Klaus Ostendorf war rund 40 Jahre, sprich 340 000 Stunden in der Feuerwehr tätig

 Großer Bahnhof bei der Verabschiedung von Gemeindebrandinspektor und Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Raesfeld Klaus Ostendorf, der am 18. Dezember seinen letzten „Arbeitstag“ hat.

Gemeindevertreter, Familie sowie zahlreiche Feuerwehrkollegen aus den umliegenden Gemeinden kamen zu dieser Feier.

Mit 60 in Alters- und Ehrenabteilung

„Für mich stand lange fest, dass ich mit 60 Jahren in die Alters- und Ehrenabteilung zurücktrete“, sagte Klaus Ostendorf am Freitagabend im Feuerwehrhaus.
Langeweile wird Ostendorf zukünftig nicht haben. „Ich habe mir ein Motorrad gekauft und möchte demnächst mit meiner Frau Renate und der Familie viel reisen sowie mir mehr Zeit für meine zwei Enkelkinder nehmen“, so Ostendorf.

Auch mit seinen Nachfolgern, den Brandinspektoren André Szczesny, neuer Leiter der Feuerwehr und seinem Stellvertreter Jörg Wachtmeister, sei er mehr als zufrieden. „Jetzt muss ich erst einmal lernen runterzufahren und nicht ständig das Gefühl haben noch im Einsatz zu sein“, gestand Ostendorf, der 23 Jahren und zwei Monate Feuerwehr-Chef war. „Ich wünsche meinen Nachfolgern einen guten Griff und das alle Kollegen nach ihrem Einsatz gesund zurück kommen“.

v. l.: Siegbert Nagel, Ralf Kock Löschzugführer, Andre Szczesny Gemeindebrandinspektor und neuer Leiter der Feuerwehr, sowie sein Stellvertreter Jörg Wachtmeister, Bürgermeister Andreas Grotendorst, Klaus Ostendorf und  Kreisbrandmeister Johannes Thesing

Wunsch

Darüber hinaus hat Ostendorf noch einen Wunsch Richtung Zukunft für den Löschzug Erle: „Ich hoffe, dass es zeitnah endlich klapp, dass das alte Feuerwehrfahrzeug (Baujahr 80) zeitnah durch ein neues ersetzt wird“.
Auch seine Frau Renate, die seit 1979 an seiner Seite ist, freut sich auf den neuen Lebensabschnitt mit ihrem Mann ohne Angst.

Blumen für Renate Ostendorf von Bürgermeister Andreas Grotendorst

„Mein Mann war eigentlich immer im Einsatz. Schlimm waren die Nächte, wenn er bei einem Großbrand unterwegs war und erst am Morgen nach Hause kam. Es kam sogar einmal vor, dass ich Weihnachten alleine bei meinen Eltern saß“, erinnert sich Renate Ostendorf. Allerdings sei es auch eine schöne Zeit gewesen, bedingt durch die Kameradschaft und den Zusammenhalt unter den Feuerwehrfrauen.

Mit ganzer Kraft für die Feuerwehr eingesetzt

Seine Laudatio unterteilte Bürgermeister Andreas Grotendorst in drei Bereiche. Klaus in Zahlen, Klaus in Taten und Klaus als Mensch. In Zahlen ausgedrückt, so Grotendorst, war Klaus Ostendorf rund 40 Jahre, sprich 340 000 Stunden in der Feuerwehr tätig.

Darüber hinaus erwähnte Grotendorst lobend, dass Ostendorf sich für eine vernünftige Jugendfeuerwehr stark gemacht hat und das es bald auch eine Kinderfeuerwehr gibt. „Du hast dich mit deiner ganzen Kraft für die Feuerwehr eingesetzt und auch bei deinen Kindern alles richtig gemacht. Tochter und Schwiegersohn sind in der Feuerwehr und bald sind die Enkelkinder dran. Da kannst du dann dein Hobby frönen“, so Grotendorst lachend.

Umsichtiges Handeln

Darüber hinaus habe Ostendorf als Wehrführer nie „auf den Schlauch gestanden“, sondern Einsatzlagen immer blitzschnell erkannt und die notwendigen Schritte eingeleitet. Auch Kreisbrandmeister Johannes Thesing lobte in seiner Ansprache das stets korrekte und umsichtige Handeln von Klaus Ostendorf während seiner Dienstjahre.

Neuer Leiter der Feuerwehr Gemeindebrandinspektor Andre Szczesny (re.) und sein Stellvertreter Jörg Wachtmeister

André Szczesny und Jörg Wachtmeister

Neben der Ernennung der neuen Wehrführer André Szczesny und Jörg Wachtmeister gab es an diesem Abend noch einen Wechsel. Siegbert Nagel trat aus privaten Gründen von seinem Amt als Löschzugführer Raesfeld zurück. Das Amt als neuer Löschzugführer übernimmt Ralf Kock. Humorvoll ging der offizielle Teil des Abends mit dem Überraschungsgast Bauer Heinrich Brömmelkamp zu ende. Petra Bosse

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