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Erle: Schützen beschließen neue Beiträge und verabschieden Festwirt

Rund 149 Schützen kamen am Samstagabend (28.3.) zur Generalversammlung des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Erle im neuen Saal HUB Erle zusammen. Neben Vorstandswahlen rückte ein Thema in den Mittelpunkt: die Zukunft der Mitgliederstruktur. Bei der Generalversammlung wurde eine Satzungsänderung bei den Erler Schützen beschlossen.

Vorstand und Offiziere BSV Erle 2026 bei der Generalversammlung
Vorstand und Offiziere. Foto: Petra Bosse

Premiere im HUB Erle und Vorstandswahlen

Der neue Saal bestand seine Premiere. Präsident Andreas Pass begrüßte die Versammlung sowie den stellvertretenden Bürgermeister und Ehrenpräsidenten Arno Brömmel, Kaiser Manfred Gerbersmann und Festwirt Wenzel Schwering.

Pass ist seit zwei Jahren im Amt und berichtete, er sei „herzlich“ aufgenommen worden. „Der Schützenverein Erle ist perfekt geführt und danke an alle, die das möglich machen“, sagte er.

Präsident BSV Erle Andreas Pass
Präsident Andreas Pass. Foto: Petra Bosse

Bei den Vorstandswahlen der Erler Schützen schied Ludger Göllmann nach 15 Jahren aus dem Vorstand aus. „Ich war sehr stolz, mit dir im Schützenverein zusammen gearbeitet zu haben. Es hat richtig Spaß gemacht“, so Pass. Seine Nachfolge übernahm Jan Honvehlmann, der live zugeschaltet wurde. Wiedergewählt wurden Jonas Deißner und Till Momberg.

Ludger Göllmann scheidet aus dem Vorstand aus
Ludger Göllmann scheidet nach 15 Jahren aus dem Vorstand aus. Foto: Petra Bosse

Rückblick und stabile Zahlen

Schriftführer Lukas Grewing blickte auf das Schützenfest 2025 zurück, das bei gutem Wetter stattgefunden hatte. Kassierer Manfred Venhof stellte anschließend den Kassenbericht vor und erläuterte die finanzielle Entwicklung. Trotz Ausgaben von rund 34.000 Euro habe der Verein ein Plus erwirtschaftet. Die Versammlung stimmte dem Bericht einstimmig zu.

Generalversammlung Erle Schützenverein BSV
Foto: Petra Bosse

Festwirt Wenzel Schwering kündigte eine moderate Preisanpassung an. Die Getränkepreise stiegen um zehn Cent auf 2,40 Euro.

Demografie rückte in den Fokus

Im weiteren Verlauf sprach Präsident Andreas Pass die Vereins-Entwicklung mit Blick auf den demografischen Wandel offen an: „In zehn oder zwanzig Jahren wird uns das einholen. Es geht um die Zukunft. Es geht um die, die den Verein weiterführen.“ Aktuell zählt der Verein 1.012 Mitglieder. Davon sind 685 unter 65 Jahre und zahlen Beiträge, 327 sind älter als 65 Jahre und werden als Ehrenmitglieder geführt.

Andreas Pass, Präsident, Bürgerschützenverein Erle
Foto: Petra Bosse

Andreas Pass ergänzte, die finanzielle Lage sei aktuell stabil. Einnahmen aus Veranstaltungen wie dem Oktoberfest konnten Defizite ausgleichen. Gleichzeitig sei der Aufwand hoch und nicht dauerhaft zu steigern. „Wenn ich gefragt werde, ob wir jetzt etwas ändern müssen, sage ich: nein. Aber wir müssen vorbereitet sein“, erklärte Pass.

„Ein Schützenverein ist für alle da“

Momberg richtete den Blick auf die Rolle des Vereins. „Ein Schützenverein ist für alle da. Von jung bis alt.“ Angebote wie das Kinderschützenfest oder das Seniorencafé seien wichtige Bestandteile des Vereinslebens. Besonders die Familien spielten eine zentrale Rolle. „Ein Schützenfest funktioniert nicht ohne die Familien“, sagte er. Wenn junge Mitglieder nicht früh eingebunden würden, fehle der Nachwuchs später.

Vorstand Till Momberg-Demografischer im Blick beim Schützenverein
Till Mombert blickt auf den Verein und dem demografischen Wandel. Foto: Petra Bosse

Sein Appell: „Ich möchte mir in zehn oder zwanzig Jahren nicht vorwerfen lassen, dass wir die Entwicklung zwar gesehen, aber nichts getan haben.“

Satzungsänderung einstimmig beschlossen

Im Mittelpunkt stand die Anpassung der Beitragsregelung. Bisher galt, dass Mitglieder ab dem 65. Lebensjahr als Ehrenmitglieder geführt werden und keinen Vereinsbeitrag mehr zahlen. Sie haben freien Zutritt zu allen Veranstaltungen.

Diese Regelung betrifft aktuell 327 der insgesamt 1.012 Mitglieder. Demgegenüber stehen 685 beitragspflichtige Mitglieder unter 65 Jahren. Der Jahresbeitrag liegt aktuell bei 25 Euro.

Generalversammlung-Abstimmung  Satzungsänderung.
Schützenstimmten einstimmig für die Satzungsänderung. Foto: Petra Bosse

Die künftige Beitragsstruktur wurde angepasst und Satzungsänderung einstimmig beschlossen. So zahlen Mitglieder ab dem 65. Lebensjahr nun die Hälfte des regulären Beitrags. Das entspricht aktuell 12,50 Euro pro Jahr. Die vollständige Beitragsbefreiung entfällt damit für zukünftige Rentner.

Andreas Pass bezeichnete diesen Schritt als einen „sehr wichtigen Moment“ für den Verein. Ziel sei es, die finanzielle Grundlage langfristig zu sichern und gleichzeitig die Tradition zu bewahren.

Der Vorstand begründete die Änderung mit der Altersstruktur im Verein. Die Gruppe der 25- bis 64-Jährigen mache nur gut ein Fünftel der Gesamtmitglieder aus. Gleichzeitig werde ein wachsender Anteil der Mitglieder in den kommenden Jahren das beitragsfreie Alter erreichen.

Live-Schaltung mit König Andreas Witte BSV Erle
Live-Schaltung mit König Andreas Witte und neues Vorstandsmitglied Jan Honvehlmann. Foto: Petra Bosse

Diskussion zur Satzungsänderung

In der anschließenden Diskussion meldeten sich mehrere Mitglieder zu Wort. Ein Schütze, der erst vor zwei Jahren nach Erle gezogen und dem Verein beigetreten ist, erklärte: „Ich habe damit überhaupt kein Problem. Im Gegenteil, ich bin stolz darauf, hier im Verein zu sein.“

Ein weiteres Mitglied verwies auf die Verantwortung gegenüber kommenden Generationen. Es gehe nicht nur um den aktuellen Beitrag, sondern darum, den Verein langfristig stabil aufzustellen. Die Anpassung sei aus seiner Sicht nachvollziehbar.

Generalversammlung Schützenverein Erle 2026
Foto: Petra Bosse

Auch Peter Stöbel äußerte sich zustimmend und erklärte, er sehe „überhaupt kein Problem“ in der vorgeschlagenen Änderung.

Ein älteres Mitglied meldete sich ebenfalls zu Wort und betonte, dass der Verein ihm über viele Jahre viel gegeben habe. Es sei für ihn selbstverständlich, auch weiterhin einen Beitrag zu leisten, wenn dies dazu beitrage, das Vereinsleben zu sichern und für die nächste Generation zu erhalten.

Auf die Frage nach der Freiwilligkeit stellte Pass klar, dass niemand zur Mitgliedschaft verpflichtet sei und der Verein weiterhin offen für alle bleibe.

Generalversammlung HUB Erle-Schützen 2026
Foto: Petra Bosse

Blick nach vorn

Zum Abschluss bedankte sich Till Momberg für die Diskussion. „Das war uns ein wichtiges Anliegen“, sagte er. Mit der Entscheidung stellte der Verein die Weichen für die kommenden Jahre. Ziel blieb es, Tradition und Gemeinschaft zu erhalten und gleichzeitig die finanzielle Grundlage langfristig zu sichern.

Wenzel Schwering: Abschied nach Jahrzehnten

Ein überraschender und zugleich emotionaler Moment entstand, als Festwirt Wenzel Schwering einen Rückzug mit Ehefrau Gaby aus der aktiven Zeit als Festwirt bekannt gab. Künftig soll der Betrieb in die Hände der jüngeren Generation übergehen.

Festwirt Erle Wenzel Schwering
Wenzel Schwering, der beliebte Festwirt kündigte seinen Ruhestand an. Foto: Petra Bosse

Schwager Arno Brömmel würdigte die langjährige Zusammenarbeit und erinnerte an 42 Jahre als aktives Mitglied sowie 33 Jahre in verantwortlicher Funktion im Schützenverein. Er zeigte sich überrascht, dass Wenzel Schwering an diesem Abend offiziell seinen Rücktritt bekannt gab. „Ich wünsche uns, dass wir noch viele weitere Jahre zusammen feiern können.“

Oberst Schützenverein Erle Ludger Schleking
Oberst Ludger Schleking und Präsident Andreas Pass. Foto: Petra Bosse

Auch im Offizierskorps steht eine Veränderung an. Nach Angaben von Oberst Ludger Schleking scheidet Winfried Fortmann nach 25 Jahren aus dem Offizierskorps aus. Neu hinzugekommen ist Oberstleutnant Christoph Breil.

Eröffnung Dorfplatz

Die Arbeiten am Dorfplatz im Bereich des HUB Erle laufen derzeit auf Hochtouren. Gartenschirme und weitere Ausstattung für den geplanten Biergarten sind bereits eingetroffen.

Am 17. Mai (Sonntag), drei Tage nach der Vorparade am 14. Mai (Donnerstag), soll der Dorfplatz offiziell eröffnet werden. Bürgermeister Dirk Kuhmann habe sein Kommen bereits zugesagt.

Großer Saal für Veranstaltungen im HUB Erle
Bewährungsprobe bei der 1. Versammlung der Erler Schützen im neuen Saal vom HUB Erle bestanden. Foto: Petra Bosse

Satzungsänderung
Mitglieder des Vereins, die das 65. Lebensjahr vollendet haben, werden als Ehrenmitglieder weitergeführt. Sie haben freien Zutritt zu allen Veranstaltungen.
Die Befreiung von der Beitragspflicht ist abhängig vom Zeitpunkt der Vollendung des 65. Lebensjahres. Mitglieder, die dieses Lebensalter bis zum 31.12.2026 vollenden, sind beitragsfrei. Für Mitglieder, die das 65. Lebensjahr nach dem 31.12.2026 vollenden, gilt ein ermäßigter Beitrag in Höhe von 50 % des Vereinsbeitrags.

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Rhader Straße: Auto auf Gegenfahrbahn zwingt Traktor gegen Baum

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Ein 25-jähriger Traktorfahrer ist am Freitagnachmittag auf der Rhader Straße in Raesfeld-Erle verunglückt. Grund war ein entgegenkommendes Auto, das auf seiner Fahrbahn unterwegs war. Der Verursacher entfernte sich vom Unfallort. Die Polizei bittet um Hinweise.

Unfall auf der Polizei Rhader Straße in Raesfeld-Erle

Der Unfall ereignete sich am Freitag, 27. März 2026, gegen 15.10 Uhr auf der Rhader Straße in Raesfeld-Erle. Ein 25-Jähriger aus Dülmen war mit einem Traktor samt Anhänger in Fahrtrichtung Erle unterwegs, als ihm ein schwarzer Renault auf seiner Fahrbahn entgegenkam.

Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, wich der Fahrer nach rechts aus. Dabei kam er von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Baum. Der 25-Jährige blieb unverletzt.

Polizei sucht Zeugen zur Rhader Straße

Der bislang unbekannte Autofahrer setzte seine Fahrt fort, ohne seinen gesetzlichen Pflichten nachzukommen. Die Polizei spricht von Unfallflucht und bittet um Zeugenhinweise.

Hinweise nimmt das Verkehrskommissariat in Borken unter Tel. (02861) 9000 entgegen.

Schwan Schloss Raesfeld: Jungtier vom Vorjahr am Südring überfahren

Ein Schwan vom Schloss Raesfeld, im vergangenen Jahr geschlüpft, ist am Südring überfahren worden. Für die kleine Schwanenfamilie bedeutet das einen weiteren Verlust. Zurück bleiben zwei Tiere. Der Vorfall bewegt viele Menschen im Ort.

Tragischer Fund am Südring

Wer in den vergangenen Wochen am Südring unterwegs war, kennt die Situation: Wasservögel wechseln regelmäßig zwischen dem Teich am Schloss Raesfeld und dem Bürgerpark die Straßenseite.

Genau dort wurde gestern ein junger Schwan überfahren. Das Tier stammte aus dem Nachwuchs des vergangenen Jahres und war am Schloss aufgewachsen.

Eine Raesfelderin berichtet, der Anblick sei „kein besonders schöner“ gewesen. Auch Kinder, die das tote Tier entdeckten, hätten traurig und schockiert reagiert.

Frisch geschlüpfte Schwanenküken am Schloss Raesfeld
Elternglück 2025 mit Küken am Schloss Raesfeld. Foto: Petra Bosse (A)

Vom Nachwuchs bleiben zwei Tiere

Im vergangenen Jahr hatte das Schwanenpaar vom Schloss Raesfeld sechs Jungtiere. Die Zahl ist seitdem deutlich zurückgegangen. Bis gestern lebten noch drei Tiere aus diesem Nachwuchs, nun sind es nur noch zwei.

Beliebte Wiese mit viel Betrieb

Die Wiesen rund um Karpfenteich und Bürgerpark gehören zu den beliebtesten Treffpunkten der tierischen Stammgäste in Raesfeld.

Hier spazieren Enten, Gänse und Schwäne fast schon selbstverständlich durchs Grün. Auch ein Storchenpaar schaut regelmäßig vorbei. Man könnte sagen: Der Bereich hat sich längst zu einer kleinen, offenen Wohngemeinschaft entwickelt, nur ohne Mietvertrag, aber mit viel Publikumsverkehr.

Auto hält am Südring in Raesfeld für Gänse im Gänsemarsch auf dem Weg in den Bürgerpark
Auto hält am Südring in Raesfeld für Gänse im Gänsemarsch Richtung Bürgerpark. Foto: Petra Bosse

Bekannter Übergang wird zur Gefahr

Der Abschnitt zwischen Bürgerpark und Karpfenteich ist ein häufiger Weg für die Tiere. Sie queren dort regelmäßig die Straße. Dass Autofahrer nicht immer rechtzeitig reagieren, zeigt der aktuelle Vorfall erneut.

Appell für mehr Rücksicht

Die Situation ist bekannt. Umso wichtiger ist es, am Südring aufmerksam zu fahren und das Tempo zu reduzieren. Schon wenige Minuten Geduld können entscheidend sein. Wenn Fahrzeuge rechtzeitig abbremsen, können die verbliebenen zwei Schwäne die Straße sicher überqueren.

Hoffnung bleibt

Noch haben die beiden Tiere eine Chance. Ob sie überleben, hängt auch davon ab, wie rücksichtsvoll sich Menschen im Straßenverkehr verhalten.

Bistum Münster: Neuer Bischof Heiner Wilmer bewegt Gläubige im Dom

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Bistum Münster: Der neue Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ ist offiziell ernannt. Beim ersten Auftritt im St.-Paulus-Dom zeigt sich, wie er wahrgenommen wird: zugewandt, emotional und mit klarer Haltung. Stimmen aus dem Bistum zeichnen ein Bild eines Bischofs, der zuhört und Vertrauen schafft.

Erste Eindrücke aus dem Dom

Der St.-Paulus-Dom in Münster sei bei der Vorstellung gut gefüllt gewesen. Viele Gläubige hätten den neuen Bischof persönlich erleben wollen.

Diözesanadministrator Dr. Antonius Hamers erklärte, er sei „tief beeindruckt“. Der Dom sei voll gewesen, und Wilmer habe direkt mit einem geistlichen Wort begonnen. Das sei ein starkes Zeichen für die geistliche Dimension seines Amtes gewesen. Die Begegnung mit den Gläubigen sei gelungen, er sei „hocherfreut“.

Auch Bischof em. Dr. Felix Genn äußerte sich positiv. Er kenne Wilmer bereits aus der Bischofskonferenz und sei „sehr, sehr froh und sehr zufrieden“. Der neue Bischof habe seinen ersten Auftritt „wirklich großartig gemacht“.

Emotionaler Auftritt hinterlässt Eindruck

Oberbürgermeister Tilman Fuchs erklärte, Wilmer habe sich im Dom überzeugend vorgestellt. Besonders eindrücklich sei gewesen, wie er über sein bisheriges Bistum Hildesheim gesprochen habe. Dabei sei ihm die Stimme gebrochen. Das zeige, dass er ein sehr emotionaler Mensch sei.

Brigitte Lehmann vom Diözesankomitee sagte, Wilmer wirke „sehr freundlich und zugewandt“. Bereits bei ersten Gesprächen habe eine „sehr entspannte und ehrliche Atmosphäre“ geherrscht.

Ein Bischof, der zuhört

Dompropst Hans-Bernd Köppen erklärte, Wilmer habe großes Interesse gezeigt, das Bistum kennenzulernen. Er habe aufmerksam zugehört und sich intensiv mit den Themen beschäftigt. Diese Haltung werde als „ausgesprochen positiv“ bewertet.

Zugleich sei deutlich geworden, dass der neue Bischof auch Humor mitbringe. In ersten Begegnungen habe es bereits eine offene und lebendige Gesprächsatmosphäre gegeben.

Dr. Heiner Wilmer SCJ bei seiner ersten Vorstellung als neuer Bischof von Münster im St Paulus Dom
Foto: Bistum Münster

„Das Herz geht mir auf“

Dr. Heiner Wilmer SCJ sprach offen über seine Gefühle an diesem Tag. „Es ist für mich persönlich ein großer Tag. Es ist auch ein Schnitt in meinem Leben. Ich bin total bewegt über den unglaublich warmherzigen Empfang der Menschen, der Gläubigen, der Schwestern und Brüder im St.-Paulus-Dom zu Münster.“

Er beschrieb seine Gefühlslage weiter: „Das Herz geht mir auf. Ich empfinde großes Vertrauen. Ich habe aber auch großen Respekt vor dieser gewaltigen Aufgabe. Es ist eine Mischung aus Wärme, Herzlichkeit, Respekt und großem Vertrauen.“

Zwei große Aufgaben gleichzeitig

Mit der Ernennung übernimmt Wilmer nicht nur das Amt des Bischofs von Münster, sondern bleibt auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Er sagte dazu: „Ich habe darüber nachgedacht. Ich weiß nicht genau, wie es gehen kann. Ich habe großen Respekt vor der Aufgabe, zwei große Aufgaben gleichzeitig zu übernehmen.“

Gleichzeitig machte er seine Haltung deutlich: „Ich bin kein Einzelkämpfer. Ich bin eher ein Teamplayer. Ich habe großes Vertrauen in die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ich bin zuversichtlich.“

Warum er „Ja“ gesagt hat

Besonders ausführlich äußerte sich Wilmer zu seiner Entscheidung. „Ich habe Ja gesagt, weil ich gedacht habe, dass ich sonst meine Aufgabe als Bischof von Hildesheim nicht mehr richtig weiterführen kann.“ Er ergänzte: „Ich kenne viele Situationen, in denen ich andere bitte, sich zu verändern oder versetzen zu lassen. Wenn ich selbst Nein gesagt hätte, hätte ich ein schlechtes Gewissen.“

Für ihn gehe es um eine persönliche Haltung: „Es geht um eine Stimmigkeit in meiner eigenen Seele. Ich möchte morgens aufwachen und noch gut in den Spiegel sehen können.“

Zwischen Ernst und Leichtigkeit

Neben den großen Themen ließ Wilmer auch persönliche Einblicke zu. „Ich kann nicht kochen. Aber Eier kriege ich hin“, sagte er.

Auch über seine Kindheit sprach er: „Ich habe nur Platt gesprochen als Kind. Wenn man mich gefragt hat, was ich einmal werden will, habe ich gesagt: Buur.“

Zum Thema Sport sagte er: „Ich liebe Sport und bin ein großer Fußballfan. Als Spieler war ich nicht so gut. Ich habe auch Eigentore geschossen.“

Nähe zur Region bleibt wichtig

Wilmer betonte seine enge Verbindung zum Bistum Münster. „Ich habe viele Verbindungen nach Münster. Ich komme aus der Nähe. Ich habe Familie in der Region und kenne viele Orte.“

Auch seinen ersten Eindruck vor Ort schilderte er: „Ich habe heute Nacht schon hier geschlafen. Ich habe richtig gut geschlafen, wie ein Stein. Ich war aber früh wach.“

Blick nach vorn

Die Einführung in das Amt ist für den 28. Juni geplant. Schon jetzt wird deutlich: Der neue Bischof setzt auf Offenheit, Teamarbeit und persönliche Nähe. Seine Worte zeigen, dass er die Aufgabe ernst nimmt und zugleich bewusst nahbar bleibt.

Info

Die Abkürzung SCJ steht für den lateinischen Namen „Sacerdotes Cordis Jesu“. Das bedeutet Priester des Heiligsten Herzens Jesu. Dabei handelt es sich um eine katholische Ordensgemeinschaft, auch bekannt als Herz Jesu Priester.

Frühstücken unter den Kastanien in Erle: Bürgerstiftung lädt ein

Die Bürgerstiftung lädt am 21. Juni erneut zum gemeinsamen Start in den Tag ein. Bereits zum vierten Mal verwandelt sich der Platz am Ekhornsloh in eine große Frühstückstafel unter freiem Himmel. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Frühstücken unter den Kastanien in Erle am 21. Juni

Am Sonntag, den 21. Juni, lädt die Bürgerstiftung ab 9.30 Uhr zum Frühstücken unter den Kastanien in Erle ein. Der Platz am Ekhornsloh wird dann wieder zum Treffpunkt für Familien, Stammtische, Firmen und Vereine. Wie in den vergangenen Jahren können Gruppen Tische für 40 Euro reservieren. Einzelplätze werden für 5 Euro angeboten. Kinder nehmen kostenfrei teil.

Gemeinsames Frühstück in besonderer Atmosphäre

Die Bürgerstiftung stellt Tische, Stühle sowie Sonntagsbrötchen, Konfitüre und Kaffee zum Nachfüllen bereit. Alles Weitere für ein persönliches Frühstück bringen die Teilnehmenden selbst mit.

Auch in diesem Jahr werden die drei schönsten gedeckten Tische prämiert. Vorstandsmitglied Lea Eckerlein erklärt: „Wir hoffen, dass wir den Erfolg, den wir in den vergangenen Jahren mit dem ‚Tischlein deck dich‘ hatten, mit dem Frühstück in Erle fortsetzen können und freuen uns natürlich auf gutes Wetter, denn die Veranstaltung findet in jedem Fall draußen statt.“

Anmeldung zum Frühstücken unter den Kastanien in Erle

Weitere Informationen zum Ablauf und zur Anmeldung stehen auf der Internetseite der Bürgerstiftung bereit. Anmeldungen sind ab sofort per E Mail [email protected] möglich.

Gemeindesportverband Raesfeld zieht Bilanz und stärkt Ehrenamt

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Der Gemeindesportverband Raesfeld hat seine Vereine zur Jahreshauptversammlung ins Clubhaus des TSV Raesfeld eingeladen. Im Mittelpunkt standen das Ehrenamt, die Zusammenarbeit vor Ort und die Planungen für das kommende Jahr. Auch Bürgermeister Dirk Kuhmann war dabei.

Der Gemeindesportverband Raesfeld hatte zur Jahreshauptversammlung eingeladen, und alle örtlichen Sportvereine kamen. Tagungsort war das neu gestaltete Clubhaus des TSV Raesfeld. Auch Bürgermeister Dirk Kuhmann nahm teil. Vorsitzender Boris Hudournik begrüßte die Gäste.

Gemeindesportverband Raesfeld rückt Ehrenamt in den Fokus

Ein zentrales Thema war die Bedeutung des Ehrenamts. Laut Gemeindesportverband Raesfeld machte Bürgermeister Dirk Kuhmann deutlich, dass das Engagement vieler Bürger das Gemeindeleben trägt.

Besonders hob er den Einsatz von mehr als 100 Übungsleiterinnen und Übungsleitern hervor. Sie investieren Woche für Woche viel Zeit in den Sportbetrieb. Dieses Engagement wolle der Gemeindesportverband Raesfeld künftig im Rahmen einer Feierstunde besonders würdigen.

Gemeindesportverband Raesfeld lobt starke Zusammenarbeit

Auch die Zusammenarbeit der Vereine kam zur Sprache. Vorsitzender Boris Hudournik dankte Rat und Verwaltung für die verlässliche Unterstützung.

Zugleich betonte er, dass die Abstimmung unter den Vereinen gut funktioniere. Gerade bei Trainingszeiten und Spielbetrieb in den Hallen sorge das für einen reibungslosen Ablauf.

Als Beispiel nannte er den gemeinsamen Radwandertag an der Femeiche, den die Vereine zusammen organisiert hatten.

Gemeindesportverband Raesfeld wählt Vorstand neu

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Wahl des Vorstands. Die Mitglieder stellten das Team neu auf:

Boris Hudournik (Vorsitzender), Christina Teroerde (Stellvertreterin), Karsten Meier (Kassenwart), Nils Kemper (Schriftführer), Martina Pieper (Geschäftsführerin), Dana Holzapfel (Beisitzerin) und Hans-Jürgen Heursen (Pressewart).

Gemeindesportverband Raesfeld plant Radwandertag

Zum Abschluss richtete sich der Blick nach vorn. Der nächste Radwandertag ist für den 26. April 2026 geplant. Start und Ziel sind am Naturparkhaus am Schloss Raesfeld. Die Aufgaben wurden bereits verteilt.

Außerdem bat der Vorsitzende alle Hallennutzer, ihre Belegungswünsche und Spielpläne frühzeitig einzureichen. So soll der Sportbetrieb nach den Sommerferien ohne Probleme starten.

Gastfamilien Kreis Borken gesucht: 200 Jugendliche kommen 2026

Im Kreis Borken werden Gastfamilien für Austauschschüler gesucht. Landrat Dr. Kai Zwicker unterstützt gemeinsam mit der Organisation AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. die Suche nach Familien im Westmünsterland. Rund 200 Jugendliche reisen im September 2026 nach Deutschland.

Im Kreis Borken werden erneut Gastfamilien gesucht, die Jugendlichen aus aller Welt ein Zuhause auf Zeit bieten. Die Austauschorganisation AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. organisiert den Aufenthalt und wird dabei von Landrat Dr. Kai Zwicker unterstützt.

Gastfamilien Kreis Borken ermöglichen kulturellen Austausch

Etwa 200 Austauschschülerinnen und -schüler kommen im September 2026 für ein halbes oder ganzes Jahr nach Deutschland. Sie besuchen hier die Schule, lernen die Sprache und möchten den Alltag in einer Familie kennenlernen.

„Es wäre schön, wenn sich für sie auch ehrenamtliche Gastfamilien bei uns im Westmünsterland finden“, erklärt Dr. Kai Zwicker.

Offen für viele Lebensmodelle

Gastfamilien im Kreis Borken können ganz unterschiedlich sein. Familien mit und ohne Kinder sind ebenso willkommen wie Alleinerziehende, gleichgeschlechtliche Paare, Senioren oder Alleinstehende.

„Eine Zeit mit einem Gastkind aus einem anderen Land zu verbringen, ist eine sehr bereichernde Erfahrung“, betont der Landrat. „Wer sich als Gastfamilie zur Verfügung stellt, ermöglicht nicht nur einem Jugendlichen seinen Traum von einem Schüleraustausch in Deutschland.“

Unterstützung durch AFS

Die Aufnahme eines Gastkindes ist ab sechs Wochen bis zu einem Jahr möglich. Voraussetzungen sind ein freies Bett, Gastfreundschaft und Interesse an anderen Kulturen.

AFS bereitet die Gastfamilien vor und begleitet sie während des gesamten Aufenthalts. Ehrenamtliche Ansprechpartner vor Ort sowie eine rund um die Uhr erreichbare Hotline stehen zur Verfügung.

Kontakt und weitere Informationen

Interessierte Familien können sich unverbindlich informieren:
Telefon: 040 399222-90
E-Mail: [email protected]

Weitere Informationen gibt es unter www.afs.de/gastfamilienprogramm.

Hintergrund zur Organisation

AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. zählt zu den größten und ältesten gemeinnützigen Jugendaustauschorganisationen weltweit. Seit mehr als 75 Jahren setzt sich die Organisation für interkulturellen Austausch sowie für Verständnis und Toleranz zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen

Störche beziehen erneut Nest am Schloss Raesfeld

Am Schloss Raesfeld ist wieder ein Storchenpaar gelandet. In bester Wohnlage mit Blick auf das Wasserschloss haben die Tiere ihren Nistplatz erneut bezogen. Da Störche häufig zu ihrem Nest zurückkehren, wächst in Raesfeld die Hoffnung auf neuen Nachwuchs.

Rückkehr ins gemachte Nest

Am Rabodoweg in Raesfeld ist wieder ein Storchenpaar angekommen. Hoch oben auf dem Nistplatz richten sich die beiden in ihrer „Ein-Zimmer-Wohnung“ mit Schlossblick ein. Bereits im vergangenen Jahr hatten sich hier ein Paar niedergelassen und erfolgreich Junge großgezogen.

Die Lage bleibt gefragt. Ruhig, naturnah und mit freiem Blick auf das Schloss Raesfeld.

Storchenpaar am Wasserschloss Raesfeld ist wieder zurück. Gibt es Nachwuchs?
In luftiger Höhe mit Weitblick hat sich ein Storchenpaar erneut niedergelassen. Foto: Petra Bosse

Erfolgsprojekt des Heimatvereins

Die Nisthilfe entstand im Jahr 2024 auf Initiative des Heimatvereins Raesfeld. Inspiriert von erfolgreichen Storchenstandorten in Rhade, Deuten und Gahlen stellte der Verein einen Antrag bei der Gemeinde.

Das Ziel war klar. Den Störchen sollte nicht nur ein Nistplatz geboten werden, sondern ein dauerhaftes Zuhause in Raesfeld.

Bewährter Standort, neue Hoffnung

Im Jahr 2025 gelang am Rabodoweg erstmals die Aufzucht von Nachwuchs. Ein Erfolg, der zeigt, dass der Standort angenommen wird.

Nun ist erneut ein Storchenpaar eingezogen. Die „Wohnung“ ist bezogen, die Bedingungen stimmen.

Ob auch in diesem Jahr wieder Jungtiere schlüpfen, bleibt offen. Die Chancen stehen gut. In Raesfeld scheint sich herumgesprochen zu haben, wo es sich gut leben lässt.

Info:
Störche gelten als standorttreu und kehren häufig zu ihrem Nest zurück. Oft wirkt es so, als komme jedes Jahr dasselbe Storchenpaar wieder. Tatsächlich bindet die Tiere aber vor allem der Nistplatz. Das Männchen trifft meist zuerst ein und besetzt das Nest, das Weibchen stößt später dazu. Paare können mehrere Jahre zusammenbleiben, es ist jedoch nicht garantiert, dass es immer exakt dieselben beiden Tiere sind.

Laufen im Wald und Mai-Lauf Training beim TSV Raesfeld

Gleich zwei Angebote bereiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf den Mai-Lauf vor. Der TSV Raesfeld setzt dabei auf gemeinsames Training, feste Zeiten und Motivation in der Gruppe. Im Mittelpunkt steht die Freude an Bewegung im Freien.

Laufen im Wald für Kinder und Jugendliche

Seit einer Woche und weiterhin an jedem Samstag von 9 bis 10 Uhr trainieren Kinder und Jugendliche im Alter von etwa 5 bis 15 Jahren im Tiergarten. Treffpunkt ist der Waldspielplatz.

Das Angebot „Laufen im Wald“ richtet sich ausdrücklich an alle Leistungsstände. „Jeder, egal welcher Leistungsstand, ist uns sehr willkommen“, heißt es vom Verein. In den vergangenen Jahren hätten auch viele Eltern ihre Kinder begleitet und dabei selbst mittrainiert. Eine Teilnahme sei jedoch auch ohne Begleitung möglich.

Ziel sei es, den Kindern die Freude an Bewegung in der Natur zu vermitteln. Gleichzeitig sollen sie ermutigt werden, am Mai-Lauf teilzunehmen. Dafür bietet der TSV Raesfeld unterschiedliche Laufstrecken an. Nach jeder Runde können die Kinder Stempel sammeln. Diese lassen sich am Tag des Mai-Laufs gegen Eisgutscheine eintauschen.

Initiiert und finanziert wird die Aktion vom TSV Raesfeld. Die Betreuung übernehmen Silke Temminghoff und Gabi Grewing.

In neun Wochen fit für fünf Kilometer

Ein zweites Angebot richtet sich an Jugendliche und Erwachsene, die sich gezielt auf die 5-Kilometer-Strecke beim Mai-Lauf vorbereiten möchten. Start ist am Sonntag, 29. März.

Das Training spricht vor allem Menschen an, die sich die Vorbereitung allein nicht zutrauen. „In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass jeweils alle Teilnehmer beim Lauf in der Lage waren, die Strecke zu meistern“, teilt der Verein mit. Auch Anfänger seien ausdrücklich willkommen.

Das Training wird von zwei erfahrenen Läufern im Wechsel geleitet. Björn Voitel, zertifizierter Lauftrainer, hat in diesem Jahr die Leitung von Norbert Nagel übernommen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Interessierte können einfach zum Training kommen. Bei Fragen steht der TSV Raesfeld per E-Mail an [email protected] zur Verfügung.

Ü60-Radtouren starten in die Saison rund um die Schlossgemeinde

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Die Ü60-Radtouren gehen wieder an den Start. Von April bis Oktober sind sieben Fahrten geplant. Das Angebot richtet sich an Seniorinnen und Senioren rund ums Rentenalter.

Ü60-Radtouren starten in die neue Saison

Der Winter ist vorbei und die Räder sind geputzt. Die Ü60-Touren können wieder starten. Das Orga-Team mit Heinz Stolbrink, Gerd und Egbert Groß-Onnebrink, Alfons Brinkmann, Heinz Lammers, Clemens Marpert und Helmuth Hater hat die Planung für die Radfahrsaison 2026 abgeschlossen. Von April bis Oktober sind wieder sieben Touren vorgesehen. Das Angebot richtet sich an alle Senioren und Seniorinnen rund ums Rentenalter.

Termine der Ü60-Radtouren im Überblick

Interessierte sollten sich folgende Termine vormerken: jeweils donnerstags am 9. April, 11. Juni, 9. Juli, 13. August, 10. September und 8. Oktober. Eine Ausnahme gibt es im Mai: Die Tour am 13. Mai findet wegen Christi Himmelfahrt bereits mittwochs statt.

Start ist jeweils um 14:30 Uhr am Haus der Vereine an der Weseler Straße. Die Rückkehr ist für etwa 18:30 Uhr geplant. Die Streckenlänge beträgt rund 35 Kilometer.

Ü60-Radtouren setzen auf Gemeinschaft und Bewegung

Gefahren wird im moderaten Tempo und bei jedem Wetter gemäß dem Motto: es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung. Im Vorjahr führten die Fahrten rund um die Schlossgemeinde nach Rhade, Rhede-Vardingholt, Heiden, Weseke, Lembeck und Marbeck. Die kürzeste Strecke betrug 28, die längste 41 Kilometer. Die meisten Radler, nämlich 53, trafen sich im Juli zur Tour zum Heimathaus Weseke.

Das Orga-Team freut sich auf die neue Saison und hofft auch weiterhin auf gute Beteiligung.

Vernissage Kunst@Hetkamp Raesfeld lockt Kunstszene und Gäste in Scharen an

Zahlreiche Besucher aus der Kunstszene und Kunstinteressierte aus Raesfeld und darüber hinaus kamen am Sonntagnachmittag zur Vernissage Kunst Hetkamp Raesfeld. Die zweite Kunstausstellung Art@Hetkamp wurde zu einem lebendigen Treffpunkt für Austausch, Begegnung und künstlerische Eindrücke. Die Räume füllten sich schnell mit Gesprächen, Eindrücken und spürbarer Begeisterung.

Interessierte Besucher bei der Ausstellung Hetkamp im Dialog über Kunst
Foto: Petra Bosse

Kunst verbindet Menschen in Raesfeld

Schon kurz nach der Eröffnung wurde deutlich, welche Anziehungskraft die Vernissage Kunst Hetkamp@Raesfeld entfaltet. Besucher bewegten sich aufmerksam durch die Räume, blieben vor Werken stehen, kamen ins Gespräch und nahmen sich Zeit für Details.

Bürgermeister Dirk Kuhmann würdigte die Ausstellung in seiner Begrüßung und hob die besondere Atmosphäre hervor. „Das ist etwas ganz Besonderes“, sagte er. Kunst verbinde Menschen, Ideen und Emotionen, und genau das sei an diesem Nachmittag spürbar.

Bürgermeister Dirk Kuhmann bei seiner Begrüßungsrede zur Kunstausstellung in Raesfeld
Bürgermeister Dirk Kuhmann. Foto: Petra Bosse

„Kunst ist Ausdruck individueller Kreativität“

Beim Blick in die gut gefüllten Räume und auf die ausgestellten Werke werde deutlich, welche Kraft Kunst entfalten könne. „Kunst ist Ausdruck individueller Kreativität, künstlerischen Geschmacks und Inspiration, zugleich aber auch ein Spiegel unserer Gesellschaft.“ Sein Dank galt ausdrücklich den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern sowie allen, die die Ausstellung möglich gemacht haben. „Das ist eine besondere Leistung.“ Solche Veranstaltungen zeigten, wie wichtig Kunst und Kultur für das gesellschaftliche Miteinander seien. Sie brächten Menschen zusammen, schafften Austausch und gäben neue Impulse.

Luzie Hetkamp bei der Ausstellungseröffnung in Raesfeld 2026
Foto: Petra Bosse

Zum Abschluss wurde Kuhmann auch persönlich: Wenn er sich heute umschaue, habe er „ein Gefühl wie früher“. Die Räume seien mit Leben gefüllt, „und ich sehe es auch in Ihren Augen.“

Hetkamp wird erneut zum Ort für Kunst und Begegnung

Auch die Ortsmarketingvorsitzende Maria Kowalsky richtete sich an die Gäste und betonte die besondere Atmosphäre: „Kunst ist die Sprache, die Herzen berührt und Räume zum Leben erweckt“.

Eröffnung der Ausstellung Hetkamp@Art durch Maria Kowalsky
Foto: Petra Bosse

Sie freue sich, dass die Räume von Hetkamp erneut ein Ort geworden seien, an dem Kunst, Austausch und Ausstellung zusammenkommen. Ihr Dank galt insbesondere Luzie Hetkamp, die mit großem Engagement den Rahmen geschaffen habe, sowie den Künstlerinnen und Künstlern, die der Ausstellung eine persönliche Note verleihen: „Auf ihre eigene Art und Weise zeigen sie, wie eng sie mit Hetkamp verbunden sind. Das verleiht der Ausstellung eine ganz persönliche Note“. Zum Abschluss sagte Kowalsky: „Kunst belebt nicht die Räume, sie berührt Herz und Seele“.

Luzie Hetkamp freut sich über die 2. Kunstausstellung in ihrem Haus
Luzie Hetkamp freut sich über die 2. Ausstellung. Foto: Petra Bosse

Persönliche Worte und große Freude bei Luzie Hetkamp

Zum Ende der offiziellen Begrüßung wandte sich Gastgeberin Luzie Hetkamp selbst an die Anwesenden. Ihre Freude war spürbar: „Es ist einfach zu tun, dass ich mich so freue über diese Ausstellung, die wir hier im Hause haben, dass ich so viel Schönes auf einmal noch gar nicht gehabt habe. Es ist so schön. Ich möchte jedem danken, das war eine sehr gute Zusammenarbeit. Jeder hat für den anderen mitgesorgt und dafür möchte ich mich noch einmal bei jedem bedanken und vielleicht die Künstler noch einmal bitten, zu mir zu kommen.“

Luzie Hetkamp, Kriste Tillmann und Isel Luebke Rivera bei einer Kunstausstellung im Gespräch
Luzie Hetkamp mit Kriste Tillmann und Isel Luebke Rivera(v.l.). Foto: Petra Bosse

Nobert Heisterkamp: Kunst, die begeistert und verbindet

Unter den Gästen war auch der Dorstener Norbert Heisterkamp, der auf Einladung gekommen war und seine Begeisterung offen teilte: „Da wir uns auch für Kunst interessieren und weil der Norbert Then ja auch Skulpturen macht, die mich auch interessieren, weil die auch aus Stahl und aus Metall, also aus Metall geformt und gemacht sind. Und da ich ja auch mal Schlosser und Schweißer gewesen bin, wenn ich die Skulptur sehe, dann geht bei mir das Herz auf. Also das, was er daraus macht, finde ich einfach toll und sensationell.“

Norbert Then und Norbert Heisterkamp bei einer Kunstausstellung in Erle im Gespräch über Metallskulpturen
Künstler Norbert Then (li.) und Schauspieler aus Dorsten Norbert Heisterkamp zwischen Kunst und Fachsimpelei – wenn Metall plötzlich Emotionen weckt. Foto: Petra Bosse

Norbert Then: Klasse Künstler

Ein Wiedersehen gab es auch mit dem Künstler Norbert Then, der in Raesfeld, Dorsten und darüber hinaus für seine Skulpturen aus Stahl bekannt ist. Für ihn hatte die Rückkehr nach Hetkamp eine besondere Bedeutung: „Es ist so schön hier. Ich bin so froh, dass ich da bin. Ganz ehrlich. Das ist wie so ein Heimkommen. Mit so klasse Künstlern, die wir hier am Start haben.“ Mitgebracht hat er unter anderem eine sich ständig verändernde, ausdrucksstarke Figur aus Stahl in klaren Linien und Konturen mit dem Titel „Der Traumfänger“.

Mit dieser Arbeit wolle er die große Bandbreite menschlicher Gefühle und Fantasien darstellen, darunter Liebe, Hoffnung, Freude und Trauer. Durch das Zusammenspiel von Licht und Schatten führe er Skulptur und Bild zu einer Einheit. Für die Betrachtenden entstünden dabei immer wieder neue, eigene Bildwelten.

Künstler Norbert Then, bekannt durch seine Traumfänger

Vernissage Kunst Hetkamp Raesfeld als lebendiger Treffpunkt

Die Vernissage Kunst@Hetkamp Raesfeld zeigt eindrucksvoll, wie stark Kunst Menschen zusammenbringen kann. Zwischen Gesprächen, Begegnungen und Eindrücken entstand eine Atmosphäre, die weit über eine klassische Ausstellungseröffnung hinausging. Die zweite Ausgabe von Art@Hetkamp knüpft damit an den Erfolg der ersten Ausstellung an und setzt zugleich neue Impulse für die lokale Kulturszene.

Norbert Heisterkamp vor der bekannten Stahlfigur von Norbert Then
Norbert Heisterkamp vor einer der bekannten Stahlfiguren von Norbert Then. Foto: Petra Bosse

Die ausstellende Künstlerinnen und Künstler

Kriste Tillmann: „Wenn Porzellan auf Metall trifft, beginnt das Licht zu tanzen.“
Ihre Skulpturen verbinden Porzellan und gewebtes Metall zu überraschenden Formen, bei denen das Spiel mit Licht immer neue Perspektiven eröffnet.

Isel Lübke-Rivera: Räume mit eigenen Geschichten. In ihren Arbeiten verbindet Isel Design, Inneneinrichtung und Malerei auf kreative Weise und zeigt dabei, dass Räume ihre ganz eigenen Geschichten erzählen können. Raesfelderin mit kubanischen Wurzeln und einem wunderschönen Atelier über den Dächern von Raesfeld.

Dr. Martin Buntrock: „Fotografie trifft Musik – ein Dialog der Sinne.“
Ausgangspunkt seiner Werke sind oft Langzeitbelichtungen, die digital weiterentwickelt werden und in einen besonderen Dialog von Bild und Musik treten.

Marianne Bellenhaus: „Jede Linie hat eine Geschichte.“
Malerei, Grafik, Fotografie und Literatur: Marianne Bellenhaus erzählt mit Werken Emotionen und Geschichten in vielfältigen Ausdrucksformen.

Andrea Weiss: „Form folgt Material – der Prozess ist der Moment.“
In ihren Schmuckstücken und Wachsbilden spielt sie mit Material, Präzision und Intuition, immer offen für neue Entwicklungen im kreativen Prozess.

Norbert Then: „Metall erzählt seine eigene Geschichte.“
Von Denkmalpflege bis freie Skulptur: Norbert Then verwandelt Metall in beeindruckende, lebendige Kunstwerke.

JOBOEL (Josef Boelting): „Spontan, lebendig, intuitiv – jeder Strich ein Abenteuer.“
Auf Papier und Pappe entstehen impulsive Arbeiten voller Farbe und Energie, die den Moment der Inspiration einfangen.

60 Jahre später: Klassentreffen bringt alte Schulgeschichten zurück nach Erle

Ein Wiedersehen mit vielen Erinnerungen: 60 Jahre nach ihrer Schulentlassung trafen sich ehemalige Schülerinnen und Schüler der Grundschule Erle im HUB. Viele von ihnen kennen sich noch von früher, manches hat sich verändert, anderes ist sofort wieder da.

Kaffee, Gespräche und ein Spaziergang durchs Dorf

Der Sonntag begann im HUB Erle mit einer Begrüßung und einer Kaffeerunde. Schnell wurde deutlich, dass Gesprächsstoff reichlich vorhanden ist. Erinnerungen tauchten auf, Namen wurden ergänzt, Geschichten weitererzählt.

Teilnehmer eines Klassentreffens in Erle mit Berndt Schwane, Karl-Heinz Jüttner, Bernard Nagel, Josef Askamp und Ludwig Uhlenbrock
Foto: privat/Repro Petra Bosse

Ein Jahrgang, der Geschichte schrieb

Im April 1958 wurden 31 Mädchen und Jungen in der damaligen Volksschule, der „Hohen Schule“, eingeschult. Unterricht gab es im Klassenraum ganz oben unter dem Dach. Frau Gramse und Herr Kreuter führten durch den Schulalltag.

Es war der letzte Jahrgang, der acht Jahre in diesem Gebäude blieb. Danach zog der Unterricht in die neue Silvesterschule um. Nach dem vierten Schuljahr wechselten vier Kinder auf weiterführende Schulen.

Schulausflug Erler Schule 60ziger Jahre
Schulausflug. Foto: privat/Repro Petra Bosse

Wenn der Ofen rauchte, gab es schulfrei

Karl-Heinz Jüttner erinnerte sich an seine Schulzeit in der „Hohen Schule“. Dort, wo heute der Parkplatz hinter der Volksbank liegt, habe er damals die Schulbank gedrückt. Seine Schulzeit endete 1966.

Besonders im Gedächtnis geblieben sind ihm die Öfen in den Klassenräumen. „Wenn die zu stark geraucht haben, hatten wir frei“, erzählte er. Manchmal habe es dafür sogar ein wenig „Nachhilfe“ von älteren Schülern gegeben. Auch die Baustelle der späteren Silvesterschule spielte in seinen Erinnerungen eine Rolle. Eine offene Baugrube gehörte damals zum Ortsbild. „Ich bin eines Abends in die Baugrube gefallen“, berichtete Jüttner. Am nächsten Tag habe er sich mit Schrammen im Gesicht den Kommentaren der Mitschüler gestellt.

Fünf Jungen aus der Grundschule Erle in den 1960er Jahren beim Klassenfoto
Historisches Foto von fünf Jungen aus der Hohen Schule Erle aus den 1960er Jahren: Berthold Schwane, Karl-Heinz Jüttner, Bernhard Nagel, Josef Askamp und Ludger Uhlenbrock (v. l.). Foto: privat/Repro Petra Bosse

Nach vielen Erinnerungen, Geschichten und Lachen endete der Tag mit einem gemeinsamen Spaziergang durch das Dorf Richtung Femeiche. Organisiert hatten das Treffen Adelheid Kölking, Anni Nagel, Rita Brüggemann, Bernhard Nagel und Ludger Uhlenbrock.

Osterfeuer Erle: Grünschnitt jetzt abgeben und gemeinsam feiern

Kein Osterfeuer ohne Grünschnitt. Für das Osterfeuer Erle bittet der Förderverein des Kindergartens St. Nikolaus wieder um Unterstützung. Grünschnitt kann am Gründonnerstag von 15:00 bis 17:00 Uhr sowie am Karsamstag von 9:00 bis 12:00 Uhr abgegeben werden. Gefeiert wird am Ostersonntag (5. April) ab 18:30 Uhr auf dem Schützenfestplatz an der Marienthaler Straße.

Das Osterfeuer Erle hat Tradition. Auch in diesem Jahr übernimmt der Förderverein des Kindergartens St. Nikolaus die Bewirtung und Organisation. Der Verkaufsstand mit Bratwürstchen und Getränken öffnet am Ostersonntag um 18:30 Uhr auf dem Schützenfestplatz in Erle. Gegen 19:00 Uhr wird das Osterfeuer entzündet.

Osterfeuer Erle startet mit Andacht und Fackelzug

Zum Auftakt treffen sich Kinder ab Grundschulalter gemeinsam mit ihren Eltern um 18:30 Uhr in der St.-Silvester-Kirche. Dort werden an der Osterkerze Fackeln entzündet. Anschließend zieht die Gruppe gemeinsam zum Schützenfestplatz an der Marienthaler Straße. Dort wird das Osterfeuer Erle feierlich entfacht.

Osterfeuer in Erle 2026 auf dem Schützenfestplatz
Foto: Petra Bosse (A)

Familienfreundliches Angebot beim Osterfeuer Erle

Der Förderverein richtet den Blick besonders auf Familien. „Wir geben wieder alles, damit das Osterfeuer für die Kinder ein echtes Highlight wird“, sagt der 1. Vorsitzende Jonathan Schmidt. Neben einem Toilettenwagen stehen Stehtische und Bänke bereit. Auch eine Hüpfburg ist eingeplant, abhängig vom Wetter.

Dank an Unterstützer des Osterfeuer Erle

Der Förderverein bedankt sich bereits im Vorfeld bei allen Beteiligten. Dazu zählen insbesondere die Feuerwehr Erle sowie die katholische Kirchengemeinde St. Martin.

„Ein besonderer Dank gilt außerdem allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, Eltern und Firmen, die uns bei der Planung und Durchführung oder mit Sachspenden unterstützen. Ohne dieses Engagement wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich“, so Jonathan Schmidt.

Osterfeuer Erle stärkt Gemeinschaft

Der Förderverein lädt alle Bürger herzlich ein, am Ostersonntag ab 18:30 Uhr einen gemeinsamen Abend auf dem Schützenfestplatz in Erle zu verbringen. Der Erlös der Veranstaltung kommt vollständig der Arbeit des Kindergartens St. Nikolaus zugute.

Volksbank Raesfeld und Erle 2025 wächst spürbar und bleibt stabil

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Die Volksbank Raesfeld und Erle zieht für 2025 eine positive Bilanz. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnte das Ergebnis gesteigert werden. Die Bank setzt weiterhin auf Stabilität, regionale Verantwortung und Nähe zu ihren Mitgliedern.

Volksbank Raesfeld und Erle 2025 mit stabilem Geschäftsjahr

Raesfeld. Die Volksbank Raesfeld und Erle blickt auf ein insgesamt stabiles Geschäftsjahr 2025 zurück. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit wurde trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen deutlich gesteigert. Damit unterstreicht die Bank ihre wirtschaftliche Stabilität und die nachhaltige Ausrichtung ihres Geschäftsmodells.

Das wirtschaftliche Umfeld war im vergangenen Jahr von einer gedämpften Konjunktur sowie strukturellen Herausforderungen in Deutschland geprägt. Das Kreditgeschäft blieb dennoch stabil. Die Forderungen an Kunden lagen weiterhin bei 269 Millionen Euro.

Die Bilanzsumme erreichte zum Jahresende knapp 340 Millionen Euro und bewegte sich damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Ausschlaggebend war vor allem ein einmaliger Effekt im Einlagenbereich.

Deutliches Wachstum bei Einlagen und Wertpapieren

Ein starkes Signal setzte die Entwicklung der Kundeneinlagen. Das betreute Einlagevolumen stieg zum 31. Dezember 2025 um fast 22 Millionen Euro auf mehr als 418 Millionen Euro.

Das Wachstum fand überwiegend außerhalb der Bilanz statt. Die bei Verbundpartnern geführten Einlagen erhöhten sich um 18,5 Prozent. Neben der allgemeinen Kursentwicklung war dies vor allem auf die hohe Nachfrage nach Wertpapieranlagen zurückzuführen.

Mitgliederzahl steigt weiter an

Auch im Bereich der Mitgliedschaften verzeichnete die Volksbank Raesfeld und Erle 2025 eine positive Entwicklung. Die Geschäftsguthaben stiegen auf fünf Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von fast 18 Prozent.

Im Laufe des Jahres wurden 263 neue Mitglieder aufgenommen. Damit erhöhte sich die Zahl der Anteilseigner auf insgesamt 5.810.

„Diese positive Entwicklung ist ein starkes Signal für das Vertrauen unserer Mitglieder in unsere Bank. Daher werden wir unsere Mitglieder auch in diesem Jahr am Erfolg ihrer Bank teilhaben lassen und planen eine Dividende in Höhe von vier Prozent auf die Geschäftsguthaben auszuschütten“, kündigen die Vorstände an.

Engagement für die Region bleibt zentral

Die Volksbank Raesfeld und Erle verbindet wirtschaftlichen Erfolg weiterhin mit gesellschaftlichem Engagement vor Ort.

„Unsere Region hat viele Stärken. Eine liegt im großen ehrenamtlichen Engagement der Menschen vor Ort“, erklären die Vorstandsmitglieder. „Unser Ziel ist es, Ideen, Arbeiten und Aktionen zu fördern, die der Vereinsarbeit oder unmittelbar unserer Region und ihren Bewohnern zugutekommen.“

Im vergangenen Jahr wurden Vereine, Institutionen und Organisationen in der Region mit insgesamt 42.500 Euro unterstützt.

Volksbank Raesfeld und Erle 2025 blickt zuversichtlich nach vorn

Trotz der Herausforderungen zeigt sich die Bank optimistisch für die Zukunft. „Trotz der Herausforderungen des vergangenen Jahres blicken wir zuversichtlich in die Zukunft. Unser Fokus liegt weiterhin darauf, unseren Mitgliedern, Kundinnen und Kunden eine starke und verlässliche Partnerschaft zu bieten“, so die Vorstände abschließend.

Modernisierte Geschäftsstelle in Raesfeld

Neben der wirtschaftlichen Entwicklung hat die Volksbank Raesfeld und Erle 2025 auch in ihre Infrastruktur investiert. Die Geschäftsstelle in Raesfeld wurde umfassend modernisiert.

Grundlage für die Umgestaltung waren die Ergebnisse einer Kundenbefragung. Ziel war es, eine moderne, einladende und barrierefreie Umgebung zu schaffen. Die neuen Räumlichkeiten bieten nun eine angenehme Atmosphäre für Beratungsgespräche und persönliche Kontakte.

B70 in Raesfeld: Vollsperrung für Sanierung ab 23. März

Ab Montag, 23. März 2026, wird die B70 in Raesfeld und Richtung Borken voll gesperrt. Straßen.NRW startet die Sanierung von Fahrbahn sowie Geh- und Radweg auf einer Länge von 6,2 Kilometern. Eine Erinnerung für alle Verkehrsteilnehmer: Die Sperrung beginnt am Montag.

Erinnerung: Vollsperrung für Sanierung ab 23. März

Die Vollsperrung für Sanierung ab 23. März gilt zunächst zwischen der Einmündung K50 in Raesfeld und der Kreuzung Bleekenweg/Raesfelder Straße in Borken. Die Sperrung erfolgt in beide Richtungen und dauert voraussichtlich bis Ende April 2026.

Der Verkehr wird über die Heidener Straße, L829, Richtung Marbeck sowie über die Marbecker Straße, K7, umgeleitet.

Einschränkungen auch an der B67

Während der gesamten Bauzeit bleibt zudem das Verkehrskreuz der B67/B70 in Borken gesperrt. Der Verkehr auf der B67 wird bis zur Abfahrt L896, Weseler Straße, geführt.

Weitere Bauabschnitte folgen

Im Anschluss wird die Strecke zwischen der Kreuzung Raesfelder Straße/Bleekenweg und der Abfahrt zum Nordring saniert. Dort wird der Verkehr auf einer verengten Fahrbahn mit Tempo 30 durch die Baustelle geleitet.

Bauzeit bis Oktober geplant

Die Kosten der Maßnahme liegen bei rund 4,5 Millionen Euro. Die Arbeiten sollen im Oktober 2026 abgeschlossen sein.

Direkte Anlieger werden über Sperrungen und mögliche Zufahrten per Postwurfsendung sowie im direkten Kontakt informiert.

Biergarten am HUB Erle: Start zu Ostern angekündigt

Bei der CDU-Veranstaltung „Klartext“ am Donnerstagabend kündigte Christian Lipfert die Öffnung des Biergartens am HUB Erle an. Noch vor Ostern sollen Gäste dort Platz nehmen können. Gleichzeitig berichtete der Geschäftsführer von einer hohen Nachfrage und ordnete das Projekt als besonders ein.

Lipfert kündigt Start an

Christian Lipfert stellte den aktuellen Stand vor. „Zu Ostern können die Leute hier im Biergarten sitzen“, sagte er. Die letzten Vorbereitungen liefen, der Außenbereich sollte in den Tagen vor den Feiertagen freigegeben werden.

HUB-Erle eröffnet Biergarten zu Ostern
Mittlerweile hat das Kind auch einen Namen durch die neuen Schilder. Foto: Petra Bosse

Nachfrage schon vor Fertigstellung

Bereits vor Abschluss aller Arbeiten stoße das Projekt auf großes Interesse. „Dass unser Dorfplatz, obwohl er noch nicht fertig ist, jetzt schon mit gebucht wird für Hochzeiten auch draußen im Biergarten mitzuerleben“, sagte Lipfert. Die Entwicklung verlaufe schneller als erwartet.

Zusammenarbeit mit Gemeinde

Das Gelände gehört der Gemeinde, die Bürgergenossenschaft ist Pächter. Geschäftsführer Lipfert hob die kurzen Abstimmungswege hervor. „Für mich ist das hier auch ein Sorglos-Paket“, sagte er. Entscheidungen ließen sich schnell klären.

Konzept mit besonderem Charakter

Lipfert beschrieb den HUB Erle als Modell mit eigenem Profil. Die Kombination aus Bürgergenossenschaft, Gastronomie und Dorfentwicklung sei selten. „Man spricht schon fast von einer Einzigartigkeit“, sagte er.

Klartext CDU Raesfeld im Dorfgemeinschaftshaus Erle
Foto: Petra Bosse

Zeitplan steht

Die finalen Schritte seien festgelegt. Die Bestuhlung solle zu Wochenbeginn geliefert werden. „Am Montag kommt die Bestuhlung“, sagte Lipfert. Die Eröffnung sei noch in derselben Woche geplant, ein genaues Datum stehe jedoch nicht fest.

Ziel: Start zu Ostern

Die Öffnung vor den Osterfeiertagen bleibe das Ziel. Besucherinnen und Besucher sollen den Außenbereich dann nutzen können. „Ja, auf jeden Fall“, sagte Lipfert auf die Frage nach dem Starttermin.

Dorfgemeinschaftshaus Erle mit zukünftigen Biergarten und Dorfplatz
Das Umfeld des HUB Erle und des neuen Dorfplatzes nimmt weiter Gestalt an und steht kurz vor der Fertigstellung. Foto: Petra Bosse

Tenk-Heßling räumt aus: Flohmarkt voller Erinnerungen in Erle

Am Samstag, 21. März, wird Erle von 10 bis 16 Uhr zum Treffpunkt für Flohmarktfreunde. Gleich zwei ehemalige Dorfkneipen im Ort, Tenk-Heßling und Brömmel-Wilms, öffnen ihre Türen und geben Einblick in ein Stück Dorfgeschichte. Beim Ausräumen kommen zahlreiche Gegenstände zusammen, von Geschirr und Gläsern bis hin zu Deko-Artikeln und Erinnerungsstücken, interessant für Sammler ebenso wie für den täglichen Gebrauch.

Alte Fotos und Erinnerungen aus der Gaststätte Tenk-Heßling in Erle
Foto/Repro: Petra Bosse

Beim Sortieren tauchen für Regine Rülfing (geborene Schierenberg) viele Erinnerungen auf. Sie hat einen großen Teil ihrer Kindheit in der Gaststätte verbracht. Zwischen Möbeln, Geschirr und alten Fotos wird deutlich, wie viele Geschichten mit dem Haus verbunden sind. „Uns ist wichtig, respektvoll mit der Geschichte des Hauses umzugehen und eine gute Lösung für die Zukunft zu finden“, sagt sie.

Dorfkneipe damals-alles muss rauß in Erle-Flohmarkt
Foto: Petra Bosse

In den Räumen, in denen früher gefeiert, diskutiert und gemeinsam angestoßen wurde, stehen an diesem Tag zahlreiche Gegenstände zum Verkauf. Dazu gehören Vintage-Möbel, Dekoration, Geschirr, Besteck, Gläser sowie Blumentöpfe und typische Kneipenutensilien. Auch Kutschen- und Kutschgeschirr werden angeboten.

Alte Fotos und Erinnerungen aus der Gaststätte Tenk-Heßling in Erle
Alte Fotos und Erinnerungen aus der Gaststätte Tenk-Heßling in Erle. Foto-Repro: Petra Bosse

Erinnerungen an ein Stück Dorfgeschichte

Der Hof Heßling war ursprünglich ein landwirtschaftlicher Betrieb. Mit der Zeit entwickelte sich daraus auch eine Gastwirtschaft. Reisende, Händler und Menschen aus der Umgebung kehrten hier ein. Aufzeichnungen über den Hof und die Gaststätte reichen nach Angaben der Familie bis in das 17. Jahrhundert zurück.

Alte Küche der Gaststätte Tenk-Heßling in Erle
Alter Herd in der Küche. Foto: Repro-Petra Bosse

Früher gab es sogar eine Art Mautrecht. Händler, die mit ihren Fuhrwerken unterwegs waren, mussten für die Nutzung der Straße eine Abgabe entrichten.

In den 1960er-Jahren wurde das Gebäude im Zuge des Baus der Bundesstraße an den heutigen Standort versetzt. Seit 1966 steht die Gaststätte an dieser Stelle.

Flohmarkt - Alte Küche im Gasthof Tenk-Heßling in Erle
Foto: Petra Bosse

Die letzte Wirtin war Monika Heßling, die Großtante der heutigen Eigentümerfamilie. Sie führte die Gaststätte weiter, nachdem bereits ihre Mutter Cilli hinter der Theke gestanden hatte. Nach deren Tod schloss Monika in den 1990er-Jahren schließlich die Gaststätte. Einen Nachfolger gab es damals nicht.

Über viele Jahrzehnte war das Haus nicht nur Wirtshaus und Bauernhof, sondern auch ein fester Bestandteil des Dorflebens in Erle. Hochzeiten, Vereinsfeste und lange Abende an der Theke gehörten zum Alltag.

Alte Fotos und Erinnerungen aus der Gaststätte Tenk-Heßling in Erle
Alte Fotos und Erinnerungen aus der Gaststätte Tenk-Heßling in Erle. Foto: Repro-Petra Bosse

Treffpunkt für Vereine und Fußballer

Auch Vereine nutzten das Gelände regelmäßig. Bevor der Festplatz an der Marienthaler Straße entstand, veranstaltete der Schützenverein Erle unter den Eichen neben dem Fußballplatz sein Vogelschießen.

Alles musss raus-Flohmarkt Erle
Alles musss raus-Flohmarkt Erle. Foto: Petra Bosse

Vor Auswärtsspielen von Eintracht Erle trafen sich Fahrgemeinschaften auf dem Parkplatz der Gaststätte. Nach den Spielen kehrten einige Fußballer noch auf ein Bier ein, bevor es nach Hause ging.

Der Flohmarkt bietet nun noch einmal die Gelegenheit, durch die alten Räume zu gehen und vielleicht ein Stück dieser Geschichte mit nach Hause zu nehmen.

Flohmarkt in zwei ehemaligen Dorfkneipen

Der Kneipen-Flohmarkt findet am 21. März von 10 bis 16 Uhr statt. Veranstaltungsorte sind die frühere Gaststätte Brömmel-Wilms an der Schermbecker Straße 20 sowie die Gaststätte Tenk-Heßling an der Dorstener Straße 101 in Raesfeld-Erle.

Gaststätte Tenk-Heßling: Treffpunkt für Fußballer von Eintracht Erle
Gaststätte Tenk-Heßling: Treffpunkt für Fußballer von Eintracht Erle
Cilly Tenk-Hepling. Wirtin mit Herz.
Wirtin mit Herz. Foto-Repro: Petra Bosse

Basar Brömmel-Wilms Erle: Abschied mit vielen Erinnerungen

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Ein anstehender Basar Brömmel-Wilms Erle markiert das Ende einer langen Wirtshaustradition. Bevor das Gebäude vermutlich abgerissen wird, verkauft die Familie Inventar, das über Generationen zum Dorfleben gehörte. Es ist ein Abschied zwischen Aufräumen, Erinnern und Loslassen. Der Verkauf findet am Samstag, 21. März von 10-16 Uhr statt.

Viele Erinnerung an die alte Dorfkneipe hat Arno Brömmel
Was bleibt sind alte Erinnerungen an die alte Dorfkneipe Brömmel-Wilms hat Arno Brömmel. ©Petra Bosse

In den vergangenen Wochen standen immer wieder Transporter vor der ehemaligen Gaststätte in Erle. Küchengeräte, Herde, Geschirr und Porzellan wurden verladen. Auch zahlreiche Tische, Stühle und Bänke fanden neue Besitzer. Vieles ist bereits ausgeräumt, anderes wartet noch auf den Verkauf beim Basar Brömmel-Wilms Erle.

Theke zieht auf eine Straußenfarm

Die prägende Theke aus dem Schankraum hat inzwischen einen neuen Besitzer gefunden. Künftig wird sie in einem Café auf einer Straußenfarm stehen und dort weiter genutzt werden. Ein Stück Erler Geschichte bleibt damit erhalten, wenn auch an einem anderen Ort.

Alte Theke aus der Kneipe hat einen neuen Besitzer gefunden und geht an eine Straßenfarm.
Die alte Theke aus der Kneipe hat einen neuen Besitzer gefunden und geht in ein Café einer Straußenfarm.©Petra Bosse

Auch zahlreiche Küchengeräte wechselten den Eigentümer. Kaffeemaschine, Grill und weitere technische Geräte wurden über eine Onlineplattform verkauft. Manche Anschaffungen seien einst kostspielig gewesen, berichtet Arno Brömmel. Nun hätten sie für vergleichsweise wenig Geld neue Abnehmer gefunden.

Kellerfund altes Bild der Dorfkneipe Brömmel in Erle

Kellerfunde mit Geschichte

Beim Ausräumen tauchten im Keller und auf dem Dachboden Dinge auf, die selbst den Eigentümer überraschten. Alte Bilder, historische Etiketten aus einer Zigarrenschachtel der Brennerei Böckenhoff und ein Tisch aus Kindertagen kamen wieder ans Licht. An diesem habe er mit seinen Geschwistern gesessen und gespielt, erinnert sich Brömmel.

Einige wenige Erinnerungsstücke behalten Arno und seine Frau Gisela. Der Großteil des verbliebenen Inventars steht inzwischen im ehemaligen Saal, sortiert für den Basar Brömmel-Wilms Erle. Für viele Gegenstände ist eine freiwillige Spende vorgesehen.

Viele Dinge aus der ehemaligen Dorfkneipe Brömmel-Wilms werden verkauft.
Alles muss raus. Viele Dinge aus der ehemaligen Dorfkneipe Brömmel-Wilms werden nun verkauft. ©Petra Bosse

125 Jahre Familiengeschichte

1996 übernahm Arno Brömmel den Betrieb offiziell. Aufgewachsen ist er in der Gaststätte, die ursprünglich einmal ein Lebensmittelgeschäft war. Mehr als 125 Jahre Familiengeschichte sind mit dem Haus verbunden. Drei Generationen führten den Betrieb, zeitweise gehörte sogar eine Tankstelle dazu. Feste, Theaterabende und Versammlungen prägten das Dorfleben.

Dorfkneipe Brömmel vor dem Umbau
Vor dem Umbau. ©

Heute wirkt der frühere Schankraum leer. Die Zapfanlage ist verschwunden, fast alle Tische und Stühle sind weg. Im Saal stapeln sich Geschirr, Gläser, Besteck, Kaffeekannen, Dekoration und große Flaschen. Selbst ein kleiner Weihnachtsbaum steht noch zwischen den verbliebenen Dingen.

Räumungsverkauf. Alles muss raus bei Brömmel-Wilms in Erle
Alles muss raus. ©Petra Bosse

Das Aufräumen falle nicht leicht, sagt Brömmel. Immer wieder müsse er und seine Frau entscheiden, was bleibt und was abgegeben darf. Viele Funde hätten Erinnerungen geweckt.

Ein besonderer Kellerfund überraschte das Ehepaar. Alte Foto-Druckplatten mit Fotos, soweit erkennbar, von ehemaligen Erler Schützenfesten und Königspaare.

Kellerfund von alten Foto-Druckplatten auf Metall. ©Petra Bosse
Kellerfund von alten Foto-Druckplatten auf Metall. ©Petra Bosse

Flohmarkt Termin

Der Basar Brömmel-Wilms Erle findet am Samstag, 21. März von 10 bis 16 Uhr statt. Gegen Spende können Interessierte zahlreiche Stücke erwerben.

Auch die alte Eckbank vom Stammtisch bei Brömmel-Wilms hat einen neuen Besitzer gefunden
Auch die alte Eckbank vom Stammtisch hat einen neuen Besitzer gefunden. ©Petra Bosse

Für das Gebäude selbst zeichnet sich ein Abriss ab. Eine energetische Sanierung wäre aufwendig und teuer. Ob und wann ein Abriss erfolgt, sei noch offen. Der Wunsch des Eigentümers ist klar: Die Immobilie solle in Familienhand bleiben. Zunächst aber steht der Basar Brömmel-Wilms Erle im Mittelpunkt, als letzter öffentlicher Moment eines Hauses, das über Jahrzehnte zum Mittelpunkt des Dorfes gehörte.

Die Großmutter von Arno Brömmel
Die Großmutter von Arno Brömmel. ©Petra Bosse/Repro

Und doch gibt es ein Bild, das viele Erler schmunzeln lässt. Arno Brömmel steht weiterhin mit dem Besen vor der ehemaligen Dorfkneipe und kehrt den Platz, ganz so, wie er es über Jahre getan hat. Wer vorbeigeht, könnte meinen, die Tür öffne gleich wieder und drinnen beginne ein ganz normaler Abend.

Gut sichtbar: Zwischendecke und vorherige Decke. ©Petra bosse

Klartext im HUB Erle: CDU Raesfeld spricht über Projekte, Personal und Zukunft

Rund 60 Besucher kamen am Donnerstagabend in den HUB Erle. „Wir sind hier auf einem schönen Flecken gelandet“, hieß es zum Auftakt.

In lockerer Atmosphäre stellte sich die CDU dem direkten Austausch mit den Bürgern. Bürgermeister Dirk Kuhmann gab einen Überblick über den aktuellen Stand in der Gemeinde, anschließend folgten Beiträge aus Politik und Publikum.

Besucher verfolgen den Klartext-Abend der CDU Raesfeld im HUB Erle
Rund 60 Besucher verfolgen den Klartext-Abend der CDU Raesfeld im HUB Erle. Foto: Petra Bosse

Kuhmann: Verwaltung wächst und stößt an Grenzen

Dirk Kuhmann machte deutlich, dass sich im Rathaus derzeit vieles bewege. „Aktuell haben wir fünf Stellen ausgeschrieben und werden sie jetzt in den nächsten Tagen besetzen.“ Zwei dieser Stellen seien neu geschaffen worden, in der Wirtschaftsförderung und in der Ehrenamtskoordination. Drei weitere würden im Zuge des demografischen Wandels nachbesetzt.

Zunehmende Digitalisierung

Vor allem im IT-Bereich habe sich der Druck erhöht. Die zunehmende Digitalisierung, insbesondere an den Schulen, habe zusätzliche Kapazitäten erforderlich gemacht. „Mit zwei Personen waren wir nicht mehr in der Lage, allen Anforderungen gerecht zu werden“, sagte Kuhmann. Ein IT-Bachelor solle das Team künftig ergänzen und zugleich den Wissenstransfer sichern.

Bürgermeister Dirk Kuhmann spricht beim Klartext-Abend im HUB Erle in Raesfeld
Bürgermeister Dirk Kuhmann spricht beim Klartext-Abend im HUB Erle in Raesfeld. Foto: Petra Bosse

Umbau des Rittersaals

Auch das Bauamt werde personell verstärkt. Hintergrund seien mehrere parallel laufende Projekte. Dazu gehöre unter anderem der Umbau des Rittersaals im Schloss. Dieser sei in die Jahre gekommen und werde umfassend modernisiert. Geplant seien ein barrierefreier Zugang, eine neue Lüftungsanlage sowie weitere technische Anpassungen. Künftig solle der Raum vielseitiger nutzbar sein.

Parallel liefen der Ausbau der Sebastian-Schule sowie die geplante Erweiterung der Silvesterschule in Erle. Insgesamt sei die Verwaltung mit rund 55 Beschäftigten vergleichsweise schlank aufgestellt, arbeite jedoch unter hoher Auslastung.

Schlanke Verwaltung, hohe Auslastung

Die Verwaltung arbeitet mit vergleichsweise wenig Personal. Insgesamt rund 55 Beschäftigte stemmen alle Aufgaben. Kuhmann spricht von einer hohen Auslastung, betont aber gleichzeitig die Qualität der Arbeit.

„Ich habe eine sehr gute Mannschaft“, sagt er. Prüfungen hätten gezeigt, dass Raesfeld im Verhältnis zur Einwohnerzahl mit wenig Personal auskomme.

Klartext im HUB Erle: CDU Raesfeld spricht über Zukunft
Foto: Petra Bosse

Austausch mit Bürgern und Jugendlichen

Der direkte Austausch mit der Bürgerschaft spiele eine wichtige Rolle. Die Bürgermeistersprechstunden würden regelmäßig gut angenommen. Auch ein erstes Treffen mit Jugendlichen habe bereits stattgefunden.

Dabei seien verschiedene Anliegen vorgetragen worden. Genannt worden seien unter anderem Treffpunkte außerhalb der Öffnungszeiten des Jugendhauses, ein mögliches Open-Air-Kino in den Ferien sowie praktische Lösungen wie Schließfächer. Kuhmann betonte, man wolle diese Anregungen prüfen und, wo möglich, umsetzen.

Auch persönliche Einblicke ließ der Bürgermeister zu. „Ich bin relativ wenig zu Hause, aber das ist völlig in Ordnung“, sagte er.

Bonhoff: Wahlkampf, Investitionen und klare Schwerpunkte

CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Bernhard Bonhoff blickte auf einen intensiven Wahlkampf zurück. Viele Gespräche an Haustüren und bei Veranstaltungen hätten gezeigt, welche Themen die Menschen vor Ort bewegen. „Wir sind extrem gut belohnt worden“, sagte Bonhoff mit Blick auf das Wahlergebnis und die erneut erreichte absolute Mehrheit.

Dr. Bernhard Bonhoff CDU Raesfeld
Dr. Bernhard Bonhoff: Rückblick auf intensiven Wahlkampf und anstehende Themen. Foto: Petra Bosse

Für die kommenden Jahre zeichnete er große Projekte. Ein zentrales Thema sei der Ausbau der Windenergie. Rund 13 Anlagen sollen entstehen, mit einer Investitionssumme von etwa 130 Millionen Euro. Die Gemeinde werde davon profitieren, unter anderem durch Einnahmen und Beteiligungen. Auch eine Beteiligung der Bürger sei vorgesehen.

Dorfentwicklung

Auch die Dorfentwicklung spiele eine wichtige Rolle. Rund um die Kirche sollten zentrale Bereiche neu gestaltet werden. Projekte wie das Martinushaus, der Froschbrunnenplatz und die Borkener Straße sollten den Ortskern deutlich aufwerten. Diese Veränderungen würden das Erscheinungsbild des Ortes nachhaltig prägen.

Zudem seien bereits erste Maßnahmen aus dem Wahlkampf angestoßen worden. Dazu gehörten Verkehrsverbesserungen im Ortskern, Maßnahmen an der Marienthaler Straße sowie geplante Tempo-30-Zonen im Bereich des Sportplatzes.

Familien und Wohnraum im Mittelpunkt

Ein Thema zog sich durch den gesamten Abend: die Zukunft junger Familien in Raesfeld. „Die Zukunft von Raesfeld liegt in den jungen Familien“, sagte Bonhoff. Grundlage seien Prognosen, die langfristig sinkende Kinderzahlen erwarten lassen.

Vor diesem Hintergrund wolle die Gemeinde gezielt handeln. Neue Baugebiete, alternative Wohnformen und mehr bezahlbarer Wohnraum sollten entstehen. Ziel sei es, sowohl Familien als auch Beschäftigten passende Angebote zu machen. Auch Unternehmen hätten signalisiert, dass Wohnraum für Mitarbeitende benötigt werde.

Darüber hinaus würden Themen wie Energieversorgung, Nahwärme und Infrastruktur die Gemeinde weiter beschäftigen. In einer Klausurtagung sollten diese Punkte vertieft werden.

Marc Ketteler begrüßt Besucher im HUB Erle
Marc Ketteler, Vorsitzender CDU Ortsverband. Foto: Petra Bosse

Schlusswort: Rückhalt und Anerkennung

Zum Abschluss des Abends griff der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Raesfeld-Erle-Homer, Marc Ketteler, die Stimmung im Raum auf. Er machte deutlich, wie positiv die Rückmeldungen aus der Bürgerschaft und auch aus anderen Kommunen seien. Die Arbeit von Bürgermeister und Verwaltung werde wahrgenommen und geschätzt.

„Ich bin wirklich sehr stolz sagen zu können, dass Dirk Kuhmann unser Bürgermeister ist“, sagte Ketteler.

Ladesäulen für Erle: SPD fordert Ausbau der Infrastruktur

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In Raesfeld gibt es bereits mehrere öffentliche Lademöglichkeiten, im Ortsteil Erle hingegen keine. Die SPD-Fraktion fordert deshalb ein Ende dieses Ungleichgewichts.

Fraktionsvorsitzender Andreas Erzkamp erklärt: „Es kann nicht sein, dass Raesfeld über öffentliche Lademöglichkeiten verfügt, Erle aber vollständig leer ausgeht.“

Kritik am Ungleichgewicht innerhalb der Gemeinde

Nach Ansicht der SPD müsse eine gleichwertige Entwicklung aller Ortsteile auch bei moderner Infrastruktur sichtbar werden. Während E-Mobilität zunehmend an Bedeutung gewinnt, fehle in Erle bislang jede öffentliche Ladesäule. Dieses Missverhältnis sei nicht länger hinnehmbar.

Öffentlich Parken in Erle Dorfmitte
Foto: Petra Bosse

Konkrete Standortvorschläge

Die Fraktion schlägt vor, mindestens zwei Standorte für Ladesäulen zu prüfen. Genannt werden:

  • Parkplatz hinter der Volksbank im Bereich des Ärztehauses
  • Parkplatz an der Femeiche
  • Parkplatz vor der St. Silvester Kirche
  • Parkflächen vor der Kornbrennerei Böckenhoff gegenüber dem HUB

Bedeutung für Entwicklung und Tourismus

Besonders verweist die SPD auf das Umfeld des HUB in Erle. Dort entstehe ein neuer Treffpunkt mit Gastronomie, Begegnung und beruflicher Nutzung. „Wenn dort Gastronomie, Begegnung, Arbeiten und geschäftliche Nutzung zusammenkommen, dann gehört eine zeitgemäße Ladeinfrastruktur einfach dazu“, sagt Andreas Erzkamp.

Auch die Femeiche spiele als touristisches Ziel eine wichtige Rolle. Eine Lademöglichkeit sei dort aus Sicht der Fraktion sinnvoll und zeitgemäß.

Ziel: Gleichwertige Entwicklung aller Ortsteile

Die SPD betont, dass es um eine moderne Entwicklung der gesamten Gemeinde gehe. „Wir wollen eine Gemeinde, die sich modern entwickelt, ohne einzelne Ortsteile abzuhängen“, so Erzkamp.

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