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Bienenfreundliche Waldränder schützen Insekten und Wälder

Zum Weltbienentag am 20. Mai weist Wald und Holz NRW auf den Wert artenreicher Waldränder hin. Sie bieten Wildbienen, Hummeln und vielen weiteren Insekten Nahrung, Schutz und Lebensraum.

In Gärten, Wiesen und Wäldern in Nordrhein-Westfalen werden viele bestäubende Insektenarten seltener. Das betrifft nach Angaben von Wald und Holz NRW besonders Wildbienen, Hummeln und andere Insekten, die Wild- und Nutzpflanzen bestäuben und damit zur Artenvielfalt beitragen.

Während die Honigbiene eng mit dem Menschen verbunden ist, geraten Wildbienen oft weniger in den Blick. In Deutschland sind rund 560 Wildbienenarten heimisch. Viele von ihnen fliegen bereits bei deutlich niedrigeren Temperaturen als Honigbienen und übernehmen damit im Frühjahr und bei schlechtem Wetter eine wichtige Rolle, etwa während der Obstblüte.

Waldränder als Lebensraum für Insekten

Blütenreiche Gärten können Insekten wertvolle Nahrung bieten. Eine wichtige Rolle spielen aber auch Waldränder. Gerade in Waldgebieten, die durch Trockenheit und Borkenkäfer geschädigt wurden, können neue Strukturen naturnah und insektenfreundlich gestaltet werden.

Försterin Petra Knoop von Wald und Holz NRW beschäftigt sich im Forstamt Kurkölnisches Sauerland mit naturnaher Waldrandgestaltung. „Es ist wirklich spannend, was wir mit einem artenreichen Waldrand ganzjährig erreichen können“, sagt Knoop.

Für Bienen, andere Insektenarten und Vögel braucht es eine vielfältige Mischung aus standortgerechten Bäumen und Sträuchern. Geeignet sind nach Angaben von Wald und Holz NRW unter anderem Vogelkirsche, Weiden, Sommer- und Winterlinde sowie Ahorn. Dazu kommen heimische Sträucher wie Weißdorn, Schlehdorn, Haselnuss, Hundsrose, Kornelkirsche, Faulbaum und Schwarzer Holunder.

Blüten vom Frühjahr bis in den Herbst

Entscheidend ist eine Auswahl, die über viele Monate hinweg Nektar und Pollen liefert. Fachleute sprechen von einem sogenannten Trachtfließband. Durch unterschiedliche Blühzeiten entsteht vom Frühjahr bis in den Herbst ein möglichst durchgängiges Angebot bis zur Fruchtbildung.

Auch Nadelbäume können dazu beitragen. Fichten, Tannen, Kiefern und Lärchen werden teils von Rinden- und Schildläusen besiedelt, die Honigtau produzieren. Honigbienen sammeln diesen Honigtau und verarbeiten ihn zu Waldhonig.

Besonders wertvoll sind heimische Straucharten mit hohen Nektar- und Pollenwerten. Dazu zählen Weiden sowie wilde Himbeeren und Brombeeren. Damit ergänzt der Waldrand andere Lebensräume für Insekten in NRW.

Mehr Schutz für junge Pflanzen

Ein naturnaher Waldrand beginnt idealerweise mit einem krautigen Saum. Darauf folgen halbhohe Sträucher und anschließend kleinere Bäume wie Wildobstgehölze oder Weiden. Optimal ist laut Wald und Holz NRW eine Tiefe von 15 bis 30 Metern. Auch schmalere Waldinnenränder seien jedoch besser als gar keine Waldränder.

Empfohlen werden Gruppen von zehn bis zwanzig Pflanzen einer Art. Wichtig ist außerdem der Schutz junger Pflanzen vor Wildverbiss. Bei Dornensträuchern ist ein zusätzlicher Schutz häufig nicht nötig, dennoch sollte der Zustand in den ersten Jahren regelmäßig kontrolliert werden.

Artenreiche Waldränder können zudem Wind bremsen, Wege besser lenken und die Verkehrssicherung entlang angrenzender Strecken erleichtern. Damit gehören sie nicht nur zum Insektenschutz, sondern auch zur praktischen Waldpflege.

Die Aufnahme zeigt einen bienenfreundlichen Waldrand mit Ginster, Kirsche, Vogelbeere und Holunder. Das Bildmaterial wurde von Wald und Holz NRW zur Pressemitteilung bereitgestellt.

Microcar auf Parkplatz in Raesfeld beschädigt und Verursacher flüchtet

Ein bislang unbekannter Autofahrer hat am Montag in Raesfeld ein abgestelltes Microcar beschädigt und sich anschließend vom Unfallort entfernt. Die Polizei bittet um Hinweise.

Unfall auf Parkplatz an der Straße Zur Hofweide

Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall am Montag, 18. Mai, zwischen 17 Uhr und 17.30 Uhr auf einem Parkplatz an der Straße Zur Hofweide in Raesfeld.

Der bislang unbekannte Fahrzeugführer beschädigte dabei ein abgestelltes Microcar im hinteren rechten Bereich erheblich. Anschließend entfernte sich der Verursacher, ohne seinen gesetzlichen Pflichten nachzukommen.

Polizei sucht Zeugen

Das Verkehrskommissariat in Borken bittet Zeuginnen und Zeugen, die Angaben zum Unfall oder zum flüchtigen Fahrzeug machen können, sich unter Tel. (02861) 9000 zu melden.

Dirk Kuhmann begleitet Steinmeier in Dorsten – Demokratie und Ehrenamt im Fokus

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Dienstag Dorsten besucht. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Elke Büdenbender stand der Tag ganz im Zeichen von Ehrenamt, Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Auch Raesfelds Bürgermeister Dirk Kuhmann nahm auf Einladung an mehreren Programmpunkten teil.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei seinem Besuch in Dorsten
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ehefrau Elke Büdenbender besuchen Dorsten. Ehrenamt und Grundrecht stehen im Mittelpunkt. Foto: Petra Bosse

Demokratie und Ehrenamt prägen den Besuch in Dorsten

Beim ökumenischen Gottesdienst in der St. Agatha Kirche machte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier deutlich, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für die Demokratie sei.

„Man kann spüren, dass hier in Dorsten nicht nur der Glaube lebendig ist, sondern auch das Engagement von Menschen miteinander und füreinander“, sagte Steinmeier in seiner Ansprache.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ehefrau Elke Büdenbender besuchen Dorsten.
Foto: Petra Bosse

Der Bundespräsident hob hervor, wie viele Menschen sich in Dorsten aktiv für Erinnerungskultur, Teilhabe und Demokratie einsetzen würden. Er habe dies selbst bei verschiedenen Stationen seines Besuchs erleben können, etwa beim Reinigen von Stolpersteinen in der Ursulastraße, im Jüdischen Museum sowie im „Grundgesetzladen“.

Steinmeier sagte wörtlich: „Hier packen Menschen an, um gemeinsam Erinnerung zu pflegen und zu bewahren, um Benachteiligten zu helfen, um Teilhabe für alle zu ermöglichen.“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ehefrau Elke Büdenbender besuchen Dorsten.
Foto: Petra Bosse

Mit Blick auf die Dorstener Tage des Grundgesetzes erklärte der Bundespräsident, das Grundgesetz verdiene Aufmerksamkeit und öffentliche Wertschätzung. Freiheit, Rechtsstaat und Demokratie seien Errungenschaften, die keineswegs selbstverständlich seien.

Steinmeier wirbt für aktives Mitmachen

In seiner Rede betonte Steinmeier zudem, Demokratie brauche aktive Menschen, die sich einbringen und Verantwortung übernehmen würden.

Er sagte: „Demokratie ist eben nicht nur Kopfsache. Sie braucht Menschen, die sich einbringen, die mitmachen, die sie zu ihrer Sache machen.“

Bundespräsident Walter Steinmeier nach der Andacht in der St. Agatha-Kirche in Dorsten mit Tobias Stockhoff
Bundespräsident Walter Steinmeier nach der festlichen Andacht in der St. Agatha-Kirche in Dorsten. Foto: Petra Bosse

Mit Blick auf den bevorstehenden Geburtstag des Grundgesetzes am 23. Mai wünsche er sich, dass möglichst viele Menschen aktiv würden und gemeinsam Verantwortung für das gesellschaftliche Miteinander übernähmen. Das Erleben eigener Wirksamkeit sei eine wichtige demokratische Grunderfahrung.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ehefrau Elke Büdenbender besuchen Dorsten und war bereit für ein Selfie mit Jugendlichen
Spontanes Selfie mit dem Bundespräsidenten und Ehrefrai. Foto: Petra Bosse

Schüler setzen Zeichen für Erinnerungskultur

Während des Besuchs standen auch Begegnungen mit Schülerinnen und Schülern auf dem Programm. Gemeinsam mit seiner Ehefrau ging Steinmeier auf die Knie, um Stolpersteine zu reinigen. Zudem besuchte das Ehepaar das Jüdische Museum.

Anschließend führte eine Rikscha-Fahrt durch die Dorstener Altstadt zur St. Agatha Kirche. Dort sorgten die Schützenorchester Rhade mit Musik und dem Steigerlied „Glück auf“ für einen besonderen Abschluss.

Walter Steinmeier -  mit der Rischka durch Dorsten
Walter Steinmeier – mit der Rischka durch Dorsten. Foto: Petra Bosse

Trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen durch Bundespolizei und Bundeskriminalamt zeigte sich das Ehepaar Steinmeier bürgernah. Spontan entstanden Selfies mit Jugendlichen, zudem nahm sich der Bundespräsident Zeit für kurze Gespräche mit Passanten entlang der Innenstadt.

Dirk Kuhmann spricht von großer Wertschätzung

Auch Raesfelds Bürgermeister Dirk Kuhmann nahm gemeinsam mit seinen Amtskollegen Mike Rexforth und Manuel Deitert auf Einladung von Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff an dem Besuch teil.

Raesfelds Bürgermeister Dirk Kuhman beim Besuch in Dorsten bei Walter Steinmeier
Raesfelds Bürgermeister Dirk Kuhman, Amtskollen Manuel Deitert und Mike Rexforth sowie stellv. Bürgermeister Dorsten Jan Heppner beim Besuch in Dorsten bei Walter Steinmeier. Foto: Petra Bosse

Kuhmann erklärte dazu: „Ich habe mich über die persönliche Einladung von Herrn Bürgermeister Tobias Stockhoff anlässlich des Besuchs von Herrn Bundespräsidenten Steinmeier sehr gefreut.“ Weiter sagte Kuhmann, der Besuch sei „eine sehr große Ehre und Wertschätzung für die vielen ehrenamtlich tätigen Menschen in der Stadt Dorsten“.

Zugleich sei es auch für ihn als Bürgermeister der Nachbargemeinde eine besondere Ehre gewesen, eingeladen worden zu sein und an diesem Tag teilnehmen zu dürfen.

Schützenkapelle Rhade beim Empfang von Walter Steinmeier in Dorsten
Foto: Petra Bosse

Musikalischer Abschluss und hohe Sicherheitsvorkehrungen

Für einen besonderen Überraschungsmoment sorgte nach der abschließenden Andacht vor der St. Agatha Kirche die Schützenkapelle Rhade. Mit einem musikalischen Ständchen begrüßten die Musiker den Bundespräsidenten und seine Ehefrau. Dabei durfte auch das Steigerlied „Glück auf“ nicht fehlen, das bei vielen Besuchern für emotionale Momente sorgte.

Hohe Sicherheit Polizei Besuch von Steinmeier in Dorsten
Foto: Petra Bosse

Der Besuch des Bundespräsidenten war zugleich von hohen Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Neben zahlreichen Kräften der Polizei waren auch Mitarbeitende des Bundeskriminalamtes sowie Personenschützer im Einsatz. Bereits vor Beginn der Veranstaltung kontrollierten Sprengstoffhunde des Bundeskriminalamtes unter anderem die Kamerataschen der anwesenden Journalisten.

Sprengstoff-Hunde Bundeskriminalamt im Einsatz in Dorsten beim Besuch von Walter Steinmeier
Sprengstoff-Hunde des Bundeskriminalamts im Einsatz in Dorsten beim Besuch von Walter Steinmeier

Trotz des großen Sicherheitsaufkommens verlief der gesamte Tag ruhig und friedlich. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit für persönliche Begegnungen, kurze Gespräche und gemeinsame Erinnerungsfotos. Insgesamt blieb ein emotionaler Tag mit vielen Eindrücken rund um Demokratie, Ehrenamt und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Gang durch die Stadt - Walter Steinmeier mit Ehefrau, Tobias Stockhoff  Ministerin NRW Dorothee Feller
Gang durch die Stadt – Walter Steinmeier mit Ehefrau, Bürgermeister Tobias Stockhoff und Ministerin für Schule und Bildung NRW Dorothee Feller. Foto: Petra Bosse
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei seinem Besuch in Dorsten
Foto: Petra Bosse

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Offene Gartenpforte startet im Garten Seggewiß

Der Privatgarten der Familie Seggewiß in Raesfeld öffnet am Pfingstsonntag, 24. Mai 2026, von 11 bis 18 Uhr zur Offenen Gartenpforte. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr Tipps zum Klimawandel im heimischen Garten.

Wie lässt sich ein Garten auf Dürreperioden, Starkregen, Hitze und milde Winter vorbereiten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Familie Seggewiß seit Jahren im eigenen Exotengarten. Besucherinnen und Besucher können sich dort austauschen und Anregungen für trockenheitsverträgliche Pflanzen, lebendige Bienenweiden und den Umgang mit extremen Wetterlagen sammeln.

Weitere Öffnungstage im Sommer

Über den Sommer hinweg öffnet der Garten an mehreren Terminen. Geplant sind folgende Tage:

  • 24.05.2026: Palmenblüte im Exotengarten
  • 14.06.2026: Tag der Gärten und Parks Westfalen-Lippe
  • 28.06.2026: Gartenblicke Raesfeld und Schermbeck
  • 12.07.2026: Kakteenblüte im Wüstenbeet
  • 26.07.2026: Sommersonne im Exotengarten
  • 23.08.2026: Auf gehts… Eine Reise nach Bananien

Der Garten liegt an der Adresse Im Rott 16 in 46348 Raesfeld. Gruppen können telefonisch eine Führung vereinbaren. Weitere Informationen gibt es unter www.garten-seggewiss.de.

Dorfplatz Böckenhoff in Erle eröffnet: Ein Dorf feiert sein neues Herz

Mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel begann am Sonntag die offizielle Eröffnungsfeier des neuen Dorfplatzes Böckenhoff in der Erler Dorfmitte.

Trotz wechselhaften Wetters kamen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste aus Politik, Verwaltung, der ehemaliger Bürgermeister Martin Tesing und Vereinen zusammen, um das neue Zentrum des Dorflebens gemeinsam einzuweihen. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur der neue Platz, sondern auch das benachbarte Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle.

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Eröffnung Dorfplatz Erle mit einer Andacht und Pastor Bengfort
Foto: Petra Bosse

Open-Air-Gottesdienst zum Auftakt

Schon während des Gottesdienstes zeigte sich, dass der Tag eher regnerisch als sommerlich werden würde. Das hielt die Besucherinnen und Besucher jedoch nicht davon ab, an der Feier teilzunehmen. Viele nutzten die Gelegenheit, den neugestalteten Dorfplatz und das neue Dorfgemeinschaftshaus erstmals gemeinsam zu erleben.

Bürgergenossenschaft trägt das Projekt

Arno Brömmel vom Aufsichtsrat der Bürgergenossenschaft Erle eG blickte in seiner Ansprache auf die Entstehung des Projekts zurück. Besonders hob er den gemeinsamen Einsatz der Beteiligten hervor.

Arno Brömmel-Eröffnung Dorfplatz Böckenhoff in Erle
Arno Brömmel. Foto: Petra bosse

„Eine tolle Leistung mit tollen Leuten hier mit dem Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle, was hier entstanden ist. Es lässt mit Stolz darauf zurückblicken, was wir da geschafft haben“, sagte Brömmel. Rund 2100 Mitglieder und 2,1 Millionen Euro stünden hinter dem Projekt. Sein Dank galt insbesondere den Mitstreitern aus Aufsichtsrat und Vorstand sowie Prokurist Peter Stöbel, der auf der Baustelle „in Einigkeit mit den Handwerkern etwas Tolles“ geschaffen habe.

Bürgermeister Dirk Kuhmann bei der Eröffnung Dorfplatz in Erle
Bürgermeister Dirk Kuhmann würdigte den Mut der Verantwortlichen. Foto: Petra Bosse

Bürgermeister Kuhmann würdigt Mut und Zusammenhalt

Bürgermeister Dirk Kuhmann erinnerte in seiner Rede an die Zeit, als das Traditionshaus Brömmel-Wilms geschlossen wurde. Damals habe sich für viele Menschen die Frage gestellt, wie es mit dem Dorfleben weitergehen solle.

„So eine Gaststätte, so eine Dorfkneipe, das ist gar keine Selbstverständlichkeit. Das ist kein Luxusgut, sondern ein Ort, an dem Freud und Leid geteilt wird“, sagte Kuhmann. Der neue Dorfplatz mit dem HUB Erle sei deshalb weit mehr als nur ein Bauprojekt. Er stehe für Gemeinschaft, Tradition und Zukunft zugleich.

Geschäftsführer HUB Erle Christian Lipfert
Geschäftsführer HUB Erle Christian Lipfert (li.). Foto: Petra Bosse

Besonders würdigte der Bürgermeister den Mut der Verantwortlichen. Ein solches Vorhaben umzusetzen, sei in der heutigen Zeit alles andere als selbstverständlich. Stellvertretend nannte er Andreas Grotendorst, Oliver Göttlich und Peter Stöbel, die das Projekt mit großem Engagement begleitet hätten. Gleichzeitig dankte er den zahlreichen Genossinnen und Genossen, deren finanzielle Beteiligung das Vorhaben überhaupt erst möglich gemacht habe.

Förderung stärkt die Dorfentwicklung

Auch Benedikt Brahm von der Bezirksregierung Münster sprach bei der offiziellen Eröffnung. Der Dezernent für ländliche Entwicklung und Bodenordnung betonte die Bedeutung des Projekts für die Dorfentwicklung im ländlichen Raum.

Benedikt Brahm-Bezirksregierung Münster
Benedikt Brahm von der Bezirksregierung Münster hob die gute Zusammenarbeit zwischen Genossenschaft und Gemeinde hervor. Foto: Petra Bosse

„Was Sie hier geschaffen haben, ist mehr als ein schön gestalteter Platz. Es ist ein neuer Mittelpunkt des Dorflebens“, sagte Brahm. Der neue Dorfplatz sei ein sichtbares Zeichen dafür, „was möglich ist, wenn Bürgerinnen und Bürger, Gemeinde, Politik und Land gemeinsam an einem Strang ziehen“.

Gute Stimmung bei der Eröffnungsfeier in Erle Dorfplatz
Beste Stimmung auf dem Dorfplatz Böckenhoff: Besucher feiern gemeinsam bei Musik und Polonäse.

Das Projekt wurde mit öffentlichen Mitteln gefördert. Besonders hob Brahm die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Bürgergenossenschaft hervor. Die Fläche für das HUB Erle sei von der Gemeinde Raesfeld im Rahmen eines Erbpachtvertrages übertragen worden. Dadurch sei eine Partnerschaft „auf Augenhöhe“ entstanden. Ziel sei es, soziale Teilhabe zu ermöglichen und die Dorfmitte als offenen Treffpunkt zu stärken.

Johannes Böckenhoff spricht über seine Verbundenheit mit Erle

Johannes Böckenhoff, ehemaliger Hofbesitzer der Anlage, zeigte sich bewegt über die Entwicklung des Projektes.

„So etwas zu erschaffen, kann man wirklich nur in Erle schaffen“, sagte er mit Blick auf das neue Dorfgemeinschaftshaus und den Dorfplatz. Für ein solches Vorhaben brauche es nicht nur Zeit, sondern auch breite Unterstützung aus der Bevölkerung.

Als festgestanden habe, was an dem Standort entstehen solle, habe er das Vorhaben gerne unterstützt. „Mein Herz hängt an Erle“, erklärte Böckenhoff.

Arno Brömmel und Johannes Böckenhoff
Arno Brömmel (li.) und Johannes Böckenhoff. Foto: Petra Bosse

Unterstützung weit über Erle hinaus

Im Anschluss dankte Arno Brömmel der Familie Böckenhoff für deren Beitrag zum Projekt. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Finanzierung des HUB längst nicht nur aus Erle getragen worden sei.

Beim Blick auf die Namenstafeln sei sichtbar geworden, wie viele Menschen sich beteiligt hätten, darunter Unterstützer aus Dorsten, Schermbeck, Marbeck, Reken und weiteren Nachbarorten. Selbst die altkatholische Kirche in Bottrop habe sich beteiligt.

„So viele Menschen aus Erle, Raesfeld, Marienthal, Uefte, Schermbeck oder Dorsten haben dieses Projekt unterstützt“, sagte Brömmel. Dafür sprach er allen Beteiligten erneut seinen Dank aus.

Raesfelder Burgmusikanten

Zugleich erinnerte er daran, dass der Platz künftig offiziell den Namen „Dorfplatz Böckenhoff“ tragen werde. Zum Abschluss der offiziellen Eröffnung übergab Brömmel das Wort an die Musiker: „Jetzt geben wir das Kommando an die Raesfelder Musiker. Dafür seid ihr heute hier.“

Musik, Tanz und humorvolle Einlagen

Neben den offiziellen Reden stand auch das Feiern im Mittelpunkt des Tages. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von den Burgmusikanten. Später sorgte DJ Christian Sanders für Stimmung und lud die Gäste zum Tanzen ein.

Erler Allgemeine Verunsicherung-EAV-Eröffnung Dorfplatz Erle
Die Damen der EAV. Foto: Petra Bosse

Für Unterhaltung auf der Bühne sorgten außerdem die Breijpottspöllers des Heimatvereins Erle mit ihrer Aufführung „Die Vogelhochzeit“. Auch die Damen der Erler Allgemeinen Verunsicherung, kurz EAV, brachten mit humorvollen Sketchen rund um den Erler Dorfklatsch viele Besucher zum Lachen.

Fronleichnam in Raesfeld führt über die Schlossroute

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Die Fronleichnamsprozession in Raesfeld führt in diesem Jahr über die Schlossroute durch den Ort. Beginn ist am 4. Juni um 9 Uhr mit der Heiligen Messe in der Kirche St. Martin. Begleitet von den Burgmusikanten zieht die Prozession anschließend durch mehrere Ortsteile zurück zur Kirche.

Prozession durch Raesfeld mit fünf Stationen

Nach der Heiligen Messe in St. Martin führt die Fronleichnamsprozession über insgesamt fünf Stationen durch Raesfeld. Geplant sind Stationen an St. Sebastian, am Brink, an der Brinker Stegge, an der Schlosskapelle sowie am Seniorenhaus St. Martin.

Musikalisch begleitet werden die Teilnehmenden von den Burgmusikanten.

Die Organisatoren freuen sich darüber, wenn sich auch in diesem Jahr wieder Fahnenabordnungen aus den weiteren Ortsteilen an der Prozession beteiligen.

Eigene Katechese für Kommunionkinder

Für die Kommunionkinder bietet Schwester Daniela Maria eine eigene Katechese an der Schlosskapelle an. Beginn ist dort um 10.15 Uhr. Anschließend ziehen die Kinder gemeinsam mit der Prozession weiter zur Kirche.

Dank an Helfende und Nachbarschaften

Schon jetzt gilt der Dank den beteiligten Gruppen sowie den Nachbarschaften, die bei der Vorbereitung und Durchführung der Fronleichnamsfeier unterstützen.

Bauernmarkt Hof Süthold lockt mit regionalen Spezialitäten nach Raesfeld

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Der Raesfelder Bauernmarkt 2026 öffnet am Pfingstwochenende erneut seine Tore auf dem Hof Süthold am Vennekenweg. Mehr als 100 Aussteller präsentieren regionale Spezialitäten, Handwerkskunst und ein buntes Familienprogramm. Besucherinnen und Besucher erwartet an beiden Tagen ein abwechslungsreiches Erlebnis für die ganze Familie.

Regionalität und Genuss auf dem Hof Süthold

Am Pfingstsonntag, 24. Mai 2026, und am Pfingstmontag, 25. Mai 2026, findet auf dem Hof Süthold in Raesfeld wieder der beliebte Raesfelder Bauernmarkt statt. Jeweils von 11 bis 18 Uhr verwandelt sich das Hofgelände am Vennekenweg in einen Treffpunkt für Genießer, Familien und Freunde regionaler Produkte

Bauernmarkt Raesfeld bei Süthold 2026
Foto: Petra Bosse/Archiv

Mehr als 100 Aussteller aus dem Münsterland und Westfalen bieten eine große Auswahl an regionalen Spezialitäten und handwerklich hergestellten Produkten an. Dazu gehören frisches Obst und Gemüse, hausgemachte Marmeladen, Käsespezialitäten, münsterländische Delikatessen und Kunsthandwerk.

Familienprogramm mit vielen Mitmachaktionen

Der Raesfelder Bauernmarkt 2026 bietet nicht nur Einkaufsmöglichkeiten, sondern auch zahlreiche Attraktionen für Familien. Kinder können sich auf eine Kindereisenbahn, Karussells und Trampolinspringen freuen. Zudem werden historische Landmaschinen präsentiert.

Vor dem Hofladen zeigt Bäckermeisterin Johanna das traditionelle Stutenbacken im Holzofen. Auf der Hühnerwiese dürfen Kinder die Tiere mit Futter aus dem Eierautomaten versorgen.

Marktmeister Peter Süthold erklärt: „Der Raesfelder Bauernmarkt verbindet regionale Qualität, gelebte Tradition und persönliche Begegnungen. Wir möchten unseren Gästen zeigen, wie viel Leidenschaft in Landwirtschaft, Handwerk und regionalen Produkten steckt.“

Raesfelder Kappeshoheiten besuchen den Bauernmarkt

Ein besonderer Programmpunkt erwartet die Besucherinnen und Besucher am Pfingstsonntag. Von 11 bis 14 Uhr sind die Raesfelder Kappeshoheiten auf dem Hof Süthold zu Gast. Kappeskönigin Katharina I. Meyering und Kappesprinzessin Franziska I. Lembrock stehen für Gespräche und Erinnerungsfotos bereit.

Der Eintritt zum Raesfelder Bauernmarkt 2026 ist frei. Parkmöglichkeiten werden vom Raesfelder Karnevalsverein gegen einen kleinen Beitrag für die Vereinskasse angeboten.

Helmut Dumzlaff aus Dorsten für deutsche Ü70-Auswahl nominiert

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Für Helmut Dumzlaff vom SV Altendorf-Ulfkotte geht ein sportlicher Traum in Erfüllung: Der Dorstener gehört künftig zur deutschen Ü70-Auswahl.

Helmut Dumzlaff vom SV Altendorf-Ulfkotte steht vor einer Fußball-Saison, die für ihn sportlich und emotional zu einem besonderen Kapitel werden kann. Die deutsche Ü70-Auswahl nominierte den Dorstener im vergangenen Monat. Damit darf er sich auf internationale Aufgaben freuen, die weit über den gewöhnlichen Seniorensport hinausgehen.

Helmut Dumzlaff mit Pokal
Helmut Dumzlaff blickt auf internationale Aufgaben mit der deutschen Ü70-Auswahl. Foto: privat

Erster Höhepunkt im Sommer

Als erster großer Höhepunkt wartet auf Helmut Dumzlaff und seine Mitspieler die Europameisterschaft in Cardiff. Ein weiterer besonderer Termin folgt im Juli. Die Ü75 spielt am 30. Juli unter den Augen der Ü70 gegen England.

Auf den Tag genau 60 Jahre zuvor, am 30. Juli 1966, standen sich beide Nationen im WM-Finale von 1966 im Londoner Wembley-Stadion gegenüber. England gewann damals mit 4:2 nach Verlängerung. Bis heute ist vor allem das umstrittene Wembley-Tor von Geoff Hurst Teil zahlloser Diskussionen. Am 31. Juli spielt dann die Ü70 im gleichen Stadion ebenfalls ein Länderspiel gegen England.

Die Neuauflage ist zwar keine offizielle Revanche, aber ein sportlich anspruchsvolles Seniorenspiel mit großer emotionaler Bedeutung. Das Interesse ist bemerkenswert: Der Vorverkauf soll bereits mehr als 13.000 Eintrittskarten erreicht haben, in den Planungen ist von bis zu 15.000 Zuschauern die Rede. Für Helmut Dumzlaff bietet sich damit die Gelegenheit, an einem Fußballereignis mitzuwirken, das Geschichte, Rivalität und Leidenschaft miteinander verbindet.

Helmut Dumzlaff mit der deutschen Ü70-Auswahl
Helmut Dumzlaff gehört künftig zur deutschen Ü70-Auswahl. Foto: privat

Kosten werden zum großen Teil selbst getragen

Die deutschen Ü70-, Ü75- und Ü80-Auswahlen bereiten sich intensiv auf die kommenden Aufgaben vor. Im Ostalbkreis fanden bereits gemeinsame Trainingseinheiten statt, um die Mannschaften auf die sportlichen Höhepunkte einzustimmen. Wie ehrgeizig und international Fußball auch im hohen Alter läuft, zeigte zuletzt die deutsche Ü75-Auswahl, die 2025 den WM-Titel gewann.

Neben dem sportlichen Ehrgeiz stehen Lebensfreude, Zusammenhalt und Teamgeist im Mittelpunkt. Die Spieler trainieren, reisen zu Turnieren, kämpfen um Kaderplätze und tragen dabei einen erheblichen Teil der Kosten selbst.

Unterstützung kommt unter anderem durch das Charity-Sammelalbum „Weltmeister der Herzen“ von Stickerstars. Auch Helmut Dumzlaff ist darin als Spieler des SV Altendorf-Ulfkotte vertreten. Das Album hilft dabei, Reisen und Turniere der deutschen Senioren-Auswahlen mitzufinanzieren, denn internationale Einsätze bedeuten für die Teams beträchtlichen Aufwand.

Jahreshöhepunkt im Oktober

Der sportliche Jahreshöhepunkt könnte im Oktober folgen. Vom 12. bis 16. Oktober 2026 steht in Brisbane, Australien, die Senioren-Weltmeisterschaft auf dem Programm. Dort treten Mannschaften in den Altersklassen Ü70, Ü75 und Ü80 an. Für die deutsche Ü75-Auswahl geht es dort um die Titelverteidigung.

Auch wenn die WM nicht zum offiziellen FIFA-Kalender gehört, ist der Anspruch der Mannschaften hoch. Trainingslager, gezielte Vorbereitung und internationale Vergleiche zeigen, wie ernsthaft die Mannschaften den Wettbewerb angehen.

Während viele Gleichaltrige längst nur noch von außen zuschauen, schnürt Helmut Dumzlaff weiter die Fußballschuhe und bereitet sich auf Spiele vor, die für viele Fußballer ein Leben lang unerreichbar bleiben.

Dieser Beitrag erschien zuerst am 15.05.2026 auf Dorsten Online. Autor: Dorsten-Online.de.

Generalversammlung Bürgergenossenschaft Erle eG findet Ende Mai statt

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Die Bürgergenossenschaft Erle eG lädt ihre Mitglieder zur Generalversammlung nach Raesfeld-Erle ein. Die Versammlung findet am Freitag, 29. Mai 2026, im Schützenfestzelt an der Marienthaler Straße statt. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Berichte zum Geschäftsjahr 2025, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Wahlen zum Aufsichtsrat.

Die Generalversammlung der Bürgergenossenschaft Erle eG „Wir in Erle“ beginnt um 18.30 Uhr. Der Einlass startet bereits ab 18 Uhr. Veranstaltungsort ist das Schützenfestzelt an der Marienthaler Straße in Raesfeld-Erle. Wie die Genossenschaft mitteilt, wird kein Freiverzehr angeboten.

Generalversammlung mit Jahresabschluss 2025

Im Mittelpunkt der Versammlung stehen die Berichte des Vorstandes und des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2025. Zudem wird der Jahresabschluss vorgestellt und über die Verwendung des Jahresergebnisses abgestimmt.

Außerdem berichtet der Aufsichtsrat über seine Tätigkeit sowie über die gesetzliche Prüfung gemäß § 53 Genossenschaftsgesetz. Die Mitglieder entscheiden anschließend über die Feststellung des Jahresabschlusses, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie über Wahlen zum Aufsichtsrat.

Unterlagen liegen ab Mitte Mai aus

Der Jahresabschluss, der Lagebericht sowie der Bericht des Aufsichtsrates können laut Einladung ab dem 13. Mai 2026 eingesehen werden. Die Unterlagen liegen in den Geschäftsräumen an der Silvesterstraße 3 in Raesfeld-Erle bei der Volksbank Raesfeld und Erle eG während der Geschäftszeiten aus.

38. Raesfelder Mai-Lauf 2026 bringt Bewegung für alle

Der Raesfelder Mai-Lauf 2026 ist eine Veranstaltung für alle. Ob als Teilnehmer oder Zuschauer, ganz Raesfeld ist eingeladen, dabei zu sein und die Läuferinnen und Läufer zu unterstützen. Am 29. Mai geht der traditionsreiche Lauf in seine 38. Runde und setzt mit neuen Strecken und einem neuen Startpunkt frische Akzente.

Neuer Startpunkt am Sportplatz

Der 38. Raesfelder Mai-Lauf startet erstmals auf dem Sportplatz „Zum Michael“. Dort wird der Startbogen der Volksbank aufgebaut. Start und Ziel aller Läufe liegen damit auf der 400-Meter-Bahn. Das neue Konzept macht den Sportplatz zum zentralen Treffpunkt der Veranstaltung. Wie sich das neue Herzstück bewährt, bleibt spannend.

10 km-Lauf Raesfeld-Volkslauf
Foto: SV Raesfeld/2025

Anpassungen bei den Strecken

Auch die Strecken wurden leicht verändert. Für die 5- und 10-Kilometer-Läufe ist eine Vermessung nach den Richtlinien des Deutschen Leichtathletik-Verbands geplant. Die offizielle Anerkennung sorgt für vergleichbare Ergebnisse und macht den Lauf besonders für ambitionierte Sportler attraktiv.

Breites Programm für alle Altersgruppen

Das Programm richtet sich wie gewohnt an alle Alters- und Leistungsgruppen. Um 16:00 Uhr starten die Bambiniläufe über 400 Meter. Kinder ab Jahrgang 2023 sammeln hier erste Wettkampferfahrungen.

Bambini-Lauf Volkslauf Raesfeld 2026
Bambini-Lauf. Foto: TSV Raesfeld 2025

Um 17:00 Uhr folgen die Schülerläufe über 1000 Meter, um 17:30 Uhr der Lauf über 2,3 Kilometer.

Am Abend beginnen die Hauptläufe. Der 10-Kilometer-Lauf startet um 18:00 Uhr, der 5-Kilometer-Walking-Lauf um 18:05 Uhr. Den Abschluss bildet um 19:30 Uhr der 5-Kilometer-Lauf, der auch als Firmen-, Familien- und Teamlauf ausgetragen wird.

5-km Walking - Volkslauf Raesfeld
5-km Walking – Mai-Raesfeld. Foto: TSV Raesfeld 2025

Pokale und Prämien für Teilnehmer

Auch in diesem Jahr gibt es wieder Wanderpokale für Kindergärten und Schulklassen. Der Martin-Kindergarten konnte den Pokal bereits zweimal gewinnen. Die Klasse 3b der Sebastiangrundschule hat ebenfalls die Chance, den Pokal dauerhaft zu behalten.

Zusätzlich werden im Rahmen des Lippe-Issel-Cups die drei teilnehmerstärksten Gruppen oder Vereine prämiert. Die Preisgelder liegen bei 150, 100 und 50 Euro.

Anmeldung und weitere Informationen

Die Organisatoren des TSV Raesfeld hoffen auf viele Teilnehmende und zahlreiche Zuschauer. Ziel ist es, den Mai-Lauf erneut zu einem sportlichen Ereignis für die gesamte Region zu machen.

Weitere Informationen und die Anmeldung sind auf der Internetseite des TSV Raesfeld verfügbar.

Startzeiten

  • 16:00 Uhr: Bambinilauf, 400 Meter, Kinder ab Jahrgang 2023
  • 17:00 Uhr: Schülerlauf, 1000 Meter
  • 17:30 Uhr: Schülerlauf, 2,3 Kilometer
  • 18:00 Uhr: 10-Kilometer-Volksbank-Lauf
  • 18:05 Uhr: 5-Kilometer-Walking-Lauf
  • 19:30 Uhr: 5-Kilometer-Lauf, Firmen-, Familien- und Teamlauf

Nähere Infos und Anmeldungen über die TSV Seite: Mai-Lauf Raesfeld

Rocking Stones International bringt Rock, Tanz und Akrobatik nach Borken

Bei „Rocking Stones VI – International“ treffen Ende Mai im Vennehof Live-Rock, Tanz und Akrobatik aufeinander. Mehr als 250 Mitwirkende aus Borken und europäischen Partnerstädten gestalten ein internationales Bühnenprojekt voller Energie und Kreativität.

Zwölf Ensembles gestalten internationales Bühnenprojekt

Wenn am Samstag, 30. Mai 2026, um 18 Uhr und am Sonntag, 31. Mai 2026, um 11 Uhr die sechste Ausgabe von „Rocking Stones – International“ in der Stadthalle Vennehof beginnt, erwartet das Publikum ein vielseitiges Crossover-Projekt aus Musik, Tanz und Akrobatik.

Insgesamt zwölf Ensembles aus Borken und den europäischen Partnerstädten der Kreisstadt stehen auf der Bühne. Mehr als 250 Mitwirkende präsentieren Choreografien, Live-Musik und artistische Elemente.

Punch’n’Judy sorgen für den Rocksound

Den musikalischen Mittelpunkt bildet erneut die Borkener Rockband Punch’n’Judy. Die Band gehört seit den Anfängen zum festen Bestandteil des Formats.

Das Programm reicht von Songs der Toten Hosen, Greta Van Fleet und Rise Against bis hin zu bekannten Titeln wie „99 Luftballons“ und „Zombie“. Ein besonderer Höhepunkt dürfte das selten live gespielte Metallica-Epos „The Unforgiven I–III“ werden. Gemeinsam mit einer Hip-Hop-Crew aus Polen wagt sich die Band zudem an neue musikalische Kombinationen.

Tanzgruppen aus Borken und der Region dabei

Aus Borken und der Region präsentieren mehrere Tanz- und Showgruppen ihre aktuellen Programme. Die Formation „JUST dance“ des SV Westfalia Gemen zeigt Modern- und Contemporary-Performances zu „Thanks for the Memories“ und „Word Up“.

Auch der SV Adler Weseke bringt eine eigens für „Rocking Stones“ entwickelte Akrobatikshow auf die Bühne. Dynamische Bodenakrobatik mit Sprüngen, Überschlägen und Salti verbindet dabei Kraft, Präzision und Eleganz. Die Gruppe wird von Viola Rademacher und Gerrit Strauch geleitet. Die Teilnehmenden kommen aus dem gesamten Stadtgebiet Borken und sind zwischen fünf und 25 Jahren alt.

Die Urban Dance Crew der Musikschule präsentiert moderne Choreografien mit urbanen Tanzstilen und wechselnden Formationen. Ergänzt wird das Programm durch das Ballett- & Tanzstudio Attitude aus Borken mit klassischen und modernen Ballettstücken.

Internationale Gruppen reisen nach Borken an

Auch mehrere Gruppen aus den Partnerstädten Borkens wirken an der Veranstaltung mit. Aus Grabow reist die Cheerleader-Gruppe Flighty Skirts an, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert.

Aus Říčany in Tschechien kommen die Musik- und Kunstschule ZUŠ Říčany mit Contemporary Dance und Ballett sowie die Band Masters of the Basement.

Die Hip-Hop-Formation Metamorfoza Junior aus dem polnischen Bolków verbindet Hip-Hop und Modern Jazz mit energiegeladenen Choreografien.

Aus Whitstable in Großbritannien reist die Gruppe BerZerk Dance mit zwölf Tänzerinnen an. Die Formation präsentiert internationale Tanzvielfalt zu Musik von Linkin Park und den Simple Minds.

Für artistische Momente sorgt außerdem die Akrobatikgruppe „Gracia“ aus Podilsk in der Ukraine. Die jungen Künstlerinnen und Künstler der Gracia School of Dance and Circus Arts bringen eigens einstudierte Choreografien und akrobatische Elemente auf die Bühne.

Veranstalter setzt auf Begegnung und Vielfalt

„Gerade diese Mischung macht Rocking Stones besonders“, sagt Oliver Jüngt, Leiter des Fachbereichs „RockPopJazz-Fabrik“ der Musikschule Borken und Initiator der Veranstaltung. „Lokale Gruppen treffen auf internationale Gäste, Rockmusik begegnet Tanz und aus dieser Vielfalt entsteht ein Abend voller Energie und Begegnung.“

„Rocking Stones VI – International“ findet am Samstag, 30. Mai 2026, um 18 Uhr mit Einlass ab 17.30 Uhr sowie am Sonntag, 31. Mai 2026, um 11 Uhr mit Einlass ab 10.30 Uhr in der Stadthalle Vennehof statt.

Tickets sind online unter borken.de/tickets sowie in der Tourist-Information erhältlich.

Vorparade in Erle: Runkeln, Staub und falsche Eichhörnchen

Die Vorparade des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Erle verlief am Vatertag wetterbedingt anders als gewohnt. Statt unter den Kastanien trafen sich die Schützen zunächst auf dem Schulhof der Silvesterschule und wechselten anschließend vor das Feuerwehrgerätehaus in Erle.

Schützen bei der Vorparade des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Erle vor dem Feuerwehrgerätehaus in Erle.
Foto: Petra Bosse

Dort standen neben dem amtierenden Königspaar Andreas Witte und Elke Mohr auch der Thron mit Bernd Steverding und Petra Schleking sowie Peter Stöbel und Tanja Meier im Mittelpunkt. Für viele Lacher sorgten bei der Begrüßung zudem einige humorvolle „Vergehen“ einzelner Schützenbrüder, die Oberst Ludger Schleking traditionell öffentlich kommentierte.

Oberst Ludger Schleking-Vorparade Erle 2026
Foto: Petra Bosse

Die Stimmung blieb trotz des wechselhaften Wetters durchgehend gelöst. Spätestens als die Burgmusikanten „Auf der Vogelwiese“ spielten, zeigte sich die Vorfreude auf das bevorstehende Schützenfest deutlich.

Vorparade des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Erle vor dem Feuerwehrgerätehaus mit Schützen, Thron und Königspaar.
Ein Schnäpschen von der amtierenden Königin Elke Mohr. Foto: Petra Bosse

Staubige Jacken nach Schleifarbeiten

Zu den ersten Kandidaten gehörte Lucky. Er hatte die Bänke im Vorfeld abgeschliffen und neu hergerichtet, allerdings offenbar vergessen, diese anschließend abzustauben. Das Ergebnis zeigte sich später auf den Uniformjacken vieler Schützen, auf denen sich der feine Schleifstaub abgesetzt hatte. Die Aktion sorgte bei der Vorparade für zahlreiche Lacher.

Hütchen für die reuigen Sünder bei der Vorparade in Erle
Hütchen für die reuigen Sünder bei der Vorparade in Erle. Foto: Petra Bosse

Fahnenkasten musste geöffnet werden

Auch der Fahnenkasten wurde zum Thema. Seit rund 45 Jahren seien die Vereinsfahnen bei Arno Brömmel untergebracht gewesen. Nach Angaben der Schützen habe dort über Jahrzehnte alles problemlos funktioniert. Im vergangenen Jahr sei der Schlüssel jedoch plötzlich verschwunden gewesen.

Da sich der Kasten nicht mehr öffnen ließ, habe man schließlich mit einem Dietrich improvisieren müssen, um an die Fahnen zu gelangen.

Runkelversorgung bis ins Jahr 4306 gesichert

Für weitere Unterhaltung sorgte Fabian Schwering. Hintergrund war eine frühere Diskussion beim traditionellen Runkelwerfen. Dort habe Fabian angemerkt, dass die Runkeln zu klein geraten seien.

Bestrafungsaktion für Fabian Schwering-Vorparade Erle
Fabian Schwering durfte rechnen. Foto: Petra Bosse

Daraufhin entwickelte sich während der Vorparade eine ausführliche Rechenaktion rund um Saatgut, Ernte und zukünftige Runkelgrößen. Hintergrund sei gewesen, dass die Erler künftig ihre eigenen Runkeln anpflanzen möchten. Dafür habe man bereits entsprechendes Saatgut gekauft. Gemeinsam wurde anschließend hochgerechnet, wie viele Samen ausgesät werden müssten. Das augenzwinkernde Ergebnis: Die Runkelversorgung in Erle sei rechnerisch bis ins Jahr 4306 gesichert.

Erles Königspaar Elke Mohr und Andreas Witte
Erles Königspaar Elke Mohr und Andreas Witte. Foto: Petra Bosse

Eichhörnchen schauen in die falsche Richtung

Auch die neuen Vereinsfahnen sorgten für Gesprächsstoff. Dort fiel auf, dass die Eichhörnchen auf den Fahnen in die falsche Richtung schauten. Sicherheitshalber seien daraufhin weitere Fahnen bestellt worden.

Allerdings seien auch die nachbestellten Fahnen erneut falsch geliefert worden, berichtete Präsident Andreas Pass. Nun verfüge der Verein nach eigener Aussage gleich über vier Fahnen mit Eichhörnchen, die in die falsche Richtung schauen.

Die Raesfelder Burgmusikantn sorgten für die Musik bei der Vorparade
Die Raesfelder Burgmusikantn sorgten für die Musik bei der Vorparade. Foto: Petra Bosse

Im Anschluss wurde in gemütlicher Runde vor dem Feuerwehrgerätehaus bei Kaltgetränken weiter zusammengesessen und sich auf das bevorstehende Schützenfest eingestimmt.

Schützenfest beginnt Ende Mai

Das Erler Schützenfest findet in diesem Jahr von Samstag, 30. Mai, bis Montag, 1. Juni, im Festzelt an der Marienthaler Straße statt. Das traditionelle Vogelschießen ist wie gewohnt am Montag auf der Wiese von Johannes Stegerhoff geplant.

Vatertag: Warum die Zeit mit Kindern so wertvoll ist

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Kommentar von Daniel Bosse:

Zum Vatertag geht es nicht nur um Ausflüge, Bollerwagen oder ein kühles Getränk unterwegs. Es geht auch um die Zeit mit Kindern, die manchmal anstrengend ist und doch schneller vergeht, als vielen Vätern in diesem Moment bewusst ist.

Manchmal merkt man es erst, wenn der Moment schon vorbei ist.

Wenn das Kinderzimmer abends still bleibt. Wenn niemand mehr ruft, weil noch ein Glas Wasser fehlt. Wenn keine kleinen Füße mehr über den Flur laufen. Wenn keiner mehr auf den Arm will, keiner mehr an die Hand, keiner mehr unbedingt neben Papa sitzen möchte.

Dann denkt man vielleicht zurück an genau die Zeit, die sich mittendrin manchmal so anstrengend angefühlt hat.

Vatertag und die ehrlichen Gedanken im Alltag

An die Nächte, in denen der Schlaf zu kurz war. An die Tage, an denen man sich gefragt hat, wann endlich wieder mehr Ruhe einkehrt. Wann man wieder mehr Zeit für sich hat. Für die Partnerin. Für Freunde. Für das Hobby. Für ein Gespräch, das nicht zwischen Brotdose, Kita, Schule, Fußballtraining und Einschlafbegleitung stattfindet.

Solche Gedanken sind ehrlich. Und wahrscheinlich kennt sie fast jeder Vater.

Vatersein ist nicht nur Bilderbuch. Es ist nicht nur Stolz, Liebe und Sonntagsausflug. Es ist auch Müdigkeit. Verantwortung. Zweifel. Manchmal Überforderung. Dieses Gefühl, überall gebraucht zu werden und trotzdem nicht immer allem gerecht zu werden.

Aber genau darin liegt vielleicht einer der größten Widersprüche des Vaterseins: Was heute Kraft kostet, kann morgen fehlen.

Wenn Kinder größer werden

Die kleine Hand, die sich beim Spaziergang ganz selbstverständlich in die eigene schiebt. Das Kind, das getragen werden will, obwohl der Rücken längst protestiert. Die Frage, ob Papa noch kurz bleibt. Das Einschlafen auf dem Sofa. Das Rufen vom Spielplatz. Der Blick, der sagt: Du bist gerade meine ganze Welt.

Irgendwann verändert sich das.

Kinder werden größer. Erst langsam, dann plötzlich. Aus „Papa, kommst du mit?“ wird irgendwann „Ich mach das schon“. Aus dem Kindersitz wird das eigene Fahrrad. Aus dem gemeinsamen Weg zur Schule wird ein kurzer Abschied an der Tür. Und aus dem kleinen Menschen, der sich fest an einen klammert, wird jemand, der seinen eigenen Weg geht.

So soll es sein. Und trotzdem darf es einen berühren.

Vatertag als Moment zum Innehalten

Der Vatertag ist deshalb vielleicht mehr als ein Tag für Ausflüge, Treffen und ein paar Stunden unterwegs. Er kann auch ein Moment sein, kurz innezuhalten. Für Väter, die gerade mitten in dieser lauten, vollen, manchmal chaotischen Familienzeit stehen. Für Männer, die sich wünschen, eines Tages Vater zu werden. Und für alle, die an diesem Tag an ihren eigenen Vater denken.

Vielleicht an gemeinsame Wege durchs Dorf. An Ausflüge mit dem Fahrrad. An einen Vater, der nicht viele Worte machte, aber da war. An eine Hand auf der Schulter. An einen Rat, den man früher nicht hören wollte und heute besser versteht. An einen Menschen, der fehlt.

Denn auch das gehört zu diesem Tag: Dankbarkeit und Erinnerung. Für das, was war. Für das, was bleibt. Für Sätze, Gesten und kleine Rituale, die einen oft länger begleiten, als man es damals ahnen konnte.

Vielleicht ist Vatertag genau dafür da.

Nicht, um alles perfekt zu finden. Nicht, um Müdigkeit wegzulächeln oder die anstrengenden Seiten des Vaterseins kleinzureden. Sondern um sich bewusst zu machen, dass diese Zeit nicht stehen bleibt.

Dass Kinder groß werden.

Dass Väter älter werden.

Dass manche Gelegenheiten nicht noch einmal kommen.

Und vielleicht reicht manchmal schon dieser eine Gedanke: Heute will jemand meine Hand halten. Heute will jemand getragen werden. Heute will jemand, dass Papa bleibt.

Irgendwann wird man genau daran zurückdenken.

Und vielleicht ist genau das der schönste Grund, diesen Vatertag nicht einfach nur vorbeiziehen zu lassen.

Steffi Neu kommt wieder nach Raesfeld: Lesung über das Landl(i)eben

Die bekannte Radiomoderatorin und Autorin Steffi Neu ist erneut in Raesfeld zu Gast. Im Gemeinschaftshaus Martinus liest sie aus ihrem neuen Buch „Landl(i)eben!“. Dabei erzählt sie mit viel Humor und persönlichen Geschichten vom Leben auf dem Land, zwischen Nachbarschaft, Traditionen und Alltag.

Lesung mit Geschichten vom Leben auf dem Land

Mit ihrem neuen Buch „Landl(i)eben! Warum ich nirgendwo anders leben möchte“ widmet sich Steffi Neu den kleinen und großen Geschichten des Dorflebens. Die Autorin beschreibt das Leben zwischen Kuhweiden, Kirchturm und Nachbarschaftshilfe ehrlich, humorvoll und mit einem liebevollen Blick auf die Menschen im ländlichen Raum.

Dabei geht es unter anderem um Gemeinschaft, Traditionen, Integration und die Herausforderungen des Älterwerdens auf dem Land. Auch die Rolle der Kirche und das Miteinander im Dorf spielen in den Geschichten eine wichtige Rolle.

Steffi Neu verbindet persönliche Erlebnisse mit Geschichten anderer Landbewohnerinnen und Landbewohner. So entsteht ein vielseitiger Blick auf das Leben abseits der Großstadt, mit all seinen schönen, aber auch schwierigen Seiten.

Steffi Neu mit neuem Buch „Landl(i)eben!“ bei Lesung in Raesfeld
Steffi Neu mit neuem Buch „Landl(i)eben!“ bei Lesung in Raesfeld. Foto: Petra Bosse/Archiv

Veranstaltung im Gemeinschaftshaus Martinus

Das Bildungswerk Raesfeld lädt zur Lesung am Dienstag, 26. Mai 2026, von 19.30 bis 21 Uhr ins Gemeinschaftshaus MARTINUS an der Klümperstraße 1 in Raesfeld ein. Der Einlass beginnt um 19 Uhr.

Der Eintritt kostet 24 Euro. Karten sind im Sekretariat des Bildungswerkes Raesfeld unter der Telefonnummer 02865 10073 erhältlich.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Bildungswerkes unter
www.bw-raesfeld.de

Anmeldeschluss ist Donnerstag, 21. Mai 2026.

Große Eröffnung für den Dorfplatz Böckenhoff in Erle

Mit einem großen Dorffest wird am Sonntag, 17. Mai, der neue Dorfplatz Böckenhoff in Erle offiziell eröffnet. Gleichzeitig wird auch das Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle in die Feierlichkeiten einbezogen. Besucher erwartet ein buntes Programm mit Gottesdienst, Musik, Theater und Angeboten für Familien.

Der neue Dorfplatz in Erle trägt künftig den Namen „Dorfplatz Böckenhoff“. Diesen Beschluss fasste der Rat der Gemeinde Raesfeld in seiner jüngsten Sitzung. Damit soll die geschichtliche Bedeutung des Namens Böckenhoff für den Ort hervorgehoben werden.

Neue Mitte für Erle schafft Raum für Begegnung

Mit der Fertigstellung des Dorfgemeinschaftshauses HUB erle ist in den vergangenen Monaten bereits neues Leben in die Dorfmitte eingezogen. Eine offizielle Eröffnung hatte bislang allerdings noch nicht stattgefunden. Deshalb wird das deutschlandweit einzigartige Projekt der Bürgergenossenschaft nun in die Feierlichkeiten rund um den Dorfplatz Böckenhoff eingebunden.

Mai-Party Dorfplatz und HUB Erle 2026
Wenn es dunkelt wird in Erle.. Foto: Petra Bosse/Archiv

Zum Organisationsteam gehört das Team der Bürgergenossenschaft Christian Lipfert, Manfred Gerbersmann, Ulrike Heidermann, Arno Brömmel, Iris Gorski und Martin Tesing. Sie beschäftigen sich seit Wochen mit den Vorbereitungen für das Fest.

Gottesdienst und offizielle Eröffnung

Der Festtag, zu dem Fest die Bürgergenossenschaft eG. „Wir in Erle“ gemeinsam mit der Gemeinde Raesfeld einlädt, beginnt am Sonntag, 17. Mai, um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel. Pastor Dr. Fabian Tilling gestaltet den Auftakt.

Ab 11.30 Uhr folgt die offizielle Eröffnung mit den Raesfelder Burgmusikanten. Geplant ist zunächst eine kurze Begrüßung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden der Bürgergenossenschaft Erle eG, Arno Brömmel. Anschließend übernimmt Bürgermeister Dirk Kuhmann die Begrüßung der Gäste aus Politik, Verwaltung und Bezirksregierung.

Dorfplatz Böckenhoff in Erle
Letzter Feinschliff auf dem „Dorfplatz Böckenhoff“ in Erle: Die Arbeiten laufen auf Hochtouren, damit bis Sonntag alles fertig ist. Inzwischen wurde auch der Bereich am Zaun gepflastert, wo künftig die neuen Fahrradständer ihren Platz finden sollen. Foto: Petra Bosse

Gäste aus Politik und Verwaltung begleiten die Eröffnung

Erwartet werden unter anderem der ehemalige Bürgermeister Martin Tesing, Bundestagsabgeordnete Anne König (CDU), Bundestagsabgeordnete Nadine Heselhaus (SPD), der Landtagsabgeordnete Willi Kort, Dezernent Benedikt Brahm von der Bezirksregierung Münster, der stellvertretende Landrat des Kreises Borken Michael Boland sowie Vertreter der Gemeindeverwaltung und Vorstand und Aufsichtsrat der Bürgergenossenschaft Erle eG.

Brejpottspöllers und EAV sorgen für Unterhaltung

  • Ab 12.30 Uhr tritt die Plattdeutsch AG des Heimatvereins Erle, die Brejpottspöllers, mit der „Voggelhochtied“ auf.
  • Die Erler Allgemeine Verunsicherung, kurz EAV, gestaltet ab 13 Uhr das weitere Programm auf dem Dorfplatz Böckenhoff. Unter dem Motto „Die EAV kehrt in die neue Dorfkneipe HUB ein“ dürfen sich die Besucher auf bekannte Gesichter und so manche Dorfgeschichte freuen „Die EAV ist dabei. Sie besucht die neue Kneipe, bringt alte Bekannte mit und hat auch von dem ein oder anderen im Dorf gehört“, kündigt Ulrike Heidermann mit einem Augenzwinkern an.
  • Ab 14 Uhr sorgt DJ Christian Sanders auf dem Dorfplatz Böckenhoff für Musik und Stimmung.
  • Rund um den neuen Platz präsentieren sich unter anderem die Kornbrennerei Böckenhoff sowie ein Spielmobil des Ortmarketings Raesfeld für Kinder.
  • Um 14.30 Uhr wird zudem eine Führung an der Femeiche im neugestaltem Femeichenpark angeboten.

Neue Mitte für Erle

Mit dem Bau des neuen Dorfgasthofes und dem rund 1.800 Quadratmeter großen Dorfplatz Böckenhoff hat die Erler Ortsmitte neues Leben erhalten. Möglich wurde das durch das Engagement der Genossenschaftsmitglieder sowie durch die Unterstützung der Gemeinde Raesfeld im Rahmen des Dorfentwicklungskonzeptes „Raesfeld 2030“.

Hintergrund zur Familie Böckenhoff

Die Kornbrennerei Böckenhoff blickt auf eine lange Tradition zurück. Die Geschichte des Familienunternehmens reicht bis ins Jahr 1865 zurück und machte den Namen Böckenhoff weit über Erle hinaus bekannt.

Historischer Bezug zur alten Hofstelle Böckenhoff
Historischer Bezug zur alten Hofstelle Böckenhoff. Repro: Petra Bosse

Bereits im Jahr 1832 entschloss sich der Vorfahre Johannes Böckenhoff, das Korn seiner Felder nicht nur zu Mehl und Brot zu verarbeiten. So entstand im Münsterland eine kleine Brennerei, aus der sich das heutige Unternehmen entwickelte.

Zylinderputzen in Raesfeld, Köpfe werden größer, Hüte kleiner

Beim traditionellen Zylinderputzen des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Raesfeld St. Johannis ging es wieder gesellig zu. Neben Politur, Maßband und Schnäpsken stand diesmal vor allem ein Problem im Mittelpunkt: Große Zylinder werden knapp. Besonders Hüte ab Größe 60 sind derzeit gefragt.

König und Präsident Werner Vorholt vom Schützenverein St. Johannis Raesfeld
König und Präsident Werner Vorholt vom Schützenverein St. Johannis Raesfeld muss auch den Kopf hinhalten. Foto: Schützenverein

Zylinderpflege mit Humor und Maßband

Alle Jahre wieder trifft sich der Allgemeine Bürgerschützenverein Raesfeld zum traditionellen „Zylinderputzen“. Gastgeber war erneut Präsident Werner Vorholt, bei dem sich Vorstand und Mitglieder am Wochenende in lockerer Runde auf das kommende Schützenfest einstimmten.

Schützenverein St. Johannis Raesfeld
Glück gehabt: Zylinder passt noch. Foto: Schützenverein St. Johannis

Dabei wurde nicht nur gefachsimpelt und angestoßen, sondern natürlich auch geprüft, ob die Zylinder noch fest sitzen. Oder besser gesagt, ob sie überhaupt noch passen.

Denn beim diesjährigen „Speckdeckel messen“ fiel auf: Die Köpfe der Mitglieder scheinen größer geworden zu sein. Besonders bei den neuen Vorstandsmitgliedern zeigte das Maßband deutliche Ergebnisse. Größen von 60 und 61 seien inzwischen keine Seltenheit mehr.

Zylinderputzen-Schützenverein St. Johannis Raesfeld
Foto: Schützenverein St. Johannis

Große Zylinder dringend gesucht

Genau das bringt den Verein zunehmend in Schwierigkeiten. Passende Zylinder in großen Größen seien nur noch schwer zu bekommen. Deshalb richtet der Bürgerschützenverein nun einen ungewöhnlichen Aufruf an die Bevölkerung.

Wer zuhause noch einen großen Zylinder liegen habe, den er nicht mehr benötige, könne sich gerne beim Verein melden. Gesucht werden vor allem Hüte ab Größe 60.

Mit einem Augenzwinkern hieß es aus Vereinskreisen, man habe offenbar kein Nachwuchsproblem, sondern eher ein „Kopfproblem“.

Traditionelles Zylinderputzen - Schützenverein Raesfeld
Foto: Schützenverein St. Johannis

Geselligkeit gehört einfach dazu

Neben Maßband und Hutpflege kam auch der gesellige Teil nicht zu kurz. Bei gutem Essen und dem einen oder anderen Schnäpsken wurde viel gelacht und über vergangene Schützenfeste gesprochen.

Das traditionelle Zylinderputzen bleibt damit nicht nur ein praktischer Vorbereitungstermin, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des Vereinslebens in Raesfeld.

Allgemeiner Bürgerschützenverein Raesfeld St. Johannis
Foto: Schützenverein St. Johannis

Was tun, wenn ein Kind keine Luft bekommt? Neuer Erste-Hilfe-Kurs in Raesfeld

Ein Baby verschluckt sich. Ein Kind stürzt vom Klettergerüst. Sekunden später zählt jede Entscheidung. In der Erlebnis Sport Welt in Raesfeld lernen Eltern, Großeltern und werdende Familien jetzt, wie sie in solchen Momenten ruhig bleiben und richtig handeln. Der neue Kurs „Erste Hilfe am Kind“ setzt dabei vor allem auf praktische Übungen, moderne Technik und echte Alltagssituationen.

Im Kursraum am Samstag herrscht konzentrierte Ruhe. Auf den Tischen liegen spezielle QCPR-Übungspuppen, daneben iPads. Mit ihnen trainieren die Teilnehmer unter anderem die Herz-Lungen-Wiederbelebung bei Säuglingen und Kindern. Die Technik zeigt sofort an, ob tief genug gedrückt, richtig entlastet und korrekt beatmet wird. So lernen die Teilnehmer nicht nur theoretisch, sondern direkt praktisch, wie Erste Hilfe bei Kindern funktioniert.

Neu in Raesfeld: Erster Hilfe Kurs am Kind
Geschäftsführer György Czeglédy (l.) und Marcel Barten. Foto: Petra Bosse

Geschäftsführer György Czeglédy erklärt: „Wir benutzen nur QCPR-Puppen. Das heißt, die sind mit dem App und mit dem iPad verbunden und da können die Teilnehmer und auch wir als Ausbilder sehen, wie das Druckqualität ist, also ob die Teilnehmer tief genug drücken, hoch genug entlasten das Herz und wie die beatmen.“

Die Teilnehmer schauen immer wieder auf die Anzeigen der Tablets. Grün bedeutet, die Wiederbelebung sitzt. Rot zeigt Verbesserungsbedarf. Fehler dürfen hier passieren. Genau dafür ist der Kurs gedacht.

Neuer Erste-Hilfe-Kurs in Raesfeld setzt auf Praxis
György Czeglédy mit einer QCPR-Puppen. Foto: Petra Bosse

„Ruhe bewahren und nicht festfrieren“

Mit aufgebaut wurde der Kurs von Marcel Barten. Der 36-Jährige arbeitet als pädagogische Leitung und nichtärztliche medizinische Leitung. Seine Ausbildung reicht vom Rettungsassistenten bis zur Lehrkraft für Erste Hilfe.

„Ich unterrichte das mit György zusammen“, erzählt er. „Wir beide haben das zusammen aufgezogen, weil wir beide gemerkt haben, wir wollen nicht mehr für andere arbeiten, uns die Kurskonzepte von den anderen Firmen nicht mehr gefallen haben.“

Erste Hilfe am Kind: Neuer Kurs in Raesfeld zeigt Eltern den Ernstfall
Foto: Petra Bosse

Besonders wichtig sei den Ausbildern ein praxisnaher Ansatz. „Das Wichtigste beim Kindernotfall ist vor allem Ruhe bewahren, Ruhe bewahren und noch mehr Ruhe bewahren“, sagt Barten. Viele Situationen wirkten dramatischer, als sie tatsächlich seien.

„Die Situation kindgerecht erklären und das Kind nicht überladen, aber auch selber zu handeln und nicht festzufrieren. Das ist das Wichtigste in dem Ganzen.“

Erste Hilfe am Kind: Warum Eltern in Raesfeld jetzt praktisch üben können
Foto: Petra Bosse

Übungen statt nur Theorie

Im Kurs werden typische Notfälle durchgespielt. Eltern lernen, wie sie einen Notruf absetzen, wie eine Herz-Lungen-Wiederbelebung funktioniert oder wie sie bei Erstickungsanfällen reagieren.

Barten nennt ein Beispiel: „Ein Fieberkrampf gestaltet sich meistens vom Aussehen her viel, viel drastischer, als er ist.“ Gerade deshalb setze der Kurs bewusst auf praktische Übungen statt auf reine Onlineangebote. „Die können bei uns in Ruhe üben, die können mit Trainingsgeräten adäquat simulieren auch. Und das ist unser Hauptkonzept Handlungssicherheit durch praktisch.“

Notfall beim Kind? Neuer Erste-Hilfe-Kurs in Raesfeld setzt auf Praxis
Foto: Petra Bosse

Maximal 15 Teilnehmer sollen an einem Kurs teilnehmen. An diesem Abend sind es zehn. Für die Verantwortlichen die ideale Größe.

„Wir wollten keine 20 Leute haben wie in einem normalen BG-Kurs“, erklärt Barten. „Damit das Lernerlebnis für die Teilnehmenden optimal gestaltet und damit wir auch individuell auf die Teilnehmenden eingehen können.“

Feuerwehrkameraden unterstützen das Projekt

Unter den Teilnehmern sitzt auch Janik Titel. Er kennt die Initiatoren bereits aus der Freiwilligen Feuerwehr Raesfeld. „Man merkt einfach, dass er das hier mit Herzblut macht, dass er das in der Feuerwehr mit Herzblut macht und einfach, dass er super gerne das alles macht, um den Menschen zu helfen“, sagt Titel.

Auch er selbst engagiert sich bei der Feuerwehr und fährt Einsätze mit. Der Kurs passe deshalb gut zu dem Gedanken, Menschen im Notfall helfen zu können.

Erste Hilfe am Kind in Raesfeld: So lernen Eltern lebensrettende Handgriffe
Foto: Petra Bosse

Eltern und Großeltern wollen vorbereitet sein

Viele Teilnehmer kommen mit ganz persönlichen Gründen nach Raesfeld. Tim erwartet gemeinsam mit seiner Frau das erste Kind. „Ich finde das hier sehr umfangreich, informativ und bin bis jetzt sehr zufrieden hier“, sagt er.

Seine Frau Nadine beschäftigt vor allem eine Frage: Was tun, wenn ein Baby keine Luft mehr bekommt? „Wie man das Baby nachher hält“, sagt sie, sei für sie besonders wichtig.

Auch Marlies aus Erle sitzt aufmerksam im Kursraum. Ihre Tochter hat vor vier Monaten ein Baby bekommen. „Ich finde es einfach wichtig als Oma, dass die Eltern wissen in gefährden Situationen, wenn dem Baby was passiert, was man da macht“, erzählt sie. „Und auch als Oma, wenn ich da zufällig in der Nähe bin, dass ich da vielleicht auch mal was helfen könnte.“

Erste Hilfe am Kind: Neuer Kurs in Raesfeld zeigt Eltern den Ernstfall
Foto: Petra Bosse

Wenn der Spielplatz plötzlich zum Notfall wird

Eine Teilnehmerin berichtet von einem Erlebnis am Pröbstingsee. Dort sei ein Kind von einem Turm gestürzt.

„Dann denkst du dir, ach du meine Güte, was machst du in dieser Situation?“, erzählt sie. Genau deshalb wolle sie lernen, in solchen Momenten ruhig zu bleiben.

Im Kursraum wird derweil weiter geübt. Hände drücken auf kleine Brustkörbe. Die iPads zeigen den Rhythmus an. Draußen wird es langsam dunkel, drinnen wächst bei vielen Teilnehmern vor allem eines: das Gefühl, im Ernstfall nicht hilflos zu sein.

Weiter Informationen zu Kurzen, Termine, Preise gibt es auf der Hompage:

Golfyankeemike

Bildstock St. Martin restauriert: Maiandacht im Roringshook geplant

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Der Bildstock St. Martin am Hof Roring im Roringshook ist erneut restauriert worden. Das denkmalgeschützte Bauwerk wurde im April 2026 instand gesetzt, nachdem Witterungseinflüsse Schäden verursacht hatten. Die Kolpingsfamilien Raesfeld und Erle laden aus diesem Anlass zu einer gemeinsamen Maiandacht am 27. Mai ein.

Segensstation erinnert an Geschichte der Kolpingfamilie

Der Bildstock St. Martin wurde im September 1935 eingeweiht. Anlass war damals das 25-jährige Bestehen der Kolpingfamilie Raesfeld. Der Bildstock ist 3,5 Meter hoch und insgesamt fünf Meter breit. Errichtet wurde die Anlage aus Bruchsteinen und Klinker.

Werner Heisterklaus bei der Arbeit.
Werner Heisterklaus bei der Arbeit. Foto: Kolping

Das Relief aus Muschelkalk mit der Darstellung des Heiligen Martin, der seinen Mantel teilt, fertigte der gebürtige Raesfelder Bildhauer Josef Meinert in München an. Der damalige Hofeigentümer Roring stellte die Fläche für den Bau zur Verfügung und spendete Bruchsteine aus dem Keller seines Hauses, das zuvor bei einem Brand zerstört worden war. Die Planung übernahm Architekt Ostendorf, der auch die Bauaufsicht leitete.

Klemens Osterholt bei der Arbeit an der Segensstation in Raesfeld
Klemens Osterholt bei der Arbeit an der Segensstation in Raesfeld. Foto: Kolping

Verfall durch Flurbereinigung

In den 1960er Jahren wurde die Station infolge der Flurbereinigung von einer öffentlichen Zufahrt abgeschnitten. Heute liegt das Denkmal direkt an der Umgehungsstraße B 70. Die Umgebung verfiel zunehmend und auch das Bauwerk wurde stark beschädigt.

Zum 75-jährigen Vereinsjubiläum der Kolpingfamilie Raesfeld erfolgte 1992 eine umfangreiche Restaurierung. Gleichzeitig wurde die Station als „zeitgeschichtliches Denkmal“ unter Denkmalschutz gestellt.

Foto: Kolping

Erweiterung im Jahr 2001

Im Mai 2001 wurde die ehemalige Fronleichnamsstation nach einer Neugestaltung erneut eingesegnet. Seitdem befinden sich auf der Rückseite zum Hof Roring ein Bildrelief „Maria Himmelskönigin“ sowie ein Kreuz. Beide Arbeiten stammen vom Raesfelder Bildhauer Ferdi Löchteken.

Schäden im Frühjahr 2026 beseitigt

Auch in den vergangenen Jahren setzte die Witterung dem Denkmal weiter zu. Deshalb mussten im April 2026 erneut Schäden behoben werden. Nach Vorgaben der Denkmalbehörde wurden beschädigte und gerissene Fliesen ersetzt sowie Fugen erneuert.

Die Arbeiten führten Klemens Osterholt aus Weseke, Restaurator im Maurerhandwerk, und Werner Nagel von der Kolpingfamilie Raesfeld aus. Werner Heisterklaus entfernte zudem den Bewuchs zwischen den Bruchsteinen und strich die Hinweistafel an der Heidener Straße Ecke Roringshook neu.

Klemens Osterholt und Werner Nagel.
Klemens Osterholt und Werner Nagel. Foto: Kolping

Maiandacht am 27. Mai

Nach Abschluss der Arbeiten lädt die Kolpingfamilie Raesfeld gemeinsam mit der Kolpingfamilie Erle zur Maiandacht an die restaurierte Segensstation ein. Die Andacht beginnt am Mittwoch, 27. Mai 2026, um 18 Uhr im Roringshook.

Teilnehmer aus Erle, die mit dem Fahrrad anreisen möchten, treffen sich bereits um 17.15 Uhr zur gemeinsamen Abfahrt am neuen Dorfplatz.

Jerry Leger live – Konzert in der Schmiede im Schloss Raesfeld

Ein ungewöhnlicher Konzertabend erwartet Musikfans in Raesfeld. Der kanadische Singer-Songwriter Jerry Leger gastiert am 22. Mai in der Schmiede des Schlosses. Der Eintritt ist frei, die Atmosphäre verspricht Nähe und Authentizität.

Konzert in besonderer Kulisse

Am 22. Mai macht der kanadische Musiker Jerry Leger im Rahmen seiner Europa-Tour Station in Raesfeld. Veranstaltungsort ist die Schmiede der Akademie des Handwerks im Schloss Raesfeld. Die Werkstatt ist sonst nicht öffentlich zugänglich und wird für diesen Abend zum Konzertort.

Die raue und direkte Umgebung der Schmiede schafft eine besondere Nähe zwischen Künstler und Publikum. Sollte der Andrang groß sein, wird zusätzlich die benachbarte Steinmetzwerkstatt geöffnet.

Etablierter Songwriter aus Kanada

Jerry Leger, geboren und aufgewachsen im Osten Torontos, zählt seit Jahren zu den prägenden Stimmen der kanadischen Songwriter-Szene. Mit zahlreichen Veröffentlichungen und internationalen Tourneen hat er sich auch über Kanada hinaus einen Namen gemacht.

In Raesfeld tritt er gemeinsam mit seinem Schlagzeuger Kyle Sullivan auf. Geplant ist ein rund 90-minütiges Live-Set.

Werkstattkonzert als neues Konzept

Das Konzert ist Teil eines neuen Ansatzes der Akademie des Handwerks. Ziel ist es, die Werkstätten gezielt für ein jüngeres Publikum zu öffnen und als Orte der Begegnung erlebbar zu machen.

Die besondere Atmosphäre der Schmiede verleiht dem Konzert dabei einen eigenen Charakter, der sich deutlich von klassischen Veranstaltungsorten unterscheidet.

Eintritt frei, Spenden erwünscht

Der Eintritt ist frei. Stattdessen freuen sich die Künstler über eine freiwillige Spende in Form einer Hutspende. Getränke dürfen von den Besucherinnen und Besuchern selbst mitgebracht werden.

Da die Schmiede auch im Sommer eher kühl bleibt, wird warme Kleidung empfohlen. Das Konzert findet ohne Bestuhlung als Stehkonzert statt. Sollte der Andrang groß sein, wird zusätzlich die benachbarte Steinmetzwerkstatt geöffnet.

Termin und Details

  • Termin: 22. Mai 2026
  • Ort: Schmiede, Akademie des Handwerks, Schloss Raesfeld
  • Einlass: 19:00 Uhr
  • Beginn: 19:30 Uhr
  • Eintritt: frei, Spenden willkommen

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Knotenpunkt 64 führt jetzt direkt zum Wasserschloss Raesfeld

Wer künftig den Knotenpunkt 64 im NRW-Knotenpunktsystem ansteuert, wird nicht mehr in die Raesfelder Ortsmitte geführt, sondern direkt zum Wasserschloss Raesfeld. Der Knotenpunkt wurde in dieser Woche vom bisherigen Standort nahe des Rewe-Marktes an das Schloss verlegt. Gleichzeitig wurde auch der Verlauf des Radwegenetzes leicht angepasst und neu ausgeschildert.

Die Gemeinde Raesfeld setzt seit vielen Jahren auf das Knotenpunktsystem für Radfahrende. Mit der Verlegung liegt nun ein Knotenpunkt weiterhin zentral im Ortskern, der Knotenpunkt 63, während der zweite wichtige Punkt direkt am Schloss angesiedelt ist. Gemeinsam mit dem Kreis Borken wurde die Umsetzung in dieser Woche abgeschlossen.

Schloss als zentraler Anlaufpunkt für Radfahrende

Nach Angaben der Tourist-Info Raesfeld soll die neue Position des Knotenpunkts den touristischen Standort weiter stärken.

„Viele Touristinnen und Touristen planen ihre Fahrradtouren über das Knotenpunktsystem. Daher ist es touristisch attraktiv und sinnvoll, einen Knotenpunkt auch an unserem Schloss zu platzieren“, erklärt Ina Hufe von der Tourist-Info Raesfeld im Naturparkhaus.

Weiter führt sie aus: „Nahezu täglich haben wir Gäste in der Tourist-Info, die nach Radtouren fragen und sich über unsere neuen Radkarten anhand des Knotenpunkt Systems freuen. Wir erhalten viel positives Feedback zu dem System und den Karten.“

Knotenpunkt 64  für Radroutenplaner im Münsterland Wasserschloss Raesfeld
Der Knotenpunkt 64 für Radroutenplaner im Münsterland liegt nun am Wasserschloss Raesfeld

Radwegenetz neu ausgeschildert

Durch die Verlegung des Knotenpunkts wurde auch der Verlauf einzelner Strecken im Radwegenetz leicht angepasst. Die neuen Verbindungen sind inzwischen ausgeschildert worden. Für Radfahrende soll die Orientierung dadurch einfacher und gleichzeitig touristisch attraktiver werden.

Was bedeutet das Knotenpunktsystem für Radfahrer und Touristen?

Das Knotenpunktsystem in NRW ist ein Orientierungssystem für den Radverkehr. Dabei sind zahlreiche Punkte im Radwegenetz mit Nummern versehen und über ausgeschilderte Strecken miteinander verbunden. Radfahrende können ihre Touren individuell planen, indem sie einfach die gewünschten Knotenpunktnummern notieren und anschließend der Beschilderung folgen.

Gerade für Touristen bietet das System Vorteile. Auch ohne Ortskenntnisse lassen sich Tagestouren oder längere Strecken unkompliziert fahren. In Regionen wie Raesfeld ermöglicht das System zudem eine gute Verbindung zwischen Sehenswürdigkeiten, Gastronomie und Naturzielen. Mit dem neuen Standort des Knotenpunkts 64 rückt nun auch das Wasserschloss Raesfeld stärker in den Mittelpunkt vieler Radtouren.

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