Ingrid Horstmann, geborene Brand, erinnert sich sehr genau an den 1. Weihnachtstag ihrer Kindheit Anfang der 50-ziger Jahre.

Dann brachte das Christkind endlich das langersehnte Hexenhäuschen. „Es war ein besonderes Häuschen in der Größe einer Bananenkiste und mit vielen Süßigkeiten bestückt. Es hatte einen echten Schornstein mit Watte als Rauch gefüllt, Dominosteine als Zaunpfähle, Gummibärchen klebten an der Wandvorderseite und das Dach. Der Rest des Hauses war mit Schokokringel auf Zuckerguss beklebt“, so Ingrid Horstmann.

Mit diesen Schokokringeln beklebten die Eltern von Ingrid Hostmann, geb. Brand, früher das Hexenhäuschen.
Mit diesen Schokokringeln beklebten die Eltern von Ingrid Horstmann, geb. Brand, früher das Hexenhäuschen.

Vor der Bescherung erst in die Kirche

In mühseliger Arbeit bastelten die Eltern immer Abends, wenn die drei kleinen Kinder Ingrid, Elisabeth und Franz-Josef schliefen, an dem Haus. „Es konnte immer nur eine Seite mit flüssigem Zucker bestrichen werden. Schwierig war an der Sache, dass die Sperrholzbretter genau waagerecht liegen mussten, sonst floss der Zuckerguss vom Brett“, erinnert sich Ingrid Horstmann. Erst am 1. Weihnachtstag bekamen die drei Geschwister die Krippe bei der Bescherung zu Gesicht. „Zuerst mussten wir aber alle in die Kirche. Da es ein hoher Feiertag war, mussten wir gleich drei Messen hintereinander absitzen. Das war für uns Kinder ein Härtetest und eine große Geduldsprobe, denn mit den Gedanken waren wir schon bei den Geschenken und bei der Krippe“.
Da die Krippe aber bis Karneval halten musste, arbeiteten sich die Kinder mit der Knabberei stückenweise von Rückwand aus nach vorne. „Beliebt waren bei uns besonders die Dominosteine und die kleinen Schokoladentütchen. Die waren, obwohl sie schrecklich süß waren, bei uns der Hit“.

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