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1,9 Millionen Euro Minus – Haushalt Raesfeld 2026 dennoch ausgeglichen

Die Raesfelder Politiker haben in der Ratssitzung am Montag (15.12.) den Haushalt 2026 einstimmig verabschiedet. Eine solche Geschlossenheit hat es seit Langem nicht gegeben. Alle Fraktionen stimmten dem Etat zu, machten in ihren Haushaltsreden aber zugleich deutlich, dass der Haushalt kein Wunschkonzert ist. Zustimmung bedeutete dabei nicht Einförmigkeit, sondern unterschiedliche Bewertungen, Erwartungen und politische Akzente.

Der Haushaltsentwurf für 2026 bewegt sich in einer Phase enger werdender finanzieller Spielräume. Rücklagen werden in Anspruch genommen, erstmals ist ein Kreditrahmen als Absicherung vorgesehen. Gleichzeitig hält die Gemeinde an einem hohen Investitionsniveau fest, um Infrastruktur, Bildung, Dorfentwicklung und weitere Zukunftsaufgaben voranzubringen.

Breite Zustimmung, aber unterschiedliche Prioritäten

In den Haushaltsreden lobten die Fraktionen übereinstimmend die solide Aufstellung des Etats und die klare Prioritätensetzung. Zugleich wurden auch kritische Punkte benannt. Während SPD und Grüne insbesondere soziale Themen, Bildung, Klimaschutz und Klimawandelanpassung betonten, stellte die CDU die langfristige Entwicklung der Ortsteile, Investitionen und Generationengerechtigkeit in den Mittelpunkt.

Die UWG mahnte Ausgabendisziplin, Transparenz und stärkere Bürgerbeteiligung an, während die FDP vor allem die Stabilität der Steuern, notwendige Investitionen in die Infrastruktur und den offenen politischen Diskurs hervorhob.

Einigkeit herrschte fraktionsübergreifend darüber, dass der Haushalt 2026 kein Wunschkonzert ist und klare Prioritäten erfordert. Alle Fraktionen betonten einen verantwortungsvollen Umgang mit den kommunalen Finanzen, um die Handlungsfähigkeit der Gemeinde auch in den kommenden Jahren zu sichern.

Zahlen und Fakten zum Haushalt 2026

Mit dem einstimmigen Beschluss des Rates am Montagabend hat die Gemeinde Raesfeld die formalen Grundlagen für das Haushaltsjahr 2026 geschaffen.

Der Rat stellte den Jahresabschluss 2025 einstimmig fest. Dieser weist eine Bilanzsumme von rund 110.150 Euro sowie einen Jahresüberschuss von 600.117 Euro aus. Der Überschuss wird der Ausgleichsrücklage zugeführt.

Einstimmige Entlastung für Bürgermeister Kuhmann

Bürgermeister Dirk Kuhmann dankte dem Rat für den einstimmigen Haushaltsbeschluss 2026. Es war der erste Beschluss, den er als neuer Bürgermeister der Gemeinde in den Rat einbrachte. „Hier möchte ich ausdrücklich betonen, dass ich mich sehr darüber freue, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist. Es zeigt von einem großen Vertrauensvorschuss“, sagte Kuhmann. „Ich werde alles tun, um diesem gerecht zu werden.“

Bürgermeister Dirk Kuhmann bei seiner ersten Haushalsrede
Bürgermeister Dirk Kuhmann. Foto: Petra Bosse/Archiv

Entwicklung des Haushalts

Der Haushalt 2025 schließt mit einem Fehlbetrag von rund 1,9 Millionen Euro ab, liegt damit aber gut eine Million Euro besser als im Vorjahr.

Maßgeblich dafür ist, dass die Erträge um rund 1,87 Millionen Euro steigen, während sich die Aufwendungen um rund 840.400 Euro erhöhen. Insbesondere die Gewerbesteuererträge wurden aufgrund der Entwicklung der vergangenen Jahre höher angesetzt. Steigende Gebühren wirken sich ebenfalls positiv auf die Ertragsseite aus, gehen jedoch mit höheren Aufwendungen in den gebührenrechnenden Bereichen einher.

Trotz des Fehlbetrags gilt der Haushalt 2026 als fiktiv ausgeglichen. Die vorhandene Ausgleichsrücklage von rund 19 Millionen Euro ermöglicht dies auch für die Jahre der mittelfristigen Finanzplanung. Ein Haushaltssicherungskonzept ist damit derzeit nicht erforderlich.

Positiv für Bürger: Hebesätze bleiben stabil

Positiv aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger ist, dass die Hebesätze für die Grundsteuer A und B im Haushaltsjahr 2026 unverändert bleiben. Dennoch rechnet die Gemeinde mit leicht steigenden Erträgen.

Bei der Grundsteuer A lagen die Planzahlen im Jahr 2025 bei rund 95.000 Euro. Für 2026 sind knapp 101.000 Euro eingeplant.
Bei der Grundsteuer B waren 2025 rund 2,1 Millionen Euro veranschlagt. Für 2026 rechnet die Gemeinde mit Einnahmen von rund 2,21 Millionen Euro.

Grundlage für die Planung sind die fortgeführten Grundsteuermessbeträge der Finanzverwaltung. Die erwarteten Mehreinnahmen ergeben sich nicht aus höheren Hebesätzen, sondern aus Korrekturen einzelner Grundlagenbescheide sowie aus Neubewertungen von Grundstücken, etwa nach Bebauungen.

Bei der Gewerbesteuer bleibt der Hebesatz im Jahr 2026 unverändert. Der Ansatz wurde jedoch gegenüber 2025 um rund 1,2 Millionen Euro erhöht. Hintergrund ist die Entwicklung der vergangenen Jahre, in denen sich das Gewerbesteueraufkommen kontinuierlich positiv entwickelt hat. Für 2026 wird erwartet, dass das Aufkommen auf einem ähnlichen Niveau bleibt oder nur leicht zurückgeht.

Aufwendungen und Schwerpunkte

Die Personalaufwendungen steigen um 112.100 Euro. Berücksichtigt ist dabei die tarifliche Entgelterhöhung von 2,8 Prozent ab dem 1. Mai 2026. Die Versorgungsaufwendungen sinken dagegen um 107.700 Euro, insbesondere aufgrund von Anpassungen bei Pensions- und Beihilferückstellungen.

Die Sach- und Dienstleistungsaufwendungen steigen deutlich um 657.400 Euro. Für die Unterhaltung, Bewirtschaftung und Instandhaltung kommunaler Grundstücke und Gebäude sind 3.150.600 Euro eingeplant. Für das Infrastrukturvermögen wie Straßen, Wege, Plätze und die Abwasserbeseitigung kommen weitere 1.235.400 Euro hinzu. Preissteigerungen infolge der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges wirken sich hier besonders aus.

Die Transferaufwendungen belaufen sich auf 13.654.800 Euro und machen damit mehr als ein Drittel der Gesamtaufwendungen aus. Davon entfallen 10.975.000 Euro auf die Kreisumlage und die Jugendamtsumlage. Diese Mittel stehen nicht zur Disposition der Gemeinde.

Geplante Maßnahmen

Zu den vorgesehenen größeren Instandhaltungsmaßnahmen zählen unter anderem der Umbau des bisherigen Fanfarenkellers, der Austausch der alten Drehflügelfenster an der Sebastianschule sowie die Renovierung der WC-Anlagen in der Turnhalle der Silvesterschule. Die Sanierung der WC-Anlagen an der Julia-Koppers-Gesamtschule soll nur umgesetzt werden, wenn eine entsprechende Förderung bewilligt wird.

Haushalt 2026: CDU setzt auf Entwicklung statt Stillstand

„Raesfeld verändert sich“, mit diesen Worten hat CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Bernhard Bonhoff am Montag im Rat die Haushaltsberatungen begleitet. In seiner Rede machte er deutlich, dass der Haushalt 2026 aus Sicht der CDU kein Verwaltungswerk ist, sondern ein Gestaltungsinstrument für die Zukunft der Gemeinde. Die CDU-Fraktion kündigte an, dem Etat zuzustimmen.

Haushaltsrede der CDU-Fraktion

„Raesfeld verändert sich“, stellte Dr. Bernhard Bonhoff zu Beginn seiner Haushaltsrede fest. Dieser Satz beschreibe nicht nur die sichtbare Entwicklung der Gemeinde, sondern auch den politischen Anspruch der CDU-Fraktion.
„Veränderung geschieht nicht von allein. Sie erfordert Gestaltung, Verantwortung und den Mut, Entscheidungen zu treffen, die sowohl für heute als auch für morgen richtig sind“, sagte Bonhoff.

Der vorliegende Haushaltsentwurf sei kein Haushalt des Stillstands, sondern ein Haushalt der Entwicklung, mit klaren Prioritäten und hohen Investitionen.

Zahlen und Fakten zum Haushalt 2026

Der Haushaltsplan 2026 sieht Investitionen von über acht Millionen Euro vor und erreicht damit eines der höchsten Investitionsvolumina der vergangenen Jahre. Nach Angaben der CDU bewegt sich die Gemeinde damit an der Grenze der freien Liquidität.

Bonhoff machte deutlich, dass diese Investitionen bewusst erfolgen. „Wir investieren gezielt in Infrastruktur, Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit“, sagte er. Notwendige Maßnahmen werde die CDU-Fraktion, falls erforderlich, auch durch Zwischenfinanzierungen mittragen.

Attraktivität für alle Generationen

Ein zentraler Leitgedanke der CDU-Haushaltspolitik ist die Generationengerechtigkeit. Raesfeld und Erle sollen für alle Altersgruppen lebenswert bleiben.

Für ältere Menschen hob Bonhoff insbesondere die Maßnahmen zur Barrierefreiheit hervor. Erstmals werde ein festes jährliches Budget zur Beseitigung von Barrieren im öffentlichen Raum im Haushalt verankert. Dies sei ein wichtiger Schritt zu mehr Teilhabe und Lebensqualität.

Familien, Bildung und Infrastruktur

Für Familien und junge Menschen seien Investitionen in Bildung und Betreuung entscheidend. In den vergangenen Jahren seien mehrere Kitas gebaut, erweitert oder saniert worden. Ein weiterer Kindergartenneubau in Erle sei geplant. Auch die Schulen seien modernisiert worden, aktuell durch die Erweiterung der Grundschule in Raesfeld.

Zudem habe die Gemeinde neue Baugebiete mit subventionierten Grundstückspreisen erschlossen. Nahezu alle Grundstücke seien vergeben, was die hohe Nachfrage zeige.

Dorfentwicklung mit sichtbaren Ergebnissen

Bonhoff zog einen positiven Rückblick auf das Jahr 2025, in dem viele Projekte konkrete Formen angenommen hätten. Als Beispiele nannte er den Femeichenpark in Erle, das neue Dorfgemeinschaftshaus, den neuen Erler Dorfplatz sowie die Flüchtlingsunterkunft in Erle mit acht Wohnungen.

In Raesfeld verwies er unter anderem auf den Neubau des Gemeinschaftshauses Martinus, den Bürgerpark und die laufenden Arbeiten im Rahmen der Dorfentwicklung rund um den Kirchplatz.

Herausforderungen klar benannt

Trotz der positiven Entwicklung sprach Bonhoff auch Probleme offen an. Die Situation in der Gastronomie bleibe angespannt. Zudem bestehe weiterhin ein Investitionsstau bei den Wirtschaftswegen, auch wenn mit einem neuen Wirtschaftswegekonzept ein erster Schritt getan sei.

Selbstkritisch äußerte sich der CDU-Fraktionsvorsitzende zur Kommunikation. Projekte seien in der Vergangenheit teilweise zu spät oder unzureichend erklärt worden. Hier sei eine Kurskorrektur notwendig, mit besserer Information und frühzeitiger Beteiligung der Bürger.

Ausblick auf 2026 und kommende Jahre

Für die kommenden Jahre stehen weitere große Projekte an, darunter die Erweiterung der Kläranlage, die Fortführung des Dorfentwicklungskonzepts sowie die Weiterentwicklung von Schloss, Tiergarten und Freiheit.

Auch das Thema Windkraft spielte eine Rolle. Mit Investitionen von rund 130 Millionen Euro verbleibe ein erheblicher finanzieller Mehrwert in der Gemeinde. Zudem seien Bürgerbeteiligungsmodelle vorgesehen.

Zustimmung der CDU-Fraktion

Am Ende seiner Rede stellte Bonhoff klar: „Dem Haushaltsplanentwurf für 2026 stimmen wir zu.“ Mit dem neuen Team in der CDU-Fraktion wolle man auf Verlässlichkeit, Dialog und Verantwortung setzen. „Raesfeld verändert sich. Und wir gestalten diese Veränderung mit Augenmaß und Zuversicht“, sagte Bonhoff.


Es gilt das gesprochene Wort. Die Rede wurde redaktionell zusammengefasst.

Die vollständige Haushaltsrede steht als PDF zum Download zur Verfügung

UWG zum Haushalt 2026: Zustimmung mit klaren Bedingungen

Die UWG-Fraktion Raesfeld-Erle e.V. wird dem Haushaltsplanentwurf 2026 zustimmen. Fraktionsvorsitzender Volker van Wasen verbindet das Ja zum Etat mit klaren Forderungen nach mehr Transparenz, echter Bürgerbeteiligung und strenger Priorisierung, damit Raesfeld schuldenfrei bleibt.

Aufbruch nach Wahljahr und neuem Bürgermeister

Volker van Wasen beschreibt 2025 als Jahr des Aufbruchs. Viele Ratsmitglieder seien neu gewählt worden, zudem habe Bürgermeister Dirk Kuhmann sein Amt angetreten. Die UWG hofft auf ein neues Miteinander im Rat. Van Wasen verwies auch auf die Wahlbeteiligung von fast 67 Prozent und sieht darin ein Zeichen für das Interesse der Menschen in Raesfeld, Erle und Homer.

Dem Bürgermeister sicherte die UWG Unterstützung zu, betonte aber ihre Unabhängigkeit. „Wir bieten allen Fraktionen die Hand zur Zusammenarbeit“, erklärte van Wasen. Offen angesprochene Missstände seien dabei Teil ihrer Rolle.

Zahlen und Fakten zum Haushalt 2026

Die UWG ordnet den Haushalt 2026 als strukturell angespannt ein.

  • Einnahmen: rund 29,25 Millionen Euro
  • Ausgaben: rund 31,14 Millionen Euro
  • Defizit im Ergebnisplan: rund 1,9 Millionen Euro
  • Ausgleichsrücklage: rund 19,64 Millionen Euro
  • Liquidität: Rückgang 2026 um etwa 1,85 Millionen Euro, 2027 könnten die Mittel nahezu aufgebraucht sein
  • Kreditrahmen: erstmals 2 Millionen Euro als Liquiditätspuffer vorgesehen
  • Hebesätze stabil: Grundsteuer A 401 Prozent, Grundsteuer B 600 Prozent, Gewerbesteuer 416 Prozent

Sorgen bereiten der UWG die steigenden Transferaufwendungen. Die Kreis- und Jugendamtsumlage erhöhe sich um rund 925.000 Euro. Insgesamt würden Transferaufwendungen 43,85 Prozent der Gesamtaufwendungen ausmachen, das entspreche etwa 13,65 Millionen Euro. Zudem steigen die Sach- und Dienstleistungskosten um rund 657.000 Euro beziehungsweise 9 Prozent, insbesondere durch Energie- und Instandhaltung.

Das geplante Investitionsvolumen liegt bei über 8,1 Millionen Euro, unter anderem für die Erweiterung der Kläranlage und Infrastruktur.

Ausgabendisziplin und Prioritäten

Van Wasen warnt davor, finanzielle Spielräume zu großzügig zu bewerten. „Disziplin bei den Ausgaben ist keine Pedanterie, sie ist Pflicht“, sagte er. Nicht jedes wünschenswerte Projekt gehöre sofort in den Haushalt.

Als Beispiele nennt die UWG:

  • Brücke „Am Burgesch“ mit veranschlagten 325.000 Euro. Die UWG wollte die Maßnahme vertagen und günstigere Varianten prüfen lassen, fand damit aber keine Mehrheit.
  • Investition „Am Bürgerpark“: Im Entwurf stehen 175.000 Euro für eine Fläche, zu der es viele Wünsche gebe. Van Wasen fordert, erst zu klären, was finanziell wirklich tragbar sei.
  • Beleuchtung am Schäpersweg: Aus Sicht der UWG sollte Sicherheit Vorrang haben, bevor weitere Wünsche umgesetzt werden.

Transparenz und Beteiligung bei Dorfentwicklung

Die UWG kritisiert die bisherige Informationspolitik bei Bauabschnitten der Dorfgestaltung. Eine öffentliche Vorstellung reiche nicht aus, wenn betroffene Anwohner anschließend nicht frühzeitig und direkt eingebunden würden. Van Wasen sieht hier beim neuen Bürgermeister die Chance für einen anderen Stil, offener und transparenter.

Kirchplatz, Bäume und Klimaschutz

Beim Kirchplatzprojekt spricht die UWG sich deutlich für den Erhalt alter Bäume aus. Van Wasen kritisiert geplante Fällungen zur Schaffung von Sichtachsen und stellt fest: „Geschmack ist subjektiv, Klimaschutz dagegen messbar.“ Alte Bäume seien ein zentraler Beitrag zu Aufenthaltsqualität und Mikroklima. Der Rat solle genau prüfen, welche Bäume wirklich weichen müssen und welche bleiben können.

Bürgerideenwettbewerb und Bürgerbudget

Ein weiteres Anliegen ist der Antrag der UWG auf einen Bürgerideenwettbewerb. Van Wasen nennt als Orientierung ein Bürgerbudget von etwa 1 bis 2 Euro pro Einwohner jährlich. Andere Kommunen machten damit gute Erfahrungen, weil Beteiligung sichtbarer werde und Akzeptanz für Veränderungen steige.

Zustimmung zum Haushalt 2026

Trotz Defizit und absehbar sinkender Liquidität bleibt die UWG verhalten optimistisch. Neue Wohngebiete, Gewerbeflächen und Einnahmen aus Windenergie könnten mittelfristig die Steuereinnahmen erhöhen. Zugleich warnt van Wasen vor einer schleichenden Aufweichung der Ausgabendisziplin.

Am Ende stellt er klar: „Die UWG Raesfeld-Erle wird dem Haushaltsplanentwurf für 2026 zustimmen.“ Die Schuldenfreiheit solle dabei ein hohes Gut bleiben. Kredite dürften, wenn überhaupt, nur für Vorhaben in Betracht kommen, die die Lebensqualität dauerhaft verbessern.


Es gilt das gesprochene Wort. Die Rede wurde redaktionell zusammengefasst.

Die vollständige Haushaltsrede steht als PDF zum Download zur Verfügung.

FDP trägt Haushalt 2026 – Fokus auf offenen Diskurs

Die FDP-Fraktion im Rat der Gemeinde Raesfeld wird dem Haushalt 2026 zustimmen. Fraktionsvorsitzender Christoph Stephan ordnete den Etat als nachvollziehbare Konsequenz der aktuellen Lage ein und warb zugleich für mehr Mut, Bürgerbeteiligung und einen offenen demokratischen Diskurs.

Politischer Rahmen und Einordnung

Christoph Stephan eröffnete seine Haushaltsrede mit einem Blick über die kommunale Ebene hinaus. Es falle schwer, sich allein auf Zahlen zu konzentrieren, sagte er, angesichts gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen, die aus seiner Sicht die freie Meinungsäußerung zunehmend unter Druck setzten.

Er betonte die Bedeutung des offenen Austauschs und machte deutlich, dass politische Entscheidungen wieder stärker an den Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ausgerichtet werden müssten. Demokratie lebe vom offenen Diskurs und vom Ringen um die besten Lösungen.

Bürgerbeteiligung als positives Signal

Als positives Beispiel nannte Stephan den Bürgerentscheid zum Jugendhaus in Erle. Dieser habe gezeigt, dass Bürgerinnen und Bürger auf direktem Weg Einfluss nehmen könnten. Zugleich habe die Gemeinde Wort gehalten und das Jugendhaus wie zugesagt zum Jahresende wieder an die Jugendlichen übergeben.

Die FDP sieht darin ein wichtiges Signal für gelebte Demokratie und Vertrauen zwischen Bürgerschaft, Politik und Verwaltung.

Bewertung des Haushaltsentwurfs 2026

Der Haushaltsentwurf für 2026 sei aus Sicht der FDP kein Etat großer Experimente, aber eine konsequente Antwort auf die derzeitige Situation der Gemeinde. Stephan bezeichnete ihn als realistisch und nachvollziehbar.

„Der Haushaltsentwurf für das Jahr 2026 strotzt zwar nicht gerade vor Mut, doch ist er zumindest die nachvollziehbare Konsequenz aus der Lage, in der sich unsere Gemeinde derzeit befindet“, sagte der FDP-Fraktionsvorsitzende.

Steuern, Gebühren und Investitionen

Ausdrücklich begrüßte die FDP, dass die kommunale Abgabenlast nicht erhöht wird. Weder Grundsteuer noch Gewerbesteuer sollen steigen. Angesichts begrenzter Spielräume bei Gebühren sei dies ein wichtiges Signal an Bürger und Betriebe.

Gleichzeitig wies Stephan auf steigende konsumtive Belastungen hin, etwa durch Umlagen und Pflichtaufgaben. Investitionen seien dennoch notwendig, um Infrastruktur funktionsfähig zu halten und die Attraktivität der Gemeinde zu sichern.

„Sie sichern die Funktionalität unserer Infrastruktur und steigern die Attraktivität unserer Gemeinde – beides elementare Voraussetzungen für Fortschritt und Zukunftsfähigkeit“, so Stephan.

Zustimmung der FDP-Fraktion

Trotz der angespannten Rahmenbedingungen kündigte die FDP-Fraktion ihre Zustimmung zum Haushalt 2026 an. Die Investitionen lägen größtenteils in kommunaler Verantwortung und müssten nun konsequent umgesetzt werden. „Daher werden wir dem Haushaltsentwurf 2026 zustimmen“, stellte Stephan klar.

Ausblick und Anspruch

Für die neue Wahlperiode kündigte der FDP-Fraktionsvorsitzende an, sich weiterhin engagiert in die Ratsarbeit einzubringen. Die FDP wolle die kommenden Diskussionen offen, leidenschaftlich und lösungsorientiert führen.

„Pflegen wir also weiter das Herzstück der freiheitlichen Demokratie – den offenen Diskurs – und ringen nach bestem Wissen um die besten Lösungen für uns alle hier in Raesfeld“, sagte Stephan zum Abschluss.


Es gilt das gesprochene Wort. Die Rede wurde redaktionell zusammengefasst.

Die vollständige Haushaltsrede steht als PDF zum Download zur Verfügung.

Haushalt 2026 in Raesfeld: Grüne fordern mehr Tempo beim Klimaschutz

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wird dem Haushalt 2026 der Gemeinde Raesfeld zustimmen. Fraktionsvorsitzender Henry Tünte verbindet das Ja zum Etat mit klaren Erwartungen an Klimaschutz, Klimawandelanpassung und eine nachhaltige Entwicklung der Gemeinde.

Haushaltslage aus Sicht der Grünen

Zu Beginn seiner Haushaltsrede dankte Henry Tünte der Verwaltung für die Aufstellung der Haushaltssatzung. Die finanzielle Situation der Gemeinde bewertete er insgesamt positiv, verwies jedoch auf die aktuellen Rahmenbedingungen. „Die Gemeinde steht aus Sicht der Grünen insgesamt gut da, auch wenn in den momentan umbrechenden Zeiten auf Rücklagen zurückgegriffen werden muss“, sagte Tünte im Rat.

Klimawandel trifft auch Raesfeld

Deutlich machte der Fraktionsvorsitzende, dass der Klimawandel längst auch auf kommunaler Ebene spürbar sei. Starkregenereignisse, Hitzeperioden und Trockenheit hätten konkrete Auswirkungen auf Siedlungsbereiche, Gewässer, Landwirtschaft und besonders schutzbedürftige Menschen. „Der Klimawandel trifft auch uns direkt“, stellte Tünte fest.

Klimaschutz und Anpassung gehören zusammen

Für die Grünen sei klar, dass zwei Aufgaben gleichzeitig angegangen werden müssten. Klimaschutz dürfe nicht losgelöst von Anpassungsmaßnahmen gedacht werden. Raesfeld habe bereits erste richtige Schritte eingeleitet, etwa mit der kommunalen Wärmeplanung und der Gründung der Gemeindewerke für Projekte im Bereich erneuerbarer Energien. „Wir müssen zwei Dinge tun: Klimaschutz durch Einsparung und Vermeidung klimaschädlicher Gase und gleichzeitig Klimawandelanpassung“, so Tünte.

Mobilität im ländlichen Raum

Beim Thema Verkehr betonte Tünte, dass viele Bürgerinnen und Bürger weiterhin auf das Auto angewiesen seien. Dennoch müsse der öffentliche Verkehr attraktiver werden. Kritisch äußerte er sich zur Ausstattung der Bushaltestellen. „Als wartender ÖPNV-Nutzer möchte ich wissen, wann mein Bus kommt und nicht lediglich, wann er kommen sollte“, sagte der Grünen-Fraktionsvorsitzende.

Aus Sicht der Grünen sollten unter anderem das AST-Angebot besser beworben, moderne Anzeigesysteme geprüft und der Radverkehr stärker berücksichtigt werden.

Natur, Wasser und Ortsentwicklung

Ein weiterer Schwerpunkt der Rede lag auf der Anpassung an Hitze und Starkregen. Tünte sprach sich dafür aus, Siedlungsbereiche und Landschaft möglichst kühl und feucht zu halten, Flächen zu entsiegeln und schattenspendende Bäume zu erhalten. Auch die Regenwasserbewirtschaftung müsse weiterentwickelt werden, etwa durch ein stärkeres Zurückhalten des Wassers in der Fläche.

Beim Thema Artenvielfalt regten die Grünen ein Biodiversitätskonzept für die Gemeinde an, mit heimischen Pflanzen und naturnaher Pflege öffentlicher Flächen. Auch der naturnahe Umbau von Gewässern sei notwendig und zugleich eine Pflichtaufgabe.

Soziales und Wohnen

Tünte dankte der Gemeinde für die Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine, Syrien und anderen Ländern. Die neue Flüchtlingsunterkunft habe dazu beigetragen, das Erler Jugendhaus wieder seiner ursprünglichen Nutzung zuzuführen. Gleichzeitig bleibe der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ein zentrales Problem, das weiter gelöst werden müsse.

Zustimmung zum Haushalt 2026

Am Ende seiner Rede machte Tünte deutlich, welches Potenzial er für Raesfeld sieht. „Raesfeld hat alle Voraussetzungen, um ein Vorbild für nachhaltige, lebenswerte und widerstandsfähige Gemeinden im Münsterland zu werden“, sagte er.

Die Grünen kündigten an, dem Haushalt 2026 zuzustimmen und die weitere Entwicklung der Gemeinde weiterhin kritisch und konstruktiv zu begleiten.


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Die vollständige Haushaltsrede steht als PDF zum Download zur Verfügung.

Haushalt 2026 in Raesfeld: SPD sagt Ja trotz enger Kassen

Mit der Haushaltsrede des SPD-Fraktionsvorsitzenden Andreas Erzkamp hat am Montag im Rat der Gemeinde Raesfeld die politische Beratung über den Haushalt 2026 begonnen. Trotz kritischer Anmerkungen kündigte die SPD-Fraktion an, dem Haushalt zuzustimmen, um die Handlungsfähigkeit der Gemeinde zu sichern.

Haushaltsrede des SPD-Fraktionsvorsitzenden

Andreas Erzkamp machte zu Beginn seiner Rede deutlich, dass der Haushaltsplan mehr sei als eine reine Aufstellung von Zahlen.
„Ein Haushalt sieht auf den ersten Blick nach Zahlenkolonnen aus. Aber hinter jeder Zahl steht ein Mensch in Raesfeld, Erle oder Homer“, sagte Erzkamp im Rat.

Der Haushalt bilde damit die konkrete Lebenswirklichkeit vieler Bürgerinnen und Bürger ab, von Familien über Seniorinnen und Senioren bis hin zu den zahlreichen Ehrenamtlichen in der Gemeinde.

Für Erzkamp war es zugleich ein persönlicher Moment. Es sei seine erste Haushaltsrede als Vorsitzender der SPD-Fraktion. Gleichzeitig markiere der Haushalt 2025 den ersten Etat unter Bürgermeister Dirk Kuhmann und damit einen politischen Übergang.

Zahlen und Fakten zum Haushalt 2026

In seiner Rede ging Erzkamp auf die finanzielle Lage der Gemeinde ein. Der Haushaltsentwurf verfüge weiterhin über Rücklagen, enthalte jedoch erstmals eine Kreditermächtigung in der Haushaltssatzung. Diese sei als Sicherheitsnetz gedacht, falls die vorhandenen Mittel nicht ausreichen sollten.

„Wir leben nicht im finanziellen Katastrophenmodus, aber die Luft wird messbar dünner“, erklärte Erzkamp. Wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen würden, würden die Rücklagen in den kommenden Jahren spürbar abschmelzen. Die SPD-Fraktion hoffe, dass die Kreditermächtigung nicht genutzt werden müsse und der Haushalt wie in den Vorjahren aus eigenen Reserven getragen werden könne.

Politische Schwerpunkte der SPD

Erzkamp stellte klar, dass die SPD-Fraktion die vom Bürgermeister benannten Kernaufgaben grundsätzlich mittrage. Gleichzeitig betonte er die sozialdemokratischen Leitlinien für die Haushaltsberatungen. Im Mittelpunkt stünden soziale Sicherheit, bezahlbarer Wohnraum, Investitionen in Kinder, Jugend und Bildung, Klimaschutz sowie der Respekt vor dem Ehrenamt.

Bezahlbarer Wohnraum als zentrale Aufgabe

Deutlich wurde Erzkamp beim Thema Wohnen. Steigende Mieten und ein knappes Angebot träfen auch Raesfeld. 2026 dürfe kein weiteres Vertagungsjahr beim bezahlbaren Wohnraum werden. Wohnraum sei Daseinsvorsorge und könne nicht allein dem privaten Markt überlassen werden, so der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Investitionen in Kinder, Jugend und Bildung

Positiv bewertete Erzkamp die vorgesehenen Investitionen in Kitas, Schulen und den Ausbau der Offenen Ganztagsbetreuung. Diese Ausgaben seien notwendig, um reale Bedarfe zu decken. „Jeder Euro, den wir in Kinder, Jugend und Bildung stecken, ist besser angelegt als mancher Euro Beton“, sagte Erzkamp.

Klimaschutz und Ehrenamt

Auch beim Klimaschutz forderte die SPD, von Konzepten stärker in die Umsetzung zu kommen. Energetische Sanierungen und Investitionen in erneuerbare Energien seien langfristig auch finanziell sinnvoll.

Das Ehrenamt bezeichnete Erzkamp als tragende Säule der Gemeinde. Neue Strukturen zur Unterstützung seien sinnvoll, müssten jedoch klar definiert und finanziell solide unterlegt sein.

Zustimmung zum Haushalt

Trotz kritischer Punkte kündigte Erzkamp die Zustimmung der SPD-Fraktion zum Haushalt 2025 an. Der Etat sei kein Wunschkonzert, halte die Gemeinde jedoch handlungsfähig und setze auf ehrliche Zahlen und klare Prioritäten.

Die Zustimmung sei mit Erwartungen verbunden, unter anderem beim bezahlbaren Wohnraum, beim Klimaschutz und beim Schutz der sozialen Infrastruktur.


Es gilt das gesprochene Wort. Die Rede wurde redaktionell zusammengefasst.

Die vollständige Haushaltsrede steht als PDF zum Download zur Verfügung.

Theaterverein eröffnet Friseursalon in der St.-Sebastian-Schule

Der Theaterverein Raesfeld eröffnet im Januar die neue Spielzeit und verwandelt das Forum der St.-Sebastian-Schule in einen lebendigen Friseursalon. Das Publikum darf sich auf einen kurzweiligen Nachmittag mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen freuen.

Auftakt mit „Haorige Tieden“

Der Theaterverein Raesfeld beginnt am Sonntag, 11. Januar 2026, um 15.30 Uhr mit der Premiere des Stücks „Haorige Tieden“. Gespielt wird im Forum der St.-Sebastian-Schule. Zur Eröffnung gibt es wie gewohnt Kuchen aus eigener Herstellung.

Ein Tag im Friseursalon

Die Geschichte begleitet Friseurmeisterin Moni durch einen turbulenten Arbeitstag. Neben dem Fachkräftemangel trifft sie eine unangekündigte Steuerprüfung. Ihr Mann Thorsten hat zuvor kreative Steuersparmodelle ausprobiert, was den Besuch des Finanzamts zusätzlich erschwert. Das Chaos entwickelt sich Schritt für Schritt.

Proben mit neuen Handgriffen

Vereinsvorsitzender Klemens Hoffjann erklärt: „Die Herausforderung in diesem Jahr ist das Friseurhandwerk. Neben dem Text müssen viele ungewohnte Handgriffe und Arbeitsabläufe geprobt werden.“ Für das Publikum könnte dies zu besonderen Frisurentrends auf der Bühne führen.

Weitere Termine im Januar

Weitere Aufführungen finden am Sonntag, 18. Januar 2026, und am Sonntag, 25. Januar 2026, jeweils um 17 Uhr, statt. Eine Abendvorstellung ist für Samstag, 24. Januar 2026, um 19.30 Uhr geplant. Getränke und kleine Snacks stehen bei allen Terminen bereit.

Vorverkauf und Informationen

Eintrittskarten sind ab dem 6. Dezember 2025 im Schreibwarengeschäft Spangemacher erhältlich.
Informationen zu den Vorstellungen in Raesfeld, Ramsdorf und Reken stehen online unter theaterverein-raesfeld.de.

Bingo im AWO Kaffee & mehr in Raesfeld-Erle

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Im AWO Kaffee & mehr in Raesfeld-Erle wird ein letztes Mal in diesem Jahr Bingo gespielt. Wer mitmachen möchte, kann am Höltingswall 3 vorbeikommen, eine Anmeldung ist nicht nötig.

Im AWO Kaffee & mehr in Raesfeld-Erle (Höltingswall 3) wird von 18 bis 20 Uhr Bingo gespielt. Es ist der letzte Termin in diesem Jahr.

Teilnahme ohne Anmeldung möglich

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mitspielen dürfen auch Interessierte, die nicht Mitglied der AWO sind.

Rückfragen

Rückfragen nimmt Sonja Köhler entgegen, telefonisch unter 01701928262 oder per E-Mail an [email protected].

Familienkalender Gemeinde Raesfeld 2026: Kostenlos erhältlich

Der Raesfelder Familienkalender 2026 erscheint am 3. Dezember und wird wieder kostenlos an Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde ausgegeben. Unter dem Motto „Museum der Begegnung“ zeigt der Kalender kreative Perspektiven auf das Miteinander in Raesfeld.

Der Familienkalender Gemeinde Raesfeld entsteht auch in diesem Jahr in enger Zusammenarbeit zwischen dem Ortsmarketing Raesfeld e.V. und der Lebenshilfe in Raesfeld. Menschen mit und ohne Behinderung haben gemeinsam Kunstwerke gestaltet, die besondere Momente des Zusammenlebens sichtbar machen. Die Motive ziehen sich durch alle Monate des Kalenders.

Neben dem gestalterischen Anspruch bleibt der Kalender ein praktischer Begleiter für den Alltag. Er bietet Platz für Termine und Notizen, enthält die Müllabfuhrtermine der Gemeinde sowie eine Übersicht über zahlreiche Veranstaltungen und Termine der Raesfelder Vereine.

Kostenlos trotz steigender Kosten

Trotz jährlich steigender Produktionskosten wird der Familienkalender Gemeinde Raesfeld auch 2026 wieder gebührenfrei ausgegeben. Ab dem 3. Dezember 2025 ist er an verschiedenen Auslagestellen im Gemeindegebiet erhältlich.

„Wir laden alle Raesfelder herzlich ein, sich ein Exemplar zu sichern und das Jahr 2026 mit einem Kalender zu beginnen, der verbindet und Raesfeld ausmacht: Offenheit, Vielfalt und gelebte Gemeinschaft“, sagt Kowalsky, Vorsitzende des Ortsmarketing Raesfeld e.V.

Auslagestellen für den Familienkalender Gemeinde Raesfeld

Der Raesfelder Familienkalender 2026 liegt aus:

  • bei Schreibwaren Spangemacher in Raesfeld
  • in der Holzwarth Apotheke
  • in der Schlossapotheke
  • in der Femeichen Apotheke in Erle
  • in den Volksbanken in Raesfeld und Erle
  • in den Sparkassen in Raesfeld und Erle
  • im Bürgerbüro im Rathaus
  • in der Tourist-Info im Naturparkhaus

Mit dem neuen Kalender wünscht das Ortsmarketing Raesfeld allen Bürgerinnen und Bürgern eine schöne Adventszeit und einen guten Start ins Jahr 2026.

Einbruch in Raesfeld-Erle: Täter dringen in Einfamilienhaus ein

In Raesfeld-Erle ist es zu einem Einbruch in ein Einfamilienhaus gekommen. Unbekannte Täter verschafften sich gewaltsam Zutritt zu einem Wohnhaus an der Straße Hoheloh. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Einbruch in Raesfeld-Erle an der Straße Hoheloh

Wie die Polizei mitteilt, ereignete sich der Einbruch in Raesfeld-Erle zwischen Sonntag, 7. Dezember 2025, 19 Uhr, und Freitag, 12. Dezember 2025, 16 Uhr. Der Tatort liegt an der Straße Hoheloh im Ortsteil Erle.

Die bislang unbekannten Täter drangen gewaltsam in das Einfamilienhaus ein. Im Inneren durchwühlten sie nach Angaben der Polizei sämtliche Schränke und Schubladen. Zum Zeitpunkt der Anzeigenaufnahme stand noch nicht fest, ob und was entwendet wurde.

Polizei bittet nach Einbruch in Raesfeld-Erle um Hinweise

Das zuständige Kriminalkommissariat in Borken hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Wer im genannten Zeitraum verdächtige Beobachtungen im Bereich Hoheloh gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat unter der Telefonnummer 02861 9000 entgegen.

Pumptrackanlage für Raesfeld: CDU und SPD holen Jugendliche ins Boot

Die Raesfelder CDU und SPD setzen sich gemeinsam für den Bau einer Pumptrackanlage in Raesfeld ein

Die CDU- und die SPD-Fraktion in Raesfeld ziehen beim Thema Pumptrackanlage an einem Strang. Die CDU begrüßt den von der SPD eingebrachten Antrag ausdrücklich und unterstützt das Vorhaben. Ziel sei es, jungen Menschen in der Gemeinde ein attraktives und sicheres Bewegungsangebot zu schaffen.

Jugendliche sollen frühzeitig mitgestalten

Unter dem Leitgedanken Bewegung, Spaß und Mitgestaltung laden CDU und SPD Raesfeld am 3. Januar 2026 insgesamt 15 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 16 Jahren zu einer gemeinsamen Besichtigung von zwei bestehenden Pumptrackanlagen ein. Die Teilnehmer sollen die Anlagen nicht nur ansehen, sondern auch selbst ausprobieren.

Roller oder Fahrräder können mitgebracht werden, das Tragen eines Helms ist aus Sicherheitsgründen verpflichtend. „Uns ist wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen ihre Meinung einbringen. Sie sollen uns sagen, wie eine Pumptrackanlage in Raesfeld aussehen könnte“, erklärt die CDU-Fraktion.

Treffpunkte und Anmeldung

Gestartet wird an zwei Orten:

  • um 9.40 Uhr auf dem LVM-Büroparkplatz an der Friedholt 1 in Erle
  • um 10.00 Uhr am Raesfelder Sportplatz

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Plätze begrenzt, eine Anmeldung ist erforderlich. Eltern können ihre Kinder telefonisch unter 0151 72001291 anmelden.

Gemeinsames Signal für die Zukunft Raesfelds

Beide Fraktionen sehen in dem Projekt einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität der Gemeinde für junge Menschen. Eine Pumptrackanlage biete eine zusätzliche, sichere Möglichkeit zur Freizeitgestaltung. Die gemeinsame Initiative von CDU und SPD verdeutliche zudem den politischen Willen, über Parteigrenzen hinweg in die Zukunft Raesfelds zu investieren.

CDU Raesfeld: Anträge zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in Erle

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Damit die Verkehrssituation vor Ort verbessert und bestehende Barrieren abgebaut werden, hat die CDU Raesfeld ihre ersten konkreten Anträge eingereicht.

„Damit setzen wir die ersten Maßnahmen um, die direkt aus den Anliegen der Bürger hervorgegangen sind, welche im zurückliegenden Wahlkampf vielfach an uns herangetragen wurden. Nur einen Monat nach Beginn unserer Arbeit im Amt setzen wir die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger um und schaffen spürbare Verbesserungen für alle Generationen. Wir haben zugehört“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Dr. Bernhard Bonhoff.

Verkehrssicherheit am Fußweg Sagemüller Straße

Die CDU Raesfeld möchte prüfen lassen, ob am Ende des Fuß- und Radwegs der Sagemüller Straße eine versetzte Absperrung eingerichtet werden kann. Der Übergang mündet im Kurvenbereich der Schermbecker Straße auf einen Feld- beziehungsweise Radweg. Im Antrag werden eine Umlaufsperre oder eine Polleranlage genannt. Der Pollererlass NRW soll gewährleisten, dass auch Lastenräder, Dreiräder und Rollstühle passieren können. Dr. Bernhard Bonhoff erklärte, man wolle an dieser Stelle eine klare Verbesserung erreichen, die den Alltag vieler Menschen sicherer mache.

Der Weg führe derzeit ohne bauliche Begrenzung direkt auf die Schermbecker Straße. Nach Angaben der CDU entsteht dadurch ein erhöhtes Unfallrisiko. Kinder und Jugendliche, die dort mit dem Fahrrad oder Roller unterwegs sind, könnten ungebremst in den stark befahrenen Kurvenbereich gelangen. Gerade junge Verkehrsteilnehmer bräuchten hier einen verlässlichen Schutz. Eine versetzte Absperrung soll die Geschwindigkeit reduzieren und die Sicherheit erhöhen.

Kurzzeitparkzone am neuen HUB

Am neuen HUB soll nach Vorstellung der CDU Raesfeld eine Kurzzeitparkzone entstehen. Damit soll Dauerparken verhindert und die Nutzung für Taxen, Krankentransporte und Menschen mit eingeschränkter Mobilität erleichtert werden. Die Parkdauer soll zwischen 5 und 15 Minuten liegen, um die Barrierefreiheit und die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern.

Bordstein absenken

Als dritten Punkt rücke die CDU einen Bordstein an der Silvesterstraße in den Fokus. Vorgesehen sei eine Absenkung zwischen dem neuen Parkplatz und der Apotheke. Dadurch solle insbesondere Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit eingeschränkter Mobilität ein sicheres Überqueren der Straße ermöglicht werden.

Kreis Borken: Regelbedarfssätze bleiben 2026 unverändert

Die Regelbedarfssätze für Bürgergeld und Sozialhilfe im Kreis Borken bleiben zum 1. Januar 2026 unverändert. Das hat der Bund bereits festgelegt. Darauf weist der Kreis Borken hin. Betroffen sind Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II und XII.

Zum 1. Januar 2026 ändern sich die Regelbedarfssätze im Bereich des Bürgergeldes und der Sozialhilfe nicht. Der Kreis Borken verweist auf die entsprechende Festlegung des Bundes. Die Regelbedarfssätze sichern den Lebensunterhalt von Menschen, die Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende, der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung oder der Hilfe zum Lebensunterhalt erhalten.

Neben dem monatlichen Regelbedarf werden für die Mehrheit der Leistungsberechtigten weiterhin auch Kosten für Unterkunft und Heizung übernommen.

Regelbedarfssätze im Kreis Borken im Überblick

Die monatlichen Beträge bleiben in allen Regelbedarfsstufen unverändert:

  • Alleinstehende, Alleinerziehende sowie Personen mit minderjähriger Partnerin oder minderjährigem Partner erhalten weiterhin 563 Euro.
  • Ehe- oder Lebenspartnerinnen und -partner, die zusammenleben, bekommen jeweils 506 Euro.
  • Sonstige erwerbsfähige Erwachsene ohne eigenen Haushalt, dazu zählen junge Erwachsene von 18 bis 24 Jahren im SGB-II-Bezug, erhalten 451 Euro.
  • Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren bekommen 471 Euro.
  • Kinder zwischen sechs und 13 Jahren erhalten 390 Euro.
  • Für Kinder bis fünf Jahre bleibt der Regelbedarf bei 357 Euro.

Ansprechpartner bei Fragen

Für Fragen zu Bürgergeld und Sozialhilfe stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jobcenter sowie der Sozialämter in den Städten und Gemeinden und beim Kreis Borken zur Verfügung.

Nach Doppelmord in Dorsten-Holsterhausen: 16-Jähriger steht vor Gericht

Knapp sechs Monate nach der brutalen Tat beginnt am Landgericht Essen der Prozess um den gewaltsamen Tod einer 32-jährigen Frau und ihrer kleinen Tochter aus Dorsten. Die Hauptverhandlung findet am 17. Dezember 2025 ab 11.30 Uhr unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der Fall hatte in Dorsten tiefe Trauer und großes Entsetzen ausgelöst.

Prozess um Doppelmord in Dorsten vor der Jugendkammer

Vor der Jugendkammer des Landgerichts Essen muss sich ein 16-jähriger Dorstener verantworten. Ihm wird vorgeworfen, am Abend des 28. Juni 2025 eine ihm bekannte Nachbarin und ihre Tochter im Kleinkindalter erschlagen zu haben. Die Tat soll sich auf einem Feldweg am Tüshausweg im Stadtteil Holsterhausen ereignet haben.

Polizei Mord Dorsten Holsterhausen Tote Frau Kleinkind
Ein Team der Spurensicherung im Einsatz. Foto: Petra Bosse

Die Leichen waren am Morgen des 29. Juni 2025 von einer Joggerin entdeckt worden. Der mutmaßliche Täter kehrte nach Angaben der Ermittlungsbehörden einige Stunden später an den Tatort zurück und wurde dort von der Polizei festgenommen, während Einsatzkräfte noch Spuren sicherten.

Große Anteilnahme nach der Tat

Der Prozess um den Doppelmord in Dorsten knüpft an einen Fall an, der die Stadt nachhaltig erschüttert hatte. Noch Monate nach der Tat erinnerten Kerzen, Fotos und Stofftiere am Tatort an die getötete Frau und ihr Kind. Viele Menschen drückten dort ihre Anteilnahme aus. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kannten sich Opfer und Angeklagter. Beide stammen aus der Ukraine.

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Ein Ort des Gedenken. Foto: Petra Bosse

Weitere Straftaten Teil der Anklage

Am 16. Mai 2025 und damit kurz vor der späteren Mordtat soll sich der 16-jährige Angeklagte gegen eine polizeiliche Festnahme gewehrt haben, indem er um sich schlug und nach den eingesetzten Beamten trat. Neben dem Vorwurf des Mordes werden ihm weitere Straftaten zur Last gelegt. Dazu zählen ein tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte, versuchte Körperverletzung, sexueller Übergriff sowie sexueller Missbrauch von Kindern.

Gericht prüft Sicherungsverwahrung

Die Jugendkammer prüft im Prozess um den Doppelmord in Dorsten auch weitere tateinheitlich verwirklichte Delikte. Zudem werde geprüft, ob die Voraussetzungen für den Vorbehalt der Anordnung einer Sicherungsverwahrung im Hinblick auf den Angeklagten vorliegen.

Der Prozessauftakt ist für Mittwoch, 17. Dezember 2025, angesetzt.

Livestream für Ratssitzungen: SPD startet neuen Anlauf in Raesfeld

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SPD beantragt erneut Livestream für Ratssitzungen in Raesfeld

Die SPD-Ratsfraktion Raesfeld bringt das Thema Livestream von Ratssitzungen erneut auf die politische Tagesordnung. Nachdem Rat und Ausschüsse seit 2023 vollständig digital arbeiten, soll nun auch die Öffentlichkeit stärker eingebunden werden. Der neue Antrag knüpft an eine Debatte aus dem Jahr 2022 an und stellt die Frage, ob ein Vorhaben, das damals keine Mehrheit fand, unter veränderten Voraussetzungen nun umsetzbar ist.

Die SPD beantragt, die öffentlichen Sitzungen des Rates sowie der Fachausschüsse künftig live im Internet zu übertragen und anschließend in einer Mediathek bereitzustellen. Über den Antrag soll der Rat in einer der nächsten Sitzungen beraten.

Digital gearbeitet, Öffentlichkeit bislang ausgeschlossen

Seit 2023 erfolgen die Sitzungen von Rat und Ausschüssen papierlos und digital. Aus Sicht der SPD fehlt bislang jedoch ein entscheidender Schritt. Die digitale Ratsarbeit sei für die Bürgerinnen und Bürger kaum sichtbar. Ein Livestream solle diese Lücke schließen und die politische Arbeit transparenter machen.

Fraktionsvorsitzender Andreas Erzkamp spricht von einer logischen Weiterentwicklung. „Rat und Ausschüsse arbeiten seit 2023 digital. Jetzt geht es darum, diese Arbeit auch für die Menschen sichtbar zu machen, die nicht im Sitzungssaal dabei sein können“, sagt Erzkamp.

Antrag regelt Livestream, Mediathek und Datenschutz

Der Antrag sieht vor, öffentliche Sitzungen live zu übertragen, soweit dies rechtlich zulässig und organisatorisch möglich sei. Die Aufzeichnungen sollen für einen angemessenen Zeitraum über die Internetseite der Gemeinde abrufbar sein. Nichtöffentliche Sitzungen sollen ausdrücklich nicht übertragen werden.

Die Verwaltung soll ein datenschutzkonformes und barrierebewusstes Konzept erarbeiten. Dazu zählen ein Kostenplan, die Prüfung rechtlicher Rahmenbedingungen wie Datenschutz und Persönlichkeitsrechte sowie die Auswahl einer geeigneten technischen Lösung für Bild, Ton und Streaming.

Transparenz als politisches Versprechen

Erzkamp verweist auf den Kommunalwahlkampf. Alle im Rat vertretenen Parteien hätten mehr Transparenz und Bürgernähe versprochen. Ein Livestream könne dieses Versprechen konkret einlösen.

Andreas Erzkamp-SPD Raesfeld
Andreas Erzkamp

Kommunalpolitische Entscheidungen beträfen das unmittelbare Lebensumfeld, etwa bei Kitas, Schulen, Wohnen, Verkehr, Klima, Vereinen, Kultur und Ehrenamt. Gleichzeitig könnten viele Menschen aus Altersgründen, wegen familiärer Verpflichtungen, Schichtarbeit oder räumlicher Distanz nicht an Sitzungen teilnehmen.

„Wer zuschauen kann, versteht politische Entscheidungen besser. Und wer besser versteht, beteiligt sich eher“, sagt Erzkamp.

Blick auf andere Kommunen

Die SPD verweist auf Erfahrungen aus anderen Städten und Gemeinden. Dort hätten Livestreams das Interesse an Kommunalpolitik erhöht und den Zugang zu Politik und Verwaltung erleichtert. Zugleich vermittelten sie ein zeitgemäßes Bild der Kommune nach außen.

Die Fraktion bittet den Rat daher um Zustimmung und sieht den Antrag als Schritt hin zu mehr Transparenz und moderner demokratischer Kultur.

Rückblick: Arbeitsgruppe lehnte Livestream 2022 ab

Bereits im Frühjahr 2022 hatte sich eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe aus Ausschussmitgliedern mit dem Thema Livestream befasst. Auch der Rat beschäftigte sich im Juni 2022 damit. In einer Beratungsvorlage vom 30. Mai 2022 wurde Live Streaming als komplex bewertet. Neben personellen und finanziellen Ressourcen seien insbesondere rechtliche Fragen zu klären gewesen, etwa zu Persönlichkeitsrechten von Ratsmitgliedern, Verwaltungsmitarbeitenden sowie Besucherinnen und Besuchern.

Die Arbeitsgruppe hatte damals die Bereitschaft der Ratsmitglieder für eine Übertragung von Wortbeiträgen mit Bild und Ton abgefragt. Eine Mehrheit sprach sich gegen eine Live Übertragung aus. Die Arbeitsgruppe empfahl daraufhin, das Vorhaben nicht weiterzuverfolgen. Die Verwaltung schlug vor, Entwicklungen auf Landesebene abzuwarten, unter anderem mögliche Änderungen der Gemeindeordnung und eine Digitalisierungsverordnung.

Mit dem neuen Antrag der SPD wird das Thema nun erneut aufgegriffen.

Antrag SPD-Fraktion Raesfeld zur Wahlwerbung im Gemeindegebiet

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Die SPD-Fraktion Raesfeld will die Wahlplakatierung im Gemeindegebiet neu ordnen. Mit einem Antrag an den Rat fordert sie klare Regeln, weniger Plakate im öffentlichen Raum und einheitliche Werbeflächen für alle Parteien.

Die SPD-Fraktion Raesfeld beantragt, die Verwaltung mit der Erarbeitung einer Satzung oder Richtlinie zur Wahlwerbung zu beauftragen. Künftig sollen Wahlplakate grundsätzlich nur noch auf von der Gemeinde bereitgestellten, einheitlich gestalteten Werbeflächen erlaubt sein. Anzahl und Standorte sollen so festgelegt werden, dass alle zugelassenen Parteien und Wählergruppen gleiche Möglichkeiten zur Wahlwerbung haben. Plakate an Laternen, Verkehrsschildern, Bäumen oder Brückengeländern sollen außerhalb dieser Flächen nicht mehr zulässig sein.

Die geplante Regelung soll außerdem den Zeitraum der Wahlplakatierung festlegen, Vorgaben zu Größe, Anzahl und Gestaltung der Plakate enthalten und klare Regeln für das Abhängen und die Entsorgung vorsehen. Auch Sanktionen bei Verstößen sind Teil des Antrags. Die Verwaltung soll frühzeitig alle Ratsfraktionen sowie die im Gemeindegebiet aktiven Parteien und Wählergruppen beteiligen. Am Ende entscheidet der Rat über die neue Regelung.

Lehren aus dem letzten Wahlkampf

Aus Sicht der SPD hat der vergangene Kommunalwahlkampf gezeigt, dass Handlungsbedarf besteht. Entlang der Hauptstraßen habe es vielerorts eine kaum noch überschaubare Zahl von Wahlplakaten gegeben. Rückmeldungen aus Raesfeld, Erle und Homer seien eindeutig gewesen: zu viel, zu unübersichtlich, zu belastend für das Ortsbild.

„Wir wollen Wahlwerbung nicht abschaffen, sondern sinnvoll begrenzen“, so der Fraktionsvorsitzende Andreas Erzkamp. Wichtig sei ihm dabei die Fairness: „Einheitliche Flächen sorgen dafür, dass alle Parteien die gleichen Chancen haben, unabhängig von Geld oder Logistik.“

Umwelt, Ortsbild und Sicherheit

Nach Auffassung der SPD würde eine Konzentration auf wenige Gemeindeflächen Ressourcen schonen und Müll vermeiden. Zugleich bliebe das Orts- und Landschaftsbild gepflegt. Auch die Verkehrssicherheit könne profitieren, wenn Sichtbehinderungen an Laternen und Kreuzungen reduziert werden.

Die SPD-Fraktion ist überzeugt, dass Demokratie sichtbar bleiben soll, aber geordnet und rücksichtsvoll. Weniger Plakate im öffentlichen Raum und klare Regeln seien aus ihrer Sicht ein sinnvoller Schritt für die Gemeinde Raesfeld.

LOKALLUST ERLE: Tradition im Wandel – letzter Baum vor Brömmel-Wilms

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Zur Adventszeit gibt es in Erle einen Moment, der für mich einfach dazugehört. Das gemeinsame Leuchten des großen Weihnachtsbaums vor Brömmel-Wilms. Jedes Jahr kommen hier Familien, Nachbarn und Freunde zusammen. Bei Glühwein, Bratwurst und guten Gesprächen wird das Dorf für einen Abend ein Stück enger. Es ist dieser Augenblick, der zeigt, wie sehr solche Orte das Miteinander prägen. In diesem Dezember fühlt sich alles ein wenig anders an. Denn das Einschalten der Lichter ist diesmal nicht nur ein festlicher Auftakt, sondern auch ein Abschied von einer Dorfkneipe, die über viele Jahre hinweg ein Treffpunkt für Generationen war.

Gleichzeitig ist diese Ausgabe auch die letzte Lokallust mit eigener Erle-Seite im Jahr 2025. Ein Jahr voller Geschichten aus dem Dorf, Begegnungen und besonderer Momente geht damit zu Ende. Im kommenden Jahr setzen wir diesen Weg fort und freuen uns schon jetzt auf viele neue, spannende Themen aus Erle und der Region.

Das gesamte Team der Heimatmedien wünscht Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Weihnachtszeit, ruhige Feiertage und einen guten Start in ein gesundes neues Jahr. Vielen Dank für Ihre Treue, Ihr Interesse und die vielen Gespräche im Laufe des Jahres.

– Petra Bosse

Mit dem letzten Tannenbaum vor der Dorfkneipe Brömmel-Wilms geht in Erle eine kleine Tradition zu Ende. Da die Gaststätte zum Jahresende schließt, wird auch der festliche Baum an dieser Stelle künftig der Vergangenheit angehören.

„Ich schätze mal so 22, 23 Jahre ist das her.“ Mit diesen Worten steht Arno Brömmel vor dem großen Weihnachtsbaum, der an diesem Abend zum letzten Mal vor der Gaststätte Brömmel-Wilms leuchtet. Aus einer kleinen Idee, „etwas Schönes für das Dorf zu machen“, war über die Jahre ein fester Treffpunkt geworden. Jedes Jahr pünktlich zum 1. Advent brachten Arno und viele Helfer den Baum zum Strahlen, begleitet von einem gemütlichen Umtrunk und der Einstimmung in die Adventszeit. Nun endete diese alte Tradition an vertrauter Stelle nach gut zwei Jahrzehnten.

An diesem Abend blickte Arno, ehemaliger Wirt und Ehrenpräsident des Schützenvereins, auf eine Tradition, die für ihn und viele Erler fester Teil des Dorflebens geworden war. Ende November stand Arno wieder dort, wo für ihn vieles begonnen hatte. Doch dieses Mal fühlte es sich anders an. Zum letzten Mal leuchtete der große Weihnachtsbaum vor der traditionsreichen Gaststätte, bevor Brömmel-Wilms zum Jahresende für immer schließen sollte.

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Arno Brömmel vor dem Weihnachtsbaum. Foto: Petra Bosse

Die Erler Könige im Einsatz

Neben Arno standen in diesem Jahr besonders die zehn Erler Könige im Mittelpunkt. Sie hatten sich zusammengetan, um den „letzten Baum“ zu organisieren, zu stellen und zu schmücken. Ein gemeinsamer Einsatz, der im Dorf sofort wahrgenommen wurde.

Für Arno Brömmel war dieser Einsatz ein starkes Zeichen. Die Könige hatten eine Aufgabe übernommen, die über viele Jahre in seinen Händen gelegen hatte.

Schützenpräsident Andreas Pass brachte es auf den Punkt. „Es ist eine sehr gute Idee von unserem Kaiser, mit einigen unserer Könige sich um den ‚letzten Baum ‘vor unserer Gaststätte Brömmel-Wilms zu kümmern. Optisch eine klasse Bereicherung für unser schönes Erle“. Vielleicht findet sich hier eine Gruppe zusammen, die sich dieses zu Tradition macht und sich auch in den kommenden Jahren um das neue weihnachtliche Highlight im Dorf kümmert.“

Wie alles begann

Als ich ihn fragte, wie diese Tradition eigentlich entstanden war, musste Arno nicht lange überlegen. „Das war meine Idee. Ich wollte einfach etwas Schönes für das Dorf machen, um es hier gemütlich haben.“ Er sagte es fast beiläufig. Doch seine Idee hatte Erle über zwei Jahrzehnte geprägt.

Viele Hände, viele Jahre

Arno erinnerte sich an die treuen Helfer. „Benni Schwane war immer dabei, Ewald Tempelmann und viele andere.“ In diesem Jahr war zudem Kaiser Manfred Gerbersmann dazugekommen. Er koordinierte gemeinsam mit den ehemaligen Erler Königen alles rund um den Baum.

Am Samstag vor dem Lichteranzünden hatten sie den Baum in Erle gebaut und aufgestellt. Für Arno war das ein emotionaler Moment. „Ein sehr schöner Abschluss. Ich freue mich drüber, dass die Könige das in die Hand genommen haben. Und ich will hoffen, dass damit eine neue Sache geboren ist.“

Die ver-rückte Weihnachtsgeschichte: Theateraufführung an der OGS Silvesterschule

Am Dienstag, 16. Dezember 2025, zeigt die Theaterbande der OGS Silvesterschule das Stück „Die ver-rückte Weihnachtsgeschichte“. Die Aufführung beginnt um 15.30 Uhr in der Pausenhalle. Bereits ab 14.30 Uhr öffnet die OGS Cafeteria mit Kaffee, Kuchen und einem kleinen Winterbasar.

Theaterbande der OGS Silvesterschule auf der Bühne

Die Schülerinnen und Schüler der OGS Silvesterschule präsentieren eine weihnachtliche Theateraufführung, die für Familien und Interessierte geöffnet ist. Veranstaltungsort ist die Pausenhalle der Schule. Der Einlass erfolgt vor Beginn der Aufführung.

Cafeteria und Winterbasar ab 14.30 Uhr

Ab 14.30 Uhr lädt die OGS Cafeteria zu Kaffee und Kuchen ein. Ergänzend wird ein kleiner Winterbasar angeboten. Nach Angaben der Veranstalter gehen sämtliche Spenden und Erlöse an das WDR 2 Weihnachtswunder.

Platzreservierung erforderlich

Für die Veranstaltung ist eine Platzreservierung notwendig. Karten sind telefonisch oder per WhatsApp unter der Nummer 0157 71 04 37 95 erhältlich.

Förderverein stärkt Unterricht an der Silvesterschule Erle mit neuen Lernmaterialien

Der Förderverein der Silvesterschule Erle hat neue Lernmaterialien für den Unterricht angeschafft. Mit einer Investition von rund 2.250 Euro verbesserte der Verein die Ausstattung der Klassenräume und unterstützte damit gezielt den schulischen Alltag.

Einheitliche Ausstattung für alle Klassen

Der Förderverein kaufte unter anderem Lernuhren, Zahlensterne, Mathewürfel, Lernwaagen und Rechengeld. Durch die Neuanschaffungen verfügen nun alle Klassenräume über eine einheitliche Grundausstattung. Dies erleichtere den Unterricht und sei ein ausdrücklicher Wunsch der neuen Schulleitung gewesen.

Enge Abstimmung mit Schulleitung und Lehrkräften

Die Planung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Schulleiterin Sarah Norkowski und dem Kollegium. Der erste Vorsitzende des Fördervereins, Jonathan Schmidt, betonte die Bedeutung der Investition: „Wir als Förderverein geben für solche Anschaffungen gerne Geld aus. Das ist eine Investition in die Kinder und diese werden dadurch beim aktiven Lernen unterstützt.“

Zusätzliche Spende für den Mathematikunterricht

Eine weitere Unterstützung erhielt der Förderverein durch eine Spende der Sparkasse Westmünsterland. Mit den zusätzlich zur Verfügung gestellten 690 Euro konnte magnetisches Spielgeld angeschafft werden, das den Mathematikunterricht ergänzt.

Weitere Projekte bereits geplant

Gemeinsam mit der Schulleitung plant der Förderverein weitere Vorhaben. Der Mitmachzirkus soll weiterhin alle vier Jahre stattfinden, der nächste Termin ist für 2028 vorgesehen. In den Jahren dazwischen sind Projektwochen geplant, die der Förderverein bei Bedarf finanziell begleiten wird.

Mitgliedschaft weiterhin möglich

Um auch künftig Anschaffungen und Projekte zu ermöglichen, wirbt der Förderverein um neue Mitglieder. Mitglied werden können neben Eltern auch Großeltern, Verwandte oder Firmen. Die Anmeldung ist online über die Internetseite www.foerderverein-silvesterschule.de möglich.

Der Förderverein bedankt sich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die durch ihr Engagement Projekte und Anschaffungen für die Kinder ermöglichen.

Brücke Burgesch Schloss Raesfeld: Weg frei für den Neubau

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Die Brücke Am Burgesch Schloss Raesfeld bleibt ein wichtiges Thema in der Gemeinde. Der Schlossausschuss hat beschlossen, den Neubau in den Haushaltsplan für das kommende Jahr aufzunehmen. Die stark eingeschränkte Tragfähigkeit macht eine Erneuerung notwendig.

Entscheidung im Schlossausschuss

Die Brücke Am Burgesch Schloss Raesfeld beschäftigt Politik und Verwaltung seit Jahren. Im jüngsten Schlossausschuss fiel die Entscheidung, den geplanten Neubau im Haushalt für das kommende Jahr zu berücksichtigen. Die Mitglieder folgten damit der Einschätzung der Verwaltung, dass die Verkehrssicherheit nur durch einen vollständigen Ersatzbau gewährleistet werden kann.

Brücke am Nordesch Schloss Raesfeld wird erneuert
Foto: Petra Bosse

Tragfähigkeit stark eingeschränkt

Die Brücke ist baufällig, weshalb die Tragfähigkeit deutlich reduziert ist. Eine Gewichtsbeschränkung auf sechs Tonnen zulässiges Gesamtgewicht gilt weiterhin. Dadurch ist die Brücke Burgeschesch Schloss Raesfeld für viele Anlieferungen nicht mehr nutzbar. Besonders der reguläre Lieferverkehr ist davon betroffen. Die Verwaltung betonte, dass ein Neubau erforderlich sei, um den Verkehrsfluss dauerhaft sicherzustellen.

Planung und Genehmigungen

Die Verwaltung hat bereits einen Entwurfsplan erstellen lassen. Alle notwendigen Genehmigungen durch den Kreis Borken sind erteilt. Damit kann die weitere Planung ohne Verzögerung fortgesetzt werden.

Zeitplan für Ausschreibung und Bau

Die Ausschreibung der Maßnahme soll Anfang 2026 erfolgen. Die Verwaltung stimmt sich dazu eng mit der Handwerksakademie und weiteren Veranstaltern ab. Voraussetzung ist die Bereitstellung der Mittel im Haushalt 2026. Der Baubeginn ist ab Mai 2026 vorgesehen. Nach aktuellem Stand sollen die Arbeiten zwei bis drei Monate dauern.

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