Alte Weihnachtstradition werden vielerorts nicht mehr gelebt, oder sind in Vergessenheit geraten. Dennoch ist die Vorweihnachtszeit und die Tradition von früher bei der heute 67-jährigen Lucie Schulte-Kellinghaus immer noch in lebhafter Erinnerung und an die sie sich gerne erinnert.

Als Kind durfte Lucie Schulte-Kellinghaus, wenn sie lieb war, einen Strohhalm in die Krippe legen,
Als Kind durfte Lucie Schulte-Kellinghaus, wenn sie lieb war, einen Strohhalm in die Krippe legen.

Damals, sprich Anfang der 50-ziger Jahre, schmückte ein selbstgebundener Adventskranz mit vier Kerzen die Wohnung auf dem Hof Kempkens. „Mehr Schmuck hatten wir nicht, denn für uns war die Adventszeit so etwas wie Fastenzeit und die Vorbereitung für uns Kinder auf das große Fest.

In der Adventszeit als Kind auf Weihnachten vorbereitet

Der Duft von selbst gebackenen Plätzchen verstärkte das Gefühl und die Freude auf diese Tage, denn dann bekamen wir Apfelsinen und Plätzchen“, so Lucie Schulte-Kellinghaus.
Bereits in der Adventszeit wurden die Kinder auf dem Hof auf Weihnachten vorbereitet. „In diesen Wochen haben wir Kinder immer Strohhalme gesammelt für die Krippe, damit das Jesuskind am Heilig Abend weich in der Krippe liegen kann“, so Schulte-Kellinghaus.

Das Sammeln war aber immer mit Aufgaben verbunden, denn nur wer lieb war, durfte auch an diesem Tag einen Halm in die Krippe legen. „Da hat unsere Mutter, was die Länge der Halme anbelangte, immer noch Kompromisse zwischen sehr brav, nicht so brav und böse gemacht, also in einem langen, kurzen oder gar keinem Strohhalm gemacht“, erinnert sich schmunzelnd Schulte-Kellinghaus. „Deshalb versuchten wir immer alle sehr brav zu sein, denn wenn wir keinen Halm bekamen, nahmen wir es uns sehr zu Herzen., Wir Kinder wollten schließlich alle, dass das Jesuskind in der Krippe weich und warm liegt“.

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