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Tempo 30 Schermbecker Straße in Erle: Politik beschließt Ausweitung

Der Haupt- und Finanzausschuss in Raesfeld hat sich mehrheitlich für Tempo 30 auf der Schermbecker Straße ausgesprochen. Die Regelung soll weiter reichen als ursprünglich geplant. Neben der Geschwindigkeitsbegrenzung rücken auch Zebrastreifen stärker in den Fokus.

Tempo 30 Schermbecker Straße soll ausgeweitet werden

Der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Raesfeld hat am Montagabend über mehr Verkehrssicherheit auf der Schermbecker Straße beraten. Im Mittelpunkt stand die Einführung von Tempo 30 auf der Schermbecker Straße in Erle (wir berichteten).

Konkret soll die Geschwindigkeitsbegrenzung nach dem Willen der Politik von der Ortsmitte Erles bis zur Einmündung der Marienthaler Straße gelten. Damit geht der Beschluss über den ursprünglichen Vorschlag der Verwaltung hinaus. Diese hatte vorgesehen, lediglich den unmittelbaren Bereich der Ortsmitte bis etwa Hausnummer 28 einzubeziehen.

Mehr Fußgängerschutz im Ortskern

Hintergrund der Entscheidung ist das erhöhte Fußgängeraufkommen im Ortskern. Einrichtungen wie das HUB Erle, die Kornbrennerei, der Dorfplatz oder das Pfarrheim St. Silvester sorgen dort regelmäßig für Publikumsverkehr. Besonders auf dem kurvigen Abschnitt der Straße sehen Politik und Verwaltung Handlungsbedarf.

Nach Angaben der Verwaltung könne sich auch die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Borken sowie der Baulastträger Straßen.NRW eine Tempo-30-Regelung in diesem Bereich grundsätzlich vorstellen. Für die Umsetzung ist jedoch die Zustimmung des Kreises erforderlich.

Unterschiedliche Meinungen zur Ausdehnung

Innerhalb des Ausschusses gab es unterschiedliche Auffassungen zur Länge der Tempo-30-Zone. Während einige Mitglieder die Ausweitung bis zur Marienthaler Straße unterstützten, äußerten andere Bedenken.

„Die Autofahrer auf Tempo 30 zu zwingen, halten wir als problematisch“, sagte Christoph Stephan (FDP). Auch Andre Olbing (CDU) sprach sich dafür aus, zunächst einen kleineren Abschnitt umzusetzen: „Im ersten Schritt 30 bis zur Pizzeria ist unstrittig.“

Zebrastreifen im Fokus der Politik

Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion lag auf der Sicherheit am Fußgängerüberweg. Mehrere Ausschussmitglieder bewerteten die Sichtbarkeit des Zebrastreifens als unzureichend.

Volker van Wasen (UWG) wollte wissen, ob die Halbinsel vor Haus 28 mit einbezogen sei. Auch der Zebrastreifen sei ein Problem. Ein Grund dafür sei, dass in diesem Bereich viele Fahrzeuge auf der Fahrbahn parken. Christoph Stephan ergänzte, die Situation sei „problematisch“. Van Wasen sagte zudem: „Wir würden unterstützen, den Zebrastreifen zu verbessern.“ Auch Andre Olbing betonte: „Wir müssen mehr in die Sichtbarkeit investieren.“

Die Politik sprach sich einstimmig dafür aus, alle Zebrastreifen im Gemeindegebiet zu überprüfen und gegebenenfalls aufzuwerten.

Ideen für bessere Sichtbarkeit

Als mögliche Maßnahme wurde das sogenannte Heidener Modell genannt. Dabei werden Zebrastreifen durch farbliche Markierungen oder Beleuchtung hervorgehoben. Henry Tünte (Grüne) schlug vor, den Überweg mit roten und blauen Streifen besser sichtbar zu machen.

Bauamtsleiter Bernd Roters verwies jedoch darauf, dass Straßen.NRW die Straße grundsätzlich als in Ordnung bewerte. Umbauten seien daher nicht ohne Weiteres vorgesehen. Auch Markus Büsken, Erster Beigeordneter, kündigte an, zunächst Gespräche mit Straßen.NRW zu führen. Dabei solle geklärt werden, welche Maßnahmen möglich sind, welche Kosten entstehen und wer diese trägt.

Zustimmung noch erforderlich

Ob die Tempo-30-Regelung auf der Schermbecker Straße tatsächlich umgesetzt wird, hängt nun von der Zustimmung des Kreises Borken als zuständige Straßenverkehrsbehörde ab. Parallel dazu will die Gemeinde die Situation an den Zebrastreifen im gesamten Ort prüfen.

Erle feiert neuen Dorfplatz und Dorfgemeinschaftshaus: Eröffnung am 17. Mai

Bald ist es soweit, es kann gefeiert werden. Der neue Dorfplatz wird pünktlich fertig und wird künftig ein neuer Mittel- und Treffpunkt in der Dorfmitte von Erle am Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle sein. Gefeiert wird dabei eine doppelte offizielle Eröffnung, sowohl des Dorfplatzes als auch des Dorfgemeinschaftshauses HUB Erle. Die Bürgergenossenschaft Erle eG lädt zu einem bunten Fest für die ganze Familie ein.

Feierliche Eröffnung und buntes Programm

Am Sonntag, 17. Mai 2026, steht Erle ganz im Zeichen der Gemeinschaft. Los geht es um 10:30 Uhr mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel.

Um 11:30 Uhr folgt die offizielle Eröffnung des neuen Dorfplatzes, begleitet von den Raesfelder Burgmusikanten. Im Anschluss präsentiert sich der Heimatverein Erle mit den „Brejpottspöllers“ und einer anschließenden Freigrafenschwur-Aufführung.

Um 13:00 Uhr sorgt die Erler Allgemeine Verunsicherung (EAV), für Unterhaltung. Ab 14:00 Uhr übernimmt DJ Christian Sanders und bringt Musik und Stimmung auf den Platz.

Aktionen und Angebote rund um den Dorfplatz

Rund um den neuen Dorfplatz erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Angebot. Frisch gezapftes Bier und Leckeres vom Grill gehören ebenso dazu.

Für Kinder steht ein Spielmobil bereit. Zudem ist die Kornbrennerei Böckenhoff an diesem Tag geöffnet.

Um 14:30 Uhr wird eine Führung an der Femeiche angeboten.

Neuer Treffpunkt für das Dorf

Mit dem neuen Dorfplatz und dem Dorfgemeinschaftshaus entsteht in Erle ein zentraler Ort für Begegnung und Gemeinschaft. Direkt am HUB Erle gelegen, soll er künftig das Dorfleben stärken und Raum für Veranstaltungen bieten.

Die Bürgergenossenschaft Erle eG und ihre Mitglieder laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, diesen besonderen Tag gemeinsam zu feiern.

Dorfplatz Erle-Offizielle Eröffnung mit Programm

UWG Mitgliederversammlung Raesfeld: Blick nach vorn

Bei der UWG Mitgliederversammlung Raesfeld standen Ehrungen und aktuelle Themen im Mittelpunkt. Bürgermeister Dirk Kuhmann berichtete über Projekte und Entwicklungen in der Gemeinde. Zudem würdigte die UWG langjähriges Engagement mehrerer Mitglieder.

Bürgermeister berichtet über aktuelle Projekte

Im Mittelpunkt der UWG Mitgliederversammlung Raesfeld standen neben vier Ehrungen aktuelle Entwicklungen in der Gemeinde. Vorsitzender Rupert Koller begrüßte zahlreiche Mitglieder sowie Bürgermeister Dirk Kuhmann.

Kuhmann informierte ausführlich über laufende und geplante Projekte der Verwaltung. Dazu zählten unter anderem der Ausbau der Kläranlage, weitere Schritte der Dorfentwicklung sowie personelle Veränderungen. So wurden eine Wirtschaftsförderin und eine Ehrenamtskoordinatorin eingestellt. Die UWG begrüßte diese Entscheidungen ausdrücklich, da damit zwei ihrer Anliegen umgesetzt worden seien.

Auch die geplante Organisation eines Bürgerbusses durch die neue Ehrenamtskoordinatorin stieß auf Zustimmung. Dieses Projekt sei ebenfalls ein Wunsch der UWG gewesen.

Rückblick auf die Ratsarbeit

Fraktionsvorsitzender Volker van Wasen blickte im Anschluss auf die Arbeit im Rat zurück. Gleichzeitig gab er einen Ausblick auf kommende politische Aufgaben.

Er hob besonders die engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb der Fraktion sowie in der gesamten UWG hervor und dankte den Mitgliedern ausdrücklich für ihren Einsatz.

Ehrungen für Droste und Temminghoff-UWG Raesfeld
Auf der Mitgliederversammlung der UWG wurden Franz Droste (l.) und Richard Temminghof (Mitte) vom Vorstandsvorsitzenden Rupert Koller für beeindruckende 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Foto UWG, Claudia Kolle

Ehrungen für langjähriges Engagement

Ein zentraler Teil der UWG Mitgliederversammlung Raesfeld waren die Ehrungen verdienter Mitglieder. Franz Droste und Richard Temminghoff wurden für ihre 40-jährige Mitgliedschaft sowie ihren langjährigen Einsatz ausgezeichnet.

Petra Nagel und Rupert Koller erhielten Anerkennung für ihre Tätigkeit als ehemalige Ratsmitglieder und ihr jahrzehntelanges Engagement in der Kommunalpolitik.

Auf der Mitgliederversammlung der UWG wurden Franz Droste (l.) und 
Richard Temminghof (Mitte) vom Vorstandsvorsitzenden Rupert Koller für 
beeindruckende 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt.
: Auf der Mitgliederversammlung der UWG wurden die ausgeschiedenen Ratsmitglieder Petra Nagel und Rupert Koller (r.) vom Fraktionsvorsitzenden Volker van Wasen für ihr politisches Engagement geehrt. Foto UWG, Claudia Koller

Persönliche Erinnerungen und Austausch

Im Anschluss erinnerten sich die Geehrten gemeinsam mit den Mitgliedern an die Anfänge ihres politischen Engagements. Daraus entwickelte sich ein lebendiger Austausch über prägende lokalpolitische Ereignisse und persönliche Erfahrungen.

Der Abend klang in geselliger Runde mit weiteren Gesprächen aus.

Maikranzaufhängen 2026 in Erle bringt Stimmung am Ständebaum

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Bei frühlingshaftem Wetter, das aktuell angesagt ist, dürfte das Maikranzaufhängen in Erle wieder viele Besucher an den Ständebaum locken. Das Traditionsfest verbindet Musik, Inthronisierung und geselliges Beisammensein. Auch in diesem Jahr wird am 30. April gemeinsam gefeiert und anschließend am HUB weitergemacht.

Das Maikranzaufhängen in Erle hat Tradition. Am Mittwoch, 30. April, wird der Maikranz wie gewohnt am Ständebaum an der Schermbecker Straße aufgestellt. Los geht es um 18 Uhr.

Maikranzaufhängen in Erle mit Musik und Dorfleben

Wenn der Maikranz in Erle hochgezogen wird, ist das mehr als ein fester Termin im Kalender. Die Landjugend Erle Rhade übernimmt das Hochziehen des Kranzes.

Begleitet wird das Maikranzaufhängen in Erle vom Blasorchester Erler Jäger und den Brejpottspöllers des Heimatvereins Erle. Die Musik sorgt für die typische Atmosphäre rund um den Ständebaum.

Maikranzaufhängen in Erle 2026
Foto: Petra Bosse/Archiv

Neue Kappesprinzessin wird bekannt gegeben

Ein Höhepunkt des Abends ist die Bekanntgabe der neuen Kappesprinzessin. Katharina Meyering vom Hof Meyering in Raesfeld, aktuell Kappesprinzessin, rückt zur Königin auf und tritt die Nachfolge von Birgitt Grotendorst an.

Die Inthronisierung findet in diesem Jahr zum zweiten Mal am Ständebaum statt. Damit bleibt der Abend fest mit der Erler Tradition verbunden.

Birgitt Grotendorst ist neue Kappeskönigin
Inthronisierung Kappeshoheiten 2025. Foto: Petra Bosse/Archiv

Feiern am HUB Erle

Nach dem offiziellen Teil geht es auf dem neuen Dorfplatz am HUB Erle weiter. Auch wenn die offizielle Eröffnung des Dorfplatzes erst für Sonntag, 17. Mai, terminiert ist, können sich die Besucher bereits jetzt auf dem neuen Dorfplatz am HUB Erle treffen und gemeinsam weiterfeiern.

Ein Bierstand und ein DJ sorgen für die passende Stimmung. Der Bierstand bleibe, so Christian Lipfert (Geschäftsführer) auch am Sonntag auf dem Dorfplatz geöffnet.

Das Maikranzaufhängen in Erle bleibt damit ein Treffpunkt für das Dorf, mit Tradition, Musik und einem stimmungsvollen Ausklang.

Anmeldung Schuki-Club 2026 in Raesfeld gestartet

Die Anmeldung Schuki-Club 2026 in Raesfeld ist freigeschaltet: Das Ferienangebot findet in den letzten drei Wochen der Sommerferien statt. Eltern können ihre Kinder jetzt anmelden. Wichtig sind Fristen, Teilnahmebedingungen und organisatorische Hinweise.

Die Anmeldung Schuki-Club 2026 läuft vom 27. April bis zum 10. Mai 2026. Das Ferienangebot findet vom 10. August bis zum 28. August 2026 im Jugendhaus Raesfeld statt, jeweils montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr.

Das Angebot richtet sich an Grundschulkinder aus der Gemeinde Raesfeld, die nicht die Offene Ganztagschule (OGS) besuchen. Kinder der OGS werden in den Ferien weiterhin dort betreut.

Voraussetzungen und wichtige Hinweise zum Schuki-Club

Der Schuki-Club ist ein freiwilliges Angebot, ein Anspruch auf Betreuung besteht nicht. Teilnehmen können ausschließlich Kinder, die im laufenden Schuljahr eine Grundschule besuchen und in Raesfeld wohnen. Kinder aus Entlassjahrgängen der Kindergärten sind ausgeschlossen.

Die Durchführung hängt von der Verfügbarkeit des Personals ab. Sollte es während des Angebots zu personellen Ausfällen kommen, kann der Schuki-Club vorzeitig beendet werden. Eine Ersatzbetreuung wird nicht angeboten.

Die Vergabe der Plätze erfolgt im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten. Buchungen über mehrere Wochen werden bevorzugt berücksichtigt.

Kosten, Ablauf und Organisation

Der Elternbeitrag beträgt 50 Euro pro Woche und Kind. Für Geschwisterkinder, die gleichzeitig angemeldet sind, werden 25 Euro pro Woche berechnet. Eine tageweise Buchung ist nicht möglich.

Nach Ende des Anmeldezeitraums erhalten Eltern eine Zu- oder Absage. Voraussetzung für die Teilnahme ist die vollständige Zahlung des Elternbeitrags im Voraus. Eine Erstattung erfolgt nur in besonderen Ausnahmefällen, wenn gebuchte Wochen nicht genutzt werden.

Sonderwünsche, etwa gemeinsame Betreuung mit bestimmten Kindern oder spätere Bringzeiten, können nicht berücksichtigt werden.

Der Schuki-Club ist ausdrücklich ein Freizeitangebot und kein pädagogisches Betreuungsformat. Die Veranstalter behalten sich vor, Kinder auszuschließen, wenn eine Betreuung im Sinne der Gruppe nicht möglich ist.

Technischer Hinweis zur Anmeldung Schuki-Club 2026

Nach Eingabe der Daten im Online-Formular müssen Eltern auf „Absenden“ klicken, damit die Anmeldung übermittelt wird. Optional kann eine Bestätigungsmail ausgewählt werden. Der Empfang dieser Mail hängt von den individuellen Spam-Einstellungen ab.

Hier geht es zur Anmeldung:  ➡️Schuki-Club Raesfeld 2026

Kfd Generalversammlung 2026: Ehrungen, Debatte und Team bestätigt

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Die Kfd Raesfeld traf sich erstmals im Martinus Haus zur Generalversammlung am 25. April 2026. Neben Jubilarehrungen stand die Wiederwahl des Teams im Mittelpunkt. Auch aktuelle Themen aus Verband und Gesellschaft wurden angesprochen.

Auftakt im Martinus Haus

Zum ersten Mal fand die Generalversammlung im Martinus Haus statt. Viele Frauen kannten die Räumlichkeiten bereits von früheren Veranstaltungen. Seit Januar sind zudem 20 Frauen aus der aufgelösten Kfd Erle in Raesfeld aktiv. Martha Eming, Vorsitzende der Kfd Raesfeld, sagte, man fühle sich im Martinus Haus „schon ein wenig heimisch, da wir hier inzwischen häufiger zusammenkommen“.

Verein zwischen Engagement und Wandel

Das Team berichtete, dass die Vereinsarbeit anspruchsvoller werde. Unterstützung komme inzwischen von einem erweiterten Kreis bei der Organisation. Eming sagte, es sei „nicht selbstverständlich, dass ein Verein heute einfach weiterläuft“. Zugleich wünsche man sich mehr Beteiligung. Ideen für Referenten oder Ausflüge seien willkommen, so Eming.

Viele Mitglieder der kfd-Raesfeld kamen zur Generlversammlung
Foto: kfd-Raesfeld

Das Team berichtete, dass die Vereinsarbeit anspruchsvoller werde. Unterstützung komme inzwischen von einem erweiterten Kreis bei der Organisation. Martha Eming sagte, es sei „nicht selbstverständlich, dass ein Verein heute einfach weiterläuft“.

Zugleich wünsche man sich mehr Beteiligung. Ideen für Referenten oder Ausflüge seien willkommen, so Eming.

Der Rücktritt der Bundesvorsitzenden Anne König wurde ebenfalls thematisiert. Dieser sei bedauernswert, aber konsequent, hieß es. König habe deutlich gemacht, dass die Zusammenarbeit zwischen Verbandsleitung und Basis auseinanderdrifte. Wörtlich habe sie erklärt, die Ortsgruppen „treiben das Geld ein“, wenn die Verbindung nach oben jedoch beginne zu „bröckeln“, müsse dort nachgebessert werden.

Martha Eming-Vorsitzende Kfd-Raesfeld
Martha Eming. Foto: Kfd-Raesfeld

Gesellschaftliche Themen im Blick

Die Rolle der Frau in Kirche und Gesellschaft bleibe zentral. Eming sagte, Ziel sei es, „aufmerksam zu machen und Missstände klar zu benennen“.

Zugleich verwies sie auf veränderte Lebensrealitäten. Viele Frauen würden gern mehr arbeiten, „wenn die Familienlage und eine verlässliche Kinderbetreuung es zulassen“, sagte sie. Gerade in Bereichen wie Pflege oder Gastronomie gebe es viele Minijobs, die kaum Rentenansprüche bringen.

Gemeinschaft und Vereinsleben

Auch die Bedeutung von Gemeinschaft wurde betont. Eming sagte, viele Menschen hätten „eine Sehnsucht nach Zusammenhalt und danach, sich getragen zu fühlen“.

Neben der Mitgliederzeitschrift „Junia“, die sechsmal im Jahr erscheint, gebe es auch digitale Angebote. Dennoch bleibe der persönliche Austausch vor Ort wichtig.

Kassenbericht von Mechthild Pass, Kfd-Raesfeld
Foto: Kfd-Raesfeld

Zahlen, Ehrungen und Bestätigung

Die Kfd-Raesfeld zählt aktuell 237 Mitglieder, zwölf Frauen verstarben im vergangenen Jahr. Die Kasse wurde von Mechtild Pass und Irmgard Hinzelmann geprüft.

Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurden Irmgard Holdschlag, Gertrud Marpert, Maria Nagel, Josefine Nießing und Thekla Rottbeck geehrt.

Seit 50 Jahren gehören Marlies Cluse-Nießing, Hedwig Gesing, Maria Höing, Elsbeth Löchteken, Anita Nießing und Maria Potthoff der Kfd an.

Pastor Fabian Tilling Raesfeld
Foto: Kfd-Raesfeld

Der Präses Dr. Fabian Tilling leitete die Abstimmung. Das Team wurde im Amt bestätigt. Weiterhin gehören Claudia Buskamp, Hanni Brings, Marietheres Brömmel, Martha Eming, Lydia Limberg, Irmgard Rickert und Gerlinde Wenzelmann zum Leitungsteam.

Rückblick und Termine

Ein Jahresrückblick per Präsentation sowie Berichte zur Theaterveranstaltung rundeten das Programm ab. Ein Teil des Erlöses wird zu gleichen Teilen an das Westfeldlager, die Jugendgruppe des DRK und die Jugendfeuerwehr gespendet.

Geplant sind unter anderem eine Maiandacht am 5. Mai in der Schlosskapelle, eine Fahrradtour am 9. Juni zum Stadtarchiv Borken mit anschließenden Führungen sowie die Friedenssternwallfahrt am 14. Juli in Heiden.

Am 27. August ist eine Veranstaltung bei „Lieb und Wert“ vorgesehen. Dort wird der Zauberer Dieter Hoffmann auftreten. Finanziert wird dies aus Mitteln des Heimatpreises, den die Kfd Raesfeld im Februar erhalten hat.

Generalversammlung der Kfd-Raesfeld im Martinus Haus Raesfeld 2026
Foto: Kfd-Raesfeld

Weitere Nachrichten der Kfd finden Sie hier. ➡️ Katholische Frauengemeinschaft

PoliTour 2026 im Kreis Borken startet im Münsterland

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Motorradfahren begeistert viele Menschen im Kreis Borken. Genau diese Begeisterung greift die PoliTour 2026 auf. Am Sonntag, 31. Mai 2026, laden die Polizeibehörden gemeinsam mit Partnern zu einer geführten Ausfahrt durch das Münsterland ein. Ziel ist es, Fahrspaß und Verkehrssicherheit miteinander zu verbinden.

Geführte Touren starten an mehreren Orten

Die PoliTour 2026 beginnt ab 8.45 Uhr in mehreren Gruppen. Startpunkte sind Recklinghausen, Marl, Haltern am See, Nottuln und Borken. Erfahrene Motorradpolizistinnen und Motorradpolizisten begleiten die Teilnehmenden.

Alle Gruppen fahren zum Verkehrsübungsplatz des ADAC in Haltern am See. Dort endet die Veranstaltung mit einer gemeinsamen Abschlussaktion.

Praxisnahe Trainings unterwegs

Auf den Strecken sind mehrere Stationen eingeplant. Dort erhalten die Teilnehmenden praktische Einblicke in sicheres Motorradfahren. Themen sind unter anderem Gefahrenwahrnehmung, Fahrtechnik und Erste Hilfe. Die Inhalte werden anschaulich vermittelt und können direkt erlebt werden.

Austausch auf Augenhöhe

„Die PoliTour ist für uns eine ideale Gelegenheit, direkt mit Motorradfahrenden ins Gespräch zu kommen, und das nicht im Kontrollkontext, sondern auf Augenhöhe“, sagt die Recklinghäuser Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen. „Unser Ziel ist, für typische Risiken zu sensibilisieren und konkrete Tipps zu geben, die sofort im Fahralltag umgesetzt werden können.“

Sicherheit im Kreis Borken im Fokus

Auch im Kreis Borken hat das Thema eine besondere Bedeutung. „Motorradfahren gehört fest zu unserer Region, umso wichtiger ist es, das Bewusstsein für sicheres Verhalten zu stärken“, betont Landrat Dr. Kai Zwicker. „Die PoliTour schafft genau diesen Zugang: praxisnah, direkt und ohne erhobenen Zeigefinger.“

Für den Kreis Coesfeld hebt Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr den Mitmach-Charakter hervor. „Wir setzen bewusst darauf, die Teilnehmenden aktiv einzubinden. Wer selbst übt und Situationen durchspielt, nimmt deutlich mehr mit als aus reiner Theorie. Das macht die PoliTour so wertvoll für die Verkehrssicherheitsarbeit.“

Breite Unterstützung durch Partner

Die PoliTour 2026 wird von zahlreichen Partnern unterstützt. Dazu gehören die Verkehrswacht Recklinghausen-Land, das ADAC Fahrsicherheitszentrum, das DRK, der Motorradclub BlueNights sowie der Verein VMS Vereinigte Motorradstaffel und weitere Organisationen.

Anmeldung ab sofort möglich

Für die Teilnahme stehen insgesamt 120 Plätze zur Verfügung. Die Anmeldung ist ab sofort per E-Mail möglich. Die Plätze werden auf die verschiedenen Startorte verteilt. Ein Wunschstartort kann bei der Anmeldung angegeben werden.

Anmeldung per E-Mail an: [email protected] [email protected] [email protected]

Raesfeld: Die Bullemänner – zu wahr, um schön zu sein

Lassen Sie sich in die unglaubliche Welt des westfälischen Kontinents entführen und erleben Sie höchste Fabulierkunst, überwältigende Schaubilder und gefühlvolle Musik – eingebettet in ein fantastisches Kuddelmuddel.

Wie immer stehen die zweibeinigen Stars im Mittelpunkt der großartigen Show und verzaubern die Zuschauer:innen. Und: Die haben gut lachen!

Jede Regung der begnadeten Körper erzählt eine westfälische Heldensage, transportiert Schönheit und Natürlichkeit und macht „Murks“ zu einem unvergesslichen und einmaligen Erlebnis.

Auch wenn sich die Menschen im und auf dem Lande fragen: „Klimawandel, gespaltene Gesellschaft, Demokratie in Gefahr: Haben wir es vermurkst?“ Die Bullemänner haben dazu eine klare Haltung – ganz nach Karl Valentin: „Jedes Ding hat drei Seiten – eine positive, eine negative und eine komische.“ Die Bullemänner – zu wahr, um schön zu sein.

Das Bildungswerk Raesfeld bietet diese Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Nießing Gastronomie GmbH am Sonntag, den 26.04.2026 von 18:00 Uhr bis 20:30 Uhr im Hecheltjen`s Hof, Isseltalweg 9 in 46499 Hamminkeln-Brünen an. Einlass ist um 17:00 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 25 €.

Karten für diese Veranstaltung erhalten Sie im Sekretariat des Bildungswerkes unter der Tel.-Nr. 02865 10073. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.bw-raesfeld.de.

Frischer Rückenwind im Vorstand der Kolpingsfamilie Erle

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Die Kolpingsfamilie Erle hat am 19. April ihre Generalversammlung im HUB Erle abgehalten. Neben einem Rückblick auf das vergangene Jahr standen Ehrungen, Berichte und Wahlen auf dem Programm. Am Ende blieb noch Zeit für Gespräche in geselliger Runde.

Am Sonntag, den 19. April, kamen die Mitglieder der Kolpingsfamilie Erle im HUB Erle zusammen. Vorsitzender Ludger Askamp begrüßte die Anwesenden. Zu Beginn wurde der Mitglieder gedacht, die im vergangenen Jahr verstorben sind.

Ehrungen für langjährige Treue

Ein besonderer Moment war die Ehrung langjähriger Mitglieder. Für 25 Jahre Zugehörigkeit wurden Martina Schlüter, Wolfgang Schlüter, Heike Tempelmann und Ewald Tempelmann ausgezeichnet.

Jahresrückblick mit Bildern

Schriftführerin Martina Schlüter blickte auf ein abwechslungsreiches Jahr zurück. Fotos von Klaus Grömping ergänzten den Bericht und erinnerten an viele gemeinsame Veranstaltungen.

Den Kassenbericht stellte Rita Gülker vor. Die Kassenprüfer Heinz-Peter Hard und Alois Kerkhoff bestätigten eine einwandfreie Führung der Kasse. Die Mitglieder entlasteten daraufhin den gesamten Vorstand.

Frischer Rückenwind im Vorstand der Kolpingsfamilie Erle

Auch personell gab es Veränderungen. Martina Schlüter wurde als Schriftführerin bestätigt, Thomas Rössmann übernimmt weiterhin die Aufgabe als Beisitzer. Neu als Kassenprüferinnen gewählt wurden Annegret Gülker und Christa Dutz.

Gemeinsamer Abschluss

Um 12.00 Uhr endete die Versammlung mit dem Lied „Wir sind Kolping“. Danach kamen die Mitglieder noch bei einer Suppe zusammen und nutzten die Gelegenheit zum Austausch.

Neues MTF für Jugendfeuerwehr Raesfeld

Die Jugendfeuerwehr Raesfeld wächst und übernimmt viele Aufgaben im Ort. Der Hauptausschuss berät am 27. April 2026 über ein zusätzliches Mannschaftstransportfahrzeug. Es geht um Entlastung im Alltag und mehr Einsatzbereitschaft.

Hauptausschuss entscheidet

Der Hauptausschuss befasst sich mit dem Kauf eines gebrauchten Mannschaftstransportfahrzeuges für die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Raesfeld. Der Rat soll dem erstmaligen Kauf zustimmen. Die Verwaltung möchte ein gebrauchtes Fahrzeug für bis zu 42.000 Euro beschaffen.

Fahrzeuge stoßen an Grenzen

„Bei größeren Aktionen reicht die Fahrzeuganzahl nicht mehr aus“, sagte Norbert Altrogge. Derzeit stehen drei Mannschaftstransportfahrzeuge zur Verfügung. Deshalb würden regelmäßig Einsatzfahrzeuge genutzt. „Das bedeutet, dass sie im Alarmfall fehlen können“, so Altrogge.

Jugendfeuerwehr wächst

Die Jugendfeuerwehr zählt zum Stichtag 31. Dezember 2025 insgesamt 34 Mitglieder im Alter zwischen 12 und 18 Jahren, davon 7 weiblich und 27 männlich.

Im Jahr 2025 wurden 12 Jungen und ein Mädchen neu aufgenommen. Für dieses Jahr wird erwartet, dass 2 Jungen und 5 Mädchen in die aktive Wehr übergehen. Die Jugendfeuerwehr stelle damit einen wichtigen Nachwuchsfaktor für die Feuerwehr dar, heißt es in der Vorlage.

Neben 38 Übungsabenden im Jahr 2025 mit einer Teilnahmequote von 80 Prozent engagieren sich die Jugendlichen regelmäßig im örtlichen Gemeinschaftsleben. Dazu gehören unter anderem Martins- und Nikolausumzüge sowie das Osterfeuer. Auch Zeltlager und Ausflüge sind fester Bestandteil der Arbeit.

Kosten und Nutzung

Die Kosten liegen bei rund 42.000 Euro. 40.000 Euro sind im Haushalt eingeplant. Das Fahrzeug soll nicht nur für die Jugendfeuerwehr, sondern auch im Einsatz flexibel genutzt werden.

Jahreshauptversammlung 2026: Heimatverein Erle zieht starke Bilanz

Die Jahreshauptversammlung 2026 des Heimatvereins Erle zeigt: Das Engagement vor Ort ist ungebrochen. Mitglieder, Projekte und die wachsende Bedeutung der Femeiche prägen die Arbeit des Vereins. Auch personelle Veränderungen standen im Mittelpunkt des Abends.

Rückblick auf ein aktives Vereinsjahr

Erstmals fand die Jahreshauptversammlung im HUB Erle statt. Der Vorsitzende Carlo Behler zog dabei eine positive Bilanz. Besonders hob er die Arbeit der „Brejpottspöllers“ hervor. In zwei Plattdeutsch-AGs engagieren sich rund 40 Kinder aus Grundschule und Sekundarstufe.

Neben festen Terminen wie dem Maikranzaufhängen, dem Sommerfest und einem plattdeutschen Nachmittag treten die Gruppen auch regelmäßig in Altenheimen und bei Seniorennachmittagen auf. Dort präsentieren sie Sketche und Märchen auf Plattdeutsch.

Preisverleihung im Kult Borken
Siegerehrung: plattdeutschen Kreativwettbewerb des Kreises Borken im Kult. Foto: Heimatverein Dorsten

Kinder erfreuen ihr Publikum mit plattdeutschen Sketchen und Märchen. Beim plattdeutschen Kreativwettbewerb des Kreises Borken erreichten sie im Jahr 2025 den zweiten Platz mit dem Bewegungsrhythmus „Wenn ick äs ut de Schoole komm, wat könn ick dann wall wärn.“

Zudem betreut die Leiterin der AGs, Ingrid Horstmann, die Grundschüler in Erle beim Schreibwettbewerb des Heimatbundes der Herrlichkeit Lembeck zum Thema „Was bedeutet mir Heimat?“

Investitionen und Projekte für die Zukunft

Auch bei der Pflege der historischen Stationen gibt es Fortschritte. Dank der Förderung durch die Kleiderbörse „Froschkönig“ in Raesfeld in Höhe von 2.000 Euro kann der Austausch der verwitterten Holzrahmen von sieben älteren Geschichtsstationen des Heimatvereins durch wetterbeständige Metallrahmen umgesetzt werden.

Auch die Babywiese hinter der Erler Mühle wächst weiter. Inzwischen wurden 128 Obstbäume für Kinder gepflanzt. Wege, Blühstreifen sowie Blumen- und Kräuterbeete machen das Gelände zu einem Aufenthaltsort für Familien. Geplant ist eine überdachte Sitzbank für bis zu zwölf Personen. Eine Förderung über die Leader-Region Hohe Mark ist beantragt.

Überdachte Sitzbank auf der Erler Babywiese
Der Verein plant die Aufstellung einer überdachten Sitzbank für 12 Personen, die durch die beantragte Förderung von Seiten der Leader-Region Hohe Mark verwirklicht werden kann. Foto: Heimatverein Erle

Femeiche gewinnt weiter an Bedeutung

Seit der Neugestaltung des Geländes vor einem Jahr ist die Zahl der Besucher an der Femeiche deutlich gestiegen. Das zeigt sich an mehr Einträgen in den Gästebüchern und einer höheren Nachfrage nach Flyern. Insgesamt fanden 18 Führungen mit 252 Teilnehmenden statt.

Autobahnschild A31 mit der Erler Femeiche
Foto: Heimatverein Erle

Ein weiterer Erfolg ist die Aufstellung eines touristischen Hinweisschildes auf die Femeiche an der A 31. Dank der Unterstützung des Landes NRW, das 70 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 24.700 Euro übernahm, sowie der Gemeinde Raesfeld, der Volksbank Raesfeld und Erle, der Sparkasse Westmünsterland und der Bürgerstiftung Raesfeld Erle Homer konnte das Schild am 23. Oktober 2025 nördlich der Abfahrt Schermbeck errichtet werden.

Präsenz in Medien und Literatur

Die Femeiche wird zudem überregional wahrgenommen. Sie ist Teil des Reiseführers „(R)echt sehenswert“ von Professor André Niedostadek. Das Buch stellt 77 Orte der Rechtsgeschichte in Deutschland vor. Auch in sozialen Netzwerken ist die Femeiche präsent. Ein Reporter der Lokalzeit Essen produzierte kurze Videos vor Ort. Darin tritt Carlo Behler in seiner Rolle als Freigraf auf.

Austausch auf Kreisebene

Vier Tage vor der Versammlung fand die Frühjahrstagung der Heimatvereine des Südkreises Borken in Erle statt. Nach einer Führung an der Femeiche trafen sich die Vertreter im Silvesterhaus. Geleitet wurde die Tagung vom stellvertretenden Kreisheimatpfleger Paul Korte. Im Mittelpunkt stand der Austausch über die Arbeit der Vereine.

Abschied nach mehr als zwei Jahrzehnten

Ein besonderer Moment war die Verabschiedung von Hildegard Gülker. Sie verlässt nach 21 Jahren auf eigenen Wunsch den Vorstand. Gülker prägte die Arbeit des Vereins maßgeblich, vor allem durch ihr Engagement bei den „Koffieköppkes“. Dort wird sie weiterhin aktiv bleiben.

Hildegard Gülker wird vom Vorsitzenden Carlo Behler mit Blumenstrauß und Dankestafel beim Heimatverein Erle verabschiedet
Hildegard Gülker wird vom Vorsitzenden Carlo Behler mit Blumenstrauß und Dankestafel beim Heimatverein Erle verabschiedet. Foto: Heimatverein Erle

Zum Abschluss der Versammlung blickten die Mitglieder noch einmal in Bildern und Berichten auf das vergangene Jahr zurück. Traditionell endete der Abend mit dem gemeinsamen Singen des Erler Liedes.

Weitere Nachrichten aus der Vereinswelt finden Sie hier. ➡️ Heimatverein

Tempo 30 Schermbecker Straße: Vorschlag für den Ortskern Erle

Tempo 30 Schermbecker Straße steht im Fokus des Hauptausschusses am 27. April. Die Verwaltung möchte eine Geschwindigkeitsreduzierung im Ortskern von Erle anregen. Ziel sei es, mehr Sicherheit für Fußgänger zwischen zentralen Einrichtungen.

Beim Thema Tempo 30 Schermbecker Straße geht es um die Balance zwischen Verkehr und Aufenthaltsqualität im Dorfkern.

Verwaltung schlägt Tempo 30 auf Teilstück vor

Nach dem Beschlussvorschlag soll die Verwaltung beim Kreis Borken anregen, das Tempo auf der Schermbecker Straße zu senken. Statt 50 km/h könnten im ersten Schritt zwischen den Hausnummern 16 und 28 künftig 30 km/h gelten.

Schermbecker Straße, Ortseinfahrt. Tempo 30-Zone geplant
Ortseinfahrt Erle, ab Haus Nr. 28 ist eine Tempo 30-Zone geplant. Foto: Petra Bosse/Montage

Ein Alternativvorschlag sieht vor, die Strecke bis zur Einmündung Marienthaler Straße auszuweiten. Dann würde Tempo 30 zwischen den Hausnummern 16 und 42 gelten. Grundlage sind bereits geführte Gespräche zwischen Verwaltung, Straßenverkehrsbehörde und Straßen.NRW. Dabei wurde deutlich, dass eine Reduzierung im engeren Abschnitt grundsätzlich vorstellbar ist.

Viele Einrichtungen auf engem Raum

Die Schermbecker Straße (L607) teilt den Ortskern von Erle in zwei Bereiche mit zahlreichen öffentlichen, sozialen und kulturellen Einrichtungen.

Auf der einen Seite liegen unter anderem Kirche, Pfarrheim, Bücherei, betreutes Wohnen sowie die Kornbrennerei Böckenhoff. Gegenüber befinden sich Bäckerei, Volksbank, Grundschule, Feuerwehr, Jugendhaus und das neu errichtete Dorfgemeinschaftshaus HUB.

Zwischen diesen Einrichtungen herrscht ganzjährig reger Fußgängerverkehr. Mit der Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses dürfte dieser weiter zunehmen.

Raesfeld-Erle-Dorfmitte
Foto: Petra Bosse/Montage

„Tempo 30 würde bestehendes Fahrverhalten absichern“

Norbert Altrogge von der Ordnungs- und Sozialverwaltung erklärte, man empfehle für diesen Bereich eine entsprechende Anregung beim Kreis Borken. Eine Reduzierung auf 30 km/h sei zwischen den Hausnummern 16 und 28 grundsätzlich vorstellbar.

Das rund 200 Meter lange Teilstück ist kurvig und werde bereits heute von vielen Verkehrsteilnehmern langsamer als mit 50 km/h befahren. Eine offizielle Begrenzung würde dieses Verhalten rechtlich absichern und für mehr Klarheit sorgen.

Erweiterung rechtlich möglich, aber umstritten

Im weiteren Verlauf befindet sich auf Höhe der Häuser 33 und 36 ein Fußgängerüberweg. Nach Angaben des Kreises Borken können Tempo-30-Abschnitte in solchen Bereichen auf bis zu 300 Meter ausgeweitet werden. Damit wäre eine Verlängerung bis zur Marienthaler Straße grundsätzlich möglich.

Gleichzeitig mache der Straßenbaulastträger deutlich, dass keine baulichen Veränderungen vorgesehen seien. Die Straße sei in diesem Abschnitt gerade, gut einsehbar und mit rund 7,50 Metern vergleichsweise breit.

Die Verwaltung geht deshalb davon aus, dass eine reine Beschilderung ohne zusätzliche Maßnahmen wie Verengungen oder Aufpflasterungen nur begrenzt wirken würde. Zudem könnte eine längere Tempo-30-Strecke von Verkehrsteilnehmern als überzogen wahrgenommen werden.

Aus diesen Gründen empfiehlt die Verwaltung, auf die erweiterte Variante zu verzichten und sich auf den kürzeren Abschnitt zu konzentrieren.

Rückblick

Im Dezember 2018 hat der Rat der Gemeinde Raesfeld das Dorfentwicklungskonzept „Gemeinde Raesfeld Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept“ beschlossen.

Plan-Skizze-Stand Mai 2020: Gemeinde Raesfeld

Darin war vorgesehen, die Femeiche stärker in den Fokus zu rücken. Unter anderem war angedacht, ergänzende Infrastruktur für Einheimische und Gäste aller Generationen in räumlicher Nähe zu schaffen (Stand Juni 2020).

Verbindung zwischen Femeiche und Dorfmitte

In diesem Zusammenhang sollte auch die Verbindung zwischen Femeiche und Dorfmitte gestärkt und attraktiver gestaltet werden. Der Verlauf der Schermbecker Straße zwischen der Kornbrennerei und der ehemaligen Hofstelle Böckenhoff führte bislang zu einer deutlichen Barrierewirkung im Ortskern von Erle.

Diese sollte nach den damaligen Überlegungen in enger Abstimmung mit dem Straßenbaulastträger Straßen.NRW durch eine Reduzierung der Geschwindigkeit sowie durch unterstützende bauliche Maßnahmen verringert werden.

Geheimnisvolle Zitterpappel: Baum des Jahres 2026

Geheimnisvolle Zitterpappel im Fokus: Die oft übersehene Baumart ist „Baum des Jahres 2026“. In Nordrhein-Westfalen zeigt sie, wie wichtig sie für den Waldumbau und die Artenvielfalt ist. Gerade zum Tag des Baumes am 25. April lohnt sich ein genauer Blick.

Warum die Zitterpappel ihren Namen trägt

Die Zitterpappel, auch Espe genannt, fällt durch ihre rundlichen, fein gezähnten Blätter auf. Diese sind selbst bei leichtem Wind ständig in Bewegung. Ursache sind flach gedrückte Blattstiele, die das typische „Zittern“ auslösen.

Früher rankten sich Mythen um den Baum. Heute ist bekannt: Die Bewegung schützt die Blätter vor Überhitzung und verbessert die Lichtaufnahme.

Zitterpappel in Nordrhein-Westfalen weit verbreitet

In Nordrhein-Westfalen wächst die Zitterpappel vor allem auf offenen oder gestörten Flächen. Dazu zählen Waldränder, Brachflächen oder Bereiche nach Stürmen und Dürreperioden.

Gerade nach Schäden in Fichtenbeständen zeigt die Espe ihre Stärke. Sie wächst schnell, ist anspruchslos und gehört zu den ersten Baumarten, die solche Flächen besiedeln. Häufig entsteht gemeinsam mit Birken oder Weiden ein sogenannter Pionierwald. Dieser bereitet den Boden für spätere Mischwälder mit Buche, Eiche oder Tanne vor.

Wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen

Ökologisch ist die Zitterpappel von großer Bedeutung. Mehr als 100 Insekten- und Flechtenarten nutzen sie als Lebensraum. Besonders Schmetterlinge sind auf ihre Blätter angewiesen. Auch Vögel profitieren davon, da sie in den Bäumen Nahrung finden. So entsteht ein enges Zusammenspiel verschiedener Arten.

Vielseitige Nutzung des Holzes

Das Holz der Zitterpappel ist leicht, weich und zugleich stabil. Es wird unter anderem für Verpackungen, Sperrholz und im Innenausbau genutzt. Aufgrund seiner splitterarmen Eigenschaften eignet es sich auch für Saunabänke oder Spielgeräte.

Robuste Baumart mit Zukunft

Laut Wald und Holz NRW spielt die Baumart eine wichtige Rolle für den Wald der Zukunft. Sie hilft bei der Wiederbewaldung und schafft Lebensräume für zahlreiche Arten.

Wer genau hinschaut, erkennt sie leicht: Die leise flimmernden Blätter sind ein typisches Merkmal. Im Herbst fällt die Espe zudem durch ihre leuchtend gelbe Färbung auf.

Wer genau hinschaut, erkennt sie leicht: Die leise flimmernden Blätter sind ein typisches Merkmal. Im Herbst fällt die Espe zudem durch ihre leuchtend gelbe Färbung auf.

Raesfelder Grundschüler sorgen für Trommelzauber und Afrika-Feeling

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Musikalische Klangreise durch Afrika in Raesfeld: Rund 400 Grundschüler der St.-Sebastian-Schule begeisterten bei der Abschlussaufführung des Projekttages „Trommelzauber“. Eltern und Gäste erlebten Trommeln, Tanz und Gesang hautnah.

Abschlussaufführung begeistert Publikum

„Komm, wir gehen nach Tamborena, alle Kinder dieser Welt!“, schallte es aus etwa 400 Kehlen durch die Zweifachsporthalle in Raesfeld. Die Grundschüler der St.-Sebastian-Schule präsentierten ihre musikalischen und tänzerischen Darbietungen zum Abschluss des Projekttages „Trommelzauber“ und begeisterten mehrere hundert Zuschauer.

„DJ Dr. Fofo“ vom Trommelzauber-Team führte Kinder und Eltern dabei auf eine musikalische Klangreise durch Afrika. Den ganzen Tag über standen Trommeln, Singen und Tanzen auf dem Programm. Gleichzeitig lernten die Kinder den Kontinent Afrika sowie das Leben der Menschen und Tiere näher kennen.

Tänze und Rhythmen aus Afrika

Am Vormittag hatte jeder Jahrgang einen eigenen Tiertanz eingeübt. Gruppen wie Gazellen, Giraffen, Elefanten und Affen präsentierten ihre Choreografien am Nachmittag vor Familien und Freunden. Begleitet von Trommelrhythmen und afrikanischen Gesängen wurden auch die Zuschauer aktiv eingebunden.

Dank an Förderverein

Schulleiter Thomas Schlüter dankte allen Mitwirkenden. Besonders hob er den Förderverein hervor, der das Trommelprojekt finanziell ermöglicht habe. Alle vier Jahre findet das Trommelzauberprojekt an der Raesfelder Grundschule zur Förderung der Gemeinschaft und zur Stärkung des Selbstwertgefühls statt.

Unfallflucht Raesfeld Brinkstraße: Geparktes Fahrzeug beschädigt

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Unfallflucht in Raesfeld auf der Brinkstraße: Ein geparktes Fahrzeug wurde am Mittwoch beschädigt. Der Verursacher entfernte sich vom Unfallort. Die Polizei bittet um Hinweise.

Geparktes Auto in Raesfeld beschädigt

Raesfeld. Ein bislang unbekannter Autofahrer hat am Mittwoch, 22. April 2026, ein geparktes Fahrzeug auf der Brinkstraße in Raesfeld beschädigt. Bei dem Wagen handelt es sich um einen silbernen Audi, der in der Zeit von 09.30 Uhr bis 15.50 Uhr am Fahrbahnrand abgestellt war.

Nach Angaben der Polizei touchierte der Verursacher das Auto hinten rechts. Anschließend entfernte er sich von der Unfallstelle, ohne seinen Pflichten nachzukommen.

Polizei sucht Zeugen nach Unfallflucht in Raesfeld

Die Polizei bittet um Hinweise zum Unfallgeschehen. Wer Beobachtungen gemacht hat oder Angaben zum Verursacher machen kann, wird gebeten, sich beim Verkehrskommissariat in Borken unter Tel. (02861) 9000 zu melden.

Wunschkennzeichen Kreis Borken online reservieren ab 1. Mai 2026

Wunschkennzeichen im Kreis Borken online reservieren: Ab dem 1. Mai 2026 startet ein neuer Service der Kfz-Zulassungsstelle. Bürgerinnen und Bürger können Kennzeichen bequem von zuhause aus sichern und verlängern. Auch die Bezahlung erfolgt künftig direkt online.

Neuer Online-Service für Wunschkennzeichen im Kreis Borken

Die Kfz-Zulassungsstelle des Kreises Borken erweitert ihr digitales Angebot. Ab dem 1. Mai 2026 können Bürgerinnen und Bürger ihr Wunschkennzeichen eigenständig online reservieren oder verlängern. Der Service ist unter www.kreis-borken.de/wunschkennzeichen erreichbar.

Mit der Einführung entfällt die bisherige Zahlung der Reservierungsgebühr am Schalter. Die Gebühren können direkt online beglichen werden. Auf der Internetseite stehen zudem weiterführende Informationen rund um das Thema Wunschkennzeichen bereit.

Telefonische Reservierung entfällt künftig

Mit dem neuen Angebot stellt der Kreis Borken die telefonische Reservierung ein. Auch bestehende Wunschkennzeichen können künftig nicht mehr telefonisch verlängert werden.

Für Personen ohne Zugang zum Online-Service bleibt jedoch eine Alternative bestehen. Sie können im Rahmen eines Zulassungsvorgangs vor Ort in der Kfz-Zulassungsstelle weiterhin ein Wunschkennzeichen auswählen.

Hinweis zum i-Kfz-Verfahren

Im Zusammenhang mit dem internetbasierten Zulassungsverfahren i-Kfz weist der Kreis Borken auf eine wichtige Unterscheidung hin. Die Auswahl eines sogenannten Verbleibskennzeichens ist nicht gleichbedeutend mit einer Wunschkennzeichenreservierung.

Ein Verbleibskennzeichen bleibt beim bisherigen Fahrzeug und kann nicht auf ein neues Fahrzeug übertragen werden. Wird ein Fahrzeug über das i-Kfz-Portal abgemeldet, bleibt das Kennzeichen in der Regel etwa einen Monat für die bisherige Halterin oder den bisherigen Halter reserviert.

Dirigent Simon Meads bringt neuen Schwung zu den Erler Jägern

Simon Meads bringt frischen Schwung zu den Erler Jägern. Mit neuem Dirigenten und neu aufgestelltem Vorstand startet das Blasorchester in die Zukunft. Die Tradition bleibt dabei fest verankert.

Beim Blasorchester Erler Jäger hat es in den vergangenen Monaten personelle Veränderungen gegeben. Mit Simon Meads als neuem Dirigenten und einem neu besetzten Vorstand richtet sich der Verein neu aus.

Simon Meads übernimmt die musikalische Leitung

Seit Januar leitet Simon Meads die Probenarbeit des Orchesters. Der Musiker aus Steinfurt habe das Ensemble mit seiner fachlichen Kompetenz und seiner offenen Art überzeugt. Ihm sei ein gutes Miteinander wichtig.

Bereits beim Probewochenende im September 2025 habe es den ersten Kontakt gegeben. Obwohl zunächst ein anderer Kandidat im Fokus gestanden habe, habe es mit Meads sofort „gefunkt“. Diese Entscheidung werde inzwischen von allen Beteiligten mitgetragen.

In den Proben sorge der neue Dirigent mit klaren Vorstellungen und einer strukturierten Arbeitsweise für eine konzentrierte Atmosphäre. Gleichzeitig lege er Wert darauf, dass die Freude an der Musik erhalten bleibe.

Der neue Vorstand-Blasorchester Erler Jäger
Der neue Vorstand-Blasorchester Erler Jäger v.l..  Jan-Bernd Bleker, Melanie Becker, Sophia Bleker, Florian Witte. Foto: Presse

Neuer Vorstand übernimmt Verantwortung

Auch im Vorstand hat es Veränderungen gegeben. Melanie Becker ist neue Vorsitzende des Vereins. Sophia Bleker wurde als zweite Vorsitzende im Amt bestätigt.

Florian Witte ist künftig für die Finanzen zuständig. Das Amt des Schriftführers hat Jan-Bernd Bleker übernommen.

Ehrung für langjährige Mitgliedschaft

Ein fester Bestandteil des Vereinslebens bleibt die Ehrung langjähriger Mitglieder. Für 25 Jahre Zugehörigkeit wurde Hannah Nießing ausgezeichnet. Der Verein würdigt damit ihr Engagement und ihre Verbundenheit.

Erler Jäger setzen auf Kontinuität und neue Ideen

Ziel der neuen musikalischen Leitung ist es, das bestehende Repertoire zu pflegen und zugleich neue Akzente zu setzen. Künftig sollen auch moderne Stücke stärker berücksichtigt werden.

Die Erler Jäger sehen sich damit gut aufgestellt für die kommenden Auftritte. Der Verein verbindet neue Ansätze mit der Pflege seiner gewachsenen Strukturen

Save the Date: Weinfest 2026 in Borken

Das Borkener Weinfest 2026 lädt über Pfingsten auf den Marktplatz ein. Vom 21. bis 25. Mai stehen Genuss, Musik und Geselligkeit im Mittelpunkt. Besucherinnen und Besucher erwartet eine vielfältige Auswahl an Weinen und kulinarischen Angeboten.

Weinfest 2026 in Borken startet über Pfingsten

In Borken geht das beliebte Weinfest 2026 in die neunte Runde. Vom 21. bis zum 25. Mai verwandelt sich der Marktplatz erneut in einen Treffpunkt für Weinliebhaberinnen und Weinliebhaber.

Über das Pfingstwochenende präsentieren Winzerinnen und Winzer aus fünf verschiedenen deutschen Anbaugebieten ihre Weine. Das Angebot reicht von Rotwein über Rosé bis hin zu Weißwein und bietet für jeden Geschmack den passenden Tropfen.

Musik und Kulinarik begleiten das Weinfest 2026 in Borken

Neben dem Wein erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches kulinarisches Angebot. Für die passende Atmosphäre sorgt stimmungsvolle Musik an allen Veranstaltungstagen.

„Wir freuen uns darauf, Weinliebhaberinnen und Weinliebhaber sowie alle, die es noch werden möchten, auf dem 9. Borkener Weinfest begrüßen zu dürfen.“

Öffnungszeiten im Überblick

Das Weinfest 2026 in Borken ist zu folgenden Zeiten geöffnet:

  • Donnerstag, 21. Mai 2026: 16 bis 24 Uhr
  • Freitag, 22. Mai 2026: 16 bis 24 Uhr
  • Samstag, 23. Mai 2026: 16 bis 24 Uhr
  • Sonntag, 24. Mai 2026: 16 bis 24 Uhr
  • Montag, 25. Mai 2026: 12 bis 18 Uhr

Weitere Veranstaltungen am Pfingstwochenende

Ein weiteres Highlight am Pfingstwochenende ist das große Pfingstturnier des ZRFV Borken.

Weitere Informationen zum Weinfest 2026 in Borken sind online unter borken.de/weinfest abrufbar.

Kläranlage Raesfeld: Politik vertagt Entscheidung zum Millionen-Ausbau

Die Kläranlage Raesfeld steht vor einem Millionenprojekt. In der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses wurde deutlich, wie komplex die Planungen sind und warum die Politik die Entscheidung zunächst in den Rat verschoben hat. Klar ist, die Kapazität reicht in den nächsten Jahren nicht mehr für die Gemeinde Raesfeld aus.

Kläranlage Raesfeld arbeitet am Limit

Die Kläranlage Raesfeld-Erle ist bereits heute stark ausgelastet. Nach Einschätzung der Fachplaner wird die Kapazität in den kommenden Jahren nicht mehr ausreichen, um das anfallende Abwasser der Gemeinde Raesfeld zuverlässig zu bewältigen.

Die Planungen stellte das Ingenieurbüro Rummler + Hartmann aus Havixbeck im Bau- und Umweltausschuss vor. Die Präsentation dauerte rund eine Stunde. Vielen Ausschussmitgliedern war das Thema jedoch zu umfangreich, um direkt zu entscheiden. Die Abstimmung wurde vertagt.

Alte Kläranlage in Raesfeld wird erweitert
Foto: Petra Bosse

5,7 Millionen Euro für die Kläranlage Raesfeld

Für den Ausbau der Kläranlage Raesfeld sind Investitionen von rund 5,7 Millionen Euro vorgesehen. Etwa 4,47 Millionen Euro entfallen auf die Erweiterung der Kapazitäten. Weitere 1,22 Millionen Euro sind für die Modernisierung bestehender Anlagenteile eingeplant.

Kostenentwicklung bleibt unsicher

Zur Höhe der veranschlagten Kosten stellte Andreas Erzkamp, Fraktionsvorsitzender SPD, eine direkte Frage: „Können die Kosten auch geringer ausfallen?“ Planer Manfred Rummler antwortete darauf knapp: „Das ist voraussehbar eher nach oben.“ Er fügte hinzu, dass die weitere Entwicklung auch von der politischen Lage abhänge.

Bürgermeister Dirk Kuhmann verwies anschließend auf die Unsicherheiten der Kalkulation: „Die Zahlen sind von heute. Die Lage kann sich ändern, auch weil sich Ausschreibungen bis 2027 ständig verändern. Deshalb können wir am Ende keine exakten Kosten nennen.“

Direkter Zulauf in Klärbecken
Abwasserzulauf ungereinigt aus Raesfeld. Foto: Petra Bosse

Neue Becken und moderne Technik geplant

Bauingenieurin Isabell Thomas erläuterte die geplanten Maßnahmen. Vorgesehen ist unter anderem ein neues Belebungsbecken mit 30 Metern Durchmesser. Dieses wird mit zwei Rührwerken ausgestattet und arbeitet mit einer intermittierenden Belüftung. Dabei wird die Luftzufuhr gezielt unterbrochen, um Stickstoff effizient zu entfernen und gleichzeitig Energie zu sparen.

Kläranlage in der Gemeinde Raesfeld muss erweitert werden.
Das ist die Station, in der die Grobstoffe wie Papier usw. bereits entfernt wurden. In der Mitte arbeiten sauerstoffarme Bakterien, im äußeren Bereich sauerstoffreiche Bakterien. Sie bauen die Stoffe ab und wandeln sie um. Foto: Petra Bosse

Zusätzlich sind geplant:

  • ein neues Nachklärbecken
  • ein Rücklaufschlammpumpwerk
  • ein Filtratspeicher mit rund 800 Kubikmetern Volumen

Parallel dazu wird die bestehende Anlage modernisiert. Die Kläranlage stammt aus dem Jahr 1985 und ist in Teilen technisch überholt. Unter anderem müssen Räumer im Sandfang und im Nachklärbecken erneuert werden.

Mehr Kapazität dringend nötig

Wie Planer Manfred Rummler erläuterte, läuft die Einleitungserlaubnis der Anlage Ende 2027 aus. Gleichzeitig steigt der Bedarf. Die Kapazität soll von derzeit 10.000 auf künftig 15.000 sogenannte Einwohnerwerte erhöht werden.

Mit den geplanten Maßnahmen würde die Anlage ein Gesamtvolumen von rund 6.200 Kubikmetern erreichen.

Abwasser aus Raesfeld im Klärbecken
Braune Brühe: Altes Mischbecken mit Abwasser direkt aus Raesfeld und noch nicht aufgearbeitet. Foto: Petra Bosse

Diskussion um vierte Reinigungsstufe

Ein weiteres Thema ist die mögliche Einführung einer vierten Reinigungsstufe. Diese soll Rückstände wie Medikamente oder Pestizide aus dem Abwasser entfernen. Ob und wann diese Pflicht kommt, ist noch offen.

Aktuell ist die Kläranlage Raesfeld für drei Reinigungsstufen ausgelegt.

Weitere Maßnahmen und offene Fragen

Neben den großen Bauprojekten sind zusätzliche Arbeiten vorgesehen:

  • neue Schaltanlagen
  • neue Sandfänge
  • bessere Isolierung von Leitungen

Außerdem soll ein Sanitärcontainer aufgestellt werden, da im bestehenden Betriebsgebäude keine Trennung von Arbeits- und Privatkleidung möglich ist.

Offen ist weiterhin, ob ein neuer Fällmittelbehälter für rund 300.000 Euro erforderlich ist. Dazu laufen Gespräche mit dem Regierungspräsidium.

Gereinigtes Abwasser in der Kläranlage
Was am Ende, nach all den zahlreichen Prozessen der Reinigung übrig bleib, ist glasklares Wasser. Foto: Petra Bosse

Fertigstellung frühestens 2028

Der Baubeginn ist für Frühjahr 2027 geplant. Die Fertigstellung könnte etwa ein Jahr später erfolgen. Bis dahin müsste die Einleitungserlaubnis verlängert werden.

Die Idee, die Abwärme der Anlage für Fernwärme zu nutzen, wurde verworfen. Laut Planung ist dies wegen der Lage und fehlender Abnehmer nicht wirtschaftlich.

Entscheidung vertagt

Die Ausschussmitglieder wollen die umfangreichen Unterlagen zunächst in ihren Fraktionen beraten. Anschließend soll in einer der nächsten Ratssitzungen über den weiteren Verlauf der neuen Kläranlage in Raesfeld entschieden werden.

46 Jahre Blumenmarkt auf Buddes Hof

Seit 46 Jahren verwandelt sich der Hof von Peter Budde alljährlich für rund acht bis zehn Wochen zu einem der größten Blumenmärkte im Umkreis von 50 Kilometern rund um Dorsten.

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Anfangs hatte der Hof im nördlichen Ruhrgebiet, der seit über 300 Jahren in Familienbesitz ist, nicht im Geringsten etwas mit Blumen zu tun. Vielmehr handelte es sich früher um eine Landwirtschaft mit Landfleischerei.

Foto: Privat

Die 1980er Jahre

1980 beschloss Peter Budde Geranien auf der Hoffläche mit anzubieten. Die Nachfrage nach den verkauften Geranien wuchs, sodass immer mehr von den Balkonpflanzen den Weg zum Hof fanden. Durch die große Nachfrage wurde der Blumenmarkt in den Jahren immer größer und das Sortiment immer umfangreicher.

 „Hatten wir zu Beginn der 1980er Jahre zunächst einige Aufsteller mit Geranien auf dem Platz vor dem Haus, wurde es im Laufe der Jahre immer mehr Fläche, auf der wir Pflanzen präsentierten. Heute reicht das Sortiment bis weit über sechzig verschiedene Sorten hinaus und wir nutzen die komplette Freifläche auf unserem Hof in Holsterhausen“, erzählt Peter Budde. Somit wurde Buddes Hof zu einer der schönsten Blumenschauen des Ruhrgebietes.

Die zweite Generation

Mittlerweile sind Tochter Maren und ihr Ehemann Holger schon viele Jahre in zweiter Generation dabei und werden den Blumenmarkt auch nach dem Rückzug des Urgesteins Peter Budde weiterführen. „Ich bin ja quasi damit groß geworden und sammle seit meiner Kindheit Erfahrungen auf unserem Blumenmarkt. Die Arbeit mit den Pflanzen liegt mir im Blut und auch der Umgang mit den Kunden macht mir riesigen Spaß. Viele kennen wir schon seit Jahren, da entsteht oft eine ganz persönliche Verbindung“, erzählt Maren mit einem Lächeln.

 „Mir würde heute wirklich etwas fehlen, wenn hier nicht jedes Jahr für acht bis zehn Wochen richtig was los ist auf dem Hof.“ Ihr Vater ergänzt lachend: „Ein paar Jährchen werde ich wohl noch machen und die zweite und dritte Generation unterstützen. Ganz so schnell werden die beiden mich nicht los!“ 

Der besondere Service

Allerdings ist nicht nur das Kaufen von auffallenden Blumen, Pflanzen aller Art, Kräutern, Gemüse und auch von Blumenerde und Dünger möglich. Buddes Hof bietet auch einen einzigartigen Gratis-Service an. 

Kunden können vor Ort ihre Balkonkästen mit den erworbenen Pflanzen bepflanzen lassen und müssen für die Bepflanzung und die Blumenerde nichts bezahlen. „Die Kunden zahlen nur die Pflanzen. Lediglich das Mitbringen eines Balkonkastens oder eines Topfes ist nötig um den Dienst bei Kauf in Anspruch zu nehmen“, sagt Peter Budde. 

Regionalität

Die Pflanzen des Blumenmarktes stammen ausschließlich von regionalen Gartenbetreibern in der Nähe. „Wir hegen und pflegen von jeher die Verbundenheit zu unseren Geschäftspartnern. Das schafft nicht nur ein vertrauensvolles Verhältnis sondern sorgt auch für eine gleichbleibend gute Qualität der von uns angebotenen Pflanzen“, weiß Peter Budde. 

Ausflug ins Grüne

„Wir sind nicht einfach nur der Ort, an dem Menschen seit vielen Jahren Beet-, Balkon- und Kräuterpflanzen kaufen. Einen Besuch bei uns kann man wundervoll mit einem Ausflug ins Grüne verbinden“, erzählt Peter Budde. 

Schon von jeher nutzten Besucher des Blumenmarktes, vor allem aus den umliegenden größeren Städten des Ruhrgebietes, die Natur um Buddes Hof zu einem Spaziergang. Viele zog es noch etwas weiter nördlich in das direkt anliegend beginnende Münsterland. „Andersherum zog es die Besucher aus dem Münsterland nach einem Besuch bei uns weiter ins Ruhrgebiet.“ 

Am Steinwerk 40, 46284 Dorsten

Telefon: 02362 / 6 13 92

Web: www.buddeshof.de 

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 8.30 – 18.30 Uhr

Samstags: 8.30 – 17.00 Uhr, Sonntags: 11.00 – 16.00 Uhr

Feiertage: Auch am 1. Mai und Christi Himmelfahrt (14. Mai) 11:00 bis 16:00 Uhr

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