Blitzer Kreis Borken: Die Polizei hat nach Tempokontrollen im Kreisgebiet Bilanz gezogen. Von 1154 gemessenen Fahrzeugen waren rund 13 Prozent zu schnell unterwegs.
Nach Angaben der Kreispolizeibehörde Borken richtete der Verkehrsdienst in den vergangenen Tagen acht Messstellen ein. Besonders deutlich fiel ein Verstoß auf der Wüllener Straße in Stadtlohn aus: Dort wurde ein Pkw mit 115 km/h gemessen, obwohl maximal 70 km/h erlaubt waren.
Auch in Raesfeld-Erle waren Geschwindigkeitsmessungen zuletzt Thema: Auf der Marienthaler Straße hatte die Polizei in Raesfeld-Erle 91 km/h gemessen.
Bilanz der Tempokontrollen im Kreis Borken
- 1154 Fahrzeuge wurden an acht Stellen gemessen.
- Rund 13 Prozent überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit.
- 35 Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet.
- 113 Verwarngelder wurden fällig.
- Ein Fahrverbot steht nach Polizeiangaben im Raum.
Im Südkreis registrierte die Polizei zudem 76 km/h bei erlaubten 50 km/h auf der B473, Marbecker Straße in Borken. Die Polizei verweist darauf, dass überhöhte Geschwindigkeit und Raserei auch im Kreis Borken weiterhin zu den Hauptunfallursachen zählen.
Was die Zahlen bedeuten
Rund 13 Prozent von 1154 gemessenen Fahrzeugen entsprechen ungefähr jedem achten Fahrzeug in den Kontrollen. Die Polizei nennt in ihrer Mitteilung nicht alle acht Messstellen einzeln, hebt aber die Fälle in Stadtlohn und Borken besonders hervor.
Für Fahrer können deutliche Überschreitungen je nach Einzelfall mehr bedeuten als ein Verwarngeld. Die aktuelle Bilanz zeigt 35 Ordnungswidrigkeitenverfahren und ein Fahrverbot. Gerade auf Strecken mit Einmündungen, Querungen oder wechselnden Tempolimits erhöht zu hohes Tempo das Risiko schwerer Unfallfolgen.
Polizei kündigt weitere Messungen an
Die Bilanz ist keine vollständige Wochenübersicht aller Verkehrsverstöße, sondern bezieht sich auf die acht genannten Messstellen des Verkehrsdienstes. Für Leser ist vor allem die Größenordnung relevant: Die meisten Fahrer hielten sich an die Vorgaben, zugleich reichte die Quote für mehr als hundert Verwarnungen und mehrere Verfahren.
Der Verkehrsdienst will seine Kontrollen in der Woche ab Montag, 24. August 2026, fortsetzen. Ziel sei es, schwere Unfallfolgen zu verhindern und gefährliche Geschwindigkeitsverstöße frühzeitig zu stoppen.


























