Prunksitzung im Marienheim Schermbeck. Gäste waren das Raesfelder Prinzenpaar Marcel I. und Prinzessin Heike II. ,sowie auch das Raesfelder Kinderprinzenpaar Finn-Luca I. und Prinzessin Mariella I. Ein fröhlicher Tag für alle unter dem Motto: „je öller,je döller“. Für den richtigen Ton sorgte die Blaskapelle Einklang.
(djd/pt). In größeren Gärten sind Bäume ein schöner Blickfang. Eine schattenspendende Trauerweide, eine Rotbuche mit ihren wunderschön gefärbten Blättern oder auch ein knorriger Apfelbaum, der im Spätsommer mit seinen Früchten verwöhnt, stellen eine optische Bereicherung dar. Doch obwohl Bäume unverwüstlich scheinen, benötigen sie aufmerksame Pflege. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehört das Zurückschneiden, um neue Knospen und Blätter wachsen zu lassen. Dabei nützt es nichts, einfach die Äste zu kürzen. Manch einer hat auf diese Weise seinen Baum schon „totgesägt“. Je nach Art, Alter und Standort sind unterschiedliche Methoden gefordert.
Eine richtige Baumpflege braucht Fachkenntnis
Arne Neuendorff von der RAL Gütegemeinschaft Baumpflege empfiehlt, diese verantwortungsvolle Aufgabe einem Sachverständigen zu überlassen: „RAL-zertifizierte Fachbetriebe kennen sich in allen Bereichen rund um die Baumpflanzung, Pflege und Fällung bestens aus. Zudem verfügen sie über die nötige technische Ausrüstung.“ Ausgebildete „Arboristen“ helfen aber nicht nur beim Gehölzschnitt, sondern auch bei Verdacht auf Krankheitsbefall weiter. Einem beginnenden Pilzbefall oder schädlichen Insekten kann auf diese Weise rasch und effizient zu Leibe gegangen werden. Unter www.ral-baumpflege.de findet man eine Liste mit zertifizierten Betrieben in ganz Deutschland.
Sicherheitsrisiko alter Baum
Besonderer Aufmerksamkeit bedürfen große, alte Bäume. Die ehrwürdigen Gesellen sind oft die Schmuckstücke eines Gartens, doch geht von ihnen auch eine latente Gefahr aus. Eichen beispielsweise bilden viel Totholz aus, das bei einem Sturm leicht abbrechen kann. Die Stand- und Bruchsicherheit älterer Bäume sollte daher regelmäßig geprüft werden. Der Gutachter untersucht dafür den gesamten hölzernen Riesen vom Wurzelraum bis zur Krone auf mögliche Schadbilder. „Fachkenntnis und ein geübter Blick sind unabdingbar“, weiß Arne Neuendorff, denn morsche Stellen und Risse müssen dabei genauso beachtet werden wie Parasitenbefall oder eventuelle Pflegefehler.
„Vollrausch…ohne mich!“: Arbeitskreis Sucht- und Gewaltprävention im Kreis Borken ruft zu verantwortungsbewusstem Umgang mit Alkohol auf
Kreis Borken (pd). Karneval, das bedeutet ausgefallene Kostüme und eine ausgelassene Stimmung. Mit Altweiber und Rosenmontag nähert sich die Karnevalszeit ihren Höhepunkten. Leider scheint für viele Jugendliche und Erwachsene besonders an Karneval ein erhöhter bis exzessiver Alkoholkonsum dazuzugehören. Die Folgen sind oft Filmrisse oder Krankenhaus-Aufenthalte. Gerade jungen Menschen wird durch gezielte Werbung der Eindruck vermittelt, dass zum richtigen Feiern ein hoher Konsum alkoholischer Getränke dazu gehört. Der Arbeitskreis Sucht- und Gewaltprävention im Kreis Borken ruft Erwachsene dazu auf, in der fünften Jahreszeit selbst nicht zu viel Alkohol zu konsumieren und die Jugendlichen ebenfalls davon abzuhalten, sich zu betrinken. Es liegt in ihrer Hand, ihnen die richtige Balance zwischen riskantem und gemäßigtem Alkoholkonsum zu vermitteln.
So sollte etwa das Jugendschutzgesetz an den tollen Tagen strikt eingehalten werden: Alkoholische Getränke dürfen weder an unter 16-Jährige abgegeben, noch darf ihnen der Verzehr erlaubt werden. Für den sogenannten „harten“ Alkohol wie beispielsweise Wodka gilt eine Altersbegrenzung von 18 Jahren. Auch Volljährige, die alkoholische Getränke an Minderjährige in ihrem Freundeskreis weitergeben, verhalten sich regelwidrig. Zudem sind die Erwachsenen in ihrer Vorbildfunktion gefragt. Jugendliche orientieren sich in ihrem Trinkverhalten oft an ihren erwachsenen Vorbildern und Begleitern. Deshalb sollen auch Erwachsene verantwortungsbewusst mit Alkohol umgehen. Ob Eltern, Mitglieder von Karnevalsvereinen oder Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Karnevalsumzugs – sie alle sollen dazu beitragen, dass die Karnevalsfeier für alle Feiernden nicht im Vollrausch endet. „Denn ob das Jugendschutzgesetz eingehalten wird, liegt in erster Linie an der Bereitschaft der Erwachsenen, die vorgegebenen Grenzen zu beachten“, erklären Regina Kasteleiner und Reinhild Wantia vom Kampagnenteam „Vollrausch…ohne mich!“ des Kreises Borken.
Gerade an den Karnevalstagen finden sich in Krankenhäusern vermehrt Jugendliche und Erwachsene, die zu viel Alkohol getrunken haben. Während die Einlieferungszahlen bei den jungen Menschen im letzten Jahr gesunken sind, sind sie bei den Erwachsenen konstant, stellt Regina Kasteleiner aus dem Fachbereich Gesundheit des Kreises Borken fest.
Damit nach dem Karnevalsvergnügen niemand verkatert ist, empfiehlt Reinhild Wantia den Feiernden, nicht über die Stränge zu schlagen, möglichst wenige alkoholhaltige Getränke durcheinander zu trinken und zwischendurch Wasser oder andere nichtalkoholische Getränke zu sich zu nehmen. Zudem sollen die Feiernden aufeinander acht geben. Karnevalsvereine im Kreis beteiligen sich darüber hinaus an der Kampagne „Vollrausch…ohne mich!“. Ziel dabei ist es, dass Erwachsene und Jugendliche gleichermaßen am Ende ein positives Resümee der fünften Jahreszeit ziehen – ohne Filmrisse und Katerstimmung.
Weitere Informationen zum Thema gibt es bei den Mitgliedern der Arbeitskreis Sucht- und Gewaltprävention:
– den Jugendschutzfachkräften der Städte Ahaus, Bocholt, Borken und Gronau sowie des Kreises Borken unter Tel. 02861/82-2235
– beim Kommissariat Vorbeugung der Kreispolizeibehörde Borken unter Tel. 02861/900-8880
– bei der Fachstelle für Suchtvorbeugung des Kreises Borken unter Tel. 02861/82-1086 und
– beim Kampagnenteam „Vollrausch…ohne mich!“ unter Tel. 02861/82-1160 Im Rahmen der kreisweiten Kampagne „Vollrausch…ohne mich!“ stehen zudem für alle Interessierten Informationsmaterialien, wie Jugendschutzplakate, Aufkleber und Anstecker, bereit. Sie sind beim Kreis Borken unter der Telefonnummer 02861/82-1160 kostenlos erhältlich. Auch im Internet stehen Informationen unter www.vollrausch-ohne-mich.de bereit.
Närrische „Bollywood-Schönheiten“ stürmten sein Büro im Kreishaus
Kreis Borken (pd). Zugegeben, auf dem Weg zum Landrat war der närrische Altweiber-Pulk zunächst auf dem Flur stecken geblieben. So erfolgte das obligatorische Krawatte-Abschneiden bei Dr. Kai Zwicker nicht – wie eigentlich brauchtumsmäßig vorgegeben – um 11.11 Uhr, sondern gefühlte 22 Minuten später. Aber das tat dem bunten Treiben im Kreishaus Borken keinen Abbruch: Im Gegenteil, mit malerischen Saris kostümiert als Inderinnen und akustisch eingestimmt mit original Hare Krishna Sound stürmten die Damen der Stabsstelle der Kreisverwaltung das Chefbüro. Dort ergab sich der Landrat erstaunlich rasch seinem Schicksal und ließ sich den Schlips fachgerecht einkürzen. Räucherstäbchen sorgten dann dafür, dass am Ort dieses Geschehens der karnevalistische Besuch auch in einigen Tagen sicherlich noch nicht vergessen sein wird. Dr. Zwicker erhielt von den „Bollywood-Schönheiten“ einen indischen Turban. „Jetzt sieht er aus wie ‚Propa Gandhi‘ oder ist er doch ein Guru“, sinnierten einige Damen über ihren „Ober-Inder“.
In der Nacht zum Donnerstag hebelten bislang unbekannte Täter die Eingangstür eines Geschäftes an der Weseler Straße auf. Entwendet wurden Zigaretten im Wert von ca. 100 Euro. Der angerichtete Sachschaden liegt dagegen bei ca. 1.500 Euro.
In der Nacht zum Donnerstag brachen bislang unbekannte Täter drei Kellertüren in einem Wohnhaus an der Dorstener Straße auf. Konkrete Angaben zur Diebesbeute liegen noch nicht vor. Der angerichtete Sachschaden liegt bei ca. 1.000 Euro. Wie die Täter in den Keller des Hauses gelangten, ist noch nicht bekannt. Einer der Geschädigten gab an, gegen 03.00 Uhr Stimmen von Jugendlichen aus den Keller wahrgenommen zu haben. Der Geschädigte geht davon aus, mindestens eine weibliche und eine männliche Stimme gehört zu haben. Die Polizei hatte der Geschädigte in der Nacht nicht informiert.
Ein gleichgelagerter Fall trug sich auch in einem Mehrfamilienhaus an der Marbecker Straße zu. Auch hier hatte ein Geschädigter in der Nacht (gegen 02.00 Uhr) ungewöhnliche Geräusche aus dem Keller vernommen, aber nicht die Polizei informiert.
Und auch Erle blieb nicht verschont. Raesfeld-Erle – Einbruch in Wohnhaus. Hier brachen am Mittwoch bislang unbekannte Täter zwischen 20.45 Uhr und 22.30 Uhr in ein Wohnhaus an der Schulstraße in Erle ein. Der oder die Täter hatten dazu ein Fenster eingeschlagen und anschließend das gesamte Gebäude durchsucht. Angaben über die mögliche Diebesbeute liegen noch nicht vor.
Hinweise bitte an die Kripo in Borken (02861-9000).
Jetzt passt der Spruch erneut noch einmal: „Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder.“ (Johann Gottfried Seume)
Der beste Beweis für diese Weisheit ist ebenfalls der Junggesellen- Schützenverein Raesfeld. Auch wenn das Liedgut hin und wieder derbe Züge hat, so haben die Sänger nichts Böses im Sinn.
Ganz im Gegenteil.
Die Meritenmedaille wird jedes Jahr für besondere Verdienste verliehen und der Junggesellen-Schützenverein Raesfeld kann sich gleich zwei „Auszeichnungen“ an seine Fahne heften. Erstmals erhält ein Verein nicht nur den Lümmelorden, sondern gleichzeitig auch, und das zum zweiten Mal, die Meritenmedaille. .
Was ist passiert?
So gerne die Mitglieder auch feiern, sie vergessen dabei nicht, dass es auch Menschen gibt, die nicht so unbeschwert das Leben genießen können.
Seit 1973, dem Gründungsjahr des RRZ, sammeln Vorstand und Offiziere des Vereins Spenden, mit denen sie die Arbeit des Benediktushofs in Maria Veen unterstützen.
Dafür wurde der Verein bereits im Jahre 2000 mit der Meritenmedaille des RRZ ausgezeichnet. Doch damit nicht genug. Sind sie doch auch als Gründungstifter der Bürgerstiftung Raesfeld- Erle- Homer eingetragen.
Diese Einrichtung hat zum Ziel die Lebensqualität in der Gemeinde zu steigern. Und zwar für alle Bürger aus Raesfeld, Erle und Homer. Damit diese Stiftung ihre Ziele auch erreichen kann, muss ausreichend Kapital zusammengetragen werden. Der Stiftungsbetrag beträgt 5.000,00€.
Dieser Betrag hat der Junggesellen- Schützenverein zusammengetragen und gehört somit zu den Stiftern der ersten Stunde.
Sich als Verein für diese Sache einzubringen, ist eine vorbildliche Leistung und verdient unser aller Respekt. Grund genug für den RRZ, dieses Engagement für unser Gemeinwohl erneut mit der Meritenmedaille auszuzeichnen.
Die Junggesellen haben immer einen Streich auf Lager…
Eigentlich heißt ein altes Sprichwort: Wo man singt, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen haben keine Lieder. Eigentlich!
Anders sieht es dann aber aus, wenn das Liedgut anrüchig ist. So geschehen bei den Junggesellenschützen. Zum Glück gibt es aber noch Tugendwächter in Raesfeld, die das Treiben der Jugend akribisch verfolgt. Wo kämen wir denn sonst hin, wenn wir alles einfach so durch gehenlassen und tun und machen, was wir wollten?
Was ist geschehen?
Um Geld für die Restaurierung ihrer Schützenfahne aufzutreiben, hatte sich der Junggesellen Schützenverein Raesfeld etwas einfallen lassen.
Sie haben Liedtexte aus alten Liederzetteln und auch mündlich überlieferte Texte niedergeschrieben, welche zu mancher gemütlichen Männerrunde nach dem Genuss einiger Bierchen gerne mal zum Besten gegeben werden.
Gekoppelt mit Informationen rund ums Vereinsgeschehen, sowie eine Übersicht anstehender Termine, fertig war das Werk und wurde kurzerhand „Schützenorgel“ getauft und für einen geringen Betrag unter die Leute gebracht.
Soweit so gut. Doch ein aufmerksamer Reporter der hiesigen Presse, hatte sich das Gesangbüchlein aufmerksam durchgelesen und war davon gar nicht angetan.
Solche derben Texte, welche unter die Gürtellinie gehen, gehören nicht veröffentlicht! Er stellte den Präsidenten des Vereins zur Rede und veröffentlichte auch einen Artikel im lokalen Teil der Zeitung. Alle sollten es erfahren, was sich hinter dem harmlos klingenden Liederheftchen mit dem Namen „Schützenorgel“ verbirgt! Klingt zum Verwechseln ähnlich zu der bekannten Mundorgel, soll aber von einem ganz anderen Kaliber sein.
Mit dieser Denunziation hat sich der aufrechte Kämpfer für Recht und Ordnung überhaupt keinen Gefallen getan. Es kam, was kommen musste: Alles was verboten ist, wird erst dann interessant. So war es dann auch mit der Schützenorgel, die dadurch einen regelrechten Absatz-Boom bekam. Jetzt erst recht. Jeder wollte eines dieser Heftchen haben um sich selbst von diesen ungehörigen Liedern ein Bild machen.
Der RRZ allerdings sah das Ganze anders und ist zu der überzeugung gekommen: Das hat den Lümmelorden mehr als verdient!
Klar ist auch, dass die Schützenorgel nicht gerade beim Arzt, als Bäckerblume oder bei Friseur ausgelegt wurde. Dennoch konnte der Vorstand dieses unflätige Vergehen nicht so einfach durchgehen lassen.
Der diesjährige Lümmelorden ist eigens dafür vom RRZ entworfen und entwickelt worden, um beim Singen der anrüchigen Lieder die ungehörigen Textstellen unverständlich zu machen.
So können die Lieder gesungen werden, ohne anstößig zu sein! Klar….alle haben es kapiert. Gleich so wie: Dre…inesen it en…ontrabass!
Thomas Brömmel, Leiter vom Bauhof überwachte die Baumfällaktion
30 Kastanien in Erle sind der Säge zum Opfer gefallen. „Es werden nicht die letzten sein“, so Bauhofleiter Thomas Brömmel. Leer sieht nicht nur der Straßenrand am Friedholt aus. Auch in der Kurve an der Schermbecker Straße, auf dem Grundstück von Johannes Böckenhoff sind Kastanien, die mit den Bakterien „„Psydomonas Syringae“ sind gefällt worden.
Kreistag des Kreises Borken mit einstimmigem Resolution an den Bund: Finanzielle Entlastung der Kommunen schnellstmöglich umsetzen!
Kreis Borken. Bundesregierung und Bundestag sollen sicherstellen, dass die im Koalitionsvertrag von Union und SPD festgeschriebene jährliche Entlastung von fünf Milliarden Euro spätestens 2015 in vollem Umfang auch tatsächlich bei den Kommunen ankommt. Das forderte der Borkener Kreistag in seiner jüngsten Sitzung in einer einstimmig gefassten Resolution. Die Fraktionen des Kreistages halten es vor diesem Hintergrund für zwingend, dass der Bundestag das geplante Bundesteilhabegesetz für Menschen mit Behinderungen schnellstmöglich verabschiedet.Mit der Einführung dieses bundesfinanzierten „Teilhabegeldes“ könne einerseits die Selbstbestimmung der Menschen mit Behinderung verbessert werden. Andererseits würde so den kommunalen Kostenträgern deutlich geholfen, denn diese wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe erfordere dringend eine finanzielle Mitverantwortung des Bundes. Mit seiner Resolution steht der Kreistag im engen Schulterschluss mit den kommunalen Spitzenverbänden Städtetag NRW, Landkreistag NRW sowie Städte- und Gemeindebund NRW. Schon vor Verabschiedung dieses Gesetzes wolle der Bund noch in diesem Jahr die kommunale Familie – Kreise, Städte und Gemeinden – bereits mit einem Volumen von einer Milliarde Euro entlasten, erinnerten die Kreistagsmitglieder zudem an eine weitere Festlegung im Koalitionsvertrag.
Wesentlicher Grund für die finanzielle Not der Kommunen seien die in den letzten Jahren drastisch angestiegenen Sozialausgaben. Dagegen könnten auch lokale Haushaltssicherungskonzepte und verstärkte Sparbemühungen nichts ausrichten, so der Borkener Kreistag. Vielmehr sei eine stabile Finanzausstattung Voraussetzung für die kommunale Selbstverwaltung zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger.
Am 5. Februar wurde Niels E. Joosten in das Amt des Bürgermeisters der Stadt Doetinchem (rd. 57.000 Einwohner), zu der auch Raesfelds niederländische Partnergemeinde Wehl gehört, eingeführt. Er tritt damit die Amtsnachfolge von Hermann Kaiser an, der am 19. August 2013 Bürgermeisters der Stadt Arnhem wurde. Vor seiner Ernennung war Niels E. Joosten bereits seit 2005 Bürgermeister der Gemeinde Brummen (rd. 21.000 Einwohner), die ebenfalls in der Provinz Gelderland liegt.
Trotz leicht rückläufiger Schülerzahlen können an der Verbundschule Raesfeld auch dieses Jahr wieder drei Eingangsklassen im 5. Schuljahr gebildet werden. Insgesamt 55 Schülerinnen und Schüler wurden angemeldet.
Damit können zwei Realschulklassen und eine Hauptschulklasse gebildet werden. „Optimale Bedingungen für individuelle Förderung“ erläutert Schulleiter Matthias Stroetmann das flexible System der Verbundschule: Während letztes Jahr aufgrund der Anmeldezahlen zwei Hauptschulklassen und eine Realschulklasse gebildet wurden, ist es dieses Jahr andersherum. Auch das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf ist in diesem Rahmen leichter umzusetzen.
Kreis Borken (ots) – (fr) In den nächsten Tagen wird in vielen Städten des Kreises Borken der Karneval das Straßenbild bestimmen. Für viele Jecken gehören auch Bier, Wein oder Schnaps dazu, für manche auch illegale Drogen Die Polizei im Kreis Borken appelliert an alle, sich alkohol- und drogenfrei hinter das Lenkrad oder aufs Zweirad zu setzen. „Wer unter Drogen – oder Alkoholeinfluss ein Fahrzeug führt, gefährdet leichtfertig sich selbst und das Leben sowie die Gesundheit anderer. Deshalb verstärken wir in den kommenden Tagen die Verkehrskontrollen,“ so Jochen Büßing, Leiter der Verkehrsdirektion.
Im letzten Jahr ereigneten sich von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch drei Verkehrsunfälle bei denen Alkohol im Spiel war. Glücklicherweise kam kein Mensch zu Schaden Die Polizei kontrollierte fast 1.900 Autofahrer. Davon unterzogen sich wegen des Verdachts der Trunkenheit am Steuer 512 Verkehrsteilnehmer einem Alcotest. In sechs Fällen bestätigte sich der Verdacht. Zwei Führerscheine wurden beschlagnahmt. Zusätzlich waren drei Autofahrer aufgefallen, die unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs gewesen waren.
Ein paar Stunden Schlaf reichen nicht aus, um wieder nüchtern zu werden. Auch der Restalkohol am nächsten Morgen kann Folgen haben. „Schon bei 0,3 Promille kann der Führerschein entzogen werden, wenn Anzeichen von Fahruntauglichkeit vorliegen oder man an einem Verkehrsunfall beteiligt ist“, gibt Büßink zu bedenken. Jeder habe es selbst in der Hand, Alkoholunfälle und deren Folgen zu vermeiden. „Die Polizei kennt kein Pardon und zieht Promillesünder konsequent aus dem Verkehr, nicht nur an den närrischen Tagen.“
(djd/pt). Für viele Menschen ist der Frühling die Zeit für eine Generalreinigung: den Frühjahrsputz. Was für den Haushalt selbstverständlich ist, sollte auch für die Zähne gelten. Zu einer effektiven Zahnpflege und Mundhygiene gehören neben der Mundhygiene im heimischen Bad auch regelmäßige professionelle Zahnreinigungen zur Vorbeugung von Karies und Parodontitis. Denn Hauptursache für diese Erkrankungen der Zähne und des Zahnhalteapparats sind bakterielle Zahnbeläge (Plaque). Allerdings nimmt nicht einmal jeder Fünfte diese professionelle Unterstützung in der empfohlenen Frequenz in Anspruch. Das ergab zumindest eine Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Ergo Direkt Versicherungen. Konkret lassen nur 19 Prozent der Befragten ihre Zähne zweimal jährlich von den Profis putzen, 31 Prozent immerhin einmal jährlich – aber die Hälfte selten oder gar nicht.
Zahnsubstanz und Zahnfleisch schonen
Eine gute Zahnbürste reinigt die Zähne und Zahnzwischenräume gleichermaßen und fördert die Durchblutung des Zahnfleisches. Der Kopf der Zahnbürste sollte eher klein und gut abgerundet sein, damit man beim Putzen leicht in alle Winkel und Ecken gelangt und beim Putzvorgang das empfindliche Zahnfleisch nicht verletzt wird. Ein häufiger Fehler bei der häuslichen Zahnpflege ist die Technik. Mund auf, Zahnbürste rein und wild drauflosschrubben mag zwar dynamisch sein, ist aber nicht wirklich effektiv. Mit der richtigen Technik werden die drei Minuten Zähneputzen sinnvoller und mit weit weniger Kraftaufwand genutzt. Um keine Stelle zu übersehen, ist eine gewisse Systematik sinnvoll: erst die Kauflächen, dann die Außen- und zum Schluss die Innenflächen. Dr. med. dent. Silke Liebrecht-Rüsing aus Köln: „Mit leicht rüttelnden Bewegungen im 45-Grad-Winkel zur Zahnachse werden die Beläge aus den Zahnfleischtaschen und Zahnzwischenräumen gelöst.“ Übermäßiger Druck sei bei der richtigen Technik nicht nötig. Zu festes Aufdrücken könne Verletzungen des Zahnfleisches verursachen und macht die Reinigung keineswegs wirkungsvoller.
Auch die Zungenpflege ist wichtig
Verstärkt rückt auch die Zunge als Träger von Bakterien in den Fokus. Hier kann sich ein regelrechter Belag bilden, der nicht nur den Zähnen schaden, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden beeinflussen und Mundgeruch auslösen kann. Spezielle Zungenbürsten und Zungenschaber gehen dem Belag an den Kragen und sorgen für frischen und gesunden Atem. Für die Zahnzwischenräume wiederum empfiehlt sich Zahnseide. Bei Zahnpasten hat man heute die Qual der Wahl. Dr. Silke Liebrecht-Rüsing rät zu fluoridhaltiger Zahnpasta, weil sie die Mineralisation und Säureresistenz der Zähne positiv beeinflusse. Zudem verringere sie die Plaquebildung und hemme den Stoffwechsel der Kariesbakterien.
„Von Kinder für Kinder“ hieß es beim Kinderkarneval am Sonntag im Festzelt.
Wer bis dato glaubte, dass die Jüngsten der Raesfelder Karnevalisten nicht auch das können, was die Großen einen Abend vorher an Unterhaltung boten, der wurde eines besseren belehrt.
Mit viel Gesang, Tanz und Sketchen brachten die die fast 100 Aktivisten das Publikum zum Staunen.
Erstmalig seit 20 Jahren hatte den Kinderkarneval nicht mehr Herbert Hüning unter seine Fittiche, sondern fand in Zusammenarbeit mit dem RRZ und dem RCV statt.
Gestartet wurde stilecht natürlich mit dem Aufmarsch der Kinderprinzenpaare, allen voran das Prinzenpaar Mariella I. und Finn Luca. Schwungvoll ging es dann gleich im Programm weiter mit der Mini Garde, die ihre kleine Beinchen schwungvoll Richtung Zeltdach streckten. Trainerin Angelika Müller hatte sich in diesem Jahr für ihre Tanzteufel auch wieder einiges einfallen lassen, so dass es anschließend eine laute Rakete gab.
Die Kükengarde, wohl die Jüngsten unter all den Raesfelder Jecken, trainiert von Bernadette Bonhoff, wussten genau worauf es auf den „Brettern der Welt“ ankommt. Keine Angst haben, nicht scheu sein und einfach dem Rhythmus folgen.
Aber auch die Homeraner Tanzgarde, trainiert von der ehemaligen Karnevalsprinzessin Viola Ebbert, bewegten sich sehr selbstbewusst und schwungvoll über die Bühne. Seit fünf Jahren hat der RRZ auch seine eigene Tanzgruppe. Es sind Mädchen und Jungen im Alter zwischen drei und neun Jahren, die für tolle Stimmung im Zelt sorgten und alle bei den Stimmungsliedern aufforderte, mitzumachen.
Die Organisatoren legten in diesem Jahr überhaupt den Schwerpunkt auf zahlreiche Mitmachaktionen. So war die große Bühne teilweise überfüllt von einem Meer mit kleinen Prinzessinnen, Piraten, Indianer und vielen weiteren bunten und fantasievoll gekleideten Gestalten. Souverän führten Celine Terhart und Lukas Hörnemann durch das karnevalistische Programm.
Sommerzeit – kaum eine andere Jahreszeit gibt uns die Freiheit, derart mit Mode zu spielen, zu experimentieren und uns manchmal sogar neu zu erfinden. Das gilt gerade in der Frisurenmode. Denn genau dafür gibt es die neuen Looks aus der Kreativwerkstatt des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks (ZV). Geprägt ist die ZV-Trendkollektion Frühjahr/Sommer 2014 vor allem durch ausgefeilte Cuts, die trotz ihrer Komplexität sehr leicht und natürlich anmuten – und insgesamt „easy to handle“ sind. Die Haarfarben überzeugen durch ein grandioses Wechselspiel aus kalten und warmen Nuancen, die zu einem harmonischen Ganzen miteinander verschmelzen.
DAMENTRENDS: Ob Mephisto-Cut, Long Shag oder Swing-Bob: Der Haarsommer wird vielfältig, bleibt dabei aber sehr feminin und sinnlich. Dafür sorgen volle Texturen, die aus sich heraus wirken und die Eigendynamik des Haars verstärken. Das wird mittels hochkomplexer Schnitttechniken erreicht, die sich – je nach Haarlänge – an der geometrischen Formensprache des legendären Vidal Sassoon orientieren oder im gekonnten Wechselspiel aus konkaven und konvexen Formen gipfeln. Bei den Farben dominieren sehr helle und kühle Töne wie Platin-, Eis- oder Schwedenblond sowie glamourös schillernde Rottöne, die sich aus leicht blaustichigen Pigmenten und warmen Goldkupfer-Nuancen zusammensetzen. Fazit: Looks, die bei aller Raffinesse leicht und vollendet mühelos wirken!
HERRENTRENDS: Es lebe die Revolution! Denn vormals eherne Coiffeur-Gesetze wie das „Ohren-Freischneiden“ oder die obligatorische Längenangleichung gelten vorerst nicht mehr. Männerköpfe punkten in dieser Saison mit vollen, wilden, mitunter sogar bewusst zerschnittenen Texturen. Hier herrscht allein die kreative Freiheit. Doch hinter dem charmanten Chaos steckt System: Schafft der Basiscut erst einmal eine saubere Grundstruktur, werden dann beim Personalisieren gezielt Längenunterschiede und kunstvolle Übergänge eingearbeitet. Dadurch entstehen extrem frische, unkonventionell anmutende Looks, die einen neuen Frisurenkanon einleiten. Individualität und Nonkonformismus sind die Gebote der Stunde – womit die Männermode perfekt den Zeitgeist widerspiegelt.
DAMENLOOKS
SHORT & CURVY
Perfekte Kurvenlage. Die neuen Short Cuts orientieren sich an der geometrischen Formensprache des Überfriseurs Vidal Sassoon, setzen aber statt auf stringente Geraden und präzise Winkel lieber auf sanfte Schwünge und definierte Kurven. Während der Nacken und die Seiten konsequent kürzer geschnitten werden, bleibt das Deckhaar länger und erhält eine softe Stufung. Trotz des insgesamt markanten Appeals sind die Konturen rund gehalten und folgen der individuellen Kopfform. Toller Eyecatcher: Der Pony, der in einer sanften Doppelkurve verläuft. Mit Stylingprodukten aufgerissen, wird aus dem Mephisto-Cut eine aufregend frische Pixie-Variante. Das Eisblond strahlt dabei in einem Mix aus einer wärmeren Nuance am Ansatz und einem kühleren blaustichigen Ton in den Längen.
Wir brauchen keinen Vidal Sassoon: Wer was auf sich hält geht zu Brömmel – Friseursalon Raesfeld Machen Sie sich schlau und lassen Sie sich beraten
„Copyright: Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks“ –
Vor sieben Jahren wurde vom Bundesrat eine neue Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung („Verordnung zum Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere und anderer zur Erzeugung tierischer Produkte gehaltener Tiere bei ihrer Haltung“) beschlossen, die auch bessere Haltungsbedingungen für Tiere auf Pelztierfarmen festschreibt. So soll Nerzen zukünftig mind. 1 m² Platz zur Verfügung stehen. Für die Umsetzung wurde den Pelztierfarmbetreibern eine Übergangsfrist von 5 Jahren eingeräumt. Diese lief bereits am 11.12.2011 aus.
Jürgen Brokamp, Betreiber der Nerzfarm in Borken, setzte die neuen Haltungsvorgaben nicht um. Illegal hielt er die Nerze weiter in viel zu kleinen Käfigen. Das „Deutsche Tierschutzbüro“ erstattete deshalb mehrfach Anzeige gegen Brokamp.
Nach einem Erörterungstermin des Kreises Borken mit dem Betreiber der Nerzfarm Anfang des Jahres, wurde die Farm nun geschlossen. Auf dem Gelände befinden sich keine Tiere mehr, mit dem Abbau der Käfige wurde bereits begonnen.
Stefan Klippstein, Sprecher des Deutschen Tierschutzbüros, begrüßt diese Entwicklung: „Wir sind froh, dass die Farm endlich geschlossen und damit geltendes Tierschutzrecht umgesetzt wird. Dies ist ein weiterer Schritt hin zu einem Ende der tierquälerischen Pelztierhaltung in Deutschland.“
Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbüros haben mittlerweile rund zwei Drittel der ehemals 25 Pelztierfarmen in Deutschland geschlossen.
Gemeinsame Fahnung nach dem holländischen Gangsterpaar, die letzte Woche einen Gronauer angeschossen und einen weiteren Mann in ihre Gewalt brachten. Das Paar ist 19 und 25 Jahre alt und gilt als sehr gefährlich.
Am 25.02.14 meldete sich in den Nachmittagsstunden eine Zeugin bei der Kreispolizeibehörde Borken ein und gab Hinweise auf den möglichen Aufenthaltsort von zwei Personen, nach denen die niederländische Polizei öffentlich fahndet.
Grotere weergave van ‚Enise Merve Bircan‘Grotere weergave van ‚Antonio Marcos van der Ploeg‘ Foto Polizei NL
Seitens der Kreispolizeibehörde Borken wurde der mögliche Aufenthaltsort überprüft, die gesuchten Personen aber nicht angetroffen. Aufgrund der Gefährlichkeit der beiden Tatverdächtigen wurden auch Spezialeinheiten in den Einsatz eingebunden.Die Polizei fahndet weiter nach den gesuchten Personen und wird jedem Hinweis aus der Bevölkerung nachgehen.
Es wird erneut auf die Gefährlichkeit der bewaffneten Täter hingewiesen.
Wer die Personen erkennt, sollte unauffällig den Notruf der Polizei wählen und sich keinesfalls in Gefahr bringen. Merken Sie sich bitte möglichst unauffällig so viele Informationen wie möglich (z.B: Aufenthaltsort, Geh-/Fahrtrichtung, Bekleidung, Fahrzeug) und teilen Sie diese der Polizei mit:
Kreispolizeibehörde Borken Pressestelle
Burloer Straße 93
46325 Borken
Pastor Michael Kenkel präsentierte das neue Erler Pfarrheim vor einem bis auf den letzten Platz gefüllten alten Pfarrsaal. Seit September letzten Jahres stehen, sind die Pläne in trockenen Tüchern. Rund 461 Quadratmeter groß wird das neue das Pfarrheim sein, ausgerichtet hauptsächlich zum Kirchplatz.
Das neue Pfarrheim in Erle. Planung Architektenbüro Eversmann
Bücherei und Eine Welt Laden
Im Neubau integriert wird zukünftig die Bücherei und der „Eine Welt Laden“ sein. „Bei der Planung haben wir besonders darauf geachtet, dass nicht nur kleine, sondern auch größere Veranstaltungen hier stattfinden können“, so Kenkel. Eine mobile Trennwand trennt Bücherei und den angrenzenden kleinen Saal. Dadurch soll eine positive Befruchtung zwischen Bücherei und Saal entstehen. Insgesamt können so zwei unterschiedlich Räume von je 60 und 90 qm geschaffen werden.
Pastor Michael Kenkel stellte das neue Pfarrheim in Erle vor
Glas und Flachdächer
Flach- und Glasdächer sorgen nicht nur für Helligkeit und Transparenz, auch wird dadurch das Haus mit den zwei Giebeln nicht so wuchtig erscheinen. Der Haupteingang ist an der Schermbecker Straße. Die Räumlichkeiten im Erdgeschoss sind neben dem großen Foyer, der Gardrobe auch das Pfarrbüro, welches den Erlern als direkte Anlaufstelle erhalten bleiben soll. Die Bücherei wird vom Kirchplatz und von der Schermbecker Straße aus zugängig sein.
Hell und geräumig werden auch die Kellerräume sein, so dass die hier ansässigen Gruppen und Vereine genügend Lagerplatz haben.
Kosten und Finanzierung
Die Gesamtkosten belaufen sich auf 800.000 Euro. Rund 150.000 Euro davon trägt das Bistum Münster, einen weiteren Teil die Kommune. „Der Eine Welt Laden sowie die Bücherei sind eine kommunale Aufgabe. Wie wir aber mit der Gemeinde verhandeln, ist noch nicht geklärt. Entweder wir nehmen eine Gesamtsumme X, oder eine Miete. Da sind wir uns noch nicht einig geworden“, so Kenkel. Der restliche Betrag für die Finanzierung kommt unter anderem durch den Verkauf von kirchlichen Erbpachtgrundstücken, die in letzter Zeit weit und Marktwert verkauft werden.
Bis auf den letzten Stuhl besetzt war das alte Pfarrheim
Ein Haus für viele Gruppen
Das neue Pfarrheim soll ein offenes Haus für viele Gruppen werden. „Wir sind aber alleiniger Hausherr und kirchengemeindliche Vereine werden immer Vorrang haben. Können uns aber auch vorstellen, dass hier andere Vereine wie auch die Kurse vom Bildungswerk hier stattfinden werden“, so Kenkel, der er sich aber auch vorbehält, hier einen Riegel vorzuschieben, wenn ihm was nicht passt.
Mit dem Bau gestartet werden soll erst, wenn auch die Gemeinde für den weiteren Teil einen Investor gefunden hat. „Wollen bei der Kommune nicht drängen. Wenn wir alleine da ständen, hätten wir schon im September mit Bau anfangen können“, setzte Kenkel hinzu.
Kommt gut an bei den Erlern
Bei den Erlern und auch bei den Raesfeldern kamen die Pläne gut an.
„Ich finde diese Idee super durchdacht“, so Mechthild Gülker.
„Der erste Eindruck ist, dass das Planungsbüro Eversmann alles super durchdacht hat, und dass hier mehrere Funktionen integriert wurden. Dass das Haus nach allen Seiten für mehreren Nutzungen offen ist, finde ich sehr gut“, so Bernhard Bölker.
Klaus Kriebel, Leiter des „Eine Welt Laden“ freut sich besonders darüber, dass er mit seiner fairen Arbeit wieder ins Bewusstsein der Bürger vorkommt. „Ich glaube, dass wir mit dem neuen Bau einen Mehrwert durch die Nähe der Kirche, und damit auch für den „fairen Handel“ bekommen“, so Kriebel.
Fragen und Antworten zur aktuellen Diskussion um Pfarrheim und Femeiche.
Die Kirchengemeinde will das alte Pfarrheim verkaufen, die Initiative-Gruppe das älteste Gebäude Erles retten. Hier zusammen gefasst die wesentlichen Fragen und Antworten.
Rückseite des Pfarrheims ab der Femeiche
Wird das neue Pfarrheim nur dann gebaut, wenn das alte verkauft werden kann?
Nein. Weder Kirchengemeinde noch Initiativgruppe stellen den Neubau in Frage. Die endgültigen Pläne für den liegen sind bereits am Sonntag im alten Pfarrheim vorgestellt worden. Auch die Bücherei und der Eine-Welt-Laden, die vor Jahren aus den feuchten Räumen des alten Pfarrheims gezogen sind, sollen in das neue Pfarrheim einziehen.
Wie könnte das alte Pfarrheim weiter genutzt werden?
An dieser Frage scheiden sich die Geister. Pastor Michael Kenkel verweist darauf, dass eine gemeinnützige Nutzung von der Gemeinde zwei Jahre erfolglos angestrebt wurde. Die Initiativ-Gruppe will einen Teil weiterhin als Wohnung vermieten, könnte sich auch ein Café vorstellen. Pastor Kenkel schreibt hingegen: „Für einen gemeinnützigen Betrieb des Hauses gibt es bisher von niemanden ein Konzept.
Würde das ältestes Gebäude Erles bei einem Verkauf restlos verschwinden?
Pastor Kenkel stellt klar, dass die Kirchengemeinde nur Gespräche mit Käufern führe, die bereit seien, mindestens zwei Fassaden, die noch gut erhalten sind, auch nach einem Umbau dauerhaft zu erhalten. „Erst wenn das Gebäude verfällt, größere Reparaturen anstehen und sich kein Käufer findet, müsste die Kirchengemeinde erwägen, das Gebäude abzureißen.“
Was passiert bei einem Verkauf mit der Femeiche?
Fehlender Windschutz für die alte Eiche könnte zu Schäden am Baum führen, sagen die Gegner des Verkaufs. Der Windschutz der Femeiche soll aber auch nach Absicht der Kirchengemeinde erhalten bleiben. Mitglieder der Initiativ-Gruppe fürchten zudem, dass der Zugang zum ältesten Baum Deutschlands eingeschränkt werden könnte. Dem sei nicht so, schreibt Kenkel. Nur das Gebäude werde verkauft, nicht das Grundstück. Mit der Kommune plane man, die Kastanienallee aufheben zu lassen und einen direkten Zugang vom Eckhornsloh zu schaffen.
Wie teuer wäre ein Erhalt des alten Pfarrheims?
Hier kursieren unterschiedliche Angaben. Ein Gutachten im Auftrag der des Heimatvereins geht von 120.000Euro Renovierungskosten aus. Das TÜV-Gutachten im Auftrag der Kirchengemeinde kommt auf 730.000 Euro, allerdings nur, wenn das Gebäude weiter als Pfarrheim genutzt wird. Als Café müssten etwa behindertengerechte Toiletten oder auch eine Küche zusätzlich bezahlt werden.
Fakt ist, dass die Kirchgemeinde das Gebäude verkaufen will, da mit 115.000 Euro veranschlagt ist.
Wenn man noch den Erwerb des Grundstücks in zentraler Lage hinzurechnen würde, dann käme man insgesamt auf wohl auf einen Millionenbetrag (incl. Renovierungskosten). „Mit Zuschüssen aus öffentlicher Hand ist nicht zu rechnen, schreibt Kenkel. Die Gemeinde habe diese Möglichkeit bereits geprüft. Das Amt für Denkmalschutz hat ebenfalls bereits abgelehnt, das Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen.
Die Abbildung zeigt die geplanten baulichen Veränderungen in Vreden: Gelb markiert sind die Gebäude, die abgerissen werden, in rot sind die dafür geplanten neuen Gebäudeteile des Kulturhistorischen Zentrums dargestellt.
Stadtgraben wird vorübergehend verfüllt / Arbeiten voraussichtlich bis Ende März
Kreis Borken / Vreden (pd). Der Kreis Borken und die Stadt Vreden verwirklichen gemeinsam das „Kulturhistorische Zentrum Westmünsterland“ in Vreden. Ende des vergangenen Jahres wurden dazu richtungsweisende Entscheidungen getroffen: Im November 2013 hatte der Lenkungsausschuss der Regionale 2016 das Projekt in die höchste Kategorie „A“ des Regionale-Qualifizierungsprozesses aufgenommen und damit die Realisierungsreife bescheinigt. Im Dezember beschlossen dann der Stadtrat Vreden und der Kreistag Borken den Bau und die Umsetzung des Gesamtkonzepts für das Kulturhistorische Zentrum Westmünsterland. Ebenfalls im Dezember überreichte NRW-Bauminister Groschek einen städtebaulichen Förderbescheid in Höhe von rund 6,77 Millionen Euro an Landrat Dr. Kai Zwicker. Jetzt starten vor Ort die ersten Arbeiten für das Kulturhistorische Zentrum.
Nach den wichtigen Entscheidungen werden die baulichen Entwurfsplanungen sowie die inhaltlich-fachlichen Arbeiten fortgeführt. Inzwischen ist auch ein Gestalterbüro zur Planung des zukünftigen Präsentationsbereiches eingebunden. Voraussichtlich ab Frühsommer dieses Jahres werden sich die baulichen Ausführungsplanungen anschließen. Die Bauarbeiten für den Neubaubereich könnten dann Anfang 2015 beginnen.
Entstehen wird der Neubaubereich des Kulturhistorischen Zentrums in Vreden an der Stelle des ehemaligen Jugendhauses St. Georg. Erste Rodungsarbeiten am Areal sind bereits vollzogen. Voraussichtlich in der letzten Februarwoche können weitere Vorarbeiten für den Abbruch des ehemaligen Jugendhauses durchgeführt werden. Hierzu muss unter anderem ein Teil des Stadtgrabens vorübergehend verfüllt werden, um Anfahrt und Abtransport über den Butenwall zu ermöglichen. Der eigentliche Abbruch erfolgt anschließend. An den Abbruch des ehemaligen Jugendhauses anknüpfend wird auch ein Anbau der Pfarrbücherei an der Gasthausstraße abgerissen. Kreis Borken, Stadt Vreden und Pfarrgemeinde stimmen ihre Arbeiten im Umfeld dabei gemeinsam aufeinander ab. Die Abbrucharbeiten sollen möglichst bis Ende März abgeschlossen werden. Im Anschluss sind archäologische Grabungen geplant.
Zum Hintergrund:
Im Rahmen der Regionale 2016 verfolgt der Kreis Borken gemeinsam mit der Stadt Vreden die Projektidee „Kulturhistorisches Zentrum Westmünsterland“. Unter einem Dach sollen bisher nebeneinander geführte Einrichtungen – das Hamaland-Museum, das Landeskundliche Institut Westmünsterland sowie die historischen Teile des Kreisarchivs und des Archivs der Stadt Vreden – zusammengeführt werden. Dadurch entsteht am Standort Vreden ein „Knotenpunkt“, der das kulturelle Gesamtprofil der Region stärkt und die Identität mit der Region fördert. Geleitet wird das Projekt von dem Gedanken, im Rahmen der kulturellen Bildung neue Lernprozesse in der Wahrnehmung von Kultur zu entwickeln. Im Zuge dessen soll der Öffentlichkeit das kulturelle Erbe der Region in besonderer Qualität und Attraktivität angeboten werden. So werden künftig Fachleute aus Wissenschaft, Kulturvermittlung und Präsentation dort Ausstellungen, Führungen, Projekte, Lernmodule für Schulen und Publikationen gemeinsam erarbeiten und sich dabei auf die verschiedenen Nutzergruppen von Jung bis Alt einstellen.
Das neue Zentrum soll überdies Kultureinrichtungen und Initiativen beiderseits der Grenze darin unterstützen, ihr Profil und ihre Angebote zu schärfen sowie gemeinsame Strategien für die Vermarktung zu entwickeln. Archive, Museen und andere Kulturinstitutionen und -initiativen sollen zudem Hilfestellung dabei erhalten, sich zu außerschulischen Lernorten zu entwickeln. Gleichzeitig kommt dem „Kulturhistorischen Zentrum Westmünsterland“ die Aufgabe zu, Transparenz über die vielfältigen kulturellen Bildungsangebote im deutsch-niederländischen Grenzraum und ihre inhaltlichen Bezüge untereinander zu schaffen.
Weitergehende Informationen zum Projekt gibt es unter www.kulturhistorisches-zentrum.de.