Die EAV-Abstinenz ist vorbei

Alle Fans des Frauenkarnevals dürfen sich freuen: Die 14 Akteurinnen der „Erler Allgemeinen Verunsicherung“, kurz EAV genannt, sind wieder da.

Sie feierten am Freitagabend im Saal von Brömmel-Wilms Premiere.

Alle zwei Jahre überraschen die 14 Damen der EAV Birgit Eming, Eva Grömping, Petra Grömping, Petra Haasler, Monika Heidermann-Grewing, Sandra Heßling, Nicole Kölking, Elke Mohr, Madita Nagel, Melanie Schäfer, Karin Schulte-Kellinghaus, Marlies Schulze Hilbt und Lena Wachtmeister ihr Publikum mit karnevalistischen Kabarett, Sketche, Tänze.

Fetzig, modern, frech und viel Musik, so präsentierten sich die Karnevalsaufführung der besonderen Art ohne Prinz und Prinzessin, ohne Hofmarschall und Elferrat. Ulrike Heidermann führte locker, flockig durch das Programm.


„Ich bin schön“, sagte sich Walburga alias Marlies Schulze-Hilbt. Mit rollendem „R“ und vieler Worte in Plattdeutsch sprach sie sich selber Mut zum Altwerden zu. Gleichzeitig gab sie intime Einblicke aus dem Freundinnenkreis sowie aus der Nachbarschaft. Und über die quälenden Folgen eines Gläschens Federweißer, auch darüber plapperte sie ungeniert. „Wer mehr als drei Gläser davon trinkt, kann sicher sein, dass dieses Zeug im Darm wie ein Rohrreiniger wirkt. Die Muskeln können dem Kyrill nicht mehr standhalten“.

Eine Mutter und noch eine Mutter gleich „Mütter“, die wissen wir ihre Kinder ticken (Petra Haasler li. und Sandra Heßling).

Dem Lachanfall nicht mehr standhalten konnten auch die Jecken im Saal. Lachsalven, lautstarker Beifall und immer wieder ein „dreifaches Helau“ und Raketen heizten die Stimmung ein.

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Alte Hasen

Nicht einseitig, sondern ein großer Querschnitt durch Alltagsgeschichten und Halbwahrheiten waren hervorragend in den Sketchen eingebunden. Wie zum Beispiel: „Mein Kind tut das nicht“. Situationskomik verknüpft mit Laserstrahlen und Musik zum Schunkeln, traf voll den Geschmack der Zuschauer, die zwischendurch mächtig schunkelten und mit sangen. Kein Wunder, denn die Damen sind „alte Hasen“ auf den karnevalistischen Brettern und wissen, was ihr Publikum hören und sehen möchte.

Gruppenbild mit Dame: Karnevalsprinzessin Simone I., Bürgermeister Grotendorst und Pastor em. Johannes Bengforth

Abwechslungsreich

Zum ersten Mal bei der EAV dabei war Pastor em. Johannes Bengforth. „Sehr Abwechslungsreich, sehr bunt, aber auch nachdenklich“, schwärmte Bengforth. Er lobte besonders die verschiedenen Bereiche, die humoristisch abgedeckt wurden. Und noch etwas fiel dem Geistlichen auf: „Es gibt keine Büttenreden, die unter die Gürtellinie gehen. Das finde ich hier besonders gut“.

Großes Hollywood bei der EAV

Die Ideenschmiede der Damen gefiel auch Pascal Rehmann, 2. Vorsitzender vom RCV. „Ich bin stolz darauf, was die EAV immer wieder aus eigenen Reihen auf die Beine stellt. Ideen von Erler für Erler und natürlich auch für Raesfelder“, sagte Rehmann lachend.

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Restkarten

Für Kurzentschlossene gibt es an der Abendkasse noch einige Restkarten und im Kiebitz Markt Erle für die kommenden Aufführungen am 8. Februar (Altweiber – nur für Frauen) sowie am 9. und 10. Februar, jeweils ab 19 Uhr. Einlass ist eine Stunde vor Beginn.
Petra Bosse

Karnevalsprinz André II. auf den Brettern der Welt.

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