Projekt 21, die Landsprinter und Walk & Talk trafen sich zu einem gemeinsamen Herbstlauf durch den Tiergarten. Bei sonnigem Wetter und leuchtenden Farben erlebten die Läuferinnen und Läufer ein echtes Herbst-Highlight.
Lauf durch den goldenen Herbst
Bei besten Bedingungen starteten die Teilnehmenden zu einem farbenfrohen Lauf durch den Tiergarten. Die gemeinsame Aktion von Projekt 21, den Landsprintern und der Gruppe Walk & Talk stand ganz im Zeichen der Bewegung und Gemeinschaft. Viele genossen die herbstliche Atmosphäre und sprachen von einem „Indian-Summer-Lauf“, der in Erinnerung bleiben werde.
Der nächste Lauf von Walk & Talk ist bereits geplant: am 8. November 2025 geht es weiter. Außerdem werden vier Läuferinnen der Gruppe am 10-km-Runschnellweg zwischen Mülheim und Essen teilnehmen – ein Lauf, der vom WDR-Weihnachtswunder unterstützt wird.
Ausblick auf das kommende Jahr
Der diesjährige Abschluss bildet der TSV-Silvesterlauf am 31. Dezember 2025. Schon jetzt steht fest: Im kommenden Jahr soll es erneut Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winterläufe geben. Das gemeinsame Ziel bleibe, sich gegenseitig zu motivieren und in Bewegung zu bleiben.
Der TSV Raesfeld ruft zu einem Sponsorenlauf auf, um den Eigenanteil für die Sanierung der Hoch- und Weitsprunganlage zu finanzieren. Am Freitag, 7. November 2025, können alle mitlaufen und mit jeder Runde helfen, das Projekt zu unterstützen.
Ziel: Sanierung der Anlage bis Sommer 2026
Die bestehende Hoch- und Weitsprunganlage des TSV Raesfeld soll im Sommer 2026 erneuert werden. Da die Kosten hoch sind und der Verein einen Eigenanteil beisteuern muss, werden nun Spenden gesammelt. Der Sponsorenlauf am Freitag, 7. November 2025, soll dabei helfen, die benötigten Mittel zu beschaffen.
Ablauf des Sponsorenlaufs
Mitmachen kann laut Verein jede und jeder – unabhängig vom Alter oder der sportlichen Erfahrung. Der Ablauf ist einfach:
Teilnehmende suchen sich Sponsoren, etwa Eltern, Verwandte, Nachbarn oder Freunde, die pro gelaufener 400-Meter-Runde oder mit einem festen Betrag spenden möchten.
Die Sponsoren werden auf einer Karte eingetragen.
Zwischen 16:00 und 17:30 Uhr können am Veranstaltungstag so viele Runden gelaufen werden, wie man schafft – jede Runde erhöht die Spendensumme. Auch Eltern-Kind-Teams (Zweierteams) sind willkommen.
Nach dem Lauf sammeln die Teilnehmenden die zugesagten Spenden ein und geben das Geld direkt ab oder überweisen es online.
Unterstützungsmöglichkeiten
Wer den Verein unabhängig vom Lauf unterstützen möchte, kann über Betterplace spenden oder eine Überweisung vornehmen an:
Die Julia-Koppers-Gesamtschule öffnet am Samstag, 15. November 2025, von 10 bis 13 Uhr ihre Türen. Beide Standorte beteiligen sich an diesem Tag und bieten ein vielseitiges Programm, das Eltern, Kindern und Interessierten einen Einblick in das Leben und Lernen an der Schule gibt.
Zwei Standorte mit unterschiedlichen Schwerpunkten
In Raesfeld richtet sich das Angebot vor allem an die Jahrgänge 5 bis 7. Besucherinnen und Besucher erfahren hier, wie der Übergang von der Grundschule gestaltet wird und welche Fördermöglichkeiten die Schule bietet.
Der Standort Borken präsentiert die Arbeit in den Jahrgängen 8 bis 10 sowie in der Oberstufe. Dort können sich Gäste über Unterrichtsprojekte, Wahlfächer und die Vorbereitung auf Ausbildung oder Studium informieren.
Schule erleben und ins Gespräch kommen
An beiden Standorten besteht die Gelegenheit, Unterrichtsräume zu besichtigen, Projekte kennenzulernen und mit Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen. So erhalten Gäste einen lebendigen Eindruck davon, wie das JKG-Team gemeinsam arbeitet und Schülerinnen und Schüler individuell begleitet.
Infoabend für Eltern der Viertklässler
Bereits am Mittwoch, 12. November 2025, lädt die Schule zu einem Informationsabend ein. Beginn ist um 19 Uhr am Standort Raesfeld. Eingeladen sind Eltern der jetzigen Viertklässler, die sich über den Start in Jahrgang 5 informieren möchten. Die Schulleitung stellt das pädagogische Konzept und den Ablauf des Aufnahmeverfahrens vor und beantwortet Fragen rund um den Schulbeginn.
Von Januar bis Anfang Februar 2026 öffnet das neue HUB Erle erstmals seine Türen. In dieser Testphase möchte das Team um den zukünftigen Betreiber Christian Lipfert und Chefkoch Simon Ende zeigen, was Gäste künftig erwartet: moderne Gastronomie, kreative Ideen und echte Münsterländer Gastfreundschaft. Nach dem Spatenstich am 21. Dezember 2024 geht es nun endlich los. Das gemeinsame Projekt von Bürgergenossenschaft Erle eG und HUB Erle GmbH wird Wirklichkeit.
Christian Lipfert, zukünftiger Betreiber des HUB Erle, bereitet die Testphase vor.. Foto: Petra Bosse/Archiv
Bevor das neue HUB im Frühjahr 2026 offiziell mit einem Dorffest eröffnet wird, beginnt bereits im Januar und Februar 2026 eine besondere Testphase. Gemeinsam mit der Bürgergenossenschaft Erle eG lädt die HUB Erle GmbH zu den ersten sogenannten „Testspielen“ ein. Gäste können dabei exklusiv miterleben, wie das neue Haus Form annimmt und wie sich Gastronomie, Atmosphäre und Technik einspielen.
Erste Einblicke ins neue HUB Erle
Nach Angaben der Bürgergenossenschaft Erle eG sei das Projekt ein wichtiger Meilenstein für das Dorf. „Mit dem HUB Erle haben wir gemeinsam etwas Großes für Erle geschaffen. Nun beginnt die spannende Phase, in der das Haus mit Leben gefüllt wird“, so der Vorstand.
Auch Chefkoch Simon Ende und das HUB-Team bereiten sich auf den Auftakt vor. Ziel sei es, die Gäste frühzeitig teilhaben zu lassen, an dem, was künftig zu ihrem neuen Treffpunkt im Ort werden solle. „Die Testspiele sind unsere Generalprobe mit echten Gästen, offen, lebendig und mit Münsterländer Herz“, so Ende.
Chefkoch Simon Ende. Foto: Petra Bosse/Archiv
Menü, Konzept und Atmosphäre im Fokus
Für die Abende wurde eine eigene Menükarte entwickelt. Die Speisen sollen frisch, kreativ und mit einer unverkennbaren Münsterländer Handschrift zubereitet werden. Das Ticket für die Testspiele umfasst ein 3-Gang-Menü, ein Glas Sekt zum Willkommensgruß sowie einen geführten Rundgang durch das neue Gebäude. Gäste haben so die Möglichkeit, das Haus und sein Konzept bereits vor der offiziellen Eröffnung kennenzulernen.
Termine und Ticketverkauf
Die Testspiele finden an folgenden Terminen statt:
10. Januar 2026 · 19:00 Uhr
11. Januar 2026 · 12:00 Uhr
15.–17. Januar 2026 · jeweils 19:00 Uhr
18. Januar 2026 · 12:00 Uhr
22.–24. Januar 2026 · jeweils 19:00 Uhr
25. Januar 2026 · 12:00 Uhr
29.–31. Januar 2026 · jeweils 19:00 Uhr
01. Februar 2026 · 12:00 Uhr
Tickets sind online unter www.hub-erle.de und www.erle-raesfeld.de erhältlich sowie direkt im derzeitigen Übergangsstandort Brömmel-Wilms an der Schermbecker Straße 20.
Offizielle Eröffnung am 7. Februar 2026
Am 7. Februar 2026 feiert das HUB Erle seine offizielle Eröffnung. Ab 11 Uhr beginnt der Tag mit einem Frühschoppen, Musik und offenem Ende. Die Gäste können sich auf Bier, Bratwurst und erstklassige Musik der Erler Jäger freuen, ganz so, wie es im Münsterland Tradition hat.
Im Frühjahr 2026 folgt ein großes Dorffest, bei dem das neue HUB mit allen Bereichen wie Restaurant, Café, Bar und Eventlocation in den regulären Betrieb startet.
Foto: Petra Bosse
Hintergrund: Warum Testphase?
Die neue Dorfkneipe ist ein neues Haus mit moderner Küche, aktueller Technik und zeitgemäßer Software. In dieser Testphase möchte das Team Erfahrungen sammeln, Abläufe verbessern und die Rückmeldungen der Gäste nutzen, um das Angebot weiterzuentwickeln. So entsteht das Projekt gemeinsam mit den Menschen aus dem Münsterlanddorf Erle.
Ort: HUB Erle, Silvesterstraße 2, 46348 Raesfeld
Zeitraum der Testphase: Januar & Februar 2026
Tickets: 3-Gang-Menü inkl. Sekt & Rundgang
Offizielle Eröffnung: 07. Februar 2026 – ab 11 Uhr mit Frühschoppen und Musik der Erler Jäger
Die eigentliche große Eröffnungsfeier ist mit einem Dorffest im Frühjahr 2026 mit Start des Vollbetriebs geplant.
Was bedeutet eigentlich HUB?
Viele fragen sich, was genau hinter dem Begriff HUBsteckt. Wörtlich übersetzt heißt „Hub“ so viel wie Knotenpunkt oder Zentrum. Gemeint ist ein Ort, an dem Verbindungen entstehen und Informationen, Menschen oder Ideen zusammenkommen.
In der Technik bezeichnet ein HUB zum Beispiel ein Gerät, das mehrere Computer miteinander vernetzt. In der modernen Arbeitswelt steht der Begriff häufig für Innovationszentren oder Gründerzentren, in denen Unternehmen, Startups und Kreative gemeinsam an Projekten arbeiten.
Kurz gesagt: Ein HUB ist ein Ort der Vernetzung, an dem Zusammenarbeit und Austausch im Mittelpunkt stehen – und genau das soll auch das neue Dorfgemeinschaftshaus werden. Nur eben mit Kaffee, Kneipe und Restaurant statt Kabeln.
Kreis Borken (pd). Die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen ist im Oktober 2025 weiter gesunken. Das teilt Landrat Dr. Kai Zwicker jetzt mit. „Die Richtung stimmt weiterhin! Die Herbstbelebung scheint auf dem Arbeitsmarkt spürbar durchzugreifen.“, erklärt er. Das „Jobcenter im Kreis Borken“ weist für den Monat Oktober 2025 insgesamt 5.988 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind.
Im Vergleich zum Vormonat September 2025 ist die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen damit um 220 Personen gesunken. Im Vorjahres-Vergleich zum Oktober 2024 hat sich die Zahl deutlich um 686 reduziert. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen im Kreisgebiet ist im Vergleich zum Vormonat gesunken und liegt aktuell bei 2,6 Prozent (September 2025: 2,7 Prozent, Oktober 2024: 3,0 Prozent).
Die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist ebenfalls gesunken: Sie liegt im Oktober 2025 bei 11.267 Personen (- 85 gegenüber dem Vormonat). Hierzu gehören auch Männer und Frauen, die aktuell an Eingliederungsmaßnahmen teilnehmen und Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit nicht zur Verfügung stehen. Personen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen nach dem 2. Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen sind, zählen ebenfalls zu dieser Gruppe.
Inklusive deren Kinder unter 15 Jahren und der weiteren nicht erwerbsfähigen Angehörigen haben im Oktober 16.025 Personen (- 87 gegenüber dem Vormonat) in 8.051 Bedarfsgemeinschaften (- 78 gegenüber dem Vormonat) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat sind die Zahlen deutlich zurückgegangen: So gab es im Oktober 2024 noch 654 Bedarfsgemeinschaften und sogar 796 erwerbsfähige Leistungsberechtigte mehr.
Die aktuellen Arbeitslosenzahlen im SGB II in den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes sind der beigefügten Grafik zu entnehmen.
Die Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen.
Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig. Die hilfsweisen Quoten sind der ebenfalls beigefügten Grafik zu entnehmen.
Anfrage zu „Gaunerzinken“ in Raesfeld-Erle: Polizei Borken gibt Einschätzung und erklärt, welche Bedeutung die Symbole heute noch haben
In Erle entdeckte eine Anwohnerin an ihrer Hauswand auffällige Kritzeleien und fragte sich besorgt, ob es sich dabei um sogenannte „Gaunerzinken“ handeln könnte. Wir gingen dem Hinweis nach und holten eine Einschätzung bei der Polizei Borken ein. Diese erklärte, dass derartige Zeichen in der heutigen Einbruchskriminalität kaum noch eine Rolle spielen.
Solche und ähnliche Zeichen entdeckte eine besorgte Erlerin an ihrer Hauswand. Foto: privat
Mit ihrer Beobachtung steht die Erlerin nicht allein. Immer wieder tauchen in sozialen Netzwerken oder in der Nachbarschaft Meldungen über geheimnisvolle Symbole auf, die angeblich von Einbrechern stammen. Diese sollen mögliche Tatziele oder besondere Umstände kennzeichnen. Nach Angaben der Polizei Kreis Borken und der Kriminalprävention Borken gebe es dafür jedoch keine aktuellen Belege.
Täter nutzen andere Kommunikationswege
Nach Erkenntnissen der Ermittler setzen Tätergruppen heute auf moderne Kommunikationsmittel und gezielte Beobachtungen. Eine organisierte oder flächendeckende Nutzung solcher Zeichen sei der Polizei nicht bekannt. Oft handele es sich bei den entdeckten Symbolen um harmlose Markierungen, Baukennzeichnungen oder Kinderkritzeleien.
Polizei rät zur Vorsicht, nicht zur Sorge
Wer ungewöhnliche Zeichen oder verdächtige Personen bemerke, solle diese nicht selbst entfernen, sondern die Polizei informieren und möglichst ein Foto anfertigen. So könnten Fachleute prüfen, ob ein Zusammenhang mit einer Straftat besteht.
Die Polizei Borken empfiehlt außerdem:
Häuser und Wohnungen mit geprüfter Sicherheitstechnik auszustatten,
Fragen beantwortet die Kriminalprävention der Kreispolizeibehörde Borken per E-Mail unter [email protected] oder telefonisch unter 02861 900 5555.
Einbrüche in Raesfeld leicht gestiegen
Zwischen Januar und September 2025 registrierte die Polizei in Raesfeld elf Wohnungseinbruchdiebstähle. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es sieben Fälle. Trotz des Anstiegs bleibe die Zahl laut Polizei Borken auf einem insgesamt niedrigen Niveau.
Herbstzeit am Schloss Raesfeld: Auf dem Wasser herrscht reges Treiben. Kanada- und Graugänse haben sich rund um die Schlossgräfte niedergelassen und lassen lautstark hören, wer hier das Sagen hat.
Eine Kanadagans ruft empört: „Bloß nicht über den Weg der anderen zu uns rüberkommen!“ Kurz darauf ertönt ein vielstimmiges Schnattern, offenbar wird die Revierordnung neu ausgehandelt.
Foto: Petra Bosse
Revierbewusste Nachbarn
Gänse gelten in der Regel als ausgesprochen revierbewusst. Besonders dann, wenn sie sich auf den Winter vorbereiten oder bereits ihre festen Plätze an Gewässern gefunden haben, zeigen sie deutlich, wo ihre Grenzen liegen. Sowohl Kanada- als auch Graugänse verteidigen ihre Bereiche energisch, vor allem wenn es um Futterplätze oder bevorzugte Ruheorte geht.
Foto: Petra Bosse
Zusammenleben mit klaren Regeln
Trotz gelegentlicher Auseinandersetzungen bleibt es meist bei lautem Protest und drohendem Geflatter. In gemischten Gruppen wie am Schloss Raesfeld scheint eine stille Ordnung zu herrschen: Jede Art respektiert den Abstand der anderen, solange niemand die unsichtbare Linie überschreitet. Wer es doch wagt, muss mit lautem Gemecker rechnen, ein tierisches Beispiel dafür, dass selbst in der Natur klare Nachbarschaftsregeln gelten.
Rundflug mit Schlossbesichtigung. Foto: Petra Bosse
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In Raesfeld beginnt eine kleine Zeitenwende. Nach Jahrzehnten engagierter Ratsarbeit verabschiedete die Gemeinde vier langjährige Mitglieder, darunter Karl-Heinz Tünte, der stolze fünfzig Jahre im Rat saß. Moderator Raimund Stroick führte mit Humor durch den Abend, während Bürgermeister Martin Tesing die Verdienste der Geehrten würdigte.
Mit Charme und Einfühlungsvermögen leitete Stroick die Feierstunde und sorgte für einen würdigen Rahmen. Er machte deutlich, wie beeindruckend das Engagement der Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker sei, insbesondere jener, die über Jahrzehnte Verantwortung übernommen haben. „Das, was ihr leistet, kann man eigentlich gar nicht in Worte fassen“, sagte Stroick zu Beginn. „Wo keine Reibung ist, ist keine Bewegung“, ergänzte er und hob hervor, wie wichtig gegenseitiger Respekt und gemeinsames Weiterdenken seien.
Anschließend ehrte die Gemeinde die ausscheidenden Ratsmitglieder für ihre langjährige Mitarbeit: Wilfried Theis für 26 Jahre, Bernhard Bölker für 36 Jahre, Hans-Dieter Strothmann für 40 Jahre und Karl-Heinz Tünte für 50 Jahre Ratsarbeit.
v.l.: Wilfried Theis, Hans-Dieter Strothmann, Bernhard Bölker und Karl-Heinz Tünte. Foto: Petra Bosse
Ein Mix der Generationen ist wichtig
Im Verlauf des Abends betonte Moderator Raimund Stroick, wie wertvoll das Zusammenspiel der Generationen sei. „Das ist wie auf dem Fußballplatz“, sagte er schmunzelnd. „Die Jüngeren müssen vielleicht etwas mehr rennen, aber am Ende zählt das Zusammenspiel.“
Er würdigte die Erfahrung und Verlässlichkeit der Geehrten. „So lange in diesem politischen Haifischbecken zu schwimmen, das ist eine tolle Leistung, à la Bonheur.“ Die vier Ratsmitglieder hätten die jüngere Geschichte Raesfelds maßgeblich geprägt. „Wenn die Rede davon ist, warum Raesfeld heute so gut dasteht, hier stehen sie“, fasste Stroick zusammen.
Wertschätzung durch Bürgermeister Martin Tesing
Bürgermeister Martin Tesing nutzte die Gelegenheit, den ausscheidenden Ratsmitgliedern persönlich zu danken. Er sprach von einer „beeindruckenden Bilanz gelebter Verantwortung“ und betonte, dass kommunalpolitisches Engagement weit mehr sei als Sitzungen und Abstimmungen. „Politische Arbeit bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen mitzutragen und das Wohl der Gemeinde im Blick zu behalten.“
Er erinnerte daran, dass politische Arbeit auch von Diskussionen und unterschiedlichen Positionen lebe, das gemeinsame Ziel jedoch immer im Vordergrund stehe: Raesfeld weiterzuentwickeln und lebenswert zu gestalten. „Solche Persönlichkeiten prägen nicht nur die politische Kultur, sondern auch das Miteinander in einer Gemeinde. Ihr Einsatz hat Spuren hinterlassen, in vielen Entscheidungen, Projekten und Entwicklungen, die Raesfeld heute ausmachen.“
Ehrung für Karl-Heinz Tünte
Besondere Worte fand Tesing für Karl-Heinz Tünte, der in diesem Jahr die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Raesfeld erhielt.
„Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll“, sagte Tesing. „Du bist in so vielen Vereinen in Vorstandsarbeit tätig gewesen, eine Aufzählung würde den Rahmen des Abends sprengen.“
Er würdigte Tüntes jahrzehntelangen Einsatz für das Gemeinwohl und betonte, dass die Entscheidung zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde im Rat einstimmig gefallen sei. „Es gab keinerlei Diskussion, das war eine der einfachsten Entscheidungen, die wir je getroffen haben.“ Mit einem herzlichen Dank beendete der Bürgermeister seine Worte: „Vielen Dank, lieber Karl-Heinz.“
Foto: Petra Bosse
Dank an Weggefährten im Rat
Zu Bernhard Bölker sagte Tesing: „Wir haben in den letzten Jahren gemeinsam eine ganze Menge bewegt. Ohne dich, lieber Werner Bölker, wäre vieles nicht denkbar gewesen.“
Seinen Stellvertreter Hans-Dieter Strothmann lobte der Bürgermeister besonders. „Du hast wahnsinnig viele Termine für mich übernommen. Einen besseren Vertreter kann ich mir kaum vorstellen. Du warst immer zuverlässig, immer da, wenn man dich brauchte, einfach ein Traummann.“
Auch Wilfried Theis erhielt anerkennende Worte. „Du warst immer dabei, zuverlässig und mit großem Engagement. Du hast Erle immer sehr gut vertreten und das mit Herz, Humor und deiner ganz eigenen Art.“
Abschiedsworte von Hans-Dieter Strothmann
Zum Schluss ergriff Hans-Dieter Strothmann selbst das Wort. „In dem Moment fällt mir ein Ausspruch von Konrad Adenauer ein: Die Situation ist da. Und die Situation ist für uns heute da.“
Er nutzte die Gelegenheit, um sich für 26 Jahre als stellvertretender Bürgermeister zu bedanken. „Ich möchte mich bei den Bürgermeistern bedanken, mit denen ich zusammenarbeiten durfte: bei Udo Rößing, Andreas Grotendorst und natürlich bei dir, lieber Martin. Es war eine tolle Zeit. Da wird einem was fehlen, das weiß ich.“
Sein Dank galt auch den Bürgerinnen und Bürgern. „Ich habe mal überlegt, in den 26 Jahren waren es wohl rund tausend Hausbesuche. Bei Jubiläen, Senioren, Vereinen. Ich habe so viele tolle Menschen kennengelernt, alteingesessene und Neubürger. Man hat sich immer willkommen gefühlt.“
Er beschrieb das Amt als eine Aufgabe, bei der man nicht nur gebe, sondern auch viel zurückbekomme. „Natürlich gab es auch mal Ärger“, sagte Strothmann. „Aber wie Kurt Tucholsky so schön sagte: Wer in der Öffentlichkeit steht, muss damit rechnen, dass die Treffer gezählt werden.“
Erfahrung geht, Zukunft wächst nach
Mit der Verabschiedung der langjährigen Ratsmitglieder endet in Raesfeld ein Kapitel voller Erfahrung, Engagement und Verlässlichkeit. Doch wie Moderator Raimund Stroick andeutete, braucht es auch frischen Wind. Die nächste Generation steht bereit, mit neuen Ideen, vielleicht etwas mehr Tempo, aber hoffentlich genauso viel Herz für die Gemeinde.
Bürgermeister Martin Tesing sagt „Bis dann mal“ – die Verabschiedung im Video
In Raesfeld wurde Bürgermeister Martin Tesing feierlich am Freitagabend im Gemeinschaftshaus Martinus verabschiedet. Rund 150 Gäste kamen, um auf seine Amtszeit zurückzublicken.
Mit ihm wurden auch vier langjährige Ratsmitglieder für ihr Engagement in der Kommunalpolitik geehrt. Das Video zeigt Impressionen und Ausschnitte aus den Reden von Tesing, den Ratsmitgliedern und Moderator Raimund Stroick.
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Lange blieb unklar, wohin die Fahne aus dem Ratssaal während der Corona-Zeit verschwunden war. Bei der Verabschiedung von Bürgermeister Martin Tesing wurde das Rätsel nun endlich gelöst, und zwar mit einer ordentlichen Portion Humor.
Ein alter Fall kommt zur Sprache
Andreas Grotendorst und Detlef Weber sorgten für Aufklärung auf der Bühne: Als Tesing während seiner Rede einen Rückblick auf seine Amtszeit gab, erinnerte er sich plötzlich an ein kurioses Ereignis.
Sieh an. Die vermisste Raesfelder Fahne ist wie von Zauberhand wieder aufgetaucht. Foto: Petra Bosse
„Fahnen klaut man ja sonst nicht – die gehen einfach verloren“, sagte er lachend ins Mikrofon. Offenbar war die Fahne des Ratssaals seinerzeit spurlos verschwunden, ein kleiner Vorfall, der in den Tagen der Pandemie wohl unterging.
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Karl-Heinz Tünte (CDU) zieht Fazit nach 50 Jahren im Rat der Gemeinde Raesfeld
Bei der Feierstunde im Gemeinschaftshaus Martinus blickte Karl-Heinz Tünte am Freitag auf fünf Jahrzehnte im Rat der Gemeinde Raesfeld zurück. Im Gespräch sprach er über Herausforderungen, prägende Entscheidungen und die Entwicklung der Gemeinde, die er über viele Jahre aktiv mitgestaltet hat. Nach 50 Jahren im kommunalpolitischen Ehrenamt hat er sich auf eigenen Wunsch entschieden, seine Ratsarbeit zu beenden.
Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg
Im Gemeinderat habe stets eine gute Kultur des Miteinanders geherrscht, sagte Tünte. Auch wenn die Ansichten oft auseinandergegangen seien, habe man sachlich und fair miteinander diskutiert. Dieses respektvolle Miteinander habe die Arbeit im Rat über Jahrzehnte geprägt.
Rückblick auf fünf Jahrzehnte Kommunalpolitik
„Trotz der schwierigen Probleme oder Anforderungen, die wir zu bewältigen hatten – ich denke da besonders an die Flüchtlingssituation, die ja einigen Wirbel verursacht hat – bin ich der Meinung, dass sich die Gemeinde sehr gut entwickelt hat“, sagte Tünte.
Er erinnerte sich zudem an die Anfangszeit der neu gebildeten Gemeinde Raesfeld. „Damals musste das Rathaus gebaut werden, und das war anfangs sehr umstritten. Im Nachhinein hat sich aber gezeigt, dass das eine gute Entscheidung für die Gemeinde war.“
Positives Fazit und Blick in die Zukunft
Am Ende zieht Tünte ein zufriedenes Resümee. „Unterm Strich kann man eigentlich ein positives Fazit ziehen. Die Gemeinde hat sich sehr gut weiterentwickelt, wir stehen finanziell immer noch gut da, und Martin Tesing hat in den letzten Jahren durch seine Politik auch die Weichen für die Zukunft so gestellt, dass es gut weitergehen kann.“
Verabschiedung von Bürgermeister Martin Tesing im Gemeinschaftshaus Martinus – Ein Abend voller Erinnerungen und Überraschungen
Foto: Petra Bosse
Bevor es bei der Verabschiedungsfeier losging, stimmten sich die Gäste bei einem Sektempfang im Gemeinschaftshaus Martinus ein. Moderator Raimund Stroick eröffnete den Abend mit einem Augenzwinkern: „Martin, wenn du jetzt deine vorbereitete Rede rausholen möchtest, lass sie stecken.“
Unter den Gästen waren auch Ehrenbürgermeister Udo Rößing mit Ehefrau Ursula. Foto: Petra Bosse
Mit seiner lockeren und humorvollen Art nahm Stroick der Veranstaltung sofort die Wehmut. Kein Wunder, denn Martin Tesing wusste bis zuletzt nicht, was ihn an diesem Abend erwarten würde. Das Verwaltungsteam hatte das Programm in aller Stille vorbereitet, um ihm einen persönlichen Abschied zu bereiten.
Freunde, Weggefährten, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Nachbarkommunen, Landrat Kai Zwicker, Familie, Ratsmitglieder und viele Mitarbeitende der Verwaltung waren gekommen, um Martin Tesing für seine Zeit im Amt zu danken.
Neben den angereisten Töchtern durfte an diesem Abend natürlich auch Ehefrau Ursula Tesing nicht fehlen. Foto; Petra Bosse
„Liebe Bürgermeisterinnen, liebe Bürgermeister…“
„Liebe Bürgermeisterinnen, liebe Bürgermeister, die ja wirklich zahlreich heute erschienen sind“, begann Raimund Stroick. Er sprach von einem „kleinen Ritterschlag“ für Tesing und verwies auf 249 Ratsjahre, die an diesem Abend im Saal vertreten waren. „Das sind alles Ehrenämter. Ich finde das so stark“, sagte er und ergänzte: „Wo keine Reibung ist, ist keine Bewegung. Wichtig ist, dass man am Ende mit Respekt auseinandergeht.“
Dann wandte er sich direkt an Tesing: „Heute ist dein Tag, Martin. Du hast viele Tage gehabt, aber heute ist dein Tag.“
Dabei waren u.a. v.l.: Mechtild Schulze Hessing aus Borken, Tobias Stockhoff, Dorsten, Dagmar Jeske, Velen, und Mike Rexforth, Schermbeck. Foto: Petra Bosse.
Überraschung über den vollen Saal
Das Gemeinschaftshaus war bis auf den letzten Platz gefüllt. Tesing zeigte schon fast gerührt: „Ich bin total überrascht, wie viele Leute hier sind. Es hat kaum jemand abgesagt. Egal, wo ich hinschaue, links oder rechts, überall bekannte Gesichter. Ich freue mich auf einen schönen Abend.“
Stroick bat das Publikum augenzwinkernd: „Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, dass wir keine Tränen kriegen. Er hat das verdient.“ Dann fragte er: „Martin, was ging dir durch den Kopf, als du wusstest, dieser Tag kommt?“
Bernhard Bölker li. und die Vorsitzend des CDU Gemeindeverbandes Dr. Gerswid Altenhoff Weber. Foto: Petra Bosse
Rückblick und Verantwortung
Tesing erzählte, er habe den letzten Arbeitstag damit verbracht, sein Büro aufzuräumen. „Mir ist eine Menge in die Hände gefallen. Da wurde mir bewusst, wie viele Projekte wir in den letzten Jahren gemacht haben.“
Auf die Frage, ob die Schuldenfreiheit Raesfelds eine Bürde sei, antwortete er: „Ich bin froh, dass wir es auch noch sind. Es wird aber immer schwieriger, das zu halten. Raesfeld ist wegen der Schuldenfreiheit und wegen des Schlosses bekannt. Die Wirtschaftlichkeit stand immer ganz oben.“
Angereist aus Wehl: Joop Buiting mit Ehefrau Adri. Foto: Petra Bosse
Teamgeist in Rat und Verwaltung
„Du bist Verwaltungschef, aber Politik ist auch Teamarbeit“, leitete Stroick über. Tesing stimmte zu: „Die Vorlagen müssen vorbereitet sein, da steckt viel Arbeit dahinter. Und der Rat hatte die Gemeinde im Blick. Das hat vieles leichter gemacht.“
Fußball, Gemeinschaft und Humor
Auf die Frage, wie er Raesfeld heute sehe, sagte Tesing: „Raesfeld ist extrem lebenswert. Früher war der Ort für uns beim Fußball in Weseke ein sicherer Punktelieferant. Das hat sich geändert. Heute spielen hier Eigengewächse mit großem Erfolg. In der ersten und zweiten Mannschaft gibt es eine tolle Gemeinschaft. Das hat zu diesem Höhenflug geführt.“ Stroick lachte: „Vielleicht kannst du in Weseke in deiner Rente noch ein bisschen Aufklärungsarbeit leisten.“
Kai Zwicker über Nähe, Verlässlichkeit und die Dartscheibe
Landrat Kai Zwicker begrüßte die vielen Kolleginnen und Kollegen und freute sich über den niederländischen Gast Marc Baumans aus Doetinchem. Er sprach über die Stärke der kommunalen Zusammenarbeit: „Wir wohnen alle in den Dörfern, in den Städten, wir wohnen hier um die Ecke, wir leben in Nachbarschaften. Wir wollen, dass es uns gut geht.“
Landrat Dr. Kai Zwicker: Ich habe großen Respekt vor allen, die sich engagieren. Foto: Petra Bosse
Er erinnerte an die Worte von Markus Lewe, Oberbürgermeister von Münster, den er kurz zuvor verabschiedet hatte. „Wenn man das vertikal in der Menschheitsgeschichte oder horizontal betrachtet, dann sind wir hier in Nordrhein-Westfalen, im Münsterland, im Westmünsterland in der Mitte der Dartscheibe. Wir haben die 100 Punkte getroffen.“
Der neue Raesfelder Bürgermeister Dirk Kuhmann mit Hans Hund, der ehemalige Präsident der Handwerkskammer Münster. Foto: Petra Bosse
Zwicker sagte weiter: „Bei allen Problemen, und Martin hat recht, es wird enger, aber unterm Strich ist es dieser Gesellschaft selten so gut gegangen. Das zeigen die Rückblicke auf 50 Jahre Kreis Borken, 50 Jahre Raesfeld. Man sieht, wie sich das alles entwickelt hat. Dafür braucht es Verlässlichkeit, und das hat man in Raesfeld geschafft, über Parteigrenzen hinweg, mit der Fähigkeit, auch einmal gemeinsam ein Bier zu trinken.“
Er betonte den Wert des Ehrenamts: „Ich habe großen Respekt vor allen, die sich engagieren, und vor allen, die sich einem Wahlamt stellen. Der Ton wird rauer, aber wir brauchen dieses Engagement weiter. Meckern ist einfacher als machen. Darum danke ich allen, die anpacken.“
Foto: Petra Bosse
Verabschiedung scheidender Ratsmitglieder
Bevor die Ehrung der langjährigsten Ratsmitglieder begann, wurden zunächst die Ratsmitglieder verabschiedet, die ihre politische Tätigkeit beendet haben. Bürgermeister Martin Tesing dankte Petra Nagel, Julia Horn, Nicole Ostendorf, Elke Rybarczyk, Dietmar von Berswordt, Ruppert Koller, Benedikt Limberg, Thomas Fortmann, Helmut Hellenkamp für ihr Engagement, ihre Zeit und ihre Beiträge zur Arbeit im Rat der Gemeinde Raesfeld.
Foto: Petra Bosse
Er unterstrich, dass jedes einzelne Ratsmitglied über Jahre Verantwortung übernommen und an Entscheidungen mitgewirkt habe, die Raesfeld geprägt hätten. „Kommunalpolitik lebt vom Mitmachen, und ihr habt das mit Überzeugung getan“, sagte Tesing.
Ehrung der Ratsmitglieder
Ein Höhepunkt des Abends war die Ehrung der langjährigen Ratsmitglieder. Geehrt wurden Wilfried Theis für 26 Jahre, Bernhard Bölker für 36 Jahre, Hans Dieter Strohtmann für 40 Jahre und Karl Heinz Tünte für 50 Jahre.
v. l. : Wilfried Theis, Hans-Dieter Strothmann, Bernhard Bölker und Karl-Heinz Tünte sowie Martin Tesing. Foto: Petra Bosse
Stroick sagte: „Wer so lange dabeibleibt, hat Generationen von Entscheidungen mitgestaltet.“ Er sprach vom Mix der Generationen: „Wie auf dem Fußballplatz. Die Erfahrenen verteilen am Mittelpunkt die Bälle, die Jungen rennen. Genau das braucht Politik.“
Persönliche Worte und Dank
Tesing würdigte jeden der Geehrten. Zu Karl Heinz Tünte sagte er: „Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Du warst nicht nur 50 Jahre im Rat, sondern auch in vielen Vereinen in Verantwortung. Die Liste deiner Ämter würde den Abend sprengen. Die Ehrenbürgerwürde war eine der leichtesten Entscheidungen.“
Familie Tünte mit Karl-Heinz, Gerda und Henry. Foto: Petra Bosse
Über Bernhard Bölker sagte Tesing: „Er gehört zu denen, die nicht laut auftreten müssen, um viel zu bewegen. Verlässlich und sachlich.“
Hans Dieter Strothmann dankte Tesing für 40 Jahre Ratsarbeit und seinen Einsatz in der Gemeindeverwaltungsgesellschaft: „Du warst immer ein verlässlicher Ansprechpartner mit dem Wohl der Gemeinde im Blick.“
Foto: Petra Bosse
Ein eigener Rückblick von Hans Dieter Strohtmann
Strothmann nahm das Mikrofon: „Die Situation ist da“, zitierte er Konrad Adenauer. Er dankte Udo Rößing, Andreas Grotendorst und Martin Tesing für die gute Zusammenarbeit. „Es war eine tolle Zeit, das wird mir fehlen.“
Er erzählte von rund 1500 Hausbesuchen bei Seniorinnen und Senioren, bei Ehejubiläen und in Vereinen. „Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt. Man fühlte sich willkommen. Ein Amt ist nicht nur ein Geben, man bekommt auch viel zurück.“ Natürlich habe es auch Ärger gegeben. „Wer in der Öffentlichkeit wirkt, muss damit rechnen, dass die Treffer gezählt werden“, zitierte er Kurt Tucholsky.
Projekte und Meilensteine
Ein Team aus der Gemeindeverwaltung hatte die vergangenen Jahre in Bildern und Stichpunkten zusammengefasst, eine visuelle Reise, die zeigte, was sich in Raesfeld unter Martin Tesings Leitung bewegt hatte.
Tesing selbst blickte dabei auf seine Stationen zurück: Vor 15 Jahren begann er in der Verwaltung als Kämmerer, später wurde er Erster Beigeordneter, 2020 dann Bürgermeister. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen zu Beginn seiner Amtszeit mit Pandemie, hohen Zuweisungen von Geflüchteten und dem Krieg in der Ukraine habe die Gemeinde ihren Weg konsequent fortgesetzt.
Zu den wichtigsten Meilensteinen zählten:
2013 Bestätigung der Schuldenfreiheit
2014 Start des Baugebiets Stockbredde
2015 Beginn der kostenlose Glasfaserverlegung
2016 weiterer Ausbau des Breitbandnetzes
2017 Wahl zum Ersten Beigeordneten der Gemeinde Raesfeld
2018 Glasfaserausbau im Außenbereich
2021 Kauf des Schlosses Raesfeld durch die Gemeinde – eine schwierige, aber nachhaltige Entscheidung
2020 Wahl zum Bürgermeister der Gemeinde
2022 Erschließung des Gewerbegebiets Raesfeld
2023 Engagement der Korte Stiftung im Tiergarten und Eröffnung Bürgerpark
2024 Entscheidung für den Umbau für das Hauses der Vereine
2025 Eröffnung des Femeichenparks in Erle und des Gemeinschaftshauses Martinus
Zum Gewerbegebiet sagte Tesing: „Das war ein komfortables Problem. Die Flächen waren verkauft, bevor überhaupt erschlossen wurde.“ Und zum geplanten Rossmann Markt meinte er: „Der kommt wirklich.“
Abschied mit Applaus und einem Augenzwinkern
Als der letzte Applaus im Gemeinschaftshaus Martinus verklang, blieb das Gefühl, dass Martin Tesing in Raesfeld Spuren hinterlässt. Raimund Stroick fasste zusammen: „Das war à la Bonheur.“
Orden statt Amtskette. Foto: Petra Bosse
Und weil zu einem gelungenen Abschied auch ein wenig Humor gehört, sorgte Stroick noch für einen besonderen Moment. Da Tesing, wie er augenzwinkernd verriet, immer ein wenig die Amtskette vermisst habe, bekam er am Ende eine eigene überreicht, nicht ganz so schwer wie die echte, aber mit viel Witz in Form eines Ordens. Übergeben wurde sie von Jörg Heselhaus im Namen der Verwaltung und mit einem Augenzwinkern.
Sieh an. Die vermisste Raesfelder Fahne ist wie von Zauberhand wieder aufgetaucht. Foto: Petra Bosse
Darüber hinaus gab es noch eine Überraschung von Andreas Grotendorst und Detlef Weber, der mit einem Augenzwinkern die langvermisste Raesfelder Fahne präsentierte. Seit Tesings Amtsantritt war sie wie von Zauberhand verschwunden. Das Rätsel wurde an diesem Abend gelöst, nur wer tatsächlich dahintersteckte, bleibt ungewiss. Darüber darf weiter spekuliert werden.
Foto: Petra Bosse
Bei Musik, Gesprächen und einem Glas Sekt endete der Abend mit Dankbarkeit, vielen Erinnerungen und dem sicheren Gefühl, dass Raesfeld gut aufgestellt bleibt.
Und was wäre eine Feier ohne Musik? Jana und Michael Kruse aus Raesfeld begleiteten den Abend stimmungsvoll, während Pastor Fabian Tilling am Keyboard für den passenden musikalischen Beistand sorgte, himmlisch gut und mit spürbar göttlichem Groove.
Abschiedsfeier-Bürgermeister martin Tesing 2025. Fotos: Petra Bosse
Baumarkt statt Möbel? Nach zwei Jahrzehnten voller Engagement und zufriedener Kunden war die Nachricht für die Beteiligten ein Schock. Das traditionsreiche Möbelhaus Möbel EUTING GmbH in Borken muss zum 28. Februar 2026 seine Türen für immer schließen.
Grund ist die Kündigung des Mietvertrags durch den Vermieter. Eine Entscheidung, die Geschäftsführer Karsten Schmeink noch immer sichtlich bewegt.
Foto: Ralf Meier
Gerade aufwendig modernisiert
„Die Nachricht hat mich im Hochsommer eiskalt erwischt“, erinnert er sich an diesen Moment. „Wir hatten gerade unsere Küchenausstellung modernisiert. Die neue Abteilung war fertig, die Eröffnung bereits für den Herbst geplant.“
Doch stattdessen soll künftig ein Baumarkt in die bisherigen Räumlichkeiten einziehen. „Ich habe Verständnis für die Entscheidung des Investors“, so Karsten Schmeink weiter, „aber es ist enttäuschend, dass ein gesundes, inhabergeführtes Unternehmen einer Kette weichen muss, zumal es in der Region bereits mehrere Baumärkte gibt.“
Foto: Ralf Meier
Für Karsten Schmeink und sein Team bedeutet das Aus nicht nur das Ende eines Unternehmens, sondern auch einen tiefen Einschnitt in die berufliche Zukunftsplanung. „Ich versuche, für meine Mitarbeitenden neue Perspektiven zu finden. Sie haben dieses Haus über Jahre mitgeprägt und stehen jetzt ebenso wie ich vor der Frage, wies es weitergehen soll.“
Großer Räumungsverkauf läuft auf Hochtouren
So schmerzhaft der Abschied ist, so einmalig ist nun die Gelegenheit für Kundinnen und Kunden. Der Räumungsverkauf läuft bereits auf Hochtouren. Nahezu das gesamte Sortiment, von hochwertigen Sofas über stilvolle Essgruppen bis hin zu den nagelneuen Küchen der gerade modernisierten Ausstellung, ist aktuell stark reduziert. „Wir möchten uns mit fairen Preisen und besonderen Angeboten bedanken“, betont Karsten Schmeink. „Wer schon länger mit einer neuen Küche oder einem Möbelstück aus unserem Haus geliebäugelt hat, findet jetzt unschlagbare Gelegenheiten.“
Auch Neubestellungen sind weiterhin möglich, selbstverständlich mit voller Garantie und Gewährleistung, denn ein Partnerunternehmen wird die Kundenbetreuung nach der Schließung übernehmen.
Foto: Ralf Meier
Großer Abverkauf
Auf der Unternehmenswebseite verabschiedet sich Karsten Schmeink mit emotionalen Worten: „Nach über drei Jahrzehnten voller Engagement, Leidenschaft und schöner Begegnungen muss ich mein Möbelhaus schließen. Dieser Schritt trifft mich persönlich sehr – zu gerne hätte ich Sie auch in den kommenden Jahren begrüßt. Doch bevor sich die Türen endgültig schließen, möchte ich Ihnen noch einmal etwas zurückgeben: Ab sofort beginnt unser großer Abverkauf. Sie haben nun die besondere Gelegenheit, die bewährte Möbel-EUTING-Qualität zu deutlich reduzierten Preisen zu erhalten.“
Im Kreis Borken verunglücken laut Mitteilung der Polizei im Durchschnitt drei Menschen pro Tag mit dem Fahrrad oder Pedelec.
Insgesamt seien von Januar bis einschließlich September 615 Rad- und Pedelec-Fahrende im Kreisgebiet verunglückt, darunter 347 mit einem Pedelec. Eine Zahl, die die Brisanz des Themas verdeutlicht – und eine Entwicklung, auf die die Kreispolizeibehörde reagiert. Die Bekämpfung von Unfällen mit Rad- und Pedelecfahrenden gilt dort inzwischen als behördenstrategisches Ziel.
Polizei zieht Zwischenbilanz
„Wir setzen alles daran, die Zahl der Unfälle bei jenen zu senken, die mit Rad oder Pedelec unterwegs sind“, betont Landrat Dr. Kai Zwicker als Leiter der Kreispolizeibehörde Borken. Auch Leitender Polizeidirektor Paul Albers, Abteilungsleiter Polizei, unterstreicht: „Wir verfolgen direktionsübergreifend eine nachhaltige Strategie, um mit Mitteln der Repression und Prävention auf ein Verhindern solcher Unfälle hinzuwirken.“
In einer aktuellen Zwischenbilanz beleuchtet die Kreispolizeibehörde die jüngste Entwicklung. Diese gebe nach Angaben der Polizei keinen Anlass zur Entwarnung. Polizeirat Dominik Rezler, Leiter der Direktion Verkehr, berichtet: „Wir haben in diesem Jahr leider bereits acht getötete Menschen bei Unfällen mit Rad- oder Pedelec.“ In 525 Fällen hätten die Beteiligten leichte Verletzungen erlitten, in 82 Fällen schwere.
Seniorinnen und Senioren besonders gefährdet
Umso wichtiger sei es, das behördenstrategische Ziel konsequent zu verfolgen und dem Trend entgegenzuwirken. Dabei gehe es auch darum, Zielgruppen zu identifizieren, erklärt Rezler: „Ganz deutlich betroffen sind neben Kindern insbesondere die Erwachsenen – nicht zuletzt die Seniorinnen und Senioren, bei denen wir eine steigende Unfallzahl verzeichnen müssen.“
Für diese Gruppe hat die Polizei ein neues Präventionsangebot entwickelt: das sogenannte Seniorenradeln. Gemeinsam mit der Polizei erkunden ältere Rad- und Pedelecfahrende kritische Punkte im Verkehrsnetz und üben den sicheren Umgang mit ihrem Verkehrsmittel.
Prävention und Kontrolle gehen Hand in Hand
Neben Beratungen, Verkehrserziehung und Schulungen richtet sich das Team der Verkehrsunfallprävention an alle Generationen. Themen wie Helmtragen, Beleuchtung oder sicheres Verhalten im Straßenverkehr stehen im Mittelpunkt. Auch Autofahrende werden einbezogen. „Der tote Winkel durch die A-Säule führt immer wieder dazu, dass Radfahrende nicht wahrgenommen werden“, so Rezler.
Zur Strategie gehört außerdem die sogenannte Repression – etwa in Form von Schwerpunktkontrollen, an denen sich die Polizeikräfte regelmäßig beteiligen.
Bewusstsein für Verkehrssicherheit schaffen
Ein zentrales Anliegen der Polizei sei es zudem, das Thema Verkehrssicherheit stärker in die Öffentlichkeit zu tragen. Dazu hat die Kreispolizeibehörde Borken jetzt einen „Videopodcast“ veröffentlicht, in dem Dominik Rezler die vielfältigen Facetten des Themas beleuchtet. Der Beitrag ist über die Website der Polizei abrufbar: 👉 Borken.Polizei.nrw
Landrat Dr. Kai Zwicker dankt für langjähriges Engagement
Kreis Borken. Zum Ende der Wahlperiode sind zwei langjährige Vertreterinnen und Vertreter des Kreistags offiziell verabschiedet worden. Landrat Dr. Kai Zwicker würdigte das Engagement von Silke Sommers (CDU) und Otger Harks (SPD), die ihre Ämter als stellvertretende Landräte niederlegen. Beide scheiden zum 31. Oktober aus dem Gremium aus.
Wertschätzung für jahrelangen Einsatz
Dr. Zwicker betonte, Sommers habe sich in den vergangenen 16 Jahren in besonderem Maße für den Kreis Borken eingesetzt und ihn auf vielen Ebenen repräsentiert. Aufgrund ihrer Kompetenz und verbindlichen Art sei sie in Bevölkerung, Politik und Verwaltung gleichermaßen geschätzt worden. Auch Harks habe seit 2020 zahlreiche repräsentative Aufgaben übernommen und sich damit große Verdienste um den Kreis erworben.
Langjährige kommunalpolitische Laufbahn
Silke Sommers aus Bocholt gehörte dem Kreistag seit dem 1. November 2004 an. Seit 2009 war sie erste stellvertretende Landrätin. Otger Harks aus Stadtlohn war zunächst von 2009 bis 2012 als sachkundiger Bürger tätig, ehe er am 10. September 2012 als ordentliches Mitglied in den Kreistag einzog. Seit 2020 hatte er zusätzlich das Amt des zweiten stellvertretenden Landrats inne.
In der 43. Folge des Raesfeld Podcasts blickt Moderatorin Sabrina Czupiol auf die wichtigsten Themen des Monats Oktober: Der Naturpark Hohe Mark wurde erneut als Qualitäts-Naturpark ausgezeichnet, entlang der B70 hat die Sanierung des Radwegs begonnen, und vier neue Radtouren laden dazu ein, die Region rund um Raesfeld auf frischen Wegen zu entdecken.
Weitere Nachrichten aus deiner Region findest du wie immer im Raesfeld Podcast.
Erneut ausgezeichnet: Naturpark Hohe Mark überzeugt bei Qualitätsoffensive Naturparke
Der Naturpark Hohe Mark darf sich erneut über eine besondere Anerkennung freuen. Zum vierten Mal in Folge wurde er als Qualitäts-Naturpark ausgezeichnet. Mit 364,5 Punkten übertraf der Park sein Ergebnis aus dem Jahr 2020 deutlich.
Sanierung des Radwegs an der B 70 zwischen Raesfeld und Borken gestartet
Die Sanierung des Geh- und Radwegs entlang der B 70 zwischen Raesfeld und Borken hat begonnen. Auf rund 1,8 Kilometern wird der Abschnitt zwischen der Einmündung Heetwissenweg und dem Gasthaus Starke erneuert. Während der Bauzeit bleibt die Bundesstraße befahrbar, Radfahrende werden über Wirtschaftswege umgeleitet.
Auf neuen Wegen durchs Münsterland – Raesfeld stellt vier frische Radtouren vor
Die Gemeinde Raesfeld hat vier neue Radkarten veröffentlicht.
Die Touren führten entlang des Knotenpunktsystems NRW und sollen dazu einladen, die schönsten Ecken und Sehenswürdigkeiten rund um Raesfeld mit dem Fahrrad zu erkunden.
Bürgermeister Dirk Kuhmann bei Begrüßung neuer Amtsinhaber in Münster
Die Bezirksregierung Münster hat die neu gewählten Ober- sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Regierungsbezirks offiziell willkommen geheißen. Unter ihnen auch Raesfelds Bürgermeister Dirk Kuhmann, der gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus der Region an dem Treffen teilnahm.
Sanierung von Wirtschaftswegen startet Ende Oktober in Raesfeld
Ende Oktober beginnen umfangreiche Arbeiten an mehreren Wirtschaftswegen im Gemeindegebiet.
Zwischen dem 30. Oktober und dem 14. November 2025 sollen die Wege instand gesetzt werden, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Infrastruktur für Landwirtschaft sowie Radverkehr langfristig zu verbessern.
Herakles:Ein besonderer Schatz im Verlies von Schloss Raesfeld
Einmalige Einblicke in das Schloss und seine Geschichte: Wer an einer Führung durch Schloss Raesfeld teilnimmt, bekommt nicht nur Räume und Werkstätten zu sehen, sondern auch einen besonderen Schatz, den barocken Herakles aus Baumberger Sandstein. Der Raum, in dem er steht, ist sonst verschlossen und öffnet nur bei Schlossführungen.
Vom Skulpturengarten nach Raesfeld
Die Statue wurde im 18. Jahrhundert für den Skulpturengarten des Hauses Hamen bei Havixbeck geschaffen. Über Haus Diepenbrock gelangte sie schließlich nach Schloss Raesfeld. Dort steht sie heute im Verlies der Akademie des Handwerks und gehört zu den eindrucksvollsten Objekten des Schlosses.
Der steinerne Herakles, gefertigt aus Baumberger Sandstein, zieht die Besucher regelmäßig in seinen Bann. Foto: Petra Bosse
Bei besonderen Anlässen öffnet die Akademieleiterin Dr. Ing. Christiane Bucher selbst die schweren Türen des Schlosses. Dann führt sie Besucher durch die historischen Räume, vorbei an Werkstätten, Seminarräumen und in das Verlies, wo der Herakles wacht.
Restauriert und bewahrt
Der Herakles ist aus Baumberger Sandstein gefertigt, einem Material, das nur begrenzt wetterbeständig ist. Ganz unversehrt sei die Figur jedoch nicht geblieben. „Was ihm fehlt, ist seine Kugel. Die hat er schon lange eingebüßt“, erklärt Bucher. Der Sandstein habe stark unter der Witterung und den Einflüssen der Industrialisierung gelitten und „ist umfangreich restauriert worden“, berichtet Bucher. Heute zeigt sich der Herakles wieder in einer nahezu ursprünglichen Fassung. Damit der antike Held den kommenden Jahren standhält, steht er nun geschützt im trockenen Gewölbe des Schlosses.
Der Mythos des Herakles
Herakles war der Sohn des Zeus und galt in der griechischen Mythologie als der einzige Sterbliche, der durch seine Taten Unsterblichkeit erlangte. Eine seiner berühmtesten Aufgaben bestand darin, die goldenen Äpfel aus dem Garten der Hesperiden zu holen.
Dort traf er auf Atlas, der das Himmelsgewölbe trug. Herakles bot ihm an, die schwere Last für eine Weile zu übernehmen, während Atlas die Äpfel holen sollte. Als Atlas mit den Äpfeln zurückkehrte, wollte er die Last nicht wieder aufnehmen. Doch Herakles überlistete ihn: Unter dem Vorwand, sein Löwenfell zurechtrücken zu müssen, ließ er Atlas erneut das Himmelsgewölbe schultern und entkam mit den goldenen Äpfeln.
So wurde Herakles zum Sinnbild für Kraft, List und Durchhaltevermögen, Werte, die bis heute beeindrucken.
Infokasten: Der Mythos des Helden
Bezeichnung: Barocke Figur des „Herakles“ (oft irrtümlich „Atlas“ genannt) Entstehungszeit: 18. Jahrhundert Material:Baumberger Sandstein Herkunft: Haus Hamen bei Havixbeck, später Haus Diepenbrock Heutiger Standort: Verlies im Schloss Raesfeld Thema: Herakles begegnet Atlas im Garten der Hesperiden Besonderheit: Eines der ältesten und am besten erhaltenen Skulpturenstücke im Schloss
Schlossführungen buchen
Führungen und Kinderaktionen im Schloss Raesfeld können online gebucht werden. Alle Informationen zu Führungen, Besichtigungen und Pauschalangeboten gibt es unter: 👉 www.raesfeld.de
Historischer 39. Kappesmarkt am Samstag, 8. und Sonntag 9. November 2025 in Raesfeld – Genuss, Tradition und Herbststimmung. Die offizielle Eröffnung ist am Samstag um 11 Uhr auf der Bühne an der Kirche geplant. Die Vorsitzende des Ortsmarketing Raesfeld e.V., Maria Kowalsky, und der neu gewählte Bürgermeister Dirk Kuhmann eröffnen den Markt gemeinsam. Musikalisch begleitet wird der Auftakt von den Erler Jägern. Für den traditionellen Kappes-Flair sorgen Kappeskönigin Birgitt I. Grotendorst und Kappesprinzessin Katharina I. Meyering, die das Marktgeschehen an beiden Tagen begleiten.
Der jährlich veranstaltete Historischer Kappesmarkt in Raesfeld verwandelt den Ortskern kurz nach Allerheiligen in einen lebendigen Treffpunkt für Marktliebhaber, mit rund 150 Ständen, vielen regionalen Spezialitäten und jahrzehntelanger Tradition. Dementsprechend lohnt sich ein Besuch nicht nur aus nostalgischer Sicht, sondern auch für Genießer, Familien und Kulturinteressierte.
Handwerk, Musik und Mitmachaktionen
Auch in diesem Jahr ist die Raesfelder Landjugend wieder beim Kappeshobeln vor der Kirche aktiv. Besucherinnen und Besucher können dort frisch gehobelten Kohl probieren und echtes Handwerk erleben. Ergänzt wird das Programm durch Vorführungen eines Feuermachers und eines Hufschmieds, die historische Techniken zeigen.
Viel Kohl – und noch viel mehr
Im Zentrum steht der „Kappes“ – „plattdeutsch“ für Kohl. Vom Weiß- über den Rot- bis zum zubereiteten Kohlgericht reicht das Angebot. Regionalbetriebe bieten die Ernte frisch an und servieren klassische Kohlmahlzeiten. Doch es bleibt nicht beim Gemüse: Kunsthandwerk, Holzarbeiten, Textilien und andere Marktwaren ergänzen das Angebot.
Frischer Kappes vom Niederrhein. Foto: Petra Bosse/Archiv
Bunter Markt mit regionalem Flair
Jeweils von 11 bis 18 Uhr verwandelt sich der Ortskern in eine vielseitige Marktmeile. Mehr als 150 Aussteller präsentieren regionale Produkte, darunter zahlreiche Variationen des Kohls. Nach Angaben von Marktmeister Peter Süthold beteiligen sich auch viele Kunst- und Handwerksaussteller, die handgefertigte Dekorationen, Holzarbeiten, Schmuck und Textilien anbieten. So finde sich für jeden Geschmack ein passendes Mitbringsel.
Am Samstag gegen 17 Uhr trifft der traditionelle Kappestreck aus Büderich in Raesfeld ein. Die Raesfelder Burgmusikanten begleiten den Einzug musikalisch, bevor die Gäste zu ihrem Stand geführt werden. Ab 19 Uhr laden die Kappeshoheiten zum Kappesball ins Festzelt gegenüber von Tinnefeld hören & sehen (Am Rathaus) ein. Bei Musik und Tanz soll der Abend in geselliger Runde ausklingen. Der Eintritt ist frei.
Auf dem Platz vor der Kirche ist Muskelkraft gefragt: Die Landjugend Raesfeld steht wie gewohnt an ihren Schneidebrettern und hobelt fleißig frische Kappesköpfe. Der fein geschnittene Kohl wird direkt probiert, lecker und frisch. Wer zugreift, darf sich über echtes Raesfelder Handwerk freuen und gleichzeitig etwas Gutes tun, denn der Erlös geht als Spende in die Vereinskasse.
Kappeshobeln ist reine Männersache bei der KLJB Raesfeld. Foto: Petra Bosse/Archiv
Heimatverein Büderich und holländische Meile
Auch in diesem Jahr ist der Heimatverein aus Büderich wieder mit von der Partie. In der Ortsmitte duftet es dort nach frisch gehobeltem Kappes, den Besucherinnen und Besucher direkt mit nach Hause nehmen können. Nur wenige Schritte weiter lockt die „Holländische Meile“ an der Marbecker Straße mit einem bunten Angebot: knackiges Obst, frisches Gemüse und jede Menge köstliche Käsespezialitäten, die schon beim Vorbeigehen Appetit machen.
Foto: Petra Bosse/Archiv
Kulinarischer Genuss mit Kohl
Klassischer Weißkohl, deftiger Schmorkohl oder feine Kappessuppe, auf dem Raesfelder Kappesmarkt kommen Feinschmecker auf ihre Kosten. Zahlreiche Stände laden zum Probieren ein, und wer Inspiration für die heimische Küche sucht, findet vor Ort viele Ideen und Rezepte rund um das traditionsreiche Gemüse.
Einkaufsspaß mit Service
Ob Familien mit Kindern oder echte Marktprofis, auf dem Kappesmarkt kommt jeder auf seine Kosten. Während die Großen gemütlich von Stand zu Stand schlendern und Taschen voller Kohl, Käse und Handgemachtem füllen, wird’s für die Kleinen zum kleinen Nebenjob: Mit dem „Kappes-Taxi“ helfen Kinder und Jugendliche beim Transport der Einkäufe bis zum Auto. Wer da schwer schleppt, freut sich über tatkräftige Unterstützung und die jungen Helfer verdienen sich dabei ein kleines Taschengeld.
Foto: Petra Bosse/Archiv
Anreise und Parkmöglichkeiten
Besucherinnen und Besucher können den Markt sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Gebührenpflichtige Parkplätze stehen an der Festwiese (Zum Michael) in unmittelbarer Nähe des Veranstaltungsortes zur Verfügung.
Kappessuppe – Rezepttipp von Kappeskönigin Birgitt I.
Frischer Kohl in allen Variationen steht beim Kappesmarkt 2025 in Raesfeld wieder im Mittelpunkt. Ob als deftige Beilage, frischer Salat oder wärmende Suppe, das vielseitige Wintergemüse lässt sich auf viele Arten genießen. Ein besonderer Rezepttipp kommt in diesem Jahr von Kappeskönigin Birgitt, die ihre beliebte Kappessuppe vorstellt – cremig, herzhaft und ideal für die kühle Jahreszeit.
Kohl vierteln, Strunk entfernen und in feine Streifen schneiden.
Zwiebel und Knoblauch zerkleinern, mit 30 g Speckwürfeln und Öl kurz dünsten.
400 g Kappes, 650 ml Wasser, Essig und Gemüsebrühe zugeben.
30 Minuten köcheln lassen.
Währenddessen die restlichen 70 g Speckwürfel in einer Pfanne rösten.
Nach Ende der Kochzeit Sahne zugeben und die Suppe mit einem Pürierstab gut pürieren. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Die Suppe vor dem Servieren mit den gerösteten Speckwürfeln garnieren.
Tipp
Für eine Hauptmahlzeit ein paar Kartoffeln schälen, in der Suppe mit kochen lassen und pürieren. Gutes Gelingen wünscht euch Kappeskönigin Birgitt
Rückblick 2024
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Neuer Bürgermeister Dirk Kuhmann (CDU) übernimmt zahlreiche Vertretungsfunktionen für die Gemeinde Raesfeld
Mit Beginn seiner Amtszeit wird Bürgermeister Dirk Kuhmann künftig in vielen regionalen Gremien und Organisationen für die Gemeinde Raesfeld aktiv sein. Wer ihn in einzelnen Bereichen vertritt und welche Posten noch zu besetzen sind, entscheidet der Gemeinderat in seiner ersten Sitzung am Montag.
Vertreter der Gemeinde in Gremien und Verbänden
Der Rat der Gemeinde Raesfeld berät in seiner konstituierenden Sitzung am 3. November über die Entsendung von Vertreterinnen und Vertretern in verschiedene Organe juristischer Personen und Personenvereinigungen. Grundlage ist Paragraf 113 der Gemeindeordnung NRW, wonach die entsandten Mitglieder die Interessen der Kommune in den jeweiligen Organisationen wahrnehmen sollen.
Bürgermeister Dirk Kuhmann wird dabei zentrale Aufgaben übernehmen, unter anderem als Mitglied in mehreren Aufsichtsräten, Gesellschafterversammlungen und Mitgliederversammlungen. In den meisten Fällen ist die oder der Erste Beigeordnete als Vertretung vorgesehen.
Beteiligungen und Mitgliedschaften
Zu den Gremien, in denen der Bürgermeister künftig vertreten ist, gehören unter anderem:
die Mitgliederversammlung des Nordrhein-Westfälischen Städte und Gemeindebundes
der Verein EUREGIO
die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken
der Naturpark Hohe Mark
der Tiergarten Schloss Raesfeld
der Ortsmarketingverein Raesfeld
der Zweckverband Hochwasserschutz Issel
der Kulturkreis Schloss Raesfeld
der Beirat der Sparkasse Westmünsterland
sowie die Gesellschafterversammlung der Gemeindewerke Raesfeld
In einigen Fällen, etwa bei der Bürgergenossenschaft Erle e.G. oder dem Trägerverein Jugendwerk Raesfeld, wird Dirk Kuhmann durch Beigeordnete oder von ihm bestellte Bedienstete vertreten.
Anforderungen an die Vertreter
Wie in der Gemeindeordnung festgelegt, müssen die bestellten Vertreterinnen und Vertreter über ausreichende betriebswirtschaftliche Kenntnisse verfügen, um ihre Aufgaben in den jeweiligen Gremien sachgerecht wahrzunehmen. Die Gemeinde weist darauf hin, dass die erforderliche Sachkunde auch durch Fortbildungen erworben werden kann. Entsprechende Lehrgänge bieten die kommunalen Studieninstitute an, die auf Kosten der Gemeinde gebucht werden dürfen.
Anpassungen bei Bildungs- und Musikbeirat geplant
Darüber hinaus plant die Stadt Borken in Abstimmung mit den beteiligten Kommunen, den Musikschulbeirat und den Weiterbildungsbeirat zu einem gemeinsamen Gremium zusammenzuführen. Ziel sei es, organisatorische Abläufe zu vereinfachen und Synergien zu schaffen. Die Einrichtungen Volkshochschule und Musikschule sollen jedoch weiterhin eigenständig bleiben.