StartBauen und WohnenRossmann Raesfeld: Baukosten bremsen Drogeriemarkt-Projekt

Rossmann Raesfeld: Baukosten bremsen Drogeriemarkt-Projekt

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Informierten über den aktuellen Stand des geplanten Rossmann-Marktes in Raesfeld: Bürgermeister Dirk Kuhmann, Markus Büsken (Erster Beigeordneter) und Andreas Beckers (Rossmann Expansion/Projektentwicklung). Foto: Petra Bosse

Kommt der Rossmann-Markt in Raesfeld oder nicht? Diese Frage beschäftigt viele Bürgerinnen und Bürger seit Monaten. Bei einer Pressekonferenz im Rathaus stellten Gemeindeverwaltung und Rossmann klar: Das Projekt ist nicht gestoppt. Doch steigende Baukosten sorgen aktuell dafür, dass ein Baubeginn noch nicht möglich ist.

Bürgermeister Dirk Kuhmann Raesfeld
Bürgermeister Dirk Kuhmann Raesfeld. ©Petra Bosse

„Verschiedenste Fragen aus der Bevölkerung heraus gibt es. Was ist denn jetzt, kommt der Rossmann? Man sieht das Gelände dort, im Moment ist es ja noch im Winterschlaf“, sagte Kuhmann. Gerade weil auf dem Grundstück bisher keine Bauarbeiten zu sehen seien, entstünden Spekulationen. Diese wolle die Gemeinde ausräumen.

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„Wir wollten an dieser Stelle den Raum für Spekulationen einmal nehmen und darauf hinweisen, dass wir sehr wohl weiter gemeinsam mit dem Unternehmen Rossmann an einer Realisierung des Drogeriemarktes arbeiten“, so Kuhmann.

Planung Rossmann-Markt Raesfeld
© Petra Bosse

Rossmann Raesfeld: Unternehmen bekennt sich zum Standort

An der Pressekonferenz nahm auch Andreas Beckers aus der Abteilung Expansion und Projektentwicklung von Rossmann teil. Seine Botschaft war kurz, aber eindeutig. „Wir halten am Standort fest“, erklärte Beckers.

Weitere inhaltliche Aussagen zum Projekt wollte er nicht machen. Für detaillierte Fragen sei die Presseabteilung des Unternehmens zuständig. Sein Besuch in Raesfeld solle jedoch deutlich machen, dass Rossmann weiterhin hinter dem Projekt steht.

Rossmann Raesfeld: Baukosten derzeit nicht kostendeckend

Der entscheidende Grund für die Verzögerung liegt nach Angaben der Gemeindeverwaltung in den Baukosten. Diese seien in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

„Die Ausschreibungsergebnisse haben gezeigt, dass sich das momentan wirtschaftlich in der Form nicht abwickeln lässt“, erklärte Markus Büsken, Erster Beigeordneter der Gemeinde. Die kalkulierten Baukosten seien aktuell nicht kostendeckend. Deshalb könne das Projekt derzeit nicht umgesetzt werden.

Eine Möglichkeit sei, Teile der Ausschreibung neu zu starten. „Wir werden aktuell eventuell neu ausschreiben. In Teilen ist das eine Option, über die man nachdenken kann“, so Büsken.

Grundstück gehört Rossmann

Das Grundstück für den geplanten Drogeriemarkt hat eine Größe von rund 3.000 Quadratmetern. Die Fläche gehörte ursprünglich der Gemeinde und wurde später an Rossmann verkauft. Damit ist das Unternehmen Bauherr des Projekts. Die Ausschreibungen für den Bau laufen ebenfalls über Rossmann.

Modell Rossmann Markt Raesfeld
©Modell Rossman-Markt ©Böhm & Thesing-Architekten

Drogeriemarkt, Wohnungen und mögliche Gastronomie

Die bisherigen Planungen sehen einen Drogeriemarkt im Erdgeschoss vor. Die Verkaufsfläche soll rund 720 Quadratmeter betragen und ein Vollsortiment bieten. Darüber hinaus sind Wohnungen im Obergeschoss geplant. Nach der aktuellen Planung könnten dort vier Wohnungen entstehen, teilweise auch mit Lagerflächen für den Markt.

Auch eine Fläche für Gastronomie war in der Planung vorgesehen. Ob dort künftig ein Café, eine Bäckerei oder ein Bistro einziehen könnte, bleibt weiterhin offen. Dazu wollte Beckers ebenfalls keine Stellung nehmen und verwies erneut auf die Presseabteilung des Unternehmens. „Ich bin nicht die Presseabteilung. Da muss ich Sie leider darauf verweisen. Ich bin hier als Gesicht von Rossmann, um auch zu zeigen, dass wir nach wie vor an dem Standort festhalten“, sagte Beckers.

Ansicht Rossmann-Raesfeld-Nordseite
Ansicht-Nord ©Böhm-Thesing & Architekten

Architektur basiert auf Wettbewerb

Die Gestaltung des Gebäudes geht auf einen Architekturwettbewerb zurück. Fünf Architekturbüros hatten daran teilgenommen. Grundlage der Planung ist der im Jahr 2022 beschlossene Rahmenplan. Der damalige Bürgermeister Martin Tesing hatte das Verfahren angestoßen.

Baugenehmigung liegt bereits vor

Formale Hürden gibt es für das Projekt nicht mehr. Wie Daniel Knufmann aus der Gemeindeverwaltung erklärte, liegt die Baugenehmigung des Kreises Borken bereits vor. Wann der Bau tatsächlich beginnt, ist jedoch weiterhin unklar.

Zum Abschluss machte Bürgermeister Kuhmann deutlich, welche Optionen nun geprüft werden. „Letztendlich gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder muss sich an der Kostenstruktur etwas ändern oder man muss am Baukörper etwas verändern.“

Damit bleibt das Projekt Rossmann Raesfeld weiterhin geplant. Der Baustart hängt jedoch davon ab, ob eine wirtschaftlich tragfähige Lösung gefunden wird.

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