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Ja-Wort an der Femeiche: Paar aus Dorsten-Rhade heiratet in Erle

Sonnenschein, eine leichte Brise und rund 120 Gäste: Am 5. September 2026 haben sich Michael und Katharina aus Dorsten-Rhade im Femeichenpark in Erle das Ja-Wort gegeben. Es war die erste freie Trauung direkt vor der historischen Femeiche.

Heiraten vor einem der ältesten Bäume Deutschlands

Die Femeiche gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen von Erle. Ihr Alter wird auf etwa 800 bis 1.100 Jahre geschätzt. Damit zählt sie zu den ältesten Eichen Deutschlands.

Freie Trauung an der Femeiche in Erle
Sonnenschein, Musik und ein Ja-Wort vor der historischen Femeiche: Michael und Katharina bei ihrer freien Trauung mit Traurednerin Alicia Mäsing in Erle. Foto: CH. Lipfert

Für eine Trauung bringt der Ort auch eine passende Symbolik mit. Die Eiche steht für Stärke, Beständigkeit und Verwurzelung. Eigenschaften, die sich ebenso mit einer Ehe verbinden lassen.

So begann das Paar seinen gemeinsamen Lebensweg vor einem Baum, der seit Jahrhunderten fest mit Erle verbunden ist.

Schützenkapelle Rhade begleitet die Trauung

Musikalisch begleitet wurde die freie Trauung von der Schützenkapelle Rhade. Gemeinsam mit der Kapelle kamen rund 120 Menschen im Femeichenpark zusammen.

Freie Trauung an der Femeiche in Erle
Musikalisch begleitet wurde die Trauung von der Schützenkapelle Rhade.

Das Wetter spielte mit. Bei Sonnenschein und einer leichten Brise konnte die Zeremonie unter freiem Himmel stattfinden.

Auch außerhalb der Hochzeitsgesellschaft blieb die Trauung nicht unbemerkt. Anwohner, Spaziergänger und vorbeifahrende Radfahrer hielten an und verfolgten das Geschehen aus einiger Entfernung. Einige blieben länger stehen und lauschten nahezu andächtig den Worten der Trauung.

Die Idee entstand schon bei der Planung

Ausrichter der anschließenden Feier war das HUB Erle. Christian Lipfert hatte die Idee, den Femeichenpark auch für Trauungen zu nutzen, schon länger im Kopf.

Freie Trauung an der Femeiche in Erle
Foto: Ute Heidermann-Rösler

Für das Paar aus Dorsten-Rhade lag Erle auch wegen der familiären Verbindungen nahe. Der Vater komme aus Erle, die Mutter arbeite im Ort, sagt Lipfert. Im Gespräch sei dann die Idee entstanden, die freie Trauung direkt vor der Femeiche zu feiern. „Ich habe den beiden vorgeschlagen, dass sie die Ersten sein könnten. Da kam sofort: Wir wollen das so“, sagt Lipfert.

Der Femeichenpark funktioniert auch als Trauort

Für Lipfert war wichtig zu erfahren, wie sich eine größere Zeremonie im Park organisatorisch umsetzen lässt „Wir wollten sehen, wie gut das läuft und wie wir das organisatorisch hinbekommen.“

Freie Trauung an der Femeiche in Erle
TTraumhochzeit in Weiß vor der historischen Femeiche: Foto: Lipfert

Mit rund 170 Gästen einschließlich der musikalischen Begleitung zeigte sich nun, dass auch eine größere freie Trauung an diesem Ort möglich ist. Natürlich spielt dabei das Wetter eine entscheidende Rolle.

„Da gehört ganz viel Glück dazu“, sagt Lipfert. „Aber das ist ja immer so, dass wir eigentlich gutes Wetter haben, wenn etwas los ist.“

Traumhochzeit an der Femeiche in Erle
Foto: Lipfert

Raesfeld hat das Schloss, Erle die Femeiche

Die Gemeinde Raesfeld bietet mit dem Wasserschloss bereits eine bekannte Kulisse für Hochzeiten. Erle hat mit der Femeiche einen ganz eigenen historischen Ort. Beide Plätze könnten unterschiedlicher kaum sein: dort das Schloss mit seiner historischen Anlage, hier der Femeichenpark mit einem jahrhundertealten Baum mitten im Grünen.

Freie Trauung an der Femeiche in Erle
Einer besonderer Ort für eine Trauung: Im Schatten der ehrwürdigen Femeiche. Foto:Heidermann-Rösler

Gerade darin liegt der Reiz des Standorts Erle. Die Femeiche steht für die Geschichte des Dorfes und prägt den Park bis heute. Mitten im Münsterland verbindet der Ort Natur, Geschichte und das dörfliche Umfeld. „Wir haben hier in Erle mit dem Femeichenpark einen wunderschönen Platz“, sagt Lipfert.

Vielleicht künftig auch standesamtlich

Nach der ersten freien Trauung soll nun geprüft werden, ob künftig auch standesamtliche Trauungen an der Femeiche möglich sein könnten. Lipfert wolle dazu gemeinsam mit der Gemeinde Raesfeld und dem Standesamt schauen, wie sich das umsetzen lasse.

Traumhochzeit in Weiß vor der historischen Femeiche

„Das soll jetzt der Startschuss sein, um gemeinsam mit der Gemeinde Raesfeld und dem Standesamt zu planen, wie wir das umsetzen können.“

Damit könnte Erle künftig neben dem Schloss Raesfeld einen eigenen Trauort anbieten: das Schloss in Raesfeld und die historische Femeiche in Erle.

Traumhochzeit in Weiß vor der historischen Femeiche
Foto: Ute Heidermann-Rösler
Traumhochzeit in Weiß vor der historischen Femeiche:
Foto: Lipfert

Dreschkasten, Lehmbomben und Reibeplätzchen: Sommerfest in Erle

Sonne, angenehme Temperaturen und jede Menge Betrieb auf dem Schulhof: Beim 73. Sommerfest der Kolpingsfamilie Erle passte am Sonntag vieles zusammen. Traditionell am ersten Wochenende nach den Sommerferien kamen die Erler Vereine wieder zusammen und sorgten mit Musik, Aktionen für Kinder, alten Landmaschinen und reichlich Verpflegung für ein buntes Programm.

Auch der Eine Welt Laden war vertreten. Dort konnten die erwachsenen Besucher unter anderem besondere Weine probieren.
Foto: Petra Bosse

Mit Gottesdienst und Erler Jägern in den Tag

Los ging es am Vormittag mit einem Gottesdienst, den das Blasorchester Erler Jäger musikalisch begleitete. Anschließend blieben die Musiker gleich vor Ort und eröffneten den Frühschoppen.

73. Sommerfest der Kolpingsfamilie Erle 2026
Foto: Petra Bosse

Zur Mittagszeit zog der Duft frisch gebackener Reibeplätzchen über den Schulhof. Dazu gab es zahlreiche Salate und Bratwurst. Auch die Kaltgetränke fanden bei Sonnenschein ihre Abnehmer. Wer anschließend noch Platz hatte, konnte sich bei Kaffee und frisch gebackenem Kuchen bedienen.

100 Jahre alter Dreschkasten wird zum Hingucker

Einen Blickfang hatten in diesem Jahr die Erler Ackergiganten mitgebracht. Till Momberg und seine Mitstreiter zeigten einen rund 100 Jahre alten Dreschkasten. Gerade ältere Besucher dürften solche Maschinen noch aus Zeiten kennen, als der Mähdrescher längst nicht auf jedem Acker unterwegs war.

73. Sommerfest der Kolpingsfamilie Erle 2026
Foto: Petra Bosse

Rollende Waldschule zum ersten Mal dabei

Eine weitere Premiere wartete auf die jüngeren Besucher. Bernhard Bölker war erstmals mit der rollenden Waldschule beim Sommerfest vertreten. Dort konnten die Kinder Tiere und Natur aus nächster Nähe kennenlernen. Das neue Angebot sei bereits am Vormittag gut angenommen worden, berichtete Ludger Aßkamp von der Kolpingsfamilie.

Am Stand des Heimatvereins war dagegen etwas Geduld gefragt. Hedwig Rentmeister ließ mit den Kindern sogenannte Lehmbomben rollen. In den kleinen Kugeln stecken Samen von Wildblumen.

Hedwirg Rentmeister
Hedwig Rentmeister rollte mit Kindern Lehmkugeln mit Blütensamen. Foto: Petra Bosse

„Diese werden dann über den Winter in der Erde lagern, sicher auch vor Vögeln, und im Frühjahr dann blühen“, erklärte Rentmeister.

Wer lieber mit Hammer und Nagel hantierte, war bei den Erler Schützen richtig. Am Nagelbrett lief wieder die Challenge für die Erwachsenen. Auch die Kinder durften ausprobieren, wie gut sie den Nagel bereits ins Holz bekamen.

Nagelbrett der Erler Schützen beim Sommerfest Erle
Foto: Petra Bosse

Kronen, Karussell und Kinderaktionen

Kreativität war am Stand des Silvesterkindergartens gefragt. Mädchen und Jungen bastelten dort Papierkronen und schmückten sie mit verschiedenen Materialien und Lavendelzweigen. Ab 11.30 Uhr liefen zudem die bekannten Kinderstationen. Hüpfburg und Kinderkarussell gehörten ebenfalls zum Programm. Auch der Eine Welt Laden war vertreten. Dort konnten die erwachsenen Besucher unter anderem besondere Weine probieren.

73. Sommerfest der Kolpingsfamilie Erle auf dem Schulhof
Foto: Petra Bosse

Brejpottspöllers sorgen für Lacher

Für Unterhaltung auf der Schulhofbühne sorgten am Nachmittag die Brejpottspöllers. Mit ihren Aufführungen von „Rotkäppchen“ und „Miss Sophie“ brachten die Darstellerinnen und Darsteller plattdeutsches Theater auf die Bühne.

Das Publikum verfolgte die Szenen aufmerksam und reagierte immer wieder mit Lachen und Applaus. Die Brejpottspöllers zeigten dabei viel Spielfreude und sorgten für einen weiteren Programmpunkt beim Sommerfest.

ür Unterhaltung auf der Schulhofbühne sorgten am Nachmittag die Brejpottspöllers.
Foto: Ute Heidermann-Rösler

Seit 1951 wird in Erle Sommerfest gefeiert

Das Sommerfest gehört seit Jahrzehnten fest zum Erler Veranstaltungskalender. „1951 war das erste Sommerfest“, berichtete Ludger Askamp, Vorsitzender der Kolpingfamilie Erle. Nur dreimal sei die Veranstaltung seitdem ausgefallen. Damit wurde in diesem Jahr die 73. Auflage gefeiert.

Das Fest hat sich in dieser langen Zeit verändert. Früher wurde im Festzelt gefeiert, zeitweise lockte zusätzlich eine Jugenddisco. Heute konzentriert sich das Geschehen auf den Schulhof.

Ludger Askamp, Vorsitzender Kolping Erle-Raesfeld
Ludger Askamp (li.) war natürlich schon beim Frühschoppen am Sonntag dabei. Foto: Petra Bosse

„Auf dem Schulhof war es meistens relativ gut besucht“, sagte Askamp. Allerdings spiele das Wetter eine größere Rolle als früher. Bei Regen mache sich das fehlende Festzelt bemerkbar.

In den vergangenen Jahren zeige die Entwicklung wieder nach oben. „Die letzten drei Jahre ist es wieder steigend“, so Askamp. Eine eindeutige Erklärung dafür habe er nicht: „Vielleicht mehr Interesse am Brauchtum, weiß ich nicht.“

Auch der Eine Welt Laden war vertreten. Dort konnten die erwachsenen Besucher unter anderem besondere Weine probieren.
Foto: Petra Bosse

Festzelt und Jugenddisco bleiben Geschichte

Eine Rückkehr zur früheren Jugenddisco sei nicht geplant. Aufwand und Kosten seien inzwischen zu hoch. Dafür müsste unter anderem wieder ein Festzelt angemietet werden.

Dabei erlebte das Sommerfest gerade in früheren Jahrzehnten ausgesprochen erfolgreiche Jahre. Eine Hochphase habe es während des Baus des Erler Kirchturms gegeben. „Da haben wir im Jahr auch 20.000 D-Mark eingenommen“, erinnerte sich Askamp.

Heute bewege sich der Reinerlös je nach Verlauf des Festes zwischen 2.500 und 4.000 Euro. Das Geld bleibt nicht bei den Veranstaltern, sondern wird gespendet.

Heiß, fettig und lecker. Reibeplätzchen beim Sommerfest Erle
Foto: Petra Bosse

Wohin der Erlös aus diesem Jahr fließt, steht noch nicht fest. Nach Abschluss aller Arbeiten wollen sich die beteiligten Vereine zusammensetzen und gemeinsam darüber entscheiden. Einige Empfänger werden jedoch regelmäßig berücksichtigt.

„Auf jeden Fall werden diese Behinderteneinrichtungen, wo Erler Kinder untergebracht sind, immer wieder berücksichtigt“, sagte Askamp.

Damit hat sich rund um das Sommerfest seit 1951 einiges verändert. Geblieben ist der Termin: Am ersten Wochenende nach den Sommerferien treffen sich die Erler Vereine auf dem Schulhof und gestalten gemeinsam den Tag.

Fotos Brejpottspöllers: Ute Heidermann-Rösler

Tag des offenen Denkmals: Schloss, Femeiche und historisches Feuerwehrauto

Am Sonntag, 13. September 2026, öffnen sich in Raesfeld zum Tag des offenen Denkmals wieder Türen, Türme und Werkstätten. Von 11 bis 17 Uhr steht das Wasserschloss im Mittelpunkt. Erstmals gehört auch die rund 1.000 Jahre alte Femeiche in Erle mit einem eigenen Programm dazu.

Historisches Handwerk in den Werkstätten

Rund um das Wasserschloss Raesfeld an der Freiheit 25 bis 27 erhalten Besucher Einblicke in die Geschichte des Schlosses und in historisches Handwerk. Die Akademie des Handwerks ist mit einem Infopunkt am Durchgang der Vorburg vertreten und öffnet ihre Werkstätten.

Restauratoren verschiedener Gewerke zeigen dort praktische Arbeiten. Ein besonderer Programmpunkt ist ein historischer Rennofen, der zur Verhüttung von Eisenerz eingesetzt wird.

Schloss-Raesfeld-Naturpark-Westmünsterland Tag-des-Denkmals
Einblicke in die Werkstätten Schloss Raesfeld. Foto: Petra Bosse/Archiv

Der Schachtofen aus Lehm wird bereits am Vortag im Rahmen des Tags der Restauratoren aufgebaut. Am Sonntag wird er mit Eisenerz und Holzkohle befüllt und angezündet. Nach mehreren Stunden soll der Ofen geöffnet und das gewonnene Eisen anschließend in der Schmiedewerkstatt weiterverarbeitet werden.

Auf den Sterndeuterturm

Bei gutem Wetter werden auch Aufstiege auf den Sterndeuterturm angeboten. Von dort haben Besucher einen Blick über das Schlossgelände und Raesfeld.

Die Aufstiege beginnen um 11.30 Uhr, 12.30 Uhr, 14.30 Uhr, 15.30 Uhr und 16.30 Uhr. Kinder dürfen nur in Begleitung eines Erwachsenen teilnehmen.

Gräfte am Wasserschloss Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Führungen durch die Schlossanlage

Wer mehr über die Geschichte des Wasserschlosses erfahren möchte, kann an zwei Schlossführungen teilnehmen. Sie beginnen um 12 Uhr und um 14.30 Uhr und dauern jeweils rund eine Stunde.

Gezeigt werden die Außenanlagen des Schlosses sowie das Innere der Schlosskapelle.

Der Heimatverein Raesfeld öffnet ab 11 Uhr außerdem das Museum am Schloss. Dort ist unter anderem die Dauerausstellung „Raesfeld 1939 bis 1945“ zu sehen. Auch die Schlosskapelle ist geöffnet.

Schloss-Rallye für Kinder

Für Kinder gibt es eine Rallye durch die Schlossanlage. Dabei müssen Fragen zum Schloss und seiner Geschichte beantwortet werden.

Die Unterlagen sind am Infopunkt sowie im Naturparkhaus erhältlich. Wer die Rallye erfolgreich absolviert, kann sich im Naturparkhaus eine Urkunde ausstellen lassen.

Die Femeiche im Femeichenpark Raesfeld-Erle
Foto: Petra Bosse (Archiv)

Femeiche in Erle erstmals Teil des Programms

Von 15 bis 17 Uhr rückt zusätzlich die rund 1.000 Jahre alte Femeiche an der Straße Ekhornsloh 8 in Erle in den Mittelpunkt.

Um 15 Uhr beginnt dort eine historische Femegerichtsverhandlung. Der „Freigraf zu Erle“ nimmt die Besucher mit in das Jahr 1441 und stellt eine Gerichtsverhandlung nach historischem Vorbild nach.

Die Vorführung dauert rund 90 Minuten.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, das Heimathaus in Erle zu besuchen. Dort sind unter anderem eine Ausstellung zur Femeiche, ein historisches Schulzimmer aus dem 20. Jahrhundert sowie archäologische Funde aus der Stein- und Bronzezeit und aus fränkischen Gräberfeldern zu sehen.

Mit dem Feuerwehrauto von 1953 zur Femeiche

Für die Verbindung zwischen Wasserschloss und Femeiche setzt die Feuerwehr Raesfeld ein historisches Feuerwehrauto aus dem Jahr 1953 ein. Das Fahrzeug sei bis 1955 in Raesfeld im Einsatz gewesen und zähle zu den ersten Feuerwehrautos der Gemeinde.

Die Abfahrten am Wasserschloss sind für 14.20 Uhr und 14.35 Uhr vorgesehen. Je nach Nachfrage soll kurz vor 15 Uhr eine weitere Fahrt angeboten werden.

Nach der Femegerichtsverhandlung fährt das Fahrzeug wieder zurück zum Schloss. Pro Fahrt stehen bis zu acht Sitzplätze zur Verfügung.

Keine Anmeldung erforderlich

Anmeldungen für die Programmpunkte sind nicht erforderlich.

Treffpunkt für die Aktionen am Wasserschloss ist der Infostand am Durchgang zum Schlosshof. Für die Femegerichtsverhandlung und die Fahrt mit dem historischen Feuerwehrauto liegt der Treffpunkt an der Parkbucht gegenüber der Freiheit 24.

Der Tag des offenen Denkmals findet bundesweit traditionell am zweiten Sonntag im September statt. Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Veranstaltung in Deutschland. Sie ist zugleich der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days.

Termin: Sonntag, 13. September 2026
Wasserschloss Raesfeld: 11 bis 17 Uhr
Femeiche Erle: 15 bis 17 Uhr
Teilnahme: kostenfrei, keine Anmeldung erforderlich

Erst Regen, dann Sommerlaune: Raesfeld feiert das Finale

Erst Regen, dann Sonne, Musik und ein voller Rathausplatz: Die letzte „Raesfelder Sommerlaune“ 2026 hatte am Freitagabend von allem etwas. Gegen 18 Uhr klarte der Himmel auf, immer mehr Besucher kamen und Rainer Migenda & Friends, das waren in Raesfeld Markus Becker und Klaus Sonntag, sorgten für den passenden Sound zum Finale.

Auch Gäste aus der Umgebung machten sich auf den Weg nach Raesfeld. Darunter waren erneut Fans aus Dorsten, die nach eigenen Angaben keine einzige Sommerlaune in diesem Jahr ausgelassen hatten.

Erst Regen, dann Sommerlaune: Raesfeld feiert das Finale
Fast zum Bestand gehört diese Dorstener Gruppe. Foto: Petra Bosse

Organisiert wurde der Abend vom Ortsmarketing Raesfeld gemeinsam mit Dorfwirt Anton Braun. Auf der Bühne gab es bekannte Songs zum Mitsingen. Eine kleine Premiere gehörte ebenfalls dazu: Erstmals stand Anja Migenda gemeinsam mit ihrem Ehemann Rainer auf der Bühne und steuerte eine Gesangseinlage bei.

„Mit diesem Format ins Schwarze getroffen“

Arno Brömmel, stellvertretender Vorsitzender des Ortsmarketings Raesfeld, hatte in diesem Jahr erstmals alle acht Veranstaltungen besucht. Sein Eindruck beim Finale fiel entsprechend deutlich aus.

Gesellige Runde bei Raesfeld in Sommerlaune am Rathaus
Foto: Petra Bosse

„Mit dem Format ‚Raesfeld in Sommerlaune‘ hat das Ortsmarketing wirklich ins Schwarze getroffen. Ich konnte in diesem Jahr zum ersten Mal alle Veranstaltungen besuchen und bin begeistert. Man trifft viele unterschiedliche Menschen, kommt miteinander ins Gespräch und erlebt einfach einen schönen Abend. Für unsere Gemeinde ist das eine tolle Sache“, sagte Brömmel.

Warum das Konzept so gut funktioniere, liege aus seiner Sicht vor allem an seiner unkomplizierten Art. „Die Wirte übernehmen die einzelnen Veranstaltungen, und wir unterstützen sie dabei. Die Leute gehen gerne los, treffen sich und verbringen gemeinsam Zeit. Das macht sicher einen großen Teil des Erfolgs aus.“

Dorfwirt Anton Braun Raesfeld
Anton Braun hatte mit seinem Team beim Sommerlaune-Finale am Rathausplatz alle Hände voll zu tun – und trotzdem blieb Zeit für gute Stimmung. Foto: Petra Bosse

Auch mit dem Wetter habe die Sommerlaune in diesem Jahr meist Glück gehabt. Beim Finale sah es zunächst noch nach einem nassen Abend aus. Doch auch das änderte sich rechtzeitig.

Teilweise mehr als 1000 Besucher dabei

Maria Kowalsky vom Ortsmarketing sieht den Erfolg vor allem darin, dass die Veranstaltungsreihe Menschen zusammenbringt. „Weil die Leute einen Platz gefunden haben, um zusammenzukommen und miteinander zu reden, zu feiern, den Sommer zu erleben.“

Rainer Migenda bei Raesfeld in Sommerlaune
Foto: Petra Bosse

Fast jede Veranstaltung sei gut besucht gewesen. Teilweise seien mehr als 1000 Besucher aus Raesfeld und der Umgebung dabei gewesen. Eine genaue Gesamtzahl könne sie jedoch nicht nennen. Fest stehe für sie: „Alle Veranstaltungen waren voll.“

Wie viele Gäste jeweils dabei sein konnten, habe sich auch nach dem Platz gerichtet, den die jeweiligen Gastronomen zur Verfügung stellen konnten.

2027 soll es weitergehen

Lange überlegen muss Maria Kowalsky bei der Frage nach einer Fortsetzung nicht. „Ja, auf jeden Fall“, sagt sie. Auch am bisherigen Konzept wolle das Ortsmarketing festhalten. „Gleiches Konzept. Wir halten daran fest.“

Raesfeld in Sommerlaune - Finale am Rathaus
Foto: Petra Bosse

Welche Musiker im kommenden Jahr auftreten werden, sei derzeit noch offen. Zunächst sollen Gespräche mit den Gastronomen folgen. Mehr als die bisherigen acht Veranstaltungen seien aktuell nicht geplant.

Pünktlich um 22 Uhr war dann Schluss. Zumindest musikalisch.

Denn die Natur legte noch eine kleine Zugabe drauf: Ein kräftiger Sonnenuntergang tauchte Raesfeld in tiefrotes Licht und sorgte ganz ohne Bühne, Verstärker und Mikrofon für den letzten Blickfang des Abends.

Abendrot bei Raesfeld in Sommerlaune 2026
Foto: Petra Bosse

So verabschiedete sich die Sommerlaune 2026. Und im kommenden Jahr soll es wieder heißen: „Raesfeld in Sommerlaune“.

Klassenfahrt trotz Krankheit: Gericht stärkt Rechte von Schülern

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Dürfen Schulen ein chronisch krankes Kind von einer Klassenfahrt ausschließen? Ein aktueller Fall aus Wuppertal zeigt, dass dafür hohe Hürden gelten. Wie das Verwaltungsgericht Düsseldorf mitteilt, habe es die Rechte eines herzkranken Grundschülers gestärkt und zugleich deutlich gemacht, welche Verantwortung Schulen bei der Teilnahme an Klassenfahrten tragen.

Schule schloss Neunjährigen von Klassenfahrt aus

Die Grundschule hatte bereits im Mai entschieden, dass der Schüler nicht an der mehrtägigen Klassenfahrt zu Beginn des vierten Schuljahres teilnehmen dürfe. Als Grund habe die Schule die Herzerkrankung des Kindes genannt.

Nach Einschätzung der Schule könne die erforderliche Aufsicht und Sicherheit während der Fahrt nicht zuverlässig gewährleistet werden. Eine Teilnahme sei aus gesundheitlichen, pädagogischen und organisatorischen Gründen nicht zu verantworten.

Der Schüler ging gemeinsam mit seiner Familie gegen diese Entscheidung vor. Nachdem Klage gegen den Bescheid der Schule und den anschließenden Widerspruchsbescheid des Schulamtes für die Stadt Wuppertal erhoben worden war, beschäftigte sich das Verwaltungsgericht Düsseldorf im Eilverfahren mit dem Fall.

Klassenfahrten gehören zum schulischen Leben

Die Richter stellten klar, dass Schüler mit Behinderungen oder Erkrankungen grundsätzlich ebenso zur Teilnahme an Schulveranstaltungen berechtigt und verpflichtet seien wie andere Schüler.

Eine Klassenfahrt sei keine freiwillige Freizeitveranstaltung. Sie gehöre vielmehr zur schulischen Bildungs- und Erziehungsarbeit. Nach Auffassung des Gerichts dienten solche Fahrten unter anderem der sozialen Integration, der Klassengemeinschaft und der Persönlichkeitsentwicklung.

Ein Ausschluss komme deshalb nur unter bestimmten Voraussetzungen infrage. Dazu könne beispielsweise schulisches Fehlverhalten gehören, das eine entsprechende Ordnungsmaßnahme rechtfertige. Ebenso könne eine konkrete Gefahr für die körperliche oder psychische Gesundheit des betroffenen Schülers oder anderer Personen einen Ausschluss begründen.

Reine organisatorische Schwierigkeiten der Schule reichten nach der Entscheidung dagegen nicht aus.

Fachärzte sahen keine konkrete Gefahr

Im Fall des neunjährigen Schülers habe das Gericht keine ausreichenden Voraussetzungen für einen Ausschluss gesehen. Aus den vorgelegten Einschätzungen der behandelnden Fachärzte hätten sich keine konkreten Anhaltspunkte für eine akute Verschlechterung des Gesundheitszustandes während oder infolge der Klassenfahrt ergeben.

Im Wesentlichen müsse die regelmäßige Einnahme der Medikamente sichergestellt werden.

Die Mutter hatte angeboten, dass entweder die medizinisch vorgebildete Großmutter oder die Tante des Kindes die Klassenfahrt begleite. Diese könne die Aufsicht hinsichtlich der Medikamenteneinnahme übernehmen.

Schule muss nach einer zumutbaren Lösung suchen

Besonders deutlich äußerte sich das Verwaltungsgericht zur Verantwortung der Schule. Nach Auffassung der Kammer sei es Aufgabe der Schule und nicht des chronisch kranken Schülers oder seiner Eltern, eine Teilnahme so zu organisieren, dass diese für das Kind möglich und zumutbar sei.

Damit verpflichtete das Gericht die Grundschule im Eilverfahren, dem Neunjährigen die Teilnahme an der Klassenfahrt zu ermöglichen.

Entscheidung kann noch angefochten werden

Der Beschluss ist noch nicht endgültig. Gegen die Entscheidung kann Beschwerde eingelegt werden. Darüber würde das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen entscheiden.

Der Beschluss bedeutet zudem nicht, dass ein Ausschluss eines erkrankten oder behinderten Kindes von einer Klassenfahrt grundsätzlich ausgeschlossen wäre. Entscheidend seien die Umstände des jeweiligen Einzelfalls und insbesondere die Frage, ob eine konkrete gesundheitliche Gefahr bestehe.

Grüne wollen Raesfelder Baumförderung fachlich überprüfen lassen

Die geplante Förderung neuer Bäume auf privaten Grundstücken in Raesfeld soll nach dem Willen von Bündnis 90/Die Grünen vor einer Entscheidung fachlich überarbeitet werden. Die Fraktion unterstützt grundsätzlich ein kommunales Förderprogramm, sieht bei der vorgesehenen Auswahl von 65 Arten, Sorten und Hybriden aber noch Klärungsbedarf.

Förderprogramm grundsätzlich begrüßt

Ausgangspunkt ist ein von der CDU beantragtes kommunales Förderprogramm für Baumpflanzungen. Bündnis 90/Die Grünen greift das Vorhaben mit einem eigenen Antrag auf und fordert eine fachliche Weiterentwicklung.

Zusätzliche Bäume auf privaten Grundstücken könnten nach Auffassung der Fraktion einen Beitrag zur Klimaanpassung, Biodiversität und langfristigen Entwicklung des Baumbestandes in Raesfeld leisten. Entscheidend sei jedoch, welche Bäume mit öffentlichen Mitteln gefördert würden.

Die Grünen wollen deshalb die geplante Förderrichtlinie und insbesondere die Liste der förderfähigen Baumarten vor einer endgültigen Entscheidung überprüfen lassen.

65 Einträge sollen noch nicht beschlossen werden

Die bislang vorgesehene Anlage mit 65 Arten, Sorten und Hybriden soll nach dem Antrag zunächst nicht als abschließende Förderliste beschlossen werden.

Bei der Prüfung sollen unter anderem Klima- und Standorteignung, Biodiversität, Herkunft, mögliche Invasionsrisiken, biologische und phytosanitäre Risiken sowie genetische Vielfalt berücksichtigt werden. Auch die Bedeutung der Bäume für das Orts- und Landschaftsbild sowie die naturräumliche Eigenart des Münsterlandes solle eine Rolle spielen.

Die Grünen weisen darauf hin, dass private Grundstücke unterschiedliche Bedingungen aufweisen könnten. Ein Baum für einen trockenen Standort müsse andere Voraussetzungen erfüllen als eine Pflanzung auf einem feuchten oder wechselfeuchten Grundstück.

Grüne lehnen einfache Übernahme der Straßenbaumliste ab

Die derzeit vorgeschlagene Auswahl beruhe laut Antrag auf der Veröffentlichung „Zukunftsbäume für die Stadt“ der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz und des Bundes deutscher Baumschulen. Diese Auswahl stamme aus der GALK-Straßenbaumliste und sei vor allem mit Blick auf die besonderen Belastungen urbaner und straßenbegleitender Baumstandorte entwickelt worden.

Nach Ansicht der Grünen lasse sich daraus nicht automatisch ableiten, dass diese Arten auch besonders förderwürdig für private Grundstücke seien. Dort seien die Standortbedingungen häufig anders und vielfältiger.

Henry Tünte, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Gemeinde Raesfeld, erklärt dazu: „Dem Antrag liegt ein Hintergrundpapier bei, das versucht, die Frage der Baumartenwahl für Raesfeld auf solide fachliche Füße zu stellen und zu begründen. Ausdrücklich lehnen wir die einfache Übernahme der GALK-Straßenbaumliste, die für Extremstandorte an Straßen entwickelt wurde, ab.“

Kritisch sieht die Fraktion zudem die Aufnahme mehrerer gebietsfremder Arten bei gleichzeitigem Fehlen zahlreicher heimischer und europäischer Arten. Im Antrag werden dabei Fraxinus pennsylvanica, Quercus rubra und Robinia pseudoacacia ausdrücklich genannt. Diese würden laut Antrag vom Bundesamt für Naturschutz als invasive gebietsfremde Baumarten eingestuft.

Biologische Stationen sollen einbezogen werden

Für die Überarbeitung fordert die Fraktion eine interdisziplinäre fachliche Prüfung. Neben der Klima- und Standorteignung sollen Naturschutz, Biodiversität, Biogeographie, Invasionsrisiken und biologische Sicherheit berücksichtigt werden.

Dazu solle mindestens eine geeignete naturschutzbiologische Institution beteiligt werden. Die Grünen schlagen vor, eine Beteiligung der Biologischen Station Zwillbrock und/oder Recklinghausen anzufragen. Bei Bedarf könnten zudem die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Borken sowie Fachleute für Dendrologie und Baumstandortkunde hinzugezogen werden.

Als Grundlage für die Diskussion soll das wissenschaftliche Hintergrundpapier „Baumartenwahl für eine naturbasierte und zielkohärente Klimaanpassung in Raesfeld – Biogeographie, Biodiversität, biologische Sicherheit und regionale Eigenart als Kriterien kommunaler Baumförderung“ dienen.

Die darin enthaltene Bewertung solle ausdrücklich keine abschließende Entscheidung vorwegnehmen. Vielmehr sollen die beteiligten Fachstellen die vorgeschlagenen Kriterien, die Einordnung der bislang vorgesehenen Baumarten sowie mögliche Alternativen prüfen und gegebenenfalls ergänzen oder korrigieren.

Bestehende Förderung im Kreis Borken berücksichtigen

Ein weiterer Punkt des Antrags betrifft bereits vorhandene Förderangebote. Die Grünen verweisen auf die Obstbaumpflanzaktion der Naturfördergesellschaft für den Kreis Borken.

Nach Angaben der Fraktion würden 2026 insgesamt 20 alte Hochstamm-Obstsorten gefördert. Das Angebot gelte inzwischen sowohl für Grundstücke im Außenbereich als auch im Innenbereich des Kreises Borken. Interessenten trügen die Hälfte der Kosten, die andere Hälfte übernehme die Naturfördergesellschaft.

Die Gemeinde solle deshalb prüfen, wie eine eigene Baumförderung dieses bestehende Angebot sinnvoll ergänzen könne. Doppelstrukturen und eine unnötige Konkurrenz verschiedener Förderangebote sollten nach Auffassung der Grünen vermieden werden. Kommunale Mittel könnten dadurch gezielt für Bereiche eingesetzt werden, für die bislang keine oder keine ausreichende Förderung bestehe.

Standort könnte über Förderung entscheiden

Die Fraktion schlägt außerdem vor zu prüfen, ob Raesfeld anstelle einer ausschließlich statischen Artenliste ein stärker am jeweiligen Standort orientiertes System entwickeln könne.

Heimische und europäische Arten sollten dem Antrag zufolge grundsätzlich Vorrang erhalten. Wo es fachlich erforderlich sei, könnten auch klimaangepasste Arten aus angrenzenden mediterranen oder biogeographisch nahen Herkunftsräumen berücksichtigt werden. Invasive Arten sollen dagegen von der Förderung ausgeschlossen bleiben.

Außerdem sollten Arten grundsätzlich gegenüber einer unnötigen Beschränkung auf einzelne Zuchtsorten bevorzugt werden. Für besondere Standorte könnten begründete Ausnahmen vorgesehen werden.

Überarbeitete Richtlinie soll erneut in die Politik

Nach Abschluss der fachlichen Prüfung soll die Verwaltung dem zuständigen Ausschuss eine überarbeitete Förderrichtlinie einschließlich einer fachlich begründeten Auswahl förderfähiger Bäume zur Beratung vorlegen.

Ziel sei nach Angaben der Grünen eine Regelung, die Klimaanpassung, Baumerhalt und Baumpflanzung, Biodiversität, Naturschutz, biologische Sicherheit und die regionale Eigenart miteinander verbinde. Gleichzeitig solle die Förderung für Bürgerinnen und Bürger einfach, nachvollziehbar und praktikabel bleiben.

Als Leitprinzip nennt die Fraktion in ihrem Antrag: „So nah wie möglich an den vorhandenen ökologischen Zusammenhängen – so weit wie aufgrund des Klimawandels fachlich erforderlich.“

Info: Was steht im Hintergrundpapier?

Dem Antrag liegt ein 27-seitiges Hintergrundpapier von Henry Tünte bei. Darin untersucht er die bestehende Raesfelder Baumschutzsatzung, die wissenschaftlichen Quellen des CDU-Antrags sowie das Verhältnis zwischen dem Erhalt vorhandener Bäume und der Förderung von Neupflanzungen.

Ein zentraler Punkt: Nach Tüntes Auswertung lasse sich aus den vom CDU-Antrag angeführten wissenschaftlichen Quellen nicht ableiten, dass eine Abschaffung der Baumschutzsatzung und deren Ersatz durch eine finanzielle Förderung wirksamer wäre. Die ausgewerteten Untersuchungen sprächen vielmehr überwiegend für eine Kombination aus Schutz, Förderung, Beratung und Monitoring.

Auch die im CDU-Antrag genannte Genehmigungsquote von rund 73 Prozent bei Fällanträgen bewertet das Papier differenziert. Die zugrunde liegende Untersuchung belege zwar diese durchschnittliche Quote in untersuchten NRW-Kommunen. Daraus gehe jedoch nicht hervor, dass 73 Prozent der Fällungen aus sachlichen oder rechtlichen Gründen zwingend hätten genehmigt werden müssen.

Eine weitere Rolle spielt der Unterschied zwischen alten Bäumen und Neupflanzungen. Große, vitale Bestandsbäume könnten aufgrund ihrer entwickelten Krone und Biomasse Leistungen erbringen, die junge Bäume zunächst nicht erreichten. Auch Lebensraumstrukturen alter Bäume ließen sich durch Neupflanzungen nicht kurzfristig ersetzen. Das Papier unterscheidet deshalb zwischen zwei Funktionen: Neupflanzungen sicherten den Baumbestand der Zukunft, während der Erhalt großer Bäume bereits vorhandene ökologische Leistungen sichere.
Für Raesfeld sieht das Hintergrundpapier zugleich eine wesentliche Datenlücke. Öffentlich zugängliche vollständige Statistiken zu Fällanträgen, Genehmigungen und Ablehnungen, Ersatzpflanzungen, Bearbeitungszeiten, Kosten oder Verstößen habe Tünte bei seiner Recherche nicht ermitteln können. Deshalb sei eine belastbare Bewertung der tatsächlichen Wirkung der Raesfelder Satzung derzeit nicht möglich.

Das Papier empfiehlt daher, die Baumschutzsatzung nicht vorzeitig aufzuheben, sondern zunächst ihre Anwendung über mehrere Jahre auszuwerten. Anschließend könnten unter anderem Schutzschwellen, Ausnahmen, Ersatzregelungen und Verwaltungsverfahren überprüft und modernisiert werden. Eine Förderung privater Baumpflanzungen solle nach dieser Bewertung ergänzend hinzukommen und könne auch den Erhalt ökologisch wertvoller Bestandsbäume einbeziehen.

Raesfelder Sommerlaune feiert Finale mit Rainer Migenda

Ein letztes Mal Sommerlaune auf dem Rathausplatz: Am Freitag, 4. September 2026, geht die Veranstaltungsreihe in Raesfeld ins Finale. Von 17 bis 22 Uhr sorgen Rainer Migenda, Grillgerichte, Bier und Longdrinks für einen geselligen Abschlussabend.

Letzte Raesfelder Sommerlaune in diesem Jahr

Noch einmal gemeinsam auf dem Rathausplatz feiern: Am Freitag, 4. September, steht die letzte Raesfelder Sommerlaune des Jahres 2026 auf dem Programm.

Von 17 bis 22 Uhr können Besucher dort Musik hören, etwas essen und den Abschluss der Veranstaltungsreihe gemeinsam verbringen.

In den vergangenen Wochen hatten die Raesfelder Gastronominnen und Gastronomen während der Sommerferien regelmäßig zu den Veranstaltungen eingeladen. Nun steht das Finale an.

Musik mit Rainer Migenda

Für die musikalische Begleitung des Abends sorgt Rainer Migenda. Anton bietet Bier und Longdrinks an. Der Bauernhof Süthold ist mit seinem Grillwagen vor Ort und serviert herzhafte Spezialitäten.

Das Rathauscafé kann beim Finale in diesem Jahr aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen.

Ortsmarketing freut sich auf den Abschlussabend

„Wir möchten zum Finale noch einmal gemeinsam mit den Raesfelderinnen und Raesfeldern sowie unseren Gästen einen unbeschwerten Sommerabend feiern. Musik, gutes Essen und nette Begegnungen, genau das macht die Sommerlaune aus“, sagt Maria Kowalsky vom Ortsmarketing Raesfeld.

Sommerreihe auf dem Rathausplatz endet

Die Raesfelder Sommerlaune wurde von den örtlichen Gastronomen gemeinsam mit dem Ortsmarketing Raesfeld organisiert. Während der Sommerferien fanden die Veranstaltungen jeweils freitags von 17 bis 22 Uhr statt.

Mit dem Abend am 4. September endet die Sommerreihe für dieses Jahr. Das Finale beginnt um 17 Uhr auf dem Rathausplatz in Raesfeld.

Vier Tage Stadtfest: Borken feiert 800 Jahre mit Musik und Familienprogramm

Borken. Vier Tage Programm mitten in der Innenstadt: Vom 10. bis 13. September 2026 feiert Borken sein 800-jähriges Stadtjubiläum mit einem großen Stadtfest. Auf dem Programm stehen Comedy, Live-Musik, Familienangebote, Märkte und ein verkaufsoffener Sonntag. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

NightWash eröffnet das Stadtfest

Der Startschuss fällt am Donnerstag, 10. September. Ab 20 Uhr kommt die bekannte Comedyshow NightWash auf den Marktplatz. Mit dabei sind Benni Stark, Timur Turga, Bora und Jacky Feldmann.

Am Freitag richtet sich das Programm zunächst an die jüngeren Besucher. Um 16 Uhr steht NILSEN auf der Bühne. Ab 20 Uhr übernehmen „The Watermill Blues Band“ und „Pam and the Gang“ mit Rock und Blues das musikalische Programm.

Familienprogramm und Open-Air-Party am Samstag

Am Samstag und Sonntag rücken Kinder, Jugendliche und Familien stärker in den Mittelpunkt. Im Stadtpark sind Shows, Mitmachaktionen und weitere Angebote geplant.

Am Samstagnachmittag lädt außerdem die Borkener WineTime auf den Kirchplatz ein. Ab 18 Uhr wird der Marktplatz zur Open-Air-Partyfläche. Die DJs von „Jung & Wild“ legen auf, darunter auch MOGUAI.

Verkaufsoffener Sonntag in der Innenstadt

Der Sonntag startet um 11 Uhr mit einem Bühnenprogramm verschiedener lokaler Gruppen. Gleichzeitig findet auf dem Kirchplatz ein Markt statt.

Von 13 bis 18 Uhr öffnen die Geschäfte in der Borkener Innenstadt zum verkaufsoffenen Sonntag. Zum Programm gehört außerdem der Trödelmarkt im Gewerbegebiet Ost an der Otto-Hahn-Straße.

Historische Vermessungstechnik auf dem Kirchplatz

An beiden Wochenendtagen stellt sich auf dem Kirchplatz auch das Bürgerprojekt „Tag der Landvermessung“ vor. Besucher können dort unter anderem historische Vermessungsgeräte ansehen und ältere Messtechniken kennenlernen.

Das Jubiläumsstadtfest läuft von Donnerstag, 10. September, bis Sonntag, 13. September 2026. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

Das vollständige Programm ist auf der Internetseite der Stadt Borken unter borken.de/stadtfest zu finden.

Kinder fahren kostenlos im WestfalenTarif

Zum Weltkindertag können Kinder kostenlos Bus und Bahn fahren. Am Sonntag, 20. September 2026, gilt die Aktion im gesamten WestfalenTarif und darüber hinaus in ganz Nordrhein-Westfalen. Kinder bis einschließlich 14 Jahre brauchen dafür kein Ticket.

Kinder fahren kostenlos im WestfalenTarif

Am Weltkindertag heißt es für Kinder in Nordrhein-Westfalen: einsteigen und losfahren. Kinder bis einschließlich 14 Jahre können am Sonntag, 20. September 2026, kostenlos den öffentlichen Nahverkehr nutzen.

Die Regelung gilt in allen Bussen, Bahnen und Nahverkehrszügen in der 2. Klasse. Ein Ticket müssen die Kinder nicht kaufen. Kinder unter sieben Jahren fahren grundsätzlich kostenlos.

Der WestfalenTarif beteiligt sich gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünden in NRW an der Aktion.

Passende Tickets für Eltern und Begleitpersonen

Eltern und andere Begleitpersonen benötigen weiterhin ein gültiges Ticket. Der WestfalenTarif weist unter anderem auf den elektronischen Luftlinien-Tarif „eezy.nrw“ sowie das TagesTicket24 für eine Person oder bis zu fünf Personen hin.

Das Smartphone-Ticket „eezy.nrw“ ist über eine App erhältlich.

Kinder sollen Bus und Bahn kennenlernen

Mit der kostenlosen Fahrt zum Weltkindertag möchten die Verantwortlichen junge Menschen an Bus und Bahn heranführen.

„Wir wollen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, den Nahverkehr selbstständig für sich zu entdecken. Das fördert das Selbstvertrauen und den sicheren Umgang mit Bus und Bahn“, erläutern Matthias Hehl und Dr. Oliver Mietzsch, Geschäftsführer des WestfalenTarifs, den Sinn der Aktion.

Sie sehen darin auch einen langfristigen Effekt: „Wer im Kindesalter oder als Teenager positive Erfahrungen mit Bus und Bahn macht, nimmt diese mit ins Leben – und entscheidet sich auch als Erwachsener ganz selbstverständlich für den ÖPNV als klimafreundliche Alternative zum Pkw.“

Weltkindertag stellt Kinderrechte in den Mittelpunkt

Der Weltkindertag steht 2026 unter dem Motto „Starke Kinder, starke Zukunft!“. UNICEF und das Deutsche Kinderhilfswerk haben Kinder und Jugendliche gefragt, was sie brauchen, um sich stark zu fühlen und welche Kinderrechte ihnen besonders wichtig sind.

Die Geschichte des Weltkindertages reicht bis ins Jahr 1954 zurück. Auf der 9. Vollversammlung der Vereinten Nationen wurde den Mitgliedsstaaten empfohlen, einen weltweiten Kindertag einzurichten. Heute wird der Weltkindertag in mehr als 145 Staaten gefeiert. In Deutschland findet er jedes Jahr am 20. September statt.

Monatsmarkt Raesfeld lädt zum Bummeln und Einkaufen ein

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Am Donnerstag, 3. September 2026, ist wieder Markttag in Raesfeld. Der Monatsmarkt findet von 14 bis 18.30 Uhr auf dem Rathausplatz statt.

Nach dem Ende der Sommerferien bietet der Markt erneut Gelegenheit zum Einkaufen, Bummeln und Verweilen.

Regionale Produkte und Feinkost im Angebot

Zum Angebot gehören unter anderem Gewürze, Kräuter, Textilien und praktische Haushaltsartikel.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Der Fleisch- und Wurstwagen von Bellendorf bietet frisch zubereitete Schnitzel- und Frikadellengerichte an. Außerdem sind Feinkost-Oliven und ausgewählte Weine von Markus Burg erhältlich.

Vorletzter Monatsmarkt des Jahres

Der Septembermarkt ist bereits der vorletzte Monatsmarkt Raesfeld in diesem Jahr.

Wer nach dem Marktbesuch noch Zeit mitbringt, kann den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen in einem der umliegenden Cafés ausklingen lassen.

Mats und Tamme siegen beim Ferienschachturnier in Raesfeld

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Zwölf Kinder traten am vorletzten Ferientag beim traditionellen Ferienschachturnier des Schachvereins Turm Raesfeld/Erle in der Villa Becker an. In zwei Altersgruppen spielten die Nachwuchsspieler um Punkte, Platzierungen und den Turniersieg.

Tamme Gudel gewinnt bei den Ü10-Spielern

In der Altersgruppe Ü10 setzte sich Tamme Gudel an die Spitze. Leonard Brunsbach belegte den zweiten Platz, gefolgt von Lukas Völl auf Rang drei.

Entscheidung fällt in der letzten Runde

Enger ging es bei den U10-Spielern zu. Lange Zeit führte Nihat Özen das Teilnehmerfeld an. In der entscheidenden letzten Runde wurde er jedoch noch abgefangen. Mats Finke nutzte seine Chance und sicherte sich den Turniersieg vor Mattis Volmer.

Nihat Özen belegte den dritten Platz, punktgleich mit Matti Sieverding und Joris Vennhoff.

Urkunden und Sachpreise für alle Teilnehmer

Nach rund zweieinhalb Stunden Spielzeit erhielten alle Teilnehmer bei der Siegerehrung eine Urkunde und einen Sachpreis. Die Preise wurden mit Unterstützung der Volksbank Raesfeld und Erle ermöglicht.

Die Turnierleiter Manfred Grömping, Klaus Rybarczyk und Martin Bergemann zeigten sich mit dem Verlauf des Turniers zufrieden. Sie lobten die Nachwuchsspieler für faire und spielerisch anspruchsvolle Partien.

Streit um Baumschutzsatzung: Drei Fraktionen wollen Bürger entscheiden lassen

UWG, Bündnis 90/Die Grünen und SPD wollen die Baumschutzsatzung der Gemeinde Raesfeld erhalten und überarbeiten. Sollte die CDU an einer Abschaffung festhalten, kündigen die drei Fraktionen einen Antrag auf einen Ratsbürgerentscheid an.

Satzung überarbeiten statt abschaffen

Die Fraktionen von UWG, Grünen und SPD sprechen sich gemeinsam für den Erhalt des kommunalen Baumschutzes aus. Die bestehende Satzung solle auf Grundlage der bisherigen Erfahrungen überprüft und praxistauglicher gestaltet werden. Zugleich wollen die Fraktionen unnötige Bürokratie abbauen.

Aus ihrer Sicht gehe es bei der Diskussion um eine Grundsatzentscheidung für Raesfeld, Erle und Homer. Betroffen seien der gewachsene Baumbestand, das Ortsbild und die Lebensqualität.

Die drei Fraktionen verweisen dabei auf die Bedeutung großer und älterer Bäume. Diese spendeten Schatten, kühlten durch Verdunstung ihre Umgebung und böten zahlreichen Arten einen Lebensraum. Angesichts zunehmender Hitzeperioden werde diese Wirkung künftig weiter an Bedeutung gewinnen.

„Wir wollen nicht einfach am Status quo festhalten. Wir wollen wertvolle alte Bäume schützen, die Satzung praxistauglich weiterentwickeln und gleichzeitig zusätzliche Neupflanzungen fördern. Baumerhalt und neue Bäume sind kein Gegensatz – eine gute kommunale Politik muss beides zusammenbringen“, erklären die Fraktionsvorsitzenden Volker van Wasen von der UWG, Henry Tünte von den Grünen und Andreas Erzkamp von der SPD.

Ratsbürgerentscheid parallel zur Landtagswahl

Sollte die CDU-Fraktion weiterhin für eine Abschaffung der Baumschutzsatzung stimmen, wollen UWG, Grüne und SPD gemeinsam einen Ratsbürgerentscheid beantragen. Die vorgeschlagene Abstimmungsfrage laute:

„Soll die bestehende Baumschutzsatzung der Gemeinde Raesfeld erhalten bleiben?“

Nach den Vorstellungen der drei Fraktionen könnte die Abstimmung parallel zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2027 stattfinden. Dadurch lasse sich eine hohe Beteiligung erreichen und zusätzlicher organisatorischer Aufwand begrenzen.

„Es geht nicht darum, Bürgerinnen und Bürger zu bevormunden. Wenn die CDU die Baumschutzsatzung abschaffen will, dann soll sie den Menschen in Raesfeld, Erle und Homer auch zutrauen, darüber selbst zu entscheiden“, erklären van Wasen, Tünte und Erzkamp.

Rückmeldungen aus der Bevölkerung

Nach Angaben der Fraktionen hätten sie in den vergangenen Wochen zahlreiche Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten. Darin sei mehrfach die Sorge geäußert worden, dass nach einer Aufhebung der Satzung mehr alte und ortsbildprägende Bäume gefällt werden könnten.

UWG, Grüne und SPD wollen deshalb den Schutz wertvoller Bestandsbäume mit einer fachlich begründeten Förderung neuer Bäume verbinden. Eine vorgeschlagene Liste förderfähiger Baumarten solle zuvor überprüft und an die örtlichen Bedingungen angepasst werden.

Bei der Auswahl müssten nach Ansicht der Fraktionen neben der Eignung für Klima und Standort auch Biodiversität, Naturschutz, Invasionsrisiken und biologische Sicherheit berücksichtigt werden. Bestehende Angebote zur Förderung alter Hochstamm-Obstsorten sollten ergänzt, aber nicht gedoppelt werden.

Kritik an einzelnen Baumarten auf der Förderliste

Klärungsbedarf sehen die drei Fraktionen bei Robinie, Roteiche und Pennsylvanischer Esche. Diese Baumarten würden vom Bundesamt für Naturschutz als invasiv eingestuft.

Bei der Robinie verweisen UWG, Grüne und SPD auf einen Beschluss des Bau- und Umweltausschusses. Dieser habe im Juni einstimmig beschlossen, problematische Robinien im Gemeindegebiet nach und nach zu ersetzen.

„Es wäre schwer vermittelbar, wenn die Gemeinde eine invasive Baumart im eigenen Bestand wegen ihrer Probleme ersetzt und gleichzeitig ihre Neupflanzung auf Privatgrundstücken mit öffentlichen Mitteln fördert“, erklären die drei Fraktionsvorsitzenden.

Unterzeichnet wurde die gemeinsame Mitteilung von Volker van Wasen für die UWG, Henry Tünte für Bündnis 90/Die Grünen und Andreas Erzkamp für die SPD.

Unsere Heimat: Nordrhein-Westfalen sucht die schönsten Naturfotos

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Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr und die Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege rufen auch in diesem Jahr wieder zu einem Fotowettbewerb auf. Unter dem Motto „Unsere Heimat – wertvolles Naturerbe in Nordrhein-Westfalen“ können Fotografinnen und Fotografen eigene Aufnahmen einreichen, die heimische Naturschätze zeigen. Zwölf Fotos schaffen es in einen großformatigen Wandkalender für das Jahr 2028.

Mit dem Wettbewerb rücken Umweltministerium und NRW-Stiftung Nordrhein-Westfalens Naturerbe ins Bild. Umweltminister Oliver Krischer betont: „Unsere Natur bietet unzählige Motive – vom Silberreiher am Fluss bis zur Blumenwiese vor der Haustür. Der Fotowettbewerb lädt dazu ein, genauer hinzuschauen. Oft reicht schon ein Blick in den Garten oder auf den nächsten Spaziergang.“ 

Eckhard Uhlenberg, Präsident der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, ergänzt: „Wir freuen uns wieder auf sehenswerte Beiträge aus allen Regionen Nordrhein-Westfalens. Denn unser Land hat viele schöne Seiten. Seit 40 Jahren fördert die NRW-Stiftung den Schutz und Erhalt der Landschaften und Naturräume. Mit den Fotografinnen und Fotografen verbindet uns die Freude an der Vielfalt und Schönheit unserer Natur.“

Ob Tieraufnahme, Pflanzenporträt oder Landschaftsbild: Der erste Platz gewinnt 1.200 Euro, der zweite 800 Euro und der dritte 500 Euro. Die neun viertplatzierten Fotos bekommen jeweils 300 Euro.

Wichtig für die Teilnahme: Die Fotos müssen in Nordrhein-Westfalen und im Querformat aufgenommen sein. 

Fotografinnen und Fotografen können ab Montag, 31. August 2026, 12.00 Uhr bis zu vier Fotos ausschließlich online einreichen. Der Wettbewerb läuft dann genau ein Jahr. 

Alle Teilnahmebedingungen und der Link zum Upload: www.fotowettbewerb.nrw.de

Arbeitslosigkeit im August saisonbedingt weiter gestiegen

Kreis Borken registriert 5.906 Arbeitslose – und liegt weiterhin deutlich unter dem Vorjahresniveau

Kreis Borken (pd). Die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen ist im August 2026 weiter angestiegen. Insgesamt waren 5.906 Menschen beim „Jobcenter im Kreis Borken“ arbeitslos gemeldet. Das sind 305 Personen mehr als im Juli, wie Landrat Dr. Kai Zwicker jetzt mitteilt.

Trotz des Anstiegs gegenüber dem Vormonat liegt die Arbeitslosigkeit weiterhin deutlich unter dem Vorjahresniveau: „Wie schon im Juli ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit im August vor allem auf die saisonale Entwicklung zurückzuführen. Die deutlich niedrigeren Werte gegenüber 2025 unterstreichen jedoch die nach wie vor positive Entwicklung bei uns im Kreis Borken“, erklärt Dr. Zwicker.

So waren im Vergleich zum August 2025 594 Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Grund für den Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vormonat sind die Übergänge nach Ende des Ausbildungs- und Schuljahres sowie eine verhaltene Einstellungsbereitschaft seitens der Unternehmen während der Sommerferien und Urlaubszeiten.

Für die kommenden Monate ist mit einem Rückgang zu rechnen. Allerdings bleibt abzuwarten, welchen Einfluss die weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf die Dynamik des Arbeitsmarktes haben werden. Die Arbeitslosenquote lag im August 2026 bei 2,6 Prozent und damit 0,3 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahresmonats von 2,9 Prozent.

Die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist leicht zurückgegangen: Sie liegt im August 2026 bei 10.466 Personen und verringerte sich um 62 Personen im Vergleich zum Vormonat Juli. Hierzu gehören auch Männer und Frauen, die aktuell an Eingliederungsmaßnahmen teilnehmen und Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit nicht zur Verfügung stehen. Personen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen nach dem 2. Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen sind, zählen ebenfalls zu dieser Gruppe.

Insgesamt erhielten im August 2026 14.661 Personen in 7.444 Bedarfsgemeinschaften Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende im Kreis Borken. Gegenüber dem Vormonat waren dies 84 Personen weniger. Zu den Leistungsberechtigten zählen neben den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten auch deren Kinder unter 15 Jahren sowie weitere nicht erwerbsfähige Angehörige.

Die gute Nachricht: Gegenüber dem Vormonat wurden 56 Bedarfsgemeinschaften weniger registriert. Auch im Jahresvergleich zu 2025 zeigt sich ein deutlicher Rückgang: 1.033 weniger erwerbsfähige Leistungsberechtigte, 810 weniger Bedarfsgemeinschaften und 1.707 Personen weniger innerhalb der Bedarfsgemeinschaften. Damit setzt sich der insgesamt gesunkene Hilfebedarf fort.

Die aktuellen Arbeitslosenzahlen im SGB II in den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes sind der beigefügten Grafik zu entnehmen.

Die Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen.

Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig. Die hilfsweisen Quoten sind der ebenfalls beigefügten Grafik zu entnehmen.

#53 Monatsrückblick: Bürgermeister zieht Bilanz, neuer Eingang fürs Rathaus und Musik im Tiergarten

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In der 53. Folge des Raesfeld Podcasts blickt Moderatorin Sabrina Czupiol auf die wichtigsten Themen des Monats August: Das Sommerinterview mit Bürgermeister Dirk Kuhmann, das Raesfelder Rathaus bekommt einen barrierefreien Eingang und ganz viel Musik im Tiergarten. Weitere Nachrichten aus deiner Region findest du wie immer im Raesfeld Podcast.

Bürgermeister zieht erste Bilanz

Im Sommerinterview spricht Bürgermeister Dirk Kuhmann rund ein Jahr nach seinem Amtsantritt über die größten Herausforderungen – von der angespannten Haushaltslage über Wohnbau bis hin zum geplanten Rossmann-Markt. Außerdem geht es um mehr Transparenz und den direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. 

Das Interview gibt’s übrigens auch als Video.

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Rathaus wird barrierefrei

Ende August wurde am Raesfelder Rathaus kräftig umgebaut . Zwei automatische Schiebetüren sorgen jetzt für einen barrierefreien Zugang und machen den Besuch im Rathaus für alle deutlich einfacher.

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Froschkönig feiert gelungene Premiere

In Erle hat der erste Second-Hand-Kleidermarkt des Froschkönigs für große Begeisterung gesorgt. Innerhalb von nur vier Stunden kamen durch freiwillige Spenden über 400 Euro zusammen – und eine Wiederholung des Marktes ist bereits im Gespräch.

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Musik im Tiergarten

Auch für Familien gab es im August ein schönes Highlight: Der Westenergie Familientag brachte ein Kinderkonzert auf die Waldbühne im Tiergarten. Nach der Musik warteten Kinderschminken, Bastelaktionen und eine Hüpfburg auf die kleinen Besucher.

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Blick auf die Landwirtschaft

Eine Nachricht mit größerem Blick auf unsere Region: In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Bauernhöfe seit 1949 um fast 90 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig bewirtschaften die verbliebenen Betriebe heute deutlich größere Flächen – ein Wandel, der auch das Münsterland prägt.

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Ausblick auf den Herbst

Und zum Schluss noch ein Blick nach vorne: Das Oktoberfest in Erle wirft bereits seine Schatten voraus. Gefeiert wird am 17. Oktober, mit den Erler Jägern und den Original GaudiBombern – die Tickets kosten 16 Euro.

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Obst ist reif: Kommunale Obstbäume in Borken dürfen geerntet werden

Borken. An zahlreichen kommunalen Obstbäumen und auf Streuobstwiesen im Borkener Stadtgebiet sind die Früchte reif. Bürgerinnen und Bürger dürfen das Obst an frei zugänglichen Bäumen für den eigenen Bedarf ernten.

Streuobstwiesen prägen seit Jahrhunderten die Kulturlandschaft des Münsterlandes. Gleichzeitig bieten sie einen wertvollen Lebensraum: Bis zu 5.000 verschiedene Tier-, Pflanzen- und Pilzarten können dort vorkommen. Wer reifes Obst erntet, trägt zudem dazu bei, dass die Früchte sinnvoll genutzt werden und nicht verderben.

Diese Regeln gelten bei der Ernte

Die Stadt Borken bittet darum, folgende Hinweise zu beachten:

  • Fallobst darf jederzeit aufgesammelt werden.
  • Ein Obstpflücker darf verwendet werden, sofern der Baum und die darin lebenden Tiere und Kleinstlebewesen nicht beschädigt werden.
  • Äste dürfen weder abgeschnitten noch abgebrochen werden. Das Schütteln und Beklettern der Bäume ist ebenfalls nicht erlaubt.
  • Die Flächen dürfen nicht mit dem Pkw befahren werden.
  • Es sollten nur Mengen geerntet werden, die im eigenen Haushalt verwendet oder verarbeitet werden können.
  • Die Ernte erfolgt auf eigene Gefahr. Die Stadt Borken übernimmt keine Haftung.
  • Herabgefallenes Laub sollte möglichst unter den Bäumen liegen bleiben. Es bietet Igeln und zahlreichen Kleinstlebewesen Schutz und Nahrung.

Der genaue Erntezeitpunkt hängt von der Witterung und der jeweiligen Obstsorte ab. Deshalb können die Früchte von Baum zu Baum unterschiedlich reif sein.

Eigene Äpfel zu Saft verarbeiten

Passend zur Erntezeit plant der Heimatverein Gemen für den 24. Oktober 2026 eine Saftpressaktion. Dort können geerntete Äpfel zu eigenem Saft verarbeitet werden. Weitere Informationen will der Heimatverein rechtzeitig bekannt geben.

Eine Übersichtskarte mit den kommunalen Obstbäumen im Stadtgebiet ist unter www.borken.de/obstbaeume abrufbar.

Die Stadt Borken wünscht viel Freude bei der Ernte und guten Appetit.

Sommerlaune am Schloss: Die Freiheit tanzte im Regen

Fetzige Klänge, ein gut gefüllter Platz und ein kurzer Regenschauer prägten das vorletzte Konzert der Veranstaltungsreihe „Raesfeld in Sommerlaune“. Zahlreiche Gäste aus Raesfeld, Erle und der Umgebung kamen am Freitag zum Restaurant Zur Schlosskapelle in der Freiheit.

Danielo & Raffa bringen die Freiheit in Bewegung

Von 17 bis 22 Uhr trafen Live-Musik und Gastronomie an der Schlosskapelle aufeinander. Danielo & Raffa spielten einen Mix aus Rock, Pop sowie italienischen und lateinamerikanischen Klängen. Viele Gäste hielt es bei dieser Mischung nicht lange auf ihren Plätzen.

Auch ein Regenschauer stoppte die Sommerlaune nicht. Die Besucherinnen und Besucher rückten kurz unter Schirmen und geschützten Bereichen zusammen. Wenig später wurde vor der Schlosskapelle weitergetanzt.

Gute Laune trotz Regentropfen

„Sommerlaune an der Schlosskapelle, da konnte auch ein Regenschauer die gute Laune nicht verderben. Im Gegenteil: Das Tanzbein wurde fröhlich geschwungen“, bilanzierte Maria Kowalsky, Vorsitzende des Ortsmarketings Raesfeld.

Raesfeld in Sommerlaune - Restaurant Zur Schlosskapelle

Finale auf dem Rathausplatz

Die letzte Veranstaltung der diesjährigen Reihe findet am kommenden Freitag auf dem Rathausplatz statt. Dort tritt Musiker Rainer Migenda auf. Gastgeber sind das Rathauscafé und Zum Dorfwirt bei Anton.

Second-Hand-Premiere in Erle: Froschkönig kam gut an

Mit so viel Resonanz hatte niemand gerechnet: Beim ersten Second-Hand-Kleidermarkt Froschkönig auf dem Dorfplatz Böckenhoff kamen allein durch freiwillige Spenden mehr als 400 Euro zusammen. Damit war nach nur vier Stunden bereits rund die halbe Miete für den Froschkönig in Raesfeld zusammen.

Second-Hand-Kleidermarkt Froschkönig startet auf dem Dorfplatz

Schon am Freitag hatten Dagmar Vogt und ihr Team jede Menge zu tun. Kisten wurden gepackt, Kleidung sortiert und alles für den ersten Markt dieser Art vorbereitet. Das Motto war klar: Sommerkleidung und Übergangskleidung muss raus.

Second-Hand-Kleidung beim ersten Kleidermarkt des Froschkönig in Erle.
Foto: Petra Bosse

Am Samstag um 11 Uhr kamen dann bereits die ersten Besucherinnen und Besucher auf den Dorfplatz Böckenhoff in Erle. Dass am Ende mehr als 400 Euro durch freiwillige Spenden zusammenkommen würden, damit hatte im Team niemand gerechnet. Für einen ersten Probelauf war das Ergebnis umso erfreulicher.

Gut erhalten, modern und teilweise noch neu

Wer bei Second-Hand nur an ältere oder längst aus der Mode gekommene Kleidung denkt, wurde an diesem Samstag schnell eines Besseren belehrt.

Im Angebot waren Damen-, Herren- und Kindersachen, viele davon sehr gut erhalten. Einige Stücke wirkten nahezu neuwertig, manche waren sogar noch ungetragen.

Damen-, Herren- und Kinderkleidung beim Second-Hand-Kleidermarkt des Froschkönig.
Foto: Petra Bosse

Und gesucht wurde ganz unterschiedlich. Herren fanden beispielsweise wasserdichte Übergangsjacken. Andere Besucher deckten sich gleich mit mehreren T-Shirts ein. Wieder andere entdeckten noch einen festlichen Blazer oder eine Bluse für eine anstehende Feier.

Feste Preise gab es nicht. Die Kleidung wurde gegen eine freiwillige Spende abgegeben.

Einige Besucher kannten den Froschkönig noch gar nicht

Der öffentliche Verkauf auf dem Dorfplatz sorgte zudem dafür, dass auch Menschen auf den Froschkönig aufmerksam wurden, die den Laden in Raesfeld bislang nicht kannten.

Einige kamen eher zufällig vorbei, schauten sich das Angebot an und wurden fündig. Dabei blieb es nicht nur beim Einkauf auf dem Dorfplatz. Mehrere Besucher kündigten an, künftig auch im Froschkönig selbst vorbeischauen zu wollen.

Für Dagmar Vogt und ihr Team war das ein zusätzlicher positiver Effekt der Premiere.

Damen-, Herren- und Kinderkleidung beim Second-Hand-Kleidermarkt des Froschkönig.
Foto: Petra Bosse

Mehr als 400 Euro kamen zusammen

Nach rund vier Stunden stand fest, dass sich der erste Second-Hand-Kleidermarkt Froschkönig auch finanziell gelohnt hatte. „Ich war von der Spendenbereitschaft beeindruck“, so Vogt am Ende.

Mehr als 400 Euro kamen durch die freiwilligen Spenden zusammen. Damit war bereits ein erheblicher Teil der laufenden Kosten, quasi die halbe Miete, für den Laden Froschkönig in Raesfeld gedeckt.

Mit dieser Resonanz hatten Dagmar Vogt und ihr Team nicht gerechnet. Der Markt war zunächst als erster Probelauf gedacht.

Wiederholung ist bereits im Gespräch

Nach der gelungenen Premiere wird deshalb nun darüber nachgedacht, den Kleidermarkt künftig ein- oder zweimal im Jahr fest in den Kalender aufzunehmen.

Damen-, Herren- und Kinderkleidung beim Second-Hand-Kleidermarkt des Froschkönig.
Foto: Petra Bosse

Die Kleidung, die am Samstag keinen neuen Besitzer gefunden hat, wird zunächst eingelagert. Sie soll im kommenden Jahr wieder angeboten werden.

Gleichzeitig entsteht im Laden Platz für die nächste Saison. „Damit schaffen wir Platz für die anstehende Herbstmode im Laden“, so Vogt.

Öffnungszeiten des Froschkönig

Der Froschkönig ist dienstags von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Mittwochs ist der Laden von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Donnerstags gelten die Öffnungszeiten von 10 bis 12 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr.

Second Hand und soziales Kaufhaus Froschkönig in Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Einkaufen kann beim Froschkönig jeder

An mehreren Tagen in der Woche verkauft ein ehrenamtliches Team im Froschkönig in Raesfeld gespendete Kleidung und weitere gut erhaltene Dinge zu kleinen Preisen. Zum Angebot gehören Damen-, Herren- und Kinderbekleidung, Schuhe, Spielzeug und je nach Spende auch Kinderwagen oder andere Artikel für Familien.

Eine Bedürftigkeitsprüfung gibt es nicht. „Alle dürfen hier einkaufen“, so Pfarrer Dr. Fabian Tilling.

Der Froschkönig richtet sich damit ausdrücklich auch an Menschen, deren finanzielle Belastung von außen nicht sichtbar ist. Gerade Familien mit Kindern haben im Alltag viele Ausgaben.

Die Einnahmen bleiben beim Froschkönig. Überschüsse werden für soziale Projekte in Raesfeld gespendet.

Portemonnaie beim Einkaufen weg: Taschendieb schlägt in Raesfeld zu

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Eine Kundin ist heute, am Donnerstagmittag, beim Einkaufen in einem Verbrauchermarkt an der Leinenweberstraße in Raesfeld bestohlen worden. Unbekannte entwendeten ihr Portemonnaie aus einer Umhängetasche.

Diebstahl fällt an der Kasse auf

Nach Angaben der Polizei habe die Frau gegen 11.40 Uhr ihren Einkauf bezahlen wollen. An der Ladenkasse habe sie bemerkt, dass sich ihr Portemonnaie nicht mehr in der Umhängetasche befunden habe. Hinweise auf die Täter liegen bislang nicht vor.

Das Kriminalkommissariat Borken bittet Zeuginnen und Zeugen, sich unter Telefon 02861 9000 zu melden.

Polizei warnt vor Taschendieben

Taschendiebe nutzten laut Polizei häufig das Gedränge in Geschäften oder die Ablenkung während des Einkaufs. Geldbörsen und Wertgegenstände sollten nah am Körper und möglichst in verschlossenen Innentaschen getragen werden. Taschen und Rucksäcke sollten nicht unbeaufsichtigt oder offen bleiben.

Wer einen Diebstahl bemerke oder verdächtige Personen beobachte, solle umgehend die Polizei über den Notruf 110 verständigen.

Münsterland-Markt bringt regionalen Genuss zum NRW-Tag

Beim NRW-Tag in Münster zieht der Münsterland-Markt in die Bürgerhalle der Bezirksregierung am Domplatz ein. Regionale Betriebe präsentieren dort am 29. und 30. August Lebensmittel, nachhaltige Angebote und Mitmachaktionen. Der Eintritt ist frei.

Regionale Betriebe zeigen ihre Produkte

Nordrhein-Westfalen feiert vom 28. bis 30. August 2026 seinen 80. Geburtstag. Während des Landesfestes richtet der Münsterland e.V. in der Bürgerhalle der Bezirksregierung einen Münsterland-Markt aus.

Geöffnet ist der Markt am Samstag von 10 bis 17 Uhr sowie am verkaufsoffenen Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Mit dabei seien Betriebe mit dem Münsterland-Siegel sowie Bio-Betriebe aus dem Netzwerk der Öko-Modellregion Münsterland.

Das Angebot reiche von handwerklich hergestellten Bio-Backwaren und Feinkostfleisch über Eis bis zu Gemüse und Säften. Die Aussteller geben zudem Einblicke in die Herstellung und Herkunft ihrer Produkte.

Bezirksregierung öffnet die Bürgerhalle

„Wir öffnen unser Haus am Domplatz sehr gerne für die Gäste aus ganz Nordrhein-Westfalen“, erklärt Regierungspräsident Andreas Bothe. Die Bürgerhalle sei der passende Ort, um die Verbindung zwischen Nordrhein-Westfalen und dem Münsterland sichtbar zu machen.

Auch die Bezirksregierung ist mit einem eigenen Stand vertreten. Dort steht die Entwicklung des ländlichen Raums im Mittelpunkt.

Landwirtschaft im Mittelpunkt

Der Münsterland e.V. möchte auf dem Markt die Bedeutung der Landwirtschaft für die Region zeigen. Sie schaffe Wertschöpfung und versorge Nordrhein-Westfalen mit regionalen Lebensmitteln.

„Beim Münsterland-Markt stellen wir die Vielfalt und Stärke unserer Landwirtschaft ganz bewusst ins Schaufenster“, betont Andreas Grotendorst, Vorstand des Münsterland e.V. Zugleich wolle der Verein die Menschen hinter den Produkten vorstellen.

Galopp auf dem Reitsimulator

Neben Lebensmitteln und handwerklichen Produkten erwartet die Besucher eine Mitmachaktion. Auf einem modernen Reitsimulator können sie in den Galopp gehen und die Pferderegion Münsterland kennenlernen.

Weitere Angebote des Münsterland e.V. finden sich während des NRW-Tages auf der Tourismusmeile, der Klimastadtmeile und der NRW-Meile. Die Bezirksregierung informiert zudem an verschiedenen Ständen der Landesministerien.

Weitere Informationen gibt es unter go.muensterland.com/nrwtag.

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