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Unfall A31 Schermbeck: Reifen platzt auf der A31

Unfall A31 Schermbeck: Zwischen Lembeck und Schermbeck kam es am frühen Samstagmorgen zu einer Unfallserie. Nach Angaben von der Unfallstelle überfuhr ein Audi eine Ratte. Kurz darauf platzte ein Reifen.

Reifen platzt auf der A31

Nach Angaben der Polizei vor Ort war ein Audi Q7 am Samstag, 8. August 2026, kurz nach 1 Uhr auf der A31 in Richtung Bottrop unterwegs. Zwischen Lembeck und Schermbeck überfuhr der Wagen nach Angaben von der Unfallstelle eine Ratte. Kurz darauf platzte ein Reifen.

Nach dem geplatzten Reifen geriet der Audi ins Schleudern, schleuderte mehr als 100 Meter über die Fahrbahn und prallte schließlich gegen die Leitplanke. Die Polizei sprach vor Ort von einem ungewöhnlichen Ablauf mit erheblichen Folgen.

Unfall A31 Schermbeck: VW fährt in Unfallstelle

Kurz nach dem ersten Unfall fuhr ein VW T-Roc in die Unfallstelle. Der Fahrer des VW wurde leicht verletzt und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Zwei Fahrzeuge waren damit in den Unfall verwickelt.

Im Einsatz waren die Feuerwehr Dorsten, zwei Rettungswagen, ein Notarzt sowie die Autobahnpolizei. Die Einsatzkräfte mussten die Unfallstelle sichern, Verletzte versorgen und die Bergung der Fahrzeuge vorbereiten.

Video: Marc Gruber

Feuerwehr räumt Fahrzeug mit Seilwinde

Für die Bergungs- und Aufräumarbeiten setzte die Feuerwehr eine Seilwinde ein. Damit wurde eines der Unfallfahrzeuge von der Fahrbahn geräumt, damit die A31 nach und nach wieder freigegeben werden konnte.

Feuerwehr räumt Unfallfahrzeug nach Unfall auf der A31 bei Schermbeck von der Fahrbahn
Die Feuerwehr setzte eine Seilwinde ein, um ein Unfallfahrzeug von der Fahrbahn zu räumen. Foto: Marc Gruber

A31 in Richtung Bottrop rund eine Stunde gesperrt

Während der Rettungs-, Bergungs- und Aufräumarbeiten musste die A31 in Fahrtrichtung Bottrop für rund eine Stunde vollständig gesperrt werden. Der Verkehr in Richtung Bottrop konnte die Unfallstelle in dieser Zeit nicht passieren.

Polizeifahrzeug sichert die Sperrung nach einem Unfall auf der A31 bei Schermbeck
Die A31 war in Fahrtrichtung Bottrop zeitweise vollständig gesperrt. Foto: Marc Gruber

Nach mehr als einer Stunde konnte zunächst die linke Fahrspur wieder für den Verkehr freigegeben werden. Insgesamt blieb es nach den Angaben von der Unfallstelle bei einem leicht verletzten Fahrer und zwei beschädigten Fahrzeugen.

Standesamt Raesfeld – Trauungen und Sterbefälle

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Standesamt – Nachrichten aus der Gemeinde Raesfeld: Trauungen und Sterbefälle im Überblick.

In der Zeit vom 01.07.2026 bis zum 31.07.2026 wurde im Standesamt Raesfeld die Eheschließung folgender Personen beurkundet; die schriftliche Einwilligung zur Veröffentlichung liegt vor:

Trauungen

04.07.2026
Anja de Haardt, 30974 Wennigsen (Deister), Egestorfer Straße 12 und Peter Thomas Risthaus, 30974 Wennigsen (Deister), Egestorfer Straße 12

11.07.2026
Julia Looks, 46348 Raesfeld, Upen Plass 4 und Florian Witte, 46348 Raesfeld, Upen Plass 4

17.07.2026
Melanie Unnebrink, 46348 Raesfeld, Pfarrer-Trockel-Pättken 16 und Tobias Möllenbeck, 46348 Raesfeld, Pfarrer-Trockel-Pättken 16

19.07.2026
Paunita Hortensia Melania Miulescu, 46487 Wesel, Fasanenweg 10 und Mario Jaeckel, 46487 Wesel, Fasanenweg 10

Sterbefälle

04.07.2026
Sebastian Kuhn, 46348 Raesfeld, Nordesch 36

16.07.2026
Heinrich Bernhard Droste, 46348 Raesfeld, Im Mensing 15

19.07.2026
Hermann Heinrich Kwebbing, 46348 Raesfeld, Im Mensing 15

(Die schriftliche Einwilligung zur Veröffentlichung liegt vor)

Von Mozart bis Dvořák: Klangvoller Auftakt am Wasserschloss Raesfeld

Klassikliebhaber kamen am Donnerstagabend im Innenhof des Wasserschlosses Raesfeld auf ihre Kosten. Mit Werken von Mozart, Mendelssohn und Dvořák eröffnete die festival:philharmonie westfalen die Musiklandschaft Westfalen. Klarinettist Wenzel Fuchs und Dirigent Michael Zlabinger gestalteten den Auftakt.

Premiere für Bürgermeister Dirk Kuhmann

Für Dirk Kuhmann war die Begrüßung eine Premiere. Er eröffnete die Musiklandschaft Westfalen erstmals als Bürgermeister der Gemeinde Raesfeld.

Eröffnung Musiklandschaft Westfalen Schloss Raesfeld 2026
Eröffnung dr Musiklandschaft:Westfalen durch Bürgermeister Kuhmann (re.) und Intendant Dirk Klapsing. Foto; Petra Bosse

„Einen wunderschönen guten Abend. Als Bürgermeister der Gemeinde Raesfeld darf ich Sie herzlich im Innenhof des Wasserschlosses begrüßen“, sagte Kuhmann. Die historische Anlage biete eine herrliche Kulisse. Die Gemeinde freue sich, diese Veranstaltung erneut in Raesfeld begrüßen zu dürfen.

„Es ist eine wundervolle Veranstaltung mit vielen hervorragenden Künstlerinnen und Künstlern. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend. Genießen Sie die Musik und die Atmosphäre“, sagte Kuhmann.

Musikliebhaber der Klassik am Schloss Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Raesfeld als musikalisches Wohnzimmer

Intendant Dirk Klapsing begrüßte das Publikum von der Bühne. Der Blick in den Innenhof sei für ihn immer wieder ein schönes Bild.

„Raesfeld ist für uns das, was Wimbledon für Boris Becker war: unser Wohnzimmer“, sagte Klapsing. Die Musiklandschaft Westfalen sei 2009 herzlich in Raesfeld aufgenommen worden. Zunächst hätten die Konzerte auf der Wiese stattgefunden, seit 2013 nutze das Festival den Innenhof des Wasserschlosses.

„Wir haben es nicht einmal bereut, nach Raesfeld gekommen zu sein“, sagte Klapsing. Das liege an der Kulisse, an den Menschen und an der Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung. Diese unterstütze die Veranstaltungen seit 17 Jahren kooperativ.

Dirigent Michael Zlabinger leitete die festival:philharmonie westfalen
Dirigent Michael Zlabinger leitete die festival:philharmonie westfalen beim Eröffnungskonzert im Wasserschloss Raesfeld.. Foto: Petra Bosse

Mendelssohn eröffnet den Konzertabend

Die festival:philharmonie westfalen begann das Programm unter der Leitung von Michael Zlabinger mit der „Sommernachtstraum-Ouvertüre“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Mendelssohn schrieb das Werk 1826 im Alter von 17 Jahren. Die Musik greift die Stimmung von William Shakespeares Komödie auf und wechselt zwischen leisen, schnellen Streicherpassagen und kraftvollen Orchestermomenten.

Damit passte die Ouvertüre zum sommerlichen Open-Air-Auftakt im Schlossinnenhof. Sie bereitete zugleich den Übergang zum Solokonzert des Abends vor.

Musiklandschaft-Westfalen am historischen Wasserschloss Raesfeld 2026
Foto: Petra Bosse

Wenzel Fuchs spielt Mozarts Klarinettenkonzert

Anschließend trat Wenzel Fuchs als Solist auf die Bühne. Der gebürtige Innsbrucker gehört seit 1993 als Solo-Klarinettist zu den Berliner Philharmonikern. In Raesfeld spielte er Wolfgang Amadeus Mozarts Klarinettenkonzert in A-Dur KV 622, eines der bekanntesten Werke für dieses Instrument. Die Berliner Philharmoniker bezeichnen es als vermutlich berühmtestes Klarinettenkonzert überhaupt.

Mozart vollendete das Konzert 1791, wenige Wochen vor seinem Tod. Der erste Satz verbindet bewegliche Läufe mit ruhigen Passagen. Im langsamen Adagio entfaltet die Klarinette eine gesangliche Melodie, bevor das Rondo das Werk lebhaft abschließt.

Wasserschloss Raesfeld im Münsterland
Foto: Petra Bosse

Klänge aus der „Neuen Welt“

Nach der Pause folgte Antonín Dvořáks neunte Sinfonie in e-Moll. Der tschechische Komponist schrieb das Werk während seines Aufenthalts in den USA. Die Sinfonie wurde 1893 in New York uraufgeführt und trägt den Beinamen „Aus der neuen Welt“.

Die vier Sätze verbinden ruhige Melodien mit kräftigen Rhythmen und markanten Bläserpassagen. Besonders bekannt ist das Largo mit seinem ausgedehnten Englischhornsolo. Im Schlusssatz greift Dvořák musikalische Gedanken aus den vorherigen Teilen wieder auf und führt sie zusammen.

Mit Mendelssohn, Mozart und Dvořák spannte das Eröffnungskonzert einen Bogen von einer sommerlich leichten Ouvertüre über ein Solokonzert bis zu einer groß besetzten Sinfonie. Das Programm stellte Wenzel Fuchs, die festival:philharmonie westfalen und Dirigent Michael Zlabinger in den Mittelpunkt.

Femeiche in Raesfeld-Erle bekommt neue Stützen

An der Femeiche in Raesfeld-Erle müssen vier marode Stützen erneuert werden. Die Arbeiten sollen zwischen Mitte August und Anfang September 2026 stattfinden. Nach Angaben des Kreises Borken befindet sich die rund 1.000 Jahre alte Eiche weiterhin in einem guten Zustand.

Vier Stützen der Femeiche in Raesfeld-Erle sind marode und müssen ausgetauscht werden. Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Borken hat dafür die Firma Gewers Baumpflege GmbH beauftragt.

Voraussichtlich zwischen Mitte August und Anfang September 2026 sollen vier Stützen und zwei Fundamente erneuert werden. Auch die übrigen Stützen werden kontrolliert und bei Bedarf ersetzt.

Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf 9.000 Euro. Davon werden 70 Prozent über Fördermittel der Förderrichtlinie Naturschutz finanziert. Die übrigen 30 Prozent trägt der Kreis Borken.

Historische Femeiche in Erle mit Stützen
Foto: Petra Bosse

Femeiche in Raesfeld-Erle entwickelt sich weiterhin gut

Trotz ihres hohen Alters befindet sich die Femeiche nach Einschätzung des Kreises in einem guten Zustand.

„In den vergangenen Jahren hat sich die Femeiche für ihr Alter weiterhin gut entwickelt“, erklärt Hanna Lösing aus dem Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises Borken, die die Femeiche seit fünf Jahren betreut. „Die Krone ist in einem hervorragenden Zustand. Wer genau hinsieht, erkennt, dass der Baum im Wesentlichen nur noch aus den Rindenresten des ursprünglichen Stammes besteht. Diese wachsen jedoch kontinuierlich weiter.“

Warum die Femeiche Stützen benötigt

Erste Skizzen für ein Ständerwerk, das den Baum stützen sollte, stammen aus dem Jahr 1911. Bereits damals zeigte sich, dass der Baum von innen heraus faulte und ohne Unterstützung keine Überlebenschance haben würde.

Seitdem wird die alte Eiche mit verschiedenen Maßnahmen erhalten und gepflegt.

Zahlreiche Pflegemaßnahmen seit den 1960er Jahren

In den vergangenen Jahrzehnten wurden immer wieder Arbeiten an der rund 1.000 Jahre alten Femeiche in Raesfeld-Erle vorgenommen.

In den 1960er Jahren entfernten Baumpfleger abgestorbene Baumteile und tauschten den Boden aus.

  • 1986 wurde im Umfeld des Baumes Lavagranulat eingebracht. Außerdem wurde der Großteil der Stützen erneuert.
  • 2011 wurden vier weitere Stützen ausgetauscht und Totholz vom Reststamm zurückgenommen.
  • 2014 folgte ein neues Fundament mit einem Lagerbalken für eine Stütze.

Darüber hinaus wurde der Boden regelmäßig gelockert und mit Bodenorganismen angereichert. Sie erleichtern den Wurzeln die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen. Pflegeschnitte in der Krone und am Stamm sollen zudem das Wachstum lenken und den guten Zustand des Baumes erhalten.

Femeichenpark Erle in Münsterland
Foto: Daniel Bosse/Archiv

Femeichenpark wurde 2025 eröffnet

Die Femeiche ist als Naturdenkmal und als „Nationalerbe-Baum“ ausgewiesen. Mit der Eröffnung des Femeichenparks im April 2025 erhielt der Baum ein neu gestaltetes Umfeld.

Der Park zieht inzwischen Besucherinnen und Besucher aus der Region und darüber hinaus nach Raesfeld-Erle.

Die historische Femiche in Erle um 1860. Foto: Petra Bosse/Repro

Rund 1.000 Jahre alte Eiche mit langer Geschichte

Experten schätzen das Alter der Femeiche auf etwa 1.000 Jahre. Der Kreis Borken führt sie in seinem Verzeichnis der Baum-Naturdenkmale.

Bis ins 16. Jahrhundert tagte unter der Eiche das Femegericht. Dort wurde über Schwerverbrechen wie Mord und Brandstiftung geurteilt.

Um den Hohlraum im Stamm ranken sich zahlreiche Geschichten. Eine der bekanntesten berichtet vom preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm, der dort im Jahr 1819 mit zwei Generälen gefrühstückt haben soll.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Erle swingt: Chickenleg bringt Jazz auf den Dorfplatz

Chickenleg brachte am Mittwochabend jazzige Klänge auf den Dorfplatz Böckenhoff in Erle. Zahlreiche Besucher kamen zum Konzert am HUB Erle und erlebten bekannte Stücke, die von der Band neu interpretiert wurden.

Bekannte Songs in neuen Varianten

Die raue, markante Stimme von Sängerin Walburga Angermann prägte das Konzert. Die Musiker ließen viel Raum für Improvisationen und wechselnde Soli. Dabei griff Chickenleg bekannte Titel wie „Fly Me to the Moon“, „Georgia on My Mind“, „Summertime“ und „Blue Moon“ auf.

Die Band Chickenleg spielt beim Jazzabend am HUB Erle
Foto: Petra Bosse

Auch „Autumn Leaves“, „All of Me“ und „Lullaby of Birdland“ standen auf dem Programm. Mit „Watermelon Man“ wurde es funkiger. Ein Boogie durfte ebenfalls nicht fehlen.

Jeder Musiker setzte eigene Akzente

Rüdiger Beckemeier spielte Saxofon und Gitarre. Dirk Hünerbein, der Gründer und Namensgeber von Chickenleg, übernahm den Kontrabass. Detlev Kittler-Capredon saß am Digitalpiano. Friedhelm Naujoks spielte Schlagzeug und Cajón, Peter Risthaus Gitarre.

Die Musiker wechselten sich bei ihren Soli ab. Saxofon, Gitarre, Piano und Kontrabass traten dabei immer wieder in den Vordergrund. Walburga Angermann verband die instrumentalen Passagen mit ihrem Gesang.

Die Band Chickenleg spielt beim Jazzabend am HUB Erle
Foto: Petra Bosse

Dorfplatz wird zum Treffpunkt

Bei lauen Sommertemperaturen genossen die Besucher den Jazzabend auf dem Dorfplatz Böckenhoff. Vor dem HUB Erle saßen sie zusammen, lauschten der Musik und kamen miteinander ins Gespräch.

So zeigte sich der Dorfplatz an diesem Abend als Treffpunkt mitten in Erle: belebt, musikalisch und gut besucht.

Musikschule Borken sucht kleine Bühnenstars für „Hänsel und Gretel“

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Die Musikschule für Borken, Heiden, Raesfeld, Reken und Velen plant ein generationenübergreifendes Musiktheaterprojekt zu „Hänsel und Gretel“. Dafür werden noch Erstklässler gesucht, die singen, musizieren und Theater spielen möchten.

„Wer knabbert an meinem Häuschen?“

„Knusper, knusper, Knäuschen, wer knabbert an meinem Häuschen?“ Das Märchen von Hänsel und Gretel bildet die Grundlage für das neue Projekt der Musikschule. Kinder und Senioren erarbeiten die Geschichte gemeinsam mit Musik und Spielszenen.

Das Projekt soll jungen und älteren Teilnehmern gemeinsame musikalische Erfahrungen ermöglichen. Neben dem Theaterstück stünden nach Angaben der Musikschule auch die Begegnungen zwischen den Generationen im Mittelpunkt.

Musik und Theater verbinden die Generationen

Annika Stegger leitet das Projekt. Die Sängerin und Musikgeragogin beschäftige sich seit vielen Jahren mit der Verbindung von Musik, Bildung und kultureller Teilhabe im Alter. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liege auf generationenübergreifenden Angeboten.

Doreen Wittig übernimmt die Proben mit den Kindern. Sie bringe ihre Erfahrungen als Erzieherin und aus der elementaren Musikpädagogik ein. Die Erstklässler würden spielerisch an das Singen, Musizieren und Theaterspielen herangeführt.

Proben beginnen im September

Die Proben starten am Dienstag, 1. September 2026. Sie finden jeweils dienstags von 17.15 bis 18.15 Uhr statt. Zunächst probt die Gruppe im Raum 110 des Duesbergforums in Borken. Später sind gemeinsame Termine mit den Bewohnern des Seniorenhauses im Josefzentrum vorgesehen.

Die Unterrichtsgebühr beträgt 13 Euro. Kinder, die bereits die Musikschule besuchen, können kostenlos teilnehmen.

Die Aufführung des Musiktheaterstücks ist für Ende Januar 2027 geplant.

Anmeldung bei der Musikschule

Eltern können ihre Kinder per E-Mail an [email protected] anmelden. Fragen beantwortet die Musikschule unter der Telefonnummer 02861 939 218.

Bienen- und Wespennester entfernen verboten? Diese Regeln gelten

Ein Bienen- oder Wespennest am Haus sorgt schnell für Unsicherheit. Viele Dienstleister bieten im Internet die schnelle Entfernung von Bienen- und Wespennestern an. Doch weder Privatpersonen noch beauftragte Unternehmen dürfen bewohnte Nester ohne Weiteres beseitigen. Welche Regeln gelten, hängt von der Insektenart, dem Standort und einer möglichen Gefahr ab.

Polizeimeldung wirft zusätzliche Frage auf

Die Kreispolizeibehörde Borken warnt aktuell vor unseriösen Dienstleistungsunternehmen. In zwei Fällen hätten Betroffene über das Internet kurzfristig Hilfe gesucht und anschließend erheblich überhöhte Rechnungen erhalten.

In einem Fall habe ein Kunde einen Anbieter mit der Beseitigung eines Bienennestes beauftragt. Der Mitarbeiter sei zeitnah erschienen und habe die Arbeiten innerhalb kurzer Zeit ausgeführt. Danach habe das Unternehmen laut Polizei eine hohe Bezahlung verlangt.

Ob der Dienstleister das Nest entfernte, zerstörte oder das Bienenvolk umsiedelte, geht aus der Polizeimeldung nicht hervor. Die Polizei nennt auch keine Angaben zu einer möglichen Genehmigung.

Mehr dazu: Polizei warnt vor unseriösen Notdienstanbietern

Dürfen Privatpersonen ein Bienennest entfernen?

Ein bewohntes Bienennest darf grundsätzlich weder eine Privatperson noch ein beauftragter Dienstleister eigenmächtig entfernen oder zerstören. Alle heimischen Bienenarten stehen unter besonderem Schutz.

Die Tiere dürfen nicht getötet oder verletzt werden. Auch ihre Nester dürfen nicht ohne entsprechende Prüfung beseitigt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich das Nest am Wohnhaus, im Rollladenkasten, auf dem Dachboden oder im Garten befindet.

Wer ein Bienennest entdeckt, sollte einen Imker oder eine andere fachkundige Person hinzuziehen. Diese kann prüfen, ob sich das Bienenvolk umsiedeln lässt.

Besteht eine konkrete Gefahr, etwa für einen Allergiker, kann die Untere Naturschutzbehörde im Einzelfall eine Ausnahmegenehmigung erteilen. Auch dann sollte ausschließlich eine fachkundige Person das Nest entfernen oder das Volk umsiedeln.

Wespen im Garten
Wespen im Garten sind häufig eine Plage, vor allem, wenn sie ein Nest ganz in der Nähe haben. Auch hier gilt: Wespennester zu entfernen benötigen eine offizielle Genehmigung. Foto: Petra Bosse

Was gilt für Wespennester?

Auch ein Wespennest dürfen Privatpersonen oder Dienstleister nicht grundlos zerstören. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet es, die Lebensstätten wild lebender Tiere ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu beseitigen.

Eine konkrete Gefahr kann einen vernünftigen Grund darstellen. Das kommt beispielsweise infrage, wenn sich ein Nest direkt an einem häufig genutzten Hauseingang, in einer Kindertagesstätte oder im Umfeld eines Allergikers befindet.

Eine bloße Belästigung durch herumfliegende Wespen rechtfertigt die Beseitigung dagegen nicht automatisch. Vor einer Maßnahme sollte deshalb eine fachkundige Person die Situation und die Wespenart prüfen.

Einige Wespenarten sind besonders geschützt

Für häufig vorkommende Wespenarten gilt der allgemeine Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes. Andere Arten stehen unter besonderem Schutz. Dazu zählen nach Angaben des Kreises Borken unter anderem die heimischen Kreiselwespen und Knopfhornwespen.

Auch alle heimischen Hummelarten und die Europäische Hornisse sind besonders geschützt. Ihre Tiere dürfen weder gefangen, verletzt noch getötet werden. Die Nester dürfen ebenfalls nicht eigenmächtig zerstört werden.

Soll ein Nest einer besonders geschützten Art beseitigt werden, muss die Untere Naturschutzbehörde die Ausnahme im Einzelfall prüfen und genehmigen. Das gilt für Privatpersonen ebenso wie für Dienstleistungsunternehmen.

Wespen nutzen ihre Nester nur eine Saison

Wespen, Hummeln und Hornissen bilden in der Regel einjährige Völker. Im Herbst sterben die Völker ab. Nur die jungen Königinnen überwintern an einem geschützten Ort und gründen im nächsten Jahr ein neues Volk.

Die Tiere beziehen ein altes Nest normalerweise nicht erneut. Ein eindeutig verlassenes Nest darf deshalb entfernt werden. Wer unsicher ist, ob das Nest noch bewohnt ist, sollte es zunächst von einer fachkundigen Person kontrollieren lassen.

Bienen überwintern dagegen gemeinsam als Volk. Sie nutzen ihr Nest im folgenden Frühjahr weiter.

Nest nicht verschließen oder selbst bekämpfen

Bewohner sollten den Eingang eines bewohnten Nestes nicht verschließen. Auch Wasser, Feuer, Rauch oder Insektenspray eignen sich nicht zur eigenständigen Bekämpfung. Solche Maßnahmen können die Tiere töten oder aggressiv machen.

Oft reichen einfache Vorkehrungen aus. Fliegengitter können verhindern, dass die Tiere in Wohnräume gelangen. Im direkten Umfeld des Nestes sollten Erschütterungen und andere Störungen vermieden werden.

Untere Naturschutzbehörde prüft den Einzelfall

Im Kreis Borken können sich Betroffene an die Untere Naturschutzbehörde wenden. Der Kreis stellt einen digitalen Antrag für die Beseitigung eines Insektennestes bereit. Fotos der Tiere und des Nestes können bei der Bestimmung der Art helfen.

Die Behörde prüft, ob eine Ausnahmegenehmigung erforderlich und möglich ist. Eine Umsiedlung hat dabei grundsätzlich Vorrang vor einer Bekämpfung.

Weitere Informationen bietet der Kreis Borken zur Beseitigung von Insektennestern.

Polizei warnt vor unseriösen Notdienstanbietern im Kreis Borken

Die Polizei im Kreis Borken ermittelt in zwei Fällen wegen des Verdachts des Wuchers. Betroffene hatten über das Internet kurzfristig Dienstleister gesucht und anschließend nach eigenen Angaben erheblich überhöhte Rechnungen erhalten.

Hohe Rechnungen nach kurzen Einsätzen

In einem Fall benötigte ein Kunde Hilfe bei der Beseitigung eines Bienennestes. Im zweiten Fall suchte ein Betroffener wegen einer Rohrverstopfung nach einem Notdienst. Beide fanden die Anbieter über eine Internetsuche.

Die angeforderten Mitarbeiter seien jeweils zeitnah erschienen und hätten die Arbeiten innerhalb kurzer Zeit erledigt. Anschließend hätten sie hohe Geldbeträge verlangt. Teilweise sollten die Kunden bereits vor Beginn der Arbeiten zahlen. Die Bezahlung sollte unmittelbar über ein Kartenlesegerät erfolgen.

Nach Angaben der Geschädigten hätten die geforderten Summen in keinem angemessenen Verhältnis zu den erbrachten Leistungen gestanden. Später seien weitere Auffälligkeiten hinzugekommen. Ansprechpartner seien nur schwer erreichbar gewesen. Außerdem hätten Zweifel an den angegebenen Firmenanschriften bestanden.

Die Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen.

Polizei gibt Tipps für die Auswahl eines Notdienstes

Unseriöse Anbieter nutzten laut Polizei häufig den Zeitdruck in einer Notsituation aus. Verbraucher sollten deshalb einige Punkte beachten:

  • Unternehmen vor der Beauftragung prüfen und Bewertungen kritisch lesen
  • auf ein vollständiges Impressum mit nachvollziehbarer Anschrift und Festnetznummer achten
  • vor Arbeitsbeginn einen verbindlichen Preis oder zumindest einen Kostenrahmen vereinbaren
  • einzelne Leistungen und Kosten verständlich erläutern lassen
  • bei geforderter Vorauszahlung besonders vorsichtig sein
  • nichts unterschreiben oder bezahlen, wenn die Forderung unangemessen hoch erscheint
  • bei Zweifeln ein weiteres Angebot oder eine zweite Meinung einholen
  • Rechnungen, Zahlungsbelege und Kommunikationsdaten aufbewahren

Betroffene sollten sich nicht unter Druck setzen lassen und bei einem Verdacht die Polizei informieren.

Anmerkung der Redaktion

Heimische Bienenarten stehen unter besonderem Schutz. Bewohnte Bienennester dürfen daher grundsätzlich nicht eigenmächtig entfernt oder zerstört werden. Bei einer konkreten Gefahr sollte die Untere Naturschutzbehörde kontaktiert werden. Eine mögliche Umsiedlung gehört in die Hände eines Imkers oder einer anderen fachkundigen Person. Ob für die Entfernung im geschilderten Fall eine Genehmigung vorlag, geht aus der Polizeimeldung nicht hervor.

Raesfeld liegt bei Rentenleistungen über dem NRW Durchschnitt

Raesfeld erreicht bei den durchschnittlichen Rentenleistungen einen der höchsten Werte unter den verglichenen Gemeinden im Kreis Borken. Mit 20.105 Euro pro Person ab 65 Jahren liegt Raesfeld auf dem zweiten Platz hinter Reken und über dem NRW Durchschnitt von 19.700 Euro.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes IT.NRW bezogen 2025 rund 3,93 Millionen Menschen ab 65 Jahren in Nordrhein Westfalen Rentenleistungen. Dazu zählen Zahlungen aus gesetzlichen, privaten und betrieblichen Rentenversicherungen.

Im landesweiten Durchschnitt erhielten die Rentnerinnen und Rentner 19.700 Euro im Jahr. Das entspricht rund 1.640 Euro im Monat.

Reken führt den Vergleich an

Reken erreicht mit durchschnittlich 20.266 Euro pro Person den höchsten Wert unter den acht verglichenen Kommunen im Kreis Borken. Raesfeld folgt mit 20.105 Euro, rund 1.675 Euro monatlich, auf dem zweiten Platz. Heiden liegt mit 19.723 Euro auf Platz drei.

Die Stadt Borken verzeichnet mit 18.948 Euro den niedrigsten Wert innerhalb dieses Vergleichs. Zwischen Reken und der Stadt Borken liegt eine Differenz von 1.318 Euro im Jahr.

Die Rangliste von acht Kommunen:

  1. Reken: 20.266 Euro
  2. Raesfeld: 20.105 Euro
  3. Heiden: 19.723 Euro
  4. Velen: 19.536 Euro
  5. Rhede: 19.423 Euro
  6. Gescher: 19.380 Euro
  7. Bocholt: 19.337 Euro
  8. Stadt Borken: 18.948 Euro

Umgerechnet auf einen Monat erhalten Menschen ab 65 Jahren in Raesfeld durchschnittlich rund 1.675 Euro. In Reken sind es etwa 1.689 Euro, in Heiden rund 1.644 Euro und in der Stadt Borken etwa 1.579 Euro.

Frauen erhalten im Durchschnitt weniger als Männer

In Nordrhein Westfalen erhielten Männer ab 65 Jahren 2025 durchschnittlich 22.800 Euro an jährlichen Rentenleistungen. Bei den Frauen lag der Durchschnitt bei 17.300 Euro. Daraus ergibt sich ein Unterschied von 5.500 Euro im Jahr.

Der Großteil der Rentnerinnen und Rentner bezog Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Der Anteil lag bei den Männern bei 96,7 Prozent und bei den Frauen bei 98,6 Prozent.

Gesetzliche Rentenversicherung zahlt durchschnittlich 17.800 Euro

Die gesetzliche Rentenversicherung zahlte 2025 durchschnittlich 17.800 Euro pro Person. Männer erhielten daraus im Durchschnitt 20.500 Euro im Jahr, Frauen 15.700 Euro.

Auf den Monat gerechnet entspricht das bei Männern rund 1.710 Euro und bei Frauen rund 1.310 Euro. Eine Person kann Leistungen aus mehreren Rentenarten erhalten.

Rund 35.000 Menschen erhielten Renten aus einem zertifizierten Basisrentenvertrag. Weitere 73.000 Personen bezogen Leistungen aus einer berufsständischen Versorgungseinrichtung.

Leerstehendes Bowlingcenter in Borken brannte: Feuerwehr Raesfeld unterstützte

Beim Brand des ehemaligen Bowlingcenters an der Parkstraße in Borken unterstützte die Feuerwehr Raesfeld die umfangreichen Löscharbeiten. Rund 130 Einsatzkräfte mit 19 Fahrzeugen waren vor Ort. Die Kriminalpolizei ermittelt zur Brandursache.

Feuerwehreinsatz am brennenden leerstehenden Bowlingcenter in Borken
Foto: Privat

Feuer griff auf das Dach über

Zeugen meldeten am Dienstagnachmittag, 4. August 2026, gegen 16.58 Uhr eine starke Rauchentwicklung aus dem leerstehenden Gebäude. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stieg bereits dichter schwarzer Rauch auf.

Das Feuer brach nach Angaben der Feuerwehr im Obergeschoss aus. Dort befindet sich eine leerstehende Wohnung. Später griffen die Flammen auf das Dach über.

„Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig, da das Gebäude über Zwischendecken und Bereiche verfügt, die für uns nur schwer erreichbar sind“, erklärte Frank Sommer, Leiter der Feuerwehr Borken. Um versteckte Brandnester erreichen und löschen zu können, riss ein angeforderter Kettenbagger Teile des Gebäudes ein.

Die Feuerwehr Raesfeld unterstützte die Löscharbeiten. in Borken
Foto: Feuerwehr Raesfeld

Feuerwehr Raesfeld mit mehreren Fahrzeugen vor Ort

Aufgrund der hohen Temperaturen habe die Einsatzleitung viel Personal benötigt und die Einsatzkräfte regelmäßig austauschen müssen, berichtete Sommer. Deshalb seien weitere Feuerwehren zur Unterstützung alarmiert worden.

Im Einsatz waren alle Löschzüge der Stadt Borken aus Borken, Gemen, Weseke und Burlo. Hinzu kamen Kräfte aus Heiden, Raesfeld und Reken. Die Feuerwehr Stadtlohn unterstützte den Einsatz mit einem Teleskopmastfahrzeug.

Die Gruppe Tag des Löschzuges Raesfeld rückte unter dem Einsatzstichwort „Feuer groß“ aus. Angefordert waren vor allem Atemschutzgeräteträger. Die Raesfelder Feuerwehr war mit einem Mittleren Löschfahrzeug, einem Gerätewagen Logistik und einem Mannschaftstransportfahrzeug im Einsatz.

„Derzeit sind rund 130 Einsatzkräfte mit insgesamt 19 Fahrzeugen vor Ort“, erklärte Sommer während des Einsatzes.

Warnung vor Rauchgasen

Die Stadt warnte vorsorglich vor Rauchgasen im Nahbereich der Brandstelle. Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten. Auch die Nachbarschaft, das Schwimmbad und das Rathaus seien informiert worden.

„Nach aktuellem Stand besteht außerhalb des unmittelbaren Einsatzbereichs keine akute Gefahr. Die Warnung ist als reine Vorsichtsmaßnahme zu verstehen“, betonte der Feuerwehrleiter.

Polizei sperrte die Parkstraße

Während der Löscharbeiten sperrte die Polizei die Parkstraße zwischen den Einmündungen Mergelsberg und Raesfelder Straße. Die Maßnahmen betrafen auch einen benachbarten Wohnmobilstellplatz mit mehreren Fahrzeugen.

Kriminalpolizei untersucht Brandursache

Nach Angaben der Polizei könnte sich das Feuer im ersten Obergeschoss entwickelt haben. Ein Zeuge habe kurz nach der Entdeckung des Rauchs mehrere Knallgeräusche gehört. Diese könnten möglicherweise von Feuerwerkskörpern gestammt haben.

Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Angaben zur Schadenshöhe lägen bislang nicht vor.

UPDATE 15.30 Uhr: Bei dem Einsatz waren insgesamt 159 Einsatzkräfte beteiligt. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt.
Die Ursache des Brandes sowie die Höhe des entstandenen Sachschadens sind Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
Großer Dank gilt den Einsatzkräften der gesamten Feuerwehr Borken und den benachbarten Feuerwehren sowie der Polizei für die schnelle Arbeit und Unterstützung vor Ort.

Münsterland Ritt führt von Schloss Lembeck nach Raesfeld

Der 10. Münsterland Ritt startet am Samstag, 12. September 2026, am Schloss Lembeck in Dorsten. Die Rundtour führt unter anderem zum Pferdehof Erler Heide in Raesfeld, wo eine Picknickpause vorgesehen ist.

Frühstück vor dem Start am Schloss Lembeck

Der Münsterland e.V. lädt Reiter zum 10. Münsterland Ritt ein. Start und Ziel der Veranstaltung ist das Schloss Lembeck in Dorsten.

Nach einem gemeinsamen Frühstück satteln die Teilnehmer ihre Pferde. Vom Schloss aus führt die Strecke entlang historischer Baumalleen, durch Waldgebiete und durch die Parklandschaft des Münsterlandes.

Schloss Lembeck im Münsterland aus der Luft
Start und Ziel des Münsterland-Ritts ist das malerische Schloss Lembeck in Dorsten. ©Münsterland e.V./Philipp Fölting

Picknickpause in Raesfeld

Auf dem Pferdehof Erler Heide in Raesfeld ist eine Pause geplant. Bei einem Picknick auf der Wiese bestehe nach Angaben des Veranstalters die Möglichkeit, sich mit anderen Teilnehmern auszutauschen.

Die Reiter können zwischen zwei Strecken wählen. Die längere Rundtour umfasst 35 Kilometer, die kürzere Strecke 25 Kilometer.

„Der Münsterland-Ritt verbindet alles, was das Reiten im Münsterland so besonders macht: schöne Landschaften, gemeinsame Erlebnisse und die Freude, die Region vom Pferderücken aus zu entdecken. Wir freuen uns darauf, viele Reiterinnen und Reiter in Dorsten begrüßen zu dürfen“, sagt Laura Finke, beim Münsterland e.V. zuständig für die Pferderegion.

Die Kreise Borken und Recklinghausen unterstützen die Veranstaltung.

Anmeldung bis zum 4. September

Die Teilnahme kostet einschließlich Frühstück und Picknick 50 Euro pro Person. Anmeldeschluss ist Freitag, 4. September 2026.

Weitere Informationen und die Buchungsmöglichkeit gibt es unter www.muensterland-ritt.de.

Raesfeld in Sommerlaune: Schlager und Grillabend im Adelheids Sparglhaus

Die Veranstaltungsreihe „Raesfeld in Sommerlaune“ geht am Freitag, 7. August 2026, in die vierte Runde. Im Adelheids Spargelhaus in Erle stehen von 17 bis 22 Uhr Livemusik, Speisen vom Grill und sommerliche Getränke auf dem Programm. Der Eintritt ist frei.

Roland und Anne spielen Schlager und Evergreens

Für die musikalische Begleitung sorgen Roland und Anne. Das Duo präsentiert bekannte Schlager und Evergreens, bei denen die Gäste mitsingen und schunkeln können.

Das Adelheids Spargelhaus bietet dazu Spezialitäten vom Grill an. Getränke gibt es am Bierwagen und an der Cocktailbar. Die Veranstaltung richtet sich an Familien, Freunde, Kollegen und Nachbarn aus Raesfeld, Erle und der Umgebung.

Ortsmarketing setzt Veranstaltungsreihe fort

Das Ortsmarketing Raesfeld organisiert den Abend gemeinsam mit dem Team des Adelheids Spargelhauses. Die Reihe „Raesfeld in Sommerlaune“ bringt während der Sommermonate Livemusik und Gastronomie an verschiedenen Orten in der Gemeinde zusammen.

Nächster Abend im HUB Erle

Die nächste Veranstaltung folgt am Freitag, 14. August 2026, im HUB Erle. Dort übernimmt ein DJ die musikalische Gestaltung. Geplant sei eine Auswahl aus Schlagern, aktuellen Charts, Hits der 90er-Jahre und bekannten Klassikern.

Veranstaltung auf einen Blick

Termin: Freitag, 7. August 2026
Uhrzeit: 17 bis 22 Uhr
Ort: Adelheids Spargelhaus in Raesfeld-Erle
Musik: Roland und Anne
Angebot: Grillgerichte, Bierwagen und Cocktailbar
Eintritt: frei

Schweinehalter aus Raesfeld und der Region fordern politische Entscheidungen

Steffi und Frank Mümken aus Raesfeld haben sich gemeinsam mit Marianne und Klaus Albersmeier aus Lippetal, Gregor und Anette Döring-Enck aus Rhedebrügge, Markus und Heike Steverding aus Borken, dem Tierarzt Dr. Christoph Große Kock aus Borken sowie Thomas Ostendorf aus Ochtrup an die Bundesregierung gewandt. In einem offenen Brief fordern sie verlässliche Zukunftsperspektiven für familiengeführte Schweinehaltungsbetriebe und die heimische Ferkelerzeugung.

Offener Brief entstand aus Gesprächen unter Schweinehaltern

Der offene Brief sei aus Diskussionen zwischen Schweinehaltern aus der Praxis hervorgegangen. Adressiert ist das Schreiben an den Bundeskanzler, die zuständigen Bundesminister sowie die Abgeordneten des Deutschen Bundestages.

Nach Angaben der Initiative sei die wirtschaftliche Lage vieler familiengeführter Betriebe ernst. Hohe Produktionskosten, steigende Finanzierungskosten, unsichere Märkte, Tierseuchenrisiken, fehlende Planungssicherheit und zunehmender Verwaltungsaufwand gefährdeten die Zukunft der Betriebe.

„Seit Jahren hören wir Ankündigungen, Arbeitskreise und Versprechen. Unsere Familienbetriebe brauchen jetzt verlässliche Entscheidungen, auf die sie sich auch morgen noch verlassen können“, erklärt die Initiative in ihrer Pressemitteilung.

Gespräch mit dem Landwirtschaftsverband

Nach der Ausarbeitung des Forderungspapiers führten die Verfasser in Münster ein Gespräch mit Vertretern des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandeses (WLV). Nach Angaben der Beteiligten sei der Austausch offen und konstruktiv verlaufen. Die Initiative wolle den Dialog mit dem Verband fortsetzen, auch wenn der WLV bei der Umsetzung vieler Anliegen an gesetzliche Vorgaben gebunden sei.

Zugleich werde die Arbeit des Verbandes nach Einschätzung von Steffi Mümken gegenüber seinen Mitgliedern nicht immer ausreichend sichtbar.

„Es ist wichtig, dass wir mit dem WLV weiter im Gespräch bleiben. Die Hürden durch Gesetze und Vorgaben sind erheblich. Viele Mitglieder sehen aber auch nicht, was der Verband leistet, weil nicht immer alles entsprechend kommuniziert wird“, erklärt Steffi Mümken.

Rücklage soll Betriebe durch Krisen bringen

Im Mittelpunkt des offenen Briefes steht die Forderung nach einer steuerlichen Risikoausgleichsrücklage. Diese sei im Koalitionsvertrag angekündigt worden und müsse nun gesetzlich umgesetzt werden.

Landwirtschaftliche Betriebe sollten in wirtschaftlich guten Jahren steuerbegünstigt Rücklagen bilden können. In Krisenzeiten könnten sie diese Mittel nutzen, um ihre Zahlungsfähigkeit zu sichern. Berücksichtigt werden sollten unter anderem Marktschwankungen, Naturereignisse und Tierseuchen.

Tierhalter könnten ihre Produktion in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht einfach unterbrechen. Die Tiere müssten weiterhin versorgt werden. Gleichzeitig liefen die Kosten für Futter, Energie, Personal und Finanzierung weiter.

Verlässliche Vorgaben für Stallumbauten

Die Verfasser fordern zudem mehr Planungssicherheit bei Bauvorhaben und Genehmigungsverfahren. Investitionen in Ställe und Tierwohlmaßnahmen würden über viele Jahre finanziert. Betriebe müssten sich deshalb darauf verlassen können, dass sich die Anforderungen nicht bereits während eines Verfahrens oder kurz nach einer Genehmigung erneut änderten.

Bund und Länder sollten nach Vorstellung der Initiative einen gemeinsamen Zukunftsplan mit klaren Zuständigkeiten und festen Bearbeitungsfristen entwickeln. Für genehmigte Stallanlagen müsse ein Bestands- und Vertrauensschutz gelten. Bau-, Umwelt- und Förderverfahren sollten außerdem vollständig digital möglich sein.

Fehlende Unterlagen müssten nach Auffassung der Verfasser einmalig und gebündelt benannt werden. Nachträgliche Anforderungen ohne klare gesetzliche Grundlage dürften ein bereits begonnenes Verfahren nicht zusätzlich erschweren.

Mehr Tierwohl verursache zusätzliche Kosten

Mehr Tierwohl bedeute unter anderem mehr Platz, zusätzliche Arbeit und höhere Investitionen. Hinzu kämen laufende Ausgaben für Stroh, Raufutter, Dokumentation und Finanzierung.

Diese Mehrkosten dürften nach Ansicht der Verfasser nicht allein von den landwirtschaftlichen Betrieben getragen werden. Für die verschiedenen Haltungsformen sollten die tatsächlichen Kosten berechnet und durch verlässlich angepasste Zuschläge ausgeglichen werden.

Wer höhere Standards verlange, müsse auch Abnahme, Mengen, Vertragsdauer und Finanzierung absichern. Besonders Ferkelerzeuger müssten innerhalb der Wertschöpfungskette gestärkt werden. Sie trügen einen hohen Aufwand, verfügten jedoch nur über begrenzten Einfluss auf die Preise.

Forderung nach fairen Preisen

Ein weiterer Punkt betrifft die Verteilung des Verkaufspreises. Für Verbraucher müsse nachvollziehbar sein, welcher Anteil bei Ferkelerzeugung, Mast, Viehhandel, Schlachtung, Verarbeitung und Handel verbleibe.

Die Initiative fordert schriftliche Verträge mit verlässlichen Abnahmemengen, angemessenen Laufzeiten und kostendeckenden Preisbestandteilen. Die Verwendung von Tierwohlaufschlägen solle unabhängig kontrolliert werden. Außerdem solle geprüft werden, ob zusätzliche kartellrechtliche Instrumente zum Schutz der Erzeuger erforderlich seien.

Vergleichbare Standards für importiertes Fleisch

Importierte Lebensmittel dürften nach Ansicht der Initiative nicht als gleichwertig erscheinen, wenn sie unter niedrigeren Anforderungen produziert worden seien. Vergleichbare und kontrollierbare Vorgaben für Tierwohl, Umwelt, Arzneimitteleinsatz, Arbeitsschutz und Rückverfolgbarkeit müssten auch für Importware gelten.

Unterstützt werde das sogenannte 5xD-Prinzip. Dabei finden Geburt, Aufzucht, Mast, Schlachtung und Verarbeitung in Deutschland statt. Diese Herkunftskennzeichnung solle auch in der Gastronomie, in Gemeinschaftsküchen und bei verarbeiteten Produkten gelten.

Höhere Anforderungen dürften nicht ausschließlich deutschen Betrieben auferlegt werden, während gleichzeitig Lebensmittel aus Produktionssystemen mit niedrigeren Standards importiert würden. Dadurch werde die Erzeugung nach Auffassung der Initiative lediglich ins Ausland verlagert.

Bürokratie und Förderverfahren vereinfachen

Die Verfasser verlangen zugleich einen Abbau bürokratischer Vorgaben. Daten, die einer Behörde bereits vorlägen, sollten nicht erneut abgefragt werden. Meldeportale, Begriffe, Fristen und Kontrollen müssten zwischen Bund und Ländern vereinheitlicht werden.

Förderanträge sollten verständlich und vollständig digital gestellt werden können. Betriebe benötigten bereits vor der Antragstellung eine verbindliche Auskunft darüber, ob ein Vorhaben grundsätzlich förderfähig sei. Kleine formale Fehler dürften nicht automatisch zum Verlust der gesamten Förderung führen.

Auch nach der Antragstellung müssten Förderhöhe, Laufzeit und Voraussetzungen verlässlich bleiben. Betriebe dürften nicht monatelang auf eine Entscheidung warten und währenddessen mit der geplanten Maßnahme noch nicht beginnen.

Schutz vor Tierseuchen verbessern

Mit Blick auf die Afrikanische Schweinepest und andere Tierseuchen fordert die Initiative eine bundesweit abgestimmte Strategie. Dazu gehörten das Wildschweinmanagement, die Suche nach verendeten Tieren und die schnelle regionale Eingrenzung eines Ausbruchs.

Auch Betriebe außerhalb unmittelbar betroffener Gebiete könnten durch Sperrzonen, Vermarktungsbeschränkungen und fallende Preise wirtschaftliche Schäden erleiden. Dafür seien schnelle Entschädigungs- und Härtefallregelungen erforderlich.

Darüber hinaus fordern die Verfasser bezahlbare Energie und eine verlässliche Förderung von Photovoltaik, Biogas, Energiespeichern und Maßnahmen zur Energieeinsparung auf landwirtschaftlichen Betrieben.

Bundesregierung soll bis Ende Oktober reagieren

Die Initiative fordert die Bundesregierung auf, bis zum 31. Oktober 2026 einen konkreten Fahrplan vorzulegen. Zudem solle sie kurzfristig Vertreter aus Ferkelerzeugung und Schweinemast zu einem Gespräch einladen.

Mit jedem aufgegebenen Betrieb verliere der ländliche Raum nach Darstellung der Verfasser regionale Wertschöpfung, Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze und einen Teil seiner Versorgungssicherheit. Eine Verlagerung der Produktion ins Ausland löse die Probleme nicht, sondern verschiebe sie lediglich.

Chickenleg bringt traditionellen Jazz auf den Dorfplatz Erle

Der Dorfplatz in Erle wird am Mittwoch, 5. August 2026, zur Jazzbühne. Die Band Chickenleg spielt von 19 bis 21 Uhr direkt vor dem HUB Erle. Der Eintritt ist frei.

Traditioneller Jazz und bekannte Standards

Chickenleg präsentiert traditionellen Jazz und bekannte Jazzstandards. Die Band verbindet die Stücke mit Improvisationen und bringt damit musikalische Einflüsse aus New Orleans nach Erle.

Die Gäste können das Konzert auf dem Dorfplatz oder im HUB Erle verfolgen. Dort werden Speisen und kühle Getränke angeboten.

Sommerabend im Ortskern

Der Musikabend gehört zum Programm von Erle Events und richtet sich an Besucher aus Erle, Raesfeld und der Region.

„Wir freuen uns auf einen entspannten Sommerabend mit handgemachter Musik mitten im Herzen von Erle“, sagt Christian Lipfert vom HUB Erle.

Termin auf einen Blick

  • Datum: Mittwoch, 5. August 2026
  • Uhrzeit: 19 bis 21 Uhr
  • Ort: Dorfplatz Erle, direkt vor dem HUB Erle
  • Eintritt: frei

Leserbrief zu: Polizei misst 91 km/h auf der Marienthaler Straße in Erle –

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Ralf Hellmund nimmt Stellung zu Geschwindigkeitskontrollen und deren Einsatzorten. Er kritisiert, dass viele Messungen seiner Ansicht nach vor allem die Kassen der Städte und Kommunen füllen, und fordert Kontrollen gezielt an Gefahrenstellen.

Hallo verkehr(te) Welt

Ich komme seit Jahren immer wieder zu dem Schluss, dass Geschwindigkeitskontrollen, ob mobil aus einem Fahrzeug heraus oder mit „Mister Bob“, einzig und allein dazu dienen, die Kassen der Städte und Kommunen zu füllen. Einen anderen Sinn und Zweck kann ich bei vielen dieser Kontrollen nicht erkennen.

Kontrollen an Kindergärten, Schulen, Fußgängerzonen und anderen Gefahrenstellen halte ich natürlich für richtig. Viele Messstellen dienen meiner Meinung nach jedoch vor allem der Einnahme von Geld. Manchmal grenzt das für mich bereits an Abzocke.

Würden die Verantwortlichen Geschwindigkeitskontrollen sinnvoll dosieren und die Geräte gezielt einsetzen, entstünden vermutlich weniger Missmut und Wut gegenüber dieser Technik. Doch wahrscheinlich bleibt es dabei: Der Autofahrer ist die Melkkuh der Nation.

Ich könnte noch weiter ausholen und das Thema mit der Kfz-Steuer, den Benzinpreisen oder den TÜV-Gebühren verknüpfen. Auch dabei werden Autofahrer häufig teuer zur Kasse gebeten. An dieser Stelle möchte ich es jedoch belassen.

Liebe Grüße an alle Verkehrsteilnehmer. Achtet auf euch und eure Mitmenschen, haltet im Straßenverkehr die Augen offen und füllt nicht unnötig die Kassen anderer.

Hinweis

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Friedliche Untermieter: Wenn Hornissen am Haus einziehen

Hornissen wirken durch ihre Größe und ihr lautes Brummen zunächst bedrohlich. Auch die Gäste auf der Terrasse eines Wohnhauses in Raesfeld reagierten anfangs besorgt. Die Tiere blieben jedoch trotz der vielen Menschen sowie eines gedeckten Tisches mit Kuchen, Salat und Früchten ausgesprochen ruhig.

Hornissen nutzen Hohlräume in Hauswänden

Europäische Hornissen bauen ihre Nester bevorzugt an geschützten Orten. Neben Baumhöhlen nutzen sie auch Dachböden, Rollladenkästen, Schuppen oder Hohlräume in Hauswänden. Schon eine kleine Öffnung kann ihnen als Einflugloch dienen.

Wer ein Nest entdeckt, sollte den Anflugbereich freihalten, Erschütterungen vermeiden und die Tiere nicht anpusten. Hornissen reagieren vor allem dann unruhig, wenn Menschen im direkten Nestbereich hektische Bewegungen machen oder ihren Flugweg versperren. Ansonsten gelten die Tiere als eher scheu und friedlich.

Nahaufnahme einer Europäischen Hornisse am Eingang ihres Nestes.
Die Europäische Hornisse zeigt sich am Nesteingang aus nächster Nähe.. Foto: Petra Bosse

Kuchen, Salat und Früchte bleiben weitgehend unbeachtet

Während sich einige Wespenarten schnell am gedeckten Tisch einfinden, interessieren sich Europäische Hornissen normalerweise kaum für Kuchen, Salat oder andere Speisen. Bei der Beobachtung am Wohnhaus ließen die Tiere auch die Früchte auf dem Tisch unbeachtet.

Vor allem die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe fliegen süße Speisen, Fleisch und Wurst an. Diese beiden Arten haben wesentlich dazu beigetragen, dass Wespen und Hornissen häufig als lästige Gäste am Kaffeetisch gelten.

Erwachsene Hornissen benötigen dennoch zuckerhaltige Nahrung. Sie nehmen vor allem kohlenhydratreiche Baumsäfte, Blütennektar sowie den Saft reifer oder beschädigter Früchte auf.

Hornissen jagen Wespen, Fliegen und andere Insekten

Für ihre Larven benötigen Hornissen eiweißreiche Nahrung. Deshalb jagen sie Fliegen, Mücken, Bremsen, Raupen, Spinnen und andere Wespen. Auch einzelne Honigbienen können zu ihrer Beute gehören. Die Hornissen zerkleinern die gefangenen Tiere und tragen die eiweißreichen Teile zum Nest, wo sie damit ihre Larven versorgen.

Zwei Hornissen vor einem Nest an der Balkontür
Zwei neue Untermieter an der Balkontür: Die Hornissen blieben auch bei Besuch ruhig.. Foto: Petra Bosse

Dass Hornissen auch Wespen erbeuten, kann sich im direkten Umfeld bemerkbar machen. Der NABU bezeichnet die Europäische Hornisse als guten Wespenjäger und berichtet, dass Menschen in der Nähe eines Hornissenvolkes mitunter einen weitgehend wespenarmen Sommer erleben. Eine Garantie für einen wespenfreien Kaffeetisch gibt es jedoch nicht. Die Zahl der Wespen hängt auch von weiteren Nestern und vom Nahrungsangebot in der Umgebung ab.

Die Hornissen können also durchaus dazu beitragen, dass weniger Wespen in der unmittelbaren Umgebung unterwegs sind. Als gezielte Wespenabwehr lassen sie sich jedoch nicht einsetzen. Für Kuchen, Salat und andere Speisen interessieren sich die großen Insekten selbst meist deutlich weniger als die Gemeine und die Deutsche Wespe.

Europäische Hornissen bedrohen gesunde Bienenvölker nicht grundsätzlich

Europäische Hornissen fangen gelegentlich Honigbienen. Sie jagen jedoch viele verschiedene Insekten und konzentrieren sich nicht ausschließlich auf Bienen. Für gesunde Bienenvölker gelten einzelne jagende Europäische Hornissen deshalb normalerweise nicht als grundsätzliche Bedrohung.

Europäische Hornissen nutzen einen Hohlraum in einer Hauswand als geschützten Nistplatz.
Friedliche Untermieter: Europäische Hornissen haben einen Hohlraum an der Hauswand bezogen.. Foto: Petra Bosse

Anders verhält es sich bei der invasiven Asiatischen Hornisse. Sie jagt häufig gezielt vor Bienenstöcken. Nach Angaben des Umweltbundesamtes können Honigbienen bei dieser Art einen großen Teil der Beute ausmachen.

Die Untermieter bleiben nur eine Saison

Ein Hornissenvolk lebt nur für eine Saison. Im Frühjahr gründet eine überwinterte Jungkönigin ein neues Nest und zieht zunächst die ersten Arbeiterinnen auf. Im Laufe des Sommers wächst das Volk auf einige Hundert Tiere an.

Europäische Hornissenvölker bleiben meist bis etwa Mitte Oktober aktiv. Im Herbst sterben die alte Königin, die Arbeiterinnen und die männlichen Tiere. Nur begattete Jungköniginnen überwintern an geschützten Stellen. Im folgenden Frühjahr gründen sie ein neues Volk. Das verlassene Nest nutzen Hornissen normalerweise nicht erneut.

Die neuen Untermieter bleiben damit nur einige Monate. Lange Gespräche über einen möglichen Auszug dürften kaum nötig sein.

Nest nicht eigenmächtig entfernen

Die Europäische Hornisse gehört in Deutschland zu den besonders geschützten Arten. Bewohner dürfen die Tiere daher nicht fangen, verletzen oder töten. Auch ein bewohntes Nest darf nicht eigenmächtig zerstört, verschlossen oder entfernt werden. Ausnahmen benötigen die vorherige Genehmigung der zuständigen Naturschutzbehörde.

Liegt das Nest unmittelbar an einer häufig genutzten Tür oder leben Menschen mit einer Insektengiftallergie im Haus, sollten Betroffene die Untere Naturschutzbehörde oder einen fachkundigen Wespen- und Hornissenberater kontaktieren.

Bis dahin gilt: Abstand halten, ruhig bleiben und den Einflugbereich nicht versperren. Kuchen, Salat und Früchte können in vielen Fällen trotzdem auf dem Tisch bleiben.

Quellen: Naturschutzbund Deutschland, Umweltbundesamt und Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

Bürger erfahren mehr über die Zukunft des Tiergartens

Die Stiftung Ferdinand von Raesfeld lädt Interessierte zu einem Rundgang durch den Tiergarten am Schloss Raesfeld ein. Dabei stellt sie die geplanten Maßnahmen zur Weiterentwicklung der historischen Anlage vor.

Rundgang beginnt am Naturparkhaus

Der Termin findet am Donnerstag, 13. August 2026, von 17 bis etwa 18.30 Uhr statt. Treffpunkt ist vor dem Naturparkhaus Tiergarten Schloss Raesfeld, Tiergarten 1 in Raesfeld.

Vertreter der Stiftung hatten die Grundzüge des Konzeptes bereits am 21. Juli bei einem Pressetermin vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen der Natur und Artenschutz, die Entwicklung des Waldes, die Umweltbildung sowie der Erhalt des historischen Charakters der Anlage.

Während des Rundgangs sollen interessierte Bürger mehr über die geplanten Maßnahmen und die weitere Entwicklung des Tiergartens erfahren.

Anmeldung bis zum 12. August

Für die Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Diese ist bis Mittwoch, 12. August 2026, per E Mail an [email protected] möglich.

Die Stiftung weist darauf hin, dass die Teilnehmer für den Rundgang eigene Getränke mitbringen sollten.

Sommerstimmung vor Schloss Raesfeld: Blanke & Kruse begeistern an der Freiheit 24

Besser hätte ein Sommerabend kaum sein können: Vor der Kulisse von Schloss Raesfeld sorgte das Duo Blanke & Kruse am Freitagabend an der Freiheit 24 für beste Stimmung.

Besser hätte ein Sommerabend kaum sein können: Vor der Kulisse von Schloss Raesfeld sorgte das Duo Blanke und Kruse am Freitagabend an der Freiheit 24 für beste Stimmung.

Das Duo Blanke und Kruse sorgt für Musik und gute Stimmung.
Das Duo Blanke und Kruse sorgt für Musik und gute Stimmung. Foto: Petra Bosse

Der Biergarten war bis auf den letzten Platz gefüllt. Auch die eigens auf dem Parkplatz aufgestellten Bierbänke waren komplett besetzt. Zahlreiche Besucher genossen den lauen Sommerabend unter freiem Himmel.

Mit ihrer gewohnt lockeren Art und vielen bekannten Songs begeisterten Blanke und Kruse das Publikum. Es wurde mitgesungen und viel gelacht. Genau diese Mischung zeichnet das Duo seit Jahren aus.

Viele Besucher bei Raesfeld in Sommerlaune 2026 Freiheit 24 Schloss Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Dazu gab es kühle Getränke und Bratwürstchen vom Grill. Die perfekte Kombination für einen gelungenen Sommerabend in Raesfeld. Die Besucher dankten es mit bester Stimmung und lang anhaltendem Applaus.

Ortsmarketing und Gastronomie ziehen an einem Strang

Die Veranstaltungsreihe „Raesfeld in Sommerlaune“ zeigt einmal mehr, wie gut das Zusammenspiel von Ortsmarketing und örtlicher Gastronomie funktioniert. Bei freiem Eintritt entstehen so besondere Sommerabende, die viele Menschen zusammenbringen und Raesfeld von seiner geselligen Seite zeigen.

Raesfeld in Sommerlaune Freiheit 24
Marie Kowalsky und Katharina Zeptner (l.) vom Ortsmarketing Raesfeld zeigten sich mit dem Verlauf von „Raesfeld in Sommerlaune“ sehr zufrieden und genossen den Abend in bester Stimmung. Foto: Petra Bosse

Nächster Abend am 7. August

„Raesfeld in Sommerlaune 2026“ wird am Freitag, 7. August, fortgesetzt. Dann tritt das Duo Roland & Anne ab 17 Uhr bei Adelheids Spargelhaus auf.

Mit deutschem Schlager wollen die beiden Musiker für einen weiteren schwungvollen Sommerabend sorgen.

Leserbrief zu „Polizei misst 91 km/h auf der Marienthaler Straße in Erle“

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F. Passmann nimmt Stellung zur Geschwindigkeitskontrolle auf der Marienthaler Straße in Erle. Er kritisiert die Verkehrsführung an dieser Stelle und fordert mehr Differenzierung bei Kontrollen.

Leserbrief

Auf den ersten Blick hört sich 91 statt 50 krass an, und natürlich ist das zu viel. Aber sagen Sie bitte auch dabei: Wo wird denn da geblitzt? Die Straße wird am Ortseingang auf 70 gesenkt, dann für wenige Meter auf 100 erhöht, worauf man umgehend auf das Ortsschild trifft, was 50 bedeutet. Direkt dahinter lauert der mobile Blitzer auf alle, die keine Gewaltbremsung machen und lieber das Fahrzeug sanft herunterregeln, ohne jede Gefahr für andere.

Das riecht doch sehr nach der Ausnutzung einer Fehlplanung für Einnahmezwecke, wie leider sehr oft. Ansonsten hätte man sich längst um eine Änderung bemüht, zum Beispiel statt der Aufhebung 70 lassen und vor dem Ortsschild ein 50er-Schild als Hinweis aufstellen. Aber das will man ja gar nicht.

Am Flugplatz Schwarze Heide stehen auf einer Landstraße Schilder mit 30 und 50, wegen einer Bodenwelle, die man auch bei normaler Geschwindigkeit überfahren könnte. Man beseitigt diese aber nicht, denn die Pendler auf dem Weg zur Arbeit kann man gern per Blitzer-Bob zur Ader lassen.

Es geht leider immer nur noch um das Geld, und jeder weiß das. Nur darum wird ein Bob nach dem nächsten gekauft. Ich würde mir wirklich wünschen, dass hier mehr differenziert wird, auch bei der Berichterstattung. Wurde tagsüber vor einem Kindergarten oder in einer Innenstadt gerast oder jemand zum Beispiel auf der oben genannten Landstraße „erwischt“? Das macht wohl einen Unterschied.

Ein Blick nach Italien kann nicht schaden. Dort sind nur noch Blitzer an ausgewiesenen Stellen zulässig. Auch dort hatte man es aus Finanzgründen arg übertrieben.

Ich möchte noch klarstellen, dass ich grundsätzlich weder für Raserei noch gegen sinnvolle Kontrollen bin, ganz ohne geht es nicht. Es geht um Fairness und Weitblick. Hoheitliche Aufgaben und Macht haben ihren Sinn meiner Ansicht nach darin, ein gefahrloses Zusammenleben zu ermöglichen, und dieser Sinn scheint mir viel zu oft zweitrangig zu sein.

F. Passmann

Hinweis

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SGB II im Kreis Borken: Saisonaler Anstieg der Arbeitslosigkeit bei insgesamt rückläufigem Hilfebedarf

Aktuell 5.601 SGB-II-Arbeitslose im Kreis Borken

Kreis Borken (pd). Die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen ist im Juli 2026 leicht angestiegen. Insgesamt waren 5.601 Menschen beim „Jobcenter im Kreis Borken“ arbeitslos gemeldet. Das sind 78 Personen mehr als im Juni, wie Landrat Dr. Kai Zwicker jetzt mitteilt.

„Der im Juli übliche saisonale Anstieg der Arbeitslosigkeit verändert nicht den positiven Gesamttrend im Kreis Borken: Die Zahl der Arbeitslosen liegt weiterhin unter den Werten der ersten fünf Monate des Jahres und deutlich unter dem Vorjahresniveau.“, erklärt Dr. Zwicker.

So waren im Vergleich zum Juli 2025 rund 727 Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Der leichte Anstieg im Vergleich zum Vormonat erkläre sich aus dem Ende des Schul- und Ausbildungsjahres sowie der zurückhaltenden Einstellungsbereitschaft während der Sommerferien und Urlaubszeit.

Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen im Kreisgebiet lag im Juli 2026 bei 2,5 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht dies einem deutlichen Rückgang um 0,3 Prozent (Juni 2026: 2,4 %, Juli 2025: 2,8 %).

Die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist ebenfalls zurückgegangen: Sie liegt im Juli 2026 bei 10.528 Personen (-76 Personen gegenüber dem Vormonat). Hierzu gehören auch Männer und Frauen, die aktuell an Eingliederungsmaßnahmen teilnehmen und Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit nicht zur Verfügung stehen.

Personen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen nach dem 2. Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen sind, zählen ebenfalls zu dieser Gruppe. Inklusive deren Kinder unter 15 Jahren und der weiteren nicht erwerbsfähigen Angehörigen haben im Juli 2026 ingesamt 14.745 Personen (-69 gegenüber dem Vormonat) in 7.500 Bedarfsgemeinschaften (-61 gegenüber dem Vormonat) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten.

Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat sind die Zahlen deutlich zurückgegangen: So gab es im Juli 2025 noch 1803 Bedarfsgemeinschaften und 1114 erwerbsfähige Leistungsberechtigte mehr.

Die aktuellen Arbeitslosenzahlen im SGB II in den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes sind der beigefügten Grafik zu entnehmen.

Die Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen.

Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig. Die hilfsweisen Quoten sind der ebenfalls beigefügten Grafik zu entnehmen.

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