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PoliTour 2026 im Kreis Borken startet im Münsterland

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Motorradfahren begeistert viele Menschen im Kreis Borken. Genau diese Begeisterung greift die PoliTour 2026 auf. Am Sonntag, 31. Mai 2026, laden die Polizeibehörden gemeinsam mit Partnern zu einer geführten Ausfahrt durch das Münsterland ein. Ziel ist es, Fahrspaß und Verkehrssicherheit miteinander zu verbinden.

Geführte Touren starten an mehreren Orten

Die PoliTour 2026 beginnt ab 8.45 Uhr in mehreren Gruppen. Startpunkte sind Recklinghausen, Marl, Haltern am See, Nottuln und Borken. Erfahrene Motorradpolizistinnen und Motorradpolizisten begleiten die Teilnehmenden.

Alle Gruppen fahren zum Verkehrsübungsplatz des ADAC in Haltern am See. Dort endet die Veranstaltung mit einer gemeinsamen Abschlussaktion.

Praxisnahe Trainings unterwegs

Auf den Strecken sind mehrere Stationen eingeplant. Dort erhalten die Teilnehmenden praktische Einblicke in sicheres Motorradfahren. Themen sind unter anderem Gefahrenwahrnehmung, Fahrtechnik und Erste Hilfe. Die Inhalte werden anschaulich vermittelt und können direkt erlebt werden.

Austausch auf Augenhöhe

„Die PoliTour ist für uns eine ideale Gelegenheit, direkt mit Motorradfahrenden ins Gespräch zu kommen, und das nicht im Kontrollkontext, sondern auf Augenhöhe“, sagt die Recklinghäuser Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen. „Unser Ziel ist, für typische Risiken zu sensibilisieren und konkrete Tipps zu geben, die sofort im Fahralltag umgesetzt werden können.“

Sicherheit im Kreis Borken im Fokus

Auch im Kreis Borken hat das Thema eine besondere Bedeutung. „Motorradfahren gehört fest zu unserer Region, umso wichtiger ist es, das Bewusstsein für sicheres Verhalten zu stärken“, betont Landrat Dr. Kai Zwicker. „Die PoliTour schafft genau diesen Zugang: praxisnah, direkt und ohne erhobenen Zeigefinger.“

Für den Kreis Coesfeld hebt Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr den Mitmach-Charakter hervor. „Wir setzen bewusst darauf, die Teilnehmenden aktiv einzubinden. Wer selbst übt und Situationen durchspielt, nimmt deutlich mehr mit als aus reiner Theorie. Das macht die PoliTour so wertvoll für die Verkehrssicherheitsarbeit.“

Breite Unterstützung durch Partner

Die PoliTour 2026 wird von zahlreichen Partnern unterstützt. Dazu gehören die Verkehrswacht Recklinghausen-Land, das ADAC Fahrsicherheitszentrum, das DRK, der Motorradclub BlueNights sowie der Verein VMS Vereinigte Motorradstaffel und weitere Organisationen.

Anmeldung ab sofort möglich

Für die Teilnahme stehen insgesamt 120 Plätze zur Verfügung. Die Anmeldung ist ab sofort per E-Mail möglich. Die Plätze werden auf die verschiedenen Startorte verteilt. Ein Wunschstartort kann bei der Anmeldung angegeben werden.

Anmeldung per E-Mail an: [email protected] [email protected] [email protected]

Raesfeld: Die Bullemänner – zu wahr, um schön zu sein

Lassen Sie sich in die unglaubliche Welt des westfälischen Kontinents entführen und erleben Sie höchste Fabulierkunst, überwältigende Schaubilder und gefühlvolle Musik – eingebettet in ein fantastisches Kuddelmuddel.

Wie immer stehen die zweibeinigen Stars im Mittelpunkt der großartigen Show und verzaubern die Zuschauer:innen. Und: Die haben gut lachen!

Jede Regung der begnadeten Körper erzählt eine westfälische Heldensage, transportiert Schönheit und Natürlichkeit und macht „Murks“ zu einem unvergesslichen und einmaligen Erlebnis.

Auch wenn sich die Menschen im und auf dem Lande fragen: „Klimawandel, gespaltene Gesellschaft, Demokratie in Gefahr: Haben wir es vermurkst?“ Die Bullemänner haben dazu eine klare Haltung – ganz nach Karl Valentin: „Jedes Ding hat drei Seiten – eine positive, eine negative und eine komische.“ Die Bullemänner – zu wahr, um schön zu sein.

Das Bildungswerk Raesfeld bietet diese Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Nießing Gastronomie GmbH am Sonntag, den 26.04.2026 von 18:00 Uhr bis 20:30 Uhr im Hecheltjen`s Hof, Isseltalweg 9 in 46499 Hamminkeln-Brünen an. Einlass ist um 17:00 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 25 €.

Karten für diese Veranstaltung erhalten Sie im Sekretariat des Bildungswerkes unter der Tel.-Nr. 02865 10073. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.bw-raesfeld.de.

Frischer Rückenwind im Vorstand der Kolpingsfamilie Erle

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Die Kolpingsfamilie Erle hat am 19. April ihre Generalversammlung im HUB Erle abgehalten. Neben einem Rückblick auf das vergangene Jahr standen Ehrungen, Berichte und Wahlen auf dem Programm. Am Ende blieb noch Zeit für Gespräche in geselliger Runde.

Am Sonntag, den 19. April, kamen die Mitglieder der Kolpingsfamilie Erle im HUB Erle zusammen. Vorsitzender Ludger Askamp begrüßte die Anwesenden. Zu Beginn wurde der Mitglieder gedacht, die im vergangenen Jahr verstorben sind.

Ehrungen für langjährige Treue

Ein besonderer Moment war die Ehrung langjähriger Mitglieder. Für 25 Jahre Zugehörigkeit wurden Martina Schlüter, Wolfgang Schlüter, Heike Tempelmann und Ewald Tempelmann ausgezeichnet.

Jahresrückblick mit Bildern

Schriftführerin Martina Schlüter blickte auf ein abwechslungsreiches Jahr zurück. Fotos von Klaus Grömping ergänzten den Bericht und erinnerten an viele gemeinsame Veranstaltungen.

Den Kassenbericht stellte Rita Gülker vor. Die Kassenprüfer Heinz-Peter Hard und Alois Kerkhoff bestätigten eine einwandfreie Führung der Kasse. Die Mitglieder entlasteten daraufhin den gesamten Vorstand.

Frischer Rückenwind im Vorstand der Kolpingsfamilie Erle

Auch personell gab es Veränderungen. Martina Schlüter wurde als Schriftführerin bestätigt, Thomas Rössmann übernimmt weiterhin die Aufgabe als Beisitzer. Neu als Kassenprüferinnen gewählt wurden Annegret Gülker und Christa Dutz.

Gemeinsamer Abschluss

Um 12.00 Uhr endete die Versammlung mit dem Lied „Wir sind Kolping“. Danach kamen die Mitglieder noch bei einer Suppe zusammen und nutzten die Gelegenheit zum Austausch.

Neues MTF für Jugendfeuerwehr Raesfeld

Die Jugendfeuerwehr Raesfeld wächst und übernimmt viele Aufgaben im Ort. Der Hauptausschuss berät am 27. April 2026 über ein zusätzliches Mannschaftstransportfahrzeug. Es geht um Entlastung im Alltag und mehr Einsatzbereitschaft.

Hauptausschuss entscheidet

Der Hauptausschuss befasst sich mit dem Kauf eines gebrauchten Mannschaftstransportfahrzeuges für die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Raesfeld. Der Rat soll dem erstmaligen Kauf zustimmen. Die Verwaltung möchte ein gebrauchtes Fahrzeug für bis zu 42.000 Euro beschaffen.

Fahrzeuge stoßen an Grenzen

„Bei größeren Aktionen reicht die Fahrzeuganzahl nicht mehr aus“, sagte Norbert Altrogge. Derzeit stehen drei Mannschaftstransportfahrzeuge zur Verfügung. Deshalb würden regelmäßig Einsatzfahrzeuge genutzt. „Das bedeutet, dass sie im Alarmfall fehlen können“, so Altrogge.

Jugendfeuerwehr wächst

Die Jugendfeuerwehr zählt zum Stichtag 31. Dezember 2025 insgesamt 34 Mitglieder im Alter zwischen 12 und 18 Jahren, davon 7 weiblich und 27 männlich.

Im Jahr 2025 wurden 12 Jungen und ein Mädchen neu aufgenommen. Für dieses Jahr wird erwartet, dass 2 Jungen und 5 Mädchen in die aktive Wehr übergehen. Die Jugendfeuerwehr stelle damit einen wichtigen Nachwuchsfaktor für die Feuerwehr dar, heißt es in der Vorlage.

Neben 38 Übungsabenden im Jahr 2025 mit einer Teilnahmequote von 80 Prozent engagieren sich die Jugendlichen regelmäßig im örtlichen Gemeinschaftsleben. Dazu gehören unter anderem Martins- und Nikolausumzüge sowie das Osterfeuer. Auch Zeltlager und Ausflüge sind fester Bestandteil der Arbeit.

Kosten und Nutzung

Die Kosten liegen bei rund 42.000 Euro. 40.000 Euro sind im Haushalt eingeplant. Das Fahrzeug soll nicht nur für die Jugendfeuerwehr, sondern auch im Einsatz flexibel genutzt werden.

Jahreshauptversammlung 2026: Heimatverein Erle zieht starke Bilanz

Die Jahreshauptversammlung 2026 des Heimatvereins Erle zeigt: Das Engagement vor Ort ist ungebrochen. Mitglieder, Projekte und die wachsende Bedeutung der Femeiche prägen die Arbeit des Vereins. Auch personelle Veränderungen standen im Mittelpunkt des Abends.

Rückblick auf ein aktives Vereinsjahr

Erstmals fand die Jahreshauptversammlung im HUB Erle statt. Der Vorsitzende Carlo Behler zog dabei eine positive Bilanz. Besonders hob er die Arbeit der „Brejpottspöllers“ hervor. In zwei Plattdeutsch-AGs engagieren sich rund 40 Kinder aus Grundschule und Sekundarstufe.

Neben festen Terminen wie dem Maikranzaufhängen, dem Sommerfest und einem plattdeutschen Nachmittag treten die Gruppen auch regelmäßig in Altenheimen und bei Seniorennachmittagen auf. Dort präsentieren sie Sketche und Märchen auf Plattdeutsch.

Preisverleihung im Kult Borken
Siegerehrung: plattdeutschen Kreativwettbewerb des Kreises Borken im Kult. Foto: Heimatverein Dorsten

Kinder erfreuen ihr Publikum mit plattdeutschen Sketchen und Märchen. Beim plattdeutschen Kreativwettbewerb des Kreises Borken erreichten sie im Jahr 2025 den zweiten Platz mit dem Bewegungsrhythmus „Wenn ick äs ut de Schoole komm, wat könn ick dann wall wärn.“

Zudem betreut die Leiterin der AGs, Ingrid Horstmann, die Grundschüler in Erle beim Schreibwettbewerb des Heimatbundes der Herrlichkeit Lembeck zum Thema „Was bedeutet mir Heimat?“

Investitionen und Projekte für die Zukunft

Auch bei der Pflege der historischen Stationen gibt es Fortschritte. Dank der Förderung durch die Kleiderbörse „Froschkönig“ in Raesfeld in Höhe von 2.000 Euro kann der Austausch der verwitterten Holzrahmen von sieben älteren Geschichtsstationen des Heimatvereins durch wetterbeständige Metallrahmen umgesetzt werden.

Auch die Babywiese hinter der Erler Mühle wächst weiter. Inzwischen wurden 128 Obstbäume für Kinder gepflanzt. Wege, Blühstreifen sowie Blumen- und Kräuterbeete machen das Gelände zu einem Aufenthaltsort für Familien. Geplant ist eine überdachte Sitzbank für bis zu zwölf Personen. Eine Förderung über die Leader-Region Hohe Mark ist beantragt.

Überdachte Sitzbank auf der Erler Babywiese
Der Verein plant die Aufstellung einer überdachten Sitzbank für 12 Personen, die durch die beantragte Förderung von Seiten der Leader-Region Hohe Mark verwirklicht werden kann. Foto: Heimatverein Erle

Femeiche gewinnt weiter an Bedeutung

Seit der Neugestaltung des Geländes vor einem Jahr ist die Zahl der Besucher an der Femeiche deutlich gestiegen. Das zeigt sich an mehr Einträgen in den Gästebüchern und einer höheren Nachfrage nach Flyern. Insgesamt fanden 18 Führungen mit 252 Teilnehmenden statt.

Autobahnschild A31 mit der Erler Femeiche
Foto: Heimatverein Erle

Ein weiterer Erfolg ist die Aufstellung eines touristischen Hinweisschildes auf die Femeiche an der A 31. Dank der Unterstützung des Landes NRW, das 70 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 24.700 Euro übernahm, sowie der Gemeinde Raesfeld, der Volksbank Raesfeld und Erle, der Sparkasse Westmünsterland und der Bürgerstiftung Raesfeld Erle Homer konnte das Schild am 23. Oktober 2025 nördlich der Abfahrt Schermbeck errichtet werden.

Präsenz in Medien und Literatur

Die Femeiche wird zudem überregional wahrgenommen. Sie ist Teil des Reiseführers „(R)echt sehenswert“ von Professor André Niedostadek. Das Buch stellt 77 Orte der Rechtsgeschichte in Deutschland vor. Auch in sozialen Netzwerken ist die Femeiche präsent. Ein Reporter der Lokalzeit Essen produzierte kurze Videos vor Ort. Darin tritt Carlo Behler in seiner Rolle als Freigraf auf.

Austausch auf Kreisebene

Vier Tage vor der Versammlung fand die Frühjahrstagung der Heimatvereine des Südkreises Borken in Erle statt. Nach einer Führung an der Femeiche trafen sich die Vertreter im Silvesterhaus. Geleitet wurde die Tagung vom stellvertretenden Kreisheimatpfleger Paul Korte. Im Mittelpunkt stand der Austausch über die Arbeit der Vereine.

Abschied nach mehr als zwei Jahrzehnten

Ein besonderer Moment war die Verabschiedung von Hildegard Gülker. Sie verlässt nach 21 Jahren auf eigenen Wunsch den Vorstand. Gülker prägte die Arbeit des Vereins maßgeblich, vor allem durch ihr Engagement bei den „Koffieköppkes“. Dort wird sie weiterhin aktiv bleiben.

Hildegard Gülker wird vom Vorsitzenden Carlo Behler mit Blumenstrauß und Dankestafel beim Heimatverein Erle verabschiedet
Hildegard Gülker wird vom Vorsitzenden Carlo Behler mit Blumenstrauß und Dankestafel beim Heimatverein Erle verabschiedet. Foto: Heimatverein Erle

Zum Abschluss der Versammlung blickten die Mitglieder noch einmal in Bildern und Berichten auf das vergangene Jahr zurück. Traditionell endete der Abend mit dem gemeinsamen Singen des Erler Liedes.

Weitere Nachrichten aus der Vereinswelt finden Sie hier. ➡️ Heimatverein

Tempo 30 Schermbecker Straße: Vorschlag für den Ortskern Erle

Tempo 30 Schermbecker Straße steht im Fokus des Hauptausschusses am 27. April. Die Verwaltung möchte eine Geschwindigkeitsreduzierung im Ortskern von Erle anregen. Ziel sei es, mehr Sicherheit für Fußgänger zwischen zentralen Einrichtungen.

Beim Thema Tempo 30 Schermbecker Straße geht es um die Balance zwischen Verkehr und Aufenthaltsqualität im Dorfkern.

Verwaltung schlägt Tempo 30 auf Teilstück vor

Nach dem Beschlussvorschlag soll die Verwaltung beim Kreis Borken anregen, das Tempo auf der Schermbecker Straße zu senken. Statt 50 km/h könnten im ersten Schritt zwischen den Hausnummern 16 und 28 künftig 30 km/h gelten.

Schermbecker Straße, Ortseinfahrt. Tempo 30-Zone geplant
Ortseinfahrt Erle, ab Haus Nr. 28 ist eine Tempo 30-Zone geplant. Foto: Petra Bosse/Montage

Ein Alternativvorschlag sieht vor, die Strecke bis zur Einmündung Marienthaler Straße auszuweiten. Dann würde Tempo 30 zwischen den Hausnummern 16 und 42 gelten. Grundlage sind bereits geführte Gespräche zwischen Verwaltung, Straßenverkehrsbehörde und Straßen.NRW. Dabei wurde deutlich, dass eine Reduzierung im engeren Abschnitt grundsätzlich vorstellbar ist.

Viele Einrichtungen auf engem Raum

Die Schermbecker Straße (L607) teilt den Ortskern von Erle in zwei Bereiche mit zahlreichen öffentlichen, sozialen und kulturellen Einrichtungen.

Auf der einen Seite liegen unter anderem Kirche, Pfarrheim, Bücherei, betreutes Wohnen sowie die Kornbrennerei Böckenhoff. Gegenüber befinden sich Bäckerei, Volksbank, Grundschule, Feuerwehr, Jugendhaus und das neu errichtete Dorfgemeinschaftshaus HUB.

Zwischen diesen Einrichtungen herrscht ganzjährig reger Fußgängerverkehr. Mit der Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses dürfte dieser weiter zunehmen.

Raesfeld-Erle-Dorfmitte
Foto: Petra Bosse/Montage

„Tempo 30 würde bestehendes Fahrverhalten absichern“

Norbert Altrogge von der Ordnungs- und Sozialverwaltung erklärte, man empfehle für diesen Bereich eine entsprechende Anregung beim Kreis Borken. Eine Reduzierung auf 30 km/h sei zwischen den Hausnummern 16 und 28 grundsätzlich vorstellbar.

Das rund 200 Meter lange Teilstück ist kurvig und werde bereits heute von vielen Verkehrsteilnehmern langsamer als mit 50 km/h befahren. Eine offizielle Begrenzung würde dieses Verhalten rechtlich absichern und für mehr Klarheit sorgen.

Erweiterung rechtlich möglich, aber umstritten

Im weiteren Verlauf befindet sich auf Höhe der Häuser 33 und 36 ein Fußgängerüberweg. Nach Angaben des Kreises Borken können Tempo-30-Abschnitte in solchen Bereichen auf bis zu 300 Meter ausgeweitet werden. Damit wäre eine Verlängerung bis zur Marienthaler Straße grundsätzlich möglich.

Gleichzeitig mache der Straßenbaulastträger deutlich, dass keine baulichen Veränderungen vorgesehen seien. Die Straße sei in diesem Abschnitt gerade, gut einsehbar und mit rund 7,50 Metern vergleichsweise breit.

Die Verwaltung geht deshalb davon aus, dass eine reine Beschilderung ohne zusätzliche Maßnahmen wie Verengungen oder Aufpflasterungen nur begrenzt wirken würde. Zudem könnte eine längere Tempo-30-Strecke von Verkehrsteilnehmern als überzogen wahrgenommen werden.

Aus diesen Gründen empfiehlt die Verwaltung, auf die erweiterte Variante zu verzichten und sich auf den kürzeren Abschnitt zu konzentrieren.

Rückblick

Im Dezember 2018 hat der Rat der Gemeinde Raesfeld das Dorfentwicklungskonzept „Gemeinde Raesfeld Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept“ beschlossen.

Plan-Skizze-Stand Mai 2020: Gemeinde Raesfeld

Darin war vorgesehen, die Femeiche stärker in den Fokus zu rücken. Unter anderem war angedacht, ergänzende Infrastruktur für Einheimische und Gäste aller Generationen in räumlicher Nähe zu schaffen (Stand Juni 2020).

Verbindung zwischen Femeiche und Dorfmitte

In diesem Zusammenhang sollte auch die Verbindung zwischen Femeiche und Dorfmitte gestärkt und attraktiver gestaltet werden. Der Verlauf der Schermbecker Straße zwischen der Kornbrennerei und der ehemaligen Hofstelle Böckenhoff führte bislang zu einer deutlichen Barrierewirkung im Ortskern von Erle.

Diese sollte nach den damaligen Überlegungen in enger Abstimmung mit dem Straßenbaulastträger Straßen.NRW durch eine Reduzierung der Geschwindigkeit sowie durch unterstützende bauliche Maßnahmen verringert werden.

Geheimnisvolle Zitterpappel: Baum des Jahres 2026

Geheimnisvolle Zitterpappel im Fokus: Die oft übersehene Baumart ist „Baum des Jahres 2026“. In Nordrhein-Westfalen zeigt sie, wie wichtig sie für den Waldumbau und die Artenvielfalt ist. Gerade zum Tag des Baumes am 25. April lohnt sich ein genauer Blick.

Warum die Zitterpappel ihren Namen trägt

Die Zitterpappel, auch Espe genannt, fällt durch ihre rundlichen, fein gezähnten Blätter auf. Diese sind selbst bei leichtem Wind ständig in Bewegung. Ursache sind flach gedrückte Blattstiele, die das typische „Zittern“ auslösen.

Früher rankten sich Mythen um den Baum. Heute ist bekannt: Die Bewegung schützt die Blätter vor Überhitzung und verbessert die Lichtaufnahme.

Zitterpappel in Nordrhein-Westfalen weit verbreitet

In Nordrhein-Westfalen wächst die Zitterpappel vor allem auf offenen oder gestörten Flächen. Dazu zählen Waldränder, Brachflächen oder Bereiche nach Stürmen und Dürreperioden.

Gerade nach Schäden in Fichtenbeständen zeigt die Espe ihre Stärke. Sie wächst schnell, ist anspruchslos und gehört zu den ersten Baumarten, die solche Flächen besiedeln. Häufig entsteht gemeinsam mit Birken oder Weiden ein sogenannter Pionierwald. Dieser bereitet den Boden für spätere Mischwälder mit Buche, Eiche oder Tanne vor.

Wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen

Ökologisch ist die Zitterpappel von großer Bedeutung. Mehr als 100 Insekten- und Flechtenarten nutzen sie als Lebensraum. Besonders Schmetterlinge sind auf ihre Blätter angewiesen. Auch Vögel profitieren davon, da sie in den Bäumen Nahrung finden. So entsteht ein enges Zusammenspiel verschiedener Arten.

Vielseitige Nutzung des Holzes

Das Holz der Zitterpappel ist leicht, weich und zugleich stabil. Es wird unter anderem für Verpackungen, Sperrholz und im Innenausbau genutzt. Aufgrund seiner splitterarmen Eigenschaften eignet es sich auch für Saunabänke oder Spielgeräte.

Robuste Baumart mit Zukunft

Laut Wald und Holz NRW spielt die Baumart eine wichtige Rolle für den Wald der Zukunft. Sie hilft bei der Wiederbewaldung und schafft Lebensräume für zahlreiche Arten.

Wer genau hinschaut, erkennt sie leicht: Die leise flimmernden Blätter sind ein typisches Merkmal. Im Herbst fällt die Espe zudem durch ihre leuchtend gelbe Färbung auf.

Wer genau hinschaut, erkennt sie leicht: Die leise flimmernden Blätter sind ein typisches Merkmal. Im Herbst fällt die Espe zudem durch ihre leuchtend gelbe Färbung auf.

Raesfelder Grundschüler sorgen für Trommelzauber und Afrika-Feeling

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Musikalische Klangreise durch Afrika in Raesfeld: Rund 400 Grundschüler der St.-Sebastian-Schule begeisterten bei der Abschlussaufführung des Projekttages „Trommelzauber“. Eltern und Gäste erlebten Trommeln, Tanz und Gesang hautnah.

Abschlussaufführung begeistert Publikum

„Komm, wir gehen nach Tamborena, alle Kinder dieser Welt!“, schallte es aus etwa 400 Kehlen durch die Zweifachsporthalle in Raesfeld. Die Grundschüler der St.-Sebastian-Schule präsentierten ihre musikalischen und tänzerischen Darbietungen zum Abschluss des Projekttages „Trommelzauber“ und begeisterten mehrere hundert Zuschauer.

„DJ Dr. Fofo“ vom Trommelzauber-Team führte Kinder und Eltern dabei auf eine musikalische Klangreise durch Afrika. Den ganzen Tag über standen Trommeln, Singen und Tanzen auf dem Programm. Gleichzeitig lernten die Kinder den Kontinent Afrika sowie das Leben der Menschen und Tiere näher kennen.

Tänze und Rhythmen aus Afrika

Am Vormittag hatte jeder Jahrgang einen eigenen Tiertanz eingeübt. Gruppen wie Gazellen, Giraffen, Elefanten und Affen präsentierten ihre Choreografien am Nachmittag vor Familien und Freunden. Begleitet von Trommelrhythmen und afrikanischen Gesängen wurden auch die Zuschauer aktiv eingebunden.

Dank an Förderverein

Schulleiter Thomas Schlüter dankte allen Mitwirkenden. Besonders hob er den Förderverein hervor, der das Trommelprojekt finanziell ermöglicht habe. Alle vier Jahre findet das Trommelzauberprojekt an der Raesfelder Grundschule zur Förderung der Gemeinschaft und zur Stärkung des Selbstwertgefühls statt.

Unfallflucht Raesfeld Brinkstraße: Geparktes Fahrzeug beschädigt

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Unfallflucht in Raesfeld auf der Brinkstraße: Ein geparktes Fahrzeug wurde am Mittwoch beschädigt. Der Verursacher entfernte sich vom Unfallort. Die Polizei bittet um Hinweise.

Geparktes Auto in Raesfeld beschädigt

Raesfeld. Ein bislang unbekannter Autofahrer hat am Mittwoch, 22. April 2026, ein geparktes Fahrzeug auf der Brinkstraße in Raesfeld beschädigt. Bei dem Wagen handelt es sich um einen silbernen Audi, der in der Zeit von 09.30 Uhr bis 15.50 Uhr am Fahrbahnrand abgestellt war.

Nach Angaben der Polizei touchierte der Verursacher das Auto hinten rechts. Anschließend entfernte er sich von der Unfallstelle, ohne seinen Pflichten nachzukommen.

Polizei sucht Zeugen nach Unfallflucht in Raesfeld

Die Polizei bittet um Hinweise zum Unfallgeschehen. Wer Beobachtungen gemacht hat oder Angaben zum Verursacher machen kann, wird gebeten, sich beim Verkehrskommissariat in Borken unter Tel. (02861) 9000 zu melden.

Wunschkennzeichen Kreis Borken online reservieren ab 1. Mai 2026

Wunschkennzeichen im Kreis Borken online reservieren: Ab dem 1. Mai 2026 startet ein neuer Service der Kfz-Zulassungsstelle. Bürgerinnen und Bürger können Kennzeichen bequem von zuhause aus sichern und verlängern. Auch die Bezahlung erfolgt künftig direkt online.

Neuer Online-Service für Wunschkennzeichen im Kreis Borken

Die Kfz-Zulassungsstelle des Kreises Borken erweitert ihr digitales Angebot. Ab dem 1. Mai 2026 können Bürgerinnen und Bürger ihr Wunschkennzeichen eigenständig online reservieren oder verlängern. Der Service ist unter www.kreis-borken.de/wunschkennzeichen erreichbar.

Mit der Einführung entfällt die bisherige Zahlung der Reservierungsgebühr am Schalter. Die Gebühren können direkt online beglichen werden. Auf der Internetseite stehen zudem weiterführende Informationen rund um das Thema Wunschkennzeichen bereit.

Telefonische Reservierung entfällt künftig

Mit dem neuen Angebot stellt der Kreis Borken die telefonische Reservierung ein. Auch bestehende Wunschkennzeichen können künftig nicht mehr telefonisch verlängert werden.

Für Personen ohne Zugang zum Online-Service bleibt jedoch eine Alternative bestehen. Sie können im Rahmen eines Zulassungsvorgangs vor Ort in der Kfz-Zulassungsstelle weiterhin ein Wunschkennzeichen auswählen.

Hinweis zum i-Kfz-Verfahren

Im Zusammenhang mit dem internetbasierten Zulassungsverfahren i-Kfz weist der Kreis Borken auf eine wichtige Unterscheidung hin. Die Auswahl eines sogenannten Verbleibskennzeichens ist nicht gleichbedeutend mit einer Wunschkennzeichenreservierung.

Ein Verbleibskennzeichen bleibt beim bisherigen Fahrzeug und kann nicht auf ein neues Fahrzeug übertragen werden. Wird ein Fahrzeug über das i-Kfz-Portal abgemeldet, bleibt das Kennzeichen in der Regel etwa einen Monat für die bisherige Halterin oder den bisherigen Halter reserviert.

Dirigent Simon Meads bringt neuen Schwung zu den Erler Jägern

Simon Meads bringt frischen Schwung zu den Erler Jägern. Mit neuem Dirigenten und neu aufgestelltem Vorstand startet das Blasorchester in die Zukunft. Die Tradition bleibt dabei fest verankert.

Beim Blasorchester Erler Jäger hat es in den vergangenen Monaten personelle Veränderungen gegeben. Mit Simon Meads als neuem Dirigenten und einem neu besetzten Vorstand richtet sich der Verein neu aus.

Simon Meads übernimmt die musikalische Leitung

Seit Januar leitet Simon Meads die Probenarbeit des Orchesters. Der Musiker aus Steinfurt habe das Ensemble mit seiner fachlichen Kompetenz und seiner offenen Art überzeugt. Ihm sei ein gutes Miteinander wichtig.

Bereits beim Probewochenende im September 2025 habe es den ersten Kontakt gegeben. Obwohl zunächst ein anderer Kandidat im Fokus gestanden habe, habe es mit Meads sofort „gefunkt“. Diese Entscheidung werde inzwischen von allen Beteiligten mitgetragen.

In den Proben sorge der neue Dirigent mit klaren Vorstellungen und einer strukturierten Arbeitsweise für eine konzentrierte Atmosphäre. Gleichzeitig lege er Wert darauf, dass die Freude an der Musik erhalten bleibe.

Der neue Vorstand-Blasorchester Erler Jäger
Der neue Vorstand-Blasorchester Erler Jäger v.l..  Jan-Bernd Bleker, Melanie Becker, Sophia Bleker, Florian Witte. Foto: Presse

Neuer Vorstand übernimmt Verantwortung

Auch im Vorstand hat es Veränderungen gegeben. Melanie Becker ist neue Vorsitzende des Vereins. Sophia Bleker wurde als zweite Vorsitzende im Amt bestätigt.

Florian Witte ist künftig für die Finanzen zuständig. Das Amt des Schriftführers hat Jan-Bernd Bleker übernommen.

Ehrung für langjährige Mitgliedschaft

Ein fester Bestandteil des Vereinslebens bleibt die Ehrung langjähriger Mitglieder. Für 25 Jahre Zugehörigkeit wurde Hannah Nießing ausgezeichnet. Der Verein würdigt damit ihr Engagement und ihre Verbundenheit.

Erler Jäger setzen auf Kontinuität und neue Ideen

Ziel der neuen musikalischen Leitung ist es, das bestehende Repertoire zu pflegen und zugleich neue Akzente zu setzen. Künftig sollen auch moderne Stücke stärker berücksichtigt werden.

Die Erler Jäger sehen sich damit gut aufgestellt für die kommenden Auftritte. Der Verein verbindet neue Ansätze mit der Pflege seiner gewachsenen Strukturen

Save the Date: Weinfest 2026 in Borken

Das Borkener Weinfest 2026 lädt über Pfingsten auf den Marktplatz ein. Vom 21. bis 25. Mai stehen Genuss, Musik und Geselligkeit im Mittelpunkt. Besucherinnen und Besucher erwartet eine vielfältige Auswahl an Weinen und kulinarischen Angeboten.

Weinfest 2026 in Borken startet über Pfingsten

In Borken geht das beliebte Weinfest 2026 in die neunte Runde. Vom 21. bis zum 25. Mai verwandelt sich der Marktplatz erneut in einen Treffpunkt für Weinliebhaberinnen und Weinliebhaber.

Über das Pfingstwochenende präsentieren Winzerinnen und Winzer aus fünf verschiedenen deutschen Anbaugebieten ihre Weine. Das Angebot reicht von Rotwein über Rosé bis hin zu Weißwein und bietet für jeden Geschmack den passenden Tropfen.

Musik und Kulinarik begleiten das Weinfest 2026 in Borken

Neben dem Wein erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches kulinarisches Angebot. Für die passende Atmosphäre sorgt stimmungsvolle Musik an allen Veranstaltungstagen.

„Wir freuen uns darauf, Weinliebhaberinnen und Weinliebhaber sowie alle, die es noch werden möchten, auf dem 9. Borkener Weinfest begrüßen zu dürfen.“

Öffnungszeiten im Überblick

Das Weinfest 2026 in Borken ist zu folgenden Zeiten geöffnet:

  • Donnerstag, 21. Mai 2026: 16 bis 24 Uhr
  • Freitag, 22. Mai 2026: 16 bis 24 Uhr
  • Samstag, 23. Mai 2026: 16 bis 24 Uhr
  • Sonntag, 24. Mai 2026: 16 bis 24 Uhr
  • Montag, 25. Mai 2026: 12 bis 18 Uhr

Weitere Veranstaltungen am Pfingstwochenende

Ein weiteres Highlight am Pfingstwochenende ist das große Pfingstturnier des ZRFV Borken.

Weitere Informationen zum Weinfest 2026 in Borken sind online unter borken.de/weinfest abrufbar.

Kläranlage Raesfeld: Politik vertagt Entscheidung zum Millionen-Ausbau

Die Kläranlage Raesfeld steht vor einem Millionenprojekt. In der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses wurde deutlich, wie komplex die Planungen sind und warum die Politik die Entscheidung zunächst in den Rat verschoben hat. Klar ist, die Kapazität reicht in den nächsten Jahren nicht mehr für die Gemeinde Raesfeld aus.

Kläranlage Raesfeld arbeitet am Limit

Die Kläranlage Raesfeld-Erle ist bereits heute stark ausgelastet. Nach Einschätzung der Fachplaner wird die Kapazität in den kommenden Jahren nicht mehr ausreichen, um das anfallende Abwasser der Gemeinde Raesfeld zuverlässig zu bewältigen.

Die Planungen stellte das Ingenieurbüro Rummler + Hartmann aus Havixbeck im Bau- und Umweltausschuss vor. Die Präsentation dauerte rund eine Stunde. Vielen Ausschussmitgliedern war das Thema jedoch zu umfangreich, um direkt zu entscheiden. Die Abstimmung wurde vertagt.

Alte Kläranlage in Raesfeld wird erweitert
Foto: Petra Bosse

5,7 Millionen Euro für die Kläranlage Raesfeld

Für den Ausbau der Kläranlage Raesfeld sind Investitionen von rund 5,7 Millionen Euro vorgesehen. Etwa 4,47 Millionen Euro entfallen auf die Erweiterung der Kapazitäten. Weitere 1,22 Millionen Euro sind für die Modernisierung bestehender Anlagenteile eingeplant.

Kostenentwicklung bleibt unsicher

Zur Höhe der veranschlagten Kosten stellte Andreas Erzkamp, Fraktionsvorsitzender SPD, eine direkte Frage: „Können die Kosten auch geringer ausfallen?“ Planer Manfred Rummler antwortete darauf knapp: „Das ist voraussehbar eher nach oben.“ Er fügte hinzu, dass die weitere Entwicklung auch von der politischen Lage abhänge.

Bürgermeister Dirk Kuhmann verwies anschließend auf die Unsicherheiten der Kalkulation: „Die Zahlen sind von heute. Die Lage kann sich ändern, auch weil sich Ausschreibungen bis 2027 ständig verändern. Deshalb können wir am Ende keine exakten Kosten nennen.“

Direkter Zulauf in Klärbecken
Abwasserzulauf ungereinigt aus Raesfeld. Foto: Petra Bosse

Neue Becken und moderne Technik geplant

Bauingenieurin Isabell Thomas erläuterte die geplanten Maßnahmen. Vorgesehen ist unter anderem ein neues Belebungsbecken mit 30 Metern Durchmesser. Dieses wird mit zwei Rührwerken ausgestattet und arbeitet mit einer intermittierenden Belüftung. Dabei wird die Luftzufuhr gezielt unterbrochen, um Stickstoff effizient zu entfernen und gleichzeitig Energie zu sparen.

Kläranlage in der Gemeinde Raesfeld muss erweitert werden.
Das ist die Station, in der die Grobstoffe wie Papier usw. bereits entfernt wurden. In der Mitte arbeiten sauerstoffarme Bakterien, im äußeren Bereich sauerstoffreiche Bakterien. Sie bauen die Stoffe ab und wandeln sie um. Foto: Petra Bosse

Zusätzlich sind geplant:

  • ein neues Nachklärbecken
  • ein Rücklaufschlammpumpwerk
  • ein Filtratspeicher mit rund 800 Kubikmetern Volumen

Parallel dazu wird die bestehende Anlage modernisiert. Die Kläranlage stammt aus dem Jahr 1985 und ist in Teilen technisch überholt. Unter anderem müssen Räumer im Sandfang und im Nachklärbecken erneuert werden.

Mehr Kapazität dringend nötig

Wie Planer Manfred Rummler erläuterte, läuft die Einleitungserlaubnis der Anlage Ende 2027 aus. Gleichzeitig steigt der Bedarf. Die Kapazität soll von derzeit 10.000 auf künftig 15.000 sogenannte Einwohnerwerte erhöht werden.

Mit den geplanten Maßnahmen würde die Anlage ein Gesamtvolumen von rund 6.200 Kubikmetern erreichen.

Abwasser aus Raesfeld im Klärbecken
Braune Brühe: Altes Mischbecken mit Abwasser direkt aus Raesfeld und noch nicht aufgearbeitet. Foto: Petra Bosse

Diskussion um vierte Reinigungsstufe

Ein weiteres Thema ist die mögliche Einführung einer vierten Reinigungsstufe. Diese soll Rückstände wie Medikamente oder Pestizide aus dem Abwasser entfernen. Ob und wann diese Pflicht kommt, ist noch offen.

Aktuell ist die Kläranlage Raesfeld für drei Reinigungsstufen ausgelegt.

Weitere Maßnahmen und offene Fragen

Neben den großen Bauprojekten sind zusätzliche Arbeiten vorgesehen:

  • neue Schaltanlagen
  • neue Sandfänge
  • bessere Isolierung von Leitungen

Außerdem soll ein Sanitärcontainer aufgestellt werden, da im bestehenden Betriebsgebäude keine Trennung von Arbeits- und Privatkleidung möglich ist.

Offen ist weiterhin, ob ein neuer Fällmittelbehälter für rund 300.000 Euro erforderlich ist. Dazu laufen Gespräche mit dem Regierungspräsidium.

Gereinigtes Abwasser in der Kläranlage
Was am Ende, nach all den zahlreichen Prozessen der Reinigung übrig bleib, ist glasklares Wasser. Foto: Petra Bosse

Fertigstellung frühestens 2028

Der Baubeginn ist für Frühjahr 2027 geplant. Die Fertigstellung könnte etwa ein Jahr später erfolgen. Bis dahin müsste die Einleitungserlaubnis verlängert werden.

Die Idee, die Abwärme der Anlage für Fernwärme zu nutzen, wurde verworfen. Laut Planung ist dies wegen der Lage und fehlender Abnehmer nicht wirtschaftlich.

Entscheidung vertagt

Die Ausschussmitglieder wollen die umfangreichen Unterlagen zunächst in ihren Fraktionen beraten. Anschließend soll in einer der nächsten Ratssitzungen über den weiteren Verlauf der neuen Kläranlage in Raesfeld entschieden werden.

46 Jahre Blumenmarkt auf Buddes Hof

Seit 46 Jahren verwandelt sich der Hof von Peter Budde alljährlich für rund acht bis zehn Wochen zu einem der größten Blumenmärkte im Umkreis von 50 Kilometern rund um Dorsten.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google uebermittelt.

Anfangs hatte der Hof im nördlichen Ruhrgebiet, der seit über 300 Jahren in Familienbesitz ist, nicht im Geringsten etwas mit Blumen zu tun. Vielmehr handelte es sich früher um eine Landwirtschaft mit Landfleischerei.

Foto: Privat

Die 1980er Jahre

1980 beschloss Peter Budde Geranien auf der Hoffläche mit anzubieten. Die Nachfrage nach den verkauften Geranien wuchs, sodass immer mehr von den Balkonpflanzen den Weg zum Hof fanden. Durch die große Nachfrage wurde der Blumenmarkt in den Jahren immer größer und das Sortiment immer umfangreicher.

 „Hatten wir zu Beginn der 1980er Jahre zunächst einige Aufsteller mit Geranien auf dem Platz vor dem Haus, wurde es im Laufe der Jahre immer mehr Fläche, auf der wir Pflanzen präsentierten. Heute reicht das Sortiment bis weit über sechzig verschiedene Sorten hinaus und wir nutzen die komplette Freifläche auf unserem Hof in Holsterhausen“, erzählt Peter Budde. Somit wurde Buddes Hof zu einer der schönsten Blumenschauen des Ruhrgebietes.

Die zweite Generation

Mittlerweile sind Tochter Maren und ihr Ehemann Holger schon viele Jahre in zweiter Generation dabei und werden den Blumenmarkt auch nach dem Rückzug des Urgesteins Peter Budde weiterführen. „Ich bin ja quasi damit groß geworden und sammle seit meiner Kindheit Erfahrungen auf unserem Blumenmarkt. Die Arbeit mit den Pflanzen liegt mir im Blut und auch der Umgang mit den Kunden macht mir riesigen Spaß. Viele kennen wir schon seit Jahren, da entsteht oft eine ganz persönliche Verbindung“, erzählt Maren mit einem Lächeln.

 „Mir würde heute wirklich etwas fehlen, wenn hier nicht jedes Jahr für acht bis zehn Wochen richtig was los ist auf dem Hof.“ Ihr Vater ergänzt lachend: „Ein paar Jährchen werde ich wohl noch machen und die zweite und dritte Generation unterstützen. Ganz so schnell werden die beiden mich nicht los!“ 

Der besondere Service

Allerdings ist nicht nur das Kaufen von auffallenden Blumen, Pflanzen aller Art, Kräutern, Gemüse und auch von Blumenerde und Dünger möglich. Buddes Hof bietet auch einen einzigartigen Gratis-Service an. 

Kunden können vor Ort ihre Balkonkästen mit den erworbenen Pflanzen bepflanzen lassen und müssen für die Bepflanzung und die Blumenerde nichts bezahlen. „Die Kunden zahlen nur die Pflanzen. Lediglich das Mitbringen eines Balkonkastens oder eines Topfes ist nötig um den Dienst bei Kauf in Anspruch zu nehmen“, sagt Peter Budde. 

Regionalität

Die Pflanzen des Blumenmarktes stammen ausschließlich von regionalen Gartenbetreibern in der Nähe. „Wir hegen und pflegen von jeher die Verbundenheit zu unseren Geschäftspartnern. Das schafft nicht nur ein vertrauensvolles Verhältnis sondern sorgt auch für eine gleichbleibend gute Qualität der von uns angebotenen Pflanzen“, weiß Peter Budde. 

Ausflug ins Grüne

„Wir sind nicht einfach nur der Ort, an dem Menschen seit vielen Jahren Beet-, Balkon- und Kräuterpflanzen kaufen. Einen Besuch bei uns kann man wundervoll mit einem Ausflug ins Grüne verbinden“, erzählt Peter Budde. 

Schon von jeher nutzten Besucher des Blumenmarktes, vor allem aus den umliegenden größeren Städten des Ruhrgebietes, die Natur um Buddes Hof zu einem Spaziergang. Viele zog es noch etwas weiter nördlich in das direkt anliegend beginnende Münsterland. „Andersherum zog es die Besucher aus dem Münsterland nach einem Besuch bei uns weiter ins Ruhrgebiet.“ 

Am Steinwerk 40, 46284 Dorsten

Telefon: 02362 / 6 13 92

Web: www.buddeshof.de 

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 8.30 – 18.30 Uhr

Samstags: 8.30 – 17.00 Uhr, Sonntags: 11.00 – 16.00 Uhr

Feiertage: Auch am 1. Mai und Christi Himmelfahrt (14. Mai) 11:00 bis 16:00 Uhr

Beim Laden der Karte werden Daten an Google uebermittelt.

Erle: Planung Fahrradständer und Bordsteinabsenkunge sorgten für Diskussionen

Die Planung für Fahrradständer und eine Bordsteinabsenkung am HUB Erle hat im Bau- und Umweltausschuss für intensive Debatten gesorgt. Am Ende wurde der Beschluss vertagt. Die Entscheidung soll nun im Rat fallen.

Bereits zu Beginn der Beratung wurde deutlich, dass die Planung zu Fahrradständern und Bordsteinabsenkung am HUB Erle für längere Diskussionen sorgen würde. Nach einer Sitzungsunterbrechung wurde die Entscheidung schließlich auf die kommende Ratssitzung vertagt.

Geplante Fahrradständer Erle-Silvesterstraße
Geplante Fahrradständer und eine Bordsteinabsenkung von 2 Meter vor dem HUB Erle und der Apotheke in Erle-Silvesterstraße. Skizze: Gemeinde Raesfeld

Kritik an der Beschlussvorlage

Auslöser der Debatte war Kritik aus der CDU-Fraktion. Tobias Honvehlmann (CDU) erklärte: „Die Beschlussvorlage basiert nicht auf dem von der CDU-Fraktion gestellten Antrag und in der Vorlage steht etwas anderes, als besprochen war.“

Die Verwaltung hatte sich nach eigenen Angaben intensiv mit dem Antrag beschäftigt. Gerd Roters vom Bauamt Raesfeld erläuterte, dass die ursprüngliche Idee nach einem Ortstermin so nicht umsetzbar sei.

Planung für neue Fahrradständer vor der Apotheke und dem HUB in Erle
Geplant sind Fahrradständer zwischen den zwei Bäumen und ein weiterer recht vom Baum. Foto: Petra Bosse

Probleme durch Baumwurzeln

Ein zentrales Problem seien zwei Bäume im betroffenen Bereich. Laut Bernd Roters gehe von ihnen eine Unfallgefahr aus. „Das Pflaster wird durch die Wurzeln stark angehoben und ist eine Stolperfalle für Fußgänger, die vorher beseitigt werden muss.“

Weiter sagte er: „Das ganze Pflaster rund um die zwei Bäume ist strubbelig und wir wissen nicht, was wir da tun können.“ Klar sei jedoch auch, dass Handlungsbedarf bestehe.

Dicke Baumwurzel heben die Pflasterstein auf dem Bürgerstein an.
Gefahrenstelle: Dicke Baumwurzel heben die Pflasterstein auf dem Bürgerstein an.

Im Zuge der Planung spielt auch der angrenzende Parkplatz eine Rolle. Um Platz für Fahrradständer und die geplante Querung zu schaffen, soll das auslaufende Ende des Parkplatzes verkürzt werden. Eine Verlegung der Fahrradständer Richtung Apotheke wurde ebenfalls diskutiert, sei aber aufgrund von Eigentumsverhältnissen schwierig umzusetzen.

Diskussion um Bordsteinabsenkung

Auch die geplante Bordsteinabsenkung wurde hinterfragt. Andreas Erzkamp (SPD) wies darauf hin, dass es bereits direkt vor dem Eingang des HUB Erle eine Absenkung gebe und stellte die Notwendigkeit einer weiteren infrage.

Anlieferungsbereich vor dem HUB Erle an der Silvesterstraße
Kein Parkplatz, sondern Anlieferungsbereich mit abgesenkter Bordsteinkante vor dem HUB Erle. Foto: Petra Bosse

Roters stellte klar, dass die vorhandene Absenkung nicht als Querung gedacht sei: Sie diene ausschließlich der Anlieferung von Waren für das HUB Erle.

Hintergrund der Planung

Konkret geht es um Fahrradständer im Eingangsbereich von Apotheke und HUB Erle sowie um eine behindertengerechte Querung der Silvesterstraße.

Ausgangspunkt war ein Antrag der CDU-Fraktion vom 3. Dezember 2025. Darin wurde die Verwaltung beauftragt zu prüfen, ob eine Bordsteinabsenkung zwischen der Einfahrt zum neuen Parkplatz neben der Volksbank und der Apotheke möglich und verkehrlich sinnvoll sei. Die Verwaltung erarbeitete daraufhin eine Planung für einen fußläufigen Übergang sowie ergänzend für Fahrradständer. Diese wurde bereits am 2. Februar 2026 im Arbeitskreis Grünflächen bei einer Ortsbesichtigung vorgestellt.

Kosten und weiteres Vorgehen

Die Kosten für die Maßnahmen werden auf rund 20.000 Euro geschätzt. Im Haushalt stehen im Bereich der Straßenunterhaltung insgesamt 200.000 Euro zur Verfügung. Sollten diese Mittel nicht ausreichen, müssten zusätzliche Gelder bereitgestellt werden.

Eine endgültige Entscheidung zur Planung Fahrradständer und Bordsteinabsenkung HUB Erle soll nun in der kommenden Ratssitzung fallen.

Böckenhoff-Platz: So soll der neue Dorfplatz in Erle heißen

Der neue Dorfplatz in Erle bekommt einen Namen. Laut Vorschlag der Gemeindeverwaltung Raesfeld soll die Fläche künftig „Böckenhoff-Platz“ heißen. Damit soll die Geschichte des Ortes sichtbar bewahrt werden.

Der neu hergestellte Dorfplatz in Erle soll nach dem Willen der Verwaltung als „Böckenhoff-Platz“ benannt werden. Ziel sei es, die historische Bedeutung des Standortes dauerhaft im Ortsbild zu verankern.

Böckenhoff-Platz Erle erinnert an frühere Hofstelle

In seiner Sitzung am 01.12.2025 hat der Bau- und Umweltausschuss die abschließende Planung zur Errichtung des Dorfplatzes beschlossen. Inzwischen befinden sich die Bauarbeiten in der finalen Phase.

Alte Hofstelle der Brennerei Böckenhoff in Raesfeld-Erle
vWo früher die alte Scheune stand, befindet sich heute das Dorfgemeinschaftshaus HUB Erle.. Foto/Repro: Petra Bosse

Der Platz entsteht auf der Fläche der ehemaligen Hofstelle Böckenhoff. Diese habe über Generationen hinweg das Ortsbild sowie die Entwicklung des unmittelbaren Umfelds geprägt, heißt es in der Vorlage.

Historischer Bezug bleibt erhalten

Mit der Bezeichnung „Böckenhoff-Platz“ greife die Gemeinde diesen Bezug auf. Damit solle die Geschichte des Ortes dauerhaft sichtbar bleiben.

Die geplante Benennung wird Thema im Hauptausschuss, Montag, 20. April, sein und unterstreiche den Stellenwert der lokalen Historie für die Entwicklung des Ortsteils Erle.

Hofstelle Brennerei  Johannes Böckenhoff- Brennerei in Erle
Foto: Petra Bosse/Archiv

Bekanntmachung Windader West Raesfeld: Info-Termin im HUB Erle

In Raesfeld – Erle steht die Planungsphase für die Windader West an. Eine neue Trasse südöstlich von Erle ist vorgesehen. Am 30. April können und Bürger im HUB Erle aus erster Hand informieren.

Gemeinde informiert betroffene Grundstückseigentümer und Bürger

Im Rahmen der Bekanntmachung Windader West Raesfeld weist die Gemeinde Raesfeld ausdrücklich auf die Beteiligungsmöglichkeit hin. Angesprochen sind insbesondere betroffene Grundstückseigentümer und Bürger.

Der Informationstermin findet am Donnerstag, 30. April, von 10 bis 12 Uhr im HUB Erle statt. Vertreter des Übertragungsnetzbetreibers Amprion stehen für Gespräche zur Verfügung.

Thema ist die geplante Trassenführung südöstlich von Erle auf rund drei Kilometern Länge. Fragen zur Planung und zu möglichen Auswirkungen können vor Ort geklärt werden.

Amprion-Planung Erdkabel Raesfeld-Erle

Hintergrund zur Bekanntmachung Windader West Raesfeld

Windader West umfasst vier Offshore-Netzanbindungssysteme. Diese sollen Strom aus Windenergie in der Nordsee in das Übertragungsnetz einspeisen. Dafür werden Gleichstromkabel auf See, im Wattenmeer und an Land bis nach Nordrhein-Westfalen verlegt.

Jedes System kann eine Leistung von 2.000 Megawatt übertragen. Insgesamt entspricht das dem Bedarf von rund acht Millionen Menschen. Die Inbetriebnahme ist für die Mitte der 2030er Jahre vorgesehen.

Amprion-Planung Raesfeld-Erle
Seit dem Jahr 2015 liegt ein Kabel in Raesfeld in der Erde (grün). Neue Amprion-Planung Raesfeld-Erle

Untersuchungen auf Flächen angekündigt

Für das Planfeststellungsverfahren sind verschiedene Untersuchungen erforderlich. Dazu zählen Erfassungen von Tier- und Pflanzenarten sowie Vermessungsarbeiten.

Diese Maßnahmen sind im Zeitraum von Juli 2025 bis Mai 2026 geplant. Grundstücke und landwirtschaftliche Wege werden dabei nur kurzzeitig betreten. Die Arbeiten dauern vor Ort wenige Minuten bis mehrere Stunden. Die Mitarbeiter bewegen sich überwiegend zu Fuß. Für die Anfahrt werden öffentliche und private Wege genutzt. Einzelne Flächen können je nach Bedarf mehrfach betreten werden.

Zum Einsatz kommen bei Bedarf auch Hilfsmittel wie Reusen für Amphibien, Reptilienmatten oder Haselmaustubes. Diese verbleiben zeitweise auf den Flächen.

Bekanntmachung Windader West Raesfeld schafft Transparenz

Die Bekanntmachung Windader West Raesfeld soll betroffene Grundstückseigentümer und Bürger frühzeitig informieren. Der Termin im HUB Erle bietet die Möglichkeit, sich direkt mit Fachleuten auszutauschen und offene Fragen zu klären.

Hintergrund: Was Windader West bedeutet

Windader West ist der Name von vier Offshore-Netzanbindungssystemen. Sie sollen Strom aus Windenergie in der Nordsee in das Übertragungsnetz einspeisen.

Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion verlegt dafür Gleichstromkabel auf hoher See, im niedersächsischen Wattenmeer sowie an Land zwischen der Nordseeküste und den jeweiligen Netzverknüpfungspunkten in Nordrhein-Westfalen.

Jedes der vier Systeme kann eine Leistung von 2.000 Megawatt übertragen. Insgesamt entspricht das dem Strombedarf von rund acht Millionen Menschen. Die Inbetriebnahme der Netzanbindungssysteme ist für die Mitte der 2030er Jahre geplant.

Amprion 380 kv Leitung
Foto: Petra Bosse/Archiv

Einordnung für Raesfeld

Ein Bezug zur bestehenden Infrastruktur besteht bereits. Seit dem Jahr 2015 liegt ein Kabel in Raesfeld in der Erde. Es ist Teil einer 380-kV-Höchstspannungsleitung, die Amprion zwischen Wesel und Meppen errichtet.

Diese Leitung transportiert Windstrom aus dem Norden in die verbrauchsstarken Ballungszentren im Ruhrgebiet und im Rheinland.

Asiatische Hornisse erkennen und melden: Infoabend in Raesfeld

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Die Asiatische Hornisse erkennen und melden: Unter diesem Thema lädt der Imkerverein Raesfeld zu einem Infoabend ein. Am Dienstag, 21. April 2026, erfahren Interessierte, wie sie die invasive Art identifizieren und zur Eindämmung beitragen können. Die Veranstaltung richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger.

Die Asiatische Hornisse erkennen und melden steht im Mittelpunkt eines Informationsabends in Raesfeld. Der Imkerverein Raesfeld lädt dazu am Dienstag, 21. April 2026, um 19.30 Uhr ins Martinushaus ein.

Asiatische Hornisse erkennen und melden im Fokus

Die Imker informieren an diesem Abend über mögliche Gefahren, die von der Asiatischen Hornisse für Mensch und Natur ausgehen. Zudem zeigen sie konkrete Maßnahmen auf, wie sich die Ausbreitung der Art eindämmen lässt.

Mithilfe der Bevölkerung entscheidend

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung durch die Bevölkerung. Sichtungen und Meldungen durch Bürgerinnen und Bürger können laut Veranstaltern entscheidend dazu beitragen, die Ausbreitung frühzeitig zu erkennen und zu begrenzen.

Einladung an alle Interessierten

Der Imkerverein Raesfeld lädt alle Interessierten ein, sich zu informieren und aktiv zum Schutz der heimischen Natur beizutragen.

AWO Raesfeld startet mit Angrillen und Gymnastik in den Mai

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Die AWO Raesfeld startet mit Angrillen und Gymnastik in den Mai und lädt zu zwei offenen Angeboten ein. In der Begegnungsstätte und im AWO-Kaffee & mehr in Erle stehen Gemeinschaft und Bewegung im Mittelpunkt. Alle Interessierten sind willkommen.

Die AWO Raesfeld startet mit Angrillen und Gymnastik in den Mai und setzt damit ein klares Zeichen für offene Begegnungen in der Gemeinde. Mit zwei Veranstaltungen Anfang Mai richtet sich das Angebot bewusst an Menschen aller Generationen.

Angrillen bringt Menschen zusammen

Den Auftakt macht das Angrillen am Freitag, 1. Mai 2026, ab 13 Uhr in der AWO-Begegnungsstätte. In geselliger Atmosphäre kommen Gäste aus Raesfeld, Erle, Homer und Umgebung zusammen, um gemeinsam in den Mai zu starten.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Zeit in Gemeinschaft verbringen und die Arbeit der AWO vor Ort kennenlernen möchten. Das Motto ist klar formuliert: „Alle sind willkommen!“

Gymnastik-Schnupperkurs für Jung und Alt

Wenige Tage später folgt das nächste Angebot. Am Dienstag, 5. Mai 2026, startet um 10 Uhr ein Gymnastik-Schnupperkurs im AWO-Kaffee & mehr, Höltingswall 3 in Erle.

Der Kurs findet künftig an jedem 1. und 3. Dienstag im Monat statt und dauert jeweils 45 bis 60 Minuten. Teilnehmen können alle, die sich bewegen und einfache Übungen für den Alltag kennenlernen möchten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Auch Nicht-Mitglieder sind eingeladen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Wer möchte, kann das Angebot mit einer Spende unterstützen. Benötigt werden lediglich bequeme Kleidung sowie Turn- oder Sportschuhe. Eine Isomatte ist nicht erforderlich.

AWO setzt auf offene Angebote

„Wir möchten Menschen zusammenbringen und Orte schaffen, an denen man sich willkommen fühlt, angenommen wird und sich wohlfühlen kann. Genau dafür steht die AWO Raesfeld“, sagt Andreas Erzkamp, stellvertretender Vorsitzender der AWO Raesfeld.

Mit Blick auf die beiden Termine ergänzt er: „Ob beim gemeinsamen Angrillen oder beim Gymnastik-Schnupperkurs, uns ist wichtig, dass niemand Hemmungen haben muss, vorbeizukommen. Unsere Angebote stehen allen offen, und wir freuen uns über jede und jeden, der mitmacht.“

Die AWO Raesfeld startet mit Angrillen und Gymnastik in den Mai und unterstreicht damit ihren Anspruch, Begegnung niedrigschwellig zu ermöglichen. Die Verantwortlichen erwarten viele bekannte und neue Gesichter.

Termine

Angrillen
Freitag, 1. Mai 2026
13 Uhr
AWO-Begegnungsstätte

Gymnastik-Schnupperkurs
Start: Dienstag, 5. Mai 2026
10 Uhr
AWO-Kaffee & mehr, Höltingswall 3, Erle
danach jeden 1. und 3. Dienstag im Monat
Dauer: 45 bis 60 Minuten

Augenklinik Ahaus eröffnet mit Minister Laumann: Start für neues Fachkrankenhaus

Augenklinik Ahaus Tag der offenen Tür und Einweihung mit Minister Laumann: Am Samstag feierte die Klinik ihre Einweihung und den Tag der offenen Tür. Künftig sind hier auch stationäre Behandlungen möglich, ein wichtiger Schritt für die Versorgung in der Region. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, das neue Fachkrankenhaus kennenzulernen und einen Blick in die modernisierten Räume zu werfen.

Augenklinik Ahaus

Festakt mit prominenter Unterstützung

Die Augenklinik Ahaus hat am Samstag ihre Türen als Fachkrankenhaus geöffnet. Beim Tag der offenen Tür und der Einweihung mit Minister Laumann füllten sich die Räume am Schlossgraben schnell. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich selbst ein Bild von der modernisierten Klinik zu machen.

Eröffnung Augenklinik mit Minister Laumann
Foto: Augenklinik Ahaus/Christian Beck

Auch Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl Josef Laumann nahm am Festakt teil. Mit dem symbolischen Durchschneiden der Schleife wurde die Klinik offiziell eröffnet. Die Inbetriebnahme gilt als besonderes Signal, da in Nordrhein-Westfalen über Jahrzehnte hinweg kein neues Krankenhaus mehr entstanden ist.

Minister Laumann bei der Eröffnung der Augenklinik Ahaus
Minister Laumann bei der Eröffnung der Augenklinik Ahaus. Foto: Augenklinik Ahaus/Christian Beck

Zwei Standorte, ein Konzept

Die Augenklinik Ahaus arbeitet eng mit der Augenklinik in Raesfeld zusammen. Beide Standorte ergänzen sich in der Versorgung der Patientinnen und Patienten. Während in Ahaus nun die stationäre Behandlung möglich ist, bleibt Raesfeld ein wichtiger Standort für ambulante Eingriffe.

Bereits im April 2025 hatte die Augenklinik Raesfeld nach umfangreichen Umbauarbeiten ihre Türen für Besucher geöffnet. Mit der offiziellen Anerkennung in Ahaus als Fachkrankenhaus wird der Verbund nun deutlich gestärkt.

Augenklinik Ahaus: dr. med. (Univ. Bud.)
Matthias Gerl
v.l.: Khaldoun Zaid | FEBO, MHBA, MRCSEd (Ophth), dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl und Doctor-medic Mehdi Soussia (FEBO). Foo: Augenklinik Ahaus

Einordnung für die Region

Mit der Aufnahme in den Krankenhausplan des Landes übernimmt die Augenklinik Ahaus künftig die stationäre Versorgung von Patienten im Münsterland und darüber hinaus. Sie ist damit das einzige Fachkrankenhaus für Augenheilkunde in Nordrhein-Westfalen.

Ahaus baut damit seine Rolle als etablierter Standort in der Augenmedizin weiter aus. Die Entwicklung ist eng mit der Familie Gerl verbunden, die beide Standorte über Jahre geprägt hat.

Patientenzimmer Augenklinik Ahaus
Patientenzimmer Augenklinik Ahaus. Augenklinik Ahaus/Christian Beck

Moderne Station und neue Möglichkeiten

Im Inneren zeigt sich die Klinik vollständig erneuert. In weniger als einem Jahr wurde die Station grundlegend umgebaut. Entstanden sind fünf modern ausgestattete Zimmer mit insgesamt elf Betten. Jedes Zimmer verfügt über ein eigenes Bad, Arbeitsmöglichkeiten, TV und WLAN.

Die Klinik erfüllt nun alle Anforderungen eines Krankenhauses. Dazu zählen unter anderem verbesserte Barrierefreiheit und ein erweitertes Brandschutzkonzept. Ein entscheidender Fortschritt ist die Möglichkeit, nun auch gesetzlich Versicherte stationär aufzunehmen.

Ruheraum in der Augenklinik
Ruheraum. Foto: Augenklinik Ahaus/Christian Beck

Versorgung für komplexe Eingriffe

Die meisten augenärztlichen Eingriffe erfolgen weiterhin ambulant. Für komplexe Erkrankungen wie Grünen Star oder Netzhauterkrankungen ist eine stationäre Behandlung jedoch notwendig. Genau hier setzt das neue Angebot an.

Klinikleiter dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl erklärte, man habe die Station vollständig neu gedacht und auf ein einheitlich hohes Niveau für alle Patientinnen und Patienten gebracht. „Unser Ziel war es, die Station so zu gestalten, dass jeder Patient sich hier gut aufgehoben fühlt und während seines Aufenthaltes bei uns im Haus eine angenehme Zeit hat“.

Tg der offenen Tür
Augenklinik Ahaus/Christian Beck

Signal für den Gesundheitsstandort

Mit der Eröffnung der Augenklinik Ahaus als Fachkrankenhaus wird ein deutliches Zeichen gesetzt. Während vielerorts Kliniken schließen, entsteht hier ein spezialisierter Standort mit Zukunft.

Der Tag der offenen Tür und die Einweihung mit Minister Laumann machten deutlich, welche Bedeutung dieses Projekt für die Region hat. Im Zusammenspiel mit dem Standort Raesfeld entsteht ein leistungsfähiges Netzwerk der Augenheilkunde im Westmünsterland.

Augenklinik Ahaus feiert Neueröffnung
Foto: Augenklinik Ahaus/Christian Beck
Lounge in der Augenklinik Ahaus
Die Lounge. Foto: Augenklinik Ahaus/Christian Beck
Eröffnung Augenklinik Ahaus
Foto: Augenklinik Ahaus/Christian Beck

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