Eine über hundert jährige Tradition zu Weihnachten, mit gekochte lufttrockene Mettwurst wird in der Familie Bröker in Raesfeld heite noch gelebt.

Seit 48 Jahren sind Heinz und Agnes verheiratet, und seit dieser Zeit gibt es in der Familie Bröker, immer nach der Bescherung, am Heiligabend gekochte Mettwurst.

„Diese Tradition haben wir von unserem Vater beziehungsweise Schwiegervater übernommen. In seinem Elternhaus Höing, genannt Gülkas, gab es immer am Weihnachtsmorgen, nach dem Kirchgang und der damals noch dürftigen Bescherung, diesen Festschmaus“, so Heinz Bröker.

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Traditionell darf heute die Enkelin Emma, vor der Scherung und dem Mettwurstessen, das Christkind in die Krippe legen.

Brühe wurde als Würze für Grünkohl, genutzt.

Der Ursprung lag wohl darin, dass Anfang Dezember, dass erste gemästete Schwein geschlachtet wurde. Die hausgemachte Mettwurst wurde dann in der Wieme (Fleischvorratskammer) an einer Stange getrocknet. „Zu Weihnachten hatte sie die passende Konsistenz, und war dann noch nicht zu trocken“, so Heinz Bröker. Gekocht wurde die Wurst im Wasser. Die daraus entstanden Brühe wurde als Würze für Grünkohl, Sauerkraut oder anderes Wintergemüse genutzt. „Unser Vater schwärmte immer davon, denn zu seiner Zeit war Wurst und Fleisch noch etwas Besonderes und es war nicht eine Alltagsessen, so wie heute“.
Dieses Traditionsessen wird es auch in diesem Jahr wird im Hause Bröker am Heiligabend geben. „Darauf freuen sich Kinder, Schwiegerkinder und Enkel jedes Jahr, denn nur an diesem Tag gibt es gekochte, lufttrockene Mettwust.

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