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Sommerlaune am Schloss: Die Freiheit tanzte im Regen

Fetzige Klänge, ein gut gefüllter Platz und ein kurzer Regenschauer prägten das vorletzte Konzert der Veranstaltungsreihe „Raesfeld in Sommerlaune“. Zahlreiche Gäste aus Raesfeld, Erle und der Umgebung kamen am Freitag zum Restaurant Zur Schlosskapelle in der Freiheit.

Danielo & Raffa bringen die Freiheit in Bewegung

Von 17 bis 22 Uhr trafen Live-Musik und Gastronomie an der Schlosskapelle aufeinander. Danielo & Raffa spielten einen Mix aus Rock, Pop sowie italienischen und lateinamerikanischen Klängen. Viele Gäste hielt es bei dieser Mischung nicht lange auf ihren Plätzen.

Auch ein Regenschauer stoppte die Sommerlaune nicht. Die Besucherinnen und Besucher rückten kurz unter Schirmen und geschützten Bereichen zusammen. Wenig später wurde vor der Schlosskapelle weitergetanzt.

Gute Laune trotz Regentropfen

„Sommerlaune an der Schlosskapelle, da konnte auch ein Regenschauer die gute Laune nicht verderben. Im Gegenteil: Das Tanzbein wurde fröhlich geschwungen“, bilanzierte Maria Kowalsky, Vorsitzende des Ortsmarketings Raesfeld.

Raesfeld in Sommerlaune - Restaurant Zur Schlosskapelle

Finale auf dem Rathausplatz

Die letzte Veranstaltung der diesjährigen Reihe findet am kommenden Freitag auf dem Rathausplatz statt. Dort tritt Musiker Rainer Migenda auf. Gastgeber sind das Rathauscafé und Zum Dorfwirt bei Anton.

Second-Hand-Premiere in Erle: Froschkönig kam gut an

Mit so viel Resonanz hatte niemand gerechnet: Beim ersten Second-Hand-Kleidermarkt Froschkönig auf dem Dorfplatz Böckenhoff kamen allein durch freiwillige Spenden mehr als 400 Euro zusammen. Damit war nach nur vier Stunden bereits rund die halbe Miete für den Froschkönig in Raesfeld zusammen.

Second-Hand-Kleidermarkt Froschkönig startet auf dem Dorfplatz

Schon am Freitag hatten Dagmar Vogt und ihr Team jede Menge zu tun. Kisten wurden gepackt, Kleidung sortiert und alles für den ersten Markt dieser Art vorbereitet. Das Motto war klar: Sommerkleidung und Übergangskleidung muss raus.

Second-Hand-Kleidung beim ersten Kleidermarkt des Froschkönig in Erle.
Foto: Petra Bosse

Am Samstag um 11 Uhr kamen dann bereits die ersten Besucherinnen und Besucher auf den Dorfplatz Böckenhoff in Erle. Dass am Ende mehr als 400 Euro durch freiwillige Spenden zusammenkommen würden, damit hatte im Team niemand gerechnet. Für einen ersten Probelauf war das Ergebnis umso erfreulicher.

Gut erhalten, modern und teilweise noch neu

Wer bei Second-Hand nur an ältere oder längst aus der Mode gekommene Kleidung denkt, wurde an diesem Samstag schnell eines Besseren belehrt.

Im Angebot waren Damen-, Herren- und Kindersachen, viele davon sehr gut erhalten. Einige Stücke wirkten nahezu neuwertig, manche waren sogar noch ungetragen.

Damen-, Herren- und Kinderkleidung beim Second-Hand-Kleidermarkt des Froschkönig.
Foto: Petra Bosse

Und gesucht wurde ganz unterschiedlich. Herren fanden beispielsweise wasserdichte Übergangsjacken. Andere Besucher deckten sich gleich mit mehreren T-Shirts ein. Wieder andere entdeckten noch einen festlichen Blazer oder eine Bluse für eine anstehende Feier.

Feste Preise gab es nicht. Die Kleidung wurde gegen eine freiwillige Spende abgegeben.

Einige Besucher kannten den Froschkönig noch gar nicht

Der öffentliche Verkauf auf dem Dorfplatz sorgte zudem dafür, dass auch Menschen auf den Froschkönig aufmerksam wurden, die den Laden in Raesfeld bislang nicht kannten.

Einige kamen eher zufällig vorbei, schauten sich das Angebot an und wurden fündig. Dabei blieb es nicht nur beim Einkauf auf dem Dorfplatz. Mehrere Besucher kündigten an, künftig auch im Froschkönig selbst vorbeischauen zu wollen.

Für Dagmar Vogt und ihr Team war das ein zusätzlicher positiver Effekt der Premiere.

Damen-, Herren- und Kinderkleidung beim Second-Hand-Kleidermarkt des Froschkönig.
Foto: Petra Bosse

Mehr als 400 Euro kamen zusammen

Nach rund vier Stunden stand fest, dass sich der erste Second-Hand-Kleidermarkt Froschkönig auch finanziell gelohnt hatte. „Ich war von der Spendenbereitschaft beeindruck“, so Vogt am Ende.

Mehr als 400 Euro kamen durch die freiwilligen Spenden zusammen. Damit war bereits ein erheblicher Teil der laufenden Kosten, quasi die halbe Miete, für den Laden Froschkönig in Raesfeld gedeckt.

Mit dieser Resonanz hatten Dagmar Vogt und ihr Team nicht gerechnet. Der Markt war zunächst als erster Probelauf gedacht.

Wiederholung ist bereits im Gespräch

Nach der gelungenen Premiere wird deshalb nun darüber nachgedacht, den Kleidermarkt künftig ein- oder zweimal im Jahr fest in den Kalender aufzunehmen.

Damen-, Herren- und Kinderkleidung beim Second-Hand-Kleidermarkt des Froschkönig.
Foto: Petra Bosse

Die Kleidung, die am Samstag keinen neuen Besitzer gefunden hat, wird zunächst eingelagert. Sie soll im kommenden Jahr wieder angeboten werden.

Gleichzeitig entsteht im Laden Platz für die nächste Saison. „Damit schaffen wir Platz für die anstehende Herbstmode im Laden“, so Vogt.

Öffnungszeiten des Froschkönig

Der Froschkönig ist dienstags von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Mittwochs ist der Laden von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Donnerstags gelten die Öffnungszeiten von 10 bis 12 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr.

Second Hand und soziales Kaufhaus Froschkönig in Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Einkaufen kann beim Froschkönig jeder

An mehreren Tagen in der Woche verkauft ein ehrenamtliches Team im Froschkönig in Raesfeld gespendete Kleidung und weitere gut erhaltene Dinge zu kleinen Preisen. Zum Angebot gehören Damen-, Herren- und Kinderbekleidung, Schuhe, Spielzeug und je nach Spende auch Kinderwagen oder andere Artikel für Familien.

Eine Bedürftigkeitsprüfung gibt es nicht. „Alle dürfen hier einkaufen“, so Pfarrer Dr. Fabian Tilling.

Der Froschkönig richtet sich damit ausdrücklich auch an Menschen, deren finanzielle Belastung von außen nicht sichtbar ist. Gerade Familien mit Kindern haben im Alltag viele Ausgaben.

Die Einnahmen bleiben beim Froschkönig. Überschüsse werden für soziale Projekte in Raesfeld gespendet.

Portemonnaie beim Einkaufen weg: Taschendieb schlägt in Raesfeld zu

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Eine Kundin ist heute, am Donnerstagmittag, beim Einkaufen in einem Verbrauchermarkt an der Leinenweberstraße in Raesfeld bestohlen worden. Unbekannte entwendeten ihr Portemonnaie aus einer Umhängetasche.

Diebstahl fällt an der Kasse auf

Nach Angaben der Polizei habe die Frau gegen 11.40 Uhr ihren Einkauf bezahlen wollen. An der Ladenkasse habe sie bemerkt, dass sich ihr Portemonnaie nicht mehr in der Umhängetasche befunden habe. Hinweise auf die Täter liegen bislang nicht vor.

Das Kriminalkommissariat Borken bittet Zeuginnen und Zeugen, sich unter Telefon 02861 9000 zu melden.

Polizei warnt vor Taschendieben

Taschendiebe nutzten laut Polizei häufig das Gedränge in Geschäften oder die Ablenkung während des Einkaufs. Geldbörsen und Wertgegenstände sollten nah am Körper und möglichst in verschlossenen Innentaschen getragen werden. Taschen und Rucksäcke sollten nicht unbeaufsichtigt oder offen bleiben.

Wer einen Diebstahl bemerke oder verdächtige Personen beobachte, solle umgehend die Polizei über den Notruf 110 verständigen.

Münsterland-Markt bringt regionalen Genuss zum NRW-Tag

Beim NRW-Tag in Münster zieht der Münsterland-Markt in die Bürgerhalle der Bezirksregierung am Domplatz ein. Regionale Betriebe präsentieren dort am 29. und 30. August Lebensmittel, nachhaltige Angebote und Mitmachaktionen. Der Eintritt ist frei.

Regionale Betriebe zeigen ihre Produkte

Nordrhein-Westfalen feiert vom 28. bis 30. August 2026 seinen 80. Geburtstag. Während des Landesfestes richtet der Münsterland e.V. in der Bürgerhalle der Bezirksregierung einen Münsterland-Markt aus.

Geöffnet ist der Markt am Samstag von 10 bis 17 Uhr sowie am verkaufsoffenen Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Mit dabei seien Betriebe mit dem Münsterland-Siegel sowie Bio-Betriebe aus dem Netzwerk der Öko-Modellregion Münsterland.

Das Angebot reiche von handwerklich hergestellten Bio-Backwaren und Feinkostfleisch über Eis bis zu Gemüse und Säften. Die Aussteller geben zudem Einblicke in die Herstellung und Herkunft ihrer Produkte.

Bezirksregierung öffnet die Bürgerhalle

„Wir öffnen unser Haus am Domplatz sehr gerne für die Gäste aus ganz Nordrhein-Westfalen“, erklärt Regierungspräsident Andreas Bothe. Die Bürgerhalle sei der passende Ort, um die Verbindung zwischen Nordrhein-Westfalen und dem Münsterland sichtbar zu machen.

Auch die Bezirksregierung ist mit einem eigenen Stand vertreten. Dort steht die Entwicklung des ländlichen Raums im Mittelpunkt.

Landwirtschaft im Mittelpunkt

Der Münsterland e.V. möchte auf dem Markt die Bedeutung der Landwirtschaft für die Region zeigen. Sie schaffe Wertschöpfung und versorge Nordrhein-Westfalen mit regionalen Lebensmitteln.

„Beim Münsterland-Markt stellen wir die Vielfalt und Stärke unserer Landwirtschaft ganz bewusst ins Schaufenster“, betont Andreas Grotendorst, Vorstand des Münsterland e.V. Zugleich wolle der Verein die Menschen hinter den Produkten vorstellen.

Galopp auf dem Reitsimulator

Neben Lebensmitteln und handwerklichen Produkten erwartet die Besucher eine Mitmachaktion. Auf einem modernen Reitsimulator können sie in den Galopp gehen und die Pferderegion Münsterland kennenlernen.

Weitere Angebote des Münsterland e.V. finden sich während des NRW-Tages auf der Tourismusmeile, der Klimastadtmeile und der NRW-Meile. Die Bezirksregierung informiert zudem an verschiedenen Ständen der Landesministerien.

Weitere Informationen gibt es unter go.muensterland.com/nrwtag.

Terrasse länger genießen: Schutz vor Sonne, Wetter und Insekten

Der Hochsommer geht langsam zu Ende. Die Tage werden wieder kürzer, morgens liegt häufiger Feuchtigkeit auf den Gartenmöbeln und an manchen Abenden wird es bereits deutlich frischer. Gerade jetzt zeigt sich, wie gut Terrasse, Wintergarten oder Balkon tatsächlich für unterschiedliche Wetterlagen gerüstet sind. Gleichzeitig ist der Spätsommer ein guter Zeitpunkt, um darüber nachzudenken, was sich rund ums Haus noch verbessern lässt.

Eine Überdachung, ein besserer Sonnenschutz, neue Jalousien oder ein wirksamer Insektenschutz gehören zu den Möglichkeiten, mit denen sich der Außenbereich komfortabler und häufig auch länger im Jahr nutzen lässt. Größere Projekte müssen dabei nicht erst im Frühjahr geplant werden. Wer früh beginnt, hat mehr Zeit, verschiedene Lösungen zu vergleichen und die nächste Gartensaison vorzubereiten.

Die Terrasse länger nutzen

An warmen Sommertagen ist die Terrasse für viele Familien ein zusätzliches Wohnzimmer. Doch sobald das Wetter wechselhafter wird, endet die Freiluftsaison bei einem ungeschützten Sitzplatz oft früher als nötig.

Eine Terrassenüberdachung kann hier einen deutlichen Unterschied machen. Sie schützt nicht nur vor Regen, sondern sorgt auch dafür, dass Möbel und andere Gegenstände weniger unmittelbar der Witterung ausgesetzt sind. Seitliche Elemente können zusätzlich vor Wind schützen.

Wie weit der Schutz gehen soll, hängt von den persönlichen Vorstellungen ab. Während dem einen eine offene Überdachung genügt, möchte der andere einen stärker geschützten Bereich schaffen. Zwischen klassischer Terrasse und geschlossenem Wintergarten gibt es inzwischen zahlreiche Abstufungen.

Ludwig Buß Wintergärten

Ludwig Buß Wintergärten: Wenn aus Wohnideen Lieblingsplätze werden

Manchmal beginnt es mit einer Markise oder einer Überdachung für die Terrasse. Später folgen vielleicht neue Fenster und irgendwann soll ein richtiger Wintergarten dem …

Wintergarten oder geschützter Außenbereich?

Ein Wintergarten erweitert das Haus optisch und funktional in Richtung Garten. Wie intensiv er genutzt werden kann, hängt allerdings stark von Konstruktion, Verglasung und Ausstattung ab.

Nicht jeder verglaste Außenbereich muss dabei zum ganzjährig beheizten Wohnraum werden. Auch weniger aufwendig ausgeführte Lösungen können Frühjahr und Herbst deutlich angenehmer machen und einen geschützten Platz zwischen Haus und Garten schaffen.

Gerade bei größeren Vorhaben lohnt es sich deshalb, zunächst zu überlegen, wofür der zusätzliche Raum hauptsächlich gedacht ist. Soll er vor allem bei schlechtem Sommerwetter genutzt werden? Soll dort auch im Herbst noch gemütlich gesessen werden? Oder soll tatsächlich zusätzlicher Wohnraum entstehen? Von diesen Fragen hängt ab, welche Konstruktion sinnvoll ist.

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Sonnenschutz nicht erst bei 30 Grad bedenken

Was im August noch besonders präsent ist, wird wenige Monate später schnell vergessen: An heißen Tagen kann intensive Sonneneinstrahlung auf Terrasse und in Wohnräumen zur Belastung werden.

Markisen schaffen auf Terrassen flexibel Schatten und können zugleich das Erscheinungsbild des Außenbereichs prägen. Bei Fenstern und Glasflächen übernehmen Jalousien, Rollläden oder andere Verschattungssysteme eine ähnliche Aufgabe. Besonders außenliegende Lösungen können verhindern, dass sich Räume durch direkte Sonneneinstrahlung stark aufheizen.

Wer einen Wintergarten oder eine größere Terrassenüberdachung plant, sollte die Beschattung deshalb von Anfang an mitdenken. Große Glasflächen bringen viel Licht, benötigen an sonnigen Tagen aber auch eine Möglichkeit, die Einstrahlung zu regulieren.

Moderne Systeme lassen sich zudem immer häufiger elektrisch bedienen oder automatisieren. Dadurch kann der Sonnenschutz beispielsweise abhängig von Tageszeit oder Wetter angepasst werden.

Insektenschutz bleibt länger aktuell als gedacht

Mit dem Ende des Hochsommers verschwindet auch das Thema Insektenschutz nicht sofort. Mücken, Fliegen und andere Insekten können je nach Wetter noch weit in den Herbst hinein aktiv sein.

Besonders bei geöffneten Fenstern und Terrassentüren kann ein passender Schutz deshalb den Wohnkomfort erhöhen. Neben klassischen festen Rahmen gibt es Lösungen für Fenster, Türen und größere Durchgänge, die sich flexibel öffnen oder verschieben lassen.

Wer ohnehin neue Fenster, Türen oder einen geschützten Terrassenbereich plant, kann das Thema direkt mit berücksichtigen. Nachträglich lassen sich viele Systeme ebenfalls montieren. Wichtig ist vor allem, dass sie zu den jeweiligen Öffnungen und zur täglichen Nutzung passen.

Team von Rent(Mücken)meister mit Insektenschutzrahmen vor Fahrzeug und Werkstatt

Insektenschutz in Raesfeld: Rent(Mücken)meister fertigt nach Maß

Insektenschutz in Raesfeld und der Region: Wer sein Zuhause zuverlässig vor Mücken, Fliegen und anderen ungebetenen Gästen schützen möchte, findet bei Rent(Mücken)meister individuelle Lösungen …

Jetzt planen statt im Frühjahr improvisieren

Der vielleicht größte Vorteil einer Planung im Spätsommer liegt darin, dass die Erfahrungen der vergangenen Wochen noch frisch sind. Wo fehlte Schatten? Welche Ecke war bei Regen nicht nutzbar? Wo zog am Abend der Wind durch? Und an welchem Fenster waren Mücken besonders lästig?

Solche Beobachtungen helfen dabei, nicht einfach irgendeine Lösung auszuwählen, sondern gezielt den eigenen Bedarf zu bestimmen.

Auch größere Projekte rund um Terrasse und Wintergarten brauchen Zeit. Maße müssen aufgenommen, Gestaltung und Materialien ausgewählt und technische Fragen geklärt werden. Je nach Vorhaben können außerdem baurechtliche Fragen eine Rolle spielen.

Wer sich bereits im Spätsommer oder Herbst damit beschäftigt, muss deshalb nicht im nächsten Frühjahr unter Zeitdruck entscheiden. Und möglicherweise beginnt die nächste Terrassensaison dann ein paar Wochen früher und endet einige Wochen später.

Ludwig Buß Wintergärten: Wenn aus Wohnideen Lieblingsplätze werden

Manchmal beginnt es mit einer Markise oder einer Überdachung für die Terrasse. Später folgen vielleicht neue Fenster und irgendwann soll ein richtiger Wintergarten dem Projekt den krönenden Abschluss verleihen. Solche Entwicklungen kennt Dennis Buß, Inhaber des Schermbecker Unternehmens Ludwig Buß Wintergärten, aus vielen Kundengesprächen.

Manche Kunden begleitet der Betrieb über viele Jahre hinweg bei unterschiedlichen Projekten rund ums Haus. Für ihn ist das ein schönes Zeichen. Wer wiederkommt, war mit der Arbeit zufrieden und weiß, an wen er sich mit der nächsten Idee wenden kann.

Das Unternehmen gibt es bereits seit 1999. Heute entstehen am Kapellenweg in Schermbeck auf mehr als 480 Quadratmetern Produktionsfläche unter anderem individuell geplante Wintergärten aus Holz und Aluminium. Zum Angebot gehören außerdem Sommergärten, Terrassenüberdachungen, Markisen, Außenjalousien sowie Lösungen für Hauseingänge, Fenster und Türen.

Dabei versteht sich das Unternehmen nicht als Betrieb, der lediglich fertige Elemente bestellt und beim Kunden montiert. Gerade bei Wintergärten und Terrassendächern steckt ein erheblicher Teil der Arbeit in der eigenen handwerklichen Fertigung. Beratung, technische Planung und Abstimmung gehören ebenso dazu wie der spätere Aufbau. Wenn bei einem größeren Vorhaben weitere Gewerke beteiligt sind, übernimmt das Unternehmen auf Wunsch auch deren Koordination. Selbst bei Fragen rund um einen notwendigen Bauantrag unterstützt das Team getreu dem Motto „alles aus einer Hand“ seine Kunden.

Dennis Buß. Foto: Ralf Meier

Vieles lässt sich am besten vor Ort entscheiden

Wer noch nicht genau weiß, wie die eigene Terrasse künftig aussehen soll, muss deshalb nicht mit einem fertigen Plan nach Schermbeck kommen. Oft entwickelt sich die passende Lösung erst im Gespräch. Eine Überdachung kann beispielsweise zunächst einen wettergeschützten Platz schaffen und später durch seitliche Glaselemente ergänzt werden. Ebenso gehören die passende Beschattung und der Sonnenschutz zur Planung.

Hilfreich ist dabei nach vorheriger Terminabsprache ein Besuch in der Ausstellung am Kapellenweg. Dort können Interessenten unterschiedliche Bauteile und Ausführungen tatsächlich sehen und anfassen, anstatt ihre Entscheidung ausschließlich anhand eines Prospekts oder von Bildschirmfotos zu treffen. Zu sehen sind unter anderem verschiedene Terrassendächer, Markisen und Beschattungen.

Dennis Buß bringt es noch einfacher auf den Punkt: „Man muss uns erleben.“ Der Satz passt zu einem Unternehmen, bei dem viele neue Aufträge über zufriedene Kunden und persönliche Empfehlungen entstehen.

Qualität spielt dabei eine wichtige Rolle. Bei der Ausführung wird auf die einschlägigen DIN-Vorgaben geachtet. Natürlich gibt der Betrieb auch jahrelange Garantie auf Pulverbeschichtung und Montage. Auch bei den eingesetzten Produkten und Materialien legt das Unternehmen Wert auf eine hochwertige und langfristig ausgelegte Ausführung.

Mit der Planung besser nicht bis zum Sommer warten

Gerade wenn die ersten warmen Tage kommen, wächst erfahrungsgemäß auch der Wunsch nach einer neuen Markise, einem Terrassendach oder einem Sommergarten. Dann beginnt allerdings gleichzeitig die Hochsaison der Betriebe. Wer bereits weiß, dass er seine Terrasse im kommenden Frühjahr oder Sommer anders nutzen möchte, sollte deshalb nicht erst dann mit der Planung beginnen, wenn das erste Grillfest vor der Tür steht.

Ein frühes Gespräch schafft mehr Spielraum. Schließlich müssen Maße aufgenommen, Ausführung und Materialien ausgewählt und bei größeren Projekten möglicherweise weitere Arbeiten abgestimmt werden. Bei einem Wintergarten kann außerdem das Thema Baugenehmigung hinzukommen. Wer rechtzeitig startet, erhöht damit auch die Chancen, dass zum gewünschten Termin alles fertig ist.

Der direkte Weg zu Ludwig Buß Wintergärten

Ludwig Buß Wintergärten
Inhaber Dennis Buß
Kapellenweg 73
46514 Schermbeck

Telefon: 02853 / 955025
E-Mail: [email protected]
www.wintergaerten-buss.de

Raesfelder Rathaus bekommt barrierefreien Eingang

Am Rathaus Raesfeld laufen die Arbeiten für einen barrierefreien Zugang. Zwei elektrische Schiebetüren ersetzen die bisherigen Türen im Eingangsbereich und sollen künftig automatisch öffnen.

Zwei automatische Schiebetüren

Handwerker bauen den Eingangsbereich des Raesfelder Rathauses derzeit um. Künftig öffnen sich dort zwei elektrische Schiebetüren automatisch, sobald sich Besucher nähern. Ein Knopfdruck sei nicht erforderlich.

Rathaus Raesfeld - Eingangstür-barrierefreier Umbau
Foto: Petra Bosse

Die erste Schiebetür führt in den Vorraum beziehungsweise die Schleuse. Von dort gelangen Besucher durch eine zweite automatische Schiebetür direkt ins Rathaus. Der Vorraum erschließt zugleich den Bereich des Bürgerbüros.

Die Arbeiten sollen voraussichtlich zwei Tage dauern. Danach soll der neue barrierefreie Zugang zur Verfügung stehen.

Schloss-Gespräche in Raesfeld: Was passiert mit Kirchen?

Der Rückbau und die Umnutzung von Kirchen stehen am Freitag, 28. August 2026, im Mittelpunkt der Schloss-Gespräche in Raesfeld. Der Bau- und Kunsthistoriker Dr. Andreas Eiynck erläutert ab 19 Uhr anhand praktischer Beispiele, welche Aufgaben dabei auf Handwerk und Restaurierung zukommen.

Sakralgebäude vor neuen Nutzungen

Kirchen und andere kirchliche Gebäude verlieren zunehmend ihre bisherige Funktion. Damit gewinnen Konzepte für eine neue Nutzung an Bedeutung. Die geplanten Veränderungen müssten jedoch auch baulich umgesetzt werden.

Sakralgebäude stellten dabei besondere Anforderungen. Ihre Architektur, Kunstgegenstände und wertvollen Ausstattungsstücke müssten berücksichtigt werden. Bei einem Rückbau oder Umbau gelte es, einzelne Objekte fachgerecht zu bergen, einzulagern, zu restaurieren und später möglicherweise an anderer Stelle wieder einzubauen.

Traditionelles Handwerk bleibt gefragt

Nach Angaben der Veranstalter komme dem Bauhandwerk bei diesen Arbeiten eine wichtige Rolle zu. Restauratoren im Handwerk verfügten über Kenntnisse traditioneller Materialien und historischer Bautechniken. Zudem seien sie mit den Anforderungen an Arbeitssicherheit und Objektschutz vertraut.

Der Rückbau und die Umnutzung sakraler Gebäude könnten deshalb ein wachsendes Arbeitsfeld für Restauratoren im Handwerk bilden.

Dr. Andreas Eiynck berichtet aus der Praxis

Referent des Abends ist Dr. Andreas Eiynck. Der Dozent für Bau- und Kunstgeschichte verfüge über langjährige Erfahrung in den Bereichen Kirchenausstattung, Denkmalschutz und Restaurierung. Als Mitglied im Katholikenrat des Bistums Osnabrück kenne er zudem die Herausforderungen bei der Umnutzung sakraler Gebäude.

Eiynck unterrichtet an der Akademie des Handwerks auf Schloss Raesfeld angehende Restauratoren. Während des Vortrags will er das Thema anhand konkreter Beispiele erläutern.

Die Schloss-Gespräche beginnen am Freitag um 19 Uhr auf Schloss Raesfeld.

Drei Schachturniere in Raesfeld für Kinder, Hobbyspieler und Experten

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Der Schachverein Turm Raesfeld/Erle startet mit drei Turnieren für unterschiedliche Spielstärken in die neue Saison. Kinder und Jugendliche, vereinslose Hobbyspieler sowie erfahrene Schachspieler können in Raesfeld antreten und Preise gewinnen.

Ferienschachturnier für Kinder und Jugendliche

Das traditionelle Ferienschachturnier beginnt am Montag, 31. August 2026, um 15 Uhr in der Villa Becker. Die Partien laufen voraussichtlich bis 18 Uhr. Der Verein teilt die Teilnehmer nach Alter und Spielstärke in verschiedene Gruppen ein.

Die Teilnahme ist kostenlos. Auf alle Teilnehmer warten Sachpreise. Der Verein bittet um eine Anmeldung per E-Mail an groemping(at)raesfeld.de.

Internationales Schnellschachturnier um das Wappen von Raesfeld

Beim 27. Internationalen Schnellschachturnier „Wappen von Raesfeld“ treffen erfahrene Spieler, internationale Gäste und Titelträger aufeinander. Das Turnier startet am Samstag, 5. September 2026, um 10.30 Uhr in der Mensa der Julia-Koppers-Schule.

Teilnehmer erhalten dabei auch die Gelegenheit, gegen einen Großmeister anzutreten. Neben Geldpreisen vergibt der Veranstalter Ratingpreise in verschiedenen DWZ-Gruppen.

Das Startgeld bei Voranmeldung beträgt 15 Euro für Erwachsene und 8 Euro für Jugendliche. Anmeldungen nimmt der Verein per E-Mail an bergemann.erle(at)posteo.de entgegen.

Kostenloses Turnier für vereinslose Hobbyspieler

Am Sonntag, 1. November 2026, richtet der Schachverein ab 11 Uhr ein Turnier für Hobbyspieler in der Villa Becker aus. Teilnehmen können ausschließlich Spieler, die derzeit für keinen Schachverein spielberechtigt sind.

Der genaue Turniermodus richtet sich nach der Teilnehmerzahl und den Wünschen der Spieler. Vorgesehen sind fünf oder sechs Runden nach dem Schweizer System. Dabei werden jeweils punktgleiche Gegner einander zugelost. Für jede Partie stehen jedem Spieler 15 Minuten Bedenkzeit zur Verfügung.

Die Teilnahme ist kostenlos. Als Preise warten Gutscheine des Ortsmarketings Raesfeld. Für Verpflegung zu günstigen Preisen sei gesorgt. Anmeldungen sind per E-Mail an groemping(at)raesfeld.de sowie am Turniertag bis 10.45 Uhr vor Ort möglich.

Raesfelder bei Unfall in Heiden schwer verletzt

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Ein 62-jähriger Pedelecfahrer aus Raesfeld hat bei einem Verkehrsunfall in Heiden schwere Verletzungen erlitten. Ein Rettungshubschrauber flog ihn in die Universitätsklinik Münster.

Der Raesfelder fuhr am Dienstag, 25. August, gegen 22.15 Uhr auf dem Schafsweg in Richtung Halterner Straße. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei habe er beim Überqueren der Lembecker Straße einen Motorradfahrer übersehen, der aus Richtung Heiden gekommen sei.

Das Motorrad und das Pedelec stießen im Kreuzungsbereich zusammen. Der 17 Jahre alte Motorradfahrer aus Dorsten erlitt leichte Verletzungen. Seine 16-jährige Mitfahrerin aus Velen blieb unverletzt.

Während der Unfallaufnahme sperrte die Polizei die Lembecker Straße im Bereich der Unfallstelle vollständig.

Schlosskulisse, Livemusik und Genuss bei Raesfeld in Sommerlaune

Die Veranstaltungsreihe „Raesfeld in Sommerlaune“ geht in die vorletzte Runde. Am Freitag, 28. August 2026, treffen Live-Musik und Gastronomie von 17 bis 22 Uhr an der Schlosskapelle aufeinander.

Danielo & Raffa spielen an der Schlosskapelle

Das Restaurant Zur Schlosskapelle gehört zum zweiten Mal zu den Gastgebern der Veranstaltungsreihe. Im vergangenen Jahr beteiligte sich das Lokal erstmals an der Sommerlaune.

Für die Musik sorgen Danielo & Raffa. Das Duo spielt einen Mix aus Rock, Pop sowie italienischen und lateinamerikanischen Klängen. Die Bühne steht in der Kulisse des Wasserschlosses Raesfeld.

Currywurst, Gyros und Nudelpfanne

Auf der Speisekarte stehen Currywurst mit Pommes frites, griechisches Gyros und eine Gemüsenudelpfanne. Getränke bietet das Restaurant ebenfalls an. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Die örtlichen Gastronomen organisieren die Sommerlaune gemeinsam mit dem Ortsmarketing Raesfeld. Die Reihe umfasst acht aufeinanderfolgende Freitage vom 17. Juli bis zum 4. September 2026.

Veranstaltungsort

Restaurant Zur Schlosskapelle
Freiheit 17
46348 Raesfeld
Telefon: 02865 3515490

Abschluss auf dem Rathausplatz

Die letzte Sommerlaune des Jahres folgt am Freitag, 4. September 2026, auf dem Rathausplatz. Dort tritt Musiker Rainer Migenda auf. Gastgeber sind das Rathauscafé und Zum Dorfwirt bei Anton.

Hedwig Köllner feiert ihren 101. Geburtstag

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Sechs Jahre lang gehörte Hedwig Köllner zum Leben in Erle. Nach einem Sturz hatte ihr Sohn sie 2020 aus Essen-Borbeck zu sich geholt. Besonders gern sei sie durch den Tiergarten am Schloss spaziert oder habe die Nachmittage auf der Terrasse verbracht. Am Dienstag, 25. August, feierte sie nun ihren 101. Geburtstag im Marienheim in Schermbeck.

Wer der Jubilarin an diesem Vormittag begegnet, merkt schnell: Die Zahl 101 steht für sie nicht im Mittelpunkt. Viel stärker fallen ihr herzliches Lachen, ihre wachen Reaktionen und ihre Freude über die zahlreichen Glückwünsche auf. Gemeinsam mit ihrer Familie und einem besonderen Gratulanten aus dem Rathaus verbrachte sie ihren Ehrentag.

„Mir geht’s gut. Und was will ich denn mehr?“, sagt Hedwig Köllner und lächelt. Ein wenig aufgeregt sei sie an diesem Morgen zwar schon. Schließlich stehen Besuche, Glückwünsche und Fotos auf dem Programm. Doch von der Unruhe lässt sie sich die gute Stimmung nicht nehmen. Immer wieder lacht sie, scherzt mit ihrem Sohn Erwin und ihrer Schwiegertochter Rita und verfolgt aufmerksam, was um sie herum geschieht.

Stellvertretender Bürgermeister gratuliert persönlich

Gegen 11 Uhr bekommt die Jubilarin offiziellen Besuch. Der stellvertretende Bürgermeister Ulrich Stiemer überbringt die Glückwünsche der Gemeinde Schermbeck und zeigt sich beeindruckt von der 101-Jährigen. „101 – niemals“, sagt er mit Blick auf die gut gelaunte Seniorin. Vor allem ihre positive Ausstrahlung fällt ihm sofort auf.

Stiemer ist überzeugt, dass eine optimistische Haltung einen großen Unterschied machen kann. Genau davon bringt Hedwig Köllner an diesem Vormittag reichlich mit. „Ich lache gerne“, sagt sie selbst. Auch auf die Frage, wie es ihr gehe, folgt ohne langes Überlegen eine positive Antwort.

Bei einem gemeinsamen Getränk entwickelt sich schnell ein lebhaftes Gespräch. Es geht um Schermbeck, frühere Bürgermeister, das Älterwerden, Familie und Veränderungen im Ort. Stiemer erzählt aus seinem eigenen Leben und seiner langjährigen beruflichen Tätigkeit in der Medizintechnik. Zwischendurch wird immer wieder gescherzt. Für die 101-Jährige ist der Besuch sichtbar kein steifer Pflichttermin, sondern eine willkommene Abwechslung.

Ein langes Leben mit vielen Erinnerungen

Hedwig Köllner wurde 1925 geboren und verbrachte einen großen Teil ihres Lebens in Essen-Borbeck. Ihre Jugend fiel in eine Zeit, die von Krieg und Entbehrungen geprägt war. Die Jahre des Zweiten Weltkriegs erlebte sie als junge Frau ganz bewusst mit. Bombenangriffe auf Essen und die Zerstörungen in ihrer unmittelbaren Umgebung gehörten damals zum Alltag. Auch die Familie selbst blieb von den Folgen des Krieges nicht verschont.

Ihr Vater arbeitete im Bergbau und wurde deshalb vom Militärdienst freigestellt, war jedoch im Rettungs- und Hilfsdienst eingesetzt. Besonders die schweren Luftangriffe auf Borbeck hinterließen Spuren. Häuser und Infrastruktur wurden zerstört – Erinnerungen, die auch viele Jahrzehnte später Teil ihrer Lebensgeschichte geblieben sind.

Nach dem Krieg begann für Hedwig Köllner ein neuer Lebensabschnitt. Bei einer Tanzveranstaltung lernte sie ihren späteren Mann Albert kennen, der aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt war. Er habe gut singen können, erinnert sich die Familie. Die beiden heirateten, und wenig später kam ihr einziger Sohn Erwin zur Welt.

Familie spielte für Hedwig Köllner seitdem eine zentrale Rolle. Ihr Sohn beschreibt seine Mutter als Frau, für die das gemeinsame Leben immer an erster Stelle stand. Zu Hause wurde musiziert, gefeiert und Zeit miteinander verbracht. Ihr Mann griff gerne zur Gitarre, und auch eine Mundharmonika gehörte bei familiären Zusammenkünften schon einmal dazu.

Diese Jahrzehnte liegen inzwischen weit zurück. Doch wenn Sohn Erwin von früher erzählt, hört seine Mutter aufmerksam zu. Vieles hat sich verändert – ihre Freude an Gesellschaft ist geblieben.

Von Essen über Erle nach Schermbeck

Nach dem Tod ihres Mannes lebte Hedwig Köllner zunächst weiterhin allein. Später zog sie zu ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter nach Erle. Rund sechs Jahre lebte sie dort mit der Familie.

Mit zunehmendem Alter wurde der Alltag im nicht barrierefreien Zuhause jedoch schwieriger. Besonders nachdem sie stärker auf den Rollstuhl angewiesen war, musste die Familie nach einer langfristigen Lösung suchen. Sohn Erwin erinnert sich, dass vieles irgendwann nur noch mit großem Aufwand möglich gewesen sei – etwa beim Duschen oder bei Wegen innerhalb des Hauses.

Das Marienheim kannte Hedwig Köllner zu diesem Zeitpunkt bereits gut. Während Urlaubszeiten ihrer Angehörigen hatte sie dort über mehrere Jahre hinweg immer wieder einige Wochen in der Kurzzeitpflege verbracht.

Als schließlich ein Platz frei wurde, fiel die Entscheidung deshalb leichter. Die Umgebung und einige Menschen im Haus waren ihr bereits vertraut. Heute lebt sie seit rund zwei Jahren im Marienheim und fühlt sich dort wohl.

Familie schaut regelmäßig vorbei

Eine wichtige Rolle spielt weiterhin ihre Familie. Sohn Erwin und Schwiegertochter Rita besuchen sie häufig und kümmern sich um vieles, was im Alltag anfällt. Auch Enkel und inzwischen ein Urenkelkind gehören zur Familie.

Während des Gesprächs zeigen die Angehörigen Fotos und erzählen Geschichten aus früheren Jahren. Man merkt schnell, wie eng das Verhältnis ist. Hedwig Köllner hört aufmerksam zu, mischt sich ein und lässt sich auch das eine oder andere Familienfoto genau zeigen.

Dass ihre Mutter mit 101 Jahren noch so wach und gut gelaunt ist, freut auch Sohn Erwin. Größere Schmerzen habe sie nicht, berichtet er. Zwar könne sie inzwischen nicht mehr selbstständig laufen und sei auf den Rollstuhl angewiesen, doch sie nimmt weiterhin Anteil an dem, was um sie herum passiert.

Hauptsache ein Lächeln

An ihrem Geburtstag selbst scheint Hedwig Köllner vor allem eines zu genießen: dass Menschen zu ihr kommen und Zeit mit ihr verbringen. Besuch mag sie ohnehin gerne. Dazu kommt an diesem Tag eine ganze Reihe von Glückwünschen.

Auch äußerlich legt sie Wert darauf, sich für ihren Ehrentag herauszuputzen. Schmuck gehört für sie dazu – gerne auch mehr als eine Kette. Der Friseurbesuch vor dem Geburtstag durfte ebenfalls nicht fehlen.

Doch am stärksten bleibt ihr Lachen in Erinnerung. Hedwig Köllner wirkt nicht wie jemand, der sich ständig mit der Zahl 101 beschäftigt. Sie nimmt den Tag, wie er kommt, freut sich über Gesellschaft und macht bei beinahe jedem Scherz mit.

„Ich lache gerne“, sagt sie. Vielleicht ist gerade dieser Satz die passendste Beschreibung für die 101-Jährige.

Stiemer jedenfalls hat bereits das nächste Ziel ausgegeben: Er würde gerne noch viele weitere Geburtstage mit ihr feiern. Die Jubilarin reagiert darauf so, wie sie es an diesem Vormittag immer wieder tut – mit einem Lächeln.

1. Kleiderflohmarkt im Sommer: Froschkönig kommt nach Erle

Gut erhaltene bis fast neuwertige Damen- und Herrenkleidung sowie Kinderkleidung zieht am Samstag auf dem Dorfplatz Böckenhoff neben dem HUB in Erle ein. Von 11 bis 14 Uhr lädt der Froschkönig Raesfeld dort erstmals zu einem Sommerflohmarkt ein. Zwischen aktuellen Kleidungsstücken und unterschiedlichen Größen dürfte sich so manches Teil für eine zweite Runde im Kleiderschrank finden.

Dagmar Vogt vom Froschkönig Raesfeld präsentiert Kleidung für den ersten Kleiderflohmarkt auf dem Dorfplatz Böckenhoff in Erle.
Modische Kleidung für Damen sucht in Erle neue Besitzerinnen. Beim ersten Kleiderflohmarkt des Froschkönigs darf gestöbert, anprobiert und für den guten Zweck eingekauft werden..
Foto: Petra Bosse

Gute Kleidung soll wieder getragen werden

Dagmar Vogt leitet ehrenamtlich den Froschkönig Raesfeld, der mit der Kirchengemeinde St. Martin und der Caritas kooperiert. In den vergangenen Monaten kamen zahlreiche Kleiderspenden zusammen.

„Wir haben sehr hochwertige, teilweise sogar neue Sachen dabei“, sagt Vogt. Das Angebot reiche von Damen- und Herrenkleidung in unterschiedlichen Größen bis zu Kinderkleidung. Auch viele aktuelle Kleidungsstücke seien darunter.

Vor allem möchte das Team verhindern, dass gut erhaltene Kleidung lange im Lager liegt oder schließlich vernichtet werden muss. „Die Sachen sollen noch in diesem Jahr verkauft und vor allem getragen werden“, sagt Vogt. Der Sommerflohmarkt gibt den Kleidungsstücken damit eine zweite Chance.

Premiere auf dem Dorfplatz Böckenhoff

„Mit dem ersten sommerlichen Kleiderflohmarkt probiert der Froschkönig ein neues Format aus.“ „Wir möchten erst einmal schauen, wie das Angebot angenommen wird“, erklärt Vogt. Läuft die Premiere gut, könne der Froschkönig solche Flohmärkte künftig wiederholen, möglicherweise zu unterschiedlichen Zeiten und an verschiedenen Orten in der Gemeinde.

Beim Preis bleibt vieles unkompliziert. Die meisten Sachen gibt der Froschkönig gegen eine Spende ab. Besonders hochwertige Kleidungsstücke tragen einen festen Preis.

Ein paar Euro mehr dürfen es gerne sein

Und weil hinter dem Flohmarkt ein karitativer Zweck steht, darf die Spendierfreude beim Bezahlen gerne etwas größer ausfallen. Wer den vorgesehenen Betrag freiwillig aufrundet, ist ausdrücklich willkommen. Auch wer beim Stöbern nichts Passendes findet, darf selbstverständlich etwas in die Spendenkasse geben.

Das Geld fließt nach Abzug der Kosten in karitative Projekte. „Die Einnahmen kommen Einrichtungen und Vereinen in der Gemeinde Raesfeld zugute“, erklärt Vogt. Allein in diesem Jahr habe der Froschkönig bereits 12.000 Euro gespendet.

Spiegel steht bereit, bei der Umkleide heißt es improvisieren

Wer ein Kleidungsstück direkt ausprobieren möchte, kann einen Blick in den bereitstehenden Spiegel werfen. Eine Umkleidekabine gibt es auf dem Dorfplatz allerdings nicht. Hier heißt es improvisieren. „Eine Decke halten wir gerne bereit“, sagt Vogt.

Der 1. Sommerflohmarkt des Froschkönigs Raesfeld findet am Samstag von 11 bis 14 Uhr auf dem Dorfplatz Böckenhoff neben dem HUB in Erle statt.

Hinweis: Kleiderspenden werden während des Kleiderflohmarkts an diesem Tag nicht angenommen.

Mehr vom Froschkönig Raesfeld gibt es hier ➡️ Der Froschkönig Raesfeld

Ein Auge fürs Wesentliche: Tim Herberholz arbeitet dort, wo andere nicht hinkommen

Die alte Kirsche steht dort, wo niemand einen Baum haben möchte, der gefällt werden muss: ganz hinten, am Schnittpunkt von vier Gärten, weit entfernt von der Straße. Schuppen, Zäune und dichter Bewuchs lassen kaum Platz. Rund zehn Meter ist der Baum hoch. Nach mehreren kranken Jahren ist er im Winter abgestorben. Nun muss Tim Herberholz hinauf.

Efeu und Knöterich haben den Baum erobert. Das Holz ist nicht mehr stabil, ein großer Ast wächst zur falschen Seite und ragt über einen Nachbarschuppen. Hubsteiger oder Autokran kommen hier nicht hin. Also muss die Kirsche Stück für Stück abgetragen werden, kletternd am Seil.

Bevor die Motorsäge aufheult, betrachtet Herberholz Wurzeln, Stamm und Verzweigungen. „Das Wichtigste ist morgens erst einmal die Baumansprache“, sagt Tim Herberholz, der in Wulfen einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb führt und seit 2006 beruflich als Baumsteiger arbeitet. Wie sicher steht der Baum noch? Wo könnten sich Faulstellen verbergen? Welcher Ast wird zuerst entfernt?

Tim Herberholz in luftigen Höhen. Hier muss er sehr konzentriert vorgehen. Foto: Borgwardt

Für ihn ist es ganz normal

Seile, Karabiner und Sicherungen hängen am Klettergurt, die Motorsäge an seiner Seite. Herberholz bewegt sich konzentriert zwischen den Ästen. Dass er nur mit einem Auge sieht, fällt kaum auf.

Seit seinem dritten Lebensjahr trägt er ein Glasauge. Als Behinderung empfindet er das nicht. So nimmt er die Welt seit jeher wahr. „Ich muss den Kopf mehr drehen, um das auszugleichen, was mir im Gesichtsfeld fehlt“, erklärt er.

Tim Herberholz ist nach jahrelanger Erfahrung routiniert am Baum. Foto: Borgwardt

Die eigentliche Hürde lag nicht im Baum, sondern auf dem Weg dorthin. Für die Höhenarbeiten brauchte er eine arbeitsmedizinische Bescheinigung. Wegen des fehlenden räumlichen Sehens wollte ihm diese zunächst kaum jemand ausstellen. Erst ein Arbeitsmediziner gab grünes Licht.

Im Alltag bestätigen sich die Bedenken nicht. Er greift sicher nach Werkzeugen, schätzt Abstände ein und bewegt sich routiniert in der Krone. „Man muss wirklich nachdenken und für viele Sachen Gefühl haben“, sagt er. Gefühl für das Holz, die Spannung in einem Ast und den Moment, in dem ein Plan geändert werden muss.

Tim Herberholz hat inzwischen 20 Jahre Erfahrung als Baumsteiger. Foto: Borgwardt

Vom Heizungsbauer in die Baumkrone

Herberholz ist gelernter Heizungsbauer und Meister. Als es nach 2005 in diesem Bereich wenig Arbeit gab, kam er über einen Bekannten zu einem Baumdienst in Bochum. Zunächst häckselte er Äste und räumte nach Fällungen auf, bald übernahm er selbst erste Arbeiten.

Daraus entwickelte sich sein Betrieb in Wulfen. Heute gehören neben Baumfällungen und Baumpflege auch Garten- und Landschaftsbau zum Angebot. Die Wurzeln liegen bis heute in den Baumkronen.

Bis zu 30 Meter hoch ist Herberholz bereits geklettert. Die zehn Meter der alten Kirsche wirken dagegen überschaubar. Doch der enge Garten, das tote Holz und die Schuppen unter der Krone lassen kaum Raum für Fehler.

Für seine Arbeit verfügt Tim Herberholz über einen großen Werkzeugpark. Hier sieht man einen Teil davon. Foto: Borgwardt

Ein Team, das ohne viele Worte auskommt

Ein Windstoß kann einen Ast beim Ablassen drehen, morsches Holz anders brechen als erwartet. Manchmal bleiben nur Sekunden, um Schäden zu verhindern. Deshalb braucht Herberholz am Boden Menschen, auf die er sich verlassen kann.

Einer von ihnen ist Lennart Vierhaus aus Haltern, der seit knapp zehn Jahren bei schwierigen Einsätzen hilft. „Wenn Tim anruft, weiß ich: Es gibt einen Spezialauftrag. Das ist nicht 08/15“, sagt er. Wenn Motorsäge und Häcksler laufen, genügen oft Blicke und kleine Bewegungen.

Eine wichtige Stütze hat Tim Herberholz in seiner Freundin Ronja Büdenbender gefunden. Die beiden lernten sich vor einigen Monaten beim Pferdesport kennen, zunächst als Freunde, später wurden sie ein Paar. „Wir können miteinander arbeiten und miteinander leben“, sagt sie.

Zusammen mit seiner Freundin Ronja teilt Tim eine große Leidenschaft für den Reitsport. Foto: Borgwardt

Gefühl für Pferde und Bäume

Pferde begleiten Tim Herberholz fast sein ganzes Leben. Mit sechs Jahren saß er erstmals im Sattel. Der Reitsport ist für ihn Ausgleich und Leidenschaft.

Auch dort hat ihn das Sehen mit einem Auge nie eingeschränkt. Wie bei der Arbeit im Baum kommt es auf Erfahrung, Körpergefühl, Vertrauen und schnelle Reaktionen an. „Auch der Reitsport hat seine Herausforderungen“, sagt Herberholz. „So wie die Arbeit auch.“

Die Risiken seines Berufs redet er nicht klein. Wer morgens merkt, dass er körperlich oder mental nicht fit ist, sollte nicht in den Baum steigen. Herberholz hat Einsätze deshalb schon verschoben. „Wenn die Verfassung nicht passt, muss man es lassen.“

Alles muss griffbereit sein: Beim Baumsteigen hängen die nötigen Werkzeuge am Gürtel. Foto: Borgwardt

Bei der alten Kirsche arbeitet er sich Stück für Stück durch die tote Krone. Unten hält das Team die Seile bereit und lässt die abgesägten Teile kontrolliert zu Boden. Jeder Handgriff muss sitzen.

Lieber als Fällungen sind Herberholz Arbeiten, bei denen ein Baum erhalten werden kann. „Baumkletterei ist einfach anders“, sagt er. „Man muss es eigentlich erlebt haben.“

Am Ende zählt, dass alle heil nach Hause kommen, der Garten sauber hinterlassen wird und der Kunde zufrieden ist. Dass Tim Herberholz dabei nur mit einem Auge sieht, beschäftigt vor allem andere. Für ihn zählen Ruhe, Erfahrung und Gespür für den Baum. Dafür hat er einen ausgesprochen sicheren Blick entwickelt.

„Baumsteigen ist einfach anders“, sagt Tim Herberholz. Foto: Borgwardt

AWO lädt in Erle zu Sagen mit Schmunzelfaktor ein

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Die Autorin Katja Angenent liest am Freitag, 4. September 2026, im AWO-Kaffee in Erle. Im Mittelpunkt stehen überlieferte Geschichten aus dem Münsterland, darunter auch Sagen aus Raesfeld und der näheren Umgebung.

Mehr als Geister und geheimnisvolle Schlösser

Die AWO Raesfeld setzt ihre Veranstaltungsreihe „AWO liest“ fort. Katja Angenent präsentiert ab 18 Uhr ihr Buch „Sagen und Legenden aus dem Münsterland zum Schmunzeln“. Die Lesung findet im AWO-Kaffee & mehr am Höltingswall 3 statt.

Für ihr Buch habe die Autorin mehr als 40 Geschichten aus dem Sagenschatz der Region ausgewählt, neu erzählt und für ein heutiges Publikum aufbereitet. Dabei gehe es nicht nur um Geister, Gespenster und geheimnisvolle Schlösser. Auch Heilige, rätselhafte Naturerscheinungen, märchenhafte Ereignisse sowie Begebenheiten auf Bauernhöfen, Burgen und Schlössern spielten eine Rolle.

Viele dieser Geschichten seien über mehrere Generationen weitererzählt worden und teilweise mehrere hundert Jahre alt. Einige Überlieferungen wirkten absurd oder skurril, andere nähmen ihre Hauptfiguren aufs Korn. Wieder andere hätten den Menschen früher als Erklärung für unerklärliche Ereignisse gedient.

Geschichten aus Raesfeld und der Umgebung

Bei der Lesung sollen auch Sagen und örtliche Bezüge aus Raesfeld und der näheren Umgebung zur Sprache kommen. Das Publikum könne dadurch erfahren, welche Erzählungen über lange Zeit direkt vor der eigenen Haustür weitergegeben worden seien.

Angenent beschränke sich in ihrem Buch nicht auf die Nacherzählung. Sie erläutere kulturelle und historische Hintergründe und gebe Hinweise auf Orte, die mit den jeweiligen Geschichten verbunden seien. Historische Texte über das Münsterland ergänzten die Sammlung. Dazu gehörten auch Werke von Annette von Droste-Hülshoff.

Autorin, Journalistin und Dozentin

Katja Angenent wurde 1982 geboren und arbeitet als freie Journalistin, Autorin und Dozentin für Kreatives Schreiben. Sie studierte Deutsche und Englische Philologie sowie Neuere und Neueste Geschichte in Münster und im niederländischen Leiden. Heute lebt sie in Duisburg und Münster.

Sie gehört der Autorengruppe Semikolon an und veröffentlicht Kurzgeschichten in Anthologien und Zeitschriften. Zudem ist sie Mitherausgeberin zweier westfälischer Anthologien.

Zu ihren eigenen Veröffentlichungen zählen der Kurzgeschichtenband „Die alte Freundin Dunkelheit“, der Fantasykrimi „Die Elfe vom Veitner Moor“ und das Buch „Von Geistern, Gespenstern und Gruselgestalten“.

AWO möchte Kultur nach Erle holen

Mit der Reihe „AWO liest“ möchte die AWO Raesfeld ihr kulturelles Angebot erweitern und Begegnungen in ungezwungener Atmosphäre ermöglichen.

„Gerade solche Veranstaltungen zeigen, dass Kultur nicht weit entfernt stattfinden muss. Wir möchten interessante Menschen nach Erle holen und in unserem AWO-Kaffee Begegnungen ermöglichen, bei denen man gemeinsam zuhören, lachen, Neues erfahren und anschließend miteinander ins Gespräch kommen kann“, erklärt Andreas Erzkamp von der AWO Raesfeld.

Termin und Kartenverkauf

Die Lesung beginnt am Freitag, 4. September 2026, um 18 Uhr im AWO-Kaffee & mehr, Höltingswall 3 in Erle. Der Eintritt kostet vier Euro.

Karten sind erhältlich:

  • im AWO-Kaffee & mehr
  • telefonisch bei Andreas Erzkamp unter 02865 2024801
  • per E-Mail an [email protected]
  • sofern verfügbar an der Abendkasse

Fitnessgruppe Ü50 von Eintracht Erle auf Dreitagestour

Drei Tage, viele Kilometer und jede Menge Gemeinschaft: Die Fitnessgruppe Ü50 von Eintracht Erle war wieder auf Tour. 15 Männer machten sich auf den Weg nach Seppenrade und absolvierten dort drei abwechslungsreiche Etappen.

Fitnessgruppe Ü50 startet bei Regen

Bei regnerischem Wetter startete die Fitnessgruppe Ü50 von Eintracht Erle auf ihre diesjährige Dreitagestour. Johannes Kempken, Heinz Heisterklaus und Walter Knoop hatten die Unterkunft in Seppenrade organisiert und drei Touren vorbereitet.

Am ersten Tag standen rund 75 Kilometer auf dem Programm. Die Strecke führte die 15 Männer zunächst nach Lippramsdorf und anschließend am Wesel-Dattel-Kanal entlang in Richtung Westruper Heide.

Über Datteln und Olfen erreichte die Gruppe schließlich ihr Quartier in Seppenrade.

Fitnessgruppe Ü50 besucht Schloss Nordkirchen

Am zweiten Tag führte die Tour zunächst zum Schloss Nordkirchen. Danach ging es weiter zum Hof May in Drensteinfurt.

Dort gab es für die Radfahrer einiges zu sehen. Auf dem Vollerwerbshof leben rund 3000 Hühner ausschließlich in mobiler Freilandhaltung. Auch die Schweinehaltung erfülle die höchste Haltungsform der Initiative Tierwohl, die Haltungsform 4.

Über Maria Veen und Lembeck zurück nach Erle

Am dritten und letzten Tag warteten noch einmal rund 50 Kilometer auf die Fitnessgruppe Ü50 von Eintracht Erle. Die Strecke führte an den Borkenbergen vorbei über Maria Veen und Lembeck zurück nach Erle.

Nach drei sportlichen Tagen fiel das Fazit eindeutig aus. Der Gruppe hatte die gemeinsame Tour so viel Spaß gemacht, dass das nächste Ziel bereits feststeht.

Auch für 2027 soll es wieder auf Dreitagestour gehen. Das Quartier sei bereits gebucht.

NRW verliert fast 90 Prozent seiner Bauernhöfe

Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Nordrhein-Westfalen ist seit 1949 stark gesunken. Gleichzeitig nahm der Schweinebestand deutlich zu.

Nur noch 33.570 landwirtschaftliche Betriebe

Im Jahr 1949 gab es in Nordrhein-Westfalen rund 272.400 landwirtschaftliche Betriebe. Zusammen bewirtschafteten sie eine Fläche von etwa 1,9 Millionen Hektar.

Im Jahr 2023 zählte IT.NRW nur noch 33.570 Betriebe. Damit ging ihre Zahl innerhalb von rund 75 Jahren um 87,6 Prozent zurück.

Die landwirtschaftlich genutzte Fläche sank im selben Zeitraum auf rund 1,5 Millionen Hektar. Der Rückgang der Betriebe fiel damit erheblich stärker aus als der Verlust an Fläche.

Landwirtschaftliche Betriebe in 80 Jahre NRW
Foto: IT:NRW

Weniger Höfe bewirtschaften größere Flächen

Aus den Zahlen ergibt sich, dass die durchschnittlich bewirtschaftete Fläche je Betrieb deutlich gewachsen ist. Im Jahr 1949 entfielen rechnerisch rund sieben Hektar auf einen Betrieb. Im Jahr 2023 waren es knapp 45 Hektar.

Dabei handelt es sich um Durchschnittswerte. Die tatsächlichen Betriebsgrößen unterscheiden sich je nach Region und Ausrichtung der Höfe.

Schweinebestand steigt um mehr als 350 Prozent

Auch die Tierbestände haben sich verändert. Im Dezember 1950 wurden in Nordrhein-Westfalen fast eine Million Rinder und knapp 1,3 Millionen Schweine gehalten.

Im Mai 2026 waren es gut 1,2 Millionen Rinder und 5,9 Millionen Schweine. Während der Rinderbestand vergleichsweise moderat stieg, nahm die Zahl der Schweine um mehr als 350 Prozent zu.

Damit stehen heute deutlich weniger landwirtschaftliche Betriebe einer größeren Zahl gehaltener Schweine gegenüber.

Quelle: IT:NRW

Sommerlaune kennt kein Verfallsdatum: Preen’s Hoff feiert Premiere

Der Sommerlaune scheint auch im fünften Jahr nicht die Luft auszugehen. Ganz im Gegenteil: Zum fünften Konzert in der Ferienzeit strömten die Besucher in den Biergarten von Preen’s Hoff in Erle. Von 17 bis 23 Uhr gab es dort rund sechs Stunden Musik und gute Laune bei freiem Eintritt. Viele Gäste kamen nicht nur aus Raesfeld, sondern auch aus Schermbeck und dem Kreis Recklinghausen.

Voller Biergarten bei Raesfeld in Sommerlaune auf Preens Hoff
Voller Biergarten bei Raesfeld in Sommerlaune auf Preens Hoff. Foto: Petra Bosse

Premiere im Biergarten von Preen’s Hoff

Für Karin Schulte Kellinghaus und ihr Team war es die erste Teilnahme an der Veranstaltungsreihe. Den Anstoß habe ihre Familie gegeben. „Meine Kinder wollten gerne, dass wir einmal teilnehmen. Dann haben wir überlegt, ob das in diesem Jahr möglich ist. Und heute war es so weit“, sagte die Gastgeberin.

Karin Schulte-Kellinghaus nahm mit Preen’s Hoff erstmals an Raesfeld in Sommerlaune teil
Karin Schulte-Kellinghaus nahm mit Preen’s Hoff erstmals an Raesfeld in Sommerlaune teil und zeigte sich von der großen Besucherzahl überrascht. Foto: Petra Bosse

Die Besucher kamen nicht nur aus Erle und Raesfeld. Auf dem Parkplatz standen auch viele Autos aus Schermbeck und dem Kreis Recklinghausen. Einige Gäste besuchen nach Angaben von Schulte Kellinghaus jeden Freitag einen anderen Veranstaltungsort.

„Ich war total überrascht, wie viele Menschen schon um 17 Uhr gekommen sind“, sagte sie. Während des Abends habe ein ständiges Kommen und Gehen geherrscht. „Die Idee ist grundsätzlich toll. Ich finde die Sommerlaune auf jeden Fall eine schöne Sache.“

Regen hört rechtzeitig auf

Noch kurz vor dem Beginn regnete es kräftig. Pünktlich zum Start klarte der Himmel auf, die Sonne kam heraus und der Biergarten füllte sich.

Auf das wechselhafte Wetter hatte sich das Team vorbereitet. „Wir haben draußen und drinnen alles fertig gemacht und wollten kurzfristig entscheiden, welchen Bereich wir nutzen“, erklärte Schulte Kellinghaus.

Gäste feiern bei Raesfeld in Sommerlaune
Schuhüberzieher für den Regen standen bereit. Foto: Petra Bosse

Auch Schuhüberzieher lagen bereit. „Die Leute sollten keine nassen Füße bekommen. Ich habe immer gesagt: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung“, sagte sie.

Ob Preen’s Hoff im kommenden Jahr erneut teilnimmt, ließ die Gastgeberin zunächst offen. „Das entscheiden wir erst nach der Sommerlaune und nicht vorher.“

Gäste feiern bei Raesfeld in Sommerlaune
Foto: Petra Bosse

Martin Quint Mölleken sorgt für Musik

DJ Martin Quint Mölleken begleitete den Sommerabend mit Schlagern und bekannten Liedern zum Mitsingen und Schunkeln. Als die reguläre Spielzeit gegen 22 Uhr endete, baten die Gäste um weitere Musik.

Da sich in unmittelbarer Nähe keine Wohnhäuser befinden, konnte der Musiker mehrere Zugaben spielen. Bis gegen 23 Uhr versammelten sich die Besucher vor der Bühne und schunkelten gemeinsam zu den Liedern.

Gäste feiern bei Raesfeld in Sommerlaune
Foto: Petra Bosse

Foodtruck zieht zufriedene Bilanz

Für Speisen sorgte Arno Rüb mit seinem Foodtruck. Auch bei ihm bildeten sich während des Abends immer wieder Schlangen. „Es lief super“, sagte Rüb nach der Veranstaltung.

Erstmals mischte sich auch Sabrina Greiwe unter die Besucher. Sie übernimmt künftig die Wirtschaftsförderung der Gemeinde Raesfeld. Greiwe zeigte sich überrascht, wie viele Menschen aus den umliegenden Orten die Sommerlaune besuchen.

Katharina Zeptner und Maria Kowalsky vom Ortsmarketing lernten an diesem Abend erstmals die neue Wirtschaftsförderin der Gemeinde Raesfeld, Sabrina Greiwe, kennen.
Katharina Zeptner und Maria Kowalsky vom Ortsmarketing lernten an diesem Abend erstmals die neue Wirtschaftsförderin der Gemeinde Raesfeld, Sabrina Greiwe, kennen (v.l.). Foto: Petra Bosse

Zwei Sommerlaune Abende stehen noch bevor

Zwei Veranstaltungen folgen noch. Am Freitag, 28. August, gastiert Raesfeld in Sommerlaune an der Schlosskapelle in der Freiheit. Danielo Grillo bringt dort italienische Popmusik auf die Bühne.

Der Abschluss findet am Freitag, 4. September, auf dem Rathausplatz statt. Gastgeber sind das Rathauscafé und Anton. Für die Musik sorgt Sänger Rainer Migenda.

Maria Kowalsky und Diana Brömmel bei Raesfeld in Sommerlaune auf Preen’s Hoff
Die heutige Vorsitzende des Ortsmarketings Raesfeld, Maria Kowalsky (l.), traf bei Preen’s Hoff auf ihre Vorgängerin und Initiatorin der Sommerlaune, Diana Brömmel. Brömmel freute sich darüber, dass die Veranstaltungsreihe seit Jahren so gut angenommen wird. Foto: Petra Bosse

Die Idee hinter Raesfeld in Sommerlaune

Die Idee für die Veranstaltungsreihe entstand bereits 2017/2018 im Vorstand des Ortsmarketings. „Wir haben damals überlegt, wie wir das Dorf im Sommer etwas beleben können, und beschlossen, eine Musikveranstaltung ins Leben zu rufen“, blickt die frühere Vorsitzende Diana Brömmel zurück.

Im ersten Jahr arbeitete das Ortsmarketing noch mit einer auswärtigen Organisatorin zusammen. Nach der Corona-Pause änderte sich das Konzept. Seit Juli 2022 finden die Abende nicht mehr ausschließlich auf dem Rathausplatz, sondern auf Vorschlag der Wirte bei wechselnden Gastronomiebetrieben statt.

„Das ist sehr gut angekommen. Die Wirte lassen sich immer wieder etwas einfallen. Dadurch gibt es Abwechslung bei den Veranstaltungsorten sowie beim Essen und Trinken“, sagt Brömmel. Das Ortsmarketing habe damit ein erfolgreiches Konzept angestoßen, das seit Jahren fortgeführt werde.

Mehr zur Raesfelder Sommerlaune 2026 lesen: Raesfeld in Sommerlaune

Blitzer Kreis Borken: Polizei zieht Bilanz nach Tempokontrollen

Blitzer Kreis Borken: Die Polizei hat nach Tempokontrollen im Kreisgebiet Bilanz gezogen. Von 1154 gemessenen Fahrzeugen waren rund 13 Prozent zu schnell unterwegs.

Nach Angaben der Kreispolizeibehörde Borken richtete der Verkehrsdienst in den vergangenen Tagen acht Messstellen ein. Besonders deutlich fiel ein Verstoß auf der Wüllener Straße in Stadtlohn aus: Dort wurde ein Pkw mit 115 km/h gemessen, obwohl maximal 70 km/h erlaubt waren.

Auch in Raesfeld-Erle waren Geschwindigkeitsmessungen zuletzt Thema: Auf der Marienthaler Straße hatte die Polizei in Raesfeld-Erle 91 km/h gemessen.

Bilanz der Tempokontrollen im Kreis Borken

  • 1154 Fahrzeuge wurden an acht Stellen gemessen.
  • Rund 13 Prozent überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit.
  • 35 Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet.
  • 113 Verwarngelder wurden fällig.
  • Ein Fahrverbot steht nach Polizeiangaben im Raum.

Im Südkreis registrierte die Polizei zudem 76 km/h bei erlaubten 50 km/h auf der B473, Marbecker Straße in Borken. Die Polizei verweist darauf, dass überhöhte Geschwindigkeit und Raserei auch im Kreis Borken weiterhin zu den Hauptunfallursachen zählen.

Was die Zahlen bedeuten

Rund 13 Prozent von 1154 gemessenen Fahrzeugen entsprechen ungefähr jedem achten Fahrzeug in den Kontrollen. Die Polizei nennt in ihrer Mitteilung nicht alle acht Messstellen einzeln, hebt aber die Fälle in Stadtlohn und Borken besonders hervor.

Für Fahrer können deutliche Überschreitungen je nach Einzelfall mehr bedeuten als ein Verwarngeld. Die aktuelle Bilanz zeigt 35 Ordnungswidrigkeitenverfahren und ein Fahrverbot. Gerade auf Strecken mit Einmündungen, Querungen oder wechselnden Tempolimits erhöht zu hohes Tempo das Risiko schwerer Unfallfolgen.

Polizei kündigt weitere Messungen an

Die Bilanz ist keine vollständige Wochenübersicht aller Verkehrsverstöße, sondern bezieht sich auf die acht genannten Messstellen des Verkehrsdienstes. Für Leser ist vor allem die Größenordnung relevant: Die meisten Fahrer hielten sich an die Vorgaben, zugleich reichte die Quote für mehr als hundert Verwarnungen und mehrere Verfahren.

Der Verkehrsdienst will seine Kontrollen in der Woche ab Montag, 24. August 2026, fortsetzen. Ziel sei es, schwere Unfallfolgen zu verhindern und gefährliche Geschwindigkeitsverstöße frühzeitig zu stoppen.

Bildungswerk Raesfeld bietet Malkurs für Kinder an

Das Bildungswerk Raesfeld lädt Kinder von sechs bis elf Jahren zum „Kunst Kids Club“ ein. In dem Malkurs können sie eigene Ideen auf Leinwand umsetzen und dabei ihre Kreativität und ihr Selbstvertrauen stärken.

Bildungswerk Raesfeld lädt ins Atelier ein

Das Bildungswerk Raesfeld bietet am Donnerstag, 3. September 2026, einen Malkurs für Kinder von sechs bis elf Jahren an. Der „Kunst Kids Club“ findet von 16 bis 17.30 Uhr im Atelier „Make Art Not War“, Ährenfeld 9 in Raesfeld, statt.

Unter fachkundiger Begleitung gestalten die Kinder eigene Bilder auf Leinwänden im Format 30 mal 40 Zentimeter. Dabei sollen kreatives Denken, Feinmotorik und Selbstvertrauen gefördert werden.

Malkurs für Kinder in Raesfeld
Foto: Petra Bosse (Archiv)

Teilnahme kostet 34 Euro

Die Teilnehmergebühr für den Kurs des Bildungswerks Raesfeld beträgt 34 Euro.

Interessierte werden gebeten, sich möglichst kurzfristig im Sekretariat des Bildungswerkes unter der Telefonnummer 02865 10073, über die Internetseite www.bw-raesfeld.de oder schriftlich anzumelden.

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