Aktuelle Diskussion um Pfarrheim und Femeiche

Fragen und Antworten zur aktuellen Diskussion um Pfarrheim und Femeiche.
Die Kirchengemeinde will das alte Pfarrheim verkaufen, die Initiative-Gruppe das älteste Gebäude Erles retten. Hier zusammen gefasst die wesentlichen Fragen und Antworten.

Rückseite des Pfarrheims ab der Femeiche
Rückseite des Pfarrheims ab der Femeiche

Wird das neue Pfarrheim nur dann gebaut, wenn das alte verkauft werden kann?

Nein. Weder Kirchengemeinde noch Initiativgruppe stellen den Neubau in Frage. Die endgültigen Pläne für den liegen sind bereits am Sonntag im alten Pfarrheim vorgestellt worden. Auch die Bücherei und der Eine-Welt-Laden, die vor Jahren aus den feuchten Räumen des alten Pfarrheims gezogen sind, sollen in das neue Pfarrheim einziehen.

Wie könnte das alte Pfarrheim weiter genutzt werden?

An dieser Frage scheiden sich die Geister. Pastor Michael Kenkel verweist darauf, dass eine gemeinnützige Nutzung von der Gemeinde zwei Jahre erfolglos angestrebt wurde. Die Initiativ-Gruppe will einen Teil weiterhin als Wohnung vermieten, könnte sich auch ein Café vorstellen. Pastor Kenkel schreibt hingegen: „Für einen gemeinnützigen Betrieb des Hauses gibt es bisher von niemanden ein Konzept.

Würde das ältestes Gebäude Erles bei einem Verkauf restlos verschwinden?

Pastor Kenkel stellt klar, dass die Kirchengemeinde nur Gespräche mit Käufern führe, die bereit seien, mindestens zwei Fassaden, die noch gut erhalten sind, auch nach einem Umbau dauerhaft zu erhalten. „Erst wenn das Gebäude verfällt, größere Reparaturen anstehen und sich kein Käufer findet, müsste die Kirchengemeinde erwägen, das Gebäude abzureißen.“

Was passiert bei einem Verkauf mit der Femeiche?

Fehlender Windschutz für die alte Eiche könnte zu Schäden am Baum führen, sagen die Gegner des Verkaufs. Der Windschutz der Femeiche soll aber auch nach Absicht der Kirchengemeinde erhalten bleiben. Mitglieder der Initiativ-Gruppe fürchten zudem, dass der Zugang zum ältesten Baum Deutschlands eingeschränkt werden könnte. Dem sei nicht so, schreibt Kenkel. Nur das Gebäude werde verkauft, nicht das Grundstück. Mit der Kommune plane man, die Kastanienallee aufheben zu lassen und einen direkten Zugang vom Eckhornsloh zu schaffen.

Wie teuer wäre ein Erhalt des alten Pfarrheims?

Hier kursieren unterschiedliche Angaben. Ein Gutachten im Auftrag der des Heimatvereins geht von 120.000Euro Renovierungskosten aus. Das TÜV-Gutachten im Auftrag der Kirchengemeinde kommt auf 730.000 Euro, allerdings nur, wenn das Gebäude weiter als Pfarrheim genutzt wird. Als Café müssten etwa behindertengerechte Toiletten oder auch eine Küche zusätzlich bezahlt werden.

Fakt ist, dass die Kirchgemeinde das Gebäude verkaufen will, da mit 115.000 Euro veranschlagt ist.

Wenn man noch den Erwerb des Grundstücks in zentraler Lage hinzurechnen würde, dann käme man insgesamt auf wohl auf einen Millionenbetrag (incl. Renovierungskosten). „Mit Zuschüssen aus öffentlicher Hand ist nicht zu rechnen, schreibt Kenkel. Die Gemeinde habe diese Möglichkeit bereits geprüft. Das Amt für Denkmalschutz hat ebenfalls bereits abgelehnt, das Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen.

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Petra Bosse (alias celawie) Freie Journalistin - Kontakt: redaktion[at]heimatreport.de - Beiträge aus der Region, für die Region! Hinweise Kommentare: Bitte beachtet die Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

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