihr 60-jähriges Bestehen feiert.

Darüber hinaus wurde auch der Jugendschutz gut eingehalten. Blaue Bändchen für alle 16-jährigen Besucher,  und ab 18 Jahre gab es grüne Eintrittbänder.

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Schon vor Mitternacht ließen sich zahlreiche jugendliche Tänzer von der Band „Success“ auf die Tanzfläche locken. Foto: Scheffler

Verführerischer Duft und heller Glanz – Raesfelder Adventsmarkt 2012

Verführerischer Duft und heller Glanz laden ein. Raesfelder Adventsmarkt 2012  –  Raesfelder Adventsmarkt einfach märchenhaft……da holt das Christkind die Geschenke!

 Am 6. Dezember ist sie wieder aufgebaut, die Budenstadt unter dem höchsten Schlossturm von Westfalen. Es ist schon ein besonderes Erlebnis, wenn die Dunkelheit über der Schlossfreiheit hereinbricht, Gassen, Kapelle, Vorburg und den zu Stein gewordenen Trompetenstoss in ein romantisches Licht taucht. Der Duft von Punsch und Glühwein, süßen Waffeln, deftigen Panhas und Blutkuchen mischt sich mit noch vielen anderen Gaumenfreuden.

Waren im voriges Jahr noch 50 Hütten und Verkaufsstände aufgebaut, so erwartet die Besucher in diesem Jahr 80 Stände. Davon rund 30 von Raesfelder Geschäften, Kunsthandwerkern, Bauernläden und Cateringbetriebe.

Öffnungszeiten und Programm

Am Donnerstag 6. Dezember startet in diesem Jahr wieder der Adventsmarkt am Schloss Raesfeld  von 15.00 bis 21.00 Uhr

15.00 Uhr, Eröffnungsfanfaren, durch das Fanfarencorps Raesfeld, vom Sterndeuterturm.

Anschließend Eröffnung des Marktes durch Bürgermeister Andreas Grotendorst und der Vorsitzenden des Ortsmarketing, Sarah Gößling, so wie den Dorfrepräsentantinnen, Kappeskönigin Paola I. Stenert-Bröker und Kappesprinzessin Andrea I. Lehmbrock.

Die Raesfelderin Lena Buhla, Mitautorin des Buches: „Dem Menschen sein bester Kumpel“ liest ihre Hundegeschichte vor. – Der Adventsmarktengel verteilt Süßigkeiten.

Gegen 17.30 Uhr Ankunft des Nikolauszuges, in Begleitung der Burgmusikanten. Im Anschluss daran, Reinhard Kipp an der Drehorgel – Dudelsackmusik

Ab 19.30 macht der Nachtwächter seine Runde

 Freitag 7. Dezember, von 15.00 bis 21.00 Uhr

Chöre, Solisten und Musikgruppen

Lukas Singers – Sabrina Warschewski, Gesang und Gitarre . Reinhard Kipp, Drehorgel Erler Jäger – Dudelsackmusik – Märchenstunde mit dem Gaukler, Magister Speculatius Lena Buhla, liest ihre Hundegeschichte – Der Adventsmarktengel verteilt Süßigkeiten

Ab 19.30 macht der Nachtwächter seine Runde

 Samstag 8. Dezember, von 11.00 bis 21.00 Uhr

Chöre, Solisten und Musikgruppen Frauenchor Raesfeld – Chor Prozedur Borken – Chorgemeinschaft Raesfeld, Dudelsackmusik – Adventsmarktengel verteilt Süßigkeiten. Magister Speculatius, unterhält Kinder und Erwachsene, Gaukler Nils, präsentiert Jonglage, Feuerspektakel und Magie, Pantomime durch die „Silberfiguren“ – Lena Buhla liest ihre Hundegeschichte.

18.30 Uhr, Konzert der Chorgemeinschaft in der Schlosskapelle, Eintritt frei.

Ab 19.30 Uhr macht der Nachtwächter seine Runde

 Sonntag 9. Dezember, von 11.00 bis 21.00 Uhr

Chöre, Solisten und Musikgruppen

Sabrina Warschewski, Gesang mit Gitarre – Dudelsackmusik – Jugendgruppen der Raesfelder Burgmusikanten – Saxeon, Musikduo aus Enschede, „musizierende Schneemänner“

Magister Spekulatius unterhält Kinder und Erwachsene – Lena Buhla liest ihre Hundegeschichte, Gaukler Nils, präsentiert Jonglage, Feuerspektakel und Magie, Pantomime durch die „Silberfiguren“ – Adventsmarktengel verteilt Süßigkeiten

18.00 Uhr. Christian Polus – Weihnachten, im Rittersaal, auf Schloss Raesfeld, Konzert mit 4 Gang Menü 55,00 €

Ab 19.30 macht der Nachtwächter seine Runde

Der Künstler Wolfgang Berchtold begrüßt die Adventsmarktbesucher mit seiner Bilderausstellung, im Sterndeuterturm „Klang der Farben“

Der Sterndeuterturm ist von Freitag, 7. Dez. bis Sonntag, 9. Dez. geöffnet und man kann den Adventsmarkt aus der Vogelperspektive beobachten.

 Täglich um 18.00 Uhr, Adventsgebet in der Schlosskapelle

Das Angebot auf dem Schlossplatz ist vielseitig und reicht von pausbäckigen Engeln aus Ton, mundgeblasenen Christbaumkugeln, westfälischen Blaudruck, Geschnitztes, Bücher, Kerzen, dreidimensionalen Grußkarten, Krippenfiguren, Seidenmalerei, Kollagen, handgemachte Seife, Krabbelschuhe für Kinder, Strickwaren, Spielzeug aus hellem Holz wechseln sich ab mit warmen und flotten Kopfbedeckungen sowie edlen Duftölen, Gewürze des Orients, Tees, Marmeladen und Liköre, kandierte und Trockenfrüchte, Äpfel, Apfelsinen, Weine. Essige und feinste Senfpralinen wetteifern um die Gunst der Besucher, mit vielseitigem Schmuck, so facettenreich wie die Geschmäcker der Besucher.

 Etwas Besonderes und Neues ist in diesem Jahr die Kunsthandwerkergasse, in der Schlossfreiheit, vor der Vorburg. An über 15 Ständen zeigen Künstlerinnen und Künstler wie sie ihre Unikate herstellen. Glaskünstler, Keramikerinnen, Teddybären- und Puppenmacher,

Buchbinder, Näherinnen die ausgefallene Accessoires herstellen, wie aus Fußmatten Handtaschen werden, aus Silberbesteck wird ausgefallener Schmuck, wie aus verholzten Kürbisköpfen, geschwungenen Kupferrohren als auch aus Bambus oder Holz besondere Lichtobjekte werden, Umrahmungen von Spiegel werden mit unterschiedlichen Nuancen gefertigt, Aquarell- und Acrylmalerei, wie feinste Pralinen hergestellt werden. Weiter geht es dann: Mit Feuer und Flamme für den Raesfelder Adventsmarkt. Tonnenschwer und Lichterloh erleuchten die Lichter und Feuertonnen von Ann-Katrin Böckenhoff. Der Kunstschmied, Ludger Sievers, (fmb Leuchten Burlo) demonstriert bei seinen Schmiedevorführungen über das gleichermaßen aufwendige wie künstlerische Schmiedehandwerk., und das Atelier 51 aus Bocholt präsentiert sich mit exklusiven Feuertonnen und dekorativen Gartenwänden.

Abschluss der Handwerkergasse bilden zwei Mittelalter-Zelte. Monika Büssing aus Borken kreiert dort: „Kleider der Pferde“, Satteldecken und Kuvertüren, Rüstzeug fürs Pferd sowie Filzwaren.

 Für Kinder: Karussell, Miniatureisenbahn, Stockbrot backen, Tiere der Weihnacht; Esel, Schafe und Ziegen können gestreichelt werden, Schmiedevorführungen eigens für Kinder, Märchenerzähler und Gaukler sorgen für Kurzweil, der Adventsmarktengel verteilt Süßigkeiten, 6. Dezember Nikolauszug

Genauso vielfältig wie das Beiprogramm und die zahlreichen Stände ist die diesjährige Speisekarte:

Backschinken aus dem Holzofen – Reibekuchen – Raesfelder Champignons– Bauernschnitzel, Panhas – Blutkuchen – Bratwurst – Wurstbrötchen im Blätterteig – belegte Baguette – Braten im Brötchen – Grünkohl – Pfannkuchen mit verschiedenen Füllungen – Wildgulasch mit Spätzle – Speckknödel mit Waldpilzragout – Kartoffelspiralen – Backfisch – Kartoffelwaffeln süße Waffeln – Quarkbällchen – Apfel im Schlafrock – Crepes – Holunder- Eier- und Weihnachtspunsch – weißer und roter Glühwein – Kaffee – Kakao und weitere Heißgetränke.

„Wir in Erle“ schmückte die Erler Dorfmitte

Schon seit Jahren sorgt die Gruppe „Wir in Erle“ dafür, dass in der Vorweihnachtszeit die Erler  Dorfmitte  festlich geschmückt ist.

Auch an diesem Freitag waren die wenigen Patrioten, die diese Aufgabe eigentlich Jahr für Jahr unermüdlich und ehrenamtlich machen,  wieder aktiv und stellten in der Dorfmitte rund 70 Tannen auf, schmückten Häuserwände mit Sternen und hängten Kugeln und Schleifen an die Weihnachtsbäume und Hauswände.

Eine schöne Idee, den Ort in den man lebt und liebt, wie seine eigene Wohnung zu betrachten und Sorge dafür zu tragen, dass sich nicht nur die Einheimischen, sondern auch Besucher in Erle wohl fühlen.

Ebenfalls traditionell ist auch das Baumaufstellen vor dem Gasthof Brömmel-Wilms. Wie in jedem Jahr startete am Freitagabend die Adventszeit unter dem XXL-Baum mit Glühwein, Musik von den Erler Jäger und viel gute Laune.

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In Erle wird noch Korn gebrannt – Johannes Böckenhoff

Die kleine Kornbrennerei „Böckenhoff“ in Erle hat Tradition. Eine Brennerei mit Geschichte – und Geschmack im Münsterland. 

Wer heute noch selbst brennt, statt einfach nur Alkohol zuzukaufen und mit Wasser zu strecken, fällt auf. Und das im besten Sinne. In Erle wird genau das seit stolzen 180 Jahren gemacht – und das inzwischen in siebter Generation. Die Brennerei Böckenhoff ist damit nicht nur alt eingesessen, sondern auch ein echtes Unikat unter Deutschlands Spirituosenmachern.

Selbstgebrannter Korn aus Erle von Böckenhoff
Johannes Böckenhoff in Erle – Kornbrenner in 5. Generation. Foto: Petra Bosse

Johannes Böckenhoff, Präsident der „Deutschen Alkoholhersteller“ und gleichzeitig Brennmeister mit Leidenschaft, hält an den Rezepturen seines Ur-Ur-Ur-Ur-Großvaters fest. „Wir brennen den Korn noch richtig selbst“, sagt er – und meint damit: vom ersten Tropfen bis zum letzten Glas. Denn laut EU-Vorgaben würde es auch reichen, reinen Alkohol zu kaufen und ihn mit Wasser zu verdünnen. Aber das wäre dann eben nicht „Böckenhoff“.

„Eine Brennerei, die nur deshalb existieren konnte, weil sie den Bezug zur heimatlichen Region und ihren Menschen nie verloren hat“, resümiert Johannes Böckenhoff seinen Erfolg über all die Jahre.

Brenngerät für Korn in der Kornbrennerei Böckenhoff in Erle
Brenngerät für Korn in der Kornbrennerei Böckenhoff in Erle. Foto: Petra Bosse

Heimatverbunden – im besten Sinne

Dass es die Erler Brennerei überhaupt noch gibt, liegt laut Johannes Böckenhoff daran, „dass wir den Bezug zur Region und zu den Menschen hier nie verloren haben“. Und damit steht er nicht allein: Nur eine Handvoll Brennereien in Deutschland pflegt noch die alte Kunst, Korn eigenständig herzustellen, zu lagern und reifen zu lassen.

Ein besonderes Ass hat Böckenhoff außerdem im Ärmel – oder besser: im Boden. Das Wasser für den Korn stammt aus einem unterirdischen See, den sogenannten Halterner Sanden. Es kommt ganz ohne chemische Einflüsse aus und bringt damit die „Urform“ des Korns besonders rein zur Geltung.

Böckenhoffs Korn aus Erle noch selbst gebrannt
In der Brennerei. Foto: Petra Bosse

Nicht gekühlt, nicht gefiltert, sondern echt

„Ein guter Korn erinnert geschmacklich noch an das, was drin ist: nämlich Getreide“, sagt Böckenhoff. Und genau deshalb wird der Erler Korn auch nicht tiefgekühlt serviert. Seit 35 Jahren kommt er traditionell im Schwenker-Glas auf den Tisch – und zwar bei Zimmertemperatur. Nur so bleibt das Aroma, wie es der Brennmeister will: klar, ehrlich und ursprünglich.

Böckenhoff´s Korn aus Erle selbstgebrannt in 5. Generation
Traditionell über 100 Jahre sind auch die grünen Flaschen. Foto: Petra Bosse

Eine runde Sache – nicht nur zu Weihnachten

Gerade in der Vorweihnachtszeit ist der Erler Korn gefragt – ob als Geschenk oder zum Genießen in geselliger Runde. Inzwischen gibt’s ihn auch in verschiedenen Geschmacksrichtungen – alle basierend auf dem Original-Destillat und haltbar gemacht ganz ohne Schnickschnack.

Echte Handwerkskunst, tief verwurzelt in der Region – und ein Korn, der weiß, wo er herkommt.

Anno dazumal – Bergbaugeschichten von Obersteiger Steiger

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Kumpels auf Schacht Baldur

Manfred Steiger, früher Ober“Steiger“ auf Fürst Leopold, hat nicht allzu viel Aufhebens über seine Person gemacht,  aber dafür umso mehr andere Menschen und Anekdoten zu Wort kommen lassen. Es sind richtige Geschichten, die Manfred Steiger aus seinen Jahren auf der Zeche erzählt, und so ist das Werk auch eine abwechslungs- und kenntnisreiche Geschichts-Abhandlung über eine Zeit, die nicht nur in Dorsten unwiderruflich Vergangenheit geworden ist.

„So wie der Bergbau sein Leben war, so wurde nach seiner Pensionierung auch dieses Bergbau-Buch sein Leben“, erinnert sich Sohn Ralf Steiger. „ Tagelang hat mein Vater sich im Keller fest gesessen und ist nicht herausgekommen.“

Manfred Steiger recherchierte, in Archiven, bei den Dorstener Zeitungen, hat unzählige Gespräche mit Zeitzeugen und vielen seiner alten Kumpels geführt. „Mein Vater hatte einfach Spaß, wenn seine Kumpels Spaß an dem Buch hatten.“

 180 Seiten stark ist das Buch, mit vielen alten Fotos, unter Tage, über Tage, mit Schilderungen über Promis, die auf der Hervester Schachtanlage zu Besuch waren, und den Arbeitern, die das schwarze Gold aus den Schächten förderten. 175 Todesfälle nach Unfällen Manfred Steiger schrieb über Unfälle (auf den Dorstener Schachtanlagen fanden im Laufe der Jahre 175 Bergleute ihren Tod), schrieb über die NS-Zeit, über die Feste der Bergleute, ihre Hobbies oder das gemeinsame Singen in Bergmannskapellen.

Erinnerung an Zeiten wo Pferde, die unter Tage als Kutschentaxis arbeiteten, wie aber auch über technische Meisterleistungen, hat Manfred Steiger viel Raum einräumt.

Ernsthaftes, aber auch viele Anekdoten über Arbeitskollegen oder der Exkurs über die Gastarbeiter auf Fürst Leopold finden in dem Buch Platz.

 „Mein Vater war immer das Abbild eines typischen Kumpels. Ein harter Hund, aber immer fair. Einer für alle, alle für einen, war sein Motto“, erinnert sich Ralf Steiger an seinen Vater, der zu Lebzeiten mit dem Buch keinerlei Gewinn machen wollte.

Manfred Steiger

 „Er hat immer auf den Cent genau geachtet, dass er nur die Druckkosten wieder herein bekommt“, sagt Sohn Ralf. Insgesamt 50 Exemplare hatte Manfred Steiger drucken lassen, „die letzten Exemplare verteilte er am Tag seines Todes“, fügt Sohn Ralf hinzu. Im Juli dieses Jahres war es, als der Lembecker im Heimatmuseum des Schlosses einen Herzinfarkt erlitt. Quasi In Ausübung seines Hobbys“, setzt Ralf Steiger hinzu, der nun dafür sorgen möchte. , dass das Erbe seines Vaters nicht in Vergessenheit gerät und nun weitere 75 Exemplare hat drucken lassen.

Auch die Buchhandlung König verkauft das Buch zum Preis von 15 Euro. „Der Erlös der Dorstener Bergbaugeschichtchen kommt einem gemeinnützigen Zweck zu Gute“, so Ralf Steiger, der damit ganz im Sinne seines Vaters denkt. In Absprache mit seiner Mutter hat er sich dazu entschieden, den Gewinn der Björn-Steiger-Stiftung zu spenden. „Die ist aber weder verwandt noch verschwägert mit uns“, sagt er.

Die Lieblingsseiten des Bankers Ralf Steiger in dem Buch sind übrigens die, in denen sein Vater Begriffe und Spitznamen unter Tage erläutert. Neben dem Kübelmajor, dem Milupa-Baby und dem Karnickel-Johann, der Kaffeepulle, der Blechmarke, der Bergmannskuh (Ziege), dem Bergmannsspargel (Schwarzwurzeln) und dem Deputat und „Flöz Pippi“.

Erhätlich sind die Bücher mit ihrer eindrucksvollen Bergbaugeschichte und alten Fotos  ab sofort in den Volksbanken in Schermbeck, Erle, Lembeck/Rhade sowie in der Hauptstelle der Dorstener Volksbank samt ihrer Filialen.

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